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EP 2 904 153 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.06.2018 Patentblatt 2018/26 |
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Anmeldetag: 16.08.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2013/050163 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/028956 (27.02.2014 Gazette 2014/09) |
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RÜCKHALTESYSTEM UND ÜBERGANGSKONSTRUKTION ZWISCHEN ZWEI UNTERSCHIEDLICHE SEITLICHE
STEIFIGKEITEN AUFWEISENDEN FAHRZEUGRÜCKHALTESYSTEMEN
RESTRAINT SYSTEM AND TRANSITION CONSTRUCTION BETWEEN TWO VEHICLE RESTRAINT SYSTEMS
HAVING DIFFERENT LATERAL RIGIDITY
SYSTÈME DE RETENUE ET STRUCTURE DE TRANSITION ENTRE DEUX SYSTÈMES DE RETENUE DE VÉHICULES
PRÉSENTANT DES RIGIDITÉS LATÉRALES DIFFÉRENTES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
24.08.2012 AT 503382012
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.08.2015 Patentblatt 2015/33 |
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Patentinhaber: |
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- voestalpine Krems Finaltechnik GmbH
3502 Krems-Lerchenfeld (AT)
- Rebloc GmbH
3571 Gars am Kamp (AT)
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Erfinder: |
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- MADER, Christian
A-3500 Krems (AT)
- REDLBERGER, Mathias
A-3562 Schönberg am Kamp (AT)
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Vertreter: Jell, Friedrich |
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Bismarckstrasse 9 4020 Linz 4020 Linz (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 034 094 DE-U1-202006 017 431
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DE-A1-102007 016 193
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rückhaltesystem mit zwei, unterschiedliche Steifigkeiten
aufweisenden Fahrzeugrückhaltesystemen, von denen das eine mindestens eine Schutzplanke
und das andere mindestens eine Schutzwand aufweist, und mit einer zwischen den Fahrzeugrückhaltesystemen
vorgesehenen Übergangskonstruktion.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Übergangskonstruktionen bekannt (
DE102007016193A1,
EP2037045A2), deren Leitwand mit dem Untergrund fest verbunden sind. Bei solchen Übergangskonstruktionen
besteht ein exorbitant hohes Gefahrenpotenzial, im Wesentlichen begründet durch einen
abrupten Übergang zwischen einem weicheren und einem steifen Fahrzeugrückhaltesystem.
[0003] Daher sind aus dem Stand der Technik Übergangskonstruktionen bekannt, die eine verschwenkbare
Leitwand aufweisen (
DE202006017431U1). Die
DE202006017431 U1 schlägt weiter vor, die Steifigkeit der an solch eine Übergangskonstruktion anschließenden
Schutzplanke zu erhöhen, indem ein entlang der Schutzplanke verlaufendes und damit
stellenweise verbundenes Versteifungsteil vorgesehen wird. Das Versteifungsteil ist
abschließend an einem Wandteil der Leitwand fest verbunden. Die gegenüber dem Versteifungsteil
weiterlaufende Schutzplanke ist hingegen mit einem anderen Wandteil der Leitwand abschließend
fest verbunden.
[0004] Nachteilig zeigten die über Gelenke verbundenen Wandteile bei bestimmten Aufprallbedingungen
einen unvorhersehbaren Bewegungsablauf, der sogar zu einer in die Fahrbahn vorstehenden
Verlagerung der Wandteile führen kann. Gerade solch ein Verschieben der Übergangskonstruktion
in Richtung Fahrbahn gilt es natürlich aufgrund des dadurch entstehenden Gefahrenpotentials
zu vermeiden. Zudem kann dieses Einschwenken unter anderem zu einem Verhaken des aufprallenden
Fahrzeugs mit der Übergangskonstruktion führen, wodurch die Verletzungsgefahr für
dessen Insassen erheblich gesteigert wird.
Darstellung der Erfindung
[0005] Die Erfindung hat sich daher ausgehend vom eingangs geschilderten Stand der Technik
die Aufgabe gestellt, bei einem Rückhaltesystem eine Übergangskonstruktion zu schaffen,
die trotz verschwenkbar gelagertem Wandteil höchste Sicherheiten garantieren kann.
[0006] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0007] Sind Schutzplanke und Versteifungsteil an derselben fahrbahnseitigen Längsseite des
vorderen Wandteils der Leitwand befestigt, kann die Übergangskonstruktion im Falle
eines Fahrzeugaufpralls verfahrenssicher in einen unkritischen Bewegungsablauf gezwungen
werden. Durch die Zugbandwirkung der Schutzplanke auf das vordere bzw. erste Wandteil
kann nämlich die ganze Übergangskonstruktion gestrafft werden, sodass die Hebelwirkung
des Versteifungsteils bei der gesamten Übergangskonstruktion zur Geltung kommt und
damit unerwünschte ausweichende Schwenkbewegungen von Teilen der Übergangskonstruktion
vermieden werden können. Höchste Aufhalteklassen können damit erreicht werden, zumal
durch diese Straffung der Übergangskonstruktion auch die Ausrichtung der Zugachsen
der beiden Fahrzeugrückhaltesysteme ermöglicht werden kann. Schutzplanke und Versteifungsteil
sind daher derart am vorderen Wandteil der Übergangskonstruktion befestigt, dass sich
im Wesentlichen die im Falle eines Aufpralls auf Schutzplanke und Versteifungsteil
wirkenden Lasten auf das vordere Wandteil der Leitwand abtragen. Damit kann eine vergleichsweise
hohe Sicherheit - selbst bei Übergangskonstruktionen mit gegenüber dem Boden bzw.
Erdreich frei verschwenkbaren Wandteilen - erreicht werden. Die Hebelwirkung des Versteifungsteils
kann daher besonders zu Geltung kommen. Die erfindungsgemäße Übergangskonstruktion
kann sich daher gegenüber dem Stand der Technik nicht nur durch ein hohes Rückhaltevermögen
auszeichnen, sondern auch kostengünstig hergestellt werden, weil Schutzplanke und
Verstärkungsteil an einem gemeinsamen Wandteil befestigt werden können.
Um die gewünschte hebelbedingte Ausweichbewegung des Wandteils sicherzustellen, sind
Schutzplanke und Versteifungsteil an derselben Längsseite des Wandteils befestigt.
Zusätzlich vereinfachen sich damit die Montageverhältnisse an der Übergangskonstruktion.
[0008] Einfache Konstruktionsverhältnisse bei reduziertem Materialaufwand können sich zudem
ergeben, wenn die Schutzplanke und das Versteifungsteil am vorderen Wandteil der Leitwand
endbefestigt sind.
[0009] Die Hebelwirkung des Versteifungsteils kann verbessert werden, wenn Schutzplanke
und Versteifungsteil an in Längsrichtung des Wandteils versetzten Montagebereichen
befestigt sind. Eine derart zur Schutzplanke vorgelagerte Befestigung des Versteifungsteils
kann nämlich für eine erhöhte Hebelauslenkung des Wandteils genutzt werden, wodurch
sich die Gefahr eines Verhakens des anprallenden Fahrzeugs und der Übergangskonstruktion
bzw. des Fahrzeugrückhaltesystems verringern kann. Zudem kann damit im Falle eines
Anpralls die Ausrichtung der Zugachsen der beiden Fahrzeugrückhaltesysteme verbessert
werden.
[0010] Das vom vorderen Wandteil ausgehende Versteifungsteil kann sich nur teilweise über
die Länge der Übergangskonstruktion erstrecken, um damit die Eigenschaften der Schutzplanke
bei Ausbildung der Deformation nicht wesentlich zu beeinträchtigen.
[0011] Die Schutzplanke kann damit als Zugelement die kinetische Energie des anprallenden
Fahrzeugs selbst im Übergangsbereich zwischen den beiden Fahrzeugrückhaltesystemen
vergleichsweise gut aufnehmen. Die erfindungsgemäße Übergangskonstruktion kann daher
die Vorteile eines besonders hohen Aufhaltevermögens und einer hohen Insassensicherheit
vereinen.
[0012] Weist das Wandteil eine Abschrägung auf, die von der dem Fahrzeugrückhaltesystem
mit der Schutzplanke zugewandten Stirnseite des Wandteils ausgeht und zur fahrbahnseitigen
Längsseite verläuft, kann die Gefahr des Verhakens eines anprallenden Fahrzeugs mit
der Übergangskonstruktion, insbesondere dem Wandteil, deutlich vermindert werden.
[0013] Eine unerwünschte direkte Berührung des Versteifungsteils mit anprallenden Fahrzeugen
kann vermieden werden, wenn die Schutzplanke gegenüber dem Versteifungsteil breiter
ausgeführt ist und dieses breitseitig abdeckt.
[0014] Liegt das als offenes Hohlprofil ausgeführte Versteifungsteil mit seinen beiden Profilschenkeln
am offenen Profil der Schutzplanke an, können nicht nur kompakte Bauverhältnisse geschaffen,
sondern auch gleichmäßigere Deformationsverhältnisse an der Übergangskonstruktion
sichergestellt werden. U-Profile können sich hierzu besonders auszeichnen.
[0015] Zwischen Versteifungsteil und Schutzplanke kann ein Linearlager vorgesehen sein -
dadurch kann das Versteifungsteil nahezu unabhängig von der Aufprallverformung der
Schutzplanke als starrer Hebel auf das Wandteil wirken. Mit einem sicheren Versatz
des Wandteils auf die verkehrsabgewandte Seite kann daher gerechnet werden.
[0016] Konstruktive Einfachheit hinsichtlich einer Ausbildung des Linearlagers kann erreicht
werden, wenn das Linearlager von mindestens einem in ein Langloch der Schutzplanke
eingreifenden Verbindungselement ausgebildet wird, das Versteifungsteil und Schutzplanke
miteinander verbindet. Da im Falle eines Aufpralls mit einer plastischen Deformation
der Langlöcher gerechnet werden kann, kann außerdem eine erhöhte Relativbewegung zwischen
Versteifungsteil und Schutzplanke zugelassen werden, um damit die Hebelwirkung des
Versteifungsteils zu unterstützen.
[0017] Ist der Abstand zwischen den Pfosten im Bereich der Übergangskonstruktion gegenüber
dem Abstand zwischen den Pfosten des Fahrzeugrückhaltesystems mit der Schutzplanke
geringer, kann ein gleichmäßigerer Übergang zwischen den beiden Steifigkeiten des
Fahrzeugrückhaltesystems sichergestellt werden. Dadurch, dass die Abstände jedoch
im Wesentlichen gleichbleiben, kann die Hebelfunktion des Versteifungsteils unbeeinträchtigt
bleiben.
[0018] Die Gefahr eines Verhakens vom anprallenden Fahrzeug und Übergangskonstruktion kann
weiter vermindert werden, wenn die Montagebereiche des Wandteils gegenüber dessen
Fußbereich zurückversetzt angeordnet sind. Eine fluchtende Begrenzung kann so geschaffen
werden.
[0019] Die Übergangskonstruktion kann auf konstruktiv einfache Weise vergrößert werden,
indem mehrere, vorzugsweise über Schwenklager aneinander anschließende, Wandteile
vorgesehen sind. Außerdem kann so von der Übergangskonstruktion eine erhöhte Aufhaltestufe
sichergestellt werden.
[0020] Besonders kann sich die Erfindung gegenüber dem Stand der Technik abheben, wenn zwischen
zwei, unterschiedliche seitliche Steifigkeiten aufweisenden Fahrzeugrückhaltesystemen
eine Übergangskonstruktion verwendet wird, um damit ein zusammenhängendes Rückhaltesystem
auszubilden. Insbesondere auch dann, wenn die Fahrzeugrückhaltesysteme zueinander
versetzte Zugachsen aufweisen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0021] In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand eines Ausführungsbeispiels
dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht auf eine Übergangskonstruktion,
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht der Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Fig. 2,
Fig. 4 eine Schnittansicht nach IV-IV der Fig. 1,
Fig. 5 eine Schnittansicht nach V-V der Fig. 1 und
Fig. 6 eine Schnittansicht nach VI-VI der Fig. 1.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0022] Die beispielsweise nach der Fig. 1 dargestellte Übergangskonstruktion 1 ist zwischen
zwei Fahrzeugrückhaltesystemen 2 und 3 vorgesehen, die unterschiedliche seitliche
Steifigkeiten aufweisen. Dies im Wesentlichen dadurch, dass das eine Fahrzeugrückhaltesystemen
2 als passives Rückhaltesystem aus Metall (z. B. Stahl) und das andere Fahrzeugrückhaltesystemen
3 als passives Rückhaltesystem aus Beton ausgeführt ist. Vom Fahrzeugrückhaltesystem
2 wird eine Schutzplanke 4 gezeigt, die über Pfosten 5 im Erdreich 6 befestigt ist.
Vom Fahrzeugrückhaltesystem 3 ist beispielsweise ein Betonteil der Schutzwand 7 dargestellt.
Die Übergangskonstruktion 1 verbindet nun die beiden Fahrzeugrückhaltesysteme 2 und
3 funktional miteinander. Zu diesem Zweck weist die Übergangskonstruktion 1 unter
anderem eine Leitwand 8 auf, die an der Schutzwand 7 des Fahrzeugrückhaltesystems
3 über ein Schwenklager 9 (Festlager) befestigt ist. Sohin kann die Leitwand 8 der
Übergangskonstruktion 1 um eine zur Längserstreckung normalen Achse 10 gegenüber dem
Erdreich 6 bzw. der Schutzwand 7 des Fahrzeugrückhaltesystems 3 verlagert werden.
Die Leitwand 8 wird aus drei Wandteilen 11, 12 und 12 gebildet, wovon zwei, nämlich
Wandteil 11 und 12, unterschiedliche konstruktive Ausprägungen aufweisen. Im Allgemeinen
ist jedoch durchaus vorstellbar, dass die Leitwand 8 nur aus einem Wandteil 11 besteht,
was nicht näher dargestellt worden ist.
Die Schutzplanke 4, die vom Fahrzeugrückhaltesystem 2 zur Übergangskonstruktion 1
verläuft, ist ebenso an der Leitwand 8 fest verbunden bzw. über Befestigungsmittel
13 (z. B. Schrauben) am in Fahrtrichtung ersteren Wandteil 11 bzw. vorderen Wandteil
11 befestigt bzw. dort eingespannt (Einspannung), wie dies nach der Fig. 2 besser
erkannt werden kann. Die Übergangskonstruktion 1 ist auch mit einem Versteifungsteil
14 versehen, um damit die Steifigkeit der Schutzplanke 4 bereichsweise zu verändern.
Damit ist unter anderem ein gleichmäßigerer Übergang zwischen der Steifigkeit des
Fahrzeugrückhaltesystems 2 und der dazu erhöhten Steifigkeit des Fahrzeugrückhaltesystems
3 gegeben. Zu diesem Zweck verläuft das Versteifungsteil 14 sowohl abschnittsweise
entlang der Schutzplanke 4, als auch abschnittsweise zwischen dem Wandteil 11 und
der Schutzplanke 4. Außerdem ist das Versteifungsteil 14 über Befestigungsmittel 22
mit dem Wandteil 11 fest verbunden bzw. dort eingespannt.
[0023] Um nun eine vorteilhafte Übertragung von aufprallbedingten Kräften von einem Fahrzeugrückhaltesystem
2 auf das andere Fahrzeugrückhaltesystem 3 sicherstellen, sind erfindungsgemäß die
Schutzplanke 4 und das Versteifungsteil 14 am vorderen Wandteil 11 befestigt, sodass
sich hier eine gemeinsame Einspannung ausbildet. Im Falle eines Aufpralls tritt zunächst
unter Ausnützung der Zugkräfte der Schutzplanke 4 eine Straffung der Übergangskonstruktion
1 ein. Eventuelle mechanische Toleranzen bzw. eventuelle andere Elastizitäten der
Übergangskonstruktion 1 können dadurch besonders gut ausgeglichen werden, bevor eine
hebelbedingte Schwenkbewegung der Übergangskonstruktion 1 eintritt. Die Hebelwirkung
des Versteifungsteils 14 wirkt somit auf eine Leitwand 8, die somit keine Ausweichbewegung
ihrer Teile in Fahrbahnrichtung zulässt. Eine Übergangskonstruktion 1 mit einer ausgezeichneten
Aufhalteklasse ist so geschaffen.
[0024] Wie insbesondere der Fig. 3 zu entnehmen, sind Schutzplanke 4 und Versteifungsteil
14 am Wandteil 11 an eigenen Montagebereichen 15 und 16 befestigt. Diese Montagebereiche
15 und 16 sind in Längsrichtung des Wandteils 11 versetzt, um damit die Hebelwirkung
des Versteifungsteils 14 zu erhöhen. Zur Verbesserung der Hebelwirkung und zur fluchtenden
Ausrichtung der Zugachsen sind Schutzplanke 4 und Versteifungsteil 14 an derselben
Längsseite 17 des Wandteils 11 befestigt.
[0025] Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, erstreckt sich das Versteifungsteil 14, das
vom vorderen Wandteil 11 ausgeht, nur teilweise über die Länge der Übergangskonstruktion
vor dem vorderen Wandteil 11. Das Versteifungsteil kann dadurch steifer ausgeführt
werden, um damit erhöhte Hebelkräfte auf das vordere Wandteil 11 auszuüben.
[0026] Das vordere Wandteil 11 weist eine Abschrägung 18 auf, die von der dem Fahrzeugrückhaltesystem
2 mit der Schutzplanke 4 zugewandten Stirnseite 19 des Wandteils 11 ausgeht und zur
fahrbahnseitigen Längsseite 17 verläuft. Dies dient der Verminderung der Gefahr eines
Verhakens mit anprallenden Fahrzeugen.
[0027] Wie der Fig. 4 entnommen werden kann, ist die Schutzplanke 4 gegenüber dem Versteifungsteil
14 breiter ausgeführt und deckt dieses breitseitig ab. Das Versteifungsteil 14 bietet
somit keine äußere Angriffsfläche, wodurch sich die Verletzungsgefahr verringert.
[0028] Das als U-Profil ausgeführte Versteifungsteil 14 liegt mit seinen beiden Profilschenkeln
18 und 19 an der Schutzplanke 4 an und versteift damit diese Schutzplanke 4. Außerdem
bildet die Schutzplanke 4 damit eine Gleitfläche für das Versteifungsteil 14 aus.
[0029] Dieses Gleiten entlang der Hinterseite der Schutzplanke 4 ist deutlich verbessert,
indem das Versteifungsteil 14 mit der Schutzplanke 4 über ein Linearlager 20 verbunden
ist, das bei einem Aufprall eine lineare Relativbewegung zwischen Versteifungsteil
14 und Schutzplanke 4 zulässt. Hierfür greifen Verbindungselemente 24, z. B. Schrauben,
in Langlöcher 25 der Schutzplanke 4 ein.
[0030] Die Hebelwirkung des Versteifungsteils 14 bleibt insbesondere auch dann intakt, wenn
ein Anprall in der Nähe des Wandteils 11 stattfindet. Hierzu ist der Abstand zwischen
den Pfosten 5 im Bereich der Übergangskonstruktion 1 gegenüber dem Abstand zwischen
den Pfosten 5 des Fahrzeugrückhaltesystems 2 mit der Schutzplanke 4 geringer und im
Wesentlichen gleichbleibend.
[0031] Die Montagebereiche 15, 16 des Wandteils 11 sind gegenüber seinem Fußbereich 21 zurückversetzt
angeordnet, um damit ein Vorstehen in die Fahrbahn zu vermeiden bzw. eine fluchtende
Begrenzung zu schaffen.
[0032] Zwischen den drei Wandteilen 11, 12 der Leitwand 8 sind ebenso Schwenklager 23 vorgesehen,
um damit die Beweglichkeit der Leitwand 8 zu verstärken. Die Übergangskonstruktion
1 weist auch noch, wie in Fig. 1 zu erkennen, eine untere Leitschiene 26 auf.
[0033] Im Allgemeinen wird auch erwähnt, dass die Übergangskonstruktion 1 nach der Fig.
1 auch in umgekehrter Reihenfolge Anwendung finden kann, indem diese nach einem Fahrzeugrückhaltesystem
3 mit einer Schutzwand 7 angeordnet ist und an ein Fahrzeugrückhaltesystem 2 mit einer
Schutzplanke 4 anschließt.
1. Rückhaltesystem mit zwei, unterschiedliche Steifigkeiten aufweisenden Fahrzeugrückhaltesystemen
(2, 3), von denen das eine mindestens eine Schutzplanke (4) und das andere mindestens
eine Schutzwand (7) aufweist, und mit einer zwischen den Fahrzeugrückhaltesystemen
(2, 3) vorgesehenen Übergangskonstruktion (1), die ein Versteifungsteil (14) und eine
Leitwand (8) mit einem dem Fahrzeugrückhaltesystem (2) mit der Schutzplanke (4) zugewandten,
vorderen Wandteil (11) aufweist, wobei die Leitwand (8) an der Schutzwand (7) des
einen Fahrzeugrückhaltesystems (3) über ein Schwenklager (9) beweglich verbunden sowie
mit der Schutzplanke (4) des anderen Fahrzeugrückhaltesystems (2) fest verbunden ist,
wobei das vordere Wandteil (11) eine Abschrägung (18) und eine sich daran anschließende,
fahrbahnseitige Längsseite (17) aufweist, wobei die Abschrägung (18) von der dem Fahrzeugrückhaltesystem
(2) mit der Schutzplanke (4) zugewandten Stirnseite (19) des Wandteils (11) ausgeht
und zur fahrbahnseitigen Längsseite (17) verläuft, wobei das Versteifungsteil (14)
sowohl wenigstens abschnittsweise entlang der Schutzplanke (4), als auch wenigstens
abschnittsweise zwischen dem vorderen Wandteil (11) und der Schutzplanke (4) verläuft
und mit dem vorderen Wandteil (11) der Leitwand (8) fest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsteil (14) wenigstens abschnittsweise zwischen der fahrbahnseitigen
Längsseite (17) des vorderen Wandteils (11) und der Schutzplanke (4) verläuft und
dass Schutzplanke (4) und Versteifungsteil (14) an derselben fahrbahnseitigen Längsseite
(17) des vorderen Wandteils (11) der Leitwand (8) befestigt sind.
2. Rückhaltesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplanke (4) und das Versteifungsteil (14) am vorderen Wandteil (11) der
Leitwand (8) endbefestigt sind.
3. Rückhaltesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzplanke (4) und Versteifungsteil (14) an in Längsrichtung des Wandteils (11)
versetzten Montagebereichen (15, 16) befestigt sind.
4. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das vom vorderen Wandteil (11) ausgehende Versteifungsteil (14) teilweise über
die Länge der Übergangskonstruktion (1) erstreckt.
5. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplanke (4) gegenüber dem Versteifungsteil (14) breiter ausgeführt ist und
dieses breitseitig abdeckt.
6. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplanke (4) ein offenes Profil aufweist und dass das als offenes Hohlprofil
ausgeführte Versteifungsteil (14) mit seinen beiden Profilschenkeln (18, 19) am offenen
Profil der Schutzplanke (4) anliegt.
7. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Versteifungsteil (14) und Schutzplanke (4) ein Linearlager (20) vorgesehen
ist.
8. Rückhaltesystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Linearlager (20) von mindestens einem in ein Langloch (25) der Schutzplanke (4)
eingreifenden Verbindungselement (24) ausgebildet wird, das Versteifungsteil (14)
und Schutzplanke (4) miteinander verbindet.
9. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzplanke (4) und Versteifungsteil (14) am Wandteil (11) an eigenen Montagebereichen
(15, 16) befestigt sind, wobei für eine fluchtende Fahrbahnbegrenzung die Montagebereiche
(15, 16) des Wandteils (11) gegenüber dessen Fußbereich (21) zurückversetzt angeordnet
sind.
10. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, vorzugsweise über Schwenklager (23) aneinander anschließende, Wandteile
(11, 12) vorgesehen sind.
11. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugrückhaltesysteme (2, 3) zueinander versetzte Zugachsen aufweisen.
12. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangskonstruktion (1) und das Fahrzeugrückhaltesystems (2) mit der Schutzplanke
(4) Pfosten (5) aufweisen, und dass der Abstand zwischen den Pfosten (5) im Bereich
der Übergangskonstruktion (1) gegenüber dem Abstand zwischen den Pfosten (5) des Fahrzeugrückhaltesystems
(2) mit der Schutzplanke (4) geringer ist.
1. Restraint system having two vehicle restraint systems (2, 3) of differing rigidities,
of which the one exhibits at least one crash barrier (4) and the other at least one
protective wall (7), and having a transition construction (1) provided between the
vehicle restraint systems (2, 3) that exhibits a reinforcing part (14) and a guide
wall (8) with an anterior wall part (11) facing towards the vehicle restraint system
(2) with the crash barrier (4), wherein the guide wall (8) is movably connected to
the protective wall (7) of the one vehicle restraint system (3) via a drag bearing
(9) and rigidly connected to the crash barrier (4) of the other vehicle restraint
system (2), wherein the anterior wall part (11) has a slope (18) and a therewith contiguous
longitudinal side (17) on the roadway surface, wherein the slope (18) originates at
the front face (19) of the wall part (11), said front face (19) facing towards the
vehicle restraint system (2) with the crash barrier (4), and extends as far as to
the longitudinal side (17) on the roadway surface, wherein the reinforcing part (14)
extends both at least sectionwise along the crash barrier (4) and at least sectionwise
between the anterior wall part (11) and the crash barrier (4) and is rigidly connected
to the anterior wall part (11) of the guide wall (8), characterised in that the reinforcing part (14) extends at least sectionwise between the roadway-surface
longitudinal side (17) of the anterior wall part (11) and the crash barrier (4), and
in that crash barrier (4) and reinforcing part (14) are affixed on the same roadway-surface
longitudinal side (17) of the anterior wall part (11) of the guide wall (8).
2. Restraint system according to claim 1, characterised in that the crash barrier (4) and the reinforcing part (14) are end-affixed on the anterior
wall part (11) of the guide wall (8).
3. Restraint system according to claim 1 or 2, characterised in that crash barrier (4) and reinforcing part (14) are affixed on mounting regions (15,
16) offset in the longitudinal direction of the wall part (11).
4. Restraint system according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the reinforcing part (14) originating from the anterior wall part (11) extends partially
over the length of the transition construction (1).
5. Restraint system according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the crash barrier (4) is of a broader design than the reinforcing part (14) and covers
it on the broad face.
6. Restraint system according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the crash barrier (4) exhibits an open profile and in that the reinforcing part (14) designed as an open hollow profile lies with its two profile
limbs (18, 19) in contact with the open profile of the crash barrier (4).
7. Restraint system according to any one of claims 1 to 6, characterised in that a linear bearing (20) is provided between reinforcing part (14) and crash barrier
(4).
8. Restraint system according to claim 7, characterised in that the linear bearing (20) is formed of at least one connecting member (24) engaging
into a elongate hole (25) of the crash barrier (4), said connecting member (24) reinforcing
part (14) and crash barrier (4) to one another.
9. Restraint system according to any one of claims 1 to 8, characterised in that crash barrier (4) and reinforcing part (14) are affixed on the wall part (11) in
their own mounting regions (15, 16), wherein for an aligned roadway boundary the mounting
regions (15, 16) of the wall part (11) are arranged set back relative to its foot
region (21).
10. Restraint system according to any one of claims 1 to 9, characterised in that a plurality of wall parts (11, 12), preferably contiguous with one another via drag
bearings (23), are provided.
11. Restraint system according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the vehicle restraint systems (2, 3) exhibit tensile axes offset relative to one
another.
12. Restraint system according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the transition construction (1) and the vehicle restraint system (2) with the crash
barrier (4) exhibit pillars (5), and in that the distance between the pillars (5) in the region of the transition construction
(1) is smaller than the distance between the pillars (5) of the vehicle restraint
system (2) with the crash barrier (4).
1. Système de retenue avec deux systèmes de retenue de véhicule (2, 3) de rigidités différentes,
dont l'un présente au moins une glissière de sécurité (4) et l'autre présente au moins
une paroi de protection (7), et avec une construction de transition (1), prévue entre
les systèmes de retenue de véhicule (2, 3), qui présente un élément de renfort (14)
et une paroi de guidage (8) avec une partie de paroi avant (11) orientée vers le système
de retenue de véhicule (2) avec la glissière de sécurité (4), la paroi de guidage
(8) étant liée de façon mobile à la paroi de protection (7) du système de retenue
de véhicule (3) via un palier basculant (9), la partie de paroi avant (11) présentant
une inclinaison (18) et un côté longitudinal (17) contigu du côté de la chaussée,
l'inclinaison (18) partant de la façade (19) orientée vers le système de retenue de
véhicule (2) avec la glissière de sécurité (4) et courant vers le côté longitudinal
(17) du côté de la chaussée, l'élément de renfort (14) courant ainsi bien au moins
par sections le long de la glissière de sécurité (4) qu'au moins par sections entre
la partie de paroi avant (11) et la glissière de sécurité (4) et étant lié fixement
à la paroi de guidage (8) avec la partie de paroi avant (11), caractérisé en ce que l'élément de renfort (14) court au moins par sections entre le côté longitudinal
(17) du côté de la chaussée de paroi avant (11) et la glissière de sécurité (4), et
en ce que la glissère de sécurité (4) et l'élément de renfort (14) sont fixés au même côté
longitudinal (17) de la partie avant (11) de la paroi de guidage (8).
2. Système de retenue selon la revendication 1, caractérisé en ce que la glissière de sécurité (4) et l'élément de renfort (14) sont fixés à leur extrémité
à la partie avant (11) de la paroi de guidage (8).
3. Système de retenue selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la glissière de sécurité (4) et l'élément de renfort (14) sont fixés à des zones
de montage (15, 16) décalées en direction longitudinale de la partie de paroi avant
(11).
4. Système de retenue selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de renfort (14) qui part de la partie de paroi avant (11) s'étend partiellement
sur la longueur de la construction de transition (1).
5. Système de retenue selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la glissière de sécurité (4) est réalisée plus large que l'élément de renfort (14)
et le recouvre en largeur.
6. Système de retenue selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la glissière de sécurité (4) présente un profil ouvert et en ce que l'élément de renfort (14) réalisé sous forme d'un profil creux est ajusté avec ses
deux ailes (18, 19) au profil ouvert de la glissière de sécurité (4).
7. Système de retenue selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un palier linéaire (20) est prévu entre l'élément de renfort (14) et la glissière
de sécurité (4).
8. Système de retenue selon la revendication 7, caractérisé en ce que le palier linéaire (20) est constitué d'au moins un élément de liaison (24) qui s'accroche
dans un orifice oblong (25) de la glissière de sécurité (4), qui lie l'élément de
renfort (14) et la glissière de sécurité (4).
9. Système de retenue selon la revendication 1 ou 8, caractérisé en ce que la glissière de sécurité (4) et l'élément de renfort (14) sont fixés à des zones
de montage spécifiques (15, 16), les zones de montage (15, 16) de la partie de paroi
(11) étant disposées en retrait par rapport à sa zone inférieure (21).
10. Système de retenue selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que sont prévues plusieurs parties de paroi (11, 12), de préférence juxtaposées via un
palier pivotant (23).
11. Système de retenue selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les systèmes de retenue de véhicule (2, 3) présentent des axes de traction décalés
les uns par rapport aux autres.
12. Système de retenue selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la construction de transition (1) et le système de retenue de véhicule (2) avec la
glissière de sécurité (4) comportent des poteaux (5) et en ce que l'intervalle entre les poteaux (5) est plus faible dans la zone de la construction
de transition (1) que l'intervalle entre les poteaux (5) du système de retenue de
véhicule (2) avec la glissière de sécurité (4).
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