[0001] Die Erfindung betrifft einen Kosmetikapplikator und insbesondere einen Mascaraapplikator
nach Anspruch 1.
Im Stand der Technik sind die unterschiedlichsten Kosmetikapplikatoren bekannt geworden.
WO2012/085398 offenbart ein Kosmetikapplikator gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Grundsätzlich
gilt, dass mit ansteigendem Kerndurchmesser des Applikators auch der Durchmesser des
Abstreifers und der Durchmesser der Öffnung im Flaschenhals ansteigen müssen. Das
gilt insbesondere bei Applikatoren, bei denen der Kern und die von ihm getragenen
Borsten aus spritzgegossenem Kunststoff bestehen. Denn gerade spritzgegossene Borsten,
die oft nur ein eingeschränktes Bend-Recovery-Vermögen haben, drohen schon nach kurzer
Zeit Schaden zu nehmen, wenn der Kern, von dem sie abstehen, beim Herausziehen des
Applikators aus dem Kosmetikvorratsbehälter durch einen für seinen Durchmesser eigentlich
zu engen Abstreifer und/oder Flaschenhals gezwängt wird.
Für einen Applikator mit einem besonders großen Kerndurchmesser müssen daher im Regelfall
ein eigener Abstreifer und ein Vorratsbehälter mit einem eigens an den großen Kerndurchmesser
angepassten Flaschenhals geschaffen werden. Hierfür müssen entsprechende Werkzeuge
gebaut bzw. vorgehalten werden, was Kosten verursacht.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung einen Kosmetikapplikator zu schaffen, der in
höherem Maß als bisher unabhängig davon ist, welchen lichten Durchmesser der zur Verfügung
stehende Abstreifer aufweist und/oder welchen Durchmesser der Hals des zur Verfügung
stehenden Kosmetikvorratsbehälters aufweist.
Die Lösung der Erfindung erfolgt mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Der erfindungsgemäße
Kosmetikapplikator besteht aus einem die Applikationsorgane in Gestalt von Borsten
und/oder Kammzinken tragenden Kern, wobei der Kern einen Zentralkörper umfasst, der
selbst mit einer Vielzahl unmittelbar von ihm nach außen abstehenden Borsten und/oder
Kammzinken besetzt ist und sich der erfindungsgemäße Kosmetikapplikator dadurch auszeichnet,
dass sein Kern darüber hinaus aus mindestens einem von dem Zentralkörper nach außen
abstehenden Schenkel besteht, der seinerseits mit einer Mehrzahl von Borsten und/oder
Kammzinken besetzt ist und der relativ zu dem Zentralkörper beweglich ist.
[0002] Erfindungsgemäß wird des Weiteren ein Kosmetikapplikator mit einem Kern und davon
nach außen abstehenden Borsten vorgeschlagen, der wie folgt ausgestaltet ist: Der
Kern wird erfindungsgemäß durch ein geschlitztes Rohr gebildet. Dessen Längsachse
erstreckt sich parallel oder koaxial zu der Längsachse des vorzugsweise einen Bestandteil
des Applikators bildenden Stiels oder bildet die Längsachse des Applikators, die bei
bestimmungsgemäßem Einsatz des Applikators im Wesentlichen parallel zu der Partie
verläuft, auf die das Kosmetikum aufgetragen werden soll.
[0003] Alternativ besteht der Kern aus einem stabförmigen Zentralkörper, von dem mindestens
ein Schenkel absteht.
[0004] Ein stabförmiger Zentralkörper im Sinne der Erfindung ist ein Körper, der in eine
erste Richtung eine Erstreckung aufweist, die größer ist als eine Erstreckung in die
Richtungen senkrecht zu der ersten Richtung. Vorzugsweise ist die Erstreckung eines
stabförmigen Zentralkörpers im Sinne der Erfindung in der ersten Richtung mindestens
um den Faktor 3, besser noch mindestens um den Faktor 4 größer als in jeder der anderen
Richtungen. Die besagte erste Richtung des stabförmigen Zentralkörpers erstreckt sich
parallel oder koaxial zu der Längsachse des vorzugsweise einen Bestandteil des Applikators
bildenden Stiels oder bildet die Längsachse des Applikators, die im Wesentlichen parallel
zu der Partie verläuft, auf die das Kosmetikum aufgetragen werden soll. Vorzugsweise
ist der stabförmige Zentralkörper so gestaltet, dass die gedachte Mittellängsachse
des eigentlichen, dem Auftrag dienenden, mit Borsten und/oder Zinken besetzten Applikatorabschnitts,
auf der auch dessen Schwerpunkt liegt, innerhalb des Vollmaterials des stabförmigen
Zentralkörpers verläuft.
[0005] Ganz gleich nach welcher Alternative der Kern ausgestaltet ist, er zeichnet sich
jedenfalls dadurch aus, dass er zumindest bereichsweise derart biegeelastisch ist,
dass sich die vom Kern beanspruchte Querschnittsfläche beim Passieren des Abstreifers
und/oder des Halses des dem Kosmetikapplikator zugeordneten Kosmetikvorratsbehälters
unter dem Einfluss der vom Abstreifer und/oder des Flaschenhalses des Kosmetikvorratsbehälters
auf den Kern ausgeübten Kräfte selbsttätig verringert, bis die entsprechende Partie
des Applikators den Abstreifer und/oder den Flaschenhals des Kosmetikvorratsbehälters
passiert hat. Es wird also ein Applikator geschaffen, der einen Kern besitzt, der
zumindest bereichsweise nachgibt, sodass sich sein Durchmesser zumindest in dem Bereich,
der sich gerade im unmittelbaren Einwirkungsbereich des Flaschenhalses und/oder des
Abstreifers befindet, verringert, während der Kern durch den Abstreifer und/oder den
Hals des Kosmetikvorratsbehälters hindurchgezogen wird. Vorzugsweise ist es so, dass
der Kern beim Passieren des Abstreifers und/oder des Flaschenhalses zusammengefaltet
wird und sich unmittelbar nach dem Passieren des Abstreifers und/oder des Flaschenhalses
wieder zu seiner ursprünglichen Größe auseinanderfaltet.
Der Kern ist dabei so ausgelegt, dass er sich zusammenfaltet noch bevor die vom Abstreifer
und/oder Flaschenhals beim Herausziehen/Wiedereinschieben auf den Applikator aufgebrachten
Kräfte so groß werden, dass die Borsten Schaden zu nehmen drohen.
Auf diese Art und Weise können Applikatoren mit einem Kern gebaut werden, die einen
vergrößerten Durchmesser besitzen, ohne dass hierfür zugleich auch ein neuer Vorratsbehälter
und/oder ein neuer Abstreifer bereitgestellt werden muss, die beide einen gleichermaßen
vergrößerten Durchmesser aufweisen. Dabei führt die beanspruchte Bauform des Kerns
dazu, dass die erfindungsgemäßen Applikatoren insgesamt gesehen eine Form aufweisen,
die nicht entscheidend von der Form konventioneller Applikatoren abweicht, sodass
der Applikator in gewohnter Weise gehandhabt werden kann - zum Beispiel im Falle eines
Mascaraapplikators so, dass der Applikator von der Seite her vor das Auge gehalten
wird, sodass sich der Borstenbesatz praktisch den gesamten Wimpernbogen entlang erstreckt.
Im Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, dass der Kern mindestens einen vom Zentralbereich
des Kerns nach außen abstehenden, mit Borsten besetzten Schenkel aufweist, der derart
elastisch ist, dass er sich unter dem Einfluss der vom Abstreifer und/oder des Flaschenhalses
des Kosmetikvorratsbehälters ausgeübten Kräfte reversibel in Richtung hin zum Zentralkörper
des Kerns um eine zur Längsachse L parallele Achse verlagert.
Ein solcher Schenkel dient zur Vergrößerung des Borstenfeldes, legt sich aber beim
Durchgang des Applikators durch den Abstreifer und/oder den Flaschenhals an den Zentralkörper
des Kerns an, wodurch der Querschnitt des Kerns, der den Abstreifer und/oder den Flaschenhals
passiert, kleiner wird.
[0006] Idealerweise weist der Kosmetikapplikator einen Kern mit einem U-förmigen bzw. C-förmigen
oder einem S-förmigen oder einem Z-förmigen Querschnitt auf. Derartige Querschnitte
sind besonders gut dazu geeignet, um sich unter dem Einfluss der Kräfte, die beim
Herausziehen des Applikators durch den Abstreifer und/oder den Flaschenhals entstehen,
zusammenzufalten bzw. platzsparend zusammengedrückt zu werden.
[0007] Im Rahmen einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Kern
und/oder mindestens ein Schenkel aus einem Kunststoff besteht, der eine geringere
Härte und/oder höhere Elastizität aufweist, als der Kunststoff der Borsten. Idealerweise
wird ein weichelastischer Kunststoff für den Kern und/oder den Schenkel verwendet.
Wenn nun unterschiedliche Kunststoffe für den Kern bzw. den Schenkel einerseits und
die Borsten andererseits verwendet werden, dann erleichtert dies es, die Konstruktion
so auszulegen, dass die Schenkel beim Durchgang des Applikators durch den Abstreifer
und/oder den Flaschenhals nachgeben und sich so verlagern, dass der Kern vorübergehend
eine kleinere Querschnittsfläche einnimmt, bevor die Borsten durch die vom Abstreifer
und/oder vom Flaschenhals ausgeübten Kräfte Schaden nehmen.
[0008] Im Rahmen eines anderen Ausführungsbeispiels ist vorgesehen, dass der Kern mit seinem
Borstenbesatz in einem Arbeitsgang gemeinsam aus dem gleichen Material spritzgegossen
wird. Ein solcher Applikator lässt sich sehr schnell und einfach herstellen. Die erforderliche
Nachgiebigkeit der Schenkel kann in einem solchen Fall durch entsprechend dünne Wandstärken
an den entscheidenden Stellen der Schenkel erreicht werden. Gerade in diesem Zusammenhang
kann es vorteilhaft sein, den mindestens einen Schenkel mit einem Filmscharnier an
den Zentralbereich des Kerns anzulenken. Ein Filmscharnier bildet einen definierten
Schwenkpunkt, sodass sich der Kern leicht in die gewünschte Richtung verlagern kann.
Zweckmäßigerweise wird der Kunststoff auch im Bereich des Filmscharniers so dick dimensioniert,
dass das erforderliche Wiederaufrichtvermögen gewährleistet wird, das heißt, dass
der Schenkel dazu gezwungen wird, nach seinem Anlegen an den Zentralbereich des Kerns
beim Durchlauf durch den Abstreifer bzw. Flaschenhals wieder in seine ursprüngliche
Position zurückzufedern. Dies kann gegebenenfalls durch Federelemente wie zum Beispiel
einen oder mehrere Federarme gewährleistet werden, mit dessen bzw. deren Hilfe sich
der betreffende Schenkel am Zentralbereich des Kerns federnd abstützt.
[0009] Im Rahmen eines anderen bevorzugten Ausführungsbeispiels ist vorgesehen, dass der
Borstenbesatz aus einem anderen Material besteht als der Kern bzw. der Schenkel, wobei
das Material vorzugsweise nachträglich von außen auf den Kern bzw. den Schenkel aufgespritzt
und dadurch innig mit ihm verbunden worden ist, vorzugsweise in Gestalt einer Art
"Verschweißung".
[0010] Vorzugsweise bestehen die Borsten aus einem zweiten Kunststoff, der in den ersten
Kunststoff eingespritzt wird. Idealerweise sorgt dies für eine besonders sichere Verankerung
der Borsten an dem Kern bzw. den Schenkeln.
[0011] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Kosmetikapplikator
einen Zentralkörper besitzt, der aus einem Rohr aus dem ersten Kunststoff besteht,
das innen mit dem zweiten Kunststoff ausgefüllt ist.
[0012] Zweckmäßigerweise weist das Rohr erste Öffnungen auf, die von dem den Zentralkörper
auffüllenden zweiten Kunststoff durchgriffen werden, der an der Außenseite des Rohrs
Borsten ausbildet.
[0013] Idealerweise weist das Rohr mindestens eine zweite Öffnung auf, die von dem das Rohr
ausfüllenden zweiten Kunststoff durchgriffen wird, der hierdurch an der Außenseite
des Rohrs einen Schenkel bildet.
[0014] Besonders günstig ist es, wenn der Kern einen Zentralkörper bildet, von dem mehrere
Schenkel nach außen abstehen, vorzugweise derart sternförmig, dass alle Schenkel im
unbelasteten Zustand relativ zueinander den gleichen Abstand besitzen.
[0015] Eine besonders günstige Ausführungsform sieht vor, dass ein und vorzugsweise jeder
Schenkel die Form einer einseitig angelenkten vorzugsweise massiven und damit in sich
im wesentlichen verwindungssteifen Leiste aufweist, die sich in Richtung parallel
zur Längsachse des Applikators entlang des überwiegenden Teils und vorzugsweise entlang
des gesamten Zentralkörpers erstreckt, dessen Kupplungsabschnitt nicht mitgerechnet.
Dabei verläuft die Längsachse des Applikators, die bereits oben näher definiert wurde,
vorzugsweise innerhalb des massiven Zentralkörpers, sofern der erfindungsgemäße Applikator
nicht alternativ gestaltet ist, indem er als geschlitztes Rohr ausgeführt ist, das
bis auf einen einzigen, vorzugsweise parallel zur Mittellängsachse verlaufenden Schlitz
in Umfangsrichtung in sich geschlossen ist.
[0016] Schutz wird auch für ein System aus einem Applikator der vorbeschriebenen Art, einem
Kosmetikbehälter und einem daran befestigten Abstreifer beansprucht, der sich dadurch
auszeichnet, dass der Abstreifer und der Applikator so aufeinander abgestimmt sind,
dass der Applikator beim Hindurchziehen und/oder -schieben zusammengefaltet wird.
[0017] Weitere Vorteile, Ausgestaltungsmöglichkeiten und Wirkungsweisen der Erfindung ergeben
sich aus den nachfolgend anhand der Figuren beschriebenen Ausführungsbeispielen:
Die Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem der Borstenträger
durch ein geschlitztes Rohr gebildet wird, in perspektivischer Ansicht.
Die Fig. 2 zeigt das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung von der distalen, das
heißt der stielabgewandten Seite her.
Die Fig. 3 zeigt das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung von der proximalen Stirnseite
her.
Die Fig. 4 zeigt eine Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels schräg von vorn, von
der distalen Stirnseite her.
Die Fig. 4a zeigt Einzelheiten der vorzugsweise für die Erfindung verwendeten Borsten.
Die Fig. 4b zeigt den als geschlitztes Rohr ausgebildeten Kern, der im Rahmen des
ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung zum Einsatz kommt, in unverformtem Zustand.
Die Fig. 4c zeigt den als geschlitztes Rohr ausgebildeten Kern, der im Rahmen des
ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung zum Einsatz kommt, in verformtem Zustand.
Die Fig. 5 zeigt das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung von der Unterseite her.
Die Fig. 6 zeigt das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung von der Oberseite her.
Die Fig. 7 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem massiven
Kern und davon beweglich abstehenden Schenkeln in perspektivischer Ansicht schräg
von vorne.
Die Fig. 8 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung von der distalen Stirnseite
her.
Die Fig. 9 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung von der proximalen Stirnseite
her.
Die Fig. 10 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung in leicht perspektivischer
Ansicht schräg von vorn, die einzelnen in Richtung der Längsachse hintereinander stehenden
Borsten sind hier in der Abbildung nicht aufgelöst.
Die Fig. 11 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung von unten her gesehen.
Die Fig. 12 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung von der Seite her gesehen.
Die Fig. 13 zeigt eine perspektivische Ansicht der dritten Ausführungsform der Erfindung
schräg von vorne gesehen.
Die Fig. 14 zeigt das dritte Ausführungsbeispiel der Erfindung von der distalen Stirnseite
her gesehen.
Die Fig. 15 zeigt das dritte Ausführungsbeispiel der Erfindung von der proximalen
Stirnseite her gesehen.
Die Fig. 16 zeigt das dritte Ausführungsbeispiel von der Seite her gesehen.
Die Fig. 17 zeigt das dritte Ausführungsbeispiel von unten her gesehen.
Die Fig. 18 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Applikators
im Schnitt A-A wie in Fig. 19 markiert.
Die Fig. 19 zeigt eine Seitenansicht des vierten Ausführungsbeispiels.
Die Fig. 20 zeigt eine perspektivische Ansicht des vierten Ausführungsbeispiels schräg
von vorne.
Die Fig. 21 zeigt eine Frontansicht eines fünften Ausführungsbeispiels im entspannten
Zustand.
Die Fig. 22 zeigt eine Frontansicht eines fünften Ausführungsbeispiels und demonstriert
das Zusammenfalten das ggf. beim Durchgang durch einen Abstreifer auftritt.
Die Fig. 23 zeigt eine Frontansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels im entspannten
Zustand.
Die Fig. 24 zeigt eine perspektivische Ansicht des sechsten Ausführungsbeispiels schräg
von vorne.
Die Fig. 25 zeigt eine Ansicht des sechsten Ausführungsbeispiels von unten.
Die Fig. 26 zeigt eine Rückansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels im entspannten
Zustand - vom Kupplungsabschnitt 3 her gesehen.
Die Fig. 27 zeigt eine Seitenansicht des sechsten Ausführungsbeispiels.
Die Fig. 28 zeigt eine Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels gem. der Figuren
1 bis 6.
Die Fig. 29 zeigt ebenfalls eine Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels gem. der
Figuren 1 bis 6.
[0018] Das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem der Kern als geschlitztes Rohr
ausgeführt ist, lässt sich am anschaulichsten an Hand der Fig. 1 erläutern.
[0019] Der Applikator 1 umfasst einen Kupplungsabschnitt 5 zum Befestigen eines Griffs und/oder
Stiels und einen Kern 2, der auf seiner äußeren Umfangsfläche mit vorzugsweise spritzgegossenen
Borsten 6 besetzt ist. Diese stehen zumeist in im Wesentlichen radialer Richtung nach
außen ab.
[0020] Vorzugsweise tragen auch die Stirnflächen 7 des Rohrs, die den sogleich noch näher
zu erläuternden Schlitz 4, der die Umfangsfläche des Rohrs unterbricht, beranden,
Borsten 6. Idealerweise sind an jeder der besagten Stirnflächen 7 mehrere Reihen von
in Längsrichtung hintereinander stehenden Borsten angebracht. Zweckmäßigerweise ragen
die Borsten mindestens einer der besagten Borstenreihen an der jeweiligen Stirnfläche
7 in den Bereich des Schlitzes 4 hinein, im Idealfall so, dass sich trotz des Schlitzes
4 ein in Umfangsrichtung im Wesentlichen in sich geschlossenes Borstenfeld ergibt.
[0021] Idealerweise sind die Stirnflächen 7 gerundet. Die Fig. 3 illustriert das. Der Krümmungsradius
der Rundung entspricht idealerweise etwa der halben Wandstärke des Rohrs, das den
Kern bildet.
[0022] Der Kern 2 ist auf einer Seite mit dem Stiel des Applikators bzw. dem zur Befestigung
am Stiel vorgesehenen Kupplungsabschnitt 5 verbunden.
[0023] Die Borsten 6 bilden idealerweise entlang des ganzen Kerns Reihen von in Richtung
der Mittellängsachse L in einer Flucht hintereinanderstehenden Borsten und zugleich
Reihen von in Umfangsrichtung in einer Flucht hintereinanderstehenden Borsten. Jede
Borste ist vorzugweise leicht kegelig, die an ihre Mantelfläche angelegten Geraden
schließen mit der Längsachse LB vorzugsweise einen Winkel α ein, der zwischen 0,5°
und 3° liegt, vgl. Fig. 4a.
[0024] Jeder der Borsten ist vorzugsweise so flexibel, dass sich ihre Spitze reversibel
um eine Strecke LA auslenken lässt, die vorzugsweise mindestens dem 4-fachen, besser
noch mindestens dem 6-fachen maximalen Borstendurchmesser entspricht, der oberhalb
der Verrundung gemessen wird, mit der die Borstenwurzel in den Kern übergeht, vgl.
ebenfalls Fig. 4a.
[0025] Anders als bei den bekannten Applikatoren ist der Kern 2 des erfindungsgemäßen Applikators
vorzugsweise nicht so massiv ausgeführt, dass er beim Passieren des Abstreifers und/oder
des Flaschenhalses keinen sichtbaren Verformungen unterliegt.
[0026] Stattdessen ist der Kern bei diesem Ausführungsbeispiel als an seinem Umfang auf
ganzer Länge durchgehend geschlitztes, innen hohles Rohr ausgeführt. Es ist günstig,
wenn der Schlitz in Umfangsrichtung etwa 1/8 bis 1/4 des Umfangs des Rohrs einnimmt,
wenn man gedanklich von einem entsprechenden Voll-Rohr ausgeht, das in sich geschlossen
ist.
[0027] Das Rohr hat vorzugsweise den Querschnitt eines geschlitzten Kreisringzylinders,
da hierdurch am einfachsten eine gleichmäßige Dichte des Borstenbesatzes gewährleistet
werden kann. Die Alternative, das Rohr mit dem Querschnitt eines geschlitzten Polygonrings
zu versehen, zum Beispiel eines innen hohlen Sechs- oder Achtecks, liegt aber ebenfalls
im Rahmen dessen, was die Erfindung beansprucht, auch wenn das kreisringzylindrische
Rohr bevorzugt ist. Für viele Anwendungsfälle ist es am besten, wenn das Rohr den
Querschnitt eines geschlitzten Kreisringzylinders besitzt, da hierdurch am einfachsten
eine gleichmäßige Dichte des Borstenbesatzes gewährleistet werden kann. In die Nähe
dessen kommt ein Querschnitt, der die Gestalt eines geschlitzten Polygonrings besitzt,
etwa eines geschlitzten, innen hohlen Achtecks.
[0028] Für wiederum andere Anwendungsfälle kann es eine Alternative sein, das Rohr mit dem
Querschnitt einer geschlitzten, innen hohlen Ellipse, eines geschlitzten, innen hohlen
Ovals oder dem Querschnitt eines U oder eines V zu versehen. Auf diese Art und Weise
kann leicht ein Applikator geschaffen werden, dessen Besatzdichte sich in seiner Umfangsrichtung
ändert, so dass der Applikator unterschiedliche Anwendungseigenschaften zeigt, je
nachdem, in welcher Verdrehposition man ihn an die zu behandelnde Stelle heranführt.
Bei alledem bleibt jedoch der kreisförmige Querschnitt des geschlitzten Rohrs die
klar bevorzugte Ausführungsform.
[0029] Das durch den vorzugsweise nur auf einer Seite am Umfang vorhandenen Schlitz zur
Umgebung hin geöffnete Innere des Rohrs bildet im Regelfall eine Rinne, die eine bestimmte
Menge des zu applizierenden Kosmetikums aufnimmt. Vorzugsweise ist das Rohr zusätzlich
an seiner distalen, das heißt, dem Stiel bzw. dem Kupplungsabschnitt 5 abgewandten
Stirnseite offen, sodass die Verformung des Rohrs im Bereich der distalen Stirnseite
nicht behindert wird. Zumeist ist auch der Kupplungsabschnitt 5 nur entlang eines
Teils des Umfangs des Rohrs an diesem befestigt, sodass die Verformung des Rohrs im
Bereich der proximalen Stirnseite nicht behindert wird, jedenfalls nicht im Wesentlichen.
[0030] Die Wandstärke des gesamten Rohrs bzw. der bestimmungsgemäß zur Verformung gedachten
Bereiche des Rohrs - welches diejenigen Abschnitte des Rohrs sind, die selbst nicht
unmittelbar an den Kupplungsabschnitt 5 angebunden sind und daher von dem an den Kupplungsabschnitt
5 angebundenen, das Rückgrat bildenden Zentralkörper 8 federnd abstehen - ist so gewählt,
dass sich die beiden Schenkel 3a und 3b, die zwischen sich den Schlitz 4 begrenzen,
in Richtung der Pfeile P aufeinander zu verlagern können, derart, dass sich der Durchmesser
des Kerns und damit auch die vom Kern beanspruchte Querschnittsfläche Q verringert,
vgl. Fig. 4b und 4c, die den Kern nur schematisch zeigen, ohne den Borstenbesatz abzubilden.
Unter der von einem Kern beanspruchten Querschnittsfläche Q versteht man dabei die
Fläche, die die gedachte Seillinie eines Seils umschließt, das man außen um den Kern
herumschlingt, vgl. nochmals die Fig. 4b und 4c. Die Erfindung sieht vor, dass die
Wandstärke und das Material des Kerns so gewählt werden, dass sich die soeben beschriebene
Verlagerung der Schenkel selbsttätig unter dem Einfluss der Kräfte einstellt, die
vom Abstreifer und/oder dem Hals des Vorratsbehälters auf den Kern ausgeübt werden,
sobald der Kern bestimmungsgemäß durch den Abstreifer bzw. den Flaschenhals herausgezogen
wird oder in umgekehrter Richtung wieder in den Vorratsbehälter eingeschoben wird.
Dabei müssen sich die Schenkel 3a und 3b nicht auf ganzer Länge verformen. Sie werden
sich vielmehr in den meisten Fällen nur dort verformen, wo sie unmittelbar den komprimierend
wirkenden Kräften des Abstreifers und/oder des Flaschenhalses ausgesetzt sind.
[0031] Auf diese Art und Weise lässt sich ein Applikator bereitstellen, der in applikationsfertigem
Zustand einen Kern 2 mit einem außergewöhnlich großen Kerndurchmesser D besitzt, wobei
vorzugsweise gilt D > 3,5 mm; idealerweise gilt sogar D ≥ 4,5 mm. Trotz des außergewöhnlich
großen Kerndurchmessers D ist es in vielen Fällen nicht erforderlich, für den Applikator
Kosmetikbehälter mit einem besonders weiten Flaschenhals und/oder Abstreifer mit einem
besonders großen lichten Durchmesser einzusetzen. Denn der Kern 2 "faltet" bzw. "rollt"
sich beim Durchgang durch den Abstreifer bzw. den Flaschenhals zusammen und verhält
sich daher in diesem Augenblick wie ein Kern mit einem kleineren Kerndurchmesser L.
[0032] Idealerweise weist das Rohr jedenfalls in Umfangsrichtung, vorzugsweise jedoch überall,
eine zumindest im Wesentlichen konstante Wandstärke auf, die so gewählt ist, dass
das gesamte Rohr in Umfangsrichtung eine Feder bildet. Auf diese Art und Weise lässt
sich am einfachsten für eine starke Federwirkung sorgen, ohne Bereiche des Rohrs so
dünnwandig ausführen zu müssen, dass die Gefahr eines unerwünschten Federns bei der
Applikation auftritt. Eine formstabile Applikation ist nach wie vor gewährleistet.
[0033] Es sei gesagt, dass es der Erfindung nicht um solche belanglosen Verformungen geht,
die als unvermeidliche Klein- oder Mikroverformungen überall auftreten, wenn ein Körper
Kräfte auf den anderen ausübt. Der Erfindung geht es vielmehr um Verformungen, die
einen deutlich spürbaren Effekt nach sich ziehen, das heißt vorzugsweise um solche
Verformungen, die die Querschnittsfläche Q des Kerns um mindestens 10% und besser
noch um mindestens 20% verringern.
[0034] Bei alledem sind die Borsten und der Kern aufeinander abgestimmt. Der Kern ist so
ausgelegt, dass er federnd nachgibt noch bevor die Kräfte, die beim Durchtritt durch
den Abstreifer und/oder den Flaschenhals entstehen, so groß werden, dass sie die Borsten
derart hart umknicken, dass diese geschädigt werden. Für die Einhaltung dieser Bedingung
gibt es keine mathematische Universalformel. Vielmehr sind jeweils eine überschaubare
Zahl von fachüblichen Versuchen, ggf. unterstützt durch FEM-Berechnungen, durchzuführen,
um sicherzustellen, dass der individuelle Kern so ausgelegt ist, dass er bei Bestückung
mit den konkret vorgesehenen Borsten mit einem bestimmten Abstreifer und/oder einem
bestimmten Flaschenhals im Sinne der obigen Bedingung zusammenarbeitet. Bei alledem
muss natürlich berücksichtigt werden, dass es sich bei den erfindungsgemäßen Applikatoren
schon aus hygienischen Gründen zumeist um Einwegartikel handelt. Angesichts dessen
kann es ggf. ausreichend sein, wenn die Borsten während der bestimmungsgemäß vorausgesetzten
Gebrauchsdauer keine sichtbare Schädigung davon tragen.
[0035] Es kann zweckmäßig sein, den Kern 2 aus einem elastischeren ersten Kunststoff zu
spritzen und die Borsten aus einem verglichen damit starreren zweiten Kunststoff.
Es ist in manchen Fällen besonders günstig, wenn der erste Kunststoff ein weichelastischer
bzw. gummielastischer Kunststoff ist. Ein Kern, der zumindest überwiegend aus einem
solchen Kunststoff besteht, kann beim Durchtritt durch den Abstreifer und/oder den
Flaschenhals schon durch vergleichsweise geringe Kräfte in der erfindungsgemäßen Art
und Weise verformt werden. Hierdurch können die Borsten "geschont" werden - denn der
Kern gibt federnd nach noch bevor die Kräfte, die beim Durchtritt durch den Abstreifer
und/oder den Flaschenhals entstehen, kritisch für die Borsten werden.
[0036] Alternativ zur einstofflich-einstückigen Herstellung eines solchen Applikators kann
bei der Herstellung eines derartigen Applikators in mehrstofflicher Ausführung auch
so vorgegangen werden, dass zunächst ein Kern gespritzt wird, beispielsweise ein Kern
mit einem im Bereich des späteren Borstenbesatzes C-förmigen Querschnitt. In einem
zweiten Spritzgussschritt wird außen auf den C-förmigen Kern ein zweiter Kunststoff
aufgespritzt. Dieser bildet die Borsten aus. Der zweite Kunststoff umhüllt den Kern
aus dem ersten Kunststoff vorzugsweise im Wesentlichen vollständig. Bei entsprechender
Wahl der Verfahrensparameter verschweißen der erste und der zweite Kunststoff vollflächig
miteinander. Ein allgemein gültiges Rezept, wie die Verfahrensparameter zu wählen
sind, damit eine solche Verschweißung erfolgt, kann hier wegen der starken Einzelfallabhängigkeit
nicht gegeben werden, die im konkreten Fall einzustellenden Verfahrensparameter lassen
sich aber, sobald man weiß, worauf zu achten ist, durch fachübliche Versuche ermitteln.
Wie schon angedeutet kann der erfindungsgemäße Applikator natürlich auch einstofflich
und in einem einzigen Spritzgussschritt hergestellt werden. Es muss dann darauf geachtet
werden, den Kern hinreichend dünnwandig zu gestalten, so dass er auch dann, wenn für
ihn kein weichelastischer Kunststoff verwendet wird, die erfindungsgemäße Federwirkung
einfaltet - wobei die Wandstärke dann allerdings so gestaltet werden muss, dass der
Kern auch an seiner höchstbelasteten Stelle keinesfalls einknickt und dadurch für
die Zukunft ganz oder teilweise seiner Federwirkung beraubt wird.
Um die Federwirkung zu verbessern kann es sinnvoll sein, den Kern der Gestalt des
Rohrs mit einer oder mehreren in Richtung der Längsachse im Wesentlichen durchgehend
vorhandenen Dünnstellen zu versehen, die vorzugsweise einen scharnierartigen Bereich
ausbilden, so wie das die Fig. 28 und 29 zeigen.
Das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung lässt sich am besten anhand der Fig.
7 erläutern. Das für das erste Ausführungsbeispiel Gesagte gilt für dieses Ausführungsbeispiel
gleichermaßen, sofern sich aus der abweichenden Querschnittsform, den der Kern dieses
Ausführungsbeispiels besitzt, nicht etwas anderes ergibt. Nicht zuletzt gelten auch
die obigen Ausführungen zur Art des Borstenbesatzes, zur Gestaltung der Borsten, zur
Herstellung des Kerns und seiner Borsten sowie die Ausführungen zur Abstimmung der
Borsten auf den Kern auch für dieses Ausführungsbeispiel.
[0037] Der Kern 2 besteht bei diesem Ausführungsbeispiel aus einem im Wesentlichen unverformbaren
Zentralkörper 8 und mehreren, vorzugsweise zwei davon nach außen abstehenden Schenkeln
3a, 3b. Die Schenkel erstrecken sich in Richtung der Applikatorlängsachse L, vorzugsweise
über den gesamten Applikatorbereich, das heißt über den gesamten mit Borsten besetzten
Bereich. Jeder der Schenkel steht nur auf seiner einen Seite mit dem Zentralabschnitt
8 in Verbindung und steht somit nach Art eines Kragträgers bzw. eines Flügels von
dem Zentralabschnitt ab. Die Schenkel besitzen selbst keine direkte Verbindung mit
dem Kupplungsabschnitt 5, da eine solche direkte Verbindung ihre Beweglichkeit behindern
würde. Die Schenkel bilden mit dem Zentralabschnitt einen V-förmigen, spitzwinkligen
Spalt 9, in dem Kosmetikmasse gespeichert werden kann, die beim Herausziehen des Applikators
durch den Abstreifer und/oder den Flaschenhals teilweise nach außen herausgedrückt
wird und dann im Nahbereich des Borstenbesatzes zur Verfügung steht.
[0038] Jeder der Schenkel 3a, 3b trägt auf seiner Außenseite einen Borstenbesatz.
[0039] Besonders bevorzugt bilden die Schenkel 3a, 3b und der Zentralabschnitt 8 des Kerns
2 einen S-förmigen Querschnitt. Dieser zeichnet sich idealerweise dadurch aus, dass
die Schenkel 3, 3b und der Zentralabschnitt auf der Außenseite stufenlos ineinander
übergehen und gemeinsam eine konvexe Außenfläche bilden, die durchgehend mit Borsten
besetzt ist. Auf diese Art und Weise tragen sowohl der Zentralabschnitt 8 als auch
die Schenkel 3a, 3b Borsten 6. Somit wird ein besonders großes Borstenfeld zur Verfügung
gestellt, was die Anwendungseigenschaften des Applikators wesentlich verbessert.
[0040] Die Schenkel 3a, 3b sind als Ganzes in sich derart elastisch und/oder derart elastisch
an dem Zentralabschnitt 8 angelenkt, dass sich die Schenkel 3a, 3b in Richtung der
Pfeile P, das heißt in Richtung hin zum Zentralabschnitt 8 des Kerns 2 verlagern können,
so, dass sich der Durchmesser des Kerns und damit auch die vom Kern beanspruchte Querschnittsfläche
Q insgesamt verringert, vgl. Fig. 8, deren Pfeile P diesen Sachverhalt andeuten. Unter
der von einem Kern beanspruchten Querschnittsfläche Q versteht man dabei auch hier
die Fläche, die die gedachte Seillinie eines Seils umschließt, das man außen um den
Kern herumschlingt. Erfindungsgemäß werden die Wandstärke, das Material und/oder die
Anlenkung der Schenkel 3a, 3b am Zentralbereich so gewählt, dass sich die soeben beschriebene
Verlagerung der Schenkel von allein unter dem Einfluss der Kräfte einstellt, die vom
Abstreifer und/oder dem Hals des Vorratsbehälters auf den Kern ausgeübt werden, sobald
der Kern bestimmungsgemäß durch den Abstreifer bzw. den Behälterhals herausgezogen
wird oder in umgekehrter Richtung wieder in den Vorratsbehälter eingeschoben wird.
[0041] In vielen Fällen werden die Schenkel durchgehend eine zumindest im Wesentlichen konstante
Wandstärke aufweisen.
[0042] Wie bereits oben angeklungen ist, werden in anderen Fällen Schenkel verwendet, die
einen wesentlichen Teil ihrer Beweglichkeit dadurch erhalten, dass sie beweglich an
dem Zentralabschnitt 8 angelenkt sind - etwa mit Hilfe eines Scharniers, im Idealfall
mit Hilfe eines Filmscharniers oder über eine ein Zwischenstück bildende Leiste aus
weichelastischem Kunststoff.
[0043] Bei dem insbesondere von Fig. 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Mittellösung
gewählt worden. Die Schenkel sind hier zwar nicht mit einem Scharnier an dem Zentralabschnitt
8 angelenkt, aber ihre Wandstärke nimmt zum Zentralabschnitt hin ab, sodass sie im
Bereich des größten Biegemoments am stärksten federnd-nachgiebig sind.
[0044] Das dritte Ausführungsbeispiel der Erfindung lässt sich am besten anhand der Fig.
13 erläutern. Das für das erste Ausführungsbeispiel Gesagte und das für das zweite
Ausführungsbeispiel zur Anlenkung der Schenkel am Zentralbereich des Kerns Gesagte
gilt für dieses Ausführungsbeispiel gleichermaßen, sofern sich aus der abweichenden
Querschnittsform, den der Kern dieses Ausführungsbeispiels besitzt, nicht etwas anderes
ergibt. Nicht zuletzt gelten auch die obigen Ausführungen zur Art des Borstenbesatzes,
zur Gestaltung der Borsten, zur Herstellung des Kerns und seiner Borsten sowie die
Ausführungen zur Abstimmung der Borsten auf den Kern auch für dieses Ausführungsbeispiel.
[0045] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel besteht der Kern 2 aus einem im Wesentlichen
unverformbaren Zentralabschnitt 8 und mehreren, vorzugsweise zwei davon nach außen
abstehenden Schenkeln 3a, 3b. Es ist wiederum so, dass sich die Schenkel in Richtung
der Applikatorlängsachse L, vorzugsweise über den gesamten Applikatorbereich erstrecken,
das heißt über den gesamten mit Borsten besetzten Bereich. Die Schenkel besitzen selbst
keine direkte Verbindung mit dem Kupplungsabschnitt 5, da eine solche direkte Verbindung
ihre Beweglichkeit behindern würde.
[0046] Jeder der Schenkel 3a, 3b trägt auf seiner Außenseite einen Borstenbesatz. Vorzugsweise
ist jeder der Schenkel auf seiner Außenseite, von der die Borsten 6 abstehen, eben
oder nur schwach gekrümmt mit einem Krümmungsradius R > 10 mm, besser noch R > 25
mm. Auf diese Art und Weise können zwei voneinander getrennte, ebene oder nur schwach
gekrümmte Borstenfelder zur Verfügung gestellt werden, wodurch sich außergewöhnliche
Auftrags- bzw. Kämmeigenschaften erreichen lassen. Für die Borstenaufstellung der
Borstenfelder gilt das Eingangs Gesagte.
[0047] Besonders bevorzugt bilden die Schenkel 3a, 3b und der Zentralabschnitt 8 des Kerns
2 einen Z-förmigen Querschnitt.
[0048] Obgleich nicht zwingend, liegt es im Rahmen dieses Ausführungsbeispiels, die Schenkel
so zu gestalten, dass ihre Dicke Di im Bereich ihres Übergangs in den Zentralabschnitt
8 am größten ist und zu ihrem freien Ende hin abnimmt. Die erfindungsgemäß erforderliche
Flexibilität der Schenkel wird dadurch gewährleistet, dass ihre Dicke D1 absolut gesehen
hinreichend gering gewählt wird und/oder ein entsprechend leicht verformbares Kunststoffmaterial
für die Schenkel eingesetzt wird. Alternativ ist wiederum an die hier nicht figürlich
dargestellte Befestigung der Schenkel 3a, 3b an dem Zentralbereich mit Hilfe eines
Scharniers, insbesondere eines Filmscharniers, zu denken. Idealerweise sind die Schenkel
3a, 3b bei diesem Ausführungsbeispiel dort, wo sie in den Zentralkörper 8 übergehen,
mit Zinken 10 versehen, die einen Kamm bilden, der zum Beispiel bei der Applikation
nach dem Auftragen der Mascara zum Separieren der Wimpern dient. Die Kammzinken zeichnen
sich gegenüber den Borsten dadurch aus, dass sie weniger flexibel sind bzw. sich unter
den bestimmungsgemäß bei der Applikation auftretenden Kräften sogar starr verhalten.
Die Zinken 10 sind am besten in Fig. 13 zu erkennen.
[0049] Vorzugsweise trägt jeder Schenkel an seinem in Umfangsrichtung gesehen freien Ende
Kammzinken 10', die in einer Reihe stehen und so einen Kamm bilden. Diese Kammzinken
können zusätzlich zu oder alternativ zu den zuerst erwähnten Kammzinken vorgesehen
sein.
[0050] Beansprucht wird auch die Verwendung der in dieser Beschreibung und den zugehörigen
Ansprüchen beschriebenen Kosmetikapplikatoren als Mascaraapplikatoren, deren Borstenfeld
in Richtung der Längsachse L eine maximale Erstreckung von 30 mm aufweist und einen
maximalen Außendurchmesser von 15 mm, besser von nur 12 mm.
Abschließend ist festzuhalten, dass unabhängig von den aufgestellten Ansprüchen ganz
allgemein Schutz beansprucht wird für einen Applikator mit einem Kern und davon nach
außen abstehenden Borsten, wobei der Kern zumindest bereichsweise derart elastisch
ist, dass sich die von dem Kern beanspruchte Querschnittsfläche beim Passieren des
Abstreifers und/oder des Flaschenhalses des dem Kosmetikapplikator zugeordneten Kosmetikvorratsbehälters
unter Einfluss der von dem Abstreifer und/oder dem Flaschenhals ausgeübten Kräfte
reversibel verringert.
Bevor nun noch weitere Varianten, bzw. Ausführungsbeispiele beschrieben werden, sei
generell in Bezug auf alle von dieser Beschreibung offenbarte Applikatoren festgehalten,
dass die erfindungsgemäßen Applikatoren bevorzugt als Mascaraapplikatoren verwendet
werden. Entsprechend klein sind dann ihre äußeren Abmessungen, die üblicherweise in
Richtung der Applikatorlängsachse 15 bis 30 mm, maximal 40 mm, betragen. Der maximale
Durchmesser ist im Regelfall geringer als 20 mm.
Die genaue Ausgestaltung eines weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Applikators ist am besten anhand der Fig. 18 zu erkennen.
Vorweggeschickt wird, dass dieses und die im Folgenden geschilderten weiteren Ausführungsbeispiele
nicht zwingend so gestaltet sein müssen, dass sich die vom Kern beanspruchte Querschnittsfläche
beim Passieren des Abstreifers und/oder des Flaschenhalses unter dem Einfluss der
vom Abstreifer und/oder des Flaschenhalses ausgeübten Kräfte reversibel in Richtung
hin zum Zentralbereich des Kerns verlagert, d. h. verringert - auch wenn eine entsprechende
Ausgestaltung des Applikators, bzw. des ebenfalls beanspruchten Gesamtsystems aus
Applikator, Vorratsbehälter und Abstreifer vorteilhaft ist und daher in den meisten
Fällen anzutreffen sein wird.
Der dieses Ausführungsbeispiel bildende Applikator 1 besteht aus einem Kern 2, der
zumeist in ein Kupplungsstück 5 übergeht (vgl. Fig. 19 und 20), das zum Befestigen
des Applikators an einem nicht gezeigten Stiel dient. Der Stiel geht seinerseits in
einen ebenfalls nicht gezeigten Griff über.
[0051] Der Kern 2 besteht dabei aus einem unter dem Einfluss der bei der Applikation gewöhnlich
auftretenden Kräfte im Wesentlichen unverformbaren, bzw. nur marginal verformbaren,
meist als massiver Querschnitt ausgebildeten Zentralkörper 8. Dieser bildet sozusagen
das Rückgrat des Applikators und erstreckt sich vorzugsweise auf der gesamten oder
zumindest überwiegenden Länge des Borstenbesatzes parallel zur Längsachse L des Applikators
im oben definierten Sinne.
[0052] Vom Außenumfang des Zentralkörpers 8 stehen Borsten ab, so dass der Zentralkörper
8 eigenständig eine Bürste bildet. Zusätzlich besteht der Kern aus mindestens einem,
besser mehreren vom Zentralkörper 8 nach außen abstehenden Schenkeln 3a, 3b. Vorzugsweise
ist jeder der Schenkel so ausgestaltet, dass auch er eine Bürste bildet, also eine
Mehrzahl von Borsten trägt. Die Querschnittsfläche des Zentralkörpers 8, senkrecht
zur Längsachse L des Applikators, ist größer als die entsprechende Querschnittsfläche
eines Schenkels 3a, 3b, vorzugsweise mindestens um den Faktor 3. Vorzugsweise wird
der überwiegende Teil des Applikators 1 durch den Zentralkörper 8 bereitgestellt,
die Schenkel 3a, 3b sind dann nur ein Anhängsel des Zentralkörpers 8.
[0053] Jeder der Schenkel 3a, 3b kann in sich so elastisch sein, dass er als Ganzer eine
Art einseitig eingespannte Blattfeder darstellt, und allein auf Grund dessen entsprechend
beweglich ist.
[0054] Es ist jedoch bevorzugt, dass jeder Schenkel 3a, 3b mit Hilfe einer Dünnstelle 11,
bzw. mit Hilfe eines Filmscharniers als Ganzer an dem Zentralkörper 8 beweglich angelenkt
ist. Die Anlenkung ist vorzugsweise so ausgestaltet, dass sich der jeweilige Schenkel
3a, 3b nahezu als Ganzer in Richtung des Pfeils P, d. h. in Richtung hin zum Zentralkörper
8, des Kerns 2, verlagern kann (vgl. Fig. 21). Diese Bewegung erfolgt hier im Wesentlichen
durch Drehung um die Dünnstelle 11. Hierdurch kann sich der Durchmesser des Kerns
(und damit auch die vom Kern beanspruchte Querschnittsfläche Q insgesamt) besonders
effektiv verringern, was der unmittelbare Vergleich der Fig. 21 und 22 augenfällig
macht, die zwar ein weiteres, später noch näher zu erläuterndes Ausführungsbeispiel
zeigen, dessen Beweglichkeit jedoch mit der des hier erörterten Ausführungsbeispiels
identisch ist. Unter der von einem Kern beanspruchten Querschnittsfläche Q versteht
man dabei auch hier die Fläche, die die gedachte Seillinie eines Seils umschließt,
das man unter Umgehung der Borsten außen um den Kern herumschlingt.
[0055] Wie man am besten anhand der Fig. 18 sieht, besteht der Zentralkörper 8 bei diesem
ersten Ausführungsbeispiel aus einem Rohr 12, das in dem von Fig. 18 gezeigten Querschnitt
schwarz eingefärbt dargestellt ist.
Das Rohr 12 ist aus einem ersten Kunststoffmaterial und es ist im Laufe der Herstellung
des Applikators zunächst hohl. Das Rohr 12 wird von dem zweiten Kunststoffmaterial
ausgefüllt, das bei der Herstellung in das Rohr eingespritzt worden ist. Die beiden
Kunststoffmaterialien sind dort, wo sie aufeinandertreffen, verschweißt. Vorzugsweise
ist das zweite Kunststoffmaterial flexibler, bzw. elastischer, als das erste Kunststoffmaterial.
Die Fertigung erfolgt vorzugsweise so, dass zunächst das Rohr 12 mit einem in sich
vollständig geschlossenen Rohrmantel hergestellt wird.
Für den nächsten Spritzgussschritt befindet sich das Rohr 12 in einer Spritzgussform.
Diese bildet am Außenumfang des Rohrs 12 eine Vielzahl von ersten Formkavitäten aus
und für jeden auszubildenden Schenkel eine zweite, den jeweiligen Schenke 13a, bzw.
3b und seine Borsten 6 bildende Formkavität.
Spritzt man nun die zweite Kunststoffmasse unter hohem Druck (i. d. R. mehr als 500
bar vorzugsweise mehr als 1.000 bar) in das Innere des Rohrs 12 ein, dann füllt die
zweite Kunststoffmasse das Innere des Rohrs 12 aus. Sodann bahnt sie sich den Weg
durch die Rohrwand in die außenseitig dahinterliegenden ersten und zweite(n) Formkavitäten.
Hierdurch werden am Außenumfang des Rohrs 12 vorzugsweise im Wesentlichen radial nach
außen abstehende Borsten 6 aus dem zweiten Kunststoff ausgebildet. Auf die gleiche
Art und Weise werden der oder die Schenkel 3 mitsamt der Vielzahl der jeweils von
ihnen abstehenden Borsten 6 ausgebildet, die ebenfalls aus dem zweiten Kunststoff
bestehen. Dies ist ebenfalls in Fig. 18 zu erkennen, die an Hand derjenigen Borsten
6, die in der Schnittebene liegen, zeigt wie die Wand des Rohrs 12 jeweils lokal durchbrochen
worden ist. Auch die Tatsache dass die Wand des Rohrs 12 dort durchbrochen worden
ist, wo die Schenkel 3a, bzw. 3b angelenkt sind, ist gut anhand der Fig. 18 zu erkennen.
[0056] Im Zuge der so ablaufenden Herstellung wird das Rohr 12 also mit ersten Öffnungen
versehen, über die die Borsten mit dem Kunststoffkörper in Verbindung stehen, welcher
das Innere des Rohrs 12 ausfüllt. Auf die gleiche Art und Weise wird das Rohr 12 pro
Schenkel mit mindestens einer zweiten Öffnung versehen, über die der Schenkel 3a,
bzw. 3b mit dem Kunststoffkörper in Verbindung steht, der das Innere des Rohrs 12
ausfüllt.
Als Abwandlung, die freilich den Erfindungsgedanken nicht verlässt, kann das Rohr
12 auch von vornherein mit der oder den besagten zweiten Öffnungen versehen sein,
so dass die zweite Kunststoffmasse nicht darauf angewiesen ist, sich zum Zwecke des
Einschießens in die den Flügel bildende Kavität selbstständig einen Weg durch die
Wand des Rohrs zu bahnen.
Das Rohr 12 aus dem ersten, festeren Kunststoff verleiht dem Applikator sehr einfach
die erforderliche Widerstandskraft gegen Biegemomente, die um die Applikatorlängsachse
herum wirken und den Zentralkörper 8 des Kerns wie einen Stab zu biegen versuchen.
Der zweite, weniger feste Kunststoff verleiht den Borsten 6 und dem mindestens einen
Schenkel ihre erforderliche Flexibilität.
Die Schenkel 3a, 3b haben vorzugsweise jeweils eine leistenartige Gestalt, die zumeist
zwei große Seitenflächen, zwei kleine Seitenflächen und zwei jeweils noch kleinere
Stirnflächen aufweist, wobei die Anbindung des jeweiligen Schenkels an den Zentralkörper
8 entlang einer der zwei kleinen Seitenflächen des Schenkels oder entlang einer Kante
zwischen einer kleinen und einer großen Seitenfläche des Schenkels erfolgt. Man kann
also sagen, dass jeder Schenkel nach Art eines Flügels von dem Zentralabschnitt absteht,
wobei sich der Flügel und der Zentralabschnitt parallel nebeneinander erstrecken.
Der Querschnitt eines Schenkels 3a, bzw. 3b senkrecht zur Längsachse L des Applikators
ist vorzugsweise rechteckig oder keilförmig, so dass sich der Schenkel zu seiner dem
Zentralabschnitt abgewandten Schmalseite hin verjüngt.
[0057] Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Schenkel 3a, 3b außerhalb
ihrer Dünnstelle 11 vorzugsweise in sich im Wesentlichen biegesteif.
[0058] Die Schenkel 3a, 3b erstrecken sich in Richtung der Längsachse L des Applikators,
vorzugsweise über den gesamten Applikatorbereich, d. h. über den gesamten mit Borsten
besetzten Bereich.
[0059] Vorzugsweise sind die Borsten auf der dem Zentralkörper 8 abgewandten Seite des Schenkels
so angeordnet, dass ihre Borstenachsen in einer Ebene senkrecht zur Längsachse L des
Applikators divergieren. Somit sind die Borstenspitzen benachbarter Borsten weiter
voneinander entfernt als die Borstenwurzeln. Im Idealfall weist auch diejenige kleine
Seitenfläche, die der Seitenfläche über oder entlang derer der Schenkel an dem Zentralkörper
8 angelenkt ist, diametral gegenüberliegt, einen Borstenbesatz auf oder die Gestalt
eines Kamms.
[0060] Die Schenkel 3a, 3b besitzen selbst keine direkte Verbindung mit dem Kupplungsabschnitt
5, da eine solche direkte Verbindung ihre Beweglichkeit behindern würde.
[0061] Die Schenkel 3a, 3b bilden mit dem Zentralkörper 8 vorzugsweise einen V-förmigen,
bzw. spitzwinkligen Spalt 9, in dem Kosmetikmasse gespeichert werden kann, die beim
Herausziehen des Applikators durch den Abstreifer und/oder den Flaschenhals teilweise
nach außen herausgedrückt wird und dann im Nahbereich des Borstenbesatzes zur Verfügung
steht.
[0062] Der Zentralkörper 8 trägt an seiner Außenseite vorzugsweise mindestens 80 Borsten
6. Jeder der Schenkel trägt auf seiner Außenseite einen Borstenbesatz aus einer Mehrzahl
von Borsten 6, nämlich idealerweise mindestens 40 Borsten.
[0063] Der Zentralabschnitt kann senkrecht zur Längsachse des Applikators einen runden oder,
besser, einen polygonalen Querschnitt besitzen. Am effektivsten ist sein Zusammenspiel
mit den Schenkeln jedoch, wenn man ihm einen zitronenartigen Querschnitt verleiht,
idealerweise so, dass sich jeder Schenkel beim Auftreten hoher Kräfte gegen einen
nur schwächer gekrümmten oder sogar geraden Umfangsabschnitt des Zentralkörpers 8
anlegen kann, der im Regelfall selbst keine Borsten aufweist. Der Vollständigkeit
halber sei gesagt, dass es alternativ auch möglich ist, erst einen Zentralkörper zu
spritzen und dann, in einem zweiten Schritt, an den Zentralkörper seine unmittelbar
an ihm befestigten Borsten und/oder die Schenkel mit ihren Borsten anzuspritzen, so,
dass die (vorzugsweise hierfür verwendete andere) Kunststoffmasse mit der des Zentralkörpers
verschweißt.
Die Fig. 21 und 22 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Applikators.
Dieses weitere Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet sich von dem soeben
geschilderten Ausführungsbeispiel nur dadurch, dass es sich um einen sogenannten 1-K-Applikator
handelt, der aus einem einzigen Kunststoff, und im Regelfall in einem einzigen Schuss,
durch Spritzgießen hergestellt ist.
[0064] Aufgrund dessen gelten alle Schilderungen des vorhergehenden Ausführungsbeispiels
für dieses weitere Ausführungsbeispiel in gleicher Weise, mit Ausnahme der Ausführungen,
die sich bei dem vorherigen Ausführungsbeispiel aus dem Vorhandensein des Rohrs 12
ergeben und die dadurch bedingten Besonderheiten betreffen.
Die Fig. 22 verdeutlicht noch einmal die Beweglichkeit der Schenkel 3a, 3b, die im
Rahmen der Beschreibung des vorhergehenden Ausführungsbeispiels bereits angesprochen
worden ist.
Die Fig. 23 bis 27 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Auch für
dieses weitere Ausführungsbeispiel gilt, das oben für das vorvorherige Ausführungsbeispiel
Gesagte sinngemäß, soweit sich aus den nachfolgend geschilderten Unterschieden nicht
etwas anderes ergibt.
Bei der Herstellung dieses Ausführungsbeispiels wird wiederum in einem ersten Schritt
ein Rohr 12 hergestellt, das i. d. R. einstückig in einen Kupplungsabschnitt 5 übergeht,
der auch hier dem bereits geschilderten Zweck dient. Dieses Rohr sieht so aus, wie
es die Fig. 23 veranschaulicht. Das für dieses Ausführungsbeispiel verwendete Rohr
12 hat vorzugsweise einen rautenförmigen Querschnitt. Es besteht zweckmäßigerweise
aus einem ersten Kunststoff.
Jedenfalls unterscheidet sich dieses Rohr 12 von dem für das oben genannte Ausführungsbeispiel
verwendeten Rohr 12 dadurch, dass es von vornherein aus dem Material des Rohrs bestehende
Zinken 10' besitzt, die einem Kamm bilden (Kammzinken). Sofern das Rohr 12 rautenförmig
ausgebildet ist, sind die Kammzinken vorzugsweise an einer oder beiden spitzwinkeligen
Enden des Rohrs 12 ausgebildet.
Sodann wird auch bei diesem Ausführungsbeispiel vorzugweise so vorgegangen, dass der
anfänglich hohle Innenbereich des Rohrs 12 mit einem zweiten Kunststoff ausgespritzt
wird. Dabei durchbricht der zweite Kunststoff in der bereits geschilderten Art und
Weise die Wand des Rohrs, zumindest lokal, an einer oder mehreren Stellen. Er kann
dadurch in die Formkavität einschießen, die hinter dem Außenumfang des Rohrs liegt
und die den jeweiligen Flügel und seine Borstenreihe, bzw. sein Borstenfeld ausbildet,
das bevorzugt aus mehreren in Richtung der Applikatorlängsachse parallel verlaufenden
Reihen aus Borsten 6 besteht. Besonders bevorzugt ist, wenn ein Flügel an seinem dem
Zentralkörper 8 abgewandten Ende eine Reihe weiterer Kammzinken 10' ausbildet, so,
wie das an anhand Fig. 24 zu erkennen ist.
Alternativ kann die Wand des Rohrs von vorneherein mit einem oder mehreren Löchern,
bzw. Durchbrüchen versehen sein, durch die die zweite Kunststoffmasse in die jeweils
den Flügel und seine Borsten ausbildende Kavität eintreten kann, so wie bereits ebenfalls
im Zusammenhang mit dem ersten ein Rohr 12 verwendenden Ausführungsbeispiel geschildert.
Vorzugsweise ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel der zweite Kunststoff ein Kunststoff,
der elastischer ist als der erste Kunststoff, so wie bereits oben geschildert.
Auf diese Art und Weise erhält man den Applikator, dessen Ansicht von vorne die Fig.
23 zeigt. Vom Grundkörper stehen hier zwei Schenkel ab, die vorzugsweise einen spitzwinkligen
Spalt mit dem Grundkörper einschließen.
[0065] Anhand der Fig. 23 ist gut zu erkennen, dass auch bei diesem Ausführungsbeispiel
jeder der Schenkel 3a, 3b mit einer Dünnstelle 11 versehen ist, die eine Art Scharnier
ausbildet um das sich jeder der Schenkel, unter dem Einfluss der im Zuge der Applikation
auftretenden Kräfte, in Richtung hin zu dem Zentralkörper 8 verlagern kann. Wie man
anhand der Fig. 24 erkennt, erstreckt sich die Dünnstelle 11, in Richtung parallel
zur Längsachse L des Applikators, den gesamten jeweiligen Schenkel 3a, 3b entlang.
[0066] Abschließend lässt sich resümieren, dass ein Kosmetikapplikator mit einem Kern und
davon nach außen abstehenden Borsten vorgeschlagen wird, der sich dadurch auszeichnet,
dass der Kern zumindest bereichsweise derart biegeelastisch ist, dass sich die vom
Kern beanspruchte Querschnittsfläche beim Passieren des Abstreifers und/oder des Halses
des dem Kosmetikapplikator zugeordneten Kosmetikvorratsbehälters unter dem Einfluss
der vom Abstreifer und/oder des Halses des Kosmetikvorratsbehälters auf den Kern ausgeübten
Kräfte reversibel verringert. Es wird also ein Applikator geschaffen, der einen Kern
besitzt, der als solcher (nicht nur seine Borsten) zumindest bereichsweise nachgibt,
so dass sich sein Durchmesser insgesamt gesehen verringert, während der Kern durch
den Abstreifer und oder den Hals des Kosmetikvorratsbehälters hindurchgezogen wird.
Vorzugsweise ist es so, dass der Kern beim Passieren des Abstreifers und/oder des
Flaschenhalses zusammengefaltet wird, und sich unmittelbar nach dem Passieren des
Abstreifers und/oder des Flaschenhalses wieder zu seiner ursprünglichen Größe auseinanderfaltet.
Auch hierfür wird eigenständiger Schutz beansprucht, unabhängig von den ursprünglich
aufgestellten Ansprüchen.
[0067] Der Kern ist dabei so ausgelegt, dass er sich zusammenfaltet, noch bevor die vom
Abstreifer und/oder Flaschenhals beim Herausziehen/Wiedereinschieben auf den Applikator
aufgebrachten Kräfte so groß werden, dass die Borsten Schaden zu nehmen drohen.
[0068] Auf diese Art und Weise können Applikatoren mit einem Kern gebaut werden, der einen
vergrößerten Durchmesser besitzt, ohne dass hierfür zugleich auch ein neuer Vorratsbehälter
und/oder ein neuer Abstreifer bereitgestellt werden müssen, die beide einen gleichermaßen
vergrößerten Durchmesser aufweisen.
[0069] Unabhängiger Schutz wird für einen Kosmetikapplikator beansprucht, der aus einem
geschlitzten Rohr besteht, so wie das die Fig. 1 bis 4 zeigen, und der ein oder mehrere
Konstruktionsdetails aufweist, wie sie oben für diesen Applikatortyp beschrieben worden
sind und der sich nur dadurch von den bislang beschriebenen Applikatoren dieses Typs
unterscheidet, dass sich sein geschlitztes Rohr unter dem Einfluss der bei der Anwendung
einschließlich des Herausziehens aus dem Vorratsbehälter auftretenden Kräfte nicht
oder im Wesentlichen nicht verformt.
[0070] Unabhängiger Schutz wird für einen Kosmetikapplikator beansprucht, der aus einem
Zentralkörper 8 mit davon abstehenden Schenkeln (3a, 3b, 3c, 3d) besteht, so, wie
das die Fig. 7 bis 27 zeigen und der ein oder mehrere Konstruktionsdetails aufweist,
wie sie oben für diesen Applikatortyp beschrieben worden sind und der sich nur dadurch
von den bislang beschriebenen Applikatoren dieses Typs unterscheidet, dass sich seine
Schenkel unter dem Einfluss der bei der Anwendung einschließlich des Herausziehens
aus dem Vorratsbehälter auftretenden Kräfte nicht oder im Wesentlichen nicht bewegen
(d. h. abgesehen von der jedem Körper innewohnenden gewissen elastischen Verformung
unter Last von weniger als 5/10 mm).
Bezugszeichen
[0071]
- 1
- Applikator
- 2
- Kern
- 3a
- Schenkel
- 3b
- Schenkel
- 4
- Schlitz
- 5
- Kupplungsabschnitt
- 6
- Borsten
- 7
- Stirnflächen, die den Schlitz beranden
- 8
- Zentralkörper des Kerns
- 9
- V-förmiger Spalt
- 10
- Zinken
- 10'
- Zinken
- 11
- Dünnstelle
- 12
- Rohr
- L
- Längsachse Applikator
- LB
- Längsachse Borste
- LA
- Auslenkung
- D
- Durchmesser Kern
- Q
- Querschnittsfläche, die der Kern beansprucht
- P
- Pfeile, die die Verlagerung der Schenkel andeuten
- S
- Seillinie
- W
- Wandstärke der Schenkel
Bezugszeichenliste
[0072]
- 1
- Applikator
- 2
- Kern
- 3a
- Schenkel
- 3b
- Schenkel
- 4
- Schlitz
- 5
- Kupplungsabschnitt
- 6
- Borsten
- 7
- Stirnflächen, die den Schlitz beranden
- 8
- Zentralkörper des Kerns
- 9
- V-förmiger Spalt
- 10
- Zinken
- 10'
- Zinken
- 11
- Dünnstelle
- 12
- Rohr
- L
- Längsachse Applikator
- LB
- Längsachse Borste
- LA
- Auslenkung
- D
- Durchmesser Kern
- Q
- Querschnittsfläche, die der Kern beansprucht
- P
- Pfeile, die die Verlagerung der Schenkel andeuten
- S
- Seillinie
- W
- Wandstärke der Schenkel
1. Kosmetikapplikator (1) mit einem die Applikationsorgane in Gestalt von Borsten (6)
und/oder Kammzinken (10, 10') tragenden Kern (2), wobei der Kern (2) einen Zentralkörper
(8) umfasst, der selbst mit einer Vielzahl unmittelbar von ihm nach außen abstehenden
Borsten (6) und/oder Kammzinken (10') besetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) darüber hinaus aus mindestens einem von dem Zentralkörper (8) nach außen
abstehenden Schenkel (3a, 3b, 3c, 3d) besteht, der seinerseits mit einer Mehrzahl
von Borsten (6) und/oder Kammzinken (10) besetzt ist, und der relativ zu dem Zentralkörper
(8) um eine zur Längsachse L parallele Achse schwenkbar beweglich ist.
2. Kosmetikapplikator (1) nach Anspruch 1 mit einem Kern (2) und davon nach außen abstehenden
Borsten (6), dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) durch ein geschlitztes Rohr gebildet wird oder aus einem stabförmigen
Zentralkörper (8) besteht, von dem mindestens ein Schenkel (3a, 3b) absteht und der
Kern zumindest bereichsweise derart biegeelastisch ist, dass sich die vom Kern beanspruchte
Querschnittsfläche beim Passieren des Abstreifers und/oder des Flaschenhalses des
dem Kosmetikapplikator zugeordneten Kosmetikvorratsbehälters unter dem Einfluss der
vom Abstreifer und/oder des Flaschenhalses des Kosmetikvorratsbehälters ausgeübten
Kräfte selbsttätig reversibel verringert.
3. Kosmetikapplikator (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vom stabförmigen Zentralkörper (8) abstehende Schenkel (3a, 3b) mit Borsten besetzt
und der derart elastisch ist, dass er sich unter dem Einfluss der vom Abstreifer und/oder
des Flaschenhalses des Kosmetikvorratsbehälters ausgeübten Kräfte reversibel in Richtung
hin zum Zentralbereich des Kerns verlagert.
4. Kosmetikapplikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) einen U-förmigen, C-förmigen, S-förmigen oder Z-förmigen Querschnitt
aufweist.
5. Kosmetikapplikator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Schenkel (3a, 3b) mit einem Filmscharnier an den Rest des Kerns
(2), bzw. den Zentralkörper (8) angelenkt ist.
6. Kosmetikapplikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) und/oder der mindestens eine Schenkel (3a, 3b) aus Kunststoff bestehen,
wobei der Kunststoff vorzugweise ein Kunststoff ist, der eine geringere Härte und/oder
höhere Elastizität aufweist als der Kunststoff der Borsten (6), und idealerweise ein
weichelastischer Kunststoff für den Kern (2) und/oder den mindestens einen Schenkel
(3a, 3b) verwendet wird.
7. Kosmetikapplikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) und seine Borsten (6) in einem Arbeitsgang gemeinsam aus dem gleichen
Material spritzgegossen werden.
8. Kosmetikapplikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (6) aus einem anderen Material bestehen als der Kern (2), welches vorzugsweise
nachträglich von außen auf den Kern (2) aufgespritzt und dadurch mit ihm innig verbunden,
vorzugsweise "verschweißt" worden ist.
9. Kosmetikapplikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (6) aus einem zweiten Kunststoff bestehen, der in den ersten Kunststoff
des Kerns (2) und/oder der Schenkel (3a, 3b) eingespritzt wird.
10. Kosmetikapplikator (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralkörper (8) aus einem Rohr (12) aus dem ersten Kunststoff besteht, das
innen mit dem zweiten Kunststoff ausgefüllt ist.
11. Kosmetikapplikator (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (12) erste Öffnungen aufweist, die von dem den Zentralkörper (8) auffüllenden
zweiten Kunststoff durchgriffen werden, der an der Außenseite des Rohrs (12) Borsten
(6) ausbildet.
12. Kosmetikapplikator (1) nach Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (12) mindestens eine zweite Öffnung aufweist, die von dem das Rohr (12)
ausfüllenden zweiten Kunststoff durchgriffen wird, der an der Außenseite des Rohrs
(12) einen Schenkel (3a, 3b, 3c, 3d) bildet.
13. Kosmetikapplikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) einen Zentralabschnitt (8) bildet, von dem mehrere Schenkel (3a, 3b,
3c, 3d) nach außen abstehen, vorzugweise derart sternförmig, dass alle Schenkel im
unbelasteten Zustand relativ zueinander den gleichen Abstand besitzen.
14. Kosmetikapplikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise jeder Schenkel (3a, 3b, 3c, 3d) die Form einer einseitig angelenkten
vorzugsweise massiven Leiste aufweist, die sich in Richtung parallel zur Applikatorlängsachse
(L) entlang des überwiegenden Teils und vorzugsweise entlang des gesamten Zentralkörpers
(8) erstreckt, ohne dessen Kupplungsabschnitt.
15. System aus einem Applikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, einem Kosmetikbehälter
und einem daran befestigten Abstreifer, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer und der Applikator (1) so aufeinander abgestimmt sind, dass der Applikator
(1) beim Hindurchziehen und/oder -schieben zusammengefaltet wird.
1. A cosmetic applicator (1) having a core (2) that supports the application devices
in the form of bristles (6) and/or comb teeth (10, 10'), the core (2) including a
central body (8), which is itself equipped with a plurality of bristles (6) and/or
comb/teeth (10') protruding outward from it directly, characterized in that the core (2) furthermore consists of at least one leg (3a, 3b, 3c, 3d) protruding
outward from the central body (8), which leg is in turn equipped with a plurality
of bristles (6) and/or comb teeth (10) and is able to move in a pivoting fashion relative
to the central body (8) around an axis parallel to the longitudinal axis L.
2. The cosmetic applicator (1) according to claim 1, having a core (2) and bristles (6)
protruding outward therefrom, characterized in that the core (2) consists of a slit tube or a rod-shaped central body (8) from which
at least one leg (3a, 3b) protrudes and the core is elastically flexible in at least
some regions in such a way that the cross-sectional area occupied by the core, when
it passes the wiper and/or the bottle neck of the cosmetic receptacle associated with
the cosmetic applicator, reversibly decreases automatically under the influence of
the forces exerted by the wiper and/or the bottle neck of the cosmetic receptacle.
3. The cosmetic applicator (1) according to claim 2, characterized in that the leg (3a, 3b) protruding from the rod-shaped central body (8) is equipped with
bristles and is elastic in such a way that it reversibly moves in the direction toward
the central region of the core under the influence of the forces exerted by the wiper
and/or the bottle neck of the cosmetic receptacle.
4. The cosmetic applicator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the core (2) has a U-shaped, C-shaped, S-shaped, or Z-shaped cross-section.
5. The cosmetic applicator (1) according to claim 1, characterized in that the at least one leg (3a, 3b) is connected to the rest of the core (2) or to the
central body (8) by means of a film hinge.
6. The cosmetic applicator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the core (2) and/or the at least one leg (3a, 3b) consist(s) of plastic and the plastic
is preferably a plastic that has a lower hardness and/or higher elasticity than the
plastic of the bristles (6) and ideally, a soft elastic plastic is used for the core
(2) and/or the at least one leg (3a, 3b).
7. The cosmetic applicator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the core (2) and its bristles (6) are injection molded together in one work step
from the same material.
8. The cosmetic applicator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristles (6) consist of a different material than the core (2), which material
has preferably been injection molded subsequently onto the core (2) from the outside
and has thus been integrally connected, preferably "welded," to it.
9. The cosmetic applicator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the bristles (6) consist of a second plastic that is injected into the first plastic
of the core (2) and/or the leg (3a, 3b).
10. The cosmetic applicator (1) according to claim 9, characterized in that the central body (8) consists of a tube (12) made of the same plastic, which is filled
on the inside with the second plastic.
11. The cosmetic applicator (1) according to claim 9 or 10, characterized in that the tube (12) has first openings through which the second plastic that fills the
central body (8) passes, forming bristles (6) on the outside of the tube (12).
12. The cosmetic applicator (1) according to claim 9 through 11, characterized in that the tube (12) has at least one second opening through which the second plastic that
fills the tube (12) passes, forming a leg (3a, 3b, 3c, 3d) on the outside of the tube
(12).
13. The cosmetic applicator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the core (2) forms a central section (8) from which a plurality of legs (3a, 3b,
3c, 3d) protrude outward, preferably in a star shape, so that in the unstressed state,
all of the legs are spaced equidistantly from one another.
14. The cosmetic applicator (1) according to one of the preceding claims, characterized in that one - preferably each - leg (3a, 3b, 3c, 3d) is embodied the form of a preferably
solid strip that is attached to one side and that extends in the direction parallel
to the applicator longitudinal axis (L) along most of - and preferably along the entire
- central body (8), not counting the coupling section thereof.
15. A system composed of an applicator (1) according to one of the preceding claims, a
cosmetic receptacle, and a wiper fastened thereto, characterized in that the wiper and the applicator (1) are matched to each other so that the applicator
(1) collapses when it is pulled and/or pushed through.
1. Applicateur cosmétique (1) comportant un noyau (2) portant les organes d'application
sous forme de poils (6) et/ou de dents de peigne (10, 10'), le noyau (2) comprenant
un corps central (8) qui est lui-même garni d'une multitude de poils (6) et/ou de
dents de peigne (10') faisant saillie directement de celui-ci vers l'extérieur,
caractérisé en ce que
le noyau (2) est constitué en outre d'au moins une branche (3a, 3b, 3c, 3d) qui fait
saillie du corps central (9) vers l'extérieur et qui est garnie à son tour d'une pluralité
de poils (6) et/ou de dents de peigne (10) et qui est mobile en basculement par rapport
au corps central (8) autour d'un axe parallèle à l'axe longitudinal L.
2. Applicateur cosmétique (1) selon la revendication 1, comportant un noyau (2) et des
poils (6) faisant saillie de celui-ci vers l'extérieur, caractérisé en ce que le noyau (2) est formé par un tube fendu ou par un corps central (8) en forme de
tige dont au moins une branche (3a, 3b) fait saillie, et le noyau est élastique en
flexion de telle sorte que la surface de section transversale occupée par le noyau
lors du passage du racleur et/ou du goulot de bouteille du réservoir à produit cosmétique
associé à l'applicateur cosmétique se réduit automatiquement de façon réversible sous
l'influence des forces exercées par le racleur et/ou par le goulot de bouteille du
réservoir à produit cosmétique.
3. Applicateur cosmétique (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la branche (3a, 3b) faisant saillie du corps central (8) en forme de tige est garnie
de poils et est élastique de manière à se déplacer de façon réversible en direction
vers la zone centrale du noyau sous l'influence des forces exercées par le racleur
et/ou par le goulot de bouteille d'un réservoir à produit cosmétique.
4. Applicateur cosmétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le noyau (2) présente une section transversale en forme de U, en forme de C, en forme
de S ou en forme de Z.
5. Applicateur cosmétique (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que ladite au moins une branche (3a, 3b) est articulée au reste du noyau (2) ou au corps
central (9) par une charnière en film.
6. Applicateur cosmétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le noyau (2) et/ou ladite au moins une branche (3a, 3b) sont constitués en matière
plastique, la matière plastique étant de préférence une matière plastique qui présente
une dureté plus faible et/ou une élasticité plus élevée que la matière plastique des
poils (6), et idéalement une matière plastique élastique souple est utilisée pour
le noyau (2) et/ou pour ladite au moins une branche (3a, 3b).
7. Applicateur cosmétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le noyau (2) et ses poils (6) sont coulés par injection conjointement en le même
matériau, en une seule passe.
8. Applicateur cosmétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les poils (6) sont constitués d'un autre matériau que le noyau (2), qui est injecté
de préférence à posteriori depuis l'extérieur sur le noyau (2) et qui est ainsi relié
à celui-ci de façon intime, de préférence de façon "soudée".
9. Applicateur cosmétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les poils (6) sont constitués en une seconde matière plastique qui est injectée dans
la première matière plastique du noyau (2) et/ou de la branche (3a, 3b).
10. Applicateur cosmétique (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le corps central (8) est constitué d'un tube (12) en la première matière plastique,
qui est rempli à l'intérieur par la seconde matière plastique.
11. Applicateur cosmétique (1) selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le tube (12) présente des premières ouvertures qui sont traversées par la seconde
matière plastique remplissant le corps central (8) et réalisant des poils (6) sur
la face extérieure du tube (12).
12. Applicateur cosmétique (1) selon la revendication 9 à 11, caractérisé en ce que le tube (12) présente au moins une seconde ouverture qui est traversée par la seconde
matière plastique remplissant le tube (12) et réalisant une branche (3a, 3b, 3c, 3d)
sur la face extérieure du tube (12).
13. Applicateur cosmétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le noyau (2) constitue une portion centrale (8) à partir de laquelle font saillie
plusieurs branches (3a, 3b, 3c, 3d) vers l'extérieur, de préférence en forme d'étoile
de telle sorte que toutes les branches présentent la même distance les unes des autres,
dans l'état non chargé.
14. Applicateur cosmétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une branche, de préférence chaque branche (3a, 3b, 3c, 3d) présente la forme d'une
baguette massive articulée sur un côté, qui s'étend en direction parallèle à l'axe
longitudinal (L) de l'applicateur le long de la majeure partie et de préférence le
long de la totalité du corps central (8), sans sa portion de couplage.
15. Système constitué d'un applicateur cosmétique (1) selon l'une des revendications précédentes,
d'un réservoir à produit cosmétique et d'un racleur fixé à celui-ci, caractérisé en ce que le racleur et l'applicateur (1) sont adaptés l'un à l'autre de telle sorte que l'applicateur
(1) est replié lorsqu'il est tiré et/ou poussé à travers celui-ci.