[0001] Die Erfindung betrifft eine Straßenbaumaschine, insbesondere einen Straßenfertiger
oder einen Beschicker, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Straßenfertiger und Beschicker verfügen über einen meist mittigen Bedienstand. Um
die Sicht des Fahrers zu verbessern, ist es bekannt, den Bedienstand quer zur Arbeitsfahrtrichtung,
also der Einbaurichtung des Straßenfertigers oder den in der gleichen Richtung vor
dem Straßenfertiger herfahrenden Beschicker, verschiebbar auf den oder im Bedienstand
anzuordnen. Bekannt sind auch Bedienstände mit zwei Sitzen an gegenüberliegenden Seiten
des Straßenfertigers oder Beschickers. Die bekannten Möglichkeiten zur Änderung der
Position des Fahrers auf dem oder im Bedienstand sind noch ungenügend. Der Fahrer
kann entweder gar nicht oder nur beschwerlich alle zu überwachenden Stellen des Straßenfertigers
oder Beschickers einsehen. Aus diesem Grund ist es bei Straßenfertigern üblich, dass
eine zweite Bedienperson auf der Einbaubohle die Arbeitsweise derselben überwacht.
Das ist zum einen personalaufwendig und zum anderen sind die Arbeitsbedingungen im
Bereich der Einbaubohle sehr ungünstig, beispielsweise aufgrund von Dämpfen des noch
heißen Straßenbaumaterials.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Straßenbaumaschine, insbesondere einen
Straßenfertiger oder Beschicker, zu schaffen, die dem Fahrer bessere Arbeitsbedingungen,
insbesondere bessere Sichtbedingungen, verschafft.
[0004] Eine Straßenbaumaschine, insbesondere ein Straßenfertiger oder Beschicker, zur Lösung
dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Demnach ist es vorgesehen,
dass der mindestens eine Bedienstand auf oder an dem Fahrwerk bzw. Fahrwerksrahmen
mindestens drehbar und anhebbar gelagert ist. Durch das bedarfsweise Drehen und/oder
Anheben des Bedienstands kann der Bediener bzw. Fahrer des Straßenfertigers oder Beschickers
mit dem Bedienstand in beliebige Positionen gelangen, die ihm die gewünschte Sicht
verschaffen. Durch das Anheben kann der Bediener über Hindernisse hinwegblicken und
von einer erhöhten Warte aus das Geschehen des Straßenfertigers und/oder Beschickers
mühelos beobachten. Durch das Verdrehen des Bedienstands kann der Fahrer - ohne sich
vom Bedienfeld auf den Bedienstand wegdrehen zu müssen - nach vorn, nach hinten und/oder
zu jeder beliebigen Seite blicken.
[0005] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht es vor, den Bedienstand mehrachsig
beweglich am Fahrwerksrahmen oder einem sonstigen Bauteil der Straßenbaumaschine,
insbesondere des Straßenfertigers oder Beschickers, zu lagern. Dieses geschieht bevorzugt
so, dass der Bedienstand im dreidimensionalen Raum beweglich ist, so dass der Fahrer
aus beliebigen Positionen innerhalb des dreidimensionalen Raums die Arbeitsweise des
Straßenfertigers oder Beschickers beobachten kann.
[0006] Bevorzugt wird die dreidimensionale Bewegbarkeit des Bedienstands im Raum durch mindestens
einen Auslegerarm herbeigeführt, der mit dem Fahrwerksrahmen oder einem sonstigen
Bauteil der Straßenbaumaschine bzw. des Straßenfertigers oder Beschickers verbunden
ist. Mit dem mindestens einen Auslegerarm ist der Bedienstand mindestens anhebbar
und drehbar, vorzugsweise auch vor, zurück und/oder zu mindestens einer Seite bewegbar.
Durch eine gezielte Kombination dieser mehrachsigen Dreh- und Linearbewegungen des
Bedienstands kann der Bediener des Straßenfertigers oder des Beschickers mit dem Bedienstand
jede beliebige, gewünschte Position im dreidimensionalen Raum ansteuern.
[0007] Es ist eine Ausgestaltung der Straßenbaumaschine, insbesondere des Straßenfertigers
oder Beschickers, denkbar, bei der das erste Ende des Auslegerarms mindestens schwenkbar
und drehbar am Fahrwerksrahmen oder einem anderen Bestandteil des Straßenfertigers
oder Beschickers gelagert ist und alternativ oder zusätzlich der Bedienstand mindestens
schwenkbar und drehbar am zweiten Ende des Auslegerarms angeordnet ist. Durch die
Drehbarkeit und Schwenkbarkeit mindestens eines Endes des Auslegerarms und/oder des
Bedienstands lässt sich der Bedienstand räumlich in beliebige Positionen bewegen und
es kann dabei die Ausrichtung des Bedienstands beibehalten werden, so dass es beispielsweise
beim Verschwenken des Auslegerarms der Bedienstand seine Ausrichtung beibehält.
[0008] Der Auslegerarm ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung mit einem
ersten Ende gelenkig mit dem Fahrwerk, dem Fahrwerksrahmen oder einem sonstigen Bauteil
des Straßenfertigers oder Beschickers verbunden oder gelagert und mit seinem gegenüberliegenden
zweiten Ende gelenkig mit dem Bedienstand verbunden. Es entstehen so an gegenüberliegenden
Enden des Auslegerarms jeweils Gelenke mit vorzugsweise mindestens einer Dreh- und/oder
Schwenkachse. Durch die gelenkige Verbindung jedes Endes des Auslegerarms mit dem
Straßenfertiger bzw. Beschicker einerseits und dem Bedienstand andererseits können
parallelogrammartige Auf- und Abbewegungen, Seitwärtsbewegungen und/oder Vor- sowie
Rückbewegungen des Bedienstands möglich. Dabei bleibt durch die Gelenkanordnung an
beiden Enden des Auslegerarms der Bedienstand - sofern der Bediener das wünscht -
stets horizontal ausgerichtet. Jedoch kann der Bediener erforderlichenfalls den Bedienstand
gegenüber der Horizontalen neigen, wenn er herunter- oder hochblicken möchte.
[0009] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Straßenbaumaschine, insbesondere des Straßenfertigers
oder Beschickers, ist der mindestens eine Auslegerarm längenveränderlich. Vorzugsweise
ist der Auslegerarm teleskopierbar ausgebildet. Es ist auch denkbar, dass der Auslegerarm
alternativ oder zusätzlich knickbar ist, indem er aus mindestens zwei gelenkig miteinander
verbundenen Auslegerarmabschnitten gebildet ist. Durch diese Ausgestaltungen ist es
möglich, den Bedienstand von seiner Ausgangsposition relativ weit wegzubewegen, beispielsweise
bis in den Bereich einer Einbaubohle des Straßenfertigers, so dass der sich auf oder
in dem Bedienstand befindliche Fahrer die Einbaubohle im Betrieb genauso wie eine
bisher zur Überwachung der Einbaubohle vorgesehene zusätzliche Person beobachten kann.
[0010] Eine andere denkbare Ausgestaltungsmöglichkeit der Straßenbaumaschine sieht es vor,
mindestens den Bedienstand, vorzugsweise den Bedienstand zusammen mit dem Auslegerarm,
quer zur Arbeitsfahrtrichtung bewegbar auszubilden, vorzugsweise auf einer quer zur
Arbeitsfahrtrichtung verlaufenden Bahn oder Achse zu verfahren. Beispielsweise verläuft
diese Bahn oder Achse horizontal. Wenn eine solche Querverfahrbarkeit des Bedienstands
vorgesehen ist, kann gegebenenfalls ein Auslegerarm entfallen. Besonders vorteilhaft
ist es aber, wenn trotz des Auslegerarms die Bedienplattform vorzugsweise zusammen
mit dem Auslegerarm quer zur Arbeitsfahrtrichtung auf der bevorzugt horizontalen Bahn
oder Achse verfahrbar ist. Durch diese Bahn oder Achse wird ein zusätzlicher Freiheitsgrad
geschaffen, der die Bewegungsvielfalt des Bedienstands gegenüber dem Fahrwerk des
Straßenfertigers oder Beschickers erweitert.
[0011] Bevorzugt wird die Querverfahrbarkeit des Bedienstands herbeigeführt durch mindestens
einen auf der Bahn oder Achse verfahrbaren Schlitten, womit das erste Ende des Auslegerarms
verbunden ist, und zwar vorzugsweise drehbar und/oder schwenkbar. Auf diese Weise
kann der Bedienstand mit dem Auslegerarm zur einen oder anderen Seite des Straßenfertigers
oder Beschickers verfahren werden, wobei gegebenenfalls durch entsprechendes Verschwenken
des Auslegerarms die Bedienplattform seitlich aus den äußeren Umrissen des Straßenfertigers
oder Beschickers herausgefahren werden kann. Das führt zu keiner weiteren Verbesserung
der Sicht des sich auf oder in dem Bedienstand befindlichen Fahrers.
[0012] Der Bedienstand ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Straßenbaumaschine, insbesondere
des Straßenfertigers oder Beschickers, nach Art einer Kabine ausgebildet. Diese Kabine
ist bevorzugt geschlossen, nämlich verglast, wobei mindestens einige Scheiben bei
Bedarf geöffnet werden können und außerdem mit mindestens einer Tür versehen. Denkbar
ist es aber auch, die Kabine mit keinen Scheiben zu versehen, so dass sie ständig
über offene Sichtöffnungen für den Fahrer des Straßenfertigers bzw. des Beschickers
verfügt.
[0013] Weiter ist es bevorzugt vorgesehen, den Bedienstand, insbesondere die Kabine, mit
wenigstens einer Luftbehandlungseinrichtung zu versehen. Hierbei kann es sich um eine
Luftfiltereinrichtung handeln, die von außen angesaugte Luft filtert, damit im Inneren
der Kabine unbelastete Luft dem Fahrer zur Verfügung steht. Die Kabine kann außerdem
eine Heizung und/oder Kühlung aufweisen. Bevorzugt weist die Kabine eine als Klimaanlage
ausgebildete Luftbehandlungseinrichtung auf, die gleichzeitig mehrere Aufgaben erfüllt,
nämlich mindestens zum Umwälzen, Heizen, Kühlen und Filtern der der Kabine zuzuführenden
Luft bzw. der sich in der Kabine befindlichen Luft dient. Auf diese Weise werden angenehme
Arbeitsbedingungen für den Bediener des Straßenfertigers bzw. des Beschickers geschaffen,
insbesondere wird der Bediener von schädlichen Umwelteinflüssen, beispielsweise Dämpfen,
die vom noch heißen Straßenbaumaterial stammen, geschützt.
[0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Straßenfertigers mit einer sich in einer Ausgangsstellung
befindlichen Kabine,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Straßenfertiger der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines Straßenfertigers der Fig. 1 und 2 bei hochgefahrener Kabine,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf einen Straßenfertiger bei hochgefahrener und zur Seite bewegter
Kabine,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Straßenfertigers der Fig. 1 bis 4 bei hoch-, zurück- und zur
Seite gefahrener Kabine,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf den in der Fig. 5 gezeigten Straßenfertiger,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf den Straßenfertiger analog zur Fig. 6 bei zusätzlich um eine vertikale
Mittelachse verdrehter Kabine,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht des Straßenfertigers der Fig. 1 bis 7 bei hinter eine Einbaubohle
bewegter Kabine,
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf den Straßenfertiger der Fig. 8,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht eines Beschickers mit einer sich in der Ausgangsstellung befindenden
Kabine,
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf den Beschicker der Fig. 10,
- Fig. 12
- den Beschicker der Fig. 10 und 11 bei hochgefahrener Kabine,
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf den Beschicker der Fig. 12,
- Fig. 14
- eine Draufsicht auf den Beschicker der Fig. 10 bis 13 bei hochgefahrener und zur Seite
bewegter Kabine,
- Fig. 15
- eine Draufsicht auf den Beschicker der Fig. 10 bis 14 bei hochgefahrener, zur Seite
bewegter und verdrehter Kabine, und
- Fig. 16
- eine Draufsicht auf den Beschicker der Fig. 10 bis 15 bei zu einer anderen Seite verfahrener,
angehobener und in eine andere Richtung verdrehter Kabine.
[0015] Die Fig. 1 bis 9 zeigen einen Straßenfertiger 10. Der Straßenfertiger 10 dient zur
Herstellung von Straßenbelägen. Dabei kann es sich um Straßenbeläge jeder Art handeln.
[0016] Der Straßenfertiger 10 ist selbstfahrend ausgebildet. Dazu verfügt er über eine zentrale
Antriebseinheit 11, die beispielsweise einen Verbrennungsmotor, Hydraulikpumpen zur
Versorgung von Hydraulikmotoren und gegebenenfalls mindestens einen Generator zur
Erzeugung von Energie für elektrische Antriebe aufweist.
[0017] Der Straßenfertiger 10 weist ein Fahrwerk 12 auf, das im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Raupenfahrwerk ausgebildet ist. Das Fahrwerk 12 kann aber auch als ein Radfahrwerk
oder als ein anderes Fahr- bzw. Laufwerk ausgebildet sein. Das Fahrwerk 12 wird von
der Antriebseinheit 11 während des Einbaus des Straßenbelags derart angetrieben, dass
der Straßenfertiger 10 in Arbeitsfahrtrichtung 13 (auch Fertigungs- oder Einbaurichtung
genannt) vorwärtsbewegbar ist.
[0018] Das Fahrwerk 12 weist einen Fahrwerksrahmen 15 auf, der auch als Chassis bezeichnet
werden kann. Der Fahrwerksrahmen 15 trägt mindestens einen Großteil der Komponenten
des Straßenfertigers 10.
[0019] In Arbeitsfahrtrichtung 13 gesehen ist vor der Antriebseinheit 11 ein wannen- bzw.
muldenartig ausgebildeter Vorratsbehälter 14 angeordnet. Der Vorratsbehälter 14 nimmt
einen Vorrat des zur Herstellung des Straßenbelags dienenden Materials, beispielsweise
Asphalt, auf. Gegebenenfalls kann der Straßenfertiger 10 auch mehrere Vorratsbehälter
14 aufweisen.
[0020] Durch einen nicht gezeigten Förderer wird das Straßenbaumaterial aus dem Vorratsbehälter
14 unter der Antriebseinheit 11 hindurch zum in Arbeitsfahrtrichtung 13 gesehen hinteren
Ende (Rückseite) des Straßenfertigers 10 transportiert. Von einer hinter dem Fahrwerk
12 bzw. dem Fahrwerksrahmen 15 angeordneten Verteilerschnecke 16 wird das Straßenbaumaterial
über die gesamte Arbeitsbreite des Straßenfertigers 10 verteilt. Dabei gelangt ein
Vorrat des Straßenbaumaterials vor eine hinter der Verteilerschnecke 16 auf- und abbewegbaren
Einbaubohle 17. Bei der Einbaubohle 17 kann es sich um eine solche mit einer festen
oder auch variablen Arbeitsbreite (Verschiebebohle) handeln. Die Einbaubohle 17 ist
auf- und abbewegbar am Fahrwerk 12 bzw. Fahrwerksrahmen 15 angehängt.
[0021] Der Straßenfertiger 10 weist einen Bedienstand auf, der im gezeigten Ausführungsbeispiel
als eine Kabine 18 ausgebildet ist. Die Kabine 18 ist bevorzugt zur Aufnahme eines
Fahrers ausgebildet. Im Inneren der Kabine 18 befinden sich alle wesentlichen Bedienelemente,
die der Fahrer zum Betrieb des Straßenfertigers 10 benötigt. Die Kabine 18 ist im
hinteren Endbereich des Straßenfertigers 10 oberhalb des Fahrwerkrahmens 15 und hinter
der Antriebseinheit 11 angeordnet. Die Antriebseinheit kann sich ganz oder teilweise
auch unterhalb der Kabine 18 befinden.
[0022] Die Fig. 1 und 2 zeigen die Ausgangs- bzw. Ruhestellung der Kabine 18. Die Kabine
18 befindet sich dabei mittig über dem Fahrwerksrahmen 15, und zwar so tief wie möglich.
Die Vorderseite der Kabine 18, durch die der Fahrer normalerweise hindurchblickt,
wird durch den Pfeil 19 (Blickrichtung) dargestellt. Diese Blickrichtung 19 verläuft
in der Ausgangsstellung der Fig. 1 und 2 in Arbeitsfahrtrichtung 13.
[0023] Die hier gezeigte Kabine 18 ist geschlossen. Dazu ist die Kabine 18 zumindest in
ihrem oberen Bereich ringsherum mit Fenster versehen, wobei alle oder einige Fenster
zum Öffnen ausgebildet sein können. An mindestens einer Seite der Kabine 18 befindet
sich eine verschließbare Kabinentür.
[0024] Die Kabine 18 ist mit mindestens einer Luftbehandlungseinrichtung versehen. Dabei
kann es sich um einen Ventilator bzw. Gebläse, eine Heizung, eine Kühlung und/oder
einen Filter zur Behandlung der Zuluft für die Kabine 18 handeln. Bevorzugt verfügt
die Kabine 18 über eine Luftbehandlungseinrichtung zum kombinierten Heizen, Kühlen
und Filtern der Luft sowie zur Zuluftzufuhr und/oder zur Umwälzung der Luft in der
Kabine 18. Üblicherweise handelt es sich hierbei um eine Klimaanlage.
[0025] Erfindungsgemäß ist der Bedienstand, und zwar im gezeigten Ausführungsbeispiel die
Kabine 18, auf oder an dem Fahrwerksrahmen 15 mindestens drehbar und anhebbar gelagert.
Auf diese Weise kann die Kabine 10 aus der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausgangsposition
herausbewegt werden durch ein vom Fahrer gewünschtes Anheben oder Absenken und/oder
Verdrehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist es zusätzlich vorgesehen, die Kabine
18 zu gegenüberliegenden Seiten aus der in Arbeitsfahrrichtung 16 verlaufenden, vertikalen
Längsmittelebene 20 herauszubewegen (Fig. 4, 6, 7 und 9). Die Kabine 18 ist auch in
und gegen die Blickrichtung 19 vor- und zurückbewegbar (Fig. 5 und 8). Somit kann
die Kabine 18 mehrachsige Bewegungen, und zwar mindestens auf einer parallel zur Arbeitsfahrtrichtung
13 verlaufenden Achse, einer quer dazu verlaufenden Achse und einer vertikalen Achse,
durchführen. Darüber hinaus sind vollkreisige Drehbewegungen der Kabine 18 in jeder
Stellung möglich. Das alles hat zur Folge, dass beim erfindungsgemäßen Straßenfertiger
10 die Kabine 18 an beliebige Stellen in einem dreidimensionalen Raum verfahrbar ist,
wobei dieser Raum auch über vertikale, gegenüberliegende Längsseiten und das hintere
Ende des Straßenfertigers 10, insbesondere des Fahrwerkrahmens 15, hinausgehen kann
(Fig. 4, 6, 7 und 9).
[0026] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Kabine 18 über einen Auslegerarm 21 mit
dem Fahrwerk 12, vorzugsweise dem Fahrwerksrahmen 15, des Straßenfertigers 10 verbunden.
Der Auslegerarm 21 ist mit einem ersten Ende 23 gelenkig mit dem Fahrwerksrahmen 15
des Fahrwerks 12 und einem gegenüberliegenden zweiten Ende 24 gelenkig mit der Unterseite,
vorzugsweise einem Boden 22, der Kabine 18 verbunden. Diese gelenkigen Verbindungen
können auf verschiedene Weisen realisiert werden. Bevorzugt ermöglicht jede gelenkige
Verbindung eine mehrachsige Bewegung des Auslegerarms 21 zum Fahrwerksrahmen 15 und
der Kabine 18, so dass der Auslegerarm 21 gegenüber dem Fahrwerksrahmen 15 und der
Kabine 18 in mehreren Freiheitsgraden bewegbar ist.
[0027] Die in den Figuren dargestellten Gelenkverbindungen an beiden Enden des Auslegerarms
21 ermöglichen eine Vollkreisdrehung um eine vertikale Drehachse im Bereich jedes
Endes des Auslegerarms 21 und eine Schwenkbewegung um eine horizontale Schwenkachse,
die die jeweilige Drehachse senkrecht schneidet. Der Auslegerarm 21 ist dadurch gegenüber
dem Fahrwerksrahmen 15 um die Drehachse auf einer Vollkreisbahn verdrehbar und gegenüber
dem Fahrwerksrahmen 15 in die horizontale Schwenkachse verschwenkbar. Genauso ist
die Kabine 18 gegenüber dem zweiten (oberen) Ende 24 des Auslegerarms 21 auf einer
Vollkreisbahn um die Drehachse verdrehbar und um die Schwenkachse verschwenkbar. Hierdurch
kommt eine Parallelogrammbewegung der Kabine 18 gegenüber dem Fahrwerksrahmen 15 zustande,
wobei die Schwenkbewegung des Auslegerarms 21 gegenüber dem Fahrwerksrahmen 15 durch
eine entgegengesetzte Schwenkbewegung der Kabine 18 gegenüber dem Auslegerarm 21 kompensierbar
ist, so dass die Kabine 18, insbesondere ihr Boden 22, stets eine horizontale Ausrichtung
beibehält. Jedoch kann in Fällen, wo der Fahrer es wünscht, die Kabine 18 geneigt
werden, insbesondere derart, dass die Blickrichtung 19 des Fahrers aufwärts oder abwärts
geneigt ist, um auch dadurch die Ausrichtung der Kabine 18 seinen Wünschen und den
Erfordernissen entsprechend anpassen zu können.
[0028] Die Fig. 3 bis 9 zeigen verschiedene Möglichkeiten zur Herausbewegung der Kabine
18 aus der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausgangsstellung.
[0029] In den Fig. 3 und 4 ist der Auslegerarm 21 aus der horizontalen Ausgangsstellung
in einer quer zur Arbeitsfahrtrichtung 18 verlaufenden vertikalen Ebene hochgeschwenkt,
wodurch die Kabine 18 angehoben wird (Fig. 3) und außerdem gegenüber der Längsmittelebene
20 des Straßenfertigers 10 zur Seite bewegt ist. Die Blickrichtung 19 des Fahrers
ist unverändert; nur verläuft sie parallel neben der vertikalen Längsmittelebene 20
des Straßenfertigers 10.
[0030] In der Darstellung der Fig. 5 und 6 ist der Auslegerarm 21 an seinem ersten (unteren)
Ende 23 gegenüber dem Fahrwerksrahmen 15 um die vertikale Drehachse verdreht, und
zwar so, dass die Kabine 18 nicht nur angehoben und zur Seite bewegt ist, sondern
auch nach hinten in Richtung zur Einbaubohle 17 verlagert worden ist. Die Kabine 18
ist um die vertikale Drehachse am oberen zweiten Ende 24 des Auslegerarms 21 etwas
verdreht, so dass die Blickrichtung 19 antiparallel zur Längsmittelebene 20 des Straßenfertigers
10 verläuft, nämlich etwa in Richtung des hochgeschwenkten und ebenfalls verdrehten
Auslegerarms 21.
[0031] Die Fig. 7 zeigt den Straßenfertiger 10 in der hochgeschwenkten Stellung des Auslegerarms
21 gemäß den Fig. 5 und 6, wobei die Kabine 18 auf der vertikalen Drehachse am zweiten
Ende 24 des Auslegerarms 21 verdreht worden ist, und zwar so, dass die Blickrichtung
19 des Fahrers quer zur Arbeitsfahrtrichtung 13 verläuft und auf die Längsmittelebene
20 des Straßenfertigers 10 gerichtet ist.
[0032] Die Fig. 8 und 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel des Straßenfertigers 10 mit einem
längenveränderlichen, nämlich teleskopierbaren, Auslegerarm 21. In den Fig. 8 und
9 ist der Auslegerarm 21 maximal ausgefahren und gegenüber der horizontalen Ausgangsstellung
so verschwenkt, dass sein mit der Kabine 18 verbundenes zweites Ende 24 unter dem
mit dem Fahrwerksrahmen 15 verbundenen ersten Ende 23 liegt. Dabei kommt es zu einem
Absenken der Kabine 18. Infolge des ausgefahrenen Auslegerarms 21 befindet sich die
abgesenkte Kabine 18 etwas hinter der Einbaubohle 17, und zwar an einer Außenseite
der gegenüber der Breite des Fahrwerks 12 des Straßenfertigers 10 ausgefahrenen Einbaubohle
17. Dadurch befindet sich die Kabine 18 neben dem Fahrwerk 12 des Straßenfertigers
10. Die Blickrichtung 19 des Fahrers verläuft parallel zur Längsmittelebene 20 des
Straßenfertigers 10. In dieser Position kann der Fahrer aus der Kabine 18 die Einbaubohle
17 von hinten überwachen, so wie es bei konventionellen Straßenfertigern 10 die zusätzliche,
der Einbaubohle 17 zugeordnete Person wahrnehmen kann.
[0033] Infolge der gelenkigen Anordnungen der beiden Enden 23 und 24 des Auslegerarms 21
kann von diesen durch überlagerte Schwenk- und Drehbewegungen an den Enden 23 und
24 des Auslegerarms 21 und gegebenenfalls eine Längenveränderung des Auslegerarms
21 die Kabine 18 in jede beliebige Stellung bewegt werden; nicht nur in die in den
Figuren lediglich beispielhaft dargestellten Positionen.
[0034] Gemäß einem in den Figuren nicht gezeigten Ausführungsbeispiel des Straßenfertigers
10 ist das erste (untere) Ende 23 des Auslegerarms 21 nicht direkt gelenkig mit dem
Straßenfertiger 10 bzw. seinem Fahrwerksrahmen 15 verbunden, sondern mit einem Schlitten,
der auf einer vorzugsweise geradlinigen Schiene verfahrbar ist. Die Schiene verläuft
beispielsweise horizontalgerichtet quer zur Arbeitsfahrtrichtung 13, indem sie die
vertikale Längsmittelebene 20 des Straßenfertigers 10 senkrecht schneidet. Dadurch
wird eine weitere Verfahrachse realisiert, die die Möglichkeiten der Verstellung und
des Verfahrens der Kabine 18 erweitert. Beispielsweise kann so die Kabine 18 noch
weiter zur Seite bewegt werden und es kann die Kabine 18 aus der Ausgangsstellung
nur zu gegenüberliegenden Seiten bewegt werden ohne sie anzuheben.
[0035] Das Verdrehen, Verschwenken und gegebenenfalls Verfahren des Auslegerarms 21 gegenüber
dem Fahrwerksrahmen 15 sowie das Verdrehen und Verschwenken der Kabine 18 gegenüber
dem zweiten Ende 24 des Auslegerarms 21 erfolgt durch geeignete Einrichtungen, beispielsweise
Drehantriebe, Schwenkantriebe und/oder Linearantriebe. All diese Antriebe können elektrisch
und/oder hydraulisch erfolgen. Es kann eine Steuerung vorgesehen sein, die die verschiedenen
Antriebe gleichzeitig betätigt und koordiniert, und zwar in Abhängigkeit von Vorgaben
des Fahrers in der Kabine 18, indem der Fahrer nur die Richtung angibt und von einer
entsprechenden Steuerung die Antriebe dementsprechend koordiniert betrieben werden.
Durch die koordinierte Betätigung mehrere Antriebe lässt sich die Kabine 18 auf einer
gewünschten geradlinigen oder auch bogenförmigen Bahn bewegen, die den Wünschen des
Fahrers entspricht und in jeder beliebigen Richtung im Raum verlaufen kann. Vor allem
sind auch geneigte geradlinige Bewegungsbahnen der Kabine 18 realisierbar, ebenso
wie bogenförmige schräge Bewegungsbahnen. Die Bewegungsbahnen brauchen nicht in der
Längsmittelebene 20 oder parallel bzw. quer dazu zu erfolgen, sie können auch schräg
zur Längsmittelebene 20 des Straßenfertigers 10 verlaufen. Gleichzeitig dient die
Steuerung dazu, bei Bewegungen der Kabine 18 entlang schräger Bahnen die Ausrichtung
der Kabine 18 stets konstant zu halten, indem beispielsweise die Kabine 18 stets vertikal
ausgerichtet bleibt, also ihr Boden 22 immer horizontal verläuft.
[0036] Der in den Fig. 10 bis 16 gezeigte Beschicker 25 dient dazu, einen Straßenfertiger
10 oder auch mehrere Straßenfertiger 10 mit Material zum Einbau des Straßenbelags
zu versorgen.
[0037] Der hier gezeigte Beschicker 25 ist selbstfahrend ausgebildet. Er verfügt über ein
Fahrwerk 26, das beim hier gezeigten Beschicker 25 als Raupenfahrwerk ausgebildet
ist. Der Beschicker 25 kann aber auch über ein Radfahrwerk verfügen. In Arbeitsfahrtrichtung
27 gesehen, nämlich die Richtung, in der der Beschicker 25 sich vor dem in Einbaurichtung
fahrenden Straßenfertiger 10 herbewegt, ist an einer Vorderseite des Beschickers 25
ein Vorratsbehälter 28 angeordnet. Üblicherweise weist dieser Vorratsbehälter 28 ein
größeres Fassungsvolumen als dasjenige des Straßenfertigers 10 auf. Der Beschicker
25 kann aber auch über mehrere Vorratsbehälter 28 verfügen. Das Fahrwerk 26 weist
einen Fahrwerksrahmen 29 auf, der auch als Chassis bezeichnet werden kann. Der Fahrwerksrahmen
29 ist zusammen mit den Raupenfahrwerken Bestandteil des Fahrwerks 12.
[0038] In Arbeitsfahrtrichtung 27 gesehen ist hinter dem Vorratsbehälter 28 eine Antriebseinheit
30 vorgesehen, die genauso oder ähnlich ausgebildet sein kann wie beim zuvor beschriebenen
Straßenfertiger 10.
[0039] Durch einen nicht gezeigten Zwischenförderer, üblicherweise einen Kratzerförderer,
wird das Straßenbaumaterial aus dem Vorratsbehälter 28 gegen die Arbeitsfahrtrichtung
27 zur Rückseite des Fahrwerks 26, also in Richtung des nachfolgenden Straßenfertigers
10, transportiert. Das Straßenbaumaterial gelangt dann auf einen Stetigförderer 31,
der als Gurtförderer oder auch als Kratzerförderer ausgebildet sein kann. Von einem
in Arbeitsfahrtrichtung 27 gesehen hinteren und zum nachfolgenden Straßenfertiger
10 weisenden Abwurfende 32 des Stetigförderers 31 gelangt das Straßenbaumaterial entweder
direkt in den Vorratsbehälter 14 des nachfolgenden Straßenfertigers 10 oder (gemäß
den Darstellungen in den Zeichnungen) auf ein vorderes Aufgabeende 33 eines Längsförderers
34. Der Längsförderer 34 wird überwiegend verwendet, um das Material auf mehrere dem
Beschicker 25 nachfolgende Straßenfertiger 10 zu verteilen.
[0040] Eine Bedieneinheit, die auch hier als Kabine 35 ausgebildet ist, ist über oder auf
dem Fahrwerk 26 bzw. dem Fahrwerksrahmen 29 des Beschickers 25 vorgesehen, und zwar
hinter der Antriebseinheit 30 oder auch teilweise über derselben. Die Kabine 35 des
hier gezeigten Beschickers 25 ist prinzipiell genauso ausgebildet wie die Kabine 18
des zuvor beschriebenen Straßenfertigers 10. Hinsichtlich der Einzelheiten wird auf
die Beschreibung der Kabine 18 des Straßenfertigers Bezug genommen.
[0041] Erfindungsgemäß ist die Kabine 35 des Beschickers 25 wie die Kabine 18 des Straßenfertigers
10 auf oder an dem Fahrwerksrahmen 29 mindestens drehbar und anhebbar gelagert. Bevorzugt
ist auch die Kabine 35 zu beliebigen Stellen eines dreidimensionalen Raums bewegbar.
Dazu sind mehrere Drehachsen, Kippachsen und Schwenkachsen vorgesehen, um die die
Kabine 35 verfahrbar, verdrehbar und/oder verkippbar gegenüber dem Fahrwerk 26 bzw.
Fahrwerksrahmen 29 des Beschickers 25 ist. Prinzipiell kann die Kabine 35 des Beschickers
25 auf genau so vielen Achsen und mit gleicher Anzahl von Freiheitsgeraden räumlich
verfahren werden wie die Kabine 18 des Straßenfertigers 10.
[0042] Die Fig. 10 zeigt den Beschicker 25 mit sich in der Ausgangsstellung befindlichen
Kabine 35. Gemäß der Fig. 11 kann die Kabine 35 des Beschickers 25 in der Ruhestellung
etwas gegenüber der Längsmittelebene 40 des Beschickers 25 nach außen versetzt sein.
Dabei befindet sich die Kabine 35 aber noch in den Umrissen des Beschickers 25.
[0043] Die Fig. 12 zeigt den Beschicker 25 bei angehobener Kabine 35. Dabei ist die Blickrichtung
36 des Fahrers in seiner normalen Sitzposition in der Kabine 35 vorwärtsgerichtet,
und zwar in Arbeitsfahrtrichtung 27 bzw. parallel dazu.
[0044] Die Kabine 35 ist auch über einen gegebenenfalls längenveränderlichen Auslegerarm
37 mit dem Fahrwerk 26 bzw. dem Fahrwerksrahmen 29 des Beschickers 25 verbunden. Ein
unteres erstes Ende 38 des Auslegerarms ist gelenkig mit dem Fahrwerk 26 bzw. Fahrwerksrahmen
29 verbunden. Ein gegenüberliegendes, oberes (zweites) Ende 39 des Auslegerarms 27
ist mit dem Boden der Kabine 35 verbunden, und zwar ebenfalls gelenkig. Die Gelenkverbindungen
an beiden gegenüberliegenden Enden 38 und 39 des Auslegerarms 37 können genauso wie
beim Auslegerarm 21 des Straßenfertigers 10 ausgebildet sein, nämlich über jeweils
eine vertikale Drehachse und eine diese vorzugsweise rechtwinklig schneidende Schwenkachse
verfügen. Deswegen wird auch insoweit auf die Beschreibung zum Straßenfertiger 10
Bezug genommen.
[0045] Die Fig. 14 zeigt die hochgefahrene und zur Seite bewegte Kabine 25. In der Fig.
15 ist die Kabine 35 um 90° derart verschwenkt, dass die Blickrichtung 36 des Fahrers
in der Kabine 35 auf die vertikale Längsmittelebene 40 des Beschickers 25 gerichtet
ist. In der Fig. 16 ist die Kabine 35 zur anderen Seite des Beschickers 25 verfahren
und nur um 45° verdreht, so dass die Blickrichtung des Fahrers in der Kabine 35 schräg
von oben in den Vorratsbehälter 28 erfolgt.
[0046] Wie beim Straßenfertiger 10 sind beliebige Stellungen der Kabine 35 im Raum durch
beliebiges Verschwenken des Auslegerarms 37 und der Kabine 35 und ebenso beliebige
Drehungen der Kabine 35 und des Auslegerarms 37 um die jeweilige vertikale Drehachse
an den gegenüberliegenden Enden 38 und 39 möglich. Vor allem ist es auch denkbar,
die Kabine 35 insbesondere im angehobenen Zustand um 180° zu verdrehen, so dass der
Fahrer abwechselnd in den Vorratsbehälter 28 und auf den Stetigförderer 31 und/oder
den Längsförderer 34 blicken kann.
[0047] Es ist auch denkbar, den Auslegerarm 37 längenveränderlich, beispielsweise teleskopierbar
und/oder auch knickbar, auszubilden. Möglich ist es auch, den Auslegerarm 37 mit seinem
ersten Ende 38 auf einem Schlitten zu montieren, der auf einer geradlinigen horizontalen
Schiene verfahrbar ist, wobei die Schiene bevorzugt quer zur Arbeitsfahrtrichtung
27 auf dem Fahrwerk 26 bzw. dem Fahrwerksrahmen 29 befestigt ist.
[0048] Hinsichtlich der Antriebe zum Verdrehen und Verschwenken der Kabine 35 und des Auslegerarms
37 wird auf die Ausführungen zum Straßenfertiger 10 verwiesen. Das Gleiche gilt für
die Steuerung zur Koordinierung mehrerer gleichzeitig betriebener Antriebe.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Straßenfertiger |
36 |
Blickrichtung |
| 11 |
Antriebseinheit |
37 |
Auslegerarm |
| 12 |
Fahrwerk |
38 |
erstes Ende |
| 13 |
Arbeitsfahrtrichtung |
39 |
zweites Ende |
| 14 |
Vorratsbehälter |
40 |
Längsmittelebene |
| 15 |
Fahrwerksrahmen |
|
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| 16 |
Verteilerschnecke |
|
|
| 17 |
Einbaubohle |
|
|
| 18 |
Kabine |
|
|
| 19 |
Blickrichtung |
|
|
| 20 |
Längsmittelebene |
|
|
| 21 |
Auslegerarm |
|
|
| 22 |
Boden |
|
|
| 23 |
erstes Ende |
|
|
| 24 |
zweites Ende |
|
|
| 25 |
Beschicker |
|
|
| 26 |
Fahrwerk |
|
|
| 27 |
Arbeitsfahrtrichtung |
|
|
| 28 |
Vorratsbehälter |
|
|
| 29 |
Fahrwerksrahmen |
|
|
| 30 |
Antriebseinheit |
|
|
| 31 |
Stetigförderer |
|
|
| 32 |
Abwurfende |
|
|
| 33 |
Aufgabeende |
|
|
| 34 |
Längsförderer |
|
|
| 35 |
Kabine |
|
|
1. Straßenbaumaschine, insbesondere Straßenfertiger (10) oder Beschicker (25), mit einem
einen Fahrwerksrahmen (15, 29) aufweisenden antreibbaren Fahrwerk (12, 26), mindestens
einem Vorratsbehälter (14, 28), einem Bedienstand auf oder an dem Fahrwerk (12, 26)
bzw. Fahrwerksrahmen (15, 29) und gegebenenfalls einer in Arbeitsfahrtrichtung (13,
27) gesehen hinter dem Fahrwerk (12, 26) angeordneten Einbaubohle (17) bzw. Förderer,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienstand auf oder an dem Fahrwerk (12, 26) bzw. Fahrwerksrahmen (15, 29) mindestens
drehbar und anhebbar gelagert ist.
2. Straßenbaumaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienstand im dreidimensionalen Raum, vorzugsweise beliebig, bewegbar bzw. verfahrbar
ist.
3. Straßenbaumaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienstand über mindestens einen Auslegerarm (21, 37) mit dem Fahrwerk (12,
26) bzw. dem Fahrwerksrahmen (15, 29) verbunden ist.
4. Straßenbaumaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslegerarm (21, 37) an einem ersten Ende (23, 38) gelenkig mit dem Fahrwerk
(12, 26) bzw. Fahrwerksrahmen (15, 29) und an einem gegenüberliegenden zweiten Ende
(24, 39) gelenkig mit dem Bedienstand verbunden ist.
5. Straßenbaumaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende (23, 38) des Auslegerarms (21, 37) schwenkbar und drehbar am Fahrwerk
(12, 26) bzw. Fahrwerksrahmen (15, 29) gelagert ist.
6. Straßenbaumaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienstand schwenkbar und drehbar am zweiten Ende (24, 39) des Auslegerarms
(21, 37) gelagert ist.
7. Straßenbaumaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslegerarm (21, 37) längenveränderlich, vorzugsweise teleskopierbar, und/oder
knickbar ausgebildet ist.
8. Straßenbaumaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienstand vorzugsweise mit dem Auslegerarm (21, 37) quer zur Arbeitsfahrtrichtung
(13, 27) bewegbar, vorzugsweise auf einer quer zur Arbeitsfahrtrichtung (13, 27) verlaufenden,
insbesondere horizontalen Bahn oder Achse verfahrbar ist.
9. Straßenbaumaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem auf der Bahn oder Achse verfahrbaren Schlitten das erste Ende (23, 38)
des Auslegerarms (21, 37) verbunden ist, vorzugsweise mindestens drehbar, anhebbar
und/oder schwenkbar.
10. Straßenbaumaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bedienstand als eine Kabine (18, 35) ausgebildet ist, vorzugsweise die Kabine
(18, 35) mit einer Luftbehandlungseinrichtung versehen ist.