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(11) |
EP 2 890 936 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.2016 Patentblatt 2016/52 |
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Anmeldetag: 30.07.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/066026 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/032891 (06.03.2014 Gazette 2014/10) |
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VERFAHREN ZUR BEDARFSGERECHTEN REGELUNG EINER VORRICHTUNG FÜR EINE SCHICHTLÜFTUNG
UND VORRICHTUNG FÜR EINE SCHICHTLÜFTUNG
METHOD FOR ON-DEMAND CONTROL OF A DEVICE FOR LAYERED VENTILATION AND DEVICE FOR LAYERED
VENTILATION
PROCÉDÉ DE RÉGLAGE D'UN DISPOSITIF DE VENTILATION PAR COUCHES EN FONCTION DES BESOINS
ET DISPOSITIF DE VENTILATION PAR COUCHES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.08.2012 DE 102012108018
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.07.2015 Patentblatt 2015/28 |
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Patentinhaber: Universität Kassel |
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34109 Kassel (DE) |
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Erfinder: |
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- HESSELBACH, Jens
34125 Kassel (DE)
- SCHÄFER, Mirko
36217 Ronshausen (DE)
- DETZER, Rüdiger
35418 Buseck (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Walther Hinz Bayer PartGmbB |
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Heimradstrasse 2 34130 Kassel 34130 Kassel (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102007 045 044 JP-A- 2006 258 358
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FR-A1- 2 859 522
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur RegelungeinerVorrichtungfüreine Schichtlüftung
in einem zu belüftenden Raum, wobei sich eine Schichtgrenze zwischen einer ersten
geodätisch unteren Luftschicht und einerzweiten geodätisch oberen Luftschicht bildet,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie eine zur Durchführung des Verfahrens
ausgebildete Vorrichtung für eine Schichtlüftung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
10.
Technisches Gebiet
[0002] Für die Belüftung von Räumen, insbesondere hoher Produktionshallen, haben sich mehrere
Konzepte etabliert. Konventionelle Lüftungssysteme wie die sogenannte Mischbelüftung
erzeugen ein gleichmäßiges Temperatur- und Schadstoffniveau in dem zu belüftenden
Raum durch eine starke Zuluftströmung im Deckenbereich. Dadurch wird nahezu das gesamte
Raumluftvolumen in Bewegung gesetzt. Insbesondere bei hohen Raumhöhen wird so ein
erheblicher Bereich des Raumes klimatisiert, welcher für Menschen und Produktionsprozesse
nicht benötigt wird.
[0003] Bei der sogenannten Schichtlüftung wird hingegen die Zuluft über Luftauslässe in
Bodennähe in den zu belüftenden Raum eingebracht. Oberhalb von sich im Raum befindlichen
thermischen Quellen, wie zum Beispiel Produktionsanlagen, maschinentechnischen Einrichtungen
oder sich im Raum befindlichen Personen, entstehen thermische Konvektionsströmungen.
In den Konvektionsströmungen steigt die durch die thermischen Quellen erwärmte Raumluft
aufgrund ihrergeringeren Dichte in den oberen Raumbereich, und transportiert so auch
Schadstoffe aus dem Aufenthaltsbereich der sich im Raum befindlichen Personen in eine
über diesem Bereich liegende Luftschicht. Beim Betrieb einer Vorrichtung zur Schichtlüftung
bildet sich somit eine Schichtgrenze zwischen einer geodätisch unteren ersten Luftschicht
und einer geodätisch oberen zweiten Luftschicht aus. Die Höhe der Schichtgrenze über
der Bodenebene des zu belüftenden Raumes hängt dabei im Wesentlichen von der in die
erste untere Luftschicht eingeführten Luftmenge und der aus der oberen zweiten Luftschicht
abtransportierten Luftmenge ab. Idealerweise werden die zu- und abgeführten Luftmenge,
also die Zuluftmengen und die Abluftmengen, so eingestellt, dass sich die Schichtgrenze
in einer Höhe von beispielsweise 2,5 Metern über der Bodenebene des Raumes stabilisiert.
Dadurch ist zum einen gesichert, dass die Schadstoffbelastung in dem Produktionsbereich,
in dem sich Menschen aufhalten, deutlich verringert ist, bei gleichzeitig minimiertem
Energiebedarf für den Betrieb der Lüftungssysteme. Weiteren Einfluss auf die sich
bei Betrieb einer Vorrichtung zur Schichtlüftung einstellenden Bedingungen der Raumluft,
insbesondere der Dynamik der Konvektionsströmungen, hat die Temperatur der Zuluft.
[0004] Bei bestehenden Vorrichtungen zur Schichtlüftung wird die zugeführte Luftmenge üblicherweise
auf einen repräsentativen stationären Betriebszustand der Produktion eingestellt.
Da keine automatische Anpassung an den laufenden Produktionsprozess zum Beispiel an
Produktions- oder Mitarbeiterpausen oder Schichtwechsel erfolgt, verschiebt sich die
Höhe der Schichtgrenze in energetisch ungünstige und vom Menschen und Maschinen nicht
benötigte Bereiche. Auch wird die Höhe der Schichtgrenze empfindlich durch die Anordnung
der thermischen Quellen innerhalb des zu belüftenden Raumes, wie auch von der Ausführung
und Anordnung der lufttechnischen Einrichtung bestimmt. Bei der Installation einer
Vorrichtung zur Schichtlüftung in einem Raum, beispielsweise in einer Fertigungshalle,
ist daher eine strömungstechnische Optimierung erforderlich. Bei Änderung der Produktionsbedingungen,
zum Beispiel bei Einbau neuer Produktionsanlagen, muss durch eine weitere aufwendige
Vermessung der herrschenden Luft- und Strömungsbedingungen die Vorrichtung zur Schichtlüftung
neu justiert werden.
Stand der Technik
[0005] Aus der
DE 10 2007 045 044 A1 ist ein Klimagerät bekannt, welches mit einem oder mehreren konventionellen impulsarmen
Schichtlüftungsdurchlässen im Raum kombiniert werden kann. Insbesondere kann eine
Mehrzahl von Klimageräten miteinander kombiniert werden, um eine flexible Klimatisierung
einer größeren Fabrikhalle zu ermöglichen. Durch Verschieben eines oder mehrerer Klimageräte
im Raum können individuelle Bedürfnisse erfüllt werden.
[0006] Jedoch bleibt auch bei bekannten Lüftungssystemen das energetische ungünstige Verschieben
der Schichtgrenze bei sich ändernden laufenden Produktionsprozessen bestehen. Auch
ist es oft aus Platzgründen nicht möglich, Klimaanlagen innerhalb der Produktionsstätten
zum Zweck der Stabilisierung der Schichtgrenze zu verschieben.
Darstellung der Erfindung: Aufgabe, Lösung, Vorteile
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art bereitzustellen, welche den Energiebedarf einer Vorrichtung
zur Schichtlüftung durch eine flexible, vollautomatische, bedarfsgerechte Regelung
der Höhe der Schichtgrenze senkt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit der im Anspruch 1 angegebenen Merkmalskombination,
sowie durch eine, zur Durchführung dieses Verfahrens ausgebildete, Vorrichtung mit
den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Regelung einer Vorrichtung für eine Schichtlüftung
in einem zu belüftenden Raum bildet sich eine Schichtgrenze zwischen einer ersten
geodätisch unteren Luftschicht und einer zweiten geodätisch oberen Luftschicht aus,
wird der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze an mindestens einem Ort im zu belüftenden
Raum ermittelt, wird der Ist-Wert mit einem Soll-Wert verglichen, und wird einer Abweichung
des Ist-Werts vom Soll-Wert durch Regelung der Vorrichtung für eine Schichtlüftung
entgegengesteuert. In vorteilhafter Weise kann durch das erfindungsgemäße Verfahren
ein optimaler Betrieb der Vorrichtung für eine Schichtlüftung gewährleistet werden,
welche flexibel auf sich ändernde Raumluftbedingungen, beispielsweise bedingt durch
veränderte Produktionszustände, reagiert. Durch Anpassung von beispielsweise der Lüftungsleistung
während Produktionspausen kann der Energiebedarf durch geringere Ventilatorleistungen
sowie damit einhergehenden geringeren erforderlichen Kühlleistungen des Zuluftvolumenstroms
gesenkt werden.
[0010] Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0011] In einer bevorzugten Ausführung des Verfahrens werden die Betriebsparameter der Vorrichtung
für eine Schichtlüftung, insbesondere der zugeführte Luftstrom bzw. die zugeführten
Luftmenge und/oder die Temperatur der zugeführten Luft und/oder der abgeführte Luftstrom
bzw. die abgeführte Luftmenge geregelt. So kann in vorteilhafter Weise durch geeignete
Wahl derTemperaturderzugeführten Luft die Stärke derThermikströmungen eingestellt
werden. Weiterhin kann die Temperatur der zugeführten Luft entsprechend bekannter
Behaglichkeitskriterien für das Arbeiten am Arbeitsplatz eingestellt werden. Durch
Einstellen derVolumenströme der Zu- und/oder Abluft wird neben der Höhe der Schichtgrenze
die pro Zeiteinheit aus dem zu belüftenden Raum ausgetragene Schadstoffmenge bestimmt.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der zugeführte Luftstrom, insbesondere
pulsarm in den zu belüftenden Raum eingeleitet. Durch die impulsarme Einführung der
Zuluft werden Luftverwirbelungen und Querströmungen verhindert, und eine Stabilisierung
der Schichtgrenze bevorteilt.
[0013] In einerweiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird der Ist-Wert der
Höhe der Schichtgrenze aus einem oder mehreren der an dem mindestens einen Ort im
zu belüftenden Raum gemessenen Parameter der Raumluft bestimmt. Die gemessenen Parameter
sind dabei insbesondere die Temperatur, die Schadstoffkonzentration, der Druck, die
Strömungsgeschwindigkeit und Strömungsrichtung der Raumluft, sowie die Luftfeuchtigkeit.
Auch die an dem mindestens einen Ort gemessenen Gradienten der vorgenannten Parameter
können zur Bestimmung des Ist-Wertes der Höhe der Schichtgrenze dienen. So kann beispielsweise
die Schichtgrenze durch einen großen Temperaturgradienten angezeigt werden. Jedoch
ist mit einem entsprechenden funktionalen Zusammenhang prinzipiell jede Kombination
der an dem mindestens einen Ort gemessenen Parameter der Raumluft zur Ermittlung des
Ist-Werts der Höhe der Schichtgrenze überder Bodenebene geeignet. Auch eine Kombination
von mehreren Werten eines an mehreren Orten gemessenen Parameters oder mehrerer an
mehreren Orten gemessenen Parametern ist zur Ermittlung des Ist-Werts der Höhe der
Schichtgrenze geeignet, insbesondere kann die in unterschiedlichen repräsentativen
Höhen gemessene Temperatur und/oder Schadstoffkonzentration zur Ermittlung des Ist-Werts
der Höhe der Schichtgrenze benutzt werden.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird die örtliche Abhängigkeit
der an mehreren Orten und/oder in mehreren Höhen gemessenen Werte eines oder mehrerer
Parameter mit einer mathematischen Funktion modelliert bzw. wird eine mathematischen
Funktion an die örtliche Abhängigkeit der an mehreren Orten und/oder in mehreren Höhen
gemessenen Werte eines oder mehrerer Parameter angepasst. Weiter wird mittels analytischer
oder iterativerVerfahren, insbesondere durch analytische oder iterative Bestimmung
des Ortes des maximalen Gradienten der Funktion des oder der gemessenen Parameter,
bevorzugt der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze über mindestens einem Ort der Bodenebene
ermittelt. Besonders bevorzugt wird eine mathematische Funktion an den höhenabhängigen
Verlauf der in mehreren unterschiedlichen Höhen gemessenen Werte eines oder mehrerer
Parameter, insbesondere an den höhenabhängigen Temperaturverlauf und/oder an den höhenabhängigen
Verlauf der Schadstoffkonzentration angepasst. Bevorzugt wird durch analytische oder
iterative Bestimmung des maximalen Temperatur- und/oder Schadstoffkonzentrationsgradienten
der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze ermittelt. Als Anpassungsfunktion an beispielsweise
den höhenabhängigen Temperaturverlauf oder Schadstoffkonzentrationsverlauf eignen
sich insbesondere Polynomfunktionen und/oder Sigmoidfunktionen. Jedoch kann auch jede
andere geeignete Funktion als Anpassungsfunktion dienen. Weiter bevorzugt können neben
den Extremwerten der Gradienten des Temperaturverlaufs oder der Schadstoffkonzentration
auch die Extremwerte weiterer Parameter, insbesondere weiterer der oben genannten
Parameter, bestimmt werden. Ebenso kann bevorzugt auch eine mehrdimensionale analytische
oder iterative Bestimmung der Extremwerte der gemessenen Parameter durchgeführt werden.
[0015] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens können durch Bestimmung
der Strömungsgeschwindigkeit und/oder der Strömungsrichtung der Raumluft insbesondere
an den Wänden des zu belüftenden Raumes auftretende Fallströmungen ermittelt werden,
und durch entsprechende Ansteuerung und Regelung der Vorrichtung für eine Schichtlüftung
eine dadurch entstehende Vermischung der oberen und unteren Luftschicht vermieden
werden. Fallströmungen treten dabei insbesondere an außen liegenden Wänden des zu
belüftenden Raumes durch Abkühlung der sich in der zweiten geodätisch oberen Luftschicht
befindlichen erwärmten Raumluft auf. Mit besonderem Vorteil lässt sich durch Messung
der Temperatur bzw. des Temperaturgradienten an mindestens einem Ort im Raum der aktuelle
Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze bestimmen.
[0016] Weiter bevorzugt werden in einer vorteilhaften Ausführung des Verfahrens vorbestimmte
Werte eines oder mehrerer Parameter, insbesondere vorbestimmte Werte eines oder mehrerer
der oben genannten Parameter Temperatur, Schadstoffkonzentration, Druck, Strömungsgeschwindigkeit
und Strömungsrichtung und Luftfeuchtigkeit, deren Gradienten, sowie die Zeit, dazu
benutzt, einen Soll-Wert der Höhe der Schichtgrenze an dem mindestens einen Ort im
zu belüftenden Raum festzulegen. Vorteilhafterweise lässt sich somit für bestimmte
Zeiträume, insbesondere bei Schichtende oder Schichtwechsel, oder für Zeiten niedriger
Produktionsauslastung eine energetisch vorteilhafte geringere Lüftungsleistung, insbesondere
durch Absenken des Soll-Werts der Höhe der Schichtgrenze, vorbestimmen.
[0017] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird die Größe der Änderung
der Betriebsparameter der Vorrichtung zur Schichtlüftung, insbesondere die Amplitude
der Regelsignale mittels einer, insbesondere in ein Computerprogramm implementierten,
Vorschrift ermittelt. Die Regelsignale dienen dann als Eingangssignale für die Änderung
der Betriebsparameter. Besonders bevorzugt hängt die Amplitude der Regelsignale von
der Größe der Abweichung des Ist-Wertes der Höhe der Schichtgrenze vom Soll-Wert ab.
Diese Abhängigkeit kann beispielsweise linear oder quadratisch sein. Durch den funktionsartigen
Zusammenhang der Amplitude der Regelsignale von der Abweichung des Ist-Wertes vom
Soll-Wert wird vorteilhafterweise erreicht, dass bei einer großen Abweichung des Ist-Wertes
vom Soll-Wert durch eine entsprechend große Amplitude des Regelsignals ein schnelles
Regeln des Ist-Wertes an den Soll-Wert heran möglich wird. Eine besonders bevorzugte
Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Wert der Höhe
der Schichtgrenze an mehreren Orten und/oder in mehreren Höhen über insbesondere mehreren
Orten der Bodenebene in dem zu belüftenden Raumes ermittelt wird. Durch die mehrfache
Bestimmungder Ist-Höhe der Schichtgrenze an mehreren Orten lässt sich in vorteilhafter
Weise ein repräsentatives Bild des Verlaufes der Schichtgrenze über den zu belüftenden
Raum ermitteln und ein präziseres Regeln der Vorrichtung zur Schichtlüftung wird möglich
mit vorteilhafter Energieersparnis.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird die Größe der Regelsignale
direkt aus den Abweichungen der gemessenen Werte der Parameter der Raumluft von den
vorbestimmten Werten der Parameter bestimmt. So kann beispielsweise anstatt der Höhe
der Schichtgrenze eine bestimmte Schadstoffkonzentration als Soll-Wert vorbestimmt
werden, und der Ist-Wert der gemessenen Schadstoffkonzentration kann durch verfahrensgemäße
Regelung der Vorrichtung zur Schichtlüftung an den Soll-Wert heran geregelt werden.
Auch eine Kombination der gemessenen Parameter der Raumluft kann entsprechend einer
Kombination von Soll-Werten dieser Parameter durch Regelung der Vorrichtung zur Schichtlüftung
verändert werden.
[0019] Insbesondere bevorzugt wird der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze über insbesondere
mehreren Orten der Bodenebene des zu belüftenden Raumes geregelt. So ist es vorteilhafterweise
möglich, durch gezieltes Zuführen von Zuluft bzw. Frischluft in einzelnen Bereichen
des zu belüftenden Raumes den lokalen Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze zu beeinflussen.
Durch die Belüftung von Teilbereichen des zu belüftenden Raums kann die Lüftungsleistung
reduziert werden, was vorteilhafterweise zu einer Energieersparnis führt. Weiterhin
kann durch lokale Anpassung des Ist-Wertes der Höhe der Schichtgrenze ungewünscht
auftretenden Querströmungen der Raumluft innerhalb des zu belüftenden Raums, insbesondere
innerhalb der Produktionshalle, begegnet werden. Derartige Querströmungen können zum
Beispiel durch sich rasch ändernde thermische Strömungen entstehen, Öffnen und Schließen
von Türen, oder sich aufgrund von verändernden Außentemperaturen abkühlenden oder
erwärmenden Seitenwänden. Weiter bevorzugt können derartige Querströmungen durch Messung
der Strömungsgeschwindigkeit bzw. Strömungsrichtung an repräsentativen Orten des Raumes
ermittelt werden.
[0020] Eine weitere Lösung des Problems besteht in der Bereitstellung einer Vorrichtung
zur Schichtlüftung von Räumen, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens entsprechend
einem der Ansprüche 1 bis 9, mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung umfasst mindestens eine zurZuführung von Luft in eine geodätisch untere
erste Luftschicht ausgebildete Vorrichtung, und mindestens eine zur Abführung von
Luft aus einer geodätisch oberen zweiten Luftschicht ausgebildete Vorrichtung, sowie
mindestens eine im zu belüftenden Raum anordbare Messvorrichtung und mindestens eine
zur Regelung der Vorrichtung zur Schichtlüftung ausgebildete Regeleinrichtung. Mit
erfindungsgemäßem Vorteil kann aus den von der mindestens einen im zu belüftenden
Raum anordbaren Messvorrichtung ermittelten Werten der Parameterder Raumluft, insbesondere
der Werte der Temperatur, der Schadstoffkonzentration, des Druckes, der Strömungsgeschwindigkeit,
der Strömungsrichtung, der Luftfeuchtigkeit und/oderderen Gradienten, der aktuelle
Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze bestimmt werden. Weiter kann mittels der Regeleinrichtung
einer Abweichung des Ist-Wertes von einem vorbestimmten Soll-Wert entgegengeregelt
werden. Dadurch wir vorteilhaftweise der Energiebedarf der Lüftungsanlage durch geringere
Ventilatorleistungen sowie damit einhergehenden erforderlichen Kühlleistung des Zuluftvolumenstroms
bewirkt.
[0021] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung ist diese zur Beeinflussung
einer sich im Betrieb zwischen der geodätisch unteren ersten Luftschicht und der geodätisch
oberen zweiten Luftschicht ausgebildeten Schichtgrenze ausgebildet. Besonders bevorzugt
ist die Schichtgrenze insbesondere situationsabhängig, ortsabhängig, zeitabhängig,
abhängig vom Betriebszustand und/oder vordefiniert, bevorzugt durch Regelung der Schichtlüftung
durch die Regeleinrichtung, beeinflussbar. Je nach Tageszeit, Produktionsauslastung
oder Schichtbetrieb, kann somit situationsabhängig die Vorrichtung zur Schichtlüftung
geregelt werden, was zu einer besonders vorteilhaften Energieersparnis führt. Besonders
vorteilhaft ist, dass die Vorrichtung zur ortsabhängigen Beeinflussung der Schichtgrenze
ausgebildet ist. Es kann somit ortsabhängig eine Stabilisierung der Schichtgrenze
erreicht werden, was mit weiterem Vorteil zu einer Energieersparnis führt.
[0022] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung zur Schichtlüftung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine im zu belüftenden Raum anordbare
Messvorrichtung insbesondere zur Messung der Temperatur und/oder des Temperaturgradienten
und/oder des Druckes und/oder des Druckgradienten und/oder der Strömungsgeschwindigkeit
und/oder der Strömungsrichtung und/oder der Schadstoffkonzentration und/oder des Gradienten
der Schadstoffkonzentration und/oder der Luftfeuchtigkeit und/oder des Gradienten
der Luftfeuchtigkeit der Raumluft ausgebildet ist.
[0023] Mit besonderem Vorteil lässt sich durch die Messung der vorgenannten Parameter der
Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze über der Bodenebene an mindestens einem Ort im
Raum bestimmen. Ebenso ist es möglich Luftströmungen, insbesondere thermisch verursachte
Querströmungen bzw. Fallströmungen an den Wänden zu bestimmen, und durch Regelung
der Vorrichtung durch das Regelsystem diesen Störungen, insbesondere diesen Störungen
der Schichtgrenze, entgegenzuregeln.
[0024] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung zur Schichtlüftung
sind mindestens zwei Messvorrichtungen vorgesehen, welche in insbesondere unterschiedlichen
geodätischen Höhen an bevorzugt unterschiedlichen Orten im zu belüftenden Raum beabstandet
anordbar sind. Durch Anordnung der Messvorrichtungen in unterschiedlichen geodätischen
Höhen und an unterschiedlichen Orten im Raum können die Messwerte an repräsentativen
Schichten und Orten innerhalb des Raumes bestimmt werden, was vorteilhafterweise zu
einer präziseren Bestimmung des örtlichen Verlaufs der Schichtgrenze sowie möglichen
Querströmungen und thermischen Strömungen genutzt werden kann.
[0025] Eine weitere Lösung des Problems besteht in einem Raum gemäß Anspruch 14 umfassend
eine Vorrichtung zur Schichtlüftung zur bedarfsgerechten Belüftung nach einem der
Ansprüche 10 bis 13.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0026] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen in rein schematischer Darstellung:
Fig. 1 ein Flussdiagramm des Ablaufes des Verfahrens zur Steuerung einer Vorrichtung
zur Schichtlüftung, und
Fig. 2 ein Schnittbild eines zu belüftenden Raum mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Schichtlüftung.
Bevorzugt Ausführungsform der Erfindung
[0027] Fig. 1 und Fig. 2 stellen das Verfahrens (100) zur Regelung einer Vorrichtung (10)
zur Schichtlüftung in einer bevorzugten Ausführungsform sowie eine zur Durchführung
des Verfahrens (100) ausgebildete und sich in einem zu belüftenden Raum (11) befindliche
Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung dar. Anhand von Fig. 1 wird das Verfahren (100)
in Form eines Flussdiagramm ist dargestellt.
[0028] Das Verfahren (100) umfasst folgende Schritte:
(V1) Start der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung,
(V2) Ausbildung einer Schichtgrenze (12) zwischen erster unterer Luftschicht (13)
und zweiter oberer Luftschicht (14),
(V3) Messung der Parameter der Raumluft (15) an mindestens einem Ort (16) im zu belüftenden
Raum (11),
(V4) Ermittlung des Ist-Wertes der Schichtgrenze (12),
(V5) Vergleich des Ist-Wertes mit vorbestimmten Soll-Wert,
(V6) Ermittlung der Amplitude der Regelsignale,
(V7) Regelung der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung,
(V8) Auswertung externer Abbruchbedingungen,
(V9) Wiederholung der Verfahrensschritte (V3) bis (V8), oder
(V10) Ende des Verfahrens.
[0029] Nach Start der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung (V1), welcher beispielsweise zu
Schichtbeginn erfolgen kann, bildet sich im laufenden Betrieb durch Einleiten von
Zuluft (17) in den Bodenbereich (18) des zu belüftenden Raumes (11) bei gleichzeitigem
Abführen von Abluft (19) aus dem Deckenbereich (20) des zu belüftenden Raumes (11)
eine Schichtgrenze (12) zwischen einerersten geodätisch unteren Luftschicht (13) und
einer zweiten geodätisch oberen Luftschicht (14) aus (V2). Die dem zu belüftenden
Raum (11) in den Bodenbereich (18) zugeführte Luft (17) weist bevorzugt eine geringe
Schadstoffkonzentration auf. Die zugeführte Zuluft (17) erwärmt sich über den sich
im Raum (11) befindlichen Produktionsanlagen (21) bzw. über den sich im Raum (11)
befindlichen Personen (22), und steigt aufgrund der verringerten Dichte von erwärmter
Luft im Raum (11) auf, wobei sich im Arbeitsbereich (23) der Personen (22) befindliche
Schadstoffe vermittels der entstehenden Konvektionsströme (24) in den oberen Bereich
(25) des Raumes (11) transportiert werden. Die erwärmte und mit einer höheren Schadstoffkonzentration
belastete Luft wird darauf folgend als Abluft (19) aus dem oberen Bereich (25) des
zu belüftenden Raumes (11) abgeführt. Zur Stabilisierung der Schichtgrenze (12) müssen
die Betriebsparameter der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung, entsprechend der Produktionsbedingungen,
d.h. beispielsweise entsprechend der Verteilung der Produktionsanlagen (31) innerhalb
des Raumes (11) sowie der zeitlichen Auslastung der Produktion, eingestellt werden.
Die Betriebsparameter der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung sind dabei insbesondere
der zugeführten Luftstrom (17a) bzw. die zugeführte Luftmenge (17), die Temperatur
der zugeführten Luft (17) und der abgeführte Luftstrom (19a) bzw. die abgeführte Luftmenge
(19).
[0030] Zur Regelung dieser Betriebsparameter werden in dem Verfahren (100) an mindestens
einem Ort (16) im zu belüftenden Raum (11) Parameter der Raumluft (15) gemessen (V3).
Die gemessenen Parameter können dabei beispielsweise die Temperatur T, der Temperaturgradient
dT/dH bezüglich der Höhe (H) über der Bodenebene (26) des zu belüftenden Raumes (11),
und die Schadstoffkonzentration sein (V3). Aus den gemessenen Parametern der Raumluft
(15) wird mit einer Funktion der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) über der
Bodenebene (26) ermittelt (V4). Zur Ermittlung (V4) der Höhe der Schichtgrenze (12)
kann eine mathematische Funktion an den Verlauf der in mehreren Höhen (H) gemessenen
Werte eines Parameters, beispielsweise der Temperatur, angepasst werden. Mitanalytischen
oder Iterativen Verfahren wird dann der Ort des maximalen Gradienten des Temperaturverlaufes
bestimmt. In diesem Fall kann die Schichtgrenze (12) durch einen großen Temperaturgradienten
dT/dh angezeigt werden. Jedoch ist mit einer entsprechenden Funktion prinzipiell jede
Kombination dergemessenen Parameter der Raumluft (15) zur Ermittlung des Ist-Werts
der Höhe der Schichtgrenze (12) über der Bodenebene (26) geeignet (V4). Entsprechend
der für den zu belüftenden Raum (11) vorbestimmten Werte der Parameter der Raumluft
(15) an den Messorten (16a, 16b) wird ein Soll-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12)
über der Bodenebene (26) bestimmt. Daraufhin wird der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze
(12) mit dem Soll-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) verglichen (V5). Eine Vorschrift,
beispielsweise eine in ein Computerprogramm implementierte Vorschrift, ermittelt nun
die Größe, d.h. Die Amplitude der Regelsignale (V6) ausderermittelten Abweichung des
Ist-Wertes der Höhe der Schichtgrenze (12) von dem Soll-Wert der Höhe der Schichtgrenze
(12). Die Regelsignale werden dabei so bestimmt, dass der Abweichung des Ist-Wertes
der Höhe der Schichtgrenze (12) von dem Soll-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12)
durch Veränderung der Betriebsparameter der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung entgegengewirkt
wird. Die Regelsignale dienen als Eingangssignale für die Regelung der Vorrichtung
zur Schichtlüftung (V7). Solange keine externen Abbruchbedingungen, beispielsweise
ein Produktionsstop, vorliegen (V8) wird das Verfahren (100) mit erneuter Messung
der Parameterder Raumluft (15) fortgesetzt (V3) und wiederholt.
[0031] Die vorbestimmten Parameter der Raumluft (15) und damit auch der Soll-Wert der Höhe
der Schichtgrenze (12) können auch zeitlich veränderlich sein. Es ist dadurch möglich,
zum Beispiel in Arbeitspausen den Soll-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) tiefer
anzusetzen was sich vorteilhaft auf die Energiebilanz des Verfahrens (100) auswirkt,
da eine geringere Ventilatorleistung und damit einhergehend eine geringere Kühlleistung
des zugeführten Luftvolumenstroms (17a) erforderlich ist.
[0032] Weiter ist es auch möglich die Größe der Regelsignale direkt aus den Abweichungen
der gemessenen Werte der Parameter der Raumluft (15) von den vorbestimmten Werten
der Parameter der Raumluft (15) zu bestimmen. Somit kann das Verfahren (100) auch
so ausgestaltet sein, dass anstatt der Höhe der Schichtgrenze (12) beispielsweise
eine bestimmte Schadstoffkonzentration als Soll-Wert vorbestimmt wird, und der Ist-Wert
der gemessenen Schadstoffkonzentration durch Regelung der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung
verändert wird (V7). Auch eine Kombination der gemessenen Parameter der Raumluft (15)
kann entsprechend einer Kombination von Soll-Werten dieser Parameter durch Regelung
der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung verändert werden (V7).
[0033] Fig.2 stellt einen Raum (11) umfassend einer Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung
dar, welche zur Anwendung des Verfahrens (100) zur Regelung einer Vorrichtung (10)
zur Schichtlüftung ausgebildet ist.
[0034] Durch Betrieb der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung hat sich zwischen einer ersten
geodätisch unteren Luftschicht (13) und einer zweiten geodätisch oberen Luftschicht
(14) eine Schichtgrenze (12) ausgebildet. Der ersten geodätisch unteren Luftschicht
(13) wird durch Schichtlüftungsdurchlässe (27, 28) der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung
ein bestimmter Luftvolumenstrom (17a) zugeführt. Ein erster Schichtlüftungsdurchlass
(27) befindet sich an einer Raumwand (29) und ist an einen Zuluftkanal (30) angeschlossen.
Weiterhin kann ein zweiter Schichtlüftungsdurchlass (28) eines Fassadenklimageräts
(31), welches eine Vorrichtung (32) zur Regelung der Zulufttemperatur umfasst, in
einer Außenwand (33) des Raumes (11) vorgesehen sein. Die Schichtlüftungsdurchlässe
(27,28) können dabei mit Ausströmgittern (34) versehen sein, welche eine impulsarme
Zuführung von Zuluft (17) in die erste Luftschicht (13) ermöglichen. Oberhalb von
thermischen Quellen (21, 22), wie beispielsweise Produktionsanlagen (21) oder sich
im zu belüftenden Raum (11) befindlichen Personen (22), entstehen durch Erwärmung
der Luft aufsteigende Konventionsströme (24), welche Schadstoffe aus dem Bodenbereich
(18) in den oberen Bereich (25) des Raumes (11) transportieren. In der Decke (35)
des zu belüftenden Raumes (11) befinden sich Vorrichtungen (36) zur Abführung der
sich in der zweiten geodätisch oberen Luftschicht (14) befindlichen erwärmten und
schadstoffbelasteten Abluft (19). Die Vorrichtungen (36) zur Abführung der Abluft
(19) sind dafür mit einem Abluftkanal (37) verbunden.
[0035] Durch die in den Konvektionsströmen (24) aufsteigende Luft können sich in der zweiten
oberen Luftschicht (14) Luftverwirbelungen (38) ausbilden. An der Außenwand (33) des
zu belüftenden Raumes (11) kann bei niedrigen Außentemperaturen eine Abkühlung der
sich im oberen Raumbereich (25) befindlichen erwärmten Luft stattfinden, was zu Fallströmungen
(39) entlang der Außenwand (33) führt. Weiter können sich bedingt durch die Fallströmungen
(39) oder durch sich ändernde thermische Konvektionsströme (24) Querströmungen (40)
der Raumluft (15) ausbilden.
[0036] Die zur Durchführung des Verfahrens (100) ausgebildete Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung
weist mehrere an unterschiedlichen Orten (16a, 16b) und in unterschiedlichen Höhen
angeordnete Messevorrichtungen (41) auf. Die Messevorrichtungen (41) können dabei
an den Wänden (29, 33) des zu belüftenden Raumes (11) oder sich an in diesem Raum
(11) befindlichen Säulen (42) etc. angebracht sein. Aus den von den Messevorrichtungen
(41) ermittelten Werten der Parameter der Raumluft (15), beispielsweise der Temperatur
und/oder der Schadstoffkonzentration, wird mittels eines in einer Regelvorrichtung
(43) ausgeführten Computerprogrammes der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12)
ermittelt. Aufgrund der Vielzahl der sich an unterschiedlichen Orten (16a, 16b) befindlichen
Messvorrichtungen (41) kann der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) an mehreren
Orten (16a, 16b) bestimmt werden. Daraufhin wird durch die Regelvorrichtung (43) der
Ist-Wert mit einem vorbestimmten Soll-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) verglichen
und ausgehend von der Abweichung des Ist-Werts vom Soll-Wert die Amplitude der Regelsignale
zur Änderung der Betriebsparameter der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung ermittelt.
Liste der Bezugszeichen
[0037]
- 100
- Verfahren zur Regelung einer Vorrichtung zur Schichtlüftung
- 10
- Vorrichtung zur Schichtlüftung
- 11
- Zu belüftender Raum
- 12
- Schichtgrenze
- 13
- Erste geodätisch untere Luftschicht
- 14
- Zweite geodätisch obere Luftschicht
- 15
- Raumluft
- 16
- Ort im zu belüftenden Raum
- 16a
- Erster Messort
- 16b
- Zweiter Messort
- 17
- Zuluft
- 17a
- zugeführter Luftstrom
- 18
- Bodenbereich
- 19
- Abluft
- 19a
- abgeführter Luftstrom
- 20
- Deckenbereich
- 21
- Produktionsanlagen
- 22
- Person
- 23
- Arbeitsbereich
- 24
- Konvektionsströme
- 25
- Oberer Raumbereich
- 26
- Bodenebene
- 27
- Erster Schichtlüftungsdurchlass
- 28
- Zweiter Schichtlüftungsdurchlass
- 29
- Raumwand
- 30
- Zuluftkanal
- 31
- Fassadenklimagerät
- 32
- Vorrichtung zur Temperaturregelung der Zuluft
- 33
- Außenwand
- 34
- Ausströmgitter
- 35
- Decke
- 36
- Vorrichtung zur Abführung von Abluft
- 37
- Abluftkanal
- 38
- Luftverwirbelungen
- 39
- Fallströmungen
- 40
- Querströmungen
- 41
- Messvorrichtung
- 42
- Säule
- 43
- Regelvorrichtung
- V1
- Beginn des Verfahrens, Start der Vorrichtung zur Schichtlüftung
- V2
- Ausbildung einer Schichtgrenze
- V3
- Messung der Parameter der Raumluft
- V4
- Ermittlung des Ist-Wertes der Höhe der Schichtgrenze
- V5
- Vergleich des Ist-Werts mit Soll-Wert
- V6
- Ermittlung der Amplitude der Regelsignale
- V7
- Regelung der Vorrichtung zur Schichtlüftung
- V8
- Auswertung externer Abbruchbedingungen
- V9
- Wiederholung des Verfahrens ab V3
- V10
- Ende des Verfahrens, Abschalten der Vorrichtung zur Schichtlüftung
- H
- Höhe über Bodenebene
1. Verfahren (100) zur Regelung einer Vorrichtung (10) für eine Schichtlüftung in einem
zu belüftenden Raum (11), wobei sich eine Schichtgrenze (12) zwischen einer ersten
geodätisch unteren Luftschicht (13) und einer zweiten geodätisch oberen Luftschicht
(14) bildet (V2), dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) an mindestens einem Ort (16) im zu belüftenden
Raum (11) ermittelt wird (V4), dass der Ist-Wert mit einem Soll-Wert verglichen wird
(V5), und dass einer Abweichung des Ist-Werts vom Soll-Wert durch Regelung der Vorrichtung
(10) für eine Schichtlüftung entgegen gesteuert wird (V7).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsparameter der Vorrichtung (10) für eine Schichtlüftung, insbesondere
der zugeführte Luftstrom (17a) bzw. die zugeführte Luftmenge (17) und/oderdieTemperatur
der zugeführten Luft (17) und/oder der abgeführte Luftstrom (19a) bzw. die abgeführte
Luftmenge (19), geregelt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) aus einem oder mehreren der an mindesten
einen Ort (16) im zu belüftenden Raum (11) gemessenen Parameter der Raumluft (15),
insbesondere Temperatur, Schadstoffkonzentration, Druck, Strömungsgeschwindigkeit,
Strömungsrichtung, Luftfeuchtigkeit und/oder deren Gradienten ermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mathematische Funktion, insbesondere ein Polynom oder eine Sigmoidfunktion,
an die örtliche Abhängigkeit der an mehreren Orten und/oder in mehreren Höhen gemessenen
Werte eines oder mehrerer Parameter, insbesondere an den höhenabhängigen Temperaturverlauf
und/oder an den höhenabhängigen Verlauf der Schadstoffkonzentration, angepasst wird.
5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch analytische oder iterative Verfahren der maximale Gradient, insbesondere der
maximale Gradient des höhenabhängigen Temperaturverlaufs und/oder der maximale Gradient
des höhenabhängigen Schadstoffkonzentrationsverlaufs, ermittelt wird, und dass bevorzugt
aus dem Ort/der Höhe des maximalen Gradienten, insbesondere des Temperaturverlaufes
und/oder des Schadstoffkonzertrationsverlaufs, der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze
über der Bodenebene ermittelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Soll-Wert an dem mindesten einen Ort (16) im zu belüftenden Raum (11) durch vorbestimmte
Werte der Parameter Zeit, Temperatur, Schadstoffkonzentration, Druck, Strömungsgeschwindigkeit,
Strömungsrichtung, Luftfeuchtigkeit und/oder deren Gradienten festgelegt wird.
7. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der Änderung der Betriebsparameter, insbesondere die Amplitude der Regelsignale,
ermittelt wird (V5), und dass bevorzugt die Amplitude der Regelsignale von der Größe
der Abweichung des Ist-Wertes vom Soll-Wert, beispielsweise linear oder quadratisch,
abhängt.
8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) an mehreren Orten (16a, 16b) und/oder
in mehreren Höhen über insbesondere mehreren Orten der Bodenebene (26) des zu belüftenden
Raums (11) ermittelt wird.
9. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Wert der Höhe der Schichtgrenze (12) über insbesondere mehreren Orten der
Bodenebene (26) des zu belüftenden Raumes (11) geregelt wird.
10. Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung von Räumen (11), insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens (100) entsprechend einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend mindestens
eine, zur Zuführung von Luft (17) in eine geodätisch untere erste Luftschicht (13),
ausgebildete Vorrichtung (27, 28), und mindestens eine zur Abführung von Luft (19)
aus einer geodätisch oberen zweiten Luftschicht (14), ausgebildete Vorrichtung (36),
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung mindestens eine, im zu belüftenden Raum (11)
anordbare, Messvorrichtung (41) aufweist, und dass die Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung
mindestens eine, zur Regelung der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung ausgebildete,
Regeleinrichtung (43) aufweist.
11. Vorrichtung zur Schichtlüftung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung zur Beeinflussung einer sich im Betrieb zwischen
der geodätisch unteren ersten Luftschicht (13) und der geodätisch oberen zweiten Luftschicht
(14) ausbildenden Schichtgrenze (12) ausgebildet ist, wobei die Schichtgrenze (12)
insbesondere situationsabhängig, ortsabhängig, zeitabhängig, abhängig vom Betriebszustand
und/oder vordefiniert bevorzugte durch Regelung der Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung
durch die Regeleinrichtung (43) beeinflussbar ist.
12. Vorrichtung zur Schichtlüftung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine, im zu belüftenden Raum (11) anordbare Messvorrichtung (41) insbesondere
zur Messung der Temperatur und/oder des Temperaturgradienten und/oder des Drucks und/oder
des Druckgradienten und/oder der Strömungsgeschwindigkeit und/oder der Strömungsrichtung
und/oder der Schadstoffkonzentration und/oder des Gradienten der Schadstoffkonzentration
und/oder der Luftfeuchtigkeit und/oder des Gradienten der Luftfeuchtigkeit der Raumluft
(15) ausgebildet ist.
13. Vorrichtung zur Schichtlüftung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Schichtlüftung mindestens zwei Messvorrichtungen (41) umfasst,
welche in insbesondere unterschiedlichen geodätischen Höhen an bevorzugt unterschiedlichen
Orten (16a, 16b) im Raum (11) anordbar sind.
14. Raum (11) umfassend einer Vorrichtung (10) zur Schichtlüftung zur bedarfsgerechten
Belüftung nach einem der Ansprüche 10 bis 13.
1. A method (100) for closed-loop control of a device (10) for layered ventilation in
a room to be ventilated (11), wherein a layer boundary (12) is formed between a first
geodetically lower air layer (13) and a second geodetically upper air layer (14) (V2),
characterized in that the actual value of the height of the layer boundary (12) is determined in at least
one place (16) in the room to be ventilated (11) (V4), that the actual value is compared
with the nominal value (V5), and that a deviation of the actual value from the nominal
value is countered by a closed-loop control of the device (10) for layered ventilation
(V7).
2. The method according to claim 1, characterized in that the operational parameters of the device (10) for layered ventilation, in particular
the supplied airflow (17a), respectively the amount of supplied air (17) and/or the
temperature of the supplied air (17) and/or the extracted airflow (19a), respectively
the amount of extracted air (19), are closed-loop controlled.
3. The method according to one of the claims 1 or 2, characterized in that the actual value of the height of the layer boundary (12) is determined based on
one or several of the parameters of the room air (15) measured in at least one place
(16) in the room to be ventilated (11), in particular the temperature, the concentration
of pollutants, the pressure, the flow velocity, the direction of flow, the air humidity
and/or their gradients.
4. The method according to one of the afore-mentioned claims, characterized in that a mathematical function, in particular a polynomial or a sigmoid function, is adapted
to the local dependency of the values of one or several parameters measured in several
places and/or at several heights, in particular to the height-dependent temperature
progression and/or the height-dependent progression of the concentration of pollutants.
5. The method according to one of the afore-mentioned claims, characterized in that the maximum gradient, in particular the maximum gradient of the height-dependent
temperature progression and/or the maximum gradient of the height-dependent progression
of the concentration of pollutants is determined using analytical or iterative methods
and that the actual value of the height of the layer boundary above ground level is
preferably determined based on the place/the height of the maximum gradient, in particular
of the temperature progression and/or of the progression of the concentration of pollutants.
6. The method according to one of the afore-mentioned claims, characterized in that the nominal value in the at least one place (16) in the room to be ventilated (11)
is defined by predetermined values of the following parameters: time, temperature,
concentration of pollutants, pressure, flow velocity, direction of flow, air humidity
and/or their gradients.
7. The method according to one of the afore-mentioned claims, characterized in that the magnitude of the change of the operational parameters, in particular the amplitude
of the closed-loop control signals, is determined (V5) and that the amplitude of the
closed-loop control signals depends, for example linearly or quadratically, on the
magnitude of the deviation of the actual value from the nominal value.
8. The method according to one of the afore-mentioned claims, characterized in that the actual value of the height of the layer boundary (12) is determined in several
places (16a, 16b) and/or at different heights above, in particular, several places
of the ground level (26) of the room to be ventilated (11).
9. The method according to one of the afore-mentioned claims, characterized in that the actual value of the height of the layer boundary (12) above, in particular, several
places of the ground level (26) of the room to be ventilated (11) is closed-loop controlled.
10. A device (10) for layered ventilation of rooms (11), in particular for implementing
the method (100) according to one of the claims 1 to 9, comprising at least one device
(27, 28) designed to supply air (17) into a first geodetically lower air layer (13)
and at least one device (36) designed to extract air (19) from a second geodetically
upper air layer (14), characterized in that the device (10) for layered ventilation has at least one measuring device (41) adapted
to be disposed in the room to be ventilated (11) and that the device (10) for layered
ventilation has at least one closed-loop control device (43) designed for closed-loop
control of the device (10) for layered ventilation.
11. The device for layered ventilation according to claim 10, characterized in that the device (10) for layered ventilation is designed to manipulate a layer boundary
(12) forming during operation between the first geodetically lower air layer (13)
and the second geodetically upper air layer (14), wherein the layer boundary (12)
is manipulable in particular depending on the situation, the place, the time, the
state of operation and/or predefined, preferably a closed-loop control of the device
(10) for layered ventilation by the closed-loop control device (43).
12. The device for layered ventilation according to one of the claims 10 or 11, characterized in that the at least one measuring device (41) adapted to be disposed in the room to be ventilated
(11) is designed in particular for measuring the temperature and/or the temperature
gradient and/or the pressure and/or the pressure gradient and/or the flow velocity
and/or the direction of flow and/or the concentration of pollutants and/or the gradient
of the concentration of pollutants and/or the air humidity and/or the gradient of
the air humidity of the room air (15).
13. The device for layered ventilation according to one of the claims 10 to 12, characterized in that the device for layered ventilation comprises at least two measuring devices (41),
which are adapted to be disposed in particular at different geodetic heights, preferably
in different places (16a, 16b) in the room (11).
14. A room (11) comprising a device (10) for layered ventilation for on-demand ventilation
according to one of the claims 10 to 13.
1. Procédé (100) de commande en boucle fermée d'un dispositif (10) de ventilation par
couches dans un espace à ventiler (11), où une limite de couches (12) se forme entre
une première couche d'air géodésiquement inférieure (13) et une seconde couche d'air
géodésiquement supérieure (14) (V2), caractérisé en ce que l'on détermine la valeur réelle de la hauteur de la limite de couches (12) en au
moins un endroit (16) de l'espace à ventiler (11) (V4), que l'on compare la valeur
réelle avec une valeur nominale (V5), et que l'on contre une divergence entre la valeur
réelle et la valeur nominale par une commande en boucle fermée du dispositif (10)
de ventilation par couches (V7).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on commande en boucle fermée les paramètres de fonctionnement du dispositif (10)
de ventilation par couches, en particulier le flux d'air acheminé (17a), respectivement
la quantité d'air acheminé (17) et/ou la température de l'air acheminé (17) et/ou
le flux d'air évacué (19a), respectivement la quantité d'air évacué (19).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on détermine la valeur réelle de la hauteur de la limite de couches (12) à partir
d'un ou plusieurs paramètres de l'air ambiant (15) mesurés en au moins un endroit
(16) de l'espace à ventiler (11), en particulier la température, la concentration
en polluants, la pression, la vitesse du flux, la direction du flux, l'humidité de
l'air et/ou leurs gradients.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on adapte une fonction mathématique, en particulier un polynôme ou une fonction
sigmoïde à la dépendance locale entre les valeurs d'un ou plusieurs paramètres mesurées
en plusieurs endroits et/ou à plusieurs hauteurs, en particulier à l'évolution de
la température en fonction de la hauteur et/ou à l'évolution de la concentration en
polluants en fonction de la hauteur.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on détermine le gradient maximal, en particulier le gradient maximal de l'évolution
de la température en fonction de la hauteur et/ou le gradient maximal de l'évolution
de la concentration en polluants en fonction de la hauteur, par des procédés analytiques
ou itératifs, et que l'on détermine la valeur réelle de la hauteur de la limite de
couches au-dessus du niveau du sol de préférence à partir de l'endroit/de la hauteur
du gradient maximal, en particulier de l'évolution de la température et/ou de l'évolution
de la concentration en polluants.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on définit la valeur nominale à l'au moins un endroit (16) de l'espace à ventiler
(11) par des valeurs prédéterminées des paramètres que sont le temps, la température,
la concentration en polluants, la pression, la vitesse du flux, la direction du flux,
l'humidité de l'air et/ou leurs gradients.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on détermine l'ampleur du changement des paramètres de fonctionnement, en particulier
l'amplitude des signaux de réglage (V5), et que l'amplitude des signaux de réglage
dépend, par exemple linéairement ou quadratiquement, de préférence de l'ampleur de
la divergence entre la valeur réelle et la valeur nominale.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on détermine la valeur réelle de la hauteur de la limite de couches (12) en plusieurs
endroits (16a, 16b) et/ou à plusieurs hauteurs au-dessus d'en particulier plusieurs
endroits du niveau du sol (26) de l'espace à ventiler (11).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on commande en boucle fermée la valeur réelle de la hauteur de la limite de couches
(12) au-dessus d'en particulier plusieurs endroits du niveau du sol (26) de l'espace
à ventiler (11).
10. Dispositif (10) de ventilation par couches d'espaces (11), en particulier pour la
mise en oeuvre du procédé (100) selon l'une des revendications 1 à 9, comprenant au
moins un dispositif (27, 28) conçu pour amener de l'air (17) dans une première couche
d'air géodésiquement inférieure (13), et au moins un dispositif (36) conçu pour évacuer
de l'air (19) de la seconde couche d'air géodésiquement supérieure (14), caractérisé en ce que le dispositif (10) de ventilation par couches comporte au moins un dispositif de
mesure (41) pouvant être disposé dans l'espace à ventiler (11) et que le dispositif
(10) de ventilation par couches comporte au moins un dispositif de commande en boucle
fermée (43) conçu pour commander le dispositif (10) de ventilation par couches en
boucle fermée.
11. Dispositif de ventilation par couches selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif (10) de ventilation par couches est conçu pour influer sur une limite
de couches (12) se formant, lors du fonctionnement, entre la première couche d'air
géodésiquement inférieure (13) et la seconde couche d'air géodésiquement supérieure
(14), où la limite de couche (12) est influençable par le dispositif de commande en
boucle fermée (43), en particulier en fonction de la situation, de l'endroit, du temps,
de l'état de fonctionnement et/ou de manière prédéterminée, de préférence par une
commande en boucle fermée du dispositif (10) de ventilation par couches.
12. Dispositif de ventilation par couches selon l'une des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que l'au moins un dispositif de mesure (41) pouvant être disposé dans l'espace à ventiler
(11) est conçu en particulier pour mesurer la température et/ou le gradient de température
et/ou la pression et/ou le gradient de pression et/ou la vitesse du flux et/ou la
direction du flux et/ou la concentration en polluant et/ou le gradient de la concentration
en polluant et/ou l'humidité et/ou le gradient de l'humidité de l'air ambiant (15).
13. Dispositif de ventilation par couches selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que le dispositif de ventilation par couches comprend au moins deux dispositifs de mesure
(41) qui peuvent être disposés en particulier à différentes hauteurs géodésiques en
des endroits (16a, 16b) de préférence différents de l'espace à ventiler (11).
14. Espace (11) comprenant un dispositif (10) de ventilation par couches pour une ventilation
en fonction des besoins selon l'une des revendications 10 à 13.


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