TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft eine Türdichtung, insbesondere eine Türbodendichtung. Sie
umfasst ein Befestigungselement zur Befestigung an der Tür, ein Dichtungsaufnahmeelement,
eine Absenkmechanikeinheit, welche das Befestigungselement mit dem Dichtungsaufnahmeelement
mechanisch koppelt und welche ausgebildet ist, um das Dichtungsaufnahmeelement aus
einer angehobenen in eine abgesenkte Position abzusenken und umgekehrt aus der abgesenkten
in die angehobene Position anzuheben und ein an dem Dichtungsaufnahmeelement befestigtes
Dichtungselement, das sich in einer Längsrichtung erstreckt.
STAND DER TECHNIK
[0002] Türdichtung, insbesondere Türbodendichtungen, solcher Bauart werden dazu eingesetzt,
um Türen entlang ihrer Unterkante luft- und schalldicht gegen den Boden abzudichten.
Durch solche Türdichtung kann eine Schalldämmung erreicht und Brandschutzvorschriften
durch Vermeidung von Luft- und Rauchdurchtritt erfüllt werden. Im Folgenden wird von
Türbodendichtung gesprochen, auch wenn die Dichtung den oberen Spalt der Tür und Decke
bzw. obere Seite der Türzarge dichten soll. Der Begriff "Türbodendichtung" umfasst
deshalb im Folgenden auch Türdichtungen, welche nicht gegenüber dem Boden sondern
der Decke dichten.
[0003] Wesentliches Merkmal solcher Türbodendichtungen ist deren Absenkmechanik, die bewirkt,
dass die Dichtung über den größten Bewegungsabschnitt beim Öffnen und Schließen der
Tür angehoben ist und hierdurch nicht auf dem Boden schleift. Erst in einem Bewegungsbereich
kurz vor dem Erreichen bzw. kurz nach dem Verlassen der Schließposition wird die Dichtung
abgesenkt und gegen den Boden gepresst bzw. angehoben. Diese Bewegung wird durch eine
Absenkmechanik bewirkt, die beispielsweise mittels eines an der Seitenkante der Tür
angeordneten Betätigungshebels oder Knopfes oder dgl. und eine entsprechende Übersetzungsmechanik
betätigt wird, indem der Knopf kurz vor Erreichen der Schließposition eingedrückt
bzw. kurz nach Verlassen der Schließposition federbetätigt herausgedrückt wird. Der
Knopf kann hierzu beispielsweise bei schwenkbar gelagerten Türen auf der Band- bzw.
Scharnierseite angeordnet sein, bei Schiebetüren entsprechend auf der Schlossseite
platziert sein. Eine Türbodendichtung einer solchen Bauweise ist aus
EP1162341B1 und
EP1460232B1 bekannt.
[0004] Grundsätzlich kann mit dieser Bauweise von Türbodendichtungen eine zuverlässige Abdichtung
über einen langen Einsatzzeitraum an Türen bei schwellenlosem Boden oder auch bei
Verwendung einer Türschwelle erreicht werden. Jedoch gibt es bei den bestehenden Türbodendichtungen
noch Verbesserungsbedarf, um die Funktionalität im Gebrauch und in der Montage zu
verbessern.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] So liegt eine erste Problematik der Vorrichtungen gemäss dem Stand der Technik darin,
dass die Absenkmechanik insbesondere bei einer langen Absenkstrecke der Türbodendichtung
diese nicht auf einer exakt vertikalen Bahn bewegt, sondern stattdessen auch eine
horizontale Bewegungskomponente in Längsrichtung der Dichtung auftritt. Inbesondere
bei robusten Absenkmechaniken, welche durch einen oder mehrere Schwenkhebel betätigt
werden und bei welchen zur Langlebigkeit auf Linearführungen mit entsprechend hohem
Verschleiß in einer Absenkmechanik vorzugsweise verzichtet wurde, tritt dieses Problem
auf. Durch diese horizontale Bewegungskomponente kann es aber zu Luftspalten seitlich
neben der Dichtung kommen, welche die Abdichtungswirkung über den gesamten Bodenspalt
beeinträchtigen. Auch über Blattfedern betätigte Dichtungen oder Dichtungen mit keiner
oder geringer seitlicher Verschiebung weisen jedoch das Problem auf, dass der Spalt
zwischen Tür und Zarge nicht genügend gedichtet werden kann. Es ist ein erstes Ziel
der Erfindung, eine Türbodendichtung bereitzustellen, welche diesen Nachteil überwindet.
[0006] Diese Aufgabe löst eine Türdichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0007] Ein weiteres Problem besteht darin, dass für eine schalldichte Isolierung mit hoher
Geräuschdämmung die Türbodendichtung funktionell in das Gesamtdichtungssystem einer
Tür eingebunden sein muss. Bei bekannten Türbodendichtungen ist dies nur möglich,
indem zahlreiche einzelne Dichtungen an der Zarge angeordnet werden, die wirksam gegen
die Tür abdichten und hierdurch Spalten, die sich ergeben, schließen. Diese an der
Zarge oder der Tür montierten Dichtungen zur Abdichtung zwischen Tür und Zarge unterliegen
jedoch häufig einem Verschleiß, sind in der Montage aufwändig einzustellen und empfindlich
gegenüber Dejustagen. Ein zweites Ziel der Erfindung liegt darin, eine Türbodendichtung
bereitzustellen, welche sich in funktionell besserer Weise in das Gesamtdichtungssystem
einer Tür eingliedern lässt und die Montage vereinfacht.
[0008] Noch weiter ist es wünschenswert, dass eine Türbodendichtung sowohl zuverlässig gegen
glatte Böden abdichtet, zugleich aber auch diese Dichtwirkung bei Unebenheiten und
Bodenverschmutzungen erreicht.
[0009] Schließlich kann eine weitere, verbesserungsfähige Funktionalität an bestehenden
Türbodendichtungen identifiziert werden. Diese liegt darin, dass die Türbodendichtung
typischerweise in einer in die Unterkante der Tür eingefräste Nut eingesetzt wird
und den Durchtritt von Schall, Rauch, Luft durch den Bodenluftspalt unter der Tür
verhindern soll. Neben einer zuverlässigen Abdichtung der Türbodendichtung gegen den
Boden ist es hierzu auch erforderlich, dass der Luft- und Schallweg durch die Dichtungskonstruktion
selbst bzw. durch die Nut verhindert wird. Problematisch hierbei ist allerdings, dass
einerseits sowohl während des Absenk- als auch des Anhebevorgangs der Dichtung eine
möglichst geringe Reibung der dabei relativ zueinander bewegten Teile wünschenswert
ist, um Leichtgängigkeit zu erreichen und Verschleiß zu mindern. In der abgesenkten,
abdichtenden Position hingegen ist eine insgesamt abgedichtete Struktur der gesamten
Türbodendichtung wünschenswert, was wiederum eine feste Anlage der einzelnen Bauelemente
zur Abdichtung der konstruktiven Spalten der Türbodendichtung erfordert. Insbesondere
sollen diese Funktionen, also die leichte Beweglichkeit und die zuverlässige Abdichtung
im abgesenkten Zustand auch dann erhalten bleiben, wenn sich die Tür oder Nut infolge
von Feuchtigkeit, Wärmeeinflüssen oder dgl. geometrisch verzieht und hierdurch von
der idealen geradlinigen Geometrie abweicht.
[0010] Die erfindungsgemässe Türdichtung, umfasst
- ein Befestigungselement zur Befestigung an der Tür
- ein Dichtungsaufnahmeelement
- eine Absenkmechanikeinheit, welche das Befestigungselement mit dem Dichtungsaufnahmeelement
mechanisch koppelt und welche ausgebildet ist, um das Dichtungsaufnahmelement aus
einer angehobenen in eine abgesenkte Position abzusenken und umgekehrt aus der abgesenkten
in die angehobene Position anzuheben sowie
- ein an dem Dichtungsaufnahmelement befestigtes Dichtungselement, das sich in einer
Längsrichtung erstreckt, Erfindungsgemäss stellt das Dichtungselement durch einen
ersten Dichtungselementabschnitt, der mittels der Absenkmechanikeinheit absenkbar
bzw. anhebbar ist, eine erste Dichtungslinie bereit und durch einen zweiten Dichtungselementabschnitt
mit einer ersten und einer zweiten Seite, dessen erste Seite mittels der Absenkmechanik
absenkbar ist und dessen zweite Seite in der Position gegenüber dem Befestigungselement
fixiert ist, eine zweite, parallel zur ersten Dichtungslinie verlaufende Dichtungslinie
bereit. Die zwei Dichtungslinien dichten gegenüber einer sich ausserhalb der Türdichtung
befindlichen Fläche. Der erste Dichtungselementabschnitt ist erfindungsgemäss keine
Rolldichtung sondern ist vorzugsweise eine Dichtungslippe und/oder ein Dichtungsbogen,
wobei sich der Dichtungsbogen von einem ersten Bogenende zu einem zweiten Bogenende
erstreckt und wobei beide Bogenenden gemeinsam mit dem Dichtungsaufnahmeelement relativ
zum Befestigungselement absenkbar und anhebbar sind.
[0011] Der Dichtungsbogen kann beispielsweise gemäss
EP 1 122 394 ausgebildet sein. Die Dichtlippe kann wie nachfolgend dargelegt bzw. wie
EP 1 905 938 ausgebildet sein.
[0012] Die zwei Dichtlinien können eine einzige gemeinsame Fläche oder unterschiedliche
Flächen dichten; d.h. die erste Dichtungslinie kann gegenüber dem Boden bzw. der Decke
dichten und die zweite Dichtungslinie kann gegenüber der seitlichen Zarge der Tür
dichten.
[0013] Vorzugsweise ist der zweite Dichtungselementabschnitt durch einen Dichtungsschenkelbogen,
insbesondere einer Rolldichtung, ausgebildet.
[0014] In bevorzugten Ausführungsformen verwendet die erfindungsgemässe Türdichtung die
Vorteile eines ersten Dichtungselementabschnitts, welcher ausschliesslich im Dichtungsaufnahmeelement
befestigt ist und welcher sich somit mit diesem bezüglich des Befestigungselements
bewegt, mit einem zweiten Dichtungselementabschnitts in Form einer Rolldichtung.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der erste Dichtungselementabschnitt vorzugsweise
mit einem vollem Absenkhub der Absenkmechanikeinheit absenkbar und anhebbar, wobei
der Absenkhub eine Höhe definiert und wobei die zweite Seite des zweiten Dichtungselementabschnitt
im angehobenen Zustand entlang dieser Strecke auf einer geringerer Höhe montiert ist
als der erste Dichtungselementabschnitt.
[0016] Als Absenkmechanismus lassen sich im Wesentlichen alle bekannten Mechanismen verwenden,
welche insbesondere beim Schliessen der Türe die Dichtleiste automatisch absenken
und sie beim Öffnen der Türe wieder automatisch anheben. Der Mechanismus ist vorzugsweise
federbelastet. Beispielsweise weist er Blattfedern auf, welche sich in Längsrichtung
der Dichtung erstrecken und welche mit einem Ende an einer Betätigungsstange befestigt
sind, an einem anderen Ende am Gehäuse der Dichtung und mit einem mittleren Bereich
an der anhebbaren und absenkbaren, das Dichtelement tragenden Dichtleiste, hier befestigt
sind. Die Betätigungsstange lässt sich mittels eines dem Dichtungsgehäuse einseitig
vorstehenden Betätigungsknopf in Längsrichtung der Dichtung verschieben. Die Betätigungsstange
wird insbesondere im Falle eines flachen Stabs auch Schieber genannt. In diesem Text
ist als Beispiel ein Nutstein genannt, welcher als Betätigungsstange wirkt. Das Gehäuse
ist in diesem Text auch als Befestigungselement bezeichnet, die Träger- oder Dichtleiste
als Dichtungsaufnahmeelement.
[0017] Vorzugsweise ist der zweite Dichtungselementabschnitt mittels der Absenkmechanik
mit einem Bruchteil, insbesondere der Hälfte des Absenkhubs der Absenkmechanikeinheit
absenkbar bzw. anhebbar.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Seite des zweiten Dichtungselementabschnitts
quer zur Längsrichtung seitlich versetzt zur Befestigung des ersten Dichtungselementabschnitts
angeordnet.
[0019] Die zwei Dichtungselementabschnitte können als voneinander getrennte Abschnitte ausgebildet
sein. Sie sind jedoch vorzugsweise miteinander verbunden. Vorzugsweise sind sie gemeinsam
einstückig ausgebildet. Das gesamte Dichtungselement ist vorzugsweise einstückig ausgebildet.
[0020] Die oben genannten Aufgaben werden gemäß eines ersten Aspekts der Erfindung durch
eine Türbodendichtung der eingangs genannten Bauweise gelöst, indem das Dichtungselement
durch einen ersten Dichtungselementabschnitt, der mittels der Absenkmechanikeinheit
mit einem vollen Absenkhub der Absenkmechanikeinheit abgesenkt bzw. angehoben wird,
eine erste Dichtungslinie bereitstellt und durch einen zweiten Dichtungselementabschnitt,
der durch einen Dichtungsschenkelbogen ausgebildet ist, dessen eine Seite mittels
der Absenkmechanik abgesenkt wird und dessen andere Seite in der Position gegenüber
dem Befestigungselement fixiert ist, eine zweite, parallel zur ersten Dichtungslinie
verlaufende Dichtungslinie bereitstellt, wobei der zweite Dichtungselementabschnitt
mittels der Absenkmechanik mit einem Bruchteil, insbesondere der Hälfte des Absenkhubs
der Absenkmechanikeinheit abgesenkt bzw. angehoben wird.
[0021] Mit der Erfindung wird eine Türbodendichtung bereitgestellt, die sich durch zwei
voneinander beabstandete Dichtungslinien auszeichnet, wenn die Türbodendichtung abgesenkt
ist und gegen den Boden/die Schwelle abdichtet. Die zwei Dichtungslinien sind kinematisch
unterschiedlich beaufschlagt in solcher Weise, dass die erste Dichtungslinie mit dem
vollen Hub der Auf- bzw. Abwärtsbewegung der Absenkmechanikeinheit bewegt wird, wohingegen
die zweite Dichtungslinie an einem Dichtungsschenkelbogen ausgebildet ist, der an
einer Seite mit dem vollen Hub bewegt wird, an der anderen Querschnittsseite jedoch
fixiert in Bezug auf das Befestigungselement bzw. die Tür ist. Durch diese einseitige
Bewegung des Bogens bewegt sich die zweite Dichtungslinie typischerweise mit dem halben
Bewegungshub. Die erfindungsgemäße Türbodendichtung ermöglicht durch diese Bauweise
eine zweifache und unterschiedliche Dichtungswirkung, die gegenüber Dichtungsbauformen
mit zwei Dichtungslinien konventioneller Bauweise überlegen ist. So wird es erfindungsgemäß
möglich, eine über einen weiten Hubbereich erzielbare Dichtungswirkung zum Ausgleich
von Unebenheiten bereitzustellen und zugleich über einen kürzeren Hubbereich eine
Dichtungswirkung mit hohem Anpressdruck zu erreichen. Die erfindungsgemäße Dichtung
erzielt hierdurch in dem üblicherweise erreichten Montagefenster mit einer Bodenluft
von etwa 7 mm eine ideale Dichtungswirkung, die auch gegenüber Verschmutzungen und
Bodenverwerfungen oder sonstigen Unebenheiten unempfindlich ist. Zugleich wird mit
der erfindungsgemäßen Dichtung aber auch eine große Toleranz gegenüber Montageungenauigkeiten
mit Abweichungen von dem idealen Bodenluftmaß nach oben oder unten erreicht.
[0022] Insbesondere kann die erfindungsgemäße Bodendichtung auch so ausgeführt sein, dass
die erste Dichtungslinie an einem Dichtungsabschnitt ausgeführt ist, der aus einem
unterschiedlichen Material ausgebildet ist als ein Dichtungsabschnitt, an dem die
zweite Dichtungslinie ausgebildet ist. So ist es beispielsweise vorteilhaft, die erste
Dichtungslinie, die sich mit großem Hub bewegt, an einem Dichtungsabschnitt auszuführen,
der eine vorbestimmte, vorzugweise hohe Elastizität und Verformbarkeit aufweist und
die zweite Dichtungslinie an einem Dichtungsabschnitt, der demgegenüber eine geringere
Elastizität und höhere Steifigkeit aufweist. Alternativ oder zusätzlich zu einer Materialverschiedenheit
kann die unterschiedliche Elastizität der Dichtung im Bereich der ersten bzw. zweiten
Dichtungslinie auch durch entsprechende geometrische Gestaltungen der Dichtung, Wandstärken
der Dichtung oder dgl. erreicht werden. Maßgeblich für die erfindungsgemäße Wirkung
ist der Umstand, dass die erste Dichtungslinie so ausgebildet ist, dass sie gegenüber
einer in Bewegungsrichtung der Dichtung wirkenden Kraft eine geringere elastische
Gegenkraft ausübt als dies die Dichtung im Bereich der zweiten Dichtungslinie tut.
[0023] Als zweiter vorteilhafter Aspekt der erfindungsgemäßen Türbodendichtung wird erreicht,
dass die zweite Dichtungslinie an ihrem einen Schenkelende nicht am beweglichen Bauelement
der Türbodendichtung befestigt ist, sondern stattdessen unabhängig von der Absenkmechanik
befestigt werden kann. Dies ermöglicht es, dieses zweite Ende des Dichtungsschenkelbogens
beispielsweise unmittelbar im Randbereich der unteren Türkante oder am Befestigungselement
zu befestigen und hierdurch die zweite Dichtungslinie in die Ebene der Dichtungsanschlagebene
zwischen Tür und Türzarge zu versetzen oder zumindest unmittelbar benachbart zu dieser
Dichtungsanschlagebene zwischen Türzarge und Tür anzuordnen. Hierdurch wird der Nachteil
bekannter Türbodendichtungen, die einen Versatz der Dichtungslinie der Türbodendichtung
zu der Dichtungsanschlagebene zwischen Türzarge und Tür von 10 mm und mehr aufweisen,
überwunden und der dadurch bedingte Luftspalt, der sich jeweils an den Seiten der
Tür sowohl auf der Bandseite als auch der Schlossseite der Tür ausbildet, vermieden
oder zumindest maßgeblich reduziert. Schließlich ist ein weiterer vorteilhafter Aspekt
der erfindungsgemäßen Türbodendichtung, dass durch die einseitige Fixierung des Dichtungsschenkelbogens
und die auf der anderen Seite ausgeführte Befestigung des Dichtungsschenkelbogens
an der Absenkmechanik es möglich wird, eine horizontal wirkende Querkraft, die senkrecht
zur Längsachse der Dichtung wirkt, bei Auftreffen der zweiten Dichtungslinie auf den
Boden bzw. die Schwelle auf die Dichtung auszuüben. Diese Querkraft kann eine vorteilhafte
Anpresskraft senkrecht zur Längsachse innerhalb der Türbodendichtung zwischen Dichtung
und Absenkmechanik bzw. Dichtungsaufnahmeelement oder bzw. Befestigungselement bewirken,
wodurch die Dichtungswirkung gegen durch die Türbodendichtung selbst hindurchtretenden
Schalls, Luftzug und dgl. erheblich erhöht wird. Vorteilhaft hierbei ist, dass diese
Erhöhung der Dichtungswirkung erst beim Auftreffen der zweiten Dichtungslinie auf
den Boden erzielt wird, sodass die Leichtgängigkeit der Absenkbewegung und Anhebebewegung
hierdurch nicht beeinträchtigt wird.
[0024] Die erste und zweite Dichtungslinie verlaufen vorzugsweise parallel und in einem
Abstand zueinander. Sie erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Länge der Dichtung,
vom Umfang der Erfindung sind aber auch Varianten umfasst, bei denen eine oder beide
Dichtungslinien stellenweise unterbrochen sind, insbesondere auch dann, wenn dies
durch Unebenheiten des Bodens verursacht sein könnte. Der Dichtungsschenkelbogen ist
insbesondere konvex nach außen gewölbt, wenn die Dichtung abgesenkt ist, wobei diese
Wölbung durch den Kontakt zum Boden verändert, beispielsweise gequetscht und nach
innen in eine konkave Form rückgewölbt sein kann.
[0025] Das Dichtungselement selbst kann einteilig oder zweiteilig ausgeführt sein. Bevorzugt
ist eine einteilige Ausführungsform, die mittels Koextrusion oder anderen Fertigungsverfahren
auch in Gestalt einer einteiligen Dichtung aus zwei unterschiedlichen Materialien
ausgeführt sein kann. Das Dichtungselement kann alternativ aus zwei oder mehr Elementen
zusammengesetzt sein, die sich jeweils vollständig über die gesamte Länge der Dichtung
erstrecken oder die in Längsrichtung aneinander anschließen. Diese mehreren Elemente,
welche das Dichtungselement bilden, können miteinander verbunden, beispielsweise verklebt,
oder in sonstiger Weise vormontiert sein, ebenso können diese Elemente auch im Zuge
der Montage der Dichtung erst zu dem Dichtungselement zusammengesetzt werden.
[0026] Die Absenkmechanik kann insbesondere mehrere mechanische Teile wie Hebel, Schienen,
Betätigungsknöpfe und dgl. umfassen, welche insbesondere die Schließbewegung der Tür
in Zusammenwirkung mit der Zarge in eine vertikale Absenkbewegung und umgekehrt die
Öffnungsbewegung der Tür in eine vertikale Aufwärtsbewegung des Dichtungselementes
umsetzen. Die Absenkmechanikeinheit kann dabei insbesondere nach dem Stand der Technik
ausgeführt sein, wie er in dem oben bezeichneten europäischen Patent beschrieben ist.
Insbesondere kann die Absenkmechanikeinheit solcherart ausgeführt sein, dass sie eine
im Wesentlichen vertikale Bewegungskomponente mit einer hierzu überlagerten geringen
horizontalen Bewegungskomponente in Längsrichtung des Dichtungselementes ausführt.
[0027] Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform oder alternativ eines weiteren Aspekts
der Erfindung ist es für eine vorstehend genannte erfindungsgemäße Türbodendichtung
oder eine eingangs erläuterte Türbodendichtung bevorzugt, dass das Dichtungselement
in der Längsrichtung frei verschieblich relativ zum Befestigungselement gelagert ist,
vorzugsweise frei verschieblich an dem Dichtungsaufnahmeelement gelagert ist. Mit
dieser Fortbildungsform wird der Vorteil erreicht, dass die Dichtung nicht zwangsläufig
einer horizontalen Bewegungskomponente, die durch die Absenkmechanik auf die Dichtung
einwirkt, folgen muss. Stattdessen kann durch die freie Verschieblichkeit der Dichtung
eine Relativbewegung stattfinden, sodass die Dichtung horizontal ortsfest bleibt und
folglich eine rein vertikale Bewegungskomponente ausführt. Hierdurch wird es einerseits
möglich, trotz der Verwendung einer Absenkmechanik mit einer horizontalen Bewegungskomponente
das Dichtungselement über die gesamte Breite der Tür zu erstrecken, ohne hierbei Spiel
für die horizontale Bewegungskomponente der Absenkmechanik vorsehen zu müssen. Insbesondere
kann mit dieser Fortbildung erreicht werden, dass die Dichtung aufgrund ihrer Haftung
am Boden während des Absenkvorgangs keine relative Verschiebung zum Befestigungselement
und damit zur Tür ausführt, um hierdurch die horizontale Bewegungskomponente zu kompensieren
und horizontal ortsfest zu bleiben. Diese Verschiebbarkeit lässt sich gemäss Patentanspruch
18 auch ohne zweite Dichtungslinie einsetzen.
[0028] Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn sich die Absenkmechanikeinheit das Dichtungsaufnahmeelement
relativ zum Befestigungselement zwischen einer angehobenen und einer abgesenkten Position
auf einer Bewegungsbahn bewegt, die eine vertikale und eine in Längsrichtung des Dichtungselements
verlaufende horizontale Bewegungskomponente enthält und dass das Dichtungselement
in Längsrichtung fixiert zum Befestigungselement und relativ zum Dichtungsaufnahmeelement
in Längsrichtung des Dichtungselements beweglich befestigt ist. Durch die mit dieser
Fortbildung bereitgestellte relative Beweglichkeit des Dichtungselementes zum Dichtungsaufnahmeelement
einerseits und fixierte Lage des Dichtungselementes zum Befestigungselement andererseits
wird einerseits eine Kompensation der horizontalen Bewegungskomponente der Absenkmechanik
ermöglicht, zugleich eine exakte Positionierung des Dichtungselementes und Beibehaltung
dieser Positionierung in Bezug auf das Befestigungselement bzw. die Tür, an welcher
das Befestigungselement montiert ist, erreicht. Die Türbodendichtung wird somit solcherart
ausgeführt, dass das Dichtungselement ortsfest in Bezug auf eine horizontale Richtung
längs der Erstreckung des Dichtungselementes fixiert ist, zugleich aber die vertikale
Absenkbewegung ausführen kann und hierbei eine horizontale Bewegungskomponente durch
relative Beweglichkeit zur Absenkmechanikeinheit kompensieren kann. Diese Funktion
wird in anderer Definition dadurch erreicht, dass das Dichtungselement mittels zweier
Befestigungsabschnitte befestigt wird, von denen ein Befestigungsabschnitt eine relative
Verschieblichkeit in Längsrichtung des Dichtungselementes relativ zum Befestigungselement
aufweist und der andere Befestigungsabschnitt in Längsrichtung des Dichtungselementes
dieses horizontal fixiert.
[0029] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Dichtungselement
einen ersten Befestigungsabschnitt zur Befestigung an dem Dichtungsaufnahmeelement
und einen von dem ersten Befestigungsabschnitt beabstandeten zweiten Befestigungsabschnitt
zur Befestigung des Dichtungselements an der Tür oder am Befestigungselement aufweist.
Bei dieser Ausführungsform wird das Dichtungselement an zwei voneinander beabstandeten
Bereichen mit der Tür oder am Befestigungselement verbunden und ist hierzu entsprechend
ausgebildet. Der erste Befestigungsabschnitt, der sich insbesondere entlang der gesamten
Länge des Dichtungselementes erstrecken kann, ist am Dichtungsaufnahmeelement befestigt
und wird somit durch die Absenkmechanikeinheit unmittelbar bewegt. Dabei kann die
zuvor beschriebene, bevorzugte relative Verschieblichkeit in Längsrichtung des Dichtungselementes
zwischen diesem ersten Befestigungsabschnitt und dem Dichtungsaufnahmeelement bereitgestellt
sein, alternativ kann diese relative Beweglichkeit auch zwischen dem Dichtungsaufnahmeelement
und der Absenkmechanikeinheit oder der Absenkmechanikeinheit und dem Befestigungselement
vorgesehen sein. Der zweite Befestigungsabschnitt ist von dem ersten Befestigungsabschnitt
beabstandet und kann sich vorzugsweise parallel zu diesem erstrecken. Der zweite Befestigungsabschnitt
kann auch vorzugsweise entlang der gesamten Länge des Dichtungselementes ausgeführt
sein. Er kann jedoch beispielsweise auch nur in den zwei Randbereichen der Dichtung
vorhanden sein. Er ermöglicht es, das Dichtungselement an der Tür oder am Befestigungselement
ortsfest zu befestigen, um hierdurch zu erreichen, dass das Dichtungselement in Bezug
auf die Tür in horizontaler Richtung entlang des Dichtungselementes unbeweglich ist.
Der zweite Befestigungsabschnitt kann zu diesem Zweck einerseits dazu ausgebildet
sein, unmittelbar an der Tür oder am Befestigungselement befestigt zu werden, beispielsweise
indem er in eine entsprechende Nut eingeclipt wird oder an der Tür verklebt wird.
Die Befestigung des zweiten Befestigungsabschnitts kann formschlüssig, reibschlüssig
oder stoffschlüssig oder mittels einer Kombination daraus erfolgen. Der zweite Befestigungsabschnitt
kann alternativ auch unmittelbar am Befestigungselement befestigt sein, welches seinerseits
ortsfest an der Tür oder am Befestigungselement befestigbar und hierzu ausgeführt
ist. Der zugehörige zweite Dichtungselementabschnitt kann sich ebenfalls über die
gesamte Länge der Dichtung erstrecken. Er kann jedoch auch nur in den zwei Randbereichen
der Dichtung vorhanden sein, wobei sich auch in diesem Fall der zweite Befestigungsabschnitt
entweder über die gesamte Länge der Dichtung erstreckt oder nur über den Randbereich.
Alternativ ist auch möglich, dass der zweite Befestigungsabschnitt und/oder der zweite
Dichtungselementabschnitt sich abschnittsweise über die gesamte Länge der Dichtung
erstrecken, also in Zwischenbereichen der Dichtung nicht vorhanden sind.
[0030] Es ist weiter bevorzugt, dass der erste Befestigungsabschnitt an dem Dichtungsaufnahmeelement
befestigt ist und die zweite Dichtungslinie mechanisch zwischen dem ersten und dem
zweiten Befestigungsabschnitt angeordnet ist. Durch diese weitere Fortbildung wird
erreicht, dass die zweite Dichtungslinie in einem Bereich des Dichtungselementes gebildet
ist, der einseitig beweglich mit der Absenkmechanikeinheit gekoppelt ist und auf der
anderen Seite ortsfest mittels des zweiten Befestigungsabschnitts zur Tür fixiert
ist. Hierdurch wird erreicht, dass die zweite Dichtungslinie sich bei Betätigung der
Absenkmechanikeinheit nicht mit dem vollen vertikalen Hub der Absenkmechanikeinheit
bewegt, sondern stattdessen mit einem kleineren Bewegungsumfang, einem Bruchteil dieses
Hubs bewegt, insbesondere kann sich die zweite Dichtungslinie, wenn sie etwa mittig
zwischen den beiden Befestigungspunkten am Dichtungsaufnahmeelement einerseits und
dem zweiten Befestigungsabschnitt andererseits angeordnet ist, mit der Hälfte des
Hubs der Absenkmechanikeinheit bewegen.
[0031] Noch weiter ist es bevorzugt, dass der erste Befestigungsabschnitt relativ verschieblich
zu dem Befestigungselement ist und der zweite Befestigungsabschnitt zur ortsfesten
Befestigung an der Tür oder am Befestigungselement ausgebildet ist. Mittels dieser
relativen Verschieblichkeit zwischen dem ersten Befestigungsabschnitt und der Tür
wird die Möglichkeit geschaffen, eine horizontale Bewegungskomponente der Absenkmechanikeinheit
solcherart zu kompensieren, dass das Dichtungselement horizontal ortsfest bleibt und
sich auf einer reinen vertikalen Bewegungsbahn absenkt bzw. anhebt. Wiederum kann
die ortsfeste Befestigung des zweiten Befestigungsabschnitts unmittelbar an der Tür
oder an dem Befestigungselement der Türbodendichtung erfolgen.
[0032] Noch weiter ist es bevorzugt, dass sich das Befestigungselement, das Dichtungsaufnahmeelement,
der erste Dichtungselementabschnitt, der zweite Dichtungselementabschnitt, der erste
Befestigungsabschnitt und/oder der zweite Befestigungsabschnitt über die gesamte Länge
des Dichtungselements erstrecken. Durch diese Ausführungsform wird eine zuverlässige
Abdichtung und Funktionsweise der Türbodendichtung über die gesamte Breite der Tür
ermöglicht, ohne dass hierbei unerwünschte Luftspalten den Durchtritt von Schall,
Luft, Rauch oder dgl. ermöglichen.
[0033] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich der erste
Befestigungsabschnitt parallel und über die gleiche Länge wie der zweite Befestigungsabschnitt
erstreckt und/oder der erste Dichtungselementabschnitt parallel und über die gleiche
Länge wie der zweite Dichtungselementabschnitt erstreckt. Die parallele und gleich
lange Ausgestaltung von den Befestigungsabschnitten und den Dichtungselementabschnitten
ermöglicht insbesondere eine kostengünstige Fertigung und erleichtert darüber hinaus
die Montage der erfindungsgemäßen Türbodendichtung.
[0034] Noch weiter ist es bevorzugt, dass die zweite Dichtungslinie an einem konvex auswärts
gewölbten Bogenabschnitt ausgebildet ist, der vorzugsweise an einem Bogenende einen
ersten Befestigungsbereich zur ortsfesten Befestigung des Dichtungselements an der
Tür oder am Befestigungselement und an einem anderen Bogenende einen zweiten Befestigungsbereich
zur vertikal beweglichen Befestigung relativ zum Befestigungselement aufweist. Mit
dieser Ausführungsform wird erreicht, dass bei Kontakt der zweiten Dichtungslinie
mit dem Boden oder einer Schwelle eine vertikale Dichtkraft und eine horizontale Querkraft
senkrecht zur Längsrichtung des Dichtungselementes auf das Dichtungselement ausgeübt
wird, wodurch das Dichtungselement an das Dichtungsaufnahmeelement angepresst wird
und ebenfalls durch Ausgestaltung entsprechender Dichtungsschenkel an das Befestigungselement
und/oder Teile der Absenkmechanikeinheit angepresst werden könnte. Durch diesen Anpressvorgang
wird eine wirksame Abdichtung erzielt, welche den Durchtritt von Schall und Luft durch
die Türbodendichtung selbst unter Umgehung der ersten und zweiten Dichtungslinie wirksam
verhindert. Durch die Ausübung der horizontalen Querkraft erst bei Kontakt der zweiten
Dichtungslinie mit dem Boden wird zudem verhindert, dass die erhöhte Reibung zwischen
dem Dichtungselement und Teilen der Türbodendichtung zu einer Verschlechterung der
Leichtgängigkeit der Absenkbewegung bzw. Anhebebewegung führt.
[0035] Es ist weiter bevorzugt, dass das Dichtungselement einen ersten Befestigungsbereich
zur ortsfesten Befestigung des Dichtungselements an der Tür oder am Befestigungselement
und einen zweiten Befestigungsbereich zur vertikal beweglichen Befestigung relativ
zum Befestigungselement aufweist und dass sich ein Zargendichtungsabschnitt des Dichtungselementes
ausgehend vom zweiten Befestigungsbereich über den ersten Befestigungsbereich hinaus
erstreckt zur Positionierung in der Türblattebene und Abdichtung gegen die Türzarge.
Mit dieser Fortbildung wird eine Abdichtung gegen die Türzarge durch die Bodendichtung
erreicht, so dass die Dichtungswirkung trotz eines Versatzes der Dichtungslinien der
Türbodendichtung gegen den Boden im Gesamtsystem der Dichtung gegenüber der Zarge
und Tür vollständig ist. Bevorzugt erstreckt sich der Zargendichtungsabschnitt über
die gesamte Länge des Dichtungselementes, um fertigungstechnische Vorteile zu realsiieren
und eine robuste Ausführung bereitzustellen. Alternativ kann aber auch nur in einem
oder beiden Endbereichen, wo ein Kontakt mit der Zarge erfolgt, der Zargendichtungsabschnitt
ausgebildet sein.
[0036] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Türblatt mit einer Türbodendichtung der
zuvor beschriebenen Bauweise, bei welcher der zweite Dichtungselementabschnitt an
den Rand der Unterkante des Türblattes heranreicht, insbesondere solcherart, dass
die zweite Dichtungslinie benachbart zum Rand der Unterkante des Türblatts angeordnet
ist, vorzugsweise in einem Abstand von weniger als 10 mm, vorzugsweise weniger als
7,5 mm vom Rand der Unterkante des Türblatts angeordnet ist.
[0037] Ein solches Türblatt mit einer erfindungsgemäßen Türbodendichtung in der entsprechenden
Einbauposition ermöglicht in besonders vorteilhafter Weise eine vollständige Abdichtung
im unteren Bereich der Tür. Dies wird dadurch ermöglicht und begünstigt, dass die
zweite Dichtungslinie in die Dichtungsanschlagebene zwischen Türzarge und Tür gelegt
oder zumindest sehr nahe zu dieser Dichtungsanschlagsebene angeordnet sein kann. Die
Abdichtung zwischen Tür und Türzarge verläuft daher sowohl im Bereich der Türbodendichtung
als auch im Bereich der Dichtungsanschlagsebene der Türzarge in einer Ebene bzw. in
einem schmalen Ebenenbereich, wodurch eine Abdichtung durch überbrückende Dichtungselemente,
die sich senkrecht zur Längserstreckung des Dichtungselementes horizontal erstrecken,
entbehrlich wird oder auf nur kurze Abschnitte reduziert werden kann.
[0038] Dabei kann der zweite Dichtungselementabschnitt vorzugsweise als Zargendichtungsabschnitt
ausgebildet sein und sich bis in die Ebene der zur Zarge weisenden Türblattfläche
erstreckt oder über diese Ebene hinaus erstrecken. So wird ein Türblatt bereitgestellt,
welches im Bereich der Unterkante eine vollständige Abdichtung gegenüber Türzarge
und Boden erzielt.
[0039] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist eine Verwendung einer Türbodendichtung der
zuvor beschriebenen Bauweise mit erstem und zweitem Befestigungsabschnitt zur Abdichtung
des Luftspaltes zwischen einer Tür und einem Boden oder einer Bodenschwelle in solcher
Weise, dass der zweite Befestigungsabschnitt in einem Randbereich der Unterkante der
Tür oder am Befestigungselement befestigt wird. Diese spezifische Verwendung realisiert
die Vorteile des zuvor beschriebenen Türblattes. Zur Erläuterung der Funktion und
Vorteile dieser Verwendung wird auf die entsprechende vorstehende Beschreibung zum
Türblatt Bezug genommen.
[0040] Die Verwendung kann fortgebildet werden, indem eine Türbodendichtung mit konvex auswärts
gewölbtem Bogenabschnitt eingesetzt wird und ein Teil des Bogenabschnitts in dem Randbereich
der Unterkante der Tür verläuft, vorzugsweise fluchtend zur Türblattfläche oberhalb
des Unterkantenrandbereichs. Mit dieser Fortbildungsform wird der Dichtungselementabschnitt,
welcher die zweite Dichtungslinie bildet, in eine für die Gesamtabdichtung einschließlich
der Dichtungsanschlagsebene der Türzarge vorteilhafte Position gesetzt und eine leichte
Montage der Türbodendichtung mit dem Ziel einer vollständigen Abdichtung und vereinfachten
Justage erreicht.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0041] Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Türbodendichtung werden anhand
der beiliegenden Figuren erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung der Funktionsweise einer Türbodendichtung nach dem Stand
der Technik in Frontalansicht,
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung der Funktionsweise einer Türbodendichtung nach dem Stand
der Technik in horizontal geschnittener Draufsicht,
- Figur 3:
- eine quer geschnittene Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Türbodendichtung,
- Figur 4:
- eine quer geschnittene Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Türbodendichtung,
- Figur 5:
- eine quer geschnittene Seitenansicht einer dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Türbodendichtung,
- Figur 6:
- eine quer geschnittene Seitenansicht einer vierten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Türbodendichtung,
- Figur 7:
- eine quer geschnittene Seitenansicht einer fünften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Türbodendichtung,
- Figur 8:
- eine quer geschnittene Seitenansicht einer sechsten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Türbodendichtung,
- Figur 9:
- eine perspektivische Ansicht von seitlich frontal eines Dichtungselementes der ersten
Ausführungsform,
- Figur 10:
- eine perspektivische Ansicht von seitlich frontal eines Dichtungselementes der zweiten
Ausführungsform,
- Figur 11:
- eine perspektivische Ansicht von seitlich frontal eines Dichtungselementes der dritten
Ausführungsform,
- Figur 12:
- eine perspektivische Ansicht von seitlich frontal eines Dichtungselementes der vierten
bis sechsten Ausführungsform, und
- Figur 13:
- ein Diagramm, welches die Absenkbewegung der ersten und zweiten Dichtebene der erfindungsgemäßen
Türbodendichtung wiedergibt.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0042] Bezug nehmend zunächst auf die Figuren 1 und 2 sind zwei Eigenschaften von Türbodendichtungen
des Standes der Technik gezeigt, die verbesserungsfähig sind. Figur 1 zeigt eine Türbodendichtung
3, die an einer Tür 1 montiert ist, die wiederum an einer Zarge 2 montiert ist. Die
Türbodendichtung 3 ist in einer abgesenkten Position (durchgezogene Linien) 3 und
einer angehobenen Position (unterbrochene Linien) 3' gezeigt. Wie man im Abgleich
der abgesenkten zur angehobenen Position erkennt, bewegt sich die Dichtung mit einer
vertikalen Bewegungskomponente, welche den gewünschten Absenkvorgang zur Erzielung
der Abdichtung gegen den Boden 4 bewirkt, führt hierbei aber auch eine durch die Kinematik
der Absenkmechanik bedingte horizontale Bewegung in Längsrichtung der Türbodendichtung
aus. Diese horizontale Bewegungskomponente ist in Figur 1 mit X bzw. X' gekennzeichnet
und hat einen Luftspalt X' auf der rechten Seite (Bandseite) zur Folge, welcher die
Schalldämmungseigenschaften verringert und den Durchtritt von Luft, Rauch und dgl.
in gewissem Ausmaß ermöglicht.
[0043] Aus Figur 2 geht hervor, wie die Dichtung zwischen Türzarge und Tür einerseits und
Tür zum Boden andererseits verläuft. Wie man erkennen kann, schlägt die Tür 1 an die
Zarge 2 sowohl auf der Bandseite (rechts in Figur 2) als auch auf der Schlossseite
(links in Figur 2) in einer Ebene an, welche durch zwei Gummidichtungen 2a, b definiert
wird. Die Gummidichtungen bewirken eine relativ schalldichte und gegen Durchtritt
von Luft, Rauch etc. abgedichteten Anschlag aus. Diese Dichtungsebene ist in Figur
2 mit I gekennzeichnet.
[0044] Demgegenüber bildet die Türbodendichtung zum Boden eine Dichtungslinie aus, die hierzu
parallel, aber versetzt verläuft. Die Dichtungsebene der Türbodendichtung ist in Figur
2 mit II gekennzeichnet.
[0045] Durch den Versatz Y dieser Dichtungen entsteht seitlich auf sowohl der Schlossseite
als auch der Bandseite der Tür ein Dichtungsspalt, der den Durchtritt von Schall,
Rauch etc. ermöglicht und damit die Schalldämmung und Dichtungswirkung des Gesamtsystems
aus Tür, Zarge und Türbodendichtung herabsetzt.
[0046] Figur 3 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Türbodendichtung in
Einbausituation in einer Tür. Die Türbodendichtung ist abgebildet in einem angehobenen
Zustand, zugleich sind Teile des Dichtungselementes auch in einem abgesenkten Zustand
gezeigt.
[0047] Eine Tür, in welche die Türbodendichtung eingebaut ist, weist in ihrer Unterkante
11 eine in Längsrichtung dieser Kante eingefräste Nut 12 auf. Die Nut 12 ist dreistufig
ausgeführt: In einem tiefen Abschnitt 12a ist die Nut verhältnismäßig schmal ausgeführt,
ein hieran in Richtung der Türunterkante 11 anschließender mittlerer Abschnitt ist
demgegenüber beidseits verbreitert. In einem an diesen mittleren Abschnitt 12b wiederum
in Richtung der Türunterkante anschließenden unteren Abschnitt 12c ist die Nut solcherart
erweitert, dass sie einen Absatz darstellt, der sich bis zur Anschlagsfläche und vorderen
Türblattfläche 13 der Tür an die Zarge erstreckt. Die Türunterkante 11 ist daher auf
der Anschlagseite höher angeordnet als auf der hierzu gegenüberliegenden Seite.
[0048] Im Abschnitt 12a ist ein Längsprofil 20 über die gesamte Länge der Nut fest in der
Nut verankert. Dieses Längsprofil dient als Befestigungselement zur Befestigung der
Türbodendichtung an der Tür. Das Längsprofil 20 ist im Wesentlichen als U-Profil ausgeführt.
In seiner Basis 21 weist dieses Längsprofil eine Nutschiene 22 auf, die zur Aufnahme
einer Absenkmechanikeinheit 30 dient. Die Absenkmechanikeinheit 30 kann seitlich in
die Nutschiene 22 eingeschoben und darin formschlüssig gegen Herausfallen gesichert
angeordnet werden. An den Enden der Schenkel 23, 24 weist das Längsprofil 20 jeweils
einen nach auswärts vorspringenden Absatz 25, 26 auf, der im Querschnitt in Gestalt
einer Hakenform ausgeführt ist.
[0049] Die Absenkmechanikeinheit 30 ist mittels eines entsprechenden Schiebers, hier einen
als Nutstein ausgeführten Abschnitts 31 in der Nutschiene 22 des Befestigungselementes
20 formschlüssig befestigt. Der Nutstein 31 kann als beidseitiger Absatz, der sich
über die gesamte Länge der Absenkmechanik erstreckt, ausgeführt sein, alternativ kann
der Nutstein 31 auch in nur einem, zwei oder mehr Bereichen, die entlang des Befestigungselementes
verteilt sind, die Absenkmechanikeinheit 30 am Befestigungselement verankern. Die
Absenkmechanikeinheit selbst wird hier nicht näher erläutert. Sie ist an ihrer dem
Nutstein 31 gegenüberliegenden, unteren Kante mit einem Dichtungsaufnahmeelement 40
verbunden und bewirkt durch entsprechende Betätigung einer Absenkung dieses Dichtungsaufnahmeelementes
40 aus der in Figur 3 gezeigten angehobenen Position in die in Figur 3 teilweise für
das Dichtungselement gezeigten abgesenkten Position. Die Absenkmechanikeinheit wirkt
hierbei nach dem aus dem Stand der Technik bekannten Prinzip, sie kann erfindungsgemäß
insbesondere eine vertikale Bewegungsbahn und eine horizontale Bewegungsbahn in Längsrichtung
der Türbodendichtung ausführen.
[0050] Das Dichtungsaufnahmeelement 40 ist wiederum als U-förmiges Profil ausgeführt und
um eine horizontale Ebene spiegelverkehrt zum Befestigungselement 20 angeordnet, d.h.
die Schenkel des Befestigungselements 20 weisen nach unten, wohingegen die Schenkel
des Dichtungsaufnahmeelementes nach oben weisen. Das Dichtungsaufnahmeelement 40 ist
fest an der Absenkmechanikeinheit 30 befestigt und wird durch diese aufwärts bzw.
abwärts bewegt.
[0051] Am Dichtungsaufnahmeelement 40 ist ein Dichtungselement 50 der Türbodendichtung befestigt.
Diese Befestigung des Dichtungselementes 50 erfolgt durch zwei sich vertikal erstreckende
Schenkelflächen des Dichtungselementes 50, die an ihrem oberen Ende nach einwärts
umgeschlagen sind und hierdurch formschlüssig an dem Dichtungsaufnahmeelement 40 um
die Schenkelenden umgeschlagen und befestigt werden können. Hierdurch wird eine gegen
vertikales Herausfallen des Dichtungselementes 50 gesicherte Befestigung erzielt,
die jedoch eine horizontale Verschieblichkeit in Längsrichtung des Dichtungselementes
50 ermöglicht.
[0052] Das Dichtungselement 50 weist weiterhin im Bereich unterhalb des Dichtungsaufnahmeelementes
40 eine nach oben geöffnete Profilkammer 53 auf, welche nach unten in einer schräg
nach seitlich unten verlaufenden Dichtungslippe spitz ausläuft. Die Dichtungslippe
54 bildet eine erste Dichtungslinie 54a aus, die bei Absenken des Dichtungsaufnahmeelements
40 in Kontakt mit dem Boden tritt und eine Abdichtung über die gesamte Länge der Türbodendichtung
bewirkt.
[0053] Grundsätzlich ist zu verstehen, dass das Dichtungselement 50 wie gezeigt an einem
Dichtungsaufnahmeelement 40 in der beschriebenen Weise befestigt sein kann, welches
wiederum an der Absenkmechanikeinheit 30 befestigt ist. Von der Erfindung umfasst
sind jedoch auch Ausführungsformen, bei denen das Dichtungsaufnahmeelement Bestandteil
der Absenkmechanikeinheit ist und das Dichtungselement 50 folglich unmittelbar an
der Absenkmechanikeinheit 30 befestigt ist.
[0054] In Verlängerung des rechten, zur Türanschlagsebene liegenden Schenkels 52 des Dichtungselementes
ist nach unten ein Dichtungsschenkelbogen 55 an dem Dichtungselement 50 ausgebildet.
Der Dichtungsschenkelbogen 55 erstreckt sich von dem unteren Ende des Schenkels 52
bis zu einem auswärts zur Türanschlagsebene weisenden Ende eines Befestigungsbereichs
56 des Dichtungselementes 50. Der Befestigungsbereich 56 erstreckt sich vorzugsweise
über die gesamte Länge der Türbodendichtung und umfasst einen horizontalen Abschnitt
56a und einen von diesem horizontalen Abschnitt 56a nach oben vorstehenden Schnapphakenabschnitt
56b. Der Schnapphakenabschnitt 56b kann formschlüssig in dem Nutbereich 12b mit dem
Hakenprofil 26 am Ende des auf der Seite der Türanschlagsebene liegenden Schenkels
23 des Befestigungselementes fixiert werden und liegt hierdurch an der Tür festgesetzt.
[0055] Der horizontale Abschnitt 56a erstreckt sich über den Schnapphakenabschnitt hinaus
bis in die Ebene der zur Türzarge 60 weisenden Türblattfläche 13. Am Ende dieses sich
über den Schnapphakenabschnitt hinaus erstreckenden Abschnitt ist der Dichtungsschenkelbogen
einstückig befestigt. Das Ende des sich erstreckenden Abschnitts 56a und der daran
befestigte Teil des Dichtungsschenkelbogens einen Türzargendichtungsabschnitt 57 aus,
der eine Dichtungsfläche 57a gegen die Türzarge bereitstellt. Diese Dichtungsfläche
wird bei Absenken des Dichtungselementes an die Türzarge oder eine dort befestigte
Dichtung angelegt und angepresst, wodurch eine sichere Abdichtung der Türbodendichtung
gegen die Türzarge erreicht wird.
[0056] Bei Absenken des Dichtungsaufnahmeelements 40 mittels der Absenkmechanikeinheit wird
nur das an dem Dichtungsaufnahmeelement befestigte, linke Ende des Dichtungsschenkelbogens
55 abwärts bewegt, wohingegen das rechte Ende festgesetzt an der rechten Ecke der
Türunterkante und in Anlage an die Türzarge fixiert bleibt. Der Dichtungsschenkelbogen
führt hierdurch eine Hubbewegung aus, die etwa der Hälfte des Weges der Profilkammer
53 entspricht. Er rollt dabei am rechten Ende an der Türzarge ab und bildet eine Dichtung
gegen die Türzarge aus. Nach Auftreffen auf den Boden wird durch den Dichtungsschenkelbogen
55 eine zweite Dichtungslinie 55a ausgebildet, die unmittelbar benachbart zur Türanschlagsebene
liegt bzw. bei weiterer Verformung und Absenkung auch bis an diese Türanschlagebene
heranreichen kann. Durch eine solche Verformung kann sich der Dichtungsschenkelbogen
auch über die Türblattfläche hinaus in Richtung der Türzarge auswölben und so einen
Spalt überbrücken und eine Dichtung zur Zarge herstellen.
[0057] Die Profilkammer 53 des Dichtungselements 50 ist nach oben offen ausgeführt und stellt
hierdurch eine hohe elastische Verformbarkeit der Dichtungslippe 54 bereit. Demgegenüber
ist der Dichtungsschenkelbogen in einer Wandstärke ausgeführt, die eine geringere
elastische Verformbarkeit in Kontakt mit dem Boden bereitstellt, sodass hier eine
höhere Dichtungskraft mit der Folge einer zuverlässigen Abdichtung gegenüber einer
geradlinigen Dichtungsebene bereitgestellt wird. Die Dichtungslippe 54 kann in der
ersten Dichtungslinie auch gegen Unebenheiten in der Dichtungslinie eine zuverlässige
Abdichtung erzielen.
[0058] Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Türbodendichtung.
Diese zweite Ausführungsform ist gegenüber der ersten Ausführungsform in folgenden
Punkten unterschiedlich:
Ein Befestigungselement 120 ist in eine Nut 112 eingesetzt, die einen tiefen Abschnitt
112a und einen oberen Abschnitt 112c aufweist, d.h. auf einen mittleren Abschnitt
wird bei dieser Ausführungsform verzichtet. Das Befestigungselement 120 weist an den
Schenkelenden keine hakenförmigen Absätze auf und ist unmittelbar in den tiefen Abschnitt
112a der Nut fest eingesetzt.
[0059] Die Befestigung der Absenkmechanikeinheit 130 im Bereich der Basis des Befestigungselements
120, eines Dichtungsaufnahmeelements 140 an der Absenkmechanikeinheit 130 sowie eines
Dichtungselementes 150 an dem Dichtungsaufnahmeelement 140 sind übereinstimmend zur
ersten Ausführungsform gemäß Figur 3 ausgeführt.
[0060] Bei der zweiten Ausführungsform gemäß Figur 4 ist ein Dichtungshohlkammerprofilabschnitt
153 ausgebildet, der ebenfalls eine nach schräg unten weisende Dichtungslippe 154
trägt. Dieser Dichtungshohlkammerabschnitt 153 ist geschlossen ausgeführt und weist
dadurch eine geringere Elastizität auf und übt eine höhere Anpresskraft für die zweite
Dichtungslinie aus.
[0061] Ein Dichtungsschenkelbogen 155 erstreckt sich in gleicher Weise vom unteren Ende
eines Schenkelbogens 152 des Dichtungselements zum außen liegenden, zur Türanschlagsebene
weisenden Ende eines Befestigungsabschnitts 156. Der Befestigungsabschnitt 156 weist
wiederum eine horizontale Basis 156a auf, in der jedoch im Unterschied zur ersten
Ausführungsform zentral ein Profilabschnitt 156b ausgebildet ist, der mittels entsprechender
Widerhakenprofile in eine separate, neben der Nut 12 angeordnete Nut 113 in der Unterkante
111 des Türblatts.
[0062] Figur 5 zeigt eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Türbodendichtung,
die sich von der zweiten Ausführungsform gemäß Figur 4 in der Ausführung der Befestigung
des Dichtungselementes 250 an dem Dichtungsaufnahmeabschnitt 240 unterscheidet. Das
Dichtungsaufnahmeelement 240 ist ebenfalls als u-förmiges Profil ausgeführt, weist
aber immer im Bereich seiner Basis 241 eine nach außen weisende Nutschiene 242 auf.
In diese Nutschiene ist eine am Dichtungselement 250 oberhalb des Hohlkammerprofils
253 ausgebildete, im Querschnitt t-förmige Längsstruktur eingeführt und sorgt für
eine formschlüssige Befestigung des Dichtungselements 250 am Dichtungsaufnahmeelement
240.
[0063] Das Dichtungselement 250 der dritten Ausführungsform weist darüber hinaus keine nach
oben weisenden und an ihrem Ende umgeschlagenen Schenkel auf, wie dies bei den beiden
vorherstehenden Ausführungsformen zur Befestigung des Dichtungselements vorhanden
ist. Stattdessen ist lediglich auf der der Anschlagsseite der Tür abgewandten Seite
ein einzelner Schenkel 251 ausgebildet, der an seinem oberen Ende nicht umgeschlagen
ist, sondern mit einer Fase endet. Dieser einzelne Schenkel dient dazu, um eine Dichtungswirkung
zwischen dem Dichtungsaufnahmeelement 240 und dem Befestigungselement 220 herzustellen
und somit eine Umgehung der Dichtungslinien, welche das Dichtungselement mit dem Boden
ausbildet, zu verhindern.
[0064] Figur 6 zeigt eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Türbodendichtung,
die sich von der zuvor erläuterten dritten Ausführungsform in zwei funktionellen Aspekten
unterscheidet. Zum einen ist das Befestigungselement 320 dieser vierten Ausführungsform
mit kürzeren Schenkeln ausgeführt, sodass der einseitig ausgeführte Dichtungsschenkel
351 des Dichtungselements 350 nicht gegen das Befestigungselement abdichtet, sondern
stattdessen gegen die Seitenwand der Nut 312, welche in die Unterkante der Tür eingebracht
ist. Der Seitenschenkel 351 ist daher bei dieser Ausführungsform mit größerer Wandstärke
ausgeführt als bei der zuvor erläuterten dritten Ausführungsform.
[0065] Als zweiter Unterscheidungsaspekt ist die vierte Ausführungsform mit keinem Hohlkammerprofil
und daran angeformter Lippe zur Ausbildung der ersten Dichtungslinie ausgerüstet.
Stattdessen erstreckt sich unmittelbar unterhalb des Dichtungsaufnahmeelements 340
von dem t-förmigen Längsabschnitt, der zur formschlüssigen Verankerung des Dichtungselementes
dient, eine schräg nach unten verlaufende Dichtungslippe 353, die an ihrem unteren
Ende die erste Dichtungslinie ausbildet.
[0066] Grundsätzlich ist zu verstehen, dass das Befestigungselement und das Dichtungsaufnahmeelement
der Ausführungsformen der Erfindung als Strangprofil, beispielsweise Aluminium-Strangprofil
hergestellt sein können, wodurch eine hohe Korrosionsbeständigkeit und ausreichende
Festigkeit bereitgestellt werden kann. Zur Senkung der Herstellungskosten ist erfindungsgemäß
jedoch auch vorgesehen, dass das Befestigungselement und/oder das Dichtungsaufnahmeelement
aus einem abgekanteten Blechprofil aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff bereitgestellt
werden. Die Ausführungsformen der Figuren 7 und 8 zeigen Beispiele von Türbodendichtungen
solcher Ausführungsweise.
[0067] Figur 7 zeigt eine fünfte Ausführungsform der Erfindung. Diese unterscheidet sich
von der vierten Ausführungsform darin, dass das Befestigungselement nicht als Strangpressprofil
ausgeführt ist, sondern stattdessen als Blechprofil, beispielsweise als Aluminium-
oder Kunststoffprofil oder rollgeformtes Stahlprofil. Das Befestigungselement 420
weist im Querschnitt einen Bodenabschnitt 421 auf, der beidseits in einem Radius um
etwa 180° seitlich gebogene Endbereiche 422a,b aufweist, die wiederum eine Nutschiene
zur Aufnahme der Absenkmechanikeinheit 430 bilden. Ausgehend von den gebogenen Endabschnitten
ist das Befestigungselement dann mit zwei hierzu entgegengesetzt abgekanteten Schenkeln
423, 424 beidseits versehen, die sich nach schräg auswärts unten erstrecken. Insgesamt
weist das Aluminium-, Kunststoff- oder Stahlprofil, welches als Befestigungselement
420 dient, ebenfalls eine im Querschnitt u-förmige Struktur auf.
[0068] Bei der in Figur 8 gezeigten sechsten Ausführungsform ist das Befestigungselement
ebenfalls als rollgeformtes Aluminium-, Kunststoff- oder Stahlprofil ausgeführt, wobei
aus einem dünnen Blechabschnitt durch zwei jeweils oben in beiden Ecken ausgeführte
90° Abkantungen, zwei an den Enden der Schenkel ausgeführte 180°-Abkantungen, zwei
nach einwärts gerichtete 90°-Abkantungen und zwei jeweils ausgeführte 180°-Abkantungen
ein im Querschnitt dem Befestigungselement 320 entsprechendes Profil 520 ausgebildet
ist. Das Befestigungselement 520 gemäß Figur 8 weist funktionell die gleichen Eigenschaften
auf wie das Strangpressprofil 320 der vierten Ausführungsform gemäß Figur 6.
[0069] Bei der sechsten Ausführungsform ist ebenfalls das Dichtungsaufnahmeelement 540 als
Aluminium- oder Kunststoffprofil oder rollgeformtes Stahlprofil ausgeführt. Es ist
hierzu durch zwei an der Basis seitlich ausgeführte 90°-Abkantungen, zwei am Ende
der Schenkel 180°-Abkantungen und zwei zur Bildung mit der Nutschiene zur Aufnahme
des t-förmigen Längsabschnitts ausgeführte 90°-Abkantungen mit an den einwärts gerichteten
Enden ausgeführten 180°-Abkantungen ausgeführt und bildet hierdurch das Dichtungsaufnahmeelement
340 der vierten Ausführungsform nach.
[0070] In den Figuren 9-12 sind die Dichtungselemente der zuvor erläuterten Ausführungsformen
in einer perspektivischen Ansicht abgebildet. Figur 9 zeigt das Dichtungselement 50,
welches bei der ersten Ausführungsform gemäß Figur 3 eingesetzt wird. Figur 10 zeigt
das Dichtungselement 150, welches bei der zweiten Ausführungsform gemäß Figur 4 eingesetzt
wird. Figur 11 zeigt das Dichtungselement 250, welches bei der dritten Ausführungsform
eingesetzt wird. Figur 12 zeigt das Dichtungselement 350, welches bei der vierten,
fünften und sechsten Ausführungsform eingesetzt wird.
[0071] In Figur 13 ist ein Diagramm gezeigt, welches ein Beispiel für eine Ausführungsform
einer Türbodendichtung der erfindungsgemäßen Bauweise in seinem Absenkablauf der beiden
Dichtungslinien erläutert. Die erste Dichtungsebene, welche der Dichtungslinie 54a
gemäß Figur 3 entspricht, liegt in der angehobenen Position 4 Millimeter oberhalb
der Position der zweiten Dichtungslinie, weiche der Dichtungslinie 55a der Figur 3
entspricht. Die durch diese Dichtungslinien definierten Ebenen sind parallel zueinander
versetzt und erstrecken sich über die gesamte Länge der Türbodendichtung.
[0072] Ausgehend von dieser angehobenen Ausgangsposition wird nach einem Hub der Absenkmechanikeinheit
von 8 Millimeter ein Gleichstand bei A erreicht, bei dem beide Dichtungslinien auf
gleicher Höhe sind. Die erste Dichtungslinie hat bis zu diesem Gleichstand einem dem
Hub der Absenkmechanikeinheit entsprechenden Weg von 8 Millimeter zurückgelegt, die
zweite Dichtungslinie den hierzu halben Weg von 4 Millimeter zurückgelegt.
[0073] Wird die Absenkmechanikeinheit weiter aus dieser Gleichstandslage abgesenkt, so tritt
ein Vorlauf der ersten Dichtungslinie zu der zweiten Dichtungslinie ein, d. h. die
erste Dichtungslinie liegt tiefer als die zweite Dichtungslinie. Diese Differenz beträgt
bei weiterer Absenkung um 8 Millimeter auf einen Gesamthub von 16 Millimeter bei B
bereits 4 Millimeter und bei noch weiterer Absenkung um 8 Millimeter bereits 8 Millimeter.
Im dargestellten Beispiel kann die Absenkmechanikeinheit einen Gesamthub von 24 Millimeter
ausführen, der zu einer Wegstrecke von 24 Millimeter der ersten Dichtungslinie und
einer Wegstrecke von 12 Millimeter der zweiten Dichtungslinie bei C führt.
[0074] Bei dieser Auslegung kann eine maximale Bodenluft, also ein maximaler Abstand zwischen
der Türunterkante und dem Boden von 20 Millimeter mit der Türbodendichtung überbrückt
werden. Allerdings wird bei einer Bodenluft von mehr als 12 Millimeter die Dichtwirkung
nur noch durch die erste Dichtungslinie 54a erzielt. Die optimale Dichtwirkung der
so ausgelegten Türbodendichtung wird bei einer Bodenluft erreicht, die zwischen 4
und 12 Millimeter liegt. Dies ist ein praxisgerechter Montagebereich, der ohne größeren
Aufwand einjustiert werden kann, für einen zuverlässigen, freien Lauf der Tür sorgt
und eine gegenüber dem Stand der Technik erheblich verbesserte Dichtwirkung durch
die zwei Dichtungslinien mit unterschiedlicher Anpresskraft und Position erreicht.
1. Türdichtung umfassend
ein Befestigungselement (20) zur Befestigung an einer Tür,
ein Dichtungsaufnahmeelement (40),
eine Absenkmechanikeinheit, welche das Befestigungselement (20) mit dem Dichtungsaufnahmeelement
(40) mechanisch koppelt und welche ausgebildet ist, um das Dichtungsaufnahmeelement
(40) relativ zum Befestigungselement (20) aus einer angehobenen in eine abgesenkte
Position abzusenken und umgekehrt aus der abgesenkten in die angehobene Position anzuheben
und
ein an dem Dichtungsaufnahmeelement (40) befestigtes Dichtungselement (50), das sich
in einer Längsrichtung erstreckt,
wobei das Dichtungselement (50) durch einen ersten Dichtungselementabschnitt (54),
der mittels der Absenkmechanikeinheit absenkbar bzw. anhebbar ist, eine erste Dichtungslinie
(54a) bereitstellt,
wobei der erste Dichtungselementabschnitt (54) eine Dichtungslippe und/oder ein Dichtungsbogen
ist, wobei sich der Dichtungsbogen von einem ersten Bogenende zu einem zweiten Bogenende
erstreckt und wobei beide Bogenenden gemeinsam mit dem Dichtungsaufnahmeelement absenkbar
und anhebbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtungselement (50) einen zweiten Dichtungselementabschnitt (55) aufweist,
welcher durch eine Kerbe vom ersten Dichtungselementabschnitt (54) getrennt ist, wobei
das Dichtungselement (50) durch den zweiten Dichtungselementabschnitt (55) eine zweite,
parallel zur ersten Dichtungslinie (54a) verlaufende Dichtungslinie (55a) bereitstellt,
dass der zweite Dichtungselementabschnitt (55) eine erste und eine zweite Seite (52, 56)
aufweist, wobei die erste Seite (52) mittels der Absenkmechanikeinheit absenkbar und
anhebbar ist und die zweite Seite (56) in der Position gegenüber dem Befestigungselement
(20) fixiert ist und
dass im abgesenkten Zustand die erste und die zweite Dichtungslinie (54a, 55a) gegenüber
einer sich ausserhalb der Türdichtung befindlichen Fläche dichten.
2. Türdichtung nach Anspruch 1, wobei der zweite Dichtungselementabschnitt durch einen
Dichtungsschenkelbogen (55) ausgebildet ist, insbesondere wobei der zweite Dichtungselementabschnitt
eine Rolldichtung ist.
3. Türdichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der erste Dichtungselementabschnitt
(54) mit einem vollem Absenkhub der Absenkmechanikeinheit absenkbar und anhebbar ist,
wobei der volle Absenkhub eine Strecke definiert und wobei die zweite Seite (56) des
zweiten Dichtungselementabschnitts (55) im angehobenen Zustand entlang dieser Stecke
auf einer geringeren Höhe montiert ist als der erste Dichtungselementabschnitt (54).
4. Türdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der erste Dichtungselementabschnitt
(54) mit einem vollem Absenkhub der Absenkmechanikeinheit absenkbar und anhebbar ist
und wobei der zweite Dichtungselementabschnitt (55) mittels der Absenkmechanik mit
einem Bruchteil, insbesondere der Hälfte, des Absenkhubs der Absenkmechanikeinheit
absenkbar bzw. anhebbar ist.
5. Türdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die zweite Seite (56) des zweiten
Dichtungselementabschnitts (55) quer zur Längsrichtung seitlich versetzt zur Befestigung
des ersten Dichtungselementabschnitts (54) angeordnet ist.
6. Türdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der erste und der zweite Dichtungselementabschnitt
(54, 55), vorzugsweise wobei das gesamte Dichtungselement (50), einstückig ausgebildet
ist.
7. Türdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (50) in der Längsrichtung frei verschieblich relativ zum Befestigungselement
(20) gelagert ist, vorzugsweise frei verschieblich an dem Dichtungsaufnahmeelement
(40) gelagert ist.
8. Türdichtung nach Anspruch 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Absenkmechanikeinheit das Dichtungsaufnahmeelement (40) relativ zum Befestigungselement
(20) zwischen einer angehobenen und einer abgesenkten Position auf einer Bewegungsbahn
bewegt, die eine vertikale und eine in Längsrichtung des Dichtungselementes (50) verlaufende
horizontale Bewegungskomponente enthält und dass das Dichtungselement (50) in Längsrichtung
fixiert zum Befestigungselement (20) und relativ zum Dichtungsaufnahmeelement (40)
in Längsrichtung des Dichtungselementes (50) beweglich befestigt ist.
9. Türdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (50) einen ersten Befestigungsabschnitt (52) zur Befestigung
an dem Dichtungsaufnahmeelement (40) und einen von dem ersten Befestigungsabschnitt
(52) beabstandeten zweiten Befestigungsabschnitt (56) zur Befestigung des Dichtungselementes
(50) an der Tür oder am Befestigungselement (20) aufweist.
10. Türdichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Befestigungsabschnitt (52) an dem Dichtungsaufnahmeelement (40) befestigt
ist und die zweite Dichtungslinie (55a) mechanisch zwischen dem ersten und dem zweiten
Befestigungsabschnitt (52, 56) angeordnet ist.
11. Türdichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Befestigungsabschnitt (52) relativ verschieblich zu dem Befestigungselement
(40) ist und der zweite Befestigungsabschnitt (56) zur ortsfesten Befestigung an der
Tür oder am Befestigungselement (20) ausgebildet ist.
12. Türdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass sich
- das Befestigungselement (20),
- das Dichtungsaufnahmeelement (40),
- der erste Dichtungselementabschnitt (54),
- der zweite Dichtungselementabschnitt (55),
- der erste Befestigungsabschnitt (52), und/oder
- der zweite Befestigungsabschnitt (56)
über die gesamte Länge des Dichtungselements (50) erstrecken.
13. Türdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich
- der erste Befestigungsabschnitt (52) parallel und über die gleiche Länge wie der
zweite Befestigungsabschnitt (56) erstreckt und/oder
- der erste Dichtungselementabschnitt (52) parallel und über die gleiche Länge wie
der zweite Dichtungselementabschnitt (56) erstreckt.
14. Türdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Dichtungslinie (55a) an einem konvex auswärts gewölbten Bogenabschnitt
(55) ausgebildet ist der vorzugsweise an einem Bogenende einen ersten Befestigungsbereich
(56) zur ortsfesten Befestigung des Dichtungselements an der Tür oder am Befestigungselement
(20) und an einem anderen Bogenende einen zweiten Befestigungsbereich (52) zur vertikal
beweglichen Befestigung relativ zum Befestigungselement (20) aufweist.
15. Türdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (50) einen ersten Befestigungsbereich (56) zur ortsfesten Befestigung
des Dichtungselements (50) an der Tür und einen zweiten Befestigungsbereich (52) zur
vertikal beweglichen Befestigung relativ zum Befestigungselement (20) aufweist und
dass sich ein Zargendichtungsabschnitt des Dichtungselementes (50) ausgehend vom zweiten
Befestigungsbereich (52) über den ersten Befestigungsbereich (56) hinaus erstreckt
zur Positionierung in der Türblattfläche und Abdichtung gegen die Türzarge.
16. Türblatt mit einer Türdichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Dichtungselementabschnitt (55) an den Rand der Unterkante des Türblattes
heranreicht, insbesondere solcherart, dass die zweite Dichtungslinie (55a) benachbart
zum Rand der Unterkante des Türblatts angeordnet ist, vorzugsweise in einem Abstand
von weniger als 10 mm, vorzugsweise weniger als 7,5 mm vom Rand der Unterkante des
Türblatts angeordnet ist.
17. Türblatt nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Dichtungselementabschnitt (55) als Zargendichtungsabschnitt ausgebildet
ist und sich bis in die Ebene der zur Zarge weisenden Türblattfläche erstreckt oder
über diese Ebene hinaus erstreckt
18. Verwendung einer Türdichtung nach Anspruch 9 oder einem auf Anspruch 9 rückbezogenen
Anspruch zur Abdichtung des Luftspaltes zwischen einer Tür und einem Boden oder einer
Bodenschwelle in solcher Weise, dass der zweite Befestigungsabschnitt (55) in einem
Randbereich einer Unterkante der Tür oder am Befestigungselement (20) befestigt wird.
19. Verwendung nach Anspruch 18 mit einer Türdichtung nach Anspruch 14 in solcher Weise,
dass ein Teil des zweiten Befestigungsabschnitts (55) in dem Randbereich der Unterkante
der Tür verläuft, vorzugsweise fluchtend zur Türblattfläche oberhalb des Unterkantenrandbereichs.
1. A door seal, comprising
a fastening element (20) for fastening to a door,
a seal receiving element (40),
a lowering mechanism unit which mechanically couples the fastening element (20) to
the seal receiving element (40) and which is designed in order to lower the seal receiving
element (40) relative to the fastening element (20) from a raised position into a
lowered position and conversely to raise same from the lowered position to the raised
position, and
a sealing element (50) which is fastened to the seal receiving element (40) and extends
in a longitudinal direction,
wherein the sealing element (50) provides a first sealing line (54a) by means of a
first sealing element portion (54), which is lowerable and raisable by means of the
lowering mechanism unit,
wherein the first sealing element portion (54) is a sealing lip and/or a sealing arc,
wherein the sealing arc extends from a first arc end to a second arc end, and wherein
the two arc ends are lowerable and raisable together with the seal receiving element,
characterized
in that the sealing element (50) comprises a second sealing element portion (55), which is
divided from the first sealing element portion (54) by a groove, wherein the sealing
element (50) provides a second sealing line (55a), which runs parallel to the first
sealing line (54a), by means of the second sealing element portion (55), in that the
second sealing element portion (55) has a first side and a second side (52, 56), wherein
the first side (52) is lowerable and raisable by means of the lowering mechanism unit,
and the second side (56) is fixed in the position in relation to the fastening element
(20), and
in that, in the lowered state, the first and the second sealing line (54a, 55a) seal against
a surface located outside the door seal.
2. The door seal as claimed in claim 1, wherein the second sealing element portion is
formed by a sealing leg arc (55), in particular wherein the second sealing element
portion is a rolling seal.
3. The door seal as claimed in either of claims 1 and 2, wherein the first sealing element
portion (54) is lowerable and raisable with a full lowering stroke of the lowering
mechanism unit, wherein the full lowering stroke defines a distance, and wherein,
in the raised state, the second side (56) of the second sealing element portion (55)
is mounted along this distance at a lower height than the first sealing element portion
(54).
4. The door seal as claimed in one of claims 1 to 3, wherein the first sealing element
portion (54) is lowerable and raisable with a full lowering stroke of the lowering
mechanism unit, and wherein the second sealing element portion (55) is lowerable and
raisable by means of the lowering mechanism with a fraction, in particular half, of
the lowering stroke of the lowering mechanism unit.
5. The door seal as claimed in one of claims 1 to 4, wherein the second side (56) of
the second sealing element portion (55) is arranged offset laterally transversely
with respect to the longitudinal direction for the fastening of the first sealing
element portion (54).
6. The door seal as claimed in one of claims 1 to 5, wherein the first and the second
sealing element portion (54, 55), preferably wherein the entire sealing element (50),
are/is designed as a single piece.
7. The door seal as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that the sealing element (50) is mounted in a freely displaceable manner in the longitudinal
direction relative to the fastening element (20), and is preferably mounted in a freely
displaceable manner on the seal receiving element (40).
8. The door seal as claimed in claims 1 to 7, characterized in that the lowering mechanism unit moves the seal receiving element (40) relative to the
fastening element (20) between a raised and a lowered position on a movement path
which contains a vertical movement component and a horizontal movement component running
in the longitudinal direction of the sealing element (50), and in that the sealing element (50) is fastened in a fixed manner with respect to the fastening
element (20) in the longitudinal direction and so as to be movable relative to the
seal receiving element (40) in the longitudinal direction of the sealing element (50).
9. The door seal as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the sealing element (50) has a first fastening portion (52) for fastening to the
seal receiving element (40) and a second fastening portion (56), which is spaced apart
from the first fastening portion (52), for fastening the sealing element (50) to the
door or to the fastening element (20).
10. The door seal as claimed in claim 9, characterized in that the first fastening portion (52) is fastened to the seal receiving element (40),
and the second sealing line (55a) is arranged mechanically between the first and the
second fastening portion (52, 56).
11. The door seal as claimed in claim 9 or 10, characterized in that the first fastening portion (52) is displaceable relative to the fastening element
(40) and the second fastening portion (56) is designed for positionally fixed fastening
to the door or to the fastening element (20).
12. The door seal as claimed in one of the preceding claims,
- characterized in that
- the fastening element (20),
- the seal receiving element (40),
- the first sealing element portion (54),
- the second sealing element portion (55),
- the first fastening portion (52), and/or
- the second fastening portion (56)
extend over the entire length of the sealing element (50).
13. The door seal as claimed in one of the preceding claims,
characterized in that
- the first fastening portion (52) extends parallel and over the same length as the
second fastening portion (56), and/or
- the first sealing element portion (52) extends parallel and over the same length
as the second sealing element portion (56).
14. The door seal as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the second sealing line (55a) is formed on an arc portion (55) which is arched convexly
outward and preferably, at one arc end, has a first fastening region (56) for positionally
fixed fastening of the sealing element to the door or to the fastening element (20),
and, at another arc end, has a second fastening region (52) for the vertically movable
fastening relative to the fastening element (20).
15. The door seal as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the sealing element (50) has a first fastening region (56) for positionally fixed
fastening of the sealing element (50) to the door, and a second fastening region (52)
for the vertically movable fastening relative to the fastening element (20), and in that a frame sealing portion of the sealing element (50) extends from the second fastening
region (52) beyond the first fastening region (56) for positioning in the door leaf
surface and sealing against the door frame.
16. A door leaf with a door seal as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the second sealing element portion (55) reaches as far as the border of the lower
edge of the door leaf, in particular in such a manner that the second sealing line
(55a) is arranged adjacent to the border of the lower edge of the door leaf, and is
preferably arranged at a distance of less than 10 mm, preferably less than 7.5 mm,
from the border of the lower edge of the door leaf.
17. The door leaf as claimed in claim 16, characterized in that the second sealing element portion (55) is designed as a frame sealing portion and
extends into the plane of the door leaf surface facing the frame, or extends beyond
said plane.
18. Use of a door seal as claimed in claim 9 or a claim referring back to claim 9 for
sealing the air gap between a door and a floor or a floor sill in such a manner that
the second fastening portion (55) is fastened in a border region of a lower edge of
the door or to the fastening element (20).
19. The use as claimed in claim 18 with a door seal as claimed in claim 14 in such a manner
that part of the second fastening portion (55) runs in the border region of the lower
edge of the door, preferably in alignment with the door leaf surface above the lower
edge border region.
1. Joint de porte comprenant
un élément de fixation (20) pour la fixation à une porte,
un élément de réception de joint (40),
une unité mécanique d'abaissement, qui accouple mécaniquement l'élément de fixation
(20) à l'élément de réception de joint (40) et qui est réalisée pour abaisser l'élément
de réception de joint (40) par rapport à l'élément de fixation (20) d'une position
relevée dans une position abaissée et inversement, pour le soulever de la position
abaissée dans la position relevée, et
un élément de joint (50) fixé à l'élément de réception de joint (40), qui s'étend
dans une direction longitudinale,
l'élément de joint (50) fournissant une première ligne d'étanchéité (54a) par une
première portion d'élément de joint (54), qui peut être abaissée, respectivement soulevée,
au moyen de l'unité mécanique d'abaissement,
la première portion d'élément de joint (54) étant une lèvre d'étanchéité et/ou une
feuille d'étanchéité, la feuille d'étanchéité s'étendant depuis une première extrémité
de feuille jusqu'à une deuxième extrémité de feuille et les deux extrémités de feuille
pouvant être abaissées et soulevées conjointement avec l'élément de réception de joint,
caractérisé en ce que
l'élément de joint (50) présente une deuxième portion d'élément de joint (55) qui
est séparée de la première portion d'élément de joint (54) par une encoche, l'élément
de joint (50) fournissant, par la deuxième portion d'élément de joint (55), une deuxième
ligne d'étanchéité (55a) s'étendant parallèlement à la première ligne d'étanchéité
(54a),
en ce que la deuxième portion d'élément de joint (55) présente un premier et un deuxième côté
(52, 56), le premier côté (52) pouvant être abaissé et soulevé au moyen de l'unité
mécanique d'abaissement, et le deuxième côté (56) étant fixé en position par rapport
à l'élément de fixation (20), et
en ce que dans l'état abaissé, la première et la deuxième ligne d'étanchéité (54a, 55a) assurent
l'étanchéité par rapport à une surface se trouvant à l'extérieur du joint de porte.
2. Joint de porte selon la revendication 1, dans lequel la deuxième portion d'élément
de joint est réalisée par une feuille d'étanchéité à branches (55), en particulier
dans lequel la deuxième portion d'élément de joint est un joint à enroulement.
3. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans lequel la première
portion d'élément de joint (54) peut être abaissée et soulevée avec une course d'abaissement
complète de l'unité mécanique d'abaissement, la course d'abaissement complète définissant
une distance et le deuxième côté (56) de la deuxième portion d'élément de joint (55),
dans l'état soulevé, étant monté le long de cette distance à plus faible hauteur que
la première portion d'élément de joint (54).
4. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel la première
portion d'élément de joint (54) peut être abaissée et soulevée avec une course d'abaissement
complète de l'unité mécanique d'abaissement et dans lequel la deuxième portion d'élément
de joint (55) peut être abaissée, respectivement soulevée, au moyen du mécanisme d'abaissement
avec une fraction, en particulier la moitié, de la course d'abaissement de l'unité
mécanique d'abaissement.
5. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel le deuxième
côté (56) de la deuxième portion d'élément de joint (55) est disposé de manière décalée
latéralement transversalement à la direction longitudinale pour la fixation de la
première portion d'élément de joint (54).
6. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, la première et la
deuxième portion d'élément de joint (54, 55), de préférence l'ensemble de l'élément
de joint (50), étant réalisé(es) d'une seule pièce.
7. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que l'élément de joint (50) est supporté de manière librement déplaçable dans la direction
longitudinale par rapport à l'élément de fixation (20), de préférence est supporté
de manière librement déplaçable sur l'élément de réception de joint (40).
8. Joint de porte selon les revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que l'unité mécanique d'abaissement déplace l'élément de réception de joint (40) par
rapport à l'élément de fixation (20) entre une position soulevée et une position abaissée
sur une trajectoire de déplacement qui contient une composante de déplacement verticale
et une composante de déplacement horizontale s'étendant dans la direction longitudinale
de l'élément de joint (50) et en ce que l'élément de joint (50) est fixé de manière fixe dans la direction longitudinale
par rapport à l'élément de fixation (20) et de manière déplaçable dans la direction
longitudinale de l'élément de joint (50) par rapport à l'élément de réception de joint
(40).
9. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de joint (50) présente une première portion de fixation (52) pour la fixation
à l'élément de réception de joint (40) et une deuxième portion de fixation (56) espacée
de la première portion de fixation (52) pour la fixation de l'élément de joint (50)
à la porte ou à l'élément de fixation (20).
10. Joint de porte selon la revendication 9,
caractérisé en ce que la première portion de fixation (52) est fixée à l'élément de réception de joint
(40) et la deuxième ligne d'étanchéité (55a) est disposée mécaniquement entre la première
et la deuxième portion de fixation (52, 56).
11. Joint de porte selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que la première portion de fixation (52) est déplaçable relativement par rapport à l'élément
de fixation (40) et la deuxième portion de fixation (56) est réalisée en vue de la
fixation fixe à la porte ou à l'élément de fixation (20).
12. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- l'élément de fixation (20),
- l'élément de réception de joint (40),
- la première portion d'élément de joint (54),
- la deuxième portion d'élément de joint (55),
- la première portion de fixation (52) et/ou
- la deuxième portion de fixation (56)
s'étendent sur toute la longueur de l'élément de joint (50).
13. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- la première portion de fixation (52) s'étend parallèlement et sur la même longueur
que la deuxième portion de fixation (56) et/ou
- la première portion d'élément de joint (52) s'étend parallèlement et sur la même
longueur que la deuxième portion d'élément de joint (56).
14. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième ligne d'étanchéité (55a) est réalisée au niveau d'une portion de feuille
(55) de courbure convexe vers l'extérieur, qui présente, de préférence au niveau d'une
extrémité de feuille, une première région de fixation (56) pour la fixation fixe de
l'élément de joint à la porte ou à l'élément de fixation (20) et, à une autre extrémité
de feuille, une deuxième région de fixation (52) pour la fixation mobile verticalement
par rapport à l'élément de fixation (20).
15. Joint de porte selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de joint (50) présente une première région de fixation (56) pour la fixation
fixe de l'élément de joint (50) à la porte et une deuxième région de fixation (52)
pour la fixation mobile verticalement par rapport à l'élément de fixation (20), et
en ce qu'une portion de joint de châssis de l'élément de joint (50) s'étend à partir de la
deuxième région de fixation (52) au-delà de la première région de fixation (56) pour
le positionnement dans la surface du vantail de porte et pour l'étanchéité contre
le châssis de porte.
16. Vantail de porte comprenant un joint de porte selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la deuxième portion d'élément de joint (55) s'étend au niveau du bord de l'arête
inférieure du vantail de porte, en particulier de telle sorte que la deuxième ligne
d'étanchéité (55a) soit disposée à côté du bord de l'arête inférieure du vantail de
porte, de préférence à une distance inférieure à 10 mm, de préférence inférieure à
7,5 mm du bord de l'arête inférieure du vantail de porte.
17. Vantail de porte selon la revendication 16, caractérisé en ce que la deuxième portion d'élément de joint (55) est réalisée sous forme de portion de
joint de châssis et s'étend jusque dans le plan de la surface du vantail de porte
tournée vers le châssis où s'étend au-delà de ce plan.
18. Utilisation d'un joint de porte selon la revendication 9 ou selon une revendication
se rapportant à la revendication 9, pour l'étanchéité de l'interstice entre une porte
et un sol ou un seuil de telle sorte que la deuxième portion de fixation (55) soit
fixée dans une région de bord d'une arête inférieure de la porte au niveau de l'élément
de fixation (20).
19. Utilisation selon la revendication 18, comprenant un joint de porte selon la revendication
14 de telle manière qu'une partie de la deuxième portion de fixation (55) s'étende
dans la région de bord de l'arête inférieure de la porte, de préférence en affleurement
avec la surface du vantail de porte au-dessus de la région du bord de l'arête inférieure.