[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Hybridrasens oder
Kunstrasens nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie auf eine Maschine zur Durchführung
des Verfahrens.
[0002] Für diverse Freiluftsportarten wie z. B. Fußball, Hockey, Rugby etc. sind verschiedene
Beläge in Nutzung. Im Wesentlichen handelt es sich um Naturrasen, Tennenbeläge als
wassergebundene Schicht und in den letzten Jahren vermehrt mit Sand, Gummigranulat
etc. verfüllte oder unverfüllte Kunstrasenbeläge, wie sie auch in Hallen verlegt werden.
[0003] Ein derartiger Kunstrasenbelag besteht beispielsweise aus einem Grundmaterial in
Form einer Matte oder einem Vliesmaterial, an der oder in der beispielsweise durch
ein Tufting-, Web- oder anderes Verfahren Kunstrasenhalme aufrecht stehend angeordnet
sind. Nach dem Verlegen des Grundmaterials auf einer entsprechend vorbereiteten Bodenfläche
wird dieses Grundmaterial in vielen Fällen mit einem Füllmaterial, wie Substrat, Sand,
Granulat und dergleichen beschickt, das zwischen die Kunstrasenhalme eingearbeitet
wird.
[0004] Auf Grund von Nutzungsverbesserungen und Umweltgesichtspunkten zukünftig besonders
interessant ist ein sogenannter Hybridrasenbelag. Dabei handelt es sich um einen durch
Kunststofffasern armierten Naturrasen, der sich durch eine signifikante Ausweitung
der Nutzungsdauer bei gleichzeitiger Beibehaltung der Nutzungseigenschaften analog
eines Naturrasens auszeichnet.
[0005] Bei der Herstellung eines Hybridrasenbelages wird zumeist auf ein vorbereitetes und
eventuell mit Nährstoffen versorgtes Feinplanum aus einer Rasentragschicht eine Matte
oder ein Vliesmaterial gelegt, an oder in der/dem entweder durch ein Tufting- oder
ein Webverfahren Kunstrasenhalme in einer bestimmten Anzahl pro m
2 aufrecht stehend verarbeitet sind. Auf diese Matte wird eine bestimmte Menge an Substrat
aus z. B. Rasentragschicht, Sand, Kork, organischem Material etc. oder Gemische daraus
aufgebracht und eingebürstet, so dass der untere Teil der Kunstrasenhalme in diesem
Substrat verbleibt, während der obere Teil über die Oberfläche der Schicht herausragt.
Zeitgleich oder nachfolgend wird in diese 'Keimschicht' entsprechender Grassamen eingebracht.
Die Kombination aller genannten Materialien sorgt für die Steigerung der Nutzungsintensität.
[0006] Ein derartiger Hybridrasen ist beispielsweise aus der
EP 0 403 008 A1 bekannt. Hierbei wird ein flächiges Kunstrasen-Grundmaterial verwendet, das die Form
einer Matte oder einem Gewebe aufweisen kann und an oder in dem Kunstrasenhalme aufrecht
stehend befestigt werden. Das Grundmaterial ist mit ausreichenden Öffnungen versehen,
damit Naturrasen entweder durch diese Durchbrechungen hindurch wachsen oder durch
diese hindurch wurzeln kann. Zu diesem Zweck wird bei einer Ausführungsform auf einer
entsprechend vorbereiteten Bodenfläche eine Schicht aus Grassamen enthaltendem Material
aufgebracht und über dieser Schicht dann eine Kunstrasenmatte aufgebracht, durch deren
Öffnungen hindurch das Gras keimen und wachsen kann. Nach dem Wachsen des Naturrasens
wird zwischen diese Naturrasenhalme und die Kunstrasenhalme Sand gestreut und die
so gebildete Hybridrasenfläche auf eine Länge gemäht, die größer als die Länge oder
Höhe der Kunstrasenhalme ist. Bei einer anderen Ausführungsform wird eine ein Wachsen
von Naturgras ermöglichende Unterschicht auf die Bodenfläche vorgebracht, das Kunstrasenmaterial
auf diese Unterlage aufgebracht und Grassamen in das Kunstgrasmaterial eingesät, worauf
wiederum nach dem Anwachsen des Naturrasens zumindest teilweise Sand zwischen die
Kunstrasenhalme eingesät wird. Dieser Sand kann in beiden Fällen teilweise Humusmaterial
enthalten.
[0007] Sowohl dieses Verfahren zur Herstellung eines Hybridrasenbelags als auch die Verfahren
zur Herstellung eines reinen Kunstrasenbelags erfordern ein Vielzahl von Herstellungsschritten,
da bei dem erstgenannten Verfahren zunächst auf die Bodenfläche eine Keimschicht aufgebracht
werden muss, und bei beiden Verfahren zunächst die Kunstrasenmatte verlegt werden
muss und dann die Kunstrasenmatte mit einem Füllmaterial befüllt werden muss.
[0008] Dies wird dadurch erschwert, dass die Füllmaterialien wie Substrate, Sande, Granulate
und andere Materialien möglichst gleichmäßig aufgebracht und eingearbeitet werden
müssen. Hierfür ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Maschinen erforderlich, wie
Verlegemaschinen für das Kunstrasenmaterial, Sämaschinen für den Naturrasen sowie
Besandungs- und Streumaschinen sowie verschiedene Bürsten- und Schleppenkombinationen
zur Vergleichmäßigung des in die Kunstrasenmatte eingebrachten Füllmaterials.
[0009] Ein einmaliges Ausbringen der bestimmungsgemäß geforderten Menge ist nicht möglich,
da die Kunstrasenhalme dann vergraben werden bzw. sich die Materialmengen beim geforderten
Einrieseln selbst stark behindern. Dies verlangt nach sehr häufigen Besandungs- und
Streuüberfahrten mit jeweils geringen Materialmengen, die nach jedem Vorgang immer
wieder eingeschleppt und/oder eingebürstet werden müssen.
[0010] Das Aufbringen des Füllmaterials erfordert den Einsatz von relativ schweren Maschinen
und Transportfahrzeugen, so dass das Befahren der auf einem Feinplanum ausgelegten
Matten vor allem bei Richtungswechseln und Drehbewegungen der Arbeitsfahrzeuge zu
Verschiebungen und Verwerfungen der Matten führt. Die Stoßkanten der ausgelegten Matten
sind besonders gefährdet hinsichtlich des Entstehens von Höhenungleichmäßigkeiten,
vor allem dann, wenn die einzuarbeitenden Materialien aufgrund von Verarbeitungsfehlern
unter die Matte geraten.
[0011] Die Notwendigkeit von häufigem Einschleppen und/oder Einbürsten verkürzt durch die
damit verbundene mechanische Belastung den Lebenszyklus der Kunstrasenhalme und verringert
die Festigkeit der Verbindung zwischen Matte/Vlies und Halmen und führt zu einem hohen
Zeit- und Kostenaufwand. Dazu kommt der Bedarf nach manueller Nacharbeit/Feinarbeit.
[0012] Bei Hybridrasenbelägen ist das Einsäen der in der Regel halb verfüllten Matte auf
Grund der optisch kaum auszumachenden Bearbeitungsgrenzen schwierig und führt teilweise
zur Doppelbearbeitung oder zu Fehlstellen. Dies gilt auch für eventuell durchzuführende
Düngemaßnahmen.
[0013] Bei allen diesen Vorgängen besteht weiterhin eine starke Witterungsabhängigkeit,
da die Füllmaterialien und auch das Saatgut auf Grund ihrer Rieseleigenschaften nur
eine bestimmte Restfeuchte aufweisen dürfen. Regen stört den Fortgang der Arbeiten
massiv, und Wind gefährdet die Gleichmäßigkeit der Ausbringung. Eine starke Sonneneinstrahlung
lässt die Kunstrasenhalme weich werden, bevor sie durch das Füllmaterial abgestützt
werden können.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw. eine Maschine zur Durchführung
des Verfahrens der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem diese Probleme wesentlich
verringert sind und sich sowohl für das Verlegen von reinen Kunstrasenbelägen als
auch insbesondere von Hybridrasenbelägen ein verringerter Arbeitsaufwand und Zeitbedarf
ergibt.
[0015] Diese Aufgabe wird durch das im Anspruch 1 angegebene Verfahren bzw. durch die im
Anspruch 11 angegebene Maschine gelöst.
[0016] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den jeweiligen
Unteransprüchen.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren bzw die Maschine ist sowohl zum Herstellen und Verlegen
von Kunstrasen als auch von Hybridrasen geeignet und stellt einen verfüllten Kunstrasen
oder Hybridrasen in fertiger Arbeit her und belegt damit abschließend das vorher erstellte
Feinplanum.
[0018] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Aufbringen eines Kunst- oder Hybridrasenbelags
auf eine mit einem Feinplanum vorbereiteten Bodenfläche wird auf dem Feinplanum ein
Kunstrasenbelag, der auf einer seiner Hauptflächen mit aufrecht stehenden Kunstrasenhalmen
versehen ist, verlegt und der Kunstrasenbelag mit Füllmaterial befüllt, wobei das
Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
Bereitstellen einer selbstfahrenden oder durch einen Schlepper gezogenen Maschine,
die zur Aufnahme und zum Abziehen des zu einer Rolle aufgerollten oder in Längsrichtung
zick-zack-förmig gefalteten Kunstrasenbelags von einem Kunstrasenvorrat ausgebildete
Einrichtungen, Führungseinrichtungen, die zum Führen des Kunstrasenbelags über eine
Bearbeitungsstrecke ausgebildet sind, über der Bearbeitungsstrecke angeordnete Speicher-
und Fülleinrichtungen, die zur Aufnahme und Verteilung des Füllmaterials auf der mit
den Kunstrasenhalmen versehenen Oberfläche des Kunstrasenbelags ausgebildet sind,
und Abgabeeinrichtungen für das mit dem Füllmaterial befüllten Kunstrasenbelags auf
das Feinplanum aufweist;
Bewegen der Maschine über den mit dem Kunstrasenbelag zu belegenden Bereich des Feinplanums
der Bodenfläche unter gleichzeitigem Abziehen des auf der Bearbeitungsstrecke mit
Füllmaterial befüllten Kunstrasenbelags von den Abgabeeinrichtungen; und
Ablegen des mit dem Füllmaterial befüllten Kunstrasenbelags von den Abgabeeinrichtungen
auf das Feinplanum.
[0019] Die über der Bearbeitungsstrecke angeordneten Speicher- und Fülleinrichtungen sind
vorzugsweise durch in Bewegungsrichtung des Kunstrasenbelags aufeinander folgend angeordnete
Materialtanks gebildet, aus denen das Material in einstellbar vorgegebener Menge mit
Hilfe von Entnahmeeinrichtungen entnommen und auf einer horizontalen, quer zur Bewegungsrichtung
des Kunstrasenbelags liegenden Linie auf diesen geschleudert wird, wobei jedem Tank
nur eine Teilmenge des zum Füllen des Kunstrasenbelags erforderlichen Füllmaterials
entnommen wird, und dass zumindest einer der Tanks Saatgut enthält.
[0020] Um die Verwendung von relativ großen Tanks, die zu einem hohen Betriebsgewicht der
Maschine führen würden, oder ein häufiges Auffüllen der Tanks mit Radladern o.ä zu
vermeiden, was zu häufigen Überfahrten und daraus resultierender Bodenverdichtung
und zur Bindung von Ressourcen führt, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen, dass zunächst eine Rasen-Tragschicht mit vorgegebener Schichtdicke auf
der zu bearbeitende Bodenfläche vor der Bewegung der Maschine über diese Bodenfläche
hergestellt und während der Bewegung der Maschine über die zu bearbeitende Bodenfläche
zumindest ein Teil der Rasen-Tragschicht von der Bodenfläche aufgenommen und der aufgenommene
Teil der Rasen-Tragschicht zu der Bearbeitungsstrecke in der Maschine gefördert wird.
[0021] Hierbei wird entweder nach oder während der Herstellung des Feinplanums eine Füll-
oder Tragschicht in Sollstärke (beispielsweise 8 bis 12 cm) auf die zu bearbeitende
Bodenfläche aufgebracht und zumindest ein Teil dieser bereits in Sollstärke in das
Feinplanum eingebauten Rasentragschicht während der Bewegung der Maschine über die
zu bearbeitende Bodenfläche von der Maschine aufgenommen und entweder zur Beschickung
der Tanks oder zur direkten Einarbeitung in die Kunstrasenmatte verwendet.
[0022] Daher werden die Tanks mit einer gleichmäßigen Menge an Füll- oder Tragmaterial befüllt,
das in Arbeitsbreite an die Tanks angeliefert wird, von denen ein Teil nur noch als
Materialpuffer mit verringertem Volumen und Gewicht dient, oder diese Tanks können
zumindest teilweise entfallen.
[0023] Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahren bzw. der Maschine zur Durchführung
des Verfahrens werden nachfolgend anhand der Zeichnungen noch näher erläutert.
[0024] In den Zeichnungen zeigen:
Figur 1 eine erste Ausführungsform der Maschine zur Durchführung des Verfahrens
Figur 2 eine zweite Ausführungsform der Maschine zur Durchführung des Verfahrens.
Figur 3 eine dritte Ausführungsform der Maschine zur Durchführung des Verfahrens.
[0025] In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform einer Maschine 2 zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens gezeigt.
[0026] Bei dieser dargestellten Ausführungsform ist die Maschine 2 eine auf nur schematisch
dargestellten Rädern 3 abrollende Maschine, die von einem Traktor 1 geschleppt wird.
[0027] Genauso könnte die Maschine 2 jedoch auch eine selbstfahrende Maschine sein oder
an einer Dreipunkt-Anhängekupplung des Traktors 1 befestigt sein.
[0028] Die Maschine umfasst vorzugsweise ein allgemein schematisch dargestelltes und mit
33 bezeichnetes Maschinengehäuse, das die einzelnen Komponenten der Maschine vor Witterungseinflüssen
schützt.
[0029] Die Maschine 2 umfasst Aufnahmeeinrichtungen für eine Rolle 4 eines Kunstrasenbelages
11 mit einer vorgegebenen Breite, das von der Rolle 4 abgezogen und über eine noch
näher zu erläuternde Bearbeitungsstrecke zu einer Abgabeeinrichtung 12 geführt wird,
von der aus der mit einem Füllmaterial befüllte Kunstrasenbelag auf eine mit einem
Feinplanum versehene Bodenfläche 10 abgegeben wird. Auf der Bearbeitungsstrecke wird
der Kunstrasenbelag 11 so geführt, dass die Kunstgrashalme des Kunstrasenbelags auf
dessen Oberseite liegen.
[0030] Anstelle eines zu der Rolle 4 aufgerollten Ausgangs-Kunstrasenbelags könnte dieser
Kunstrasenbelag auch in anderer Form als Vorrat zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise
eines Stapels mit einer Zickzack-Faltung in übereinander liegenden Lagen, von dem
der Kunstrasenbelag abgezogen wird.
[0031] Die bereits genannte Bearbeitungsstrecke erstreckt sich im Wesentlichen horizontal
zwischen zwei Führungsrollen 26, 27, die im Abstand voneinander angeordnet sind und
eine Umlenkung des Kunstrasenbelags derart bewirken, dass die auf der Oberseite der
Bearbeitungsstrecke liegenden Kunstgrashalme auseinander gespreizt werden, wodurch
die Befüllung mit Material zwischen die einzelnen Halme erleichtert wird.
[0032] Oberhalb der Bearbeitungsstrecke zwischen den Führungsrollen 26, 27 sind bei der
in Figur 1 dargestellten Ausführungsform über der Bearbeitungsstrecke Speicher-und
Fülleinrichtungen angeordnet, die durch in Bewegungsrichtung des Kunstrasenbelags
aufeinander folgend angeordnete Materialtanks 21, 22, 23 gebildet sind, wobei diese
Anzahl entsprechend den Anforderungen geändert werden kann.
[0033] Aus den Materialtanks wird das Füllmaterial in einstellbar vorgegebener Menge mit
Hilfe von Entnahmeeinrichtungen, beispielsweise in Form von Bürsten oder dergleichen
an der Unterseite der Tanks in vorgegebener, jedoch einstellbarer Menge auf einem
horizontalen, quer zur Fahrtrichtung der Maschine 2 liegenden Streifen entnommen und
zwischen die Kunstgrashalme geschleudert.
[0034] Dabei ist vorzugsweise bei der Verwendung von mehreren Tanks vorgesehen, dass diesen
Tanks jeweils nur eine Teilmenge der zur Befüllung des Kunstrasenbelags erforderlichen
Materialmenge entnommen wird.
[0035] Um möglicherweise durch Restfeuchte entstandene Zusammenballungen des Materials zu
beseitigen, kann mit Hilfe geeigneter Federzinken oder Bürstenkombinationen unmittelbar
an der Oberfläche der Kunstrasenhalme entweder ein Kontakt mit den Bürsten 28, 29
oder durch getrennte Bürsten hergestellt werden, um das Material besser zu verteilen.
[0036] Bei der Ausführungsform nach Figur 1, die insbesondere zur Herstellung von Hybrid-Kunstrasen
geeignet ist, kann der Tank 22 mit Saatgut gefüllt sein, das auf den bereits mit einer
ersten Menge an Füllmaterial, wie Sand, Granulat oder dergleichen aus dem ersten Tank
21 befüllten Kunstrasenbelag aufgebracht wird.
[0037] Ein weiterer Tank 23 mit einer bürstenförmigen oder anderen Entnahmeeinrichtung 29
führt dann weiteres Füllmaterial zu, um die Befüllung des Kunstrasenbelags fertigzustellen.
[0038] Auf diese Weise wird das aus dem Tank 22 zugeführte Saatgut auf eine für die Keimung
ideale Saattiefe gebracht, die von den relativen Mengen der aus den Tanks 21, 23 zugeführten
Materialmengen bestimmt ist.
[0039] Die drei Tanks sind vorzugsweise auswechselbar auf der Maschine 1 befestigt oder
können über entsprechende Öffnungen in dem Gehäuse 33 befüllt werden.
[0040] Einer der Tanks oder ein weiterer Tank kann alternativ oder zusätzlich Düngemittel,
einen Bodenzuschlagstoff oder ähnliches enthalten.
[0041] Nach der Bearbeitungsstrecke gelangt der gefüllte Kunstrasenbelag auf eine Abgabeeinrichtung,
die in Figur 1 in Form einer nach unten hin zur Bodenfläche 10 geneigten Rampe oder
Rutsche dargestellt ist, die zur Überführung des gefüllten Kunstrasenbelags auf die
Bodenfläche 10 dient. Diese Rampe 12 ist hydraulisch oder mechanisch vertikal und
horizontal im gewissen Umfang verstellbar, um einen sauberen Anschluss an eine bereits
verlegte Matte oder die Stellkante der Nutzfläche herzustellen. Die Rampe ist weiterhin
vorzugsweise mit einer Bürsten-oder Walzenkombination 30 versehen, die zur Vergleichmäßigung
und Rückverdichtung des auf den Kunstrasenbelag aufgebrachten Materials ausgebildet
ist.
[0042] Die längs der Arbeitsrichtung laufenden aufrechten Kanten der Rampe sind mit Abkantungen
versehen, die eine Höhe aufweisen, die zumindest gleich der Höhe des befüllten Kunstrasenbelags
ist, um ein Verrieseln des Füllmaterials an der Kante zu vermeiden.
[0043] Zusätzlich kann eine (in Figur 1 nicht dargestellte) Befeuchtungseinrichtung zur
Befeuchtung der Kantenränder vor oder hinter der Bürsten- und Walzenkombination 30
zur Stabilisierung des Füllmaterials mit Hilfe von Wasser vorgesehen sein.
[0044] Der auf die vorstehend beschriebene Weise hergestellte befüllte Kunstrasenbelag rutscht
entsprechend der Vortriebsgeschwindigkeit der Maschine 2 von der Rampe auf die mit
dem Feinplanum versehene Bodenfläche 10.
[0045] In Figur 2 ist eine zweite Ausführungsform der Maschine dargestellt, bei der zusätzlich
zur oder anstelle der Aufspreizung der Kunstrasenhalme durch die Führungsrollen 26,
27 eine Rüttelplatte 24 vorgesehen ist, die durch Antriebseinrichtungen mit einstellbarer
Frequenz und Amplitude in Schwingungen versetzt werden kann, um die Verteilung des
Füllmaterials zu verbessern. Ähnlich wie die Führungswalzen 26, 27 kann diese Führungsplatte
sowohl in Längs- als auch in Querrichtung nach oben hin konvex gekrümmt sein, um ein
Aufspreizen der freien Enden der Kunstgrashalme zu erreichen.
[0046] Weiterhin ist die bereits erwähnte Befeuchtungseinrichtung 32 oberhalb der Rampe
12 gezeigt.
[0047] Durch die Führung des Kunstrasenbelags sowohl auf der Bearbeitungsstrecke als auch
der Rampe über geschlossene Flächen kann ein selbst bei einem mit Durchbrechungen
versehenen Trägermaterial des Kunstfaserbelags ein Herausrieseln des Füllmaterials
vor dem Ablegen auf dem Feinplenum sicher vermieden werden.
[0048] In Figur 3 ist eine dritte Ausführungsform einer Maschine 2 zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt.
[0049] Diese Ausführungsform entspricht in ihrem Aufbau im Wesentlichen der Ausführungsform
nach Figur 2.
[0050] Da insbesondere das Volumen des erforderlichen Füll- oder Tragschichtmaterials sehr
groß sein kann, ist bei den Ausführungsformen nach den Figuren 1 und 2 entweder die
Verwendung von relativ großen Tanks 21,23 erforderlich, was zu einem hohen Betriebsgewicht
der Maschine führen würde, oder diese Tanks müssen häufig mit Radladern o.ä aufgefüllt
oder ausgetauscht werden, was zu häufigen Überfahrten und daraus resultierender Bodenverdichtung
und zur Bindung von Ressourcen führt.
[0051] Zur Vermeidung dieser Probleme ist bei der Ausführungsform nach Figur 3 vorgesehen,
dass entweder nach oder während der Herstellung des Feinplanums eine Füll- oder Tragschicht
37 in Sollstärke (beispielsweise 8 bis 12 cm) auf die zu bearbeitende Bodenfläche
aufgebracht und zumindest ein Teil dieser bereits in Sollstärke in das Feinplanum
eingebauten Rasentragschicht während der Bewegung der Maschine 2 über die zu bearbeitende
Bodenfläche von der Maschine 2 aufgenommen und entweder zur Beschickung der Tanks
21, 23 oder zur direkten Einarbeitung in die Kunstrasenmatte verwendet wird.
[0052] Dadurch ergibt sich der Vorteil, das die Tanks mit einer gleichmäßigen Menge an Füll-
oder Tragmaterial befüllt werden, das in Arbeitsbreite an die Tanks 21, 23 angeliefert
wird, die nur noch als Materialpuffer mit verringertem Volumen und Gewicht dienen,
oder diese Tanks können zumindest teilweise entfallen.
[0053] Die Gesamtmenge an benötigtem Substrat für eine Hybridrasenfläche ändert sich durch
das Verfahren nicht. Die Einbaustärke verändert sich lediglich um die Stärke des Kunstrasen-Grundmaterials.
[0054] Zu diesem Zweck weist die Maschine 2 Aufnahme- und Fördereinrichtungen 34, 35, 36
auf, die bei einer Ausführungsform durch eine vorgelagerte Fräswelle 34 und/oder ein
einem Scraper nachempfundenes horizontales Schar oder andere Einrichtungen gebildet
sind, die bzw. das zumindest einen Teil der Rasentragschicht in bestimmungsgemäßer
Menge aufnehmen.
[0055] Diese Aufnahme- und Fördereinrichtungen (34, 35, 36) sind vorzugsweise mit einer
der Arbeitsgeschwindigkeit/Vortriebsgeschwindigkeit der Maschine (1) entsprechenden
Geschwindigkeit betreibbar.
[0056] Vorzugsweise kann durch ein geeignetes tiefenverstellbares, starres oder mechanisch/hydraulisch
angetriebenes Meißelsystem 39 vor der Fräswelle oder dem horizontalen Schar in einer
bestimmungsgemäßen Arbeitstiefe eine Lockerung der Rasentragschicht erfolgen.
[0057] Das so aufgenommene Substrat wird mit Hilfe einer Fördereinrichtung 35 in die Tanks
21 und/oder 23 gefördert und dort über Umlenk- und Zuführungs-Einrichtungen 36 eingefüllt
oder in steuerbarer Mengenverteilung direkt der Bearbeitungsstrecke zugeführt wird.
[0058] Zur Erstellung eines einwandfreien Feinplanums unmittelbar vor Ablegen des fertig
befüllten Kunst- oder Hybridrasenbelages kann vorzugsweise eine Planiereinrichtung
38 hinter der Materialaufnahme 34 eingesetzt werden.
[0059] Nach der Bearbeitungsstrecke gelangt der gefüllte Kunstrasenbelag auf eine Abgabeeinrichtung,
die in Figur 1 in Form einer nach unten hin zur Bodenfläche 10 geneigten Rampe oder
Rutsche dargestellt ist, die zur Überführung des gefüllten Kunstrasenbelags auf die
Bodenfläche 10 dient. Diese Rampe 12 ist hydraulisch oder mechanisch vertikal und
horizontal im gewissen Umfang verstellbar, um einen sauberen Anschluss an eine bereits
verlegte Matte oder die Stellkante der Nutzfläche herzustellen. Die Rampe ist weiterhin
vorzugsweise mit einer Bürsten-oder Walzenkombination 30 versehen, die zur Vergleichmäßigung
und Rückverdichtung des auf den Kunstrasenbelag aufgebrachten Materials ausgebildet
ist.
[0060] Der auf die vorstehend beschriebene Weise hergestellte befüllte Kunstrasenbelag rutscht
entsprechend der Vortriebsgeschwindigkeit der Maschine 2 von der Rampe auf die mit
dem Feinplanum versehene Bodenfläche 10.
[0061] Wie aus dem Vorstehenden zu erkennen ist, können alle Ausführungsformen der Maschine
2 sowohl zur Befüllung als auch zum Verlegen von Kunstrasenbelägen auf der Bodenfläche
10 verwendet werden, wobei diese Kunstrasenbeläge entweder reine Kunstfaserbeläge
oder Hybrid-Kunstrasenbeläge sein können, wobei dies lediglich von der Befüllung und
Anzahl der Tanks abhängt.
[0062] Die beschriebenen Ausführungsformen der Maschine können bei umgekehrter Arbeitsweise
auch zur Aufnahme von bereits verlegtem Kunstrasen verwendet werden, um diesen zu
reinigen und gegebenenfalls neu zu befüllen oder zur Entsorgung aufzurollen. In diesem
Fall kann der bereits verlegte Kunstrasenbelag von einer an der Stelle der Rampe 12
angeordneten Aufnahmeeinrichtung von der Bodenfläche 10 aufgenommen und so umgelenkt
werden, dass sich die mit Füllmaterial befüllte Oberseite des Kunstrasenbelags auf
der Bearbeitungsstrecke auf der Unterseite der Maschine, d.h. zum Boden hin gerichtet,
befindet, so dass durch die entsprechende Aufspreizung der Kunstgrashalme und/oder
durch Einsatz einer Schwingplatte 24 das Füllmaterial aus dem Kunstrasenbelag entfernt
werden kann und dann entweder direkt neu befüllt und wieder auf die Bodenfläche abgegeben
werden kann oder auf die bei 4 gezeigte Rolle aufgerollt werden kann.
[0063] Im Vorstehenden wurde die Maschine 2 als selbstfahrende oder geschleppte Maschine
beschrieben. Es ist genauso denkbar, diese Maschine zur Verlegung einer jeweiligen
Kunstrasenbelag-Bahn stationär an einem Rand der Bodenfläche anzuordnen und den Kunstrasenbelag
beispielsweise mit an dem gegenüberliegenden Rand der Bodenfläche angeordneten Seilzugeinrichtungen
oder dergleichen von der Rampe 12 abzuziehen, sofern der Kunstrasenbelag eine ausreichende
Zugfestigkeit aufweist.
[0064] Obwohl vorstehend als Ausgangsmaterial eine Kunstrasenmatte mit daran befestigten
Kunstgrashalmen beschrieben wurde, ist das erfindungsgemäße Verfahren und die Maschine
in gleicher Weise bei der Verwendung bei Gittermatten geeignet, wie sie beispielsweise
bei der Sodenproduktion eingesetzt werden.
1. Verfahren zum Aufbringen eines Kunst- oder Hybridrasenbelags auf eine mit einem Feinplanum
(10) vorbereiteten Bodenfläche, bei dem auf dem Feinplanum ein Kunstrasenbelag (11),
der auf einer seiner Hauptflächen mit aufrecht stehenden Kunstrasenhalmen versehen
ist, verlegt und der Kunstrasenbelag mit Füllmaterial befüllt wird, mit den folgenden
Schritten:
Bereitstellen einer selbstfahrenden oder durch einen Schlepper gezogenen Maschine
(2), die zur Aufnahme und zum Abziehen des zu einer Rolle (4) aufgerollten oder in
Längsrichtung zick-zack-förmig gefalteten Kunstrasenbelags (11) ausgebildete Einrichtungen,
Führungseinrichtungen (26, 27), die zum Führen des Kunstrasenbelags über eine Bearbeitungsstrecke
ausgebildet sind, über der Bearbeitungsstrecke angeordnete Speicher- und Fülleinrichtungen
(21, 22, 23), die zur Aufnahme und Verteilung des Füllmaterials auf der mit den Kunstrasenhalmen
versehenen Oberfläche des Kunstrasenbelags ausgebildet sind, und Abgabeeinrichtungen
(12) für den mit dem Füllmaterial befüllten Kunstrasenbelag auf das Feinplanum aufweist;
Bewegen der Maschine (2) über den mit dem Kunst- oder Hybridrasenbelag zu belegenden
Bereich des Feinplanums der Bodenfläche (10) unter gleichzeitigem Abziehen des auf
der Bearbeitungsstrecke mit Füllmaterial befüllten Kunstrasenbelags von den Abgabeeinrichtungen
(12); und
Ablegen des dem Füllmaterial befüllten Kunst- oder Hybridrasenbelags von den Abgabeeinrichtungen
(12) auf dem Feinplanum (10).
dadurch gekennzeichnet,
dass die über der Bearbeitungsstrecke angeordneten Speicher- und Fülleinrichtungen (21,
22, 23) durch in Bewegungsrichtung des Kunstrasenbelags (11) aufeinander folgend angeordnete
Materialtanks (21, 22, 23) gebildet sind, aus denen das Material in einstellbar vorgegebener
Menge mit Hilfe von Entnahmeeinrichtungen entnommen und auf einer horizontalen, quer
zur Bewegungsrichtung des Kunstrasenbelags (11) liegenden Linie auf diesen geschleudert
wird, wobei jedem Tank nur eine Teilmenge des zum Füllen des Kunstrasenbelags erforderlichen
Füllmaterials entnommen wird, und dass zumindest einer (22) der Tanks Saatgut enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saatgut enthaltende Tank (22) zwischen zwei weiteren der in Bewegungsrichtung
des Kunstrasenbelags (11) aufeinander folgend angeordneten Tanks (21, 23) angeordnet
ist, um das Saatgut in eine für die Keimung ideale Saattiefe in dem Füllmaterial zu
verbringen
3. Verfahren nach Anspruche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunstrasenbelag (11) durch die Führungseinrichtungen (26, 27) auf der Bearbeitungsstrecke
in seiner Längs- und/oder Querrichtung so gebogen wird, dass die freien Enden der
Kunstrasenhalme voneinander fort bewegt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Kunstrasenbelag (11) auf der Bearbeitungsstrecke über über eine durch Antriebseinrichtungen
in einstellbarer Frequenz und Amplitude vibrierende Oberfläche (24) gezogen wird,
die zum Aufspreizen der Kunstrasenhalme und zum Vergrößern des Zwischenraums zwischen
den Kunstrasenhalmen in Längs-und/oder Querrichtung konvex gekrümmt ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der befüllte Kunstrasenbelag von der Bearbeitungsstrecke nachfolgend zu jedem Tank
(21, 22, 23) und dem diesem zugeordneten Entnahmeeinrichtungen Einrichtungen zur Auflockerung
und Verteilung des in den Kunstrasenbelag eingebrachten Materials vorgesehen sind.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der befüllte Kunstrasebelag von der Bearbeitungsstrecke die Abgabeeinrichtungen (12)
über eine sich in Richtung auf die Bodenfläche erstreckende Rampe abgezogen wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtungen (12) Einrichtungen zur Befeuchtung der Kantenränder zur Stabilisierung
der Befüllung mit Hilfe von Wasser versehen sind.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
Erzeugen einer Rasen-Tragschicht (37) mit vorgegebener Schichtdicke auf der zu bearbeitende
Bodenfläche (10) vor der Bewegung der Maschine (2) über diese Bodenfläche (10);
während der Bewegung der Maschine (2) über die zu bearbeitende Bodenfläche (10), Aufnehmen
zumindest eines Teils der Rasen-Tragschicht (37) von der Bodenfläche (10) und Fördern
des aufgenommenen Teils der Rasen-Tragschicht zu der Bearbeitungsstrecke in der Maschine
(2);
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasen-Tragschicht (37) zur Erzeugung des Feinplanums in Sollstärke/Endeinbaustärke
auf die Bodenfläche (10) aufgebracht und/oder in dem Feinplanum erstellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil der Rasen-Tragschicht (37) über der Maschine vorgelagerte Aufnahmeeinrichtungen
in Form einer Fräswelle (34) und/oder eines horizontalen Scraper-Schars aufgenommen
wird.
11. Maschine zum Aufbringen eines Kunst- oder Hybridrasenbelags auf eine mit einem Feinplanum
(10) versehene Bodenfläche, wobei der Kunstrasenbelag auf einer seiner Hauptflächen
mit aufrecht stehenden Kunstrasenhalmen versehen ist und der Kunstrasenbelag nachfolgend
mit Füllmaterial befüllt wird, wobei die Maschine eine selbstfahrende oder durch einen
Schlepper (1) gezogene Maschine (2) ist, die zur Aufnahme und zum Abziehen des zu
einer Rolle 4 aufgerollten oder in Längsrichtung zickzackförmig gefaltetem Kunstrasenbelags
(11) ausgebildete Einrichtungen, Führungseinrichtungen (26, 27) zum Führen des Kunstrasenbelags
über eine Bearbeitungsstrecke zwischen den Führungseinrichtungen (26, 27) und über
der Bearbeitungsstrecke angeordnete Speicher- und Fülleinrichtungen (21, 22, 23),
die zur Aufnahme und Verteilung des Füllmaterials auf der mit den Kunstrasenhalmen
versehenen Oberfläche des Kunstrasenbelags ausgebildet sind, und Abgabeeinrichtungen
für den mit dem Füllmaterial befüllten Kunstrasenbelag auf das Feinplanum aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die über der Bearbeitungsstrecke angeordneten Speicher- und Fülleinrichtungen (21,
22, 23) durch mehrere in Bewegungsrichtung des Kunstrasenbelags (11) aufeinander folgend
angeordnete Materialtanks (21, 22, 23) gebildet sind, aus denen das Material in einstellbar
vorgegebener Menge mit Hilfe von Entnahmeeinrichtungen entnehmbar und auf einer horizontalen,
quer zur Bewegungsrichtung des Kunstrasenbelags (11) liegenden Linie auf diesen schleuderbar
ist, wobei jedem Tank nur eine Teilmenge des zum Füllen des Kunstrasenbelags erforderlichen
Füllmaterials entnommen wird, und dass zumindest einer (22) der Tanks Saatgut enthält.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Saatgut enthaltende Tank (22) zwischen zwei weiteren der in Bewegungsrichtung
des Kunstrasenbelags (11) aufeinander folgend angeordneten Tanks (21, 23) angeordnet
ist, um das Saatgut in eine für die Keimung ideale Saatguttiefe in dem Füllmaterial
zu verbringen.
13. Maschine nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtungen (26, 27) auf der Bearbeitungsstrecke zum Biegen des Kunstrasenbelages
(11) in seiner Längs- und/oder Querrichtung derart ausgebildet sind, dass die freien
Enden der Kunstrasenhalme voneinander fort bewegt werden.
14. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstrecke eine im Wesentlichen horizontal angeordnete plattenförmige
Oberfläche (24) einschließt, die eine durch Antriebseinrichtung in einstellbarer Frequenz
und Amplitude in Vibrationen versetzbar und zum Aufspreizen der Kunstrasenhalme und
zum Vergrößern der Zwischenräume zwischen den Kunstrasenhalmen in Längs- und/oder
Querrichtung konvex gekrümmt ist.
15. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine (2) Aufnahme- und Fördereinrichtungen (34, 35, 36) aufweist, die zur
Aufnahme zumindest eines Teils einer auf ein Feinplanum aufgebrachten und/oder einer
in dieses eingearbeiteten Rasen-Tragschicht (37) während der Bewegung der Maschine
(2) über die zu bearbeitende Bodenfläche (10) und zum Fördern des aufgenommenen Teils
der Rasen-Tragschicht zu der Bearbeitungsstrecke in der Maschine (2) ausgebildet sind.
16. Maschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass von den Aufnahmeeinrichtungen aufgenommene Rasen-Tragschichtmaterial mit Hilfe einer
Fördereinrichtung (35) zu Tanks (21) und/oder (23) gefördert und dort über Umlenk-und
Zuführungs-Einrichtungen (36) eingefüllt und/oder in steuerbarer Mengenverteilung
direkt der Bearbeitungsstrecke zugeführt wird.
17. Maschine nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erstellung eines einwandfreien Feinplanums unmittelbar vor Ablegen des fertig
befüllten Kunst- oder Hybridrasenbelages eine Planiereinrichtung (38) hinter den Aufnahmeeinrichtungen
angeordnet ist.
18. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmeeinrichtungen durch eine oder mehrere Bürsten (28, 29, 30) gebildet sind.
19. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinrichtungen (12) als eine sich in Richtung auf die Bodenfläche (10) erstreckende
Rampe ausgebildet sind.
20. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass an dem auf die Bearbeitungsstrecke folgenden Bereich ozillierende und/oder rotierenden
und/oder starren Bürstenkombinationen und/oder Federzinken der Abgabeeinrichtungen
(12) angeordnet sind, die zur Egalisierung der Befüllung des Kunstrasenbelags ausgebildet
sind.