[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schaltautomat für eine Pumpensteuerung mit einem
Hauptschalter für einen eine Pumpe mit elektrischen Strom versorgenden Hauptstromkreis,
mit einem Strömungswächter an der von der Pumpe versorgten Medienleitung und mit einem
Nebenschalter, der von dem Strömungswächter betätigbar ist, wobei der Nebenschalter
Teil einer elektronischen Steuerung zur Betätigung des Hauptschalters ist.
[0002] Derartige Schaltautomaten werden in einem wassernetz benötigt, das einen Speicher
aufweist, der an einer Pumpe angeschlossen ist, die Wasser über ein Leitungssystem
zu einer Entnahmestelle fördert. Die Pumpe soll nur dann in Betrieb genommen werden,
wenn an der Entnahmestelle tatsächlich Wasser entnommen wird. Dazu ist in der Leitung
zur Wasserentnahme ein Strömungswächter z. B. in Form eines Drucksensors, wie er z.
B. in der
DE 199 08 156 A1 beschrieben ist, eingesetzt, der bei einer Druckänderung einen Schaltautomaten bedient,
der eine Pumpe steuert, die den Druck an der Entnahmestelle aufrecht erhält.
[0003] In der Regel betätigt der Drucksensor einen Reedkontakt im Schaltautomaten, der einen
Hauptschalter zum Schließen des Stromkreises für die Pumpe beinhaltet. Der Schaltautomat
enthält weitere Ein- und Ausgänge, um das Wasserentnahmesystem zu steuern. Bei dem
Reedkontakt handelt es sich somit um einen Nebenschalter. Der Schaltautomat fragt
den Schaltzustand des Nebenschalters ab und öffnet, falls an den Eingängen weitere
Schaltbedingungen vorliegen, den Hauptschalter.
[0004] Zur Stromversorgung des Schaltautomaten ist dieser an ein Stromnetz angeschlossen,
wobei sich im Ruhezustand (Leerlauf) ein Stand-by-Energieverbrauch ergibt. Der größte
Anteil am Stand-by-Energieverbrauch ergibt sich aus dem Umstand, dass in der Regel
ein Spannungsteiler verwendet wird, um dem Schaltautomaten eine Niedervoltspannung
zur Verfügung zu stellen.
[0005] Die Erfindung beruht auf der Aufgabe, den Stromverbrauch des Schaltautomaten im Stand-by-Betrieb
zu reduzieren.
[0006] Zur Lösung des Problems sieht die Erfindung vor, dass die Stromversorgung für die
Steuerung aus einem Schaltregler besteht, der ein Tiefsetzsteller ist.
[0007] Ein Tiefsetzsteller ist eine elektronische Schaltung, bei dem die Eingangsspannung
möglichst verlustfrei auf eine geringere Ausgangsspannung reduziert wird. Der Stromverbrauch
ist daher im Ruhezustand (Leerlauf) sehr gering.
[0008] Vorzugsweise ist das Stellglied ein Magnet und der Nebenschalter ein Reedkontakt.
[0009] Im Folgenden soll anhand eines Ausführungsbeispieles die Erfindung näher erläutert
werden. Dazu zeigt die einzige Figur einen elektronischen und hydraulischen Schaltplan.
[0010] An einem Speicher 1 ist über eine Zulaufleitung 2 eine Pumpe 3 angeschlossen, von
deren Ausgang eine Medienleitung 4 zu einer Entnahmestelle 5 verläuft. In der Medienleitung
4 befindet sich ein Strömungswächter 6, der so eingerichtet ist, dass bei einem Medienfluss
in der Medienleitung 4 auf Grund des sich einstellenden Unterdrucks ein Magnet bewegt
wird, mit dem ein Reedkontakt 7 betätigt wird. Der Reedkontakt 7 ist Teil eines Schaltautomaten
8, der eine elektronische Steuerung 9 und einen Hauptschalter 10 enthält, wobei der
Hauptschalter 10 in einer elektrischen Stromversorgung 11 für die Pumpe 3 liegt. Die
elektronische Steuerung 9 weist weitere Einund Ausgänge 12, 13 auf, wobei insbesondere
an den Eingängen weitere Zustände des Medienversorgungssystems kontrolliert werden.
[0011] Sobald der Reedkontakt 7 schließt und an den weiteren Eingängen 12 Zustände anliegen,
die ein Einschalten der Pumpe 3 gestatten, wird der Hauptschalter 10 geschlossen,
so dass die Pumpe mit Strom versorgt wird. Sobald die Entnahmestelle 5 geschlossen
wird, spricht der Strömungswächter nicht länger mehr an, so dass der Hauptschalter
10 wieder öffnet und die Pumpe 3 abgeschaltet wird.
[0012] Zur Stromversorgung der elektronischen Steuerung ist ein Tiefsetzsteller 15 vorgesehen.
[0013] Der Stromverbrauch des Schaltautomaten 8 liegt in Stand-by-Betrieb unter 500 mA und
typischerweise bei 200 mA.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 1
- Speicher
- 2
- zulaufleitung
- 3
- Pumpe
- 4
- Medienleitung
- 5
- Entnahmestelle
- 6
- Strömungswächter
- 7
- Reedkontakt
- 8
- Schaltautomaten
- 9
- Steuerung
- 10
- Hauptschalter
- 11
- Stromversorgung
- 12
- Eingänge
- 13
- Ausgänge
- 14
- Transformator
- 15
- Tiefsetzsteller
1. Schaltautomat für eine Pumpensteuerung mit einem Hauptschalter (10) für einen eine
Pumpe (3) mit elektrischen Strom versorgenden Hauptstromkreis, mit einem Strömungswächter
(6) an der von der Pumpe (3) versorgte Medienleitung (4) und mit einem Nebenschalter,
der von dem Strömungswächter (6) betätigbar ist, wobei der Nebenschalter Teil einer
elektronischen Steuerung (9) zur Betätigung des Hauptschalters (10) ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgung für die Steuerung (9) aus einem Schaltregler besteht, der ein
Tiefsetzsteller (15) ist.
2. Schaltautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied ein Magnet ist und der Nebenschalter ein Reedkontakt (7) ist.
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