[0001] Die Erfindung betrifft einen Treibladungsansetzer mit einem entlang einer Ansetzrichtung
linear bewegbaren Zuführschieber zum Zuführen von Treibladungen in eine angesetzte
Stellung im Ladungsraum eines Waffenrohres. Einen weiteren Gegenstand der Erfindung
bildet eine Waffe mit einem derartigen Treibladungsansetzer. Ferner betrifft die Erfindung
ein Verfahren zum Ansetzen von Treibladungen in einen Ladungsraum eines Waffenrohres,
wobei die Treibladungen über einen linear bewegbaren Zuführschieber in eine angesetzte
Stellung im Ladungsraum zugeführt werden.
[0002] Solche Treibladungsansetzer, Waffe und Verfahren zum Ansetzen von Treibladungen sind
zum Beispiel aus
GB202290 A bekannt.
[0003] Vor allem im Bereich großkalibriger Rohrwaffen, wie beispielsweise Artilleriegeschützen,
wird in der Regel geteilte Munition verwendet, welche aus dem eigentlichen Geschoss
sowie den zur Beschleunigung des Geschosses zündbaren Treibladungen besteht. Im Gegensatz
zu patronierter Munition werden das Geschoss und die Treibladungen dabei getrennt
voneinander in das Waffenrohr der Waffe eingebracht, so dass es möglich ist, die Treibladungsmenge
situationsabhängig zu variieren.
[0004] Zum Ansetzen der Treibladungen in das Waffenrohr kommen in der Regel Treibladungsansetzer
zum Einsatz, welche einen in Ansetzrichtung bewegbaren Zuführschieber aufweisen, über
den die Treibladungen von hinten in den Ladungsraum des Waffenrohrs geschoben werden.
[0005] Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten des Ladungsraums üblicher Waffenrohre ist es
in der Regel nicht möglich, den Zuführschieber in den Ladungsraum einzuführen. Vielmehr
wird die Bewegung des Zuführschiebers vor dem rückwärtigen Ende des Waffenrohrs abrupt
gestoppt, so dass sich die über den Zuführschieber beschleunigten Treibladungen allein
aufgrund der Trägheit ihrer Masse in deren angesetzte Stellung im Inneren des Ladungsraums
bewegen.
[0006] Derartige Treibladungsansetzer können die Treibladungen mit hoher Geschwindigkeit
in das Waffenrohr einbringen, wodurch eine rasche Schussabgabe mit der Waffe möglich
wird. Ein Nachteil derartiger Treibladungsansetzer besteht jedoch darin, dass die
Treibladungen nach dem Einbringen in das Waffenrohr aufgrund des fehlenden Kontakts
zu dem Zuführschieber wieder nach hinten aus dem Waffenrohr heraus rutschen können,
was insbesondere bei größeren Elevationswinkeln des Waffenrohres ein Problems ein
kann.
[0007] Die Erfindung stellt sich daher die
Aufgabe, das Herausrutschen der Treibladungen aus deren angesetzter Stellung im Waffenrohr
zu verhindern.
[0008] Bei einem Treibladungsansetzer der eingangs genannten Art wird die Aufgabe durch
einen an dem Zuführschieber beweglich angeordneten Rückhalter zur Lagesicherung der
Treibladungen in deren angesetzter Stellung gelöst.
[0009] Um zu verhindern, dass die Treibladungen nach dem Einbringen in das Waffenrohr wieder
aus diesem heraus rutschen können, kann der Rückhalter in Richtung der Treibladungen
bewegt werden. Über den Rückhalter können die Treibladungen in ihrer angesetzten Stellung
im Ladungsraum der Waffe gehalten werden, so dass selbst bei großen Elevationswinkeln
ein unbeabsichtigtes Herausrutschen nicht zu befürchten steht.
[0010] Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass der Rückhalter schwenkbeweglich an
dem Zuführschieber angelenkt ist, so dass der Rückhalter mit einer Schwenkbewegung
aktiviert werden kann.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Rückhalter von einer eingeklappten Zuführstellung
in eine aufgestellte Rückhaltestellung überführbar ist. In der Zuführstellung des
Rückhalters können die Treibladungen über den Zuführschieber in das Waffenrohr eingebracht
werden. In der aufgestellten Rückhaltestellung kann der Rückhalter nach Art eines
Haltefingers von dem Zuführschieber abstehen. In dieser Stellung ragt der Rückhalter
in den Ladungsraum der Waffe hinein und die Treibladungen werden durch Anlage am Rückhalter
im Ladungsraum des Waffenrohrs gehalten.
[0012] Bevorzugt weist der Zuführschieber eine Schubfläche auf, über welche die Treibladungen
in Ansetzrichtung geschoben werden können. Der Rückhalter kann in der Zuführstellung
derart eingeklappt sein, dass er zumindest einen Teil der Schubfläche bildet. In der
Rückhaltestellung kann der Rückhalter derart von dem Zuführschieber abstehen, dass
nur der Rückhalter nicht aber der Zuführschieber in Kontakt mit den Treibladungen
steht.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass der Rückhalter, insbesondere
über eine Feder, in Richtung der eingeklappten Zuführstellung vorgespannt ist. Über
die Vorspannung kann die Bewegung des Rückhalters in Richtung der Zuführstellung erzeugt
werden. Es ist daher nicht erforderlich, Antriebselemente zum Verschwenken des Rückhalters
von der Rückhaltestellung in die Zuführstellung vorzusehen.
[0014] Bei einem schwenkbeweglich an dem Zuführschieber angelenkten Rückhalter hat es sich
ferner als vorteilhaft erwiesen, wenn der Rückhalter zur Überführung von der Zuführstellung
in die Rückhaltestellung um einen Winkel von mehr als 90° verschwenkbar ist. In der
Rückhaltestellung können der Rückhalter und die Schubfläche des Zuführschiebers einen
stumpfen Winkel einschließen, so dass der Rückhalter durch die gegen den Rückhalter
anliegenden Treibladungen nicht zurück in die eingeklappte Zuführstellung verschwenkt
werden kann.
[0015] Vorteilhaft ist es ferner, wenn der Rückhalter in der Rückhaltestellung in Ansetzrichtung
über die Treibladungsaufnahme übersteht. Durch den Überstand kann erreicht werden,
dass der Rückhalter bis in den Ladungsraum des Waffenrohrs hinein reicht und die Treibladungen
in dem Waffenrohr halten kann.
[0016] Konstruktiv vorteilhaft ist es, wenn der Zuführschieber in einer Führung in der Treibladungsaufnahme
geführt ist. Über die Führung kann der Zuführschieber bei seiner Bewegung in einen
linearen Bewegungsweg entlang der Ansetzrichtung gezwungen werden.
[0017] Vorteilhaft ist ferner eine Ausgestaltung mit einer Aufstellvorrichtung, über welche
die Bewegung des Zuführschiebers in einer Aufstellbewegung des Rückhalters überführbar
ist. Über die Aufstelleinrichtung kann die Bewegung des Zuführschiebers zum Aufstellen
des Rückhalters nutzbar gemacht werden. Die Aufstellvorrichtung ist bevorzugt antriebslos
ausgebildet, so dass es nicht erforderlich ist, einen separaten Antrieb zum Aufstellen
des Rückhalters vorzusehen.
[0018] Hierbei ist es besonders bevorzugt, wenn die Aufstellbewegung über ein an der Treibladungsaufnahme
angeordnetes Auslöseelement auslösbar ist. Das Auslöseelement kann derart an der Treibladungsaufnahme
angeordnet sein, dass die Aufstellbewegung automatisch ausgelöst wird, wenn der Zuführschieber
das Auslöseelement erreicht.
[0019] Zudem ist es vorteilhaft, wenn das Auslöseelement im Endbereich des durch die Zuführbewegung
des Zuführschiebers beschriebenen Zuführwegs angeordnet ist, so dass die Aufstellbewegung
des Rückhalters im Endbereich des Zuführwegs initiiert werden kann. Es kann somit
verhindert werden, dass sich der Rückhalter schon während der Zuführbewegung des Zuführschiebers
aufstellt und die Treibladungen ggf. beschädigt.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass an dem Rückhalter ein Koppelelement,
insbesondere ein Seil, derart angebunden ist, dass das Auslöseelement zum Aufstellen
des Rückhalters in das Koppelelement eingreifen kann. Das Koppelelement kann derart
mit dem Zuführschieber gemeinsam bewegbar sein, dass es bei Erreichen des Auslöseelements
mit dem Auslöseelement zusammenwirkt und die Aufstellbewegung initiiert. Bei einem
als Seil ausgebildeten Koppelelement ist es besonders vorteilhaft, wenn das Auslöseelement
nach Art einer Rolle ausgebildet ist. Das bewegte Seil kann über die Rolle einfangen
und gespannt werden. Durch die Spannung des Seils kann der Rückhalter aufgestellt
werden.
[0021] Hierbei hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen, wenn ein Überlastschutz für
das Auslöseelement vorgesehen ist, so dass eine übermäßige auf das Auslöseelement
einwirkende Kraft das Auslöseelement nicht beschädigen kann.
[0022] Bevorzugt ist das Auslöseelement in Ansetzrichtung entgegen der Kraft einer Feder
bewegbar angeordnet. Durch die Feder kann die auf das Auslöseelement einwirkende Kraft
gedämpft werden. Das Auslöseelement kann an einem gegenüber der Treibladungsaufnahme
bewegbaren Träger angeordnet sein, welcher federgedämpft gelagert ist.
[0023] Im Folgenden sollen zunächst Ausgestaltungen des Treibladungsansetzers beschrieben
werden, welche weitere Einzelheiten die Bewegbarkeit der Treibladungsaufnahme betreffen,
bevor dann auf weitere Aspekte des Treibladungsansetzers wie etwa ein Führungsblech
eingegangen werden wird.
[0024] Vorteilhaft ist es, wenn die die Treibladungsaufnahme an einem Elevationsnachstellelement
zur Nachstellung der Elevationsstellung des Waffenrohrs quer zur Ansetzrichtung gegenüber
dem Elevationsnachstellelement translatorisch bewegbar angeordnet ist. Über das Elevationsnachstellelement
kann die Stellung der Treibladungsaufnahme an die Elevationsrichtstellung des Waffenrohrs
angepasst werden, so dass die Treibladungen in unterschiedlichen Richtstellungen der
Waffe angesetzt werden können. Durch die translatorische Bewegbarkeit der Treibladungsaufnahme
kann diese gegenüber dem Elevationsnachstellelement gradlinig von einer Stellung hinter
dem Waffenrohr in eine Stellung neben der Waffe und umgekehrt bewegt werden. Die Bewegung
der Treibladungsaufnahme erfordert daher einen wesentlich geringeren Platz als es
beim Verschwenken der Treibladungsaufnahme der Fall ist, weshalb der Treibladungsansetzer
auch unter beengten Platzverhältnissen verwendbar ist.
[0025] Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung, bei welcher die Treibladungsaufnahme
senkrecht zur Ansetzrichtung bewegbar angeordnet ist, wodurch sich neben konstruktiven
Vorteilen ein kurzer Weg der Treibladungsaufnahme von der Stellung hinter der Waffe
in die Stellung neben der Waffe ergibt.
[0026] Eine konstruktiv vorteilhafte Ausgestaltung des Treibladungsansetzers sieht vor,
dass das Elevationsnachstellelement nach Art eines Schwenkauslegers ausgebildet ist.
Durch Verschwenken des Schwenkauslegers kann die Ausrichtung der Treibladungsaufnahme
der Richtstellung des Waffenrohrs nachgeführt werden.
[0027] Bevorzugt ist das Elevationsnachstellelement um eine sich horizontal erstreckende
Schwenkachse schwenkbar. Um die horizontale Schwenkachse kann das Elevationsnachstellelement
in Elevation gerichtet und damit die Treibladungsaufnahme auf einfache Weise nachgestellt
werden. Besonders bevorzugt entspricht die Schwenkachse des Elevationsnachstellelements
der Elevationsrichtachse des Waffenrohrs, wodurch sich eine koaxiale Anordnung ergibt.
Ein Versatz zwischen den Schwenkachsen des Waffenrohrs und des Elevationsnachstellelements
wird vermieden, was sich vor allem in regelungstechnischer Hinsicht als vorteilhaft
erwiesen hat.
[0028] Ferner hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Treibladungsaufnahme
über ein an das Elevationsnachstellelement angebundenes Bewegungsmittel translatorisch
bewegbar ist. Durch die Anbindung des Bewegungsmittels an das Elevationsnachstellelement
wird das Bewegungsmittel gemeinsam mit der Treiblandungsaufnahme über das Elevationsnachstellelement
in Elevation gerichtet. Zudem kann die Treibladungsaufnahme über das Bewegungsmittel
gegenüber dem Elevationsnachstellelement linear bewegt werden, insbesondere in einer
Richtung parallel zu der Schwenkachse des Elevationsnachstellelements, wobei sich
die Elevationsbewegung und die Querbewegung zur Realisierung kurzer Ladezeiten auch
überlagern können.
[0029] Im Hinblick auf den eigentlichen Ansetzvorgang hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
wenn die Treibladungsaufnahme in der Ansetzrichtung bewegbar ausgebildet ist. Durch
die Bewegung der Treibladungsaufnahme in Ansetzrichtung können die Treibladungen von
einer hinter einem Bodenstück der Waffe liegenden Stellung direkt an den Ladungsraum
der Waffe herangeführt werden. Hierbei kann die Treibladungsaufnahme durch eine in
dem Bodenstück der Waffe vorgesehene Öffnung bis an den Ladungsraum der Waffe heran
bewegt werden, um dann ein Einschieben der Treibladungen aus der Treibladungsaufnahme
in das Waffenrohr zu ermöglichen.
[0030] In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt, wenn das an das Elevationsnachstellelement
angebundene Bewegungsmittel in Ansetzrichtung entlang des Elevationsnachstellelements
verfahrbar angeordnet ist. Die Verfahrbarkeit des Bewegungsmittels entlang des Elevationsnachstellelements
ist insoweit vorteilhaft, als dass die Treibladungsaufnahme über das Bewegungsmittel
sowohl quer zur Ansetzrichtung als auch in Ansetzrichtung bewegt werden kann.
[0031] Um die Dauer des Ansetzvorgangs zu verkürzen, werden vorteilhafterweise Mittel zur
Vergrößerung der Relativgeschwindigkeit der Treibladungsaufnahme in Ansetzrichtung
gegenüber dem Elevationsnachstellelement vorgesehen.
[0032] Über die Mittel zur Vergrößerung der Relativgeschwindigkeit kann erreicht werden,
dass die Relativgeschwindigkeit der Treibladungsaufnahme gegenüber dem Elevationsnachstellelement
in Ansetzrichtung größer als die entsprechende Relativgeschwindigkeit des Bewegungsmittels
ist. Die in der Treibladungsaufnahme aufgenommenen Treibladungen können daher mit
einer im Vergleich zur Bewegung des Bewegungsmittels größeren Geschwindigkeit in das
Waffenrohr eingebracht werden, wodurch sich kurze Ansetzzeiten realisieren lassen.
[0033] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Bewegungsmittel einen Hubtisch zur Erzeugung
einer Hubbewegung und einen Antrieb zum Betätigen des Hubtischs aufweist. Über den
Hubtisch kann die Treibladungsaufnahme auf einfache Weise translatorisch bewegt werden.
Die Treibladungsaufnahme kann mit der Hubseite des Hubtischs gekoppelt sein, welche
gegenüber der mit dem Antrieb gekoppelten Antriebsseite des Hubtischs translatorisch
bewegbar ist.
[0034] Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang eine Ausgestaltung, bei welcher der Antrieb
über Umschaltmittel mit dem Hubtisch derart verbunden ist, dass der Hubtisch über
den Antrieb sowohl betätigbar als auch linear bewegbar ist. Über den Hubtisch können
zwei voneinander unabhängige Bewegungen ausgeführt werden. Durch Betätigung des Hubtischs
kann die mit der Treibladungsaufnahme gekoppelte Hubseite des Hubtischs gegenüber
der mit dem Elevationsnachstellelement gekoppelten Antriebsseite translatorisch bewegt
werden. Zudem kann der Hubtisch linear bewegt werden, wobei die Hubseite und die Antriebsseite
in eine gemeinsame Richtung bewegt werden. Da die Betätigung des Hubtischs und die
lineare Bewegung des Hubtischs über denselben Antrieb erfolgen, ist es nicht erforderlich,
mehrere separate Antriebe zur Betätigung und Bewegung des Hubtischs vorzusehen, wodurch
sich ein insgesamt einfacher Aufbau ergibt.
[0035] In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt, wenn die Verbindung des Antriebs mit dem
Hubtisch derart ausgebildet ist, dass der Hubtisch quer zu dessen Hubrichtung bewegbar
ist. Hierdurch kann die mit der Hubseite des Hubtischs gekoppelte Treibladungsaufnahme
in zwei voneinander unabhängigen Raumrichtungen bewegt werden.
[0036] Besonders bevorzugt ist die Verbindung des Antriebs mit dem Hubtisch derart ausgebildet,
dass der Hubtisch als Einheit bewegbar ist. Über den Antrieb kann der Hubtisch betätigt
wie auch als Ganzes linear bewegt werden.
[0037] Hierbei hat sich eine Ausgestaltung als vorteilhaft erwiesen, bei welcher die Verbindung
des Antriebs mit dem Hubtisch derart ausgebildet ist, dass der Hubtisch entweder betätigbar
oder bewegbar ist. Der Antrieb kann entweder nur die Hubseite des Hubtischs in Hubrichtung
bewegen oder den Hubtisch als Einheit linear bewegen. Über die Umschaltmittel kann
zwischen der Betätigung des Hubtischs und der Verfahrbewegung des Hubtischs umgeschaltet
werden. Bevorzugt kann die Umschaltung automatisch in einer Endstellung der Hubbewegung
des Hubtischs erfolgen, so dass es nicht erforderlich ist, die Umschaltung von außen,
beispielsweise über ein Steuersignal, zu initiieren. Alternativ kann die Verbindung
des Antriebs mit dem Hubtisch derart ausgebildet sein, dass der Hubtisch gleichzeitig
betätigbar und bewegbar ist, wodurch sich nichtlineare Bewegungsverläufe der Hubseite
des Hubtischs realisieren lassen.
[0038] Im Zusammenhang mit dem Hubtisch hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen, wenn
der Hubtisch zwei Scherenarme aufweist, deren antriebsseitiges Ende mit den Umschaltmitteln
gekoppelt ist. Die Scherenarme können schwenkbeweglich miteinander verbunden sein,
so dass über eine Schwenkbewegung der Scherenarme gegeneinander die Hubbewegung des
Hubtischs erzeugt werden kann. Über die antriebsseitig angekoppelten Umschaltmittel
kann die Bewegung der Scherenarme gesteuert werden.
[0039] Hierbei ist es vorteilhaft, wenn das antriebsseitige Ende eines ersten Scherenarms
translatorisch festlegbar ist. Der erste Scherenarm kann zur Betätigung des Hubtischs
translatorisch festgelegt werden, so dass das Verschwenken eines zweiten Scherenarms
gegenüber dem ersten, fest stehenden Scherenarm eine Hubbewegung auslöst.
[0040] Vorteilhaft ist es ferner, wenn das antriebsseitige Ende des zweiten Scherenarms
translatorisch verfahrbar ist. Sofern das antriebsseitige Ende des ersten Scherenarms
festgelegt ist, kann durch translatorisches Verfahren des antriebsseitigen Endes des
zweiten Scherenarms, die Schere geschlossen und die Hubbewegung des Hubtischs erzeugt
werden. Bevorzugt ist das antriebsseitige Ende des zweiten Scherenarms über eine Spindel
mit dem Antrieb gekoppelt, so dass das antriebsseitige Ende des zweiten Scherenarms
translatorisch entlang der Spindel bewegt werden kann.
[0041] Bevorzugt ist die Festlegung des antriebsseitigen Endes des ersten Scherenarms lösbar
ausgebildet. Durch Lösen der Festlegung kann das antriebsseitige Ende des ersten Scherenarms
zur translatorischen Bewegung freigegeben werden, wodurch es möglich ist, den Hubtisch
als Ganzes linear zu bewegen.
[0042] Besonders bevorzugt sind die Enden der Scherenarme zum linearen Bewegen des Hubtischs
gegeneinander fixierbar ausgebildet. Nach dem Lösen der Festlegung des antriebsseitigen
Endes des ersten Scherenarms kann das antriebsseitige Ende des ersten Scherenarms
gegenüber dem antriebsseitigen Ende des zweiten Scherenarms fixiert werden. Die antriebsseitigen
Enden der Scherenarme können dann mit festem Abstand gemeinsam translatorisch bewegt
werden, so dass der Hubtisch als Einheit linear bewegt wird.
[0043] Im Hinblick auf die Bewegung des Hubtischs hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen,
wenn die Bewegung der Enden der Scherenarme in einer antriebsseitigen Führung geführt
ist, so dass die Enden bei Betätigung des Antriebs eine geführte Linearbewegung durchführen.
[0044] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Umschaltmittel ein erstes
Formschlusselement, insbesondere eine Klaue, zur Festlegung des ersten Scherenarms
an der Antriebsseite des Bewegungsmittels umfassen. Das erste Formschlusselement kann
mit dem Ende des ersten Scherenarms oder mit einem mit dem Ende des ersten Scherenarms
verbundenen Element, beispielsweise einem Führungselement, formschlüssig verbunden
werden, um den ersten Scherenarm an einem Fixpunkt translatorisch festzulegen. Der
erste Scherenarm kann mit dem Führungselement schwenkbeweglich gekoppelt sein, so
dass der erste Scherenarm trotz der translatorischen Festlegung zur Betätigung des
Hubtischs verschwenkt werden kann.
[0045] Bevorzugt umfassen die Umschaltmittel ferner ein zweites Formschlusselement, insbesondere
ebenfalls eine Klaue, welches gemeinsam mit dem antriebsseitigen Ende des zweiten
Scherenarms bewegbar angeordnet ist. Über das zweite Formschlusselement können die
antriebsseitigen Enden der beiden Scherenarme zur linearen Bewegung des Hubtischs
miteinander gekoppelt werden. Hierzu kann das zweite Formschlusselement mit dem antriebsseitigen
Ende des ersten Scherenarms oder mit einem mit dem Ende des ersten Scherenarms verbundenen
Element, beispielsweise einem Führungselement, nach Art eines Mitnehmers verbunden
werden. Hierbei ist jedoch zuvor die Verbindung zwischen dem ersten Formschlusselement
und dem ersten Scherenarm zu lösen.
[0046] Ferner kann das erste Formschlusselement mit dem ersten Scherenarm verrastbar sein.
[0047] Bevorzugt ist die Verrastung über das zweite Formschlusselement lösbar. Beispielsweise
kann das zweite Formschlusselement hierzu an das erste Formschlusselement angenähert
werden, um hierdurch die Verrastung des ersten Scherenarms zu lösen.
[0048] Um ein Verkanten der Treibladungen beim Ansetzen mit dem Zuführschieber zu verhindern,
kann die Treibladungsaufnahme eine Führung für die Treibladungen aufweisen.
[0049] Zur Führung der Treibladungen hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen, wenn der
Treibladungsansetzer ein Führungselement zur Führung der Treibladungen beim Zuführen
in deren angesetzte Stellung aufweist, welches in Ansetzrichtung relativbeweglich
gegenüber der Treibladungsaufnahme angeordnet ist. Die Treibladungsaufnahme kann durch
eine enge Öffnung in dem Endstück der Waffe bis an den Ladungsraum des Waffenrohrs
heran bewegt werden. Beim Einbringen der Treibladungsaufnahme in das Endstück kann
das Führungselement in Ansetzrichtung gegenüber der Treibladungsaufnahme derart nach
hinten bewegt werden, dass das Führungselement außerhalb des Endstücks verbleibt.
Es ist daher möglich, die Treibladungen durch eine relativ enge Öffnung des Endstücks
bis an den Ladungsraum heranzuführen, wobei die Bewegungen der Treibladungen in Ansetzrichtung
stets geführt sind.
[0050] Im Folgenden sollen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Treibladungsansetzers
beschrieben werden, welche das insbesondere als Führungsblech ausgebildete Führungselement
betreffen.
[0051] Vorteilhaft ist es, wenn das Führungselement eine parallel zu der Ansetzrichtung
verlaufende Führungsfläche aufweist. Über die Führungsfläche können die in Ansetzrichtung
bewegten Treibladungen in Ansetzrichtung geführt werden.
[0052] Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Führungselement auf einer parallel zur Ansetzrichtung
angeordneten Führungsachse verfahrbar gelagert ist. Durch Bewegung entlang der Führungsachse
kann das Führungselement parallel zur Ansetzrichtung translatorisch bewegt werden.
[0053] Bevorzugt ist das Führungselement schwenkbeweglich gegenüber der Treibladungsaufnahme
angeordnet, so dass das Führungselement zum Einbringen von Treibladungen in die Treibladungsaufnahme
gegenüber der Treibladungsaufnahme verschwenkt werden kann.
[0054] In diesem Zusammenhang hat es sich als konstruktiv vorteilhaft erwiesen, wenn das
Führungselement um die Führungsachse schwenkbar gelagert ist. Der Führungsachse kommt
somit eine Doppelfunktion zu, da die Führungsachse als Führung für die Bewegung in
Richtung der Ansetzrichtung und zugleich als Lager für die Schwenkbewegung des Führungselements
gegenüber der Treibladungsaufnahme dient.
[0055] Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung, bei welcher das Führungselement entgegen
der Kraft einer Feder schwenkbar ist, so dass das Führungselement durch die Feder
stets in Richtung der in der Treibladungsaufnahme aufgenommenen Treibladungen vorgespannt
ist.
[0056] Gemäß einer konstruktiven Ausgestaltung kann das Führungselement schalenförmig ausgebildet
und an den Radius der Treibladungen derart angepasst sein, dass sich eine flächige
Anlage und damit gute Führung ergibt.
[0057] Bei einer Waffe der eingangs genannten Art wird die Aufgabe durch einen an dem Zuführschieber
beweglich angeordneten Rückhalter zur Lagesicherung der Treibladungen in deren angesetzter
Stellung gelöst.
[0058] Um zu verhindern, dass die Treibladungen nach dem Einbringen in das Waffenrohr wieder
aus diesem heraus rutschen können, kann der Rückhalter in Richtung der Treibladungen
bewegt werden. Über den Rückhalter können die Treibladungen in ihrer angesetzten Stellung
im Ladungsraum der Waffe gehalten werden, so dass selbst bei großen Elevationswinkeln
ein unbeabsichtigtes Herausrutschen nicht zu befürchten steht.
[0059] Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass
ein an dem Zuführschieber angeordneter Rückhalter zur Lagesicherung der Treibladungen
in deren angesetzter Stellung bewegt wird.
[0060] Um zu verhindern, dass die Treibladungen nach dem Einbringen in das Waffenrohr wieder
aus diesem heraus rutschen können, wird der Rückhalter in Richtung der Treibladungen
bewegt. Über den Rückhalter können die Treibladungen in ihrer angesetzten Stellung
im Ladungsraum der Waffe gehalten werden, so dass selbst bei großen Elevationswinkeln
ein unbeabsichtigtes Herausrutschen nicht zu befürchten steht.
[0061] Sämtliche der vorstehend im Zusammenhang mit dem Treibladungsansetzer beschriebenen
Merkmale können allein oder in Kombination auch bei der Waffe bzw. dem erfindungsgemäßen
Verfahren Anwendung finden.
[0062] Weitere Vorteile und Einzelheiten des Treibladungsansetzers, der Waffe sowie des
Verfahrens zum Ansetzen von Treibladungen sollen im Folgenden anhand eines in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben werden. Darin zeigen:
- Fig. 1
- einen Treibladungsansetzer in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 2
- eine Waffe mit einem Treibladungsansetzer gemäß Fig. 1 in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 3
- eine der Darstellung in Fig. 2 entsprechende Ansicht von der anderen Seite her betrachtet,
- Fig. 4-8
- die Waffe gemäß Fig. 2 in perspektivischen Detailansichten zur Veranschaulichung des
Ansetzvorgangs,
- Fig. 9
- den Treibladungsansetzer gemäß Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht, in welcher
sich die Treibladungen in deren angesetzter Stellung im Ladungsraum der Waffe befinden,
- Fig. 10
- eine perspektivische Detailansicht des Treibladungsansetzers gemäß der Darstellung
in Fig. 9,
- Fig. 11
- den Zuführschieber des Treibladungsansetzers mit aufgestelltem Rückhalter in perspektivischer
Ansicht,
- Fig. 12
- eine der Darstellung in Fig. 11 entsprechende Ansicht von der anderen Seite her betrachtet,
- Fig. 13
- das Bewegungsmittel des Treibladungsansetzers in perspektiver Ansicht,
- Fig. 14a
- das Bewegungsmittel gemäß Fig. 13 in perspektiver Ansicht zur Veranschaulichung der
Vorgänge beim Lösen der Festlegung des ersten Scherenarms,
- Fig. 14b
- eine der Darstellung in Fig. 14a entsprechende perspektivische Ansicht aus einer anderen
Richtung betrachtet,
- Fig. 15a
- das Bewegungsmittel gemäß Fig. 13 in perspektiver Ansicht zur Veranschaulichung der
Verfahrbewegung des Hubtischs,
- Fig. 15b
- eine der Darstellung in Fig. 15a entsprechende perspektivische Ansicht aus einer anderen
Richtung betrachtet,
- Fig. 16-18
- einen Treibladungsansetzer in verschiedenen perspektivischen Ansichten, in welchen
sich die Treibladungsaufnahme in einer Stellung neben der Waffe befindet,
- Fig. 19-20
- einen Treibladungsansetzer in verschiedenen perspektivischen Ansichten, in welchen
sich die Treibladungsaufnahme hinter dem Waffenrohr befindet und
- Fig. 21-22
- einen Treibladungsansetzer in verschiedenen perspektivischen Ansichten zur Veranschaulichung
der Bewegung der Treibladungsaufnahme in Richtung der Ansetzrichtung.
[0063] In Fig. 2 und Fig. 3 ist eine als Artilleriegeschütz ausgebildete, großkalibrige
Waffe 1 mit einem nur abschnittsweise dargestellten Waffenrohr 101 dargestellt. Die
Waffe 1 kann beispielsweise an einem militärischen Fahrzeug oder einer mobilen oder
stationären Waffenplattform angeordnet werden.
[0064] Um das Waffenrohr 101 in Azimut richten zu können, werden derartige Waffenrohre 101
in einer drehbaren Lafette, beispielsweise einem drehbaren Turm eines militärischen
Fahrzeugs, gelagert. Zum Richten des Waffenrohrs 101 in Elevation ist dieses um eine
Elevationsrichtachse E schwenkbar gelagert, welche sich entlang eines Schildzapfens
105 der Waffe 1 erstreckt.
[0065] Die Waffe 1 wird mit geteilter Munition betrieben, welche aus dem eigentlichen Geschoss
sowie getrennt von dem Geschoss bevorrateten Treibladungen 8 besteht. Das Geschoss
und die Treibladungen 8 werden getrennt voneinander in das Waffenrohr 101 der Waffe
eingebracht, so dass es möglich ist, die Treibladungsmenge in Abhängigkeit der Anzahl
der Treibladungen 8 situationsabhängig auszuwählen. Beim Ausführungsbeispiel werden
modulare Treibladungen 8 verwendet, welche eine zylindrische Form aufweisen und in
axialer Richtung zusammensteckbar sind.
[0066] Zum Ansetzen der Treibladungen 8 in das Waffenrohr 101, d.h. zum Einbringen der Treibladungen
8 in den Ladungsraum des Waffenrohrs 101, ist an der Waffe 1 ein Treibladungsansetzer
2 vorgesehen, welcher im Detail auch in Fig. 1 gezeigt ist.
[0067] Der Treibladungsansetzer 2 weist eine Treibladungsaufnahme 5 auf, welche nach Art
einer Treibladungsschale ausgebildet ist und zur Aufnahme mehrerer Treibladungen 8
dient. Aus der Treibladungsaufnahme 5 heraus können die Treibladungen 8 entlang der
Ansetzrichtung A in das Waffenrohr 101 eingebracht werden. Um die Treibladungen 8
unabhängig von der Elevationsrichtstellung des Waffenrohrs 101 ansetzen zu können,
weist der Treibladungsansetzer 2 eine Treibladungsaufnahme 5 auf, welche der Elevationsrichtstellung
des Waffenrohrs 101 nachgeführt wird.
[0068] Die Treibladungsaufnahme 5 ist hierzu mit einem Elevationsnachstellelement 3 verbunden.
Das Elevationsnachstellelement 3 ist nach Art eines Schwenkauslegers ausgebildet,
welcher am Schildzapfen 105 der Waffe 1 angelenkt ist. Das Elevationsnachstellelement
3 ist schwenkbar um die Elevationsrichtachse E der Waffe 1 gelagert. Daher kann die
Stellung der Treibladungsaufnahme 5 der Elevationsrichtstellung des Waffenrohrs 1
nachgeführt werden, so dass das Ansetzen von Treibladungen 8 unabhängig von der Richtstellung
des Waffenrohrs 101 möglich ist. Auch ist es möglich, gleichzeitig das Waffenrohr
101 zu richten und noch während der Richtbewegung die Treibladungen 8 anzusetzen,
wodurch sich sehr rasche Schussabgaben realisieren lassen.
[0069] Um die Treibladungen 8 beispielsweise aus einem Treibladungsmagazin eines Fahrzeugs
oder einer Waffenplattform in die Treibladungsaufnahme 5 einzubringen, kann die Treibladungsaufnahme
5 über das Elevationsnachstellelement 3 in eine Stellung verschwenkt werden, in welcher
die Treibladungsaufnahme 5 eine von der Richtstellung der Waffe 1 verschiedene Stellung
aufweist, was weiter unten noch näher erläutert werden soll.
[0070] Zum Verschwenken des Elevationsnachstellelements 3 weist der Treibladungsansetzer
2 einen Schwenkantrieb 300 auf, der ein über einen Antriebsmotor 302 teleskopierbares
Antriebselement 301 aufweist. Ein Ende des Antriebselements 301 ist mit dem Elevationsnachstellelement
3 und das gegenüberliegende Ende des Antriebselements 301 mit dem die Waffe 1 tragenden
Turm verbunden. Das Elevationsnachstellelement 3 kann über den Schwenkantrieb 300
unabhängig von dem Waffenrohr 101 angesteuert und verschwenkt werden.
[0071] Zum Einbringen der Treibladungen 8 in das Waffenrohr 101 ist an der Treibladungsaufnahme
5 ein axial verfahrbarer Zuführschieber 6 angeordnet. Durch Verfahren des Zuführschiebers
6 werden die Treibladungen 8 entlang der Ansetzrichtung A in Richtung des Ladungsraums
103 des Waffenrohrs 101 befördert, wobei die Bewegung der Treibladungen 8 über ein
Führungselement 7 geführt wird. Auf den Zuführschieber 8 und das Führungselement 7
wird noch näher einzugehen sein.
[0072] In Fig. 2 und 3 befindet sich die Treibladungsaufnahme 5 in einer Stellung im Bereich
neben der Waffe 1. Diese Stellung wird eingenommen, um Treibladungen 8 aus einem Magazin
aufzunehmen oder um den Bereich hinter dem Waffenrohr 101 für die Rücklaufbewegung
des Waffenrohrs 101 freizugeben. Aufgrund der bei der Schussabgabe auftretenden Abschussreaktionskräfte
ergibt sich nämlich eine erhebliche Rückstoßbewegung des Waffenrohrs 101 sowie des
im Bereich hinter dem Waffenrohr angeordneten Bodenstücks 102 der Waffe 1. Um Beschädigungen
des Treibladungsansetzers 2 vorzubeugen, wird die Treibladungsaufnahme 5 daher vor
der Schussabgabe in die Stellung gemäß Fig. 2 und 3 überführt.
[0073] Bevor auf weitere Einzelheiten des Treibladungsansetzers 2 eingegangen wird, sollen
nachfolgend anhand der Fig. 4-9 die Vorgänge beim Ansetzen der Treibladungen 8 in
den Ladungsraum 103 der Waffe 1 kurz umrissen werden. Zunächst wird die Stellung der
Treibladungsaufnahme 5 durch Verschwenken des Elevationsnachstellelements 3 an die
Elevationsrichtstellung des Waffenrohrs 101 angepasst. Aus der in Fig. 4 gezeigten
Stellung neben der Waffe 1 bzw. neben dem Waffenrohr 101 wird die Treibladungsaufnahme
5 anschließend in die in Fig. 5 dargestellte Stellung hinter dem Waffenrohr 101 verbracht.
Ausgehend von dieser Stellung wird die Treibladungsaufnahme 5 dann in Richtung der
Ansetzrichtung A der Treibladungen 8 verfahren. Wie in Fig. 6 und Fig. 7 zu erkennen
ist, wird die Treibladungsaufnahme 5 dabei durch eine Öffnung 104 des Bodenstücks
102 bis an den Ladungsraum der Waffe 1 herangeführt. In einem weiteren Schritt werden
die Treibladungen dann über den Zuführschieber 6 in den Ladungsraum befördert, vgl.
Fig. 8 und 9.
[0074] Um die Treibladungsaufnahme 5 aus der Stellung neben der Waffe 1 in die Stellung
hinter dem Waffenrohr 101 und umgekehrt in beengten Einbausituationen überführen zu
können, ist die Treibladungsaufnahme 5 quer zur Ansetzrichtung A gegenüber dem Elevationsnachstellelement
3 translatorisch bewegbar angeordnet.
[0075] Die Treibladungsaufnahme 5 kann gradlinig auf direktem Wege von der Stellung hinter
dem Waffenrohr 101 in die Stellung neben der Waffe 1 und umgekehrt überführt werden.
Dies bietet insbesondere gegenüber solchen Lösungen, die ein Verschwenken der Treibladungsaufnahme
5 von der Stellung hinter dem Waffenrohr 101 in die Stellung neben dem Waffenrohr
101 vorsehen, einen Vorteil, da lediglich ein im Wesentlichen kubischer Freiraum für
die Bewegung der Treibladungsaufnahme 5 erforderlich ist.
[0076] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Treibladungsansetzer 2 erfolgt die translatorische
Bewegung der Treibladungsaufnahme 5 gegenüber dem Elevationsnachstellelement 3 über
ein an dem Elevationsnachstellelement 3 angebundenes Bewegungsmittel 4. Das Bewegungsmittel
4 ist derart an dem Elevationsnachstellelement 3 angebunden, dass die Treibladungsaufnahme
5 von der in Fig. 4 gezeigten Stellung neben der Waffe 1 linear in die in Fig. 5 gezeigte
Stellung überführbar ist, aus welcher die Treibladungen 8 in Ansetzrichtung A in das
Waffenrohr 101 eingebracht werden können.
[0077] Das Bewegungsmittel 4 weist als wesentliches Element einen Hubtisch 400 zur Erzeugung
einer Hubbewegung sowie einen Antrieb 410 zum Betätigen des Hubtischs 400 auf, was
nachfolgend anhand der Darstellungen in Fig. 4 bis Fig. 9 näher erläutert werden soll.
[0078] In der Stellung gemäß Fig. 4 befindet sich die Treibladungsaufnahme 5 des Treibladungsansetzers
2 zunächst in einer Stellung neben der Waffe 1. In dieser Stellung können die Treibladungen
8 von Hand oder über eine Bereitstellungsautomatik aus einem Treibladungsmagazin in
die Treibladungsaufnahme 5 eingelegt werden. Hierbei ist es nicht erforderlich, die
Treibladungsaufnahme 5 vollständig mit beim Ausführungsbeispiel insgesamt sechs Treibladungen
8 zu bestücken. Vielmehr können auch weniger Treibladungen 8 in die Treibladungsaufnahme
5 eingebracht werden.
[0079] Um das Einbringen der Treibladungen 8 in die Treibladungsaufnahme 5 zu erleichtern,
ist das Führungselement 7 schwenkbar an der Treibladungsaufnahme 5 angelenkt. Das
Führungselement 7 kann zum Bestücken der Treibladungsaufnahme 5 entgegen der Kraft
einer Feder 700 nach seitlich weggeschwenkt werden, um den erforderlichen Platz zum
Einlegen der Treibladungen 8 bereitzustellen. An dem Führungselement 7 ist eine Nase
701 vorgesehen, über welche das das Führungselement 7 verschwenkt werden kann. Die
Nase 701 kann z. B. mit einem in den Figuren nicht dargestellten Öffnungselement zusammenwirken.
[0080] Um die Treibladungsaufnahme 5 gemeinsam mit den Treibladungen 8 in eine Stellung
hinter dem Bodenstück 102 der Waffe 1 zu überführen, wird das Bewegungsmittel 4 betätigt.
Dabei wird der Hubtisch 400 des Bewegungsmittels 4 über den Antrieb 410 ausgefahren.
Die an der Hubseite des Hubtischs 400 angeordnete Treibladungsaufnahme 5 wird hierdurch
auf engem Raum in einer Bewegungsrichtung B translatorisch bewegt, welche senkrecht
zu der Ansetzrichtung A der Treibladungen 8 ausgerichtet ist.
[0081] Aus der in Fig. 5 gezeigten Stellung hinter dem Bodenstück 102 der Waffe 1 wird die
Treibladungsaufnahme 5 anschließend in Ansetzrichtung A auf das Bodenstück 102 zu
bewegt. Zur Bewegung der Treibladungsaufnahme 5 in Ansetzrichtung A wird das Bewegungsmittel
4 linear entlang des Elevationsnachstellelements 3 verfahren. Das Bewegungsmittel
4 bzw. der Hubtisch 400 wird als Einheit gemeinsam mit der an dieser angeordneten
Treibladungsaufnahme 5 in Ansetzrichtung A bewegt.
[0082] Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass der Antrieb 410 über noch näher zu
beschreibende Umschaltmittel mit dem Hubtisch 400 derart verbunden ist, dass der Hubtisch
400 über den Antrieb 410 sowohl betätigbar als auch linear, d.h. translatorisch, bewegbar
ist. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass zum Betätigen des Hubtischs 400 und zum
Verfahren des Hubtischs 400 entlang des Elevationsnachstellelements 3 nur ein Antrieb
410 erforderlich ist. Der Treibladungsansetzer 2 weist nur einen Antrieb 410 zu Bewegung
der Treibladungsaufnahme 5 in Ansetzrichtung A und quer zur Ansetzrichtung A auf,
wodurch sich ein einfacher Aufbau ergibt.
[0083] Die Verbindung zwischen dem Antrieb 410 und dem Hubtisch 400 ist dabei derart ausgebildet,
dass der Hubtisch 400 quer zu dessen Hubrichtung B bewegbar ist. Der Hubtisch 400
kann als Einheit über den Antrieb 410 linear verfahren werden. Hierzu sind Umschaltmittel
vorgesehen, über welche der Hubtisch 400 mit dem Antrieb 410 verbunden ist. Die Umschaltmittel
zur Verbindung des Antriebs 410 mit dem Hubtisch 400 sind dabei derart ausgebildet,
dass der Hubtisch 400 entweder betätigbar oder bewegbar ist, worauf weiter unten noch
näher eingegangen werden soll.
[0084] In den Darstellungen gemäß Fig. 6 und 7 befindet sich die Treibladungsaufnahme 5
in einer Stellung, in welcher sie durch eine Öffnung 104 in dem Bodenstück 102 teilweise
in das Bodenstück 102 hineingefahren ist. In dieser Stellung ist die Treibladungsaufnahme
5 durch das Bodenstück 102 bis an das rückseitige Ende des Waffenrohrs 101 herangefahren,
so dass die Treibladungsaufnahme 5 unmittelbar an dem ladungsraumseitigen Ende des
Waffenrohrs 101 anliegt. Ausgehend von dieser Stellung können die Treibladungen 8
über den Zuführschieber 6 von der Treibladungsaufnahme 5 in den Ladungsraum 104 geschoben
werden.
[0085] Wie den Darstellungen in Fig. 6 und 7 weiter zu entnehmen ist, weist der Treibladungsansetzer
2 ein Führungselement 7 auf, über welches die Treibladungen 8 während ihrer Bewegung
in Ansetzrichtung A in der Treibladungsaufnahme 5 gehalten und geführt werden. Das
Führungselement 7 ist in Ansetzrichtung A relativbeweglich gegenüber der Treibladungsaufnahme
5 angeordnet, so dass es beim Einführen der Treibladungsaufnahme 5 in das Bodenstück
102 gegenüber der Treibladungsaufnahme 5 bewegt werden und somit außerhalb des Bodenstücks
102 verbleiben kann. Weitere Einzelheiten des Führungselements 7 werden noch näher
zu beschreiben sein.
[0086] Das Zuführen der Treibladungen 8 in deren angesetzte Stellung, in welcher diese sich
im Inneren des Ladungsraums 103 des Waffenrohrs 101 mit einem gewissen Abstand zur
rückseitigen Öffnung des Ladungsraums befinden, erfolgt bei dem Treibladungsansetzer
2 über den in der Treibladungsaufnahme 5 axial geführten Zuführschieber 6, welcher
aus der in Fig. 6 gezeigten Stellung am hinteren Ende der Treibladungsaufnahme 5 in
die in Fig. 8 und 9 dargestellte Stellung am vorderen, ladungsraumseitigen Ende der
Treibladungsaufnahme 5 verfahrbar ist. Über eine an dem Zuführschieber 6 vorgesehene
Schubfläche werden die Treibladungen 8 entlang der Treibladungsaufnahme 5 in Ansetzrichtung
A in den Ladungsraum geschoben. Hierbei werden die Treibladungen 8 derart beschleunigt,
dass diese allein aufgrund ihrer Massenträgheit ohne weitere Einwirkung des Zuführschiebers
6 über das ladungsraumseitige Ende der Treibladungsaufnahme 5 hinaus in den Ladungsraum
103 des Waffenrohrs 101 verbracht werden.
[0087] Um zu verhindern, dass die Treibladungen 8 aus deren angesetzter Stellung rückwärts
aus dem Waffenrohr 101 wieder herausrutschen, ist an dem Zuführschieber 6 ein beweglich
angeordneter Rückhalter 601 vorgesehen, über welchen die Treibladungen 8 in ihrer
angesetzten Stellung lagegesichert werden können.
[0088] Wie in Fig. 10 gezeigt, ist der Rückhalter 601 um eine Schwenkachse R schwenkbeweglich
an dem Zuführschieber 6 angelenkt. Die Schwenkachse R befindet sich am oberen Ende
des Zuführschiebers 6. In der eingeklappten Zuführstellung, welche in Fig. 1 dargestellt
ist, ist der Rückhalter 601 im Wesentlichen senkrecht zu der Ansetzrichtung A ausgerichtet.
Der Rückhalter 601 ist insgesamt gabelartig ausgebildet und weist zwei Zinken 608,
609 auf. Die Zinken 608, 609 sind in der Zuführstellung derart angeordnet, dass sie
eine Vergrößerung der Schubfläche des Zuführschiebers 6 bilden. Die Vergrößerung kommt
dadurch zustande, dass sich die Zinken 608, 609 in der Zuführstellung im Bereich neben
der Schubfläche des Zuführschiebers 6 befinden.
[0089] Der Rückhalter 601 kann von der eingeklappten Zuführstellung in die in Fig. 10 gezeigte
aufgestellte Rückhaltestellung überführt werden. Der Schwenkwinkel zwischen der Zuführstellung
und der Rückhaltestellung des Rückhalters 601 beträgt mehr als 90°. Dies bringt den
Vorteil mit sich, dass die an dem Rückhalter 601 anliegende Treibladung 8 den Rückhalter
601 aus der Rückhaltestellung nicht zurück in Richtung dessen Zuführstellung schwenken
kann. Es wird verhindert, dass die Treibladung 8 den Rückhalter 601 einklappt.
[0090] Um die Treibladungen 8 in deren angesetzter Stellung im Ladungsraum 103 der Waffe
1 zu halten, ist der Rückhalter 601 ferner derart ausgebildet, dass er in der Rückhaltestellung
nach vorn über die Treibladungsaufnahme 5 übersteht, vgl. Fig. 9 und 10. Es ist daher
nicht erforderlich, den Zuführschieber 6 über das ladungsraumseitige Ende der Treibladungsaufnahme
5 hinaus zu bewegen, um die Treibladungen 8 in definierter Position in dem Waffenrohr
101 zu halten.
[0091] Zum Aufstellen des Rückhalters 601 ist an dem Zuführschieber 6 eine Aufstellvorrichtung
vorgesehen, über welche die Bewegung des Zuführschiebers 6 in Ansetzrichtung A in
eine Aufstellbewegung des Rückhalters 601 überführt werden kann. Diese Aufstellvorrichtung
soll nachfolgend vor allem unter Bezugnahme auf die Fign.10-12 näher erläutert werden.
[0092] Der Zuführschieber 6 ist in einer Führung 503 der Treibladungsaufnahme 5 entlang
der Ansetzrichtung A geführt und über eine Gewindespindel 507 bewegbar. Hierzu weist
der Zuführschieber 6 einen nach Art einer Spindelmutter ausgebildeten Führungsschlitten
606 auf, welcher auf der Gewindespindel 507 aufsitzt. Die Gewindespindel 507 ist mit
einem Antrieb 509 gekoppelt, vgl. Fig. 11 und 12. Der Antrieb 509 ist fest mit der
Treibladungsaufnahme 5 verbunden.
[0093] An der Treibladungsaufnahme 5 ist ferner ein Auslöseelement 504 angeordnet, über
welches die Aufstellbewegung des Rückhalters 601 ausgelöst werden kann. Das Auslöseelement
504 ist nach Art einer Rolle ausgebildet, über welche ein als Seil ausgebildetes und
an dem Rückhalter 601 angebundenes Koppelelement 602 bei der Bewegung des Zuführschiebers
6 in Ansetzrichtung A eingefangen werden kann. Das Koppelelement 602 ist derart an
dem Rückhalter 601 angebunden, dass der Rückhalter 601 durch Zug an dem Koppelelement
602 entgegen der Kraft einer Feder 603 aufgestellt werden kann. Wie Fig. 10 zu entnehmen
ist, ist das Koppelelement 602 an einem Anbindungspunkt 605 an dem Rückhalter 601
fixiert und verläuft über eine Umlenkrolle 604 bis zu einem weiteren Anbindungspunkt
607 an dem Führungsschlitten 606 des Zuführschiebers 6, vgl. Fig. 12.
[0094] Das Auslöseelement 504 ist derart an der Treibladungsaufnahme 5 angeordnet, dass
es in das Seil 602 eingreifen kann, sobald das mit dem Zuführschieber 6 bewegte Seil
602 in den Bereich des Auslöseelements 504 verfahren wird. Das Auslöseelement 504
fängt das Seil 602 wie in Fig. 11 und 12 dargestellt ein, zieht aufgrund der Relativbewegung
an dem Seil 602 und stellt somit den Rückhalter 601 auf. Damit der Aufstellvorgang
des Rückhalters 601 am Ende des durch die Zuführbewegung des Zuführschiebers 6 beschriebenen
Zuführwegs, also im Bereich des ladungsraumseitigen Endes der Treibladungsaufnahme
5, erfolgt, ist das Auslöseelement 502 im Endbereich des Zuführwegs angeordnet.
[0095] Ferner ist ein Überlastschutz für das Auslöseelement 504 vorgesehen. Wie der Darstellung
in Fig. 12 zu entnehmen, ist das Auslöseelement 504 an der Treibladungsaufnahme 5
nicht starr, sondern entgegen der Kraft einer Feder 506 beweglich, an der Treibladungsaufnahme
5 angeordnet. Das Auslöseelement 504 ist hierzu an einem Träger 505 angeordnet, welcher
in Ansetzrichtung bewegbar in der Treibladungsaufnahme 5 geführt ist. Das Auslöseelement
504 ist gemeinsam mit dem Träger 505 in Ansetzrichtung A entgegen der Kraft einer
Feder 506 bewegbar, welche als Zugfeder ausgebildet ist. Hierdurch wird die Kraft
auf das Auslöseelement 504 bzw. die von diesem auf das Seil 602 aufgebrachte Kraft
begrenzt.
[0096] Um den Rückhalter 601 von der aufgestellten Rückhaltestellung zurück in die Zuführstellung
zu überführen, ist der Rückhalter 601 in Richtung der eingeklappten Zuführstellung
vorgespannt. Die Vorspannung erfolgt über eine Feder 603, welche nach Art einer Drehfeder
ausgebildet ist und koaxial zu der Schwenkachse R des Rückhalters 601 angeordnet ist.
Aufgrund der Vorspannung ist es nicht erforderlich, einen Antrieb zu Bewegung des
Rückhalters 601 von dessen Rückhaltestellung in dessen Zuführstellung vorzusehen.
[0097] Im Folgenden sollen anhand der Darstellungen in den Fig. 13 bis 15 weitere Einzelheiten
des Bewegungsmittels 4 sowie der an dem Bewegungsmittel 4 vorgesehenen Umschaltmittel
421, 422 zur Kopplung des Hubtischs 400 mit dem Antrieb 410 beschrieben werden.
[0098] Wie die Darstellung in Fig. 13 zeigt, ist der Hubtisch 400 als Scherentisch ausgebildet.
Der Hubtisch 400 weist zwei Scherenarme 401, 402 auf, die schwenkbeweglich miteinander
verbunden sind und sich zwischen einer Antriebsseite und einer Hubseite des Hubtischs
400 erstrecken. Die Hubseite des Hubtischs 400 ist mit der Treibladungsaufnahme 5
gekoppelt, so dass die Treibladungsaufnahme 5 gegenüber der mit dem Elevationsnachstellelement
3 verbundenen Antriebsseite des Hubtischs linear bewegt werden kann. Die hubseitigen
Enden der Scherenarme 401 und 402 sind in der Treibladungsaufnahme 5 jeweils in einem
Gleitlager 403, 404 schwenkbar gelagert. Die Gleitlager 403, 404 sind in der Treibladungsaufnahme
5 linearbeweglich angeordnet, so dass sich der Abstand der hubseitigen Enden der Scherenarme
401, 402 bei der Betätigung des Hubtischs 400 verändern kann.
[0099] Die Scherenarme 401, 402 sind nach Art doppelter Scherenarme ausgebildet, welche
jeweils zwei parallel angeordnete, über mehrere Achsen 423, 424 miteinander verbundene
Schenkel aufweisen. Die beiden Schenkel des zweiten Scherenarms 402 sind über ein
Blech 405 verbunden.
[0100] Auf der Seite des Elevationsnachstellelements 3 befindet sich die Antriebsseite des
Hubtischs 400. Die antriebsseitigen Enden der Scherenarme 401 und 402 sind mit im
Folgenden näher zu beschreibenden Umschaltmitteln 421, 422 gekoppelt, vgl Fig. 13.
[0101] Das antriebsseitige Ende des ersten Scherenarms 401 ist schwenkbar um eine Achse
423 gelagert. Die Achse 423 ist über eine gabelartige Strebe 409 mit einem Führungselement
425 verbunden, welches in dem Elevationsnachstellelement 3 linear geführt ist. An
dem Führungselement 425 ist ein als Bolzen 426 ausgebildetes Rastelement vorgesehen,
in welches in der in Fig. 13 gezeigten Stellung ein Formschlusselement 421 verrastend
eingreift. Das Formschlusselement 421 ist nach Art einer Klaue ausgebildet, welche
den Bolzen 426 umgreift. Das Formschlusselement 421 ist schwenkbar in einem Lager
308 gelagert, welches fest mit dem Elevationsnachstellelement 3 verbunden ist. Über
das Formschlusselement 421 kann das antriebsseitige Ende des ersten Scherenarms 401
translatorisch festgelegt gegenüber dem Elevationsnachstellelement 3 werden.
[0102] Das antriebsseitige Ende des zweiten Scherenarms 402 ist translatorisch verfahrbar
ausgebildet. Hierzu ist der Scherenarm 402 über eine Achse 424 mit einer Spindelmutter
412 verbunden, welche auf einer Gewindespindel 411 aufsitzt. Die Gewindespindel 411
ist mit dem Antrieb 410 gekoppelt. Durch Bewegung des antriebsseitigen Endes des zweiten
Scherenarms 402 in Richtung des antriebsseitigen Endes des ersten Scherenarms 401
kann der Hubtisch 400 betätigt bzw. die Schere aufgespannt werden. Das Ende des zweiten
Scherenarms 402 wird entgegen der Ansetzrichtung A bewegt. Hierbei wird der Hubtisch
aus der in Fig. 13 gezeigten Stellung in eine Stellung gemäß Fig. 14a überführt, in
welcher die Hubseite des Hubtischs 400 von dem Elevationsnachstellelement 3 entfernt
angeordnet ist. Die antriebsseitigen Enden der Scherenarme 401, 402 befinden sich
in dieser Stellung beide im Bereich einer Stirnseite 304 des Elevationsnachstellelements
3. Eine der seitlichen Darstellung in Fig. 14a entsprechende Aufsicht auf die Stirnseite
304 zeigt Fig. 14b.
[0103] Wie nachfolgend im Einzelnen beschrieben wird, kann die Festlegung des antriebsseitigen
Endes des ersten Scherenarms 401 gelöst werden, um den Hubtisch 400 als Ganzes bewegen
zu können.
[0104] Hierzu wird die Festlegung des ersten Scherenarms 401 durch das erste Formschlusselement
421 über das zweite Formschlusselement 422 gelöst. Das zweite Formschlusselement 422
ist über eine Feder 428 in eine nach unten verschwenkte Stellung vorgespannt. Infolge
der Bewegung des antriebsseitigen Endes des zweiten Scherenarms 402 in Richtung des
antriebsseitigen Endes des ersten Scherenarms 401 gelangt das zweite Formschlusselement
422 in Kontakt mit dem ersten Formschlusselement 421. Das erste Formschlusselement
412 weist eine schräg angeordnete Steuerfläche 429 auf, welche in Berührung mit einem
Bügel 432 des zweiten Formschlusselements tritt. Hierbei wird das Formschlusselement
421 derart aufgestellt, dass es von dem Bolzen 426 des Führungselements 425 abgehoben
wird. Die Verrastung des ersten Formschlusselements 421 mit dem Bolzen 426 wird gelöst.
Der erste Scherenarm 421 wird somit zur translatorischen Bewegung freigegeben.
[0105] Im selben Zug wird das Ende des ersten Scherenarms 401 gegenüber dem Ende des zweiten
Scherenarms 402 fixiert. Das zweite Formschlusselement 422 weist eine Führungsfläche
430 auf, welche bei der Bewegung des zweiten Formschlusselements 422 in Richtung des
ersten Formschlusselements 421 über den Bolzen 426 gleitet. Infolgedessen wird das
zweite Formschlusselement 422 nach oben verschwenkt und verrastet mit dem Bolzen 426.
Die Enden der Scherenarme 401, 402 sind gegeneinander festgelegt und können mit definiertem
Abstand zueinander translatorisch bewegt werden.
[0106] Sobald die Enden der beiden Scherenarme 401, 402 über die Umschaltmittel 421, 422
miteinander gekoppelt sind, wird die Antriebsrichtung des Antriebs 410 umgekehrt.
Der Hubtisch 400 wird über den Antrieb 410 in Ansetzrichtung A bewegt. Die Bewegung
der Enden der Scherenarme 401, 402 ist dabei antriebsseitig über die Gewindespindel
411 geführt. Der Hubtisch 400 wird von der in Fig. 14a gezeigten Stellung in eine
Stellung Fig. 15a gezogen. Die Fig. 15b zeigt eine der Fig. 15a entsprechende Ansicht
auf die Stirnseite 304 des Elevationsnachstellelements 3. Es ist zu erkennen, dass
das Formschlusselement 422 im Eingriff mit dem Bolzen 426 des Führungselements 425
steht. Das antriebsseitige Ende des ersten Scherenarms 401 wird somit über das zweite
Formschlusselement 422 in Richtung des Antriebs 410 bewegt.
[0107] Das gelöste erste Formschlusselement 421 ist über eine Feder 427 derart vorgespannt,
dass es in eine nach unten verschwenkte Stellung gedrückt wird, vgl. Fig. 15a. Um
das erste Formschlusselement 421 wieder mit dem Bolzen 426 des Führungselements 425
zu verrasten, ist es erforderlich, die Antriebsrichtung des Antriebs 410 nochmals
umzukehren und den Hubtisch 400 somit in Richtung des ersten Formschlusselements 421
zu bewegen.
[0108] Beim Zurückfahren des Hubtischs 400 entgegen der Ansetzrichtung A wird das zweite
Formschlusselement 422 mit seiner Steuerfläche 430 über den Bügel 431 des ersten Formschlusselements
421 geführt, wodurch das zweite Formschlusselement 422 nach oben verschwenkt wird
und somit die Verrastung des zweiten Formschlusselements 422 mit dem Bolzen 426 gelöst
wird. Gleichzeitig wird das erste Formschlusselement 421 über seine Steuerfläche 429
über den Bolzen 426 geführt und nach oben verschwenkt. Das Formschlusselement 421
verrastet mit dem Bolzen 426 und legt das antriebsseitige Ende des ersten Scherenarms
421 an dem Elevationsnachstellelement 3 fest.
[0109] Wie bereits vorstehend beschrieben, ist die Treibladungsaufnahme 5 in der Ansetzrichtung
A bewegbar an dem Elevationsnachstellelement 3 angeordnet. Um die Relativgeschwindigkeit
der Treibladungsaufnahme 5 in Ansetzrichtung A gegenüber dem Elevationsnachstellelement
3 zu vergrößern, sind bei dem Treibladungsansetzer 2 Mittel zur Vergrößerung der Relativgeschwindigkeit
vorgesehen, welche nachfolgend im Einzelnen beschrieben werden sollen.
[0110] Die Vergrößerung der Relativgeschwindigkeit erfolgt bei dem Treibladungsansetzer
2 gemäß dem Ausführungsbeispiel über zwischen dem Elevationsnachstellelement 3 und
der Treibladungsaufnahme 5 angeordnete Seile 451 und 452, welche im Detail in den
Fig. 19 und 20 dargestellt sind. Das erste Seil 451 dient der Beschleunigung der Treibladungsaufnahme
5 in Ansetzrichtung A. Das zweite Seil 452 ist vorgesehen, um die Geschwindigkeit
der Treibladungsaufnahme 5 entgegen der Ansetzrichtung A zu vergrößern.
[0111] Wie der Darstellung in Fig. 19 zu entnehmen, ist das erste Seil 451 an einem Anbindungspunkt
501 an der Treibladungsaufnahme 5 angebunden. Das Seil 451 verläuft über eine Umlenkrolle
457 an dem Gleitlager 404 des zweiten Scherenarms 402 in der Treibladungsaufnahme
5 über eine Umlenkrolle 455 im Bereich der Schwenkachse der Scherenarme 401 und 402
zu einer weiteren Umlenkrolle 453 im Bereich des Endes des ersten Scherenarms 401,
vgl. Fig. 15b. Ausgehend von der Umlenkrolle 453 verläuft das Seil 451 parallel zu
der Gewindespindel 411 des Bewegungsmittels 4 zu einem Anbindungspunkt 305 im Bereich
der Stirnseite 304 des Elevationsnachstellelements 3. Über das Seil 451 kann eine
Geschwindigkeitsverdoppelung der Treibladungsaufnahme 5 gegenüber dem Elevationsnachstellelement
3 bei der Bewegung des Hubtischs 400 in Ansetzrichtung erfolgen.
[0112] Das zweite Seil 452 ist an der Treibladungsaufnahme 5 an einem Anbindungspunkt 502
angebunden, vgl. Fig. 20. Das Seil 452 verläuft ausgehend von dem Anbindungspunkt
502 über eine Umlenkrolle im Bereich des Gleitlagers 404 des zweiten Scherenarms 402
über eine Umlenkrolle 456 im Bereich der Schwenkachse der Schwenkarme 401 und 402
zu einer Umlenkrolle 454 im Bereich des Endes des ersten Scherenarms 401, vgl. Fig.
15b. Ausgehend von der Umlenkrolle 454 verläuft das Seil 452 ferner parallel zu der
Antriebsspindel 411 in Richtung des Antriebs 410. Der Anbindungspunkt des zweiten
Seils 452 liegt im Bereich des Antriebs 410 an dem Elevationsnachstellelement 3 und
ist in den Figuren verdeckt. Anhand des zweiten Seils 452 kann die Geschwindigkeit
der Treibladungsaufnahme 5 gegenüber dem Elevationsnachstellelement 3 bei der Bewegung
entgegen der Ansetzrichtung A verdoppelt werden.
[0113] Abschließend soll näher auf das Führungselement 7 eingegangen werden, welches an
der Treibladungsaufnahme 5 angeordnet ist. Hierbei wird auf die Darstellungen in Fig.
16-22 Bezug genommen.
[0114] Wie den Darstellungen in Fig. 16-18 zu entnehmen ist, ist das Führungselement 7 insgesamt
schalenförmig ausgebildet. Das Führungselement 7 weist eine Führungsfläche 702 auf,
welche parallel zu der Ansetzrichtung A verläuft. Die Treibladungen können entlang
der Führungsfläche 702 geführt in Richtung des Waffenrohrs 101 bewegt werden.
[0115] Zudem können die in der Treibladungsaufnahme 5 aufgenommenen Treibladungen 8 bei
der Bewegung der Treibladungsaufnahme 5 von einer Stellung neben der Waffe 1 in eine
Stellung hinter die Waffe 1 über das Führungselement 7 lagegesichert werden.
[0116] Wie bei Vergleich der Darstellungen in Fig. 19, 20 und Fig. 21, 22 zu erkennen ist,
ist das Führungselement 7 auf einer parallel zur Ansetzrichtung A angeordneten Führungsachse
F verfahrbar gelagert, so dass das Führungselement 7 beim Verfahren der Treibladungsaufnahme
5 in Richtung des Ladungsraums 103 gegenüber der Treibladungsaufnahme 5 nach hinten
verschoben wird.
[0117] Zudem ist das Führungselement 7 um diese Führungsachse F schwenkbar an der Treibladungsaufnahme
5 angeordnet. Das Führungselement 7 kann gegenüber der Treibladungsaufnahme 5 verschwenkt
werden, um Treibladungen 8 in die Treibladungsaufnahme 5 einzubringen. Das Führungselement
7 ist über eine Feder 700 vorgespannt, so dass das Führungselement 7 auf die in der
Treibladungsaufnahme 5 aufgenommenen Treibladungen 8 aufgedrückt wird. Hierdurch ergibt
sich eine verbesserte Führung der Treibladungen 8 beim Ansetzvorgang.
[0118] Die vorstehend beschriebene Waffe 1 und der Treibladungsansetzer 2 weisen einen entlang
der Ansetzrichtung A linear bewegbaren Zuführschieber 6 zum Zuführen von Treibladungen
8 in eine angesetzte Stellung im Ladungsraum 103 des Waffenrohrs 101 auf, an welchem
ein Rückhalter 601 zur Lagesicherung der Treibladungen 8 in deren angesetzter Stellung
beweglich angeordnet ist.
[0119] Über den Rückhalter 601 können die Treibladungen 8 in ihrer angesetzten Stellung
auch tiefer im Inneren des Ladungsraums 103 der Waffe 1 gehalten werden, so dass selbst
bei großen Elevationswinkeln ein unbeabsichtigtes Herausrutschen nicht zu befürchten
steht.
Bezugszeichen:
[0120]
- 1
- Waffe
- 2
- Treibladungsansetzer
- 3
- Elevationsnachstellelement
- 4
- Bewegungsmittel
- 5
- Treibladungsaufnahme
- 6
- Zuführschieber
- 7
- Führungselement
- 8
- Treibladung
- 101
- Waffenrohr
- 102
- Bodenstück
- 103
- Ladungsraum
- 104
- Öffnung
- 105
- Schildzapfen
- 300
- Schwenkantrieb
- 301
- Antriebselement
- 302
- Antriebsmotor
- 304
- Stirnseite
- 305
- Anbindungspunkt
- 307
- Anbindungspunkt
- 308
- Lager
- 400
- Hubtisch
- 401
- Scherenarm
- 402
- Scherenarm
- 403
- Gleitlager
- 404
- Gleitlager
- 405
- Blech
- 409
- Strebe
- 410
- Antrieb
- 411
- Gewindespindel
- 412
- Spindelmutter
- 421
- Formschlusselement
- 422
- Formschlusselement
- 423
- Achse
- 424
- Achse
- 425
- Führungselement
- 426
- Bolzen
- 427
- Feder
- 428
- Feder
- 429
- Steuerfläche
- 430
- Steuerfläche
- 431
- Bügel
- 432
- Bügel
- 451
- Seil
- 452
- Seil
- 453
- Umlenkrolle
- 454
- Umlenkrolle
- 455
- Umlenkrolle
- 456
- Umlenkrolle
- 457
- Umlenkrolle
- 458
- Umlenkrolle
- 501
- Anbindungspunkt
- 502
- Anbindungspunkt
- 503
- Führung
- 504
- Auslöseelement
- 505
- Träger
- 506
- Feder
- 507
- Spindel
- 509
- Antrieb
- 601
- Rückhalter
- 602
- Seil
- 603
- Feder
- 604
- Umlenkrolle
- 605
- Anbindungspunkt
- 606
- Führungsschlitten
- 607
- Anbindungspunkt
- 608
- Zinke
- 609
- Zinke
- 700
- Feder
- 701
- Nase
- A
- Ansetzrichtung
- B
- Bewegungsrichtung
- E
- Elevationsrichtachse
- F
- Führungsachse
- R
- Schwenkachse
1. Treibladungsansetzer mit einem entlang einer Ansetzrichtung (A) linear bewegbaren
Zuführschieber (6) zum Zuführen von Treibladungen (8) in eine angesetzte Stellung
im Ladungsraum (103) eines Waffenrohres (101),
gekennzeichnet durch
einen an dem Zuführschieber (6) beweglich angeordneten Rückhalter (601) zur Lagesicherung
der Treibladungen (8) in deren angesetzter Stellung.
2. Treibladungsansetzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalter (601) schwenkbeweglich an dem Zuführschieber (6) angelenkt ist.
3. Treibladungsansetzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalter (601) von einer eingeklappten Zuführstellung in eine aufgestellte
Rückhaltestellung überführbar ist.
4. Treibladungsansetzer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalter (601), insbesondere über eine Feder (603), in Richtung der eingeklappten
Zuführstellung vorgespannt ist.
5. Treibladungsansetzer nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalter (601) zur Überführung von der Zuführstellung in die Rückhaltestellung
um einen Winkel von mehr als 90° verschwenkbar ist.
6. Treibladungsansetzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Treibladungsaufnahme (5) zur Aufnahme der Treibladungen (8), entlang welcher
der Zuführschieber (6) bewegbar ist.
7. Treibladungsansetzer einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalter (601) in der Rückhaltestellung über die Treibladungsaufnahme (5) übersteht.
8. Treibladungsansetzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Aufstellvorrichtung, über welche die Bewegung des Zuführschiebers (6) in eine
Aufstellbewegung des Rückhalters (601) überführbar ist.
9. Treibladungsansetzer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufstellbewegung über ein an der Treibladungsaufnahme (5) angeordnetes Auslöseelement
(504) auslösbar ist.
10. Treibladungsansetzer nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen Überlastschutz für das Auslöseelement (504).
11. Treibladungsansetzer nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (504) in Ansetzrichtung entgegen der Kraft einer Feder (506) bewegbar
angeordnet ist.
12. Treibladungsansetzer nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibladungsaufnahme (5) an einem Elevationsnachstellelement (3) zur Nachstellung
der Elevationsstellung des Waffenrohrs (101) quer zur Ansetzrichtung (A) gegenüber
dem Elevationsnachstellelement (3) translatorisch bewegbar angeordnet ist.
13. Treibladungsansetzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Führungselement (7) zur Führung der Treibladungen (8) beim Zuführen in die angesetzte
Stellung, welches in Ansetzrichtung (A) relativbeweglich gegenüber der Treibladungsaufnahme
(5) angeordnet ist.
14. Waffe mit einem Waffenrohr (101) und einem Treibladungsansetzer (2) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche.
15. Verfahren zum Ansetzen von Treibladungen (8) in einen Ladungsraum (103) eines Waffenrohrs
(101), wobei die Treibladungen (8) über einen linear bewegbaren Zuführschieber (6)
in eine angesetzte Stellung im Ladungsraum (103) zugeführt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein an dem Zuführschieber (6) beweglich angeordneter Rückhalter (601) zur
Lagesicherung der Treibladungen (8) in deren angesetzter Stellung bewegt wird.
1. Propellant charge loader with a feeding slide (6), which is movable linearly along
a loading direction (A), for feeding propellant charges (8) into a loaded position
in the charge chamber (103) of a weapon barrel (101), characterized by a retainer (601), which is arranged movably on the feeding slide (6), for securing
the position of the propellant charges (8) in their loaded position.
2. Propellant charge loader according to Claim 1, characterized in that the retainer (601) is coupled pivotably to the feeding slide (6).
3. Propellant charge loader according to either of the preceding claims, characterized in that the retainer (601) is transferable from a retracted feeding position into an erected
retaining position.
4. Propellant charge loader according to Claim 3, characterized in that the retainer (601) is prestressed in the direction of the retracted feeding position,
in particular via a spring (603).
5. Propellant charge loader according to either of Claims 3 or 4, characterized in that the retainer (601) is pivotable by an angle of more than 90° for the transfer from
the feeding position into the retaining position.
6. Propellant charge loader according to one of the preceding claims, characterized by a propellant charge receptacle (5) for receiving the propellant charges (8), along
which the feeding slide (6) is movable.
7. Propellant charge loader according to one of the preceding claims, characterized in that the retainer (601) protrudes over the propellant charge receptacle (5) in the retaining
position.
8. Propellant charge loader according to one of the preceding claims, characterized by an erecting device via which the movement of the feeding slide (6) is transferable
into an erecting movement of the retainer (601).
9. Propellant charge loader according to Claim 8, characterized in that the erecting movement is triggerable via a triggering element (504) arranged on the
propellant charge receptacle (5).
10. Propellant charge loader according to Claim 9, characterized by overload protection for the triggering element (504).
11. Propellant charge loader according to either of Claims 9 or 10, characterized in that the triggering element (504) is arranged so as to be movable in the loading direction
counter to the force of a spring (506).
12. Propellant charge loader according to one of Claims 6 to 11, characterized in that the propellant charge receptacle (5) is arranged on an elevation adjustment element
(3) for adjusting the elevation position of the weapon barrel (101) so as to be movable
in a translatory manner in relation to the elevation adjustment element (3) transversely
with respect to the loading direction (A).
13. Propellant charge loader according to one of the preceding claims, characterized by a guide element (7) for guiding the propellant charges (8) during the feeding into
the loaded position, said guide element being arranged so as to be movable relative
to the propellant charge receptacle (5) in the loading direction (A).
14. Weapon with a weapon barrel (101) and a propellant charge loader (2) according to
one of the preceding claims.
15. Method for loading propellant charges (8) into a charge chamber (103) of a weapon
barrel (101), wherein the propellant charges (8) are fed via a linearly movable feeding
slide (6) into a loaded position in the charge chamber (103), characterized in that a retainer (601) which is arranged movably on the feeding slide (6) is moved in order
to secure the position of the propellant charges (8) in their loaded position.
1. Refouloir pour charges propulsives comprenant un coulisseau d'amenée (6) pouvant être
déplacé de manière linéaire le long d'une direction de mise en place (A), pour amener
des charges propulsives (8) dans une position mise en place dans la chambre (103)
d'un canon (101),
caractérisé par un élément de retenue (601) disposé de manière mobile au niveau du coulisseau d'amenée
(6), pour bloquer en position les charges propulsives (8) dans leur position mise
en place.
2. Refouloir de charges propulsives selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de retenue (601) est articulé de manière mobile par pivotement au niveau
du coulisseau d'amenée (6).
3. Refouloir de charges propulsives selon l'une quelconque des revendications récédentes,
caractérisé en ce que l'élément de retenue (601) peut être transféré d'une position d'amenée repliée dans
une position de maintien montée.
4. Refouloir de charges propulsives selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de retenue (601) est précontraint, en particulier par l'intermédiaire d'un
ressort (603), en direction de la position d'amenée repliée.
5. Refouloir de charges propulsives selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4,
caractérisé en ce que l'élément de retenue (601) peut être pivoté aux fins du transfert de la position
d'amenée dans la position de retenue d'un angle supérieur à 90°.
6. Refouloir de charges propulsives selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par un logement de charges propulsives (5) pour loger les charges propulsives (8), duquel
le coulisseau d'amenée (6) peut être déplacé.
7. Refouloir de charges propulsives selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de retenue (601) dépasse dans la position de retenue au-delà du logement
de charges propulsives (5).
8. Refouloir de charges propulsives selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par un dispositif de montage, par l'intermédiaire duquel le déplacement du coulisseau
d'amenée (6) peut être transféré en un mouvement de montage de l'élément de retenue
(601).
9. Refouloir de charges propulsives selon la revendication 8, caractérisé en ce que le déplacement de montage peut être déclenché par l'intermédiaire d'un élément de
déclenchement (504) disposé au niveau du logement de charges propulsives (5).
10. Refouloir de charges propulsives selon la revendication 9, caractérisé par une protection contre les surcharges pour l'élément de déclenchement (504).
11. Refouloir de charges propulsives selon l'une quelconque des revendications 9 ou 10,
caractérisé en ce que l'élément de déclenchement (504) est disposé de manière à pouvoir être déplacé dans
une direction de mise en place à l'encontre de la force d'un ressort (506).
12. Refouloir de charges propulsives selon l'une quelconque des revendications 6 à 11,
caractérisé en ce que le logement de charges propulsives (5) est disposé de manière à pouvoir être déplacé
par translation au niveau d'un élément de réajustement en élévation (3) pour réajuster
la position en élévation du canon (101) de manière transversale par rapport à la direction
de mise en place (A) par rapport à l'élément de réajustement en élévation (3).
13. Refouloir de charges propulsives selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par un élément de guidage (7) pour guider les charges propulsives (8) lors de l'amenée
dans la position mise en place, lequel est disposé de manière relativement mobile
en direction de mise en place (A) par rapport au logement de charges propulsives (5).
14. Arme comprenant un canon (101) et un refouloir de charges propulsives (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes.
15. Procédé pour mettre en place des charges propulsives (8) dans une chambre (103) d'un
canon (101), dans lequel les charges propulsives (8) sont amenées dans une position
mise en place dans la chambre (103) par l'intermédiaire d'un coulisseau d'amenée (6)
pouvant être déplacé de manière linéaire, caractérisé en ce que un élément de retenue (601) disposé de manière mobile au niveau du coulisseau d'amenée
(6) est déplacé afin de bloquer en position les charges propulsives (8) dans leur
position mise en place.