[0001] Die Erfindung betrifft Farbwerke eines Druckwerks, ein Druckwerk sowie ein Verfahren
zum Betreiben eines Druckwerks gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1, 12 bzw. 13.
[0002] Durch die
DE 102 59 495 B4 ist ein Farbwerk mit einer hin und her verschwenkbaren Heberwalze bekannt, wobei
für das Verschwenken ein Einzelantrieb vorgesehen ist, der mechanisch unabhängig ist
von der Rotation von im Druckwerk vorgesehenen Druckwerkszylinder und Farbwerkswalzen
[0003] Die
DE 39 35 215 A1 offenbart einen Schwenkantneb für eine Heberwalze, wobei ein Elektromotor, welchem
eine Drehzahlregelung zugeordnet ist, ein Heberkurvengetriebe antreibt.
[0004] In der
EP 1 996 403 B1 ist ein Sammeldruckwerk für den simultanen beidseitigen Mehrfarbendruck offenbart,
wobei die Farbwerke für den Irisdruck jeweils mit zwei Farbquellen ausgestattet sind.
[0005] Die
DE 195 11 488 A1 betrifft einen fluidbetätigten Schwenkkolbenmotor, wobei die Abtriebswelle mit einem
zu verschwenkenden Gegenstand, z. B. einem Roboterarm, zu verbinden ist. Das Verschwenken
erfolgt zwischen zwei Endlagen, deren Anschläge zur Dämpfung z. B. als Stoßdämpferhalter
ausgebildet sind
[0006] Die
DE 1 761 394 B offenbart ein Heberfarbwerk mit einem Heberwalzenantrieb und einer Umsteuereinrichtung,
die mittels zweier einstellbarer Zeitgebervorrichtungen schaltbar ist, um die jeweilige
Anlagedauer und Frequenz der Hebertaktung einstellen zu können. Der Antriebsmechanismus
ist als doppelseitig wirkender hydraulischer Zylinder ausgeführt, der über die Umsteuereinrichtung
aus einer Druckölpumpe gespeist wird.
[0008] Die
EP-A-1916110 offenbart eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0009] Der Efindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Farbwerk eines Druckwerkes, ein Druckwerk
sowie ein Verfahren zum Betreiben eines Druckwerks mit verbesserter Farbdosierung
zu schaffen.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1, 12 bzw. 13
gelöst.
[0011] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine
Qualitätsverbesserung in der Farbdosierung erzielt wird. Dies wird zunächst durch
ein kraftbasiertes Anstellen erreicht und durch eine Variabilität bzw. Variation in
der durch den Antrieb bewirkten Anstellkraft und ggf. zusätzliche durch eine Variabilität
bzw. Variation in Taktung. Zur Variation der Kraft ist eine Sollwertvorgabe eines
die Schwenkbewegung bewirkenden Antriebsmittels fernbetätigt vorgeb- und/oder veränderbar.
Hierbei ist über die Sollwertvorgabe insbesondere die abtriebseitige Antriebskraft
des die Schwenkbewegung bewirkenden Antriebsmittels fernbetätigt vorgeb- und/oder
verändertar Dabei wirkt eine Steuereinrichtu8ng beispielsweise veranlasst über einen
Stellbefehl an einer Bedienerschnittstelle und/oder durch ein Steuerprogramm auf ein
Stellmittel.
[0012] In einer vorteilhaften Ausführung des Schwenkantriebes ist hierzu als Antriebsmittel
ein durch Beaufschlagung mit einem Druckfluid betriebener Linear- oder Drehantrieb
vorgesehen, wobei zur Variation der Anstellkraft das Druckniveau verändert wird. Dies
geschieht durch Einwirken auf z. B. ein fernbetätigt stallbares Ventil.
[0013] In einer alternativen Ausführung kann das Antriebsmittel als in zumindest einem Betriebsmodus
drehmomentgeregelt betreibbarer und/oder betriebener Elektroantrieb mit einem Elektromotor
ausgeführt sein, wobei als Sollwert eine Drehmomentvorgabe fernbetätigt einem als
Antriebsregler des Elektroantriebes ausgebildeten Stellmittel vorgebbar und/oder veränderbar
ist.
[0014] Beide Ausführungen bewirken die Möglichkeit einer Variation in der Anstellkraft der
schwenkbaren Walze. Von besonderem Vorteil ist hierbei, dass in einfacher Weise die
Anstellkraft zum Nacktzylinder und/oder zum Duktor und damit die Farbstreifenbreite
durch Einstellen bzw. Variation des Druckniveaus eingestellt werden kann. Dies ist
von besonderem Vorteil, wenn unterschiedliche Farbstreifenbreiten eingestellt werden
sollen und/oder insbesondere dann, wenn durch Verwendung geschnittener Heberwalzen
die effektive Anlagelänge variiert, wie es beispielsweise bei Anwendungen im Wertpapierdruck,
z. B. beim Irisdruck, vorkommen kann.
[0015] Die Hebertaktung ist hierbei mechanisch von der Maschinengeschwindigkeit entkoppelt,
auch wenn sie zu ihr veränderlich korreliert ausgeführt sein kann. Die Hebertaktung
ist - z. B. in gewissen Grenzen - frei wählbar bzw. veränderbar. Dies birgt besondere
Vorteile für den Fall, dass wenig Farbe übertragen werden soll, wie es beispielsweise
bei Anwendungen im Wertpapierdruck, z. B. beim Drucken von Nummern oder Siegeln mit
feinen Linien, vorkommen kann.
[0016] In einer z. B. hinsichtlich der Kosten und/oder der Möglichkeit einer exakten Adaption
vorteilhaften Ausführung der druckmittelbasierten Antriebslösung kommt ein handelsübliches,
vorzugsweise doppelwirkendes Kolben-Kolbenraum-System, insbesondere Zylinder-Kolben-System,
zur Anwendung. Hierbei kann über die Hebellängen auch eine Anpassung an im Maschinenraum
beispielsweise bereits bereitstehende Druckniveaus vorgenommen werden.
[0017] In einer hinsichtlich Kompaktheit und Modularität vorteilhaften Ausführung der druckmittelbasierten
Antriebslösung ist der Antrieb durch einen Schwenkkolbenmotor gegeben. Dieser greift
beispielsweise mit seinem Abtriebsglied direkt in der Schwenkachse der die Heberwalze
tragenden Schwenkhebel an.
[0018] Für z. B. den Fall, dass beispielsweise für den Antrieb der Druckmaschine ein vernetztes
Mehrmotorenantriebssystem, z. B. eine über eine elektronische Leitachse synchronisiert
angetriebene Antriebsmotoren, vorgesehen ist, kann die elektromotorische Antriebslösung
von Vorteil sein und in das vernetzte Antriebssystem im Hinblick auf die Übermittlung
der Drehmomentvorgabe eingebunden sein.
[0019] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Antriebszug des Schwenkantriebes zwischen
Antriebsmittel und Heberwalze, z. B. durch ein Federelement entgegen den Wirkungen
der Schwerkraft auf das Verschwenken, in einer Schwenkrichtung vorgespannt.
[0020] Durch die kraftbasierte, z. B. druckmittelbasierte oder ggf. momentenbasierte, Anstellung
der Heberwalze entfällt bei sich geringfügig ändernden Geometrien, z. B. bei Abnutzung
des elastischen Mantels der Heberwalze, im Gegensatz zur rein wegbasierten Anstellung,
ein Nachstellen einer Streifenbreite.
[0021] Gegenüber Ausführungen mit heberkurvenbasierten Antrieben werden mechanische sowie
mess- und regeltechnische Bauteile eingespart, ein Ölraum beseitigt oder zumindest
verkleinert, sowie der Montageaufwand und ein Aufwand beim Einstellen der Vorrichtung
erheblicht verringert.
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im
[0023] Folgenden näher beschrieben.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines als Sammeldruckwerk für den simultanen beidseitigen
Mehrfarbendruck ausgebildeten Druckwerks;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aufs einem Farbwerk gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische Prinzipskizze von Walzenabschnitten zweier korrespondierend geschnittener
Heberwalzen;
- Fig. 4
- eine Schnittansicht eines Farbwerksausschnittes mit Heberwalze, Nacktwalze und Schwenkantrieb
in einer ersten Ausführung;
- Fig. 5
- eine schematische Seitenansicht eines Farbwerksausschnittes mit Duktorwalze, Nacktwalze
und Heberwalze sowie dem Schwenkantrieb gemäß einer ersten Ausführungsform des ersten
Ausführungsbeispiels;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Hebertaktes;
- Fig. 7
- eine Schnittansicht eines Farbwerksausschnittes mit Heberwalze, Nacktwalze und Schwenkantrieb
in einer zweiten Ausführung;
- Fig. 8
- eine schematische Seitenansicht eines Farbwerksausschnittes mit Duktorwalze, Nacktwalze
und Heberwalze sowie dem Schwenkantrieb gemäß einer zweiten Ausführungsform des ersten
Ausführungsbeispiels;
- Fig. 9
- ein beispielhaftes Federdiagramm einer Drehstabfeder;
- Fig. 10
- eine schematische Seitenansicht eines Farbwerksausschnittes mit Duktorwalze, Nacktwalze
und Heberwalze sowie dem Schwenkantrieb gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0025] Ein Druckwerk 01 umfasst wenigstens einen ersten bildgebenden Druckwerkszylinder
02 (12), z. B. ersten Formzylinder 02 (12), und ein mit dem Formzylinder 02 (12) zu
dessen Einfärbung zusammen wirkendes Farbwerk 03 (13). Der Formzylinder 02 (12) trägt
auf seinem Umfang, beispielsweise auf einer am Umfang zu befestigenden Druckform,
eine Druckbildvorlage. In der bevorzugten Ausführung als Offsetdruckwerk umfasst das
Druckwerk 01 wenigstens einen ersten als Übertragungszylinder 04 ausgebildeten, farbführenden
Druckwerkszylinder 04 (14), welcher einerseits mit dem mindestens einen ersten Formzylinder
02 (12) und andererseits über einen zu bedruckenden Bedruckstoff 06 mit einem dem
ersten Übertragungszylinder 04 (14) als Widerlager dienendem Gegendruckzylinder 14
als Druckwerkszylinder 14 zusammen wirkt. In ihrer Nippstelle bilden sie eine Druckstelle
07 aus, an welcher Druckfarbe vom ersten Übertragungszylinder 04 an den Bedruckstoff
07 abgegeben wir. Dem Formzylinder 02 kann für den hier dargelegten Fall eines Nassoffsetdruckes
ein Feuchtwerk 08 zugeordnet sein. Für den alternativen Fall eines Trockenoffsetdruckes
kann dieses entfallen bzw. zumindest nicht betrieben sein.
[0026] In einer bevorzugten Ausführung des Druckwerks 01 als Doppeldruckwerk 01 für einen
simultanen beidseitigen Druck ist der Gegendruckzylinder 14 als ein zweiter Übertragungszylinder
14 ausgebildet, der seinerseits mit wenigstens einem durch ein Farbwerk 13 einfärbbaren
zweiten Formzylinder 12 zusammen wirkt.
[0027] Grundsätzlich können für die bevorzugte Ausführung eines ein- oder insbesondere beidseitigen
Mehrfarbendruckes mehrere jeweils ein Farbwerk 03, einen Form- und einen Übertragungszylinder
02; 04 umfassende Druckwerke 01 bzw. für den simultan beidseitigen Druck entsprechende
Doppeldruckwerke 01 im Bedruckstoffweg hintereinander vorgesehen sein. Bevorzugt wirken
jedoch mehrere, z. B. vier, erste Formzylinder 02; 12 am Umfang hintereinander mit
einem selben ersten Übertragungszylinder 04; 14 auf der einen Bedruckstoffseite zusammen
und bilden für den gleichzeitigen Mehrfarbendruck eine Druckgruppe eines einseitigen
Sammeldruckwerkes 09 aus. Vorzugsweise wirken auch auf der anderen Bedruckstoffseite
mehrere, z. B. vier, zweite Formzylindern 12 mit zugeordneten Farbwerken 13 mit einem
zweiten Übertragungszylinder 14 als einseitiges Sammeldruckwerkes 09 zusammen und
bilden mit der ersten Druckgruppe insgesamt ein Sammeldruckwerk 01 für den simultanen
beidseitigen Mehrfarbendruck aus. Zwischen den Übertragungszylindern 04; 14 ist die
Drucksetelle 07 als Doppeldruckstelle ausgebildet. Derartige simultan beidseitig druckende
Sammeldruckwerke 01 sind insbesondere dort von Vorteil, wo hohe Anforderungen an Registerhaltigkeit
- sowohl auf der selben, als auch auf den beiden Bedruckstoffseiten zueinander - und/oder
an besondere Farbgestaltung gefordert sind. Ein in dieser Weise ausgebildetes Druckwerk
01 ist vorzugsweise zum beidseitigen Mehrfarbendruck für den Wertpapierdruck ausgebildet.
Der Bedruckstoff 06 kann bahnförmig oder als vorzugsweise als einzelne Bogen ausgebildet
sein. Die beiden zusammen wirkenden Sammeldruckwerke 09 werden auch als "Schöndruck-Druckwerk"
oder "Schöndruck-Farbwerk" (z. B. in Fig. 1 linkes Sammeldruckwerk 09) und "Widerdruck-Druckwerk"
oder "Widerdruck-Farbwerk" bezeichnet.
[0028] Der bedruckte Bedruckstoff 06, z. B. der Bedruckstoffbogen 06, verlässt die Druckstelle
07 nach dem Bedrucken und wird beispielsweise über eine entsprechend ausgebildete
Fördereinrichtung 11, vorzugsweise einem Greifersystem 11 mit einem oder mehreren
Greiferzylindern oder ggf. einem Bandsystem 11, aus dem Druckwerk 01 transportiert.
[0029] Das Farbwerk 03 ;13 ist als diskontinuierlich Farbe eintragendes Heberfarbwerk 03;
13 ausgebildet, wie es besonders vorteilhaft für Druckwerke 01 ist, in denen ein zuverlässiges
Dosieren und Drucken auch noch bei kleinsten Farbmengen gewährleistet sein soll. Dem
kommt z. B. beim Wertpapierdruck, insbesondere beim Wertpapieroffsetdruck, besondere
Bedeutung zu. Es umfasst am stromaufwärtigen Ende wenigstens eine Farbquelle 16 (26),
z. B. einen Farbkasten 16 (26) oder eine Kammerrakeleinrichtung 16 (26), aus welcher
Druckfarbe auf eine (ggf. temperierbare) erste Farbwerkswalze 17 (27), z. B. eine
Duktorwalze 17 (27) oder Farbkastenwalze 17 (27), aufbringbar ist. Die Duktorwalze
17 (27) ist rotatorisch zwangsangetrieben, vorzugsweise z. B. mittels eines Schrittmotors
in Schritten mit Schrittweiten im Bereich von z. B. 1° bis z. B. 65° getaktet angetrieben.
Stromabwärts der Duktorwalze 17 (27) ist eine zweite, um eine zur Rotationsachse der
Duktorwalze 17 (27) parallel verlaufende Schwenkachse S schwenkbar gelagerte Farbwerkswalze
18 (28), z. B. Heberwalze 18 (28) vorgesehen, welche im Betrieb zwischen der Duktorwalze
17 (27) und einer stromabwärts nachfolgenden dritten Farbwerkswalze 19, auch als Nacktwalze
19 bezeichnet, pendelt. Die sog. Nacktwalze 19 weist eine harte Oberfläche, z. B:
mit einer Härte von mindestens 60 Shore A, auf. Sie kann beispielsweise aus einer
verchromten Oberfläche oder vorteilhaft mit einer Oberfläche aus einem Kunststoff
wie vorzugsweise Rilsan
® ausgebildet sein. An die Nacktwalze 19 schließt sich stromabwärts in Richtung Formzylinder
02; 12 ein einzügiger oder sich ggf. zumindest partiell in mehrere parallele Teitzüge
aufteilender Walzenzug 21 mit weiteren Walzen an, welcher beispielsweise wenigstens
eine changierbar ausgebildete Farbwerkswalze 22, z. B. Reibwalze 22, und am formzylindernahen
Ende mehrere mit dem Formzylinder 02; 12 zusammen wirkende Farbwerkswalzen 23, z.
B. Auftragwalzen, umfasst. Zwischen Nacktwalze 19 und einer stromabwärts ersten Reibwalze
22 kann eine Farbwerkswalze 24 mit weicher Oberfläche (z. B. höchstens 50 Shore A,
vorzugsweise höchstens 45 Shore A), z. B. Farbübertragwalze 24, vorgesehen sein.
[0030] In bevorzugter Ausführung des Farbwerks 03; 13 ist dieses mit zwei Farbquellen 16;
26 zum parallelen Farbeintrag in das Farbwerk 03; 13 ausgebildet, wobei der Farbeintrag
von der jeweiligen Farbquelle 16; 26 her, z. B. entsprechend o. g. jeweils von der
Farbquelle 16; 26 über eine Duktorwalze 17; 27 und eine Heberwalze 18; 28, an einer
stromabwärtigen Stelle auf eine gemeinsame Farbwerkswalze 19, insbesondere auf die
selbe Nacktwalze 19, erfolgt. Dieser parallele Farbeintrag ermöglicht ein zweifarbiges
Drucken durch ein selbes Farbwerk, wobei zwei Farben nebeneinander oder in sich verlaufend
gedruckt werden können (sog. Irisdruck"). Die Heberwalzen 18; 28 weisen z. B. in axialer
Richtung jeweils eine Mantelfläche mit einem Profil in Längsrichtung auf, auf welcher
sich erhabene, streifenförmig umlaufende Abschnitte 29 durch wenigstens einen gegenüber
der Mantellinie der erhabenen Abschnitte 29 vertieften, streifenförmig umlaufenden
Abschnitt 31 unterbrochen ist (siehe z. B. schematisch überzeichnet in Fig. 3). Eine
derart in Längsabschnitten profilierte Heberwalze 18; 28 wird auch als "geschnitten"
bezeichnet. Die Länge der jeweiligen Abschnitte 29; 31 muss nicht gleich, sondern
kann je nach den Druckbilderfordernissen auf der Heberwalze 18; 28 und von Heberwalze
18; 28 zu Heberwalze 18; 28 unterschiedlich sein. Ebenso kann der Gesamtanteil der
erhabenen, also tragenden Abschnitte 29 an der Walzenlänge (d. h. der maximal nutzbaren
Ballenlänge) im Fall geschnittener Heberwalzen 18; 28 je nach Erfordernis jeweils
stark, z. B. zwischen 10 % und 90 %, variieren. Die Druckfarbe wird somit lediglich
im axialen Bereich der erhabenen Abschnitte 29 von der Duktorwalze 17 her in das Farbwerk
03; 13 eingetragen. Durch den streifenförmigen Farbeintrag zweier Farben kann ein
selber Formzylinder 02; 12 bzw. eine selbe am Formzylinder 02; 12 vorgesehene Druckform
je nach Überdeckung der erhabenen Abschnitte 29 und/oder je nach Changierhub der mindestens
einen Reibwalze 22 mit einem mehr oder weniger stark ineinander verlaufenden Farbmuster
durch das selbe Farbwerk 03; 13 eingefärbt werden.
[0031] Grundsätzlich unabhängig von der Ausführung des Heberfarbwerks 03; 13 mit einer oder
mit mehreren Farbquellen 16; 26 und/oder unabhängig von der Ausführung des Heberfarbwerks
03; 13 mit einer geschnitten oder ungeschnitten ausgebildeten Heberwalze 18; 28 umfasst
das Farbwerk 03; 13 einen Schwenkantrieb bzw. ein dem Schwenkantrieb zugeordnetes
Antriebsmittel 32, welcher bzw. welches mechanisch unabhängig ist von der Rotationsbewegung,
insbesondere vom rotatorischen Zwangsantrieb, der dem Druckwerk 01 zuzuordnenden Druckwerkszylinder
02; 04; 12; 14 und/oder mechanisch unabhängig ist vom rotatorischen Zwangsantrieb
der zwangsgetriebenen Farbwerkswalzen 17; 18; 19; 22; 23; 23; 24; 27; 28. Jedoch ist
dieser unabhängige, nachfolgend näher dargelegte Schwenkantrieb besonders vorteilhaft
im Zusammenhang mit einem Wertpapierdruck, insbesondere Wertpapieroffsetdruck, und/oder
der Ausbildung des Druckwerks 01 als Sammeldruckwerk 01, insbesondere als beidseitiges
Sammeldruckwerk 01, und/oder dem einen Irisdruck ermöglichenden Farbwerk 03; 13 mit
zwei Farbwerksquellen 16; 26 und/oder der, insbesondere einer hinsichtlich der erhabenen
Anteile veränderlich, geschnittenen Ausbildung wenigstens einer Heberwalze 18; 28.
[0032] Der die Schwenkbewegung der Heberwalze 18; 28 bewirkende Schwenkantrieb umfasst z.
B. zwei Hebel 33, welche um die Schwenkachse S verschwenkbar gelagert sind und an
welchen, jeweils von der Schwenkachse S beabstandet die Heberwalze 18; 28 stirnseitig
rotierbar gelagert ist. Die Lagerung der Heberwalze 18; 28 erfolgt entweder wie dargestellt
durch an den Hebeln 33 angeordnete Radiallager 34, in welchen Zapfen 36 der Heberwalze
18; 28 gelagert sind, oder mittels einer an den Hebeln 33 drehfest angeordneten durchgehenden
oder geteilten Achse, auf welcher an der Heberwalze 18; 28 vorgesehene Radiallager
sitzen.
[0033] Obgleich grundsätzlich jeder der beiden Hebel 33 einzeln am Seitengestell 37; 38
gelagert, und ggf. durch getrennte, jedoch steuerungstechnisch synchronisierte Schwenkantriebe
angetrieben sein können, sind die beiden Hebel 33 vorzugsweise beide an einer selben
ein- oder mehrteiligen, durch einen Schwenkantrieb angetriebene Welle 39, z. B. einer
Hohlwelle 39, drehfest angeordnet. Diese ist in den Seitengestellen 37; 38 in Radiallagern
35 um die Schwenkachse S verschwenkbar gelagert. Durch Verschwenken der Welle 39 um
die Schwenkachse S wird die an den Hebeln 33 getragene Heberwalze 18; 28 mit ihrer
Rotationsachse R auf einer Kreislinie mit dem einer effektiven Hebellänge entsprechenden
Radius r verschwenkt. Ein Verschwenken erfolgt hierbei zwischen einer Lage A, in welcher
die Heberwalze 18; 28 mit ihrer Mantelfläche in Endstellung an der Duktorwalze 17;
27 zur Anlage gekommen ist, und einer Lage B, in welcher die Heberwalze 18; 28 mit
ihrer Mantelfläche in Endstellung an der Nacktwalze 19 zur Anlage gekommen ist. Obgleich
ein Schwenkwinkel σ des Hebels 33 zwischen den beiden Lagen A; B abhängig ist von
der Geometrie der Walzen und deren Anordnung sowie von der Hebeklänge, ist die genannte
Geometrie und Hebellänge bevorzugt derart vorzusehen, dass der Schwenkwinkel σ in
einem Winkelbereich von lediglich 3° bis 10°, insbesondere von 5° bis 8° liegt. Damit
ist ein Stellweg geschaffen, wobei der Heberwalze 18; 28 keine zu große Drehbewegung
zusätzlich durch den Lagenwechsel überlagert wird. Eine bevorzugte effektive Hebellänge
zwischen Schwenkachse und Rotationsachse R liegt beispielsweise bei 60 bis 70 mm.
[0034] Das den jeweiligen Hebel 33 bzw. die beiden Hebel 33 gemeinsam verschwenkende, und
mittel- oder unmittelbar am Hebel 33 bzw. den Hebeln 33 angreifende Antriebsmittel
32 ist im Hinblick aus seine abtriebseitige Antriebskraft einstellbar ausgebildet,
insbesondere zumindest in der Kraft nach oben hin begrenzbar ausgebildet. Dadurch
ist ein kraftbasiertes Anstellen der Heberwalze 18; 28 möglich. Im Gegensatz zu rein
wegbasierten Stellbewegungen, die unabhängig von der Stärke gegen einen ortsfesten
Anschlag arbeiten, liegt hier eine Begrenzung der im Anschlag wirksamenwirksamen Kraft
vor. Im vorliegenden Fall ist der Anschlag dann durch die Mantelfläche der ortsfesten
Walze 17; 19 gebildet, gegen welche die Heberwalze 18; 28 durch den Schwenkantrieb
angestellt wird.
[0035] In einer dargestellten, besonders vorteilhaften ersten Ausführung ist das Antriebsmittel
32 des Schwenkantriebes als ein mit Druckmittel, insbesondere Druckfuid, d. h. ein
unter Überdruck stehendes Fluid, betriebenes, d. h. hydraulisch oder vorzugsweise
pneumatisch betriebenes, Antriebsmittel 32 ausgeführt. Bevorzugt greift dieses Antriebsmittel
32 mit seinem durch Beaufschlagung beweglichem Abtriebsglied 41; 42 mittelbar über
wenigstens ein Getriebeglied, z. B. über mindestens einen Hebel 33; 43 und/oder ggf.
ein die Bewegung untersetzendes Getriebe, oder unmittelbar über eine drehfeste oder
zumindest drehsteife Verbindung, z. B. eine Kupplung 44, an der Welle 39 an, um diese
zu verschwenken. Das Antriebsmittel 32 ist hierbei bevorzugt doppelwirkend ausgeführt,
d. h. dass die Bewegung des Abtriebsgliedes 41; 42 entlang seines Bewegungsfreiheitsgrades
in beide Richtungen durch jeweilige Beaufschlagung des Antriebsmittel 32 mit Druckmittel
aktiv bewirkt wird bzw. bewirkbar ist. Vorzugsweise beruht das Prinzip des Antriebsmittels
32 auf einer durch Druckmittelbeaufschlagung bewirkten Bewegung eines Kolbens in einem
Kolbenraum, wobei die Bewegung des Kolbens auf das mit diesem verbundene Abtriebsglied
41; 42, welches ggf. auch einteilig mit dem Kolben ausgebildet sein kann, übertragen
wird. Die Seite des Kolbenraumes, die zur Verdrängung des Kolbens mit einem Druckfluid
beaufschlagbar ist, wird hier auch als eine Druckkammer bezeichnet. Ein doppelwirkendes
Kolben-Kolbenraumsystem umfasst demzufolge beidseitig des Kolbens je eine Druckkammer.
[0036] In einer ersten Ausführungsform der ersten Ausführung ist das Antriebsmittel 32 als
druckmittel- bzw. fluidbetriebener Linearantrieb 32, z. B. Linearmotor 32, z. B. als
druckmittelbeaufschlagbares Zylinder-Kolben-System 32, kurz als mit Druckmittel betriebener
Arbeitszylinder 32, insbesondere Pneumatikzylinder 32, ausgebildet. Dieser bzw. dieses
umfasst ein einen Kolbenraum begrenzendes Gehäuse 46, z. B. Zylinder 46, in welchem
axial ein Kolben hin und her bewegbar ist, welcher seine Bewegung auf eine mit diesem
verbundene Kolbenstange überträgt. Letztere oder eine mit dieser zug- und drucksteif
verbundene Verlängerung bildet das durch Beaufschlagung bewegbare Abtriebsglied 41
des Antriebsmittels 32. In bevorzugter, doppelwirkender Ausführung ist der Kolbenraum
beidseitig des Kolbens mit Druckmittel beaufschlagbar. Hierzu ist im Bereich beider
Kolbenraumenden jeweils ein mit einer Druckmittelquelle 47, z. B. ein Druckmittelvorrat
oder ein Kompressor, über entsprechende Leitungen verbindbarer bzw. verbundener Anschluss
48; 49, z. B. Druckmittelanschluss 48; 49, vorgesehen.
[0037] Die beiden Druckmittelanschlüsse 48; 49 bzw. hierüber versorgten Kolbenteilräume
sind jeweils einer der beiden durch die Heberwalze 18; 28 einzunehmenden o. g. Lagen
A; B in der Weise zugeordnet, dass durch Beaufschlagung des betreffenden Druckmittelanschlusses
48; 49 die Heberwalze 18; 28 eine hierzu korrespondierende Lage A; B der beiden o.
g. Lagen A; B einnimmt oder einzunehmen bestrebt.
[0038] Zwischen Druckmittelquelle 47 und den Druckmittelanschlüssen 48; 49 ist vorzugsweise
ein regelbares Druckreduzierventil 51, kurz Druckregelventil 51, z. B. Proportionaldruckregelventil,
vorgesehen, an dessen Ausgang ein gewünschtes Druckniveau P (P1; P2) erzeugbar ist.
Vorzugsweise ist dieses Druckregelventil 51 bezüglich des am Ausgang vorliegenden
Druckniveaus P (P1; P) einstellbar ausgebildet und umfasst ein entsprechendes Stellmittel
52. Das Stellmittel 52 kann grundsätzlich vor Ort manuell, stellbar, vorzugsweise
jedoch wie unten erläutert durch ein Steuermittel 57, z. B: auch über eine Bedienerschnittstelle
49 zu einem Steuermittel 57, fernbetätigt stellbar sein.
[0039] Die Kraft, mit der die Heberwalze 18; 28 an die andere Farbwerkswalze 17; 27; 19
bzw. die anderen Walzen 17; 27; 19 angestellt wird, und damit die Farbstreifenbreite
in der Nippstelle, wird durch ein Stellen (manuell vor Ort oder über eine Bedienerstelle
59 oder automatisiert durch ein Steuermittel 57) des Druckregelventils 51 eingestellt.
Dies kann z. B. im Rahmen der Erstinbetriebnahme der Maschine und/oder bei Wartung
oder Überprüfung der Maschine und/oder bei sich ändernden Druckbedingungen erfolgen.
Für den Fall einer Versorgung beider Kammern über ein selbes Druckregelventil 51 ist
die Anstellkraft dann für beide Anlagen an die Walzen 17; 27; 19 entweder gleich,
oder aber es muss korreliert zur Taktung (s.u.) ein Wechsel zwischen zwei Einstellungen
des Druckregelventils 51 für ein wechselndes Druckniveau P; P1; P2 vorgenommen werden.
[0040] Die Druckmittelquelle 47, insbesondere jedoch der Ausgang des nachgeordneten Druckregelventils
51, kann in einer Ausführung nun beispielsweise über ein als Umschaltventil 53 mit
zwei Ausgängen ausgebildetes Ventil 53, vorteilhaft ein z. B. als sog. 5/2-Wegeventil
ausgebildetes Mehrwegeventil, und entsprechende Leitungen mit beiden Druckmittelanschlüssen
48; 49 verbunden sein. Die beiden Druckmittelanschlüsse 48; 49 bzw. die hierüber versorgten
Kolbenteilräume sind nun je nach Stellung des Umschaltventils 53 abwechselnd mit Druckmittel
des durch die Druckmittelquelle 47 bzw. das Druckregelventil 52 bereitgestellten Druckniveaus
P; P1; P2 beaufschlagbar. Das Stellen des Umschaltventil 53 erfolgt von einem Steuermittel
56 her automatisiert durch Ansteuerung eines dem Ventil 53 zugeordneten Stellmittels
54 über entsprechende Steuersignale S. Das die Ansteuerung des Ventils 53 bewirkende
Steuermittel 56 kann als Steuerschaltung 56 oder als Programmroutine 56 ausgebildet
sein und einen Teil einer dezentral oder zentral aufgebauten Steuereinrichtung 58,
z. B. einer Maschinensteuerung und/oder einer Leitstandssteuerung bilden. Die Ansteuerung
des Ventils 53 erfolgt entsprechend des gewünschten Hebertaktes T bzw. Takt T (Taktlänge)
und des erwünschten Taktverlaufs (Verlauf der verschiedenen Taktphasen), wobei ein
vollständiger Takt T z. B. zwei Umschaltvorgänge umfasst. Dabei umfasst ein Takt T
eine Phase τ
A der Anlage der Heberwalze 18; 28 in Lage A, eine Phase τ
AB des Lagenwechsels nach Lage B, eine Phase τ
B der Anlage der Heberwalze 18; 28 in Lage B, und schließlich eine Phase τ
BA des Lagenwechsels wieder nach Lage A. Die durch das Steuermittel 53 vorzugebende
Taktung, also das periodisch wiederkehrende Muster und die Wiederholfrequenz für die
Ansteuerung des Ventils 53, kann z. B. über eine Bedienerschnittstelle 59 vorgebbar
und/oder veränderbar sein. Z. B. kann die Taktung zwar mit der aktuell vorliegenden
Maschinengeschwindigkeit korrelieren, wobei jedoch ein die Korrelation bestimmender
Faktor an der Bedienerschnittstelle 59 veränderbar oder automatisch anhand in der
Steuereinrichtung 58 hinterlegter Zusammenhänge wählbar ist.
[0041] Für den Fall hinterlegter Zusammenhänge können für Produktionen mit voneinander verschiedenen
Produktionsbedingungen und/oder Maschineneinstellungen sich in der Größe unterscheidende
Korrelationen bzw. Faktoren zwischen Hebertakt und Maschinengeschwindigkeit hinterlegt
sein. So kann beispielsweise für eine bestimmte Produktion eine Korrelation von einem
Hebertakt pro fünf durch die Druckstelle 07 zu fördernden Bögen und für eine andere
Produktion eine Korrelation von einem Hebertakt pro einer von fünf Bögen abweichenden
Anzahl von durch die Druckstelle 07 zu fördernden Bögen hinterlegt sein. Der Faktor
kann beispielsweise zwischen 1 Takt je 5 Bögen bis zu 1 Takt je 25 Bögen variieren.
[0042] In der Ausführung mit einem über eine Bedienerschnittstelle 59 änderbaren Korrelation
kann beispielsweise eine Basiseinstellung von einem Hebertakt pro fünf durch die Druckstelle
07 zu fördernden Bögen vorgegeben sein, welche dann durch das Bedienpersonal an der
Bedienerschnittstelle 59 veränderbar ist.
[0043] Durch den mechanisch unabhängigen Schwenkantrieb der Heberwalze 18; 28 ist die Hebertaktung
somit unabhängig von der bzw. zumindest ohne feste Korrelation zur Maschinengeschwindigkeit
einstell- bzw. wählbar.
[0044] Wie bereits angedeutet, ist das Druckregelventil 51 bezüglich des am Ausgang vorliegenden
Druckniveaus P (P1; P) durch ein Steuermittel 57 (z. B. Steuerschaltung 57 oder Programmroutine
57), welches z. B. einen Teil der dezentral oder zentral aufgebauten Steuereinrichtung
58 bilden kann, fernbetätigt stellbar sein. Beispielsweise erfolgt für zwei Produktionssituationen,
in welchen sich die im Farbwerk 03; 13 angeordnete Heberwalze 18; 28 im Gesamtanteil
bzw. der Gesamtlänge der tragenden Abschnitte 29 unterscheiden, ein Anstellen dieser
Heberwalze 18; 28 an eine der anderen Walzen 17; 27; 19 durch Beaufschlagung des betreffenden
Kolbenkammerteils bzw. des betreffenden Druckanschlusses 48; 49 mit Druckmittel unterschiedlichen
Druckniveaus P1; P2. Hierbei wird die Einstellung des sich unterscheidenden Druckniveaus
P1; P2 durch Betätigung des Stellgliedes 52 über das Steuermittel 57 vorgenommen.
Eine Vorgabe des jeweiligen Druckniveaus P1; P2 kann hierbei z. B. über eine oder
die Bedienerschnittstelle 59 vorgebbar und/oder veränderbar sein. Z. B. kann ein Druckniveaus
P1; P2 automatisch anhand in der Steuereinrichtung 58 hinterlegter Zusammenhänge auswählbar
sein. Hierzu können für Produktionen mit voneinander verschiedenen Produktionsbedingungen,
insbesondere für sich im Gesamtanteil der tragenden Abschnitte 29 unterscheidende
Heberwalzen 18; 28, sich in der Höhe des Druckniveaus P1; P2 unterscheidende Einstellwerte
hinterlegt sein. In einer Ausführung mit einer über eine Bedienerschnittstelle 59
änderbaren Einstellung kann beispielsweise eine Basiseinstellung für das Druckniveau
P1 vorgegeben sein, welche dann durch das Bedienpersonal an der Bedienerschnittstelle
59 veränderbar ist.
[0045] Alternativ zur dargelegten Ausführung mit einem o. g., beide Druckmittelanschlüsse
48; 49 bzw. Kolbenteilräume abwechselnd versorgenden Umschaltventil 53 können in einer
nicht dargestellten Variante auch zwei einzelne, z. B. durch die Steuermittel 57 zueinander
synchronisiert angesteuerte Schaltventile vorgesehen sein, welche eingangseitig z.
B. mit je einem insbesondere einstellbaren Druckregelventil 51, z. B. Proportionaldruckregelventil,
in Verbindung stehen. Dies bewirkt zwar einen höheren technischen Aufwand, ermöglicht
es jedoch für die beiden Lagen A; B unterschiedliche Anstellkräfte durch voneinander
verschiedene Druckniveaus P1; P2 zu realisieren. Die sich ggf. für die beiden Druckmittelanschlüsse
48; 49 unterscheidenden Druckniveaus P1; P2 können zusätzlich in o. g. Weise in Abhängigkeit
vom Gesamtanteil der tragenden Abschnitte 29 variieren.
[0046] Um einen sog. Heberschlag durch Anschlagen der Heberwalze 18; 28 an die betreffende
Farbwerkswalze 17; 27; 19 möglichst gering zu halten bzw. im Idealfall zu vermeiden,
kann der Arbeitszylinder 32 bzw. der Kolbenraum in seiner Länge derart bemessen sein,
dass die Lagen A; B der Heberwalze 18; 28 erreicht werden, wenn der Kolben in den
Bereich einer Endlage im Zylinder gelangt. Dabei kann es von besonderem Vorteil sein,
wenn der Arbeitszylinder mit einer Endlagendämpfung ausgeführt ist.
[0047] Das wie beschrieben als druckmittel- bzw. fluidbetriebener Linearmotor 32 ausgebildete
Antriebsmittel 32 greift an einem Hebel 33; 43, z. B. an dem die Heberwalze 18; 28
tragenden Hebel 33 außerhalb der Schwenkachse S oder an einem eigens hierfür vorgesehenen,
mit der Welle 39 drehfest verbundenen Hebel 43, an. Der eigens vorgesehene Hebel 43,
welcher ggf. auch durch einen zweiten Arm des die Heberwalze 18; 28 tragenden Hebels
33 gebildet sein kann, weist vorzugsweise eine größere, z. B. mindestens die doppelte,
Hebellänge auf, als die des die Heberwalze 18; 28 tragenden Hebels 33 und liegt beispielsweise
bei 140 bis 180 mm.
[0048] In einer zweiten Ausführungsform des ersten Ausführungsbeispiels ist das Antriebsmittel
32 als druckmittel- bzw. fluidbetriebener Drehantrieb 32, vorzugsweise fluidbetriebener
Schwenkkolbenmotor 32, insbesondere pneumatisch betätigter Schwenkkolbenmotor 32,
ausgebildet. Dieser umfasst einen z. B. durch ein Gehäuse 61 begrenzten, sich um eine
Drehachse einer Welle 42 herum in Umfangsrichtung erstreckenden Kolbenraum, in welchem
ein mit der Welle verbundener Kolben auf einer Kreisbahn um die Drehachse herum hin
und her bewegbar ist. Die Welle 42 oder eine mit dieser drehfest verbundene Verlängerung
bildet das durch Beaufschlagung bewegbare Abtriebsglied 42 des Antriebsmittels 32.
In bevorzugter, doppelwirkender Ausführung ist der Kolbenraum beidseitig des Kolbens
mit Druckmittel beaufschlagbar. Hierzu weist der Drehantrieb 32 entsprechend o. g.
Ausführung zwei Druckmittelanschlüsse 48; 49 auf, welche bzw. deren Kolbenteilräume
in oben zur ersten Ausführung dargelegter Weise mit Druckmittel eines oder mehrerer
Druckniveaus P; P1; P2 versorgt werden. Zur Dämpfung des Heberschlagen können auch
hier Mittel zur Endlagendämpfung vorgesehen sein. Das zu den obigen Ausführungsvarianten
der ersten Ausführungsform hinsichtlich der Taktung, Ansteuerung, Einstellung und
Betrieb genannte ist entsprechend auf die zweite Ausführungsform anzuwenden. Der Schwenkkolbenmotor
32 bzw. dessen Stator ist gestellfest angeordnet, z. B. direkt oder über eine Halteeinrichtung
66, beispielsweise über Stehbolzen 66, mit dem Seitengestell 38 zumindest drehfest
verbunden.
[0049] In einer vorteilhaften Weiterbildung beider Ausführungen ist der Schwenkantrieb,
insbesondere an einer Stelle des Antriebszuges zwischen Abtriebsglied 42 des Antriebsmittels
32 und den die Zapfen 36 der Heberwalze 18; 28 tragenden Radiallager 34, derart vorgespannt,
dass bei entferntem oder widerstandslos geschaltetem Antriebsmittel 32 bzw. Abtriebsglied
41; 42 eine der durch Schwerkraft bedingten Beschleunigung der Heberwalze 18; 28 entgegen
gerichtete Kraft, vorzugsweise ein dem durch die Schwerkraft bedingten Drehmoment
entgegenwirkendes Moment, insbesondere im wesentlichen aufhebendes Moment, in den
Antriebszug eingeleitet wird. Eine vorteilhafte Vorspannung ist derart ausgeführt
und eingestellt, dass bei getrenntem oder widerstandslos geschaltetem Antriebsmittel
32 bzw. Abtriebsglied 41; 42 die Heberwalze 18; 28 gar nicht oder mit höchstens einem
Teil, z. B. höchstens der Hälfte, vorteilhaft höchstens einem Viertel, bevorzugt höchstens
einem Zehntel, ihrer Gewichtskraft auf der unteren der beiden mit ihr zusammenwirkenden
Farbwerkswalzen 17; 27; 19 aufliegt. Im Idealfall ist die Einrichtung zur Vorspannung
derart ausgebildet und eingestellt, dass die Heberwalze 18; 28 bei getrenntem oder
widerstandslos geschaltetem Antriebsmittel 32 bzw. Abtriebsglied 41; 42 - z. B. händisch
- in nahezu jede Position zwischen Duktorwalze 17; 27 und Nacktwalze 19 verbracht
werden kann bzw. könnte und dort verbleibt bzw. verbleiben würde. Dies kann grundsätzlich
mit z. B. einem beliebig ausgebildeten und an irgend einer geeigneten Stelle im Antriebszug
angreifenden Federelement 62 bewirkt werden. Z. B. könnte eine Zug- oder Druckfeder
mit ihrer Federkraft einem durch die Schwerkraft bedingtem Drehmoment entgegengerichtet
sein, indem es am die Heberwalze 18; 28 tragenden Hebel 33 oder am das Drehmoment
auf die Welle 39 einleitenden Hebel 43 in geeigneter Weise angreift.
[0050] In bevorzugter Ausführung umfasst die Einrichtung zur Vorspannung ein als Drehstabfeder
62 ausgebildetes Federelement 62, welche auf einer Gestellseite, vorzugsweise der
der Eintriebseite der Welle 39 entgegen gesetzten Gestellseite, betriebsmäßig, d.
h. während des Betriebes der Maschine bzw. des Druckwerks 01, verdrehfest im bzw.
am Seitengestell 37; 38 festgelegt, und in einem dem gegenüber liegenden Seitengestell
38; 37 näheren Längsabschnitt der Welle 39, z. B. in einem Bereich 64 eines der Eintriebseite
zuzuordnenden Endes der Welle 33, mit dieser verdrehfest verbunden ist. Die Festlegung
am gestellfesten Ende der Drehstabfeder 62 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass
die drehfeste Verbindung der Drehstabfeder 62 zu Justagezwecken lösbar und die Drehstabfeder
62 im Bereich dieses Endes verdrehbar, und nach dem Verderehen wieder festlegbar ist.
Hierdurch kann die auf die Welle 39 aufgebrachte Vorspannung eingestellt und nach
Festlegung für den weiteren Betrieb aufrecht erhalten werden. Die gestellfeste Lagerung
der Drehstabfeder 62 erfolgt beispielsweise über einen Spannsatz 63, mittels welchem
die Drehstabfeder 62 im Gestell lösbar festlegbar ist. Die Drehstabfeder 62 ist vorzugsweise
derart gelagert, dass sieinsbesondere koaxial - in der als Hohlwelle 39 ausgebildeten
Welle 33 verläuft.
[0051] Die Drehstabfeder 62 ist beispielsweise derart ausgebildet, dass sie in ihrem im
elastischen, z. B. im wesentlichen linearen, Stellbereich, zumindest jedoch im hierfür
die Schwenkbewegung beanspruchten Stellbereich, eine Federkonstante von z. B. 15 bis
30 Ncm/grad, vorzugsweise 21 bis 26 Ncm/Grad, aufweist. Sie nimmt beim Verschwenken
der Heberwalze 18; 28 einen Gesamthub über einen Winkels ε, z. B. Verdreh- oder Torsionswinkel
ε (z. B. mit ε von 3° bis 10°, insbesondere von 5° bis 8°) auf, welcher dem Schwenkwinkel
σ zwischen den Lagen A und B entspricht. Die Vorspannung der Drehstabfeder 62 ist
z. B. derart gewählt, dass die Drehstabfeder 62 um eine Mittellage ihrer Auslenkung
herum, z. B. um einen mittleren Torsionswinkel δ
o herum, der z. B. im Bereich von 12° bis 18°, insbesondere von 14 bis 16°, liegt,
verschwenkt wird, aus welcher sie beispielsweise beim Verschwenken der Heberwalze
18; 28 beidseitig um den halben Gesamthub ausgelenkt wird. Die Drehstabfeder 62 wird
somit beim Verschwenken der Heberwalze 18; 28 zwischen der Lage B und der Lage A auf
ihrer Länge zwischen dem gestellfesten Ende und dem wellenfesten Teil um den Winkel
ε zwischen einer Verdrehstellung b(B) und einer Verdrehstellung a(A) tortiert. Das
durch die Drehstabfeder 62 aufgebrachte Drehmoment liegt für den mittleren Torsionswinkel
δ
0 z.B. zwischen 3000 und 3800 Ncm, vorzugsweise zwischen 3200 und 3600 Ncm. Infolge
der geringen Winkeldifferenz in der Auslenkung variiert das Drehmoment lediglich geringfügig.
[0052] In einer zur Drehstabfeder 62 alternativen Ausführung des Federelementes 62 kann
die Möglichkeit zur Aufbringung der Vorspannung auch durch eine in Drehrichtung federelastische
Verbindung zwischen der Welle 42 des Drehantriebes 32 und der die Hebel 33 tragenden
Welle 39 ausgebildet sein. Hierzu kann beispielsweise die Kupplung 44 zwischen ihrer
Eintrieb- und Abtriebseite bzgl. der Drehmomentübertragung federelastisch ausgeführt
sein. Für die Charakterisierung des zu Vorspannung beispielsweise oder bevorzugt anliegenden
Drehmomentes gilt das oben genannte.
[0053] In einer alternativen, beispielsweise im Hinblick auf einen ggf. vorliegenden vernetzten
Mehrmotorenantrieb vorteilhaften, nicht explizit dargestellten Ausführung ist das
Antriebsmittel 67 des Schwenkantriebes als ein in zumindest einem Betriebsmodus drehmomentgeregelt
betreibbarer und/oder betriebener Elektroantrieb 67 mit einem Elektromotor 68 ausgeführt.
Hierbei soll verstanden sein, dass dieser im Hinblick auf das Drehmoment M oder eine
hiermit direkt korrelierende Größe, z. B. eine elektrische Leistung P hin, regelbar,
zumindest nach oben hin begrenzbar ist. Als Sollwert ist eine Drehmomentvorgabe M
s (bzw. Vorgabe einer entsprechenden Größe) fernbetätigt einem als Antriebsregler 69
des Elektroantriebes 67 ausgebildeten Stellmittel 69 vorgebbar und/oder veränderbar.
Dem Antriebsregler 69 bzw. einem dort implementierten Prozess werden beispielsweise
auch die die Hin- und Her-Bewegung bewirkenden Steuersignale S aus einem entsprechenden
Steuermittel 56 zugeführt, welche hier beispielsweise den getakteten Wechsel zwischen
Rechts- und Linkslauf bewirken.
[0054] Auch hier kann wie oben erläutert der Antriebsregler 69 durch ein Steuermittel 57,
z. B: auch von einer Bedienerschnittstelle 49 her über das Steuermittel 57, im Hinblick
auf die Drehmomentvorgabe M
s fernbetätigt stellbar sein. Hierzu ist das Steuermittel 57 über eine Signalverbindung
mit dem Antriebsregler 69 verbunden, wobei das Steuermittel 57 über eine Signalverbindung
mit einer Bedienerschnittstelle 59 verbunden sein kann.
[0055] Für die bzgl. der Stellkraft bzw. abtriebseitigen Antriebskraft variierbaren Ausführung
des mechanisch unabhängig von der Rotation von im Druckwerk 01 vorgesehener Druckwerkszylinder
02; 04; 12; 14 und Farbwerkswalzen 17; 18; 19; 22; 23; 23; 24; 27; 28 ausgebildeten
Antriebsmittels 32 gilt dann unabhängig von dessen speziellen Ausführung, dass die
Anstellkraft zu der ersten und/oder der zweiten Farbwerkswalze 17; 19 eingestellt
werden kann, indem ein Sollwert für das Antriebsmittel 32; 67 des Schwenkantriebes
durch Einwirken auf ein Stellmittel 52; 69 fernbetätigt vorgebbar und/oder veränderbar
ist. Das Antriebsmittel 32; 67 ist durch die Sollwertvorgabe im Hinblick aus seine
abtriebseitige Antriebskraft einstellbar ausgebildet.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 01
- Druckwerk, Doppeldruckwerk, Sammeldruckwerk, beidseitig
- 02
- Druckwerkszylinder, Formzylinder, erster
- 03
- Farbwerk, erstes, Heberfarbwerk
- 04
- Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder, erster
- 05
- -
- 06
- Bedruckstoff
- 07
- Druckstelle, Doppeldruckstelle
- 08
- Feuchtwerk
- 09
- Sammeldruckwerk, einseitig
- 10
- -
- 11
- Fördereinrichtung, Bandsystem
- 12
- Formzylinder, zweite
- 13
- Farbwerk, zweites, Heberfarbwerk
- 14
- Druckwerkszylinder, Gegendruckzylinder, Übertragungszylinder, zweiter
- 15
- -
- 16
- Farbquelle, Farbkasten, Kammerrakeleinrichtung
- 17
- Farbwerkswalze, erste, Duktorwalze, Farbkastenwalze
- 18
- Farbwerkswalze, zweite, Heberwalze
- 19
- Farbwerkswalze, dritte, Nacktwalze
- 20
- -
- 21
- Walzenzug
- 22
- Farbwerkswalze, Reibwalze
- 23
- Farbwerkswalze, Auftragwalze
- 24
- Farbwerkswalze, Farbübertragwalze
- 25
- -
- 26
- Farbquelle, Farbkasten, Kammerrakeleinrichtung
- 27
- Farbwerkswalze, erste, Duktorwalze, Farbkastenwalze
- 28
- Farbwerkswalze, zweite, Heberwalze
- 29
- Abschnitt, erhaben
- 30
- -
- 31
- Abschnitt, vertieft
- 32
- Antriebsmittel
- 33
- Hebel.
- 34
- Radiallager
- 35
- -
- 36
- Zapfen
- 37
- Seitengestell
- 38
- Seitengestell
- 39
- Welle, Hohlwelle
- 40
- -
- 41
- Abtriebsglied
- 42
- Abtriebsglied
- 43
- Hebel
- 44
- Kupplung
- 45
- -
- 46
- Gehäuse, Zylinder
- 47
- Druckmittelquelle
- 48
- Anschluss, Druckmittelanschluss
- 49
- Anschluss, Druckmittelanschluss
- 50
- -
- 51
- Druckregelventil, einstellbar
- 52
- Stellmittel
- 53
- Ventil, Umschaltventil
- 54
- Stellmittel
- 55
- -
- 56
- Steuermittel, Steuerschaltung, Programmroutine
- 57
- Steuermittel, Steuerschaltung, Programmroutine
- 58
- Steuereinrichtung
- 59
- Bedienerschnittstelle
- 60
- -
- 61
- Gehäuse
- 62
- Federelement, Drehstabfeder
- 63
- Spannsatz
- 64
- Bereich
- 65
- -
- 66
- Halteeinrichtung, Stehbolzen
- 67
- Antriebsmittel, Elektroantrieb
- 68
- Elektromotor
- 69
- Stellmittel, Antriebsregler
- a
- Verdrehstellung (Lage A)
- b
- Verdrehstellung (Lage B)
- A
- Lage
- B
- Lage
- δ0
- Torsionswinkel
- ε
- Winkel, Verdrehwinkel, Torsionswinkel
- S
- Steuersignal
- σ
- Schwenkwinkel
- τA
- Phase
- τAB
- Phase
- τB
- Phase
- τBA
- Phase
- P
- Druckniveau
- P1
- Druckniveau
- P2
- Druckniveau
- M
- Drehmoment
- Ms
- Drehmomentvorgabe
- P
- elektrische Leistung
- r
- Radius
- R
- Rotationsachse (18, 28)
- S
- Schwenkachse
1. Farbwerk (03; 13) eines Druckwerks (01) mit wenigstens einer ersten Farbwerkswalze
(17; 27), und mit einer zwischen der ersten Farbwerkswalze (17; 27) und einer von
der ersten Farbwerkswalze (17; 27) beabstandeten dritten Farbwerkswalze (19) hin und
her verschwenkbaren zweiten Farbwerkswalze (18; 28), wobei ein Schwenkantrieb zum
Verschwenken der zweiten Farbwerkswalze (19) mit einem Antriebsmittel (32) vorgesehen
ist, welches mechanisch unabhängig ist von der Rotation im Druckwerk (01) vorgesehener
Druckwerkszylinder (02; 04; 12; 14) und Farbwerkswalzen (17; 18; 19; 22; 23; 23; 24;
27; 28), und wobei die Anstellkraft zur ersten und/oder zur dritten Farbwerkswalze
(17; 19) eingestellt werden kann, indem ein die Antriebskraft des Antriebsmittels
(32) betreffender Sollwert durch Einwirken auf ein Stellmittel (52; 69) fernbetätigt
vorgebbar und/oder veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (32) als durch Beaufschlagung mit einem Druckfluid betriebener
oder betreibbarer Linear- oder Drehantrieb (32) ausgebildet und die Anstellkraft zur
ersten und/oder zur dritten Farbwerkswalze (17; 19) durch Einstellen oder Variation
eines Druckniveaus des Antriebsmittels (32) einstellbar ist.
2. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (32) durch die Sollwertvorgabe im Hinblick auf seine abtriebseitige
Antriebskraft einstellbar ausgebildet ist.
3. Farbwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Sollwert ein Druckniveau des Druckfluids fernbetätigt einem als Druckregelventil
(52) ausgeführten Stellmittel (52) vorgebbar und/oder veränderbar ist
4. Farbwerk nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Druckfluid betriebene Linear- oder Drehantrieb (32) als Kolben-Kolbenraum-System,
insbesondere als doppelwirkendes Kolben-Kolbenraum-System, ausgebildet ist.
5. Farbwerk nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckkammer des Linear- oder Drehantriebes (32) zur Versorgung mit Druckfluid
über ein Druckreduzierventil (51) mit einer Druckmittelquelle (47) verbunden ist,
wobei das Druckreduzierventil (51) bzgl. des am Ausgang anliegenden Druckniveaus über
das Stellmittel (52) einstellbar ausgebildet ist.
6. Farbwerk nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (52) zu dessen fernbetätigtem Stellen signaltechnisch mit einem als
Steuerschaltung (57) oder Softwareprogramm (57) ausgebildeten Steuermittel (57) verbunden
ist, welches dazu ausgebildet ist, das Stellmittel (52) infolge eines aus einer Programmroutine
des Softwareprogramms (57) stammenden Befehls oder einer an einer mit dem Steuermittel
(57) verbundenen Bedienerschnittstelle (49) vorgenommenen Eingabe zu stellen.
7. Farbwerk nach Anspruch 1, 2, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Steuerschaltung (56) oder Softwareprogramm (56) ausgebildetes Steuermittel
(56) vorgesehen ist, durch welches ein Stellmittel (54) wenigstens eines Ventils (53)
zur getakteten Beaufschlagung wenigstens einer Druckkammer ausgebildet ist.
8. Farbwerk nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (32) als Pneumatikzylinder ausgebildet ist, dessen Abtriebsglied
(41) über einen Hebel (33; 43) mit einer verschwenkbaren Welle (39) gekoppelt ist,
an welcher exzentrisch zur Schwenkachse (S) die zweite Walze (18; 28) gelagert ist.
9. Farbwerk nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkantrieb mittels eines Federelementes (62) derart vorgespannt ist, dass
bei entferntem oder widerstandslos geschaltetem Antriebsmittel (32) eine der durch
Schwerkraft bedingten Beschleunigung der Heberwalze (18; 28) entgegen gerichtete Kraft
in den Antriebszug des Schwenkantriebes eingeleitet wird.
10. Farbwerk nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei jeweils mit einer Farbquelle (16) zusammenwirkende erste Farbwalzen (17; 27)
und zwei mit der jeweiligen ersten Farbwalze (17; 27) zusammen wirkende verschwenkbare
zweite Farbwerkswalzen (18; 28) im Walzenzug des Farbwerks (03; 13) vorgesehen sind,
und, dass je verschwenkbarer Walze (18; 28) zum Verschwenken ein eigenes mechanisch
unabhängiges Antriebsmittel (32) vorgesehen ist.
11. Farbwerk nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbare Walze (18; 28) als geschnittene Walze (18; 28) ausgebildet ist,
wobei in Längsrichtung betrachtet erhabene, streifenförmig umlaufende Abschnitte (29)
durch wenigstens einen gegenüber der Mantellinie der erhabenen Abschnitte (29) vertieften,
streifenförmig umlaufenden Abschnitt (31) unterbrochen sind.
12. Druckwerk einer Druckmaschine für den gleichzeitigen Mehrfarbendruck mit wenigstens
einem Übertragungszylinder (04; 14), mit mehreren mit dem Übertragungszylinder (04;
14) zusammen wirkenden Formzylindern (02; 12) sowie je Formzylinder (02; 12) mit einem
zu dessen Einfärbung zusammen wirkenden Farbwerk (03; 13), gekennzeichnet durch die Ausbildung des Farbwerkes (03; 14) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
11.
13. Verfahren zum Betreiben eines Druckwerkes mit wenigstens einer ersten Farbwerkswalze
(17; 27), und mit einer zwischen der ersten Farbwerkswalze (17; 27) und einer von
der ersten Farbwerkswalze (17; 27) beabstandeten dritten Farbwerkswalze (19) hin und
her verschwenkbaren zweiten Farbwerkswalze (18; 28), wobei die zweite Farbwerkswalze
(19) mittels eines Antriebsmittels (32) verschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Farbwerkswalze (19) durch Beaufschlagung eines als mit einem Druckfluid
betriebener Linear- oder Drehantrieb (32) ausgebildeten, hinsichtlich einer abtriebseitigen
Antriebskraft fernbetätigt einstellbaren Antriebsmittels (32) verschwenkt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckkammer des mit einem Druckfluid betriebenen Linear- oder Drehantriebes
(32) für zwei voneinander verschiedene Produktionsläufe mit Druckfluid eines sich
unterscheidenden Druckniveaus (P; P1; P2) beaufschlagt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung eines Walzenspaltes das Druckniveau (P; P1; P2) des am Linear- oder
Drehantrieb (32) zu beaufschlagenden Druckfluids eingestellt wird.
1. An inking unit (03; 13) of a printing unit (01) with at least a first inking unit
roller (17; 27), and with a second inking unit roller (18; 28) pivoting back and forth
between the first inking unit roller (17; 27) and a third inking unit roller (19)
spaced at a distance from the first inking unit roller (17; 27), wherein a pivot drive
is provided for pivoting the second inking unit roller (19) with a drive means (32),
which is mechanically independent from the rotation of the printing unit cylinders
(02; 04; 12; 14) and inking unit rollers (17; 18; 19; 22; 23; 24; 27; 28) provided
in the printing unit (01), and wherein the screwing down force for the first and/or
third inking unit roller (17; 19) can be set by the fact that a set point value for
the drive means (32) can be predefined and/or changed by remote actuation by acting
on an adjustment means (52; 69), characterized in that the drive means (32) is configured as a linear or rotary drive (32) that is operated
or can be operated by application of pressure fluid and the screwing down force for
the first and/or third inking unit roller (17; 19) can be adjusted by setting or variation
of a pressure level of the drive means (32).
2. The inking unit according to claim 1, characterized in that the drive means (32) is configured adjustably with regard to its output side drive
force.
3. The inking unit according to claim 1 or 2, characterized in that as set point value a pressure level of the pressure fluid can be can be predefined
and/or changed by remote actuation for an adjustment means (52) configured as a pressure
control valve (52).
4. The inking unit according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the linear or rotary drive (32) operated with pressure fluid is configured as a piston-piston
chamber system, in particular as a double acting piston-piston chamber system.
5. The inking unit according to claim 1, 2, 3 or 4, characterized in that a pressure chamber of the linear or rotary drive (32) is connected via a pressure
reduction valve (51) to a pressure medium source (47) for supply with pressure fluid,
wherein the pressure reduction valve (51) is configured to be adjustable with respect
to the pressure level at the output via the adjustment means (52).
6. The inking unit according to claim 1, 2, 3, 4 or 5, characterized in that the adjustment means (52) is connected to a control means (57) configured as a control
circuit (57) or software program (57) for its remote actuated adjustment using signal
technology, said control means being configured to adjust the adjustment means (52)
via a command coming from a program routine of the software program (57) or from input
at a user interface (49) connected to the control means (57).
7. The inking unit according to claim 1, 2, 4, 5 or 6, characterized in that a control means (56) configured as a control circuit (56) or software program (56)
is provided, by means of which an adjustment means (54) of at least one valve (53)
is configured for synchronized application of at least one pressure chamber.
8. The inking unit according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6 or 7, characterized in that the drive means (32) is configured as a pneumatic cylinder, whose driven member (41)
is coupled via a lever (33; 43) to a pivoting shaft (39), at which the second roller
(18; 28) is mounted eccentrically to the pivot axis (S).
9. The inking unit according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 or 8, characterized in that the pivot drive is pre-tensioned by means of a spring element (62) such that in the
event of a drive means (32) that has been removed or switched to a resistance-free
mode a force directed against the acceleration of the vibrator roller (18; 28) caused
by gravitational force is introduced into the drive train of the pivot drive.
10. The inking unit according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 or 9, characterized in that two first inking rollers (17; 27) each cooperating with an ink source (16) and two
pivoting second inking unit rollers (18; 28) cooperating with the respective first
inking roller (17; 27) are provided in the roller train of the inking unit (03; 13)
and in that a separate mechanically independent drive means (32) is provided for each pivoting
roller (18; 28) for pivoting.
11. The inking unit according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 or 10, characterized in that the pivotable roller (18; 28) is configured as a cut roller (18; 28), wherein viewed
in longitudinal direction raised, strip-like rotary sections (29) are interrupted
by at least one recessed, strip-like rotary section (31) opposite the surface line
of the raised sections (29).
12. A printing unit of a printing machine for simultaneous multiple color printing with
at least one transfer cylinder (04; 14), with a plurality of form cylinders (02; 12)
cooperating with the transfer cylinder (04; 14) as well as per form cylinder (02;
12) an inking unit (03; 13) cooperating for its inking, characterized by the configuration of the inking unit (03; 14) according to any one of claims 1 to
11.
13. A method for operating a printing unit with at least a first inking unit roller (17;
27), and with a second inking unit roller (18; 28) pivoting back and forth between
the first inking unit roller (17; 27) and a third inking unit roller (19) spaced at
a distance from the first inking unit roller (17; 27), wherein the second inking unit
roller (19) is pivoted by means of a drive means (32), characterized in that the second inking unit roller (19) is pivoted when it is acted upon by a drive means
(32) configured as a linear or rotary drive (32) operated by pressure fluid, being
remotely adjustable with respect to an output side drive force.
14. The method according to claim 13, characterized in that a pressure chamber of the linear or rotary drive (32) operated with a pressure fluid
is supplied with pressure fluid of a differing pressure level (P; P1; P2) for two
production runs differing from one another.
15. The method according to claim 13 or 14, characterized in that for the adjustment of a roller gap, the pressure level (P; P1; P2) of the pressure
fluid to be applied to the linear or rotary drive (32) is adjusted.
1. Groupe d'encrage (03 ; 13) d'un groupe d'impression (01) avec au moins un premier
rouleau (17 ; 27) de groupe d'encrage, et avec un deuxième rouleau (18 ; 28) de groupe
d'encrage pouvant pivoter en va-et-vient entre le premier rouleau (17 ; 27) de groupe
d'encrage et un troisième rouleau (19) de groupe d'encrage espacé du premier rouleau
(17 ; 27) de groupe d'encrage, un entraînement de pivotement étant prévu pour le pivotement
du deuxième rouleau (19) de groupe d'encrage avec un moyen d'entraînement (32) mécaniquement
indépendant de la rotation des cylindres (02 ; 04 ; 12 ; 14) de groupe d'impression
et des rouleaux (17 ; 18 ; 19 ; 22 ; 23 ; 23 ; 24 ; 27 ; 28) de groupe d'encrage prévus
dans le groupe d'impression (01), et la force d'application sur le premier et/ou le
troisième rouleaux (17 ; 19) de groupe d'encrage pouvant être réglée, une valeur de
consigne relative à la force d'entraînement du moyen d'entraînement (32) pouvant être
prescrite et/ou modifiée par commande à distance en agissant sur un organe de réglage
(52 ; 69), caractérisé en ce que le moyen d'entraînement (32) est réalisé comme entraînement linéaire ou rotatif (32)
actionné ou actionnable par application d'un fluide sous pression et la force d'application
sur le premier et/ou sur le troisième rouleaux (17 ; 19) de groupe d'encrage est réglable
par ajustement ou variation d'un niveau de pression du moyen d'entraînement (32).
2. Groupe d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen d'entraînement (32) est réalisé de manière réglable par la prescription
de valeur de consigne quant à sa force d'entraînement côté sortie.
3. Groupe d'encrage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un niveau de pression du fluide sous pression est prescriptible et/ou modifiable en
tant que valeur de consigne par commande à distance d'un organe de réglage (52) réalisé
comme vanne régulatrice de pression (52).
4. Groupe d'encrage selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que l'entraînement linéaire ou rotatif (32) actionné par fluide sous pression est réalisé
comme système à piston et chambre de piston, en particulier comme système à piston
et chambre de piston à double action.
5. Groupe d'encrage selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisé en ce qu'une chambre de pression de l'entraînement linéaire ou rotatif (32) est reliée à une
source de fluide sous pression (47) par une vanne de détente de pression (51) pour
l'alimentation en fluide sous pression, la vanne de détente de pression (51) étant
réalisée de manière réglable par l'organe de réglage (52) quant au niveau de pression
présenté à la sortie.
6. Groupe d'encrage selon la revendication 1, 2, 3, 4 ou 5, caractérisé en ce que, pour son réglage à distance, l'organe de réglage (52) est en liaison technique de
signal avec un moyen de commande (57) réalisé comme circuit de commande (57) ou comme
programme informatique (57), prévu pour régler l'organe de réglage (52) suite à une
instruction provenant d'une routine logicielle du programme informatique (57) ou à
une saisie effectuée sur une interface d'opérateur (49) reliée au moyen de commande
(57).
7. Groupe d'encrage selon la revendication 1, 2, 4, 5 ou 6, caractérisé en ce qu'un moyen de commande (56) réalisé comme circuit de commande (56) ou comme programme
informatique (56) est prévu, au moyen duquel un organe de réglage (54) d'au moins
une vanne (53) est configuré pour la sollicitation cyclique d'au moins une chambre
de pression.
8. Groupe d'encrage selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6 ou 7, caractérisé en ce que le moyen d'entraînement (32) est réalisé comme cylindre pneumatique dont l'organe
d'entraînement (41) est accouplé par un levier (33 ; 43) à un arbre (39) pivotant
sur lequel le deuxième rouleau (18 ; 28) est monté excentriquement à l'axe de pivotement
(S).
9. Groupe d'encrage selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ou 8, caractérisé en ce que l'entraînement de pivotement est pré-contraint au moyen d'un élément à ressort (62),
de telle manière qu'en cas de moyen d'entraînement (32) éloigné ou commuté sans résistance,
une force opposée à l'accélération du rouleau preneur (18 ; 28) due à la force de
gravité est appliquée dans le train de transmission de l'entraînement de pivotement.
10. Groupe d'encrage selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ou 9, caractérisé en ce que deux premiers rouleaux encreurs (17 ; 27) coopérant chacun avec une source d'encrage
(16) et deux deuxièmes rouleaux (18 ; 28) de groupe d'encrage pivotants coopérant
chacun avec le premier rouleau encreur (17 ; 27) respectif sont prévus dans le train
de rouleaux du groupe d'encrage (03 ; 13), et en ce que, pour le pivotement, un moyen d'entraînement (32) propre mécaniquement indépendant
est prévu par rouleau (18 ; 28) pivotant.
11. Groupe d'encrage selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ou 10, caractérisé en ce que le rouleau (18 ; 28) pivotant est réalisé comme rouleau segmenté (18 ; 28), des segments
(29) circonférentiels en forme de bande en saillie étant dans le sens de la longueur
interrompus par au moins un segment (31) circonférentiel en forme de bande en creux
par rapport à la génératrice des segments (29) en saillie.
12. Groupe d'impression d'une machine à imprimer pour l'impression simultanée en polychromie
avec au moins un cylindre de transfert (04 ; 14), avec plusieurs cylindres porte-cliché
(02 ; 12) coopérant avec le cylindre de transfert (04 ; 14) ainsi qu'avec un groupe
d'encrage (03 ; 13) par cylindre porte-cliché (02 ; 12) coopérant pour l'encrage de
celui-ci, caractérisé par la configuration du groupe d'encrage (03 ; 14) selon l'une ou plusieurs des revendications
1 à 11.
13. Procédé de fonctionnement d'un groupe d'impression avec au moins un premier rouleau
(17 ; 27) de groupe d'encrage, et avec un deuxième rouleau (18 ; 28) de groupe d'encrage
pouvant pivoter en va-et-vient entre le premier rouleau (17 ; 27) de groupe d'encrage
et un troisième rouleau (19) de groupe d'encrage espacé du premier rouleau (17 ; 27)
de groupe d'encrage, le deuxième rouleau (19) de groupe d'encrage étant pivoté au
moyen d'un moyen d'entraînement (32}, caractérisé en ce que le deuxième rouleau (19) de groupe d'encrage est pivoté par sollicitation d'un moyen
d'entraînement (32) réalisé comme entraînement linéaire ou rotatif (32) actionné par
un fluide sous pression, réglable par commande à distance quant à une force d'entraînement
côté sortie.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'une chambre de pression de l'entraînement linéaire ou rotatif (32) actionné par un
fluide sous pression est sollicitée par du fluide sous pression avec un niveau de
pression (P ; P1 ; P2) différencié pour deux cycles de production distincts l'un de
l'autre.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que le niveau de pression (P ; P1 ; P2) du fluide sous pression à appliquer sur l'entraînement
linéaire ou rotatif (32) est réglé pour l'ajustement d'un interstice entre rouleaux.