[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren einer Fangvorrichtung
einer Aufzugskabine während der Montage einer Aufzugsanlage.
[0002] Während der Montage einer Aufzugsanlage wird heutzutage vermehrt das Dach der Aufzugskabine
als Arbeitsplattform von den Monteuren verwendet. Dies ist insbesondere bei der gerüstlosen
Montage von Aufzügen der Fall. Hierbei wird die Kabine während der Montage der Anlage
an einem Kettenzug oder einer vergleichbaren Hebeeinrichtung aufgehängt, welche ihrerseits
im Schachtkopf befestigt ist. Mithilfe des Kettenzugs wird die Kabine vom Aufzugsmonteur
im Schacht an die von ihm gewünschte Position verfahren, und anschliessend kann der
Aufzugsmonteur vom Kabinendach aus seine Arbeiten während der Installation vornehmen.
[0003] Befinden sich nun ein oder mehrere Aufzugsmonteure auf der Kabine, so muss sichergestellt
werden, dass die Kabine sich im Schacht nicht in unerwünschter Weise bewegt. Insbesondere
muss sichergestellt sein, dass bei Ausfall des Kettenzugs die Kabine nicht im Schacht
abstürzt. Gleichzeitig muss es für den Monteur jedoch möglich sein, die Kabine problemlos
an die von ihm gewünschte Stelle zum Ausführen der notwendigen Arbeiten zu verfahren.
[0004] Um dies zu realisieren, ist beispielsweise in der
EP 1 254 070 vorgeschlagen, bewegliche Haken an der Aufzugskabine anzubringen, die über ein Seil
vom Monteur in eine Position gebracht werden, in der sie sich an den Bügeln, welche
zur Fixierung der Führungsschienen verwendet werden, einhaken bzw. dort einrasten.
Die Haken werden vom Monteur in die Einrastposition gebracht, wenn er auf dem Kabinendach
arbeitet. Sie können mit Hilfe des Seils gelüftet werden, so dass sie nicht in die
entsprechenden Befestigungen für die Führungsschienen eingreifen. Anschliessend kann
der Monteur die Kabine verfahren. Der Nachteil ist hierbei, dass die Befestigungselemente
für die Führungsschienen unter Umständen relativ weit voneinander im Schacht angebracht
sind. So kann der Monteur nur gewisse Positionen im Schacht mit der Kabine einnehmen,
nämlich solche, bei denen die Haken in der Nähe der Befestigungselemente sind. In
anderen Positionen würde die Kabine bei Ausfall des Kettenzuges relativ weit fallen,
bevor die Haken in den Befestigungselementen eingreifen, was zu einer Gefährdung des
Monteurs führen könnte.
[0005] WO 98/40305 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren einer Fangvorrichtung
einer Aufzugskabine gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine Vorrichtung anzugeben,
welche eine beliebige Kabinenposition während der Montage ermöglicht und welche eine
Abwärtsbewegung im Fall des Ausfalls des Kettenzuges verhindert.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren einer
Fangvorrichtung einer Aufzugskabine während der Montage einer Aufzugsanlage, wobei
die Vorrichtung ein Betätigungselement aufweist, welches dazu vorgesehen ist, an einer
Kabine befestigt zu werden, wobei das Betätigungselement in einer ersten Position
derart auf die Fanvorrichtung wirkt, dass die Fangvorrichtung aktiviert ist und wobei
das Betätigungselement bei Betätigung durch einen Monteur in eine zweite Position
bringbar ist, in der es keine Wirkung auf die Fangvorrichtung ausübt.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die an der Aufzugskabine ohnehin
angebrachte Fangvorrichtung für die Sicherung der Kabine während der Montage verwendet
werden kann. Damit die Kabine bei Ausfall des Tragmittels gar nicht erst beschleunigt,
muss die Fangvorrichtung jedoch aktiviert sein. Das heisst, die Reibbeläge oder Keile
der Fangvorrichtung müssen in einer Position sein, dass sie sich bei geringster Abwärtsbewegung
der Kabine sofort verkeilen und die Kabine sicher an den Führungsschienen halten ohne
dass es überhaupt zu einer Beschleunigung der Kabine kommt. Sind die Reibbeläge oder
Keile jedoch in einer solchen Position, so kann die Kabine nicht verfahren werden,
da die Fangvorrichtung zumindest bei Abwärtsbewegung der Kabine dann sofort greifen
würde. Daher kann der Monteur mittels der Erfindung die Fangvorrichtung deaktivieren,
wenn er während der Montage die Kabine im Schacht verfahren möchte. Er kann die Fangvorrichtung
wiederum aktivieren, wenn die Kabine an einer bestimmten Position längere Zeit steht
und er Arbeiten auf dem Dach ausführen möchte.
[0009] Zur Bedienung (Aktivierung und Deaktivierung) der Fangvorrichtung, wird ein einfaches
Betätigungselement vorgeschlagen, welches vom Monteur genau dann betätigt wird, wenn
er die Kabine bewegen möchte. Durch die Betätigung des Betätigungselementes wird die
Fangvorrichtung in den deaktivierten Zustand gebracht. Hierunter wird ein Zustand
verstanden, bei dem sich die Reibbelege bzw. Keile der Fangvorrichtung nicht unmittelbar
bei Abwärtsbewegung der Kabine verkeilen und die Kabine zum Stillstand bringen, sondern
bei dem die Fangvorrichtung ganz normal bei Übergeschwindigkeit der Kabine durch den
Geschwindigkeitsbegrenzer auggelöst wird. Beendigt der Monteur die Betätigung des
Betätigungselements wieder, so geht es in seine ursprüngliche Position zurück und
die Fangvorrichtung ist wiederum aktiviert, so dass sie bei Ausfall des Kettenzuges
sofort einfallen würde. Die Vorrichtung mit dem Betätigungselement hat den Vorteil,
dass der Monteur direkt durch eigene Aktion die Fangvorrichtung von der deaktivierten
in die aktivierte Position bringen kann, so dass ihm höchste Sicherheit gewährleistet
wird. Er kann jedoch die Fangvorrichtung durch Betätigung des Betätigunselements auch
in die deaktivierte Position bringen, so dass er die Kabine verfahren kann. All dies
kann idealerweise vom Dach der Aufzugskabine geschehen, so dass er seine Arbeitsplattform
nicht verlassen muss.
[0010] Ein weiterer Vorteil ist, dass ohnehin vorhandene Sicherheitselemente, wie die Fangvorrichtung,
für die Sicherheit während der Montage verwendet werden. Es müssen keine zusätzlichen
aufwändigen Sicherheitselemente an der Kabine angebracht werden. Der Monteur muss
lediglich die Vorrichtung mit dem Betätigungselement auf dem Kabinendach anbringen,
so dass sie ihre Wirkung auf die Fangvorrichtung entfalten kann und er selbst in der
Lage ist, das Betätigungselement zum Verfahren der Kabine zu bedienen. Vorteilhaft
ist ausserdem, dass das Betätigungselement vom Monteur genau dann bedient werden muss,
wenn er die Kabine verfahren möchte. Während die Kabine also steht und das Kabinendach
als Montageplattform verwendet wird, braucht das Betätigungselement der Vorrichtung
vom Monteur nicht betätigt zu werden und verlangt daher auch keine zusätzliche Aufmerksamkeit.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass das Betätigungselement in
der ersten Position derart auf ein Geschwindigkeitsbegrenzerseil wirkt, dass die mit
dem Geschwindigkeitsbegrenzerseil verbundene Fangvorrichtung aktiviert ist. Hierbei
wird das Geschwindigkeitsbegrenzerseil, welches ohnehin auf die Fangvorrichtung wirkt,
als Übertragungselement zwischen dem Betätigungselement und der Fangvorrichtung verwendet.
Es werden somit Komponenten des Aufzuges für die Vorrichtung zum Aktiveren und Deaktivieren
der Fangvorrichtung verwendet, die ohnehin installiert werden müssen.
[0012] Alternativ zur Verwendung des Geschwindigkeitsbegrenzerseils ist es auch vorstellbar,
einen Haken oder eine lange Stange zu verwenden, die am Betätigungselement fixiert
ist und die ihrerseits bei Betätigung des Betätigungselements durch den Monteur die
Fangvorrichtung freigibt, so dass die Fangvorrichtung deaktiviert ist. In beiden Fällen
ist das Betätigungselement mit dem jeweiligen Element (Geschwindigkeitsbegrenzerseil
oder Haken) zur Übertragung der Bewegung wirkverbunden.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass das Betätigungselement eine
Aussparung aufweist, innerhalb derer das Geschwindigkeitsbegrenzerseil führbar ist.
Das Betätigungselement umfasst somit das Geschwindigkeitsbegrenzerseil, und dies ermöglicht
eine gute Übertragung der Bewegung des Betätigungselements auf das Geschwindigkeitsbegrenzerseil.
[0014] Eine weitere vorteilhaft Ausbildung besteht darin, dass das Betätigungselement Klemmbacken
aufweist, die das Geschwindigkeitsbegrenzerseil fixieren, wenn sich das Betätigungselement
gegen die erste Position bewegt und die das Geschwindigkeitsbegrenzerseil freigeben,
wenn sich das Betätigungselement gegen die zweite Position bewegt. Wird das Betätigungselement
vom Monteur in die zweite Position gebracht, so lösen sich die Klemmbacken, und das
Geschwindigkeitsbegrenzerseil wird freigegeben. Damit übt das Betätigungselement bzw.
die Vorrichtung keine Kraft mehr auf das Geschwindigkeitsbegrenzerseil aus, wodurch
die Wirkung des Betätigungselements auf die Fangvorrichtung aufgehoben ist. Damit
kann die Fangvorrichtung in den deaktivierten Zustand übergehen und die Kabine verfahren
werden.
[0015] Alternativ zu den am Bestätigungselement angeordneten Klemmbacken kann die Vorrichtung
auch über ein Anschlagselement verfügen, welches derart am Geschwindigkeitsbegrenzerseil
fixierbar ist, dass das Betätigungselement in der ersten Position eine vertikal nach
oben gerichtete Kraft auf das Anschlagselement ausübt. Ist das Betätigungselement
in der ersten Position, so drückt es von unten gegen das Anschlagselement. Das Anschlagselement
selbst ist wiederum am Geschwindigkeitsbegrenzerseil fixiert, so dass durch das nach
oben gedrückte Anschlagselement auch das Geschwindigkeitsbegrenzerseil nach oben gezogen
wird. Hierdurch wirkt in der ersten Position das Betätigungselement derart auf die
Fangvorrichtung, dass sie aktiviert ist. Wird nun das Betätigungselement vom Monteur
betätigt so lässt die von unten auf das Anschlagselement ausgeübte Kraft nach bzw.
es wird gar keine Kraft mehr ausgeübt, und auch in diesem Fall wird das Geschwindigkeitsbegrenzerseil
freigegeben, so dass die Fangvorrichtung wieder in den deaktivierten Zustand übergehen
kann. Der Vorteil hierbei ist, dass das Anschlagselement vom Monteur an einer fein
justierbaren Position des Geschwindigkeitsbegrenzerseils angebracht werden kann, so
dass die Aktivierung der Fangvorrichtung optimal eingestellt werden kann.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht darin, dass das Betätigungselement
Widerlager zur Positionierung des Anschlagselements aufweist. Wird das Anschlagselement
am Geschwindigkeitsbegrenzerseil fixiert, so könnte es vorkommen, dass das Betätigungselement,
welches von unten gegen das Anschlagselement wirkt, in einer ungünstigen Position
ist, so dass das Anschlagselement am Betätigungselement vorbeirutscht und das Bestätigungselement
somit keine Wirkung erzielen könnte. Um sicherzustellen, dass das Anschlagselement
im Verhältnis zum Bestätigungselement immer in der richtigen Position angebracht wird,
sind daher Widerlager direkt am Betätigungselement angebracht.
[0017] Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass das Betätigungselement als Pedal
ausgebildet ist, welches gegen eine Rückstellkraft durch einen Monteur in die zweite
Position bringbar ist. Der Monteur muss daher lediglich mit dem Fuss oder der Hand
das entsprechende Pedal bedienen und die Fangvorrichtung wird durch diese einfache
Bedienung bereits freigegeben. Alternativ zur Ausbildung eines Pedals ist auch vorstellbar,
dass das Betätigungselement als eine Art Hebel ausgebildet ist, welcher vom Monteur
bedient werden muss.
[0018] Vorteilhafterweise wird die Rückstellkraft, gegen die der Monteur das Pedal bzw.
den Hebel bewegen muss, mittels einer Feder oder eines Federelements erzeugt. Die
Kraft, die vom Betätigungselement auf das Geschwindigkeitsbegrenzerseil bzw. die Stange
oder den Haken ausgeübt wird, wird somit durch dieses Federelement erzeugt. Gegen
diese Kraft bewegt der Monteur das Betätigungselement, so dass in jedem Fall auch
sichergestellt ist, dass das Betätigungselement nicht von allein von der ersten Position,
in der die Fangvorrichtung aktiviert ist, in die zweite Position, in der die Fangvorrichtung
deaktiviert ist, übergehen kann. Das Federelement kann hierbei beispielsweise als
Schraubenfeder ausgebildet sein, welche gegen das Betätigungselement wirkt. Das Federelement
kann jedoch auch in der Konstruktion des Betätigungselements selber realisiert sein,
in dem man einen Federstahl oder ein entsprechendes Material verwendet, welches die
gewünschte federnde bzw. kraftaufbringende Eigenschaft hat.
[0019] In einer Weiterbildung ist zwischen dem Anschlagselement und dem Betätigungselement
eine Feder angeordnet. Diese Feder dient zum Justieren der vertikal nach oben gerichteten
Kraft. Dies hat den Vorteil, dass selbst bei Anbringen des Anschlagselements in einer
etwas ungünstigen Position die vom Betätigungselement auf das Geschwindigkeitsbegrenzerseil
ausgeübte Kraft definiert ist, so dass auch die Aktivierung der Fangvorrichtung in
einem definierten Mass erfolgt.
[0020] Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist,
welches die Betätigungseinrichtung derart in sich aufnimmt, dass die betätigbare Fläche
der Betätigungseinrichtung limitiert ist. Dies hat den Vorteil, dass der Monteur die
Betätigungseinrichtung nicht aus Versehen bedienen kann und somit die Fangvorrichtung
deaktivieren könnte. Der Monteur muss aktiv die Betätigungseinrichtung an der Stelle
bedienen, wo es vorgesehen ist. Die Begrenzung der bedienbaren Fläche der Betätigungseinrichtung
sorgt auch dafür, dass die Sicherheit gebende Vorrichtung nicht derart manipuliert
werden kann, dass das Betätigungselement beispielsweise durch Auflegen einer schweren
Last in die zweite Position gebracht wird und die Fangvorrichtung somit dauerhaft
deaktiviert wäre.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Vorrichtung einen Sicherheitsschalter
aufweist, wobei der Sicherheitsschalter eine Bewegung der Kabine bzw. der Hebeeinrichtung
bei aktivierter Fangvorrichtung verhindert. Die Bewegung der Kabine bei aktivierter
Fangvorrichtung würde zumindest bei Abwärtsfahrt dazu führen, dass die Fangvorrichtung
unverzüglich eingreifen würde, da sie ja im aktivierten Zustand ist. Dies soll verhindert
werden, damit die Fangvorrichtung in solch einem Fall nicht erst wieder gelöst werden
müsste. Der Sicherheitsschalter an der Vorrichtung sorgt bei aktivierter Fangvorrichtung
über die Aufzugssteuerung daher dafür, dass ein Verfahren der Kabine unmöglich ist.
Erst wenn das Betätigungselement der Vorrichtung vom Monteur betätigt wird, wird durch
den Sicherheitsschalter der Sicherheitskreis geschlossen und die Kabine kann im Aufzugsschacht
verfahren werden.
[0022] Die Vorrichtung wird zum Verhindern des unbeabsichtigten Verfahrens einer Aufzugskabine
während der Montage einer Aufzugsanlage verwendet. Hierbei wird die Vorrichtung von
einem Monteur derart auf einer Aufzugskabine angebracht, dass das Betätigungselement
sich in der ersten Position befindet und vom Monteur in die zweite Position gebracht
werden kann, bevor die Kabine verfahren wird. Dies hat den Vorteil, dass die Vorrichtung
lediglich bei der Installation der Aufzugsmontage verwendet werden muss. Anschliessend
kann die Vorrichtung vom Monteur wieder entfernt werden, und er kann dieselbe Vorrichtung
für die Montage einer weiteren Aufzugsanlage verwenden.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben und erläutert.
Es zeigen:
Figur 1: Eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Aktivieren einer Fangvorrichtung,
Figur 2: Eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Aktivieren einer Fangvorrichtung,
Figur 3: Eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung zum
Aktivieren einer Fangvorrichtung,
Figur 4: Eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung zum
Aktivieren einer Fangvorrichtung.
Figur 5: Eine perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung
zum Aktivieren einer Fangvorrichtung,
Figur 6: Eine perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung
zum Aktivieren einer Fangvorrichtung
Figur 7: Eine schematische Darstellung der Funktion einer Ausführungsform der Vorrichtung
zum Aktivieren einer Fangvorrichtung.
[0024] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung der Vorrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren
einer Fangvorrichtung 40 einer Aufzugskabine 30. In Figur 1a ist die Fangvorrichtung
40 im aktivierten Zustand dargestellt, während die Fangvorrichtung 40 in Figur 1b
im deaktivierten Zustand dargestellt ist. Die Kabine 30 wird im nicht dargestellten
Aufzugsschacht entlang der Führungsschienen 60 verfahren. Hierbei wirkt die Fangvorrichtung
40 im Fall einer plötzlichen Abwärtsbewegung der Kabine 30 derart auf die Führungsschiene
60, dass die Kabine 30 möglichst unverzüglich zum Stillstand gebracht wird. Hierzu
sind in der Fangvorrichtung 40 Bremselemente 45, 46 (Reibelemente oder Keile) angeordnet,
welche im aktivierten Zustand in Figur 1a derart gegeneinander wirken, dass die Fangvorrichtung
40 sich mit der Führungsschiene 60 verkeilt, wenn die Kabine 30 eine Abwärtsbewegung
macht. In Figur 1b sind die Bremselemente 45 und 46 der Fangvorrichtung derart angeordnet,
dass die Kabine 30 nicht durch die Fangvorrichtung 40 an der Führungsschiene 60 festgehalten
wird.
[0025] Die Fangvorrichtung 40 wird in Figur 1a in einen aktivierten Zustand versetzt, indem
der Hebel 41 über den Drehpunkt 43 angehoben wird und so das Bremselement 46 zwischen
dem Bremselement 45 und der Führungsschiene 60 verkeilt. Dies bewirkt das Verkeilen
der Kabine 30 mit der Führungsschiene 60 durch die Fangvorrichtung 40, wenn die Kabine
eine Abwärtsbewegung macht. Das Anheben des Hebels 41 erfolgt in Figur 1a mit Hilfe
des Betätigungselements 1, welches sich in der Position P1 befindet. In der Position
P1 wird mittels des Hakens 13 der Hebel 41 gegen die Kraft, die durch ein Federelement
42 auf den Hebel 41 wirkt, angehoben. Dadurch wird das Bremselement 46 gegen das Bremselement
45 verschoben, und die Fangvorrichtung 40 ist in der aktivierten Position. Das Betätigungselement
1 wird vom Monteur auf dem Dach der Kabine 30 derart angebracht, dass es in Position
P1 angeordnet ist und die Fangvorrichtung 40 über den Haken 13 und den Hebel 41 aktiviert
ist.
[0026] In Figur 1b wird durch eine Aktion des Monteurs, beispielsweise durch Niedertreten
des Betätigungselements 1 die Fangvorrichtung 40 in den deaktivierten Zustand versetzt.
Der Monteur kann das Betätigungselement 1 beispielsweise auch mit der Hand betätigen,
wenn es sich um eine Art Hebel handelt. Durch die Betätigung wird das Betätigungselement
1 von der Position P1 in Figur 1a in die Position P2 in Figur 1b gebracht. Dadurch
wird der Haken 13 derart bewegt, dass er den Hebel 41 der Fangvorrichtung 40 freigibt.
Der Hebel 41 wird nunmehr durch das Federelement 42 nach unten gezogen, so dass er
am Anschlagselement 44 anliegt. Dadurch werden die Bremselemente 45 und 46 der Fangvorrichtung
40 in eine Position gebracht, die dem deaktivierten Zustand der Fangvorrichtung 40
entspricht.
[0027] Beendet der Monteur nunmehr die Betätigung des Betätigungselements, so geht es in
die Position P1 zurück und über den Haken 13 wird der Hebel 41 der Fangvorrichtung
wieder angehoben, so dass die Fangvorrichtung 40 wieder aktiviert ist.
[0028] Figur 2 zeigt ebenfalls eine Vorrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren der Fangvorrichtung
40 einer Aufzugskabine 30. In diesem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung wirkt das
Betätigungselement 1 nicht über eine Haken 13 auf den Hebel 41 der Fangvorrichtung
40, sondern die Wirkung wird über das Seil 50 des Geschwindigkeitsbegrenzers erzielt.
Hierzu ist das Betätigungselement 1 in Figur 2 Position P1 mit dem Geschwindigkeitsbegrenzerseil
50 wirkverbunden. Das Betätigungselement 1 wirkt gegen die Kraft des Federelements
42, welche den Hebel 41 der Fangvorrichtung nach unten zieht, derart, dass über das
Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 der Hebel gegen diese Federkraft nach oben gezogen
wird. Hierzu übt das Betätigungselement 1 eine Kraft auf das wirkverbundene Geschwindigkeitsbegrenzerseil
50 nach oben in vertikaler Richtung aus, die mindestens der Kraft des Federelements
42 entspricht. Die Funktionalität der Fangvorrichtung 40 ist wie in Figur 1 beschrieben
und die Fangvorrichtung 40 ist in Figur 2a durch das Betätigungselement 1 aktiviert.
[0029] In Figur 2b wird durch Betätigung des Betätigungselements 1 durch den Monteur die
Fangvorrichtung 40 deaktiviert. Das Betätigungselement 1 wird von dem Monteur in die
Position P2 gebracht und die Wirkung des Betätigungselements 1 auf das mit dem Hebel
41 der Fangvorrichtung 40 verbundene Geschwindigkeitsbegrenzerseils 50 wird aufgehoben.
Dadurch kann der Hebel 41 der Fangvorrichtung 40 mittels der Kraft des Federelements
42 gegen den Anschlag 44 bewegt werden, die Bremselemente 45, 46 der Fangvorrichtung
40 werden somit gegeneinander verschoben und die Fangvorrichtung 40 ist deaktiviert.
In diesem Ausführungsbeispiel ist es ebenfalls möglich, dass das Betätigungselement
vom Monteur entweder durch Treten auf ein Pedal oder durch Ziehen oder Bewegen eines
Hebels in die Position P2 gebracht werden kann. Löst der Monteur Hand oder Fuss vom
Betätigungselement 1, so geht es automatisch wieder in die Position P1 über und wirkt
damit wieder auf das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50, welches wiederum über den Hebel
41 die Fangvorrichtung 40 aktiviert.
[0030] Figur 3 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung
zum Aktivieren und Deaktivieren der Fangvorrichtung 40 einer Aufzugskabine 30. Hierbei
ist das Betätigungselement 1 als Pedal ausgebildet. Das Pedal verfügt über eine Aussparung
11, in der das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 aufgenommen werden kann bzw. die das
Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 umgibt. Das Betätigungselement 1 ist beispielsweise
mittels eines Bolzens 6 in einem Gehäuse 4 der Vorrichtung angebracht. Das Betätigungselement
1 wirkt mit einer Kraft F1 die vertikal nach oben in Richtung des Geschwindigkeitsbegrenzerseils
50 gerichtet ist, gegen ein Anschlagselement 2. Das Anschlagselement 2 ist vom Monteur
am Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 befestigt. Das Anschlagselement 2 besteht in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei plattenartigen Körpern, die mittels Schrauben
derart am Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 fixiert werden, dass das Seil zwischen
ihnen verläuft. Das Anschlagselement 2 kann dabei in beliebiger Art und Weise ausgebildet
sein, es muss lediglich sichergestellt sein, dass es zuverlässig am Geschwindigkeitsbegrenzerseil
50 befestigt werden kann und dass das Betätigungselement 1 von unten gegen das Anschlagselement
2 mit der Kraft F1 wirken kann.
[0031] Zur besseren Positionierung des Anschlagselements 2 sind in dem Ausführungsbeispiel
Widerlager 12 am Betätigungselement angeordnet. Diese Widerlager 12 wirken gegen das
Anschlagselement 2, so dass es nicht vom Betätigungselement 1 abrutschen kann. Die
Widerlager 12 können einfache Metallgrate sein, wie in dem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Die Widerlager können jedoch auch auf andere Weise realisiert werden. Das Betätigungselement
1 ist in dem Gehäuse 4 so angeordnet, dass Vorsprünge oder Ränder des Gehäuses 4 über
das Betätigungselement 1 hinausragen, so dass die Aktivitätsfläche des Betätigungselement
1 begrenzt ist. Dadurch wird gewährleistet, dass ein Monteur nicht durch Auflegen
eines Steins oder einer grösseren, schweren Platte das Betätigungselement 1 dauerhaft
in die Position P2, in welcher die Fangvorrichtung 40 deaktiviert wäre, bringen kann.
Durch die Kraft F1, mit der das Betätigungselement 1 von unten auf das Anschlagselement
2 wirkt, wird das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 gegen die in Figur 3 nicht dargestellte
Kraft des Federelements 42 der Fangvorrichtung 40 angehoben und somit die Fangvorrichtung
40 aktiviert.
[0032] In Figur 4 ist dieselbe Ausführungsform perspektivisch aus einem anderen Winkel dargestellt.
Das Betätigungselement 1 wird durch die Feder bzw. das Federelement 3 mit der Kraft
F1 gegen das Anschlagselement 2 gedrückt, welches am Geschwindigkeitsbegrenzerseil
50 befestigt ist. Das Betätigungselement 1 befindet sich somit in der Position P1,
in der das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 gegen die Kraft des Federelements 42 angehoben
ist und die Fangvorrichtung 40 in aktivierter Position ist. Wird nun das Betätigungselement
1 durch einen Monteur gegen die Feder bzw. das Federelement 3 nach unten gedrückt,
so wirkt keine Kraft mehr auf das Anschlagselement 2 und das Geschwindigkeitsbegrenzerseil
50 wird durch die Kraft des Federelements 42, die auf den Hebel der Fangvorrichtung
40 wirkt, nach unten gezogen. Dadurch wird die Fangvorrichtung 40 deaktiviert.
[0033] Beendet der Monteur die Betätigung des Betätigungselements 1, so sorgt das Federelement
3 wiederum dafür, dass das Betätigungselement 1 wieder gegen das Anschlagselement
2 mit der Kraft F1 wirkt und das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 wieder nach oben
gezogen wird. Die Vorrichtung verfügt für das Betätigungselement 1 über einen Anschlag
7, der in dem Ausführungsbeispiel durch einen Bolzen realisiert ist. Das heisst, der
Monteur kann das Betätigungselement nicht weiter betätigen als bis zur definierten
Position P2. Das Anschlagselement 2 wird durch die Widerlager 12 in der Position gehalten,
so dass es nicht vom Betätigungselement 1 abrutschen kann während dieses in der Position
P1 ist und dadurch versehentlich die Fangvorrichtung 40 deaktiviert werden könnte.
[0034] Die Vorrichtung verfügt zusätzlich über einen Sicherheitsschalter 5, der dafür sorgt,
dass die Kabine nicht verfahren werden kann, wenn sich das Betätigungselement 1 in
der Position P1 befindet, also in der Position, in der die Fangvorrichtung aktiviert
ist.
[0035] Figur 5 zeigt eine perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der
Vorrichtung. Das Betätigungselement 1, 1' umfasst bei dieser Ausführung ein erstes
Pedalelement 1, welches vom Monteur nach unten gedrückt wird. Dieses erste Pedalelement
1 wirkt auf ein zweites Pedalelement 1', welches gegen die Federkraft F1 der Feder
3 zur Deaktivierung der Fangvorrichtung 40 nach unten gedrückt wird. Der Monteur muss
zur Betätigung des ersten Pedalelements 1 somit die Kraft aufbringen, die die Wirkung
der Feder 3 kompensiert. Das erste Pedalelement 1 hat dabei eine Schwenkachse am Bolzen
8, das zweite Pedalelement 1' eine Schwenkachse am Bolzen 6 und einen Anschlag am
Bolzen 7. Durch die Betätigung der Pedalelemente 1, 1' wird die vertikal nach oben
gerichtete Kraft F1 auf das Anschlagselement 2 aufgehoben und damit die Wirkung auf
das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 ebenso aufgehoben. Die Fangvorrichtung 40 kann
von dem aktivierten in den deaktivierten Zustand übergehen. Das Pedalelement 1' verfügt
über ein Widerlager 12 zur Positionierung des Anschlagelements 2 und die Pedalelemente
1, 1' sind wiederum in einem Gehäuse 4 untergebracht, welches die Gefahr einer Fehlbedienung
durch den Monteur minimiert.
[0036] In Figur 6 ist dieselbe Ausführungsform perspektivisch aus einem anderen Winkel dargestellt.
Das Pedalelement 1' wird durch die Feder bzw. das Federelement 3 mit der Kraft F1
gegen das Anschlagselement 2 gedrückt, welches am Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50
befestigt ist. Das Pedalelement 1' befindet sich somit in der Position P1, in der
das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 gegen die Kraft des Federelements 42 angehoben
ist und die Fangvorrichtung 40 in aktivierter Position ist. Wird nun das Pedalelement
1 durch einen Monteur nach unten gedrückt, so wird das Pedalelement 1' gegen die Feder
bzw. das Federelement 3 ebenso nach unten gedrückt. Es wirkt keine Kraft mehr auf
das Anschlagselement 2, und das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 wird durch die Kraft
des Federelements 42, die auf den Hebel der Fangvorrichtung 40 wirkt, nach unten gezogen.
Dadurch wird die Fangvorrichtung 40 deaktiviert. Die Feder bzw. das Federelement 3
ist in diesem Ausführungsbeispiel durch zwei Federn realisiert, die beidseitig an
den Rändern des Pedalelements 1' angeordnet sind. Durch den zweiteiligen Aufbau des
Betätigungselements 1, 1' und die beidseitige Anordnung der Federelemente 3 ist eine
geführte Abwärtsbewegung des Pedalelements 1' gewährleistet, so dass sowohl Kraft
als auch Richtung der Bewegung des Pedalelements 1' gut kontrolliert werden können.
[0037] Figur 7 zeigt noch einmal eine schematische Darstellung der Wirkungsweise der Pedalelemente
1, 1' des Betätigungselements. In Figur 7a ist das Betätigungselement 1, 1' in der
Position P1. Das Pedalelement 1' wird durch das Federelement 3 gegen das Anschlagselement
2 gedrückt. Das Anschlagselement 2 ist am Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 befestigt,
welches nach oben gedrückt wird und damit ist die Fangvorrichtung 40 aktiviert. In
Figur 7b ist das Pedalelement 1 des Betätigungselements durch einen Monteur betätigt
worden. Das Pedalelement 1 schwenkt um die Schwenkachse, die durch den Bolzen 8 gebildet
wird. Hierdurch wird der Stempel 9 gegen das zweite Pedalelement 1' bewegt und drückt
dieses gegen die Federkraft des Federelements 3 nach unten. Alternativ kann der Stempel
auch am zweiten Pedalelement 1' angeordnet sein, so dass das erste Pedalelement 1
bei Betätigung auf den Stempel wirkt. Damit ist das Betätigungselement 1, 1' in Position
P2. Die Schwenkachse des zweiten Pedalelements 1' wird dabei durch den Bolzen 6 gebildet.
Die Vorrichtung weist einen Anschlag 7 auf, so dass das zweite Pedalelement 1' nur
bis zu einem definierten Punkt heruntergedrückt werden kann. Durch die Abwärtsbewegung
des zweiten Pedalelements 1' wird das Anschlagselement 2 frei und die nach oben gerichtete
Kraft F1 auf das Geschwindigkeitsbegrenzerseil 50 wird aufgehoben. Dadurch wird die
Fangvorrichtung deaktiviert. Das zweite Pedalelement 1' kontaktiert den Sicherheitsschalter
5 und die Kabine 30 kann verfahren werden.
1. Vorrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren einer Fangvorrichtung einer Aufzugskabine
während der Montage einer Aufzugsanlage,
wobei die Vorrichtung ein Betätigungselement (1, 1') aufweist, welches dazu vorgesehen
ist, an einer Kabine (30) befestigt zu werden,
wobei das Betätigungselement (1, 1') in einer ersten Position (P1) derart auf die
Fangvorrichtung (40) wirkt, dass die Fangvorrichtung aktiviert ist,
wobei das Betätigungselement (1, 1') bei Betätigung durch einen Monteur in eine zweite
Position (P2) bringbar ist, in der es keine Wirkung auf die Fangvorrichtung (40) ausübt
und
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung ein Gehäuse (4) aufweist, welches die Betätigunseinrichtung (1, 1')
derart in sich aufnimmt, dass die betätigbare Fläche der Betätigungseinrichtung durch
über das Betätigungselement hinausragende Vorsprünge oder Ränder des Gehäuses (4)
limitiert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Betätigungselement (1, 1') in der ersten Position
(P1) derart auf ein Geschwindigkeitsbegrenzerseil (50) wirkt, dass die mit dem Geschwindigkeitsbegrenzerseil
verbundene Fangvorrichtung (40) aktiviert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Betätigungselement (1, 1') eine Aussparung
(11) aufweist, innerhalb derer das Geschwindigkeitsbegrenzerseil (50) führbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Betätigungselement
(1, 1') Klemmbacken aufweist, die das Geschwindigkeitsbegrenzerseil (50) fixieren,
wenn sich das Betätigungselement (1, 1') gegen die erste Position (P1) bewegt und
die das Geschwindigkeitsbegrenzerseil (50) freigeben, wenn sich das Betätigungselement
(1, 1') gegen die zweite Position (P2) bewegt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei die Vorrichtung ein Anschlagselement
(2) für das Betätigungselement (1, 1') aufweist, wobei das Anschlagselement (2) derart
am Geschwindigkeitsbegrenzerseil (50) fixierbar ist, dass das Betätigungselement (1,
1') in der ersten Position (P1) eine vertikal nach oben gerichtete Kraft (F1) auf
das Anschlagselement (2) ausübt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei das Betätigungselement (1, 1') Widerlager (12)
zur Positionierung des Anschlagselements (2) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Betätigungselement
(1, 1') als Pedal ausgebildet ist, welches gegen eine Rückstellkraft durch einen Monteur
in die zweite Position (P2) bringbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Rückstellkraft durch ein Federelement (3) erzeugt
wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei zwischen dem Anschlagselement (2) und dem Betätigungselement
(1, 1') ein Federelement angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung einen Sicherheitsschalter
(5) aufweist, wobei der Sicherheitsschalter eine Bewegung der Kabine (30) bei aktivierter
Fangvorrichtung verhindert.
11. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, zum Verhindern des
unbeabsichtigten Verfahrens einer Aufzugskabine während der Montage einer Aufzugsanlage,
wobei die Vorrichtung von einem Monteur auf einer Aufzugskabine (30) derart angebracht
wird, dass das Betätigungselement (1, 1') sich in der ersten Position (P1) befindet
und vom Monteur in die zweite Position (P2) gebracht wird, bevor die Kabine (30) verfahren
wird.
1. Device for activating and deactivating a safety brake device of a lift cage during
assembly of a lift installation,
wherein the device comprises an actuating element (1, 1') provided for the purpose
of being attached to a cage (30),
wherein the actuating element (1, 1') in a first position (P1) so acts on the safety
brake device (40) that the safety brake device is activated, and
wherein the actuating element (1, 1') when actuated can be brought by an engineer
into a second position (P2) in which it does not exert any action on the safety brake
device (40) characterised in that
the device comprises a housing (40) which receives the actuating device (1, 1') such
that
the actuable area of the actuating device is limited by projections or edges of the
housing (4) which protrude beyond the actuating element.
2. Device according to claim 1, wherein the actuating element (1, 1') in the first position
(P1) so acts on a speed limiter cable (50) that the safety brake device (40), which
is connected with the speed limiter cable, is activated.
3. Device according to claim 1 or 2, wherein the actuating element (1, 1') has a cutout
(11) within which the speed limiter cable (50) can be guided.
4. Device according to any one of the preceding claims, wherein the actuating element
(1, 1') comprises clamping jaws which fix the speed limiter cable (50) when the actuating
element (1, 1') moves towards the first position (P1) and which release the speed
limiter cable (50) when the actuating element (1, 1') moves towards the second position
(P2).
5. Device according to one of claims 2 and 3, wherein the device comprises an abutment
element (2) for the actuating element (1, 1'), wherein the abutment element (2) is
so fixable to the speed limiter cable (50) that the actuating element (1, 1') in the
first position (P1) exerts a vertically upwardly directed force (F1) on the abutment
element (2).
6. Device according to claim 5, wherein the actuating element (1, 1') has counter-bearings
(12) for positioning the abutment element (2).
7. Device according to any one of the preceding claims, wherein the actuating element
(1, 1') is constructed as a pedal which can be brought by an engineer into the second
position (P2) against a restoring force.
8. Device according to claim 7, wherein the restoring force is generated by a spring
element (3).
9. Device according to claim 5, wherein a spring element is arranged between the abutment
element (2) and the actuating element (1, 1').
10. Device according to any one of the preceding claims, wherein the device comprises
a safety switch (5) and wherein the safety switch prevents movement of the cage (30)
when the safety brake device is activated.
11. Use of a device according to any one of claims 1 to 10 for preventing unintended movement
of a lift cage during assembly of a lift installation, wherein the device can be so
mounted on a lift cage (30) by an engineer that the actuating element (1, 1') is disposed
in the first position (P1) and is brought by the engineer into the second position
(P2) before the cage (30) is moved.
1. Dispositif pour activer et désactiver un parachute d'une cabine d'ascenseur pendant
le montage d'une installation d'ascenseur,
étant précisé que le dispositif comporte un élément d'actionnement (1, 1') qui est
destiné à être fixé à une cabine (30),
étant précisé que l'élément d'actionnement (1, 1'), dans une première position (P1),
agit sur le parachute (40) de telle sorte que celui-ci est actionné,
étant précisé que l'élément d'actionnement (1, 1'), quand il est actionné par un monteur,
est apte à être amené dans une seconde position (P2), dans laquelle il n'exerce pas
d'action sur le parachute (40), et
caractérisé en ce que le dispositif comporte un boîtier (4) qui renferme le dispositif d'actionnement (1,
1') de telle sorte que la surface apte à être actionnée du dispositif d'actionnement
est limitée par des saillies ou bords du boîtier (4) qui dépassent de l'élément d'actionnement.
2. Dispositif selon la revendication 1, étant précisé que l'élément d'actionnement (1,
1'), dans sa première position (P1), agit sur un câble limiteur de vitesse (50) de
telle sorte que le parachute (40) relié audit câble de limiteur de vitesse est activé.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, étant précisé que l'élément d'actionnement
(1, 1') présente un évidement (11) à l'intérieur duquel le câble limiteur de vitesse
(50) peut passer.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, étant précisé que l'élément
d'actionnement (1, 1') comporte des mâchoires de serrage qui fixent le câble limiteur
de vitesse (50) quand l'élément d'actionnement (1, 1') est déplacé vers sa première
position (P1), et qui libèrent le câble limiteur de vitesse (50) quand l'élément d'actionnement
(1, 1') se déplace vers sa seconde position (P2).
5. Dispositif selon l'une des revendications 2 ou 3, étant précisé que le dispositif
comporte un élément de butée (2) pour l'élément d'actionnement (1, 1'), étant précisé
que l'élément de butée (2) est apte à être fixé au câble limiteur de vitesse (50)
de telle sorte que l'élément d'actionnement (1, 1'), dans sa première position (P1),
exerce sur l'élément de butée (2) une force (F1) dirigée à la verticale vers le haut.
6. Dispositif selon la revendication 5, étant précisé que l'élément d'actionnement (1,
1') comporte des appuis (12) pour le positionnement de l'élément de butée (2).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, étant précisé que l'élément
d'actionnement (1, 1') est conçu comme une pédale qui est apte à être amenée par un
monteur dans la seconde position (P2), à l'encontre d'une force de rappel.
8. Dispositif selon la revendication 7, étant précisé que la force de rappel est produite
par un élément à ressort (3).
9. Dispositif selon la revendication 5, étant précisé qu'un élément à ressort est disposé
entre l'élément de butée (2) et l'élément d'actionnement (1, 1').
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, étant précisé que le dispositif
comporte un commutateur de sécurité (5), le commutateur de sécurité empêchant un déplacement
de la cabine (30) quand le parachute est activé.
11. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 10 pour empêcher le
déplacement accidentel d'une cabine d'ascenseur pendant le montage d'une installation
d'ascenseur, étant précisé que le dispositif est installé par un monteur sur une cabine
d'ascenseur (30) de telle sorte que l'élément d'actionnement (1, 1') se trouve dans
la première position (P1) et est amené par le monteur dans la seconde position (P2)
avant que la cabine ne soit déplacée.