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(11) |
EP 2 896 760 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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22.07.2015 Patentblatt 2015/30 |
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Anmeldetag: 21.01.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Anmelder: Geberit International AG |
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8645 Jona (CH) |
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Erfinder: |
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- Wenk, Silvan
8716 Schmerikon (CH)
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Vertreter: Szynka, Dirk |
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König-Szynka-Tilmann-von Renesse
Patentanwälte Partnerschaft mbB
Machtlfinger Strasse 9 81379 München 81379 München (DE) |
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Dusch-WC mit bewegbarem Funktionsarm |
(57) Die Erfindung betrifft eine verbesserte Duscheinrichtung für ein Dusch-WC mit einem
motorisch antreibbaren Funktionsarm, bei dem ein Kopplungselement 10 zum Übertragen
der Antriebskraft in den Funktionsarm 1 integriert ist, sowie ein entsprechend ausgestattetes
Dusch-WC.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Dusch-WC, also ein an sich bekanntes Wasserklosett
mit einer Unterduscheinrichtung zur Reinigung des Benutzers nach der WC-Benutzung.
[0002] Dusch-WCs sind seit längerer Zeit bekannt und erfahren in den letzten Jahren zunehmende
Verbreitung. In vielen Fällen weisen sie neben einem beweglichen Duscharm einen Föhnarm
zur Warmlufttrocknung des Benutzers nach dem Duschvorgang auf. Beide Arme können in
den meisten Fällen in die WC-Schüssel des WCs hinein und aus ihr zurück in eine zurückgezogene
Bewegungsposition verfahren werden. Im Regelfall findet ein Elektromotor oder ein
durch den Leitungswasserdruck betätigter Hydraulikzylinder Verwendung, letzteres vor
allem bei Dusch-WCs ohne beweglichen Föhnarm. Der Stand der Technik befasst sich in
großem Umfang mit Art, Position, Reinigung und Aufbau des Duscharms und auch des Föhnarms
und natürlich mit weiteren technischen Elementen zur Warmwasserbereitung, Warmlufterzeugung,
etc.
[0003] Im Folgenden soll der Begriff Funktionsarm als Oberbegriff für Duscharme, Föhnarme
und denkbare weitere Arme eines Dusch-WCs verwendet werden, die zu ihrer Benutzung
in die WC-Schüssel hinein verfahren und danach zurückgefahren werden können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hinsichtlich des Bewegungsmechanismus
für einen Funktionsarm verbessertes Dusch-WC anzugeben.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Dusch-WC mit einem Klosettkörper, der eine WC-Schüssel
aufweist, einem in die WC-Schüssel hinein bewegbaren Funktionsarm, einem Rotationsmotor
zum Antreiben der Bewegung des Funktionsarms zwischen zwei Bewegungspositionen und
einem Kopplungselement zur Übertragung einer von dem Rotationsmotor abgeleiteten Antriebskraft
auf den Funktionsarm, wobei das Kopplungselement in dem Funktionsarm angekoppelt ist,
der Funktionsarm hinsichtlich seiner Bewegung gegenüber dem Kopplungselement beweglich
ist und das Kopplungselement bei aus der WC-Schüssel zurückgefahrener Bewegungsposition
zumindest teilweise in dem Funktionsarm integriert ist.
[0006] Daneben richtet sich die Erfindung auch auf eine Unterduscheinrichtung für ein solches
Dusch-WC und einen Dusch-WC-Aufsatz, mit dem aus einem WC ohne Duschfunktion ein Dusch-WC
erstellt werden kann.
[0007] Die Erfindung geht dabei von einem Rotationsmotor zum Antreiben des Funktionsarms
aus, also einem Motor, der an einer Abtriebswelle ein Drehmoment zum Antrieb zur Verfügung
stellt, insbesondere einem Elektromotor. Damit sind ausdrücklich Duscharmantriebe
in Form von durch den Leitungswasserdruck betätigten Hydraulikzylindern nicht gemeint,
die hinsichtlich ihrer baulichen Gestaltung und Anordnung eigenen Gesetzmäßigkeiten
und Beschränkungen unterliegen und bei heutigen Dusch-WCs, insbesondere solchen mit
Föhnfunktion, immer weniger in Gebrauch sind. Der Rotationsmotor dient dabei zum Antreiben
mindestens einer Bewegungsrichtung bei einer Bewegung des Funktionsarms zwischen zwei
Bewegungspositionen, nämlich einer maximal in die WC-Schüssel hineingefahrenen und
einer maximal daraus zurückgefahrenen Position. Die andere Bewegungsrichtung kann
zum Beispiel durch Federbeaufschlagung oder ähnlich betätigt sein. In den meisten
Fällen ist der Rotationsmotor allerdings für beide Bewegungsrichtungen zuständig.
[0008] Der Funktionsarm führt in seiner WC-Schüssel-seitigen Bewegungsposition eine bestimmte
Funktion aus, insbesondere in Verbindung mit dem Transport eines Fluids, beispielsweise
von Duschwasser im Fall eines Duscharms oder Warmluft im Fall eines Föhnarms.
[0009] Das Kopplungselement definiert sich bei dieser Erfindung erstens dadurch, dass es
von dem Rotationsmotor angetrieben ist, zweitens durch seine Ankopplung an dem Funktionsarm
und drittens dadurch, dass der Funktionsarm bei seinen Bewegungen relativ zu dem Kopplungselement
beweglich ist, sich also die Relativposition zwischen dem Kopplungselement und dem
Funktionsarm in den beiden Bewegungsrichtungen verändert. Vorzugsweise bleibt das
Kopplungselement dabei gegenüber dem Rest des Dusch-WCs, bezogen auf die beiden Bewegungsrichtungen,
unbewegt. Die Funktionsarmbewegung findet also nicht nur relativ zu dem Dusch-WC,
sondern auch relativ zu dem Kopplungselement statt.
[0010] Zur Übertragung der Antriebskraft ist das Kopplungselement an dem Funktionsarm angekoppelt.
Dies geschieht erfindungsgemäß "in" dem, das heißt nicht "außen" an der Mantelfläche
des in der Regel zylinderförmigen oder zylinderähnlichen Funktionsarms. Vielmehr soll
das Kopplungselement innerhalb einer Außenmantelfläche des Funktionsarms angreifen.
Ferner sollen die Ankopplung und die Gesamtkonstruktion so ausgelegt sein, dass das
Kopplungselement in der zurückgefahrenen Bewegungsposition des Funktionsarms in diesem
integriert ist, das heißt zu einem erheblichen Teil (etwa zumindest der Hälfte) der
Längserstreckung des Kopplungselements entlang der Bewegungsrichtung innerhalb des
Funktionsarms angeordnet und von diesem abgedeckt ist.
[0011] Die Abdeckung muss dabei nicht nach allen in einer Ebene senkrecht zur Bewegungsrichtung
liegenden Richtungen vollständig gegeben sein, sondern nur zu einem überwiegenden
Teil.
[0012] In anderen Worten greift das Kopplungselement bezogen auf die zurückgefahrene Bewegungsposition
des Funktionsarms innerhalb desselben zentral an und ist damit in dieser Position
weitgehend in dem Funktionsarm integriert.
[0013] Damit können besonders kompakte und einfache Lösungen erreicht werden, weil die Krafteinleitung
bei einem relativ zentralen Angriffspunkt ohne wesentliche Kippmomente erfolgt - anders
als beispielsweise bei außerhalb des Funktionsarms liegenden Kopplungselementen wie
parallel dazu verlaufenden Zahnstangen oder Spindeln. Gleichzeitig kann das Kopplungselement
bedarfsweise verschmutzungsgeschützt und jedenfalls raumökonomisch untergebracht werden.
Im Vergleich dazu nehmen neben einem Funktionsarm angeordnete Kopplungselemente wie
die gerade erwähnten Zahnstangen oder Spindeln zusätzlichen Raum ein und bedürfen
situationsabhängig eines zusätzlichen Schutzes vor Verschmutzung. Wie bereits ausgeführt,
kann der Funktionsarm insbesondere ein Duscharm und/oder ein Föhnarm sein. Dabei können
im kombinierten Fall Duscharm und Föhnarm kombiniert und integriert ausgeführt sein,
also als ein Arm, aber auch separat vorliegen und jeweils der Erfindung entsprechen.
[0014] Vorzugsweise ist das Kopplungselement um eine Rotationsachse drehbar und von dem
Motor rotierend angetrieben, wobei die Rotationsachse des Kopplungselements parallel
zu den Bewegungsrichtungen des Funktionsarms liegt. Ferner ist das Kopplungselement
vorzugsweise in den Bewegungsrichtungen lang gestreckt und starr, was vor allem bei
einer Antriebsfunktion des Motors in zwei Bewegungsrichtungen vorteilhaft ist und
den Aufwand für eine Wickeltrommel oder eine ähnliche Lösung für ein flexibles Kopplungselement
spart. Eine bevorzugte Lösung ist eine Spindelstange, also eine in der Bewegungsrichtung
orientierte langgestreckte Stange mit einem Schraubengewinde.,
[0015] Der Rotationsmotor kann, vor allem bei einer Spindelstangenlösung, gegenüber der
Längsmittelachse des Funktionsarms und gegebenenfalls auch der Längsachse der Spindelstange
achsversetzt angeordnet sein und dabei je nach baulichen Gegebenheiten eine versetzte
Position einnehmen. Besonders bevorzugt ist eine Lösung, bei der der Motor unter dem
Funktionsarm in dessen zurückgezogener Position angeordnet ist, wobei der Funktionsarm
in der montierten Lage im Dusch-WC schräg steht mit gegenüber dem WC-Schüssel-abgewandten
Ende tiefer liegendem WC-Schüssel-seitigen Ende. Dies ist von besonderem Vorteil,
wenn es auf die Gesamtbauhöhe ankommt, weil die erwähnte gekippte Position des Funktionsarms
durch die gewünschte Bewegungsstrecke in die WC-Schüssel vorgegeben ist und damit
unter dem WC-Schüssel-abgewandten Ende des Funktionsarms Platz verfügbar und dementsprechend
diese Anordnung mit einem geringen oder keinem zusätzlichen Bauvolumen in der Höhe
verknüpft ist.
[0016] Bei der beschriebenen Ausgestaltung kann an einem WC-Schüssel-abgewandten Ende des
Kopplungselements ein Getriebe angeschlossen sein, beispielsweise an einem Ritzel
an einem Spindelstangenende, und sich von dort nach unten erstrecken, um ebenfalls
den infolge der gekippten Lage des Funktionsarms verfügbaren Raum zu nutzen. Dann
bietet sich im Hinblick auf die gesamte Baulänge vorteilhaft an, den Motor WC-Schüssel-seitig
von dem Getriebe anzuordnen, wozu auf das Ausführungsbeispiel verwiesen wird.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist in dem Funktionsarm eine Kammer für das Kopplungselement
vorgesehen, insbesondere für eine Spindelstange, und ist das Kopplungselement in der
Kammer in der zurückgefahrenen Bewegungsposition zumindest 50% und vorzugsweise 60%,
70% oder sogar 80% seiner Länge untergebracht. Auch hier wird zur Veranschaulichung
auf das Ausführungsbeispiel verwiesen. Wenn, wie beim Ausführungsbeispiel, dass Kopplungselement
einstückig mit zum Beispiel einem Ritzel zum Antrieb ausgeführt ist, gilt diese Aussage
vorzugsweise sogar für seine Länge insgesamt einschließlich dieses zusätzlichen einstückigen
Elements, etwa das Ritzels.
[0018] In Verbindung damit bietet sich erfindungsgemäß eine Anordnung einer Funktionsfluidleitung
über der Kammer an, zum Beispiel eine Duschwasser- oder eine Föhnluftleitung.
[0019] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
wobei die einzelnen Merkmale auch in anderen Kombinationen erfindungswesentlich sein
können.
[0020] Im einzelnen zeigt:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Duscheinrichtung;
Figur 2 eine Längsschnittansicht der Duscheinrichtung;
Figur 3 eine Seitenansicht in Einbaulage in einem Dusch-WC;
Figur 4 eine Darstellung eines Getriebes der Duscheinrichtung;
Figur 5 eine Längsschnittdarstellung einer Spindelstange und eines Teils des Duscharms
der Duscheinrichtung;
Figur 6 eine perspektivische Ansicht zu Figur 5;
Figur 7 eine Ansicht eines Dusch-WCs mit der Duscheinrichtung.
[0021] Die in Figur 1 und Figur 2 dargestellte Duscheinrichtung weist einen Duscharm 1,
einen Rotations-Elektromotor 2 und ein Getriebe 3 auf. Der Duscharm 1 hat einen (in
Bezug auf den Motor 2 und das Getriebe 3) distalen Duschkopf 4 mit einer in Figur
2 nur angedeuteten Duschdüse zur Unterleibsreinigung eines Benutzers des Dusch-WCs,
in dem die Duscheinrichtung montiert ist. Zu dieser Duschdüse 5 führt eine ebenfalls
in Figur 2 erkennbare Wasserleitung 6 in dem Duscharm 1, die einen proximalen Anschlussstutzen
7 für eine nicht eingezeichnete flexible Schlauchleitung für vorgewärmtes Duschwasser
aufweist.
[0022] Der Duscharm 1 ist in den Figuren 1 und 2 auf einer Tragschiene 8 gehalten, gegenüber
der er längs verschieblich ist, und zwar in Bezug auf Figur 2 in der horizontalen
Richtung. Hierzu weist der Duscharm 1 an seinem proximalen Ende eine hier einstückig
mit dem Anschlussstutzen 7 ausgeführte Manschette 9 mit einem Innengewinde als Duscharmbestandteil
auf, die in den Figuren 5 (im Längsschnitt analog Figur 2) und 6 (in perspektivischer
Ansicht von schräg hinten, also auf das Ende der Duscheinrichtung mit dem Getriebe
3 gesehen) besser zu erkennen ist. In diese Manschette greift eine langgestreckte
Spindelstange 10 ein, die ebenfalls in den Figuren 5 und 6, aber auch in Figur 2 deutlich
zu erkennen ist und gemäß Figur 2 in dem dort gezeigten Zustand mit ihrem gesamten
Gewinde in einem entsprechenden Kanal 11 des Duscharms aufgenommen ist. Die Spindelstange
10 ist also in dem Duscharm 1 an diesen gekoppelt, nämlich über das Innengewinde.
[0023] Konkret ist die Spindelstange 10 in diesem Fall in der dargestellten zurückgefahrenen
Bewegungsposition zu etwa 90 % ihrer Gesamtlänge einschließlich des Ritzels 12 in
der Kammer 11 untergebracht und immerhin sogar zu etwa 94 %, wen man das Ritzel 12
nicht dazurechnet. Sie ist daher in optimaler Weise geschützt und kompakt angeordnet.
[0024] Die Figuren 1, 2, 5 und 6 zeigen ferner, dass die Spindelstange an ihrem proximalen
Ende ein Antriebsritzel 12 hat und mit einer direkt daneben liegenden Rille 13 in
einer Klammer 14 der Tragschiene 8 eingesteckt und drehbar gehalten ist.
[0025] Das Ritzel 12 kämmt gemäß der Innendarstellung des Getriebes 3 in Figur 4 über ein
Zwischenzahnrad 15 mit einem Abtriebsritzel 16 des Motors 2, wobei das Zwischenzahnrad
15 und das Abtriebsritzel 16 in einem in den Figuren 1, 2 und 4 erkennbaren Gehäuse
untergebracht sind, das sich unmittelbar proximal an den Motor 2 in der Längserstreckungsrichtung
des Duscharms 1 anschließt und dabei in den Figuren unter dem Ritzel angeordnet ist.
Das Zwischenzahnrad 15 liegt in der Schnittdarstellung nach Figur 2 außerhalb der
Schnittebene und ist deswegen nicht zu sehen. Auch der Motor 2 liegt in den Figuren
unter dem Ritzel 12, genauer gesagt unter dem proximalen Ende der Spindelstange 10,
insbesondere ist dabei seine Abtriebswellenachse nach unten parallel versetzt gegenüber
einer nicht eingezeichneten Mittellängsachse des Duscharms 1 und der Spindelstange
10. Die genaue Einbaulage ist in Figur 3 in einer Seitenaufrissdarstellung gezeigt
und entspricht der Tatsache, dass der Duscharm bei seiner durch den Motor 2, das Getriebe
3 und die Spindelstange 10 in Verbindung mit der Manschette 9 antreibbaren Ausfahrbewegung
nicht nur in eine WC-Schüssel hinein sondern in der WC-Schüssel auch in eine etwas
tiefer liegende Position gefahren werden soll. Man kann sich dies anhand Figur 7 vorstellen,
in der der Duschkopf 4 eingezeichnet ist und in Bezug auf die WC-Schüssel eine relativ
hohe Position einnimmt.
[0026] In Anbetracht dieser schrägen Einbaulage nach Figur 3 ist die bezogen auf die Längserstreckungsrichtung
des Duscharms 1 unter dem Duscharm beziehungsweise dem Ritzel 12 angeordnete Position
des Motors 2 und des Getriebes 3 von Vorteil, weil unter dem proximalen Ende des Duscharms
beziehungsweise unter dem Ritzel 12 gewissermaßen ohnehin Platz vorhanden ist, jedenfalls
wenn die Einbausituation im Heckbereich des Dusch-WCs auch durch horizontal verlaufende
Begrenzungen oder Wände geprägt ist.
[0027] Am distalen Ende des Duscharms 1 ist ferner eine in den Figuren 1 bis 3 gezeigte
Waschvorrichtung 17 für den Duschkopf 4 und den Duscharm 1 zur Wäsche (bei der Ein-und
Ausfahrbewegung) mit einem Anschlussstutzen 18 für die zugehörige Waschwasser-Anschlussleitung
zu sehen. Figur 1 zeigt, dass diese Waschvorrichtung 17 auf die Tragschiene 8 in Längsrichtung
des Duscharms 1 aufgeschoben und durch Klammern rastend gehalten ist.
[0028] Figur 7 zeigt ein komplettes erfindungsgemäßes Dusch-WC 19, in dem die Duscheinrichtung
aus den Figuren 1 bis 6 in einem Duschaufsatz im Heckbereich auf dem Klosettkörper
eingebaut ist. Daher ist der Duschaufsatz 20 gegenüber des Klosettkörper etwas erhöht,
um ausreichend Platz zu schaffen. Dieser erhöhte Duschaufsatz geht nach vorne rechts
(in Figur 7) in eine klassische WC-Brille auf einem Schüsselrand 21 über. Im rückseitigen
Teil über dem Schüsselrand 21 ist ein Durchtritt 22 für den Duscharm 1 zu erkennen,
der in Figur 7 nur symbolisch dargestellt ist. Daneben ist ein Föhnarm 23 eingezeichnet,
der nach ganz ähnlichen Kriterien wie der in den Figuren 1 bis 6 dargestellte Duscharm
1 in erfindungsgemäßer Weise antreibbar ausgestaltet sein kann, insbesondere also
eine Kammer für eine integrierte Spindelstange mit analogem Motorantrieb aufweisen
kann. Beide Arme sind im ausgefahrenen Zustand gezeigt, wobei insbesondere der Duscharm
1 relativ weit ausfährt, um eine zum Erreichen der anatomisch vorgegebenen Körperteile
günstige Positionen des Duschkopfs 4 zu erreichen. Dazu gehört auch, dass der Duscharm
1 schräg nach unten fährt, also auch in der in Figuren 1 bis 6 dargestellten zurückgefahrenen
Position (bei hier vorhandener geradliniger Bewegung) schräg angeordnet ist. Auf die
sich daraus ergebene Einbaulage wurde bereits anhand Figur 3 eingegangen. Sie ermöglicht
insgesamt durch eine günstige Unterbringung der Antriebskomponenten eine flache Bauweise,
sodass der Duschaufsatz 20 des Klosettkörpers nicht allzu hoch sein muss.
1. Dusch-WC mit
einem Klosettkörper (20, 21), der eine WC-Schüssel aufweist,
einem in die WC-Schüssel hinein bewegbaren Funktionsarm (1, 23), einem Rotationsmotor
(2) zum Antreiben der Bewegung des Funktionsarms (1, 23) zwischen zwei Bewegungspositionen
und einem Kopplungselement (10) zur Übertragung einer von dem Rotationsmotor (2) abgeleiteten
Antriebskraft auf den Funktionsarm (1, 23), wobei das Kopplungselement (10) in dem
Funktionsarm (1, 23) angekoppelt ist, der Funktionsarm (1, 23) hinsichtlich seiner
Bewegung gegenüber dem Kopplungselement (10) beweglich ist
und das Kopplungselement (10) bei aus der WC-Schüssel zurückgefahrener Bewegungsposition
zumindest teilweise in dem Funktionsarm (1, 23) integriert ist.
2. Dusch-WC nach Anspruch 1, bei dem der Funktionsarm (1, 23) ein Duscharm (1) mit einer
Unterleibsduschfunktion ist.
3. Dusch-WC nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Funktionsarm (1, 23) ein Föhnarm (23)
ist.
4. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kopplungselement (10)
rotierend angetrieben ist und die Achse dieser Rotation des Kopplungselements (10)
parallel zur Richtung der Bewegung des Funktionsarms (1, 23) liegt.
5. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kopplungselement (10)
in einer Richtung der Bewegung des Funktionsarms (1, 23) langgestreckt ist.
6. Dusch-WC nach Anspruch 4 und 5, bei dem das Kopplungselement (10) eine Spindelstange
(10) ist.
7. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der Rotationsmotor (2) hinsichtlich
einer Achse seiner Abtriebswelle achsversetzt, vorzugsweise parallel versetzt ist
zu einer Mittellängsachse des Funktionsarms (1, 23) und einer Mittellängsachse des
Kopplungselements (10).
8. Dusch-WC nach Anspruch 7, bei dem der Funktionsarm (1) in dem Dusch-WC so gekippt
montiert ist, dass sein WC-Schüssel-seitiges Ende (4) etwas tiefer liegt als ein WC-Schüssel-abgewandtes
Ende und der Rotationsmotor (2) unter dem WC-Schüssel-abgewandten Ende des Funktionsarms
(1) in dessen WC-Schüssel ferner Position angeordnet ist.
9. Dusch-WC nach Anspruch 8, bei dem sich an das WC-Schüsselabgewandte Ende des Funktionsarms
(1, 23) in dessen aus der WC-Schüssel zurückgefahrener Bewegungsposition nach unten
ein Getriebe (3) anschließt und unter dem Funktionsarm (1, 23) WC-Schüssel-seitig
von dem Getriebe (3) der Rotationsmotor (2) montiert ist, wobei das Getriebe (3) im
Fall des Anspruchs 6 mit einem Ritzel (12) an dem WC-Schüssel-abgewandten Ende der
Spindelstange( 10) gekoppelt ist.
10. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kopplungselement (10)
über mindestens 50% seiner Länge in einer Richtung der Bewegung des Funktionsarms
(1, 23) in einer Kammer (11) des Funktionsarms (1, 23)untergebracht ist, wenn sich
der Funktionsarm (1, 23) in der aus der WC-Schüssel zurückgezogenen Bewegungsposition
befindet.
11. Dusch-WC nach Anspruch 10, bei dem der Funktionsarm (1, 23) über der Kammer (10) eine
Funktionsfluidleitung (6) aufweist, insbesondere im Fall des Anspruchs 2 eine Duschwasserleitung
und im Fall des Anspruchs 3 eine Föhnluftleitung.
12. Unterduscheinrichtung für ein Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche mit
einem in die WC-Schüssel hinein bewegbaren Funktionsarm (1),
einem Klosettkörper (20, 21), der eine WC-Schüssel aufweist,
einem in die WC-Schüssel hinein bewegbaren Funktionsarm (1, 23),
einem Rotationsmotor (2) zum Antreiben der Bewegung des Funktionsarms (1, 23) zwischen
zwei Bewegungspositionen
und einem Kopplungselement (10) zur Übertragung einer von dem Rotationsmotor (2) abgeleiteten
Antriebskraft auf den Funktionsarm (1 23), wobei das Kopplungselement (10) in dem
Funktionsarm (1, 23) angekoppelt ist,
der Funktionsarm (1, 23) hinsichtlich seiner Bewegung gegenüber dem Kopplungselement
(10) beweglich ist
und das Kopplungselement (10) bei aus der WC-Schüssel zurückgefahrener Bewegungsposition
zumindest teilweise in dem Funktionsarm (1, 23) integriert ist.
13. Dusch-WC-Aufsatz (20) für ein Dusch-WC nach einem der Ansprüche 1 bis 11 und mit einer
in den Dusch-WC-Aufsatz integrierten Unterduscheinrichtung nach Anspruch 12.
14. Verwendung einer Unterduscheinrichtung nach Anspruch 12 für ein Dusch-WC nach einem
der Ansprüche 1 bis 11.
15. Verwendung eines Dusch-WC-Aufsatzes (20) nach Anspruch 13 für ein Dusch-WC nach einem
der Ansprüche 1 bis 11.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Dusch-WC mit
einem Klosettkörper (20, 21), der eine WC-Schüssel aufweist,
einem in die WC-Schüssel hinein bewegbaren Funktionsarm (1, 23),
einem Rotationsmotor (2) zum Antreiben der Bewegung des Funktionsarms (1, 23) zwischen
zwei Bewegungspositionen
und einem Kopplungselement (10) zur Übertragung einer von dem Rotationsmotor (2) abgeleiteten
Antriebskraft auf den Funktionsarm (1, 23), wobei das Kopplungselement (10) in dem
Funktionsarm (1, 23) angekoppelt ist, der Funktionsarm (1, 23) hinsichtlich seiner
Bewegung gegenüber dem Kopplungselement (10) beweglich ist
und das Kopplungselement (10) bei aus der WC-Schüssel zurückgefahrener Bewegungsposition
zumindest teilweise in dem Funktionsarm (1, 23) integriert ist,
wobei der Rotationsmotor (2) hinsichtlich einer Achse seiner Abtriebswelle achsversetzt
ist zu einer Mittellängsachse des Funktionsarms (1, 23) und einer Mittellängsachse
des Kopplungselements (10)
und wobei der Funktionsarm (1) in dem Dusch-WC so gekippt montiert ist, dass sein
WC-Schüssel-seitiges Ende (4) etwas tiefer liegt als ein WC-Schüssel-abgewandtes Ende,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationsmotor (2) unter dem WC-Schüssel-abgewandten Ende des Funktionsarms (1)
in dessen WC-Schüssel-ferner Position angeordnet ist.
2. Dusch-WC nach Anspruch 1, bei dem der Funktionsarm (1, 23) ein Duscharm (1) mit einer
Unterleibsduschfunktion ist.
3. Dusch-WC nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Funktionsarm (1, 23) ein Föhnarm (23)
ist.
4. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kopplungselement (10)
rotierend angetrieben ist und die Achse dieser Rotation des Kopplungselements (10)
parallel zur Richtung der Bewegung des Funktionsarms (1, 23) liegt.
5. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kopplungselement (10)
in einer Richtung der Bewegung des Funktionsarms (1, 23) langgestreckt ist.
6. Dusch-WC nach Anspruch 4 und 5, bei dem das Kopplungselement (10) eine Spindelstange
(10) ist.
7. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem der Rotationsmotor (2) hinsichtlich
der Achse seiner Abtriebswelle parallel versetzt ist zu einer Mittellängsachse des
Funktionsarms (1, 23) und der Mittellängsachse des Kopplungselements (10).
8. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem sich an das WC-Schüssel-abgewandte
Ende des Funktionsarms (1, 23) in dessen aus der WC-Schüssel zurückgefahrener Bewegungsposition
nach unten ein Getriebe (3) anschließt und unter dem Funktionsarm (1, 23) WC-Schüsselseitig
von dem Getriebe (3) der Rotationsmotor (2) montiert ist, wobei das Getriebe (3) im
Fall des Anspruchs 6 mit einem Ritzel (12) an dem WC-Schüssel-abgewandten Ende der
Spindelstange (10) gekoppelt ist.
9. Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kopplungselement (10)
über mindestens 50% seiner Länge in einer Richtung der Bewegung des Funktionsarms
(1, 23) in einer Kammer (11) des Funktionsarms (1, 23) untergebracht ist, wenn sich
der Funktionsarm (1, 23) in der aus der WC-Schüssel zurückgezogenen Bewegungsposition
befindet.
10. Dusch-WC nach Anspruch 9, bei dem der Funktionsarm (1, 23) über der Kammer (10) eine
Funktionsfluidleitung (6) aufweist, insbesondere im Fall des Anspruchs 2 eine Duschwasserleitung
und im Fall des Anspruchs 3 eine Föhnluftleitung.
11. Unterduscheinrichtung für ein Dusch-WC nach einem der vorstehenden Ansprüche mit
einem in die WC-Schüssel hinein bewegbaren Funktionsarm (1, 23),
einem Rotationsmotor (2) zum Antreiben der Bewegung des Funktionsarms (1, 23) zwischen
zwei Bewegungspositionen
und einem Kopplungselement (10) zur Übertragung einer von dem Rotationsmotor (2) abgeleiteten
Antriebskraft auf den Funktionsarm (1 23), wobei das Kopplungselement (10) in dem
Funktionsarm (1, 23) angekoppelt ist,
der Funktionsarm (1, 23) hinsichtlich seiner Bewegung gegenüber dem Kopplungselement
(10) beweglich ist
und das Kopplungselement (10) bei aus der WC-Schüssel zurückgefahrener Bewegungsposition
zumindest teilweise in dem Funktionsarm (1, 23) integriert ist.
12. Dusch-WC-Aufsatz (20) für ein Dusch-WC nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und mit einer
in den Dusch-WC-Aufsatz integrierten Unterduscheinrichtung nach Anspruch 11.
13. Verwendung einer Unterduscheinrichtung nach Anspruch 11 für ein Dusch-WC nach einem
der Ansprüche 1 bis 10.
14. Verwendung eines Dusch-WC-Aufsatzes (20) nach Anspruch 12 für ein Dusch-WC nach einem
der Ansprüche 1 bis 10.