[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren für pokerähnliche Kartenspiele nach dem Ober
begriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung ist In Unterhaltungsverfahren mit Anwendung von elektronischen Anlagen
einsetzbar. Diese Erfindung kann für Kartenspiele, darunter pokerähnliche Spiele,
sowohl in Spieleinrichtungen und Spielautomatenhallen als auch bei Online-Spielen
angewendet werden. Dabei können persönliche elektronische Geräte mit Anzeigen verwendet
werden. Die Erfindung bezieht sich des Weiteren auf ein Spielsystem zur Durchführung
des Verfahrens. Die Erfindung kann angewendet werden, um pokerähnliche Computerspiele
zu spielen, wie z. B. Texas Holdem, Omaha Hi, Zoom, Rush und andere. Dabei wird ein
Flop auf den Tisch gelegt. Bei dem Flop handelt es sich um drei Gemeinschaftskarten.
Sie machen es möglich, das Potential der Taschenkarten der Spieler und ihre Siegeschancen
einzuschätzen, Bei einem Turn handelt es sich um das Offenlegen einer vierten Gemeinschaftskarte
und bei einem River um das Offenlegen einer fünften Gemeinschaftskarte.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist ein Kartenspielverfahren bekannt, bei dem elektronische
Einrichtungen mit einer Anzeige "Raise Poker" benutzt werden. Dabei halten ein oder
mehrere Spieler ihre Geldeinsätze. Der Dealer verteilt die Karten und führt das Spiel
als Vertreter der Spieleinrichtung. Um das Verfahren auszuführen, wird ein Spieltisch,
ein Float für Chips und ein Tischüberzug mit Markierungen des Spielfelds benutzt.
Darüber hinaus ist eine Rechenanlage mit einer Anzeige im Spieltisch eingebaut. Diese
Rechenanlage arbeitet nach einem Algorithmus und wird softwaregestützt gesteuert.
Die Software ist speziell für dieses Unterhaltungsverfahren entwickelt. Auf dem Spieltisch
steht ein elektronisches Lesegerät, um die Karten des Dealers zu erkennen. Auf dem
Spielfeld sind Chipszähler vor jedem Spieler angeordnet, um die Einsätze jedes der
Spieler zu zählen. Beim Spiel werden Spielkarten verwendet, die vom elektronischen
Lesegerät erkannt werden. Die Rechenanlage verarbeitet die ermittelten Daten und generiert
eine Lösung auf der Anzeige. Diese Lösung muss vom Dealer unbedingt ausgeführt werden.
Der Spieler und der Dealer können die Einsätze abwechselnd und mehrmals erhöhen. Der
Mangel dieses Verfahrens ist eine Begrenzung seiner Spielmöglichkeiten, und zwar:
Mit einer Hand können die Spieler nur an einem Spiel, an einer Runde teilnehmen.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist ein Kartenspielverfahren für pokerähnliche Spiele bekannt
(Patent
US 8360873, A63F 13/00, veröffentlicht am 29.01.2013). Nach diesem Verfahren hat jeder der teilnehmenden
Spieler die Möglichkeit, während des Spiels von einer ersten Hauptrunde auf eine zweite
Runde zu wechseln. Dieses Kartenspielverfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene
Spiele kombiniert werden können, so dass ein teilnehmender Spieler sich einer anderen
Runde anschließen kann, wenn er bei einem der Schritte der ersten Runde frei geworden
ist.
[0005] Das sind ganz unabhängige Runden, die auf keine Weise miteinander verbunden sind,
bis auf ihre rein technische Kompatibilität. Die Einhaltung der Kompatibilität ist
vorausgesetzt, damit der Spieler auf einen virtuellen Spieltisch bei einer anderen
Runde wechseln kann. Am Spiel nehmen wenigstens vier Spieler teil, die individuelle
miteinander gekoppelte elektronische Einrichtungen benutzen. Jede der Einrichtungen
ist mit einer Anzeige versehen, um den Spieltisch, Funktionsschaltflächen, Schieberegler
zum Halten der Einsätze anzuzeigen. Diese technische Lösung erlaubt es, gleichzeitig
einige verschiedene Spiele zu führen und somit die Spieler anzuregen, Im Poker-Raum
zu bleiben. Jedoch steigert diese Möglichkeit die Attraktivität des Spiels für den
Spieler auf keine Weise, denn der Spieler kann die erste Runde nicht fortsetzen. Diese
technische Lösung gilt der Gesamtheit ihrer wesentlichen Merkmale nach als Prototyp.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Kartenspielverfahren für pokerähnliche Spiele und
ein System für die Durchführung des Verfahrens zu entwickeln. Dieses Verfahren und
dieses System sollen es einem beliebigen Spieler ermöglichen, nach einem Mindesteinsatz
den Flop nicht nur bei der angefangenen Runde sondern auch bei einer Nebenrunde einzugehen.
Das wird die Attraktivität des Spiels und die Gewinnwahrscheinlichkeit für den Spieler
sowie die Einkünfte für den Veranstalter dank der zusätzlichen Beträge von diesem
Spieler steigern.
[0007] Der durch die Anwendung dieser Erfindung erreichbare technische Effekt besteht in
einer Erstellung neuer Spielfunktionen, welche die Verfahrensmöglichkelten erweitern.
Dadurch wird es möglich, Pokerspiele anhand elektronischer Mittel durchzuführen, wobei
die Gewinnwahrscheinlichkeit für einen Spieler mit einer unvorteilhaften Kombination
der Taschenkarten gesteigert wird.
[0008] Der technische Effekt wird wie folgt erreicht. Das Kartenspielverfahren für pokerähnliche
Spiele wird mit Hilfe von individuellen miteinander gekoppelten elektronischen Einrichtungen
durchgeführt. Jede der Einrichtungen ist mit einer Anzeige versehen. Hier werden ein
Spieltisch, Funktionsschaltflächen und ein Schieberegler zum Erbringen der Einsätze
angezeigt. Im Unterschied zum Prototyp wird zuerst eine Sammlung durchgeführt, um
einen Pot für eine Nebenrunde zu bilden. Im nächsten Schritt erfolgt eine primäre
Sammlung, um die Hauptrunde anzufangen. Beim Preflop sieht das Verfahren dann eine
Möglichkeit für einen Spieler vor, nach seinem getätigten Mindesteinsatz vom Spieltisch
(2) der Hauptrunde auf den Spieltisch (4) der Nebenrunde zu wechseln, indem der Spieler
die entsprechende Funktionsschaltfläche drückt. Dabei werden die identischen Karten
der Haupt- und der Nebenrunde gleichzeitig aufgedeckt. Bei der Nebenrunde werden die
Spieler gesperrt, die an der Hauptrunde teilnehmen, und die an der Nebenrunde beteiligten
Spieler werden für die Teilnahme an der Hauptrunde gesperrt.
[0009] Der technische Effekt wird auch anhand von einem System zur Durchführung des Verfahrens
erreicht. Das System umfasst:
- ein Client-Spielprogramm, welches in einer elektronischen Einrichtung enthalten ist,
- ein Server-Spielprogramm, weiches auf einem Server hinterlegt ist,
- Videoanzeigen (Monitore), welche die Flashanimation anzeigen, damit sie für alle Spielteilnehmer
zur Ansicht zugänglich ist. Die Videoanzeigen weisen Abbildungen des Pokerspieltisches
mit den Funktionsschaltflächen und den virtuellen Spielkarten sowie zahlreiche Videovorführungen
auf. Diese Videovorführungen sind gesteuert, um die mit dem Spiel zusammenhängenden
Änderungen sicherzustellen. Wenigstens ein Spielprozessor dient dazu, die Daten zu
verarbeiten und wenigstens folgende Funktionen auszuführen:
- Spielregeln bereitzustellen,
- die Menge der virtuellen Spielkarten festzulegen,
- einen eine Schaltfläche «Chance» betätigenden Spieler am Nebenrundentisch zu aktivieren,
- die an der Hauptrunde beteiligten Spieler am Nebenrundentisch zu sperren,
- einen Einsatz des aktivierten Spielers in den Pot des Nebenrundentisches zu übertragen,
- die an der Nebenrunde beteiligten Spieler am Hauptrundentisch zu sperren.
[0010] Die Erfindung wird anhand folgender Zeichnungen näher erklärt. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Übersichtsbild zur Durchführung des Verfahrens am Beispiel einer Gesamtansicht
der Spieltische auf der Anzeige der elektronischen Einrichtungen und
- Fig. 2
- ein Schaltbild des Systems zur Durchführung des Verfahrens für pokerähnliche Kartenspiele.
[0011] Der automatische Einsatz erfolgt am Spieltisch 1 (Fig. 1), um einen Pot für eine
Nebenrunde zu bilden. Am Spieltisch 2 wird ein Preflop ausgespielt. Demzufolge wechseln
die eine Erhöhung getätigten Spieler, z. B. Spieler A und B, auf die Hauptrunde, und
die die "Chance"-Schaltfläche 11 betätigten Spieler, z. B. C und D, schalten auf den
Spieltisch 4 der Nebenrunde des gleichen Spiels um. Auf dem Spieltisch 3 ist eine
Hauptrunde dargestellt. Hier wird ein Flop aufgedeckt, und das Spiel läuft nach bekannten
Regeln ab. Auf dem Spieltisch 4 wird erfingdungsgemäß eine Nebenrunde durchgeführt:
Das Flop wird aufgedeckt, wonach das Spiel nach bekannten Regeln abläuft.
[0012] Der Fig. 2 ist ein Schaltbild eines Systems zur Durchführung des beanspruchten Kartenspielverfahrens
für pokerähnliche Spiele zu entnehmen. Nach der Betätigung der Funktionsschaltfläche
11 wird ein Befehl in ein Client-Spielprogramm 5 eingeführt, welches in einer elektronischen
Einrichtung 6 entfalten ist. Danach wird das Signal an den Server 7, und zwar an ein
Serverprogramm 8, gesendet. Hier wird das Signal ausgewertet und zurückgesendet. Das
Ergebnis des Befehls wird nach den für diesen Befehl genau fest-gelegten Regeln generiert.
Diese Regeln sind dabei in der Softwarestruktur eingebettet. Dadurch werden folgende
Funktionen erfüllt:
- ein Wechsel von Spieltisch 2 der Hauptrunde auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde durch
den Spieler; dabei ist es möglich, das angefangene Spiel fortzusetzen oder von dem
Spieltisch 4 der Nebenrunde auf den Spieltisch 3 der Hauptrunde zurückzuwechseln,
- eine Sperrung der Spieler, die an der Hauptrunde beteiligt sind, auf dem Spieltisch
4 der Nebenrunde und eine Sperrung der Spieler, die an der Nebenrunde beteiligt sind,
bei der Hauptrunde,
- eine Übertragung des Mindesteinsatzes in Höhe von z. B. einem Big Blind vom Stack
des aktivierten Spielers in den Pot des Spieltisches 4 der Nebenrunde.
[0013] Das vom Programm anhand von einem Anzeigeadapter ausgegebene Ergebnis wird in Videodaten
(Flashanimation) umgesetzt und auf einer Videoanzeige 10 jedes Spielteil-nehmers visualisiert.
[0014] Die Flashanimation weist Abbildungen des Pokerspieltisches mit den Funktionsschalflächen
und den virtuellen Spielkarten sowie zahlreiche Videovorführungen auf. Diese sind
gesteuert, um die Änderungen sicherzustellen, welche mit dem Spielablauf zusammenhängen.
Die kennzeichnende Besonderheit der Erfindung Ist das Vorhandensein der Funktionsschaltfläche
11, die vom Erfinder als "Chance" bezeichnet wird. Dieser Name kann auch anders sein,
was das Wesen der technischen Lösung keineswegs beeinflusst.
[0015] Das System umfasst wenigstens einen Spielprozessor. Der Spielprozessor dient dazu,
die Daten zu verarbeiten und wenigstens folgende Funktionen auszuführen: Spielregeln
bereit-zustellen, die Menge der virtuellen Spielkarten festzulegen, den Spieler zu
aktivieren, welcher die "Chance"-Schaltfläche 11 am Nebenspieltisch betätigt hat,
die an der Hauptrunde beteiligten Spieler an dem Nebenrundentisch zu sperren, einen
Beitrag des aktivierten Spielers in den Pot des Nebenrundentisches zu übertragen,
die an der Nebenrunde beteiligten Spieler an dem Hauptrundentisch zu sperren.
[0016] Um die einzelnen Begriffe in dieser Anmeldung eindeutig zu verstehen, gelten hier
folgende Definitionen:
Spiel - ein Spiel, z. B. Double poker bei einer Kartenausteilung,
Runde - Ablauf bei einer Austeilung im Spiel,
Spieltisch - Spieltisch der Hauptrunde und Spieltisch der Nebenrunde in einem Spiel
einer Austeilung.
[0017] Die Durchführung des erfindungsgemäßen Kartenspielverfahrens für pokerähnliche Karten-spiele
ist am Beispiel von Double poker näher beschrieben.
[0018] Um am Spiel teilzunehmen, muss jeder Spieler eine individuelle elektronische Einrichtung
6 mit Anzeige 10 haben.
[0019] Alle Einrichtungen müssen miteinander mittels eines Netzes 9 oder auf eine andere
Welse verkoppelt (vernetzt) sein.
[0020] Die Spielerzahl liegt zwischen 3 und 10 Spielern.
[0021] Jeder Teilnehmer sieht auf seiner Videoanzeige 10 eine Flashanimation, virtuelle
Spielkarten und virtuelle Spielteilnehmer. Die Flashanimation weist die Abbildungen
des Pokertisches mit Funktionsschaltflächen, z. B, Fold, Call, Check, Raise, einen
Schieberegler für Einsätze sowie "Chance"-Schaltfläche 11 auf, um auf die Nebenrunde
umzuschalten.
[0022] Das Spiel beginnt mit der Sammlung der Einsätze, um die Runde auf dem Spieltisch
4 der Nebenrunde zu führen. Die Sammlung erfolgt automatisch. Die Sammlungshöhe beträgt
z. B. Big Blind + Small Blind. Diese Sammlung stellt den Pot des Spleltisches 4 der
Nebenrunde dar.
[0023] Im nächsten Schritt erfolgt eine automatische primäre Sammlung, und der Big Blind
+ Small Blind werden erbracht. Danach fängt die Hauptrunde am Spieltisch 2 an.
[0024] Mit den Funktionsschaltflächen kann der Spieler die Verhandlung um die Teilnahme
an der Runde beginnen, Laydown vornehmen usw. Aber im Unterschied zum Prototyp hat
der Spieler die Möglichkeit, nach seinem getätigten Mindesteinsatz auf den Spieltisch
4 der Nebenrunde umzuschalten, um sich den Flop anzuschauen und das Spiel fortzusetzen,
indem er die "Chance"-Schaltfläche 11 drückt.
[0025] Die "Chance"-Schaltfläche 11 ist eine Mehrfunktionsschaltfläche. Befindet sich der
Spieler am Spieltisch 2 der Hauptrunde, so wechselt er durch die Betätigung der Schaltfläche
11 auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde. Ist der Spieler am Spieltisch 4 der Nebenrunde,
so hat er die Möglichkeit, durch die Betätigung dieser Schaltfläche 11 auf den Spieltisch
3 der Hauptrunde zur Einsicht umzuschalten. Dabei laufen die Haupt- und die Nebenrunde
gleichzeitig und nach identischen Bedingungen eines Spiels ab.
[0026] Beim Wechsel auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde entrichtet der Spieler einen Einsatz
in Höhe von Big Blind, welcher dem Pot der Nebenrunde am Spieltisch 4 automatisch
hinzugefügt wird, Dabei sind die Karten an den Spieltischen der Haupt- und der Nebenrunde
identisch.
[0027] Danach wird das Verfahren je nach folgenden Bedingungen (Regeln) durchgeführt:
- a) Wechselt ein Spieler auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde, so nimmt er den Pot der
Nebenrunde ab.
- b) Wechseln mehrere Spieler auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde, so wird das Spiel
nach üblichen Regeln fortgesetzt.
- c) Wechselt kein Spieler auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde, und das ist möglich,
wenn alle Spieler die Karten abgelegt haben bis auf den Spieler am Big Blind, so nimmt
der Big Blind Spieler den Pot der Nebenrunde ab.
- d) Wechselt kein Spieler auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde und fährt das Spiel nur
am Spieltisch 2 der Hauptrunde fort, so wird der Pot der Nebenrunde von jenem Spieler
eingenommen, der an der Hauptrunde am Spieltisch 2 gewinnt.
- e) Ist der Big Blind Spieler beim Preflop allein in der Hauptrunde geblieben, so kann
er auf den Spieltisch der Nebenrunde wechseln, um das Spiel fortzusetzen, indem er
die "Chance"-Schaltfläche 11 betätigt; dabei nimmt er den Pot der Hauptrunde ab.
[0028] Wie bereits oben erwähnt, sind die Haupt- und die Nebenrunde Fortsetzungen von einem
Spiel. Sie laufen gleichzeitig nach üblichen Regeln jedoch unabhängig voneinander
ab. Die am Spieltisch 3 der Hauptrunde spielenden Teilnehmer sehen nicht die Nebenrunde
am Spieltisch 4, und die auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde gewechselten Spieler
sehen nicht die Hauptrunde am Spieltisch 3. Der Spieler, der die Karten abgelegt hat,
kann auf eine beliebige Runde mit der "Chance"-Funktionsschaltfläche 11 wechseln.
Legt der Spieler seine Karten ab, so muss er keinen Einsatz bei Betätigung der "Chance"-Schaltfläche
11 entrichten. Während des Spiels werden Flop, Turn und River sowie Taschenkarten
auf dem Spieltisch 3 der Hauptrunde und auf dem Spieltisch 4 der Nebenrunde gleichzeitig
aufgedeckt. Das Verfahren ermöglicht es, pokerähnliche Kartenspiele In einem beliebigen
Format zu führen: Cash-Spiele, Turniere oder seat and go.
[0029] Der Schlüsselschritt des Spiels ist der Flop, wenn der Spieler auf einmal Information
über drei der fünf Gemeinschaftskarten bekommt. Normalerweise läuft die Runde beim
Preflop (vorangehende Runde) mit einer Erhöhung der Einsätze ab, was in der Regel
eine starke Kartenkombination des den Einsatz steigernden Spielers bedeutet. Die Gewinnchancen
der Spieler mit mittelstarken oder schwachen (unvorteilhaften) Kartenkombinationen
sind normalerweise niedriger. Jedoch werden diese Chancen erhöht, wenn auf den Spieltisch
4 der Nebenrunde gewechselt wird und wenn sich bei der Flop-Aufdeckung irgendwelche
Kombination ergibt.
[0030] Somit zeichnet sich das Verfahren gemäß der beanspruchten Erfindung dadurch aus,
dass gleichzeitig zwei Runden eines Spiels vorliegen: Die eine Runde läuft am Spieltisch
3 der Hauptrunde und die zweite Runde läuft am Spieltisch 4 der Nebenrunde ab. Der
Spieler hat die Möglichkeit, auf den Spieltisch 4 der Nebenrunde beim Preflop zu wechseln
und den Pot der Nebenrunde zu nehmen. Das erhöht die Attraktivität des Spiels und
die Gewinnwahrscheinlichkeit für den Spieler und bietet zusätzliche Vorteile für den
Spielveranstalter, Das Verfahren kann mit Hilfe eines Systems durchgeführt werden.
Im Unterschied zum Prototyp hat das System zusätzlich eine Funktionsschaltfläche,
welche die Nebenrunden eines Spiels miteinander verbindet.
1. Verfahren für pokerähnliche Kartenspiele mit Hilfe von individuellen miteinander gekoppelten
elektronischen Einrichtungen, wobei jede der elektronischen Einrichtungen mit einer
Anzeige versehen ist, auf der ein Spieltisch, Funktionsschaltflächen (11) und ein
Schieberegler zum Entrichten der Einsätze angezeigt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass zuerst eine Sammlung durchgeführt wird, um einen Pot für eine Nebenrunde zu bilden,
dass im nächsten Schritt eine primäre Sammlung durchgeführt wird, um eine Hauptrunde anzufangen,
dass der Spieler dann nach einem getätigten Mindesteinsatz beim Preflop vom Spieltisch
(2) der Hauptrunde auf einen Spieltisch (4) einer Nebenrunde wechseln kann, indem
er eine entsprechende Funktionsschaltfläche (11) drückt, dass die identisch ausgebildeten
Karten der Haupt- und der Nebenrunde dabei gleichzeitig aufgedeckt werden,
dass bei der Nebenrunde die Spieler gesperrt werden, die an der Hauptrunde teilnehmen
und
dass die an der Nebenrunde beteiligten Spieler für die Teilnahme an der Hauptrunde gesperrt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Spieler, der auf den Spieltisch (4) der Nebenrunde wechselt, den Pot der Nebenrunde
einnimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass, wenn kein Spieler auf den Spieltisch (4) der Nebenrunde wechselt, der Pot der Nebenrunde
vom Big Blind Spieler eingenommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass, wenn kein Spieler auf den Spieltisch (4) der Nebenrunde wechselt und das Spiel nur
am Spieltisch (2) der Hauptrunde fortfährt, der Pot der Nebenrunde von jedem Spieler
eingenommen wird, der die Hauptrunde am Spieltisch (2) gewinnt.
5. Spielsystem zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem Client-Spielprogramm
(5), welches in einer elektronischen Einrichtung (6) enthalten ist, mit einem Server-Spielprogramm
(8), welches auf einem Server (7) hinterlegt ist, mit Videoanzeigen (10), welche eine
Flashanimation zur Ansicht für alle Spielteilnehmer anzeigen, wobei die Videoanzeigen
(10) Abbildungen des Pokerspieltisches mit Funktionsschaltflächen (11), virtuelle
Spielkarten sowie zahlreiche Videovorführungen enthalten, wobei diese Videovorführungen
gesteuert sind, um Änderungen sicherzustellen, welche mit dem Spielablauf zusammenhängen,
und mit wenigstens einem Spielprozessor im Client-Spielprogramm (6), um die Daten
zu verarbeiten und wenigstens folgende Funktionen auszuführen:
- Spielregeln bereitzustellen,
- die Menge der virtuellen Spielkarten festzulegen,
- einen eine Schaltfläche "Chance" betätigenden Spieler am Nebenrundentisch (4) zu
aktivieren,
- die an der Hauptrunde beteiligten Spieler am Nebenrundentisch (4) zu sperren,
- einen Beitrag des aktivierten Spielers in den Pot des Nebenrundentisches (4) zu
übertragen,
- die an der Nebenrunde beteiligten Spieler am Hauptrundentisch (2) zu sperren.