Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Tischverlängerungsbeschlag für einen Tisch mit einer
Tischplatte und einer Auszugplatte sowie einen Tisch mit einem Tischverlängerungsbeschlag.
Der Tischverlängerungsbeschlag, der im Folgenden auch kurzum als Beschlag bezeichnet
wird, dient dazu einen Tisch beziehungsweise dessen nutzbare Tischfläche mit Hilfe
einer Auszugplatte bei Bedarf vergrössern zu können.
Stand der Technik
[0002] Aus der Druckschrift
DE 20 2006 004 911 U1 ist ein Tisch mit verlängerbarer Tischplatte bekannt. Der Tisch weist dazu eine unter
der Tischplatte angeordnete schwenkbare Ablage und eine auf der Ablage liegende Verlängerungsplatte
auf. Wird die Verlängerungsplatte benötigt, wird die Ablage in eine zur Seite des
Tisches geneigte Stellung geschwenkt. Die Verlängerungsplatte rutscht aus der Ablage
zur Seite, so dass ihr Rand gegriffen werden kann. Unter der Tischplatte befindet
sich zudem ein Auszug, der in Längsrichtung des Tisches auf der Stirnseite ausziehbar
ist. Auf den ausgezogenen Auszug ist die Verlängerungsplatte auflegbar. Diese Lösung
hat den Nachteil, dass der Benutzer die unter Umständen relativ schwere Verlängerungsplatte
tragen und dafür erheblich Kraft aufwenden muss. Zudem besteht die Gefahr, dass der
Benutzer beim Tragen der Verlängerungsplatte mit der Verlängerungsplatte an einem
anderen Möbel oder Gegenstand anstösst und diesen dabei beschädigt.
[0003] Aus der Druckschrift
DE 20 2010 005 991 U1 ist ein weiterer verlängerbarer Tisch bekannt. Der Tisch weist eine Tischplatte und
zwei über Scharniere auseinanderklappbare Platten auf, die zusammen eine Ergänzungsplatte
bilden. Zudem ist ein die Ergänzungsplatte tragender Auszug vorgesehen, der aus einer
unterhalb der Tischplatte befindlichen Verstauposition in eine Auszugposition ausziehbar
ist. Der Auszug weist einen Ausstellmechanismus auf, der bewirkt, dass die Ergänzungsplatte
beim Ausziehen des Auszugs einige Zentimeter nach oben bewegt wird, so dass zwischen
ihr und dem Auszug ein Spalt entsteht, in den man mit der Hand hinein fassen und die
Ergänzungsplatte vollständig ausklappen kann. Bei dieser Lösung muss der Benutzer
die Ergänzungsplatte zwar nicht mehr selber tragen, dafür hat diese Lösung aber den
Nachteil, dass der Benutzer sich die Finger einklemmen kann, wenn er die beiden Platten
der Ergänzungsplatte zusammenklappt. Zudem können bei dieser Lösung die vielen Trennfugen
ästhetisch nachteilhaft sein und die Reinigung der Tischoberfläche wird dadurch erschwert.
[0004] Schliesslich ist aus der Druckschrift
DE 20 2010 008 880 U1 ein weiterer verlängerbarer Tisch bekannt. Der Tisch weist auf der Unterseite der
Tischplatte einen Verlängerungsbeschlag auf, der zwischen einer unter der Tischplatte
angeordneten Ruhestellung und einer über die Tischplatte hinausragenden Auszugsstellung
beweglich ist. Zudem ist eine Verlängerungsplatte vorhanden, die vom Verlängerungsbeschlag
getragen wird. Der Verlängerungsbeschlag umfasst einen Hebemechanismus, um die Verlängerungsplatte
in einem ersten Schritt aus einer unteren Position in eine obere Position heben zu
können. Zudem ist ein Drehmechanismus vorhanden, der die Verlängerungsplatte um eine
aufrechte Achse drehbar macht, so dass sie in einem zweiten Schritt um die aufrechte
Achse in die Auszugstellung gedreht werden kann. Diese Lösung vermeidet zwar die Nachteile
der vorgenannten Lösungen, hat aber den Nachteil, dass auf der Auszugsseite des Tisches
viel Platz benötigt wird, um die Verlängerungsplatte an die Tischplatte anfügen zu
können. Es muss nämlich nicht nur der Platz für die gesamte Länge der Verlängerungsplatte
zu Verfügung stehen, sondern noch ein zusätzlicher Platz vorhanden sein, um die Verlängerungsplatte
drehen zu können. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Verlängerungsbeschlag
ausserordentlich weit ausziehbar und folglich stabil sein muss, um die in der äussersten
Auszugsstellung durch die Verlängerungsplatte bewirkten Kräfte und Drehmomente aufnehmen
zu können.
Darstellung der Erfindung
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen Tischverlängerungsbeschlag für einen Tisch
mit einer Tischplatte und einer Auszugplatte sowie einen Tisch mit einem Tischverlängerungsbeschlag
anzugeben, der einfach und ohne besonderen Kraftaufwand bedienbar ist.
[0006] Vorteilhafter Weise ist der Tischverlängerungsbeschlag einfach und ohne Spezialwerkzeug
am Tisch montierbar. Darüber hinaus kann der Tischverlängerungsbeschlag auch schnell
und präzise montiert werden. Besondere Massnahmen, insbesondere Aussparungen und Ausfräsungen
am Tisch sind nicht erforderlich.
[0007] Ein weiterer Vorteil des Tischverlängerungsbeschlags ist, dass der Tischverlängerungsbeschlag
zusammen mit der Tischverlängerungsplatte im unter dem Tisch montierten Zustand aus
den üblichen Blickwinkeln betrachtet unsichtbar ist.
[0008] Auch von Vorteil ist, dass ein Tisch jederzeit mit dem erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlag
ohne weiteres nachgerüstet werden kann. Bei Bedarf kann die Nachrüstung sogar vor
Ort stattfinden.
[0009] Weil die Auszugplatte nur etwa zur Hälfte unter der Tischplatte hervorgezogen wird,
erzeugt sie auch nur ein relativ geringes Drehmoment. Vorteilhafter Weise sind damit
in jeder Stellung des Tischverlängerungsbeschlags die durch die Auszugplatte erzeugten
und auf den Tischverlängerungsbeschlag wirkenden Kräfte und Drehmomente relativ klein.
Dies stellt sicher, dass der Tischverlängerungsbeschlag in jeder Position sicher und
stabil ist und präzise funktioniert.
[0010] Ein weiterer Vorteil des Tischverlängerungsbeschlags ist, dass die Planizität der
Tischplatte und der Auszugplatte immer und jederzeit gewährleistet ist. Eine Nachjustierung
ist nicht erforderlich.
[0011] Darüber hinaus hat ein Tisch, der mit dem erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlag
ausgestattet ist, den Vorteil, dass nur wenig Platz neben dem Tisch erforderlich ist,
um die Auszugplatte an die Tischplatte anzufügen. Weil die Auszugplatte nur etwa zur
Hälfte unter der Tischplatte hervorgezogen wird, ragt sie auch nur wenig in den Raum.
Für die nachfolgenden Kipp- und Drehbewegungen der Auszugplatte ist neben dem Tisch
nur der Platz erforderlich, der ohnehin für die Breite der Auszugplatte benötigt wird.
[0012] Die Aufgabe wird durch einen Tischverlängerungsbeschlag für einen Tisch mit einer
Tischplatte und einer Auszugplatte mit den in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
[0013] Der erfindungsgemässe Tischverlängerungsbeschlag für einen Tisch mit einer Tischplatte
und einer Auszugplatte, umfasst einen Auszug, der dafür vorgesehen ist auf der Unterseite
der Tischplatte befestigt zu sein, wobei mit dem Auszug die Auszugplatte zwischen
einer unter der Tischplatte befindlichen Parkstellung und einer neben der Tischplatte
befindlichen Zwischenstellung bewegbar ist. Zudem ist ein Dreh-Kipp-Gelenk vorgesehen,
das mit dem Auszug verbunden und dafür vorgesehen ist an der Auszugplatte befestigt
zu sein, wobei mit dem Dreh-Kipp-Gelenk die Auszugplatte drehbar und kippbar ist,
so dass sie zwischen der Zwischenstellung und einer Gebrauchsstellung bewegbar ist.
[0014] Die Aufgabe wird auch durch einen Tisch mit dem oben beschriebenen Tischverlängerungsbeschlag
mit den in Patentanspruch 15 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0015] Der erfindungsgemässe Tisch weist den oben beschriebenen Tischverlängerungsbeschlag
auf und die Auszugplatte ist mit der Sichtseite nach unten am Tischverlängerungsbeschlag
befestigt.
[0016] Die Aufgabe wird auch durch einen Tisch mit dem oben beschriebenen Tischverlängerungsbeschlag
mit den in Patentanspruch 16 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0017] Der erfindungsgemässe Tisch weist den oben beschriebenen Tischverlängerungsbeschlag
auf und der Auszug ist mittig zur Tischplatte an der Tischplatte befestigt.
[0018] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den in den abhängigen
Patentansprüchen angegebenen Merkmalen.
[0019] Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags weist
der Auszug eine Linearführung auf.
[0020] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags
ist die Linearführung als Vollauszug oder als Überauszug ausgebildet.
[0021] Bei einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags
weist der Auszug eine weitere Linearführung auf. Die beiden Linearführungen erhöhen
die Stabilität des Auszugs.
[0022] Bei einer Weiterbildung des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags ist der
Abstand der beiden Linearführungen zueinander grösser als die Breite der Auszugplatte.
Dadurch ist der erfindungsgemässe Beschlag besonders stabil.
[0023] Bei einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags
weist die Linearführung wenigstens ein Festlager und/oder wenigstens ein Loslager
auf. Mit Hilfe des Festlagers kann der Tischverlängerungsbeschlag an eine Tischplatte
geschraubt werden, die beispielsweise aus Pressspan hergestellt ist. Mit Hilfe des
Loslagers kann der Tischverlängerungsbeschlag an eine Tischplatte geschraubt werden,
die beispielsweise aus Massivholz hergestellt ist. Das Loslager gewährleistet, dass
die Tischplatte arbeiten (schwinden und sich dehnen) kann, ohne dass dies sich auf
den Tischverlängerungsbeschlag auswirkt.
[0024] Bei einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags
ist das Dreh-Kipp-Gelenk zwischen den beiden Linearführungen angeordnet und mit diesen
drehbar verbunden.
[0025] Darüber hinaus kann bei dem erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlag das Dreh-Kipp-Gelenk
derart ausgebildet sein, dass die Drehachse und die Kippachse im Wesentlichen senkrecht
zueinander stehen.
[0026] Bei dem erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlag kann das Dreh-Kipp-Gelenk ein
Drehgelenk und ein Kippgelenk aufweisen. Das Kippgelenk ist dabei mit der Linearführung
drehbar verbunden, und das Dreh-Gelenk ist dabei drehbar mit dem Kippgelenk verbunden.
[0027] Des Weiteren kann bei dem erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlag das Dreh-Gelenk
eine Montageplatte zur Befestigung der Auszugplatte aufweisen.
[0028] Darüber hinaus kann bei dem erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlag das Dreh-Gelenk
mittig zwischen beiden Linearführungen angeordnet sein. Dadurch kann die Auszugplatte
ebenfalls mittig am Dreh-Gelenk befestigt werden, so dass der Kraftaufwand zum Drehen
der Auszugplatte minimal ist und die Auszugplatte in jeder Drehposition stehen bleibt,
ohne dass der Benutzer die Auszugplatte halten muss.
[0029] Vorteilhafter Weise ermöglicht bei dem erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlag
das Dreh-Kipp-Gelenk eine Drehung um eine Drehachse und ein Kippen um eine Kippachse,
wobei die Drehachse und die Kippachse bei der gebrauchsgemässen Bedienung des Tischverlängerungsbeschlags
horizontal verlaufen.
[0030] Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags weist
das Dreh-Kipp-Gelenk eine Rasteinrichtung auf mit der das Der-Kipp-Gelenk in einer
bestimmten Stellung festhaltbar ist.
[0031] Bei einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags
ist eine Kippsicherung gegen ein versehentliches Kippen der Auszugplatte vorgesehen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0032] Im Folgenden wird die Erfindung mit mehreren Ausführungsbeispielen anhand von 12
Figuren weiter erläutert.
- Figur 1
- zeigt eine erste mögliche Ausführungsform des erfindungsgemässen Tisches mit einer
möglichen Ausführungsform des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags von unten,
wobei die Auszugplatte sich in der Parkstellung befindet.
- Figur 2
- zeigt den Tisch mit der Auszugsplatte von unten, wobei die Auszugplatte sich in einer
teilweise ausgezogenen Position befindet.
- Figur 3
- zeigt den Tisch mit der Auszugsplatte von unten, wobei die Auszugplatte sich in der
ausgezogenen Position befindet.
- Figur 4
- zeigt den Tisch mit der Auszugsplatte von oben, wobei die Auszugplatte sich in der
gekippten Position befindet.
- Figur 5
- zeigt den Tisch mit der Auszugsplatte von oben, wobei die Auszugplatte sich in der
gedrehten Position befindet.
- Figur 6
- zeigt den Tisch mit der Auszugsplatte von oben, wobei die Auszugplatte sich in der
horizontalen Position befindet.
- Figur 7
- zeigt den Tisch mit der Auszugsplatte von unten, wobei die Auszugplatte sich in der
Gebrauchsstellung befindet.
- Figur 8
- zeigt einen Ausschnitt des Tisches mit der Auszugsplatte von oben, wobei sich die
Auszugplatte in der gedrehten Position befindet.
- Figur 9
- zeigt eine erste mögliche Ausführungsform des Tischverlängerungsbeschlags in Parkstellung
in einer ersten Ansicht schräg von oben.
- Figur 10
- zeigt die erste Ausführungsform des Tischverlängerungsbeschlags in Parkstellung in
einer zweiten Ansicht schräg von oben.
- Figur 11
- zeigt die erste Ausführungsform des Tischverlängerungsbeschlags in der ausgezogenen
Stellung in der ersten Ansicht.
- Figur 12
- zeigt die erste Ausführungsform des Tischverlängerungsbeschlags in der ausgezogenen
Stellung in der zweiten Ansicht.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0033] Eine erste mögliche Ausführungsform des erfindungsgemässen Tisches 1 zusammen mit
einer ersten möglichen Ausführungsform des erfindungsgemässen Tischverlängerungsbeschlags
3 ist in Figur 1 in einer dreidimensionalen Ansicht von schräg unten dargestellt.
Der Tisch 1 hat bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel in der Draufsicht
eine rechteckige Form. Dies ist aber nicht zwingend. Der Tisch 1 kann auch eine beliebige
andere Form, beispielsweise eine quadratische Form haben. Der Tisch weist vier Tischbeine
1.3, 1.4, 1.5 und 1.6 auf. Aber auch dies ist nicht zwingend erforderlich. Im Folgenden
wird davon ausgegangen, dass die x-Achse parallel zur Längsseite 2.4 des Tisches 1,
die y-Achse parallel zur Stirnseite 2.5 und die z-Achse vertikal verläuft. Bei dem
in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel verläuft also die z-Achse parallel zu den
Tischbeinen 1.3, 1.4, 1.5 und 1.6. In den Figuren 2 und 3 ist das Tischbein 1.6 nicht
gezeigt.
[0034] Der Tischverlängerungsbeschlag 3 trägt eine Auszugplatte 4. Beide befinden sich in
Figur 1 in einer Parkstellung, welche auch als Verstauposition bezeichnet wird. In
dieser Stellung sind der Tischverlängerungsbeschlag 3 und die Auszugplatte 4, die
auch als Tischverlängerungsplatte bezeichnet wird, aus den üblichen Blickwinkeln betrachtet
nicht sichtbar. Der Tischverlängerungsbeschlag 3 und die Auszugplatte 4 können soweit
von der Stirnfläche 2.5 der Tischplatte 2 entfernt unter dieser montiert sein, dass
sie auch von der Stirnseite 2.5 des Tisches aus nicht sichtbar sind. Bei dem Ausführungsbeispiel
ist die Auszugplatte 4 so unter den Tisch 1 am Tischverlängerungsbeschlag 3 befestigt,
dass deren Sichtseite 4.1, also die schöne und für den Benutzer sichtbare Seite, in
der Parkstellung nach unten zeigt. Der Tischverlängerungsbeschlag 3 ist vorzugsweise
so ausgebildet, dass die Auszugplatte 4 in der Parkstellung parallel zur Tischplatte
2 ausgerichtet ist. In der Parkstellung verläuft die Seitenfläche 4.4 der Auszugplatte
4 vorzugsweise parallel zur Längsseite 2.4 des Tischplatte 2.
[0035] Anhand der Figuren 1 bis 7 wird im Folgenden beschrieben wie die Auszugplatte 4 aus
der Parkstellung (siehe Figur 1) in die Gebrauchsstellung gemäss Figur 7 gebracht
werden kann. Der Benutzer kann dazu den Tischverlängerungsbeschlag 3 und die Auszugplatte
4 in Richtung des Pfeils 30 unter der Tischplatte 2 hervorziehen. Er kann dazu einen
Griff 24 benutzen (siehe Figur 9), der am Tischverlängerungsbeschlag 3 befestigt ist
und sich - wenn der Tischverlängerungsbeschlag 3 in der Parkstellung ruht - zwischen
der Tischplatte 2 und der Auszugplatte 4 befindet. In Figur 1 ist der Griff 24 nicht
sichtbar. Figur 2 zeigt den Tisch 1 mit dem Tischverlängerungsbeschlag 3 und der Auszugsplatte
4, wobei diese sich in einer teilweise ausgezogenen Position befinden. Damit die Auszugplatte
4 in die beschriebene Position gezogen werden kann, weist der Tischverlängerungsbeschlag
3 bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Figur 1 eine erste Linearführung 5 und eine zweite
Linearführung 6 auf. Es ist aber auch möglich den Tischverlängerungsbeschlag 3 mit
nur einer Linearführung auszustatten. Die eine Linearführung beziehungsweise die beiden
Linearführungen 5 und 6 sind vorzugsweise so unter der Tischplatte 2 angeordnet, dass
der Verschiebeweg der Auszugplatte 4 parallel zur x-Achse und damit auch parallel
zur Längsachse des Tisches 1 verläuft. Als Linearführung kann jede Art Führung dienen,
die eine lineare, das heisst im Wesentlichen geradlinige Bewegung ermöglicht.
[0036] Der Benutzer kann den Tischverlängerungsbeschlag 3 und die Auszugplatte 4 noch weiter
in Richtung des Pfeils 30 unter der Tischplatte 2 hervorziehen bis die Auszugplatte
4 in die in Figur 3 gezeigte sogenannte Zwischenstellung gelangt ist. Die Auszugplatte
4 ist in dieser Zwischenstellung nach wie vor im Wesentlichen parallel zur Tischplatte
2 ausgerichtet und befindet sich nun etwa zur Hälfte seitlich neben der Stirnfläche
2.5 des Tisches und damit auch neben dem Tisch 1. Es können ein oder mehrere Rastelemente
vorgesehen sein, um die Auszugplatte 4 in dieser gekippten Position festzuhalten.
[0037] Je nach Ausführungsform kann aber auch vorgesehen sein, dass die Auszugplatte 4 noch
weiter oder auch weniger weit unter der Tischplatte 2 hervorgezogen werden kann. In
der Regel ist vorgesehen, dass die Auszugplatte 4 etwas weiter als das Mass L (siehe
Figur 6) unter der Tischplatte 2 hervorgezogen werden kann. Das Mass L ist die Länge
der Auszugplatte 4. B ist die Breite der Auszugplatte 4. Üblicherweise ist die Breite
B der Auszugplatte 4 gleich der Breite der Tischplatte 2, was aber nicht zwingend
so sein muss.
[0038] Anschliessend kippt der Benutzer die Auszugplatte 4 in Pfeilrichtung 31 um rund 90°.
Figur 4 zeigt den Tisch 1 mit der Auszugsplatte 4 in einer dreidimensionalen Ansicht
schräg von oben, wobei die Auszugplatte 4 sich in der gekippten Position befindet.
Die kurze Seitenfläche 4.3 der Auszugplatte 4 befindet sich nun unten. Damit der Benutzer
die Auszugplatte 4 kippen kann, weist der Tischverlängerungsbeschlag 3 ein Kipp-Gelenk
7 auf. Dieses befindet sich bei der vorliegenden Ausführungsform am linken Ende zwischen
den beiden Linearführungen 5 und 6. Es können ein oder mehrere Rastelemente vorgesehen
sein, um die Auszugplatte 4 in dieser gekippten Position zu halten.
[0039] In einem weiteren Schritt dreht der Benutzer nun die Auszugplatte 4 um 90° in Richtung
des Pfeils 32. Die Drehung erfolgt im Wesentlichen in der y-z-Ebene. In Figur 5 ist
der Tisch 1 mit der Auszugsplatte 4 schräg von oben dargestellt, wobei sich die Auszugplatte
4 nun in der gedrehten Position befindet. Die kurze Seitenfläche 4.3 der Auszugplatte
4 befindet sich nun nicht mehr unten, sondern links. Damit man die Auszugplatte 4
drehen kann, weist der Tischverlängerungsbeschlag 3 ein Dreh-Gelenk 8 auf. Das Dreh-Gelenk
8 ist vorzugsweise in der Mitte des Kipp-Gelenks 7 angeordnet und ist mit der Auszugplatte
4 verbunden. Es können ein oder mehrere Rastelemente vorgesehen sein, um die Auszugplatte
4 in dieser gedrehten Position zu halten.
[0040] Nun kann der Benutzer die Auszugplatte 4 erneut kippen und zwar in Richtung des Pfeils
33, so dass die Auszugplatte 4 in einer horizontalen Position zu liegen kommt. Figur
6 zeigt den Tisch 1 mit der Auszugsplatte 4 schräg von oben, wobei die Auszugplatte
4 sich in der horizontalen Position befindet. Die Seitenfläche 4.4 der Auszugplatte
4 befindet sich nun neben der Stirnfläche 2.5 der Tischplatte 2. In dieser Position
besteht zwischen der Stirnseite 2.5 der Tischplatte 2 und der Seitenfläche 4.4 der
Auszugplatte 4 ein Spalt F. Es können ein oder mehrere Rastelemente vorgesehen sein,
um die Auszugplatte 4 in dieser horizontalen Position zu halten. Das oder die Rastelemente
können beispielsweise auch Magnete sein.
[0041] Schliesslich kann der Benutzer die Auszugplatte 4 in die Gebrauchsstellung bringen,
indem er die Auszugplatte 4 in Pfeilrichtung 34 an die Stirnseite 2.5 des Tisches
schiebt. Dadurch wird der Spalt F minimiert und es bleibt lediglich eine schmale Stossfuge
zwischen der Seitenfläche 4.4 der Auszugplatte 4 und der Stirnfläche 2.5 der Tischplatte
2. Figur 7 zeigt den Tisch 1 mit der Auszugsplatte 4 von unten, wobei die Auszugplatte
4 sich in der soeben beschriebenen Gebrauchsstellung befindet.
[0042] In Figur 8 ist einen Ausschnitt des Tisches 1 mit der Auszugsplatte 4 in einer dreidimensionalen
Ansicht schräg von oben dargestellt. Die Auszugplatte 4 befindet sich in der gedrehten
Position (siehe auch Figur 5).
[0043] Vorteilhafter Weise ist die Auszugplatte 4 so auf dem Dreh-Gelenk 8 montiert, das
sich der Schwerpunkt der Auszugplatte 4 in der Nähe des Dreh-Gelenks 8 befindet. Dadurch
ist der Kraftaufwand, der erforderlich ist, um die Auszugplatte kippen und drehen
zu können minimal. Die Auszugplatte 4 kann mittels Schrauben mit dem Dreh-Gelenk 8
verbunden sein. Es sind aber auch andere Verbindungen zwischen der Auszugplatte 4
und dem Dreh-Gelenk 8 möglich.
[0044] Auf der in der Gebrauchsstellung nicht sichtbaren Seite 4.2 der Auszugplatte 4 können
ein oder mehrere Anschläge vorgesehen sein. Bei der in Figur 8 gezeigten Ausführungsform
sind auf der Seite 4.2 der Auszugplatte 4 ein Anschlag 14 und ein Anschlag 15 montiert.
Mit Hilfe der beiden Anschläge 14 und 15 wird erreicht, dass die Auszugplatte 4 zwischen
den beiden Anschlägen 14 und 15 hin und her gedreht werden kann. Eine versehentliche
Drehung über die beiden Anschläge 14 und 15 hinaus wird so sicher und auf einfache
Weise vermieden.
[0045] Zudem können ein oder mehrere Ausgleichselemente an der Auszugplatte 4 angebracht
sein. Bei der in Figur 8 gezeigten Ausführungsform sind auf der nicht sichtbaren Seite
4.2 der Auszugplatte 4 ein erstes Ausgleichselement 12 und ein zweites Ausgleichselement
13 befestigt. Vorzugsweise sind die Ausgleichselemente 12 und 13 höhenverstellbar
und dienen dazu einen möglichen Höhenunterschied zwischen der Tischplatte 2 und der
Auszugplatte 4 auszugleichen, damit ein Absatz zwischen der Tischplatte 2 und der
Auszugplatte 4 vermieden wird.
[0046] Die Ausgleichselemente 12 und 13 können bei Bedarf auch als Puffer dienen. Die Ausgleichselemente
können dazu mit einem elastischen und/oder schalldämmenden Material bestückt sein.
Wenn die Auszugplatte 4 aus der in Figur 5 gezeigten gedrehten Position in die gekippte
Position gemäss Figur 6 gebracht wird, sorgen die als Puffer fungierenden Ausgleichselemente
12 und 13 dafür, dass die Auszugplatte 4 nicht hart auf den beiden Linearführungen
5 und 6 aufschlägt. Der oder die Puffer können auch auf der oder den Linearführungen
angeordnet sein.
[0047] Damit die Anzugplatte 4 sicher in der Gebrauchsposition gehalten wird, können ein
oder mehrere Kippsicherungen vorgesehen sein. Bei der in Figur 8 dargestellten Ausführungsform
bilden ein erster Riegel 10 und ein zweiter Riegel 11 die Kippsicherung. Sie befinden
sich auf der nicht sichtbaren Seite 4.2 und ragen über die Seitenfläche 4.4 der Auszugplatte
4 hinaus. Sobald die Auszugplatte an die Stirnseite 2.5 der Tischplatte 2 herangeschoben
ist und sich also in der Gebrauchsstellung befindet, greifen die beiden Riegel 10
und 11 unter die Tischplatte 2 und verhindern so, dass die Auszugplatte 4 versehentlich
wegkippt.
[0048] Um die Auszugplatte 4 wieder aus der Gebrauchsstellung in die Parkstellung zu bringen,
werden die soeben beschriebenen Schritte in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.
[0049] In den Figuren 9 und 10 ist eine erste mögliche Ausführungsform des Tischverlängerungsbeschlags
3 in Parkstellung schräg von oben in einer ersten beziehungsweise einer zweiten Ansicht
dargestellt. Der Tischverlängerungsbeschlag 3 kann mit Hilfe eines ersten Winkels
16 und eines zweiten Winkels 19 an einer Tischplatte befestigt werden.
[0050] Vorzugsweise wird der Tischverlängerungsbeschlag 3 mittig zur Längsachse der Tischplatte
angeordnet. Der Tischverlängerungsbeschlag 3 wird also so auf der Unterseite der Tischplatte
angeordnet, dass die Längsachse des Tischverlängerungsbeschlags 3 mit der Längsachse
des Tisches deckungsgleich ist. Die Längsachse des Tischverlängerungsbeschlags 3 ist
in der Regel deckungsgleich mit der Drehachse 80 des Dreh-Gelenks 8.
[0051] Die Ausführungsform des Tischverlängerungsbeschlags 3 gemäss den Figuren 9 bis 12
weist zwei parallel zueinander angeordnete Linearführungen 5 und 6 auf. Die erste
Linearführung 5 wiederum umfasst eine erste Führungsschiene 17 und eine zweite Führungsschiene
18, welche relativ zueinander beweglich sind. Der Winkel 16 ist an der ersten Führungsschiene
17 befestigt und weist eine Reihe von Löchern 16.1 und eine Reihe von Langlöchern
16.2 auf. Diese sind aber nicht zwingend erforderlich. Es können beispielsweise auch
nur Löcher oder nur Langlöcher vorgesehen sein.
[0052] Die zweite Linearführung 6 weist eine erste Führungsschiene 20 und eine zweite Führungsschiene
21 auf, welche ebenfalls relativ zueinander beweglich sind. Der Winkel 19 ist an der
Führungsschiene 20 befestigt und weist eine Reihe von Löchern 19.1 und eine Reihe
von Langlöchern 19.2 auf. Diese sind aber nicht zwingend erforderlich.
[0053] Die Löcher 16.1 und 19.1 werden auch als Festlager und die Langlöcher 16.2 und 19.2
als Loslager bezeichnet. Mit Hilfe des Festlagers kann der Tischverlängerungsbeschlag
3 an eine Tischplatte 1 geschraubt werden, die beispielsweise aus Pressspan hergestellt
ist. Mit Hilfe des Loslagers kann der Tischverlängerungsbeschlag 3 an eine Tischplatte
1 geschraubt werden, die beispielsweise aus Massivholz hergestellt ist. Die Loslager
16.2 und 19.2 gewährleisten, dass die Tischplatte arbeiten, also schwinden und sich
dehnen kann, ohne dass sich der Beschlag 3 verwindet, verzieht oder andere unerwünschte
Effekte auftreten.
[0054] Um die Führungsschiene 18 in der ausgezogenen Stellung (Fig. 11 und 12) zu halten,
kann an der Führungsschiene 17 eine Klammer vorgesehen sein (in den Figuren nicht
gezeigt). Wenn die Führungsschiene 18 weit genug ausgezogen ist, schnappt das Ende
der Führungsschiene 18 in die Klammer ein und wird so in dieser Stellung gehalten.
Mit ein wenig Druck kann die Führungsschiene 18 auch wieder aus der Klammer herausgedrückt
werden. Sinngemäss das Gleiche gilt für die Führungsschiene 21.
[0055] Bei der Ausführungsform gemäss den Figuren 9 bis 12 ist ein Wagen vorhanden, der
in den Führungsschienen 18 und 21 hin und her bewegt werden kann. Auf diese Weise
kann die Auszugplatte 4 zum einen über den Wagen um ein erstes Stück (siehe Figur
2) und über die Bewegung der Führungsschienen 17 + 18 bzw. 20 + 21 relativ zueinander
um ein zweites Stück (siehe Figur 3) bewegt werden.
[0056] Das Kipp-Gelenk 7 ist am Wagen 25 drehbar gelagert. Um den Wagen 25 und das Kipp-Gelenk
7 in der ausgezogenen Stellung (Fig. 11 und 12) zu halten, kann am Ende der Führungsschiene
21 eine Klammer 22 vorgesehen sein (siehe Fig. 10). Wenn der Wagen 25 weit genug ausgezogen
ist, schnappt der Wagen 25 in die Klammer 22 ein und wird so in dieser Stellung gehalten.
Mit ein wenig Druck kann der Wagen 25 auch wieder aus der Klammer 22 herausgedrückt
werden. Eine solche Klammer kann auch in der Führungsschiene 18 eingebaut sein.
[0057] Am anderen Ende der Führungsschiene 21 kann eine weitere Klammer 23 vorgesehen sein
(siehe Fig. 11). Wenn der Wagen 25 zurück in die Parkstellung geschoben wird, schnappt
der Wagen 25 in die Klammer 23 ein und wird so in dieser Stellung gehalten. Mit ein
wenig Kraft kann der Wagen 25 auch wieder aus der Klammer 23 herausgezogen werden.
Eine solche Klammer kann auch in der Führungsschiene 21 eingebaut sein.
[0058] Wenn bei der vorliegenden Erfindung von einem Dreh-Kipp-Gelenk die Rede ist, so ist
damit eine Kombination aus einem Dreh-Gelenk und einem Kipp-Gelenk gemeint. Eine mögliche
Ausführungsform eines solchen Dreh-Kippgelenks ist unter anderem in den Figuren 9
bis 12 gezeigt. Das Dreh-Kipp-Gelenk kann aber auch anders ausgebildet sein. So ist
hierfür beispielsweise auch ein Kugelgelenk denkbar.
[0059] Das Kipp-Gelenk 7 befindet sich bei der Ausführung gemäss den Figuren 9 bis 12 zwischen
den beiden Linearführungen 5 und 6 und ist mit diesen drehbar verbunden. Das Kipp-Gelenk
7 wird im Wesentlichen durch ein Rohr gebildet, wobei dessen Enden 7.1 und 7.2 in
entsprechenden Lagerstellen 25.1 und 25.1 des Wagens 25 drehbar gelagert sind. Die
Achse, um welche sich das Kipp-Gelenk 7 drehen kann, wird als Kippachse 70 bezeichnet.
[0060] Das Dreh-Gelenk 8 befindet sich bei der Ausführung gemäss den Figuren 9 bis 12 in
der Mitte des Kipp-Gelenks 8 und ist mit diesem drehbar verbunden. Die Achse, um welche
sich das Dreh-Gelenk 8 drehen kann, wird als Drehachse 80 bezeichnet. Das Dreh-Gelenk
8 weist eine Montageplatte 8.1 mit einer Reihe von Löchern 8.2 auf, über die die Auszugplatte
4 mit der Montageplatte 8.1 und damit mit dem Dreh-Gelenk 8 verbindbar ist.
[0061] Die Drehachse 80 und die Kippachse 70 sind in der Regel rechtwinklig zueinander.
[0062] Zur Versteifung des Beschlags 3 kann eine Strebe 9 vorgesehen sein, die wie in den
Figuren gezeigt ist, zwischen den beiden Linearführungen 5 und 6 angeordnet ist. In
diesem Fall wird der Wagen durch die Strebe 9 und die beiden Teile 25 gebildet. Die
Strebe 9 ist starr mit den beiden Teilen 25 verbunden. Die beiden Lager für das Kipp-Gelenk
7 befinden sich in den Teilen 25.
[0063] Figur 10 zeigt die erste Ausführungsform des Tischverlängerungsbeschlags 3 in der
ausgezogenen Stellung aus dem gleichen Blickwinkel wie in Figur 9. Figur 11 zeigt
die erste Ausführungsform des Tischverlängerungsbeschlags in der ausgezogenen Stellung
aus dem gleichen Blickwinkel wie in Figur 10. In den Figuren 10 und 11 ist das Kipp-Gelenk
7 um 90° gedreht dargestellt. Diese Stellung des Tischverlängerungsbeschlags 3 entspricht
derjenigen in Figur 8.
[0064] Die vorhergehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäss der vorliegenden Erfindung
dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung.
Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich, ohne
den Umfang der Erfindung sowie ihre Äquivalente zu verlassen. So sind beispielsweise
die in Figur 8 gezeigten Riegel 10 und 11 auch anders ausbildbar oder können durch
eine andere Kippsicherung ersetzt werden. Die Seitenfläche 4.2 der Auszugplatte 4
und die Stirnseite 2.5 der Tischplatte 2 können beispielsweise so geformt sein, dass
sie im zusammengefügten Zustand eine Kippsicherung bilden.
[0065] Die Kippsicherung kann auch in das Dreh-Kipp-Gelenk 7, 8 integriert sein.
[0066] Die oben genannten Merkmale sind auch auf eine andere als in den Figuren gezeigte
Weise miteinander kombinierbar.
[0067] Es ist auch denkbar, dass der Wagen 25 nicht vorhanden ist. In diesem Fall weisen
die beiden Führungsschienen 18 und 21 Lager auf, in denen das Kipp-Gelenk 7 drehbar
gelagert ist.
[0068] Es ist auch möglich, dass die beiden Führungsschienen 18 und 21 nicht vorhanden ist.
In diesem Fall ist der Wagen 25 in den Führungsschienen 17 und 20 hin und her bewegbar.
Im Wagen 25 sind Lager vorgesehen, in denen das Kipp-Gelenk 7 drehbar gelagert ist.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 1
- Tisch
- 1.3
- Tischbein
- 1.4
- Tischbein
- 1.5
- Tischbein
- 1.6
- Tischbein
- 2
- Tischplatte
- 2.1
- Oberseite oder Sichtseite der Tischplatte
- 2.2
- Unterseite der Tischplatte
- 2.3
- erste Seitenfläche der Tischplatte oder Stirnseite
- 2.4
- zweite Seitenfläche der Tischplatte oder Längsseite
- 2.5
- dritte Seitenfläche der Tischplatte oder Stirnseite
- 2.6
- vierte Seitenfläche der Tischplatte oder Längsseite
- 3
- Tischverlängerungsbeschlag
- 4
- Auszugplatte
- 4.1
- Sichtseite der Auszugplatte
- 4.2
- Rückseite der Auszugplatte
- 4.3
- erste Seitenfläche der Auszugplatte
- 4.4
- zweite Seitenfläche der Auszugplatte
- 4.5
- dritte Seitenfläche der Auszugplatte
- 4.6
- vierte Seitenfläche der Auszugplatte
- 5
- Linearauszug oder Linearführung
- 6
- weiterer Linearauszug oder Linearführung
- 7
- Kippgelenk
- 7.1
- erstes Ende
- 7.2
- zweites Ende
- 8
- Drehgelenk
- 8.1
- Montageplatte
- 8.2
- Loch
- 9
- Strebe
- 10
- Riegel
- 11
- Riegel
- 12
- Ausgleichselement
- 13
- Ausgleichselement
- 14
- Anschlag
- 15
- Anschlag
- 16
- Winkel
- 16.1
- Loch
- 16.2
- Langloch
- 17
- Führungsschiene
- 18
- Führungsschiene
- 18.1
- Lager
- 19
- Winkel
- 19.1
- Loch
- 19.2
- Langloch
- 20
- Führungsschiene
- 21
- Führungsschiene
- 21.1
- Lager
- 22
- Klammer
- 23
- Klammer
- 24
- Griff
- 25
- Wagen
- 25.1
- Lager
- 25.2
- Lager
- 30
- Pfeil
- 31
- Pfeil
- 32
- Pfeil
- 33
- Pfeil
- 34
- Pfeil
- 70
- Kippachse
- 80
- Drehachse
- L
- Länge der Auszugplatte
- B
- Breite der Auszugplatte
- F
- Fuge
1. Tischverlängerungsbeschlag für einen Tisch mit einer Tischplatte und einer Auszugplatte,
umfassend
- einen Auszug (5, 6), der dafür vorgesehen ist auf der Unterseite (2.2) der Tischplatte
(2) befestigt zu sein, wobei mit dem Auszug (5, 6) die Auszugplatte (4) zwischen einer
unter der Tischplatte (2) befindlichen Parkstellung und einer neben der Tischplatte
(2) befindlichen Zwischenstellung bewegbar ist, und
- ein Dreh-Kipp-Gelenk (7, 8), das mit dem Auszug (5, 6) verbunden und dafür vorgesehen
ist an der Auszugplatte (4) befestigt zu sein, wobei mit dem Dreh-Kipp-Gelenk (7,
8) die Auszugplatte (4) drehbar und kippbar ist, so dass sie zwischen der Zwischenstellung
und einer Gebrauchsstellung bewegbar ist.
2. Tischverlängerungsbeschlag nach Anspruch 1,
bei dem der Auszug (5, 6) eine Linearführung (5; 6) aufweist.
3. Tischverlängerungsbeschlag nach Anspruch 2,
bei dem die Linearführung (3; 4) als Vollauszug oder als Überauszug ausgebildet ist.
4. Tischverlängerungsbeschlag nach Anspruch 2 oder 3, bei dem der Auszug (5, 6) eine
weitere Linearführung (6; 5) aufweist.
5. Tischverlängerungsbeschlag nach Anspruch 4,
bei dem der Abstand der beiden Linearführungen (5, 6) zueinander grösser ist als die
Breite (L) der Auszugplatte (4).
6. Tischverlängerungsbeschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
bei dem die Linearführung (5; 6) wenigstens ein Festlager (16.1; 19.1) und/oder wenigstens
ein Loslager (16.2; 19.2) aufweist.
7. Tischverlängerungsbeschlag nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
bei dem das Dreh-Kipp-Gelenk (7, 8) zwischen den beiden Linearführungen (5, 6) angeordnet
und mit diesen drehbar verbunden ist.
8. Tischverlängerungsbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
bei dem das Dreh-Kipp-Gelenk (7, 8) eine Drehung um eine Drehachse (80) und ein Kippen
um eine Kippachse (70) ermöglicht,
wobei die Drehachse (80) und die Kippachse (70) bei der gebrauchsgemässen Bedienung
des Tischverlängerungsbeschlags (3) horizontal verlaufen.
9. Tischverlängerungsbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
bei dem das des Dreh-Kipp-Gelenk (7, 8) derart ausgebildet ist, dass die Drehachse
(80) und die Kippachse (70) im Wesentlichen senkrecht zueinander stehen.
10. Tischverlängerungsbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
bei dem das Dreh-Kipp-Gelenk (7, 8) ein Drehgelenk (8) und ein Kippgelenk (7) aufweist,
wobei das Kippgelenk (7) mit der Linearführung (5; 6) drehbar verbunden ist, und
wobei das Dreh-Gelenk (8) drehbar mit dem Kippgelenk (7) verbunden ist.
11. Tischverlängerungsbeschlag nach Anspruche 10,
bei dem das Dreh-Gelenk (8) eine Montageplatte (8) zur Befestigung der Auszugplatte
(4) aufweist.
12. Tischverlängerungsbeschlag nach Anspruch 10 oder 11,
bei dem das Dreh-Gelenk (8) mittig zwischen beiden Linearführungen (5, 6) angeordnet
ist.
13. Tischverlängerungsbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
bei dem am Auszug (5, 6) eine Rasteinrichtung vorgesehen ist, mit der Das Dreh-Kipp-Gelenk
(7, 8) in einer bestimmten Stellung festhaltbar ist.
14. Tischverlängerungsbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
bei dem eine Kippsicherung (10, 11) gegen ein versehentliches Kippen der Auszugplatte
(4) vorgesehen ist.
15. Tisch mit einem Tischverlängerungsbeschlag nach einem der vorigen Ansprüche 1 bis
14,
bei dem die Auszugplatte (4) mit der Sichtseite (4.1) nach unten am Tischverlängerungsbeschlag
(3) befestigt ist.
16. Tisch mit einem Tischverlängerungsbeschlag nach einem der vorigen Ansprüche 1 bis
14,
bei dem der Auszug (5, 6) mittig zur Tischplatte (3) an der Tischplatte (2) befestigt
ist.