[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wärmetauscher für eine Schienenheizeinrichtung,
eine Schienenheizeinrichtung mit mindestens einem Wärmetauscher und eine entsprechende
Schieneneinrichtung.
[0002] Um die Funktionsfähigkeit von Schieneneinrichtungen, insbesondere Weicheneinrichtungen,
für Schienenfahrzeuge auch bei niedrigen Temperaturen sicherzustellen, etwa im Winter,
werden diese oftmals beheizt. Sollte bei niedrigen Temperaturen die bereitgestellte
Heizleistung nicht ausreichen oder die Heizeinrichtung fehlerhaft sein, kann dies
zu Ausfällen der entsprechenden Schieneneinrichtungen führen, was zu erheblichen Verzögerungen
oder Ausfällen im Schienenverkehr führen kann.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Schienenheizeinrichtungen
und ihre Komponenten derart auszugestalten, dass sie effizient zu heizen vermögen
und leicht herzustellen sind.
[0004] Im Rahmen dieser Beschreibung kann ein Wärmetauscher in einem wärmeübertragenden
Kontakt mit einem Objekt angeordnet oder anordenbar sein. Ein wärmeübertragender Kontakt
zwischen dem Wärmetauscher und dem Objekt kann insbesondere Wärmeübertagung durch
Wärmeleitung bereitstellen. Für einen wärmeübertragenden Kontakt kann der Wärmetauscher
in direktem Kontakt mit dem Objekt stehen. Ein wärmeübertragender Kontakt kann auch
indirekt über ein zwischen Wärmetauscher und Objekt angebrachtes oder anbringbares
Wärmeleitmaterial bereitgestellt sein, welches eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweisen
kann. Ein solches Wärmeleitmaterial kann etwa eine Wärmeleitpaste, eine metallische
Schicht oder andere Materialen mit guten Wärmeleiteigenschaften umfassen. Ein Wärmetauscher
kann allgemein mindesten eine Wärmeübertragungswand aufweisen, über welche ein wärmeübertragender
Kontakt herstellbar sein kann. Dazu kann die Wärmeübertragungswand dazu ausgebildet
sein, mit dem Objekt in direktem Kontakt und/oder über ein zwischenliegendes Wärmeleitmaterial
in indirekten Kontakt bringbar zu sein oder zu stehen. Dabei kann ein flächiger Kontakt
vorgesehen sein, um eine große zur Wärmeübertragung wirksame Querschnittsfläche bereitstellen
zu können. Die Wärmeübertragungswand kann aus einem oder mehreren Materialen mit guter
Wärmeleitfähigkeit bestehen, etwa aus einem metallischen Material, insbesondere aus
Aluminium. Es ist vorstellbar, dass der Wärmetauscher einen Wärmetauscherkörper aufweist,
an welchem Anschlüsse zur Fluidversorgung angebracht oder anbringbar sein können.
Im Wärmetauscherkörper kann mindestens eine Kammer ausgebildet sein, die durch Wände
oder Wandbereiche begrenzt sein kann, gegebenenfalls in Zusammenwirkung mit einer
Abdeckungseinrichtung oder einem Deckel. Ein Deckel kann allgemein rechtwinklig zur
Längserstreckungsrichtung des Wärmetauscherkörpers ausgerichtet sein. Eine Flächennormale
eines Deckels kann parallel zu der Längserstreckungsrichtung des Wärmetauscherkörpers
ausgerichtet sein. Ein Wärmetauscherkörper kann mehrere Wände oder Wandbereiche aufweisen,
die in einer Variante einstückig ausgebildet sein können. In oder an einer oder mehreren
Wänden oder Wandbereichen können eine oder mehrere Öffnungen und/oder Anschlüsse zur
Fluidversorgung vorgesehen sein. Es ist vorstellbar, dass ein Wärmetauscherkörper
mit einem oder mehreren Abdeckungseinrichtungen verbunden oder verbindbar ist, etwa
mit einem oder mehreren Deckeln. Über eine Abdeckungseinrichtung kann beispielsweise
eine Abdichtung einer oder mehrerer Kammern gegenüber einer Umgebung und/oder gegeneinander
bereitgestellt sein. Dazu können geeignete Dichtungseinrichtungen vorgesehen sein.
Ein Wärmetauscherkörper kann aus einem gut wärmeleitenden Material hergestellt sein
oder ein solches umfassen, etwa ein Material einer Wärmeübertragungswand. Ein Wärmetauscherkörper
kann vollständig aus einem gut wärmeleitfähigen Material bestehen, etwa einem Metall,
insbesondere Aluminium. Bei einer Variante kann ein Wärmetauscherkörper einstückig
ausgebildet sein, etwa durch ein Gussverfahren oder ein Strangpressverfahren. Ein
Heizfluid kann allgemein ein Fluid wie ein Gas und/oder eine Flüssigkeit und/oder
einen Dampf umfassen. Ein Heizfluid kann beispielsweise Wasser und/oder Öl und/oder
ein Wasser/Glykol-Gemisch und/oder Wasserdampf und/oder Verbrennungsabgas umfassen.
Es ist vorstellbar, dass ein Heizfluid dazu vorgesehen ist, Wärme aufzunehmen, um
sie über den Wärmetauscher abzugeben. Bei einer Variante kann vorgesehen sein, dass
ein Heizfluid im Wärmetauscher in direkten oder indirekten wärmeübertragendem Kontakt
mit mindestens einer Wand eines Wärmetauscherkörpers, insbesondere einer Wärmeübertragungswand,
und/oder dem Wärmetauscherkörper und/oder eine Wandung einer Fluidkammer gebracht
oder bringbar ist. Eine Fluidkammer kann dabei dazu vorgesehen sein, von dem Heizfluid
durchströmt zu werden und/oder Heizfluid aufzunehmen und/oder zu führen. Eine Wandung
einer Fluidkammer kann insbesondere eine Wärmeübertragungswand umfassen. Es ist allgemein
vorstellbar, dass eine Wärmeübertragungswand dazu vorgesehen oder angeordnet ist,
auf ihrer bezüglich des Wärmetauscherkörpers innen liegenden Seite in direkten und/oder
indirekten wärmeübertragenden Kontakt mit einem Heizfluid gebracht zu werden. Eine
Abdeckungseinrichtung und/oder ein Deckel und/oder ein Wandungsbereich einer Abdeckungseinrichtung
oder eines Deckels können aus dem gleichen oder einem anderen Material geformt oder
hergestellt sein wie der Wärmetauscherkörper. Ein Wärmetauscherkörper kann allgemein
eine Außenwand aufweisen. Es kann vorgesehen sein, dass eine Außenwand den Wärmetauscherkörper
gegen eine Umgebung abzugrenzen vermag, insbesondere gegenüber einer Umgebung, an
welche keine Wärme von dem Heizfluid übertragen werden soll. Insbesondere ist vorstellbar,
dass eine Außenwand gegenüber einem Objekt, welches in wärmeleitendem Kontakt mit
einer Wärmeübertagungswand steht, thermisch isoliert und/oder in schlechtem wärmeleitenden
Kontakt und/oder nicht in flächigem wärmeleitenden Kontakt steht. Bei einer Variante
kann vorgesehen sein, dass eine Außenwand weder für einen direkten noch einen indirekten
flächigen Kontakt mit dem Objekt vorgesehen ist. Eine Außenwand kann grundsätzlich
einstückig mit einer Wärmeübertragungswand ausgebildet sein. Insbesondere in einem
solchen Fall kann ein geringfügiger Wärmestrom über einen Wandquerschnitt auftreten.
Eine Wärmedämmung kann durch Anordnen oder Bereitstellen schlecht wärmeleitenden oder
gut wärmeisolierenden Materials erfolgen, etwa eines wärmeisolierenden Schaumstoffs
und/oder Styropors und/oder Polyurethanmaterials und/oder Luft. Allgemein kann vorgesehen
sein, dass einer Fluidkammer über einen Vorlauf und/oder Vorlaufanschluss und/oder
zum Führen des Heizfluids geeignete Verbindungsleitungen einer Heizfluidversorgung
Heizfluid zuführbar ist. Über einen Rücklauf und/oder Rücklaufanschluss und/oder zum
Führen des Heizfluids geeignete Verbindungsleitungen einer Heizfluidversorgung kann
Heizfluid aus der Fluidkammer abführbar sein. Ein Wärmetauscher kann dazu vorgesehen
sein, von einem Heizfluid durchströmt zu werden, welches über eine Heizfluidversorgung
bereitgestellt werden kann. Dabei kann das Heizfluid über den Wärmetauscher, insbesondere
über die Wärmeübertragungswand, Wärme an ein Objekt abgeben, insbesondere an eine
Schiene.
[0005] WO 2010/142720 A1 offenbart einen Wärmetauscher gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Erfindungsgemäß wird ein Wärmetauscher nach Anspruch 1 vorgeschlagen. Der Wärmetauscher
umfasst eine Fluidkammer. Die Fluidkammer ist dazu ausgebildet, ein Heizfluid zu führen,
wobei der Wärmetauscher für einen wärmeübertragenden Kontakt zwischen einer Schiene
und der Fluidkammer über eine Wärmeübertragungswand an der Schiene angebracht oder
anbringbar ist. Ferner umfasst der Wärmetauscher eine Isolierungskammer, welche zur
Wärmedämmung gegenüber einer Außenwand des Wärmetauschers ausgebildet ist, wobei die
Außenwand zur Abgrenzung gegenüber einer Umgebung des Wärmetauschers vorgesehen ist.
Durch diese Anordnung lässt sich der Wärmetauscher beispielsweise leicht durch ein
Strangpressverfahren herstellen und leicht an unterschiedliche Schienenprofile anpassen.
Ferner kann die Wärmeübertragungswand in gut wärmeübertragendem Kontakt an der Schiene
angebracht sein oder werden. Das Anbringen des Wärmetauschers an der Schiene kann
insbesondere das Herstellen und/oder Halten eines wärmeübertragenden Kontakts umfassen.
Auch ein an der Schiene anliegender Wärmetauscher, welcher nicht oder nicht direkt
an der Schiene befestigt ist, kann somit als an der Schiene angebracht angesehen werden.
Ein wärmeübertragender Kontakt ist insbesondere dazu vorgesehen, eine Wärmeleitung
und optional Wärmestrahlung über die Wärmeübertragungswand des Wärmetauschers zu ermöglichen.
Es ist vorstellbar, dass das Heizfluid direkt oder indirekt in Wärme übertragenden,
insbesondere wärmeleitendem Kontakt mit der Wärmeübertragungswand steht oder bringbar
ist. Die Fluidkammer und/oder die Isolierungskammer können in einem Wärmetauscherkörper
des Wärmetauschers ausgebildet sein. Die Fluidkammer kann zumindest teilweise durch
die Wärmeübertragungswand definiert sein. Es ist vorstellbar, dass die Isolierungskammer
zumindest teilweise durch die Außenwand definiert ist. Die Fluidkammer kann mindestens
einen Einlass, der auch als Vorlauf bezeichnet werden kann, und mindestens einen Auslass
aufweisen, der auch als Rücklauf bezeichnet werden kann. Es können entsprechende Anschlüsse
und/oder Anschlussöffnungen in die Fluidkammer definierenden Wänden und/oder Wandbereichen
vorgesehen sein. Die Fluidkammer kann gegenüber der Isolierungskammer und/oder einem
Außenbereich und/oder der Schiene fluidisch abgedichtet oder abdichtbar sein, etwa
durch eine oder mehrere Dichtungseinrichtungen und/oder Abdeckungseinrichtungen wie
Deckel. Die Umgebung des Wärmetauschers kann insbesondere einen Bereich bezeichnen,
in welchem der Wärmetauscher nicht in Wärme übertragenden Kontakt mit einer Schiene
steht oder denjenigen Bereich der nach außen gerichteten Wandung des Wärmetauschers
bezeichnen, welcher nicht zum Kontakt mit der Schiene vorgesehen ist. Insbesondere
kann die Außenwand mit einer Außenatmosphäre in Berührung stehen, und den Wärmetauscher
gegenüber der Atmosphäre abgrenzen. Die Querschnitte der Isolierungskammer und der
Fluidkammer können sich voneinander unterscheiden. Es kann vorgesehen sein, dass der
Querschnitt der Fluidkammer mindestens an einer Stelle, insbesondere im unteren Bereich,
etwa einem dem Schienenfuss zugewandten Bereich, verbreitert gegenüber einem anderen
Bereich ist, etwa einem oberen Bereich und/oder zum Schienenkopf hin. Allgemein kann
der Querschnitt der Isolierungskammer unsymmetrisch sein und/oder Verbreiterungen
und/oder Verjüngungen aufweisen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Breite
des Querschnitts der Isolierungskammer in mindestens einem Teilbereich des Querschnitts
und/oder über den ganzen Querschnitt im Wesentlichen gegenläufig zur Breite des Querschnitts
der Fluidkammer ist. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass in mindestens einem
Bereich, in welchem die Fluidkammer eine Verjüngung aufweist, die Isolierungskammer
eine Verbreiterung aufweist und/oder umgekehrt. Somit kann ein Bereich, in welchem
eine geringe Menge an Heizfluid führbar oder aufbewahrbar ist, etwa eine Verjüngung
der Fluidkammer, und der somit einer schnellen Abkühlung unterliegen könnte, durch
eine entsprechende Verbreiterung der Isolierungskammer und damit der Isolationswirkung
der Isolierungskammer besonders gut wärmeisoliert werden. Ferner kann die Gesamtbreite
des Wärmetauschers im Wesentlichen beibehalten werden. Insgesamt kann vorgesehen sein,
dass die Wandungen des Wärmetauschers, insbesondere eine Wärmeübertragungswand und/oder
eine Außenwand und/oder eine zwischen der Isolierungskammer und der Fluidkammer vorgesehene
Zwischenwand eine Dicke aufweisen, die geringer ist als eine Breite eines Querschnitts
der Fluidkammer und/oder der Isolierungskammer, insbesondere geringer als eine minimale
Breite der Fluidkammer und/oder der Isolierungskammer. Insbesondere kann die Breite
der Wandungen und/oder der Wärmeübertragungswand und/oder der Außenwand und/oder der
Zwischenwand deutlich geringer sein als die Breite oder Breiten, insbesondere als
die minimale Breite oder Breiten. Beispielsweise kann die entsprechende Wandbreite
etwa unterhalb 50%, unterhalb 25% oder unterhalb 10% der jeweiligen Kammerbreite und/oder
minimalen Kammerbreite betragen. Es ist vorstellbar, dass der Querschnitt und/oder
die Breite oder das Breitenprofil des Wärmetauschers im Wesentlichen durch die Hohlräume
der Fluidkammer und der Isolierungskammer definiert ist. Die Isolierungskammer kann
eine Höhe und/oder Anordnung in der Höhe aufweisen, die im Wesentlichen der Höhe und/oder
der Höhenanordnung der Fluidkammer entspricht und/oder es kann vorgesehen sein, dass
die Isolierungskammer die Fluidkammer nach außen im Wesentlichen vollständig und/oder
zumindest zu 50% oder 75% oder 90% überdeckt. Somit lässt sich eine Wärmeverlust nach
außen effizient verringern und gleichzeitig entsteht geringer Materialbedarf für den
Wärmetauscher. Es kann vorgesehen sein, dass die Wärmeübertragungswand dazu vorgesehen
ist, in wärmeübertragenden Kontakt mit einer Seitenfläche oder einem Profil oder Teilprofil
einer Schiene gebracht zu werden oder in entsprechendem Kontakt zu stehen, insbesondere
mit einer Seitenfläche eines Schienensteges. Ein Schienensteg kann dabei einen Bereich
zwischen einen zum Kontakt mit Rädern von Schienenfahrzeugen vorgesehenen Schienenkopf
und einem zur Abstützung gegenüber dem Erdboden vorgesehenen Schienenfuß ausbilden.
Die Fluidkammer kann unregelmäßig und/oder asymmetrisch geformt sein, etwa tropfenartig.
Es ist vorstellbar, dass sich das Profil einer Wärmeübertragungswand von einem Profil
einer dieser gegenüberliegenden Wand der Fluidkammer unterscheidet. Beispielsweise
kann das Profil einer Wärmeübertragungswand einem Profil einer Schienenfläche entsprechen,
an welche die Wärmeübertragungswand angelegt werden soll, während das Profil der gegenüberliegenden
Wand sich davon unterscheiden kann, um etwa äußeren Gegebenheiten Rechnung zu tragen
und/oder die Fluidführungseigenschaften der Fluidkammer zu beeinflussen. Das Schienenprofil
kann allgemein insbesondere ein Seitenprofil einer Schiene sein, etwa einer Backenschiene
und/oder einer Zungenschiene und/oder einer Zungenweiche. Geeignete Schienenprofile
sind etwa R-65, ZU-65 oder andere bekannte Schienenprofile. Erfindungsgemäß ist eine
Fluidpralleinrichtung oder Pralleinrichtung vorgesehen, gegen welche ein in die Fluidkammer
einströmendes Heizfluid zumindest teilweise geführt wird. Eine Pralleinrichtung kann
allgemein im Bereich eines Vorlaufanschlusses und/oder einer Vorlauföffnung und/oder
innerhalb der Fluidkammer angeordnet sein. Durch eine derartige Pralleinrichtung kann
die Fluidführung innerhalb der Fluidkammer beeinflusst werden. Es kann beispielsweise
eine symmetrische oder asymmetrische stufenartige Verringerung eines Strömungsquerschnitts
vorgesehen sein, welche als Pralleinrichtung dienen kann. Eine Fluidpralleinrichtung
kann eine Prallstufe bereitstellen, gegen welche ein Fluidstrom zu strömen vermag.
Es ist vorstellbar, dass eine Pralleinrichtung und/oder Komponenten einer Pralleinrichtung
an einem Wärmetauscherkörper angeformt oder angebracht ist. Alternativ oder zusätzlich
können eine Pralleinrichtung oder Komponenten einer Pralleinrichtung an einem Deckel
angeformt oder angebracht sein. In einem Wärmetaucherkörper können an geeigneten Stellen
offene und/oder geschlossene Schraubkanäle vorgesehen sein. Offene Schraubkanäle sind,
die zumindest eine Öffnung im Umfangsbereich aufweisen. Dies erleichtert eine Herstellung
eines Werkzeuges für ein Strangpressverfahren, mit welchem der Wärmetauscher in einem
Arbeitsschritt geformt werden kann. Allgemein kann ein Schraubkanal den Wärmetauscherkörper
des Wärmetauschers in Längsrichtung durchdringen und/oder ein entsprechendes durchgehendes
Loch bilden. In Abdeckungseinrichtungen und/oder Deckeln können entsprechende Befestigungsöffnungen
vorgesehen sein, über welche die Abdeckungseinrichtung oder der Deckel mit dem Wärmetauscherkörper
verbunden oder verbindbar sein können, insbesondere anschraubbar oder angeschraubt.
Es ist vorstellbar, dass ein Schraubkanal kein Gewinde aufweist, sondern zur Aufnahme
einer selbstfurchenden Schraube vorgesehen ist. Ein Wärmetauscher kann über eine Befestigungseinrichtung
an der Schiene befestigbar oder an der festlegbar sein, etwa über eine Verschraubung
oder eine Klemmeinrichtung. Die Befestigungseinrichtung kann an der Schiene und/oder
gegenüber der Schiene im Wesentlichen ortsfesten Einrichtungen angreifen und/oder
befestigt oder befestigbar sein.
[0007] Die Fluidkammer und die Isolierungskammer können durch eine Zwischenwand getrennt
sein. Dabei kann die Zwischenwand sowohl als Wandung für die Fluidkammer und/oder
als Wandung für die Isolierungskammer ausgebildet sein. Es ist vorstellbar, dass die
Wärmeübertragungswand und/oder die Außenwand und/oder gegebenenfalls eine Zwischenwand,
sofern vorhanden, einstückig und/oder materialschlüssig und/oder formschlüssig ausgebildet
sind, etwa durch ein Strangpressverfahren.
[0008] Bei einer Weiterbildung kann in der Isolierungskammer ein Wärmedämmmaterial aufgenommen
sein. Das Wärmedämmmaterial kann beispielsweise ein Polyurethanmaterial und/oder Styropor
und/oder ein weiteres geeignetes wärmeisolierendes Material umfassen.
[0009] Die Fluidkammer kann mittels einer oder mehrerer Deckel dichtend abgedeckt oder abdeckbar
sein. Es ist dabei vorstellbar, dass ein oder mehrere Deckel jeweils eine oder mehrere
Fluidanschlüsse und/oder entsprechende Öffnungen zur Aufnahme von Anschlüssen oder
Fluidverbindungsleitungen aufweisen, über welche das Heizfluid zugeführt und/oder
abgeführt werden kann. Ein Deckel kann mit einer Dichtungseinrichtung zusammenwirken,
um eine Abdichtung zu erreichen. Die Dichtungseinrichtung kann derart ausgebildet
sein, dass sie die Fläche des Deckels im Wesentlichen abzudecken vermag, wobei Löcher
innerhalb einer solchen Dichtungsscheibe vorgesehen sein können, welche den Löchern
in dem Deckel entsprechen können, etwa einer Fluidanschlussöffnung und Befestigungsöffnungen.
Es ist vorstellbar, dass ein Deckel an einem Wärmetauscherkörper angebracht oder anbringbar
ist. Der Querschnitt eines Deckels kann einem durch die Wärmeübertragungswand und
die Außenwand des Wärmeüberträgers gebildeten Querschnittsprofil entsprechen. Ein
Deckel kann als Teil einer Abdeckungsvorrichtung angesehen werden. Es kann vorgesehen
sein, dass ein Deckel ein oder mehrere Befestigungsöffnungen aufweist, über welche
geeignete Befestigungsmittel eingeführt werden können, etwa Schrauben, Bolzen oder
Nieten. Die Befestigungsöffnungen können derart angeordnet sein, dass sie das Einführen
der Befestigungseinrichtungen in entsprechende Schraubkanäle ermöglichen. Ein Fluidanschluss
kann allgemein einen Strömungsquerschnitt aufweisen, durch welchen ein Heizfluid in
die Fluidkammer zu strömen und/oder aus der Fluidkammer herauszuströmen vermag. Allgemein
kann der Strömungsquerschnitt eines Fluidanschlusses symmetrisch ausgebildet sein,
etwa kreisförmig. Es ist vorstellbar, dass das ein Strömungsquerschnitt eines Fluidanschlusses
geringere Ausmaße insbesondere hinsichtlich des Durchmessers und/oder des größten
Durchmessers aufweist als der Querschnitt der Fluidkammer, insbesondere in einem Bereich
der Fluidkammer, in welchen der Strömungsquerschnitt führt. Etwa kann ein Anschluss
zum Einführen oder Abführen von Heizfluid in oder aus der Fluidkammer an einer Stelle
vorgesehen sein, an welcher der zum Führen von Heizfluid ausgebildete Strömungsquerschnitt
des Anschlusses kleiner ist als der Querschnitt der Fluidkammer. Ein zum Zuführen
von Heizfluid vorgesehener Anschluss kann relativ zu einem Abführen von Heizfluid
aus der Fluidkammer vorgesehenen Anschluss höher liegend angeordnet sein, etwa in
dem er dazu ausgebildet ist, näher an einem Schienenkopf angeordnet zu sein als der
Anschluss zum Abführen von Heizfluid. In diesem Fall lassen sich insbesondere Schwerkrafteffekte
gegebenenfalls zusammen mit einer Pralleinrichtung zum gewünschten Verteilen von Fluid
innerhalb der Fluidkammer verwenden.
[0010] Insbesondere kann in einem der Deckel ein Vorlaufanschluss vorgesehen sein. Es ist
dabei vorstellbar, dass der Wärmetauscher genau einen Vorlaufanschluss aufweist, welcher
etwa in dem Deckel angeordnet sein kann. Dies erleichtert die Herstellung und die
Wartung insbesondere im Anschlussbereich.
[0011] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass in einem der Deckel ein Rücklaufanschluss
vorgesehen ist. Es kann zweckmäßig sein, wenn der Wärmetauscher genau einen Rücklaufanschluss
umfasst, der in einem Deckel angeordnet sein kann. Es ist vorstellbar, dass Vorlaufanschlüsse
und Rücklaufanschlüsse jeweils an unterschiedlichen Deckeln angeordnet sind. Es ist
vorstellbar, dass sich ein Deckel mit mindestens einem Vorlaufanschluss und ein Deckel
mit mindestens einem Rücklaufanschluss sich bezüglich einer Längserstreckung des Wärmetauscherkörpers
gegenüberliegen. Dies kann dazu beitragen, eine gleichmäßigere Fluidströmung zwischen
Vorlauf, Fluidkammer und Rücklauf zu erreichen.
[0012] Allgemein kann die Wärmeübertragungswand komplementär zu einem zum wärmeübertragenden
Kontakt vorgesehenen Profil der Schiene geformt sein. Ein komplementär geformtes Profil
entspricht im wesentlichem dem zum Kontaktieren vorgesehenen Profil und erlaubt es
der Wärmeübertragungswand, sich an das Profil anzuschmiegen, um einen gut wärmeleitenden
Kontakt flächig auszubilden. Zwischen der Wärmeübertragungswand und dem Profil kann
ein Wärmeleitmaterial angeordnet oder anordenbar sein, etwa eine Wärmeleitpaste. Die
Wärmeübertragungswand kann dazu ausgebildet sein, eine Oberseite eines Schienenfußes
und/oder eine Unterseite eines Schienenkopfes zu kontaktieren. Dabei kann es zweckmäßig
sein, wenn ein bezüglich der Fluidkammer innenseitig liegender Wandbereich der Wärmeübertragungswand
im Wesentlichen dem Profil entsprechend und/oder dem Profil folgend mit Heizfluid
in Kontakt steht oder bringbar ist. Insbesondere können die Fluidkammer und/oder ein
zur Aufnahme von Heizfluid vorgesehenes Volumen der Fluidkammer durch den entsprechenden
Wandbereich begrenzt sein. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass im Wesentlichen
die ganze Wärmeübertragungswand und/oder der zum Kontaktieren der Schiene vorgesehene
Wandbereich eine Begrenzung der Fluidkammer und/oder des Volumens definiert und/oder
die Wärmeübertragungswand und/oder der Wandbereich im Wesentlichen auf ihrer gesamten
Innenseite eine solche Begrenzung bereitstellt und/oder mit Heizfluid in Kontakt bringbar
ist. Somit kann ein großflächiger wärmeübertragender Kontakt zwischen Heizfluid und
Schienenprofil bereitgestellt sein. Ein komplementäres Formen der Wärmeübertragungswand
kann allgemein bedeuten, dass die Wärmeübertragungswand derart ausgebildet ist, dass
sie sich im an in die Schiene montierten Zustand an das Schienenprofil anschmiegt.
Dabei können insbesondere gerundete Übergänge im Schienenprofil durch die Wärmeübertragungswand
nachgebildet sein. Dies ermöglicht einen besonders guten wärmeübertragenden Kontakt.
[0013] Der Wärmetauscher kann einen Wärmetauscherkörper aufweisen, welcher insbesondere
als ein Strangpressprofil hergestellt sein kann. Dies erlaubt ein einfaches Herstellen,
insbesondere in einem Arbeitsgang.
[0014] Es ist ferner eine Schienenheizeinrichtung mit mindestens einem hierin beschriebenen
Wärmetauscher vorgesehen. Es können mehrere Wärmetauscher vorgesehen sein, welche
strömungstechnisch miteinander verbindbar oder verbunden sein können. Die Schienenheizeinrichtung
kann eine geeignete Heizfluidversorgung aufweisen, etwa mit Fluidverbindungsleitungen
wie Schlauch- oder Rohrverbindungen. Über derartige Fluidverbindungsleitungen können
etwa ein oder mehrere Wärmetauscher miteinander verbunden sein und/oder ein oder mehrere
Wärmetauscher können mit einem Heizfluid versorgt werden. Es ist auch vorstellbar,
dass die Schienenheizeinrichtung mindestens eine Wärmequelle und/oder mindestens eine
Fluidpumpe umfasst, über welche ein Heizfluid bereitgestellt und/oder erwärmt werden
kann. Allgemein kann eine Schienenheizeinrichtung einen oder mehrere Heizfluidvorratsbehälter
oder mit einer geeigneten Fluidquelle verbunden oder verbindbar sein. Es ist vorstellbar,
dass eine Schienenheizeinrichtung für einen Wärmetauscher eine hierin beschrieben
Befestigungseinrichtung zur Befestigung des Wärmetauschers aufweist.
[0015] Darüber hinaus ist eine Schieneneinrichtung mit einer hierin beschriebenen Schienenheizeinrichtung
und/oder mindestens einem hierin beschriebenen Wärmetauscher vorgesehen. Die Schieneneinrichtung
kann eine Weicheneinrichtung sein, etwa eine Zungenweiche. Die Wärmetauscher können
zur Befestigung an mindestens einer Backenschiene und/oder mindestens einer Zungenschiene
der Weicheneinrichtung vorgesehen sein. Die Schieneneinrichtung kann eine oder mehrere
Befestigungseinrichtungen zur Befestigung des oder der Wärmetauscher aufweisen.
[0016] Es ist ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Wärmetauschers beschrieben, welcher
insbesondere ein hierin beschriebener Wärmetauscher sein kann. Der Wärmetauscher kann
die hierin erwähnten Merkmale einzeln oder in beliebiger Kombination aufweisen. Das
Verfahren kann den Schritt des Formens eines Wärmetauscherkörpers mit einer Wärmeübertragungswand
und einer Außenwand umfassen. Das Formen kann in einem Strangpressverfahren erfolgen.
Es ist vorstellbar, dass das Formen das Formen einer Fluidkammer und einer Isolierungskammer
umfasst. Eine Zwischenwand kann geformt werden. Außenwand, Zwischenwand und Wärmeübertragungswand
können in einem gemeinsamen Strangpressverfahrensschritt geformt werden, etwa durch
ein geeignetes Werkzeug. Im selben Verfahrensschritt können offene Schraubkanäle in
den Wärmetauscherkörper geformt werden. Das Verfahren kann das Befestigen eines oder
mehrerer Deckel an dem Wärmetauscherkörper umfassen. Die Deckel können über Schraubenan
dem Wärmetauscherkörper befestigt werden. Dabei können die Schrauben in Schraubkanäle
eingeführt werden, etwa in offene Schraubkanäle. Es kann das Einbringen von Dämmmaterial
in die Isolierungskammer vorgesehen sein. Das Einbringen kann vor dem Befestigen eines
oder beider Deckel durchgeführt werden.
[0017] Im Folgenden werden verschiedene beispielhafte Varianten für Wärmetauscher und Wärmetauscherkomponenten
mit Bezug auf die beiliegenden Figuren beschreiben. Dabei werden für identische oder
funktional ähnliche Komponenten gleiche Bezugszeichen verwendet.
[0018] Figuren 9 und 10 zeigen einen erfindungsgemäßen Wärmetauscher mit einer Pralleinrichtung.
Es zeigen:
- Fig. 1a und 1b
- Querschnittsansichten eines Wärmetauschers mit geschlossenen Schraubkanälen,
- Fig. 2a und 2b
- Querschnittsansichten eines Wärmetauschers mit offenen Schraubkanälen,
- Fig. 3a und 3b
- Ansichten eines Deckels für einen der Wärmetauscher aus den Fig. 1a, 1b, 2a oder 2b,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht eines Wärmetauschers,
- Fig. 5a und 5b
- Querschnittsansichten eines weiteren Wärmetauschers mit geschlossenen Schraubkanälen,
- Fig. 6
- eine Querschnittsansicht eines weiteren Wärmetauschers mit offenen Schraubkanälen,
- Fig. 7
- Ansichten eines Deckels für einen Wärmetauscher nach Fig. 5a, 5b, oder 6,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht eines weiteren Wärmetauschers,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers,
- Fig. 10
- eine Ansicht einer weiteren Deckelvariante für einen erfindungsgemäßen Wärmetauscher.
[0019] Figur1a zeigt eine Querschnittsansicht eines Wärmetauschers 10. Der Wärmetauscher
10 weist einen Wärmetauscherkörper 11 auf, welcher als ein Strangpressprofil hergestellt
ist. Der Wärmetauscherkörper 11 weist eine Wärmeübertragungswand 12, eine Zwischenwand
14 und eine Außenwand 16 auf. Zwischen der Zwischenwand 14 und der Wärmeübertragungswand
12 ist eine Fluidkammer 18 ausgebildet. Die Zwischenwand 14 und die Wärmeübertragungswand
12 sind etwa über geeignete Verbindungsstellen einstückig ausgebildet und fluidisch
dicht. Die Fluidkammer 18 ist dazu vorgesehen, von einem Heizfluid durchströmt zu
werden, welches durch nicht gezeigte Fluidanschlüsse zugeführt und abgeführt werden
kann. Die Zwischenwand 14 und die Außenwand 16 bilden eine gegenüber der Fluidkammer
18 durch die Zwischenwand 14 abgedichtete Isolierungskammer 20. In der Isolierungskammer
20 kann ein Dämmmaterial aufgenommen sein. Es kann allerdings auch ausreichen, wenn
in der Isolierungskammer 20 lediglich Luft zur Wärmedämmung vorgesehen ist. Auch die
Zwischenwand 14 und die Außenwand 16 sind einstückig miteinander ausgebildet, so dass
insgesamt die Wärmeübertragungswand 12 und die Zwischenwand 14 und die Außenwand 16
ein einstückiges Profil bilden, welches die Querschnittsform des Wärmetauschers definiert.
Wird in die Fluidkammer 18 ein Heizfluid eingeführt, steht es in direktem wärmeleitenden
Kontakt mit der Wärmeübertragungswand 12. Ferner sind in Fig. 1a Schraubkanäle 22
gezeigt, welche in das durch die Wände 12,14,16 gebildete Profil eingeformt sind.
In diesem Beispiel sind die Schraubkanäle 22 geschlossen, d.h., im Profil sind die
Schraubkanäle vollständig von Wandmaterial des Wärmetauscherkörpers 11 umgeben. In
Figur 1b ist gezeigt, wie ein Wärmetauscher 10 an einer Schiene 100 angeordnet ist.
Die Schiene 100 weist einen Schienenfuß 102, einen Schienensteg 104 und einen Schienenkopf
106 auf. In diesem Beispiel ist die Schiene 100 eine Backenschiene des Typs R-65.
Insbesondere schmiegt sich die Wärmeübertragungswand 12 zwischen dem Schienenkopf
106 und dem Schienenfuß 102 der Schiene 100 an das Schienenprofil an, da das Profil
der Wärmeübertragungswand 12 komplementär zum Profil des Steges 104 ausgebildet ist.
Die Außenwand 16 steht mit der Umgebung in Verbindung.
[0020] Die Figuren 2a und 2b zeigen einen Wärmetauscher 10, welcher aufgebaut ist wie der
in Figuren 1a und 1b gezeigte Wärmetauscher, nur dass er statt geschlossener Schraubkanäle
22 offene Schraubkanäle 24 aufweist. Entsprechend sind die Schraubkanäle im Profil
nicht vollständig von Material umgeben, wodurch sich ein Strangpressverfahren zum
Herstellen des Wärmetauschers leichter durchführen lässt.
[0021] Figuren 3a und 3b zeigen einen Deckel 50 für einen in Figuren 1a, 1b, 2a oder 2b
gezeigten Wärmetauscher 10. In Figur 3a sind eine Seitenansicht und eine Queransicht
des Deckels 50 zu erkennen. Der Deckel 50 weist mehrere Befestigungsöffnungen 52 auf,
welche durch den Deckel hindurchgehende Durchgangsöffnungen darstellen. Durch die
Befestigungsöffnungen 52 können geeignete Befestigungseinrichtungen wie Schrauben
eingeführt werden, um den Deckel mit einem Wärmetauscherkörper 11 zu verbinden. Das
Querschnittsprofil des Deckels 50 entspricht dem Querschnittsprofil des Wärmetauscherkörpers
11, um keinen unnötigen Bauraum zu beanspruchen und eine leichte Montage des Wärmetauschers
11 an einer Schiene zu ermöglichen. Im Deckel 50 ist eine Fluidanschlussöffnung 54
vorgesehen, über welche der Wärmetauscher 10, insbesondere die Fluidkammer 18, an
eine Fluidversorgungsleitung angeschlossenen oder anschließbar ist.
[0022] Figur 4 zeigt eine Seitenansicht eines Wärmetauschers 10, etwa eines Wärmetauschers
10 wie er in den Figuren 1a, 1b, 2a und 2b gezeigt ist. Es ist zu erkennen, dass der
Wärmetauscherkörper 11 mit einem ersten Deckel 50a und einem zweiten Deckel 50b verbunden
ist, um den Wärmetauscher 10 zu bilden. Zwischen dem ersten Deckel 50a und dem Wärmetauscherkörper
11 kann eine Dichtungseinrichtung 56a angeordnet sein. Zwischen dem zweiten Deckel
50b und dem Wärmetauscher 11 kann analog eine Dichtungseinrichtung 56b vorgesehen
sein. Gestrichelt in den Deckeln 50a, 50b dargestellt sind hindurchgehende Befestigungsöffnungen
52a, 52b. Der erste Deckel 50a kann über eine oder mehrere Befestigungseinrichtungen
60a, etwa geeignete Schrauben, an dem Wärmeträgerkörper 11 befestigt sein. Dazu kann
eine Befestigungseinrichtung 60a durch eine Befestigungseinrichtung 52a in einem Schraubkanal
22 eingeführt sein, welcher in diesem Beispiel den Wärmeträgerkörper 11 in Längsrichtung
durchdringt. In der Anschlussöffnung 54a des ersten Deckels 50a ist ein Anschluss
70a mit einem Winkelrohr und einem geeigneten Fluidanschluss aufgenommen. Der Deckel
50b ist analog befestigt und mit dem Fluidanschluss 70b verbunden. Der Fluidanschluss
70a ist als Vorlauf ausgebildet, so dass warmes Heizfluid in den Wärmeträgerkörper
11 einführbar ist. Über den Fluidanschluss 70b wird ein Rücklauf gebildet, über welchen
das Heizfluid nach Abgabe von Wärme an die Schiene 100 abfließen kann.
[0023] Figuren 5a und 5b zeigen eine weitere Variante eines Wärmetauschers 10. In diesem
Beispiel ist die Wärmeübertragungswand 12 derart ausgebildet, dass sie sich an das
Profil einer Schiene 100 anschmiegt, welches als Zungenschiene ZU-65 ausgebildet ist.
Figur 5b zeigt, wie sich das Profil der Zungenschiene 100 zwischen Schienenkopf 106
und Schienenfuß 102 und das Profil der Wärmeübertragungswand 12 des Wärmetauschers
10 entsprechen.
[0024] Figur 6 zeigt einen Wärmeträgerkörper 11, welcher dem Wärmeträgerkörper 11 der Figuren
5a und 5b entspricht, aber offene Schraubkanäle 24 aufweist.
[0025] Figur 7 zeigt Ansichten eines Deckels für einen Wärmetauscherkörper 11 der Figuren
5a, 5b und 6. Entsprechend dem geänderten Querschnittsprofil sind geeignete Befestigungsöffnungen
52 vorgesehen, die sich durch den Deckel hindurch erstrecken.
[0026] Figur 8 zeigt eine Seitenansicht eines Wärmetauschers 10 der Figuren 5a, 5b und 6
mit einem Deckel der Figur 7. Im Gegensatz zur in Figur 4 gezeigten Anordnung sind
die Befestigungslöcher 52a, 52b und die entsprechenden Befestigungsvorrichtungen 60a,
60b an anderen Stellen angeordnet.
[0027] Figur 9 zeigt eine erfindungsgemäße Variante eines Wärmetauschers 10. In dieser Variante
ist eine Prallvorrichtung 30 vorgesehen, welche zur Beeinflussung eines in die Fluidkammer
18 einströmenden Fluidstromes vorgesehen ist. Die Pralleinrichtung 30 ist in diesem
Beispiel hinter dem Fluidanschluss 54a für den Vorlauf 70a vorgesehen und derart ausgebildet,
dass sich der Strömungsquerschnitt für einen einströmenden Fluidstrom stufenartig
verengt, so dass der Fluidstrom gegen die Prallstufe 32 prallt. Insbesondere ist vorgesehen,
dass der Querschnitt der Pralleinrichtung 30 asymmetrisch ist. Da der Vorlauf 70a
einen im Wesentlichen runden Querschnitt aufweist, ergibt sich eine Prallwirkung für
einströmendes Heizfluid, welche das Verteilen des einströmenden Heizfluids innerhalb
der Fluidkammer 18 erleichtert.
[0028] Figur 10 zeigt einen Deckel 50a für den erfindungsgemäßen Wärmetauscher 10 für eine
Zungenschiene mit einer Pralleinrichtung 30. Durch die asymmetrische Öffnung 54 ist
die Prallstufe 32 der Pralleinrichtung 30 zu erkennen. Die Pralleinrichtung 30 kann
an dem Deckel 50a ausgebildet sein.
[0029] Allgemein kann die Verwendung einer Pralleinrichtung 30 für alle Arten von Schienen
und/oder Wärmetauschern und/oder Deckeln vorgesehen sein, da eine Pralleinrichtung
30 unabhängig von der Profilform ausgebildet sein kann. Es kann zweckmäßig sein, die
Form oder Anordnung einer Pralleinrichtung 30 auf ein gegebenes Profil anzupassen,
da das Schienenprofil das Profil der Fluidkammer und somit ihre Strömungseigenschaften
beeinflusst.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Wärmetauscher
- 11
- Wärmetauscherkörper
- 12
- Wärmeübertragungswand
- 14
- Zwischenwand
- 16
- Außenwand
- 18
- Fluidkammer
- 20
- Isolierungskammer
- 22
- geschlossener Schraubkanal
- 24
- offener Schraubkanal
- 30
- Pralleinrichtung
- 32
- Prallstufe
- 50
- Deckel
- 50a
- erster Deckel
- 50b
- zweiter Deckel
- 52
- Befestigungsöffnung
- 52a
- Befestigungsöffnung
- 52b
- Befestigungsöffnung
- 54
- Fluidanschlussöffnung
- 54a
- Fluidanschlussöffnung
- 54b
- Fluidanschlussöffnung
- 56a
- Dichtungseinrichtung
- 56b
- Dichtungseinrichtung
- 60a
- Befestigungseinrichtung
- 60b
- Befestigungseinrichtung
- 100
- Schiene
- 102
- Schienenfuß
- 104
- Schienensteg
- 106
- Schienenkopf
1. Wärmetauscher (10) für eine Schienenheizeinrichtung, umfassend:
eine Fluidkammer (18), welche dazu ausgebildet ist, ein Heizfluid zu führen, wobei
der Wärmetauscher (10) für einen wärmeübertragenden Kontakt über eine Wärmeübertragungswand
(12) des Wärmetauschers (10) zwischen einer Schiene (100) und der Fluidkammer (18)
an der Schiene (100) angebracht oder anbringbar ist;
eine Isolierungskammer (20), welche zur Wärmedämmung gegenüber einer Au-βenwand (16)
des Wärmetauschers (10) ausgebildet ist, wobei die Außenwand (16) zur Abgrenzung gegenüber
einer Umgebung des Wärmetauschers (10) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Pralleinrichtung (30) vorgesehen ist, gegen welche ein in die Fluidkammer (18)
einströmendes Heizfluid zumindest teilweise geführt wird.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, wobei die Fluidkammer (18) und die Isolierungskammer
(20) durch eine Zwischenwand (14) getrennt sind.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, wobei in der Isolierungskammer (20) ein Wärmedämmmaterial
aufgenommen ist.
4. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fluidkammer (18)
vermittels eines oder mehrerer Deckel (50, 50a, 50b) dichtend abgedeckt oder abdeckbar
ist.
5. Wärmetauscher nach Anspruch 4, wobei in einem der Deckel (50, 50a) ein Vorlaufanschluss
vorgesehen ist.
6. Wärmetauscher nach Anspruch 4 oder 5, wobei in einem der Deckel (50, 50b) ein Rücklaufanschluss
vorgesehen ist.
7. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Wärmeübertragungswand
(12) komplementär zu einem zum wärmeübertragenden Kontakt vorgesehenen Profil der
Schiene (100) geformt ist.
8. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wärmetauscher (10)
einen Wärmetauscherkörper (11) aufweist, der insbesondere als ein Strangpressprofil
hergestellt ist.
9. Schienenheizeinrichtung mit mindestens einem Wärmetauscher (10) nach einem der Ansprüche
1 bis 8.
10. Schienenweicheneinrichtung mit einer Schienenheizeinrichtung nach Anspruch 9 und/oder
mindestens einem Wärmetauscher (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
1. A heat exchanger (10) for a rail heating device, comprising:
a fluid chamber (18), which is designed to convey a heating fluid, wherein the heat
exchanger (10) is fitted or can be fitted on a rail (100) for a heat-transferring
contact between the rail (100) and the fluid chamber (18) via a heat transfer wall
(12) of the heat exchanger (10);
an insulating chamber (20), which is designed for thermal insulation with respect
to an outer wall (16) of the heat exchanger (10), wherein the outer wall (16) is provided
for delimitation with respect to the surroundings of the heat exchanger (10), characterised in that
an impact device (30) is provided, against which a heating fluid flowing into the
fluid chamber (18) is at least partially guided.
2. The heat exchanger according to claim 1, wherein the fluid chamber (18) and the insulating
chamber (20) are separated by an intermediate wall (14).
3. The heat exchanger according to claim 1 or 2, wherein a thermal insulation material
is accommodated in the insulating chamber (20).
4. The heat exchanger according to any one of the preceding claims, wherein the fluid
chamber (18) is covered or can be covered in a sealing manner by means of one or more
covers (50, 50a, 50b).
5. The heat exchanger according to claim 4, wherein a foreword flow connection is provided
in one of the covers (50, 50a).
6. The heat exchanger according to claim 4 or 5, wherein a return flow connection is
provided in one of the covers (50, 50b).
7. The heat exchanger according to any one of the preceding claims, wherein the heat
transfer wall (12) is formed complementary to a profile of the rail (100) which is
provided for the heat-transferring contact.
8. The heat exchanger according to any one of the preceding claims, wherein the heat
exchanger (10) comprises a heat exchanger body (11), which is produced in particular
as an extruded profile.
9. A rail heating device with at least one heat exchanger (10) according to any one of
claims 1 to 8.
10. A rail switching device with a rail heating device according to claim 9 and/or at
least one heat exchanger (10) according to any one of claims 1 to 8.
1. Echangeur thermique (10) destiné à un dispositif de chauffage de rails, comprenant
:
une chambre de fluide (18), qui est constituée pour guider un fluide chauffant, l'échangeur
thermique (10) étant monté ou pouvant être monté sur le rail (100) pour un contact
transmettant la chaleur par le biais d'une paroi caloporteuse (12) de l'échangeur
thermique (10) entre un rail (100) et la chambre de fluide (18), une chambre d'isolation
(20), qui est constitué pour l'isolation thermique vis-à-vis d'une paroi extérieure
(16) de l'échangeur thermique (10), la paroi extérieure (16) étant prévue à des fins
de délimitation par rapport à un environnement de l'échangeur thermique (10), caractérisée en ce qu' dispositif déflecteur (30) est prévu contre lequel un fluide chauffant affluant dans
la chambre de fluide (18) est au moins en partie dirigé.
2. Echangeur thermique selon la revendication 1, la chambre de fluide (18) et la chambre
d'isolation (20) étant séparées par une paroi intermédiaire (14).
3. Echangeur thermique selon la revendication 1 ou 2, un matériau thermo-isolant étant
logé dans la chambre d'isolation (20).
4. Echangeur thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes, la chambre
de fluide (18) étant couverte ou pouvant être couverte de façon hermétique au moyen
d'un ou de plusieurs couvercles (50,50a,50b).
5. Echangeur thermique selon la revendication 4, un raccord d'arrivée étant prévu dans
un des couvercles (50,50a).
6. Echangeur thermique selon la revendication 4 ou 5, un raccord de retour étant prévu
dans un des couvercles (50,50b).
7. Echangeur thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes, la paroi
caloporteuse (12) étant formée de façon complémentaire en un profil de rail (100)
prévu pour le contact caloporteur.
8. Echangeur thermique selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'échangeur
thermique (10) comportant un corps d'échangeur thermique (11), qui est fabriqué notamment
sous la forme d'un profilé extrudé.
9. Dispositif de chauffage de rails avec au moins un échangeur thermique (10) selon l'une
quelconque des revendications 1 à 8.
10. Dispositif d'aiguillage avec un dispositif de chauffage de rails selon la revendication
9 et/ou au moins un échangeur thermique (10) selon l'une quelconque des revendications
1 à 8.