[0001] Die vorliegende Erfindung ist auf eine Polstermöbel-Kombination gemäß des Oberbegriffs
von Anspruch 1 gerichtet mit einem Grundgestell, an dem zumindest zwei Ruheteile und
zumindest zwei Lehnen vorgesehen sind. Dabei ist diese Polstermöbel-Kombination von
einer Sitzgelegenheit in eine Liegegelegenheit umwandelbar. Die vorliegende Erfindung
betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Umwandlung einer Polstermöbel-Kombination nach
dem Oberbegriff von Anspruch 13.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind diverse Polstermöbel-Kombinationen bekannt, die umwandelbar
sind. So offenbart z. B. das Dokument
DE 297 01 318 U1 eine Polstermöbel-Kombination, die über Eck angeordnet ist und bei der die Sitzfläche
in eine Liegefläche umwandelbar ist. Allerdings entsteht hierbei eine relativ kleine
Liegefläche, die für zwei Personen nicht ausreichend erscheint.
[0003] Auch ist aus dem Dokument
DE 44 31 988 A1 bekannt, eine Polstermöbel-Kombination durch Drehen der beiden Ruheteile, die vormals
in einer Eckposition zueinanderstanden und die danach parallel zueinander ausgerichtet
sind, zu einer gemeinsamen Fläche zusammenzufügen, die dann als Liegefläche verwendet
werden kann. Auch diese Polstermöbelkombination weist den Nachteil auf, dass nur eine
relativ kleine Liegefläche entsteht, da ausschließlich die vorhandenen Sitzflächen
von den Ruheteilen genutzt werden, um eine gemeinsame Liegefläche zu bilden.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Polstermöbelkombination bereitzustellen,
die zumindest teilweise die genannten Nachteile aus dem Stand der Technik überwindet.
Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Polstermöbel-Kombination
zu schaffen, die eine großzügige Liegefläche bereitstellt, wobei insbesondere die
vorhandenen Flächen der Sitzgelegenheit vergrößert werden sollen. Außerdem ist es
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Umwandlung einer Polstermöbel-Kombination
von einer Sitzgelegenheit in eine Liegegelegenheit bereitzustellen, welches besonders
einfach und ohne zusätzliche Beistellhocker oder dergleichen ausführbar ist. Hierbei
soll das Umwandlungsverfahren besonders einfach realisierbar sein.
[0005] Die vorliegende Aufgabe wird durch eine Polstermöbel-Kombination gemäß des Anspruchs
1, insbesondere aus dem kennzeichnenden Teil, gelöst. Ebenfalls wird zur Lösung der
Aufgabe ein Verfahren zur Umwandlung einer Polstermöbel-Kombination mit den Merkmalen
des Anspruchs 13, insbesondere aus dem kennzeichnenden Teil, vorgeschlagen. In den
abhängigen Vorrichtungs- und Verfahrensansprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung aufgeführt. Technische Merkmale, die zur erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination
offenbart werden, gelten dabei auch für das erfindungsgemäße Verfahren zur Umwandlung
einer Polstermöbel-Kombination und umgekehrt. Somit kann bezüglich der Polstermöbel-Kombination
und dem Verfahren wechselseitig Bezug zu den einzelnen technischen Aspekten und Merkmalen
genommen werden. Außerdem kann das erfindungsgemäße Verfahren aus Anspruch 13 mit
der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination realisiert werden.
[0006] Die erfindungsgemäße Polstermöbel-Kombination weist zumindest ein Grundgestell auf,
an dem zumindest zwei Ruheteile und zumindest zwei Lehnen vorgesehen sind. Die Ruheteile
weisen zumindest jeweils ein Sitzkissen auf, auf denen eine Person bequem sitzen kann.
Ferner sind die erwähnten Lehnen jeweils in einer vertikalen Lage anordbar, so dass
sie auch als Rückenlehne genutzt werden können. Die beiden Ruheteile sind im Wesentlichen
rechteckig in einer Sitzlage zueinander angeordnet und bilden somit eine Eck-Sitzgelegenheit.
Das erste Ruheteil ist hochschwenkbar zum Grundgestell ausgestaltet, wodurch darunter
ein Staufach im Grundgestell erreichbar ist. In diesem Staufach können z. B. Decken,
Kissen oder auch ein Topper angeordnet werden. Beim zweiten Ruheteil ist am Grundgestell
ein Auszugselement angeordnet, wobei das Auszugselement im Wesentlichen parallel zu
einer Längsachse des ersten Ruheteils in eine Auszugslage ausziehbar ist. Hierdurch
lässt sich die vorhandene Sitzfläche der beiden Ruheteile zur Liegefläche vergrößern.
Des Weiteren ist die erste Lehne an dem ersten Ruheteil und die zweite Lehne an dem
zweiten Ruheteil angeordnet, um einer Person auf der Polstermöbel-Kombination einen
bequemen Rückhalt beim Sitzen zu ermöglichen. Erfindungsgemäß ist es bei einer derartigen
Polstermöbel-Kombination vorgesehen, dass die zweite Lehne schwenkbar von einer vertikalen
Lage in eine horizontale Lage am zweiten Ruheteil angeordnet ist, in der es eine Liegelage
einnimmt, wenn sich das Auszugselement in seiner Auszugslage befindet. Somit vergrößert
auch die zweite Lehne durch das Umschwenken von der vertikalen Lage in die horizontale
Liegelage die gewünschte Liegefläche. Damit wird insgesamt eine großzügige Liegefläche
realisiert, auf der zumindest zwei Personen bequem liegen können. Außerdem weist die
erfindungsgemäße Polstermöbel-Kombination den Vorteil auf, dass die entsprechende
Liegefläche nur durch die fest angeordneten aber zumindest teilweise beweglichen Bauteile
der Polstermöbel-Kombination hergestellt werden kann. Somit kann auf einen zusätzlichen
Beistellhocker oder weitere ergänzende Elemente verzichtet werden. Damit ist die erfindungsgemäße
Polstermöbel-Kombination auch besonders einfach umwandelbar von einer Sitzgelegenheit
in eine Liegegelegenheit.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination ist es ferner denkbar, dass die
beiden Ruheteile im Wesentlichen fest miteinander aber beweglich verbunden sind. Hierzu
können die beiden Ruheteile ein gemeinsames Grundgestell aufweisen, welches jedoch
auch mehrteilig aufgebaut sein kann, wobei jedoch die einzelnen Teile des Grundgestells
untereinander fest mechanisch verbunden sind. Somit ist eine besonders solide Ausgestaltung
der Polstermöbel-Kombination erreichbar, so dass die Polstermöbel-Kombination sowohl
bei der Sitzgelegenheit als auch bei der Liegegelegenheit stabil ausgestaltet ist.
Hierdurch kann eine ungewünschte Relativbewegung zwischen dem ersten und dem zweiten
Ruheteil sowohl beim Sitzen als auch beim Liegen sicher vermieden werden.
[0008] Ferner ist es bei der Erfindung optional vorgesehen, dass die erste Lehne über Eck
an dem ersten Ruheteil angeordnet ist, wobei ein erster Teil der ersten Lehne parallel
zur Längsachse des ersten Ruheteils verläuft und ein weiterer Teil der ersten Lehne
im Wesentlichen quer dazu verläuft. Hierdurch wird eine Rückenlehne über Eck an dem
ersten Ruheteil gebildet. Dabei ist es ferner denkbar, dass insbesondere der erste
Teil und der zweite Teil der ersten Lehne untereinander verbunden sind. Diese Verbindung
kann mechanisch direkt zwischen den beiden Teilen der Lehne gebildet sein. Auch kann
ein zusätzliches Eckelement oder ein Winkel vorhanden sein, um den ersten Teil mit
dem zweiten Teil der ersten Lehne zu verbinden. Auch ist es denkbar, dass der erste
und der zweite Teil der ersten Lehne integral miteinander verbunden sind. Durch die
Verbindung der beiden Teile der ersten Lehne kann erreicht werden, dass diese einen
besonders stabilen Rückhalt für eine Person ergeben. Damit kann ein Wackeln der Lehne
sicher vermieden werden.
[0009] Auch ist es denkbar, dass die erste Lehne fest mit dem ersten Ruheteil verbunden
ist und somit beim Hochschwenken mitgeschwenkt wird. Durch die feste und unbewegliche
Verbindung der ersten Lehne mit dem ersten Ruheteil kann eine besonders stabile Variante
der Erfindung realisiert werden.
[0010] Im Gegensatz zum vorherigen Absatz ist es auch denkbar, dass die erste Lehne zwar
grundsätzlich an dem ersten Ruheteil angeordnet ist, wobei jedoch die Befestigung
über ein erstes Teil des Grundgestells an der Polstermöbel-Kombination erfolgt. In
diesem Fall kann dann das erste Ruheteil ohne die erste Lehne (bzw. nur das erste
und/oder zweite Teil der ersten Lehne) hochgeschwenkt werden, um an das darunterliegende
Staufach im ersten Teil des Grundgestells gelangen zu können. Damit ist das Hochschwenken
deutlich vereinfacht, da eben nicht auch noch das Gewicht der ersten Lehne (bzw. nur
das erste und/oder zweite Teil der ersten Lehne) mit bewegt werden muss bzw. hochgestemmt
werden muss. Somit ist eine leichtere Bedienung der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination
möglich.
[0011] Zusätzlich können bei der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination abnehmbare Lehnkissen
vorgesehen sein, die vor den Lehnen, gemeint ist in Richtung der Ruheteile und Sitzflächen,
anordbar sind. Durch diese Lehnenkissen kann ein bequemes und entspanntes Sitzen auf
der Polstermöbel-Kombination realisiert werden. Außerdem ist es denkbar, dass die
Lehnenkissen für die Liegegelegenheit abnehmbar sind, wodurch sich die Liegefläche
der gesamten Polstermöbel-Kombination weiter vergrößern lässt.
[0012] Im Rahmen der Erfindung ist es ferner denkbar, dass eine dritte Lehne, insbesondere
in Form einer Armlehne, am Grundgestell für das zweite Ruheteil vorhanden ist, die
im Wesentlichen rechtwinklig zur zweiten Lehne (in ihrer horizontalen Lage) angeordnet
ist. Hierbei ist es optional denkbar, dass die dritte Lehne im Wesentlichen parallel
zum ersten Teil der ersten Lehne verläuft. Diese dritte Lehne kann als Armlehne für
das zweite Ruheteil verwendet werden, wodurch weiter der Komfort der Polstermöbel-Kombination
beim Sitzen erhöht wird. Außerdem kann diese dritte Lehne auch als Kopf- oder Fußende
für die gemeinsame Liegefläche dienen. Idealerweise ist diese dritte Lehne am zweiten
Teil des Grundgestells befestigt, damit diese nicht mit dem Auszugselement von der
Sitzlage (I) in die Auszugslage (II) mitverschoben werden muss.
[0013] Des Weiteren ist es möglich, dass auch eine weitere, vierte Lehne bei der erfindungsgemäßen
Polstermöbel-Kombination vorgesehen ist, die noch an dem ersten Ruheteil als vergleichbare
Armlehne zur dritten Lehne angeordnet sein kann. Diese vierte Lehne kann dabei direkt
mit der ersten Lehne, insbesondere dem ersten Teil von der ersten Lehne, und/oder
dem Grundgestell fest verbunden und damit daran befestigt sein. Zweckmäßigerweise
ist die vierte Lehne rechtwinklig zum ersten Teil der ersten Lehne am Ruheteil angeordnet
und schließt die Sitzfläche somit nach vorne hin ab.
[0014] Ferner ist es bei der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination denkbar, dass die
Lehnen in ihrer vertikalen Lage zumindest eine Vorderseite und eine Rückseite aufweisen,
wobei die Vorderseite zu den Sitzkissen hingerichtet ist und die Rückseite abgewandt
von den Sitzkissen ist. Zusätzlich ist zumindest die zweite Lehne auch auf ihrer Rückseite
durch eine Polsterung gepolstert. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem Umschwenken
der zweiten Lehne von der vertikalen Lage in die horizontale Liegelage eine ausreichende
Polsterung der Liegefläche im Bereich der zweiten Lehne realisiert wird. Dadurch wird
auch der Liegekomfort der erfindungsgemäßen Polstermöbelkombination erhöht.
[0015] Des Weiteren kann bei der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination vorgesehen sein,
dass in der Auszugslage des Auszugselements das zumindest eine Sitzkissen vom zweiten
Ruheteil das Auszugselement wenigstens teilweise überdeckt. Somit dient zumindest
das Sitzkissen vom zweiten Ruheteil auch als Polsterung für das Auszugselement, wodurch
ebenfalls eine komfortable Liegefläche gebildet wird. Idealerweise dienen alle Sitzkissen
gleichzeitig als Polsterung bzw. Matratze für die Liegefläche der Polstermöbel-Kombination.
Hierdurch lässt sich die Anzahl der gepolsterten Bauteile entsprechend verringern.
Außerdem kann eine besonders hochwertige Polsterung eingesetzt werden, da diese sowohl
zum Sitzen als auch zum Liegen verwendet wird und eine doppelte Polsterung für die
Sitzfläche und die Liegefläche konstruktiv vermieden wird.
[0016] Im Rahmen der Erfindung kann es ferner vorgesehen sein, dass die umgeklappte zweite
Lehne in der Liegelage mit dem ersten Sitzkissen und dem zweiten Sitzkissen, welches
das Auszugselement in der Auszugslage überdeckt, eine ebene und gemeinsame Liegefläche
bildet. Dabei ist diese gemeinsame Liegefläche waagerecht ausgestaltet und bietet
großzügigen Platz für zwei Personen als Liegefläche an. Außerdem werden Höhenunterschiede
zwischen den einzelnen Elementen der Polstermöbel-Kombination in der Auszugslage und
Liegelage vermieden, so dass ein komfortables Liegen möglich ist.
[0017] Um den Komfort der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination gerade in der Liegegelegenheit
zu verbessern, kann es vorgesehen sein, dass ein Topper zumindest teilweise oder sogar
die gesamte, gemeinsame Liegefläche, die aus der zweiten Lehne und dem ersten Sitzkissen
und dem zweiten verschobenen Sitzkissen gebildet ist, überdeckt. Unter einem Topper
wird im Sinne dieser Erfindung eine dünne Matratze bzw. eine straff gepolsterte Decke
verstanden, die zwar rollbar und ggf. faltbar ist, aber als ebenes und flaches Gebilde
die gemeinsame Liegefläche der Polstermöbel-Kombination abdecken kann. Bei dem Topper
kommt vorzugsweise eine Polsterung mit einer Dicke von 1 cm bis 10 cm, bevorzugt zwischen
2 cm bis 8 cm, und besonders bevorzugt zwischen 2,5 cm und 6 cm zum Einsatz. Durch
den Einsatz des Toppers kann der gesamte Liegekomfort weiter verbessert werden und
kleine Ritzen sowie Spalten, die eventuell zwischen dem ersten Sitzkissen und dem
zweiten Sitzkissen entstehen können, vollständig verschlossen werden, so dass auch
keine Gegenstände in diesen Ritzen verschwinden können. Damit kann der gesamte Liegekomfort
der Polstermöbel-Kombination deutlich verbessert werden. Als Polstermaterial kann
eine über die gesamte Breite und Länge des Toppers ausgestaltete Schaumstoffmatte,
Polstervliesmatte oder Verbundstoffmatten aus Natur und/oder Kunststoffmaterialien
verwendet werden, die insbesondere Einkerbungen, durch beispielsweise Nähte, aufweisen
kann, um den Topper besser Aufrollen, Falten oder Verstauen zu können.
[0018] Idealerweise ist es bei der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination denkbar, dass
der auf der gemeinsamen Liegefläche aufliegende Topper vor der Vorderseite der ersten
Lehne endet, wodurch ein Spalt gebildet ist, der im Wesentlichen geeignet ist, um
zumindest ein Lehnenkissen aufzunehmen. Dieses Lehnenkissen kann zumindest vor dem
ersten Teil der ersten Lehne an ihrer Vorderseite angeordnet werden, um ein besonders
bequemes Kopfteil zu bilden. Außerdem wird durch die besondere Anordnung des Lehnenkissens
ermöglicht, dass auch eine bequeme Sitzposition auf der gemeinsamen Liegefläche erreicht
wird, da das Lehnenkissen gleichzeitig als Rückenlehne beim Sitzen dienen kann. Hierzu
wird zweckmäßigerweise das sowieso vorhandene Lehnenkissen, welches an der gleichen
Stelle bei Sitzgelegenheit der Polstermöbel-Kombination zum Einsatz kommt, verwendet.
Durch den gebildeten Spalt kann auch eine Fixierung der Lehnenkissen auf der gemeinsamen
Liegefläche erzielt werden. Zusätzlich können die Lehnenkissen über Verbindungselemente
mit der entsprechenden Lehne verbunden sein, wie z. B. Klettverschlüsse, Reißverschlüsse
oder Druckknöpfe.
[0019] Um eine besonders stabile Polstermöbelkombination zu erreichen, kann es vorgesehen
sein, dass die erste Lehne fest mit dem ersten Ruheteil verbunden ist. Hierdurch kann
die erste Lehne beim Hochschwenken der Bewegung des ersten Ruheteils folgen. Die Stabilität
der gesamten Polstermöbel-Kombination kann zusätzlich dadurch erhöht werden, wenn
das erste Teil der ersten Lehne mit dem zweiten Teil der ersten Lehne über Eck fest
mechanisch verbunden ist.
[0020] Bei der vorliegenden Erfindung kann es ferner optional vorgesehen sein, dass zwischen
dem Grundgestell und dem ersten Ruheteil zumindest ein erster Schwenkmechanismus angeordnet
ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn dieser Schwenkmechanismus eine Fixierung,
insbesondere in Form einer Rastung, aufweist, wodurch eine Arretierung des ersten
Ruheteils beim Hochschwenken ermöglicht ist. Somit kann der Zugriff auf das darunter
liegende Staufach erleichtert werden, da sichergestellt ist, dass nach dem Hochschwenken
des ersten Ruheteils dieses durch den Schwenkmechanismus mit Fixerung bzw. Rastung
arretiert ist und somit nicht zusätzlich händisch gesichert werden muss. Damit ist
ein Zugriff auf das Staufach mit zwei Händen möglich. Nach einem erfolgten Zugriff
auf das Staufach kann das erste Ruheteil durch den Schwenkmechanismus abgesenkt werden,
wozu es z. B. nur etwas weiter angehoben werden muss, um die vorhandene Verrastung
aufzulösen. Damit ist auch ein komfortabler Zugriff auf das Staufach unter dem ersten
Ruheteil besonders einfach realisierbar. Zusätzlich kann auch ein Stütz- und/oder
Federelement beim Schwenkmechanismus vorgesehen sein, um das Hochschwenken für einen
Benutzer zu vereinfachen.
[0021] Des Weiteren ist es im Rahmen der Erfindung denkbar, dass auch ein zweiter Schwenkmechanismus
zwischen dem Grundgestell und der zweiten Lehne vorhanden ist, um diese auf einfache
Art und Weise schwenkbar auszugestalten. Dabei kann dieser Schwenkmechanismus auch
als einfacher Drehbeschlag ausgestaltet sein, so dass die zweite Lehne aus ihrer vertikalen
Lage in eine horizontale Liegelage nur durch eine einfache Drehung überführbar ist.
Idealerweise werden durch den vorhandenen zweiten Schwenkmechanismus zwei stabile
Lagen für die zweite Lehne erreicht, so dass diese sowohl als Rückenlehne beim Sitzen
sowie als Auflagelehne beim Liegen dienen kann.
[0022] Des Weiteren kann ein insbesondere teleskopartiger Auszugsmechanismus zwischen einem
Teil des Grundgestells und dem Auszugselement vorhanden sein, damit dieses auf einfache
Art und Weise ausziehbar ist. Dieser teleskopartige Auszugsmechanismus kann eine Linearführung
aufweisen, die idealerweise links- und rechtsseitig an dem Auszugselement angeordnet
ist. Zur besonders einfachen Lagerung des Auszugselements kann eine Gleit- oder Rollenlagerung
zum Einsatz kommen. Durch eine feste Anordnung des zweiten Sitzkissens auf dem zweiten
Ruheteil kann eine Arretierung des Auszugselements in der Auszugslage erreicht werden,
wenn die zweite Lehne umgeklappt in ihrer Liegelage angeordnet ist. Hierbei blockiert
nämlich die zweite Lehne formschlüssig das Wiedereinziehen des Auszugselements, da
es mit dem zweiten Sitzkissen in diesem Fall formschlüssig zusammenwirkt.
[0023] Ferner ist es im Rahmen der Erfindung denkbar, dass die Sitzkissen fest und unlösbar
mit ihrem jeweiligen Ruheteil verbunden sind, in dem z. B. der entsprechende Polsterbezug
des Sitzteils fest mit dem Ruheteil verbunden ist. Auch ist es denkbar, dass die Sitzkissen
fest aber lösbar mit dem jeweiligen Ruheteil verbunden sind, in dem z. B. lösbare
Verbindungselemente vorhanden sind, wie z. B. Reißverschlüsse, Klettverschlüsse oder
Druckknöpfe. Auch können die Sitzkissen formschlüssig mit einem z. B. abgesenkten
Bereich vom Ruheteil zusammenwirken, um unverschiebbar bzw. fixiert aber lösbar damit
verbunden zu sein.
[0024] Bei der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination ist es ferner denkbar, dass die
erste Lehne fest mit dem Grundgestell verbunden ist und somit das erste Ruheteil auch
ohne die erste Lehne hochschwenkbar ausgestaltet ist. Hierbei besteht der Vorteil
darin, dass das Gewicht des hochzuschwenkenden Ruheteils durch das fehlende Gewicht
der Lehne, welches an dem Grundgestell verbleibt, reduziert ist. Damit ist das Hochschwenken
des Ruheteils, um einen Zugriff zum Staufach zu erreichen, erleichtert.
[0025] Zusätzlich ist es bei der vorliegenden Erfindung möglich, dass das zweite Ruheteil
mit dem Auszugselement fest verbunden ist. Hierbei ist es insbesondere denkbar, dass
das zweite Ruheteil durch das Auszugselement direkt gebildet wird. Idealerweise weist
hierbei das zweite Ruheteil auch das zweite Sitzkissen auf, welches ebenfalls fest
mit dem Ruheteil bzw. dem Auszugselement ausgestaltet sein kann.
[0026] Um einen Auszug des Auszugselements weiter zu erleichtern, können zusätzlich Rollen
im Bodenbereich am Auszugselement vorgesehen sein, womit sich das Auszugselement am
Boden abstützt. Hierbei ist es insbesondere denkbar, wenn die Rollen im vorderen Bereich
des Auszugselements angeordnet sind, da der hintere Bereich des Auszugselements sich
idealerweise am Grundgestell der Polstermöbel-Kombination abstützt.
[0027] Wie bereits erwähnt, ist die vorliegende Erfindung auch auf ein Verfahren zur Umwandlung
einer Polstermöbel-Kombination gerichtet, wobei die Polstermöbel-Kombination ein Grundgestell
aufweist, an dem zumindest zwei Ruheteile, wobei jeweils auf einem Ruheteil zumindest
ein Sitzkissen angeordnet ist und zumindest zwei Lehnen, die jeweils in einer vertikalen
Lage anordbar sind, vorgesehen sind. Hierbei sind die beiden Ruheteile im Wesentlichen
rechteckig zueinander in einer Sitzlage angeordnet und die Polstermöbel-Kombination
ist von einer Sitzgelegenheit in eine Liegegelegenheit umwandelbar. Erfindungsgemäß
ist es bei diesem Verfahren vorgesehen, dass die folgenden Schritte zur Umwandlung
von einer Sitzgelegenheit in eine Liegegelegenheit erfolgen:
- a) Entfernen von zumindest einem Lehnenkissen an der zweiten Lehne
- b) Ausziehen des zweiten Ruheteils durch ein Auszugselement parallel zur Längsachse
des ersten Ruheteils
- c) Umschwenken der zweiten Lehne von ihrer vertikalen Lage in eine horizontale Liegelage.
[0028] Damit ist ein besonders einfaches Umwandlungsverfahren für eine Polstermöbel-Kombination
von einer Sitzgelegenheit in eine Liegegelegenheit und umgekehrt realisierbar. Hierbei
entsteht auch eine besonders große Liegefläche, die in der Regel u. a. für zwei oder
mehrere Personen ausreichend ist.
[0029] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es denkbar, dass der Schritt c) nach den
Schritten a) und b) ausgeführt wird. Hierbei können die Schritte a) und b) gleichzeitig
oder in beliebiger Folge hintereinander ausgeführt werden. Somit kann insgesamt mit
sehr wenigen Handlungsschritten eine Umwandlung einer Polstermöbel-Kombination von
einer Sitzgelegenheit in eine Liegegelegenheit vonstattengehen.
[0030] Im Rahmen der Erfindung ist es ferner denkbar, dass das Verfahren zur Umwandlung
einer Polstermöbel-Kombination mit der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination
gemäß den Ansprüchen 1 bis 12 durchgeführt wird. Somit gelten technische Aspekte und
Merkmale, die zu dem erfindungsgemäßen Verfahren offenbart werden, auch für die erfindungsgemäße
Polstermöbel-Kombination und umgekehrt.
[0031] Erfindungsgemäß können die Merkmale aus der Beschreibung und den Ansprüchen einzeln
für sich als auch in denkbaren Kombinationen für die Erfindung wesentlich sein. Weitere,
die Erfindung verbessernde Maßnahmen, werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Polstermöbel-Kombination in dreidimensionaler Ansicht, wobei
diese als Sitzgelegenheit angeordnet ist,
- Figur 2
- eine vergleichbare Polstermöbel-Kombination aus Figur 1 in dreidimensionaler Ansicht
in einer Zwischenlage zwischen einer Sitzgelegenheit und einer Liegegelegenheit,
- Figur 3
- eine vergleichbare erfindungsgemäße Polstermöbel-Kombination aus den Figuren 1 und
2, wobei jedoch die erfindungsgemäße Polstermöbel-Kombination in einer Liegegelegenheit
angeordnet ist, und
- Figur 4
- eine weitere erfindungsgemäße Polstermöbel-Kombination in dreidimensionaler Ansicht
zu Figur 1, wobei jedoch die erste Lehne nicht mit dem ersten Ruheteil schwenkbar
ist.
[0032] In den Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch für unterschiedliche
Ausführungsbeispiele die identischen Bezugszeichen verwendet.
[0033] In Figur 1 ist in dreidimensionaler Ansicht eine erfindungsgemäße Polsterkombination
10 dargestellt, wobei diese als Sitzgelegenheit gezeigt ist. Hierbei weist die Polstermöbel-Kombination
10 ein Grundgestell 11 auf, an dem zumindest die beiden Ruheteile 20, 21 über Eck
angeordnet sind. Auf jeweils einem Ruheteil 20, 21 ist zumindest ein Sitzkissen 25,
26 angeordnet, um eine ausreichende Polsterung für das jeweilige Ruheteil 20, 21 zu
erhalten. Diese Sitzkissen 25, 26 können mit ihrem jeweiligen Ruheteil 20, 21 fest
und unlösbar oder fest und lösbar verbunden sein, wozu entsprechende Verbindungselemente
- wie zuvor erwähnt - vorhanden sein können, wie z. B. Reißverschlüsse, Klettverschlüsse,
Drückknöpfe. Auch ist es denkbar, dass die Sitzkissen 25, 26 direkt mit den Ruheteilen
20, 21 befestigt sind. Zusätzlich weist die Polstermöbel-Kombination 10 zumindest
zwei Lehnen 30, 31 auf, die jeweils in einer vertikalen Lage anordbar sind. Diese
Lehnen 30, 31 dienen in der Regel als Rückenlehnen, um das Sitzen einer Person auf
der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination 10 zu erleichtern und komfortabel auszugestalten.
Wie gut anhand der Figuren 1 bis 3 zu erkennen ist, bilden die beiden Ruheteile 20,
21 gemeinsame Elemente, die über das Grundgestell 11 einteilig miteinander verbunden
sein können. Wie anhand der Figur 1 weiter zu erkennen ist, sind vor den beiden Lehnen
30, 31 zumindest zwei Lehnenkissen 35, 36 anordbar, um den Komfort beim Sitzen zu
erhöhen. Gleichzeitig können jedoch auch diese Lehnenkissen 35, 36 als Kopfbereich
oder Kopfstütze für eine mögliche Liegeposition dienen, was noch bei Figur 3 beschrieben
wird. Zweckmäßigerweise sind die beiden Lehnenkissen 35 und 36 abnehmbar ausgestaltet,
so dass sie komplett von den Sitzkissen 25, 26 entfernbar sind. Auch diese Lehnenkissen
35, 36 können über Verbindungselemente mit der übrigen Polstermöbel-Kombination 10
fixiert werden, um ein Verrutschen zu vermeiden.
[0034] Des Weiteren ist zumindest eine dritte Lehne 32 in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
aus Figur 1 dargestellt, die optional vorhanden sein kann. Zusätzlich kann auch eine
weitere, vierte Lehne (nicht dargestellt) an dem ersten Ruheteil 20 angeordnet sein,
die genauso wie die dritte Lehne 32 als Armlehne dient. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
aus Figur 1 ist jedoch nur optional eine dritte Lehne 32 als Armlehne dargestellt.
Des Weiteren sind in der Figur 1 auch die jeweiligen Längsachse 20.1 und 21.1 vom
ersten Ruheteil 20 und zweiten Ruheteil 21 angedeutet. Wie anhand dieser beiden Längsachsen
20.1 und 21.1 zu erkennen ist, bilden diese im Wesentlichen einen rechten Winkel,
so dass auch die beiden Ruheteile 20, 21 im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet
sind. Aus diesem Grund zeigt die dargestellte Polstermöbel-Kombination 10 aus Figur
1 die beiden Lehnen 30 und 31, insbesondere die Lehne 31 in ihrer horizontalen Lage,
die auch als Sitzlage I bezeichnet wird.
[0035] In der Figur 2 ist eine mögliche Zwischenstellung der erfindungsgemäßen Polstermöbel-Kombination
10 zwischen der Sitzgelegenheit und der Liegegelegenheit dargestellt. Wie gut anhand
der Figur 2 zu erkennen ist, ist das Grundgestell 11 mehrteilig ausgestaltet und weist
den ersten Teil 11.1 sowie den zweiten Teil 11.2 jeweils für das Ruheteil 20 und das
Ruheteil 21 auf. Der Teil 11.1 vom Grundgestell 11 ist mit einem Staufach 11.3 ausgestattet,
welches unter dem ersten Ruheteil 20 angeordnet ist. Das erste Ruheteil 20 ist über
den dargestellten Schwenkmechanismus 12 hochschwenkbar, so dass ein einfacher Zugriff
auf das Staufach 11.3 im Grundgestell 11 ermöglicht wird. Idealerweise weist der erste
Schwenkmechanismus 12 eine Fixierung (ggf. mit einer Rastung) auf, um eine Arretierung
des ersten Ruheteils 20 in der hochgeschwenkten Lage zu ermöglichen. Somit muss das
erste Ruheteil 20 in dieser hochgeschwenkten Lage nicht weiter festgehalten werden,
so dass eine Person mit beiden Händen einen gesicherten Zugriff auf das Staufach 11.3
erlangen kann. Zweckmäßigerweise ist der erste Schwenkmechanismus 12 links- und rechtsseitig
zur Längsachse 20.1 zwischen dem Ruheteil 20 und dem Grundgestell 11 angeordnet. Zusätzlich
kann auch noch eine Kraftfeder vorhanden sein, die einen Teil der Gewichtskraft des
ersten Ruheteils 20 beim Hochschwenken bereitstellt bzw. übernimmt. Wie anhand der
Figur 2 weiter zu erkennen ist, ist am ersten Ruheteil 20 auch die erste Lehne 30
fest und unlösbar angeordnet bzw. stellt einen integralen Bestandteil des ersten Ruheteils
20 dar. Diese erste Lehne 30 weist zwei Teile 30a und 30b auf, die über Eck miteinander
fest verbunden sind. Zusätzlich sind beide Teile 30a, 30b fest mit dem ersten Ruheteil
20 verbunden, wodurch eine besonders stabile Polstermöbel-Kombination 10 erreichbar
ist. Auch sei an dieser Stelle erwähnt, dass die erste Lehne 30 mit den beiden Teilen
30a, 30b auch direkt am Grundgestell 11, insbesondere dem ersten Teil 11.1 verbunden
sein kann, so dass die erste Lehne 30 nicht mit dem ersten Ruheteil 20 hochgeschwenkt
werden muss, falls ein Zugriff auf das Staufach 11.3 erfolgen soll.
[0036] Des Weiteren weist das Grundgestell 11 auch ein Auszugselement 11.4 auf, welches
im Wesentlichen zum zweiten Ruheteil 21 gehört. Durch dieses Auszugselement 11.4 lässt
sich die Liegefläche der Polstermöbel-Kombination 10 auf einfache Art und Weise vergrößern.
Hierzu ist es ausreichend, wenn das Auszugselement 11.4 vom übrigen Grundgestell 11
parallel zur Längsachse 20.1 vom ersten Ruheteil 20 ausgezogen wird bis eine vordere
Kante des Auszugselement 11.4 bündig mit der vorderen Kante des ersten Teils 11.1
vom Grundgestell 11 ausgestaltet ist. Wie gut anhand der Figur 2 zu erkennen ist,
kann das gesamte Grundgestell 11 über verschiedene Füße 14 auf einem Boden angeordnet
sein.
[0037] Die in Figur 2 dargestellte Zwischenlage der Polstermöbel-Kombination 10 zwischen
der Sitzgelegenheit und der Liegegelegenheit wurde erreicht, in dem das Auszugselement
11.4 aus dem zweiten Teil 11.2 vom Grundgestell 11 ausgezogen worden ist, bis sie
ihre Auszugslage II erreicht hat. Dabei wird auch zumindest ein Sitzkissen 26 vom
zweiten Ruheteil 21 mit verschoben, so dass zur zweiten Lehne 31 ein Abstand oder
Lücke entsteht. Dieser vorhandene Abstand oder die Lücke wird nun durch Umschwenken
der zweiten Lehne 31 von einer vertikalen Lage in eine horizontale Liegelage III gefüllt.
Um das Umschwenken der zweiten Lehne 31 zu erreichen, kann ein zweiter Schwenkmechanismus
13 zwischen dem zweiten Teil 11.2 des ersten Grundgestells 11 und der zweiten Lehne
31 vorhanden sein. Bei einer besonders einfachen Ausführungsform kann der zweite Schwenkmechanismus
13 als zumindest ein einfacher Drehbeschlag 13 ausgestaltet sein, wie dieser in der
Figur 2 gestrichelt angedeutet ist. Durch das Ausziehen des Auszugselements 11.4 und
dem anschließenden Umschwenken der zweiten Lehne 31 wird die gewünschte Liegefläche
16 erzeugt. Um das Ausziehen des Auszugselements 11.4 aus dem zweiten Teil 11.2 des
Grundgestells 11 zu vereinfachen, kann zumindest ein entsprechender Auszugsmechanismus,
insbesondere in Form von Führungselementen sowie ggf. Rollen vorhanden sein, die nicht
näher dargestellt sind.
[0038] Wie aus der Figur 2 weiter zu erkennen ist, weist jede Lehne 30, 31 und 32 eine Vorderseite
30.1, 31.1 und 32.1 sowie Rückseite 30.2, 31.2 und 32.2 auf. Bei der zweiten Lehne
31 ist die Rückseite 31.2 zusätzlich gepolstert ausgestaltet, um den Liegekomfort
der Polstermöbel-Kombination 10 entsprechend zu verbessern. Zusätzlich kann auch die
Vorderseite 30.1, 31.1 und 31.2 der Lehnen 30, 31, 32 gepolstert sein.
[0039] In der Figur 3 ist eine dreidimensionale Darstellung der Polstermöbel-Kombination
10 als Liegegelegenheit dargestellt. Hierbei befindet sich das Auszugselement 11.4
in der Auszugslage II sowie die zweite Lehne 31 in der horizontalen Liegelage III,
um mit dem ersten Ruheteil 20 eine gemeinsame Liegefläche 16 zu bilden. Um gerade
den Liegekomfort der Polstermöbel-Kombination 10 zu verbessern, kann ein zusätzlicher
Topper 40 vorhanden sein, der weitestgehend die gemeinsame Liegefläche 16 überdeckt.
Durch den Topper 40 können Ritzen und Spalten in der entstandenen Liegefläche 16 komfortabel
überdeckt werden.
[0040] In der Figur 3 ist der Topper 40 gestrichelt oberhalb der Polstermöbel-Kombination
dargestellt, um anzudeuten, dass dieser durch bloßes Auflegen auf die Liegefläche
16 von der Polstermöbel-Kombination 10 aufgebracht werden kann. Da der Topper 40 bei
dem Ausführungsbeispiel aus Figur 3 etwas kürzer als die gesamte Liegelänge der Liegefläche
16 ausgestaltet ist, entsteht ein Spalt 15, der mit dem ersten Lehnenkissen 35 geschlossen
werden kann. In diesem Fall dienen die Lehnenkissen 35 gleichzeitig als Kopfende oder
Rückenstütze, um den Liegekomfort oder beim Sitzen auf der gemeinsamen Liegefläche
16 zu verbessern. Ebenfalls ist es denkbar, dass der Topper 40 auch über die gesamte
Länge und Breite der gemeinsamen Liegefläche 16 ausgestaltet ist und somit die ersten
Lehnenkissen 35 auf dem Topper 40 gestellt werden müssen, sofern eine entsprechende
Polsterung des Kopfbereichs erzielt werden soll. Die dargestellten Pfeile bei dem
gestrichelten Topper 40 sowie dem Lehnenkissen 35 deuten die Auflegerichtung auf die
erfindungsgemäße Polstermöbel-Kombination 10 an.
[0041] Die Figur 3 zeigt die Polstermöbel-Kombination 10 in ihrer Liegegelegenheit, wobei
keine weiteren Umbauschritte mehr erforderlich sind. Lediglich müssen auf dieser Polstermöbel-Kombination
10 Kopfkissen und Bettdecke für zumindest eine Person aufgelegt werden, um ein komfortables
Bett bereitzustellen.
[0042] In der weiteren Figur 4 ist ein zusätzliches Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Polstermöbel-Kombination 10 dargestellt. Hierbei unterscheidet sich dieses Ausführungsbeispiel
von dem Ausführungsbeispiel in Figur 1 ausschließlich dadurch, dass die erste Lehne
30 zwar an dem ersten Ruheteil 20 angeordnet aber eben nicht direkt an dem ersten
Ruheteil 20 befestigt ist, sondern vielmehr an dem darunter befindlichen ersten Teil
11.1 vom Grundgestell 11. Hierdurch wird erreicht, dass beim Anheben des ersten Ruheteils
20 nicht die erste Lehne 30 mit ihren beiden Teilen 30a und 30b mit angehoben bzw.
verschwenkt werden muss. Durch diese Maßnahme ist der Zugang zum Staufach 11.3 vereinfacht,
da weniger Gewicht durch einen Benutzer angehoben werden muss.
[0043] Abschließend sei noch bemerkt, dass in der gesamten Anmeldung und den Zeichnungen
das erste und zweite Sitzkissen 25, 26 sowie das erste Lehnenkissen 35 und das zweite
Lehnenkissen 36 mehr oder weniger einteilig dargestellt sind. Tatsächlich können diese
Kissen auch mehrteilig ausgestaltet sein, die untereinander verbindbar sind.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 10
- Polstermöbel-Kombination
- 11
- Grundgestell
- 11.1
- erster Teil des Grundgestells für 20
- 11.2
- zweiter Teil des Grundgestells für 21
- 11.3
- Staufach
- 11.4
- Auszugselement
- 12
- erster Schwenkmechanismus
- 13
- zweiter Schwenkmechanismus
- 14
- Fuß
- 15
- Spalt
- 16
- Liegefläche
- 20
- erstes Ruheteil
- 20.1
- Längsachse von 20
- 21
- zweites Ruheteil
- 21.1
- Längsachse von 21
- 25
- erstes Sitzkissen
- 26
- zweites Sitzkissen
- 30
- erste Lehne
- 30a
- erster Teil von 30
- 30b
- zweiter Teil von 30
- 30.1
- Vorderseite
- 30.2
- Rückseite
- 31
- zweite Lehne
- 31.1
- Vorderseite
- 32.2
- Rückseite
- 32
- dritte Lehne
- 35
- erstes Lehnenkissen für 30
- 36
- zweites Lehnenkissen für 31
- 40
- Topper
- I
- Sitzlage
- II
- Auszugslage
- III
- Liegelage
1. Polstermöbel-Kombination (10) mit einem Grundgestell (11)
an dem zumindest zwei Ruheteile (20, 21), wobei jeweils auf einem Ruheteil (20, 21)
zumindest ein Sitzkissen (25, 26) angeordnet ist, und
zumindest zwei Lehnen (30, 31), die jeweils in einer vertikalen Lage anordbar sind,
vorgesehen sind, wobei
die beiden Ruheteile (20, 21) im Wesentlichen rechteckig zueinander in einer Sitzlage
(I) angeordnet sind, und
das erste Ruheteil (20) hochschwenkbar zum Grundgestell (11) ausgestaltet ist, wodurch
ein Staufach (11.3), insbesondere zur Aufbewahrung eines Toppers (40), im Grundgestell
(11) erreichbar ist, und
am zweiten Ruheteil (21) am Grundgestell (11) ein Auszugselement (11.4) angeordnet
ist,
wobei das Auszugselement (11.4) im Wesentlichen parallel zur Längsachse (20.1) des
ersten Ruheteils (20) in eine Auszugslage (II) ausziehbar ist, und
die erste Lehne (30) an dem ersten Ruheteil (20) und die zweite Lehne (31) an dem
zweiten Ruheteil (21) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Lehne (31) schwenkbar von einer vertikalen Lage in eine horizontale Lage
am zweiten Ruheteil (21) angeordnet ist, in der es eine Liegelage (III) einnimmt,
wenn sich das Auszugselement (11.4) in seiner Auszugslage (II) befindet.
2. Polstermöbel-Kombination (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Lehne (30) über Eck an dem ersten Ruheteil (20) angeordnet ist, wobei ein
erster Teil (30a) der ersten Lehne (30) parallel zur Längsachse (20.1) des ersten
Ruheteils (20) verläuft und ein weiterer Teil (30b) der ersten Lehne (30) im Wesentlichen
quer dazu verläuft,
wobei insbesondere der erste Teil (30a) und der zweite Teil (30b) der ersten Lehnen
(30) untereinander verbunden sind.
3. Polstermöbel-Kombination (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine dritte Lehne (32) am Grundgestell (11) für das zweite Ruheteil (21) vorhanden
ist, die im Wesentlichen rechtwinklig zur zweiten Lehne (31) in ihrer horizontalen
Lage angeordnet ist,
wobei insbesondere die dritte Lehne (32) im Wesentlichen parallel zum ersten Teil
(30a) der ersten Lehne (30) verläuft.
4. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lehnen (30, 31, 32) in ihrer vertikalen Lage zumindest eine Vorderseite (30.1,
31.1, 32.1) und Rückseite (30.2, 31.2, 32.2) aufweisen, wobei die Vorderseite (30.1,
31.1, 32.1) zu den Sitzkissen (25, 26) hingerichtet ist und die Rückseite (30.2, 31.2,
32.2) abgewandt von den Sitzkissen (25, 26) ist, und
wobei zumindest die zweite Lehne (31) zumindest eine Polsterung auf der Rückseite
(31.2) aufweist.
5. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Auszugslage (II) des Auszugselements (11.4) das zumindest eine Sitzkissen
(26) vom zweiten Ruheteil (21) das Auszugselements (11.4) wenigstens teilweise überdeckt.
6. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die umgeklappte zweite Lehne (31) in der Liegelage (II) mit dem ersten Sitzkissen
(25) und dem zweiten Sitzkissen (26), welches das Auszugselement (11.4) in der Auszugslage
(II) überdeckt, eine ebene und gemeinsame Liegefläche (16) bildet.
7. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Topper (40) zumindest teilweise die gemeinsame Liegefläche (16), die aus der
zweiten Lehne (31) und dem ersten Sitzkissen (25) und dem zweiten verschobenen Sitzkissen
(26) gebildet ist, überdeckt,
wobei insbesondere der Topper (40) bei seiner Nichtverwendung im Staufach (11.3) im
Grundgestell (11) unterbringbar ist.
8. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der auf der gemeinsamen Liegefläche (16) aufliegende Topper (40) vor der Vorderseite
(30.1) der ersten Lehne (30) endet, wodurch ein Spalt (15) gebildet ist, der im Wesentlichen
geeignet ist, um zumindest ein Lehnenkissen (35) aufzunehmen.
9. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Lehne (30) fest mit dem ersten Ruheteil (20) verbunden ist,
wobei insbesondere die erste Lehne (30) beim Hochschwenken der Bewegung des ersten
Ruheteils (20) folgt oder
dass die erste Lehne (30) fest mit dem Grundgestell (11), insbesondere einem ersten Teil
(11.1) vom Grundgestell (11), welches dem ersten Ruheteil (20) zugeordnet ist, verbunden
ist, wobei insbesondere die erste Lehne (30) beim Hochschwenken der Bewegung des ersten
Ruheteils (20) am Grundgestell (11) nicht folgt.
10. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Grundgestell (11) und dem ersten Ruheteil (20) zumindest ein erster
Schwenkmechanismus (12) angeordnet ist,
der insbesondere eine Fixierung, insbesondere in Form einer Rastung, aufweist, wodurch
eine Arretierung des ersten Ruheteils (20) beim Hochschwenken ermöglicht ist.
11. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Sitzkissen (25, 26) mit dem ersten oder dem zweiten Ruheteil (20, 21)
fest verbunden ist.
12. Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Ruheteil (21) mit dem Auszugselement (11.4) fest verbunden ist.
13. Verfahren zur Umwandlung einer Polstermöbel-Kombination (10) wobei die Polstermöbel-Kombination
(10) ein Grundgestell (11) aufweist,
an dem zumindest zwei Ruheteile (20, 21), wobei jeweils auf einem Ruheteil (20, 21)
zumindest ein Sitzkissen (25, 26) angeordnet ist, und
zumindest zwei Lehnen (30, 31), die jeweils in einer vertikalen Lage anordbar sind,
vorgesehen sind, wobei
die beiden Ruheteile (20, 21) im Wesentlichen rechteckig zueinander in einer Sitzlage
(I) angeordnet sind, und
die Polstermöbel-Kombination (10) von einer Sitzgelegenheit in eine Liegegelegenheit
umwandelbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die folgenden Schritte zur Umwandlung von einer Sitzgelegenheit in eine Liegegelegenheit
erfolgen:
a) Entfernen von zumindest einem Lehnenkissen (36) an der zweiten Lehne (31)
b) Ausziehen des zweiten Ruheteils (21) durch ein Auszugselement (11.4) parallel zur
Längsachse (20.1) des ersten Ruheteils (20)
c) Umschwenken der zweiten Lehne (31) von ihrer vertikalen Lage in eine horizontale
Liegelage (III).
14. Verfahren zur Umwandlung einer Polstermöbel-Kombination (10) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt c) nach den Schritten a) und b) ausgeführt wird.
15. Verfahren zur Umwandlung einer Polstermöbel-Kombination (10) nach Anspruch 13 oder
14,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Polstermöbel-Kombination (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
12 verwendet wird.