[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Hand-Aufweitgerät nach den Merkmalen des Oberbegriffes
des Anspruches 1.
[0002] Derartige Hand-Aufweitgeräte, ggf. mit einer hydraulischen Kolben-/Zylinderanordnung,
sind bereits in vielfacher Hinsicht bekannt geworden. Zum Stand der Technik, auch
im Hinblick auf hydraulische bzw. mechanische derartige Geräte allgemein, ist etwa
auf die
WO 99/19947 A bzw. die
US 6 532 790 B2,
US 6 401515 B2,
US 6 276186 B1 oder
US 6 230 542 B1, die
WO 02/062504 A1 bzw. die
US 7 065 995 B2, die
WO 03/084719 A2 bzw. die
US 7 254 982 B2,
US 412 868 B2 oder
US 7 421877 B2 und die
EP 2 011605 A2 bzw. die
US 2009/0008118 A1 zu verweisen. Hierbei betrifft die genannte
WO 02/062504 A1 bzw. die
US 7 065 995 B2 ein Aufweitgerät, jedoch der Art, dass ein elastisches Gummi-Aufweitelement zum Aufweiten
komprimiert wird.
[0003] Aus der
DE 102 47 549 B3 ist zudem ein elektromotorisch betätigtes und hydraulisch beaufschlagtes Aufweitgerät
bekannt, bei welchem durch einen Spreizdorn beaufschlagbare Spreizsegmente vorgesehen
sind.
[0004] Aus der
WO 2009/000966 A1 ist auch ein Aufweitgerät bekannt, bei welchem durch einen Spreizdorn beaufschlagbare
Spreizsegmente vorgesehen sind.
[0005] Aus der
EP 1170093 A2 ist ein Schraubgerät bekannt, bei welchem eine Eindrehspindel in einem Arbeitskopf
geführt ist. Die Eindrehspindel ist spitzenseitig mit einem Schrauberbit versehen.
[0006] Aus der nicht vorveröffentlichten
WO 2012/149919 A1 ist eine Vorrichtung zum Aufweiten von Zylinderrohrstücken bekannt, die Teil eines
Expandierautomaten mit einem kontinuierlich rotierenden Drehturm und einer Vielzahl
von Expandierwerkzeugen ist. Ein Hand-Aufweitgerät zum Aufweiten von Rohrenden mit
einem Griffteil oder ein Verfahren zum Betreiben eines Handarbeitgerätes ist hierdurch
nicht bekannt.
[0007] Ausgehend von dem dargestellten Stand der Technik beschäftigt sich die Erfindung
mit der Aufgabe, ein Hand-Aufweitgerät anzugeben, das vorteilhaft ausgebildet ist.
[0008] Diese Aufgabe ist beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst.
[0009] Die Segmente sind ggf. über ein Getriebe bewegbar. Die Segmente können somit nicht
nur durch eine solche Kraftbeaufschlagung gespreizt werden, sondern zudem auch in
Umfangsrichtung bewegt werden. Da sich im Hinblick auf Segmente immer auch Zwischenräume
ergeben, oder Übergänge zwischen einzelnen Segmenten, bei welchen Übergängen die Aufweitung
an einer entsprechenden Innenfläche des Rohres bzw. Rohrendes Ungleichförmigkeiten
hervorruft, kann durch ein solches Versetzen der Segmente in Kreisrichtung eine weitere
Stellung erreicht werden, mit welcher solche Ungleichförmigkeiten ausgeglichen werden
können.
[0010] Bei dem Hand-Aufweitgerät erfolgt die Verdrehung des Aufweitkopfes relativ zu dem
Griffteil, an dem der Benutzer das Hand-Aufweitgerät hält. Er kann also zugleich auch
das erforderliche Gegenmoment gegen die Drehung so aufbringen. Dies ist bei einem
Aufweitgerät von Bedeutung, da die Verdrehung hier bevorzugt erfolgt, wenn noch ein
gewisser Aufweitdruck auf eine bspw. innere Fläche eines Rohrendes durch das Arbeitsteil,
ggf. Spreizdorne, ausgeübt wird.
[0011] Soweit nachstehend ein Arbeitsteil angesprochen ist, ist damit der Spreizdorn angesprochen.
[0012] Bevorzugt ist, dass die Drehung ausgelöst durch ein Unterschreiten eines bestimmten
Öldrucks erfolgt, wenn das Handarbeitsgerät bzw. das Aufweitgerät mittels des Elektromotors
hydraulisch beaufschlagt betätigt ist.
[0013] Eine mögliche Ausgestaltung hierzu ist weiter unten erläutert.
[0014] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung betrifft die Ausbildung der Aufweitsegmente
in Bezug auf die Drehung. Ein Segment weist eine größte Erstreckung in Umfangsrichtung
um einen ersten Umfangs-Winkelbetrag auf. Die Drehung in Umfangsrichtung erfolgt um
einen zweiten Winkelbetrag, wobei vorgesehen ist, dass der erste und der zweite Winkelbetrag
unterschiedlich sind. Hierdurch kann günstig erreicht werden, dass eine solche Verdrehung,
beispielsweise in Bezug auf einen weiteren Aufweitvorgang, derart erfolgt, dass an
einem Bereich der Innenfläche des aufzuweitenden Rohres, der zuvor dem Übergang zwischen
zwei Segmenten entsprochen hat, nach der Verdrehung außerhalb des Übergangs zwischen
zwei Segmenten beaufschlagt wird.
[0015] Insbesondere ist bevorzugt, dass der zweite Winkelbetrag kleiner ist als der erste
Winkelbetrag, wobei sich insbesondere bevorzugt anbietet, den zweiten Winkelbetrag
etwa der Hälfte des ersten Winkelbetrages entsprechend vorzusehen.
[0016] Eine weitere mögliche Ausgestaltung ist dadurch gegeben, dass der Arbeitskopf bzw.
der Aufweitkopf ohne Drehwinkelbegrenzung drehbar ist. Zwar ist bevorzugt, dass eine
Drehung immer nur um einen Winkelbetrag erfolgt, der deutlich kleiner ist, als es
einer vollen Umdrehung, also 360 Grad, entspricht. Beispielsweise eine Drehung um
15 oder 30 Grad. Jedoch ist weiter bevorzugt vorgesehen, dass jede weitere Drehung
im selben Drehsinn erfolgt, ohne dass eine Drehwinkelbegrenzung gegeben wäre, der
Arbeits- oder Aufweitkopf also zunächst wieder zurückgedreht werden müsste, um eine
weitere Drehung in derselben Richtung dann zu ermöglichen.
[0017] Es ist entsprechend bevorzugt, dass eine Drehung bzw. eine Abfolge von Drehungen
immer in derselben Drehrichtung erfolgt bzw. vorgenommen wird.
[0018] Hinsichtlich des Arbeitsablaufes ist insbesondere auch bevorzugt, dass eine Auslösung
des Dreh-Bewegungsvorgangs des Arbeitskopfes bzw. Aufweitkopfes erfolgt, ohne dass
ein weiterer Benutzereingriff erforderlich ist. Somit kann insbesondere erreicht sein,
dass eine Auslösung eines Arbeitsvorganges, also beispielsweise eines Verpress- oder
Aufweitvorganges, zugleich auch zu einer Drehung des Arbeitskopfes führt. Insbesondere
ist weiter auch bevorzugt, dass die Drehung in einer vorgegebenen zeitlichen Abfolge
bezüglich einer Auslösung eines Rückfahrens des Arbeitsteils bzw. Stellteils erfolgt.
Die Drehung kann zunächst zeitgleich mit einer Auslösung eines Arbeitsvorganges beginnen,
also etwa parallel zu dem Beginn einer Bewegung des ersten Hydraulikkolbens erfolgen.
Die Drehung kann auch zeitgleich beginnend zu dem Beginn einer Rückbewegung des ersten
Hydraulikkolbens erfolgen oder allgemeiner nach dem Abschluss des Arbeitsvorgangs
erfolgen. Bevorzugt ist jedoch, dass die Drehung nicht unmittelbar mit Auslösung des
Rückfahrens des Stellteils erfolgt, sondern mit einer bestimmten zeitlichen Verzögerung.
Im Einzelnen kann diese zeitliche Verzögerung auch dadurch vorgegeben sein, dass auf
den auf das zurückfahrende Stellteil wirkenden Hydraulikdruck abgestellt wird, wenn
es sich um eine hydraulische Kolben-/Zylinderanordnung handelt. Da bei einem Rückfahren
die Unterschreitung eines bestimmten Druckniveaus zeitlich annähernd reproduzierbar
zum gleichen Zeitpunkt, beginnend mit dem Auslösen des Rückfahrens, erfolgt, ist insofern
auch eine zeitliche Abfolge erreicht.
[0019] Die Bewegung des Stellteils und die Drehung des Arbeitskopfes erfolgt durch ein von
dem Motor unter Druck gesetztes Hydraulikmittel. Hierzu sind dann in geeigneter Weise
zwei hydraulische Kolben-/Zylinderanordnungen vorgesehen.
[0020] Insbesondere ist auch bevorzugt, dass der Arbeitskopf bzw. Aufweitkopf ohne die Einwirkung
eines unter Druck stehenden Hydraulikmittels nicht bewegbar ist. Außerhalb einer Betätigung
zur Auslösung eines Arbeitsvorganges mit dem Hand-Arbeitsgerät, und weiter bevorzugt
außerhalb des bestimmten Zeitfensters im Zuge des Rückfahrens des Stellteils, in welchem
die Drehung des Arbeitskopfes erfolgt, ist somit entsprechend bevorzugt eine starre
Kopplung zwischen dem Arbeitskopf und den verbleibenden Geräteteilen gegeben.
[0021] Die Bewegung des Stellteils und die Drehung des Arbeitskopfes erfolgt durch Bewegen
eines Hydraulikkolbens in einem Hydraulikzylinder, wobei der Hydraulikkolben durch
eine Rückstellfeder in eine Ausgangsstellung vorgespannt ist. Es sind ein erster Hydraulikkolben
zur Bewegung des Stellteils und ein zweiter Hydraulikkolben vorgesehen, welcher zweite
Hydraulikkolben die Drehung erbringt. Weiter ist bevorzugt, dass der die Drehung erbringende
zweite Hydraulikkolben in seine Ausgangsstellung mit einer größeren Vorspannkraft
belastet ist als der auf das Stellteil wirkende erste Hydraulikkolben. Dies zumindest
betreffend einen ersten Bewegungsabschnitt des ersten Hydraulikkolbens. Die genannte
Belastung ergibt sich bei einem gegebenen Hydraulikdruck durch die wirksame Fläche
des Hydraulikkolbens einerseits und die Kraft der wirkenden Rückstellfeder andererseits.
So wird eine Bewegung in eine Dreh-Ausgangsstellung des die Drehung erbringenden zweiten
Hydraulikkolbens zeitlich nachfolgend erst zu einer Bewegung bzw. Anfangsbewegung
des ersten Hydraulikkolbens erfolgen.
[0022] In gleicher Weise bewegt sich aber auch der Hydraulikkolben zurück in seine Ausgangsstellung,
bevor der das Stellteil beaufschlagende Hydraulikkolben seine Ausgangsstellung wieder
erreicht hat, so dass die wie beschrieben bevorzugt aus der Rückbewegung des Hydraulikkolbens,
der das Stellteil beaufschlagt, abgeleitete Drehbewegung des Arbeitskopfes abgeschlossen
ist, bevor der das Stellteil beaufschlagende Hydraulikkolben seine Ausgangsstellung
wieder erreicht hat.
[0023] Weiter bevorzugt ist, dass eine Drehbewegung des Arbeitskopfes erst erfolgt, wenn
das Stellteil zurückgezogen ist bzw. jedenfalls im Wesentlichen zurückgezogen ist.
In Bezug auf das Aufweitgerät ist hierbei insbesondere bevorzugt, dass der Aufspreizdorn
bei Beginn der Drehbewegung so weit zurückgefahren ist, dass die Segmente ohne dass
die Aufbringung einer größeren Gegenkraft durch den Benutzer des Aufweitgerätes erforderlich
ist, innerhalb des aufzuweitenden Rohrendes günstig in Umfangsrichtung gedreht werden
können.
[0024] Bevorzugt ist auch in diesem Zusammenhang, dass der erste Hydraulikkolben eine Rückstellfeder
aufweist, die in Abhängigkeit von dem Rückstellweg eine unterschiedliche Federcharakteristik
aufweist. Nämlich auf einem ersten Teil des Rückstellweges eine sehr hohe Federkraft
bewirkt und auf einem weiteren Teil des Rückstellweges eine geringere Federkraft bewirkt.
Im Zeitraum, in welchem diese hohe Rückstellkraft der Rückstellfeder wirkt, ist der
Druck in dem beaufschlagenden Hydraulikmittel so hoch, dass der zweite Hydraulikkolben
keine Rückstellbewegung vollzieht. Vielmehr erst dann, wenn die geringere Federkraft
der Rückstellfeder des ersten Hydraulikkolbens wirkt.
[0025] Nachstehend ist die Erfindung des Weiteren anhand der beifügten Zeichnung, die jedoch
lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines motorisch betätigbaren Aufweitgerätes;
- Fig. 2
- eine Ansicht von oben des Gerätes gemäß Figur 1;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch das Gerät gemäß Figur 1 bzw. Figur 2, geschnitten in der Ebene
III - III der Darstellung gemäß Figur 2;
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht des Gerätes gemäß Figur 1 bzw. Figur 2, geschnitten in der
Ebene IV - IV von Figur 2;
- Fig. 5
- eine Explosionsdarstellung der wesentlichen Teile des Aufweitgerätes;
- Fig. 6
- eine Darstellung, teilweise geschnitten, des Aufweitgerätes, bei welchem sich der
Spreizdorn in der Spreizstellung befindet und ein Rohr mit aufgeweitetem Endbereich
angedeutet ist;
- Fig. 7
- eine Darstellung gemäß Figur 1 des Gerätes in der Arbeitsstellung gemäß Figur 6;
- Fig. 8
- eine Darstellung gemäß Figur 4 des Gerätes in der Arbeitsstellung gemäß Figur 6;
- Fig. 9
- eine weitere Darstellung gemäß Figur 3, betreffend eine weitere Ausführungsform, in
der unbetätigten Stellung;
- Fig. 10
- eine Darstellung gemäß Figur 9 in der betätigten Stellung;
- Fig. 11
- die Ausbildung eines hydraulischen Handarbeitsgerätes mit einem Aufweit-Arbeitskopf;
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf den Gegenstand gemäß Fig. 11;
- Fig. 13
- einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß Fig. 11 bzw. Fig. 12;
- Fig. 14
- eine schematische Ansicht eines Stand-Hydraulikgerätes mit über einen Schlauch angeschlossenen
Aufweitkopf; und
- Fig. 15
- einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß Figur 14 im Bereich des Aufweitkopfes
und Schlauchanschluss.
[0026] Dargestellt und beschrieben ist in Figur 1, ein als Hand-Aufweitgerät 1 ausgebildetes
Handarbeitsgerät, das einen im Einzelnen nicht dargestellten Elektromotor aufweist.
Das Hand-Aufweitgerät 1 weist weiter einen als Aufweitkopf 2 ausgebildeten Arbeitskopf
auf, der zum Aufweiten von Rohrenden dient (siehe auch Vergleich Figuren 3 und 6).
Der Arbeitskopf 2 weist weiter ein als Spreizdorn 3, siehe etwa Figuren 2 und 3, ausgebildetes
Stellteil auf.
[0027] Der Aufweitkopf 2, beim Ausführungsbeispiel zusammen mit dem Spreizdorn 3, ist motorisch,
d. h. letztlich ausgelöst durch die Tätigkeit des Elektromotors drehbar. Und zwar
um eine auch der Verfahrrichtung des Spreizdornes 3 entsprechende erste Längsachse
y, siehe Pfeil P.
[0028] Der Aufweitkopf 2 weist in weiterer Einzelheit Segmente 4 auf, die zum Aufweiten
eines Rohrendes nach radial außen durch den Spreizdorn 3 bewegbar sind. Diese Segmente
4 sind kreisförmig nebeneinander angeordnet. In Umfangsrichtung eines solchen Kreises
K, siehe auch Figur 7, sind die Segmente 4, beim Ausführungsbeispiel auch zusammen
mit dem Spreizdorn 3, so dass sich jedenfalls zufolge der Drehung keine Relativbewegung
zwischen dem Spreizdorn 3 und den Segmenten 4 ergibt, in der beschriebenen Weise drehbar.
[0029] Die Aufweitsegmente 4 bzw. gegebenenfalls, wenn soweit vorgefahren, eine Spitze des
Spreizdornes 3, bilden ein erstes freies Ende E
1 des Aufweitgerätes bzw. speziell des Aufweitkopfes 2 des Aufweitgerätes. Ein weiteres
freies Ende E
2 ist durch das hier als Standfuß ausgebildete Akkumulatorteil 5 des Gerätes gegeben.
Zwischen dem ersten freien Ende E
1 und dem zweiten freien Ende E
2 ist ein Griffbereich 6 des Hand-Aufweitgerätes 1 ausgebildet, der sich entsprechend
abgewandt zu dem ersten freien Ende E
1 des Aufweitkopfes 2 zwischen dem Aufweitkopf 2 und dem zweiten freien Ende E
2 des Aufweitgerätes erstreckt. Im Hinblick auf eine Breitenrichtung einer diesen Griffbereich
6 umfassenden Hand eines Benutzers ergibt sich eine Erstreckungsrichtung des Griffbereichs,
die einer zweiten Längsachse x des Gerätes entspricht. Bezogen auf eine Ebene, in
der beide Längsachsen x, y verlaufen oder sich mit ihrer größten, den Handhabungsbereich
6 bzw. den Arbeitskopf 2 durchsetzenden Länge abbilden, dies für den Fall, dass die
Längsachsen x, y nicht schneidend zueinander verlaufen, ist bevorzugt, dass fluchtend
oder koaxial mit der zweiten Längsachse x der Antriebsmotor, der beim Ausführungsbeispiel
innerhalb des Griffbereiches 6 angeordnet ist, vorgesehen ist, und/oder weiter eine
Steckaufnahme für das Akkumulatorteil 5 und das Akkumulatorteil 5 wenn es eingesteckt
ist selbst, so wie ein hier auch nicht in weiterer Einzelheit dargestelltes Getriebe,
das zur Umwandlung einer von dem Elektromotor erzeugten Drehbewegung in eine hin-
und hergehende Bewegung einer das Hydraulikmittel beaufschlagenden Pumpe erforderlich
ist.
[0030] Die Längsachsen x, y können auch in einer von einem rechten Winkel abweichenden Erstreckung
vorgesehen sein, insbesondere in einem stumpfen Winkel.
[0031] Wie weiter der Figur 1 aber auch den Figuren 5, 7 zu entnehmen ist, sind die Aufweitsegmente
4 im Querschnitt kreissegmentartig gebildet und weisen eine in ein Rohrende einsteckbare
Länge 1 auf, die bevorzugt dem Gesamtdurchmesser der zusammengefassten Segmente im
nicht betätigten Zustand entspricht oder größer ist, etwa bis hin zum zwei- oder dreifachen
des Durchmessers.
[0032] Rückseitig zu dem Vorstandsbereich der Segmente 4 ist eine sich senkrecht und kreisringförmig
die Segmente 4 umgebende Anschlagswand 7 ausgebildet. Sie dient zur Begrenzung der
Einführung der Segmente 4 in ein aufzuweitendes Rohrende.
[0033] Innerhalb des auch die Anschlagwand 7 ausbildenden Kopfteils 8, wie auch etwa aus
Figur 3 ersichtlich, sind die Segmente radial verschieblich gefasst. Es kann eine
hier nicht im Einzelnen dargestellte Federvorspannung in die aus Figur 3 ersichtliche
Ausgangsstellung der Segmente 4 vorgesehen sein.
[0034] Der Spreizdorn 3 ist durch einen ersten Hydraulikkolben 9 beaufschlagt, der in einem
ersten Hydraulikzylinder 10 angeordnet ist. Sowohl der Spreizdorn 3 wie der Hydraulikkolben
9 bewegen sich entlang der ersten Längsachse y. Beim Ausführungsbeispiel und bevorzugt,
wobei dies auch insbesondere für das Arbeitsgerät allgemein und/oder die hydraulische
Kolben-/Zylinderanordnung als solche Bedeutung hat, ist der erste Hydraulikzylinder
10 zusammen mit dem darin beweglich angeordneten Hydraulikkolben 9 und dem Arbeitsteil,
hier dem Spreizdorn 3 bzw. insgesamt dem Arbeitskopf 2, drehbar angeordnet.
[0035] Hierzu ist bevorzugt der erste Hydraulikzylinder 10 in einem Aufnahmekopf 11 drehbeweglich
gelagert. Beim Ausführungsbeispiel ist im Einzelnen in dem Aufnahmekopf 11 eine erste
größere topfförmige Ausnehmung 12 ausgebildet, welche jedenfalls einen Innendurchmesser,
bevorzugt aber auch einen Außendurchmesser des ersten Hydraulikzylinders 10 in ihrer
Ausmessung übertrifft. Weiter ist bevorzugt in dem Aufnahmekopf 11 eine zweite, auch
koaxial zu der ersten Längsachse y bevorzugt ausgebildete und durchmesserkleinere
Ausnehmung 13 ausgebildet, in welcher ein verjüngter Schaft des ersten Hydraulikzylinders
10 aufgenommen ist. Bevorzugt ist eine Abdichtung auch nur im Bereich dieses verjüngten
Schaftes 14 vorgesehen, beim Ausführungsbeispiel mittels eines diesen zufolge einer
Einlegenut abdichtenden O-Rings 15. Hierdurch ist im Übrigen auch erreicht, dass die
Ausnehmung 12 frei von Hydraulikmittel bleibt.
[0036] Bevorzugt in Ausrichtung der zweiten Längsachse x ist ein zweiter Hydraulikkolben
16 vorgesehen, der in einem zweiten Hydraulikzylinder 17 läuft. Dieser zweite Hydraulikkolben
16 ist bevorzugt allein für die Drehbewegung des ersten Hydraulikkolbens 10 bzw. des
Arbeitskopfes 2 vorgesehen.
[0037] Sowohl der erste Hydraulikkolben 9 wie auch der zweite Hydraulikkolben 16 werden
bevorzugt von demselben Hydraulikmittel beaufschlagt. An beiden Hydraulikkolben 9,
16 steht bevorzugt jeweils derselbe Hydraulikdruck an.
[0038] Insofern ist außerhalb der Beaufschlagungsfläche 18 des zweiten Hydraulikkolbens
16 eine hier angedeutete hydraulisch parallel geführte Leitung 19 für das Hydraulikmittel
vorgesehen, das in der Ausnehmung 13 mündet und durch eine Bohrung 20 in dem verjüngten
Schaftteil 14 des ersten Hydraulikzylinders 10 zur Beaufschlagung der Beaufschlagungsfläche
21 des ersten Hydraulikkolbens 9 geleitet ist.
[0039] Das hydraulische Aufweitgerät 1 ist in Richtung der zweiten Längsachse x, nachfolgend
zu dem Aufnahmekopf 11, gesehen in Richtung des Pfeils R, gleich aufgebaut wie das
etwa aus der genannten
WO 03/084719 A2 (bzw. die
US 7,254,982 B2,
US 7,412,868 B2 oder
US 7,412,877 B2) bekannte hydraulische Arbeitsgerät. Das heißt es schließt sich, bevorzugt in Parallelanordnung
zu einem Rücklaufventil, eine Pumpe an, die von einem Getriebe beaufschlagt ist und
an welches Getriebe sich nachfolgend, wie schon beschrieben bevorzugt im Griffbereich
6 befindlich, ein Elektromotor anschließt und schließlich eine Steckaufnahme für den
Akkumulator und der Akkumulator.
[0040] Hinsichtlich der Drehbeaufschlagung des Arbeitskopfes 2 bzw. konkret des ersten Hydraulikzylinders
10 ist in weiterer Einzelheit zunächst auf Figur 4 zu verweisen.
[0041] Wie hieraus ersichtlich weist der erste Hydraulikzylinder 10 beim Ausführungsbeispiel
und bevorzugt in seinem in der ersten Ausnehmung 12 aufgenommene Bereich eine Außenverzahnung
22 auf, die insgesamt einer Kreislinie folgend gebildet ist. Einzelne Zähne 23 sind
hierbei so gebildet, dass sie, alle Zähne 23 in derselben Richtung, in einer ersten
Umfangsrichtung U
1 eine Überlaufschräge 24 aufweisen und in der zweiten Umfangsrichtung U
2 eine Blockierungsbrust 25. Diese verläuft bevorzugt im Hinblick auf eine Tangente
an den angesprochenen Kreis senkrecht, oder auch radial. In letzterem Fall hätte sie
entsprechend einen Hinterschnitt. Sie kann auch mit einer demgegenüber positiven Neigung
verlaufen, solange durch das nachfolgend beschriebene Mitschleppteil kein Überlaufen
stattfindet.
[0042] Mit dem zweiten Hydraulikkolben 16 ist ein Mitschleppteil 26 verbunden, das beim
Ausfahren des Hydraulikkolben 16, also bei Druckbeaufschlagung, in welchem Betriebszustand
prinzipiell auch das Arbeitsteil bzw. der Spreizdorn ausfährt, sich in einer Übergriffsbewegung
zu einem oder mehreren der in Umfangsrichtung U
1 folgenden Zähne 23 bewegt, siehe auch Figur 8. Damit in diesem Betriebszustand kein
Rückdrehen des Arbeitskopfes 2 erfolgt, ist weiter, bevorzugt umfangsmäßig versetzt
zu dem Mitschleppteil 26, ein Blockierungsteil 27 vorgesehen, das einen beispielsweise
gegen Federkraft ausrückbaren Blockierungskopf 28 aufweist. Der Blockierungskopf 28
liegt ersichtlich in der Stellung gemäß Figur 4 an der Blockierungsbrust 25 eines
Zahnes 23 an, derart, dass die tendenziell durch die Bewegung des Mitschleppteils
26 mögliche Drehung des Arbeitskopfes 2 in Umfangsrichtung U
1 hierdurch blockiert ist.
[0043] Der zweite Hydraulikkolben 16 ist, wie der erste Hydraulikkolben 9, durch eine zweite
Rückstellfeder 30 in seine Ausgangsstellung, siehe etwa Figur 4, belastet. Hierbei
ist die Belastung bei wirkendem Hydraulikdruck gegeben durch die Federkraft der Rückstellfeder
30 einerseits und die wirksame Kolbenfläche andererseits, in der Ruhestellung, Figur
4, des zweiten Hydraulikkolbens 16 größer als die des ersten Hydraulikkolbens 9 (dort
gegeben durch Wirkung der ersten Rückstellfeder 29 und der diesbezüglichen wirksamen
Beaufschlagungsfläche des ersten Hydraulikkolbens 16).
[0044] Das Mitschleppteil 26 ist in weiterer Einzelheit mit dem zweiten Hydraulikkolben
16 mittels einer Drehachse 31 bevorzugt drehbar verbunden. Weiter bevorzugt ist es
mittels einer Druckfeder 32 in eine gegenüber der eingeschwenkten Stellung gemäß Figur
4 ausgeschwenkte Stellung gemäß Figur 8 vorgespannt. Bei der Vorbewegung des zweiten
Hydraulikkolbens 16 ist so sichergestellt, dass ein Eingriff des vorderen Hakenabschnittes
33 des Mitschleppteils 26 hinter einen weiteren Zahn 23 erfolgt.
[0045] Wenn im Zuge einer Verpress- oder Arbeitsbewegung des Arbeitsteils bzw. des Spreizdorns
3 das Hydraulikmittel einen beim Ausführungsbeispiel vorgegebenen Höchstdruck erreicht
hat, öffnet das Rücklaufventil und sowohl der erste Hydraulikkolben 9 wie auch der
zweite Hydraulikkolben 16 laufen in Richtung ihrer Ausgangsstellung zurück, weil entsprechend
der Gegendruck des Hydraulikmittels abnimmt.
[0046] Im Zuge dieses Zurücklaufens zieht der zweite Hydraulikkolben 16 vermittels des Mitschleppteils
26 den ersten Hydraulikzylinder 10 in Umfangsrichtung U
2 und dreht damit den Arbeitskopf 2.
[0047] In der Ausgangsstellung bezüglich der Drehung gemäß Figur 4 ist weiter noch von Bedeutung,
dass das Mitschleppteil 26 mit einem Rücken 34 an einer Innenfläche 35 der Wandung
43 des Aufnahmekopfes 11 anliegt. Da somit das Mitschleppteil 26 an einer Bewegung
nach radial außen gehindert ist, ist in einem solchen, durch Hydraulikmittel nicht
beaufschlagten Zustand, erreicht, dass der erste Hydraulikzylinder 10 durch Wirkung
einerseits des Mitschleppteils 26 und andererseits des Blockierungsteils 27 undrehbar
ist relativ zu dem Aufnahmekopf 11.
[0048] In den Figuren 6 und 7 sowie 9 ist die Durchführung und Wirkung eines Aufweitvorganges
bezüglich eines Rohres 36 eines diesbezüglichen Rohrendes 37 dargestellt. Im Zuge
der Aufweitung, Figur 6, wird das Rohrende 37 gegenüber dem sich anschließenden Bereich
des Rohres 36 radial erweitert. Die Segmente 4 werden in eine Stellung gemäß Figur
7 verfahren.
[0049] Durch das Zurücklaufen des ersten Hydraulikkolbens werden die Segmente entlastet
und bewegen sich nach radial innen, Figur 9. Zugleich, bei der Darstellung der Figur
9 ist diese Bewegung bereits erfolgt, erfolgt eine Drehbewegung des ersten Zylinderteils
10 und damit des Arbeitskopfes 2 und insbesondere der Segmente 4 relativ zu einer
Innenfläche 38 des Rohres 36.
[0050] Die Bewegung erfolgt bevorzugt zeitlich so abgestimmt zu einem Aufweitvorgang, dass
sie noch vor einem Lösen der Segmente 4 von der Innenfläche 38 des Rohres 36 erfolgt,
da zunächst zufolge einer elastischen Rückstellung des Rohres 36, die entsprechend
je nach Werkstoff, aus welchem das Rohr 36 besteht, unterschiedlich sein kann, noch
ein kraftbetontes Anliegen der Innenfläche 38 des Rohres 36 an einer Außenfläche der
Segmente 4 gegeben ist. Entsprechend muss ein Benutzer eine gewisse Rückstellkraft
des Gerätes mit der Hand auffangen, was durch die Anordnung des Arbeitskopfes 2 und
des ersten Hydraulikzylinders 10 entsprechend der ersten Längsachse y und des Griffbereichs
6 entsprechend der zweiten Längsachse x deutlich erleichtert ist.
[0051] Der Arbeitskopf 2 ist weiter austauschbar an dem ersten Hydraulikzylinder 10 befestigt.
Hierbei bevorzugt derart, dass der Spreizdorn 3 nicht ausgetauscht wird.
[0052] Die lösbare Befestigung ist beim Ausführungsbeispiel durch eine Schraubverbindung
39 zwischen dem Arbeitskopf 2 und einer Außenfläche des ersten Hydraulikzylinders
10 erreicht, wobei eine erreichte Endstellung durch eine Feststellschraube 40 sicherbar
ist. So können unterschiedliche Segmente, die unterschiedliche Nennweiten von Rohren
36 betreffen in einfacher Weise mit dem Spreizdorn 3 zur Zusammenwirkung gebracht
werden.
[0053] Alternativ kann auch nur ein Vorsatzteil 41 austauschbar sein, das die Segmente 4
haltert. Das Vorsatzteil 41 kann an dem ersten Hydraulikzylinder 10 in der beschriebenen
Weise befestigten Zwischenteil 42 vorderseitig, zugewandt dem ersten Ende des Gerätes,
befestigt sein.
[0054] Mit Bezug zu den Figuren 9 und 10 ist eine alternative Ausführungsform des Aufweitgerätes
bzw. in allgemeinerer Form der ersten und zweiten Hydraulikkolben-/Zylinderanordnung
wiedergegeben.
[0055] Von Bedeutung ist hier, dass eine bestimmte Ablaufcharakteristik hinsichtlich Rückziehung
des Arbeitsteiles bzw. des Spreizdornes 3 und der Drehung des ersten Hydraulikzylinders
10 erfolgt.
[0056] Alternativ zu der dargestellten besonderen Ausbildung der Rückstellfeder betreffend
den ersten Hydraulikkolben 9 kann ein solches Ergebnis auch durch eine Veränderung
der wirksamen Beaufschlagungsfläche des ersten Hydraulikkolbens 9 im Vergleich zum
zweiten Hydraulikkolben 16 gegebenenfalls erreicht sein.
[0057] Beim Ausführungsbeispiel und bevorzugt ist die erste Rückstellfeder 29 zweigeteilt
ausgebildet. Nämlich in eine erste Teilfeder 44 und eine zweite Teilfeder 45. Hierbei
weist die zweite Teilfeder 45, die zugeordnet dem ersten freien Ende E
1 angeordnet ist, eine größere Federkraft auf als die erste Teilfeder 44. Ersichtlich
ist auch bevorzugt die zweite Teilfeder beim Ausführungsbeispiel aus Tellerfedern
zusammengesetzt, während die erste Teilfeder 44 eine übliche Wendelfeder ist.
[0058] In weiterer Einzelheit ist bevorzugt die Federkraft der ersten Teilfeder 44, bezogen
auch auf die wirksame Beaufschlagungsfläche des ersten Hydraulickolbens 9, so gewählt,
dass zu Beginn eines Zurückfahrens, also aus der Stellung gemäß Figur 10, hierdurch
ein so hoher Druck in dem Hydraulikmedium erreicht wird, dass der zweite Hydraulikkolben
16 nicht zurückfährt, bis die vollständige Expansion der ersten Teilfeder 44 der ersten
Rückstellfeder 29 erreicht ist. Somit ist sichergestellt, dass das Arbeitsteil bzw.
beim Ausführungsbeispiel konkret der Spreizdorn 3 zurückgefahren ist, bevor die Drehung
des ersten Hydraulikzylinders 10 erfolgt.
[0059] In weiterer Einzelheit ist auch vorgesehen, dass die erste Teilfeder 44 sich einerseits
an einer endseitigen Innenfläche des ersten Hydraulikzylinders 10 abstützt, andererseits
an einem Zwischenflansch 47, der relativ beweglich zu dem zweiten Hydraulikkolben
16, diesen umgebend, angeordnet ist. Der Zwischenflansch 47 dient zugleich zur Abstützung
der zweiten Teilfeder 45 in Richtung auf das erste freie Ende E
1.
[0060] Mit Bezug zu den Figuren 11 bis 13 ist eine weitere Ausführungsform eines Handarbeitsgerätes
dargestellt.
[0061] Das Handarbeitsgerät 48 ist durch Verschwenken der Handgriffe 49 und 50 zu betätigen.
Hierbei kann der Handgriff 49, der insoweit fest - bis auf die hier wesentliche Drehbeweglichkeit
des Arbeitskopfes - mit dem Arbeitskopf verbunden ist, als feststehender Handgriff
bezeichnet werden. Demgegenüber ist der Handgriff 50 ein beweglicher Handgriff.
[0062] Wie sich aus den Ansichten der Figuren 12 und 13 auch ergibt, ist mit dem beweglichen
Handgriff 50 über eine Pumpanordnung 51, die im Einzelnen gemäß der
EP 927 305 B1 (
US 6 206 663 B1) ausgebildet sein kann, ein Hydraulikdruck erzeugt. Hierbei ist ein Hydraulik-Vorratsbehältnis
52 bspw. in dem feststehenden Handgriff 49 untergebracht. Mit dem so erzeugten Hydraulikdruck
bzw. dem entsprechenden Fördern der Hydraulikmittel wird dann zur Durchführung eines
Aufweitvorganges in der auch zuvor beschriebenen Weise der zweite Hydraulikkolben
16 und der erste Hydraulikkolben 9 beaufschlagt. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel
zur Durchführung eines Aufweitvorganges.
[0063] Im Übrigen ist zu dem Arbeitskopf auf die vorstehende Beschreibung zu verweisen.
[0064] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 14 ist ein Antriebsaggregat 53 vorgesehen, mit
welchem bei diesem Ausführungsbeispiel Hydraulikdruck erzeugt wird und Hydraulikmittel
durch einen angeschlossenen Hydraulikschlauch 54 zu dem an dem anderen Ende des Hydraulikschlauches
54 über diese Ausführungsform angeschlossenen Arbeitskopf geleitet wird. Wie sich
weiter aus der Querschnittsdarstellung der Fig. 15 ergibt, ist auch hier in gleicher
Weise in dem Arbeitskopf ein erster Hydraulikkolben 9 und ein zweiter Hydraulikkolben
16 vorgesehen. Der Arbeitskopf entspricht insoweit den vorgeschriebenen Arbeitsköpfen,
und die Beschreibung für einen Arbeitsablauf ist auch hier in gleicher Weise zutreffend.
[0065] Über eine Anschlussmutter 55 ist eine Verbindung zu einem Anschlussteil 56 gegeben,
an welchem letztlich in üblicher Weise der Hydraulikschlauch 54 befestigt ist.
[0066] Bezüglich aller dargestellten Handarbeitsgeräte ergeben sich ersichtlich Griffbereiche
6, die bei der Ausführungsform der Figuren 11 bis 13 an den Handhebeln 49, 50 verwirklicht
sind, an welchen der Benutzer das Handarbeitsgerät festhält, um so ein Gegenmoment
zu dem sich ergebenden Moment beim Verdrehen des Aufweitkopfes in einem aufzuweitenden
Rohr zu erbringen.
[0067] Bei der Ausführungsform der Figuren 11 bis 13 ist zunächst ein Pumpvorgang durch
wiederholte Pumpbewegung mit den Handgriffen 49, 50 erforderlich. Wenn der Hydraulikdruck
so hoch erbracht ist, dass ein Rücklaufventil anspricht, ergibt sich auch hierdurch
die beschriebene Federcharakteristik bezüglich des ersten und zweiten Hydraulikkolbens
9 bzw. 16, die selbsttätige Verdrehung des Arbeitskopfes zusammen mit dem Arbeitsteil,
hier den Segmenten 4 und dem Spreizdorn 3. Daraufhin kann dann ein neuer Aufweitvorgang
in der beschriebenen Weise auch in dieser Handbetätigung vorgenommen werden.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Hand-Aufweitgerät |
26 |
Mitschleppteil |
| 2 |
Aufweitkopf |
27 |
Blockierungsteil |
| 3 |
Spreizdorn |
28 |
Blockierungskopf |
| 4 |
Segment |
29 |
Rückstellfeder, erste |
| 5 |
Akkumulatorteil |
30 |
Rückstellfeder, zweite |
| 6 |
Griffbereich |
31 |
Drehachse |
| 7 |
Anschlagwand |
32 |
Druckfeder |
| 8 |
Kopfteil |
33 |
Hakenabschnitt |
| 9 |
Hydraulikkolben, erster |
34 |
Rücken |
| 10 |
Hydraulikzylinder, erster |
35 |
Innenfläche |
| 11 |
Aufnahmekopf |
36 |
Rohr |
| 12 |
Ausnehmung |
37 |
Rohrende |
| 13 |
Ausnehmung |
38 |
Innenfläche |
| 14 |
Schaft, verjüngt |
39 |
Schraubgewinde |
| 15 |
O-Ring |
40 |
Feststellschraube |
| 16 |
Hydraulikkolben, zweiter |
41 |
Vorsatzteil |
| 17 |
Hydraulikzylinder, zweiter |
42 |
Zwischenteil |
| 18 |
Beaufschlagungsfläche |
43 |
Wandung |
| 19 |
Leitung |
44 |
Teilfeder |
| 20 |
Bohrung |
45 |
Teilfeder |
| 21 |
Beaufschlagungsfläche |
46 |
Innenfläche |
| 22 |
Verzahnung |
47 |
Zwischenflansch |
| 23 |
Zahn |
48 |
Handarbeitsgerät |
| 24 |
Überlaufschräge |
49 |
Handgriff, -hebel |
| 25 |
Blockierungsbrust |
50 |
Handgriff, -hebel |
| 51 |
Pumpanordnung |
|
|
| 52 |
Hydraulik-Vorratbehältnis |
|
|
| 53 |
Antriebsaggregat |
|
|
| 54 |
Hydraulikschlauch |
|
|
| 55 |
Anschlussmutter |
|
|
| 56 |
Anschlussteil |
|
|
| |
|
|
|
| E1 |
freies Ende, erstes |
|
|
| E2 |
freies Ende, zweites |
|
|
| K |
Kreis |
|
|
| I |
Länge |
|
|
| R |
Richtung |
|
|
| U1 |
Umfangsrichtung, erste |
|
|
| U2 |
Umfangsrichtung, zweite |
|
|
| x |
Längsachse |
|
|
| y |
Längsachse |
|
|
1. Hand-Aufweitgerät (1) zum Aufweiten von Rohrenden (37), mit einem Griffteil und einem
mehrere Segmente (4) aufweisenden Aufweitkopf (2), welche Segmente (4), quer zu einer
Aufweitrichtung kreisförmig nebeneinander angeordnet sind und mittels eines die Segmente
(4) beaufschlagenden Spreizdorns (3) in Bezug auf die kreisförmige Anordnung radial
verfahrbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (4) zusammen mit dem Spreizdorn in Umfangsrichtung der Kreisanordnung
hydraulisch relativ zu dem Griffteil drehbar sind, dass der Spreizdorn (3) zwischen
einer Arbeitsstellung und einer Ausgangsstellung verfahrbar ist, dass die Drehung
im Zuge eines Verfahrens des Spreizdorns aus der Arbeitsstellung in die Ausgangsstellung
erfolgt, dass der Aufweitkopf (2) zusammen mit dem Spreizdorn (3) drehbar ist, dass
die Bewegung des Spreizdorns (3) durch Bewegen eines ersten Hydraulikkolbens (9) in
einem ersten Hydraulikzylinder (10) erfolgt, wobei der Hydraulikkolben (9) durch eine
erste Rückstellfeder (29) in eine Ausgangsstellung vorgespannt ist und dass die Bewegung
des Aufweitkopfes (2) durch einen zweiten Hydraulikkolben (16) in einem zweiten Hydraulikzylinder
(17) erfolgt, wobei der Hydraulikkolben (16) durch eine zweite Rückstellfeder (30)
in eine Ausgangsstellung vorgespannt ist.
2. Hand-Aufweitgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Segment (4) eine größte Erstreckung in Umfangsrichtung um einen ersten Winkelbetrag
aufweist und dass die Drehung in Umfangsrichtung um einen zweiten Winkelbetrag erfolgt,
wobei der erste und der zweite Winkelbetrag unterschiedlich sind, wobei, bevorzugt,
der zweite Winkelbetrag kleiner ist als der erste Winkelbetrag, wobei, weiter bevorzugt,
der zweite Winkelbetrag etwa der Hälfte des ersten Winkelbetrages entspricht.
3. Hand-Aufweitgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufweitkopf (3) jedenfalls im Hinblick auf aufeinanderfolgende Drehungen, ohne
Drehwinkelbegrenzung drehbar ist.
4. Hand-Aufweitgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehung immer in derselben Drehrichtung erfolgt.
5. Hand-Aufweitgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auslösung des Spreizdorns (3), ohne dass ein weiterer Benutzereingriff erforderlich
ist, zu einer Drehung des Aufweitkopfes (2) führt.
6. Hand-Aufweitgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung in einer vorgegebenen zeitlichen Abfolge bezüglich einer Auslösung eines
Rückfahrens des Spreizdorns (3) erfolgt.
7. Hand-Aufweitgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es durch einen Elektromotor und ein Hydraulikmittel betätigbar ist.
8. Hand-Aufweitgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung des Aufweitkopfes (2), durch ein von dem Elektromotor unter Druck gesetztes
Hydraulikmittel erfolgt.
9. Hand-Aufweitgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der die Drehung erbringende zweite Hydraulikkolben (16) in seine Ausgangsstellung
mit einer größeren Vorspannkraft belastet ist als der auf den Spreizdorn (3) wirkende
erste Hydraulikkolben (9).
10. Hand-Aufweitgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rückstellfeder (29) aus zwei Teilfedern (44, 45) besteht, wobei, bevorzugt,
die Teilfedern (44, 45) unterschiedliche Rückstellkraft aufweisen.
11. Hand-Aufweitgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hand-Aufweitgerät in Hintereinanderschaltung entlang einer Längsachse einen Akkumulator,
den Elektromotor und ein Getriebe aufweist und dass eine Bewegungsrichtung des Spreizdorns
(3) abgewinkelt zu der Längsachse verläuft.
1. A portable expanding apparatus (1) for expanding pipe ends (37), having a grip section
and an expanding head (2) with a plurality of segments (4), which segments (4) are
arranged in a circular manner alongside one another and which segments are movable
transversely to a direction of expansion, by the action of an expanding mandrel (3)
acting upon the segments (4), characterized in that the segments (4) are rotatable together with the expanding mandrel in the circumferential
direction of the circular arrangement hydraulically, that the expanding mandrel (3)
is displaceable between a working position and a starting position, that the rotation
takes place during a displacement of the expanding mandrel from the working position
to the starting position, that the expanding head (2) is rotatable together with the
expanding mandrel (3), that the movement of the expanding mandrel (3) is effected
by movement of a first hydraulic piston (9) in a first hydraulic cylinder (10), wherein
the hydraulic piston (9) is biased towards a starting position by a first return spring
(29) and that movement of the expanding head (2) is effected by movement of a second
hydraulic piston (16) in a second hydraulic cylinder (17), wherein the hydraulic piston
(16) is biased towards a starting position by a second return spring (30).
2. The portable expanding apparatus according to claim 1, characterized in that a segment (4) has a largest extension in the circumferential direction by a first
angular amount, and that the rotation takes place in the circumferential direction
by a second angular amount, wherein the first and the second angular values are different,
wherein, preferably, second angular amount is smaller than the first angular amount,
wherein, further preferably, the second angular amount is equal to approximately half
the first angular amount.
3. The portable expanding apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the expanding head (2) is rotatable without limitation of the angle of rotation,
at least for the purpose of consecutive rotations.
4. The portable expanding apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a rotation is always performed in the same direction of rotation.
5. The portable expanding apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a triggering of the movement operation of the expanding mandrel (3), leads to a rotation
of the working head (R) without any further user intervention required.
6. The portable expanding apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the rotation takes place in a predetermined temporal sequence relative to a triggering
of a return of the expanding mandrel (3).
7. The portable expanding apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that it is actuatable by an electric motor and a hydraulic medium.
8. The portable expanding apparatus according to claim 7, characterized in that the rotation of the expanding head is effected by means of a hydraulic medium placed
under pressure by the electric motor.
9. The portable expanding apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the second hydraulic piston (16) generating the rotation is loaded in the starting
position thereof with a greater biasing force than the first hydraulic piston (9),
which acts on the expanding mandrel (3).
10. The portable expanding apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the first return spring (29) consists of two spring parts (44, 45), wherein, preferably,
the spring parts (44, 45) have different restoring forces.
11. The portable expanding apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the portable expanding apparatus comprises a rechargeable battery, the electric motor,
and a gear mechanism configured in sequence along a longitudinal axis, and that a
direction of movement of the actuator of the expanding mandrel (3) extends at an angle
to the longitudinal axis.
1. Dispositif d'expansion manuel (1) pour l'expansion d'extrémités de tubes (37), comprenant
une partie formant poignée et une tête d'expansion (2) comportant plusieurs segments
(4) lesquels segments (4) sont agencés les uns à côté des autres de manière circulaire
transversalement à une direction d'expansion et peuvent être déplacés radialement
par rapport à l'agencement circulaire au moyen d'un mandrin d'expansion (3) agissant
sur les segments (4), caractérisé en ce que les segments (4) peuvent tourner ensemble avec le mandrin d'expansion de manière
hydraulique que le mandrin d'expansion est mobile entre une position de travail et
une position initiale, que la partie de travail depuis la position de travail dans
la position initiale, que la tête d'expansion (2) peut tourner ensemble avec le mandrin
d'expansion (3) que le mouvement du mandrin d'expansion (3) est effectué par le déplacement
d'un premier piston hydraulique (9) dans un premier cylindre hydraulique (10), dans
lequel le piston hydraulique (9) est sollicité dans une position initiale par un premier
ressort de rappel (29) et en ce que le mouvement de la tête d'expansion (2) s'effectue par un deuxième piston hydraulique
(16) dans un deuxième cylindre hydraulique (17), dans lequel le piston hydraulique
(16) est sollicité dans une position initiale par un deuxième ressort de rappel (30).
2. Dispositif d'expansion manuel selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un segment (4) présente une plus grande extension dans la direction circonférentielle
sur une première valeur angulaire et en ce que la rotation dans la direction circonférentielle s'effectue sur une deuxième valeur
angulaire, dans lequel les première et deuxième valeurs angulaires sont différentes,
la deuxième valeur angulaire étant de préférence plus petite que la première valeur
angulaire, la deuxième valeur angulaire correspondant en outre préférentiellement
approximativement à la moitié de la première valeur angulaire.
3. Dispositif d'expansion manuel selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête d'expansion (3) peut tourner sans limitation de l'angle de rotation tout
au moins vis-à-vis de rotations successives.
4. Dispositif d'expansion manuel selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une rotation a toujours lieu dans le même sens de rotation.
5. Dispositif d'expansion manuel selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un déclenchement du mandrin d'expansion (3) conduit à une rotation de la tête d'expansion
(2) sans qu'une autre intervention de l'utilisateur soit nécessaire.
6. Dispositif d'expansion manuel selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rotation s'effectue suivant un déroulement temporel prédéterminé par rapport à
un déclenchement d'un rappel du mandrin d'expansion (3).
7. Dispositif d'expansion manuel selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est actionnable par un moteur électrique et un moyen hydraulique.
8. Dispositif d'expansion manuel selon la revendication 7, caractérisé en ce que la rotation de la tête d'expansion (2) est effectuée par un moyen hydraulique mis
sous pression par le moteur électrique.
9. Dispositif d'expansion manuel selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le deuxième piston hydraulique (16) qui provoque la rotation est soumis dans sa position
initiale à une force de précontrainte plus grande que le premier piston hydraulique
(9) qui agit sur le mandrin d'expansion (3).
10. Dispositif d'expansion manuel selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier ressort de rappel (29) est constitué de deux ressorts partiels (44, 45),
dans lequel les ressorts partiels (44, 45) présentent de préférence des forces de
rappel différentes.
11. Dispositif d'expansion manuel selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'expansion manuel comprend successivement le long d'un axe longitudinal
une batterie ou accumulateur, le moteur électrique et un dispositif de transmission,
et en ce qu'une direction de déplacement du mandrin d'expansion (3) s'étend selon un angle par
rapport à l'axe longitudinal.