[0001] Die Erfindung betrifft die Verpackung von kantenempfindlichem Transportgut. Zu solchem
Transportgut gehören Glasscheiben, insbesondere Flachglasscheiben, noch empfindlicher
sind Natursteinplatten. Selbst biege- und schlagfeste Glasscheiben aus Verbundglas
besitzen empfindliche Stellen. Diese Stellen befinden sich an den Kanten.
[0002] Flachglas kommt in unterschiedlichen Formen vor, zum Beispiel als Einscheiben-Sicherheitsglas,
als Verbund-Sicherheitsglas, als Verbundglas, als Verbund-Mehrscheibenglas , als Brandschutzverglasung,
als Sonnenschutzglas, als thermisch oder chemisch vorgespanntes Glas, als Floatglas,
als Wärmeschutzglas, als Drahtglas, als Fensterglas, als Gussglas, als Schallschutzglas,
als Gartenblankglas. Die verschiedenen Glasarten sind größtenteils genormt. Zum Beispiel
DIN 12150, DIN EN ISO 12543, DIN 1259, DIN 4102, DIN 1863, DIN 11525, DIN 11526. DIN
52290
[0003] Fensterglas wird heute überwiegend im Floatglasverfahren hergestellt und hat dann
eine hohe Oberflächenqualität.
[0004] Das Floatglasverfahren ist ein kontinuierliches Herstellungsverfahren. Dabei wird
gereinigte/geläuterte Glasschmelze auf ein Bad aus flüssigem Zinn geleitet. Das Glas
besitzt gegenüber dem Zinn ein vielfach geringeres spezifisches Gewicht und schwimmt
auf dem flüssigen Zinn. Dabei entsteht sehr ebenes Glas mit hochwertiger Oberfläche.
[0005] Verbundglasscheiben bestehen üblicherweise aus mindestens zwei durchsichtigen Schichten,
von denen mindestens eine Schicht eine Glasscheibe ist. Üblicherweise ist auch die
durchsichtige andere Schicht eine Glasscheibe. Beide Schichten werden durch eine organische
Zwischenschicht miteinander verbunden. Die organische Zwischenschicht hat üblicherweise
die Form einer Folie. Solche Folien und die Verbindung der Glasschichten sind zum
Beispiel in der
DE1292811 beschrieben. Als Folien werden vorzugsweise hochreißfeste, zähelastische, thermoplastische
Folien verwendet. Solche Folien bestehen zum Beispiel aus Ehtylenvinylacetat (EVA),
Polyacrylat(PA), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyurethan (PUR), usw. Desgleichen
Kunststoff aus PVB oder TPU oder dergleichen.
Anstelle der Folie können auch andere klebfähige Schichten aus Gießharz oder dergleichen
Anwendung finden.
Zu dem Verbundglas gehören auch Glasscheiben, die mit anderen Materialien, zum Beispiel
mit einem durchsichtigen Polycarbonat verbunden sind.
[0006] Glas mit vergleichbaren Eigenschaften wie Verbundglas besitzt in der Regel erhebliche
Dicke. Vorzugsweise ist solch ein Glas auch spannungsarm hergestellt oder nach der
Herstellung wärmebehandelt, um einen spannungsarmen Zustand zu erzeugen. Im spannungsarmen
Zustand ist das Glas gegenüber anderem, herkömmlich hergestelltem Glas biegefest und
schlagfest. Soweit im folgenden ein Kantenschutz für Verbundglas angesprochen ist,
so schließt das auch einstückiges Glas mit ähnlichen Eigenschaften ein.
[0007] Verbundglasscheiben haben eine mannigfaltige Anwendung gefunden. Besonders bekannt
ist die Anwendung im Bau und in der Kraftfahrzeugtechnik. In der Kraftfahrzeugtechnik
werden die Verbundglasscheiben auch Sicherheitsglas genannt.
Im Bau werden Verbundglasscheiben insbesondere für Schaufenster, großflächige andere
Fenster, Glastüren, großfläche Verglasungen von Türen, Duschabtrennungen, Brüstungen,
durchsichtige Trennwände,
[0008] Überkopfverglasungen, Glasüberdachungen und für Vorbauten oder dergleichen eingesetzt.
Verbundglas kann vielfältige Aufgaben erfüllen. Davon ist die Biegefestigkeit und
Schlagfestigkeit nur eine der möglichen Aufgaben. Andere mögliche Aufgaben sind zum
Beispiel der Brandschutz oder der Schallschutz.
[0009] Verbundglasscheiben zeichnen sich im Vergleich zu einem Einscheibenglas durch eine
sehr hohe Biegefestigkeit und eine hohe Schlagfestigkeit aus. Dabei wird mit Biegefestigkeit
und Schlagfestigkeit nicht eine absolute Festigkeit bezeichnet, sondern eine Festigkeit,
die für den jeweiligen Anwendungszweck des Verbundglases ausreichend ist.
[0010] Es kommt auch in erheblichem Umfang ESG Glas, Isolierglas, Spiegelglas und sonstige
Gläser vor.
[0011] Trotz der hohen Festigkeit sind die Glaskanten, auch die Glaskanten von Verbundglas
besonders empfindlich.
Deshalb ist es nicht nur bei einfachem Glas sondern auch bei Verbundglas und anderen
Glasarten üblich, auch Glasscheiben für den Transport besonders zu schützen.
Insbesondere beim Bau kann nicht erwartet werden, daß das Glas mit außerordentlicher
Vorsicht gehandhabt wird. Der raue Baubetrieb ist darauf nicht eingerichtet. Es kommt
bisher zu erheblichen Glasschäden am Bau. 10% Glasschäden sind nichts Besonderes.
20% Glasschäden sind am Bau nicht außergewöhnlich.
[0012] Verbundglasscheiben für Kraftfahrzeuge werden üblicherweise zu mehreren eingekastet,
das heißt, in einen schützenden Kasten eingebracht. Dabei ist in den Kästen ein weiches,
nachgiebiges Bett vorgesehen. Die Kästen sind dazu bestimmt, das Verbundglas von dem
Hersteller zu einem Fahrzeughersteller oder zu einem Fahrzeugreparaturbetrieb zu transportieren.
[0013] Die Abmessungen der für den Bau bestimmten Glasscheiben besitzen häufig sehr viel
größere Abmessungen als die Glasscheiben für die Kraftfahrzeuge. Deshalb ist es üblich,
die Glasscheiben für den Bau in einem Ladungsträger aufrecht bis zur Baustelle zu
transportieren. Der Ladungsträger ist ein Gestell, in dem die Glasscheiben aufrecht
stehend transportiert werden. Es gibt Fahrzeuge mit fest montiertem Ladungsträger,
wie aus der
DE 20204181 ersichtlich. Häufig werden die Ladungsträger mit dem Glas an der Baustelle abgeladen.
Der Ladungsträger hat wesentliche Nachteile:
Ein als Ladungsträger ausgebildetes Spezialfahrzeug ist nicht für andere Transporte
geeignet. Das Fahrzeug muß an der Baustelle warten, bis alle Glasscheiben verbaut
sind oder es muß eine sichere Zwischenlagerung der Glasscheiben eingerichtet werden.
[0014] Die Ladungsträger sind biegesteife und auf Fahrzeugen montierbare bzw. arretierbaren
Ständerwerken, in denen das Glas aufrecht stehend fixiert wird. Die Transportkosten
für solche Ständerwerke sind unverhältnismäßig hoch. Dabei muß einkalkuliert werden,
daß die Ständerwerke nicht nur zur Baustelle transportiert werden müssen, sondern
auch wieder abgeholt werden müssen. Ferner muß einkalkuliert werden, daß der üblicherweise
zum Glastransport eingesetzt Lkw mit dem Ständerwerk und dem Glas nicht näherungsweise
ausgelastet wird. Nicht selten kommt es zu Kostenangeboten für Glas bei denen die
Kosten für den Transport des Glases genau so hoch sind wie die Kosten für das Glas.
[0015] Ein Fahrzeug mit einem abladbaren Ladungsträger ist zwar für andere Aufgaben geeignet.
[0016] Der Ladungsträger nimmt aber sehr viel Ladungsraum ein und ist einer Beiladung sehr
hinderlich.
Der Ladungsträger wird an der Baustelle abgesetzt. Nach dem Einbau der Glasscheiben
muß der Ladungsträger wieder abgeholt werden.
Beides verursacht hohe Transportkosten. Hinzu kommt, daß üblicherweise bedeutende
weitere Kosten anfallen, wenn die Ladungsträger nicht sofort wieder frei gegeben werden.
Die Freigabe verzögert sich in der Regel, sobald es bei dem Glaseinbau zu Verzug kommt.
Dann möchte man das Glas in den Ladungsträgern bis zum Gebrauch lagern, weil jede
andere Lagerung noch sehr viel größere Schadensgefahr für das Glas beinhaltet.
[0017] Auch an Transportgut, welches teilweise aus Glas besteht, stellt sich das gleiche
Problem wie bei den vorstehend beschriebenen Glasscheiben. Das gilt zum Beispiel für
Photovoltaik-Elemente/Solarzellen.
[0018] Bei Natursteinplatten ist eine ähnliche Situation wie bei den Glasscheiben gegeben.
Die Natursteinplatten sind allerdings bei gleicher Dicke noch empfindlicher als Glasscheiben,
bedingt durch die Inhomogenität von Natursteinplatten. Natursteinplatten geringer
Dicke brechen schon bei geringer Biegelast. Die Natursteinplatten werden gleichfalls
aufrecht stehend in einem Ladungsträger bis zum Abnehmer transportiert. Auch am Bau
finden Natursteinplatten als Fußbodenplatten und Fensterbänke große Anwendung.
[0019] Die Kantenempfindlichkeit ist an vielem Transportgut das größte Schadensproblem.
Das gilt zum Beispiel für anderes scheibenförmiges Transportgut.
[0020] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung zu schaffen, mit der der
Transport von kantenempfindlichem Transportgut vereinfacht und/oder die Transportkosten
unter gleichzeitiger Wahrung ausreichenden Transportschutzes reduziert werden.
[0021] Das wird nach der Erfindung mit den Merkmalen des Hauptanspruches erreicht. Bevorzugte
Ausführungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Wesentlich ist dabei eine Verpackung
mit
- a) die Kanten umfassender Kantenschutz
- b)bestehend aus nachgiebigem Material, insbesondere mit einem nachgiebigen Kunststoffschaum(Nachgiebigkeitsmaterial),
und
- c)bestehend aus einem Verstärkungsmaterial.
- d)wobei nachgiebiges Material zumindest teilweise zwischen dem Verstärkungsmaterial-
und der zu schützenden Kante angeordnet ist.
[0022] Auch die
DE3344120 zeigt einen Kantenschutz, der aber keine Verpackung, sondern nur Tragehilfen beinhaltet.
[0023] Jeder Druck, der ohne Kantenschutz einen Kantenschaden verursachen würde (Kantenschädigungsdruck),
wird von dem Kantenschutz aufgenommen. Soweit sich dabei ein Teil des Druckes in Richtung
der zu schützenden Kante fortpflanzt, wird dieser Druck von dem Verstärkungsmaterial
des Kantenschutzes über das Nachgiebigkeitsmaterial breit auf die Kanten verteilt.
Dadurch wird der auf die Kanten wirkende Druck soweit reduziert, daß die Kanten dem
Druck ohne weiteres standhält.
[0024] Aus der
DE102006025912 ist ein bleibender Kantenschutz für Glasscheiben vorbekannt. Der vorbekannte Kantenschutz
besteht aus Kunststoff und einem Verstärkungsprofil. Weil dieser Kantenschutz bleibend
vorgesehen ist, muß die Glasscheibe zusammen mit dem Kantenschutz in die zugehörigen
Rahmen eingesetzt werden. Infolgedessen ist das mögliche Volumen des Kantenschutz
sehr eingeschränkt. Das gilt entsprechend für die Wirkung des Kantenschutzes. Auch
die
WO2008/87370 zeigt gleichfalls einen bleibenden Kantenschutz. Ein solcher Kantenschutz macht die
Verpackung für den Transport nicht entbehrlich.
Ein anderer Kantenschutz ist aus der
DE2646908 bekannt. Allerdings handelt es sich dabei zylindrisches oder quaderförmiges Verpackungsgut,
welches nicht mit scheibenförmigem Transportgut wie Glasscheiben vergleichbar ist.
Auch die
EP502347 beschreibt eine Verpackung für quaderförmiges Verpackungsgut, welches nicht mit scheibenförmigem
Transportgut wie Glasscheiben vergleichbar ist.
[0025] Ein Kantenschutz mit Kunststoffschaum ist an sich bekannt. Dabei wird das Transportgut
üblicherweise vollflächig mit Kunststoffschaum umkleidet und anschließend mit Karton
umkleidet. Dabei besitzt der Karton eine wesentlich geringere Widerstandskraft als
der Kunststoffschaum. Das heißt, im gesamten Verpackungsaufbau ist der Kunststoffschaum
gegenüber dem Karton das stärkere Material/Verstärkungsmaterial- und der Karton das
nachgiebigere Material/Nachgiebigkeitsmaterial.
Aus der
DE1953181 ist auch ein Kantenschutz aus Kunstoff für Glasscheiben bekannt, der die Glasscheiben
nur teilweise umfaßt. Gegenüber der herkömmlichen Verpackung läßt diese Verpackung
die Glaskanten weitgehend ungeschützt. Dabei wird zwar eine zusätzliche Verpackung
mit einer umgebenden Holzkiste angeboten. Erfahrungsgemäß zerbrechen solche Holzkisten
jedoch sehr leicht.
Es zeigt sich, daß der erfindungsgemäße Kantenschutz wesentlich besser als der herkömmliche
Kantenschutz ist.
Die erfindungsgemäße Nachgiebigkeitsschicht ist im Verhältnis zur Verstärkungsschicht
um mindestens 20% nachgiebiger, vorzugsweise um mindestens 40%, noch weiter bevorzugt
um mindestens 60% und höchst bevorzugt um mindestens 80% nachgiebiger als das Verstärkungsmaterial.
Die Nachgiebigkeit wird dabei als Maß der Zusammendrückung verstanden, die ein Materialwürfel
mit einer Kantenlänge von 1cm bei planer Auflage erfährt, wenn er von einem Fallgewicht
mit 1kg und in Bezug auf die Würfeloberfläche paralleler Berührungsfläche aus einer
Fallhöhe von 10cm beaufschlagt wird.
[0026] Von Vorteil ist eine mehrlagige Ausbildung mit mindestens zwei Schichten Verstärkungsmaterial,
wobei nicht nur zwischen dem Verstärkungsmaterial _und der Kante des Transportgutes
ein Schicht Nachgiebigkeitsmaterial vorgesehen ist, sondern auch zwischen den beiden
Schichten aus Verstärkungsmaterial eine Schicht Nachgiebigkeitsmaterial vorgesehen
ist. Das beeinflußt das Verformungsverhalten des Kantenschutzes günstig.
[0027] Das Nachgiebigkeitsmaterial steht vorzugsweise seitlich gegenüber den Außenflächen
des Transportgut vor, noch weiter bevorzugt umfaßt der Kantenschutz das Transportgut
an deren Kanten. Höchst bevorzugt ragt das Verstärkungsmaterial auch seitlich gegenüber
der betreffenden Außenfläche des Transportgutes vor und/oder ragt das Verstärkungsmaterial
bis in den das Transportgut umfassenden Teil des Nachgiebigkeitsmaterials.
[0028] Das Verstärkungsmaterial kann metallischer Art sein oder aus Kunststoff bestehen.
Als Metalle kommen vorzugsweise Aluminium und andere Metalle mit geringem spezifischem
Gewicht in Anwendung.
[0029] Als Nachgiebigkeitsmaterialien kommen vorzugsweise geschäumte Kunststoffe zur Anwendung.
Im Verpackungsbereich sind bereits geschäumte Polyäthylenkunststoffe und Polystyrolkunststoffe
üblich. Das ist den geringen Kosten solcher Schäume zuzuschreiben. Übliche Verpackungsschäume
besitzen ein geringes Raumgewicht(Gewicht pro Raumeinheit). Vorteilhafterweise können
gleiche Schäume mit höherem Raumgewicht als Verstärkungsmaterial dienen. Das Raumgewicht
wird durch die Zugabe des Treibmittels eingestellt. Je höher die Zugabe an Treibmittel
ist, desto geringer wird das Raumgewicht und desto höher die Nachgiebigkeit des Schaumes.
J geringer die Zugabe an Treibmittel ist, desto höher wird das Raumgewicht und desto
geringer wird die Nachgiebigkeit.
[0030] Das Verstärkungsmaterial kann auch organischer bzw. anorganischer Art sein. Organisches
Verstärkungsmaterial kann Holz sein.
Wirtschaftlich günstig sind Holzprofile, insbesondere bei gerader Form. Dabei können
schon einfache Profile mit rechteckigem Querschnitt die gewünschte Verstärkungsfunktion
erfüllen. Für gerade Verstärkungsprofile können Holzstäbe, sogar Dachlatten eine sehr
wirtschaftliche Lösung bilden. Anorganisches Verstärkungsmaterial kann zum Beispiel
aus Glasfasern bestehen. Die Glasfasern können als Gittergewebe das Nachgiebigkeitsmaterial
umschließen und dabei das oben beschriebene Verstärkungsmaterial bilden. Die Dachlatten
sind nach DIN 4047-1 genormt. Die Normung sichert bestimmte Abmessungen von 30 x 50
mm bzw. 40x60 mm. Allerdings entspricht der größte Teil der am Markt gehandelten Dachlatten
nicht der Norm. Bei diesen Dachlatten ist in der Regel mit einem Übermaß von 1 bis
2mm zu rechnen. Die größere Genauigkeit nach DIN ist von Vorteil, weil sich das Verstärkungsprofil
dann mit sehr viel geringerem Spiel in das Nachgiebigkeitsmaterial schieben kann oder
umgekehrt das Nachgiebigkeitsmaterial auf das Verstärkungsmaterial schieben läßt.
Die Dachlatten sind ein extrem wirtschaftliches Verstärkungsmaterial.
[0031] Versuche haben gezeigt, daß mit den Dachlatten als Verstärkungsmaterial und einem
die Dachlatten umgebenden Nachgiebigkeitsmaterial aus einem extrudierten Polystyrolschaum
eine Floatglasscheibe ohne Schaden fallen gelassen werden konnte. Das Floatglas hatte
eine Dicke von 6mm und eine Fläche von 1 Quadratmeter. Der Polystyrolschaum war ein
üblicher, geschlossenzelliger Bauschaum für die Außendämmung von Gebäuden mit einem
Raumgewicht von 30kg pro Kubikmeter. Solcher Schaum ist mindestens zu 95% geschlossenzellig.
Aus dem Raumgewicht können die Eigenschaften des Schaumes, insbesondere die Nachgiebigkeit
abgeleitet werden. Der Polystyrolschaum hatte eine Dicke von 100 mm. Der erfindungsgemäß
verstärkte Polystyrolschaum wurde durch eine Umreifung mit einem 10mm breiten und
0,5mm dicken Band auf der Scheibenkante gehalten.
Die Fallhöhe war mit 2,5m unrealistisch hoch. Umso erstaunlicher ist das Ergebnis
der Versuche. Nach der sechsten Versuchswiederholung mußte abgebrochen werden, weil
die Umreifung sich gelöst hatte. Die Glasscheibe hatte bis dahin jedoch noch keinen
Schaden genommen.
[0032] Versuche mit einer Sandsteinplatte mit einer Dicke 20 waren bei gleichem Kantenschutz
und mehrfacher Umreifung bei einer reduzierten Fallhöhe von 1m auch erfolgreich, auch
in Wiederholung.
Die Umreifung erfolgt vorzugsweise an den Längsseiten.
[0033] Aus den
EP216690 und
EP530611 sind zwar auch Verpackungen für Glasscheiben bekannt. Diese Verpackungen setzen jedoch
eine verwindungssteife Bodenplatte voraus, auf der die Glasscheiben verspannt werden.
Daraus ist zu entnehmen, daß Verpackungsgut beim Transport auch auf Verwindung belastet
wird. Eine Lehre, Glasscheiben auch ohne verwindungssteife Bodenplatte zu bewegen,
ist dem nicht zu entnehmen.
[0034] Noch bessere Ergebnisse können mit Stahlhohlprofilen oder Aluminiumprofilen anstelle
der Dachlatten erzielt. Die Aluminiumprofile haben gegeben den Stahlprofilen den Vorteil
geringeren Gewichtes. Jedoch verursachen diese Metallprofile deutlich höhere Verpackungskosten,
so daß eine Rückführung der Verpackung an den Lieferanten zu deren Wiederverwendung
empfehlenswert ist. Bei einer Verpackung mit Kantenschutz aus Partikelschaum und Dachlatten
sind die Verpackungskosten so gering, daß auch eine Entsorgung anstelle der Rückführung
in Betracht kommt.
[0035] Bei gekrümmten Formen und/oder bei aufwendigeren Querschnitten kann die Herstellung
des Verstärkungsmaterials aus Kunststoff, insbesondere aus ungeschäumtem Kunststoff
günstiger sein. Zur Kostenreduzierung bietet es sich an, den Kunststoff mit Füllstoffen
zu versehen und/oder Recycling-Material als Kunststoff einzusetzen. Das Füllmaterial
kann auch Holz sein. Das Holz wird dazu auf ein Maß verkleinert, das in den für die
Verarbeitung des Kunststoffes vorgesehenen Anlage einsetzbar ist. Der Füllstoff hat
in der Mischung mit dem Kunststoff mindestens einen Anteil von 50Gew%, noch weiter
bevorzugt von mindestens 60Gew% und höchst bevorzugt einen Anteil von mindestens 70Gew%.
Als Kunststoff kommt vorzugsweise ein Polyolefin wie Polyethylen oder Polystyrol zur
Anwendung.
[0036] Zur Verarbeitung der von Kunststoff mit Füllstoff eignen sich besonders Extrusionsanlagen,
in denen der Kunststoff mit dem Füllstoff und anderen Zuschlägen vermischt wird. Der
Kunststoff wird aufgeschmolzen, so daß die anderen Mischungsanteile leicht in dem
Kunststoff vermischt werden können. Die Mischung wird anschließend auf Austrittstemperatur
im Extruder abgekühlt und durch eine Düse gedrückt, welche dem austretenden Material
die gewünschte Form gibt. Das austretende Material kühlt ab und behält die erlangte
Form.
Wahlweise kann die Schmelze auch in eine Form gespritzt werden. Nach Abkühlen der
Schmelze in der Form behält die Schmelze die Form des Formhohlraumes. Man spricht
von Formteilen bzw. von der Herstellung durch Spritzformen.
[0037] Das Nachgiebigkeitsmaterial besteht aus geschäumtem Kunststoff, vorzugsweise einem
Polyolefinschaum wie Polystyrolschaum. Der Schaum kann ein Partikelschaum oder ein
extrudierte Schaum sein. Der Partikelschaum besteht aus einer Vielzahl von Schaumpartikeln.
Die Schaumpartikel können im Autoklaven erzeugt werden. Dabei werden Kunststoffpartikel
durch Polymerisation von Monomeren erzeugt und anschließend mit einem Treibmittel
beladen, so daß die Kunststoffpartikel aufschäumen, wenn sie nach der Erwärmung in
einem unter Druck stehenden Behälter ins Freie gelassen werden.
Die aufgeschäumten Partikel werden in einen Formhohlraum gefüllt, welcher der gewünschten
Form des für den Kantenschutz vorgesehenen Nachgiebigkeitsmaterials besitzt. Die Partikel
werden üblicherweise in dem Formhohlraum mit Heißdampf beaufschlagt, so daß die Partikel
an der Außenfläche aufschmelzen und mit benachbarten Partikeln kleben oder verschweißen.
Dabei nehmen die verklebten oder verschweißten Partikel die Form des Formhohlraumes
an. Es können die Formkörper aus dem Formhohlraum entnommen werden.
[0038] Das Nachgiebigkeitsmaterial kann als Schaum auch durch Extrudieren hergestellt werden.
Dabei wird Kunststoff unter erheblichem Druck durch Erwärmung in schmelzflüssige Form
gebracht und mit Zuschlagstoffen sowie mit einem Treibmittel vermischt und wie oben
erläutert auf Austrittstemperatur gekühlt, um dann durch eine Düse gepresst zu werden.
Durch Austreten aus dem Extruder gelangt die Schmelze aus einem Bereich hohen Druckes
in einen Bereich, in dem Umgebungsdruck herrscht. Aufgrund des Druckabfalls reagiert
das Treibmittel. Es dehnt sich aus und bildet unter gleichzeitiger Abkühlung der Schmelze
eine Vielzahl von Zellen in der Schmelze. Die Ausdehnung wird mit einem Kalibrator
begrenzt, welcher der gewünschten Querschnittsform des Schaumstranges nachgebildet
ist.
[0039] Die mit Treibmittel versetzte Schmelze kann auch in eine Form gespritzt werden, die
dem sich bildenden Kunststoffschaum die gewünschte Form gibt.
[0040] Für die Herstellung von Formteilen für das Nachgiebigkeitsmaterial kann auch Partikelschaum
verwendet werden. Partikelschaum besteht aus Schaumpartikeln. Die Schaumpartikel werden
mit gewissem Druck in eine Form gefüllt, die wie die Spritzform der gewünschten Form
der Kunststoffteile entspricht. In der Form werden die Schaumpartikel mit Heißdampf
bedampft, so daß die Schaumpartikel an der Oberfläche anschmelzen und unter dem bestehenden
Druck miteinander verschweißen.
[0041] Bei gleichem Raumgewicht hat ein extrudierter Schaum bessere Festigkeitseigenschaften
als ein Partikelschaum.
[0042] Üblicher extrudierter Schaum aus Polystyrol hat ein Geschlossenzelligkeit von 95%
und mehr , bezogen auf die Vielzahl aller Zellen.
Für die Nachgiebigkeit kann es außerdem von Vorteil sein, einen Schaum zu verwenden,
der mehr als die 5% eines herkömmlichen Bauschaumes offenzellig ist. Vorzugsweise
ist die Offenzelligkeit dann mindestens 10%, noch weiter bevorzugt mindestens 20%
und höchst bevorzugt mindestens 30%. Das heißt, von der Gesamtzahl aller Zellen in
dem Schaum ist ein dem angegebenen %Satz entsprechender Teil nicht geschlossen sondern
offen, so daß aus diesen Zellen eingeschlossenes Gas unter Belastung/Druck entweichen
kann.
Zur Zellenbildung wird ein Treibgas verwendet. Das Treibgas expandiert in schmelzflüssigem/erweichtem
Polystyrol, wenn der Umgebungsdruck entsprechend herabgesetzt wird.
Das geschieht beim Extrudieren, wenn die mit dem Treibgas beladene Schmelze aus dem
Extruder, in dem gegenüber dem Umgebungsdruck ein vielfach höherer Druck herrscht,
in die umgebende Atmosphäre austritt.
Das geschieht bei der Herstellung von Partikelschaum, wenn die mit Treibmittel beladenen
ungeschäumten oder nur geringfügig vorgeschäumten Polystyrolpartikel in einem Autoklaven
und Druck und Temperatur erweicht werden und danach schnell aus dem Autoklaven entlassen
werden.
Die Treibmitteldosis ist für die Frage entscheidend, ob ein üblicher, weitgehend geschlossenzelliger
Bauschaum erzeugt wird oder ob ein offenzelligerer Schaum erzeugt wird. Bei heute
üblichen kohlendioxidhaltigen Treibmitteln liegt der Treibmittelanteil in der Mischung
für üblichen Bauschaum zwischen 5 und 8 Gew%. Durch schrittweise Erhöhung des Treibmittelanteiles
kann man sich an der gewünschten Offenzelligkeit nähern.
Das in den geschlossenen Zellen des Schaumes eingeschlossene übliche Treibmittel bleibt
dort nicht. Es diffundiert durch die Zellwände hindurch aus und Umgebungsluft diffundiert
durch die geschlossenen Zellwände ein. Die Diffusionsvorgänge dauern einige Zeit.
Üblicherweise wird mit der Verwertung solcher Schaumprodukte abgewartet, bis die Diffusionsvorgänge
weitgehend abgeschlossen sind.
Die offenen Zellen besitzen in den Zellwänden Löcher. Das ursprünglich dort vorhandene
Treibmittel wird sehr schnell durch Umgebungsluft verdrängt. Allerdings wird auch
die danach eingeschlossene Luft durch mechanische Verformung des als Nachgiebigkeitsschicht
verwendeten Schaumes aus den Zellen herausgedrückt. Das erleichtert die Verformung
gegenüber einem geschlossenzelligen Schaum. Dort bleibt die Luft eingeschlossen und
müssen sich die Zellwände dehnen, um dem Druck nachzugeben.
Vorzugsweise ist die Offenzelligkeit auf maximal 50% beschränkt, noch weiter bevorzugt
auf 60%. Dann sind in dem Schaum noch so viel geschlossene Zellen, daß sich der Schaum
nach seiner Entlastung wieder kurzfristig zurückformt.
[0043] Das Nachgiebigkeitsmaterial und das Verstärkungsmaterial können auch in mehreren
Lagen(schichtweise) übereinander angeordnet werden. Dabei können das Nachgiebigkeitsmaterial
und/oder das Verstärkungsmaterial von Lage zu Lage bzw. von Schicht zu Schicht variieren
oder gleich sein.
Eine Variation des Nachgiebigkeitsmaterials kann zum Beispiel dann gegeben sein, wenn
eine Nachgiebigkeitsmaterial-Lage/Schicht zugleich als Dämpfungsschicht ausgebildet
ist. Die Dämpfungsschicht unterscheidet sich von üblichem Kunststoffschaum dadurch,
daß bei einer Verformung der Schicht und nach anschließender Entlastung keine schlagartige
Rückverformung/Rückstellung erfolgt, sondern erst mit erheblicher Verzögerung eine
Rückverformung/Rückstellung erfolgt. Mit solcher Dämpfungseigenschaft wird verhindert,
daß die Verpackung mitsamt dem Verpackungsgut zum Beispiel nach einem Sturz in Schwingung
gerät. Die Schwingung kann zu einem Hüpfen führen, so daß empfindliches Floatglas
nicht allein durch den Sturz, sondern durch anschließendes Hüpfen und Aufstoßen auf
dem Untergrund belastet wird.
Die gewünschten Dämpfungseigenschaften besitzt zum Beispiel eine offenzellige Schaumschicht,
wie sie oben beschrieben ist.
[0044] Wahlweise kann das Verstärkungsmaterial das Nachgiebigkeitsmaterial umfassen oder
umgekehrt. Wahlweise kann das Verstärkungsmaterial auch in das Nachgiebigkeitsmaterial
fassen oder umgekehrt.
Bei abschnittsweiser Herstellung der Verpackung kann es von Vorteil sein, wenn von
zwei benachbarten Abschnitten, der eine Abschnitt in den anderen greift. Das kann
genutzt werden um die Verpackungsabschnitte in Längsrichtung miteinander zu verbinden.
Das kann auch genutzt werden, um Verpackungen, die nebeneinander stehen, miteinander
zu verbinden.
Die Verbindung kann bleibend oder lösbar sein.
Für die Verbindung können Zapfen oder Stifte zum Einsatz kommen, die Zapfen oder Stifte
können an einem Verpackungsabschnitt angeformt sein und in entsprechende Öffnungen
des zu verbindenden, benachbarten Verpackungsabschnittes greifen. Es können auch separate
Zapfen und Stifte zur Anwendung kommen, die in gegenüberliegende Öffnungen zweier
benachbarter Verpackungsabschnitte greifen. Mehrere Stifte verhindern zugleich eine
Verdrehung der Verpackungsabschnitte gegeneinander. Außermittige Zapfen verhindern
gleichfalls eine Verdrehung der Verpackungsabschnitte gegeneinander. Darüber hinaus
kann mit Zapfen, deren Querschnitt(zum Beispiel einem eckigen Querschnitt) von einem
kreisförmigen Querschnitt abweicht, gleichfalls ein Verdrehen der Verpackungsabschnitte
gegeneinander verhindert werden. Durch eine drehsichere Verbindung nähern sich die
Eigenschaften der miteinander verbundenen Verpackungsabschnitte den Eigenschaften
eines einstückigen Verpackungsteil mit gleicher Länge wie die miteinander verbundenen
Verpackungsabschnitte.
[0045] Eine weitere Annäherung kann erreicht werden, wenn die Zapfen und Stifte in den korrespondierenden
Verpackungsabschnitten fest gehalten werden. Das kann durch eine Verdickung an den
Zapfen oder Stiften erreicht werden, die zu einer Preßpassung in den korrespondierenden
Verpackungsabschnitten führen. Wahlweise können die Zapfen oder Stifte mit Ihren Verdickungen
auch in Hinterschneidungen der Ausnehmungen in den korrespondierenden Verpackungsabschnitten
greifen.
[0046] Wie oben ausgeführt, sind ist es günstig, wenn die zu schützende Kante des Verpackungsgutes
zunächst mit Nachgiebigkeitsmaterial umfaßt wird und im Abstand von der zu schützenden
Kante mit Verstärkungsmaterial kombiniert wird. Das Verstärkungsmaterial und das Nachgiebigkeitsmaterial
können einander aber auch gleichzeitig umfassen oder gleichzeitig ineinander fassen.
Vorzugsweise ist das Nachgiebigkeitsmaterial im Querschnitt als symmetrischer Profilkörper
ausgebildet und nimmt dieser Profilkörper jeweils mindestens ein Verstärkungsprofil
in einer Öffnung auf. Wahlweise sind zwei Verstärkungsprofile in zwei beabstandeten
Öffnungen des Kantenschutzes vorgesehen.
Vorteilhafterweise lassen sich auf die das Verstärkungsmaterial bildenden Profilkörper
Verpackungsabschnitte aus Nachgiebigkeitsmaterial aufschieben (auffädeln) und so miteinander
verbinden.
Wahlweise können die Verpackungsabschnitte auch schon hintereinander angeordnet sein
und kann anschließend ein das Verstärkungsmaterial bildender Profilkörper durch die
zugehörige Öffnung in den Verpackungsabschnitten geschoben werden.
[0047] Es ist auch die Verwendung von Kunststoffschaum für die Verstärkungsprofile möglich.
Die notwendige Festigkeit erlangt der die Verstärkungsprofile bildende Kunststoffschaum
durch ein entsprechendes höheres Raumgewicht und/oder durch eine Verhautung der Profile
an den Außenflächen. Die Verhautung entsteht, wenn die Außenflächen soweit erwärmt
werden, daß der Schaum in diesem Bereich kollabiert. Dazu ist eine schnelle Erwärmung
vorteilhaft. Für diese Technik ist günstig, daß der Kunststoffschaum eine sehr geringe
Wärmeleitfähigkeit besitzt. Die Verhautung bewirkt nach der Abkühlung eine erhebliche
Versteifung der Außenfläche. Die Abkühlung kann mit Hilfsmitteln beschleunigt werden.
Wahlweise kann anstelle der Verhautung oder zusätzlich eine Versteifung auch durch
eine Beschichtung der Vertärkungsprofile aus Kunststoffschaum erreicht werden.
Als Beschichtung sind ungeschäumte Folien oder Textilien geeignet. Günstig sind Folien
und Texilien, welche gleichfalls aus Kunststoff bestehen und auf die Verstärkungsprofile
aufkaschiert werden. Zum Aufkaschieren zählt nach der Erfindung ein Verschweißen wie
auch eine Verklebung.
Aber auch metallische Folien lassen sich auf Kunststoffschaumprofile aufkaschieren.
Dabei kann die Verbindung zwischen Metall und Kunststoffschaum durch Kleber bewirkt
werden. Wegen der Einzelheiten der Kaschiertechnik wird auf folgende Druckschriften
Bezug genommen:
DE602004013008,
DE202010008929,
DE202010008532,
DE20200900339,
DE20200900692,
DE202008017621,
DE2020080016r847,
DE202008013755,
DE202008012066,
DE202008004965,
DE20200701806r4,
DE202006017392,
DE1020111199668,
DE102011100025,
DE102010053740,
DE 102020050874,
DE102010030310,
DE102009046413,
DE1020090141574.
[0048] Durch die starke Außenschicht kann auch ein Kunststoffschaum mit gleicher Nachgiebigkeit
wie das Nachgiebigkeitsmaterial zu einem Verstärkungsmaterial werden.
[0049] Der für das Nachgiebigkeitsmaterial vorgesehene Kunststoffschaum ist zum Beispiel
ein Polystyrolschaum mit einem Raumgewicht von 25 bis 40 kg pro Kubikmeter. Der Polystyrolschaum
kann üblicher Schaum mit einer Geschlossenzelligkeit von mindestens 95% , bezogen
auf die Anzahl der Zellen, sein. Zur Erzielung eines erhöhten Dämpfungsverhaltens
kann der Schaum mit einer größeren Offenzelligkeit als 10% , vorzugsweise mindestens
20%, noch weiter bevorzugt mindestens30%, bezogen auf die Anzahl der Zellen aufweisen.
Vorzugsweise umfaßt die Verpackung die zu schützende Kante des Transportgutes U-förmig,
so daß der erfindungsgemäße Kantenschutz nicht nur Kräfte aufnehmen kann, die in der
Ebene des scheibenförmigen Transportgutes (zum Beispiel Glases) verlaufen, sondern
auch Kräfte aufnehmen kann, welche quer dazu verlaufen.
Das Verstärkungsmaterial kann eine gleichartige oder ähnliche Form wie die Verpackung
aufweisen, um den quer zur Ebene des scheibenförmigen Transportgutes verlaufenden
Kräften standzuhalten. Die Erfindung hat erkannt, daß ein ausreichender Schutz schon
dann erreicht wird, wenn das Verstärkungsmaterial quer zur Ebene des scheibenförmigen
Transportgutes gegenüber dem Transportgut vorragt und darüber hinaus über das Nachgiebigkeitsmaterial
Kraftschluß mit dem Transportgut hat. In dem Sinne können die oben beschriebenen Holzprofile
mit rechteckigem Querschnitt (Dachlatten mit einem Querschnitt von 30 x 50mm oder
40 x 60mm) für den erfindungsgemäßen Kantenschutz ausreichend sein. Der zugleich gewünschte
Kraftschluß zwischen Nachgiebigkeitsmaterial/Schaum und Verstärkungsmaterial/Holz
wird durch eine Einbettung der Holzprofile bzw. des Verstärkungsmaterials in das Nachgiebigkeitsmaterial
erreicht. Dabei kann das Nachgiebigkeitsmaterial den Teil bilden, mit dem die Verpackung
die zu schützende Kante umfaßt.
[0050] Das Verstärkungsmaterial kann mit dem Nachgiebigkeitsmaterial fest verbunden sein.
Es kann aber auch wie im Falle der oben angesprochenen Holzprofile eine Verstärkung
durch separate (lose in der Verpackung sitzende Profile aus organischen Material oder
anorganischem Material oder aus Metall oder aus Kunststoff gebildet werden.
[0051] Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, daß zusätzlich zu den beschriebenen Verstärkungsprofilen
eine andere Verstärkung des Nachgiebigkeitsmaterials vorzunehmen. Vorzugsweise ist
die andere Verstärkung durch die bereits beschriebene Verhautung und/oder durch Aufkaschieren
von Folien und/oder Testilien erreicht.
[0052] Desgleichen liegt im Rahmen der Erfindung eine Verstärkung auch durch Umhüllen des
Nachgiebigkeitsmaterials mit Folien oder Textilien vorzunehmen.
[0053] Wahlweise kann das Nachgiebigkeitmaterial und /oder das Verstärkungsmaterial aus
verschiedenen Teilen zusammen gesetzt werden.
[0054] Bei dem Verstärkungsmaterial ist das schon am Beispiel verschiedener Materialien
dargestellt worden. Aber auch das Nachgiebigkeitsmaterial kann aus separaten Teilen
zusammengesetzt sein.
[0055] Die mehrteilige Ausführung kann unabhängig von der Art des Materials zur Anwendung
kommen. Die mehrteilige Ausführung kann genutzt werden, um Materialien unterschiedlicher
Beschaffenheit zusammen zu bringen oder um Rationalisierungsvorteile zu gewinnen.
[0056] Bei großen Serien entsteht ein Rationalisierungsgewinn durch einteilige Herstellung
des Kantenschutzes.
[0057] Bei kleinerer Serie wird ein Rationalisierungsvorteil gewonnen, wenn zum Beispiel
für unterschiedliche Breiten/Dicken/Höhen zur Herstellung des Kantenschutzes verschiedene
Profile miteinander verbunden werden. Vorzugsweise werden dabei möglichst gleiche
Profile verwendet und werden Paßstücke eingesetzt, mit denen die abweichendenBreiten/Dicken/Höhen
erzeugt werden.
Vorteilhafterweise ist das System auf unterschiedliche Querschn itte anwendbar, zum
Beispiel auf runde Querschnitte und eckige Querschnitte, rechteckförmige Querschnitte,
quadratische Querschnitte, andere dreieckige, viereckige und mehreckige Querschnitte.
Wahlweise findet dieses System auch auf einzelne Profilquerschnitte Anwendung. Jeder
Profilquerschnitt kann aus mehreren Profilen zusammengesetzt werden. Dabei können
die Profile, welche die Enden eines Profilquerschnittes bilden, als Seitenprofile
bezeichnet werden und können die Profile, welche die Paßstücke zwischen den Seitenprofilen
bilden, als Mittenprofile bezeichnet werden.
Die Profile können gleich oder unterschiedlich sein.
[0058] In dem Rahmen können gleiche oder unterschiedliche Seitenprofile (Profile, welche
an der Verpackung mindestens eine Außenseite bilden)und gleiche oder unterschiedliche
Mittenprofile Verwendung finden. Auch die Mittenprofile können gleich sein und mit
unterschiedlichen Seitenprofilen zu einem Gesamtprofil ergänzt werden.
[0059] Entsprechendes gilt für innen liegende Profile, außen liegende Profile und andere
Mittenprofile.
[0060] Wahlweise werden die verschiedenen Profile bleibend oder lösbar miteinander verbunden.
Vorzugsweise erfolgt die bleibende Verbindung durch Schweißen oder Kleben. Vorzugsweise
erfolgt die lösbare Verbindung durch Ineinanderschieben der Profile.
[0061] In der Anwendung dieser Lehre auf Schaumprofile heißt das: die Schaum-Ausgangsprofile
können durch Schweißen oder Kleben zu einem den Kantenschutz bildenden Gesamtprofil
verbunden werden. Beim Schweißen müssen die Schweißflächen angeschmolzen werden. Beim
Anschmelzen von Schaumflächen ist zu berücksichtigen, daß je nach Dauer des Vorganges
mehr oder weniger viele Zellen an der Schweißfläche kollabieren und deshalb mit einer
Dickenreduzierung zu rechnen ist. Die Dickenreduzierung wird durch Verwendung dickerer
Ausgangsprofile berücksichtigt, so daß die entstehenden Gesamtprofile die gewünschten
Maße erhalten. Das richtige Ausgangsmaß läßt sich mit wenigen Versuchen ermitteln.
Die notwendige Erwärmung der Schweißflächen läßt sich durch Berührung mit beheizten
Schweißwerkzeugen, aber auch mit Strahlungswärme oder mit Heißgas erzeugen. Mit der
Heißgasschweißung lassen sich auch kompliziert liegende Schweißflächen leicht erreichen.
[0062] Beim Kleben der Ausgangsprofile können verschiedene Kleber Verwendung finden. Mit
Klebern, auch mit Heißklebern wird ein Aufschmelzen der Klebflächen/Verbindungsflächen
an den Ausgangsprofilen verhindert, solange die Auftragtemperatur des Klebers unterhalb
der Schmelztemperatur des Nachgiebigkeitsmateriales liegen.
Besonders große Klebkräfte lassen sich mit Reaktionsklebern erzielen. Die Reaktionskleber
sind jedoch regelmäßig aufwendiger als andere Kleber. Heißkleber sind kostengünstig
und haben sich aber vielfach bewährt. Außerdem hat das Kleben den Vorteil, daß unterschiedliche,
nicht oder nur schlecht verschweißbare Materialien miteinander verbunden werden können.
Das gilt zum Beispiel für die Verbindung von Kunststoff mit Metall.
Das gibt weitere Konstruktionsfreiheiten.
[0063] Ein anderes Beispiel betrifft die Anpassung des Kantenschutzes an verschiedene Dicken
des scheibenförmigen Transportgutes (zum Beispiel Glases). Wahlweise befindet sich
in dem Kantenschutz eine der größten Dicke des zu schützenden Transportgutes angepaßte
Ausnehmung zur Aufnahme des Transportgutes an deren zu schützender Kante. Für kleinere
Dicken ist wahlweise eine Einlage in der Ausnehmung für die zu schützende Kante(zum
Beispiel die Glaskante) vorgesehen. Die Einlage füllt die Ausnehmung so weit aus,
daß der Kantenschutz schließend auf die Kante gesetzt werden kann oder umgekehrt das
scheibenförmige Transportgut schließend in die Ausnehmung des Kantenschutzes gesetzt
werden kann.
Wahlweise ist die Ausnehmung in dem Kantenschutz zur Aufnahme der Kante auch gestuft
ausgebildet. Dann verjüngt sich die Öffnung in dem Kantenschutz in mindestens einer
Stufe, so daß die Ausnehmung mit der größten Öffnungsweite zum Beispiel Glasscheiben
mit einer Dicke von 8 mm aufnehmen kann und in der darunter liegenden Verjüngung eine
Glasscheibe mit einer Dicke von 6mm aufnehmen kann.
[0064] Das Verstärkungsmaterial kann auch aus Kunststoffschaum bestehen. Dann handelt es
sich vorzugsweise um einen Schaum mit größerem Raumgewicht als der für das Nachgiebigkeitsmaterial
verwendete Schaum, vorzugsweise ein mindestens um 20% höheres Raumgewicht, noch weiter
bevorzugt um ein mindestens 40% höheres Raumgewicht.
[0065] Wahlweise entsteht das Verstärkungsmaterial auch durch eine oben beschriebene Verhautung
des aus Schaum bestehenden Nachgiebigkeitsmaterials. Dabei wird der das Nachgiebigkeitsmaterial
bildende Schaum an mindestens einem Rand angeschmolzen, so daß der Schaum kollabiert.
Die entstehende Haut ist weitgehend ungeschäumt und gibt dem Kantenschutz die gewünschte
Festigkeit.
[0066] Bei Verwendung von extrudierten Kunststoffschaumprofilen für den erfindungsgemäßen
Kantenschutz ist es von Vorteil, eine Extrusionsdüse mit nachgeschaltetem Kalibrator
zu verwenden, wobei der Kalibrator der Form des gewünschten Profiles zumindest so
weit nachgebildet ist, daß ein Teil der Außenflächen der das Nachgiebigkeitsmaterial
bildenden Profilstränge unbearbeitet verbleiben kann. Das sind zumindest die Flächen,
welche in der fertigen Verpackung für ein scheibenförmiges Verpackungsgut die Seitenflächen
und die am Umfang liegende Außenfläche bilden. An den unbearbeiteten Seiten verbleibt
aus dem Extrusionsvorgang eine sogenannte Extrusionshaut, die für die Verstärkung
des Nachgiebigkeitsmaterials ausreichend sein kann. Die Extrusionshaut entsteht, weil
die aus der Extrusionsdüse des Extruders austretende, treibmittelbeladene Schmelze
aufschäumt und dabei den Kunststoffschaum bildet. Die mit dem Aufschäumen verbundene
Volumensvergrößerung endet, sobald die Schmelze die temperierten Flächen des nachgeschalteten
Kalibrators berührt. Dort endet der Schäumvorgang, während der Schäumvorgang im Inneren
des ausgetretenen Schmelzestranges sich mit Einfluß auf die Verteilung der Zellen
und deren Form und Größe noch etwas fortsetzen kann. Je nach Temperierung (Temperaturführung
im Kalibrator) entsteht eine Extrusionshaut mit viel größerem Raumgewicht als im Inneren
des fertigen Profilstranges und/oder entsteht eine ungeschäumte Hautschicht.
Zu den Einzelheiten von möglicher Extrusionshaut wird auf folgende Druckschriften
Bezug genommen:
DE19849149, DE19726959, DE19726415, DE19539511, DEDE10315090, DE10251505, DE10245470, DE10151334, DEDE10124061, DE10106341, DE10003808, DE2032243.
[0067] Art und Dicke der Extrusionshaut läßt sich mit wenigen Versuchen der jeweils gewünschten
Verstärkung der Nachgiebigkeitsschicht anpassen. Während der Herstellung des Kunststoffschaumes
muß nicht zwingend darauf Rücksicht genommen werden, daß die der Kante des Verpackungsgutes
zugewandt Seite des die Nachgiebigkeitsschicht bildenden Kunststoffschaumprofils beste
Nachgiebigkeitsbedingungen besitzt und deshalb frei von Extrusionshaut ist. Die Extrusionshaut
kann anschließend leicht entfernt werden. Das ist bei Kunststoffschaumprodukten üblich.
Die Extrusionshaut wird regelmäßig abgefräst und der dabei anfallende Abfall recycelt.
Die Erfindung nutzt die bei der Extrusion entstehende und üblicherweise sonst entfernte
Materialschicht wahlweise als Verstärkung.
[0068] Solange die notwendigen Stückzahlen für eine Extrusion der erfindungsgemäßen Profile
nicht erreicht wird, kann es zweckmäßig sein, die Profile aus handelsüblichen Produkten
wie zum Beispiel aus extrusionshautlosen Schaumplatten herauszuarbeiten. In dem Fall
kann eine gewünschte Verstärkung durch Verhautung der gewünschten Flächen erfolgen.
Dabei werden die zu verstärkenden Flächen durch entsprechende Erwärmung aufgeschmolzen.
Dadurch bildet sich eine Verstärkungshaut an den gewünschten Flächen. Die Erwärmung
kann mit Heißluft bzw. Heißgas erfolgen. Auch eine Erwärmung der zu verhautenden Flächen
durch Berührung mit einem beheizten Gegenstand ist möglich. Zu den geeigneten Gegenständen
für die Wärmeübertragung gehören zum Beispiel beheizte Walzen.
[0069] Soweit der entstehende Kunststoffschaumstrang an den Stellen, an denen eine unten
beschriebene Nut vorgesehen ist, eine Extrusionshaut oder nachträglich erzeugte Haut
trägt, kann die Extrusionshaut dort genauso wie im Bereich der Stelle abgefräst werden,
an der das Verpackungsgut aufgenommen werden soll. Anstelle des Fräsens kommen auch
andere spanabhebende Verformungsvorgänge wie bspw. Sägen in Betracht. Alternativ zur
spanabhebenden Verformung kann von dem Kalibrator dort eine Nut eingeformt werden,
so daß die Extrusionshaut dort verbleiben kann und zur Verstärkung beitragen kann.
Das bedingt allerdings aus Fertigungsgründen eine erhebliche Rundung an den Querschnitts-Ecken
der Nut, Das kann sogar als Vorteil genutzt werden, weil die Rundungen für die Ausreiß-Festigkeit
des Kunststoffschaumstranges an der Nut günstig sind.
Sofern gleichwohl scharfkantige Ecken gewünscht sind, können die Ecken wahlweise spanabhebend
eingearbeitet werden. Wird die spanabhebende Bearbeitung auf die Ecken beschränkt,
so kann die zwischen den Ecken bestehende Extrusionshaut verbleiben und vorteilhafterweise
zur Verstärkung beitragen
[0070] Gemäß einer Ausführung, die nicht erfindungsgemäß ist, können anstelle oder neben
den oben beschriebenen extrudierten Kunststoffschaumsträngen die Kunststoffschaumstränge/Profile
auch aus Partikelschaum bestehen.
Partikelschaum entsteht aus der Verbindung von Schaumstoffpartikeln mit einer üblichen
Größe von 0,5 bis 12mm, vorzugsweise 2 bis 5mm, einem Formteilautomaten. Die Schaumstoffpartikel
werden üblicherweise in großvolumigen Autoklaven durch Polymerisation von Kunststoffmonomeren
in einer Suspension unter Anwendung von Druck und Erwärmung hergestellt. Dabei agglomerieren
sich Partikel. Zugleich oder später werden die Partikel mit Treibmittel beladen, so
daß die Partikel nach dem Austreten aus dem Autoklaven zu Kunststoffschaumpartikeln
aufschäumen. Diese Schaumstoffpartikel sind in großer Menge verfügbar. Einer der großen
Anbieter ist die BASF, welche die Schaumstoffpartikel unter anderem unter der bekannten
Marke Styropor in verschiedenen Qualitäten und Abmessungen anbietet.
Die fertigen Schaumstoffpartikel werden in einer Variante in großvolumigen Formteilautomaten
zu Blöcken miteinander verbunden. Das geschieht durch Bedampfen mit Heißdampf. Der
Heißdampf bewirkt ein Anschmelzen der Schaumstoffpartikel an deren Oberfläche. Unter
gleichzeitigem Druck verschweißen die Schaumstoffpartikel in der Form zu Blöcken.
Ist der Druck und/oder die Temperatur für das Verschweißen zu gering, so kommt es
in der Regel noch zu einem Verkleben der Schaumstoffpartikel. Die entstehenden Blöcke
werden üblicherweise zu Platten geschnitten, die zu Isolierzwecken am Bau verwendet
werden. Herkömmlich werden die Blöcke mit Hilfe von Sägen in Platten aufgeschnitten.
[0071] Solange die notwendigen Stückzahlen für eine Sonderfertigung gegeben sind, können
die gewünschten Kunststoffschaumstränge/Profile aus den handelsüblichen Platten aus
Partikelschaum geschnitten werden Bei größeren Stückzahlen rechnet sich die Anschaffung
von Formen mit einem Formhohlraum, der die gewünschte Form der Profile wiedergibt.
In solchen Formen kann wahlweise auch eine Verhautung verursacht werden, in dem an
gewünschten Flächen eine Erwärmung der Formwände stattfindet. Die Erwärmung erfolgt
dann vorzugweise nach der Beaufschlagung der Partikel mit Heißdampf zum Verschweißen
der Partikel.
Im Übrigen kann die nachträgliche Verhautung in gleicher Weise wie bei den aus extrudiertem
Material bestehenden Profilen erfolgen. D.h. die Profile können wie die oben erläuterten
Profile an den gewünschten Flächen durch Aufschmelzen von Schaum mit einer Haut versehen
werden.
[0072] Vorzugsweise findet zumindest das Zerlegen der Platten aus extrudiertem Kunststoffschaum
wie auch das Zerlegen der Platten aus Partikelschaum, noch weiter bevorzugt auch das
Zerlegen der Blöcke aus
Kunststoffschaum, durch Schneiden mittels Glühdraht statt. Der Glühdraht wird vorzugsweise
elektrisch so weit erhitzt, daß der Kunststoffschaum unter seiner Berührung schmilzt.
Dies kann für das Schneiden von Kunststoffschaum genutzt werden. Wegen der Einzelheiten
wird auf folgende Druckschriften Bezug genommen:
DE102004050867,
DE19803915,
DE19607897,
DE19607896,
DE9110930,
DE6903524,
DE2741725,
DE1162064.
Die Schneidtechnik kann auch für die oben vorgesehene Aufschneidung von Blöcken zu
Platten und/oder für die Aufschneidung der Platten zu Strängen genutzt werden. Allerdings
ist die Schneidtechnik im Verhältnis zum Schneiden durch Sägen verhältnismäßig langsam.
Nach der Erfindung wird diese Schneidtechnik zum Verhauten genutzt, indem die Erwärmung
des Glühdrahtes gesteigert wird und/oder ein dickerer Glühdraht verwendet wird. Die
größere Erwärmung und die Dicke des Glühdrahtes lassen viel mehr Material abschmelzen
als bei einem herkömmlichen Glühdrahtschnitt, so daß mit wenigen Versuchen eine Haut/Verhautung
erzeugt werden kann, die der unten beschriebenen Festigkeit entspricht bzw. der Festigkeit
der Referenzfolien entspricht.
Wahlweise können Kunststoffschaumstränge aus Partikelschaum,die als Nachgiebigkeitsmaterial
dienen sollen, auch unmittelbar im Formteilautomaten, auch mit Verhautung erzeugt
werden. Für die Kunststoffschaumstränge sind dazu relativ einfache Formen ausreichend.
Das heißt, im Formteilautomaten werden Formteile erzeugt, die sofort die Form der
Kunststoffschaumstränge aufweisen, die nach oben beschriebenen Aufschneiden von Blöcken
entstehen.
Der Formteilautomat hat dazu einen anderen Formhohlraum als die Formteilautomaten
für die oben beschriebenen Blöcke aus Partikelschaum. Der Hohlraum ist dann wesentlich
kleiner, dem Volumen der gewünschten Kunststoffschaumstränge angepaßt.
[0073] Für die Verhautung der Formteiloberfläche sind die Wände der Form an der zur Verhautung
gewünschten Stelle mit einer Temperierung versehen. Zur Temperierung sind die zugehörigen
Wände des Formteilautomaten zum Beispiel als Hohlkammern ausgebildet und mit Temperierungsmittel
durchströmt, so daß die Wände nach Bedarf erwärmt oder gekühlt werden können, um die
Schaumpartikel an der gewünschten Stelle soweit zu erhitzen, daß innerhalb der Form
an der Oberfläche des Formteiles ein Aufschmelzen und eine Verhautung stattfindet.
Um die Abkühlung des Formteiles auf Auswerftemperatur zu beschleunigen, ist es zweckmäßig,
nach dem Verhauten, die Wände des Formteilautomaten zu kühlen. Dazu kann Kühlmittel
in die Wände des Formteilautomaten zu lenken.
Wegen der weiteren Einzelheiten zur Verhautung von Formteilen aus Partikelschaum im
Formteilautomaten wird auf folgende Druckschriften Bezug genommen:
DE10247190, DE10247190, DE10226202, DE3022017.
[0074] Vorzugsweise ist allen oben beschriebenen Verfahren eine Verhautung vorgesehen, welche
mindestens die gleiche Verstärkung wie mit einer ungeschäumten Folie von 0,3mm Dicke
(Referenzfoliendicke) bewirkt, die aus gleichem Kunststoff wie das Nachgiebigkeitsmaterial
besteht. Noch weiter bevorzugt ist eine Referenzfoliendicke von mindestens 0,6mm und
höchst bevorzugt von mindestens 0,9mm vorgesehen.
[0075] Durch Kombination mit einer weiteren Schaumschicht kann die durch Verhautung entstehende
Verstärkungs-Haut innen liegend in dem Kantenschutz angeordnet werden. Eine gewünschte
Verbindung kann dabei wiederum durch Schweißen oder Kleben erzeugt werden.
Dabei kann für die Stabilität des Kantenschutzes förderlich sein, wenn eine Verhautung
an mindestens zwei gegenüberliegenden Flächen der Schaumschicht stattfindet. Je größer
der Abstand der zwei gegenüberliegenden Verstärkungs-Häute ist, desto günstiger ist
das Widerstandsverhalten gegen Biegung.
[0076] Die zur innen liegenden Anordnung einer HautschichtNerhautung vorgesehene weitere
Schaumschicht kann jedoch auch lose an der Verhautung anliegen. Das ist zum Beispiel
dann der Fall, wenn die oben (zur Aufnahme unterschiedlicher zu schützender Kanten)
beschriebene Einlage zugleich als solche Schaumschicht genutzt wird. Dabei ist es
günstig, wenn die Einlage durch die Schaumschicht U-förmig umfaßt wird.
[0077] Wahlweise kann dem Kunststoffschaum auch durch eine aufkaschierte Folie oder Textil
eine gewünschte Festigkeitsschicht gegeben werden. Für die Aufkaschierung der Folie
oder des Textils gelten die vorstehenden Vorschläge zur Verhautung entsprechend. Das
heißt, günstig ist eine Folienbeschichtung oder Textilbeschichtung, vorzugsweise an
zwei gegenüberliegenden Flächen. Dabei kann auch eine Innenlage einer Folie oder Textils
mit Hilfe einer weiteren Schaumschicht erzeugt werden. Die Innenlage entsteht, wenn
eine Folie oder Textil zwischen zwei Schaumschichten eingeschlossen wird.
Zu den Folien können ungeschäumte Folien und geschäumte Folien gehören. Die geschäumten
Folien können auch bei gleicher sonstiger Beschaffenheit gegenüber den Profilen aus
Kunststoffschaum eine höhere Festigkeit aufweisen, wenn sie ein höheres Raumgewicht
aufweisen.
[0078] Zu den verwendbaren Textilien gehören alle Fliesstoff, Gewebe, Maschenware, Geflechte
und Gewirke. Vorzugsweise finden Textilien Anwendung, die in mindestens einer Richtung,
vorzugsweise in zwei Richtungen, eine geringe Dehnung aufweisen. Besonders vorteilhaft
sind Gittergewebe mit Fäden, die in dem Gewebe quer zueinander und möglichst gerade
verlaufen. Weitere Vorteile ergeben sich, wenn das Gittergewebe an der Verpackung
so angebracht wird, daß die Fäden in den Haupt-Spannungsrichtungen verlaufen. Als
Hauptspannungsrichtungen werden bei einem scheibenförmigen Verpackungsgut, das von
einer rahmenartigen Verpackung umgeben ist, die entlang einer Kante verlaufenden Teile
der Verpackung angesehen. Dementsprechend werden die Gittertextilien so an der Verpackung
angebracht oder so um die Verpackung herumgeführt, daß die einen Fäden in dem Textil
parallel zur Längsrichtung der einen Kante und die anderen Fäden parallel zur benachbarten,
quer stehenden Kante verlaufen. Jeder Stoß gegen die Verpackung bewirkt eine Einformung
in die Verpackung. Das Gittergewebe nimmt dabei einen wesentlichen Teil der Belastung
auf und verteilt die Belastung über die Länge der Fäden auf einen großen Bereich der
Verpackung, so daß die Stoßenergie großflächig verteilt und eine gebündelte Belastung
der zu schützenden Kante verhindert wird.
Auch wenn die Verteilung der Stoßenergie an der Verpackung bei aufkaschierten Textilien
mit ungerade verlaufenden Fäden besser als bei Verpackungen ohne aufkaschierte Textilien
ist, so ist die Verteilung der Stoßenergie bei den geraden Fäden des Gittertextils
noch wesentlich besser als bei Textilien mit ungerade verlaufenden Fäden.
[0079] Der erfindungsgemäße Kantenschutz wird als Rahmen um das zu schützende scheibenförmige
Transportgut, zum Beispiel die Glasscheibe, herum gesetzt. Dabei ist es möglich, den
umlaufenden Kantenschutz abschnittsweise zusammenzusetzen. Für gerade Kanten lassen
sich einheitliche Profile als Kantenschutz verwenden, die von einem Ausgangsprofil
nach Bedarf abgelängt werden. Der Bedarf ergibt sich aus den Längen der geraden Kanten
an dem Transportgut, zum Beispiel einem Glas. Bei Bedarf können die Kantenschutzabschnitte
für die geraden Kanten auch mit Kantenschutzabschnitten für gekrümmte Kanten kombiniert
werden. Die gekrümmten Kantenschutzabschnitte können bei geringer Zahl in Sonderfertigung
hergestellt werden, bei größerer Zahl lohnt es sich, den erfindungsgemäßen Kantenschutz
sofort mit entsprechender Krümmung herzustellen.
[0080] Die Länge der Abschnitte des Kantenschutzes hängt davon ab,
- a)ob die Abschnitte an den Ecken des Kantenschutzes für ein Transportgut, zum Beispiel
für eine Glasscheibe, unmittelbar aneinander stoßen und die zu schützende Kante als
Einzelprofil von Ecke zu Ecke überspannen, wobei noch zu unterscheiden ist, ob es
sich an Ecken um stumpf gegeneinander stoßende Abschnitte des Kantenschutzes oder
an den Ecken um Abschnitte handelt, die an der Stoßstelle auf Gehrung geschnitten
sind
oder
- b)ob die Abschnitte an den Ecken des Kantenschutzes für ein Transportgut gegen ein
Eckstück stoßen und die zu schützende Kante zwischen den Ecken auf der Gesamtlänge
zwischen Eckstück und Eckstück als Einzelprofil überspannen oder
- c)ob die Abschnitte nach a) und b) noch in weitere Abschnitte unterteilt sind. Dies
kann als modulares Konzept bezeichnet werden, bei dem die Module beliebig miteinander
und gegebenenfalls mit Paßstücken kombiniert werden können.
[0081] Die Länge der Abschnitte hat erheblichen Einfluß auf Art und Umfang der Fertigung.
Je mehr Einzelfertigungen erforderlich sind, desto aufwendiger wird die Fertigung.
Nach der Erfindung wird unterschieden zwischen den Ecken bzw. dem Bereich zwischen
den Ecken.
Im Falle einer modulartigen Zusammensetzung der Verpackung gemäß vorstehender Variante
c) ist es Ziel, die Verpackung zwischen zwei Ecken/Eckstücken aus möglichst vielen
gleichen Abschnitten zusammen zu setzen.
Es können gleiche und unterschiedliche Eckstücke Anwendung finden.
[0082] Die Eckstücke können einen rechten Winkel oder andere Winkel zwischen sich einschließen.
Die Eckstücke können auch unterschiedliche Schenkellängen besitzen. Die Eckstücke
können auch die Verbindung für unterschiedlich geformte Verpackungsstücke, zum Beispiel
für gekrümmte und für gerade Verpackungsstücke/Abschnitte bilden.
Bezogen auf eine einzige Verpackung für eine rechteckige Scheibenform ergeben sich
zwei gleiche Breitseiten und können die zwei gleich langen Langseiten aus Breitseiten
und einem ergänzenden Paßstück zusammen gesetzt werden. Das Paßstück hat dann die
Differenzlänge zwischen Breitseitenabmessung und Langseitenlänge. Diese Paßstücke
sind andere Paßstücke als die oben erläuterten und als Mittenprofile eines Verpackungsprofilquerschnittes
bezeichneten Paßstücke.
Bezogen auf eine einzige Verpackung mag der Unterschied vorstehender modularer Zusammensetzung
gegenüber einer Sonderfertigung einstückiger Verpackungsteile für die Langseiten gering
sein. Bezogen auf mehrere, in den Breitseiten und den Langseiten unterschiedliche
Verpackungen werden die Vorteile des modularen Aufbaus aber erkennbar, und zwar sind
die Vorteile umso größer, je größer die Anzahl der in den Breitseiten und in den Langseiten
unterschiedlichen Verpackungen ist. Außerdem hängt die Größe des Vorteils der Verwendung
gleicher Abschnitte von der Art der Herstellung der Abschnitte und von der Gestaltung
der Abschnitte ab.
Das erfindungsgemäße System ist auch auf Verpackungen mit unterschiedlichen Seiten
anwendbar.
Nach der Erfindung setzen sich die Langseiten wie auch die Breitseiten an einer Verpackung
mit stumpf gestoßenen Abschnitten aus Abschnitten so zusammen, daß (bis auf einen
Extremfall) für mehrere Verpackungen, deren Breitseitenlängen und deren Langseitenlängen
sich unterscheiden, an jeder Verpackungsseite mindestens ein gleicher Abschnittsmodul
eingesetzt werden kann. Je nach Breitseitenlänge und Langseitenlänge können dabei
je Seite auch mehrere Abschnittsmodule zur Anwendung kommen. Soweit dabei an einer
Seite ein Stück offen bleibt, für die ein weiterer gleicher Abschnittsmodul zu groß
ist, wird ein Paßstück anstelle eines weiteren Abschnittsmoduls zur Anwendung gebracht.
Bei sehr kleinen erforderlichen Paßstücken kann es zweckmäßig sein, ein Paßstück zu
verwenden, welches die Länge eines Abschnittsmoduls plus der Länge des sonst erforderlichen
sehr kleinen Paßstückes aufweist. Solche sehr kleinen Paßstücke besitzen vorzugsweise
eine Länge, welche kleiner als die 0,5fache (mittlere Dicke bei unterschiedlichen
Dicken) Dicke des Abschnittsmoduls ist, noch weiter bevorzugt eine Länge, welche kleiner
als die 0,25fache (mittlere) Dicke des Abschnittsmoduls ist.
[0083] Der oben angesprochene Extremfall für die Anzahl der Abschnittsmodule und Paßstücke
ist dann gegeben, wenn der Abschnittsmodul die gleiche Länge wie die Breitseite einer
Verpackung besitzt.
Im Falle der Verwendung von Ecken bildenden Abschnitten, die an der Stoßstelle auf
Gehrung geschnitten sein sollen, gelten vorstehende Überlegungen zu den Modulen und
den Paßstücken für die Länge zwischen den Ecken bildenden Abschnitten an jeder Seite
der Verpackung. Dabei ist es zwar auch möglich, Ecken bildende Abschnitte zugleich
als Paßstücke zu nutzen. Wegen der besonderen Situation bei einer Stoßbelastung an
einer Ecke sind jedoch vorzugsweise zusätzliche Paßstücke vorgesehen, so daß die die
Ecken bildenden Paßstücke unberührt bleiben können.
Das gleiche gilt, wenn an den Ecken besondere Eckstücke vorgesehen sind und die Abschnitte
stumpf gegen die Eckstücke stoßen.
[0084] Bei längeren Breitseiten einer Verpackung können je Breitseite mehrere Abschnittsmodule
zur Anwendung kommen. Dann weisen die verschiedenen Abschnitte bis auf einen Paßstück
alle gleiche Länge auf.
[0085] Für die größere Langseiten, welche bei rechteckiger Scheibenform immer größer als
die Breitseiten sind, gelten die Ausführungen zur Anzahl der Abschnittsmodule bei
größeren Breitseiten erst recht.
[0086] Vorzugsweise dienen die Verstärkungsprofile/Verstärkungsmaterial als Führung und
Halterung für die verschiedenen Abschnittsmodule und Paßstücke an einer Seite der
Verpackung. Dann erstrecken sich die das Verstärkungsmaterial bildenden Verstärkungsprofile
von einer Ecke des scheibenförmigen Transportgutes (zum Beispiel der Glasscheibe)
zur anderen Ecke des scheibenförmigen Transportgutes, wahlweise können einzelne Verstärkungsprofile
sich auch darüber hinaus erstrecken. Das gilt vorzugsweise für das Verstärkungsprofil
am unteren Ende der Verpackung. Die verschiedenen Abschnitte können vorteilhafterweise
auf das Verstärkungsprofil geschoben werden und erfahren dadurch die gewünschte Führung
und Halterung.
[0087] Das hat für die Anfertigung von Kleinserien außergewöhnliche wirtschaftliche Vorteile,
weil damit der Verschnitt reduziert werden kann: Die für das Nachgiebigkeitsmaterial
vorgesehenen Abschnitte werden für Kleinserien voraussichtlich von einem im Handel
verfügbaren Ausgangsmaterial abgelängt. Das Ausgangsmaterial können handelsübliche
extrudierte Kunststoffschaumplatten oder Kunststoffschaumplatten aus Partikelschaum
oder extrudiertem Schaum sein, die zu Stangenmaterial aufgeschnitten werden. Von dem
Stangenmaterial können die gewünschten Abschnitte oder Abschnittsmodule abgelängt
werden. Dann verbleibt in den meisten Fällen ein Rest, der aber nach der Erfindung
nicht entsorgt werden muß, sondern mit anderen Resten und/oder anderen Abschnitten
als Nachgiebigkeitsmaterial verwendet werden kann, ohne daß es zu wesentlichen Funktionseinbußen
kommt. Dann werden diese Reste mit anderen Resten und/oder anderen Abschnitten auf
die Profile geschoben, welche das Verstärkungsmaterial bilden. Alternativ können die
Profile in die Abschnitte geschoben werden.
Bei den angesprochenen Resten kann es sich auch um verwendbare Teile einer zurückgenommen
Verpackung handeln. Je nach Ausführung und Wert einer Verpackung kann es sich um eine
Einwegverpackung oder um eine wiederverwendbare Verpackung handeln. Bei wiederverwendbaren
Verpackungen ist allerdings mit einigem Verschleiß bzw. mit einigen Beschädigungen
zu rechnen. Die verschlissenen und beschädigten Teile der Verpackung werden dann vorzugsweise
aussortiert und die verbleibenden Teile in obigem Sinne vorzugsweise als Rest behandelt.
Entsprechendes gilt, wenn Lieferschwierigkeiten bestehen. Dann können fehlende Teile
für neue Verpackungen durch zurückgenommene Verpackungsteile ergänzt werden.
Soweit das Transportgut immer die gleichen Abmessungen aufweist, kann eine zurückgenommene
unbeschädigte Verpackung ohne weiteres mit neuem Transportgut wieder versandt werden.
Die Erfindung hat jedoch erkannt, daß ein großer Teil von Transportgut wie Flachglas
mit bestellten Abmessungen auf den Weg gebracht werden muß. Bei der Rücknahme solcher
Verpackung fehlt es an einer einfachen Wiederverwendungsmöglichkeit.
Die erfindungsgemäße Verpackung aus Verpackungsabschnitten bietet eine vorteilhafte
Lösung zur Wiederverwendung, indem diese Verpackung eine Zerlegung der zurückgenommenen
Verpackung erlaubt. Danach können die angefallenen Abschnitte und Eckstücke zu neuen
Verpackungen für andersformatiges Transportgut zusammen gesetzt werden oder mit frischen
Abschnitten zu einer neuen Verpackung für andersformatiges Transportgut zusammen gesetzt
werden.
[0088] Für die Einwegverpackungen ist eine problemlose Entsorgung wichtig. Die Entsorgung
hängt sehr von dem verwendeten Kunststoff ab. So läßt sich Polyäthylen (PE) zum Beispiel
problemlos verbrennen. Das gleiche gilt für Polystyrol (PS). Während Polyurethan (PU)
und Polyvinylchlorid (PVC) entweder eine aufwendige besondere Verbrennung oder eine
aufwendige Rauchgasreinigung oder eine teuere Entsorgung als Sondermüll erfordern.
Zugleich kommen wegen der Kosten nur wirtschaftlich günstige Massenkunststoffe in
Betracht.
Bei Mehrwegverpackungen ist die Situation wieder anders. Hier kann man auch zu einem
besseren Kunststoff wie zum Beispiel Polypropylen (PP) greifen, das bessere mechanische
Eigenschaften als Polyäthylen und Polystyrol bietet. Auch Massenkunststoffe wie PU
und PVC kommen in Betracht, weil sich deren Kosten auf eine Vielzahl von Verpackungsvorgängen
verteilt. Allerdings bedingt der Einsatz aufwendigerer Kunststoffe für eine wiederverwendbare
Umhüllung des Transportgutes, daß sich die Umhüllung nach einem Transport in wieder
verwendbarer Weise von dem Transportgut lösen läßt.
Das Lösen des Kunststoffschaum von dem Transportgut kann durch ein zwischen liegendes
Trennmittel, zum Beispiel eine Lage Silikonpapier, erleichtert werden.
[0089] Zurück zur Einwegverpackung mit Umhüllung des Transportgutes mit Partikelschaum aus
PE und PS: Beide Kunststoffe sind nicht nur preiswert. Sie lassen sich auch auf niedrigem
Temperaturniveau als Partikelschaum und extrudierter Schaum verarbeiten und erscheinen
für ein Transportgut wie Glasscheiben sicher verträglich. Im Falle der Herstellung
der Verpackung aus Partikelschaum bedarf aber die Dampfführung besonderer Beachtung.
Der Heißdampf dient dazu, die in einer Form liegenden Partikel miteinander zu verschweißen.
Bei üblichen Formen wird der Heißdampf an der einen Seite zugeführt und an der anderen
Seite abgezogen. Sobald die konstruktive Gestaltung der Form und/oder Einlagen in
der Form den Dampfstrom stören, kann dies die Schweißverbindung zwischen den Schaumpartikeln
beeinträchtigen.
Wahlweise wird gleichwohl eine ausreichende Bedampfung sicher gestellt: Der Dampf
wird durch die Wandung der Form in die Form eingetragen. Damit sich der Dampf nicht
an dem Transportgut so staut, daß eine Störung in der Dampfführung entsteht, kann
die Wand abschnittsweise mit Dampf beaufschlagt werden und neben jedem Flächenabschnitt
für die Zuführung von Heißdampf ein Flächenabschnitt für die Absaugung des Dampfes
genutzt werden. Der abgesaugte Dampf hat seine Wärme an den Partikelschaum abgegeben.
Die Bedampfung erfolgt als Dampfstoß für eine vorher festgelegte Zeit. Danach wird
die Bedampfung eingestellt und findet an dem Flächenabschnitt, der bis dahin der Dampfzuführung
diente eine Dampfabsaugung. Zugleich wird die bis dahin erfolgte Dampfabsaugung des
benachbarten Flächenabschnittes eingestellt und statt dessen über diesen Flächenabschnitt
Heißdampf zugeführt. Für diese Verfahrensweise ist jeder Flächenabschnitt vorzugsweise
sowohl mit Dampfdüsen als auch mit Ansaugöffnungen ausgerüstet. Zu den Dampfdüsen
führen andere, vorzugsweise isolierte Leitungen als zu den Ansaugöffnungen. Dadurch
wird verhindert, daß die Dampfdüsen und die Zuführungsleitungen für Dampf nach der
Einstellung des Dampfstoßes zu stark auskühlen und der Dampf zu Beginn des nächsten
Dampfstoßes zu wenig Temperatur hat. Die an den benachbarten Flächenabschnitten wechselnden
Dampfstöße und Saugvorgänge werden bei Bedarf mehrmals wiederholt, so daß sichergestellt
ist, daß die in der Form befindlichen Schaumpartikel die gewünschte Verbindung miteinander
eingehen. Die Zeitdauer der Dampfstöße sowie die Dampftemperatur, der Dampfdruck,
der Saugzug, die Größe der Flächenabschnitte der Form und die Anzahl der Flächenabschnitte
sowie die Größe und das Raumgewicht der Schaumpartikel und die Anzahl der Dampfstoßwechsel
werden mit einigen Versuchen optimiert. Für die Dosierung der Dampfstöße und der Saugvorgänge
sind in den Dampfleitungen und den Saugleitungen zu den verschieden Flächenabschnitten
der Form einstellbare/steuerbare Ventile vorgesehen.
[0090] Vorteilhafterweise erlaubt die abschnittsweise Nutzung der Formwände für die Zuführung
des Heißdampfes und /oder die Abführung des Heißdampfes ein unmittelbares Einschäumen
des Verpackungsgutes mit Partikelschaum. Dabei wird das Verpackungsgut in die Form
gesetzt und der verbleibende Hohlraum mit Schaumpartikeln ausgefüllt und werden die
Schaumpartikel anschließend durch die Heißdampfbeaufschlagung miteinander verschweißt.
Das Glas als Verpackungsgut hat dabei eine so hohe Warmfestigkeit, daß es von dem
Heißdampf nicht beschädigt wird.
Vorstehende Beschichtung/Umhüllung von Gegenständen mit Partikelschaum kann auch unabhängig
von der vorliegenden Verpackung auf andere Gegenstände Anwendung findet.
[0091] Nach dem oben beschriebenen Konzept kann das Transportgut vollflächig oder teilflächig
mit Nachgiebigkeitsmaterial eingehüllt werden.
[0092] Nach Ausformen des mit Kunststoffschaum umhüllten Transportgutes kann eine Verstärkung
der Kunststoffschaumschicht in der oben beschriebenen Weise
a)durch Verhautung
b)durch vollflächig oder teilflächig aufkaschierte weitere Schichten,
c)durch teilflächig mit dem Kunststoffschaum verschweißte oder verklebte Folien oder
Textilien mit einer Spannung
c)durch vollflächige oder teilflächige Einhüllung mit einem losen Textil oder Folie
und deren Verspannung mit einer Umreifung, einem Spannband oder einem Spanngurt
[0093] Zu den Einzelheiten der Verhautung wird auf obige Ausführungen Bezug genommen. Das
gleiche gilt hinsichtlich der vollflächig oder teilflächig aufkaschierten Schichten.
Es ist auch erläutert, wie durch verschweißte oder verklebte Folie oder Textilien
und deren Spannung eine Verstärkung der Kunststoffschaumschicht, insbesondere der
Zusammenhalt von Abschnitten der Verpackung bewirkt werden kann.
Die Einhüllung von Verpackung mit Verpackungsgut/Transportgut in eine lose Folie oder
loses Textil erfolgt nach der Erfindung unter Verbindung der einander überlappenden
Folienenden oder Textilenden.
Überlappende Folienenden werden vorzugsweise geschweißt oder geklebt. Überlappende
Textilenden können je nach Beschaffenheit auch geschweißt werden. Textilien aus Glasfasern
werden in der Praxis nicht geschweißt. Textilien aus organischen Fasern werden in
der Praxis auch nicht geschweißt. Jedoch ist das Kleben von Textilien aller Art möglich.
Wenn die Textilien für eine Klebung zu große Maschenweiten zeigen, ist es von Vorteil
engmaschige Verbindungsstücke zwischen zu setzen.
Bei ausreichender Beschaffenheit lassen sich die Textilien unmittelbar aneinander
nähen. Anstelle des Nähens kann auch eine Verbindung durch Nadeln, Wirken, Stricken,
Sticken und andere bekannte textile Verarbeitungstechniken erfolgen. Bei mangelnder
Eignung zu einer unmittelbaren Verbindung der Textilenden sind Zwischenstücke wieder
hilfreich. Dabei kann es sich um Textilien mit geringer Maschenweite handeln, die
als Zwischenstück mit beiden Textilenden verbunden werden können.
[0094] Durch die erfindungsgemäße Umreifung oder Umschließung mit einem Spannband oder Spanngurt
und die gegebenenfalls vorgesehene Umhüllung mit Schrumpffolie, sonstiger Folie oder
Textilien verhält sich ein aus Abschnitten und Resten zusammengesetzte Kantenschutz
hinsichtlich des Nachgiebigkeitsmateriales wie ein Kantenschutz, der sich einstückig
von einer Ecke der Verpackung zur anderen Ecke der Verpackung erstreckt.
Die Verbindung eines zu einer zu schützenden Kante gehörenden erfindungsgemäßen Kantenschutzabschnitte
mit den zu einer benachbarten zu schützenden Kante gehörenden erfindungsgemäßen Kantenschutzabschnitten
kann an deren Enden erfolgen, mit denen sich die zu der einen zu schützenden Kante
gehörenden Abschnitte und die zu der anderen zu schützenden Kante gehörenden Abschnitte
berühren.
[0095] Die Verbindung kann an den Verstärkungsprofilen erfolgen.
Dabei können die Verstärkungsprofile mit herkömmlichen Schrauben und Nägeln aneinander
befestigt werden. Die Verstärkungsprofile können an den Ecken der zu schützenden Kanten
auch ineinander greifen, so daß für die Verbindung Schrauben und Nägel oder dergleichen
Mittel ganz oder teilweise entbehrlich werden. Dabei können die einen Verstärkungsprofile
an den Enden mit Zapfen oder Haken in Öffnungen oder Ösen an den Enden des benachbarten
Verstärkungsprofiles greifen. Günstig ist, wenn die Ösen und Öffnungen an den vertikalen
Verstärkungsprofilen und die Zapfen sich an den horizontalen Verstärkungsprofilen
befinden. Im Falle der Verwendung von Haken können diese sowohl an den vertikalen
als auch an den horizontalen Verstärkungsprofilen vorkommen und mit Öffnungen oder
Ösen in den benachbarten Verstärkungsprofilen zusammenwirken, ohne daß die Gefahr
eines unbeabsichtigten Lösens der Verbindung besteht.
[0096] Bei einer ausreichenden Umreifung kann jede zusätzliche Verbindung des Kantenschutzes
an den Enden der Verstärkungsprofile entbehrlich werden. Das gleiche gilt, wenn die
Verpackung mit einem Spannband oder mit einem Spanngurt zusammen gehalten wird. Gleiches
gilt auch, wenn eine gleich wirkende Umhüllung der Verpackung mit einer Folie oder
einem Textil vorgesehen ist.
Die einzelnen Abschnitte des Kantenschutzes können dann an den Ecken der zu schützenden
Kanten lose aneinander stoßen. Dabei können die Enden der einen Abschnitte stumpf
auf die Enden der anderen Abschnitte stoßen. Die Enden können auch auf Gehrung geschnitten
sein und so lose aneinander stoßen. Die Umreifung oder Umfassung mit einem Spannband
oder Spanngurt bildet dann eine ausreichende Verbindung des gesamten Kantenschutzes.
Der stumpfe Stoß ist regelmäßig der einfachste und wirtschaftlichste Stoß. Bei einem
Gehrungs-Stoß kann es zu erheblichen Resten kommen, die nicht weiterverwendbar sind.
[0097] Im Falle der oben beschriebenen, besonders wirtschaftlichen Holzprofile als Verstärkungsmaterial
kann dabei auch ein Verfahren Anwendung finden, daß bei Kleinserien ohne Unterstützung
von Hilfsvorrichtungen zu einer zuverlässigen Längenbestimmung der Verstärkungsprofile
und des darauf sitzenden Nachgiebigkeitsmateriales führt. Dabei wird zunächst an einer
Ecke der zu schützenden Kante Abschnitt des Kantenschutzes an seinem Ende stumpf gegen
das benachbarte Ende des angrenzenden Kantenschutzabschnittes gestoßen. Das geschieht
bei zwei senkrecht zueinander verlaufenden Kantenschutzabschnitten vorzugsweise so,
daß der Kantenschutzabschnitt, an dessen Seite der andere Kantenschutzabschnitt anliegt,
mit seiner Stirnfläche bündig mit der Außenseite des anliegenden Kantenschutzabschnittes
abschließt. Danach wird dieser bündig abschließende Kantenschutzabschnitt an dem gegenüberliegenden
Ende, welches mit einer benachbarten Ecke des Transportgutes korrespondiert so abgelängt,
daß dieses Ende stumpf gegen das an dieser benachbarten Ecke gegenüber dieser Ecke
vorragenden Ende des nächsten Kantenschutzabschnittes stößt. Es wiederholt sich der
Stoß, wie er zuvor hergestellt worden ist. Das wird fortgesetzt, bis das Transportgut
(zum Beispiel die Glasscheibe) an der zu schützenden Kante mit einem Kantenschutzrahmen
umschlossen ist.
Bei anderen Profilen als Holzprofilen als Verstärkungsmaterial kann das gleiche Verfahren
zur Anwendung kommen. Die anderen Profile können, wie an anderer Stelle beschrieben,
zum Beispiel aus Metall, Kunststoff, anderem organischen Material oder anorganischem
Material bestehen. Metall findet vorzugsweise Anwendung für Steinplatten und dergleichen
Verpackungsgut/Transportgut mit hohem Gewicht und vergleichsweise geringer Festigkeit.
[0098] Die Verbindung der Kantenschutzabschnitte kann an den Ecken des Transportgutes/Verpackungsgutes(zum
Beispiel des Glases) durch besondere Ecken/Eckstücke der Verpackung gefördert werden,
welche die Verstärkungsprofile mit umfassen.
Die Ecken/Eckstücke umfassen mit einem Teil ein Stück der einen zu schützenden Kante
(zum Beispiel die Glaskante) und mit dem anderen Teil ein Stück der benachbarten anderen
zu schützenden Kante.
[0099] Die Ecken/Eckstücke können die gleiche Beschaffenheit aufweisen wie das übrige Nachgiebigkeitsmaterial
der Kantenschutzabschnitte. Die Ecken/Eckstücke können auch mit einer höheren Festigkeit
versehen sein, um zusätzlichen Aufgaben bei der Verbindung der Kantenschutzabschnitte
an den Ecken der zu schützenden Kanten zu genügen. Eine zusätzliche Belastung ergibt
sich bei der Umreifung bzw. durch ein Spannband oder einen Spanngurt. Die Umreifung
bzw. das Spannband oder der Spanngurt muß unter entsprechender Verformung über die
Ecken gezogen werden. Das verursacht eine zusätzliche Belastung der Ecken/Eckstücke.
Dadurch können die Ecken beschädigt werden oder so verformt werden, daß nicht mehr
das gleiche Nachgiebigkeitsverhalten wie an anderen Stellen des Kantenschutzes gewährleistet
ist. Um das zu verhindern kann bei einem Kantenschutz aus Kunststoffschaum gegebenenfalls
ein höheres Raumgewicht und/oder eine Verhautung und/oder eine aufkaschierte Folien
und/oder eine aufkaschiertes Textil vorgesehen sein. Wahlweise kann an den Ecken/Eckstücken
aus Nachgiebigkeitsmaterial außenseitig auch ein fester Eckenschutz vorgesehen. Der
Eckenschutz kann aus Metall oder aus Kunststoff bestehen. Der Eckenschutz kann aufgeklebt
oder aufkaschiert sein. Der Eckenschutz kann auch lose an den Ecken/Eckstücken anliegen
und durch die Umreifung, durch das Spannband oder den Spanngurt oder durch die Umhüllung
mit Folie oder Textil in der Schutzstellung gehalten werden.
Der Eckenschutz hat auch dann Vorteile, wenn der erfindungsgemäße Kantenschutz ohne
die oben erläuterten besonderen Ecken/Eckstücke Anwendung findet.
[0100] Die Ecken/Eckstücke weisen bei scheibenförmigen Transportgütern wie zum Beispiel
Glasscheiben zwei Anschlußflächen für Kantenschutzabschnitte bzw. für Verstärkungsprofile
auf.
[0101] Vorteilhafterweise ist der erfindungsgemäße Kantenschutz auch auf Transportgüter/Verpackungsgüter
anwendbar, die anders als Scheiben eine größere dreidimensionale Ausdehnung aufweisen.
Dann sind an den Ecken/Eckstücke mehr Anschlußflächen für Kantenschutzabschnitte,
zum Beispiel jeweils drei Anschlußflächen für Kantenschutzabschnitte bzw. für Verstärkungsprofile
vorgesehen. Bei zwei Anschlußflächen liegen die mit einer Ecke/Eckstück in Berührung
kommenden Kantenschutzabschnitte in einer Ebene. Bei Ecken/Eckstücken mit drei Anschlußflächen
ist die dritte Anschlußfläche so angebracht, daß der zugehörigen Kantenschutzabschnitt
senkrecht auf der Ebene der beiden anderen Kantenschutzabschnitte steht.
[0102] Bei scheibenförmigem, viereckigem Transportgut ergeben sich in Anwendung der Ecken/Eckstücke
vier Ecken/Eckstücke.
[0103] Die Ecken/Eckstücke werden vorzugsweise zumindest teilweise mit durchgehenden Ausnehmungen
für die das Verstärkungsmaterial bildenden Verstärkungsprofile versehen. Die durchgehenden
Ausnehmungen haben den Vorteil einfacher Herstellung. Außerdem kann die Anpassung
von Dachlatten und dergleichen Verstärkungsprofilen an die notwendige Länge mit durchgehenden
Ausnehmungen erleichtert werden, indem die Dachlatten an einem Ende in der oben beschriebenen
Weise stumpf gestoßen werden und am anderen Ende, welches aus den Ecken/Eckstücken
vorragt, durchtrennt werden, zum Beispiel abgesägt werden.
[0104] Für die Verstärkungsprofile können auch Sacklöcher in den Ecken/Eckstücken vorgesehen
sein. Die im Zusammenhang mit solchen Ecken/Eckstücken und Sacklöchern verwendeten
Verstärkungsprofile haben vorzugsweise eine im vorhinein festgelegte Länge.
[0105] Wie oben ausgeführt, können die Verstärkungsprofile an den Enden miteinander verbunden
werden oder auch lose aneinanderliegen. Beim "lose-aneinanderliegen" werden die Kantenschutzabschnitte
durch eine Umreifung bzw. ein Spannband oder einen Spanngurt in der Funktionsstellung
gehalten. Bei Kantenschutzabschnitten, deren Verstärkungsprofile durch Schrauben,
Nägel oder durch Haken, Zapfen, Ösen und Ausnehmen zusammengehalten werden, findet
die Umreifung, Spannband oder Spanngurt zusätzlich Anwendung.
[0106] Bei der Verpackungen mit Ecken/Eckstücken, welche in der oben beschriebenen Form
mit drei Anschlußflächen versehen sind, gilt das gleiche:
[0107] Die Verstärkungsprofile können mit den Enden lose in den Ecken/Eckstücken liegen
und werden mit einer Umreifung, Spannband oder Spanngurt zusammen gehalten.
[0108] Die Verstärkungsprofile können auch in den Ecken/Eckstücken aneinander befestigt
sein oder mit den Ecken/Eckstücken fest verbunden sein. Dann ist die zusätzliche Umreifung,
das zusätzliche Spannband oder der zusätzliche Spanngurt immer noch von Vorteil.
[0109] Überraschenderweise hat sich in Versuchen gezeigt, daß bei durchschnittlichen Belastungen
des Kantenschutzes schon bei losem Aneinanderliegen der Kantenschutzabschnitte durch
die Umreifung, das Spannband und durch einen Spanngurt eine ausreichende Verbindung
der Kantenschutzabschnitt mit dem Transportgut gewährleistet ist.
[0110] Vorzugsweise werden alle Kantenschutzabschnitte mit der Umreifung, dem Spannband
oder dem Spanngurt gegen die zu schützenden Kanten des Transportgutes gespannt.
[0111] Wahlweise sind auch mehrere Umreifungen, Spannbänder oder Spanngurte vorgesehen.
Die Umreifungen, Spannbänder und Spanngurte sind bei scheibenförmigem Transportgut
nebeneinander/parallel angeordnet. Die mehrfache Anordnung findet vorzugsweise bei
sehr breitem Kantenschutz Anwendung. Darüber hinaus können insbesondere bei großem
Verpackungsgut und entsprechend großer Verpackung auch mittig zusätzliche Umreifungen,
Spannbänder oder Spanngurte zur Verstärkung zweckmäßig sein. Das gilt besonders bei
der Anwendung von mittigen Aussteifungen der rahmenförmigen Verpackung. Die weiteren
Umreifungen, Spannbänder, Spanngurte sind dann an den Aussteifungen vorgesehen und
verlaufen quer zu den anderen Umreifungen, Spannbändern, Spanngurten.
[0112] Für die Umreifung, Spannband oder Spanngurt ist es Vorteil, an der Seite des Kantenschutzes,
welcher der zugehörigen zu schützenden Kante (zum Beispiel Glaskante) abgewandt ist,
eine Ausnehmung in der Verpackung, vorzugsweise an dem Nachgiebigkeitsprofil vorzusehen.
Die Ausnehmung bewirkt eine Führung/Zentrierung des für die Umreifung vorgesehenen
Bandes bzw. Gurtes. Soweit auch aus anderen Gründen an dem Kantenschutz außen Ausnehmungen
gewünscht sind, werden diese Ausnehmungen vorzugsweise mit den Ausnehmungen für die
Bänder und Gurte kombiniert.
[0113] Für die Umreifungstechnik kann der Fachmann auf handelsübliche Technik zurückgreifen.
Dazu gehören Umreifungsmaterial, Spanneinrichtungen, Mittel zum Verbinden der gespannten
Enden des Umreifungsmaterial, Scheren zum Durchtrennen der überstehenden Enden des
Umreifungsmaterials bzw. zum Abtrennen des Umreifungsmaterials von einer Vorratsrolle.
Die Angebote sind vielfältig. Die Angebote umfassen aufwendige automatische Anlagen
zum Einbau in Straßen für eine Serienfertigung bis zu einfachen und preiswerten kleinen
Handgeräten für wenig vorkommende Umreifungsvorgänge.
[0114] Das Umreifungsmaterial ist üblicherweise ein Band, das nach Herumführen um ein Verpackungsgut
gespannt wird. Insofern kann das für den Umreifungsvorgang verwendete Band auch als
Spannband bezeichnet werden bzw. ist eine Gemeinsamkeit mit anderen Spannbändern gegeben.
Andere Spannbänder lassen sich im Unterschied zur Umreifung aber nachspannen oder
lösen und neu spannen. Dazu sind die bleibende Spanneinrichtungen/Spannschlösser an
den Spannbändern vorgesehen. Spannbänder sind also wiederverwendbar.
Spanngurte unterscheiden sich von den Spannbändern durch die Verwendung von Gurten
anstelle der Bänder. Das heißt, auch Spannbänder besitzen eine bleibende Spanneinrichtung
und können nachgespannt, gelöst und wieder neu gespannt werden. Sie sind wiederverwendbar.
[0115] Eine einmal vorgenommene Umreifung kann nur zerstört und durch eine neue Umreifung
ersetzt werden. Gegenüber einem Spannband oder Spanngurt verursacht eine Umreifung
als Einmalverpackung regelmäßig sehr viel geringere Kosten als Spannbänder und Spanngurte.
Allerdings gibt es auch Grenzbereiche bei den Spannbändern, in denen die Kosten sich
den Niedrigkosten der Umreifung etwas annähern. Dabei handelt es sich um die Spannbänder
aus Metall, die mit einem Einfach-Schloß gespannt werden. Das Einfach-Schloß besteht
aus einem abgeflachten Bügel, der unter die überlappenden Bandenden gelegt wird und
über den überlappenden Bandenden eine drehbare geschlitzte Welle hält, in deren Schlitz
das oben liegende Bandende gesteckt wird, so daß ein Drehen der Welle eine Spannung
des Bandes bewirkt. Wegen des notwendigen Arbeitsaufwandes eignet sich dieses Spannband
für kleine Serien. Allerdings muß das Metallband zum Nachspannen erst wieder zurückgebogen
werden. Das gleiche gilt für eine Wiederverwendung dieses Spannbandes.
Bei Spanngurten ist bei handelsüblichen Produkten eine ähnliche wirtschaftliche Situation
gegeben. Es gibt zwar einfache Spanneinrichtungen mit zwei beweglichen Teilen, von
denen der eine Teil im anderen gehalten ist. Regelmäßig finden dabei Gurte und Bänder
aus Kunststoff Verwendung. Solche Gurte und Bänder sind sehr preiswert am Markt verfügbar.
[0116] In der Regel ist das eine Ende des Gurtes mit der Spanneinrichtung fest verbunden.
Das andere Gurtende wird durch den Öffnungsspalt der Spanneinrichtung gezogen. Dabei
setzt der bewegliche Teil der Spanneinrichtung der Spannbewegung keine Hindernisse
entgegen. Sobald jedoch dieses Gurtende losgelassen wird, verklemmt sich dieses Gurtende
in dem Öffnungsspalt der Spanneinrichtung. Problematisch ist, von Hand eine hohe Spannkraft
auf den Gurt aufzubringen. Außerdem ist die Klemmwirkung von der Reibung abhängig
und können sich die Reibungsverhältnisse durch äußere Einflüsse erheblich ändern.
Für höhere Spannkräfte und eine bleibende, von äußeren Einflüssen unabhängige Einspannung
sind aufwendigere Spanneinrichtungen erforderlich.
Etwas anderes kann sich mit einer Spanneinrichtung ergeben, die aus einem festen Materialteil
mit mehreren hintereinander liegenden Öffnungen besteht. Das eine Gurtende wird durch
an dem Materialteil befestigt. Das andere Gurtende wird hin- und hergehend durch die
Öffnungen des Materialteiles geschoben. Nach einer Spannung verbleibt das eingeschobene
Gurtende aufgrund seine Reibung bzw. aufgrund des Widerstandes in dem Materialteil,
welcher dem Lösen entgegen steht.
Wahlweise sind Teile der Spanneinrichtung mit einem Abschnitt der Verpackung , vorzugsweise
mit einem Eckstück , verbunden, Wahlweise wird das Spannschloß an dem Abschnitt bzw.
an dem Eckstück befestigt. Das erleichtert die Verspannung, weil dadurch eine Hand
frei wird, die sonst eingesetzt werden muß, um das Schloß beim Spannen festzuhalten.
Bei anspruchsvollen Schlössern ist die bleibende Verbindung des Schlosses mit einem
Abschnitt der Verpackung eine aufwendige Maßnahme. Etwas anderes gilt für einfachste
Schlösser wie das zuvor erläuterte Materialteil mit verschiedenen Öffnungen, durch
die der Spanngurt bzw. das Spannband hin- und hergehend geführt wird. Solches Material
kann zum Beispiel aus preiswertem Blech hergestellt werden, das durch Tiefziehen und
Stanzen in die gewünschte Form gebracht und mit Ausnehmungen versehen werden können.
Noch günstiger ist die Verwendung von Kunststoff, vorzugsweise von ungeschäumtem Kunststoff,
für solches Material, wenn größere Serien anfallen, so daß sich die Anwendung von
Spritzformen für die Herstellung rechnet.
Die Verbindung des Schlosses mit einem Abschnitt/Eckstück kann durch Kleben erfolgen.
Geeignet sind die am Bau bekannten Kleber, zum Beispiel die Polyurethan-Kleber.
[0117] Vorstehende Ausführungen zur Umreifung , Spannband und Spanngurt gelten sowohl für
Verpackungsabschnitte, die an den Ecken stumpf aneinander stoßen, als auch für Verpackungsabschnitte,
die gegen ein Eckstück stoßen, als auch für Verpackungsabschnitte, die an den Ecken
mit einem Gehrungsschnitt aneinander stoßen.
Soweit die Enden der Kantenschutzabschnitte auf Gehrung geschnitten werden, ist der
Gehrungswinkel bei senkrecht aufeinander stehenden Kantenschutzabschnitten vorzugsweise
45 Grad. Bei anders zueinander stehenden Enden von Kantenschutzabschnitten ist der
Gehrungswinkel vorzugsweise gleich dem halben Winkel, den die anders zueinander stehenden
Enden der Kantenschutzabschnitte zwischen sich einschließen.
Wie oben ausgeführt, sind bei der Umreifung die auf den Kantenschutz wirkenden Kräfte
an Ecken des Kantenschutzes am größten und wird dem wahlweise mit einer zusätzlichen
Eckenverstärkung Rechnung getragen. Unabhängig von der Eckenbelastung kann die Eckenverstärkung
noch andere Gründe haben: zum Beispiel eine zusätzliche Funktion wie eine Transporthilfe.
Die Transporthilfen können den erfindungsgemäßen Kantenschutz in sehr vorteilhafter
Weise ergänzen. Sie verbessern die Handhabung und reduzieren dadurch das Beschädigungsrisiko
für die Verpackung und das
[0118] Verpackungsgut/Transportgut. Die Transporthilfen sind jedoch auch unabhängig von
dem erfindungsgemäßen Kantenschutz für andere Verpackungen von Vorteil.
[0119] Die Transporthilfe kann ein Griff, Schlaufe, Öse, Haken sein. Die Ösen können verschiedenen
Zwecken dienen. Die Ösen eignen sich zum Anschlagen von Spannmitteln zur Ladungssicherung
beim Transport. Die Ösen eignen sich auch zum Anschlagen von Griffen. Vorteilhafterweise
können die Ösen sogar mit einem einfachen Zusatzteil einen Griff bilden. Das kann
mit zwei beabstandeten Ösen und einer Stange, zum Beispiel einer Holzstange, erfolgen.
Die im Abstand angeordneten Ösen können durch die Stange miteinander verbunden werden,
so daß die Verpackung mit dem eingeschlossenen Transportgut an den Stangen getragen
werden kann.
Günstig ist, wenn die Ösen eine solche Öffnungsweite aufweisen, daß die Stange durch
beide Ösen gesteckt werden kann. Die Stange bildet dann zusammen mit den Ösen einen
Griff.
Desgleichen ist eine Rolle als Transporthilfe geeignet. Das gleiche gilt für Staplerfüße,
Behälter, Verbindungsmittel oder Anschlüsse für eine Transportsicherung. Die Behälter
sind für verschiedene Anwendungen der Verpackung von erheblichem Vorteil. Das gilt
insbesondere dann, wenn zum Beispiel mit einer oder mehreren Glasscheiben Befestigungsmittel/Montagehilfen/Montageanleitungen/Begleitpapiere
transportiert werden sollen. Das ist insbesondere der Fall, wenn Glasteile/Bausätze
für Duschen transportiert werden. Für die verschiedenen Anwendungen können unterschiedlich
dimensionierte Behälter zur Verfügung gestellt werden.
[0120] Aus der
EP677455 sind Behälter bekannt, die mit anderen Behältern zusammen gesteckt werden können,
Eine Verbindung von Behältern mit einer Verpackung, insbesondere mit einer Verpackung
von scheibenförmigem Verpackungsgut ist erkennbar.
[0121] Die Transporthilfen können auch aus Kunststoffschaum bestehen. Die Transporthilfen
können auch aus anderen Materialien bestehen, auch aus einem Verbund von Kunststoffschaum
mit anderen Materialien. Vorzugsweise werden Behälter aus ungeschäumtem /gering geschäumtem
Kunststoff gewählt, solange es nicht auf Dämpfung gegen stoßförmige Belastung ankommt.
Es ist von Vorteil, solche Behälter aus dem gleichen Kunststoff wie den Kunststoffschaum
für die Verpackung herzustellen und mit Kunststoffschaumteilen zu verbinden, mit denen
die Behälter in die Nuten an der Verpackung greifen. Die Kunststoffschaumteile sind
dann der Querschnittsform der Nuten nachgebildet. Der Kunststoffschaum kann mit den
Behältern durch Kleben gut verbunden werden. Geeignet für diese Klebung sind unter
anderem bekannte Heißkleber. Die Verbindung kann auch durch Schweißen erfolgen, wenn
die Behälter und deren in die Nuten greifende Teile für das Schweißen eine ausreichende
Übereinstimmung in der Beschaffenheit haben.
[0122] Die mehrteilige Ausbildung der Behälter ist bei kleinen Serien von Vorteil, weil
dann gemeinsame Teile für alle Baugrößen vorgehalten werden können. Solche gemeinsamen
Teile sind zumindest die Formteile, mit denen die Behälter in die Nuten der Verpackung
greifen. Darüber hinaus kann es von Vorteil sein, unterschiedliche Behältervolumen
mit rohrförmigen Behältern zu verwirklichen, die an beiden Enden durch Deckel verschlossen
sind und durch Wahl der Länge dem gewünschten Volumen angepaßt werden. Die rohrförmigen
Behälter haben vorzugsweise einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt, um
die Verbindung mit den Formteilen zu erleichtern, mit denen die Behälter in die Nuten
der Verpackung greifen.
[0123] Dabei muß die Transporthilfe nicht unmittelbar an der Verpackung befestigt sein,
sondern ist es ausreichend, wenn die Verpackung einen Anschluß für eine Transporthilfe
besitzt bzw. die Montage von Transporthilfen erlaubt. Dabei ist eine Anbringung am
Nachgiebigkeitsmaterial und/oder am Verstärkungsmaterial und/oder an der Umreifung,
an dem Spannband bzw. dem Spanngurt möglich. Die Transporthilfen können bleibend angebracht
werden oder lösbar montiert werden. Solch ein Anschluß kann zum Beispiel durch eine
außen liegende und/oder innen liegende Anschlußfläche und eine oder mehrere Öffnungen
für Sicherungs-/Haltebolzen gebildet werden. Günstig ist, wenn die Transporthilfe
über den Anschluß gestülpt und anschließend mit einem Bolzen gesichert wird. Die verschiedenen
Transporthilfen können darüber hinaus in in einem Verpackungsabschnitt integriert
sein. Das gilt besonders für Staplerfüße und Rollen.
Bei den Haken kann es von Vorteil sein, wenn die Haken gabelförmig ausgebildet sind,
um beiderseits der Umreifung, Spannband oder Spanngurt in die Verpackung greifen zu
können.
Vorzugsweise sind in der Verpackung, insbesondere im Nachgiebigkeitsmaterial, Nuten
vorgesehen, in welche die Transporthilfen mit einer geeigneten Feder eingeschoben
oder eingedrückt werden können. Für die Nut-Feder-Verbindung ist eine Schwalbenschwanz-Form
oder eine an die Schwalbenschwanz-Form angelehnte Form günstig. Solche Verbindungen
sind besonders stabil, können aber bei geringem Spiel schwierig zu handhaben sein.
Leichter zu handhaben sind Nut-Feder-Verbindungen, bei denen die Feder eine gerundete
Form besitzt, so daß sich die Feder quer zur Längsrichtung in die Nut eindrücken läßt
und auf umgekehrtem Weg wieder herausziehen läßt. Dabei kann die Nut die Feder schließend
umfassen, Die Öffnungsweite der Nut muß kleiner als der Durchmesser der Feder sein,
damit die Feder umfaßt wird. Je geringer die Öffnungsweite wird, desto mehr Aufwand
ist erforderlich, um die Feder quer zur Längsrichtung in die Nut zu drücken. Mit wenigen
Versuchen läßt sich ein ausgewogenes Öffnungsmaß der Nut ermitteln, bei dem sich die
Feder noch mit angemessenem Aufwand von Hand in die Nut eindrücken läßt und in der
Nut ausreichend Halt hat.
[0124] Die Nuten können spanabhebend in den Kunststoffschaum eingearbeitet werden. Geeignete
Verfahren sind zum Beispiel Fräsen und/oder Sägen.
Die Nuten können aber auch in den Kunststoffschaum eingeformt sein. Das geschieht
dann vorzugsweise bei der Herstellung des Kunststoffschaumes. Zum Beispiel in der
oben beschriebenen Form mittels entsprechend geformter Extrusionsdüse und entsprechend
geformtem Kalibrator. Dabei werden vorzugsweise runde Ecken (sowohl Innenecken als
auch Außenecken) in der Nut und passende korrespondierende runde Ecken an dem in die
Nut greifenden Transporthilfsmittel erzeugt.
Die Nuten können auch bei der Formgebung der Verpackungsabschnitte in einem Formteilautomaten
oder in einer Spritzform entstehen.
Darüber hinaus kann die spanlose und die spanabhebende Verformung miteinander kombiniert
werden, indem die Nuten im Wege der spanlosen Verformung teilweise entstehen und die
abschließende Bearbeitung durch Fräsen oder Sägen erfolgt.
Die erfindungsgemäßen Nuten laufen vorzugsweise an den Seiten(Vor- und Rückseite)
der Verpackungsabschnitte und an den äußeren Flächen(einschließlich Oberseite und
Unterseite) der Verpackungsabschnitte um die Verpackung. Dabei können die Transporthilfsmittel
nach Belieben/Bedarf in die Nuten eingeschoben werden.
Die Rollen werden an der Unterseite eingeschoben, die zugehörige Griffe an der Seite
der Verpackung in einer für die Transportleute bequemen Höhe.
Die Staplerfüße oder andere Füße werden auch an der Unterseite eingeschoben. Haken
und Zapfen können an den Seiten eingeschoben werden, Haken und Ösen nicht nur an den
Seiten, sondern auch an der Oberseite. Das gleiche gilt für Anschlüsse für eine Transportsicherung.
Dabei können die Ösen, Haken und Zapfen auch zur Transportsicherung genutzt werden.
Üblicherweise erfolgt die weitere Transportsicherung mit Spanngurten, die an den Ösen,
Haken oder Zapfen angeschlagen werden.
Die Behälter dienen dem Transport von Zubehör für das Transportgut. Zum
Beispiel sind in der Regel für die Montage von Glasscheiben spezielle Winkel, Schienen,
Dichtungen, Schrauben, Dübel usw. erforderlich. Diese Teile müssen zumindest beim
Transport an den Endabnehmer bzw. an den vom Endabnehmer beauftragten Handwerker mitgeliefert
werden. Die Behälter können überall an der Verpackung positioniert werden.
Die Verbindungsmittel dienen zum Beispiel dazu, mehrere Verpackungen miteinander zu
verbinden. Vorzugsweise findet dabei eine Verbindung an allen Verpackungsteilen statt,
an denen Nuten gegenüberliegen.
Die verschiedenen Verpackungen können so angeordnet werden, daß mindestens immer eine
Verbindung an den unteren Verpackungsabschnitten und an jeweils einem dazu senkrecht
stehenden Verpackungsabschnitt erfolgt.
[0125] Bei der Umreifung wird ein Band um das mit Kantenschutz versehene Transportgut, zum
Beispiel die Glasscheibe, herumgelegt. Dann wird das Band mit einer Spanneinrichtung
gespannt. Durch die Spannung werden die Kantenschutzabschnitte gegen die zu schützenden
Kanten gedrückt. Nach dem Spannen wird das Band in der Spannstellung gesichert. Das
kann mittels Klammern, Hülsen, Plomben oder durch Schweißen erfolgen.
Bei dem Spannvorgang wird das Band von einer Rolle abgezogen. Nach dem Sichern wird
das durch die Umreifung verbrauchte Band von dem übrigen Band der Rolle abgetrennt.
[0126] Das Band kann aus Kunststoff oder aus Stahl bestehen. Es sind Kunststoffbänder aus
verschiedenen Werkstoffen bekannt, zum Beispiel aus Polyester, PP, PET für die Umreifung
verfügbar. In jedem Fall muß das Band den vorkommenden Spannkräften standhalten. Dazu
eignen sich vor allem Textilbänder aus Kunststoff wie Fadenstrukturbänder, Bandgeweben
und Kompositbänder.
[0127] Das Umreifungsgerät besitzt zumeist geriffelte Spannrollen, mit denen die zusammenzuziehenden
Bandenden erfaßt und gegeneinander gezogen werden, bis eine gewünschte Spannung erreicht
ist. Um die Bandspannung für die Dauer des Transportes zu halten, kommen nur Kunststoffe
infrage, welche von Haus aus nur vernachlässigbare Kriecheffekte zeigen und/oder durch
eine Nachbehandlung, zum Beispiel durch bleibendes Recken, nur vernachlässigbare Kriecheffekte
zeigen. Stahlbänder zeigen von Haus aus kein nennenswertes Kriecheffekte. Die Kriecheffekte
beschreibt ein Verformen des Kunststoffes unter hoher Dauerlast.
[0128] Mit den Hülsen, Klammern und Plomben werden die Bandenden bleibend gegeneinander
gepreßt. Das kann für die Arretierung der Bandenden schon ausreichend sein. Darüber
hinaus ist bekannt, zum Beispiel Stahlbänder dadurch zusätzlich zu halten, daß die
Stahlbänder vor und hinter den Klammern, Hülsen und Plomben eingeschnitten und an
den Schnittstellen ausgebogen werden. Alternativ können die Hülsen und Klammern mit
den Bandenden in gewellte Form gebracht werden, bei der die Wellen quer zur Längsrichtung
des Bandes verlaufen. Die Wellung verstärkt den Halt der um die Bandenden gepreßten
Hülsen und Klammern.
[0129] Die Schweißung ist eine Verbindungstechnik, welche vorzugsweise für Bänder aus Kunststoff
zur Anwendung kommt.
[0130] Wahlweise sind die Transporthilfen (auch bei Anwendung von Rollen) mindestens zweiteilig
ausgebildet, wobei der eine Teil mit dem Umreifungsband gehalten wird und den oben
beschriebenen Anschluß für den anderen Teil der Transporthilfe bildet. Dabei kann
der den Anschluß bildende Teil eine Hülse oder Plombe sein bzw. mit einer Hülse oder
Plombe verbunden sein, welche auf das Umreifungsband gesteckt wird. Für die Positionierung
dieser Hülse oder Plombe ist günstig, wenn die Hülse oder Plombe seitlich geschlitzt
ist und nach Positionierung des Umreifungsbandes vor dessen abschließender Spannung
seitlich auf das Umreifungsband geschoben werden kann. Die Hülse oder Plombe wird
vorzugsweise auf dem Umreifungsband verpresst und so auf dem Umreifungsband zum Halten
gebracht. Darüber hinaus ist günstig, wenn an der Schlitzung der Hülse oder Plombe
eine trichterförmige Führung vorgesehen ist und wenn die Hülse das Umreifungsband
nach dem Aufschieben sofort hintergreift. Die Trichterform erleichtert das Aufschieben.
Das Hintergreifen verhindert ein Herunterfallen. Wenn die Hülse darüber hinaus auf
dem Umreifungsband klemmt, so bleibt die Hülse in der jeweils ausgewählten Stellung
bzw. ist ein Abrutschen ausgeschlossen.
[0131] Wahlweise können für die Transporthilfen auf dem Umreifungsband vorgesehenen Hülsen
oder Plomben auch an geeigneter Stelle des Umreifungsbandes bei Herstellung der Umreifung
mit angebracht werden. Das macht die Mitführung von Werkzeugen für eine spätere Anbringung
von Hülsen und Plomben entbehrlich.
Die Haftung der Hülsen und Plomben auf dem Umreifungsband hängt von dem Pressdruck
und den Reibungswerten der Berührungsflächen ab. Von Vorteil sind deshalb aufgeraute
Berührungsflächen. Gegebenenfalls können auch Krallen an den Hülsen und Plomben vorgesehen
sein.
[0132] Auch Griffe und Lasche können von Vorteil sein, die an dem seitlichen Kantenschutz
im Abstand von dessen oberem Ende vorgesehen sind.
[0133] Wahlweise kann auch ein Griff oder Öse auf dem Umreifungsband verklemmt werden, deren
Klemmung mit zunehmendem Gewicht des zu schützenden Transportgutes, zum Beispiel der
Glasscheibe, und Verpackung immer stärker wird. Eine solche Klemmung entsteht zum
Beispiel durch Griffe/Ösen, die zugleich einen Hebelarm eines doppelarmigen Hebels
bilden, wobei der andere Hebelarm gegen das Umreifungsband drückt. Diese Hebel sind
aufgrund der erläuterten Mechanik selbstklemmend. Diese Mechanik kann auch genutzt
werden, wenn die Griffe und Ösen in der oben erläuterten Form in eine Nut geschoben
werden. Die Reibung zwischen Nut und Feder aus Kunststoff aus Kunststoffschaum ist
so große, daß eine Verklemmung der Feder in der Nut eintritt.
[0134] In einer anderen Variante sind die Anschlüsse bzw. Hülsen mit dem Umreifungsband
verklebt oder verschweißt oder in gleicher Weise wie bei der Verbindung der Bandenden
mit dem Umreifungsband verbunden.
Die Griffe/Ösen können auch ohne vorstehend beschriebene Hülsen und Anschlüsse eine
Transporthilfe bilden, wenn sie das Umreifungsband an der gewünschten Stelle zum Beispiel
mit zwei FingernBacken umfassen, so daß eine Schwenkbewegung des Griffes/Hülse nach
oben zu einer Verwindung des Umreifungsbandes und zur Klemmung des Griffes/Öse auf
dem Umreifungsband führt.
[0135] Soweit zusätzliche Verstärkungsecken an der Verpackung vorgesehen sind, welche über
die Ecken der Verpackung gesetzt werden, kann es von Vorteil sein, diese zusätzlichen
Verstärkungsecken wie die vorstehend beschriebenen Hülsen oder Plomben auszubilden
und auf dem Umreifungsband zu positionieren.
[0136] Ecken zum Schutz von Verpackungsgut sind aus der
EP2769601 bekannt.
[0137] Der erfindungsgemäße Kantenschutz kann auch so ausgebildet sein, daß zugleich mehrere
scheibenförmigen Transportgüter (zum Beispiel Glasscheiben) nebeneinander transportiert
werden können.
Wahlweise ist der Kantenschutz dazu mit mehreren Ausnehmungen versehen, die parallel
zueinander verlaufen, wie das zum Beispiel in der
DE 1953181 beschrieben ist.
[0138] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die einzeln Verpackungen mit anderen Verpackungen
verbunden werden können, so daß ein raumsparender Transport möglich ist. Die Verbindung
kann - wie oben ausgeführt - zum Beispiel mit Nut- und Federn erfolgen. Günstig sind
dabei Ausnehmungen mit schwalbenschwanzförmigem Querschnitt. Vorzugsweise sind Ausnehmungen
in jeder Verpackung vorgesehen, so daß die Verbindung mit entsprechenden Federn erfolgen
kann, die mit einer Seite in die eine Ausnehmung und mit der anderen Seite in die
andere Ausnehmung greifen.
Vorteilhafterweise können die Ausnehmungen auch für andere Aufgaben genutzt werden,
zum Beispiel zur Verbindung mit anderen Profilen zur Verdickung des Nachgiebigkeitsmaterials.
[0139] Von Vorteil ist, wenn der erfindungsgemäße Kantenschutz allein die Verpackung für
Glas und anderes Verpackungsgut bildet.
In dem oben angesprochenen rauen Baubetrieb kann es auch erforderlich werden, den
Kantenschutz durch einen Schutz des Verpackungsgutes in dem vom Kantenschutz umschlossenen
Raum zu ergänzen. Das gilt zum Beispiel für oberflächenempfindliches Gut.
Um ein Verkratzen der Außenflächen des Transportgutes, zum Beispiel des Glases, zu
verhindern, wird der Raum an dem Transportgut, welcher von dem vorstehenden Kantenschutz
umschlossen ist, zum Beispiel ganz oder teilweise mit Kartonage oder Pappe gefüllt.
Insbesondere Wellpappe wird in erheblichen Dicken am Markt angeboten, so daß der Raum
leicht mit einlagiger oder mehrlagiger Wellpappe ausgefüllt werden kann. Soweit der
Raum groß ist oder die Karton/Pappeneinlage sogar gegenüber dem Kantenschutz vorstehen
soll, findet vorzugsweise eine wabenförmige Einlage aus Karton oder Pappe/Wellpappe
Anwendung.
Die wabenförmige Karton/Pappenkonstruktion hat im Vergleich zu anderen Karton/Pappenkonstruktionen
in allen Richtungen eine sehr vorteilhafte Schutzwirkung. Zu den verschiedenen Schutzwirkungen
gehört ein guter Kratzschutz.
Karton/Pappe ist ein sehr wirtschaftlicher Schutz für das Glas und dergleichen Transportgut.
Sofern der Karton/Pappe den Anforderungen des Transportgutes nicht gerecht wird, kann
zwischen der Karton/Pappelage und dem Transportgut zunächst eine Nachgiebigkeitsschicht
aus Kunststoffschaum angeordnet sein. Dabei kann der Kunststoffschaum die gleiche
Beschaffenheit wie der für den Kantenschutz vorgesehene Kunststoffschaum aufweisen.
Der Karton kann allein und/oder mit anderem Schutz den von dem erfindungsgemäßen Kantenschutz
umschlossenen Raum auf der Scheibe ausfüllen. Zu anderem Schutz können auch Luftkissen
gehören, Die Luftkissen können auch allein und/oder mit Karton oder mit anderem Schutz
für das Verpackungsgut den von dem erfindungsgemäßen Kantenschutz umschlossenen Raum
ausfüllen.
Wahlweise wird der mit Karton oder anderen Materialien ausgefüllte Raum beiderseits
des Verpackungsgutes mit Schutzplatten verschlossen.
[0140] Die Schutzplatten können die Verpackung übergreifen oder in den von der Verpackung
umschlossenen Raum eingelassen sein. Die Schutzplatten bilden eine Versteifung, welche
die an anderer Stelle vorgeschlagenen Versteifungsstreben ersetzen kann oder aber
zusätzlich zu den Versteifungsstreben zur Anwendung gebracht werden kann.
Die Befestigung der Schutzplatten kann in beliebiger Weise erfolgen. Vorzugsweise
ist eine lösbare Befestigung vorgesehen, welche die Wiederverwendung der Verpackung
nicht behindert. Wahlweise werden die Schutzplatten mittels Klauen oder Haken an der
Verpackung gehalten. Diese Klauen oder Haken können wie die oben erläuterten Transporthilfsmittel
in die Nuten der Verpackung greifen. Wenn alle Abschnitte der Verpackung mit solchen
Nuten versehen sind, können die Klauen oder Haken die Schutzplatte an allen vier Seiten
umfassen, so daß die Schutzplatten sich auch bei üblicher Transportbelastung nicht
von der Verpackung lösen.
Für die Befestigung der Schutzplatten werden die Klauen oder Haken in die Nuten und
zugleich über die Schutzplatten geschoben. Zum Lösen der Schutzplatten werden die
Klauen oder Haken aus den Nuten herausgezogen.
[0141] Wahlweise wird das gesamte Transportgut auf dem Wege in einen Kunststoffschaum eingehüllt.
Für kleine Serien wird die Einhüllung aus verschiedenen Teilen zusammen gesetzt, um
die Kosten für Formen zunächst zu vermeiden, mit denen sich die Einhüllung in einem
Arbeitsgang erreichen läßt.
Sobald große Serien absehbar sind, kann die "Einhüllung in einem Arbeitsgang" vorangetrieben
werden. Vorzugsweise wird dazu mit der Einhüllung in Partikelschaum begonnen. Zur
Einhüllung in Partikelschaum muß eine entsprechend große Form beschafft werden. Diese
Form wird auch als Werkzeug bezeichnet. Das Transportgut wird in der offenen Form
positioniert, so daß nach Schließen der Form die beim Befüllen der Form in den Formhohlraum
fließenden Schaumpartikel das Transportgut allseitig umgeben. Anschließend wird die
Form mit Heißdampf beaufschlagt, so daß die Schaumpartikel an den Außenflächen aufweichen
und zumindest teigig werden und miteinander verschweißen. Nach ausreichender Abkühlung
wird die Form geöffnet und das umhüllte Transportgut herausgenommen.
Vorzugsweise wird der Kunststoffschaum danach im Bereich der Kanten des Transportgutes,
zum Beispiel des Glases, in der oben beschriebenen Form verstärkt.
[0142] Vorzugsweise wird das Transportgut mitsamt der Verpackung mit einer Schrumpf-Folie
eingeschlossen. Dabei handelt es sich um Folien, welche unter Wärmeeinwirkung stark
schrumpfen. Die Schrumpf-Folien bestehen üblicherweise aus einer Mischung von Polyethylen
und Polypropylen. Die Folien werden häufig um das Verpackungsgut gewickelt. Die Folien
können auch zu Schläuchen oder Säcken verarbeitet sein und über das Verpackungsgut
gestülpt werden. Die Wärme kann mittels Heißluft bzw. mittels Heizgas an die Schrumpf-Folie
herangebracht werden, um das Schrumpfen in Gang zu setzen. Serienprodukte werden vorzugsweise
in einen Tunnelofen geführt und auf dem Wege erwärmt.
[0143] Die vorstehend angesprochenen Transporthilfen bzw. deren Anschlüsse werden vorzugsweise
von der Schrumpf-Folie ausgespart. Das kann bereits bei der Umwicklung mit Folie erfolgen.
Es können auch schon Ausnehmungen für die Transporthilfen in den Folienschläuchen
und Foliensäcken für die Transporthilfen bzw. deren Anschlüsse vorgesehen sein.
Es ist auch möglich, erst dann Aussparungen in die Folie einzuarbeiten, wenn die Anschlüsse
für die Transporthilfen zugänglich sein müssen.
[0144] Das erfindungsgemäß verpackte Transportgut, zum Beispiel ein für Baustellen bestimmtes
Glas, muß an der Baustelle bewegt werden. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Scheiben
geringerer Größe und dementsprechend geringem Gewicht, die von einem oder mehreren
Bauleuten von Hand abgeladen und an Ort und Stelle transportiert werden können, und
Scheiben besonderer Größe und entsprechendem Gewicht, die maschinell bewegt werden
müssen.
In jedem Fall kann die Handhabung der Scheiben durch Transporthilfsmittel wie Griffe
und/oder Schlaufen und/oder Ösen und/oder Haken und/oder Verbindungsmittel und/oder
Füße an dem Kantenschutz erleichtert werden. Die Transporthilfsmittel können bleibend
oder für die Dauer des Transportes an dem Kantenschutz vorgesehen sein. Bei bleibender
Anordnung kann eine entsprechende Befestigung der Transporthilfsmittel an dem Kantenschutz
erfolgen. Bei temporärer Befestigung sind lösbare Befestigungsmittel vorgesehen.
[0145] Günstig ist dabei, wenn der Kantenschutz mit den Transporthilfsmitteln möglichst
nur auf Zug und möglichst wenig auf Biegung beansprucht wird. Das wird erreicht, indem
die Transporthilfsmittel an dem seitlichen Kantenschutz angreifen.
[0146] Außerdem ist es von Vorteil, den unteren Kantenschutz mit Staplerfüßen zu versehen.
Staplerfüße sind an Paletten bekannt. Paletten besitzen an der Unterseite Staplerfüße
aus Holz in Form von Balkenstücken. Die Staplerfüße lenken einen Gabelstapler, der
mit seiner Gabel die Palette untergreift, um sie anzuheben, zu anderer Stelle zu transportieren
und dort wieder abzusetzen.
Das gleiche gilt für Hubwagen, die wie Gabelstapler mit einer Gabel ausgerüstet sind
und zur Bewegung von Paletten bestimmt sind. Die Hubwagen dienen aber nur dem Transport
auf kurzen Entfernungen und sind nicht zum Stapeln geeignet. Der Hub der Hubwagen
dient nur dazu, die zum Verfahren notwendige Bodenfreiheit des Verpackungsgutes herzustellen.
Die Hubwagen werden zumeist von Hand bewegt. Soweit im Weiteren Gabelstapler angesprochen
sind, schließt das die Hubwagen ein.
Die Staplerfüße sichern einen mittigen Angriff des Gabelstaplers/Hubwagens an das
Transportgut und verhindern ein seitliches Verrutschen der Palette während der Bewegung
mit dem Stapler. Das ist besonders für die Kurvenfahrt des Staplers/Hubwagens wichtig.
[0147] Die Staplerfüße können im Verhältnis zu normalen Paletten gegebenenfalls kleiner
sein. Eine Verringerung der Staplerfüße unterbleibt jedoch, wenn zu befürchten ist,
daß die Gabel der Gabelstapler/Hubwagen nicht mehr zwischen die Staplerfüße paßt.
Ferner sind die Staplerfüße so dick ausgebildet, daß der Stapler mit seiner Gabel
den Kantenschutz unterfahren kann und das Transportgut mitsamt Verpackung anheben
kann. Die Staplerfüße können gleichfalls als Transporthilfen angesehen werden. Dabei
ist auch eine Befestigung der Staplerfüße an dem Umreifungsband mit Hilfe von Hülsen
und Plomben möglich, wie das bei den schon zuvor erläuterten Transporthilfen vorgesehen
ist.
Wahlweise weise sind die Staplerfüße in den Verpackungsschutz integriert, noch weiter
bevorzugt in einen Verpackungsabschnitt integriert.
[0148] Andere Transporthilfen sind Griffe, Schlaufen, Haken, Zapfen, Ösen, Rollen, Verbindungsmittel,
Behälter, Anschlüsse für eine Transportsicherung. Griffe und Schlaufen sollen es erleichtern,
das Transportgut mit Verpackung von Hand zu bewegen, zum Beispiel zu tragen oder mittels
der Rollen zu schieben/ziehen. Die Haken, Zapfen, Ösen sollen das Anschlagen von Hubmitteln
und Mitteln zur Transportsicherung (Ketten, Seilen, Gurten) erleichtern. Die Verbindungsmittel
sollen die Verbindung verschiedener Verpackungen ermöglichen/erleichtern. Die Behälter
erleichtern die Mitführung von Zubehör zum Transportgut und das Mitführen von Dokumenten.
Die Transporthilfen können an verschiedenen Stellen der Verpackung bleibend oder lösbar
vorgesehen sein. Bei bleibender Anordnung können einzelne Verpackungsabschnitte in
einem Teil zugleich als gewünschte Transporthilfsmittel ausgebildet sein oder mit
den Transporthilfsmitteln bleibend verbunden sein. So können untere Verpackungsabschnitte
zugleich Ausformungen besitzen, die als Füße bzw. Staplerfüße dienen, Griffe, Haken,
Zapfen, Ösen, Verbindungsmittel, Anschlüsse für eine Transportsicherung können angeformt
oder angeschweißt oder angeklebt sein. Auch Schlaufen und Behälter können angeschweißt
oder angeklebt sein. Rollen sind in einem Rollengehäuse gehalten. Das Gehäuse kann
durch einen Verpackungsabschnitt gebildet werden oder an der Verpackung verschweißt
oder verklebt sein. Vorzugsweise werden die Transporthilfen lösbar montiert, um die
Anzahl der für alle Verpackungen erforderlichen Transporthilfen zu reduzieren Dazu
können die Transporthilfen an Anschlüsse angeschlagen werden, mit denen die Verpackung
versehen ist. Die Anschlüssen können zum Beispiel durch Vorsprünge und/oder Ausnehmungen
in der Verpackung gebildet werden. Die Transporthilfen können an die Vorsprünge angreifen
und/oder in die Ausnehmungen eingreifen.
Vorzugsweise sind in der Verpackung Nuten vorgesehen und greifen die Transporthilfen
mit sogenanten Federn in die Nuten ein. An die Nuten werden keine besonderen Anforderungen
gestellt, wenn die Nuten an einander gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind. Als
Nuten reichen dann schon geringe Vertiefungen und als Federn geringe Erhebungen aus.
Im Prinzip können die Vertiefungen(Nuten) auch in den Transporthilfen und die Erhebungen(Federn)
an der Verpackung vorgesehen sein. Der dafür erforderliche Aufwand ist jedoch höher
als umgekehrt. Außerdem kann die Verpackung dann an den Erhebungen leichter beschädigt
werden als an Vertiefungen.
[0149] Mehr ist in der Frage der Nuten/Federn zu beachten, wenn die Transporthilfen jeweils
nur in eine Nut greifen sollen. Die Transporthilfen müssen dann gegen Herausfallen,
gegen Kippen und gegen unvorgesehenes Rutschen in den Nuten gesichert werden. Das
kann weitgehend durch die Querschnittsform von Nut und Federn erreicht werden. Günstig
ist eine Querschnittsform nach Art einer Schwalbenschanzpassung. Solche Querschnittsformen
sind gekennzeichnet durch Hinterschneidungen in den Nuten und Hinterschneidungen an
den Federn, so daß die Federn mit dem vorragenden Querschnittsteilen in den Nuten
in die Hinterschneidungen greift. Mit solchen Nuten und Federn wird ein Herausfallen
wie auch ein Kippen verhindert.
[0150] Die Stabilität der Nuten und Federn hängt von dem Kunststoffschaum ab, Soweit gewünscht,
kann die Stabilität durch Verstärkung der Nuten/Federn und/oder des umgebenden Bereiches
verändert werden. Die Verstärkung durch Wahl eines anderen Kunststoffes für die Verpackung
ist nur im Rahmen der für die Verpackung vorgegebenen Nachgiebigkeit möglich. Aber
bereits einfache Maßnahmen wie die Abrundung von Ecken/Kanten in und an den Nuten
und Federn führt zu einer wesentlichen Verstärkung. Darüber hinaus kann eine Verstärkung
durch die oben beschriebene Verhautung und Beschichtung erreicht werden. An den Transporthilfen
kann ohne weiteres ein Material gewählt werden, das aus sich heraus allen Belastungsfällen
Stand hält. Günstig sind Transporthilfen mit geringem Gewicht, zum Beispiel aus Aluminium.
Ein Rutschen der Transporthilfen in den Nuten wird durch Klemmen verhindert.
Dazu können Klemmvorrichtungen vorgesehen sein. Einfache Klemmvorrichtungen sind zum
Beispiel Keile. Es können auch aufwendigere Klemmvorrichtungen zum Einsatz kommen.
Die Transporthilfen können auch zugleich als Klemmvorrichtungen ausgebildet sein.
[0151] Für die Klemmung sind die Reibungsverhältnisse in der Nut und an den Federn, das
Bewegungsspiel zwischen Nut und Federn und die Hebelverhältnisse maßgebend, die sich
durch die an Transporthilfen angreifenden Kräfte und deren Abstand von der Nut-Feder-Verbindung
der Transporthilfen von der Verpackung ergibt.
Wirtschaftlich vorteilhaft ist eine Selbsthemmung der Transporthilfen in den Nuten
bzw. auf den Federn.
Je nach den Umständen haben die Transporthilfen in der Nut oder auf den Federn Selbsthemmung.
Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn in der Nut-Feder-Verbindung geschnittene
Kunststoffschaumflächen aneinander gleiten.
[0152] Solche Transporthilfen verkeilen sich unter einer Last, die nicht genau zentrisch
zur Mittelachse der Nuten angreift. Das läßt sich ohne weiteres durch Wahl eines entsprechenden
Abstandes erreichen, in dem Lasten in die Transporthilfen geleitet werden.
[0153] Zur Klemmung der Transporthilfen können auch Keile benutzt werden
Die oben beschriebenen Transporthilfen sind vorteilhaft.
Häufig steht an den Baustellen ein Kran oder ein mitgeführter Stapler zur Verfügung.
Der Kran kann der Baukran oder ein am Lkw mitgeführter Kran sein. Diese Geräte können
das Abladen des Transportgutes erleichtern. Manchmal kann der Baukran auch den Transport
in die jeweilige Rohbauetage übernehmen. In der Regel muß das Transportgut dann aber
mindestens auf der Rohbauetage von Hand weiterbewegt werden. Häufig muß das Verpackungsgut
darüber hinaus auch von Hand abgeladen und bis in die jeweilige Etage getragen werden.
[0154] Insbesondere der Transport von Hand ist an einer Baustelle mit einer Beschädigungsgefahr
verbunden. Bisherige Transporte ecken auf den Baustellen immer wieder an oder werden
zu hart aufgesetzt.
Bei der erfindungsgemäßen Verpackung ist dagegen nicht mehr mit einer nennenswerten
Schadensgefahr verbunden. Das zeigt sich in den oben beschriebenen Fallversuchen.
Wenn ein Transportgut solche Fallversuche schadensfrei übersteht, dann übersteht das
erfindungsgemäß verpackte Transportgut auch das übliche Anecken und zu harte Aufsetzen
schadensfrei. Vorteilhafterweise kann Glas als Transportgut dabei noch zusätzlich
dadurch geschützt werden, daß es an der Kante leicht geschliffen ist.
[0155] Dabei reicht schon ein geringer Schliff im Umfang und der Tiefe der Mikrorisse an
den Glaskanten.
[0156] Diese Transportsicherheit fördert zwar den Transport. Sie kann jedoch auch die Fahrlässigkeit
beim Transport steigern. Um dem entgegen zu wirken, können die Transportgüter noch
mit einem Stoßdetektor versehen werden, der anspricht, wenn die Stoßkraft ein bestimmtes
Maß überschreitet. Ein handelsüblicher Detektor verwendet flüssigkeitsgefüllte Glasröhrchen,
die mit farbiger Flüssigkeit und einem Aufkleber versehen sind. Bei Überschreiten
einer bestimmten Stoßkraft fließt die Flüssigkeit aus und färbt den Detektor.
[0157] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
[0158] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Verbundglasscheibe 1, die am Rand von vier Kantenschutzprofilen
2, 3, 4, 5 umfaßt werden.
[0159] Alle Profile 2,3,4,5 bestehen im Ausführungsbeispiel aus XPS-Schaum (extrudierter
Polystyrolschaum), in anderen Ausführungsbeispielen aus anderem Schaum) mit einem
Raumgewicht von 25 kg/Kubikmeter. Alle Profile 2,3,4,5 besitzen den gleichen Querschnitt.
Darüber hinaus besitzen die Profile 2 und 4 die gleiche Länge. Das gleiche gilt für
die Profile 3 und 5. Der Querschnitt der Profile 2,3,4,5 ist aus Fig. 1 und 3 ersichtlich.
Die Profile 2,3,4,5 sind an den Enden auf Gehrung geschnitten.
[0160] Der Profilquerschnitt ist in Fig. 3 dargestellt. Der Profilquerschnitt ist im Grund
rechteckig mit Abmessungen von 130mm x 200 mm. An der einen Schmalseite ist eine Ausnehmung
6 mit einer Breite von 23 mm und einer Tiefe von 50mm vorgesehen, in der die Verbundglasscheibe
1 aufgenommen wird. An der gegenüberliegenden Schmalseite ist eine Ausnehmung 7 mit
einer Breite von 60mm und einer Tiefe von 5mm vorgesehen, die für ein Umreifungsband
vorgesehen ist.
Im Profilinneren sind zwei Ausnehmungen 8 und 9 mit Querschnittsabmessungen von 25mm
x 50mm vorgesehen, die zur Aufnahme von Holzleisten 10 bestimmt sind.
Im Ausführungsbeispiel bildet der XPS-Schaum des Profiles ein Nachgiebigkeitsmaterial.
Die Holzleisten bilden ein Verstärkungsmaterial für das Nachgiebigkeitsmaterial. Durch
Verwendung mehrerer Holzleisten mit zwischenliegendem Schaum wird eine besondere Widerstandsfähigkeit
des Kantenschutzes gegen die beim Glastransport besonders gefürchteten Schlagund Stoßbelastungen
erzeugt.
[0161] Im Ausführungsbeispiel ist das Profil aus nicht dargestellten drei Teilen zusammengesetzt.
Im nicht miteinander verbunden Zustand der drei Teile verlaufen zwei Teilfugen durch
die Ausnehmungen 8 und 9, und zwar parallel zu den Schmalseiten.
Die drei Teile werden aus handelsüblichen XPS-Schaumplatten geschnitten und an der
Oberfläche konfektioniert, so daß die Ausnehmungen 6 und 7 und weitere Ausnehmungen
entstehen, welche nach Zusammenfügen aller Teile die Ausnehmungen 8 und 9 bilden.
Die Schneidvorgänge erfolgen durch Sägen.
Die Ausnehmungen werden im Ausführungsbeispiel gefräst.
Beim Zusammenfügen werden die Teile heiß geklebt. Der Heißkleber wird mit geeigneten
Kleberpistolen aufgetragen.
In anderen Ausführungsbeispielen werden die Teile verschweißt. Beim Verschweißen werden
die Schweißfläche erwärmt und die Teile anschließend zusammengedrückt. Die notwendige
Wärme kann mit einem Heißluftgebläse aufgebracht werden, (in anderen Ausführungsbeispielen
durch Berührung mit einem Heizschwert oder mittels eines anderen Gegenstandes, der
entsprechend beheizte Fläche besitzt, mit der die Schweißflächen in Berührung gebracht
werden).
[0162] Nach der Markteinführung des erfindungsgemäßen Kantenschutzes kann den dann gewünschten
Stückzahlen durch (in Bezug auf den Querschnitt) einstückige Extrusion des Profils
oder durch Spritzformen oder durch Formteile aus Partikelschaum Rechnung getragen
werden. Zum Extrudieren sind Extruder mit Extrusionsdüsen erforderlich, welche dem
Profilquerschnitt nachgebildet sind und den Schaum in einen formgebenden Kalibrator
tragen.
Mit der Extrusion eines Profiles, welches alle Querschnitts-Abmessungen der gewünschten
Profile zeigen, werden die vorstehend beschriebenen Bearbeitungsvorgänge zumindest
teilweise entbehrlich.
[0163] Die dargestellten Profile 2,3,4,5 werden durch ein nicht dargestelltes Umreifungsband
(in anderen Ausführungsbeispielen durch eine Spannband oder einen Spanngurt) gegen
die Kante der Glasscheibe 1 gedrückt. Das Umreifungsband ist im Ausführungsbeispiel
ein Kunststoffband. Das Umreifungsband wird von dem Umreifungsgerät von einer Rolle
abgezogen und außen um die Profile 2,3,4,5 herumgeführt. Das geschieht zunächst von
Hand. Bei größeren Stückzahlen ist ein Umreifungsgerät mit automatischer Bandzuführung
bzw. automatischer Herumführung des Umreifungsbandes um die Profile 2,3,4,5 vorgesehen.
Das Umreifungsgerät gibt es in verschiedenen Ausführungsformen. Anfänglich kann ein
einfaches handbedientes Gerät zum Spannen des Umreifungsbandes zum Einsatz kommen.
Bei entsprechenden Stückzahlen kann ein elektrisches Umreifungsgerät mit automatischer
Steuerung anstelle des handbetätigten Gerätes zum Einsatz kommen.
Nach dem Spannen erfolgt im Ausführungsbeispiel eine Verschweißung der beiden Enden
des Kunststoff-Umreifungsbandes. Dabei wird ein Heizschwert kurzzeitig zwischen die
beiden Enden des Umreifungsbandes geführt. Das Heizschwert bringt die Berührungsflächen
der beiden Enden des Umreifungsbandes kurzzeitig zum Aufschmelzen, so daß bei entsprechendem
Druck sofort eine Verschweißung entsteht, ohne daß es zu einer nennenswerten Schwächung
des Umreifungsbandes kommt. Durch sofortige Kühlung der Schweißstelle wird der Schweißnaht
sofort eine ausreichende Festigkeit gegeben.
Durch die Umreifung werden die Profile 2,3,4,5 in der dargestellten Form zusammengehalten,
ohne daß es dazu weiterer Maßnahmen bedarf.
[0164] In einem anderen Ausführungsbeispiel ist an den Ecken eine Verstärkung/Eckenschutz
vorgesehen. Die Verstärkung/Eckenschutz wird durch Kappen gebildet, welche über die
Ecken gesetzt werden, bevor die Umreifung erfolgt. Solche Kappen sind handelsüblich.
Solche Kappen werden als Kunststoffwinkel oder Metallwinkel angeboten. Die automatischen
Anlagen setzen die Kappen automatisch, die Funktion solcher Anlagen hängt davon ab,
daß die Kappen verwendet werden, auf welche die Anlagen ausgelegt sind. Solange es
an den Produktserien fehlt, welche automatische Umreifungsanlage rechtfertigen, empfiehlt
sich eine Umreifung von Hand. Bei der Umreifung von Hand ist die Positionierung der
Kappen ein Problem, solange die Kappen nicht von der Umreifung in Position gehalten
werden. Dabei empfiehlt es sich, die Kappen mit einem beidseitig klebenden Selbstklebestreifen
in Position zu bringen/halten, solange dies nicht durch die Umreifung erfolgt.
Nach Fig. 49 können die Kappen 321 aber auch auf der Umreifung 320 positioniert werden.
Dazu können die Kappen mit Schlitzen versehen sein, durch die die Umreifung in der
dargestellten Form hindurchgeführt wird.
[0165] Für die Umreifung von Hand stehen diverse handelsübliche Geräte zur Verfügung, von
ganz einfacher Ausführung bis zur gehobenen Ausführung. Eine ganz einfache Ausführung
wird mit Fig. 50 vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um einen Materialstreifen 325
mit einer Reihe hintereinander liegender Ausnehmungen 326, deren Öffnungsweite und
deren Abstand den Abmessungen des Umreifungsbandes angepaßt sind. Bei dem Material
handelt es sich im Ausführungsbeispiel um Blech. In anderen Ausführungsbeispielen
wird anderes steifes Material verwendet. Das Umreifungsband wird mit seinem einen
Ende an einem Ende des Streifens 325 befestigt. Dann wird das Band um die Verpackung
herumgeführt und dessen anderes Ende hin- und hergehend durch die Öffnungen 326 gezogen.
Nach dem Spannen des Bandes bleibt das Band aufgrund des Reibungswiderstandes in dem
Blechstreifen gespannt.
[0166] Die Profile 2,3,4,5 bilden einen Kantenschutz, der quer zur Ebene der Glasscheibe
etwa 53,5mm vorsteht. In dem dadurch umschlossenen Raum ist an jeder Seite eine Lage
Pappe 11 mit einer Dicke von 50mm vorgesehen. Außerdem liegt zwischen der Pappe 11
und der Scheibe 1 eine nicht dargestellte Lage weichen Kunststoffschaums aus Polyethylen
von 1,5mm Dicke.
[0167] Die Fig. 4 und 5 zeigen unterschiedliche Konstruktionen aus Wellpappe.
Nach Fig. 4 besitzt jede Pappe-Lage einen wabenförmigen Kern 16, der beiderseits mit
einer Pappe-Schicht 15 oder 17 verbunden ist. Die Waben werden durch Pappestreifen
gebildet, die so abgeknickt und so miteinander verklebt werden, daß sich eine bienenwabenartige
Struktur ergibt.
Nach Fig. 5 ist ein anders strukturierter Kern vorgesehen. Der Kern wird auch durch
Pappestreifen gebildet, jedoch sind die Streifen so ineinandergesteckt, daß sich eine
Struktur ergibt, welche sich von der 6eckigen Wabenstruktur durch 4eckige Gebilde
unterscheidet.
[0168] Nach der Umreifung ist die Glasscheibe mitsamt ihrem Kantenschutz und den seitlichen
Pappe-Lagen in eine Schrumpf-Folie eingeschweißt.
Die Schrumpf-Folie läßt die Unterseite teilweise frei, so daß dort Staplerfüße 20
angebracht werden können. Die Staplerfüße dienen als Transporthilfe für die Positionierung
der Gabel eines Gabelstaplers, der zum Aufladen und/oder Abladen benutzt wird.
[0169] Fig. 6 zeigt Ladeböcke als Transporthilfen für die Glasscheiben 26 mit Kantenschutz
und Schrumpf-Folie.
Die Ladeböcke bestehen aus einem Gestänge29 mit Füßen 25. Die Füße 25 besitzen an
der Oberseite verschiedene voneinander beabstandete Öffnungen 27. Die Öffnungen 27
nehmen Stangen 28 auf, welche mit dem Ladegut gegen das Gestänge 29 gespannt werden
können. Mit den Ladeböcken läßt sich das Ladegut sehr gut lagern und mit Fahrzeugen
transportieren.
[0170] Fig. 7 und 8 zeigen den aus den einzelnen Profilen bestehenden Kantenschutz 30 mit
einer Bohrung 31. Die Bohrung 30 dient zur Befestigung von Haken 33 als Transporthilfe.
Mit den Haken kann jede Glasscheibe mitsamt Kantenschutz und anderer Verpackung abgeladen/aufgeladen
werden.
[0171] Fig. 9 zeigt den aus den einzelnen Profilen bestehenden Kantenschutz 35 mit seitlichen
Haken 36 als Transporthilfe sowie mit Ösen 37 als Transporthilfe.
[0172] Fig. 21 und 22 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel der Verpackung mit einem Griff
121. Der Griff 121 ist aus einer Platte 120 ausgeschnitten und aufgefaltet worden.
Darüber hinaus sind an der Platte 120 Krallen angeformt, mit denen die Platte 120
in das Nachgiebigkeitsmaterial gedrückt werden kann. Das geschieht bei Bedarf. Dann
wird das um die Verpackung/Kantenschutz 124 gespannte Umreifungsband 125 etwas angehoben,
um die Platte mit dem Griff 121 an der gewünschten Stelle unter das Umreifungsband
125 zu schieben und mit den Krallen in das Nachgiebigkeitsmaterial zu drücken. Das
Umreifungsband 125 hält die Platte 120 in der gewünschten Stellung.
[0173] Fig. 10 zeigt den aus einzelnen Profilen bestehenden Kantenschutz 41 mit seitlichen
Schlaufen 42 als Transporthilfe.
[0174] Fig. 11 zeigt einen aus den einzelnen Profilen bestehenden weiteren Kantenschutz
45 mit einer Rolle 47 an einer unteren Ecke als Transporthilfe. Mit der Rolle läßt
sich die Glasscheibe mitsamt der Verpackung leicht fahren. Dabei ist zugleich ein
Griff 46 von Vorteil.
[0175] Fig. 20 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel für eine Rolle 111 als Transporthilfe.
Die Rolle 11 1 sitzt in einem Gehäuse 112, das zugleich als Haube/Kappe zum Umschließen
einer Ecke des Kantenschutzes ausgebildet ist.
[0176] Die Haube/Kappe 112 besteht im Ausführungsbeispiel aus Blech, in anderen Ausführungsbeispielen
aus Kunststoff. An der Haube/Kappe 112 sind verschiedene Zähne 113 angeformt, mit
denen sich die Haube in das Nachgiebigkeitsmaterial drückt. Die Haube/Kappe kann nach
Fertigstellung der Verpackung bei Bedarf aufgesetzt werden. Die Haube/Kappe ist wiederverwendbar,
wenn der Glastransport beendet ist.
Die Haube/Kappe 112 kann auch bei der Umreifung aufgesetzt werden. Dann wird das Umreifungsband
vorzugsweise zwischen die Rolle und die Haube/Kappe geführt, um die Haube/Kappe 112
bleibend zu montieren. Dabei wirkt die Haube/Kappe vorzugsweise zugleich als
Eckenversteifung/Eckenschutz der Verpackung.
Das Ausführungsbeispiel zeigt eine Rolle, welche an beiden Enden drehbeweglich in
der Haube/Kappe 112 gelagert ist.
Um das Einführen des Umreifungsbandes zwischen Rolle und Haube/Kappe zu erleichtern,
kann die Rolle in der Haube/Kappe in anderen Ausführungsbeispielen einseitig (fliegend)
gelagert werden.
[0177] Fig. 12 zeigt einen weiteren Kantenschutz 50 im Querschnitt.
Der Querschnitt 50 unterscheidet sich von dem Querschnitt nach Fig. 3 durch drei Ausnehmungen
51,52 für Verstärkungsprofile. Ferner ist eine Ausnehmung 54 für Einsätze 60 vorgesehen.
Von den Ausnehmungen für die Verstärkungsprofile ist die Ausnehmung 52 im Abstand
und mittig unter der Ausnehmung/Nut 54 für die Einsätze vorgesehen. Die Ausnehmungen
52 sind beiderseits der Ausnehmung/Nut 54 für die Einsätze 60 angeordnet. Diese Anordnung
soll eine Verstärkung gegen Stöße bewirken, welche quer zur Ebene der Glasscheibe
auf den Kantenschutz wirken. Die Ausnehmungen 51,52 werden in gleicher Weise erzeugt
wie die Ausnehmungen/Öffnungen des Kantenschutzes nach Fig. 3.
[0178] Die Ausnehmung/Nut 54 hat eine Schwalbenschwanzform. Durch die Schalbenschwanzform
wird der jeweilige Einsatz 60 fest in dem Kantenschutz gehalten. Dementsprechend hat
der Einsatz 60 einen der Ausnehmung/Nut angepaßten Querschnitt.
[0179] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 hat der Einsatz 60 eine Öffnung 61, in der die
betreffende Glasscheibe aufgenommen werden soll. Der Einsatz 60 besteht im Ausführungsbeispiel
aus einem Elastomer. Es gibt natürliche und künstliche Elastomere. Naturkautschuk/Gummi
gehört zu den natürlichen Elastomeren. Die Elastomere sind in der Lage, in bestimmten
Grenzen unterschiedlich dicke Glasscheiben aufzunehmen. Im Ausführungsbeispiel ist
der Einsatz 60 für Scheiben mit einer Dicke von 5 bis 10mm vorgesehen. Für Dickenbereiche
von 10 bis 20mm und 20 bis 35mm sind andere Einsätze vorgesehen.
[0180] Fig. 14a zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel mit einem Einsatz 60.1. In dem Einsatz
ist eine gestufte Ausnehmung vorgesehen. In der einen Ausnehmungsstufe 61.1 besitzt
die Ausnehmung eine Öffnungsweite für Gläser mit eine Dicke von 12mm. In der anderen
Ausnehmungstufe 61.2 besitzt die Ausnehmung eine Öffnungsweite für Gläser mit einer
Dicke von 8mm.
[0181] Fig. 14b zeigt eine sich konisch zum Tiefsten hin verjüngende Ausnehmung 61.3. Die
Konizität erlaubt hier in den Grenzen zwischen 12mm und 8mm Glasdicke eine stufenlose
Anpassung an beliebige Glasdicken.
[0182] Fig. 14c entspricht dem in Fig. 14b dargestellten Prinzip einer stufenlosen Anpassung.
Allerdings sind an dem Einsatz 60.3 drei Bereiche 61.4, 61,5, 61.6 vorgesehen, in
denen eine stufenlose Anpassung an beliebige Glasdicken vorgesehen ist, vorausgesetzt,
die Glasdicken liegen in einem der Bereiche.
[0183] Fig. 14d entspricht dem in Fig. 14a dargestellten Prinzip. Im Ausführungsbeispiel
ist aber an einem Einsatz 60.4 eine dreifache Stufung 61.7, 61,8 und 61.9 für drei
verschiedene Glasdicken vorgesehen.
[0184] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 14f unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 14a dadurch, daß anstelle einer Glasscheibe zwei Glasscheiben nebeneinander
aufgenommen werden können.
[0185] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 14e unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 14a dadurch, daß anstelle einer Glasscheibe drei Glasscheiben nebeneinander
aufgenommen werden können.
[0186] Fig. 23 zeigt einen Kantenschutz 130 mit einem Einsatz 131, der sich von dem Einsatz
60 der Fig. 14 dadurch unterscheidet, daß er die Glasscheibe 133 mit einer Einlage
132 an der Kante aufnimmt. Die Einlage 132 besteht im Ausführungsbeispiel aus Pappe
und hat die Aufgabe, eine Beschädigung des Einsatzes durch scharfe Glaskanten zu verhindern.
[0187] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 13 ist an einem Querschnitt für einen Kantenschutz
55 ist im Unterschied zu dem Kantenschutz 50 nach Fig. 12 nur eine mittige Ausnehmung
57 unter der Ausnehmung 56 für Einsätze 60 vorgesehen.
[0188] Der Kantenschutz 107 nach Fig. 19 besteht aus Polystyrol-Schaum mit einem Raumgewicht
von 30 kg pro Kubikmeter und unterscheidet sich von dem Kantenschutz nach Fig. 13
durch andere Abmessungen. Die Querschnittsbreite ist 130mm, die Höhe 160mm. Mittig
ist eine Öffnung 100 von 24mm x 48mm vorgesehen. Die Öffnung dient der Aufnahme einer
Dachlatte als Verstärkungsprofil. Ferner sind am Umfang vier Nuten 101,102,103 und
104 vorgesehen. Die vier Nuten besitzen einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt.
Die Nut 101 unterscheidet sich von der Nut 56 in Fig. 13 durch andere Abmessungen,
nämlich durch eine Breite von 60mm am Fuß, eine Tiefe von 60mm und eine Öffnungsweite
von 50 oben.
Die Nut 101 dient der Aufnahme eines ähnlichen Einsatzes, wie er in Fig. 14 dargestellt
und beschrieben ist. An der gegenüberliegenden Seite ist wie bei dem Kantenschutz
nach Fig. 13 eine Ausnehmung 102 vorgesehen. Bei dem Kantenschutz nach Fig. 13 dient
die Nut/Ausnehmung allein zur Führung und Sicherung eines Umreifungsbandes.
Im Ausführungsbeispiel hat die Nut/Ausnehmung 102 eine Tiefe von 20mm, im Tiefsten
eine Breite von 50mm und an der Öffnung eine Breite von 40mm. Nach Fig. 19 hat die
Nut/Ausnehmung 102 zusätzliche Aufgaben. In die Nut kann ein Gehäuse eingeschoben
werden, in dem eine Rolle drehbeweglich gehalten ist. Zusätzlich oder alternativ können
in die Nut 102 zwei Staplerfüße eingeschoben werden, welche im Abstand der Gabeln
des Staplers angeordnet mittig unter der Glasscheibe unter der Verpackung angeordnet
werden, um den Transport der Glasscheibe mittels Stapler zu erleichtern, zum Beispiel
zum Beladen oder Entladen eines Fahrzeuges.
Außerdem kann die Nut/Ausnehmung 102 genutzt werden, um an dem Profil ein strichpunktiert
dargestelltes Flachprofil 105 aus gleichem Kunststoffschaum zu befestigen.
Ein ähnliches Flachprofil kann auch an den beiden anderen Seiten mit den Nuten/Ausnehmungen
103 und 104 befestigt werden. Durch die Anbringung von Flachprofilen entsteht mehr
Nachgiebigkeitsmaterial mit einem entsprechend veränderten/erhöhten Dämpfungsverhalten,
das der Belastung schwerer Glasscheiben Rechnung trägt.
Die Nuten/Ausnehmungen 103 und 104 besitzen eine Tiefe von 15mm, im Tiefsten eine
Breite von 40mm und an der Öffnung eine Breite von 30mm. Eine wesentliche weitere
Aufgabe der Nuten/Ausnehmungen 103 und 104 ist die Verbindung mit anderen Verpackungen/Kantenschutz
, von denen eine Verpackung 106 strichpunktiert im Ausschnitt dargestellt ist.
Die Verpackung/Kantenschutz 106 besitzt die gleiche Nut/Ausnehmung wie die Verpackung/Kantenschutz/Nachgiebigkeitsprofil
107. Die Verbindung kann mit Hilfe einer sogenannten Feder 108 erreicht werden. Die
Feder 108 wird durch einen Profilstab gebildet, der im Querschnitt zwei Seiten/Enden
besitzt, welche den Nuten/Ausnehmungen in den Verpackungen/Kantenschutz 106 und 107
angepaßt sind, so daß eine feste Verbindung entsteht.
Mit der durch die Feder 108 gebildeten Verbindungstechnik können eine Vielzahl von
Verpackungen mit eingeschlossenem Verpackungsgut zu einem transportgünstigen Block
miteinander verbunden werden. Der so entstehende Block kann in weiten Grenzen mit
beliebiger Breite gestaltet werden, so daß Transportflächen in der Breite optimal
ausgenutzt werden können.
Darüber hinaus können die Blöcke in der Höhe in weiten Grenzen beliebig beliebig gestaltet
werden, so daß Transportvolumen in der Höhe optimal ausgenutzt werden können. Dabei
wird anstelle des Flachprofiles 105 eine andere Verpackung aufgesetzt und mittels
der Feder 108 verbunden. Schließlich kann der Block auch in der Länge in weiten Grenzen
beliebig gestaltet werden. Dabei werden die hintereinander angeordneten Verpackungen
mit dem eingeschlossenen Transportgut mittels der Federn 108 miteinander verbunden.
Das eröffnet für den Container-Transport bzw. den Lkw-Transport und für dergleichen
Transporte durch Ausnutzung des Transportvolumens wesentliche Vorteile.
[0189] Dabei können auch Verpackungen unterschiedlicher Größe miteinander verbunden werden.
Das kann unmittelbar über Federn 108 erfolgen, wenn die zugehörigen Nuten in den verschiedenen
Verpackungen einander genau gegenüberliegen. Wenn die Nuten einander nicht gegenüberliegen,
kann gleichwohl eine Verbindung über die Nuten 108 erfolgen. Dazu ist dann ein Zwischenstück
vorgesehen. Dem Zwischenstück sind dazu Nuten in entsprechender Höhe bzw. Abstand
eingearbeitet worden, so daß die Federn 108 die eine Verpackung von der einen Seite
und die andere Verpackung von der anderen Seite mit dem Zwischenstück verbinden können.
[0190] Alternativ können Zwischenstücke vorgesehen sein, die den unterschiedlichen Größen
der zu verbindenden Verpackungen angepaßt sind. Das heißt, diese Zwischenstücke entsprechen
den zuvor beschrieben Zwischenstücken mit den beiderseits vorgesehenen Federn 108,
sind aber mit den Federn einstückig.
[0191] Die Feder 108 ist in Fig. 19b im Querschnitt in einer Einzelansicht dargestellt.
Die Fig. 19a zeigt eine andere Feder 280, mit der nicht benötigte Nuten an einer erfindungsgemäßen
Verpackung verschlossen werden können.
[0192] Fig. 19c bis 19d zeigen Variationen des zu dem erfindungsgemäßen Kantenschutz gehörenden
Profiles aus Nachgiebigkeitsmaterial. Im Unterschied zu dem Profil nach Fig. 19 ist
nach Fig. 19c ein Verstärkungsmaterial mit rundem Querschnitt und dazu in dem Profil
275 eine runde Öffnung 276 für das Verstärkungsprofil vorgesehen. Die runde Öffnung
läßt sich bei spanabhebender Herstellung leichter als eine eckige Öffnung herstellen.
[0193] Fig. 19d unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig. 19c durch zwei runde Öffnungen
279 anstelle der einen runden Öffnung 276 für im Querschnitt rundes Verstärkungsmaterial.
[0194] Fig. 19e zeigt anstelle der das Nachgiebigkeitsmaterial bildenden Profile in den
Fig. 19 bis 19c ein Profil 277, das bis auf die Ausnehmung für einen Einsatz keine
Ausnehmungen besitzt.
[0195] Fig. 19f knüpft an die Ausführung nach Fig. 19 und die dort dargestellte Möglichkeit
zur Verbindung zweier nebeneinander stehenden Verpackungen. Nach Fig. 19 erfolgt das
mit einer separaten Feder. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 19 ist nur eine Verbindung
an der Unterseite der an der Glasscheibe umlaufenden Verpackung dargestellt. In der
Regel ist das ausreichend, weil die Verpackungen nach dem Abladen von einem Fahrzeug
einzeln gehandhabt werden. Die besonderen Vorteile der Verbindung ergeben sich deshalb
beim Transport mehrerer nebeneinander stehender Verpackungen mit einem Fahrzeug. Dann
ist die Ladungssicherung viel einfacher. Die Ladungssicherung kann sich zum Beispiel
darauf beschränken, daß die Verpackungen gemeinsam oben verzurrt werden.
In anderen Ausführungsbeispielen wird einem Bedarf nach mehr Sicherheit dadurch Rechnung
getragen, daß die nebeneinander stehenden Verpackungen zumindest auch an der Oberseite
der Verpackung durch eine solche Verbindung miteinander verbunden sind. Diese Verbindung
führt schon zu einer sehr stabilen/widerstandsfähigen Gesamtverpackung. Ein solcher
Bedarf entsteht, wenn der Transport nicht mit Lkw sondern mit Transportern mit zulässigem
Gesamtgewicht von weniger als 7,5to erfolgt. Mit solchen Transportern werden üblicherweise
alle von Hand (ohne Hubmittel) handhabbaren Transporte abgewickelt, weil die Transporter
viel schneller als Lkw-Transporte sind. Erfahrungsgemäß ist die Ladungssicherung in
solchen Transportern trotz entsprechender verkehrsrechtlicher Vorschriften äußerst
mangelhaft. Für solche Transporte ist eine zusätzliche Verbindung der nebeneinander
stehenden Verpackungen an deren Oberseite von Vorteil.
[0196] Soweit noch mehr Bedarf nach einer Verbindung der nebeneinander stehenden Verpackungen
besteht, ist auch an den beiden Seiten, welche die Oberseite und die Unterseite der
Verpackung verbinden, eine solche Verbindung vorgesehen.
[0197] Fig. 19b zeigt eine Variation der das Nachgiebigkeitsmaterial nach Fig. 19 bildenden
Profile. In der Variation sind Profile 280 und 281 entstanden, welche an einer Seite
wie in Fig. 19 eine Nut 282 zeigen, jedoch an der gegenüberliegenden Seite anstelle
der Nut 282 eine Feder 283 zeigen. Für die Verbindung zweier nebeneinander stehender
Verpackungen werden damit die separaten Federn 108 entbehrlich. Dies kann Anwendung
finden, wenn die gleichzeitige Verbindung der nebeneinander stehenden Verpackungen
an den Seiten entbehrlich ist, die Oberseite und Unterseite der Verpackung verbinden.
[0198] Fig. 27 zeigt einen weiteren Kantenschutz 151 mit einem Profilquerschnitt, der sich
von dem nach Fig. 19 dadurch unterscheidet, daß an der Außenseite 160 des Kantenschutzes
keine Ausnehmung/Nut für das Umreifungsband vorgesehen ist, weil das Umreifungsband
auch ohne Ausnehmung/Nut infolge einer geringen Einschnürung des Nachgiebigkeitsmaterials
ihren vorgesehenen Platz hält.
[0199] Fig. 28 zeigt die schematische Anwendung der Profilquerschnitte 161 in der Verpackung
für eine Glasscheibe 162.
In dem Ausführungsbeispiel ist die Verpackung an beiden Seiten mit einer Schaumschicht
163 abgedeckt, die zwar auch aus Polystyrol besteht, aber ein um 30% geringeres Raumgewicht
besitzt. Das ist gleichbedeutend mit einer größeren Nachgiebigkeit.
Im Ausführungsbeispiel sind die Schaumschichten 163 zugleich so ausgebildet, daß sie
den beiderseits der Scheibe von dem Kantenschutz umschlossen Raum ausfüllt.
[0200] Fig. 15 zeigt einen Querschnitt eines Kantenschutzes 60, der sich von dem Kantenschutz
nach Fig. 3 dadurch unterscheidet, daß die Ausnehmung 63, welche zur Aufnahme der
Glasscheibe bestimmt ist, mit einer Einlage 62 versehen ist, die gegen andere Einlagen
ausgewechselt werden kann, wenn andere Schreiben aufgenommen werden sollen.
Außerdem ist die mittig unter der Ausnehmung 63 vorgesehene Ausnehmung 64 für mehrere
Verstärkungsprofile 61, nicht nur für ein Verstärkungsprofil bestimmt.
[0201] Fig. 16 unterscheidet sich von dem einstückigen Querschnitt nach Fig. 3 durch zwei
Hälften 65 und 66, die zu dem Querschnitt zusammen gesetzt werden, wie er in Fig.
3 gezeigt ist. Die Berührungsflächen 67 und 68 beider Hälften liegen im Ausführungsbeispiel
im zusammen gesetzten Zustand des Querschnittes auf der Mittellinie.
Die Hälften bestehen aus dem gleichen Kunststoffschaum wie im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3.
Zur Verbindung beider Hälften 65 und 66 werden die Berührungsflächen aufgeschmolzen
und die Hälften 65 und 66 aneinander gedrückt, so daß eine Verschweißung eintritt.
[0202] Fig. 17 zeigt einen Querschnitt eines weiteren Kantenschutzes.
Dieser Kantenschutz besitzt die gleiche Ausnehmung für die Glasscheibe wie nach Fig.
3 und die gleiche Ausnehmung für das Umreifungsband wie nach Fig. 3. Im Unterschied
zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 setzt sich der Querschnitt nach Fig. 17 aus
drei Teilen 70, 71 und 72 zusammen. Die Teile 70 und 71 bestehen aus dem gleichen
Kunststoffschaum wie er in Fig. 3 vorgesehen ist. Die Teile 70 und 71 bilden somit
das Nachgiebigkeitsmaterial. Zugleich bildet das Teil 70 die Ausnehmung, mit der die
Glasscheibe aufgenommen werden soll, während das Teil 71 die Ausnehmung für das Umreifungsband
bildet.
Zwischen beiden Teilen ist eine Verstärkungsschicht 72 aus einem ungeschäumten Kunststoff
vorgesehen. Dieser Kunststoff besteht gleichfalls aus Polystyrol wie die beiden Teile
70 und 71, so daß alle Teile miteinander verschweißbar sind.
In anderen Ausführungsbeispielen sind andere Materialien vorgesehen. Sofern es sich
um unverschweißbare Materialien handelt, kann eine Verklebung erfolgen.
[0203] Fig. 18 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einem Querschnitt 75, der eine gleiche
Ausnehmung 76 wie der Querschnitt nach Fig. 3 aufweist und auch die gleiche Ausnehmung
für das Umreifungsband aufweist. Im Unterschied zur Fig. 3 sind aber zwei Ausnehmungen
77 und 78 für die Aufnahme zweier parallel zueinander angeordneter und beabstandeter
Glasscheiben vorgesehen.
[0204] Fig. 24 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das sich von anderen Ausführungsbeispielen
dadurch unterscheidet, daß in dem Hohlraum beiderseits der Glasscheibe, der von dem
Kantenschutz 140 umschlossen wird, zur Sicherung der Glasscheibe ein Kreuz 141 aus
Kunststoffschaum vorgesehen ist. Das Kreuz bildet eine Verstrebung. Das Kreuz besteht
im Ausführungsbeispiel aus dem gleichen Schaum wie das Nachgiebigkeitsmaterial.
In anderen Ausführungsbeispielen ist anstelle des Kreuzes eine oder mehrere Streben
als Verstrebung vorgesehen.
[0205] Im Übrigen zeigt Fig. 24 einen Kantenschutz, der sich aus einem oberen Profil/Seite,
einem unteren Profil/Seite und zwei gleichartigen Seitenprofilen zusammen setzt. Dabei
bildet der Kantenschutz entsprechend der zu verpackenden rechteckigen Glasscheibe
einen rechteckigen Rahmen. Die verschiedenen Profile erstrecken sich zwischen zwei
benachbarten Ecken des Rahmens.
[0206] Nach Fig. 25 sind die in Fig. 24 dargestellten Profile in verschiedene Abschnitte
unterteilt. Die Abschnitte sind mit 140,141,142,143, 144,145 bezeichnet.
Alle Abschnitte 140,141,142,143, 144,145 besitzen ein Profil mit einem Querschnitt,
der dem in Fig. 13 dargestellten Profilquerschnitt enspricht. Die Abschnitte 140,141,142,143,
144,145 sind durch Ablängen von langen Profilstäben/Stangen entstanden. Darüber hinaus
sind die Abschnitte 145 auf Gehrung geschnitten, Die Abschnitte 143 sind darüber hinaus
mit Staplerfüßen versehen.
Jeder Abschnitt 140,141,144, 142,143 sitzt mit jeweils zwei auf Gehrung geschnittenen
Abschnitten 145 auf Holzprofilen, deren Querschnitt dargestellt ist und die im weiteren
teilweise gestrichelt und mit strich-punktierten Mittellinien 153 dargestellt sind.
In der Situation werden die Einsätze 146 und 147 montiert, d.h. in die zugehörigen
Nuten eingeschoben. Auf dem Wege entstehen Teil, welche den zu Fig. 24 beschriebenen
Pofilen/Seiten/Seitenprofilen entsprechen. Die Holzprofile geben den aus Abschnitten
zusammen gesetzten Profilen/Seiten/Seitenprofilen bereits erheblichen Halt, so daß
der Kantenschutz um die zu verpackende Glasscheibe herum zusammen gesetzt werden kann.
Den notwendigen ergänzenden Zusammenhalt mit der Glasscheibe bewirkt im Ausführungsbeispiel
die Umreifung.
Für die Holzprofile befinden sich in den Abschnitten 140,141,144,141,143,145 entsprechende
Ausnehmungen. Die Enden der Holzprofile müssen aufgrund der Spannkraft der Umreifung
nicht miteinander verbunden werden. Das erleichtert die Anbringung der Verpackung.
[0207] In anderen Ausführungsbeispielen besitzen alle Abschnitte 140,141,144, 142,143 bis
auf jeweils einen Abschnitt eines jeden Profiles/Seite/ Seitenprofiles gleiche Länge.
Dieser eine Abschnitt besitzt eine angepaßte Länge und kann deshalb als Paßstück bezeichnet
werden. Die gleiche Länge für die anderen Abschnitte rationalisiert die Herstellung.
Insbesondere eröffnet sich mit größeren Stückzahlen die Herstellung der Abschnitte
als Partikelschaumteile. Voraussetzung für die Herstellung von Partikelschaumteilen
ist die Beschaffung einer aufwendigen Form, was sich nur bei entsprechender Stückzahl
lohnt, auch dann, wenn der Partikelschaum preisgünstiger als extrudierter Schaum ist.
[0208] Nach Fig. 26 sind anstelle der eckenbildenden Abschnitte 145 der Fig. 25 einstücke
Eckstücke 152 anstelle der sonst für jede Ecke erforderlichen zwei eckbildenden Abschnitte
145 vorgesehen.. Die Eckstücke 152 können zu einer rationellen Fertigung beitragen.
Mit den Eckstücken 152 werden Gehrungsschnitte entbehrlich, die sonst einen erheblichen
Abfall/Verschnitt verursachen.
Die Holzprofile können in den Eckstücken nach Belieben stumpf gegeneinander gestoßen
werden oder mit einem Gehrungsschnitt aneinander liegen oder sogar geringen Abstand
voneinander haben.
Fig. 26a zeigt die Situation der stumpf aneinander liegenden Holzprofilenden 152.1
und 152.2. Das Eckstück152 der Fig. 26 ist dabei strichpunktiert dargestellt.
Anstelle des losen Aneinanderliegens ist in anderen Ausführungsbeispielen eine Verbindung
der Holzprofilenden vorgesehen. Die Verbindung kann allein als Montagehilfe dienen
oder nach Bedarf allein oder mit der Umreifung zusammen der Verpackung den notwendigen
Zusammenhalt geben. Als Verbindung ist dabei eine Schraube 152.3 vorgesehen. Die Schraube
kann durch das Eckstück 152 hindurch leicht gesetzt werden, weil das Eckstück 152.1
für das Holzprofil 152.1 eine Öffnung besitzt, die sich von einem Ende zum anderen
Ende erstreckt Das gleiche gilt für die für das Holzprofil 152.2 bestimmte Öffnung.
Beide Öffnungen durchqueren sich. Im Ergebnis kann durch die zum Holzprofil 152.1
gehörende Öffnung hindurch die Schraube 152.3 zunächst durch das Profil 152.2 hindurch
und dann in das Profil 152.1 geschraubt werden.
[0209] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 25 sind neben den Staplerfüße noch weitere Transporthilfsmittel
vorgesehen. Es handelt sich um die Haken 149 und Griffe 150. Im Ausführungsbeispiel
wirken die Haken mit Öffnungen 148 in den Seitenprofilen 144 vorgesehen. In den Öffnungen
148 können die Haken 149 eingehakt werden, so daß die Scheiben mit der Verpackung
hängend transportiert werden können. Das hat am Bau erhebliche Vorteile, weil dort
in häufig Krananlagen oder Hubzüge verfügbar sind. Mit den Einrichtungen wird ein
Scheibentransport von Hand teilweise entbehrlich.
[0210] Wenn gleichwohl noch ein Scheibentransport von Hand erforderlich ist, kann ein Griff
150 an der Verpackung sehr hilfreich sein. Der Griff 150 unterscheidet sich von dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 21,22 durch ein S-förmig oder mäandernd gebogenes Blech
oder besteht aus geformtem Kunststoff. Der Griff 150 wird unten an den Ecken der Verpackung
angesetzt und soll mit Krallen in die Verpackung greifen. Zugleich kann der Griff
150 die Ecken der Verpackung umgreifen und so zu deren Schutz beitragen und den Sitz
des Griffes 150 auf der Verpackungsecke verbessern.
[0211] Fig. 29 zeigt eine weitere Anwendung der in Fig. 27 dargestellten Profile für den
erfindungsgemäßen Kantenschutz. Dabei ist der Kantenschutz aus Abschnitten 165 und
Eckstücken 166 zusammen gesetzt. Wie schon in Fig. 27 dargestellt, sind an den Seiten
der Abschnitte 165 Nuten/Ausnehmungen mit schwalbenschwanzförmigem Querschnitt vorgesehen.
Diese Nuten setzen sich in den Eckstücken 166 fort, und zwar bis an das jeweilige
Ende der Eckstücke 166, so daß sich Zubehörteile an den Eckstücken aufschieben lassen.
Die Zubehörteile greifen dazu mit im Querschnitt schwalbenschwanzförmigen Federn/Ausformungen
entsprechender Abmessungen in die Nuten/Ausnehmungen.
[0212] Ein Zubehörteil ist in Fig. 30 dargestellt. Dabei handelt es sich um eine U-förmige
Hülse 170, welche außen auf den in Fig. 29 dargestellten Kantenschutz aufgeschoben
werden kann. Dazu ist der Innenraum der Hülse 170 der Außenform des Kantenschutzes
entsprechend angepaßt. Das heißt, die Breite des Innenraumes ist gleich der Breite
des Kantenschutzes plus einem notwendigen Bewegungsspiel zum Aufschieben der Hülse
170. Außerdem sind wie bei anderen Zubehörteilen Federn/Ausformungen mit schwalbenschwanzförmigem
Querschnitt vorgesehen, die mit ausreichendem Bewegungsspiel in die Nuten/Ausnehmungen
des Kantenschutzes greifen. Das schließt einen entsprechenden Abstand der Federn/Ausformungen
von dem Tiefsten der Hülse 170 ein.
Die Hülse 170 trägt einen Griff 172. Nach Blockieren der Hülse 170 an einer gewünschten
Stelle kann die Glasscheibe mit der Verpackung von Hand an dem Griff 172 getragen
werden.
Im Ausführungsführungsbeispiel ist ein Blockieren mit einem nicht dargestellten schmalen
Keil vorgesehen, der zwischen das Hülse und Kantenschutz geschoben wird. Das geschieht
im Ausführungsbeispiel von oben, wenn das Transportgut/Verpackungsgut mitsamt der
Verpackung an den Hülsen getragen wird. Das hat den Vorteil, daß die Keile nicht aus
dem Spalt zwischen Hülse und Verpackung herausfallen können.
Je kürzer die Hülse 170 ist, insbesondere wenn die Hülsenlänge so weit verkürzt ist,
daß von einem Bügel gesprochen werden kann, entsteht eine Selbsthemmung der Hülse
auf der Verpackung. Die an dem Griff angreifenden Kräfte bewirken dann ein Verkanten
der Hülse 170 auf der Verpackung. Es reicht schon ein geringes Verkanten, wenn die
Verpackung und die Hülse aus Kunststoffschaum bestehen, der an der Berührungsfläche
geschnitten ist. Die Selbsthemmung hindert die Verschiebung der Hülse 170 auf der
Verpackung nicht, wenn die Hülse 170 zum Verschieben im Bereich der schwalbenschanzförmigen
Nuten/Ausnehmungen und Federn/Ausformungen erfaßt wird, so daß die Schiebekräfte dort
angreifen.
[0213] Der Griff 172 kann auch als Haken für einen hängenden Transport der Glasscheibe und
ihrer Verpackung genutzt werden.
[0214] Fig. 31 und 32 zeigen weitere Ausführungsbeispiele von Griffen. Dabei besitzen beide
Ausführungsbeispiele eine Bügelform, wie sie nach der zu Fig. 30 erläuterten Hülsenreduzierung
zu einem selbsthemmenden Zubehörteil/Transporthilfe entsteht.
[0215] Fig. 31 zeigt Bügelform 175, welche eine Öffnung 177 besitzt, die den Querschnitt
wie die Hülse 170 aufweist. Infolgedessen kann die Bügelform 175 wie die Hülse 170
auf den Kantenschutz geschoben werden. Vorteilhafterweise blockiert sich die Bügelform
in den Ausnehmen/Nuten durch Verkanten, wenn auf die Bügelform ein entsprechender
Zug ausgeübt wird. Dazu ist in der Bügelform eine Grifföffnung 176 vorgesehen.
Auch dieser Griff läßt sich für einen hängenden Transport nutzen, indem in die Grifföffnung
ein Haken eingehakt wird oder durch die Grifföffnung 176 ein Zugmittel hindurch geführt
und gesichert wird.
[0216] Fig. 31a knüpft an das Ausführungsbeispiel von Fig. 31 für einen auf die Verpackung
aufschiebbaren Griff. Nach Fig.31a ist die gleiche Ausnehmung wie zu Fig. 31 vorgesehen,
aber mit 177.1 bezeichnet. Das die Verpackung umgreifende Material ist das gleiche
wie in Fig. 31 und mit 175.1 bezeichnet.
[0217] An der der Ausnehmung 175.1 abgewandten Seite ist jedoch eine ergonomisch bessere
Form gewählt. Der Griff 178 hat keine Kanten mehr, sondern ist rund und deshalb angenehmer
zu umfassen. Die Griffstange 178 ist zwischen zwei Seitenwangen gehalten, die sich
von dem umgreifenden Material 175.1 zu der Griffstange 178 hin verjüngen.
Auch diese Transporthilfe besteht wie die anderen Transporthilfen aus Kunststoff,
jedoch ist eine Verstärkung durch Verhautung oder Beschichtung vorgesehen, wie sie
an anderer Stelle für die Verstärkung von Kunststoffschaum beschrieben ist.
[0218] Fig. 32 zeigt gleichfalls ein bügelförmiges Zubehörteil/Transporthilfe 180, daß sich
von dem Zubehörteil nach Fig. 31 dadurch unterscheidet, daß es hakenförmig an dem
der Ausnehmung 181 abgewandten Ende abgewinkelt ist. Das hakenförmige Ende 182 kann
als Griff oder für eine Anhängung geeigneter Zugmittel genutzt werden.
Fig. 32a zeigt einen weiteren Griff als Transporthilfe, der sich von dem Griff nach
Fig. 32 durch eine ergonomisch bessere Form 182.1 der den Griff bildenden Abwinkelung
unterscheidet. Im Falle einer Verwendung dieser Transporthilfe als Haken bietet diese
Ausführungsform mehr Sicherheit gegen eine Abrutschen von Seilen oder dergleichen
Hubmitteln.
[0219] Die in Fig. 31 und 32 gezeigten Zubehörteile/Transporthilfe können auch als Staplerfüße
genutzt werden, indem sie an dem unteren Kantenschutz außen auf den Kantenschutz geschoben
werden.
Nach Fig. 33 ist dazu wahlweise auch ein Sonderteil 190 als Zubehör/Transporthilfe
vorgesehen, daß sich von den Zubehörteilen nach Fig. 31 und 32 dadurch unterscheidet,
daß es weder eine Grifföffnung noch ein hakenförmiges Ende besitzt.
[0220] Vorteilhafterweise tragen die in den Fig. 31 bis 33 dargestellten Zubehörteile in
der Anwendung als Staplerfüße etwas zur Standfestigkeit der Glasscheibe und Verpackung
bei, weil sie eine breiter Aufstandsfläche bewirken.
[0221] Fig. 34 zeigt einen besonderen Fuß 191 als Zubehörteil, der noch eine größere Aufstandsfläche
als mit den Zubehörteilen 31 bis 33 bewirkt.
Der Fuß 191 wird an den unteren Ecken der Verpackung aufgeschoben.
[0222] Fig. 35 zeigt ein weiteres Zubehörteil 193 für die erfindungsgemäße Verpackung. Das
Zubehörteil 193 besitzt zwei Öffnungen 194 und 195, von denen jede geeignet ist, über
eine erfindungsgemäße Verpackung/Kantenschutz geschoben zu werden. Dadurch können
zwei Glasscheiben an ihrer Verpackung miteinander verbunden werden. Vorteilhafterweise
geben sich die Glasscheiben und Verpackungen dann gegenseitig Halt.
[0223] Fig. 36 zeigt gleichfalls ein Zubehörteil/Transporthilfe für eine Verbindung zweier
Glasscheiben und ihrer Verpackung. Allerdings ist das Verbindungsprofil 197 dann zur
Verbindung hintereinander stehender Glasscheiben und ihrer Verpackung vorgesehen.
Dazu hat das Verbindungsprofil eine H-Form mit hintereinander liegenden Öffnungen
198 und 199, mit denen das Verbindungsprofil über die erfindungsgemäße Verpackung/Kantenschutz
geschoben werden kann.
[0224] Fig. 37 zeigt gleichfalls eine Transporthilfe 205 in H-Form, wobei die obere Öffnung
206 dazu bestimmt ist, die erfindungsgemäße Verpackung/Kantenschutz mit der nach oben
weisenden Öffnung an der Unterseite zu umgreifen, während in der unteren Öffnung eine
Rolle 207 angeordnet ist, so daß die Glasscheibe mit ihrer Verpackung mit Hilfe der
Transporthilfe verfahren werden kann.
[0225] Fig. 38 knüpft an ein in Fig. 19 dargestelltes Profil für den Kantenschutz, welches
das Nachgiebigkeitsmaterial für einen erfindungsgemäßen Kantenschutz bildet.
Das in Fig. 19 dargestellte Profil zeigt eine einzige Ausnehmung 101 für einen Einsatz
zur Aufnahme einer Glasscheibe. Der Einsatz ist auswechselbar und kann durch Auswechseln
der jeweiligen Dicke der Glasscheibe angepaßt werden. Dabei können die Einsätze einer
Vielzahl von Glasscheibendicken gerecht werden, je nach Abmessungen der Einsätze kann
es sich zum Beispiel um 5 oder 10 oder mehr verschiedene Glasscheiben handeln.
Davon unterscheidet sich das Profil 215 nach Fig.38 dadurch, daß dort zwei nebeneinander
angeordnete Ausnehmungen vorgesehen sind. Die beiden Ausnehmungen sind im Ausführungsbeispiel
dazu bestimmt, die Glasscheiben unmittelbar (ohne den in Fig. 14 bis 14f dargestellten
Einsatz) aufzunehmen. Andere Ausführungsbespiele sind gleichfalls dazu bestimmt, die
Glasscheiben ohne Einsatz aufzunehmen und zeigen dazu die gleichen Ausnehmungen wie
die Einsätze der Fig. 14 bis 14f.
Die Ausnehmungen des Ausführungsbeispiels nach Fig. 38 sind gestuft. Oben sind die
Ausnehmungen zur Aufnahme von Glasscheiben mit einer Dicke von 8mm bestimmt. Im Tiefsten
jeder Ausnehmung 216 ist eine Verengung 217 zur Aufnahme von Glasscheiben mit einer
Dicke von 6mm vorgesehen.
Die Anzahl der Glasscheibendicken, für die das Profil nach Fig. 38 geeignet ist, beträgt
demnach zwei.
[0226] Die Fig. 39 und 40 zeigen andere Profile für einen erfindungsgemäßen Kantenschutz,
d.h. sind gleichfalls dazu bestimmt, die Glasscheiben unmittelbar aufzunehmen.
[0227] Die Profile 220 nach Fig. 39 besitzen vier Ausnehmungen 221 mit Verengungen 222 im
Tiefsten. Im Ausführungsbeispiel sind die Ausnehmungen 221 und 222 für andere Glasscheibendicken
als bei dem Profil nach Fig. 38 bestimmt.
[0228] Die Fig. 40 zeigen ein Profil 225 mit Ausnehmungen 226 und Verengungen 228 im Tiefsten.
Das Profil 225 ist für weitere Glasscheibendicken bestimmt.
[0229] Die Fig. 40 bis 47 zeigen verschiedene Verpackungen für Glasscheiben im Vergleich.
Alle Verpackungen umschließen die Glasscheiben rahmenförmig.
Dabei zeigt Fig. 41 eine Verpackung 230 mit bleibend vorgesehenen Staplerfüßen 231.
Fig. 42 zeigt einen Rahmen 235 mit bleibend vorgesehenen Gurthaken 241. Das sind Haken,
an denen der Rahmen an Gurten hängend transportiert werden kann.
Fig. 43 zeigt einen Rahmen 240 mit bleibend vorgesehenen Tragegriffen 241, um den
Rahmen an den Tragegriffen tragen zu können.
Fig. 44 zeigt einen Rahmen 245 mit aufgesteckten Füßen 246. Die Füße dienen dazu den
Rahmen 245 mit der Glasscheibe. Fig. 44a zeigt eine Einzelansicht der Füße. Danach
bestehen die Füße aus einer dreieckförmigen Platte 247 und einer Feder248.
Die Feder 248 ist dazu bestimmt in die oben beschriebenen Nuten geschoben zu werden,
welche außen an der Verpackung liegen.
Die Platte kann wie die Feder aus Kunststoffschaum bestehen, so daß beide Teile einstückig
herstellbar sind. Die Plattenform ist räumlich platzsparend. Auf der anderen Seite
ist eine dünne Platte leicht beschädigbar. Zur Verringerung der Beschädigungsgefahr
ist eine größere Festigkeit der aus Kunststoffschaum bestehenden Platte von Vorteil.
Dazu kann die Platte verhautet oder in gleicher Weise verstärkt werden, wie dies an
anderer Stelle für die Profile beschrieben ist, welche die Verpackung für die Glasscheiben
bilden.
[0230] In anderen Ausführungsbeispielen werden die Platte und die Feder aus unterschiedlichen
Materialien zusammen gesetzt. Die Verbindung kann durch Kleben oder in herkömmlicher
Weise mechanisch erfolgen.
Die Füße können bündig mit der Verpackung abschließen, Die Füße können die Verpackung
aber auch im Abstand vom Boden halten. In dem Fall ist es von Vorteil, an den Füßen
einen geringen Sockel anzubringen, mit dem die Verpackung untergriffen wird. Die Sockel
bewirken einen entsprechenden Abstand der Verpackung zur Aufstandsfläche.
[0231] Fig. 45 zeigt einen Rahmen 250 mit einer eingebauten Strebe 251 zur Versteifung des
Rahmens.
Fig. 46 zeigt einen Rahmen 255 mit mehreren zu einem Kreuz 256 verbundenen Streben
zur Versteifung des Rahmens.
Fig.47 zeigt einen Rahmen 260 mit einem Griff 261 am oberen Ende des Rahmens an einer
Seite und einer Rolle 262 unter dem Rahmen an der gegenüber liegenden Rahmenseite.
[0232] Die Fig. 48 knüpft an die Fig. 19 an und zeigt ein Profil 265 mit weiteren Profilen
266, 267 und 268. Die weiteren Profile 266,267 und 268 bestehen aus dem gleichen Kunststoffschaum
wie das Profil 265 und dienen der Verdickung des Profils 265. Dabei greifen die zusätzlichen
Profile 266, 267 und 268 in Nuten des Profils 265. Die Einzelheiten der Nuten sind
in Fig. 19 beschrieben. Mit diesen Nuten korrespondieren Federn an den Profilen 266,
267 und 268. Die Federn gehören zu einer sogenannten Nut-Feder-Verbindung. Dabei werden
die Federn durch Erhebungen/Auswölbungen an den Profilen 266,267 und 268 gebildet,
welche im Querschnitten den Nuten angepaßt sind, so daß sich die Profile mit diesen
Federn in die Nuten schieben lassen.
[0233] In einem anderen Ausführungsbeispiel bestehen die Profile 266, 267 und 268 aus offenzelligem
Kunststoffschaum mit 30iger Offenzelligkeit. Die prozentuale Offenzelligkeit bezieht
sich auf die Gesamtzahl aller Zellen. Die Offenzelligkeit wird durch Zählen der Zellen
auf einer Geraden pro Längeneinheit ermittelt.
Die Offenzelligkeit bewirkt ein Dämpfungsverhalten der Profile 266, 267 und 268, weil
bei einer Verformung die Luft aus den offenen Zellen entweichen kann, so daß bei einer
Entlastung nur eine langsame Rückstellung/Rückverformung der Profile erfolgt. Das
verhindert Schwingungen des Transportgutes nach einem Stoß/Anstoßen des Transportgutes.
Für empfindliches Glas wie Floatglas hat das erhebliche Vorteile.
Die Profile 266, 267 und 268 können in anderen Ausführungsbeispielen auch eine andere
Querschnittsform besitzen, zum Beispiel mit Rundungen oder Noppen an der Oberfläche.
[0234] Die Fig. 48a und 48b zeigen Variationen der Verdickungsprofile 266,267 und 268 von
Fig. 48. Es handelt sich um Verdickungsprofile 270 und 271, deren Feder 271 bzw. 272
an anderer Stelle angeordnet ist. Das heißt, in Abwandlung der Ausführung nach Fig.
48 sind die Längen, Dicken und die Anordnung der Federn an den Verdickungsprofilen
266 bis 268 der Fig. 48 in weiten Grenzen veränderbar.
[0235] Die Fig. 48c und 48d zeigen zwei weitere Transporthilfen für die erfindungsgemäße
Verpackung in Form von Behältern, mit denen Zubehör und/oder Transportdokumente oder
zum Beispiel Montageanleitungen versandt werden können. Der Behälter nach Fig. 48d
ist klein, der Behälter nach Fig. 48c ist im Vergleich dazu groß. Beide Behälter besitzen
eine Feder 290 bzw. 299 mit der sie in die vorhandenen Nuten der Verpackung eingeschoben
werden können. In den beiden Figuren ist von den Behältern 291 und 298 ein rohrförmiger
Mangel dargestellt. Nach dem Befüllen der Behälter werden diese mit nicht dargestellten
Deckeln verschlossen.
[0236] Die Fig. 48e zeigt eine Öse als weitere Transporthilfe für die erfindungsgemäße Verpackung.
Diese weitere Transporthilfe besteht aus einem Teil 300, welches mit dem die Verpackung
umfassenden Teil 175.1 der Fig. 31a identisch ist, aber einen angeformten Steg 301
besitzt. Die Öse besteht wie die anderen Transporthilfen aus Kunststoff. Der Kunststoff
ist jedoch in gleicher Weise durch Verhautung oder Beschichtung verstärkt wie das
an anderer Stelle zur Verstärkung von Kunststoffschaum beschrieben ist.
Die Öse sind sowohl zum Anschlagen von Hubmitteln wie zum Beispiel Haken und Seilen
geeignet wie auch für die Transportsicherung geeignet.
Für die Benutzung der Ösen zum Anschlagen als Hubmittel können die Ösen auf die Seiten
aufgeschoben werden, welche die Oberseite und Unterseite der die Glasscheibe rahmenförmig
umgebenden Verpackung aufgeschoben werden. Das gleiche gilt hinsichtlich der Oberseite
der Verpackung. Dort ist mit der geringsten Belastung der Verpackung zu rechnen.
Für die Benutzung der Ösen zur Ladungssicherung gilt das gleiche wie zur Benutzung
zum Anschlagen von Hubmitteln.
[0237] Fig. 48f zeigt eine Transporthilfe mit einem Zapfen. Die Transporthilfe dient zum
Anschlagen von Hubmitteln wie Seilen und Haken. Sie kann aber auch zum Tragen von
Hand benutzt werden. Diese weitere Transporthilfe besteht aus einem Teil 310, welches
mit dem die Verpackung umfassenden Teil 175.1 der Fig. 31a identisch ist, aber einen
angeformten Zapfen 311 besitzt. Die Transporthilfe besteht wie die anderen Transporthilfen
aus Kunststoff. Der Kunststoff ist jedoch in gleicher Weise durch Verhautung oder
Beschichtung verstärkt wie das an anderer Stelle zur Verstärkung von Kunststoffschaum
beschrieben ist. Die Zapfen werden auf die Seiten aufgeschoben, welche die Oberseite
und die Unterseite der Verpackung miteinander verbinden.
[0238] Fig. 51 zeigt zwei Profilhälften 340 und 341, die mittig einen Hohlraum 342 zum Einschieben
eines Holzstabes als Verstärkungsprofil besitzen. Die beiden Profilhälften 340 und
341 sind miteinander verschweißt. Oben besitzt das dargestellte Profil eine Ausnehmung
343 für einen Einsatz, mit dem im Ausführungsbeispiel eine Glasscheibe gehalten und
die Kante der Glasscheibe beschützt wird. Darüber hinaus besitzt die Profilhälfte
341 eine Nut für eine Feder einer Nut/Feder-Verbindung.
Die Profilhälfte 340 besitzt eine Feder 345 für eine Nutz einer Nut/Feder-Verbindung,
Die Nut-Feder-Verbindung besitzt eine Schwalbenschanzform. Die Verwendung zweier Profilhälften
und deren Verschweißen hat bei kleinen Stückzahlen Fertigungsvorteile. Dann ist es
wirtschaftlich, die Profilhälften aus Schaumplatten herauszuschneiden.
[0239] Das Profil nach Fig. 52 unterscheidet sich von dem Profil nach Fig. 51 durch andere
Profilhälften 351 und 352 als Kantenschutz. Die beiden Profilhälften sind anders als
die Profilhälfen nach Fig. 51 durch eine Nut-Federverbindung lösbar aneinander gehalten.
Die Lösbarkeit ist bei mehrfacher Verwendung der Verpackung von Vorteil, weil im Falle
einer Beschädigung einer Profilhälfte die beschädigte Profilhälfte leicht gegen eine
unbeschädigte Profilhälfte ausgetauscht werden kann.
Außerdem ergibt sich mit der Lösbarkeit ein erheblicher Vorteil bei der Lagerhaltung
von Profilen für unterschiedliche Profilquerschnitte.
Wenn mehrere Scheiben gleichzeitig und nebeneinander verpackt werden sollen und bei
jeder Scheibenzahl nur geringe Stückzahlen vorkommen, kann es von Vorteil sein, die
Profilhälften 350 und 352 als Seitenprofile zu verwenden und die Seitenprofile mittels
Mittenprofilen 353 und 354 zu beabstanden, um die Aufnahme für die Glasscheiben zu
vergrößern.
Fig. 53 zeigt ein Prof mit einem Mittenprofil 353 zwischen zwei Seitenprofilen 350
und 351. Die beiden Seitenprofile und das Mittenprofil können miteinander mit einer
Aufnahme 360 für drei Glasscheiben verbunden werden.
Fig. 54 zeigt ein Profil mit zwei Mittennprofilen 353 und 354 zwischen den Seitenprofilen
350 und 351. Diese Mittenprofile können mit den Seitenprofilen und einer Aufnahme
361 für 6 Glasscheiben verbunden werden.
1. Verpackung für scheibenförmiges Transportgut wie Glas (1,26,162) oder dergleichen,
mit einem als Profil umlaufenden Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260)
wobei der Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230, 235, 240,
245, 260) mindestens teilweise aus Nachgiebigkeitsmaterial und aus einem Verstärkungsmaterial
besteht,
wobei das Nachgiebigkeitsmaterial das Verstärkungsmaterial (152.1,152.2) umgibt,
wobei das Nachgiebigkeitsmaterial eine Nachgiebigkeit aufweist, die mindestens 20%
größer als die Nachgiebigkeit des Verstärkungsmaterials (152.1,152.2) ist, vorzugsweise
mindestens 40% , noch weiter bevorzugt mindestens 60% und höchst bevorzugt mindestens
80% größer als die Nachgiebigkeit des Verstärkungsmaterials (152.1,152.2) ist,, wobei
das Nachgiebigkeitsmaterial aus Kunststoffschaum besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachgiebigkeitsmaterial des an den Kanaten umlaufenden Kantenschutzes aus Abschnitten
(142,143,144,145) zusammen gesetzt ist, wobei die Abschnitte durch eine Umreifung
oder ein Spannband oder einen Spanngurt oder durch eine umhüllende, unter Spannung
stehende Folie oder durch ein umhüllendes, unter Spannung stehendes Textil auf dem
scheibenförmigen Transportgut zusammengehalten werden
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie oder das Textil zumindest teilweise auf die Verpackung aufkaschiert ist
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch Abschnitte (142,143,144,145) aus Nachgiebigkeitsmaterial und Profile als Verstärkungsmaterial
(152.1, 152,2),
a) wobei Profile als Verstärkungsmaterial (152.1,152.2) aufschiebbar sind und/oder
b)wobei Profile als Verstärkungsmaterial (152.1,152.2) in das Nachgiebigkeitsmaterial
einschiebbar sind und/oder
c)wobei von zwei benachbarten Abschnitten (142,143,144,145) der eine Abschnitt (142,143,144,145)
mit einem Vorsprung in eine Ausnehmung des anderen Abschnittes (142,143,144,145) greift
und/oder
d)wobei von zwei benachbarten Abschnitten (142,143,144,145) der eine Abschnitt (142,143,144,145)
mit einem Verbindungsmittel an oder in den anderen Abschnitt (142,143,144,145) greift
und/oder
e)wobei ein oder mehrere Abschnitte (142,143,144,145) außen mit einer Folie und/oder
einem Textil verstärkt sind, vorzugsweise mit einer Folie und/oder einem Textil, das
mindestens zwei in der Verpackung nebeneinander oder hintereinander liegende Abschnitte
(142,143,144,145) aus Nachgiebigkeitsmaterial übergreift, wobei nach weiter bevorzugt
die Folie oder das Textil auf das Nachgiebigkeitsmaterial aufkaschiert ist und/oder
d)wobei die Verhautung eine Extrusionshaut oder eine Haut aus einer Glühdrahtschneidung
oder eine Haut aus einer Wärmebehandlung ist
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachgiebigkeitsmaterial ein Kunststoffschaum mit einer Offenzelligkeit von mindestens
10%, noch weiter bevorzugt mit einer Offenzelligkeit von mindestens 20% und höchst
bevorzugt mit einer Offenzelligkeit von mindestens 30% ist.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsmaterial (152.1,152.2) metallischer oder organischer oder anorganischer
Art ist oder aus Kunststoff besteht oder eine Mischung aus mindestens zwei verschiedenen
Werkstoffen ist, noch weiter bevorzugt schichtweise aufgebaut ist
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die für eine Verpackung verwendeten Abschnitte (142,143,144,145) zumindest teilweise
für eine Verpackung mit anderen Abmessungen verwendbar sind.
7. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsmaterial(152.1,152.2), insbesondere für Glasscheiben, ein Holzprofil
ist, vorzugsweise eine Dachlatte und noch weiter bevorzugt eine Dachlatte nach DIN
4074-1 ist.
8. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachgiebigkeitsmaterial, bezogen auf die Außenfläche des Transportgutes, gegenüber
dem Transportgut vorragt, vorzugsweise die zu schützende Kante umfaßt.
9. Verpackung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsmaterial (152.1,152.2) sich bis in den Bereich des Nachgiebigkeitsmaterials
erstreckt, der quer zur Außenfläche des Transportgutes gegenüber dem Transportgut
vorsteht und sich vorzugsweise bis in den Bereich erstreckt, mit dem das Nachgiebigkeitsmaterial
die zu schützende Kante umfaßt.
10. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei ein umlaufender Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260)
am Transportgut vorgesehen ist und der Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260) aus losen Abschnitten (142,143,144,145) zusammen gesetzt ist,
die durch mindestens eine Umreifung oder mindestens ein Spannband oder mindestens
einen Spanngurt und/oder mindestens eine umhüllende, unter Spannung stehende Folie
und/oder ein umhüllendes, unter Spannung stehendes Textil auf dem Transportgut zusammen
gehalten werden, wobei ein Eckenschutz zur Reduzierung der Eckenbelastung und/oder
zur Verbesserung der Gleitwirkung für die Umreifung, das Spannband oder den Spanngurt
oder die Folie oder das Textil an der Verpackungsecke vorgesehen ist.
11. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
a)daß mindestens zwei Profilabschnitte des Kantenschutzes (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260) an einer Ecke des Transportgutes mit ihren Enden stumpf aneinander
stoßen oder
b)daß mindestens zwei Profilabschnitte (142,143,144,145) des Kantenschutzes (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260) an einer Ecke des Transportgutes mit ihren Enden auf Gehrung geschnitten
sind oder
c)daß mindestens zwei Profilabschnitte (142,143,144,145) des Kantenschutzes (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260) an einer Ecke des Transportgutes mit Ihren Enden an ein Eckstück
stoßen, insbesondere stumpf an das Eckstück stoßen.
12. Verpackung nach Anspruch 10 oder 11 ,
dadurch gekennzeichnet, daß
a)zwischen zwei benachbarten Ecken des Transportgutes ein einziger Profilabschnitt
(142,143,144,145) vorgesehen ist oder
b)zwischen zwei benachbarten Ecken des Transportgutes mehrere Profilabschnitte (142,143,144,145)
vorgesehen sind, insbesondere wobei von mehreren Profilabschnitten (142,143,144,145)
mindestens ein Abschnitt (142,143,144,145) als Abschnittsmodul (142,143,144,145) für
verschiedene Verpackungen gleiche Länge aufweist und ein weiterer Profilabschnitt
(142,143,144,145) ein Paßstück bildet, das mit einem oder mehreren Abschnittsmodulen
(142,143,144,145) die erforderliche Profil-Länge zwischen zwei benachbarten Ecken
bildet
13. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
gekennzeichnet durch einen auswechselbaren Einsatz im Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,235,
240, 245, 260)
a)zur Aufnahme und Anpassung an unterschiedliche Dicken scheibenförmigen Transportgutes
und/oder
b)zur Aufnahme mehrerer nebeneinander angeordneter Transportgüter und/oder
c)zur Anpassung an unterschiedliche Längen und/oder Breiten des Verpackungsgutes
14. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
gekennzeichnet durch
a)gestufte Ausnehmungen im Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260) zur Aufnahme unterschiedlich dicker Einsätze und/oder unterschiedlich
dicken Transportgutes und/oder
b)gestufte Ausnehmungen in den Einsätzen im Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260) zur Aufnahme unterschiedlich dicken Transportgutes
15. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
gekennzeichnet durch eine bleibend oder lösbar anbringbare Verdickung des Kantenschutzes(2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260),
wobei
a)die bleibende Verdickung vorzugsweise aufkaschiert ist und/oder
b)als lösbare Verdickung vorzugsweise eine Nut-Feder-Verbindung zwischen dem Kantenschutz
(2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230, 235, 240, 245, 260)
und der Verdickung vorgesehen ist.
16. Verpackung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Verpackungen miteinander verbindbar sind, vorzugsweise mit einer Nut- und
Federverbindung, wobei die Feder hinterschnitten ist und die Nut die Feder umgreift,
noch weiter bevorzugt durch eine Schwalbenschwanzpassung zwischen Nut und Feder.
17. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß das Nachgiebigkeitsmaterial
a) ganz oder teilweise aus extrudiertem Kunststoffschaum oder
b) ganz oder teilweise aus gespritztem Kunststoffschaum besteht.
18. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Zusammenhalten der Abschnitte (142,143,144,145) der Verpackung verwendete
Band oder Gurt in einer Ausnehmung der Verpackung/Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235,240,245,260)
geführt ist, wobei vorzugsweise vorhandene Nuten zugleich als Führung für das Band
oder Gurt dienen.
19. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230, 235,240,245,260)
vor einer Außenfläche des Transportgutes umschlossene Hohlraum mindestens teilweise
mit weiterem Nachgiebigkeitsmaterial,
a)wobei das weitere Nachgiebigkeitsmaterial durch gleiches oder ähnliches Nachgiebigkeitsmaterial
wie am Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230, 235, 240,
245, 260) gebildet wird,
b)wobei das weitere Nachgiebigkeitsmaterial sich von dem außerhalb des umschlossenen
Bereiches vorgesehenen Nachgiebigkeitsmaterial unterscheidet, vorzugsweise durch eine
Kartonlage oder Pappe-Lage in dem umschlossenen Bereich, noch weiter bevorzugt durch
eine wabenförmigen Aufbau der Kartonlage oder Pappe-Lage.
20. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, gekennzeichnet durch eine Einhüllung von Transportgut und Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230,
235, 240, 245, 260) in eine Folie und/oder in ein Textil, wobei die Folie und/oder
das Textil vorzugsweise auch das für die Hohlraumfüllung vor der Außenfläche des Transportgutes
vorgesehene Nachgiebigkeitsmaterial umschließt.
21. Verpackung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß
a)die Folie oder das Textil aus einem Schrumpfmaterial besteht, das nach einer Wärmebehandlung
durch Schrumpf unter Spannung steht und/oder
b)die Folie und/oder das Textil mit dem Nachgiebigkeitsmaterial verbunden ist, wobei
die Folie und/oder das Textil und/oder das Nachgiebigkeitsmaterial unter Spannung
stehen und/oder
c)die Folie und/oder das Textil das Nachgiebigkeitsmaterial lose umgibt und die Verpackung
mit einer Spannvorrichtung versehen ist.
22. Verpackung nach Anspruch 20 oder 21,
dadurch gekennzeichnet,
a) daß die Folie und/oder das Textil mit dem Nachgiebigkeitsmaterial mindestens teilweise
verschweißt ist oder verklebt ist oder
b) das Textil in das Nachgiebigkeitsmaterial eingebettet ist, vorzugsweise ein Glasfasergittergewebe
als Textil in die angeschmolzene Oberfläche des Nachgiebigkeitsmaterials eingedrückt
ist
c) daß Streifen von Folie und/oder Textil mit dem Nachgiebigkeitsmaterial verschweißt oder
verklebt sind.
23. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
gekennzeichnet durch Transporthilfen, vorzugsweise
a)Griffe und/oder
b)Schlaufen und/oder
c)Haken und/oder Zapfen
d)Ösen und/oder
e)Rollen und/oder
f)Füße und/oder
g)Verbindungsmittel und/oder
h)Staplerfüße und/oder
i)Behälter und/oder
j)Anschlüsse für eine Transportsicherung
24. Verpackung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, daß
a)die Griffe bleibend angebracht sind oder lösbar montierbar sind, vorzugsweise mit
Griffen,
aa)die an dem Nachgiebigkeitsmaterial oder dem Verstärkungsmaterial(152.1,152.2),
vorzugsweise in Ausnehmungen des Nachgiebigkeitsmaterials oder des Verstärkungsmaterials(152.1,152.2)
vorgesehen sind, und/oder
aaa)die an der Umreifung , an dem Spannband oder dem Spanngurt ansetzbar sind,
b) die Schlaufen bleibend angebracht sind oder lösbar montierbar sind, vorzugsweise
mit Schlaufen,
bb)die an dem Nachgiebigkeitsmaterial oder dem Verstärkungsmaterial(152.1,152.2),
vorzugsweise an der Umreifung, an dem Spannband oder dem Spanngurt angebracht sind,
,
c)die Rollen in einem separaten Gehäuse und über das Gehäuse mittelbar an der Verpackung
angebracht oder lösbar montierbar sind oder unmittelbar in der Verpackung angebracht
oder lösbar montierbar sind, vorzugsweise mit Rollengehäusen, welche an der Verpackung
bleibend oder lösbar montiert sind, noch weiter bevorzugt mit Rollen, welche in Verpackungsabschnitte
(142,143,144,145) integriert sind,
d)die Füße an der Verpackung bleibend angebracht sind oder lösbar montierbar sind,
e)die Haken oder Zapfen an der Verpackung bleibend angebracht oder lösbar montierbar
sind, vorzugsweise mit Haken oder Zapfen, die an dem Nachgiebigkeitsmaterial oder
an dem Verstärkungsmaterial(152.1,152.2), vorzugsweise an der Umreifung, an dem Spannband
oder dem Spanngurt montierbar sind,
f) die Ösen an der Verpackung bleibend angebracht oder lösbar montierbar sind, vorzugsweise
mit Ösen, die an dem Nachgiebigkeitsmaterial oder an dem Verstärkungsmaterial(152.1,152.2),
vorzugsweise an der Umreifung, an dem Spannband oder an dem Spanngurt bleibend angebracht
oder lösbar montierbar sind oder durch das Nachgiebigkeitsmaterial oder durch die
Umreifung, das Spannband oder den Spanngurtgebildet werden,
g)die Verbindungselemente zur Verbindung von aneinander stoßenden Verpackungsabschnitten
(142,143,144,145) und/oder zur Verbindung nebeneinander stehende Verpackungen und/oder
hintereinander stehende Verpackungen vorgesehen sind
h)die Staplerfüße an der Verpackung bleibend angebracht oder lösbar montierbar sind,
vorzugsweise mit Staplerfüßen, die an dem Nachgiebigkeitsmaterial oder an dem Verstärkungsmaterial
(152.1,152.2) oder an der Umreifung, an dem Spannband oder an dem Spanngurt bleibend
angebracht oder lösbar montierbar sind oder in die Verpackungsabschnitte (142,143,144,145)
integriert sind
i)die Behälter an der Verpackung bleibend angebracht oder lösbar montierbar sind,
vorzugsweise mit Behältern, die an dem Nachgiebigkeitsmaterial oder an dem Verstärkungsmaterial
(152.1,152.2) oder an der Umreifung, an dem Spannband oder an dem Spanngurt bleibend
angebracht oder lösbar montierbar sind oder in die Verpackungsabschnitte (142,143,144,145)
integriert sind j)die Transportsicherungsanschlüsse bleibend angebracht oder lösbar
montierbar sind, vorzugsweise mit Anschlüssen, die an dem Nachgiebigkeitsmaterial
oder an dem Verstärkungsmaterial (152.1,152.2) oder an der Umreifung , an dem Spannband
oder an dem Spanngurt montierbar sind.
25. Verpackung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die den Kantenschutz (2,3,4,5,30,35,41,45,55,60,107,124,130,140,151,230, 235, 240,
245, 260)
bildenden Abschnitte (142,143,144,145) an ihren Außenflächen so profiliert sind, daß
auf diese Profile Zubehörteile und Transporthilfen aufgeschoben werden können, wobei
die Profilierung durch Erhebungen und/oder Vertiefungen gebildet wird, wobei vorzugsweise
eine Nut-Feder-Verbindung zwischen den Transporthilfsmitteln und den Profilen vorgesehen
ist, noch weiter bevorzugt mit Nut-Federverbindungen, die mit einer Schwalbenschwanzpassung
versehen sind, höchst bevorzugt mit Nut-Federbindungen, die in Längsrichtung der Verpackungsabschnitte
(142,143,144,145) oder quer dazu verlaufen.
26. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß
a)der Kunststoffschaum, welcher das Nachgiebigkeitsmaterial bildet, mindesten an den
Ecken und mindestens an einer Seite mit einer Verhautung als Verstärkung und/oder
mit einer Verstärkungsfolie und/oder mit einem Verstärkungstextil versehen ist, wobei
die Verhautung oder das Verstärkungstextil mindestens die gleiche Verstärkung wie
eine ungeschäumte Folie mit einer Dicke von 0,3mm, vorzugsweise mit einer Dicke von
0,6mm, noch weiter bevorzugt mit einer Dicke von 0,9mm bildet, die aus gleichem Kunststoff
wie der das Nachgiebigkeitsmaterial bildende geschäumte Kunststoffschaum besteht
und/oder
b)daß mindestens an den Ecken oder Eckstücken ein Eckenschutz bleibend oder lösbar
montierbar ist, vorzugsweise ein an den Eckstücken befestigter oder lose anliegender
und von der Umreifung gehaltener Eckenschutz vorgesehen ist
27. Verpackung nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporthilfen verschiebbar in der Verpackung gehalten sind und durch Selbsthemmung
oder durch eine zusätzliche Klemmung in der jeweiligen Stellung gehalten sind.
28. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß Kanten am Nachgiebigkeitsmaterial aus Kunststoffschaum für eine Verhautung, insbesondere
Kanten von Ausnehmungen für eine Extrusionshaut, gerundet sind
29. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 28,
dadurch gekennzeichnet, daß
a)die Verpackung eine Einwegverpackung ist oder
b)die Verpackung eine Mehrwegverpackung ist, wobei die zurückgenommenen Verpackungen,
welche unbeschädigt sind, für neues Transportgut mit gleichen Abmessungen Anwendung
finden und/oder
c)unbeschädigte Abschnitte (142,143,144,145) von zurückgenommenen, beschädigten Verpackungen
zur Kombination mit frischen Abschnitten (142,143,144,145) für neues Transportgut
Verwendung finden und/oder d)unbeschädigte Abschnitte (142,143,144,145) von zurückgenommenen,
unbeschädigten Verpackungen für die Verpackung anderen Transportgutes Verwendung finden.
1. Packaging for sheet-shaped cargo such as glass (1, 26, 162) or the like,
with a circumferential edge protection as a profile (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55,
60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260),
wherein the edge protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140,
151, 230, 235, 240, 245, 260) consists at least partly of resilient material and a
reinforcing material,
wherein the resilient material surrounds the reinforcing material (152.1, 152.2),
wherein the resilient material exhibits a resilience that is at least 20% greater
than the resilience of the reinforcing material (152.1, 152.2), preferably at least
40%, even more preferably at least 60% and most preferably at least 80% greater than
the resilience of the reinforcing material (152.1, 152.2),
wherein the resilient material consists of plastic foam.
characterised in that
the resilient material of the circumferential edge protection on the edges is composed
of sections (142, 143, 144, 145),
wherein the sections are held together on the sheet-shaped cargo by a strapping or
by a strap or by a lashing belt or by a tensioned wrapping film or by a tensioned
wrapping fabric on the sheet-shaped cargo.
2. Packaging according to claim 1, characterised in that the film or the fabric is at least partly laminated onto the packaging.
3. Packaging according to claim 1 or 2
characterised by sections (142, 143, 144, 145) of resilient material and profiles as the reinforcing
material (152.1, 152.2),
a) wherein profiles as the reinforcing material (152.1, 152.2) can be slid on and/or
b) wherein profiles as the reinforcing material (152.1, 152.2) can be slid into the
resilient material and/or
c) wherein from two adjacent sections (142, 143, 144, 145) one section (142, 143,
144, 145) engages with a protrusion into a recess of the other section (142, 143,
144, 145) and/or
d) wherein from two adjacent sections (142, 143, 144, 145) one section (142, 143,
144, 145) engages with a connecting means onto or into the other section (142, 143,
144, 145) and/or
e) wherein one or more sections (142, 143, 144, 145) are externally reinforced with
a film and/or a fabric, preferably with a film and/or fabric that overlaps at least
two sections (142, 143, 144, 145) made of resilient material and positioned side-by-side
or behind one-another in the packaging, wherein even more preferably, the film or
the fabric is laminated onto the resilient material and/or
d) wherein the covering is an extruded skin or a skin from a hot wire cutter or a
skin from heat treatment
4. Packaging according to one of claims 1 to 3, characterised in that the resilient material is a plastic foam with at least 10% open cells, even more
preferably with at least 20% open cells and most preferably with at least 30% open
cells.
5. Packaging according to one of claims 1 to 4, characterised in that the reinforcing material (152.1, 152,2) is of a metallic, organic or inorganic nature,
or is made of plastic, or is made of a mixture of at least two different materials,
even more preferably is constructed layer by layer.
6. Packaging according to one of claims 1 to 5, characterised in that the sections (142, 143, 144, 145) used for one packaging can be at least partially
used for a packaging of other dimensions.
7. Packaging according to one of claims 1 to 6, characterised in that the reinforcing material (152.1, 152,2), in particular for glass sheets, is a wooden
profile, preferably a roof batten and even more preferably a roof batten according
to DIN 4074-1.
8. Packaging according to one of claims 1 to 7, characterised in that the resilient material, referred to on the outer surface of the cargo, protrudes
beyond the cargo, preferably encloses the edge that needs to be protected.
9. Packaging according to claim 8, characterised in that the reinforcing material (152.1, 152,2) extends into the region of the resilient
material that protrudes beyond the cargo at a right angle to the outer surface of
the cargo and preferably extends into the region with which the resilient material
encloses the edge that needs to be protected.
10. Packaging according to one of claims 1 to 9, wherein a circumferential edge-protection
(2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245,
260) for the cargo is provided and the edge-protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45,
55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) is composed of individual
sections (142, 143, 144, 145), held together by at least one strapping, or at least
one tensioning-band, or at least one tensioning-strap, and/or at least a tensioned
film enveloping the cargo, and/or at least a tensioned fabric enveloping the cargo,
wherein a corner protection is provided in order to reduce the corner load and/or
to improve the slip characteristics for the strapping, the strap or the strapping
band or the film or the fabric on the packaging corner.
11. Packaging according to one of claims 1 to 10,
characterised in that
a) at least two profile-sections of the edge-protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45,
55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) butt flush against one another
with their ends at a corner of the cargo or
b) at least two profile-sections (142, 143, 144, 145) of the edge-protection (2, 3,
4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) with
their ends are mitre cut at a corner of the cargo or
c) at least two profile-sections (142, 143, 144, 145) of the edge-protection (2, 3,
4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) with
their ends butt against a corner piece at a corner of the cargo, in particular butt
flush against the corner piece.
12. Packaging according to claim 10 or 11,
characterised in that
a) a single profile-section (142, 143, 144, 145) is provided between two adjacent
corners of the cargo or
b) a plurality of profile-sections (142, 143, 144, 145) are provided between two adjacent
corners of the cargo, in particular wherein out of the plurality of profile sections
(142, 143, 144, 145) at least one section (142, 143, 144, 145) serves as a section-module
(142, 143, 144, 145) of the same length for various packaging, and another profile-section
(142, 143, 144, 145) forms an adjusting piece that together with one or more section-modules
(142, 143, 144, 145), creates the required profile length between two adjacent corners
13. Packaging according to one of claims 1 to 12
characterised by an interchangeable insert in the edge protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55,
60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260)
a) to receive and adjust to different thicknesses of the sheet-shaped cargo and/or
b) to receive a plurality of adjacently arranged cargos and/or
c) to adapt to different lengths and/or widths of the packaged cargo
14. Packaging according to one of claims 1 to 13
characterised by
a) stepped recesses in the edge protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107,
124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) to receive inserts of differing thicknesses
and/or cargos of different thicknesses and/or
b) stepped recesses in the inserts in the edge protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41,
45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) to receive cargos of
different thicknesses
15. Packaging according to one of claims 1 to 14
characterised by a permanently or detachably attachable thickening of the edge protection (2, 3, 4,
5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260),
wherein
a) the permanent thickening is preferably laminated on and/or
b) a tongue and groove connection is preferably provided as the detachable thickening
between the edge protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140,
151, 230, 235, 240, 245, 260) and the thickening.
16. Packaging according to one or more of claims 1 to 15, characterised in that a plurality of packagings are connectable together, preferably with a tongue and
groove connection, wherein the tongue is undercut and the groove grips around the
tongue, even more preferably by a dovetail-fit between tongue and groove.
17. Packaging according to one of claims 1 to 16,
characterised in that the resilient material consists
a) wholly or partially of extruded plastic foam or
b) wholly or partially of injection-moulded plastic foam.
18. Packaging according to one of claims 1 to 17, characterised in that the band or strap used to hold the sections (142, 143, 144, 145) of the packaging
together, is guided in a recess in the packaging/edge protection (2, 3, 4, 5, 30,
35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260), wherein available
grooves preferably serve at the same time as a guide for the band or strap.
19. Packaging according to one of claims 1 to 18,
characterised in that the cavity in front of an outer surface of the cargo and enclosed by the edge-protection
(2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245,
260), is at least partially filled with additional resilient material,
a) wherein the additional resilient material is formed by the same or similar resilient
material as on the edge protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124,
130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260),
b) wherein the additional resilient material for the enclosed surface area differs
from the resilient material provided outside the enclosed area, preferably by a layer
of cardboard or paperboard in the enclosed area, even more preferably by a honeycomb
design of the cardboard or paperboard layer.
20. Packaging according to one of claims 1 to 19 characterised by a wrapping of the cargo and edge-protection (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60,
107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) in a film and/or in a fabric, wherein
the film and/or the fabric preferably also encloses the resilient material provided
to fill the cavity in front of the outer surface area of the cargo.
21. Packaging according to claim 20,
characterised in that
a) the film or the fabric consists of a shrinkable material that after a heat treatment
shrinks and remains under stress, and/or
b) the film and/or the fabric is bonded to the resilient material, wherein the film
and/or the fabric and/or the resilient material remain under stress, and/or
c) the film and/or the fabric loosely surround the resilient material and the packaging
is equipped with a clamping device.
22. Packaging according to claim 20 or 21,
characterised in that
a) the film and/or the fabric is partially welded or is adhesively bonded to the resilient
material or
b) the fabric is embedded into the resilient material, preferably a glass-fibre fabric
mesh, as the fabric is pressed into the molten surface of the resilient material
c) strips of film and/or fabric are welded or adhesively bonded to the resilient material.
23. Packaging according to one of claims 1 to 22
characterised by transport aids, preferably
a) handles and/or
b) loops and/or
c) hooks and/or pins
d) eyelets and/or
e) rollers and/or
f) feet and/or
g) connection means and/or
h) forklift feet and/or
i) containers and/or
j) connectors for a transport securing device
24. Packaging according to claim 23,
characterised in that
a) the handles are attached permanently or mounted detachably, preferably with handles
aa) that are provided on the resilient material or on the reinforcing material (152.1,152.2),
preferably in recesses of the resilient material or the reinforcing material (152.1,152.2),
and/or
aaa) that are attachable to the strapping, on the tensioning band or the tensioning
belt,
b) the loops are attached permanently or detachably mountable, preferably with loops,
bb) that are attached on the resilient material or the reinforcing material (152.1,152.2),
preferably on the wrapping, on the tensioning band or the tensioning belt,
c) the rollers are housed in a separate casing and through the casing indirectly attached
or detachably mountable onto the packaging, preferably with roller casings that are
attached permanently or mounted detachably to the packaging, even more preferably
with rollers that are integrated into packaging sections (142, 143, 144, 145),
d) the feet are permanently attached or detachably mountable onto the packaging,
e) the hooks or pins are permanently attached or mounted detachably onto the packaging,
preferably with hooks or pins that are attached to the resilient material or the reinforcing
material (152.1, 152.2), preferably on the wrapping, on the tensioning band or the
tensioning belt,
f) the eyelets are permanently attached or mounted detachably onto the packaging,
preferably with eyelets that are attached to the resilient material or the reinforcing
material (152.1, 152.2), preferably permanently attached or detachably mounted on
the wrapping, on the tensioning band or the tensioning belt or are formed by the resilient
material or by the wrapping, the tensioning band or the tensioning belt,
g) the connection elements are provided for connecting abutting packaging sections
(142, 143, 144, 145) and/or for connecting packaging standing side-by-side and/or
packaging that stand behind one another
h) the forklift feet are permanently attached or mounted detachably onto the packaging,
preferably with forklift feet that are attached to the resilient material or the reinforcing
material (152.1, 152.2), or permanently attached or detachably mounted on the wrapping,
on the tensioning band or the tensioning belt or are integrated into the packaging
sections (142, 143, 144, 145)
i) the containers are permanently attached or detachably mounted onto the packaging,
preferably with containers that are attached to the resilient material or the reinforcing
material (152.1, 152.2), or permanently attached or detachably mounted on the wrapping,
on the tensioning band or the tensioning belt or are integrated into the packaging
sections (142, 143, 144, 145)
j) the transport securing connections are permanently attached or detachably mounted
onto the packaging, preferably with connections that are attached to the resilient
material or the reinforcing material (152.1, 152.2), or permanently attached or detachably
mounted on the wrapping, on the tensioning band or the tensioning belt.
25. Packaging according to claim 23 or 24, characterised in that the sections (142, 143, 144, 145) that form the edge protection (2, 3, 4, 5, 30,
35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) are profiled
on their outer surfaces in such a way that accessories and transport aids can be slid
onto these profiles, wherein the profiles are formed by elevations and/or indentations,
wherein preferably a tongue and groove connection is provided between the transport-aids
and the profiles, even more preferably with tongue and groove connections with a dovetail-fitting,
most preferably with tongue and groove connections that run in the longitudinal direction
of the packaging-sections (142, 143, 144, 145), or at right angles thereto.
26. Packaging according to one of claims 1 to 25,
characterised in that
a) the plastic foam that forms the resilient material is provided, at least on the
corners and at least on one side, with a skin as the reinforcement and/or with a reinforcing
film and/or with a reinforcing fabric, wherein the skin or the reinforcing fabric
provides at least the same reinforcement as an unexpanded film with a thickness of
0.3 mm, preferably with a thickness of 0.6 mm, even more preferably with thickness
of 0.9 mm, made of the same plastic as the plastic foam that forms the resilient material
and/or
b) a corner-protection, attached permanently or detachably mounted, is provided on
at least the corners or the corner parts, preferably a corner protection that is attached
to or lies loosely against the corner parts and held in place by the strapping
27. Packaging according to one of claims 23 to 26, characterised in that the transport aids are slidingly maintained in the packaging, and are maintained
in their. respective position by self-locking or by additional clamping.
28. Packaging according to one of claims 1 to 27, characterised in that edges on the plastic foam resilient material are rounded for creating a skin, in
particular edges of recesses for an extrusion skin
29. Packaging according to one of claims 1 to 28,
characterised in that
a) the packaging is a disposable packaging or
b) the packaging is a reusable packaging, wherein recovered, undamaged packaging can
be used for a new cargo having the same dimensions and/or
c) undamaged sections (142, 143, 144, 145) of recovered, damaged packaging can be
used in combination with new sections (142, 143, 144, 145) for a new cargo and/or
d) undamaged sections (142, 143, 144, 145) of recovered, undamaged packaging can be
used for the packaging of other cargos.
1. Emballage pour marchandise transportée en forme de disque, comme du verre (1, 26,
162,) ou similaire, avec un protège-bord périphérique (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45,
55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) en tant que profilé, le
protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235,
240, 245, 260) étant constitué au moins en partie de matériau souple et d'un matériau
de renforcement, le matériau souple entourant le matériau de renforcement (152.1,
152.2), le matériau souple présentant une souplesse qui est au moins 20 % supérieure
à la souplesse du matériau de renforcement (152.1, 152.2), de préférence au moins
40 %, encore de préférence au moins 60 % et avec une préférence extrême d'au moins
80 % supérieure à la souplesse du matériau de renforcement (152.1, 152.2), le matériau
souple étant en mousse de matière plastique, caractérisé en ce que le matériau souple du protège-bord périphérique au niveau des bords est composé de
sections (142, 143, 144, 145), les sections étant maintenues par un cerclage ou une
bande de serrage ou une sangle de serrage ou par un film sous tension, enveloppant,
ou par un textile sous tension, enveloppant, sur la marchandise transportée en forme
de disque.
2. Emballage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le film ou le textile est en contact au moins en partie sur l'emballage.
3. Emballage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par des sections (142, 143, 144, 145) en matériau souple et des profilés en tant que
matériau de renforcement (152.1, 152.2),
a) des profilés en tant que matériau de renforcement (152.1, 152.2) pouvant être déplacés,
et/ou,
b) des profilés en tant que matériau de renforcement (152.1, 152.2) pouvant être insérés
dans le matériau souple, et/ou,
c) une section (142, 143, 144, 145) de deux sections adjacentes (142, 143, 144, 145)
venant en prise avec une saillie dans un évidement de l'autre section (142, 143, 144,
145), et/ou,
d) une section (142, 143, 144, 145) de deux sections adjacentes (142, 143, 144, 145)
venant en prise avec un moyen de liaison au niveau de ou dans l'autre section (142,
143, 144, 145), et/ou,
e) une ou plusieurs sections (142, 143, 144, 145) étant renforcée à l'extérieur avec
un film et/ou un textile, de préférence avec un film et/ou un textile qui chevauche
au moins deux sections (142, 143, 144, 145), en matériau souple, situées côte à côte
ou l'une derrière l'autre dans l'emballage, le film ou le textile étant, encore de
préférence, en contact sur le matériau souple, et/ou,
d) la formation de peau étant une enveloppe d'extrusion ou une peau en coupe de filament
ou une peau issue d'un traitement thermique.
4. Emballage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau souple est une mousse de matière plastique avec un pourcentage d'alvéoles
d'au moins 10 %, encore de préférence avec un pourcentage d'alvéoles d'au moins 20
% et, avec une préférence extrême, avec un pourcentage d'alvéoles d'au moins 30 %.
5. Emballage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le matériau de renforcement (152.1, 152.2) est de type métallique ou organique ou
inorganique ou en matière plastique ou est un mélange d'au moins deux matériaux différents,
encore de préférence, en couches successives.
6. Emballage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les sections (142, 143, 144, 145) utilisées pour un emballage, peuvent être employées
au moins en partie pour un emballage avec d'autres dimensions.
7. Emballage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le matériau de renforcement (152.1, 152.2), en particulier pour des panneaux en verre,
est un profilé bois, de préférence une latte et encore de préférence, une latte suivant
DIN 4074-1.
8. Emballage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le matériau souple fait saillie, par rapport à la face externe de la marchandise
transportée, en regard de la marchandise transportée et comprend de préférence le
bord à protéger.
9. Emballage selon la revendication 8, caractérisé en ce que le matériau de renforcement (152.1, 152.2) s'étend jusque dans la zone du matériau
souple, qui dépasse transversalement à la face externe de la marchandise transportée,
en regard de la marchandise transportée, et s'étend de préférence jusque dans la zone
avec laquelle le matériau souple comprend le bord à protéger.
10. Emballage selon l'une des revendications 1 à 9, un protège-bord périphérique (2, 3,
4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) étant
prévu au niveau de la marchandise transportée et le protège-bord (2, 3, 4, 5, 30,
35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) étant composé
de sections (142, 143, 144, 145) amovibles qui sont maintenues au moins par un cerclage
ou au moins par une bande de serrage ou au moins par une sangle de serrage et/ou au
moins par un film sous tension, enveloppant et/ou par un textile sous tension, enveloppant,
sur la marchandise transportée, un protège-coin étant prévu pour réduire la charge
des coins et/ou pour améliorer l'effet de glissement pour le cerclage, la bande de
serrage ou la sangle de serrage ou le film ou le textile au niveau du coin de l'emballage.
11. Emballage selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
a) au moins deux sections de profilé du protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45,
55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) sont en butée l'une contre
l'autre, bout à bout, avec leurs extrémités, au niveau d'un coin de la marchandise
transportée, ou,
b) au moins deux sections de profilé (142, 143, 144, 145) du protège-bord (2, 3, 4,
5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) sont
coupés en onglet, avec leurs extrémités, au niveau d'un coin de la marchandise transportée,
ou,
c) au moins deux sections de profilé (142, 143, 144, 145) du protège-bord (2, 3, 4,
5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) butent
au niveau d'un coin de la marchandise transportée avec leurs extrémités au niveau
d'une pièce de coin, en particulier, se heurtent bout à bout au niveau de la pièce
de coin.
12. Emballage selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
a) entre deux coins consécutifs de la marchandise transportée, il est prévu une seule
section de profilé (142, 143, 144, 145), ou,
b) entre deux coins consécutifs de la marchandise transportée, il est prévu plusieurs
sections de profilé (142, 143, 144, 145), en particulier, au moins une section (142,
143, 144, 145), de plusieurs sections de profilé (142, 143, 144, 145), présentant,
en tant que module de section (142, 143, 144, 145), pour différents emballages, la
même longueur, et une autre section de profilé (142, 143, 144, 145) formant une pièce
d'ajustement qui forme avec un ou plusieurs modules de section (142, 143, 144, 145)
la longueur de profilé nécessaire entre deux coins consécutifs.
13. Emballage selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé par un insert interchangeable dans le protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60,
107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260)
a) pour logement et adaptation à différentes épaisseurs de marchandise transportée
en forme de disque, et/ou,
b) pour logement de plusieurs marchandises transportées, disposées les unes à côté
des autres, et/ou,
c) pour adaptation à différentes longueurs et/ou largeurs de la marchandise transportée.
14. Emballage selon l'une des revendications 1 à 13,
caractérisé par
a) des évidements échelonnés dans le protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55,
60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) pour loger des inserts d'épaisseur
différente et/ou de la marchandise transportée d'épaisseur différente, et/ou,
b) des évidements échelonnés dans les inserts dans le protège-bord (2, 3, 4, 5, 30,
35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) pour loger de
la marchandise transportée d'épaisseur différente.
15. Emballage selon l'une des revendications 1 à 14,
caractérisé par un épaississement, pouvant être mis en oeuvre de manière permanente ou de manière
amovible, du protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140,
151, 230, 235, 240, 245, 260),
a) l'épaississement permanent étant de préférence en contact, et/ou,
b) en tant qu'épaississement mis en oeuvre de manière amovible, de préférence un assemblage
à rainure et languette, entre le protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60,
107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) et l'épaississement, étant prévu.
16. Emballage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que plusieurs emballages peuvent être reliés ensemble, de préférence avec un assemblage
à rainure et languette, la languette étant contre-dépouillée et la rainure entourant
la languette, encore de préférence, par un ajustement en queue d'aronde entre la rainure
et la languette.
17. Emballage selon l'une des revendications 1 à 16,
caractérisé en ce que le matériau souple est composé
a) tout ou partie de mousse de matière plastique extrudée, ou,
b) tout ou partie de mousse de matière plastique fabriquée par injection.
18. Emballage selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que la bande ou la sangle utilisée pour maintenir les sections (142, 143, 144, 145) de
l'emballage est guidée dans un évidement de l'emballage/protège-bord (2, 3, 4, 5,
30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260), les rainures
présentes servant de préférence en même temps de guide pour la bande ou la sangle.
19. Emballage selon l'une des revendications 1 à 18,
caractérisé en ce que l'espace creux entouré par le protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107,
124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260), devant une face externe de la marchandise
transportée, au moins en partie avec un autre matériau souple,
a) l'autre matériau souple étant formé par un matériau souple identique ou similaire
comme au niveau du protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130,
140, 151, 230, 235, 240, 245, 260),
b) l'autre matériau souple se différenciant du matériau souple prévu en dehors de
la zone enveloppée, de préférence par une couche-carton ou une couche-papier dans
la zone enveloppée, encore de préférence par une structure en nid d'abeilles de la
couche-carton ou couche-papier.
20. Emballage selon l'une des revendications 1 à 19, caractérisé par un enveloppement de la marchandise transportée et du protège-bord (2, 3, 4, 5, 30,
35, 41, 45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) dans un film
et/ou dans un textile, le film et/ou le textile, entourant de préférence, aussi, le
matériau souple prévu pour le remplissage de l'espace creux devant la face externe
de la marchandise transportée.
21. Emballage selon la revendication 20,
caractérisé en ce que
a) le film ou le textile est en un matériau rétractable, qui est sous tension par
rétractation après un traitement thermique, et/ou,
b) le film et/ou le textile est/sont relié(s) avec le matériau souple, le film et/ou
le textile et/ou le matériau souple étant sous tension, et/ou,
c) le film et/ou le textile entoure(nt) de manière amovible le matériau souple et
que l'emballage est muni d'un dispositif de serrage.
22. Emballage selon la revendication 20 ou 21,
caractérisé en ce que
a) le film et/ou le textile est/sont soudé(s) au moins en partie avec le matériau
souple ou est/sont collé(s), ou,
b) le textile est noyé dans le matériau souple, de préférence un tissu en fibre de
verre plastifié en tant que textile étant pressé dans la surface fondue du matériau
souple,
c) des bandes du film et/ou textile sont soudées avec le matériau souple ou sont collées.
23. Emballage selon l'une des revendications 1 à 22,
caractérisé par des aides au transport, de préférence,
a) des prises, et/ou,
b) des dragonnes et/ou,
c) des crochets et/ou tenons,
d) des oeillets, et/ou,
e) des rouleaux, et/ou,
f) des pieds, et/ou,
g) des moyens de liaison, et/ou,
h) des pieds pour chariot élévateur, et/ou,
i) des récipients, et/ou,
j) des raccords pour une sécurité de transport.
24. Emballage selon la revendication 23,
caractérisé en ce que
a) les prises sont mises en oeuvre de manière permanente ou peuvent être montées de
manière amovible, de préférence, avec des prises,
aa) qui sont prévues au niveau du matériau souple ou du matériau de renforcement (152.1,
152.2) de préférence dans des évidements du matériau souple ou du matériau de renforcement
(152.1, 152.2), et/ou,
aaa) qui peuvent être mises en place au niveau du cerclage, au niveau de la bande
de serrage ou de la sangle de serrage,
b) les dragonnes sont mises en oeuvre de manière permanente ou peuvent être montées
de manière amovible, de préférence, avec des dragonnes
bb) qui sont mises en oeuvre au niveau du matériau souple ou du matériau de renforcement
(152.1, 152.2) de préférence au niveau du cerclage, au niveau de la bande de serrage
ou de la sangle de serrage,
c) les rouleaux sont mis en oeuvre dans un boîtier séparé et au-dessus du boîtier
indirectement au niveau de l'emballage ou peuvent être montés de manière amovible,
ou directement dans l'emballage ou peuvent être montés de manière amovible, de préférence,
avec des boîtiers à rouleaux, lesquels peuvent être montés de manière permanente ou
de manière amovible, encore de préférence avec des rouleaux, lesquels sont intégrés
dans des sections de l'emballage (142, 143, 144, 145),
d) les pieds sont mis en oeuvre de manière permanente au niveau de l'emballage ou
peuvent être montés de manière amovible,
e) les crochets ou tenons, sont mis en oeuvre de manière permanente au niveau de l'emballage
ou peuvent être montés de manière amovible, de préférence avec des crochets ou tenons,
qui peuvent être montés au niveau du matériau souple ou au niveau du matériau de renforcement
(152.1, 152.2), de préférence au niveau du cerclage, au niveau de la bande de serrage
ou de la sangle de serrage,
f) les oeillets sont mis en oeuvre de manière permanente au niveau de l'emballage
ou peuvent être montés de manière amovible, de préférence avec des oeillets qui peuvent
être mis en oeuvre de manière permanente au niveau du matériau souple ou au niveau
du matériau de renforcement (152.1, 152.2), de préférence au niveau du cerclage, au
niveau de la bande de serrage ou de la sangle de serrage, ou être montés de manière
amovible, ou être formés à travers le matériau souple ou à travers le cerclage, la
bande de serrage ou la sangle de serrage,
g) les moyens de liaison sont prévus pour relier des sections de l'emballage (142,
143, 144, 145) en butée les unes contre les autres, et/ou pour relier des emballages
placés les uns à côté des autres, et/ou des emballages placés les uns derrière les
autres,
h) les pieds pour chariot élévateur sont mis en oeuvre de manière permanente au niveau
de l'emballage ou peuvent être montés de manière amovible, de préférence avec des
pieds pour chariot élévateur qui peuvent être mis en oeuvre de manière permanente
au niveau du matériau souple ou au niveau du matériau de renforcement (152.1, 152.2),
ou au niveau du cerclage, au niveau de la bande de serrage ou de la sangle de serrage,
ou peuvent être montés de manière amovible, ou sont intégrés dans les sections de
l'emballage (142, 143, 144, 145),
i) les récipients sont mis en oeuvre de manière permanente au niveau de l'emballage
ou peuvent être montés de manière amovible, de préférence avec des récipients, qui
peuvent être mis en oeuvre de manière permanente, au niveau du matériau souple ou
au niveau du matériau de renforcement (152.1, 152.2), ou au niveau du cerclage, au
niveau de la bande de serrage ou de la sangle de serrage, ou peuvent être montés de
manière amovible ou sont intégrés dans les sections de l'emballage (142, 143, 144,
145),
j) les raccords pour une sécurité de transport sont mis en oeuvre de manière permanente
ou peuvent être montés de manière amovible, de préférence avec des raccords, qui peuvent
être montés, au niveau du matériau souple ou au niveau du matériau de renforcement
(152.1, 152.2), ou au niveau du cerclage, au niveau de la bande de serrage ou de la
sangle de serrage.
25. Emballage selon la revendication 23 ou 24, caractérisé en ce que les sections (142, 143, 144, 145) formant le protège-bord (2, 3, 4, 5, 30, 35, 41,
45, 55, 60, 107, 124, 130, 140, 151, 230, 235, 240, 245, 260) sont profilées au niveau
de leurs faces externes de sorte que, sur ces profilés, des accessoires et des aides
au transport peuvent être déplacés, le profilage étant formé par des soulèvements
et/ou des enfoncements, un assemblage à rainure et languette étant de préférence prévu
entre les moyens d'aide au transport et les profilés, encore de préférence, avec des
assemblages à rainure et languette, qui sont prévus avec des ajustements en queue
d'aronde, et avec une préférence extrême, avec des assemblages à rainure et languette,
qui sont dans le sens longitudinal des sections de l'emballage (142, 143, 144, 145)
ou transversales à celles-ci.
26. Emballage selon l'une des revendications 1 à 25,
caractérisé en ce que
a) la mousse de matière plastique, laquelle forme le matériau souple, est munie au
moins au niveau des coins et au moins au niveau d'un côté d'une formation de peau
en tant que renforcement et/ou d'un film de renforcement et/ou d'un textile de renforcement,
la formation de peau ou le textile de renforcement formant au moins le même renforcement
qu'un film non moussé avec une épaisseur de 0,3 mm, de préférence avec une épaisseur
de 0,6 mm, encore de préférence avec une épaisseur de 0,9 mm, qui est de la même matière
plastique que la mousse de matière plastique moussant, formant le matériau souple,
et/ou,
b) au moins au niveau des coins ou parties de coin, une protection des coins peut
être montée de manière permanente ou de manière amovible, de préférence une protection
des coins maintenue par le cerclage, et placée de manière fixe ou amovible au niveau
des pièces de coin.
27. Emballage selon l'une des revendications 23 à 26, caractérisé en ce que les aides au transport sont maintenues de façon déplaçable dans l'emballage et sont
maintenues par auto-blocage ou par un serrage supplémentaire dans la position respective.
28. Emballage selon l'une des revendications 1 à 27, caractérisé en ce que des bords sont arrondis au niveau du matériau souple en mousse de matière plastique
pour une formation de peau, en particulier des bords des évidements pour une enveloppe
d'extrusion.
29. Emballage selon l'une des revendications 1 à 28,
caractérisé en ce que
a) l'emballage est un emballage jetable, ou,
b) l'emballage est un emballage réutilisable, les emballages repris, lesquels ne sont
pas endommagés, trouvent une utilisation pour de nouvelle marchandise transportée
avec les mêmes dimensions, et/ou,
c) des sections (142, 143, 144, 145) non-endommagées, d'emballages endommagés repris,
trouvent une utilisation pour une combinaison avec de nouvelles sections (142, 143,
144, 145) pour de nouvelle marchandise transportée, et/ou,
d) des sections (142, 143, 144, 145) non-endommagées, d'emballages non-endommagés
repris trouvent une utilisation pour l'emballage d'autre marchandise transportée.