[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühlsystem für Anlagen in der getränkeverarbeitenden
Industrie.
Stand der Technik
[0002] Bekannte Behälterbehandlungsanlagen bestehen zum Teil aus mehreren Behälterbehandlungsmaschinen.
Diese umfassen beispielsweise Füller oder Blasformmaschinen oder Verschließer, sind
jedoch nicht darauf beschränkt. Die Kühlung dieser Einzelmaschinen oder Prozesseinheiten
findet üblicherweise auch in gängigen Behälterbehandlungsanlagen, in denen diese Prozesseinheiten
zusammen angeordnet sind, über einzelne Kühlsysteme statt, die so ausgebildet sind,
dass sie die Kühlanforderungen der einzelnen Maschine, der sie zugeordnet sind, erfüllen.
So werden beispielsweise für Blasformmaschinen Wasserkühlungen mit sehr großer Leistung
verwendet, da die einzelnen Komponenten der Blasformmaschine, insbesondere die Blasformen,
schnell gekühlt werden müssen, jedoch eine hohe Wärmekapazität aufweisen und daher
also eine große Wärmemenge abgeführt werden muss. Demgegenüber werden andere Maschinen,
beispielsweise Etikettiermaschinen oder Füller, teilweise nur mit Luft gekühlt, da
sie grundsätzlich weniger Abwärme produzieren, die durch ein Kühlsystem abgeführt
werden muss.
[0003] So kann eine große Anzahl unterschiedlicher Kühlsysteme notwendig sein, um die Einzelmaschinen
der gesamten Anlage zu kühlen, was einen sehr hohen Wartungsaufwand bedeutet und prozesstechnisch
unübersichtlich sein kann.
Aufgabe
[0005] Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, ein
Kühlsystem für Anlagen für die getränkeverarbeitende Industrie bereitzustellen, das
eine effektive Kühlung ermöglicht und gleichzeitig ökonomisch ist.
Lösung
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Anlage für die getränkeverarbeitende
Industrie nach Anspruch 1 und das Verfahren zum Kühlen einer Anlage in der getränkeverarbeitenden
Industrie nach Anspruch 6 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen erfasst.
[0007] Die erfindungsgemäße Anlage für die getränkeverarbeitende Industrie umfasst mehrere
Einzelmaschinen, darunter wenigstens eine Blasformmaschine, eine Etikettiermaschine
und ein Füller und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage einen gemeinsamen Wasserkühlkreislauf
mit einem Kühler für zu kühlende Komponenten der Einzelmaschinen umfasst. Somit ist
nur noch ein einziges Kühlsystem mit einem Kühler für die gesamte Anlage notwendig,
selbst wenn diese mehrere Einzelmaschinen umfasst, was zu einer erheblichen Reduktion
in der Komplexität des gesamten Kühlsystems für die Anlage führt und gleichzeitig
ökonomischer als separate Kühlsysteme für die Einzelmaschinen ist. Aufgrund der Verwendung
eines Wasserkühlsystems können auch Einzelmaschinen mit hohem Kühlbedarf ausreichend
gekühlt werden.
[0008] Gemäß der Erfindung umfasst der Wasserkühlkreislauf wenigstens eine Zuleitung für
Wasser für jede Einzelmaschine. Durch zumindest teilweise separate Zuleitungen kann
das Kühlmedium, hier Wasser, gezielt den Einzelmaschinen zugeführt werden.
Es kann vorgesehen sein, dass in wenigstens einer Einzelmaschine ein Wärmetauscher
vorgesehen ist, der mit der Zuleitung verbunden ist. Das Vorsehen von Wärmetauschern
in den Einzelmaschinen ermöglicht das Vorsehen von kleineren, speziellen Kühlkreisläufen
innerhalb der Einzelmaschinen, deren Abwärme durch das gemeinsame Kühlsystem über
die Wärmetauscher abgeführt werden kann.
[0009] Gemäß der Erfindung ist die Anlage dadurch gekennzeichnet, dass eine Hauptleitung
vorgesehen ist, die Wasser von dem Kühler im Kühlkreislauf verteilt und mit den Zuleitungen
verbunden ist. Das Vorsehen einer Hauptleitung ermöglicht das Führen einer erheblichen
Wasser- oder Kühlmediumsmenge, die bedarfweise über die Zuleitungen den Einzelmaschinen
zugeführt werden kann.
[0010] Gemäß der Erfindung, ist in wenigstens einer Einzelmaschine ein Luft-Wasser-Wärmetauscher
vorgesehen, der mit dem Wasserkühlkreislauf verbunden ist und/oder es ist vorgesehen,
dass in wenigstens einer der Einzelmaschinen eine Coldplate vorgesehen ist, die mit
dem Wasserkühlkreislauf verbunden ist. Diese Ausführung der Kühlsysteme in den Einzelmaschinen
kann bestimmten Anforderungen dieser an die Kühlung Rechnung tragen.
Ferner kann vorgesehen sein, dass in dem Wasserkühlkreislauf Durchflussregler vorgesehen
sind, die die einer Einzelmaschine zugeführte Kühlleistung steuern können. Variiert
die notwendige Kühlleistung für eine bestimmte Einzelmaschine, beispielsweise abhängig
von der Auslastung, kann hier die Zufuhr von Wasser als Kühlmedium und somit die zugeführte
Kühlleistung reguliert werden und so energiesparender produziert werden.
[0011] Weiterhin kann die Anlage dadurch gekennzeichnet sein, dass die Einzelmaschinen als
hintereinandergeschaltete Prozesseinheiten ausgebildet sind, die nacheinander ablaufende
Prozesse ausführen können. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Kühlsystems können so
auch in komplexen, zusammengesetzten Anlagen Anwendung finden, in denen ein Behälter
von der Herstellung bis zur Fertigstellung und Befüllung transportiert werden kann.
Die Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zum Kühlen einer Anlage in der getränkeverarbeitenden
Industrie mit mehreren Einzelmaschinen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Einzelmaschinen
der Anlage durch einen gemeinsamen Wasserkühlkreislauf gekühlt werden. Dieses Verfahren
zur Kühlung der Einzelmaschinen der Anlage ist gerade aus prozesstechnischer Sicht
effektiver und weiterhin ökonomischer.
[0012] Gemäß der Erfindung, wird Wasser den Einzelmaschinen über Zuleitungen zugeführt.
Die separate Zuleitung des Wassers als Kühlmedium zu den Einzelmaschinen erlaubt gegebenenfalls
die selektive Steuerung des Kühlvorgangs von einigen Einzelmaschinen, ohne dabei die
Kühlung der übrigen Einzelmaschinen zu beeinflussen, was einen hohen Grad an Flexibilität
bedeutet.
Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass das Wasser Wärme mit einem Wärmetauscher in
der Einzelmaschine austauscht und die Einzelmaschine kühlt. Die Verwendung des Wärmetauschers
gestattet den Abtransport von Abwärme, die in der Einzelmaschine entsteht und beispielsweise
durch ein internes Kühlsystem abtransportiert wird, aus der Einzelmaschine hinaus.
[0013] Gemäß der Erfindung, ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser über
eine Hauptleitung in die Zuleitungen transportiert wird. Der Transport von Wasser
als Kühlmedium durch eine Hauptleitung gestattet eine hohe maximale Kühlleistung.
[0014] Gemäß der Erfindung, erfolgt die Kühlung der Einzelmaschine durch Wärmeaustausch
des Wassers mit Luft in einem Luft-Wasser-Wärmetauscher. Hiermit wird die in einer
oder mehreren Einzelmaschinen erzeugte Abwärme, die durch ein separates, internes
Luftkühlsystem abgeführt wird, durch den sich anschließenden Wasserkühlkreislauf aus
der Einzelmaschine oder den Einzelmaschinen entfernt.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die zugeführte Kühlleistung für jede Einzelmaschine
gesteuert wird. So wird ein ökonomisches und gezieltes Kühlen der Einzelmaschinen
und deren Komponenten ermöglicht.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0015]
- Fig. 1
- Schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anlage.
- Fig. 2
- Schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage.
- Fig. 3
- Schematische Darstellung einer Ausführungsform der Zuleitung.
Ausführliche Beschreibung
[0016] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anlage 100 für
die getränkeverarbeitende Industrie. Hierunter sind alle Anlagen, die zur Herstellung
von beispielsweise Behältern, wie Flaschen, verwendet werden, aber auch Anlagen, die
eine Etikettierung bzw. Weiterbehandlung der hergestellten Behälter ermöglichen bis
hin zu Anlagen, die eine Befüllung, Verschließung und Verpackung der Behälter bewerkstelligen,
zu verstehen. Erfindungsgemäß umfasst die Anlage 100 eine Reihe von Einzelmaschinen,
die zu einem Verbund 110 zusammengefasst sind. Diese Einzelmaschinen 111-114 umfassen
wenigstens eine Blasformmaschine, eine Etikettiermaschine und einen Füller. Es sind
auch andere Behälterbehandlungsmaschinen, wie beispielsweise Direktdruckmaschinen,
Sterilisationseinrichtungen oder Ähnliches denkbar. Ebenfalls denkbar sind Maschinen
der Pack- und Palettiertechnik. Die Einzelmaschinen 111-114 können untereinander durch
Transporteinrichtungen für Behälter verbunden sein. Hierzu zählen beispielsweise Förderer
oder Halterungen, die die Behälter im Neck-Handling-Verfahren transportieren.
[0017] Erfindungsgemäß umfasst die Anlage 100 weiterhin ein Kühlsystem 115. Dieses für die
Einzelmaschinen 111-114 gemeinsame Kühlsystem 115 umfasst einen Kühler 120, der über
einen Wasserkühlkreislauf mit den Einzelmaschinen 111-114 in dem Verbund 110 verbunden
ist. Diese Verbindung des Kühlers 120 mit den Einzelmaschinen 111-114 kann über zum
Teil separate Zuleitungen 121-124 realisiert sein. Diese Zuleitungen 121-124 transportieren
dabei Kühlwasser vom Kühler 120 zu den Einzelmaschinen 111-114 und können "verbrauchtes"
Kühlwasser, also Kühlwasser, das für die Kühlung der Einzelmaschinen 111-114 bzw.
von Komponenten dieser verwendet wurde, abtransportieren. Dabei muss dieser Abtransport
nicht zum Kühler zurück erfolgen. Das verbrauchte Kühlwasser kann auch entsorgt werden
oder anderen Einzelmaschinen zur Erwärmung zur Verfügung gestellt werden. Diese Einzelmaschinen
können, müssen jedoch nicht Teil des Verbunds 110 sein.
[0018] Obwohl die Zuleitungen 121-124 in Fig. 1 alle voneinander getrennt dargestellt sind,
kann auch vorgesehen sein, dass die Zuleitungen 121-124 zumindest teilweise zusammenfallen
und erst an bestimmten Stellen voneinander abzweigen, um Kühlwasser den Einzelmaschinen
111-114 zuzuführen. Ferner ist jede Zuleitung 121-124 in Fig. 1 als eine einzige Leitung
dargestellt, die gemäß den Pfeilrichtungen Kühlwasser zu den Einzelmaschinen hin und
von diesen weg transportieren kann. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der
Rücktransport auf einem anderen Weg als der Hintransport des Kühlwassers erfolgt.
So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Zufuhr von Kühlwasser zu den Einzelmaschinen
111-114 in voneinander getrennten Zuleitungen 121-124, wie dargestellt, erfolgt, wohingegen
die Rückführung des verbrauchten Kühlwassers zum Kühler 120 über eine gemeinsame Rückführleitung
erfolgt.
[0019] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anlage 100. In dieser
ist vorgesehen, dass eine Hauptleitung 250 vom Kühler ausgeht, in der Kühlwasser vom
Kühler wegtransportiert und verbrauchtes Kühlwasser zum Kühler zurücktransportiert
werden kann. Wie bereits in Fig. 1 beschrieben, kann auch hier vorgesehen sein, dass
die Rückführung des Kühlwassers auf einem anderen Weg, also nicht durch die dargestellte
Hauptleitung 250, erfolgt. Von der Hauptleitung 250 zweigen an mehreren Stellen die
bereits beschriebenen Zuleitungen 121-124 ab. Diese führen das Kühlwasser den Einzelmaschinen
111-114 zu und können es gegebenenfalls auch von diesen abtransportieren.
[0020] Es kann vorgesehen sein, dass die Einzelmaschinen 111-114 des Verbunds 110 über interne
Kühlsysteme 231-234 verfügen. Diese internen Kühlsysteme können sehr unterschiedlich
ausgebildet sein. Beispielsweise kann im Rahmen einer Blasformmaschine vorgesehen
sein, dass eine Vielzahl von Kühlkreisläufen bereitgestellt wird, die die in den Blasformen
anfallende Abwärme aus diesen abtransportieren. So würde eine entsprechende Blasformmaschine
111 ein Kühlsystem 231 umfassen, in dem ein eigener Kühlkreislauf mit sehr vielen
Verzweigungen entsprechend der Anzahl der Blasformen bereitgestellt wird. Die von
dem Kühlsystem aufgenommene Wärme kann dann beispielsweise über einen Wärmetauscher
in dem Kühlsystem 231 an das Kühlwasser, das durch die Zuleitung 121 befördert wird,
abgegeben werden, wodurch es aus der Einzelmaschine 111 abtransportiert wird.
[0021] Andere Einzelmaschinen, wie beispielsweise Etikettiermaschinen, können jedoch auch
eine andere Form der Kühlung verwenden. So kann vorgesehen sein, dass eine Etikettiermaschine
113 über ein eigenständiges bzw. internes Luftkühlsystem 233 verfügt. Auch in diesem
kann ein Luft-Wasser-Wärmetauscher vorgesehen sein, der die von dem Luftkühlkreislauf
in der Etikettiermaschine 113 aufgenommene Abwärme der Komponenten auf das Kühlwasser,
das in der Zuleitung 123 transportiert wird, überträgt, wodurch beim Abtransport des
Kühlwassers durch die Zuleitung 123 die Abwärme der Etikettiermaschine aus dieser
Etikettiermaschine abgeführt wird.
[0022] Hier sind auch viele weitere Ausführungsformen denkbar, wie beispielsweise mit Hilfe
von Coldplates oder anderer Kühlsysteme. Erfindungsgemäß sind sämtliche internen Kühlsysteme
für die Einzelmaschinen 111-114 denkbar, sofern eine Übertragung der von diesen aufgenommenen
Abwärme an das Kühlwasser aus den Zuleitungen 121-124 beispielsweise über geeignete
Wärmetauscher erfolgen kann. Die Verwendung von Wärmetauschern kann, muss jedoch nicht
entfallen, wenn das interne Kühlsystem ebenfalls ein Wasserkühlsystem ist. In diesem
Fall kann der Kühlkreislauf in der Einzelmaschine entweder über einen Wärmetauscher
die aufgenommene Abwärme der Komponenten an das Kühlwasser aus dem Wasserkühlkreislauf
115 abgegeben oder das Wasser aus dem Wasserkühlkreislauf 115 kann direkt zur Kühlung
der Komponenten der einzelnen Maschinen verwendet werden, indem es in dem internen
Kühlkreislauf verwendet wird.
[0023] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Zuleitung von Kühlwasser aus dem Kühler 120
zu einer Einzelmaschine 111, die ein separates bzw. internes Kühlsystem 231 umfassen
kann. Die Zuleitung kann, wie mit Bezug auf Fig. 2 beschrieben, über eine Hauptleitung
250 und eine davon abzweigende Zuleitung 121 erfolgen. Diese Ausführungsform ist jedoch
nicht zwingend, es kann auch eine Zuleitung vom Kühler 120 direkt zur Einzelmaschine
111 vorgesehen sein, wie sie in Bezug auf Fig. 1 beschrieben wurde. Gemäß der Ausführungsform
in Fig. 3 ist ein Durchflussregler 361 vorgesehen, der den Durchfluss von Kühlwasser
durch die Zuleitung 121 steuern kann. Dieser umfasst oder ist angeschlossen an eine
Steuerung, die Daten auswerten, Programme ausführen und den Durchflussregler 361 steuern
kann. Dieser Durchflussregler 361 kann entweder direkt im Kühler 120 integriert sein
oder in einem Bereich der Zuleitung, bei Vorhandensein einer Hauptleitung 250, vorzugsweise
an der Abzweigung der Zuleitung 121 direkt. Der Durchflussregler 361 kann die für
die Einzelmaschine 111 bereitgestellte Menge an Kühlwasser aus dem Kühlsystem steuern.
Diese Steuerung kann sich nach mehreren Parametern richten und ist grundsätzlich sehr
flexibel und vorzugsweise programmierbar. So kann in einer Ausführungsform vorgesehen
sein, dass eine permanente Messung der von den einzelnen Komponenten der Einzelmaschine
111 abgegebenen Wärme vorgenommen wird und der damit benötigte Bedarf an Kühlleistung
und somit Kühlwasser, berechnet wird. Entsprechend dem Ergebnis kann der Durchflussregler
361 dann die dafür benötigte Menge Kühlwasser bereitstellen, wobei vorzugsweise Verluste
durch die Erwärmung des Kühlwassers in der Zuleitung 121 und gegebenenfalls der Hauptleitung
250 berücksichtigt werden können. So kann mit hoher Genauigkeit die zu verwendende
Menge an Kühlwasser bestimmt werden und so energiesparend mit der Kühlung verfahren
werden. Alternativ kann der Durchflussregler bzw. die Steuerung auch Informationen
über das interne Kühlsystem allgemein auswerten, also beispielsweise nur die von diesem
aktuell insgesamt erbrachte Kühlleistung bzw. die von diesem aufgenommene Wärmemenge
oder dessen Kühlmediumsverbrauch erfassen und daraus die benötigte Menge Kühlwasser
bestimmen, die durch die Zuleitung der Einzelmaschine zugeführt werden muss. Um diese
Aufgaben zu erfüllen, ist vorgesehen, dass die Steuerung bzw. der Durchflussregler
361 Sensordaten aus den internen Kühlsystemen erhalten kann oder dass entsprechende
Sensoren in den Einzelmaschinen angeordnet sind, die Prozessdaten, wie beispielsweise
aktuelle Temperatur oder aktueller Kühlmittelverbrauch erfassen und an die Steuerung
des Durchflussreglers 361 übermitteln. Alternativ können auch die Steuerung des Durchflussreglers
361 und die einzelnen Steuerungen der separaten Kühlsysteme der Einzelmaschinen so
verbunden sein, dass ein Datenaustausch, vorzugsweise bidirektional aber in jedem
Fall von den einzelnen Steuerungen zur Steuerung des Durchflussreglers möglich ist.
Über diese Verbindung können dann entweder Rohdaten oder auch bereits aufbereitete
Daten hinsichtlich der Funktion der betreffenden Einzelmaschine an den Durchflussregler
bzw. dessen Steuerung gesendet werden, woraufhin diese die benötigte Menge an Kühlwasser
bestimmt.
[0024] Alternativ oder zusätzlich dazu kann eine Steuerung der zur Verfügung gestellten
Menge an Kühlwasser durch den Durchflussregler 361 auch zeitabhängig erfolgen, wenn
beispielsweise bekannt ist, dass bestimmte Maschinen nicht im Dauerbetrieb sind sondern
nur zu bestimmten Zeiten eingeschaltet sind, während deren sie Kühlung benötigen.
Zu den Zeiten, in denen die Maschine nicht in Betrieb ist, kann der Durchflussregler
361 die Zuleitung 121 vollständig schließen, wodurch hier kein Kühlwasser verschwendet
wird. Hier können auch bestimmte "Aufwärmphasen", in denen die Einzelmaschine 111
auf ihre Betriebstemperatur gebracht wird und gegebenenfalls bereits Kühlung benötigt,
berücksichtigt werden. Auch "Abklingphasen", in denen die Maschine selbst zwar keine
Behälter mehr verarbeitet, in denen sie jedoch noch Kühlung benötigt (hier insbesondere
Blasformmaschinen), können mit berücksichtigt werden.
1. Anlage (100) für die getränkeverarbeitende Industrie, umfassend mehrere Einzelmaschinen
(111-114), darunter wenigstens eine Blasformmaschine, eine Etikettiermaschine und
ein Füller, wobei die Anlage (100) einen gemeinsamen Wasserkühlkreislauf (115) mit
einem Kühler (120) für zu kühlende Komponenten der Einzelmaschinen (111-114) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einer Einzelmaschine (111-114) ein Luft-Wasser-Wärmetauscher vorgesehen
ist, der mit dem Wasserkühlkreislauf (115) verbunden ist, wobei der Wasserkühlkreislauf
(115) wenigstens eine Zuleitung (121-124) für Wasser für jede Einzelmaschine (111-114)
umfasst und eine Hauptleitung (250) vorgesehen ist, die Wasser von dem Kühler (120)
im Wasserkühlkreislauf (115) verteilt und mit den Zuleitungen (121-124) verbunden
ist, wobei die Zuleitungen (121-124) von der Hauptleitung an mehreren Stellen abzweigen.
2. Anlage (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einer Einzelmaschine (111-114) ein Wärmetauscher vorgesehen ist, der
mit der Zuleitung verbunden ist.
3. Anlage (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einer der Einzelmaschinen (111-114) eine Coldplate vorgesehen ist,
die mit dem Wasserkühlkreislauf (115) verbunden ist.
4. Anlage (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Wasserkühlkreislauf (115) Durchflussregler (361) vorgesehen sind, die die
einer Einzelmaschine (111-114) zugeführte Kühlleistung steuern können.
5. Anlage (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelmaschinen (111-114) als hintereinandergeschaltete Prozesseinheiten ausgebildet
sind, die nacheinander ablaufende Prozesse ausführen können.
6. Verfahren zum Kühlen einer Anlage (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit mehreren
Einzelmaschinen (111-114), wobei die Einzelmaschinen (111-114) der Anlage (100) durch
einen gemeinsamen Wasserkühlkreislauf (115) gekühlt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlung wenigstens einer Einzelmaschine (111-114) durch Wärmeaustausch des Wassers
mit Luft in einem Luft-Wasser-Wärmetauscher erfolgt, wobei das Wasser den Einzelmaschinen
(111-114) über Zuleitungen (121-124) zugeführt wird und das Wasser über eine Hauptleitung
(250) von einem Kühler (120) des Wasserkühlkreislaufs (116) in die Zuleitungen (121-124)
transportiert wird, wobei die Zuleitungen (121-124) von der Hauptleitung an mehreren
Stellen abzweigen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser Wärme mit einem Wärmetauscher in der Einzelmaschine (111-114) austauscht
und die Einzelmaschine (111-114) kühlt.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zugeführte Kühlleistung für jede Einzelmaschine (111-114) gesteuert wird.
1. Assembly (100) for the beverage processing industry comprising several individual
machines (111-114), including at least a blow molding machine, a labeling machine
and a filler, wherein the assembly (100) comprises a common water cooling circuit
(115) with a radiator (120) for components of said individual machines (111-114) to
be cooled, characterized in that an air-water heat exchanger is provided in at least one individual machine (111-114)
and connected to said water cooling circuit (115), wherein the water cooling circuit
(115) comprises at least one supply line (121-124) for water for each individual machine
(111-114) and a main line (250) is provided that distributes water from said radiator
(120) in said water cooling circuit (115) and is connected to said supply lines (121-124),
wherein the supply lines (121-124) branch off from the main line (250) at several
points.
2. Assembly (100) according to claim 1, characterized in that a heat exchanger is provided in at least one individual machine (111-114) and connected
to said supply line.
3. Assembly (100) according to claim 1 or 2, characterized in that a cold plate being connected to said water cooling circuit (115) is provided in at
least one of said individual machines (111-114).
4. Assembly (100) according to claims 1 to 3, characterized in that flow controllers (361) that can control the cooling capacity supplied to a individual
machine (111-114) are provided in said water cooling circuit (115).
5. Assembly (100) according to claims 1 to 4, characterized in that said individual machines (111-114) are configured as processing units connected in
series which can perform sequential processes.
6. Method for cooling an assembly (100) according to any of claims 1 to 5, with several
individual machines (111-114), wherein the individual machines (111-114) of said assembly
(100) are cooled by a common water cooling circuit (115), characterized in that the cooling of at least one individual machine (111-114) is provided by heat exchange
of the water with air in an air-water heat exchanger, wherein the water is provided
to the individual machines (111-114) via supply lines (121-124) and the water is transported
from a radiator (120) of the water cooling circuit to the supply lines (121-124) through
a main line (250), wherein the supply lines (121-124) branch off from the main line
(250) at several points.
7. Method according to claim 6, characterized in that said water exchanges heat with a heat exchanger in said individual machine (111-114)
and cools said individual machine (111-114).
8. Method according to claim 6 or 7, characterized in that said supplied cooling capacity is controlled for each individual machine (111-114).
1. Installation (100) pour l'industrie de traitement des boissons, comprenant plusieurs
machines individuelles (111-114), parmi lesquelles au moins une machine de formage
par soufflage, une machine d'étiquetage et un remplisseur, l'installation (100) comportant
un circuit de refroidissement par eau (115) commun, avec un refroidisseur (120) pour
des composants à refroidir des machines individuelles (111-114),
caractérisée en ce que dans au moins une machine individuelle (111-114), il est prévu un échangeur de chaleur
air-eau, qui est relié au circuit de refroidissement par eau (115), le circuit de
refroidissement par eau (115) comprenant au moins une conduite d'alimentation (121-124)
pour de l'eau pour chaque machine individuelle (111-114), et en ce qu'il est prévu une conduite principale (250), qui distribue de l'eau du refroidisseur
(120) dans le circuit de refroidissement par eau (115) et qui est reliée aux conduites
d'alimentation (121-124), les conduites d'alimentation (121-124) étant dérivées de
la conduite principale en plusieurs points.
2. Installation (100) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que dans au moins une machine individuelle (111-114) il est prévu un échangeur de chaleur,
qui est relié à la conduite d'alimentation.
3. Installation (100) selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que dans au moins une des machines individuelles (111-114), il est prévu une plaque froide,
qui est reliée au circuit de refroidissement par eau (115).
4. Installation (100) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que dans le circuit de refroidissement par eau (115) sont prévus des régulateurs de débit
(361), qui sont en mesure de commander la puissance de refroidissement amenée à une
machine individuelle (111-114).
5. Installation (100) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les machines individuelles (111-114) sont réalisées en tant qu'unités de processus
montées les unes à la suite des autres, et qui sont en mesure d'exécuter des processus
se déroulant successivement.
6. Procédé pour refroidir une installation (100) selon une des revendications 1 à 5 et
comprenant plusieurs machines individuelles (111-114), les machines individuelles
(111-114) de l'installation (100) étant refroidies par un circuit de refroidissement
par eau (115) commun, caractérisé en ce que le refroidissement d'au moins une machine individuelle (111-114) est effectué par
échange de chaleur de l'eau avec de l'air dans un échangeur de chaleur air-eau, l'eau
des machines individuelles (111-114) étant amenée par l'intermédiaire de conduites
d'alimentation (121-124), et en ce que l'eau est transportée par l'intermédiaire d'une conduite principale (250), d'un refroidisseur
(120) du circuit de refroidissement par eau (115) aux conduites d'alimentation (121-124),
les conduites d'alimentation (121-124) étant dérivées de la conduite principale en
plusieurs points.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'eau échange de la chaleur avec un échangeur de chaleur dans la machine individuelle
(111-114), et refroidit la machine individuelle (111-114).
8. Procédé selon la revendication 6 ou la revendication 7, caractérisé en ce que la puissance de refroidissement fournie est commandée pour chaque machine individuelle
(111-114).