(19)
(11) EP 2 891 802 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.07.2015  Patentblatt  2015/28

(21) Anmeldenummer: 14004023.9

(22) Anmeldetag:  28.11.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F04B 49/02(2006.01)
F04D 13/10(2006.01)
F04B 49/06(2006.01)
H02M 3/158(2006.01)
F04B 17/03(2006.01)
F04D 15/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 17.12.2013 DE 202013011190 U

(71) Anmelder: WISY AG Haustechniksysteme, Filtertechnik
63699 Kefenrod (DE)

(72) Erfinder:
  • Denk, Arnold
    63688 Gedern (DE)
  • Maurer, Jan
    37218 Witzenhausen (DE)
  • Kröning, Michael
    35043 Marburg (DE)

(74) Vertreter: Hebing, Norbert 
Frankfurter Strasse 34
D-61231 Bad Nauheim
D-61231 Bad Nauheim (DE)

   


(54) Schaltautomat für eine Pumpensteuerung


(57) Eine Pumpensteuerung besitzt einen Hauptschalter (10) für einen eine Pumpe (3) mit elektrischen Strom versorgenden Hauptstromkreis, einem Strömungswächter (6) an der von der Pumpe (3) versorgte Medienleitung (4) und einem Nebenschalter, der von dem Strömungswächter (6) betätigbar ist, wobei der Nebenschalter Teil einer elektronischen Steuerung (9) zur Betätigung des Hauptschalters (10) ist.
Um den Stromverbrauch einer solchen Pumpensteuerung im Stand-by-Betrieb zu minimieren ist vorgesehen, dass die Stromversorgung für die Steuerung (9) aus einem Tiefsetzsteller (15) besteht.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schaltautomat für eine Pumpensteuerung mit einem Hauptschalter für einen eine Pumpe mit elektrischen Strom versorgenden Hauptstromkreis, mit einem Strömungswächter an der von der Pumpe versorgten Medienleitung und mit einem Nebenschalter, der von dem Strömungswächter betätigbar ist, wobei der Nebenschalter Teil einer elektronischen Steuerung zur Betätigung des Hauptschalters ist.

[0002] Derartige Schaltautomaten werden in einem wassernetz benötigt, das einen Speicher aufweist, der an einer Pumpe angeschlossen ist, die Wasser über ein Leitungssystem zu einer Entnahmestelle fördert. Die Pumpe soll nur dann in Betrieb genommen werden, wenn an der Entnahmestelle tatsächlich Wasser entnommen wird. Dazu ist in der Leitung zur Wasserentnahme ein Strömungswächter z. B. in Form eines Drucksensors, wie er z. B. in der DE 199 08 156 A1 beschrieben ist, eingesetzt, der bei einer Druckänderung einen Schaltautomaten bedient, der eine Pumpe steuert, die den Druck an der Entnahmestelle aufrecht erhält.

[0003] In der Regel betätigt der Drucksensor einen Reedkontakt im Schaltautomaten, der einen Hauptschalter zum Schließen des Stromkreises für die Pumpe beinhaltet. Der Schaltautomat enthält weitere Ein- und Ausgänge, um das Wasserentnahmesystem zu steuern. Bei dem Reedkontakt handelt es sich somit um einen Nebenschalter. Der Schaltautomat fragt den Schaltzustand des Nebenschalters ab und öffnet, falls an den Eingängen weitere Schaltbedingungen vorliegen, den Hauptschalter.

[0004] Zur Stromversorgung des Schaltautomaten ist dieser an ein Stromnetz angeschlossen, wobei sich im Ruhezustand (Leerlauf) ein Stand-by-Energieverbrauch ergibt. Der größte Anteil am Stand-by-Energieverbrauch ergibt sich aus dem Umstand, dass in der Regel ein Spannungsteiler verwendet wird, um dem Schaltautomaten eine Niedervoltspannung zur Verfügung zu stellen.

[0005] Die Erfindung beruht auf der Aufgabe, den Stromverbrauch des Schaltautomaten im Stand-by-Betrieb zu reduzieren.

[0006] Zur Lösung des Problems sieht die Erfindung vor, dass die Stromversorgung für die Steuerung aus einem Schaltregler besteht, der ein Tiefsetzsteller ist.

[0007] Ein Tiefsetzsteller ist eine elektronische Schaltung, bei dem die Eingangsspannung möglichst verlustfrei auf eine geringere Ausgangsspannung reduziert wird. Der Stromverbrauch ist daher im Ruhezustand (Leerlauf) sehr gering.

[0008] Vorzugsweise ist das Stellglied ein Magnet und der Nebenschalter ein Reedkontakt.

[0009] Im Folgenden soll anhand eines Ausführungsbeispieles die Erfindung näher erläutert werden. Dazu zeigt die einzige Figur einen elektronischen und hydraulischen Schaltplan.

[0010] An einem Speicher 1 ist über eine Zulaufleitung 2 eine Pumpe 3 angeschlossen, von deren Ausgang eine Medienleitung 4 zu einer Entnahmestelle 5 verläuft. In der Medienleitung 4 befindet sich ein Strömungswächter 6, der so eingerichtet ist, dass bei einem Medienfluss in der Medienleitung 4 auf Grund des sich einstellenden Unterdrucks ein Magnet bewegt wird, mit dem ein Reedkontakt 7 betätigt wird. Der Reedkontakt 7 ist Teil eines Schaltautomaten 8, der eine elektronische Steuerung 9 und einen Hauptschalter 10 enthält, wobei der Hauptschalter 10 in einer elektrischen Stromversorgung 11 für die Pumpe 3 liegt. Die elektronische Steuerung 9 weist weitere Einund Ausgänge 12, 13 auf, wobei insbesondere an den Eingängen weitere Zustände des Medienversorgungssystems kontrolliert werden.

[0011] Sobald der Reedkontakt 7 schließt und an den weiteren Eingängen 12 Zustände anliegen, die ein Einschalten der Pumpe 3 gestatten, wird der Hauptschalter 10 geschlossen, so dass die Pumpe mit Strom versorgt wird. Sobald die Entnahmestelle 5 geschlossen wird, spricht der Strömungswächter nicht länger mehr an, so dass der Hauptschalter 10 wieder öffnet und die Pumpe 3 abgeschaltet wird.

[0012] Zur Stromversorgung der elektronischen Steuerung ist ein Tiefsetzsteller 15 vorgesehen.

[0013] Der Stromverbrauch des Schaltautomaten 8 liegt in Stand-by-Betrieb unter 500 mA und typischerweise bei 200 mA.

Bezugszeichenliste



[0014] 
1
Speicher
2
zulaufleitung
3
Pumpe
4
Medienleitung
5
Entnahmestelle
6
Strömungswächter
7
Reedkontakt
8
Schaltautomaten
9
Steuerung
10
Hauptschalter
11
Stromversorgung
12
Eingänge
13
Ausgänge
14
Transformator
15
Tiefsetzsteller



Ansprüche

1. Schaltautomat für eine Pumpensteuerung mit einem Hauptschalter (10) für einen eine Pumpe (3) mit elektrischen Strom versorgenden Hauptstromkreis, mit einem Strömungswächter (6) an der von der Pumpe (3) versorgte Medienleitung (4) und mit einem Nebenschalter, der von dem Strömungswächter (6) betätigbar ist, wobei der Nebenschalter Teil einer elektronischen Steuerung (9) zur Betätigung des Hauptschalters (10) ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgung für die Steuerung (9) aus einem Schaltregler besteht, der ein Tiefsetzsteller (15) ist.
 
2. Schaltautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied ein Magnet ist und der Nebenschalter ein Reedkontakt (7) ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente