| (19) |
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(11) |
EP 2 904 307 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.07.2018 Patentblatt 2018/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.09.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/069991 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/053376 (10.04.2014 Gazette 2014/15) |
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| (54) |
DRUCKGASFLASCHENBÜNDEL
COMPRESSED GAS CYLINDER BUNDLE
CADRES DE BOUTEILLES DE GAZ COMPRIMÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
| (30) |
Priorität: |
06.10.2012 DE 102012019702
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.08.2015 Patentblatt 2015/33 |
| (73) |
Patentinhaber: Messer GasPack GmbH |
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47803 Krefeld (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KRIESE, Alexander
2500 Baden bei Wien (DE)
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| (74) |
Vertreter: Münzel, Joachim R. |
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Messer Group GmbH
Messer-Platz 1 65812 Bad Soden 65812 Bad Soden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 138 799 DE-A1-102010 041 225 US-A1- 2004 159 352
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DE-A1- 3 327 236 DE-U1- 8 229 199 US-A1- 2008 164 251
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckgasflaschenbündel, mit einer Mehrzahl von miteinander
verrohrten und mit einem Entnahmeventil ausgerüsteten Druckgasflaschen, wobei die
Druckgasflaschen, die Verrohrung und das Entnahmeventil vollständig innerhalb einer
im Wesentlichen quaderförmigen Rahmenkonstruktion eines Bündelgestells aufgenommen
sind und und dass an der Rahmenkonstruktion des Bündelgestells plastisch verformbare
Sicherungselemente montiert sind, die eine nach Art einer Knautschzone wirkende Deformationszone
bilden, wobei die Sicherungselemente außenseitig an der Rahmenkonstruktion des Bündelgestells
und von deren Oberfläche vorstehend angeordnet sind.
[0002] Zum Lagern von Druckgasen und Flüssigkeiten werden Druckgasflaschen eingesetzt, die
in der Regel aus Stahl, Aluminium oder einem Verbundmaterial gefertigt sind. Um einen
größeren Gasebedarf eines Kunden abzudecken, kommen in zunehmendem Maße Flaschenbündel
zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Anordnungen, bei denen mehrere, beispielsweise
4, 6, 8, 12, 18 oder 28 Druckgasflaschen stehend oder liegend innerhalb eines Bündelgestells
zusammengefasst und mittels einer Verrohrung strömungstechnisch miteinander verbunden
sind. Zur Gasentnahme ist das Flaschenbündel mit einem oder mehreren Entnahmeventilen
ausgerüstet. Gasflaschenbündel dieser Art werden beispielsweise in der
DE 3 805 497 C1, der
DE 82 29 199 U1 oder der
EP 0 230 904 A2 beschrieben.
[0003] Bei Flaschenbündeln ist das Bündelgestell in der Regel aus Sicherheitsgründen derart
ausgebildet, dass sämtliche Druckgasflaschen des Bündels, die Verrohrung und das bzw.
die Entnahmeventil/e vollständig innerhalb einer Rahmenkonstruktion des Bündelgestells
aufgenommen sind. An derartige Gasflaschenbündel werden hohe Sicherheitsanforderungen
gestellt, da sich die einzelnen Gasflaschen unter den beim Transport oder Betrieb
auftretenden Bedingungen gegeneinander nicht verschieben oder verdrehen dürfen, was
zu einer Undichtigkeit oder Beschädigung ihrer Ventile und/oder Verbindungsrohre oder
-schläuche führen könnte.
[0004] Insbesondere ist es nach der Norm EN 13769 - "Ortsbewegliche Gasflaschen - Flaschenbündel"
- erforderlich, dass bei einem Fallversuch aus 1,20 m Höhe die Gasflaschen in ihrem
Gestell sicher gehaltert bleiben und die Verbindungsleitungen zwischen den Gasflaschen
und die Anschlussarmaturen keine Undichtheiten erleiden. Bei den bislang eingesetzten
Druckgasflaschenbündeln wird diese Sicherheitsanforderung dadurch erfüllt, dass die
die tragenden Elemente der Rahmenkonstruktion derart ausgebildet sind, dass sie die
beim Fall auftretenden Kräfte elastisch aufnehmen; das Bündelgestell sollte also beim
Fall nur geringe sichtbare Verformungen davontragen, wodurch sichergestellt werden
soll, dass die im Bündelgestell aufgenommenen Gasflaschen bei Sturz keinen unmittelbaren
Kontakt mit dem Boden oder mit anderen Gegenständen erfahren, die verbindenden Rohrleitungen
nicht abreißen oder undicht werden, bzw. generell die geforderte Sicherheit gegen
Sturz gewährleistet ist. Dies führt allerdings zur Forderung einer sehr steifen Konstruktion
und einer entsprechend stabilen und massiven Ausbildung der tragenden Teile des Bündelgestells,
was wiederum dazu führt, dass die Bündelgestelle recht schwer, entsprechend mühsam
in der Handhabung und teuer in der Herstellung sind.
[0005] Die
US 2004/0159352 A1 beschreibt ein Gastanksystem zum Einbau in Kraftfahrzeugen, bei dem mehrere Druckgasbehälter
zwischen zwei Schienen eingeschraubt sind, deren hohe mechanische Stabilität und Stoßfestigkeit
eine Beschädigung der Druckgasbehälter im Falle eines Aufpralls verhindern sollen.
[0006] Die
US 2008/0164251 A1 beschreibt eine Anordnung von mehreren innerhalb eines Containers aufgenommenen Druckgasbehältern.
Der Container umfasst eine starre Rahmenkonstruktion aus einem hochfesten Metall,
insbesondere Stahl, um die Druckgasbehälter während des Transports oder beim Wechsel
des Transportmittels vor Stoßeinwirkung zu schützen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Druckgasflaschenbündel zu schaffen,
das die in ihm aufgenommenen Druckgasflaschen zuverlässig vor Beschädigungen gegen
Umstürzen oder Herabfallen des Flaschenbündels absichert, jedoch einfacher und preiswerter
im Aufbau als die aus dem Stand der Technik bekannten Druckgasflaschenbündel ist.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einem Druckgasflaschenbündel mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen
beansprucht.
[0009] Das erfindungsgemäße Druckgasflaschenbündel umfasst in üblicher Weise ein beispielsweise
aus metallischen Hohlprofilen aufgebautes Bündelgestell, das eine üblicherweise quaderförmige
Rahmenkonstruktion umfasst, innerhalb der eine Mehrzahl von Druckgasflaschen samt
Verrohrung und Anschlussarmaturen aufgenommen ist. Im Unterschied zu Druckgasflaschenbündeln
nach dem Stande der Technik, bei denen die beim Herabfallen des Bündels auftretenden
mechanischen Kräfte von der Rahmenkonstruktion des Bündelgestells weitgehend elastisch
abgefangen werden müssen, ist das erfindungsgemäße Druckgasflaschenbündel mit an der
Rahmenkonstruktion des Bündelgestells montierten Sicherungselementen ausgerüstet,
die sich bei einer starken mechanischen Belastung, insbesondere beim Herabfallen des
Druckgasflaschenbündels, plastisch verformen. Bei der Umwandlung der kinetischen Energie
aus dem Fall in Verformungsenergie bilden die Sicherungselemente eine Deformationszone,
durch die die Strecke der Energieumwandlung verlängert und die einwirkende Beschleunigung
insoweit verringert wird, was die tragenden Elemente des Bündels bezüglich der einwirkenden
Kräfte entlastet. Die Erfindung überträgt damit das aus der Kraftfahrzeugtechnik bekannte
Prinzip der "Knautschzone" auf die Sicherung von Druckgasflaschenbündeln. Da somit
die Rahmenkonstruktion des erfindungsgemäßen Bündelgestells nicht mehr derart konzipiert
zu werden braucht, dass sie, zusätzlich zu ihrer tragenden Funktion, die beim Fall
auftretenden Kräfte vollständig elastisch aufnehmen muss, kann sie insgesamt leichter
aufgebaut sein, wodurch gegenüber Druckgasflaschenbündeln nach dem Stande der Technik
eine Gewichtsersparnis und ein Preisvorteil in der Herstellung erzielt wird.
[0010] Die Sicherungselemente sind dabei bevorzugt aus einem Material gefertigt, das sich
im Falle eines Stoßes plastisch verformt. Durch die Deformation der Sicherungselemente
wird die beim Aufprall oder Stoß auftretende Beschleunigung verkleinert sowie ein
großer Teil der Stoßenergie aufgenommen und nicht an das Bündelgestell oder die Druckgasflaschen
weitergegeben. Als bevorzugtes Material kommt dabei insbesondere ein Blech oder ein
plastisch verformbarer Kunststoff in Betracht. Die Verformbarkeit kann durch die Geometrie
des Sicherungselements unterstützt werden, beispielsweise können die Sicherungselemente
aus Profilen aufgebaut sein, die im Belastungsfalle an vorgegebenen Stellen einknicken,
zurückweichen bis hin zum vollständigen oder teilweisen Bruch, oder in sonstiger Weise
verformt werden.
[0011] Zweckmäßigerweise sind die Sicherungselemente außenseitig an der Rahmenkonstruktion
des Bündelgestells angeordnet, beispielsweise auf dieser aufmontiert und stehen von
deren Oberfläche vor. Die Sicherungselemente sollten dabei so angeordnet sein, dass
das Bündelgestell beim Sturz möglichst mit den vorstehenden Sicherungselementen auf
den Boden auftrifft, wobei diese plastisch verformt werden. Die die Druckgasflaschen
aufnehmende Rahmenkonstruktion selbst sollte im Stoßfall bei dieser Ausführungform
keine oder nur eine unwesentliche Verformung erleiden, damit die in ihr aufgenommenen
Druckgasflaschen nicht beschädigt werden.
[0012] Die Sicherungselemente umfassen beispielsweise einen Sicherungsbügel, der, nach Art
eines Überrollbügels, die Form eines langgestreckten Bügels hat, an der Rahmenkonstruktion
befestigt ist von zumindest einer Seitenfläche oder einer Kante der Rahmenkonstruktion
außenseitig vorsteht. Ein solcher Sicherungsbügel kann sich auch über mehrere Seitenflächen
der Rahmenkonstruktion erstrecken und dabei außenseitig beabstandet von der Rahmenkonstruktion
angeordnet sein, wobei er an einer oder mehreren Stellen mit der Rahmenkonstruktion
verbunden ist, beispielsweise durch Verschweißen, Verschrauben oder mittels geeigneter
Befestigungsmittel, die im Übrigen ihrerseits zumindest begrenzt plastisch verformbar
ausgebildet sein können.
[0013] In einer anderen Ausgestaltung umfassen die Sicherungselemente einen Sicherungsabschnitt
in Form eines zumindest an den Außenkanten einer Seitenfläche des Bündelgestells vorstehenden
Kragens, der vorzugsweise die jeweilige Außenfläche vollständig einfasst. In diesem
Falle ist die entsprechende Außenfläche also mit einer Umrahmung aus einem plastisch
verformbaren Material versehen, der bei Stößen gegen diese Außenfläche die Stoßenergie
zumindest weitgehend aufnimmt und auf diese Weise die im Rahmen aufgenommenen Druckgasflaschen
schützt.
[0014] Eine wieder andere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Sicherungselemente
an zumindest einer Außenfläche des Bündelgestells vorstehende Stoßkörper umfassen,
die beispielsweise zylindrisch, kegelförmig oder kugelförmig ausgebildet sein können.
Selbstverständlich können auch mehrere, unterschiedlich ausgestaltete Sicherungselemente
der vorgenannten oder anderer Typen in Kombination vorgesehen sein.
[0015] In einer weiteren Ausprägung der Erfindung ist die Rahmenkonstruktion des Bündelgestells
selbst konstruktiv so ausgestaltet, dass diese definierte Abschnitte, Stellen oder
Zonen enthält, welche ebenfalls für eine plastische Verformung bei Stoßbelastung ausgelegt
sind, gleichzeitig aber die Flaschen und verbindenden Rohre vor einer unzulässigen
Beschädigung schützt. In diesem Fall sind die plastischen Elemente integraler Bestandteil
der Rahmenkonstruktion. Diese Ausgestaltung wird im Übrigen ergänzend zu den vorgenannten,
an der Rahmenkonstruktion montierten Sicherungselementen vorgesehen Anhand der Zeichnungen
sollen nachfolgend Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert werden. In schematischen
Ansichten zeigen:
- Fig. 1:
- Ein erfindungsgemäßes Druckgasflaschenbündel in einer ersten Ausführungsform in einer
Seitenansicht,
- Fig. 2a:
- Das Bündelgestell eines erfindungsgemäßen Druckgasflaschenbündels in einer zweiten
Ausführungsform in einer Schrägansicht.
- Fig. 2b:
- Das Bündelgestell eines erfindungsgemäßen Druckgasflaschenbündels in einer dritten
Ausführungsform, wiederum in einer Schrägansicht.
[0016] Das in Fig. 1 gezeigte Druckgasflaschenbündel 1 umfasst eine Anzahl von Druckgasflaschen
2, 2', 2", die in an sich bekannter Weise innerhalb eines Bündelgestells 3 aufgenommen
sind. Die Druckgasflaschen 2, 2', 2" sind durch eine Verrohrung 5 strömungstechnisch
miteinander verbunden, an der, in ebenfalls an sich bekannter Weise, ein Druckanzeigegerät
6 sowie ein Entnahmeventil 7 mit Handrad 8 und Entnahmeanschluss 9 angeordnet ist.
Nicht gezeigt, jedoch im Rahmen der Erfindung möglich, sind ein oder mehrere zusätzliche
Entnahmeventile, an denen die Entnahme von Gas zum gleichen Druck wie am Entnahmeventil
9 oder - bei Zwischenschaltung eines Druckminderers am betreffenden Entnahmeventil
- zu verminderten Drücken möglich ist.
[0017] Das Bündelgestell 3 umfasst eine äußere, im Ausführungsbeispiel im Wesentlichen quaderförmigen
Rahmenkonstruktion 11 aus beispielsweise durch Verschweißen miteinander verbundenen
Metallprofilen, beispielsweise Hohlprofile aus Stahl. Die Rahmenkonstruktion 11 ist
so bemessen, dass alle Gasflaschen 2, 2', 2", die Verrohrung 5 sowie das Entnahmeventil
7 innerhalb der Außenkanten der Rahmenkonstruktion 11 angeordnet sind. Des Weiteren
umfasst die Rahmenkonstruktion 11 seitliche Rahmenprofile 12, 13, die insbesondere
dazu dienen, ein seitliches Herausgleiten der Druckgasflaschen 2, 2', 2" zu verhindern.
Um den Transport des Druckgasflaschenbündels 1 zu erleichtern, weist die Rahmenkonstruktion
11 des Weiteren einen palettenartigen Bodenabschnitt 14 auf. Der obere Teil der Rahmenkonstruktion
11 und das Rahmenprofil 12 begrenzen eine Zugangsöffnung 16, durch die hindurch das
Entnahmeventil 7 zugänglich ist und eine hier nicht gezeigte Gasanschlussleitung am
Entnahmeanschluss 9 montiert werden kann.
[0018] Das Bündelgestell 3 ist zudem mit Sicherungselementen ausgerüstet, die die in der
Rahmenkonstruktion 11 aufgenommenen Druckgasflaschen 2, 2', 2" gegen Stoß, insbesondere
bei einem Herabfallen des Druckgasflaschenbündels absichern sollen. Die Sicherungselemente
umfassen Sicherungsbügel 18, 18', 18" aus einem plastisch verformbaren Material, die
an den Profilen der Rahmenkonstruktion 11 befestigt sind und außenseitig beabstandet
an zumindest einigen der Außenflächen der Rahmenkonstruktion 11 des Bündelgestells
3 angeordnet sind. So ist der Sicherungsbügel 18 oberseitig an der Rahmenkonstruktion
11 montiert und steht zudem zu beiden Seiten von der Rahmenkonstruktion 11 vor. Die
Sicherungsbügel 18' und 18", die in Fig. 1 nur in einer seitlichen Draufsicht erkennbar
sind, stehen im Bereich einer unterseitigen Kante der Rahmenkonstruktion 11 von dieser
ab. Ein weiterer Sicherungsbügel 18'" steht von der Vorderfläche der Rahmenkonstruktion
11 vor. Ein weiterer, im Bild nicht sichtbarer Sicherungsbügel ist an der hier nicht
sichtbaren Rückseite der Rahmenkonstruktion 11 vorgesehen. Durch die Anordnung der
Sicherungsbügel 18, 18', 18", 18'" an der Rahmenkonstruktion 11 des Bündelgestells
3 wird gewährleistet, dass bei einem seitlichen Umkippen des Druckgasflaschenbündels
1, gleich in welche Richtung, oder bei einem Überschlagen des Druckgasflaschenbündels
1, das Bündel stets mit einem oder mehreren der Sicherungsbügel 18, 18', 18", 18'"
mit dem Boden, auf den das Druckgasflaschenbündel 1 aufschlägt, in Kontakt kommt.
Da die Sicherungsbügel 18, 18', 18", 18'" plastisch verformbar ausgebildet sind, wird
zumindest ein Teil der Fall- bzw. Stoßenergie vom jeweiligen Sicherungselement 18,
18', 18", 18'" aufgenommen und nicht an die Rahmenkonstruktion 11 des Bündelgestells
3 und/oder die Druckgasflaschen 2, 2', 2" weitergegeben. Auf diese Weise wird die
Sicherheit der Druckgasflaschen 2, 2', 2" wesentlich verbessert, ohne dass die Rahmenkonstruktion
11 hierzu mit besonders verstärkten Rahmenprofilen ausgerüstet sein muss, mittels
denen die Stoßenergie elastisch aufgefangen werden soll.
[0019] In den Fig. 2a und 2b gezeigten Ausführungsbeispielen sind die in den jeweiligen
Bündelgestellen aufgenommenen Druckgasflaschen samt ihrer Verrohrung aus Gründen der
größeren Übersichtlichkeit nicht gezeigt, gleichwohl vorhanden.
[0020] Das in Fig. 2a gezeigte Bündelgestell 20 umfasst eine im Wesentlichen quaderförmige
Rahmenkonstruktion 21 aus Stahlprofilen, innerhalb der im bestimmungsgemäßen Einbauzustand
mehrere - hier nicht gezeigte - Druckgasflaschen aufgenommen sind. Um die Druckgasflaschen
gegen Herausfallen zu schützen sind, ähnlich wie beim Bündelgestell 3 aus Fig. 1,
seitliche Rahmenprofile 22 vorgesehen. Um die Sicherheit der Druckgasflaschen zu verbessern,
sind im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2a zum einen zwei parallel zueinander verlaufende
Sicherungsbügel 24, 24' vorgesehen, die außenseitig beabstandet von zwei Seitenflächen
und der oberseitige Fläche 23 der Rahmenkonstruktion 21 angeordnet sind und mit geeigneten
Befestigungsmitteln mit der Rahmenkonstruktion 21 verbunden sind. An den von den Sicherungsbügeln
24, 24' nicht überdeckten Seitenflächen der Rahmenkonstruktion 21, nämlich der Vorderfläche
26 und der (hier nicht sichtbaren) Rückseite, sind gleichfalls parallel zueinander
angeordnete Sicherungsbügel 25, 25' vorgesehen. Die Sicherungsbügel 24, 24' sowie
25, 25' können im Übrigen zwecks zusätzlicher Stabilisierung jeweils durch Querverstrebungen
miteinander verbunden sein. Anstelle parallel zueinander angeordneter Sicherungsbügel
24, 24'; 25, 25' können im Übrigen auch netzwerkartige Strukturen aus plastisch verformbaren
Profilen vorgesehen sein, oder Gitter, die jeweils zumindest einen großen Teil der
jeweiligen Seitenfläche und/oder Kante des Bündelgestells 20 überdecken. Des weiteren
ist die Rahmenkonstruktion 21 des Bündelgestells 20 mit Sicherungsabschnitten 27,
27', also mit Abschnitten aus einem plastisch verformbaren Material ausgerüstet, die
sich - im Unterschied zu den übrigen Teilen der Rahmenkonstruktion 21 - im Falle eines
Sturzes oder Stoßes leicht plastisch verformen und dadurch einen Teil der Energie
aufnehmen können. Derartige Sicherungsabschnitte müssen nicht notwendigerweise - wie
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2a gezeigt - in den Ecken einer Rahmenkonstruktion
eines Bündelgestells angeordnet sein, sondern sie können grundsätzlich an allen Stellen
und in unterschiedlicher Art und Größe ausgebildet sein, jedoch muss gewährleistet
sein, dass bei der Verformung derartiger Sicherungsabschnitte die Rahmenkonstruktion
insgesamt nicht in der Weise verformt wird, dass die im Bündelgestell aufgenommenen
Druckgasflaschen oder ihre Verrohrung beschädigt werden.
[0021] Die Sicherungselemente des in Fig. 2b gezeigten, ebenfalls mit einer im Wesentlichen
quaderförmige Rahmenkonstruktion 28 ausgerüsteten Bündelgestells 29, umfassen einen
Sicherungskragen 30, der an der oberseitigen Seitenfläche des Bündelgestells 29 angeordnet
ist, und von allen Kanten dieser Seitenfläche vorsteht. Der Sicherungskragen 30 ist
beispielsweise aus einem Blech aus einem plastisch verformbaren Material hergestellt
und ist geeignet, im Falle eines Stoßes oder Schlages gegen die durch ihn abgesicherten
Seitenkanten zumindest einen Teil der Stoß- oder Schlagenergie als Verformungsenergie
aufzunehmen. Im Bereich des Bodens zeigt das Bündelgestell 29 alternative Sicherungselemente
in Form von Sicherungspuffern 31. Auch die Sicherungspuffer 31 sind aus einem plastisch
verformbaren Material gefertigt und dazu bestimmt, im Falle eines Stoßes zumindest
einen Teil der beim Stoß auftretenden Energie in Verformungsenergie umzuwandeln und
damit aufzunehmen.
[0022] Selbstverständlich können die hier gezeigten Sicherungselemente 24, 24'; 25, 25';
27, 27', 30; 31 auch an anderen Seitenflächen eines Bündelkorbs oder ergänzend zueinander
vorgesehen sein.
Bezugszeichenliste:
[0023]
- 1
- Druckgasflaschenbündel
- 2, 2', 2"
- Druckgasflaschen
- 3
- Bündelgestell
- 4
- -
- 5
- Verrohrung
- 6
- Druckanzeigegerät
- 7
- Entnahmeventil
- 8
- Handrad
- 9
- Entnahmeanschluss
- 10
- -
- 11
- Rahmenkonstruktion
- 12
- Seitliches Rahmenprofil
- 13
- Seitliches Rahmenprofil
- 14
- Bodenabschnitt
- 15
- -
- 16
- Zugangsöffnung
- 17
- -
- 18, 18',
- 18", 18"' Sicherungsbügel
- 19
- -
- 20
- Bündelgestell
- 21
- Rahmenkonstruktion
- 22
- Seitliches Rahmenprofil
- 23
- Oberseitige Fläche
- 24, 24'
- Sicherungsbügel
- 25, 25'
- Sicherungsbügel
- 26
- Vorderfläche
- 27, 27'
- Sicherungsabschnitte
- 28
- Rahmenkonstruktion
- 29
- Bündelgestell
- 30
- Sicherungskragen
- 31
- Sicherungspuffer
1. Druckgasflaschenbündel, mit einer Mehrzahl von miteinander verrohrten und mit einem
Entnahmeventil ausgerüsteten Druckgasflaschen (2, 2' 2"), wobei die Druckgasflaschen,
die Verrohrung und das Entnahmeventil vollständig innerhalb einer im Wesentlichen
quaderförmigen Rahmenkonstruktion (11, 21, 28) eines Bündelgestells (3, 20, 29) aufgenommen
sind, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rahmenkonstruktion (11, 21, 27) des Bündelgestells (3, 20, 28) plastisch verformbare
Sicherungselemente (18, 18', 18", 18"', 24, 24'; 25, 25'; 27, 27'; 30; 31) montiert
sind, die eine nach Art einer Knautschzone wirkende Deformationszone bilden, wobei
die Sicherungselemente (18, 18', 18", 18'", 24, 24'; 25, 25'; 27, 27'; 30; 31) außenseitig
an der Rahmenkonstruktion (11, 21, 28) des Bündelgestells (3, 20, 29) und von deren
Oberfläche vorstehend angeordnet sind,
die Sicherungselemente (18, 18', 18", 18"', 24, 24'; 25, 25'; 27, 27'; 30; 31) einen
Sicherungsbügel (18, 18', 18", 18'", 24, 24'; 25, 25') und/oder
einen zumindest an einer Außenkante der Rahmenkonstruktion (11, 21, 28) des Bündelgestells
(3, 20, 29) vorstehenden, die Außenfläche einfassenden Kragen (29) aus einem plastisch
verformbaren Material und/oder
zumindest an einer Außenfläche der Rahmenkonstruktion (11, 21, 28) vorstehende, zylindrische
oder kegelförmige Stoßkörper (30) aus einem plastisch verformbaren Material umfassen.
2. Druckgasflaschenbündel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungselemente (18, 18', 18", 18'", 24, 24'; 25, 25'; 27, 27'; 30; 31) plastisch
verformbare Abschnitte (27, 27') der Rahmenkonstruktion (11, 21, 28) umfassen.
1. Bundle of pressurized gas cylinders, having a plurality of pressurized gas cylinders
(2, 2', 2") which are connected to one another by piping and which are equipped with
an extraction valve, wherein the pressurized gas cylinders, the piping and the extraction
valve are accommodated completely within a substantially cuboidal frame construction
(11, 21, 28) of a bundle framework (3, 20, 29), characterized in that, on the frame construction (11, 21, 27) of the bundle framework (3, 20, 28), there
are mounted plastically deformable securing elements (18, 18', 18", 18"'; 24, 24';
25, 25'; 27, 27'; 30; 31) which form a deformation zone which acts in the manner of
a crumple zone, wherein the securing elements (18, 18', 18", 18'"; 24, 24'; 25, 25';
27, 27'; 30; 31) are arranged on the outside of the frame construction (11, 21, 28)
of the bundle framework (3, 20, 29) and so as to project from the surface of said
construction, the securing elements (18, 18', 18", 18'"; 24, 24'; 25, 25'; 27, 27';
30; 31) comprise a securing bracket (18, 18', 18", 18'"; 24, 24'; 25, 25') and/or
a collar (29) composed of a plastically deformable material, which projects at least
at an outer edge of the frame construction (11, 21, 28) of the bundle framework (3,
20, 29) and encompasses the outer surface, and/or
cylindrical or conical impact elements (30) composed of a plastically deformable material,
which project at least at an outer surface of the frame construction (11, 21, 28).
2. Bundle of pressurized gas cylinders according to Claim 1, characterized in that the securing elements (18, 18', 18", 18"'; 24, 24'; 25, 25'; 27, 27'; 30; 31) comprise
plastically deformable sections (27, 27') of the frame construction (11, 21, 28).
1. Regroupement de bouteilles de gaz comprimé comprenant une pluralité de bouteilles
de gaz comprimé (2, 2', 2") tuyautées ensemble et équipées d'une vanne de prélèvement,
les bouteilles de gaz comprimé, la tuyauterie et la vanne de prélèvement étant logées
entièrement à l'intérieur d'une construction de cadre (11, 21, 28) essentiellement
parallélépipédique d'un bâti de regroupement (3, 20, 29), caractérisé en ce que des éléments de fixation déformables plastiquement (18, 18', 18", 18"', 24, 24' ;
25, 25' ; 27, 27' ; 30 ; 31) sont montés sur la construction de cadre (11, 21, 27)
du bâti de regroupement (3, 20, 28), lesquels forment une zone de déformation agissant
à la manière d'une zone de compression, les éléments de fixation (18, 18', 18", 18"',
24, 24' ; 25, 25' ; 27, 27' ; 30 ; 31) étant disposés du côté extérieur sur la construction
de cadre (11, 21, 28) du bâti de regroupement (3, 20, 29) et faisant saillie depuis
sa surface,
les éléments de fixation (18, 18', 18", 18"', 24, 24' ; 25, 25' ; 27, 27' ; 30 ; 31)
comprenant un étrier de fixation (18, 18', 18", 18"', 24, 24' ; 25, 25') et/ou
un rebord (29) faisant saillie au moins au niveau d'un bord extérieur de la construction
de cadre (11, 21, 28) du bâti de regroupement (3, 20, 29), encadrant la surface extérieure,
en un matériau déformable plastiquement, et/ou
un corps d'absorption des chocs (30) en matériau déformable plastiquement, cylindrique
ou conique, faisant saillie au moins au niveau d'une surface extérieure de la construction
de cadre (11, 21, 28) .
2. Regroupement de bouteilles de gaz comprimé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de fixation (18, 18', 18", 18"', 24, 24' ; 25, 25' ; 27, 27' ; 30 ;
31) comprennent des portions déformables plastiquement (27, 27') de la construction
de cadre (11, 21, 28).


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