[0001] Die Erfindung geht aus von einem Hausgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es sind Kochfelder bekannt, die einen Infrarotsensor zur Temperaturbestimmung nutzen.
Hierbei wird einem Sensormesswert über eine Kalibriertabelle eine Temperatur zugeordnet.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, ein gattungsgemäßes Hausgerät
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer verbesserten Temperaturbestimmung
bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den
Unteransprüchen entnommen werden können.
[0004] Die Erfindung geht aus von einem Hausgerät, insbesondere Kochfeld, mit zumindest
einem Lichtleitelement und zumindest einer Sensoreinheit, die zumindest einen Lichtsensor
aufweist und dazu vorgesehen ist, durch das Lichtleitelement transmittiertes Licht
zu detektieren und zumindest eine relevante Temperaturkenngröße zu ermitteln, wobei
die Sensoreinheit dazu vorgesehen ist, als relevante Temperaturkenngröße eine Temperaturkenngröße
eines optisch hinter dem Lichtleitelement angeordneten Objekts zu ermitteln.
[0005] Es wird vorgeschlagen, dass die Sensoreinheit zumindest ein weiteres Sensorelement
aufweist, das dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße des zumindest einen Lichtleitelements
zu ermitteln, wobei zumindest ein Lichtleitelement als Teil einer Lichtführungseinheit
ausgebildet ist, wobei die Lichtführungseinheit dazu vorgesehen ist, Licht von einem
ersten Punkt zu einem zweiten Punkt zu leiten.
[0006] Unter einem "Lichtleitelement" soll insbesondere ein Element verstanden werden, das
zumindest teilweise transparent für elektromagnetische Strahlung ist. Darunter, dass
ein Element "teilweise transparent" für elektromagnetische Strahlung ist, soll insbesondere
verstanden werden, dass das Element zumindest in einem Teilbereich der elektromagnetischen
Strahlung, insbesondere zumindest in einem Teilbereich zwischen 300 nm und 5 µm, vorteilhaft
zumindest in einem Teilbereich zwischen 900 nm und 3 µm vorzugsweise zumindest in
einem Teilbereich zwischen 1,2 µm und 2,6 µm, insbesondere einem Teilbereich mit einer
Breite von zumindest 100 nm, vorteilhaft zumindest 300 nm, vorzugsweise zumindest
500 nm, eine Transparenz von zumindest 30 %, insbesondere zumindest 50 %, vorteilhaft
zumindest 70 %, aufweist. Unter einer "Sensoreinheit" soll insbesondere eine Einheit
verstanden werden, die zumindest ein Sensorelement aufweist. Unter einem "Sensorelement"
soll insbesondere ein Element verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, eine zu
bestimmende physikalische Größe, insbesondere eine Temperatur und/oder zumindest eine
Strahlungskenngröße, insbesondere eine Strahlungsintensität, in zumindest eine andere,
vorteilhaft elektrische, Kenngröße, insbesondere einen Strom, eine Spannung, einen
Wiederstand, eine Kapazität und/oder eine Induktivität, umzuwandeln. Vorzugsweise
weist die Sensoreinheit zumindest eine, vorzugsweise elektrische, Auswerteelektronik
auf, die dazu vorgesehen ist, die andere, vorzugsweise elektrische, Kenngröße zu messen.
Insbesondere weist die Auswerteelektronik zumindest einen Verstärkerschaltkreis auf.
Vorteilhaft ist die Auswerteelektronik dazu vorgesehen, die Kenngröße in ein für eine
Steuereinheit auswertbares, vorteilhaft digitales, Signal zu wandeln. Unter einem
"Lichtsensor" soll insbesondere ein Sensorelement verstanden werden, das dazu vorgesehen
ist, zumindest eine Kenngröße elektromagnetischer Strahlung zu messen. Insbesondere
ist der Lichtsensor dazu vorgesehen, eine Intensität einfallender Infrarotstrahlung
zu messen. Insbesondere ist der Lichtsensor als Photodiode ausgebildet. Insbesondere
ist der Lichtsensor dazu vorgesehen, Licht mit Wellenlängen kleiner als 4 µm, insbesondere
kleiner als 3 µm, vorteilhaft kleiner als 2,6 µm, zu detektieren. Die Sensoreinheit
ist dazu vorgesehen als relevante Temperaturkenngröße, eine Temperaturkenngröße eines
optisch hinter dem Lichtleitelement angeordneten Objekts, insbesondere einem Gargeschirr
und/oder Gargut, zu ermitteln. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert,
ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Unter einer "Temperaturkenngröße"
soll insbesondere eine Kenngröße verstanden werden, deren Wert, zumindest zwischen
-50 °C und 500 °C, insbesondere zumindest zwischen 20 °C und 250 °C, eindeutig einer
Temperatur zugeordnet werden kann, wobei eine Bestimmungstoleranz der Temperaturkenngröße
zu einer Abweichung bei der Temperaturbestimmung von maximal 10 K, insbesondere maximal
5 K, vorteilhaft maximal 1K, führt. Insbesondere ist die Sensoreinheit dazu vorgesehen,
mit Hilfe des weiteren Sensorelements eine Temperaturkenngröße des Lichtleitelements
zu bestimmen. Insbesondere ist das weitere Sensorelement als Temperatursensor, insbesondere
als temperaturabhängiger Widerstand, vorzugsweise als Heißleiter, ausgebildet. Alternativ
ist es denkbar, dass die Sensoreinheit dazu vorgesehen ist, mit Hilfe des weiteren
Sensorelements eine Transmissivität des Lichtleitelements zu bestimmen. Insbesondere
sind mehrere weitere Sensorelemente für mehrere Lichtleitelemente vorgesehen. Durch
die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann insbesondere eine verbesserte Messung erreicht
werden. Insbesondere können zusätzliche Parameter, wie insbesondere eine aktuelle
Temperatur des Lichtleitelements, in eine Bestimmung der relevanten Temperaturkenngröße
einbezogen werden. Ferner wird vorgeschlagen, dass zumindest ein Lichtleitelement
als Heizzonenbegrenzungseinheit ausgebildet ist. Vorteilhaft weist die Sensoreinheit
zumindest ein Sensorelement auf, das dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße,
insbesondere eine Temperaturkenngröße, der Heizzonenbegrenzungseinheit zu bestimmen.
Unter einer "Heizzonenbegrenzungseinheit" soll insbesondere eine Einheit verstanden
werden, die dazu vorgesehen ist, eine Heizzone, insbesondere einen Garraum, beispielsweise
eines Backofens oder einer Mikrowelle, und/oder eine Kochzone, zumindest teilweise
zu begrenzen. Vorteilhaft ist die Heizzonenbegrenzungseinheit als Platteneinheit ausgebildet.
Insbesondere ist das Lichtleitelement als Kochfeldplatte ausgebildet. Insbesondere
ist die Heizzonenbegrenzungseinheit zumindest im Bereich sichtbaren Lichts zumindest
teilweise absorbierend, insbesondere getönt. Insbesondere weist das Lichtleitelement
an einer, einer Heizzone abgewandten, Seite zumindest eine, vorzugsweise farbgebende
und/oder strukturierende, Beschichtung auf. Insbesondere ist die Beschichtung als
Filterelement ausgebildet. Insbesondere ist die die Beschichtung dazu vorgesehen,
Licht, zumindest teilweise im sichtbaren Licht, zu absorbieren. Vorzugsweise ist die
Beschichtung zumindest im infraroten Spektralbereich, insbesondere zumindest zwischen
1,2 und 2,6 µm, vorteilhaft zumindest zwischen 1,2 µm und 1,7 µm, transparent. In
einer derartigen Ausgestaltung ist die Erfindung besonders vorteilhaft einsetzbar,
wobei eine verbesserte Temperaturbestimmung möglich wird.
[0007] Weiterhin ist ein Lichtleitelement als Teil einer Lichtführungseinheit ausgebildet.
Weiterhin weist die Sensoreinheit zumindest ein Sensorelement auf, das dazu vorgesehen
ist, zumindest eine Kenngröße, insbesondere eine Temperaturkenngröße, der Lichtführungseinheit
zu bestimmen. Vorteilhaft ist die Lichtführungseinheit dazu vorgesehen, Licht von
einem Messpunkt zu dem Lichtsensor und/oder zu einer Strahlteilereinheit zu leiten.
Insbesondere ist der Messpunkt von einem Oberflächenstück einer, vorzugsweise zumindest
teilweise transparenten, Heizzonenbegrenzungseinheit, insbesondere einer Kochfeldplatte,
alternativ einer Garraumwand, gebildet. Darunter, dass ein Element "teilweise" transparent
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Element in zumindest einem Spektralbereich,
insbesondere zumindest einem Spektralbereich mit einer Breite von zumindest 300 nm,
vorteilhaft zumindest 500 nm, vorzugsweise zumindest 900 nm, vorteilhaft im Bereich
infraroter Strahlung, insbesondere zwischen 1,2 µm und 1,7 µm, vorteilhaft zwischen
1,2 µm und 2,6 µm, eine Transparenz von zumindest 30 %, insbesondere zumindest 50
%, vorteilhaft zumindest 70 %, aufweist. Unter einer "Lichtführungseinheit" wird eine
Einheit verstanden, die dazu vorgesehen ist, Licht, insbesondere zumindest im infraroten
Spektralbereich, von einem ersten Punkt zu einem zweiten Punkt zu leiten. Insbesondere
sind der erste und der zweite Punkt zumindest 5 cm, vorteilhaft zumindest 10 cm, vorzugsweise
zumindest 15 cm, voneinander entfernt. Insbesondere ist die Lichtführungseinheit dazu
vorgesehen, eine Ausbreitungsrichtung des Lichts anzupassen. Insbesondere ist an zumindest
einer Stelle der Lichtführungseinheit eine Ausbreitungsrichtung des Lichts, relativ
zu einer Eintrittsrichtung um zumindest 10°, vorteilhaft zumindest 30°, vorzugsweise
zumindest 80°, gedreht. Insbesondere weist die Lichtführungseinheit zumindest ein
reflektierendes und/oder fokussierendes Element, insbesondere einen Spiegel, ein Prisma
und/oder eine Linse, auf. Vorzugsweise ist die Lichtführungseinheit dazu vorgesehen,
Licht von dem Messpunkt aufzufangen und weiterzuleiten. Vorzugsweise weist die Lichtführungseinheit
zumindest eine Lichtleitfaser auf und/oder ist von dieser gebildet. Unter einer "Lichtleitfaser"
soll insbesondere ein Lichtleitelement verstanden werden, das als Faser ausgebildet
ist und dazu vorgesehen ist, auf Basis von Totalreflexion einen seitlichen Lichteinschluss
zu erreichen. Unter einer Faser soll insbesondere ein, vorzugsweise flexibles, Element
verstanden werden, das eine Dicke aufweist, die maximal 20 %, insbesondere maximal
10 %, vorteilhaft maximal 5 %, vorzugsweise maximal 1 %, einer Länge des Elements
entspricht. Vorzugsweise weist die Faser einen zumindest ovalen, vorzugsweise kreisrunden,
Querschnitt auf. Insbesondere weist die Glasfaser einen kleinsten Biegeradius von
maximal 5 cm, insbesondere maximal 4 cm, vorteilhaft maximal 3 cm, auf. Insbesondere
ist die Lichtleitfaser von Glas gebildet. Vorzugsweise weist die Lichtleitfaser im
Zentrum einen größeren Brechungsindex auf, als in zumindest einem Randbereich. Insbesondere
unterliegt der Brechungsindex, ausgehend vom Zentrum zum Rand hin, einem abfallenden
Gradienten. Insbesondere weist die Lichtleitfaser eine Kernfaser mit einem Durchmesser
von zumindest 200 µm, insbesondere zumindest 300 µm, vorteilhaft zumindest 500 µm,
auf. Insbesondere weist die Lichtleitfaser eine numerische Apertur von zumindest 0,1,
vorteilhaft zumindest 0,2, und insbesondere von maximal 0,5, vorteilhaft von maximal
0,3, auf. Weiterhin ist es denkbar, dass die Lichtführungseinheit alternativ und/oder
zusätzlich zumindest ein Prisma und/oder zumindest einen Spiegel aufweist. Es kann
insbesondere eine verbesserte Temperaturbestimmung erreicht werden.
[0008] Ferner wird vorgeschlagen, dass zumindest ein Lichtleitelement als Teil einer Strahlteilereinheit
ausgebildet ist. Vorteilhaft weist die Sensoreinheit zumindest ein Sensorelement auf,
das dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße, insbesondere eine Temperaturkenngröße,
der Strahlteilereinheit und/oder des Lichtleitelements der Strahlteilereinheit zu
bestimmen. Insbesondere weist die Sensoreinheit zumindest eine Strahlteilereinheit
auf, die dazu vorgesehen ist, Licht, das von einem Messpunkt stammt, auf zumindest
zwei Teilstrahlen aufzuteilen und an zumindest zwei unterschiedliche Lichtsensoren
zu leiten. Vorteilhaft ist die Strahlteilereinheit dazu vorgesehen, die Strahlung
simultan in zumindest zwei Teilstrahlen aufzuteilen. Insbesondere ist die Strahlteilereinheit
dazu vorgesehen, die Teilstrahlen in einem Winkel von zumindest 5°, vorteilhaft zumindest
20°, vorzugsweise zumindest 80 °, und insbesondere maximal 120°, zueinander auszusenden.
Vorteilhaft sind die Lichtsensoren optisch hinter, vorteilhaft direkt hinter, der
Strahlteilereinheit angeordnet, wobei insbesondere ein erster der Teilstrahlen direkt
auf einen ersten der Lichtsensoren und ein zweiter der Teilstrahlen direkt auf einen
zweiten der Lichtsensoren fällt. Darunter, dass ein Lichtsensor "direkt" hinter der
Strahlteilereinheit angeordnet ist, soll insbesondere verstanden werden, dass ein
Abstand zwischen der Strahlteilereinheit und dem Lichtsensor kleiner ist als 5 cm,
insbesondere kleiner ist als 3 cm, vorteilhaft kleiner ist als 1 cm, vorzugsweise
kleiner ist als 0,5 cm. Alternativ ist es denkbar, dass die Sensoreinheit zumindest
eine Führungseinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, zumindest einen ersten der
Teilstrahlen von der Strahlteilereinheit zu einem ersten der Lichtsensoren zu führen
und/oder einen zweiten der Teilstrahlen von der Strahlteilereinheit zu einem zweiten
der Lichtsensoren zu führen. Insbesondere weist die Strahlteilereinheit zumindest
ein Fokussierelement, insbesondere eine Linse, auf, die dazu vorgesehen ist, zumindest
einen der Teilstrahlen zu formen. In alternativen Ausgestaltungen ist es denkbar,
dass die Strahlteilereinheit dazu vorgesehen ist, die Strahlung abwechselnd, vorzugsweise
periodisch abwechselnd, insbesondere mit einer Frequenz größer als 1 Hz, insbesondere
größer 10 Hz, vorteilhaft größer 100 Hz, vorzugsweise größer 1000 Hz, verschiedenen
Teilstrahlen zuzuordnen. Insbesondere weist die Strahlteilereinheit dazu zumindest
ein elektrooptisches Element und/oder zumindest ein beweglich, insbesondere schwankend,
kippend und/oder rotierend, angeordnetes Element, insbesondere ein Spiegel, und einen
Aktor auf, um das bewegliche Element zu bewegen. Es kann insbesondere eine verbesserte
Temperaturbestimmung erreicht werden.
[0009] Vorteilhaft wird vorgeschlagen, dass die Sensoreinheit zumindest eine Auswerteelektronik
aufweist, die dazu vorgesehen ist, in Abhängigkeit von einem Wert der Kenngröße, die
von dem weiteren Sensorelement ermittelt wird, eine korrigierte relevante Temperaturkenngröße
zu bestimmen. Insbesondere ist die Auswerteelektronik dazu vorgesehen, unter Annahme
eines Models, das Reflektion und/oder Emission von, insbesondere infrarotem, Licht
in, von und/oder an dem Lichtleitelement in Abhängigkeit von einer Temperatur des
Lichtleitelements berücksichtigt, eine korrigierte relevante Temperaturkenngröße zu
berechnen. Insbesondere weist die Auswerteelektronik zumindest eine Recheneinheit,
vorteilhaft zumindest eine Speichereinheit und ein in der Speichereinheit hinterlegtes
Betriebsprogramm auf, das dazu vorgesehen ist, von der Recheneinheit ausgeführt zu
werden. Alternativ weist die Auswerteelektronik zumindest eine in der Speichereinheit
gespeicherte Kennwertmatrix und/oder eine, insbesondere mehrdimensionale, Kennwertfunktion
auf, die dazu vorgesehen ist, Kennwerten des Lichtsensors und des zumindest einen
weiteren Sensorelements eine, ein erweitertes Absorptions-, Reflexions- und/oder Emissionsmodels
berücksichtigende, korrigierte relevante Temperaturkenngröße zuzuordnen. Insbesondere
ist die Auswerteelektronik dazu vorgesehen, Reflexionen und Mehrfachreflexionen innerhalb
des Lichtleitelements zu berücksichtigen. Es kann insbesondere eine verbesserte Temperaturbestimmung
erreicht werden.
[0010] Bevorzugt wird die Erfindung in Gargeräten, insbesondere Herden und/oder Kochfeldern,
eingesetzt. Aber auch in anderen Hausgeräten, in denen eine berührungslose Temperaturbestimmung
angestrebt wird, ist diese Erfindung vorteilhaft einsetzbar. Weitere Vorteile ergeben
sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten
zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise
auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Kochfeld in einer schematischen Ansicht von oben,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Kochfeldvorrichtung in einer schematischen Schnittdarstellung
entlang der Strecke II-II in Fig. 1 und
- Fig.3
- ein Reflexions-Emissions-Modell für eine Kochfeldplatte in schematischer Darstellung.
[0012] Figur 1 zeigt ein als Kochfeld ausgebildetes Hausgerät 10 mit vier, jeweils als Kochfeldvorrichtung,
ausgebildeten Hausgerätevorrichtungen 12. Das Hausgerät 10 ist als Induktionskochfeld
ausgebildet. Die Hausgerätevorrichtungen 12 weisen jeweils ein Heizelement 14 auf,
das unter einer Heizzonenbegrenzungseinheit 16 angeordnet ist. Die Heizelemente 14
sind als Induktionsheizelemente ausgebildet. Die Heizzonenbegrenzungseinheit 16 ist
als eine von Glaskeramik gebildete Kochfeldplatte ausgebildet.
[0013] Die Hausgerätevorrichtungen 12 weisen jeweils eine Sensoreinheit 20 auf, die zwei
Lichtsensoren 22, 24 aufweist und die dazu vorgesehen ist, durch ein als Heizzonenbegrenzungseinheit
16 ausgebildetes Lichtleitelement 17 transmittiertes Licht zu detektieren, um eine
relevante Temperaturkenngröße eines auf der Heizzonenbegrenzungseinheit 16 aufgestellten
Gargeschirrs 26 zu ermitteln (Figur 2). Die Sensoreinheit 20 weist weiterhin eine
Lichtführungseinheit 30 auf. Die Lichtführungseinheit 30 weist ein als Lichtleitfaser
32 ausgebildetes Lichtleitelement 33 auf. Ferner weist die Lichtführungseinheit 30
eine Strahlteilereinheit 34 auf. Die Lichtleitfaser 32 ist dazu vorgesehen, Licht
von einem Messpunkt an der Unterseite der Heizzonenbegrenzungseinheit 16 aufzunehmen
und an die Strahlteilereinheit 34 zu leiten. Die Lichtleitfaser 32 weist einen Kerndurchmesser
von 1 mm und eine numerische Apertur von 0,22 auf. Die Lichtleitfaser 32 ist in einer
Durchführung 36 in dem Heizelement 14 angeordnet. Die Durchführung 36 ist nahe einem
Zentrum des Heizelements 14 angeordnet. Die Strahlteilereinheit 34 ist dazu vorgesehen,
aus dem Licht, das von der Lichtleitfaser 32 zur Strahlteilereinheit 34 geführt wird,
zwei Teilstrahlen zu erzeugen, die den Lichtsensoren 22, 24 der Sensoreinheit 20 zugeführt
werden. Die Strahlteilereinheit 34 weist ein als teildurchlässiger Spiegel 38 ausgebildetes
Lichtleitelement 39 auf, das dazu vorgesehen ist, die zwei Teilstrahlen zu erzeugen.
Zwischen der Strahlteilereinheit 34 und den Lichtsensoren 22, 24 ist eine Filtereinheit
angeordnet, die dazu vorgesehen ist, die Teilstrahlen unterschiedlich zu filtern.
Die Sensoreinheit 20 weist drei weitere Sensorelemente 40, 42, 44 auf, die dazu vorgesehen
sind, zumindest Temperaturkenngrößen der Lichtleitelemente 17, 33, 39 zu ermitteln.
Ein erstes der weiteren Sensorelemente 40 ist als Kaltleiter ausgebildet. Das erste
weitere Sensorelement 40 ist an einer Unterseite der Heizzonenbegrenzungseinheit 16
neben dem Heizelement 14 angeordnet. Das erste Sensorelement 40 ist dazu vorgesehen,
eine Temperatur der Heizzonenbegrenzungseinheit 16 zu bestimmen. Ein zweites der weiteren
Sensorelemente 42 ist dazu vorgesehen, eine Temperatur der Lichtleitfaser 32 zu bestimmen.
Das zweite weitere Sensorelement 42 ist als Heißleiter ausgebildet. Ein drittes der
Sensorelemente 44 ist dazu vorgesehen, eine Temperatur des teildurchlässigen Spiegels
38 zu bestimmen. Das dritte Sensorelement 44 ist als Kaltleiter ausgebildet. Weiterhin
weisen die Lichtsensoren 22, 24 Temperatursensoren 23, 25 auf, die dazu vorgesehen
sind, Temperaturen der Lichtsensoren 22, 24 zu bestimmen, um einen Dunkelstrom, der
einen Messwert der als Infrarotphotodioden ausgebildeten Lichtsensoren 22, 24 verfälscht,
zu bestimmen. Die Sensoreinheit 20 weist eine Auswerteelektronik 50 auf, die dazu
vorgesehen ist, in Abhängigkeit von einem Wert der Kenngröße, die von den weiteren
Sensorelementen 40, 42, 44 ermittelt werden, eine korrigierte relevante Temperaturkenngröße
zu bestimmen. Die Auswerteelektronik 50 ist dazu vorgesehen, direkte Transmission
T
0 von, von dem Gargeschirr 26 emittierter Strahlung durch das Lichtleitelement 17,
direkte Emission E
0 von dem Lichtleitelement 17, indirekte Emission E
n von dem Lichtleitelement 17 und indirekte Transmission T
n durch das Lichtleitelement 17 zu berücksichtigen (Figur 3).
[0014] In alternativen Ausgestaltungen werden zwei Lichtführungseinheiten statt einer Lichtführungseinheit
in Kombination mit einer Strahlteilereinheit verwendet oder es wird mit lediglich
einem Sensorelement gemessen und/oder es wird auf eine Lichtführungseinheit bzw. eine
Lichtleitfaser verzichtet. Weiterhin ist es denkbar, das lediglich ein oder zwei,
oder auch mehr als drei weitere Sensorelemente vorgesehen sind, um Kenngrößen, insbesondere
Temperaturkenngrößen der Lichtleitelemente, zu bestimmen.
Bezugszeichen
[0015]
- 10
- Hausgerät
- 12
- Hausgerätevorrichtung
- 14
- Heizelement
- 16
- Heizzonenbegrenzungseinheit
- 17
- Lichtleitelement
- 20
- Sensoreinheit
- 22
- Lichtsensor
- 23
- Temperatursensor
- 24
- Lichtsensor
- 25
- Temperatursensor
- 26
- Gargeschirr
- 30
- Lichtführungseinheit
- 32
- Lichtleitfaser
- 33
- Lichtleitelement
- 34
- Strahlteilereinheit
- 36
- Durchführung
- 38
- teildurchlässiger Spiegel
- 39
- Lichtleitelement
- 40
- Sensorelement
- 42
- Sensorelement
- 44
- Sensorelement
- 50
- Auswerteelektronik
- E0
- direkte Emission
- En
- indirekte Emission
- T0
- direkte Transmission
- Tn
- indirekte Transmission
1. Hausgerät, insbesondere Kochfeld, mit zumindest einer Hausgerätevorrichtung (12),
welche zumindest ein Lichtleitelement (17, 33, 39) und zumindest eine Sensoreinheit
(20) aufweist, die zumindest einen Lichtsensor (22, 24) aufweist und dazu vorgesehen
ist, durch das Lichtleitelement (17, 33, 39) transmittiertes Licht zu detektieren
und zumindest eine Temperaturkenngröße zu ermitteln, wobei die Sensoreinheit (20)
dazu vorgesehen ist, als relevante Temperaturkenngröße eine Temperaturkenngröße eines
optisch hinter dem Lichtleitelement (17, 33, 39) angeordneten Objekts zu ermitteln,
und wobei zumindest ein Lichtleitelement (33) als Teil einer Lichtführungseinheit
(30) ausgebildet ist, wobei die Lichtführungseinheit (30) dazu vorgesehen ist, Licht
von einem ersten Punkt zu einem zweiten Punkt zu leiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (20) zumindest ein weiteres Sensorelement (40, 42, 44) aufweist,
das dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße des zumindest einen Lichtleitelements
(17, 33, 39) zu ermitteln.
2. Hausgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lichtleitelement (17) als Heizzonenbegrenzungseinheit (16) ausgebildet
ist.
3. Hausgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtleitelement (17) als Kochfeldplatte ausgebildet ist.
4. Hausgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtleitelement (33) als Lichtleitfaser (32) ausgebildet ist.
5. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lichtleitelement (39) als Teil einer Strahlteilereinheit (34) ausgebildet
ist.
6. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Sensorelement (40, 42, 44) zumindest dazu vorgesehen ist, eine Temperaturkenngröße
des Lichtleitelements (17, 33, 39) zu ermitteln.
7. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (20) zumindest eine Auswerteelektronik (50) aufweist, die dazu
vorgesehen ist, in Abhängigkeit von einem Wert der Kenngröße, die von dem weiteren
Sensorelement (40, 42, 44) ermittelt wird, eine korrigierte relevante Temperaturkenngröße
zu bestimmen.
1. Domestic appliance, in particular a hob, with at least one domestic appliance apparatus
(12) which has at least one light-guiding element (17, 33, 39) and at least one sensor
unit (20) which has at least one light sensor (22, 24) and is provided to detect light
transmitted through the light-guiding element (17, 33, 39) and to determine at least
one temperature characteristic, wherein the sensor unit (20) is provided to determine
a temperature characteristic of an object optically arranged behind the light-guiding
element (17, 33, 39) as a relevant temperature characteristic, and wherein at least
one light-guiding element (33) is embodied as part of a light-guiding unit (30), wherein
the light-guiding unit (30) is provided to guide light from a first point to a second
point, characterised in that the sensor unit (20) has at least one further sensor element (40, 42, 44) which is
provided to determine at least one characteristic of the at least one light-guiding
element (17, 33, 39).
2. Domestic appliance according to claim 1, characterised in that at least one light-guiding element (17) is embodied as a heating zone delimitation
unit (16).
3. Domestic appliance according to claim 2, characterised in that the light-guiding element (17) is embodied as a hob plate.
4. Domestic appliance according to one of claims 1 to 3, characterised in that the light-guiding element (33) is embodied as a light-guiding fibre (32).
5. Domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that at least one light-guiding element (39) is embodied as part of a beam divider unit
(34).
6. Domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the further sensor element (40, 42, 44) is at least provided for determining a temperature
characteristic of the light-guiding element (17, 33, 39).
7. Domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the sensor unit (20) has at least one evaluation electronics unit (50), which is
provided, as a function of a value of the characteristic which is determined by the
further sensor element (40, 42, 44), to determine a corrected relevant temperature
characteristic.
1. Appareil ménager, notamment table de cuisson, comportant au moins un dispositif d'appareil
ménager (12) qui comprend au moins un élément guide de lumière (17, 33, 39) et au
moins une unité de capteur (20) qui comprend au moins un capteur de lumière (22, 24)
et qui est conçue pour détecter la lumière transmise par l'élément guide de lumière
(17, 33, 39) et pour déterminer au moins une grandeur caractéristique de température,
dans lequel l'unité de capteur (20) est conçue pour déterminer, en tant que grandeur
caractéristique de température correspondante, une grandeur caractéristique de température
d'un objet disposé optiquement derrière l'élément guide de lumière (17, 33, 39), et
dans lequel au moins un élément guide de lumière (33) est formé en tant que partie
d'une unité de guidage de lumière (30), l'unité de guidage de lumière (30) étant conçue
pour guider de la lumière d'un premier point jusqu'à un second point,
caractérisé en ce que l'unité de capteur (20) comprend au moins un autre élément capteur (40, 42, 44) agencé
pour déterminer au moins une grandeur caractéristique du au moins un élément guide
de lumière (17, 33, 39).
2. Appareil ménager selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un élément guide de lumière (17) est configuré sous forme d'unité de délimitation
de zones de chauffage (16).
3. Appareil ménager selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément guide de lumière (17) est configuré sous forme de plaque de cuisson.
4. Appareil ménager selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément guide de lumière (33) est configuré sous forme de fibre optique (32).
5. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément guide de lumière (39) est configuré sous forme de partie d'une
unité de séparateur de faisceau (34).
6. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'autre élément capteur (40, 42, 44) est au moins configuré pour déterminer une grandeur
caractéristique de température de l'élément guide de lumière (17, 33, 39).
7. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de capteur (20) comprend au moins un circuit électronique d'évaluation (50),
qui est configuré pour déterminer une grandeur caractéristique de température correspondante
corrigée en fonction d'une valeur de la grandeur caractéristique qui est déterminée
par l'autre élément capteur (40, 42, 44).