[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Laufschiene für eine Fahrtreppe oder einen
Fahrsteig.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Fahrtreppen und Fahrsteige bekannt, welche ein Tragwerk
aufweisen. Im Tragwerk sind zwischen einem ersten Umlenkbereich und zwischen einem
zweiten Umlenkbereich Laufschienen angeordnet.
[0003] EP 1 679 280 A1 zeigt beispielsweise eine Laufschiene mit einem komplexen Profil, welche auf einem
Träger befestigt werden kann. Die Laufschiene ist einstückig ausgebildet und weist
einen vorstehend angeformten Steg mit einer Führungsflanke auf, welcher die Rollen
eines Stufenbandes einer Fahrtreppe oder die Rollen eines Palettenbandes eines Fahrsteiges
seitlich führt.
[0004] EP 2 050 708 A2 zeigt ebenfalls eine Laufschiene für Fahrtreppen und oder Fahrsteige. Auch diese
Laufschiene weist ein komplexes Profil auf, welches über geeignete Absätze verfügt,
um die Rollen eines Stufenbandes einer Fahrtreppe oder die Rollen eines Palettenbandes
eines Fahrsteiges seitlich zu führen.
[0005] Die Herstellung solcher Laufschienen mit integrierter Führungsflanke ist aufwendig
und teuer. Herstellungsbedingt sind der Formgebung gewisse Grenzen gesetzt. Ausserdem
weisen angeformte Führungsflanken einen Radius im Übergang zur Lauffläche der Laufschiene
auf, auf welchen Laufflächen die Rollen in der Bewegungsrichtung laufen. Dieser Radius
kann den Rand der Rollen stark beschädigen oder über die Massen abnutzen.
[0006] JP S58117464 offenbart eine Fahrtreppe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden.
Insbesondere soll eine Laufschiene für eine Fahrtreppe oder einen Fahrsteig zur Verfügung
gestellt werden, welche kostengünstig zu fertigen ist und eine schonende Führung von
Laufrollen erlaubt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Patentansprüchen definierten Vorrichtungen
gelöst. Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0009] Eine Fahrtreppe mit einem Stufenband oder ein Fahrsteig mit einem Palettenband weist
einen ersten Umlenkbereich und einen zweiten Umlenkbereich auf, wobei das Palettenband
beziehungsweise das Stufenband zwischen dem ersten Umlenkbereich und dem zweiten Umlenkbereich
umlaufend angeordnet ist. Ferner beinhaltet die Fahrtreppe oder der Fahrsteig mindestens
eine, zwischen den Umlenkbereichen angeordnete Laufschiene zur Führung des Stufenbandes
oder Palettenbandes. Die Laufschiene weist mindestens eine Grundfläche mit einer Lauffläche
für Rollen des Stufenbandes oder Palettenbandes auf. Des Weiteren umfasst die Fahrtreppe
oder der Fahrsteig mindestens eine Führungsleiste mit einer Führungsflanke zum seitlichen
Führen dieser Rollen, wobei die Rollen beim Führen in seitlichem Kontakt mit der Führungsflanke
sind. Die Führungsleiste ist ein separates Bauelement und beim Einbau ist dadurch
die Position der Führungsleiste relativ zur Laufschiene wählbar.
[0010] Mit Laufschiene werden in der vorliegenden Schrift alle unbeweglichen Teile der Fahrtreppe
beziehungsweise des Fahrsteiges bezeichnet, die die Rollen des Stufenbandes oder Palettenbandes
zwischen den beiden Umlenkbereichen gegen die Schwerkraft abstützen und auf deren
Laufflächen die Rollen abrollen oder Teile, welche die Rollen am Abheben von den Laufflächen
hindern. Das können somit Laufschienen, Laufbahnen, Gegenführungsschienen und dergleichen
mehr sein. Bei den Rollen handelt es sich beispielsweise um Laufrollen oder Kettenrollen
eines Stufenbandes oder eines Palettenbandes. Dadurch, dass die Führungsleiste als
separates Bauteil ausgebildet ist, lässt sich diese leicht fertigen, montieren und
justieren.
[0011] Das Palettenband beziehungsweise Stufenband beinhaltet üblicherweise eine Mehrzahl
Paletten oder Stufen, welche zwischen zwei Rollenketten angeordnet sind. Die Rollen
der Rollenketten stützen auf den Laufschienen ab und laufen üblicherweise problemlos
geradeaus. Mit zunehmender Laufleistung werden die Kettengelenke, Kettenbolzen und
die Lagerbuchsen in den Rollenketten abgenutzt und es kann zu abweichenden Verlängerungen
zwischen der linken Rollenkette und der rechten Rollenkette kommen. Diese minimen
Unterschiede reichen aus, dass die zwischen den Rollenketten angeordneten Paletten
nicht mehr ganz orthogonal zur Bewegungsrichtung angeordnet sind und dadurch ein Seitenlauf
auftritt. Dieser Seitenlauf oder Schräglauf resultiert in einer Seitenkraft, welcher
die Rollen von ihrer theoretischen Bewegungsrichtung abweichen lässt. Da die Rollen
nur dann in Kontakt mit der Führungsleiste gelangen, wenn dieser Seitenlauf auftritt,
ist es wichtig, dass die Rollen beim Führen in direkten Kontakt mit der Führungsflanke
der Führungsleiste gelangen. Durch diesen direkten Kontakt ist für eine Serviceperson
problemlos hörbar aber auch fühlbar, dass die Rollen an der Führungsflanke touchieren
und durch diese geführt werden. Die Serviceperson kann dann gezielt Unterhaltsarbeiten
durchführen.
[0012] Aufgrund der Trennung von Laufschiene und Führungsleiste können für die Führungsleiste
Herstellungsverfahren gewählt werden, welche sich von dem Herstellungsverfahren der
restlichen Laufschiene unterscheiden. Außerdem können Ausführungen ausgebildet werden,
welche bei einem einstückigen Herstellungsverfahren nicht oder nur sehr aufwendig
realisiert werden können. Insbesondere weisen solche Führungsleisten keinen Radius
im Übergangsbereich zwischen Lauffläche und Führungsflanke auf. Es ist sogar denkbar,
dass die Führungsleisten derart ausgebildet sind, dass die Führungsflanke nicht ganz
bis zur Grundfläche reicht, sondern zumindest im Bereich der Führungsflanke ein Abstand
zwischen Führungsflanke und Grundfläche beziehungsweise Lauffläche besteht. Des Weiteren
sind keine Einschränkungen in der Materialwahl für die Führungsleisten vorhanden.
Vorzugsweise werden solche Führungsleisten aus einem der folgenden Materialien oder
Legierungen gefertigt: Stahl, Stahllegierungen, Aluminium, Aluminiumlegierungen, Messing,
Bronze, Bronzelegierungen, Polymerwerkstoffe, glasfaserverstärkte Polymerwerkstoffe
und dergleichen mehr. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von Polymerwerkstoffen
zur Fertigung der Führungsleisten, wenn deren Härte geringer ist als die Härte der
Rollen, so dass bei einem Kontakt ein Verschleiß der Führungsleiste und nicht der
Rolle eintritt. Der Vorteil liegt darin, dass die Führungsleisten wesentlich einfacher
ausgetauscht werden können als die Rollen.
[0013] Bei speziellen Anwendungsbereichen können aber übergeordnete Anforderungen dazu führen,
dass das Material der Führungsleiste härter sein muss als das Material der Rolle.
Solche speziellen Anwendungsbereiche können extra lange Fahrtreppen und Fahrsteige
sein, die beispielsweise in U-Bahnhöfen, in Flughafengebäuden oder in für das Wartungspersonal
schwierig zugänglichen Einbauverhältnissen angeordnet sind.
[0014] Auf der Laufschiene kann eine Führungsleiste abschnittsweise angeordnet sein. Beispielsweise
ist es denkbar, dass in Bewegungsrichtung nach einer Führungsleiste die Rollen eine
kurze Strecke ungeführt auf der Laufschiene fahren. Erst nach einem gewissen Abstand
folgt beispielsweise eine weitere Führungsleiste. Es versteht sich von selbst, dass
sich bei einem solchen abschnittsweisen Anordnen von Führungsleisten eine weitere
Kosteneinsparung gegenüber einer, aus der
EP 1 679 280 A1 bekannten Laufschiene mit angeformter, kontinuierlicher Führungsflanke ergibt. Durch
eine solche abschnittsweise Anordnung kann der Verschleiß der Seitenkante der Laufrollen
ebenfalls wesentlich reduziert werden.
[0015] Die Führungsleiste kann auf der Grundfläche neben der eigentlichen Lauffläche der
Rollen beziehungsweise der Laufschiene angeordnet sein. Beispielsweise ist eine lösbare
Verbindung oder Anordnung denkbar. Durch die direkte Montage der Führungsleiste auf
der Grundfläche der Laufschiene wird ermöglicht, die Bauhöhe der Laufschiene zu reduzieren.
Es sind keine herstellungsbedingten Mindestbauhöhen vorgegeben. Durch eine lösbare
Anordnung der Führungsleiste ist im Falle eines übermässigen Verschleisses oder bei
einer Beschädigung die Führungsleiste leicht zu ersetzen.
[0016] Die Laufschiene kann wenigstens eine weitere Grundfläche mit einer Lauffläche aufweisen
die unterhalb der ersten Grundfläche angeordnet ist, wobei die auf der ersten Grundfläche
angeordnete Lauffläche für einen Vorlauf der Rollen des Stufenbandes oder Palettenbandes
und die weitere Lauffläche für einen Rücklauf der Rollen des Stufenbandes oder Palettenbandes
vorgesehen sind. Durch die Verwendung eines separaten Bauelementes als Führungsleiste
ist es möglich, dass die Laufschiene beispielsweise als einfaches U-Profil beziehungsweise
C-Profil ausgestaltet ist. Beispielsweise befindet sich auf dem oberen Schenkel des
C-Profils die Lauffläche für den Vorlauf während auf dem unteren Schenkel des C-Profils
die Lauffläche für den Rücklauf angeordnet ist. Sowohl auf der Grundfläche für den
Vorlauf als auch auf der Grundfläche für den Rücklauf können eine oder mehrere Führungsleisten
angeordnet sein.
[0017] Die Führungsleisten für den Vorlauf der Rollen können in Bewegungsrichtung versetzt
zu den Führungsleisten des Rücklaufs angeordnet sein. Durch eine versetzte Anordnung
der Führungsleisten wird die Laufschiene weniger mit Seitenkräften, resultierend aus
nicht ganz orthogonal zur Bewegungsrichtung ausgerichteten, laufenden Stufen oder
Paletten belastet.
[0018] Die Laufschiene und/oder die Führungsleiste können Befestigungsmittel aufweisen,
welche derart ausgestaltet sind, dass eine seitliche Einstellung einer Position der
Führungsleiste quer zur Bewegungsrichtung der Rollen möglich ist. Somit wird beispielsweise
die nutzbare Lebensdauer der Führungsleiste verlängert. Wenn beispielsweise die Führungsflanke
abgenutzt ist, kann die Führungsleiste seitlich verstellt beziehungsweise nachgestellt
werden, um kein übermäßiges Spiel zwischen den Führungsleisten und den Rollen einer
Stufe oder Palette zuzulassen. Ausserdem erlaubt es eine einfachere Erstmontage der
Laufschiene. Das Seitenspiel kann beim Einbau vor Ort und damit Anlagenabhängig eingestellt
werden.
[0019] Die Laufschiene kann eine oder mehrere Führungsleisten im Vorlauf und/oder im Rücklauf
aufweisen. Somit kann trotz abschnittsweiser Führung ein ruhiger Lauf der Fahrtreppe
oder des Fahrsteiges gewährleistet werden, da eine seitliche Auslenkung des Stufenbandes
oder Palettenbandes frühzeitig abgefangen und korrigiert werden kann.
[0020] Mindestens eine Führungsleiste kann einen Sensor zum Messen beziehungsweise Erfassen
von auf die Führungsleiste einwirkenden Seitenkräften aufweisen. Ein solcher Sensor
kann beispielsweise eine Dehnmessstreifen- Messbrücke (DMS) oder ein Schalter sein.
Selbstverständlich sind auch andere Ausgestaltungen von Sensoren wie Radarsensoren,
optische Sensoren aller Art, Ultraschallsensoren, Als Sensoren verwendete GSM- Antennenmodule
und dergleichen mehr denkbar. Die Verwendung von Sensoren erlaubt beispielsweise,
dass bei übermässiger Beanspruchung der Führungsleiste eine Warnmeldung abgesetzt
und/oder die Anlage stillgelegt wird. Der Sensor kann zum Erfassen von anprallenden
Rollen beziehungsweise zum Messen von Seitenkräften, einer Temperatur, einer Geschwindigkeit
oder zum Messen von Vibrationen und Schwingungen ausgestaltet sein. Selbstverständlich
sind auch andere Messsysteme oder Sensoren denkbar, welche auch unterschiedliche Betriebsbedingungen
aufnehmen können.
[0021] Mindestens eine mit einem Sensor ausgestaltete Führungsleiste kann zu den übrigen
Führungsleisten seitlich in Richtung zur Lauffläche der Rollen verschoben, also zu
den übrigen Führungsleisten in Richtung der Rollen vorstehend angeordnet sein. Eine
solche Führungsleiste dient dann in erster Linie nicht mehr nur der seitlichen Führung
beziehungsweise der seitlichen Leitung der Rollen sondern soll frühzeitig die einwirkende
Seitenkraft messen. Diese Führungsleiste mit Sensor kann somit als Frühwarnsystem
zur lateralen Positionsbestimmung des Stufenbandes in der Fahrtreppe beziehungsweise
des Palettenbandes im Fahrsteig verwendet werden.
[0022] Ein Flankenwinkel zwischen der Führungsflanke und der Lauffläche kann zwischen 90°
und 140°, vorzugsweise zwischen 90° und 135°, besonders bevorzugt zwischen 90° und
125° liegen.
[0023] Eine erfindungsgemässe Führungsleiste für eine Laufschiene dient wie vorgängig geschildert,
zum seitlichen Führen von Rollen, insbesondere von Laufrollen eines Stufenbandes oder
Palettenbandes. Die Führungsleiste weist eine Führungsflanke mit einem Flankenwinkel
auf und ist als, von der Laufschiene separates Bauteil ausgebildet. Durch die separate
Ausbildung wird ermöglicht, dass die Führungsleiste und/oder eine Laufschiene besonders
einfach hergestellt und montiert werden kann.
[0024] Die Führungsleiste ist im Wesentlichen ein längliches, sich in Bewegungsrichtung
des Stufenbandes oder Palettenbandes erstreckendes Bauelement. So kann beispielsweise
die Führungsleiste ein parallel zur Laufschiene angeordneter Stab mit trapezförmigem,
rechteckigem, quadratischen oder rundem Querschnitt sein. Selbstverständlich sind
auch andere Ausführungsformen denkbar, beispielsweise aus Profilstäben oder Profilrohren
gefertigte Führungsleisten.
[0025] Die Führungsleiste kann Befestigungsmittel zum Befestigen an einer Laufschiene aufweisen.
Vorzugsweise sind die Befestigungsmittel derart ausgestaltet, dass die Führungsleiste
in ihrer seitlichen Ausrichtung quer zu einer Bewegungsrichtung der zu führenden Rollen
verstellt werden kann. Beispielsweise handelt es sich hierbei um eine orthogonal zur
theoretischen Bewegungsrichtung ausgebildete Schlitzöffnung, durch welche mittels
einer Schraube die Führungsleiste auf einer Laufschiene beziehungsweise auf einem
der Laufschiene zugeordneten Befestigungsmittel befestigt werden kann.
[0026] Die Führungsflanke kann in mindestens einem Endbereich der Führungsleiste in der
Bewegungsrichtung eine konvexe Krümmung und/oder einen Einlaufwinkel zwischen 1° und
45°, vorzugsweise zwischen 5° und 35°, besonders bevorzugt zwischen 10° und 25° aufweisen.
Unter einem Einlaufwinkel wird dabei ein Winkel zwischen einer idealen Bewegungsrichtung
der Rollen (theoretische Bewegungsrichtung) und einer Geraden in der Führungsflanke
im Endbereich in der Ebene der Grundfläche verstanden.
[0027] Ein solcher gekrümmter oder abgeknickter Endbereich erlaubt ein einfaches Fangen
beziehungsweise Einweisen und Ausrichten von Rollen, wenn diese durch Seitenlauf von
ihrer optimalen Laufbahn abweichen. Vorzugsweise sind beide Endbereiche der Führungsflanke
mit solchen konvexen Krümmungen oder Einlaufwinkeln versehen, so dass unabhängig von
der Bewegungsrichtung vorwärts oder rückwärts die Rollen eingewiesen und ausgerichtet
werden können. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Führungsleiste lediglich einen
solchen Endbereich aufweist. Beispielsweise können die Führungsleisten auch komplett
gerade ausgebildet, jedoch in einem Winkel entsprechend dem Einlaufwinkel zur Bewegungsrichtung
angeordnet sein. Somit ist zwar nur noch der Betrieb einer Fahrtreppe oder eines Fahrsteiges
in einer Richtung möglich, die Führungsleisten sind dafür entsprechend einfach herstellbar.
[0028] An der Führungsleiste kann ein Sensor, beispielsweise eine Dehnmessstreifen-Messbrücke,
ein Radarsensor, eine als Sensor dienende GSM-Antenne oder ein Schalter oder Taster
zum Erfassen von auf die Führungsflanke einwirkenden Anprallkräften beziehungsweise
Seitenkräften angeordnet sein. Dadurch, dass die Führungsleiste mit einem Sensor ausgerüstet
ist, kann beispielsweise auf zu hohe Seitenkräfte mit dem Generieren und Übermitteln
einer Fehlermeldung reagiert werden. Der Sensor kann jedoch auch zum Abtasten beziehungsweise
Messen von anderen Betriebsgrößen wie zum Beispiel die Temperatur der Rollen, deren
Geschwindigkeit, Schwingungen und Vibrationen, und dergleichen mehr ausgebildet sein.
[0029] Der Sensor kann in einem Bereich zwischen zwei Befestigungsmitteln angeordnet sein.
Es versteht sich von selbst, dass der Sensor vorzugsweise auf der der Führungsflanke
abgewandten Seite der Führungsleiste angeordnet ist.
[0030] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung einer Laufschiene
wie vorgängig beschrieben und/oder einer Führungsleiste wie vorgängig beschrieben
zur Führung von Rollen, wobei eine Führungsleiste mit einem Sensor ausgestattet ist.
Eine vom Sensor gemessene Größe, beispielsweise eine Kraft oder ein Abstandsmaß, wird
zum Erzeugen von Wartungsmeldungen genutzt. Beispielsweise kann eine solche Größe
beziehungsweise ein solcher Wert von einer Signalverarbeitungseinheit aufgenommen
und weiter verarbeitet werden. Denkbar ist, dass automatisch Status- oder Wartungsmeldungen
versandt werden oder der Betrieb eingestellt wird. Mögliche Wartungsmeldungen sind
beispielsweise:
- bei geringer gemessener Seitenkraft: eine Kontrolle der Anlage und eventuell die Durchführung
von kleineren Einstellarbeiten beziehungsweise Wartungsarbeiten durch das Servicepersonal
ist innerhalb von zwei Wochen nötig,
- bei einer mittleren Seitenkraft: eine Kontrolle der Anlage durch das Servicepersonal
mit Einstellung der Kettenspannung oder Ersatz der Rollenkette ist innerhalb von 24
Stunden nötig und nur noch eingeschränkter Fahrbetrieb möglich,
- bei hoher gemessener Seitenkraft: der Betrieb der Anlage wird aus Sicherheitsgründen
unterbrochen bis eine Kontrolle oder Wartung durch das Servicepersonal durchgeführt
wird.
[0031] Dabei sind die Werte "gering", "mittel", "hoch" üblicherweise vorgegebene Werte,
Größen und Masse, welche sich nicht nur auf die Seitenkraft beschränken. Ebenso sind
ähnliche Status- oder Wartungsmeldungen auch bei Erreichen bestimmter Betriebstemperaturen,
Betriebsgeschwindigkeiten oder bei Auftreten vorgegebener Vibrationswerte denkbar.
[0032] Die Führungsleiste kann wie weiter oben erwähnt mindestens einen Sensor zur Erfassung
beziehungsweise Messung von mindestens einer Messgröße aufweisen. Diese Messgröße
kann der Körperschall des Stufenbandes oder Palettenbandes, Schwingungen, die Bandagendicke
von Rollen, die Dicke des auf der Laufbahn und/oder der Rollen anhaftenden Schmutzes
oder die Position eines Kugellagerrings einer Rolle relativ zu ihrer Rollenachse sein.
[0033] Anhand von Figuren, welche lediglich Ausführungsbeispiele darstellen, wird die Erfindung
im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- in der Seitenansicht in schematischer Darstellung eine, auf einer tragenden Struktur
angeordneten Fahrtreppe, welche Stützstrukturen, Laufschienen, Balustraden und ein
umlaufendes Stufenband aufweist die zwischen einem ersten Umlenkbereich und einem
zweiten Umlenkbereich angeordnet sind;
- Figur 2:
- in der Seitenansicht in schematischer Darstellung eine, auf einer tragenden Struktur
angeordneter Fahrsteig, welcher Stützstrukturen, Laufschienen, Balustraden und ein
umlaufendes Palettenband aufweist die zwischen einem ersten Umlenkbereich und einem
zweiten Umlenkbereich angeordnet sind;
- Figur 3:
- eine dreidimensionale Ansicht auf ein Fahrbahnmodul des Fahrsteiges aus der Figur
2, gebildet aus Laufschienen und Stützstrukturen;
- Figur 4:
- eine vergrösserte Ansicht auf einen Teilbereich des Fahrbahnmoduls gemäss der Figur
3;
- Figur 5:
- den Querschnitt einer Laufschiene und einer Führungsleiste in der in Figur 4 angegebenen
Schnittebene A-A;
- Figur 6:
- eine dreidimensionale Ansicht einer Führungsleiste;
- Figur 7:
- ein Querschnitt einer Laufschiene und einer Führungsleiste in einer zweiten Ausführung
analog dem in Figur 5 dargestellten Schnitt A-A;
- Figur 8:
- ein Querschnitt einer Laufschiene und einer Führungsleiste in einer dritten Ausführung
analog dem in Figur 5 dargestellten Schnitt A-A;
- Figur 9:
- ein Querschnitt einer Laufschiene und einer Führungsleiste in einer vierten Ausführung
analog dem in Figur 5 dargestellten Schnitt A-A.
[0034] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung in der Seitenansicht eine Fahrtreppe 10,
die auf einer tragenden Struktur 11 angeordnet ist und die eine untere Ebene E1 mit
einer oberen Ebene E2 verbindet. Die tragende Struktur 11 ist beispielhaft im Stil
einer alten Brücke ausgestaltet um deutlich zu zeigen, dass diese tragende Struktur
11 der Gestaltungsfreiheit des Architekten überlassen werden kann. Selbstverständlich
kann die tragende Struktur 11 auch ein betonierter Treppenaufgang, ein Fachwerk oder
zwei I-Träger sein. Die tragende Struktur 11 muss bestimmte Bedingungen bezüglich
ihrer Steifigkeit und Traglast erfüllen, die der Hersteller der Fahrtreppe oder des
Fahrsteiges dem Architekten vorschreibt.
[0035] Auf dieser bauseitig zu erstellenden, tragenden Struktur 11 sind Aufnahmen 12 vorzusehen
oder nachträglich anzubringen, an denen die Teile der Fahrtreppe 10 montiert werden.
Der besseren Übersicht wegen sind nur drei Aufnahmen 12 mit Bezugszeichen versehen,
obwohl im vorliegenden Beispiel für jede Stützstruktur eine Aufnahme 12 vorhanden
ist. Die Aufnahmen 12 können einfache Montageplatten sein, die beispielsweise mit
einer Armierung der tragenden Struktur direkt verbunden sind. Selbstverständlich sind
auch andere geeignete Aufnahmen 12 wie Betonanker, Gewindestangen, Schweissplatten,
Schraubenlöcher und dergleichen mehr einsetzbar.
[0036] Die Fahrtreppe 10 umfasst einen ersten Umlenkbereich 13 und einen zweiten Umlenkbereich
14 sowie zwischen den Umlenkbereichen 13, 14 angeordnete Stützstrukturen 15, Laufschienen
16, Balustraden 17 und ein umlaufendes Stufenband 18. Der Übersicht wegen ist nur
eine Stützstruktur 15 mit einem Bezugszeichen versehen. Das Stufenband 18 wird in
der oberen Ebene E2 und in der unteren Ebene E1 umgelenkt und weist somit einen Stufenband-Vorlauf
19 und einen Stufenband-Rücklauf 20 auf. Der besseren Übersichtlichkeit wegen wurde
auf die detaillierte Darstellung des Stufenbandes 18 verzichtet.
[0037] Aus der Figur 1 ist klar ersichtlich, dass die Laufschienen 16 in Laufschienenabschnitte
21, 22, 23 unterteilt und mittels Verbindungsplatten 25 miteinander verschraubt sind.
Die Laufschienenabschnitte 21, 22, 23 weisen vorzugsweise eine gleiche Länge auf,
sie können aber wie in der Figur 1 erkennbar, auch unterschiedliche Längen aufweisen.
Die Laufschienen 16 werden durch mehrere Stützstrukturen 15 an der tragenden Struktur
11 abgestützt. Von den Stützstrukturen 15 sind lediglich die gegen die Betrachtungsebene
gerichteten Stützen 26 sichtbar, daher werden die Stützstrukturen 15 erst weiter unten
in der Beschreibung von Figur 3 näher erläutert. Dort sind zwar Stützstrukturen des
in der Figur 2 dargestellten Fahrsteiges beschrieben, der Aufbau und die Funktion
der Stützstrukturen 15 der Fahrtreppe 10 entsprechen aber den in der Figur 3 gezeigten
und beschriebenen Stützstrukturen. Jede der Stützen 26 weist einen Fussbefestigungsbereich
auf, der wie dargestellt, mit der zugeordneten Aufnahme 12 der tragenden Struktur
11 starr verbunden ist.
[0038] Figur 2 zeigt in der Seitenansicht in schematischer Darstellung einen Fahrsteig 50,
der auf einer tragenden Struktur 51 angeordnet ist. Als tragende Struktur 51 dient
ein Fußboden beziehungsweise Betonfundament, das eine ausreichende Festigkeit besitzt.
Selbstverständlich kann der Fahrsteig 50 auch auf einer der tragenden Strukturen montiert
werden, wie sie in der Beschreibung zur Figur 1 erwähnt werden. Auch der Fußboden
weist Aufnahmen 52 auf, an denen die Bauteile des Fahrsteiges 50 befestigt werden.
Zu diesen Bauteilen gehören ein erster Umlenkbereich 53 und ein zweiter Umlenkbereich
54 sowie zwischen den Umlenkbereichen 53, 54 angeordnete Stützstrukturen 55, Laufschienen
56, Balustraden 57 und ein umlaufendes Palettenband 58. Somit entspricht der Aufbau
des Fahrsteiges 50 im Wesentlichen dem in der Figur 1 beschriebenen Aufbau der Fahrtreppe
10, auch wenn bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2 bei der
Fahrtreppe 10 zwei Laufschienen 26 übereinander angeordnet dargestellt sind und beim
Fahrsteig 50 nur eine Laufschiene 56.
[0039] Auch die in der Figur 2 dargestellten Laufschienen 56 des Fahrsteiges 50 sind in
Laufschienenabschnitte 61, 62, 63 unterteilt und werden durch die Stützstrukturen
55 abgestützt, deren Fussbefestigungsbereiche an den Aufnahmen 52 befestigt sind.
Wenn die einzelnen Laufbahnabschnitte 61, 62, 63 und die ihnen zugeordneten Stützstrukturen
55 bereits im Herstellerwerk zu Fahrbahnmodulen zusammengefügt werden, können der
Transport vom Hersteller zum Einbauort und die Montage des Fahrsteiges 50 oder der
Fahrtreppe 10 auf der am Einbauort vorbereiteten, tragenden Struktur 11, 51 wesentlich
vereinfacht werden.
[0040] Die Figur 3 zeigt in dreidimensionaler Ansicht ein Fahrbahnmodul 70 des Fahrsteiges
50 aus der Figur 2, gebildet aus drei Stützstrukturen 55 und zwei einander gegenüberliegend
angeordneten Laufschienen 56A, 56B beziehungsweise Laufschienenabschnitten. Auf den
Laufschienen 56A, 56B ist nur ein kleiner Teil des Palettenbandes 58, nämlich ein
Palettenband- Abschnitt 59 des Palettenband- Vorlaufs und ein Palettenband-Abschnitt
60 des Palettenband- Rücklaufs dargestellt, um die Funktion der Laufschienen 56A,
56B zu zeigen. Die einzelnen Paletten 64 des Palettenbandes 58 sind ferner nur zur
Hälfte dargestellt, um die beiden Rollenketten 65A, 65B und deren Rollen 74 zu beiden
Seiten des Palettenbandes 58 zu zeigen. Die Stützstrukturen 55 weisen jeweils zwei
Stützen 66A, 66B auf, die durch eine Querstrebe 67 miteinander starr verbunden sind.
[0041] Die Laufschienen 56A, 56B sind als C-Profile ausgebildet. Dabei weisen die beiden
Schenkel des C-Profils je eine Grundfläche 81, 81' auf, auf der eine Lauffläche 82,
82' für die Rollen 74, insbesondere Laufrollen wie Stufenrollen, Palettenrollen oder
Kettenrollen eines Stufenbandes oder Palettenbandes laufen. Dabei ist die Grundfläche
81 auf dem oberen Schenkel der Laufschiene 56A, 56B und die weitere Grundfläche 81'
auf dem unteren Schenkel der Laufschiene 56A, 56B angeordnet.
[0042] Das Palettenband 58, dessen Rollen 74 auf den Laufschienen 56A, 56B abstützen, läuft
üblicherweise problemlos geradeaus. Mit zunehmender Laufleistung werden die Kettengelenke,
Kettenbolzen und die Lagerbuchsen in den Rollenketten 65A, 65B abgenutzt und es kann
zu abweichenden Verlängerungen zwischen der linken Rollenkette 65A und der rechten
Rollenkette 65B kommen. Diese minimen Unterschiede reichen aus, dass die zwischen
den Rollenketten 65A, 65B angeordneten Paletten 64 nicht mehr ganz orthogonal zur
Bewegungsrichtung R angeordnet sind und dadurch ein Seitenlauf auftritt. Dieser Seitenlauf
oder Schräglauf resultiert in einer Seitenkraft F, welcher die Rollen 74 von ihrer
theoretischen Bewegungsrichtung R abweichen lässt.
[0043] Um in diesem Falle die Rollen 74 auf der Laufschiene 56A, 56B beziehungsweise auf
den entsprechenden Laufflächen 82, 82' zu führen, sind in Bewegungsrichtung R und
damit in der Längserstreckung des Fahrsteiges beziehungsweise der Fahrtreppe, auf
der Grundfläche 81, 81' voneinander beabstandete Führungsleisten 90, 90' angeordnet.
Die Führungsleisten 90, 90' weisen Führungsflanken 97 (siehe Figur 5) auf, welche
die Rollen 74 des Palettenbandes 58 auf den Laufschienen 56A, 56B führen. Die Führungsleisten
90, 90' nehmen dabei die Seitenkraft F auf.
[0044] In Figur 4 ist eine vergrößerte Ansicht eines Teilbereichs des in der Figur 3 gezeigten
Fahrbahnmoduls 70 dargestellt. Zu erkennen ist eine der Laufschienen 56B mit ihrer
oberen Grundfläche 81. Auf der Grundfläche 81 sind Befestigungsmittel 83 ausgebildet,
mit deren Hilfe eine Führungsleiste 90, welche korrespondierende Befestigungsmittel
93 aufweist, auf der Grundfläche 81 angeordnet werden kann. Die Führungsleiste 90
begrenzt somit seitlich die Lauffläche 82 der Rollen 74 (siehe Figur 3) eines Palettenbandes
oder Stufenbandes.
[0045] Wie bereits erwähnt, ist die Laufschiene 56B als C-Profil ausgeformt. Beispielsweise
kann die Laufschiene 56B durch einen einfachen Blechbiegeprozess gefertigt werden.
Die Befestigungsmittel 83 der Laufschiene 56B können dabei vor dem Biegen ausgeschnitten
werden und stehen nach dem Biegen in der Ebene der Grundfläche 81 über die Laufschiene
56B hervor. Die Führungsleisten 90 sind mittels einer Schrauben-Mutter-Verbindung
100 auf der Grundfläche 81 befestigt. Andere Arten der Verbindung sind ebenfalls denkbar,
beispielsweise durch Nieten, Clinchen, Schweissen, Löten, Kleben Verstiften und dergleichen
mehr.
[0046] Figur 5 zeigt den Querschnitt der Laufschiene 56B mit der Grundfläche 81 in der in
Figur 4 angegebenen Schnittebene A-A. Ebenfalls dargestellt ist eine Rolle 74 einer
Palette 64 des Palettenbandes 58 (siehe Figur 3), die während des Fahrbetriebes auf
der Lauffläche 82 rollt. Die Führungsleiste 90 weist eine Führungsflanke 97 auf, welche
der Rolle 74 zugewandt ist. Diese Führungsflanke 97 weist einen Führungswinkel α auf,
welcher vorzugsweise 95° beträgt. Die Führungsleiste 90 weist als Befestigungsmittel
93 eine Bohrung auf, in welcher eine Lagerhülse 94 angeordnet ist. Die Lagerhülse
94 weist einen Bund auf, so dass die Führungsleiste 90 befestigt werden kann, ohne
dass diese auf ihrer gesamten Unterseite auf der Grundfläche 81 aufliegt. Dies erlaubt
eine einfache, seitliche Auslenkung beziehungsweise eine Durchbiegung ohne erhebliche
Reibungskräfte zwischen der Grundfläche 81 und der ihr zugewandten Fläche der Führungsleiste
90, quer zur Bewegungsrichtung R (siehe Figur 3) der Rollen 74, wenn auf die Führungsleiste
90 eine Seitenkraft F einwirkt. Die Führungsleiste 90 ist mit einem Sensor 95 ausgestattet.
Dieser Sensor 95 ist auf einer der Führungsflanke 97 gegenüberliegenden Seite, beispielsweise
in Form einer Dehnmessstreifen- Messbrücke angeordnet.
[0047] Aufgrund der länglichen Ausdehnung der Führungsleiste 90, welche beidseitig befestigt
ist, ist der Sensor 95 zwischen den beiden Befestigungsmittel 93 angeordnet, so dass
ein Auslenken oder Durchbiegen der Führungsleiste 90 bei einer Krafteinwirkung durch
die Seitenkraft F erfasst werden kann. Vorzugsweise werden die Führungsleisten 90
ohne Sensor 95 auch ohne Lagerhülse 94 an der Laufschiene 56B befestigt, so dass die
einander zugewandten Flächen der Laufschiene 56B und der Führungsleisten 90 einander
anliegen und der Führungsleiste 90 eine höhere Steifigkeit quer zur Bewegungsrichtung
der Rollen 74 verleihen. Selbstverständlich kann die Führungsleiste 90 auch mehr als
zwei Befestigungsmittel 93 aufweisen, wenn keine oder eine möglichst geringe Auslenkung
der Führungsleisten- Mitte erforderlich ist.
[0048] Figur 6 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer Führungsleiste 90. Deutlich zu
erkennen ist die längliche Ausbildung der Führungsleiste 90. Weiter ist im Endbereich
96 von deren Führungsflanke 97 ein Einlaufwinkel β zu erkennen, welcher gewährleistet,
dass Rollen 74 (siehe Figur 3), welche sich von der Ideallinie der Lauffläche entfernen,
wieder eingefangen und entlang der Führungsflanke 97 geführt beziehungsweise geleitet
werden. Ebenfalls erkennbar sind zwei Bohrungen in der Führungsleiste 90, welche als
Befestigungsmittel 93 zum Befestigen der Führungsleiste 90 auf einer Laufschiene 56A,
56B, beispielsweise mit einer Schrauben-Mutter-Verbindung 100, dienen (siehe Figuren
3 und 4).
[0049] Auf der der Führungsflanke 97 abgewandten Seite ist ein Sensor 95 in Form einer Dehnmessstreifen-
Messbrücke angeordnet. Selbstverständlich sind auch andere Sensoren 95 einsetzbar,
die eine auf die Führungsleiste 90 einwirkende Kraft oder auch deren elastische Deformation
oder Verschiebung relativ zur Laufschiene 56B erfassen können. Das Messsignal des
Sensors 95 wird über eine Messleitung 98 an eine Signalverarbeitungseinheit 99 übertragen
oder das Messsignal wird durch die Signalverarbeitungseinheit 99 periodisch beim Sensor
95 abgerufen. Die Signalverarbeitungseinheit 99 verarbeitet das Messsignal und stellt
Informationen zur Verfügung, die den Zustand der Fahrtreppe oder des Fahrsteiges im
Bereich des Sensors 95 repräsentieren. Aus diesen Informationen können Aktionen wie
ein Nonstop, eine Wartungsmeldung, eine Berechnung der Restlebensdauer des Palettenbandes
oder Stufenbandes und dergleichen mehr generiert werden. Ferner können die Informationen
mit einem Datum versehen und chronologisch gespeichert werden. Die Auswertung der
so geschaffenen Historie kann wertvolle Hinweise, beispielsweise für strukturelle
Anpassungen liefern.
[0050] Die Figuren 7, 8 und 9 zeigen im Wesentlichen nochmals denselben Schnitt A-A der
Figur 5. Der einzige Unterschied zur Figur 5 liegt in den unterschiedlich ausgestalteten
Führungsleisten 190, 192, 193, weshalb die in den Figuren 5, 7, 8 und 9 identischen
Bauteile wie die Palette 64, die Laufbahn 82 und der Sensor 95 dieselben Bezugszeichen
aufweisen. Diese werden auch nicht mehr ausführlich beschrieben.
[0051] Figur 7 zeigt eine zweite Ausführung einer Führungsleiste 190 mit einem Sensor 95.
Eine gegen die Rolle 74 gerichtete Führungsflanke 191 der Führungsleiste 190 weist
einen ersten Flankenwinkel α > 90° und einen zweiten Flankenwinkel γ < 90° auf, so
dass eine gegen die Rolle 74 gerichtete, stumpfwinklige Führungskante vorhanden ist.
Diese Ausführung eignet sich besonders zur Messung des Zustandes von Rollen-Bandagen.
Wenn sich die aus üblicherweise einem Rollengrundkörper und einem Bandagereifen bestehende
Rolle 74 verschleißbedingt zu zerlegen beginnt, können Bereiche des Bandagereifens
am Umfang ungleich vorstehen. Diese ungleich vorstehenden, rotierenden Bereiche üben
auf die Führungsleiste 190 eine schwellende Kraft aus, wodurch der Sensor 95 einen
wellenförmigen Kraftverlauf erfasst. Dieser Kraftverlauf kann als Indiz einer fortschreitenden
Zerstörung des Bandagereifens der Rolle 74 angesehen werden.
[0052] Die in der Figur 8 dargestellte dritte Ausführung einer Führungsleiste 192 mit einem
Sensor 95 eignet sich besonders zur Überwachung der Lagerschalen von Rollen 74. Zur
Erfassung eines bestimmten Durchmesserbereichs der Rolle 74, in welchem deren nicht
dargestelltes Lager angeordnet ist, weist die Führungsleiste 192 eine Führungsflanke
194 auf, deren Flankenwinkel δ < 90° ist. Die Führungsflanke 194 weist somit ebenfalls
eine gegen die Rolle 47 gerichtete Führungskante auf. Sobald eine Lagerschale einer
Rolle 74 hervorsteht, drückt sie gegen diese Führungskante und übt eine Kraft auf
den Sensor 95 aus.
[0053] Figur 9 zeigt eine vierte Ausführung einer Führungsleiste 193 mit einem ersten Sensor
95 und mit einem zweiten Sensor 196. Der erste Sensor 95 greift bei jeder vorbeifahrenden
Rolle 174 mittels eines Tastfingers 195 in eine ringförmige Freistellung 197 der Rolle
174 ein. Im Normalzustand erzeugt somit jede Rolle 174 ein Signal mit zwei Peaks.
[0054] Wenn nun der Durchmesser der Rolle 174 aufgrund von Verschleißerscheinungen kleiner
wird, sinkt die ringförmige Freistellung 197 relativ zum Tastfinger 195 ab, so dass
die Nabe der Rolle 174 einen dritten Peak erzeugt. Wenn aber durch übermäßige Schmutzablagerungen
zwischen der Laufbahn 82 und der Rolle 174 ein tragfähiger Belag auf der Laufbahn
82 entsteht, wird die Rolle 174 von der Laufbahn 82 abgehoben, so dass der Tastfinger
195 nicht mehr in die ringförmige Freistellung 197 eintauchen kann. Dadurch steht
der Tastfinger 195 während der Durchfahrt der Rolle 174 nur an deren Bandage an und
der erste Sensor 95 erfasst nur noch einen Peak.
[0055] Der zweite Sensor 196 dient der Erfassung des Körperschalls oder von Schwingungen
an der Paletten- Kettenachse, welche die Palette 64 mit der Rolle 174 verbindet.
[0056] Obwohl die Erfindung detailliert anhand eines Fahrbahnmoduls eines Fahrsteiges beschrieben
worden ist, ist es offensichtlich, dass ein Fahrbahnmodul einer Fahrtreppe auch in
gleicher Weise ausgeführt werden kann. Beispielsweise können mehrere Führungsleisten
mit unterschiedlich ausgebildeten Führungsflanken und SensorAnordnungen eingesetzt
werden. Ferner kann die Laufbahn des Palettenband- oder Stufenband- Vorlaufs in einer
ersten Laufschiene und die Laufbahn des Palettenband- oder Stufenband- Rücklaufs in
einer zweiten Laufschiene ausgebildet sein.
1. Fahrtreppe (10) mit einem Stufenband (18) oder Fahrsteig (50) mit einem Palettenband
(58), mit einem ersten Umlenkbereich (13, 53) und mit einem zweiten Umlenkbereich
(14, 54), wobei das Palettenband (58) beziehungsweise das Stufenband (18) zwischen
dem ersten Umlenkbereich (13, 53) und dem zweiten Umlenkbereich (14, 54) umlaufend
angeordnet ist und ferner die Fahrtreppe (10) oder der Fahrsteig (50) mindestens eine,
zwischen den Umlenkbereichen (13, 14, 53, 54) angeordnete Laufschiene (16, 56, 56A,
56B) zur Führung des Stufenbandes (18) oder Palettenbandes (58) beinhaltet und die
Laufschiene (56A, 56B) mindestens eine Grundfläche (81) mit einer Lauffläche (82)
für Rollen (74) des Stufenbandes (18) oder Palettenbandes (58) aufweist, wobei die
Fahrtreppe (10) oder der Fahrsteig (50) mindestens eine Führungsleiste (90, 90') mit
einer Führungsflanke (97) zum seitlichen Führen dieser Rollen (74) beinhaltet, wobei
die Rollen (74) beim Führen in seitlichem Kontakt mit der Führungsflanke (79) sind,
und wobei die Führungsleiste (90, 90') ein separates Bauelement ist und beim Einbau
die Position der Führungsleiste (90, 90') relativ zur Laufschiene (56A, 56B) wählbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass nur abschnittsweise auf der Laufschiene (56A, 56B) mindestens eine Führungsleiste
(90, 90') angeordnet ist.
2. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach Anspruch 1, wobei die Führungsleiste (90)
auf der Grundfläche (81) neben der Lauffläche (82) der Laufschiene (56A, 56B) lösbar
angeordnet ist.
3. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Laufschiene
(56A, 56B) wenigstens eine weitere Grundfläche (81') mit einer weiteren Lauffläche
(82') aufweist die unterhalb der Grundfläche (81) angeordnet ist und die Lauffläche
(82) für einen Vorlauf (19, 59) der Rollen (74) des Stufenbandes (18) oder Palettenbandes
(58) und die weitere Lauffläche (82') für einen Rücklauf (20, 60) der Rollen (74)
ausgestaltet sind.
4. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach Anspruch 3, wobei die Führungsleisten (90,
90') für den Vorlauf (19, 59) der Rollen (74) in Bewegungsrichtung (R) versetzt zu
den Führungsleisten (90') des Rücklaufs (20,60) angeordnet sind.
5. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Laufschiene
(56A, 56B) und/oder die Führungsleiste (90, 90') Befestigungsmittel (13, 100) aufweisen,
die eine seitliche Einstellung einer Position der Führungsleiste (90, 90') quer zu
einer Bewegungsrichtung (R) der Rollen (74) ermöglichen.
6. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Laufschiene
(56A, 56B) mehrere Führungsleisten (90, 90') im Vorlauf (19, 59) und/oder im Rücklauf
(20, 60) aufweisen.
7. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein Flankenwinkel
(α) zwischen der Führungsflanke (97) und der Lauffläche (82, 82') zwischen 90° und
140°, vorzugsweise zwischen 90° und 135°, besonders bevorzugt zwischen 90° und 125°
liegt.
8. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei mindestens
eine Führungsleiste (90, 90') einen Sensor (95) zum Erfassen oder Messen von auf die
Führungsleiste (90, 90') einwirkenden Seitenkräften (F) aufweist.
9. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach Anspruch 8, wobei die mindestens eine Führungsleiste
(90, 90') mit Sensor (95) gegenüber den übrigen Führungsleisten (90, 90') seitlich
in Richtung zur Lauffläche (82, 82') der Rollen (74) vorstehend angeordnet ist.
10. Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach Anspruch 8 oder 9, wobei ein vom Sensor (95)
ausgegebenes Signal zum Erzeugen von Wartungsmeldungen genutzt wird.
11. Führungsleiste (90, 90') für eine Fahrtreppe (10) oder Fahrsteig (50) nach einem der
Ansprüche 1 bis 10 zum seitlichen Führen von Rollen (74) eines Stufenbandes (18) oder
Palettenbandes (58), wobei die Führungsleiste (90, 90') eine Führungsflanke (97) mit
einem Flankenwinkel (α) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsleiste (90, 90') als ein separates Bauteil ausgebildet ist und Befestigungsmittel
(93) zum Befestigen an einer Laufschiene (56A, 56B) aufweist.
12. Führungsleiste (90, 90') nach Anspruch 11, wobei die Führungsflanke (97) in mindestens
einem Endbereich (96) der Führungsleiste (90, 90') in Bewegungsrichtung (R) eine konvexe
Krümmung und/oder einen Einlaufwinkel (β) zwischen 1° und 45°, vorzugsweise zwischen
5° und 35°, besonders bevorzugt zwischen 10° und 25° aufweist.
13. Führungsleisten (90, 90') nach Anspruch 11 oder 12, wobei an der Führungsleiste (90,
90') ein Sensor (95) zum Abtasten und/odor Messen von auf die Führungsflanke (97)
einwirkenden Seitenkräften (F) angeordnet ist.
14. Führungsleiste (90, 90') nach Anspruch 13, wobei der Sensor (95) in einem Bereich
zwischen zwei Befestigungsmitteln (23), vorzugsweise mittig angeordnet ist.
15. Führungsleiste (90, 90') nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei die Führungsleiste
mindestens einen Sensor zur Erfassung beziehungsweise Messung von mindestens einer
der Messgrößen Körperschall, Schwingung, der Bandagendicke von Rollen, der Dicke des
auf der Laufbahn und/oder der Rollen anhaftenden Schmutzes oder der Position eines
Kugellagerrings einer Rolle relativ zu ihrer Rollenachse aufweist.
1. Escalator (10) comprising a step belt (18) or moving walkway (50) comprising a plate
belt (58), further comprising a first deflecting region (13, 53) and a second deflecting
region (14, 54), wherein the plate belt (58) or the step belt (18) is arranged to
circulate between the first deflecting region (13, 53) and the second deflecting region
(14, 54) and in addition the escalator (10) or the moving walkway (50) includes at
least one guide rail (16, 56, 56A, 56B), which is arranged between the deflecting
regions (13, 14, 53, 54), for guidance of the step belt (18) or plate belt (58) and
the guide rail (56A, 56B) has at least one base surface (81) with a guide surface
(82) for rollers (74) of the step belt (18) or plate belt (58), wherein the escalator
(10) or the moving walkway (50) includes at least one guide strip (90, 90') with a
guide flank (97) for lateral guidance of these rollers (74), wherein the rollers (74)
during guidance are in lateral contact with the guide flank (79), and wherein the
guide strip (90, 90') is a separate component and during installation the position
of the guide strip (90, 90') relative to the guide rail (56A, 56B) is selectable,
characterised in that at least one guide strip (90, 90') is arranged on the guide rail (56A, 56B) only
in sections.
2. Escalator (10) or moving walkway (50) according to claim 1, wherein the guide strip
(90) is detachably arranged on the base surface (81) near the guide surface (82) of
the guide rail (56A, 56B).
3. Escalator (10) or moving walkway (50) according to claims 1 or 2, wherein the guide
rail (56A, 56B) has at least one further base surface (81') with a further guide surface
(82') which is arranged below the base surface (810 and the guide surface (82) is
designed for a forward run (19, 59) of the rollers (74) of the step belt (18) or plate
belt (58) and the further guide surface (82') is designed for a return run (20, 60)
of the rollers (74).
4. Escalator (10) or moving walkway (50) according to claim 3, wherein the guide strips
(90, 90') for the forward run (19, 59) of the rollers (74) are arranged to be offset
in movement direction (R) with respect to the guide strips (90') of the return run
(20, 60).
5. Escalator (10) or moving walkway (50) according to any one of claims 1 to 4, wherein
the guide rail (56A, 56B) and/or the guide strip (90, 90') has or have fastening means
(13, 100) which enable lateral setting of a position of the guide strip (90, 90')
6. Escalator (10) or moving walkway (50) according to any one of claims 1 to 5, wherein
the guide rail (56A, 56B) has a plurality of guide strips (90, 90') in the forward
run (19, 59) and/or in the return run (20, 60).
7. Escalator (10) or moving walkway (50) according to any one of claims 1 to 6, wherein
a flank angle (α) between the guide flank (97) and the guide surface (82, 82') lies
between 90° and 140°, preferably between 90° and 135°, particularly preferably between
90° and 125°.
8. Escalator (10) or moving walkway (50) according to any one of claims 1 to 7, wherein
at least one guide strip (90, 90') comprises a sensor (95) for detecting or measuring
lateral forces (F) acting on the guide strip (90, 90').
9. Escalator (10) or moving walkway (50) according to claim 8, wherein the at least one
guide strip (90, 90') with the sensor (95) is arranged to protrude relative to the
remaining guide strips (90, 90') laterally in direction towards the guide surface
(82, 82') of the rollers (74).
10. Escalator (10) or moving walkway (50) according to claim 8 or 9, wherein a signal
issued by the sensor (95) is used for generating maintenance reports.
11. Guide strip (90, 90') for an escalator (10) or moving walkway (50) according to any
one of claims 1 to 10 for lateral guidance of rollers (74) of a step belt (18) or
plate belt (58), wherein the guide strip (90, 90') has a guide flank (97) with a flank
angle (α), characterised in that the guide strip (90, 90') is constructed as a separate component and has fastening
means (93) for fastening to a guide rail (56A, 56B).
12. Guide strip (90, 90') according to claim 11, wherein the guide flank (97) has in at
least one end region (96) of the guide strip (90, 90') in movement direction (R) a
convex curvature and/or an entry angle (β) between 1° and 45°, preferably between
5° and 35°, particularly preferably between 10° and 25°.
13. Guide strip (90, 90') according to claim 11 or 12, wherein a sensor (95) for scanning
and/or measuring lateral forces (F) acting on the guide flank (97) is arranged at
the guide strip (90, 90').
14. Guide strip (90, 90') according to claim 13, wherein the sensor (95) is arranged in
a region between two fastening means (23), preferably centrally.
15. Guide strip (90, 90') according to any one of claims 11 to 14, wherein the guide strip
comprises at least one sensor for detecting or measuring at least one of the measurement
variables of solid-borne sound, vibration, the lining thickness of rollers, the thickness
of dirt adhering to the guide track and/or the rollers or the position of a ball-bearing
ring of a roller relative to the roller axis thereof.
1. Escalier roulant (10) avec une bande de marches (18) ou trottoir roulant (50) avec
une bande de palettes (58), avec une première zone de renvoi (13, 53) et une seconde
zone de renvoi (14, 54), étant précisé que la bande de palettes (58) ou la bande de
marches (18) est disposée de manière circulaire entre la première zone de renvoi (13,
53) et la seconde zone de renvoi (14, 54), et que l'escalier roulant (10) ou le trottoir
roulant (50) contient également au moins un rail de roulement (16, 56, 16A, 56B),
disposé entre les zones de renvoi (13, 14, 53, 54), pour le guidage de la bande de
marches (18) ou de la bande de palettes (58), et que le rail de roulement (56A, 56B)
comporte au moins une zone de base (81) avec une surface de roulement (82) pour des
galets (74) de la bande de marches (18) ou de la bande de palettes (58), étant précisé
que l'escalier roulant (10) ou le trottoir roulant (50) contient au moins une barre
de guidage (90, 90') avec un flanc de guidage (97) pour le guidage latéral de ces
galets (74), étant précisé que les galets (74), lors du guidage, sont en contact latéral
avec le flanc de guidage (79), et étant précisé que la barre de guidage (90, 90')
est un élément de construction séparé, et que lors du montage, la position de ladite
barre de guidage (90, 90') par rapport au rail de roulement (56A, 56B) peut être choisie,
caractérisé en ce qu'au moins une barre de guidage (90, 90') n'est prévue sur le rail de guidage (56A,
56B) que par sections.
2. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon la revendication 1, étant précisé
que la barre de guidage (90) est disposée de manière amovible sur la surface de base
(81) près de la surface de roulement (82) du rail de roulement (56A, 56B).
3. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon la revendication 1 ou 2, étant
précisé que le rail de roulement (56A, 56B) comporte au moins une autre surface de
base (81') avec une autre surface de roulement (82') qui est disposée au-dessous de
la surface de base (81), et que la surface de roulement (82) est conçue pour une partie
d'avance (19, 59) des galets (74) de la bande de marches (18) ou de la bande de palettes
(58), et l'autre surface de roulement (82') pour une partie de retour (20, 60) des
galets (74).
4. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon la revendication 3, étant précisé
que la barre de guidage (90, 90') pour la partie d'avance (19, 50) des galets (54)
est disposée de manière décalée dans le sens de déplacement par rapport aux barres
de guidage (90') de la partie de retour (20, 60).
5. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon l'une des revendications 1 à
4, étant précisé que le rail de roulement (56A, 56B) et/ou la barre de guidage (90,
90') comportent des moyens de fixation (13, 100) qui permettent un réglage latéral
d'une position de la barre de guidage (90, 90') transversalement par rapport à un
sens de déplacement (R) des galets (74).
6. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon l'une des revendications 1 à
5, étant précisé que le rail de roulement (56A, 56B) comporte plusieurs barres de
guidage (90, 90') dans la partie d'avance (19, 59) et/ou dans la partie de retour
(20, 60).
7. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon l'une des revendications 1 à
6, étant précisé qu'un angle de flanc (α) entre le flanc de guidage (97) et la surface
de roulement (82, 82') est situé entre 90° et 140°, de préférence entre 90° et 135°,
plus spécialement entre 90° et 125°.
8. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon l'une des revendications 1 à
7, étant précisé qu'au moins une barre de guidage (90, 90') comporte un capteur (95)
pour détecter ou mesurer des forces latérales (F) agissant sur la barre de guidage
(90, 90').
9. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon la revendication 8, étant précisé
que la ou les barres de guidage (90, 90') pourvues d'un capteur (95) sont disposées
en dépassant latéralement en direction de la surface de roulement (82, 82') des galets
(74), par rapport aux autres barres de guidage (90, 90').
10. Escalier roulant (10) ou trottoir roulant (50) selon la revendication 8 ou 9, étant
précisé qu'un signal émis par le capteur (95) sert à générer des messages de maintenance.
11. Barre de guidage (90, 90') pour un escalier roulant (10) ou un trottoir roulant (50)
selon l'une des revendications 1 à 10 pour le guidage latéral de galets (74) d'une
bande de marches (18) ou d'une bande de palettes (58), étant précisé que la barre
de guidage (90, 90') présente un flanc de guidage (97) avec un angle de flanc (α),
caractérisée en ce que la barre de guidage (90, 90') est conçue comme un élément de construction séparé
et comporte des moyens de fixation (93) pour la fixation à un rail de roulement (56A,
56B).
12. Barre de guidage (90, 90') selon la revendication 11, étant précisé que le flanc de
guidage (97), dans au moins une zone d'extrémité (96) de la barre de guidage (90,
90'), présente dans le sens de déplacement (R) une courbure convexe et/ou un angle
d'entrée (β) situé entre 1° et 45°, de préférence entre 5° et 35°, plus spécialement
entre 10° et 25°.
13. Barre de guidage (90, 90') selon la revendication 11 ou 12, étant précisé qu'il est
prévu sur la barre de guidage (90, 90') un capteur (95) pour l'analyse et/ou la mesure
de forces latérales (F) agissant sur le flanc de guidage (97).
14. Barre de guidage (90, 90') selon la revendication 13, étant précisé que le capteur
(95) est disposé, de préférence de manière centrée, dans une zone située entre deux
moyens de fixation (23).
15. Barre de guidage (90, 90') selon l'une des revendications 11 à 14, étant précisé que
la barre de guidage comporte au moins un capteur pour détecter ou mesurer l'une au
moins des grandeurs de mesure constituées par le bruit de structure, les vibrations,
l'épaisseur de bandage des galets, l'épaisseur de la saleté collée au chemin de roulement
et/ou aux galets, ou la position d'une bague de roulement d'un galet par rapport à
l'axe de galet.