[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherheitsmerkmal, ein dieses Sicherheitsmerkmal
enthaltendes Wert- und/oder Sicherheitsprodukt, insbesondere ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
sowie ein Herstellungsverfahren für das Wert- und/oder Sicherheitsprodukt. Ein derartiges
Wert- und/oder Sicherheitsdokument kann beispielsweise ein Reisepass, Personalausweis,
Führerschein oder eine andere ID-Karte oder ein Zahlungsmittel, insbesondere eine
Banknote, sein. Im Falle eines Personalausweises trägt dessen Vorderseite zum Beispiel
das Lichtbild sowie den Namen des Inhabers. Derartige Dokumente werden typischerweise
in normierten Formaten hergestellt, beispielsweise im ID 1-, ID 2- oder ID 3-Format
gemäß ISO 7810. Die Dokumente können grundsätzlich aus einem organischen Polymer oder
einem Keramikwerkstoff, Papier, Pappe oder aus Metall bestehen oder dieses enthalten.
Karten und kartenförmige Bestandteile von buchartigen Dokumenten können vorzugsweise
aus miteinander laminierten Polymerfolien hergestellt sein.
[0002] Die in den Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten eingesetzten Sicherheitsmerkmale
können ausschließlich dazu dienen, die Echtheit der Produkte unabhängig von ihrer
Art oder von ihrem Benutzer nachzuweisen. Derartige Sicherheitsmerkmale sind beispielsweise
Melierfasern, Guillochen, das Spezialpapier von Banknoten und dergleichen. Individualisierende,
beispielsweise personalisierende, Sicherheitsmerkmale enthalten darüber hinaus in
kodierter Form oder auch in Klarschrift eine Information über die Art des Dokuments,
den Benutzer dieses Dokuments oder einen Gegenstand, dem das Dokument eindeutig zugeordnet
ist. Derartige Informationen können ein Gesichtsbild (Photo) des Benutzers, seine
persönlichen Daten, wie der Name, der Geburtstag, der Geburtsort, die Unterschrift
oder eine persönliche Kennung, wie eine Mitglieds-Nr., sein. Ein anderes das Dokument
individualisierendes Sicherheitsmerkmal kann beispielsweise eine Seriennummer des
Dokuments sein.
[0003] Aus
DE 10 2007 018 450 A1 ist ein laminiertes Sicherheitsdokument bekannt, das in Form eines Dokumentenverbundes
vorliegt, der zumindest eine Innenlage und zumindest zwei die Innenlage abdeckende
Overlayfolien aufweist. Die Innenlage enthält ein Farblichtbild mit dem Gesichtsbild
des Dokumenteninhabers. Das Farblichtbild ist eine belichtete Positiv-Positiv-Silberfarbbleich-Photoemulsion.
Ferner ist es auch bekannt, das Gesichtsbild einer Person auf einem Identitäts- oder
Sicherheitsdokument auf drucktechnischem Wege herzustellen. Hierauf wird in
DE 199 06 388 A1 hingewiesen. Diese Druckschrift betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Personalisierung
und Verifizierung derartiger Dokumente.
[0004] Ein Sicherheits- und/oder Wertdokument mit einem individualisierenden Sicherheitsmerkmal
ist beispielsweise in
DE 10 2008 012 423 A1 angegeben. Dieses Dokument ist als Polymerschichtverbund ausgebildet, der durch Lamination
aus mehreren Substratschichten hergestellt ist und in dem mindestens eine individualisierende
Information drucktechnisch gespeichert ist. Die Information ist in dem Verbund in
mindestens zwei Druckauszüge zerlegt, die jeweils einen Teil der Information umfassen.
Die mindestens zwei Druckauszüge sind in mindestens zwei voneinander beabstandeten
Ebenen angeordnet. In einer in diesem Dokument angegebenen Ausführungsform ist vorgesehen,
dass ein durch die Information verkörpertes Druckbild in Bildpunkte zerlegt wird und
jeder Bildpunkt genau einem der mindestens zwei Druckauszüge zugeordnet wird. Beispielsweise
kann der Druck ein Gesichtsbild wiedergeben. Zur Herstellung des Dokuments werden
die Druckauszüge auf die Substratschichten gedruckt. Nach dem Laminieren der bedruckten
Substratschichten liegen die bedruckten Oberflächen im Inneren des Dokuments. In einer
weiteren Ausführungsform kann auf eine unterhalb der Druckauszüge angeordnete Substratschichtoberfläche
Lumineszenzmittel aufgebracht werden, sodass bei einer UV-Anregung weißes Licht flächig
abgestrahlt wird. Das Licht wird durch die Bildpunkte der darüber angeordneten Druckauszüge
gefiltert, sodass die Information vorzugsweise bei senkrechter Draufsicht farbig zu
erkennen ist.
[0005] Bekannt ist es ferner, durch Lasergravur in einer strahlungsempfindlichen Schicht
eine Schwärzung beispielsweise in Form eines Portraitphotos eines Ausweisinhabers,
einer Unterschrift oder dergleichen zu erzeugen (
EP 0 975 148 A1). Auf diese Art und Weise können Sicherheitsmerkmale mittels Laser beispielsweise
auch in einer in einem mehrschichtigen laminierten Trägermaterial innen liegenden
Schicht durch Eingravieren erzeugt werden (
DE 199 07 940 A1). Allerdings werden durch die Lasergravur dabei ausschließlich Schwärzungen gebildet,
sodass das hergestellte individualisierende Sicherheitsmerkmal nur in einer Schwarz/Weiß-Darstellung
entsteht.
[0006] Dokument
WO 2007/005354 A2 offenbart ein Sicherheitsmerkmal nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0007] Es besteht jedoch ein ständiger Bedarf an neuartigen, insbesondere individualisierenden,
beispielsweise personalisierenden, Sicherheitsmerkmalen, die gegen eine Fälschung
und/oder Verfälschung und/oder Kopie gesichert sind und die zur Zuordnung der damit
kodierten Information zu dem Benutzer und/oder dem Gegenstand von einer Person leicht
erkennbar sind. Beispielsweise soll sich das Sicherheitsmerkmal in einer gegen Fälschung
und/oder Verfälschung und/oder Kopie sicheren inneren Produktlage befinden. Alternativ
kann das Sicherheitsmerkmal auch zur Absicherung einer Personalisierung auf einer
äußeren Produktlage verwendet werden. Der vorliegenden Erfindung liegt darüber hinaus
als wesentliche weitere Aufgabe zugrunde, ein kostengünstig, einfach und schnell realisierbares
Sicherheitsmerkmal zu schaffen.
[0008] Soweit in der Beschreibung und in den Ansprüchen der vorliegenden Anmeldung der Begriff
,Wert- und/oder Sicherheitsprodukt' und insbesondere der Begriff ,Wert- und/oder Sicherheitsdokument'
genannt werden, ist darunter beispielsweise ein Reisepass, Personalausweis, Führerschein
oder eine andere ID-Karte oder ein Zugangskontrollausweis, ein Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief,
Visum, Scheck, Zahlungsmittel, insbesondere eine Banknote, eine Scheck-, Bank-, Kredit-
oder Barzahlungskarte, Kundenkarte, Gesundheitskarte, Chipkarte, ein Firmenausweis,
Berechtigungsnachweis, Mitgliedsausweis, Geschenk- oder Einkaufsgutschein, Frachtbrief
oder ein sonstiger Berechtigungsnachweis, Steuerzeichen, Postwertzeichen, Ticket,
(Spiel-)Jeton, Haftetikett (beispielsweise zur Produktsicherung) oder ein anderes
ID-Dokument zu verstehen. Das Produkt kann beispielsweise eine Smartcard sein. Das
Sicherheits- und/oder Wertdokument kann im ID 1-, ID 2-, ID 3- oder in irgendeinem
anderen Format vorliegen, beispielsweise in Heftform, wie bei einem passähnlichen
Gegenstand. Ein Sicherheits- und/oder Wertprodukt ist im Allgemeinen ein Laminat aus
mehreren Dokumentenlagen, die passergenau unter Wärmeeinwirkung und unter erhöhtem
Druck flächig miteinander verbunden sind. Diese Produkte sollen den normierten Anforderungen
genügen, beispielsweise ISO 10373, ISO/IEC 7810, ISO 14443. Die Produktlagen bestehen
beispielsweise aus einem Trägermaterial, das sich für eine Lamination eignet. Der
Begriff ,Wert- und/oder Sicherheitsprodukt' schließt zusätzlich zu Wert- und/oder
Sicherheitsdokumenten auch Patches, Etiketten und dergleichen ein, die als Sicherheitselemente
Bestandteile der Dokumente und hierzu mit dem Dokumententräger unlösbar verbunden
sind oder werden und dort das Sicherheitsmerkmal bilden.
[0009] Soweit in der Beschreibung und in den Ansprüchen der vorliegenden Anmeldung der Begriff
'Sicherheitsmerkmal' genannt wird, ist darunter gemäß der vorliegenden Erfindung die
Gesamtheit von optisch wirksamen Stoffen zu verstehen, nämlich das mindestens eine
Lumineszenzmittel und das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel, die in
einer relativen Anordnung zueinander vorliegen, sodass ein visuell wahrnehmbares Muster
gebildet wird. Das Sicherheitsmerkmal kann als Bestandteil eines Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
hergestellt werden oder als separates Produkt (Sicherheitselement), das mit einem
Wert- und/oder Sicherheitsdokument unlösbar verbunden wird, etwa als Patch, Etikett
oder dergleichen. Dieses kann beispielsweise auf das Dokument aufgeklebt werden, wobei
als Kleber auch ein Lack verwendet werden kann. Das Sicherheitsmerkmal wird im Allgemeinen
nur einen Teil der Fläche des Dokuments einnehmen.
[0010] Soweit in der Beschreibung und in den Ansprüchen der vorliegenden Anmeldung der Begriff
,Lumineszenz' genannt wird, ist darunter Fluoreszenz, Phosphoreszenz und zwar sowohl
mit Stokes- als auch Anti-Stokes-Verschiebung zu verstehen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist darunter vorzugsweise Photolumineszenz zu verstehen. Des Weiteren kann
es sich bei der Lumineszenz zum Beispiel auch um Elektrolumineszenz handeln.
[0011] Soweit in der Beschreibung und in den Ansprüchen der vorliegenden Anmeldung der Begriff
'Muster' genannt wird, ist darunter eine irgendwie gestaltete Verteilung von sichtbaren
Elementen, vorzugsweise in zweidimensionaler Anordnung, zu verstehen, die eine in
sich geschlossene Darstellung ergeben, beispielsweise ein Bild, Bildelement, Zeichen,
insbesondere ein alphanumerisches Zeichen, ein Symbol, Wappen, eine Formel oder dergleichen.
[0012] Soweit in der Beschreibung und in den Ansprüchen der vorliegenden Anmeldung der Begriff
'Musterelement' genannt wird, ist darunter ein Bestandteil eines Musters zu verstehen.
Ein Musterelement dient als kleinstes Strukturelement zur Bildung des Musters, wobei
alle Musterelemente das Muster bilden. Das ein Musterelement bildende Material kann
entweder transparent, transluzent oder opak sein. Ferner kann es eine bestimmte Helligkeit
(Absorption, Remission) haben, d.h. es kann beispielsweise eine Schwärzung, Grautönung
oder Weißtönung aufweisen, und/oder es kann eine (spektrale) Färbung und in dieser
wiederum eine bestimmte Helligkeit aufweisen. Die Musterelemente können eine kreisförmige
(punktförmige), rechteckige, quadratische, sechseckige oder noch andere Form aufweisen.
Musterelemente können die kleinsten Elemente einer wahrnehmbaren Darstellung sein,
denen in einem bunten Farbraum (subtraktiver CMYK-Farbraum, additiver RGB-Farbraum)
jeweils einer der Farbwerte oder Farbtöne zugeordnet werden kann. Die einzelnen Musterelemente
können jeweils noch aus Bildpunkten zusammengesetzt sein, sodass ein Musterelement
aus mehreren Primärfarben des Farbraumes den jeweiligen Farbton des Musterelements
gebildet ist.
[0013] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße
Sicherheitsmerkmal nach Anspruch 1 gelöst. Das Sicherheitsmerkmal enthält auf und/oder
in einem Produktträger, beispielsweise in einer oder mehreren Musterebenen, insbesondere
auf einer der Produktträgeroberflächen, wobei insbesondere eine innere Oberfläche
in Betracht kommt, mindestens ein Lumineszenzmittel sowie zusätzlich mindestens ein
absorptives Spektralfiltermittel für von dem mindestens einen Lumineszenzmittel ausgehende
Lumineszenzstrahlung. Auch das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel kann
sich auf einer der Produktträgeroberflächen, insbesondere einer der inneren Oberflächen,
befinden.
[0014] Mit dem mindestens einen absorptiven Spektralfiltermittel wird ein mit dem Auge sichtbares
Sicherheitsmerkmal, beispielsweise das Portraitbild einer Person, insbesondere des
Dokumenteninhabers, gebildet. Das Sicherheitsmerkmal kann beispielsweise durch eine
mehrfarbige Darstellung irgendeines Musters gebildet sein. Die Spektralfiltermittel
wirken aufgrund ihrer optischen Absorptionseigenschaften im sichtbaren Spektralbereich
filternd auf die von dem mindestens einen Lumineszenzmittel ausgehende Lumineszenzstrahlung.
Dadurch erscheint das Gesichtsbild nicht nur unter normaler Beleuchtung mit beispielsweise
weißem Licht (mit spektral breitbandiger Strahlung im sichtbaren Bereich) bunt, d.h.
mit mehr als zwei Farbtönen (mit unterschiedlichen Farbeindrücken, die nicht allein
auf Helligkeitsunterschiede zurückgehen), sondern auch unter Beleuchtungsbedingungen,
unter denen normalerweise Lumineszenz beobachtet wird, d.h. ohne Beleuchtung mit sichtbarem
Licht, sondern ausschließlich mit elektromagnetischer Strahlung, mit dem das mindestens
eine Lumineszenzmittel angeregt wird.
[0015] Beispielsweise ist das Portraitbild des Dokumenteninhabers auf einem ID-Dokument
bisher lediglich durch ein Bild realisiert worden, das ausschließlich bei Beleuchtung
mit Licht im sichtbaren Spektralbereich mehrfarbig erscheint. Um die Sicherheit derartiger
Dokumente gegen Fälschung und/oder Verfälschung und/oder Kopie zu erhöhen, könnte
grundsätzlich darüber hinaus auch ein einfarbiges Schattenbild mit im sichtbaren Spektralbereich
lumineszierender Farbe, die mittels UV-Strahlung anregbar ist, erzeugt werden. Die
Einbringung von RGB-Schattenbildern ist bekannt und kommerziell verfügbar. Hierbei
ist jedoch aufgrund der verwendeten Tinten oftmals nur eine Einbringung in Papierdokumente
möglich. Für die sichere Einbringung von Personalisierungsinformationen in einen hochsicheren
Dokumentenkörper, welcher zum Beispiel aus Polycarbonat besteht, stehen derzeit nur
begrenzt Tinten und Drucker zur Verfügung. Insbesondere ist es wünschenswert, die
Anzahl der benötigten Druckköpfe zu begrenzen. Außerdem ist das Farbmanagement bei
der Erzeugung eines RGB-Schattenbildes prinzipiell schwierig, da durch leicht unterschiedliche
Anregung, welche sich zum Beispiel durch die Wahl verschiedener handelsüblicher UV-Lampen
ergibt, oftmals eine unterschiedliche Anregung der drei Lumineszenzstoffe ergibt,
sodass das erzeugte Bild jeweils einen etwas anderen Farbeindruck erzeugt.
[0016] Durch die Lumineszenz des mindestens einen angeregten Lumineszenzmittels und die
Spektralfilterung des von diesem ausgehenden Lumineszenzlichtes im sichtbaren Spektralbereich
mittels des mindestens einen das Muster bildenden absorptiven Spektralfiltermittels
kann ein gewünschtes mehrfarbiges Muster gemäß der vorliegenden Erfindung auch unter
den Verifikationsbedingungen für lumineszierende Sicherheitsmerkmale mehrfarbig wiedergegeben
werden. Daher ist es nicht erforderlich, das (gegenständliche) Lumineszenzmuster zur
Erzeugung des lumineszierenden Musterabbildes aus hierfür geeigneten lumineszierenden
(Grund)Farben zu bilden, indem zu diesem Zweck beispielsweise Druckauszüge mit hierfür
geeigneten lumineszierenden Farbmitteln in jeweils einer (Grund)Farbe (beispielsweise
rot, grün und blau gemäß dem RGB-Farbraum) erzeugt werden und das Lumineszenzmuster
dann durch Farbmischung aus den lumineszierenden Druckauszügen gebildet wird. Vielmehr
ergibt sich das lumineszierende Musterabbild bereits unter Zuhilfenahme des unter
herkömmlichen Beleuchtungsverhältnissen mit sichtbarem Licht wahrnehmbaren Designs
einer Vorlage, insbesondere einer Druckvorlage. Hierzu reicht es völlig aus, die von
den Lumineszenzmitteln ausgehende Strahlung mittels der Farbmittel, beispielsweise
Druckfarben, zu filtern, sodass das bei Betrachtung im sichtbaren Spektralbereich
mehrfarbig erscheinende Muster auch unter Lumineszenz-Beleuchtungsbedingungen (d.h.
ohne Beleuchtung mit für das menschliche Auge sichtbarer Strahlung) mit im Wesentlichen
gleicher Farbverteilung mehrfarbig erscheint, d.h: mit natürlicher Farbverteilung.
Ein möglicher Farbstich wird vom menschlichen Auge kompensiert und trotzdem als weiß
wahrgenommen.
[0017] Selbstverständlich wird ein bei herkömmlicher Beleuchtung im sichtbaren Spektralbereich
nur einfarbig oder schwarz/weiß oder in Grautönen ausgeführtes Muster unter Lumineszenzbetrachtung
ebenfalls nur einfarbig oder schwarz/weiß oder in Grautönen erscheinen. Von daher
erstreckt sich die vorliegende Erfindung sowohl auf einfarbige, schwarz/weiß und in
Grautönen erscheinende Wiedergaben eines Musters ebenso wie auf die vorstehend erläuterte
mehrfarbige (beispielsweise zwei-, drei- oder vielfarbige) Musterwiedergabe. Somit
erscheint ein Muster unter Lumineszenz-Beleuchtungsbedingungen dann praktisch mit
derselben Farb/Schwarz-Weiß/Grau-Verteilung wie unter herkömmlichen Verhältnissen
bei einer Beleuchtung mit sichtbarem Licht. Von daher können mit dem erfindungsgemäßen
Sicherheitsmerkmal anstelle eines bunten, d.h. mehr als zwei Farben aufweisenden,
Musters auch einfarbige oder schwarz/weiße oder in Grautönen gebildete Muster dargestellt
werden.
[0018] Wenn die Lumineszenzstrahlung im sichtbaren Spektralbereich sehr breitbandig ist,
kann praktisch weißes Lumineszenzlicht erzeugt werden (gegebenenfalls von einem leichten
Farbstich abgesehen). Dies gelingt durch additive Farbmischung durch mehrere breitbandig
emittierende Lumineszenzmittel, aber auch mit mehreren schmalbandig lumineszierenden
Lumineszenzmitteln oder mit einer Mischung von schmalbandig und breitbandig lumineszierenden
Lumineszenzmitteln. In diesem Fall erscheint die von den absorptiven Spektralfiltermitteln
gefilterte und auf das Betrachterauge fallende Lumineszenzstrahlung mit derselben
Farbe wie das mindestens eine Spektralfiltermittel unter normalen Beleuchtungsverhältnissen
im sichtbaren Spektralbereich. Wenn die Lumineszenzstrahlung nicht weiß sondern gefärbt
ist, etwa weil bestimmte Spektralanteile anteilig stärker auftreten als andere, wird
das Sicherheitsmerkmal mit einem entsprechenden Farbstich wiedergegeben. Da das menschliche
Auge an unterschiedliche Farbtemperaturen adaptiert, wird ein derartiger Farbstich
ohne Vergleichsmöglichkeit jedoch kaum wahrgenommen. Selbstverständlich kann das mindestens
eine Spektralfiltermittel keine Lumineszenzstrahlung durch Filterung herausfiltern,
die nicht bereits vorhanden ist. Daher wird die Musterwiedergabe in den Bereichen,
deren Farbe des Spektralfilterstoffes in einem Spektralbereich liegt, in dem keine
Lumineszenzstrahlung emittiert wird, dunkel erscheinen.
[0019] Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsprodukts wird zunächst
(a) ein Produktträger oder ein Vorprodukt des erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsproduktes
bereitgestellt, anschließend (b) das mindestens eine Lumineszenzmittel und das mindestens
eine absorptive Spektralfiltermittel auf mindestens eine der Oberflächen des Produktträgers
oder des Vorprodukts aufgebracht. Das Vorprodukt kann dann mit weiteren Produktträgerlagen
verbunden oder mit weiterem Produktlagenmaterial überzogen werden, sodass die mit
dem mindestens einen Lumineszenzmittel und/oder dem mindestens einen absorptiven Spektralfiltermittel
versehenen Oberfläche(n) in dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument innenliegend angeordnet
ist/sind und zwar in einer oder mehreren Musterebenen.
[0020] Zur Verifikation des erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsprodukts mit Hilfe
des erfindungsgemäßen Sicherheitsmerkmals wird (a) zunächst das Produkt mit dem Sicherheitsmerkmal
in einer hierfür geeigneten Vorrichtung platziert, (b) das Sicherheitsmerkmal des
Produkts mit sichtbarem Licht beleuchtet und das Sicherheitsmerkmal betrachtet; dies
schließt entweder eine unmittelbare Betrachtung durch den Menschen oder eine maschinelle
Betrachtung mittels hierfür geeigneter Vorrichtungen und Bildauswertesysteme ein;
und (c) das Sicherheitsmerkmal des Produkts mit der Anregungsstrahlung für das mindestens
eine Lumineszenzmittel beleuchtet und das Sicherheitsmerkmal in Form von im sichtbaren
Spektralbereich emittiertem Lumineszenzlicht betrachtet; auch letzterer Schritt schließt
entweder eine unmittelbare Betrachtung durch den Menschen oder eine maschinelle Betrachtung
mittels hierfür geeigneter Vorrichtungen und Bildauswertesysteme ein. Die Schritte
b) und c) werden vorzugsweise nacheinander durchgeführt. Allerdings ist der Schritt
b) nicht zwingend erforderlich, da eine Verifikation auch über eine Erfassung des
Sicherheitsmerkmals allein über die erfindungsgemäße Filterung des von dem mindestens
einen Lumineszenzmittel ausgehenden Lumineszenzlichtes durch ein von dem Spektralfiltermittel
gebildetes Muster möglich ist. Eine für die Verifikation geeignete Vorrichtung weist
eine Halterung für das Produkt, eine Lichtquelle für sichtbares Licht und eine Lichtquelle
für elektromagnetische Strahlung im Spektralbereich für die Anregung des mindestens
einen Lumineszenzmittels auf, beispielsweise eine UV-Lichtquelle. Ferner können noch
eine geeignete Optik, Aufnahme- und Auswertesysteme vorgesehen sein. Die Verifikation
kann dann als erfolgreich angesehen werden, wenn das das Sicherheitsmerkmal bildende
Muster nicht nur bei Beleuchtung im sichtbaren Spektralbereich sondern auch unter
Lumineszenz-Beleuchtungsbedingungen (oder zumindest unter Lumineszenz-Beleuchtungsbedingungen)
erscheint und gegebenenfalls ferner wenn die beiden Musterwiedergaben identisch sowie
mit einer vorgegebenen Erscheinungsform wiedergegeben werden.
[0021] Das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel kann insbesondere in Form von
gemäß dem CMYK-Farbraum vorgegebenen Farben vorliegen, beispielsweise in Form von
Druckfarben, mit denen Druckauszüge hergestellt werden, wobei sich die Druckauszüge
zu einem insbesondere farbigen Muster zusammensetzen. Hierzu werden im Allgemeinen
Farbauszüge in den Grundfarben C (cyan) M (magenta) Y (yellow) und K (key=Schwarzanteil)
erstellt und diese Farbauszüge übereinander zu dem Muster zusammengesetzt, vorzugsweise
auf derselben Oberfläche auf oder in dem Produkt, ganz besonders bevorzugt unmittelbar
übereinander, d.h. in Kontakt miteinander stehend.
[0022] Beispielsweise kann das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel durch eine
oder mehrere Druckfarben oder Drucktinten bzw. Farbmittel in Form von Farbstoffen
oder Pigmenten in Druckfarben oder Drucktinten eingesetzt werden. Das absorptive Spektralfiltermittel
kann entweder ein einzelnes Farbmittel mit einem vorgegebenen Absorptions- und Remissionsspektrum
sein oder ein Gemisch aus mehreren Farbmitteln, die jeweils ein individuelles Absorptions-
und Remissionsspektrum haben und in der Mischung ein von den einzelnen Farbmitteln
verschiedenes Absorptions- und Remissionsspektrum aufweisen, das sich aus den Spektren
der einzelnen Farbmittel subtraktiv ergibt. Das absorptive Spektralfiltermittel kann
durch eine oder mehrere organische Farbmittel oder durch eine oder mehrere anorganische
Farbmittel oder durch eine Mischung von mindestens einem organischen und mindestens
einem anorganischen Farbmittel gebildet sein. Organische Farbmittel können typischerweise
Azoverbindungen sein. Anorganische Farbmittel können beispielsweise Ruß und Titandioxid
sein. Zusätzlich kann das absorptive Spektralfiltermittel weitere übliche Bestandteile
enthalten, beispielsweise Lösungsmittel, Bindemittel, Harze, Firnisse sowie Hilfsstoffe,
wie Aufheller. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn das mindestens eine absorptive
Spektralfiltermittel nach Art einer Lasur transparent oder transluzent ist. Es ist
bevorzugt, dass das absorptive Spektralfiltermittel auch für die Anregungsstrahlung
für das mindestens eine Lumineszenzmittel zumindest teilweise transparent ist.
[0023] Beispielsweise kann das Gesichtsbild des Dokumenteninhabers mittels hierfür geeigneter
Druckfarben bunt gedruckt werden, etwa in mehreren Farbauszügen, die beispielsweise
in einer Musterebene oder in mehreren Musterebenen gebildet sein können. Diese Druckfarben
wirken aufgrund ihrer optischen Absorptionseigenschaften im sichtbaren Spektralbereich
filternd auf die von dem mindestens einen Lumineszenzmittel ausgehende Lumineszenzstrahlung.
Durch die Kombination der optischen Filtereigenschaften des mindestens einen absorptiven
Spektralfiltermittels, welches unter Anregungsbedingungen für die Lumineszenzmittel
kaum oder keine Lumineszenz aufweist, mit dem mindestens einen Lumineszenzmittel,
das unter den Lumineszenz-Beleuchtungsbedingungen eine starke Lumineszenz aufweist,
ist unter den Lumineszenz-Beleuchtungsbedingungen ein Muster wahrnehmbar, das wie
das unter normaler Betrachtung wahrnehmbare Muster erscheint.
[0024] In einer möglichen Weiterbildung der vorliegenden Erfindung lumineszieren die absorptiven
Spektralfiltermittel auch bei Anregung mit elektromagnetischer Strahlung nicht. Jedoch
kann es vorteilhaft sein, zumindest einen oder mehrere der absorptiven Spektralfiltermittel,
gegebenenfalls auch alle, derart auszuwählen, dass es/sie unter den Anregungsbedingungen
für das mindestens eine Lumineszenzmittel im sichtbaren Spektralbereich luminesziert/lumineszieren,
und zwar mit jeweils einer geeigneten Farbe (d.h. mit einer spektralen Verteilung
der Lumineszenzstrahlung, die derjenigen der Lichtremission des absorptiven Spektralfiltermittel
zumindest ähnlich ist), weil damit auch bei Betrachtung des Musters unter normalen
Beleuchtungsverhältnissen eine brillantere Darstellung erreicht wird, beispielsweise
bei der Wiedergabe eines Portraitbildes einer Person deren Hautfarbe mit einem natürlicheren
Aussehen. Außerdem können dadurch auch Spektralanteile des Musters ergänzt werden,
in denen das Lumineszenzmittel nicht oder kaum luminesziert. Beispielsweise kann bevorzugt
der Magenta-Farbauszug des Musters mit einem Spektralfiltermittel erzeugt werden,
das unter Berücksichtigung des Farbshifts bei der Lumineszenz zusätzlich luminesziert.
Somit erzeugt mindestens einer des mindestens einen absorptiven Spektralfiltermittels
gemäß dieser bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung bei Anregung keine
Lumineszenzstrahlung, während mindestens ein weiteres absorptives Spektralfiltermittel
unter den Anregungsbedingungen für das mindestens eine Lumineszenzmittel im sichtbaren
Spektralbereich luminesziert. Diese zusätzliche Eigenschaft kann dadurch erreicht
werden, dass das absorptive Spektralfiltermittel zusätzlich zu einem oder mehreren
Farbmitteln einen oder mehrere Aufheller enthält, die aufgrund der Anregung mit elektromagnetischer
Strahlung lumineszieren, oder dadurch, dass es durch einen oder mehrere Farbmittel
gebildet ist, das/die zusätzlich zu den absorptiven auch lumineszierende Eigenschaften
aufweist/en.
[0025] In einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann die zur Anregung
des Lumineszenzmittels verwendete Anregungsstrahlung schmalbandig (Licht mit einer
Emission mit einer Halbwertsbreite von höchstens 25 nm) oder breitbandig (Halbwertsbreite
von mehr als 25 nm) sein.
[0026] In einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann das mindestens
eine Lumineszenzmittel dazu ausgebildet sein, durch Anregung mit UV-Strahlung im sichtbaren
Spektralbereich zu lumineszieren. Damit ist eine Darstellung des Musters ohne Beleuchtung
mit elektromagnetischer Strahlung im sichtbaren Spektralbereich möglich. Grundsätzlich
ist auch eine Anregung mit IR-Strahlung möglich. In diesem Falle müsste Lumineszenz
mit Anti-Stokes-Verschiebung vorliegen, damit diese im sichtbaren Spektralbereich
liegt. Das Muster leuchtet in einer für das menschliche Auge dunklen Umgebung beispielsweise
brillant in einer mehrfarbigen Darstellung, wobei es unter Beleuchtung mit weißem
Lumineszenzlicht vorzugsweise mit derselben Farbverteilung erscheint wie das mit dem
absorptiven Spektralfiltermittel gebildete Muster.
[0027] Beispielsweise kann das mindestens eine Lumineszenzmittel in Form einer oder mehrerer
Druckfarben oder Drucktinten oder in Form von Lumineszenzstoffen oder lumineszierenden
Pigmenten in Druckfarben oder Drucktinten eingesetzt werden. Zusätzlich zu den Lumineszenzstoffen
oder lumineszierenden Pigmenten kann das mindestens eine Lumineszenzmittel weitere
übliche Bestandteile enthalten, beispielsweise Lösungsmittel, Bindemittel, Harze,
Firnisse sowie Hilfsstoffe. Das mindestens eine Lumineszenzmittel kann im sichtbaren
Spektralbereich eine spezifische Absorption oder Remission aufweisen, d.h. gefärbt,
sein, oder es kann farblos sein. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn das mindestens
eine Lumineszenzmittel nach Art einer Lasur transparent oder transluzent und insbesondere
auch farblos ist.
[0028] Es ist ferner bevorzugt, dass das mindestens eine Lumineszenzmittel breitbandig im
sichtbaren Spektralbereich luminesziert, d.h. in einem Spektralbereich von etwa 400
nm bis etwa 750 nm. Falls die spektrale Verteilung der Lumineszenz in diesem Bereich
nicht gleichmäßig ist, ist das emittierte Licht auch gefärbt, beispielsweise leicht
gelblich, wenn höherenergetische (kürzerwellige) Spektralanteile in geringerem Umfange
auftreten, oder grünlich, wenn niedrigerenergetische (längerwellige) und höherenergetische
Spektralanteile in geringerem Umfange auftreten. Das Lumineszenzmittel kann ebenso
wie das absorptive Spektralfiltermittel durch einen einzelnen Lumineszenzstoff, nämlich
einen organischen oder einen anorganischen Stoff, oder durch ein Gemisch mehrerer
Lumineszenzstoffe, nämlich organische und/oder anorganische Stoffe, gebildet sein.
Typische Lumineszenzstoffe sind beispielsweise in
US 3,474,027 A,
DE 198 60 093 A und
DE 10 2007 035 592 A1, deren Offenbarungsgehalt in die vorliegende Anmeldung aufgenommen wird, angegeben.
Es handelt sich um mit Seltenen Erden dotierte Wirtsgitter, wobei insbesondere mit
Terbium, Cer und/oder Europium dotierte Stoffe, beispielsweise Oxysulfide und Oxynitride,
verwendet werden. Die hiermit gebildeten Pigmente können zusätzlich mit organischen
Stoffen ummantelt sein, um die Quantenausbeute der Lumineszenz zu erhöhen. Grundsätzlich
sind auch organische Lumineszenzmittel verwendbar, wie Rhodamin 6G oder Fluoreszein.
[0029] Während für die Bildung eines Musters vorzugsweise gegebenenfalls mehrere unterschiedliche
absorptive Spektralfiltermittel verwendet werden, etwa um ein mehrfarbiges Muster
zu erzeugen, kann für die Erzeugung des Musters vorzugsweise ausschließlich ein einziges
Lumineszenzmittel verwendet werden, das bevorzugt breitbandig im gesamten sichtbaren
Spektralbereich oder zumindest in mehreren Spektralbereichen im sichtbaren Bereich
luminesziert. Damit bildet das Lumineszenzmittel gewissermaßen eine Beleuchtung für
das mit dem absorptiven Spektralfiltermittel gebildete Muster. Falls mehrere Lumineszenzmittel
eingesetzt werden, können sich diese insbesondere in unterschiedlichen Flächenbereichen
des Wert- und/oder Sicherheitsproduktes befinden.
[0030] Zur Erzeugung des Musters mit dem mindestens einen absorptiven Spektralfiltermittel
und/oder mit dem mindestens einen Lumineszenzmittel kann ein herkömmliches Druckverfahren
eingesetzt werden, beispielsweise Offsetdruck, Lettersetdruck, Flexodruck, ein digitales
Druckverfahren, wie Inkjetdruck, Stichtiefdruck und Siebdruck.
[0031] Mindestens ein Lumineszenzmuster, das mit dem mindestens einen Lumineszenzmittel
gebildet ist, und mindestens ein Absorptivmuster, das mit dem mindestens einen absorptiven
Spektralfiltermittel gebildet ist, können sich unmittelbar aufeinander liegend in
verschiedenen Musterebenen befinden oder in derselben Musterebene, indem sie in letzterem
Falle dieselbe Schicht bilden. Alternativ dazu können die Lumineszenzmuster auch in
mindestens einer Lumineszenzschicht gebildet sein, die zu dem Absorptivmuster in mindestens
einer Absorptivschicht beabstandet sind. Beispielsweise können mehrere Musterebenen
für die Absorptivschichten vorliegen, die auch untereinander zueinander beabstandet
sind. Hierzu können die jeweiligen Schichten auf unterschiedliche Oberflächen unterschiedlicher
Folien aufgebracht werden, beispielsweise auf jeweils eine Oberfläche mehrerer Folien,
die danach zusammengetragen und miteinander laminiert werden. Beispielsweise können
das mindestens eine Lumineszenzmittel im Unterdruck, zum Beispiel vollflächig, und
eine Individualisierung mittels des mindestens einen absorptiven Spektralfiltermittels
durch Inkjet-Druckfarbe in einer darüber liegenden Musterebene gebildet sein. Damit
kann das Lumineszenzlicht zur Erzielung eines zur ursprünglichen Farbe des Lumineszenzlichtes
verschiedenen Farbeindruckes absorbiert werden bis hin zur vollständigen Auslöschung
in bestimmten Bereichen.
[0032] Das Lumineszenzmittel kann in einem von dem Sicherheitsmerkmal eingenommenen Flächenbereich
des Wert- und/oder Sicherheitsproduktes ganzflächig oder bevorzugt in Form eines Musters
vorliegen. Gleichermaßen kann das absorptive Spektralfiltermittel in dem von dem Sicherheitsmerkmal
eingenommenen Flächenbereich ganzflächig oder bevorzugt in Form eines Musters angeordnet
sein. Falls sowohl das Lumineszenzmittel als auch das Spektralfiltermittel in Form
von Mustern vorliegen, nämlich in Form des Lumineszenzmusters bzw. in Form des Absorptivmusters,
können diese vorzugsweise passergenau übereinander angeordnet sein. Falls das Lumineszenzmittel
im Bereich des Sicherheitsmerkmals ganzflächig vorliegt und das absorptive Spektralfiltermittel
ein Absorptivmuster bildet, kann das Lumineszenzmittel eine beispielsweise rückseitige
Beleuchtung des Absorptivmusters bilden.
[0033] Das das erfindungsgemäße Sicherheitsmerkmal bildende Muster kann typischerweise aus
einer Vielzahl von Musterelementen gebildet sein. Jedes der Musterelemente oder zumindest
ein Teil der Musterelemente ist sowohl unter den normalen Beleuchtungsverhältnissen
als auch unter den für eine Lumineszenzwahrnehmung geeigneten Beleuchtungsverhältnissen
erkennbar. Dementsprechend sind die Musterelemente gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
der vorliegenden Erfindung durch das mindestens eine Lumineszenzmittel und das mindestens
eine absorptive Spektralfiltermittel gebildet.
[0034] In einer besonderen Ausführungsform dieser Weiterbildung der vorliegenden Erfindung
werden mit dem mindestens einen Lumineszenzmittel Lumineszenz-Musterelemente und mit
dem mindestens einen absorptiven Spektralfiltermittel Absorptiv-Musterelemente gebildet.
Die Lumineszenz-Musterelemente und die Absorptiv-Musterelemente sind vorzugsweise
jeweils im Wesentlichen größengleich ausgebildet und werden passergenau zueinander
auf jeweils mindestens einer Oberfläche des Produktträgers oder jeweils mindestens
einer Oberfläche eines Vorproduktes gebildet, beispielsweise gedruckt. Die Lumineszenz-Musterelemente
liegen demnach übereinander und zwar im Wesentlichen passergenau. Oberhalb bzw. unterhalb
(in Vertikalrichtung) der absorptiven Musterelemente ist demnach auch Material des
Lumineszenzmittels bzw. sind die Lumineszenz-Musterelemente angeordnet und umgekehrt.
Oberhalb bzw. unterhalb von Bereichen außerhalb der Absorptiv-Musterelemente ist dagegen
vorzugsweise kein Material des Lumineszenzmittels bzw. sind keine Lumineszenz-Musterelemente
angeordnet und umgekehrt. Falls die Musterelemente jeweils in einem Raster angeordnet
sind, können die Raster registergenau zueinander angeordnet sein.
[0035] Alternativ ist es natürlich auch möglich, dass das mindestens eine Lumineszenzmittel
eine oder mehrere durchgehende (lückenlose) oder unterbrochene Schicht/en bildet,
die sich auch in Bereiche außerhalb der Absorptiv-Musterelemente erstreckt/en. Diese
Schicht/en kann/können gerastert in einzelnen Bildpunkten (Pixeln) oder nicht gerastert
(nicht in Bildpunkte aufgelöst) ausgebildet sein. Zur Erzeugung dieser Lumineszenz-Musterschicht/en
kann ein übliches Druckverfahren eingesetzt werden, beispielsweise ein Flachdruckverfahren,
wie das Offsetdruckverfahren. Die das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel
enthaltende mindestens eine Absorptiv-Musterschicht kann ebenfalls gerastert oder
ungerastert gebildet werden, beispielsweise mit einem Flachdruckverfahren, wie dem
Offset-Druckverfahren, oder mit einem digitalen Druckverfahren, wie dem Injet-Druckverfahren.
Die mindestens eine Lumineszenz-Musterschicht kann bevorzugt in einer oder mehreren
Lumineszenz-Musterebenen liegen, die unterhalb von einer oder mehreren Absorptiv-Musterebenen
liegen, in denen die mindestens eine Absorptiv-Musterschicht gebildet ist. Die umgekehrte
Anordnung ist grundsätzlich ebenfalls möglich. Ein durch die mindestens eine Absorptiv-Musterschicht
gebildetes Absorptivmuster kann beispielsweise eine Seriennummer oder ein Schattenbild
des Dokumenteninhabers sein.
[0036] In noch einer anderen Verfahrensvariante ist es ferner auch möglich, jeweils vorzugsweise
unterschiedliche Muster mit dem mindestens einen Lumineszenzmittel und dem mindestens
einen absorptiven Spektralfiltermittel in unterschiedlichen Musterebenen zu bilden,
die zwar übereinander, aber nicht passergenau übereinander liegen, wobei mindestens
eine mit dem mindestens einen Lumineszenzmittel gebildete Lumineszenz-Musterschicht
ein beispielsweise eine erste Information darstellendes Lumineszenzmuster und mindestens
eine mit dem mindestens einen absorptiven Spektralfiltermittel gebildete Absorptiv-Musterschicht
ein beispielsweise eine zweite Information darstellendes Absorptivmuster ausbilden,
die übereinander angeordnet sind, d.h. sich überlagern. Auch in diesem Falle kann
die mindestens eine Lumineszenz-Musterschicht bevorzugt in einer oder mehreren ersten
Musterebenen liegen, die unterhalb von einer oder mehreren zweiten Musterebenen angeordnet
sind, in denen die mindestens eine Absorptiv-Musterschicht gebildet ist. Die umgekehrte
Anordnung ist grundsätzlich ebenfalls möglich. Die Lumineszenz-Musterschicht und/oder
die Absorptiv-Musterschicht kann/können mittels eines der vorstehend angegebenen Druckverfahren
erzeugt sein, beispielsweise mit einem Flachdruckverfahren, wie dem Offsetdruckverfahren,
oder mit einem digitalen Druckverfahren, wie dem Inkjet-Druckverfahren. Ein durch
die mindestens eine Lumineszenz-Musterschicht gebildetes Lumineszenzmuster kann beispielsweise
ein Schattenbild des Dokumenteninhabers sein, während ein durch die mindestens eine
Absorptiv-Musterschicht gebildetes Absorptivmuster beispielsweise eine Seriennummer,
der Name des Dokumenteninhabers, ein Wappen oder ein sonstiges Muster sein kann. Die
vorstehenden Ausführungsformen sind auch in Varianten möglich, bei denen das Muster
anstatt durch Musterelemente in einer nicht durch Musterelemente gebildeten (nicht
gerasterten) Darstellung gebildet sind.
[0037] Insbesondere bevorzugt ist es, wenn die Lumineszenz-Musterelemente und die Absorptiv-Musterelemente
jeweils auf derselben Oberfläche auf oder in dem Produkt und ganz besonders bevorzugt
unmittelbar in Kontakt zueinander, nämlich aufeinanderliegend, angeordnet sind. Die
Lumineszenz-Musterelemente können in diesem Falle auf den Absorptiv-Musterelementen
angeordnet sein, d.h. die Absorptiv-Musterelemente liegen zwischen den Lumineszenz-Musterelementen
und dem Träger, auf dem die Musterelemente aufgebracht sind, oder die Absorptiv-Musterelemente
können auf den Lumineszenz-Musterelementen angeordnet sein, d.h. die Lumineszenz-Musterelemente
liegen zwischen den Absorptiv-Musterelementen und dem Träger. Falls die Lumineszenz-Musterelemente
und die Absorptiv-Musterelemente in diesem Falle auf der Oberfläche einer Produktlage
gebildet werden, die nach deren Bildung von einer weiteren Produktlage überdeckt wird,
und der gebildete Stapel anschließend unter Laminierbedingungen zu einem Laminat weiterverarbeitet
wird, sodass die Lumineszenz- und Absorptiv-Musterelemente schließlich in dem Laminat
innen liegen, werden die Lumineszenz-Musterelemente und die Absorptiv-Musterelemente
unter den bei der Lamination herrschenden Bedingungen (insbesondere bei erhöhter Temperatur,
erhöhtem Druck) im Allgemeinen zu einer einheitlichen Schicht verschmolzen. Jedenfalls
diffundieren die die Lumineszenz-Musterelemente bildenden Lumineszenzmittel und die
die Absorptiv-Musterelemente bildenden absorptiven Spektralfiltermittel in das Lagenmaterial
des Produktes und bilden dort eine gemeinsame Musterelementschicht. Falls die hierfür
erforderlichen Bedingungen für eine erkennbare Diffusion nicht ausreicht, werden dagegen
zwei verschiedene Schichten, nämlich eine Lumineszenz-Musterelementschicht, in der
alle mit Lumineszenzmittel erzeugten Lumineszenz-Musterelemente liegen, und eine Absorptiv-Musterelementschicht,
in der alle mit absorptivem Spektralfiltermittel erzeugten Absorptiv-Musterelemente
liegen, gebildet, die unmittelbar aufeinanderliegend auf dem Trägermaterial angeordnet
sind. Bei der Herstellung der Musterelemente können die Lumineszenz-Musterelemente
zuerst auf das Trägermaterial aufgebracht und die Absorptiv-Musterelemente dann auf
den Lumineszenz-Musterelementen gebildet werden. Selbstverständlich können alternativ
auch die Absorptiv-Musterelemente zuerst auf das Trägermaterial aufgebracht und die
Lumineszenz-Musterelemente danach auf den Absorptiv-Musterelementen gebildet werden.
Die vorstehend angegebenen Ausführungsformen gelten auch für den Fall nicht gerasterter
Musterschichten.
[0038] Alternativ zu der vorstehenden Ausführungsform mit zwei verschiedenen Schichten auf
derselben Oberfläche einer Produktlage können die Lumineszenz-Musterelementschicht
und die Absorptiv-Musterelementschicht auf verschiedenen übereinander liegenden Oberflächen
(in verschiedenen Ebenen) angeordnet sein, beispielsweise auf den beiden Oberflächen
derselben Produktlage oder auf Oberflächen verschiedener Produktlagen. Beispielsweise
kann das Lumineszenzmittel als Unterdruck auf einer ersten Oberfläche und das absorptive
Spektralfiltermittel individualisierend mittels Tintenstrahldruck (Inkjet-Druck) in
einer darüber liegenden Ebene (auf einer zweiten Oberfläche) gebildet werden. Auch
die vorstehend angegebenen Ausführungsformen sind in Varianten möglich, bei denen
das Muster anstatt durch Musterelemente in einer nicht durch Musterelemente gebildeten
(nicht gerasterten) Darstellung gebildet sind.
[0039] In allen Fällen, beispielsweise dann, wenn das mindestens eine Lumineszenzmittel
und das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel in einer einzigen Musterelemente
bildenden Schicht vorliegen, ferner dann, wenn das mindestens eine Lumineszenzmittel
auf dem Trägermaterial unten liegende Lumineszenz-Musterelemente und das mindestens
eine absorptive Spektralfiltermittel oben liegende Absorptiv-Musterelemente bilden,
ferner dann, wenn umgekehrt das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel auf
dem Trägermaterial unten liegende Absorptiv-Musterelemente und das mindestens eine
Lumineszenzmittel oben liegende Lumineszenz-Musterelemente bilden, sowie auch in den
Fällen nicht gerasterter, d.h. nicht in Musterelementen ausgeführter, Musterschichten
wird auf die Musterelemente bzw. die nicht gerasterten Musterschichten einfallende
Strahlung, nämlich Licht im sichtbaren Spektralbereich, von den Absorptiv-Musterelementen
bzw. den nicht gerasterten Absorptiv-Musterschichten gefiltert, sodass das Muster
unter normalen Beleuchtungsbedingungen mit sichtbarem Licht in gleicher Weise wahrnehmbar
ist wie unter für die Lumineszenz geeigneten Beleuchtungsbedingungen.
[0040] Alternativ zu den vorstehenden Ausführungsformen und ganz besonders bevorzugt können
die Musterelemente in einer einzigen Musterelementschicht liegen, die sowohl das mindestens
eine Lumineszenzmittel als auch das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel
enthält. Hierzu können die für die Bildung der Musterelemente verwendeten Lumineszenz-
und absorptiven Spektralfiltermittel in einem gemeinsamen Material enthalten sein,
das auf das Trägermaterial aufgebracht wird, gegebenenfalls wiederum in mehreren Farbauszügen
übereinander erzeugt. Daher ist die gebildete Musterelementschicht homogen und nicht
aus zwei Schichten aufgebaut. Alternativ kann die das mindestens eine Lumineszenzmittel
und das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel enthaltende Musterelementschicht
auch durch zunächst separates Erzeugen von zwei aneinander anliegenden Schichten und
anschließendes Verschmelzen beider Schichten miteinander, insbesondere bei erhöhter
Temperatur, beispielsweise beim Laminieren der Trägerlage mit weiteren Lagen, gebildet
werden. Die vorstehend angegebenen Ausführungsformen gelten auch für den Fall nicht
gerasterter Musterschichten aus Lumineszenz-und absorptivem Spektralfiltermittel.
[0041] Gemäß den vorstehend erläuterten bevorzugten Ausführungsformen sind also das mit
dem mindestens einen absorptiven Spektralfiltermittel gebildete Muster und das mit
dem mindestens einen Lumineszenzmittel gebildete Muster überlagert; sie liegen passergenau
und zumindest registergenau übereinander.
[0042] In allen vorstehend erläuterten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können
das Absorptivmuster individualisierend, beispielsweise personalisierend, für das Wert-
und/oder Sicherheitsprodukt sein und das Lumineszenzmuster nicht individualisierend.
Alternativ dazu können auch das Lumineszenzmuster individualisierend und das Absorptivmuster
nicht individualisierend sein. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind
beide Muster individualisierend. Alternativ dazu können beide Muster nicht individualisierend
sein.
[0043] Das Trägermaterial, auf das das mindestens eine Lumineszenzmittel und das mindestens
eine absorptive Spektralfiltermittel aufgebracht sind, ist Bestandteil des Wert- und/oder
Sicherheitsprodukts. Beispielsweise handelt es sich um eine einzelne Trägermateriallage,
die mit weiteren Trägermateriallagen zu einem Stapel zusammengetragen und dann mit
diesen weiteren Lagen beispielsweise in einem Laminierverfahren verbunden wird, um
das Wert- und/oder Sicherheitsdokument zu bilden. Alternativ kann das Trägermaterial
auch ein bereits weitgehend fertig gestelltes Wert- und/oder Sicherheitsprodukt sein,
auf dessen eine oder beide Oberfläche/n das Sicherheitsmerkmal aufgebracht wird. Alternativ
kann das Trägermaterial nach dem Aufbringen des Sicherheitsmerkmals zusätzlich mit
einem Schutzlack überzogen werden, sodass das Sicherheitsmerkmal im fertig gestellten
Produkt innenliegt und damit für einen Dritten nicht ohne weiteres manipulierbar ist.
[0044] Das Wert- und/oder Sicherheitsprodukt kann aus einem Polymer gebildet sein, das ausgewählt
ist aus einer Gruppe, umfassend Polycarbonat (PC), insbesondere Bisphenol A-Polycarbonat,
Polyethylenterephthalat (PET), deren Derivate, wie Glykol-modifiziertes PET (PETG),
Polyethylennaphthalat (PEN), Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylbutyral (PVB), Polymethylmethacrylat
(PMMA), Polyimid (PI), Polyvinylalkohol (PVA), Polystyrol (PS), Polyvinylphenol (PVP),
Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), thermoplastische Elastomere (TPE), insbesondere
thermoplastisches Polyurethan (TPU), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS) sowie
deren Derivate, und/oder Papier. Außerdem kann das Produkt auch aus mehreren dieser
Materialien hergestellt sein. Bevorzugt besteht es aus PC oder PC/TPU/PC. Die Polymere
können entweder ungefüllt oder gefüllt vorliegen. Im letzteren Falle sind sie vorzugsweise
transparent oder transluzent. Falls die Polymere gefüllt sind, sind sie opak. Die
vorstehenden Angaben beziehen sich sowohl auf miteinander zu verbindende Folien als
auch auf Flüssigformulierungen, die auf ein Vorprodukt aufgebracht werden, wie einen
Schutzlack. Bevorzugt wird das Produkt aus 3 bis 12, vorzugsweise 4 bis 10 Folien
(einschließlich des Trägers der Datenübertragungseinrichtung), hergestellt. Ein solcherart
gebildetes Laminat kann abschließend ein- oder beidseitig mit einem Schutzlack überzogen
werden. Derart gebildete Overlaylagen schützen ein darunter angeordnetes Sicherheitsmerkmal
und/oder verleihen dem Dokument die erforderliche Abriebfestigkeit. Das Sicherheitsmerkmal
ist vorzugsweise auf einer der inneren Lagen gebildet.
[0045] Das Wert- und/oder Sicherheitsdokument kann zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen Sicherheitsmerkmal
weitere Sicherheitsmerkmale aufweisen, beispielsweise Guillochen, Mikroschrift, Hologramme,
Kinegramme und dergleichen. Ferner kann das Dokument auch elektronische Komponenten
aufweisen, beispielsweise einen RFID-Schaltkreis mit Antenne und RFID-Mikrochip, elektronische
Anzeigeelemente, LEDs, berührungsempfindliche Sensoren und dergleichen. Die elektronischen
Komponenten können beispielsweise zwischen zwei opaken Lagen des Dokuments versteckt
angeordnet sein.
[0046] Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen nachfolgend beschriebene Figuren.
- Fig. 1
- zeigt ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem Gesichtsbild des Dokumenteninhabers
in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2
- zeigt eine Anordnung zur Verifikation der Echtheit des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
von Fig. 1 unter Beleuchtungsbedingungen mit Licht im sichtbaren Spektralbereich (a);
unter Beleuchtungsbedingungen mit UV-Licht (b);
- Fig. 3
- zeigt Ausführungsformen der Anordnung von Absorptiv- und LumineszenzMusterelementen
in schematischen Schnittansichten: (a) mit obenliegenden Lumineszenz-Musterelementen;
(b) mit obenliegenden Absorptiv-Musterelementen; (c) mit Musterelementen, die zugleich
mindestens ein absorptives Spektralfiltermittel und mindestens ein Lumineszenzmittel
enthalten; (d) wie (c), allerdings innenliegend zwischen zwei Produktlagen;
- Fig. 4
- zeigt ein Musterelement mit einem obenliegenden Lumineszenz-Musterelement in schematischen
Schnittansichten zur Veranschaulichung der Verhältnisse der Lichtabsorption bzw. -remission:
(a) bei Betrachtung mit Licht im sichtbaren Spektralbereich; (b) bei Betrachtung unter
Lumineszenzbedingungen;
- Fig. 5
- zeigt ein Musterelement mit einem untenliegenden Lumineszenz-Musterelement in schematischen
Schnittansichten zur Veranschaulichung der Verhältnisse der Lichtabsorption bzw. -remission:
(a) bei Betrachtung mit Licht im sichtbaren Spektralbereich; (b) bei Betrachtung unter
Lumineszenzbedingungen;
- Fig. 6
- zeigt zwei verschiedene Musterelemente mit jeweils einem obenliegenden AbsorptivMusterelement
in schematischen Schnittansichten zur Veranschaulichung der Verhältnisse der Lichtabsorption
bzw. -remission: (a) bei Betrachtung mit Licht im sichtbaren Spektralbereich; (b)
bei Betrachtung unter Lumineszenzbedingungen;
- Fig. 7
- zeigt eine Anordnung eines Inkjet-Druckers mit fünf Druckköpfen und einem Produktträger
mit Musterelementen in einer schematischen Ansicht;
- Fig. 8
- zeigt den Aufbau für Inkjetdruck des absorptiven Spektralfiltermittels und des Lumineszenzmittels
in einer schematischen Darstellung.
[0047] In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen Elemente mit derselben Funktion.
[0048] Das in Fig. 1 gezeigte Wert- und/oder Sicherheitsdokument 100 ist eine ID-Karte,
die beispielsweise durch Laminieren von mehreren Produktlagen aus Polycarbonat hergestellt
wurde. Diese ID-Karte weist auf dessen hier gezeigter Oberseite 101 in Feldern 102,
103, 104 diverse Angaben über den Karteninhaber, einschließlich eines Gesichtsbildes
dieses Karteninhabers, auf. Diese Angaben stellen Personalisierungsangaben dar. Das
Gesichtsbild ist ein Sicherheitsmerkmal 200 und stellt ein Muster 201 aus Musterelementen
dar, die in erfindungsgemäßer Art und Weise aus Absorptiv-Musterelementen 210 und
Lumineszenz-Musterelementen 220 (in einem Aufbau etwa wie in Fig. 6a gezeigt) gebildet
sind. Das Gesichtsbild ist mit einem Druckverfahren, beispielsweise einem Inkjet-Verfahren
gebildet. Um das Gesichtsbild farbig wiedergeben zu können, sind mehrere Druckauszüge
erstellt und übereinander gedruckt worden (nicht dargestellt). Beispielsweise können
die verschiedenen Druckauszüge in einem Druckdurchgang bei einem Inkjet-Druckverfahren
mittels der hierfür erforderlichen absorptiven Spektralfiltermittel und des Lumineszenzmittels,
die von entsprechenden Druckköpfen des Druckers appliziert werden, nacheinander auf
derselben Oberfläche erzeugt werden. Hierzu kann der Inkjet-Drucker D beispielsweise
zusätzlich zu den Druckköpfen für die Farben für cyan (C), magenta (M), yellow (Y)
und key (K) einen weiteren Druckkopf (L) aufweisen, mit dem die Lumineszenz-Musterelemente
gedruckt werden. Eine hierfür geeignete Vorrichtung ist in Fig. 7 gezeigt. Ein Vorteil
dieser Vorgehensweise besteht darin, dass kein Justageschritt benötigt wird und die
Herstellzeit damit außerordentlich kurz ist. Alternativ kann der Drucker auch lediglich
die vier Druckköpfe C, M, Y, K aufweisen, wobei jede der vier Druckfarben in Form
jeweils eines hierfür geeigneten absorptiven Spektralfiltermittels mit einem Lumineszenzmittel
L im Gemisch vorliegt, wobei alle Druckfarben dasselbe Lumineszenzmittel enthalten.
Um das Gesichtsbild und die übrigen Angaben über den Dokumenteninhaber gegen eine
Fälschung und/oder Verfälschung und/oder Kopie zu schützen, ist die Oberseite der
Karte nachträglich noch mit einer Overlayschicht aus einem abriebfesten Material überzogen
worden, beispielsweise aus PET oder einem Schutzlack (nicht dargestellt).
[0049] Für die Verifikation des Dokuments 100 wird dieses zum einen unter üblicher Beleuchtung
mit einer im Wesentlichen weißen Lichtquelle VIS beleuchtet (Fig. 2a). Das Gesichtsbild
200 erscheint unter diesen Beleuchtungsbedingungen farbig und gibt das Bild des Dokumenteninhabers
natürlich wieder. Zum anderen kann die ID-Karte außerdem auch unter Beleuchtungsbedingungen
untersucht werden, bei denen diese ausschließlich mit UV-Anregungsstrahlung beleuchtet
wird, d.h. mit Ausnahme der Lumineszenz ist der Beleuchtungsraum völlig oder zumindest
weitgehend dunkel. Hierzu dient eine UV-Lichtquelle UV, die beispielsweise elektromagnetische
Strahlung mit 365 nm emittiert. Da das Lumineszenzmittel von der UV-Anregungsstrahlung
beleuchtet wird und dadurch Lumineszenzstrahlung aussendet, die wiederum von dem absorptiven
Spektralfiltermittel gefiltert wird, erscheint das Gesichtsbild auch unter diesen
Beleuchtungsbedingungen farbig und zwar lumineszierend (Fig. 2b).
[0050] In Fig. 3 sind mehrere Möglichkeiten der Bildung der das Muster 201 bildenden Musterelemente
280, die durch das mindestens eine absorptive Spektralfiltermittel und das mindestens
eine Lumineszenzmittel gebildet sind, gezeigt. Das Muster besteht aus mehreren Musterelementen,
die zusammen das von dem Betrachter wahrgenommene Muster bilden. Anstelle eines derart
gerasterten Musters kann dieses auch nicht gerastert ausgebildet sein. Die einzelnen
Musterelemente können gemäß den Fig. 3a bis 3d auf unterschiedliche Art und Weise
auf oder in einem Träger 110 gebildet sein, beispielsweise auf diesen aufgedruckt:
Gemäß Fig. 3a werden zunächst Absorptiv-Musterelemente 210, die durch das mindestens
eine absorptive Spektralfiltermittel gebildet sind, in Form einer Absorptiv-Musterelementschicht
240 auf dem Träger 110 gebildet. Lediglich beispielhaft sind die Musterelemente 280
in diesem und den nachfolgenden Beispielen zueinander beabstandet dargestellt. Selbstverständlich
ist es auch möglich, die Musterelemente zumindest zum Teil auch unmittelbar aneinander
angrenzend und/oder einander überlappend zu erzeugen. Mit dem mindestens einen absorptiven
Spektralfiltermittel können übliche Druckfarben gebildet werden. Es können insbesondere
mehrere Druckauszüge mit unterschiedlichen Druckfarben erzeugt und gedruckt werden,
die zusammen das farbige Muster, etwa das Gesichtsbild 200 von Fig. 1 ergeben. Auf
den Absorptiv-Musterelementen werden danach Lumineszenz-Musterelemente 220, die durch
das mindestens eine Lumineszenzmittel gebildet sind, in Form einer Lumineszenz-Musterelementschicht
250 erzeugt. Das Lumineszenzmittel kann beispielsweise mindestens einen Lumineszenzstoff,
beispielsweise Rhodamin 6G oder Fluoreszein oder eine Mischung dieser Stoffe, enthalten.
Eine der Druckfarben kann zusätzlich eine Lumineszenz beispielsweise mit einer Magenta-Farbe
aufweisen. Die Lumineszenz-Musterelemente sind weitgehend passergenau auf den Absorptiv-Musterelementen
gebildet.
[0051] Das erzeugte Muster 201 zeigt sowohl bei Beleuchtung mit sichtbarem Licht (VIS) als
auch bei Anregung mit UV-Licht (UV) eine farbige Darstellung.
[0052] Gemäß Fig. 3b werden zunächst Lumineszenz-Musterelemente 220, die durch das mindestens
eine Lumineszenzmittel gebildet sind, in Form einer Lumineszenz-Musterelementschicht
250 auf dem Träger 110 erzeugt. Auf den Lumineszenz-Musterelementen werden danach
Absorptiv-Musterelemente 210 in Form einer Absorptiv-Musterelementschicht 240 gebildet.
Auch die Absorptiv-Musterelemente sind weitgehend passergenau auf den Lumineszenz-Musterelementen
gebildet. Bezüglich des Aufbaus der Musterelemente 280 aus Absorptiv- und Lumineszenz-Musterelementen
und der Auswahl der Lumineszenzmittel und absorptiven Spektralfiltermittel wird auf
das Beispiel von Fig. 3a Bezug genommen.
[0053] Das erzeugte Muster 201 zeigt sowohl bei Beleuchtung mit sichtbarem Licht (VIS) als
auch bei Anregung mit UV-Licht (UV) eine farbige Darstellung.
[0054] Gemäß Fig. 3c sind Musterelemente 280 in Form von Kombinations-Musterelementen 230
auf einem Träger 110 gebildet, die eine Musterelementschicht 260 bilden und die sowohl
durch das mindestens eine Lumineszenzmittel als auch das mindestens eine absorptive
Spektralfiltermittel gebildet sind. Bezüglich der Auswahl der Lumineszenz- und absorptiven
Spektralfiltermittel wird auf das Beispiel von Fig. 3a Bezug genommen. Die Musterelemente
werden auch in diesem Falle in mehreren Farbauszügen erzeugt. Hierzu wird Farbmaterial
verwendet, das jeweils mindestens ein Lumineszenzmittel und je nach Farbauszug eines
von mehreren absorptiven Spektralfiltermitteln enthält.
[0055] Das erzeugte Muster 201 zeigt sowohl bei Beleuchtung mit sichtbarem Licht (VIS) als
auch bei Anregung mit UV-Licht (UV) eine farbige Darstellung.
[0056] Eine einzige Musterelementschicht 260 aus Musterelementen 280 ergibt sich beispielsweise
auch dann, wenn auf einer Produktlage 110 jeweils aufeinander liegende Absorptiv-Musterelementschichten
240 und Lumineszenz-Musterelementschichten 250 (wie gemäß Fig. 3a oder 3b) gebildet
werden und diese Produktlage dann mit einer weiteren Produktlage 110' vereinigt und
unter Einwirkung von erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck zu einem Laminat weiterverarbeitet
werden. In diesem Falle diffundieren die Lumineszenzmittel und absorptiven Spektralfiltermittel
in die angrenzenden Produktlagen 110, 110' sowie jeweils ineinander, sodass sich eine
einzige Musterelementschicht 260 aus kombinierten Lumineszenz- und Absorptiv-Musterelementen
bildet (Fig. 3d).
[0057] In Fig. 4 sind die Verhältnisse bei einer Bestrahlung mit weißem Licht (VIS) (Fig.
4a) und mit UV-Strahlung (UV), beispielsweise mit schmalbandiger Strahlung bei 312
nm, (Fig. 4b) gezeigt. Das sichtbare Licht ist durch die Grundfarben blau (b), grün
(g) und rot (r) symbolisiert. Diese Farbanteile treten durch das oben liegende Lumineszenz-Musterelement
220 hindurch, ohne von diesem absorbiert oder in nennenswertem Umfange gestreut zu
werden. Hierzu ist das mindestens eine Lumineszenzmittel, das dieses Lumineszenz-Musterelement
bildet, im sichtbaren Spektralbereich vollständig oder zumindest weitgehend strahlungsdurchlässig
und außerdem vorzugsweise nicht streuend, daher transparent (oder gegebenenfalls transluzent)
und farblos (oder nur wenig gefärbt). Das sich in Fig. 4a unterhalb des Lumineszenz-Musterelements
befindende Absorptiv-Musterelement 210 weist eine Rot- und eine Grünabsorption auf
und erscheint für das menschliche Auge daher blau. Aus diesem Grunde werden der Rotanteil
(r) und der Grünanteil (g) des einfallenden Lichtes in dem Absorptiv-Musterelement
210 absorbiert, während der Blauanteil (b) durch das Absorptiv-Musterelement hindurchtritt
und remittiert wird. Durch Remission dieses Lichtanteils erscheint das Musterelement
280 daher blau.
[0058] In Fig. 4b sind die Verhältnisse bei einer Beleuchtung ausschließlich mit UV-Licht
(UV) wiedergegeben. Die in das Musterelement 280 eintretende UV-Strahlung erzeugt
in dem obenliegenden Lumineszenz-Musterelement 220 annähernd weißes Lumineszenzlicht
mit den Farbanteilen blau (b), grün (g) und rot (r). Diese Strahlung wird ungerichtet
emittiert und gelangt in das darunter liegende Absorptiv-Musterelement 210, wo es
gefiltert wird: Der Rotanteil (r) und der Grünanteil (g) werden in dem Absorptiv-Musterelement
absorbiert, während der Blauanteil (b) hindurchtritt und remittiert wird. Dadurch
erscheint dieses Musterelement durch die UV-Anregung blau leuchtend.
[0059] Dieselben Verhältnisse ergeben sich auch mit einem untenliegenden Lumineszenz-Musterelement
220 und einem obenliegenden Absorptiv-Musterelement 210, die jeweils eine Lumineszenz-Musterelementschicht
250 bzw. eine Absorptiv-Musterelementschicht 240 bilden (Fig. 5). Bei Beleuchtung
mit sichtbarem Licht (VIS) (Fig. 5a) werden in diesem Falle der Rotanteil (r) und
der Grünanteil (g) bereits in dem obenliegenden Absorptiv-Musterelement absorbiert,
sodass das Musterelement 280 insgesamt blau erscheint. Bei Beleuchtung mit UV-Strahlung
(UV) (Fig. 5b) tritt diese durch das Absorptiv-Musterelement hindurch. Hierzu ist
es natürlich erforderlich, dass dieses für die UV-Strahlung durchlässig ist und möglichst
nicht gestreut wird. Im Lumineszenz-Musterelement wird breitbandig sichtbare Lumineszenzstrahlung
mit einem Blauanteil (b), einem Grünanteil (g) und einem Rotanteil (r) erzeugt. Lediglich
der Blauanteil dieser Strahlung kann durch das obenliegende Absorptiv-Musterelement
hindurchtreten, da der Grünanteil und der Rotanteil von dem Absorptiv-Musterelement
herausgefiltert werden.
[0060] In Fig. 6 sind ferner die Verhältnisse mit zwei verschiedenen Musterelementen 280,
280', die sich hinsichtlich der spektralen Absorption des Absorptiv-Musterelements
210, 210' unterscheiden, gezeigt. Jeweils untenliegend befinden sich die Lumineszenz-Musterelemente
220 und obenliegend die Absorptiv-Musterelemente 210, 210'. Die Lumineszenz-Musterelemente
bilden zusammen eine Lumineszenz-Musterelementschicht 250, und die Absorptiv-Musterelemente
bilden zusammen eine Absorptiv-Musterelementschicht 240. Die beiden Lumineszenz-Musterelemente
sind mit demselben Lumineszenzmittel gebildet. Dagegen befinden sich in den beiden
Absorptiv-Musterelementen jeweils unterschiedliche absorptive Spektralfiltermittel.
Das jeweils obenliegende linke Musterelement 280 weist ein den Rotanteil (r) und den
Grünanteil (g) von sichtbarer Strahlung (VIS) absorbierendes Absorptiv-Musterelement
210, das blau (b) erscheint, und das jeweils rechte Musterelement 280' ein den Blauanteil
(b) und den Grünanteil (g) absorbierendes Absorptiv-Musterelement 210' auf, sodass
dieses Musterelement 280' rot (r) erscheint. Dieser Aufbau entspricht dem in Fig.
5 gezeigten.
[0061] In Fig. 6a ist die Situation bei der Beleuchtung und Betrachtung des Musters mit
sichtbarem Licht (VIS) dargestellt und in Fig. 6b mit UV-Anregungsstrahlung (UV).
Von der sichtbaren Strahlung wird im linken Musterelement 280 lediglich der Blauanteil
(b) remittiert, während dies im rechten Musterelement 280' der Rotanteil (r) ist.
Daher werden das linke Musterelement unter Beleuchtung mit sichtbarem Licht blau und
das rechte Musterelement rot wahrgenommen. Unter UV-Bestrahlung ergibt sich ein entsprechendes
Bild: Der Rotanteil (r) und der Grünanteil (g) des Lumineszenzlichtes werden im obenliegenden
linken Absorptiv-Musterelement 210 absorbiert, sodass von dem linken Musterelement
280 lediglich der Blauanteil (b) des Lumineszenzlichtes emittiert wird, während im
obenliegenden rechten Absorptiv-Musterelement 210' der Blauanteil (b) und der Grünanteil
(g) des Lumineszenzlichtes absorbiert werden und von dem rechten Musterelement 280'
lediglich der Rotanteil (r) des Lumineszenzlichtes emittiert wird. Daher sieht das
durch Lumineszenz erzeugte Muster 201 im Wesentlichen genauso aus wie das unter sichtbarer
Lichtbestrahlung erhaltene.
[0062] In einem weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel werden eine Lumineszenzschicht
mit einem Lumineszenzmittel und eine Absorptivschicht mit einem absorptiven Spektralfiltermittel
gebildet, indem diese unmittelbar übereinander auf dieselbe Oberfläche einer Polymerfolie
gedruckt werden. Das Lumineszenzmittel luminesziert bei Anregung mit UV-Strahlung
annähernd weiß. Die beiden Schichten werden mittels Inkjet-Druck erzeugt. Die Absorptivschicht
wird auf der zuerst gedruckten Lumineszenzschicht gebildet. In den Fig. 8A, 8B, 8C
und 8D sind unterschiedliche Beispiele angegeben. Jeweils obenstehend (I) sind mit
Lumineszenzmittel gebildete Lumineszenzmuster und darunterstehend (II) mit absorptivem
Spektralfiltermittel gebildete Absorptivmuster gezeigt. Ganz unten (III) sind jeweils
die übereinander zu einem Gesamtmuster gedruckten Muster dargestellt.
[0063] Gemäß dem Beispiel von Fig. 8A werden der Vorname des Dokumenteninhabers und ein
Datum in der Lumineszenzfarbe und dessen Gesichtsbild mit einer herkömmlichen Druckfarbe,
die ein absorptives Spektralfiltermittel enthält, gedruckt. Zusammen ergibt dies eine
Überlagerung des Vornamens des Dokumenteninhabers und das Datum mit dessen Gesichtsbild,
wobei der Vorname und das Datum nur dann sichtbar werden, wenn die Darstellung mit
der UV-Strahlung bestrahlt wird. In den Bereichen des Vornamens und des Datums, die
nicht von dem Gesichtsbild überlagert sind, erscheinen diese mit der ursprünglichen
Lumineszenzfarbe des Lumineszenzmittels, nämlich annähernd weiß. In den Bereichen,
die von dem Gesichtsbild überlagert sind, erscheinen der Vorname und das Datum auch
unter Lumineszenz-Befeuchtungsbedingungen mit der Farbe des Gesichtsbildes.
[0064] Gemäß dem Beispiel von Fig. 8B werden ein vollflächiges Feld mit der Lumineszenzfarbe
und das Gesichtsbild des Dokumenteninhabers mit einer herkömmlichen Druckfarbe, die
ein absorptives Spektralfiltermittel enthält, gedruckt. Zusammen ergibt dies eine
Überlagerung des Feldes mit dem Gesichtsbild des Dokumenteninhabers, wobei das Feld
nur dann sichtbar wird, wenn die Darstellung mit der UV-Strahlung bestrahlt wird.
In den Bereichen des Feldes, die nicht von dem Gesichtsbild überlagert sind, erscheint
es mit der ursprünglichen Lumineszenzfarbe des Lumineszenzmittels, nämlich annähernd
weiß. In den Bereichen, die von dem Gesichtsbild überlagert sind, erscheint das Feld
unter Lumineszenz-Beleuchtungsbedingungen mit der Farbe des Gesichtsbildes.
[0065] Gemäß dem Beispiel von Fig. 8C werden das Gesichtsbild des Dokumenteninhabers in
der Lumineszenzfarbe und dessen Gesichtsbild außerdem mit einer herkömmlichen Druckfarbe,
die ein absorptives Spektralfiltermittel enthält, passergenau übereinander gedruckt.
Zusammen erscheint das Gesichtsbild des Dokumenteninhabers bei Beleuchtung mit sichtbarem
Sicht in natürlicher Farbverteilung und bei Beleuchtung mit UV-Strahlung ebenfalls
mit der natürlichen Farbverteilung.
[0066] Gemäß dem Beispiel von Fig. 8D werden ein Strichmuster in der Lumineszenzfarbe und
das Gesichtsbild des Dokumenteninhabers mit einer herkömmlichen Druckfarbe, die ein
absorptives Spektralfiltermittel enthält, gedruckt. Zusammen ergibt dies eine Überlagerung
des Strichmusters mit dem Gesichtsbild des Dokumenteninhabers, wobei das Strichmuster
nur dann sichtbar wird, wenn die Darstellung mit der UV-Strahlung bestrahlt wird.
In den Bereichen des Strichmusters, die nicht von dem Gesichtsbild überlagert sind,
erscheint dieses mit der ursprünglichen Lumineszenzfarbe des Lumineszenzmittels, nämlich
annähernd weiß. In den Bereichen, die von dem Gesichtsbild überlagert sind, erscheint
das Strichmuster unter Lumineszenz-Beleuchtungsbedingungen mit der Farbe des Gesichtsbildes.
[0067] Die Lumineszenzschicht in den Beispielen von Fig. 8 kann entweder in einem gerasterten
oder in einem nicht gerasterten Druck ausgeführt sein. Dieser Druck kann auch mit
einem Flachdruckverfahren, wie dem Offset-Druckverfahren erzeugt sein. Gleichermaßen
kann die Absorptivschicht in diesen Beispielen entweder gerastert oder nicht gerastert
ausgeführt sein. Vorzugsweise wird zumindest das Absorptivmuster mit einem digitalen
Druckverfahren, wie einem Inkjet-Verfahren, erzeugt, um dessen Flexibilität für personalisierende
Muster zu nutzen.