[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschinenanordnung der Tabak verarbeitenden Industrie,
umfassend eine Mehrzahl von räumlich beabstandet angeordneten, von einem Bediener
nicht gleichzeitig optimal einsehbaren verstellbaren Maschinenkomponenten, ein Bedienterminal,
das die Verstellung der Maschinenkomponenten durch einen Bediener ermöglicht, und
eine Steuerungseinrichtung, die zur Steuerung der Maschinenkomponenten gemäß den Eingaben
des Bedieners über das Bedienterminal eingerichtet ist. Die Erfindung betrifft des
Weiteren ein Verfahren zur Steuerung einer Maschinenanordnung der Tabak verarbeitenden
Industrie.
[0002] Die Bedienung von Maschinenkomponenten einer Maschinenanordnung der Tabak verarbeitenden
Industrie wird mittels eines Bedienterminals durchgeführt, das insbesondere einen
berührungsempfindlichen Bildschirm umfassen kann. Bei den komplexen und großen Maschinenanlagen
der Tabak verarbeitenden Industrie, die häufig eine Mehrzahl von Maschinen umfassen,
sind nicht sämtliche einzustellenden Maschinenkomponenten, beispielsweise Maschinenhauben,
von einem festen Standort aus einsehbar. Eine Bedienung einer Maschinenkomponente
ohne Einsicht kann jedoch zu Fehlbedienungen führen oder sogar gefährlich sein, wenn
sich eine dritte Person im Bereich der zu verstellenden Maschinenkomponente aufhält.
Aus diesem Grund sind im Bereich nicht einsehbarer Maschinenkomponenten in der Regel
separate Bedienkonsolen vorgesehen, was einen entsprechenden Mehraufwand mit sich
bringt.
[0003] Aus der
EP 1 440 886 A1 ist es bekannt geworden, eine Maschinenbedienvorrichtung für eine Zigarettenherstellungs-
und Verpackungseinrichtung auf einer Führungsschiene beweglich zu lagern. Im Fall
einer Störung wird die Maschinenbedienvorrichtung insbesondere automatisch an den
Ort der Störung bewegt, um eine Sichtkontrolle der Einstellungen zur Behebung der
Störung zu ermöglichen. Die Führungsschiene bringt einen erheblichen zusätzlichen
Aufwand mit sich.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Maschinenanordnung und ein Steuerungsverfahren
bereitzustellen, die mit geringem Aufwand eine sichere Einstellung von entfernt angeordneten
Maschinenkomponenten ermöglichen.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Das
Bedienterminal ist erfindungsgemäß um eine vertikale Achse schwenkbar gelagert, was
mit vergleichsweise geringem Aufwand realisierbar ist. Des Weiteren ist die Steuerungseinrichtung
zur Freigabe oder Sperrung der Bedienung der Maschinenkomponenten je nach der Schwenkposition
des Bedienterminals eingerichtet. Die Erfindung hat erkannt, dass die Schwenkposition
des Bedienterminals mit dem Blickwinkel des Bedieners korreliert, weil der Bediener
dem Bedienterminal bei der Bedienung üblicherweise frontal zugewandt ist. Mindestens
eine Maschinenkomponente wird demnach durch die Steuerungseinrichtung zur Bedienung
durch das Bedienterminal freigegeben, wenn sie aus der eingestellten Bedienposition
heraus einsehbar ist, und gesperrt, wenn sie nicht aus der eingestellten Bedienposition
heraus einsehbar ist. Der Begriff "eingestellte Bedienposition" umfasst dabei die
eingestellte Schwenkposition des Bedienterminals und die anzunehmende Position des
Bedieners, nämlich die dem Bedienterminal frontal zugewandte Position. Auf diese Weise
erreicht die Erfindung mit verhältnismäßig geringem Aufwand, dass aus einer Gruppe
vordefinierter Maschinenkomponenten (beispielsweise Maschinenhauben) nur solche verstellt
werden können, von denen anzunehmen ist, dass sie im Blickfeld des Bedieners liegen.
Dadurch wird die Sicherheit erhöht und die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbedienung
vermieden. Des Weiteren kann auf separate Bedienkonsolen zur Bedienung einzelner Maschinenkomponenten
gegebenenfalls verzichtet werden, was zu einer weiteren Verringerung des Aufwands
beiträgt. In diesem Fall wird auch die Möglichkeit einer unerwünschten gleichzeitigen
Bedienung einer Maschinenkomponente durch zwei Bediener (vom Bedienterminal aus und
von der zugeordneten Bedienkonsole aus) vermieden. Ferner kann der Bediener die Maschinenkomponenten
auch in einem Sicherheitsabstand bedienen, so dass dadurch zusätzlich die Verletzungsgefahr
reduziert werden kann.
[0006] Besonders vorteilhaft ist das Bedienterminal zur beidhändigen Bedienung eingerichtet.
Aufgrund der festgelegten Position der Hände des Bedieners am Bedienterminal und der
Position der Schwenkachse des Bedienterminals ergibt sich eine räumliche 3-Punkt-Festlegung
der Position des Bedieners, wodurch eine dem Bedienterminal zugewandte Position des
Bedieners erzwungen wird, die wiederum sicherstellt, dass die zur Verstellung freigegebene
Maschinenkomponente tatsächlich im Blickfeld des Bedieners liegt. Eine Zweihandbedienung
des Terminals ermöglicht des Weiteren auch einen festen Stand des Bedieners, was die
Bediensicherheit weiter erhöht.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführung zur beidhändigen Bedienung des Bedienterminals
sind an seitlichen Rändern des Bedienterminals jeweils entsprechende Bedienelemente
vorgesehen, die nur bei gleichzeitiger Betätigung eine Verstellung einer Maschinenkomponente
ermöglichen. Die Bedienelemente sind vorteilhaft als Taster ausgebildet, wodurch sichergestellt
werden kann, dass der Bediener über den gesamten Bedienvorgang dem Bedienterminal
zugewandt bleibt und die einzustellende Maschinenkomponente im Blick behält.
[0008] In einer vorteilhaften Ausführung ist das Verstellmoment des Bedienterminals vorzugsweise
so weit erhöht, dass eine kontrollierte Verstellung des Bedienterminals mit üblichem
Kraftaufwand nur beidhändig möglich ist. Alternativ oder zusätzlich kann eine Rastung
zum Fixieren des Bedienterminals in definierten Bedienpositionen vorgesehen sein,
wodurch der Bediener eine haptische Rückmeldung erhält, dass eine definierte Bedienposition
erreicht ist.
[0009] Die mit der beidhändigen Bedienung des Bedienterminals zusammenhängenden Unteransprüche
2 bis 7 sind gegebenenfalls eigenständig, d.h. in einer nur auf den Oberbegriff des
Anspruchs 1 rückbezogenen Form, schützbar.
[0010] Vorzugsweise ist eine Positionssensiereinrichtung zur Erfassung der Schwenkposition
des Bedienterminals vorgesehen. Die Positionssensiereinrichtung ist zur Ausgabe eines
Positionssignals an die Steuerungseinrichtung eingerichtet, die auf der Grundlage
des Positionssignals die Bedienung der Maschinenkomponenten freigibt oder sperrt.
Eine Positionssensiereinrichtung ist besonders vorteilhaft, wenn das Bedienterminal
vorzugsweise manuell von dem Bediener in eine jeweils gewünschte Schwenkposition verschwenkbar
ist, weil dann die Schwenkposition nicht anderweitig bekannt ist.
[0011] Die Positionssensiereinrichtung kann mindestens einen, vorzugsweise zwei Endlagenschalter
umfassen. Dies ist vorteilhaft, wenn der Schwenkwinkel des Bedienterminals durch Anschläge
begrenzt wird und die Endpositionen definierte Bedienpositionen für Maschinenkomponenten
bilden. Alternativ oder zusätzlich kann die Positionssensiereinrichtung einen Positionssensor
zur mehr- bzw. vielstufigen oder stufenlosen Ermittlung der Schwenkposition des Bedienterminals
umfassen. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn mehr als drei definierte Bedienpositionen
vorgesehen sind, wenn keine Endanschläge vorgesehen sind, oder wenn sich die Bedienpositionen
im Bereich zwischen Endanschlägen befinden. Der Positionssensor ist vorteilhaft als
360°-Positionssensor ausgebildet, um die Schwenkposition über den vollen Schwenkbereich
des Bedienterminals erfassen zu können.
[0012] In einer alternativen Ausführungsform kann das Bedienterminal automatisch in eine
von dem Bediener gewünschte Bedienposition verschwenkt werden. Beispielsweise kann
eine zu verstellende Maschinenkomponente über einen Monitor des Bedienterminals auswählbar
sein, woraufhin das Bedienterminal beispielsweise elektromotorisch in die entsprechende
Bedienposition verschwenkt wird, von der aus die zu verstellende Maschinenkomponente
einsehbar ist. In diesem Fall ist die Schwenkposition bereits in der Steuerungsvorrichtung
vordefiniert und ein separater Schwenkpositionssensor ist entbehrlich.
[0013] Die Erfindung kann insbesondere einen bestimmten Typ von Maschinenkomponente, beispielsweise
zwischen einer Öffnungs- und einer Geschlossenstellung verstellbare Maschinenhauben,
betreffen. Die Erfindung ist besonders vorteilhaft anwendbar auf bewegliche und/oder
von außen einsehbare Maschinenkomponenten. Die Einstellbarkeit der verborgen, insbesondere
in den Maschinengehäusen, angeordneten Maschinenkomponenten hängt dagegen zweckmäßigerweise
nicht von der Schwenkposition des Bedienterminals ab.
[0014] Die Erfindung ist grundsätzlich auf sämtliche Maschinenanordnungen bzw. Fertigungs-
und/oder Verpackungslinien der Tabak verarbeitenden Industrie anwendbar. Bevorzugte
Anwendungen betreffen Maschinenanordnungen und/oder Maschinen zum Herstellen, Transportieren,
Speichern und/oder Verpacken von stabförmigen Produkten, insbesondere Zigaretten und/oder
Filterstäben einschließlich Multisegmentfilterstäben. Die erfindungsgemäße Maschinenanordnung
kann dabei eine oder eine Mehrzahl von Herstellungsmaschinen bzw. eine oder eine Mehrzahl
von Verarbeitungslinien umfassen. Die Erfindung ist auch anwendbar auf Bobinenwechsler,
Magazinfüller etc. Ausgelieferte Maschinen und Maschinenanordnungen können mittels
eines erfindungsgemäßen Bedienterminals und Anpassung der Steuerungssoftware nachgerüstet
werden.
[0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Bedienterminal mit einem zugeordneten Bediener in einer Ansicht
von oben;
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes Bedienterminal aus Sicht eines Bedieners;
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Zigarettenherstellmaschine, bei der sich das Bedienterminal
in einer ersten Bedienposition befindet;
- Fig. 4
- die Zigarettenherstellmaschine aus Fig. 3, bei der sich das Bedienterminal in einer
zweiten Bedienposition befindet;
- Fig. 5
- eine erfindungsgemäße Maschinenanordnung umfassend zwei Zigarettenherstellmaschinen;
und
- Fig. 6
- eine Zigarettenherstellmaschine des Standes der Technik.
[0016] Zunächst sei der Stand der Technik anhand von Fig. 6 erläutert. Eine Zigarettenherstellmaschine
111 der Anmelderin umfasst in an sich bekannter Weise eine Verteilereinheit (VE) 112,
eine Strangeinheit (SE) 113 und einen Filteransetzer (MAX) 114. An der Strangeinheit
113 ist ein Bedienterminal 115 mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm 116 angeordnet,
der über eine entsprechende graphische Benutzeroberfläche die Bedienung der Zigarettenherstellmaschine
111 ermöglicht. Das Bedienterminal 115 ist zu diesem Zweck mit einer elektronischen
Steuerungsvorrichtung 121 für die Maschinensteuerung verbunden, die in Fig. 6 nur
schematisch gezeigt und positioniert ist.
[0017] Die Strangeinheit 113 und der Filteransetzer 114 weisen jeweils eine Maschinenhaube
117 bzw. 118 auf, die zwischen einer Geschlossenstellung (Betriebsstellung) und einer
Offenstellung, in der der Innenraum der Maschine zugänglich ist, verstellbar ist.
Die Verteilereinheit 112 weist eine zwischen einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung
verstellbare Maschinenkomponente 119 auf, die im Folgenden ebenfalls als Maschinenhaube
bezeichnet wird. Der Begriff Haube wird im Rahmen dieser Anmeldung ganz allgemein
so verstanden, dass er ein äußeres Gehäuseteil umfasst, das zwischen einer Offenstellung
und einer Geschlossenstellung verstellbar ist und in der Offenstellung Zugang zu einem
in der Geschlossenstellung unzugänglichen Bereich der Maschine verschafft.
[0018] Die Haube 117 der Strangeinheit SE wird über eine separate Bedienkonsole (Formatkonsole)
120 verstellt. Die Hauben 118, 119 werden beispielsweise über das Bedienterminal 115
verstellt. Die Hauben 117 bis 119 sind von einer Bedienposition an dem Bedienterminal
115 aus nicht sämtlich optimal einsehbar. Beispielsweise ist der dem Bedienterminal
115 zugewendete Bediener von der Haube 118 des Filteransetzers 114 abgewendet.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Fig. 1 bis Fig. 5 erläutert.
[0020] Die Maschinenanordnung gemäß Fig. 3 und Fig. 4 umfasst eine Zigarettenherstellungsmaschine
11. Dabei entsprechen um 100 verringerte Bezugszeichen den Bezugszeichen aus Fig.
6.
[0021] Die erfindungsgemäße Bedienvorrichtung 27 gemäß den Fig. 1 und Fig. 2 umfasst ein
Bedienterminal 15 mit berührungsempfindlichem Bildschirm 40, Notausschalter 32 und
weiteren herkömmlichen Bedienelementen 33 bis 35. Zusätzlich zu den einhändig zu bedienenden
Bedienelementen 32 bis 35 weist das Bedienterminal 15 beidhändig zu bedienende Bedienelemente
36, 37 auf. Dies sind Paare von Bedienelementen, wobei sich jeweils ein Bedienelement
36a bzw. 37a eines Paars am linken Rand und das andere Bedienelement 36b bzw. 37b
des Paars am rechten Rand des Bedienterminals 15 befindet. Jedem Paar 36a, 36b bzw.
37a, 37b von Bedienelementen ist eine bestimmte Bedienfunktion zugeordnet, die nur
dann durchgeführt wird, wenn beide Bedienelemente 36a, 36b bzw. 37a, 37b des Paars
gleichzeitig betätigt werden. Beispielsweise ist dem Paar 36a, 36b von Bedienelementen
die Funktion "Maschinenhaube öffnen" und dem Paar 37a, 37b von Bedienelementen die
Funktion "Maschinenhaube schließen" zugeordnet. Eine Maschinenhaube 17, 18, 19 kann
dabei nur durch gleichzeitiges Betätigen der Bedienelemente 36a, 36b geöffnet und
durch gleichzeitiges Betätigen der Bedienelemente 37a, 37b geschlossen werden, was
eine vorteilhafte beidhändige Bedienung erzwingt.
[0022] Die beidhändig zu bedienenden Bedienelemente 36a, 36b, 37a, 37b sind vorzugsweise
als Taster ausgeführt, so dass der Bediener diese während des gesamten Betätigungsvorgangs
beidhändig gedrückt halten muss, so dass die vorteilhafte beidhändige Bedienung über
den gesamten Bedienvorgang erzwungen wird. Die separaten Taster 36a, 36b bzw. 37a,
37b zum Öffnen und Schließen der Hauben ermöglichen ein schnelles Umschalten von Öffnen
auf Schließen und umgekehrt.
[0023] Die Bedienelemente 36, 37 sind vorzugsweise auf Augenhöhe angeordnet. Durch die Anordnung
der Bedienelemente 36, 37 auf Höhe des Bildschirms 40 ergibt sich eine vorteilhafte
Bedienergonomie. Der Standort des Bedieners 23 für die Haubenbedienung ist vorteilhaft
der gleiche wie für die Bedienung des Bildschirms 40. Die aufgrund der beidhändigen
Bedienung festgelegte Position des Bedieners 23 führt dazu, dass der Bediener 23 die
Bewegung der zu verstellenden Haube über den gesamten Verstellvorgang im Blick hat.
[0024] Das erfindungsgemäße Bedienterminal 15 ist um eine vertikale Achse 22 schwenkbar
gelagert, siehe Fig. 1 (Ansicht von oben). Das Bedienterminal 15 ist vorzugsweise
über einen Schwenkarm 25 mit der Schwenkachse 22 verbunden. Der Schwenkarm 25 kann
vorteilhaft an dem Bedienterminal 15 schwenkbar angelenkt sein, siehe Fig. 3 und Fig.
4.
[0025] Die Bedienvorrichtung 27 umfasst eine Positionssensiereinrichtung 28 zur Ermittlung
der Position des Bedienterminals 15. In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wird
der Schwenkwinkel des Bedienterminals 15 vorteilhaft mittels Anschlägen 30 begrenzt,
an die ein mit dem Bedienterminal 15 fest verbundenes Anschlagelement 29 anschlägt.
In dieser Ausführungsform kann die Positionssensiereinrichtung 28 vorteilhaft entsprechende,
an den Anschlägen 30 angeordnete Endlagenschalter 31 aufweisen, die bei einem Anschlagen
des Anschlagelements 29 an den Anschlägen 30 betätigt werden. Mittels der Endlagenschalter
31 lassen sich die beiden Endpositionen des Schwenkterminals 15 auf einfache Weise
bestimmen.
[0026] Zusätzlich oder alternativ zu den Endlagenschaltern 31 kann die Positionssensiereinrichtung
28 einen mehrstufigen oder kontinuierlichen Positionssensor 26 umfassen, der vorteilhaft
ein 360°-Positionssensor sein kann. Diese Ausführung ist unter anderem dann vorteilhaft,
wenn keine Anschläge 30 vorgesehen sind, d.h. dass die Bedienvorrichtung 15 um die
vollen 360° um die Achse 22 schwenkbar ist; wenn mehr als zwei definierte Bedienpositionen
vorgesehen sind; oder wenn die Bedienpositionen zwischen den Endanschlagspositionen
angeordnet sind.
[0027] Sofern zwischen dem Bedienterminal 15 und der Aufhängung der Bedienvorrichtung 27
an der Maschinenanordnung 10 weitere Schwenkachsen vorgesehen sind, beispielsweise
falls das Bedienterminal 15 schwenkbar an dem Schwenkarm 25 angelenkt ist (siehe Fig.
3 bis Fig. 5), kann die Positionssensiereinrichtung 28 vorteilhaft weitere Positionssensoren
aufweisen, die den weiteren Schwenkachsen zugeordnet sind. Auf diese Weise kann die
Position des Bedienterminals 15 relativ zu der Maschinenanordnung 10 bestimmt werden.
[0028] Die Positionssensiereinrichtung 28 kann auch auf andere Weise als mit Endlagenschaltern
und/oder Schwenkgelenken zugeordneten Positionssensoren realisiert werden.
[0029] Zur Verstellung einer Maschinenhaube 17, 18, 19 der Zigarettenherstellmaschine 11
ergreift der Bediener 23 das Bedienterminal 15 mit beiden Händen 24 insbesondere an
den seitlichen Rändern des Bedienterminals 15 und schwenkt das Bedienterminal 15 in
eine der zu verstellenden Maschinenhaube zugeordnete Bedienposition. Wenn der Bediener
23 der Zigarettenherstellmaschine 11 beispielsweise die Haube 17 der Strangeinheit
13 und/oder die Haube 19 der Verteilereinheit 12 zu verstellen beabsichtigt, schwenkt
er das Bedienterminal 15 in die in Fig. 3 gezeigte Position. Die Positionssensiereinrichtung
28 ermittelt die Position des Bedienterminals 15 und übermittelt ein entsprechendes
Positionssignal an die Steuerungseinrichtung 21. Die Steuerungseinrichtung 21 gibt
auf der Grundlage des Positionssignals eine Verstellung der Hauben 17 und/oder 19
mittels des Bedienterminals frei und sperrt eine Verstellung der Haube 18 des Filteransetzers
14, die bei der in Fig. 3 gezeigten Position des Bedienterminals 15 nicht optimal
einsehbar ist.
[0030] In einer bevorzugten Variante können in der in Fig. 3 gezeigten Position des Bedienterminals
beide gut einsehbaren Hauben 17 und 19 gemeinsam verstellbar sein, insbesondere mittels
der Taster 36, 37. Zusätzlich oder alternativ können die Hauben 17, 19 einzeln verstellbar
sein. Es kann auch über den Bildschirm 40 des Bedienterminals 15 auswählbar sein,
ob die Hauben 17, 19 gemeinsam oder eine einzelne Haube 17 oder 19 mittels der entsprechenden
Bedienelemente 36, 37 verstellbar sein sollen bzw. soll. Im Falle der Fig. 3 können
auf dem Bildschirm beispielsweise drei betätigbare Schaltflächen "Hauben VE+SE", "Haube
SE" und "Haube VE" angezeigt werden, von denen eine beispielsweise voreingestellt
sein kann. In einer weiteren Ausführungsform kann in der in Fig. 3 gezeigten Position
des Bedienterminals 15 beispielsweise nur die Haube 17 der Strangeinheit 13 verstellbar
sein, während für die Verstellung der Haube 19 der Verteilereinheit 12 eine separate
Bedienposition mit einem insbesondere weiter im Uhrzeigersinn verschwenkten Bedienterminal
15 vorgesehen ist.
[0031] Wenn der Bediener der Zigarettenherstellmaschine 11 die Haube 18 des Filteransetzers
14 zu verstellen beabsichtigt, schwenkt er das Bedienterminal 15 in die in Fig. 4
gezeigte Position. Die Positionssensiereinrichtung 28 ermittelt die Position des Bedienterminals
15 und übermittelt ein entsprechendes Positionssignal an die Steuerungseinrichtung
21. Die Steuerungseinrichtung 21 gibt auf der Grundlage des Positionssignals eine
Verstellung der Haube 19 frei und sperrt eine Verstellung der Hauben 17 und 19, die
bei der in Fig. 4 gezeigten Position des Bedienterminals 15 nicht optimal einsehbar
sind.
[0032] In der Ausführungsform gemäß Fig. 5 umfasst die Maschinenanordnung 10 zwei Zigarettenherstellmaschinen
11, 11'. Das Bedienterminal 15, das vorteilhaft einer Zigarettenherstellmaschine 11
zugeordnet ist, ist zur Verstellung sämtlicher Hauben 17, 18, 19, 17', 18', 19' der
Zigarettenherstellmaschinen 11, 11' eingerichtet. Die Verstellung der Hauben 17, 18,
19 der Zigarettenherstellmaschine 11 kann ähnlich wie anhand der Fig. 3 und Fig. 4
beschrieben erfolgen. Zur Bedienung der Hauben 17', 18', 19' der Zigarettenherstellmaschine
11' ist mindestens eine weitere, in Fig. 5 gezeigte Schwenkposition des Bedienterminals
15 vorgesehen, in der der Bediener 23 der Zigarettenherstellmaschine 11' zugewandt
ist. In der in Fig. 5 gezeigten Bedienposition gibt die Steuerungseinrichtung 21 auf
der Grundlage des Positionssignals der Positionssensiereinrichtung 28 eine Verstellung
der Hauben 17', 18', 19' der Zigarettenherstellmaschine 11' mittels des Bedienterminals
15 frei und sperrt eine Verstellung der Hauben 17, 18, 19 der Zigarettenherstellmaschine
11, die bei der in Fig. 5 gezeigten Position des Bedienterminals 15 nicht optimal
einsehbar sind. In der Ausführungsform gemäß Fig. 5 weist der Schwenkarm 15 beispielsweise
zwei schwenkbar miteinander verbundene Armsegmente 38, 39 auf.
[0033] Wie im vorstehenden dargelegt wurde, kann eine Verstellung sämtlicher Maschinenhauben
17, 18, 19, 17', 18', 19' der Maschinenanordnung durch ein Bedienterminal 15 erfolgen.
Zusätzliche Bedienkonsolen, wie beispielsweise die Formatkonsole 120 des Standes der
Technik (siehe Fig. 1), können somit erfindungsgemäß entfallen. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Zweihandbedienung der Bedienelemente 36, 37 entfällt des Weiteren die im Stand der
Technik gegebene Klemmgefahr zwischen der Haube 117 der Strangeinheit 113 und der
Formatkonsole 120.
1. Maschinenanordnung (10) der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend eine Mehrzahl
von räumlich beabstandet angeordneten, von einem Bediener nicht gleichzeitig optimal
einsehbaren verstellbaren Maschinenkomponenten (17-19), ein Bedienterminal (15), das
die Verstellung der Maschinenkomponenten (17-19) durch einen Bediener ermöglicht,
und eine Steuerungseinrichtung (21), die zur Steuerung der Maschinenkomponenten (17-19)
gemäß den Eingaben des Bedieners über das Bedienterminal (15) eingerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienterminal (15) um eine vertikale Achse (22) schwenkbar gelagert ist, wobei
die Steuerungseinrichtung (21) zur Freigabe oder Sperrung der Bedienung mindestens
einer Maschinenkomponente (17-19) je nach der Schwenkposition des Bedienterminals
(15) eingerichtet ist.
2. Maschinenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienterminal (15) zur beidhändigen Bedienung eingerichtet ist.
3. Maschinenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an seitlichen Rändern des Bedienterminals (15) jeweils entsprechende Bedienelemente
(36a, 36b; 37a, 37b) vorgesehen sind, die nur bei gleichzeitiger Betätigung eine Verstellung
einer Maschinenkomponente (17-19) gestatten.
4. Maschinenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienelemente (36a, 36b; 37a, 37b) Taster sind.
5. Maschinenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienterminal (15) manuell verschwenkbar ist.
6. Maschinenanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschwenkmoment des Bedienterminals (15) so weit erhöht ist, dass eine kontrollierte
Verschwenkung des Bedienterminals (15) nur beidhändig möglich ist.
7. Maschinenanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rastung zum Fixieren des Bedienterminals (15) in definierten Bedienpositionen
vorgesehen ist.
8. Maschinenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Positionssensiereinrichtung (28) zur Erfassung der Schwenkposition des Bedienterminals
(15) vorgesehen ist.
9. Maschinenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionssensiereinrichtung (28) mindestens einen Endlagenschalter (31) umfasst.
10. Maschinenanordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionssensiereinrichtung (28) mindestens einen 360°-Positionssensor (26) umfasst.
11. Maschinenanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinenkomponente (17-19) eine zwischen einer Öffnungs- und einer Geschlossenstellung
verstellbare Maschinenhaube ist.
12. Verfahren zur Steuerung einer Maschinenanordnung der Tabak verarbeitenden Industrie
mit einer Mehrzahl von räumlich beabstandet angeordneten, von einem Bediener nicht
gleichzeitig optimal einsehbaren verstellbaren Maschinenkomponenten und einem Bedienterminal,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienterminal um eine vertikale Achse schwenkbar gelagert ist und das Verfahren
das Freigeben oder Sperren der Bedienung mindestens einer Maschinenkomponente je nach
der Schwenkposition des Bedienterminals umfasst.