[0001] Die Erfindung betrifft ein Deformationselement zum Schutz einer Einrichtung in einem
Fahrzeug durch Umwandlung von Energie in Deformationsenergie bei einer Blasteinwirkung,
mit einem oberen Befestigungsbereich zur Befestigung mit der Einrichtung und einem
unteren Befestigungsbereich zur Befestigung mit dem Fahrzeug, wobei die beiden Befestigungsbereiche
über einen oberen Schenkel und einen unteren Schenkel miteinander verbunden sind.
Die Erfindung betrifft ferner eine Einrichtung, insbesondere Fußauflage, für ein Fahrzeug,
ein Fahrzeug mit einer Einrichtung sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen
Deformationselements. Ein derartiges Deformationselement ist in der
US 4 711 424 beschrieben.
[0002] Die Erfindung kann insbesondere bei militärischen Fahrzeugen Einsatz finden. Insbesondere
dient sie dem Schutz von Insassen und Einrichtungen vor Blasteinwirkungen, insbesondere
durch eine Minenexplosion.
[0003] Im Stand der Technik sind verschiedene Konzepte für den Minenschutz einer Einrichtung
in einem Fahrzeug bekannt. In der
DE 40 11 963 A1 ist beispielsweise eine Konstruktion beschrieben, bei der eine Schutzplatte durch
konische spiralförmige Federn gegenüber dem Boden des Fahrzeugs abgestützt ist und
zusätzlich über Seile mit dem Boden verbunden ist.
[0004] Ferner ist aus der
DE 10 2008 053 152 A1 ein gattungsgemäßes Deformationselement bekannt, welches bevorzugt aus Federstahl
hergestellt wird. Das Deformationselement ist U-förmig ausgebildet und über Abstandshalter
mit dem Fahrzeug und der zu schützenden Einrichtung verbunden. Dieses Deformationselement
stellt bereits große Verformungswege bereit. Bei der Deformation bewegen sich die
Schenkel des Us aufeinander zu. Dabei beult der halbrunde Biegeabschnitt des Us gegenüber
den an den Schenkelenden angeordneten Befestigungsbereichen aus. Der Biegeabschnitt
trägt auf. Zur Befestigung an Fahrzeug und Einrichtung sind Abstandshalter vorgesehen.
Diese stellen beim Verformen Raum für den sich ausbeulenden Biegeabschnitt bereit,
damit die Energie nicht durch eine Kontaktkopplung vom Fahrzeug über den sich ausbeulenden
Biegeabschnitt in die Einrichtung erfolgt, wie in den ein Deformationselement gemäß
dem Stand der Technik zeigenden Fig. 10a und 10b gezeigt. Der Verformungsweg, den
diese Deformationselemente zulassen, bis durch den Biegeabschnitt eine Einkopplung
in die Einrichtung erfolgt, hängt entsprechend zum einen von der Verformung bzw. dem
Ausbeulen des U-förmigen Bereichs der Deformationselemente ab und zum anderen von
der Höhe der Abstandshalter. Jede Vergrößerung der Abstandshalter erfordert jedoch
einen entsprechend größeren Bauraum für die Deformationselemente im Fahrzeug und führt
in der Folge zu einer erheblichen Raum-, Gewichts- und Kostenzunahme für das Gesamtfahrtzeug,
da die Höhe des Fahrzeugs um den gleichen Betrag wie die Höhe der Abstandselemente
steigt.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schutz vor Blasteinwirkungen
mit kompakter Bauweise bereitzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem eingangs genannten Deformationselement dadurch gelöst,
dass die beiden Schenkel im Wesentlichen V-förmig zueinander angeordnet sind, und
dass das Deformationselement aus Federstahl hergestellt ist.
[0007] Durch die V-förmige Anordnung der Schenkel wird erreicht, dass sich das Deformationselement
derart deformiert, dass es bei der Verformung nicht aufträgt oder ausbeult und so
einen möglichst großen Deformationsweg im Verhältnis zum Bauraum ermöglicht.
[0008] Bevorzugt ist das Deformationselement derart zwischen dem Fahrzeug und der Einrichtung
anordbar, dass die Schenkel ein liegendes V bilden.
[0009] Vorteilhaft ist es ferner, wenn das Deformationselement derart ausgebildet ist, dass
der obere Schenkel und der untere Schenkel bei einer Deformation des Deformationselements
insbesondere berührungsfrei nebeneinanderlegbar und/oder aneinander vorbei bewegbar
sind. Durch diese Ausgestaltung wird im Verhältnis zur Bauhöhe des Deformationselements
ein möglichst großer Deformationsweg realisiert.
[0010] Auch ist es, um einen im Verhältnis zur Bauhöhe möglichst großen Deformationsweg
zu erreichen, besonders vorteilhaft, wenn das Deformationselement sich beim Deformieren
im Wesentlichen flach zusammenlegt.
[0011] Das Deformationselement kann einstückig ausgebildet sein. Einstückige Deformationselemente
sind verhältnismäßig einfach und kostengünstig herstellbar und weisen zudem verhältnismäßig
homogene mechanische Eigenschaften auf.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Deformationselement
einen zwischen den Befestigungsbereichen angeordneten Verbindungsabschnitt aufweist,
von dessen einer Flanke sich der obere Schenkel nach oben und der untere Schenkel
nach unten erstreckt. Auf diese Weise entsteht ein kompaktes Deformationselement.
Als Verbindungsabschnitt ist der Bereich des Deformationselements zu verstehen, über
den die beiden Schenkel miteinander verbunden sind. Bevorzugt verlaufen die Schenkel
an einer Flanke des Verbindungsbereichs zusammen. Als Flanke ist eine seitlicher Abschnitt,
insbesondere eine seitliche Kante des Verbindungsabschnitts zu verstehen.
[0013] In konstruktiver Hinsicht vorteilhaft ist es, wenn der Verbindungsabschnitt im Wesentlichen
parallel zu dem oberen und/oder dem unteren Befestigungsbereich ausgebildet ist. Auf
diese Weise wird dem Deformationselement ein möglichst großer Deformationsweg im Verhältnis
zu seiner Bauhöhe ermöglicht. Vorzugsweise ist der Deformationsweg nahezu so groß
wie der Abstand vom Fahrzeug zur Einrichtung im Montagebereich des Deformationselements.
Beispielsweise kann der Deformationsweg mindestens 80% des Abstandes von Fahrzeug
und Einrichtung betragen, bevorzugt mindestens 90%, besonders bevorzugt mindestens
95%.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Verbindungsabschnitt
gegenüber den Befestigungsbereichen beweglich ausgebildet ist. Bei der Deformation
bewegen sich die Befestigungsbereiche aufeinander zu. Da die Schenkellänge jedoch
konstant bleibt, bewegt sich der Verbindungsbereich dabei in einer horizontalen Ebene
von den Befestigungsbereichen weg. Er verlagert sich in die Richtung, in die sich
die Schenkel vom Befestigungsbereich aus erstrecken. Insbesondere vorteilhaft ist
es, wenn das Deformationselement derart ausgebildet ist, dass sich bei einer Deformation
des Deformationselements der Verbindungsabschnitt von einer die beiden Befestigungsbereiche
verbindenden Geraden wegbewegt. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, dass sich
bei der Deformation des Deformationselements die Einrichtung in horizontaler Richtung
möglichst wenig relativ zum Fahrzeug bewegt.
[0015] Zusätzlich oder alternativ kann das Deformationselement derart ausgebildet sein,
dass sich der Verbindungsabschnitt von einer Geraden wegbewegt, die durch die Mittelpunkte
des oberen und des unteren Schenkels verläuft.
[0016] Gemäß einer weiteren Lehre der Erfindung sind der obere und der untere Schenkel unter
dem Einfluss einer im Wesentlichen senkrecht zum Fahrzeug gerichteten Kraft in verschiedenen
quer zur Kraftrichtung gegeneinander versetzten Deformationssektoren deformierbar.
Auf diese Weise können sich die Schenkel beim Deformieren nicht gegenseitig behindern.
Es wird ein möglichst großer Deformationsweg erreicht. In diesem Zusammenhang wird,
insbesondere zu der Ausgestaltung der Deformationssektoren, auf die
DE 10 2008 053 152 A1 verwiesen.
[0017] In einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung weist jeder Schenkel mindestens zwei
Biegekanten auf, an denen der Schenkel in unterschiedliche Richtungen gebogen ist.
Bevorzugt sind die Biegekanten im Wesentlichen quer zur längsten Seite des Schenkels
ausgebildet. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung verläuft mindestens
eine, bevorzugt die Biegekanten parallel zu einer Oberflächenebene, insbesondere einer
Blechebene, des Rohlings des Deformationselements.
[0018] Um eine besonders gleichmäßige Verformung und Krafteinleitung in das Deformationselement
zu erreichen, kann ein Schenkel geteilt sein und sich beidseitig des anderen Schenkels
erstrecken. Besonders bevorzugt sind die beiden Teile des geteilten Schenkels an ihrem
Ende miteinander verbunden. Gemäß einer alternativen Ausgestaltung können die beiden
Teile des geteilten Schenkels am Ende jedoch auch miteinander unverbunden sein.
[0019] Zur möglichst torsionsfreien Deformation des Deformationselements kann das Deformationselement
ebenen-symmetrisch zu einer Symmetrieebenebene ausgebildet sein. Bevorzugt wird die
Symmetrieebene von einem Vektor, welcher entlang der Mittellinie in Längsrichtung
des ungeteilten Schenkels verläuft, und einem Vektor, welcher orthogonal zu der Oberfläche
des ungeteilten Schenkels verläuft, aufgespannt.
[0020] Der obere und der untere Schenkel können bevorzugt gleich lang sein. Der obere Schenkel
und der untere Schenkel können aber auch unterschiedlich lang ausgebildet sein. In
diesem Fall ist es von besonderem Vorteil, wenn der Winkel zwischen dem am kürzeren
Schenkel angeordneten Befestigungsbereich und dem kürzeren Schenkel kleiner als der
Winkel zwischen dem am längeren Schenkel angeordneten Befestigungsbereich und dem
längeren Schenkel ist.
[0021] Zusätzlich oder alternativ kann die Winkelhalbierende der beiden Schenkel in Richtung
des Befestigungsbereichs des oberen oder unteren Schenkels geneigt sein, besonders
bevorzugt in Richtung des Befestigungsbereichs des kürzeren Schenkels.
[0022] Erfindungsgemäß ist das Deformationselement aus Federstahl hergestellt. Die Energieaufnahmefähigkeit
von aus Federstahl hergestellten Deformationselementen ist besonders groß. Bevorzugt
beträgt die Materialstärke des Federstahls mindestens 1 mm bis 8 mm, bevorzug 2 mm
bis 5 mm, besonders bevorzugt im Wesentlichen 3 mm.
[0023] Auch kann das Deformationselement bei der Deformation eine progressive Kraftkennlinie
aufweisen. Der Verlauf der Kraftkennlinie kann beispielsweise durch eine Veränderung
der Geometrie der Schenkel eingestellt werden.
[0024] Ferner kann das Deformationselement zur abstandshalterlosen Montage an dem Fahrzeug
oder der Einrichtung ausgebildet sein, bevorzugt zur abstandshalterlosen Montage an
dem Fahrzeug und der Einrichtung.
[0025] Darüber hinaus wird zur Lösung der vorstehenden Aufgabe eine Einrichtung der eingangs
genannten Art vorgeschlagen, welche mindestens ein Deformationselement der zuvor beschriebenen
Art aufweist. Es ergeben sich die gleichen Vorteile wie beim zuvor beschriebenen Deformationselement.
[0026] Gemäß einer Ausgestaltung der Einrichtung kann das Deformationselement abstandshalterlos
an der Einrichtung befestigt werden. Bevorzugt ist ein Deformationselement in jeder
Ecke der Einrichtung angeordnet.
[0027] Eine besonders günstige Krafteinleitung in die Deformationselemente ergibt sich,
wenn die Öffnungen der "Vs" zweier gegenüberliegender Deformationselemente zueinander
oder voneinander weg zeigen.
[0028] In konstruktiver Hinsicht hat sich ferner als vorteilhaft erwiesen, wenn das/die
Deformationselemente derart ausgestaltet sind, dass es/sie bei Einwirkung einer im
Wesentlichen senkrecht zum Fahrzeugboden gerichteten Kraft torsionsfrei deformierbar
sind.
[0029] Das Deformationselement kann für eine Vielzahl von Einrichtungen von Fahrzeugen genutzt
werden, beispielsweise für Fußauflagen, Sitze, Tische, Stauräume oder Zwischenböden.
Als besonders wirksam hat sich eine Fußauflage für ein Fahrzeug mit einer Fußauflagenplatte
und einem oder mehreren Deformationselementen der bereits beschriebenen Art erwiesen.
[0030] Die vorstehende Aufgabe wird auch durch ein Fahrzeug gelöst, welches mindestens ein
Deformationselement der zuvor beschriebenen Art oder mindestens eine Einrichtung der
zuvor beschriebenen Art aufweist. Es ergeben sich die gleichen Vorteile wie beim zuvor
beschriebenen Deformationselement und der zuvor beschriebenen Einrichtung.
[0031] In Weiterbildung der Lehre ist das Deformationselement über den unteren Schenkel
abstandshalterlos mit dem Fahrzeugboden und/oder über den oberen Schenkel abstandshalterlos
mit der Einrichtung, insbesondere der Fußablage, verbunden. Bevorzugt erfolgt die
Verbindung über Verbindungsmittel, insbesondere Schrauben.
[0032] Alternativ kann das Deformationselement über den unteren Schenkel und einen Abstandshalter
mit dem Fahrzeugboden und/oder über den oberen Schenkel und einen Abstandshalter mit
der Einrichtung, insbesondere der Fußauflage, verbunden sein.
[0033] Schließlich wird die vorstehende Aufgabe auch durch ein Verfahren der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass die beiden Schenkel im Wesentlichen V-förmig zueinander angeordnet,
insbesondere gebogen, werden und dass das Deformationselement aus Federstahl hergestellt
wird.
[0034] Es ergeben sich die gleichen Vorteile wie beim zuvor beschriebenen Deformationselement,
der zuvor beschriebenen Einrichtung sowie dem zuvor beschriebenen Fahrzeug.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens wird aus einem Rohling für das
Deformationselement, insbesondere ein Federstahlblech, ein U-förmiger Bereich herausgetrennt,
insbesondere gestanzt. Nach dem Heraustrennen kann durch plastisches Umformen des
Rohlings das Innere des "U" als erster Schenkel in eine erste Richtung und das Äußere
des "U" als zweiter Schenkel in eine andere Richtung gebogen werden. Auf diese Weise
lässt sich das erfindungsgemäße Deformationselement besonders einfach und kostengünstig
und ohne Materialschwachstellen herstellen.
[0036] Zudem hat es sich bei dem Verfahren als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn
die Enden des ausgestanzten "U's" aufeinander zulaufen. Bevorzugt laufen die Enden
spitz aufeinander zu. Diese Geometrie stellt zum einen sicher, dass beim Deformieren
des Deformationselements die Schenkel nebeneinander bewegbar sind und zum anderen,
dass ein möglichst günstiger Kraftfluss im Bauteil erreicht wird.
[0037] Zur Durchführung des Verfahrens können das zuvor beschriebene Deformationselement,
die zuvor beschriebene Einrichtung sowie das zuvor beschriebene Fahrzeug verwendet
werden.
[0038] Weitere Einzelheiten werden nachfolgend anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele
erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- einen Fahrzeuginnenraum mit einer minengeschützten Fußauflage,
- Fig. 2
- die Fußauflage aus Fig. 1 mit vier Deformationselementen,
- Fig. 3
- die Fußauflage aus Fig. 2 in einer anderen perspektivischen Darstellung,
- Fig. 4
- ein Deformationselement nach den Fig. 2 und 3 in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 5
- ein Deformationselement in deformierten Zustand in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf ein Deformationselement gemäß Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines Deformationselements gemäß Fig. 4,
- Fig. 8
- eine Vorderansicht eines Deformationselements gemäß Fig. 4,
- Fig.9
- eine Ansicht von unten auf ein Deformationselement gemäß Fig. 4,
- Fig. 10a
- eine schematische Ansicht einer Fußauflage mit Deformationselementen gemäß dem Stand
der Technik in unverformten Zustand,
- Fig. 10b
- eine schematische Ansicht einer Fußauflage gemäß Fig. 10a in deformierten Zustand,
- Fig. 11a
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Fußauflage in undeformiertem Zustand,
- Fig. 11b
- eine Fußauflage gemäß Fig. 11a im deformierten Zustand,
- Fig. 12a
- eine schematische Ansicht einer Fußauflage mit Deformationselementen gemäß dem Stand
der Technik in unverformten Zustand,
- Fig. 12b
- eine schematische Ansicht einer Fußauflage gemäß Fig. 12a in deformierten Zustand,
- Fig. 13a
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Fußauflage in undeformiertem Zustand,
- Fig. 13b
- eine Fußauflage gemäß Fig. 13a im deformierten Zustand,
[0039] Die Fig. 1 zeigt den Innenraum eines nicht näher dargestellten gepanzerten militärischen
Fahrzeugs 14 mit einem Fahrzeugboden 15. In dem Fahrzeug 14 ist ein Sitz 16 angeordnet,
auf welchem eine Person sitzen kann. Die Füße der Person stehen dabei auf der Fußauflage
10. Die Fußauflage 10 umfasst eine Fußauflagenplatte 11 sowie vier Deformationselemente
1.
[0040] Bei einer Mineneinwirkung wirkt die Energie der Mine in Form einer im Wesentlichen
senkrecht zum Fahrzeugboden 15 wirkenden Kraft F auf das Fahrzeug 14. Die Deformationselemente
1 schützen die Person vor der Energie der Mine, indem sie zum einen die Einrichtung
10 vom Fahrzeug 14 entkoppeln und zum anderen die Energie im Wesentlichen in Deformationsenergie
umwandeln. Hierzu ist das Deformationselement 1 aus hochfestem Stahl, insbesondere
Federstahl hergestellt.
[0041] Die Fig. 2 und 3 zeigen die Fußauflage aus Fig. 1. Die Fußauflage 10 umfasst eine
im Wesentlichen rechteckige Fußauflagenplatte 11. Diese stellt die zu schützende Einrichtung
10 dar. Die Fußauflagenplatte 11 ist als Trittblech, insbesondere Aluminiumriffelblech
ausgebildet. Im Ausführungsbeispiel wird die Fußauflagenplatte 11 durch einen umlaufenden
Rand 12 begrenzt.
[0042] Zum Schutz vor Mineneinwirkung ist die Fußauflage 10 über vier Deformationselemente
1 mit dem Fahrzeugboden 15 verbunden. Ein Deformationselement 1 ist in jeder Ecke
angeordnet. Die in den Ecken angeordneten Deformationselemente 1 sind in der Art ausgerichtet,
dass die Öffnungen der Vs paarweise aufeinander zu ausgerichtet sind. Alternativ können
die Öffnungen der Vs auch paarweise voneinander weg ausgerichtet sein.
[0043] Bei normaler Trittbelastung werden die Deformationselemente 1 nicht deformiert. Bei
einer Überlast, etwa bei einer Mineneinwirkung, wird die Fließgrenze des Materials
des Deformationselements 1 jedoch überschritten und es kommt zur plastischen Deformation.
[0044] Die Deformationselemente 1 sind gleichartig ausgebildet und jeweils über Befestigungsmittel
9 und obere beziehungsweise untere Abstandshalter 13, mit der Einrichtung 10, hier
der Fußauflage 10, beziehungsweise mit dem Fahrzeugboden 15 verbunden. Durch die Abstandshalter
13 wird ein maximaler Hub der Deformationselemente 1 bereitgestellt. Die Deformationselemente
1 können jedoch auch abstandshalterlos mit der Einrichtung 10 und oder dem Fahrzeug
14 verbunden werden.
[0045] Die Fig. 4 ist ein Deformationselement 1 in undeformiertem Zustand dargestellt. Das
Deformationselement 1 weist einen oberen Befestigungsbereich 2, einen oberen Schenkel
4, einem Verbindungsabschnitt 6, einen unteren Schenkel 5 und einen unteren Befestigungsbereich
3 auf. In der Fig. 4 ist das Deformationselement 1 einstückig ausgebildet. Der obere
Befestigungsbereich 2 ist über eine Biegekante 7 mit dem oberen Schenkel 4 verbunden
und der untere Befestigungsbereich 3 ist über eine Biegekante 7 mit dem unteren Schenkel
5 verbunden. Die beiden Schenkel 4, 5 erstrecken sich V-förmig von einer Flanke des
Verbindungsabschnitts 6 zu den Befestigungsbereichen 2, 3. Am Übergang zwischen der
Flanke des Verbindungsabschnitts 6 und den Schenkeln 4, 5 befinden sich ebenfalls
Biegekanten 7. Die Biegekanten 7 verlaufen parallel zu einer Oberfläche des Rohlings
des Deformationselements 1.
[0046] Im Ausführungsbeispiel ist der Verbindungsabschnitt 6 parallel zu den Befestigungsbereichen
2, 3 ausgebildet. Gemäß einer anderen Ausführung kann der Verbindungsabschnitt 6 jedoch
auch senkrecht zu den Befestigungsbereichen 2, 3 ausgebildet sein. Die Befestigungsbereiche
2, 3 können ein oder mehrere Ausnehmungen 8, die Bohrungen 8, zur Aufnahme von Befestigungsmittel
9 aufweisen. Über in den Ausnehmungen 8 aufgenommene Befestigungsmittel 9 wird das
Deformationselement 1 mit der Einrichtung 10 beziehungsweise dem Fahrzeug 14 verbunden.
Dazu können, wie in den Fig. 2 und 3 zeigen, Abstandhalter 13 zwischen den Befestigungsbereichen
2, 3 und der Einrichtung 10 beziehungsweise dem Fahrzeug 14 vorgesehen sein. In einem
Alternativen nicht gezeigten Ausführungsbeispiel können die Deformationselemente 1
auch abstandshalterlos mit dem Fahrzeug 14 oder der Einrichtung 10 verbunden werden.
[0047] In der Fig. 5 ist das Deformationselement 1 aus der Fig. 4 in deformiertem Zustand
dargestellt. Wie die Fig. 5 zeigt, sind die Schenkel 4, 5 bei der Deformation berührungsfrei
nebeneinander belegbar. Wenn sich die Schenkel 4, 5 nebeneinanderlegen, ist das Deformationselement
1 flach zusammengelegt.
[0048] Die Schenkel 4, 5 sind hierüber hinaus noch weiter verformbar. Sie können sich auch
aneinander vorbei bewegen. Dazu ist es jedoch erforderlich, die Schenkel 4, 5 mit
Abstandshaltern 13 an der Einrichtung 10 oder dem Fahrzeug 14 zu befestigen.
[0049] Wie in der Draufsicht gemäß Fig. 6 gezeigt, ist ein Schenkel 5 geteilt ausgebildet
und erstreckt sich beidseitig des anderen Schenkels 4. Der geteilte Schenkel 5 ist
im Ausführungsbeispiel länger als der ungeteilte Schenkel 4 ausgebildet.
[0050] In der Ausführung gemäß Fig. 6 sind die Enden des geteilten Schenkels 5 wieder miteinander
verbunden. In diesem Fall kann zwischen dem geteilten Schenkel 5 und dem Fahrzeug
14 oder der Einrichtung 10 ein gabelförmiger Sockel als Abstandselement 13 vorgesehen
werden. Die Enden des geteilten Schenkels 5 können jedoch auch unverbunden ausgebildet
sein.
[0051] Bei der Deformation des Deformationselements 1 taucht der ungeteilte Schenkel 4 zwischen
den Teilen des geteilten Schenkels 5 ein oder durch. Der Fig. 6 ist zunehmen, dass
die Biegekanten 7 an den Schenkelenden im Wesentliche quer zur Schenkellängsrichtung
ausgebildet sind.
[0052] In der Fig. 7 ist das Deformationselement 1 in einer Seitenansicht dargestellt. In
der Ansicht ist gut zu erkennen, dass jeder Schenkel 4, 5 des Deformationselements
1 zwei Biegekanten 7 aufweist. Die Richtung der Biegung der Biegekanten 7 weist bei
jedem Schenkel 4, 5 in unterschiedliche Richtungen; einmal in eine mathematisch positive
und einmal in eine mathematisch negative Richtung.
[0053] Gemäß Fig. 7 ist der obere Schenkel 4 kürzer als der untere Schenkel 5 ausgebildet.
Der Winkel A zwischen dem längeren Schenkel 5 und dem an diesem angeordneten Befestigungsbereich
3 ist größer ausgebildet als der Winkel B zwischen dem kürzeren Schenkel 4 und dem
an diesem angeordneten Befestigungsbereichen 2. Die Schenkel 4, 5 können allerdings
auch gleich lang ausgebildet sein.
[0054] Zudem ist in der Fig. 7 die Winkelhalbierende W zwischen den Schenkel 4, 5 eingezeichnet.
Die Winkelhalbierende W kann parallel zu den Befestigungsbereichen 2, 3 oder dem Verbindungsabschnitt
6 verlaufen. Sie kann jedoch auch, insbesondere bei unterschiedlich langen Schenkeln
4, 5, wie in Fig. 7 gezeigt, in der Richtung des Befestigungsbereichs 2 eines Schenkels
4, 5, insbesondere des kürzeren Schenkels 4 weisen.
[0055] Der Verbindungsabschnitt 6 ist gegenüber den Befestigungsbereichen 2, 3 beweglich
ausgebildet. Insbesondere bewegt sich der Verbindungsabschnitt 6 bei einer Deformation
des Deformationselements 1 von einer Geraden G
B weg, welche die beiden Befestigungsbereich 2, 3 miteinander verbindet. Auch kann
sich der Verbindungsabschnitt bei einer Deformation des Deformationselements von einer
Geraden Gs wegbewegen, welche durch die Mittelpunkte der Schenkel 4, 5 verläuft.
[0056] In Fig. 8 ist ein Deformationselement 1 in einer Vorderansicht gezeigt. In dieser
Darstellung sind drei Deformationssektoren I, II, III durch gestrichelte Linien dargestellt.
Wirkt auf das Deformationselement 1 einen wesentlich senkrecht zum Fahrzeugboden 15
gerichtete Kraft F, so werden die Schenkel 4, 5 in quer zur Kraftrichtung gegeneinander
versetzten Deformationssektoren I, II, III deformiert. Dies bewirkt, dass die Schenkel
4, 5 sich bei der Deformation nebeneinanderlegen und/oder berührungsfrei aneinander
vorbei bewegen.
[0057] Das Deformationselement 1 ist zudem ebenensymmetrisch zu einer Ebene E ausgebildet,
welche durch einen Vektor entlang der Mittellinie des ungeteilten Schenkels 4 und
einen Vektor normal zur Oberfläche des ungeteilten Schenkels 4 aufgespannt wird. Dieser
Ebene ist in den Fig. 8 und 9 als Strich-Punkt-Linie gezeigt. Durch die ebenensymmetrische
Ausbildung des Deformationselements 1 wird eine möglichst gleichmäßige Deformation
des Deformationselements 1 erreicht. Bei einer im Wesentlichen senkrecht zum Fahrzeugboden
15 wirkenden Kraft wird das Deformationselement sogar im Wesentlichen eine torsionsfrei
deformiert.
[0058] Das Deformationselement 1 deformiert über den Hubweg entlang einer definierten Kraft-Weg-Kennlinie.
Diese kann durch die Schenkelgeometrie eingestellt werden, beispielsweise durch breiter
werdende Schenkel 4, 5. So lassen sich beispielsweise progressive Kraft-Weg-Kennlinien
einstellen.
[0059] Hergestellt wird das Deformationselement 1 des Ausführungsbeispiels, indem aus einem
Rohling ein U-förmiger Bereich 20 ausgestanzt oder ein Rohling mit einem U-förmigen
Bereich 20 aus einem hochfesten Stahl, nämlich Federstahl ausgestanzt wird. Die Enden
des Us laufen dabei spitz zu.
[0060] Im Anschluss an das Ausstanzen wird der Rohling in der Weise umgeformt, dass das
Innere des Us 21 zu einer Seite und das Äußere des Us 22 zur anderen Seite gebogen
wird. Durch Biegen der Enden der Schenkel 4, 5 werden die Befestigungsbereiche 2,
3 gebildet. Die Ausnehmungen werden ebenfalls durch Stanzen oder durch Bohren in die
Befestigungsbereiche 2, 3 eingebracht, bevorzugt vor dem Umformen.
[0061] In den Fig. und 10a, 10b und 12a, 12b sind Fußauflagen 10 mit Deformationselementen
17 nach dem Stand der Technik gezeigt. Diese Deformationselemente 17 weisen ebenfalls
zwei Schenkel 18, 19 auf, sind jedoch U-förmig ausgebildet. Diese Deformationselemente
werden über Abstandshalter oder Sockel mit dem Fahrzeug bzw. der Einrichtung verbunden.
Diese Sockel sind notwendig um den zur Verformung notwendigen Raum zur Verfügung zu
stellen. Wie in den Fig. 10b und 12b dargestellt, verformen sich die Befestigungsbereiche
an den Schenkeln stärker, als der U-förmige Bereich. Sie beulen somit gegenüber den
Befestigungsbereichen aus. Die Deformationselemente 17 können daher bei der Deformation
infolge einer Minenexplosion mit der Fußauflage 10 und mit dem Fahrzeugboden 15 in
Berührung kommen und auf diese Weise die Energie des Explosion über den U-förmigen
Bereich in die Einrichtung einkoppeln. Die erfindungsgemäßen Deformationselemente
dagegen legen sich im Wesentlichen flach zusammen, wie in den Fig. 11b und 13b gezeigt,
so dass es nicht zu einer Kraft- bzw. Energieeinkopplung in die Fußauflagen 10 kommen
kann.
[0062] Durch dieses flache Zusammenlegen weisen die erfindungsgemäßen Deformationselemente,
wie beim Vergleich der Fig. 10b und 11b deutlich erkennbar ist, bei gleicher Bauhöhe
einen größeren Deformationsweg als die Deformationselemente 17 nach dem Stand der
Technik auf.
[0063] Alternativ lässt sich bei gleich bleibendem Deformationsweg mit den erfindungsgemäßen
Deformationselementen 1 eine deutlich geringere Bauhöhe realisieren als bei Deformationselementen
17 gemäß dem Stand der Technik, wie beim Vergleich der 12a und 12b mit den Fig. 13a
und 13b deutlich wird. Durch die geringere Bauhöhe der Deformationselemente 1 ist
es möglich, den gesamten Fahrzeugaufbau um die Bauhöhenreduktion der Deformationselemente
1 zu reduzieren. Hierdurch können bei gleichbleibendem Minenschutz nicht nur flachere
Fahrzeuge 14 gebaut werden, sondern die Bauhöhenreduktion führt auch zu erheblichen
Gewichts und Kostenreduktionen.
Bezugszeichen:
[0064]
- 1
- Deformationselement
- 2
- oberer Befestigungsbereich
- 3
- unterer Befestigungsbereich
- 4
- oberer Schenkel
- 5
- unterer Schenkel
- 6
- Verbindungsabschnitt
- 7
- Biegekante
- 8
- Aussparung, Bohrung
- 9
- Befestigungsmittel, Schrauben
- 10
- Einrichtung, Fußauflage
- 11
- Fußauflagenplatte
- 12
- Umrandung
- 13
- Abstandshalter
- 14
- Fahrzeug
- 15
- Fahrzeugboden
- 16
- Sitz
- 17
- Deformationselement nach dem Stand der Technik
- 18
- Schenkel des Deformationselements nach dem Stand der Technik
- 19
- Schenkel des Deformationselements nach dem Stand der Technik
- 20
- U-förmiger Bereich
- 21
- Innere des Us
- 22
- Äußere des Us
- A
- Winkel
- B
- Winkel
- D
- Deformationselement nach dem Stand der Technik
- E
- Symmetrieebene
- F
- Kraft
- GB
- Gerade
- Gs
- Gerade
- W
- Winkelhalbierende
- I
- Deformationssektor
- II
- Deformationssektor
- III
- Deformationssektor
1. Deformationselement zum Schutz einer Einrichtung (10) in einem Fahrzeug durch Umwandlung
von Energie in Deformationsenergie bei einer Blasteinwirkung, mit einem oberen Befestigungsbereich
(2) zur Befestigung mit der Einrichtung (10) und einem unteren Befestigungsbereich
(3) zur Befestigung mit dem Fahrzeug (14), wobei die beiden Befestigungsbereiche (2,
3) über einen oberen Schenkel (4) und einen unteren Schenkel (5) miteinander verbunden
sind, wobei die beiden Schenkel (4, 5) im Wesentlichen V-förmig zueinander angeordnet
sind
dadurch gekennzeichnet,
dass das Deformationselement aus Federstahl hergestellt ist.
2. Deformationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Deformationselement (1) derart ausgebildet ist, dass der obere Schenkel (5) und
der untere Schenkel (4) bei einer Deformation des Deformationselements (1), insbesondere
berührungsfrei, nebeneinander legbar und/oder aneinander vorbeibewegbar sind.
3. Deformationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Deformationselement (1) beim Deformieren im Wesentlichen flach zusammenlegt.
4. Deformationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schenkel (4, 5) mindestens zwei Biegekanten (7) aufweist, an denen der Schenkel
(4, 5) in unterschiedliche Richtungen gebogen ist.
5. Deformationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen zwischen den Befestigungsbereichen (2, 3) angeordneten Verbindungsabschnitt
(6), von dessen einer Flanke sich der obere Schenkel (4) nach oben und der untere
Schenkel (5) nach unten erstreckt.
6. Deformationselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (6) im Wesentlichen parallel zu dem oberen und/oder dem
unteren Befestigungsbereich (2, 3) ausgebildet ist.
7. Deformationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere und der untere Schenkel (4, 5) unter dem Einfluss einer im Wesentlichen
senkrecht zum Fahrzeugboden (15) gerichteten Kraft (F) in verschiedenen, quer zur
Kraftrichtung gegeneinander versetzten Deformationssektoren (I, II, III) deformierbar
sind.
8. Deformationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schenkel (5) geteilt ist und sich beidseitig des anderen Schenkels (5) erstreckt.
9. Deformationselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Deformationselement (1) zur abstandshalterlosen Montage an Fahrzeug (14) und
Einrichtung (10) ausgebildet ist.
10. Einrichtung, insbesondere Fußauflage, für ein Fahrzeug, gekennzeichnet durch mindestens ein Deformationselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine abstandshalterlose Befestigung des Deformationselements (1).
12. Verfahren zur Herstellung eines Deformationselements (1) zum Schutz einer Einrichtung
(10) in einem Fahrzeug (14) durch Umwandlung von Energie in Deformationsenergie bei
einer Blasteinwirkung, mit einem unteren Befestigungsbereich (3) zur Befestigung mit
dem Fahrzeug (14) und einem oberen Befestigungsbereich (2) zur Befestigung mit der
Einrichtung (10), wobei die beiden Befestigungsbereiche (2,3) über einen oberen Schenkel
(4) und einen unteren Schenkel (5) miteinander verbunden sind, wobei die beiden Schenkel
(4, 5) im Wesentlichen V-förmig zueinander angeordnet, insbesondere gebogen, werden
dadurch gekennzeichnet,
dass das Deformationselement aus Federstahl hergestellt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem Rohling für das Deformationselement (1), insbesondere ein Federstahlblech,
ein U-förmiger Bereich (20) herausgetrennt, insbesondere gestanzt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch plastisches Umformen des Rohlings nach dem Heraustrennen das Innere des U (21)
als erster Schenkel (4) in eine erste Richtung und das Äußere des U (22) als zweiter
Schenkel (5) in eine andere Richtung gebogen wird.
1. Deformation element for protecting a device (10) in a vehicle by converting energy
into deformation energy under the action of a blast, having an upper fastening region
(2) for fastening to the device (10) and a lower fastening region (3) for fastening
to the vehicle (14), the two fastening regions (2, 3) being connected to each other
via an upper leg (4) and a lower leg (5), the two legs (4, 5) being arranged substantially
in a V shape relative to each other,
characterized in that
the deformation element is produced from spring steel.
2. Deformation element according to one of the preceding claims, characterized in that the deformation element (1) is formed in such a way that, in the event of a deformation
of the deformation element (1), the upper leg (5) and the lower leg (4) can be laid
beside one another and/or moved past one another, in particular without contact.
3. Deformation element according to either of the preceding claims, characterized in that the deformation element (1) collapses substantially flat during the deformation.
4. Deformation element according to one of the preceding claims, characterized in that each leg (4, 5) has at least two bending edges (7), at which the leg (4, 5) is bent
in different directions.
5. Deformation element according to one of the preceding claims, characterized by a connecting section (6) which is arranged between the fastening regions (2, 3) and
from the one flank of which the upper leg (4) extends upwards and the lower leg (5)
extends downwards.
6. Deformation element according to Claim 5, characterized in that the connecting section (6) is formed substantially parallel to the upper and/or the
lower fastening region (2, 3).
7. Deformation element according to one of the preceding claims, characterized in that, under the influence of a force (F) directed substantially at right angles to the
vehicle floor (15), the upper and the lower leg (4, 5) can be deformed in different
deformation sectors (I, II, III) offset relative to one another transversely with
respect to the direction of the force.
8. Deformation element according to one of the preceding claims, characterized in that one leg (5) is divided and extends on both sides of the other leg (5).
9. Deformation element according to one of the preceding claims, characterized in that the deformation element (1) is designed for spacer-less mounting on the vehicle (14)
and device (10).
10. Device, in particular footrest, for a vehicle, characterized by at least one deformation element (1) according to one of the preceding claims.
11. Device according to Claim 10, characterized by spacer-less fastening of the deformation element (1).
12. Method for producing a deformation element (1) for protecting a device (10) in a vehicle
(14) by converting energy into deformation energy under the action of a blast, having
a lower fastening region (3) for fastening to the vehicle (14) and an upper fastening
region (2) for fastening to the device (10), the two fastening regions (2, 3) being
connected to each other via an upper leg (4) and a lower leg (5), the two legs (4,
5) being arranged substantially in a V shape relative to each other, in particular
bent, characterized in that
the deformation element is produced from spring steel.
13. Method according to Claim 12, characterized in that a U-shaped region (20) is separated out, in particular punched, from a blank for
the deformation element (1), in particular a spring steel plate.
14. Method according to Claim 13, characterized in that by plastic forming of the blank following the separation, the inner of the U (21)
is bent in a first direction as a first leg (4) and the outer of the U (22) is bent
in another direction as a second leg (5).
1. Élément à déformation servant à protéger un dispositif (10) dans un véhicule par conversion
d'énergie en énergie de déformation sous l'effet d'une explosion, comprenant une zone
de fixation supérieure (2) servant à la fixation au dispositif (10) et une zone de
fixation inférieure (3) servant à la fixation au véhicule (14), les deux zones de
fixation (2, 3) étant reliées l'une à l'autre par le biais d'une branche supérieure
(4) et d'une branche inférieure (5), les deux branches (4, 5) étant disposées sensiblement
en forme de V l'une par rapport à l'autre,
caractérisé en ce que
l'élément à déformation est fabriqué à partir d'acier à ressort.
2. Élément à déformation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément à déformation (1) est réalisé de telle sorte que la branche supérieure
(5) et la branche inférieure (4) peuvent, lors d'une déformation de l'élément à déformation
(1), être placées près l'une de l'autre et/ou déplacées l'une devant l'autre, en particulier
sans contact.
3. Élément à déformation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément à déformation (1) se replie de manière sensiblement plane lors de la déformation.
4. Élément à déformation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque branche (4, 5) comprend au moins deux arêtes de pliage (7) au niveau desquelles
la branche (4, 5) est pliée dans différentes directions.
5. Élément à déformation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par une partie de liaison (6) disposée entre les zones de fixation (2, 3), partie de
liaison à partir d'un flanc de laquelle la branche supérieure (4) s'étend vers le
haut et la branche inférieure (5) s'étend vers le bas.
6. Élément à déformation selon la revendication 5, caractérisé en ce que la partie de liaison (6) est réalisée sensiblement parallèlement à la zone de fixation
(2, 3) supérieure et/ou inférieure.
7. Élément à déformation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la branche supérieure et la branche inférieure (4, 5) sont déformables, sous l'effet
d'une force (F) orientée sensiblement perpendiculairement au plancher de véhicule
(15), dans différents secteurs de déformation (I, II, III) décalés les uns par rapport
aux autres transversalement à la direction de force.
8. Élément à déformation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une branche (5) est divisée et s'étend des deux côtés de l'autre branche (5).
9. Élément à déformation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément à déformation (1) est réalisé de manière à être monté sans pièce d'écartement
sur le véhicule (14) et le dispositif (10).
10. Dispositif, en particulier repose-pieds, pour un véhicule, caractérisé par au moins un élément à déformation (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé par une fixation sans pièce d'écartement de l'élément à déformation (1).
12. Procédé de fabrication d'un élément à déformation (1) servant à protéger un dispositif
(10) dans un véhicule (14) par conversion d'énergie en énergie de déformation sous
l'effet d'une explosion, comprenant une zone de fixation inférieure (3) servant à
la fixation au véhicule (14) et une zone de fixation supérieure (2) servant à la fixation
au dispositif (10), les deux zones de fixation (2, 3) étant reliées l'une à l'autre
par le biais d'une branche supérieure (4) et d'une branche inférieure (5), les deux
branches (4, 5) étant disposées sensiblement en forme de V l'une par rapport à l'autre,
en particulier pliées,
caractérisé en ce que
l'élément à déformation est fabriqué à partir d'acier à ressort.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'à partir d'une ébauche pour l'élément à déformation (1), en particulier à partir d'une
tôle en acier à ressort, une zone en forme de U (20) est séparée, en particulier estampée.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que, par déformation plastique de l'ébauche après la séparation, l'intérieur du U (21)
est plié en tant que première branche (4) dans une première direction et l'extérieur
du U (22) est plié en tant que deuxième branche (5) dans une autre direction.