[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Containergebäude gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 mit einem ersten Container und einem zweiten Container, welche zur Bildung
einer gemeinsamen Raumzelle entlang einer Längsrichtung parallel zueinander aufgestellt
und miteinander verbunden sind, wobei der erste Container eine erste offene Längsseite
hat und der zweite Container eine zweite offene Längsseite hat, welche parallel zueinander
ausgerichtet sind und aufeinander zu weisen, wobei die beiden Container derart voneinander
beabstandet angeordnet sind, dass sich zwischen diesen ein Zwischenraum ergibt, und
wobei zur Bildung einer durchgehenden Innenbodenfläche der gemeinsamen Raumzelle in
dem Zwischenraum ein in Längsrichtung verlaufendes Bodenelement als Verbindungsstück
angeordnet ist.
[0002] Ein Containergebäude dieser Art ist bereits aus der
DE 195 01 423 A1 bekannt. Ein weiteres Containergebäude dieser Art ist in der
US 4,255,912 A gezeigt.
[0003] Als Containergebäude bezeichnet man Gebäude, die in Raumzellenbauweise aus Containern
errichtet werden. Je nach Ausstattung eignen sie sich dazu, dass Menschen vorübergehend
oder auf Dauer in ihnen Leben, wohnen oder arbeiten können. Meist werden derartige
Containergebäude aus einzelnen Stahlcontainern zusammengesetzt. Je nach Anzahl der
verwendeten Container lassen sich dadurch kleinere Raumeinheiten wie auch größere,
gesamthaft miteinander verbundene Gebäude herstellen. Die Größe dieser Gebäude kann
von einzelnen Containern bis zu mehrstöckigen Gebäuden reichen. Ein durch einen oder
mehrere Container definierter Raum (innerhalb der/des Container(s)) wird häufig auch
als Raumzelle bezeichnet.
[0004] Des Öfteren werden für derartige Containergebäude normierte, sog. ISO-Container verwendet.
Diese ISO-Container stammen ursprünglich aus dem Güterverkehr, wo diese als Fracht-
oder Schiffscontainer verwendet werden. Eine gängige Containerart ist der sog. 20-Fuß-Container,
welcher Außenabmaße von 6,058 m x 2,438 m x 2,591 m aufweist. Diese 20-Fuß-Container
werden in Containergebäuden häufig leicht, teilweise auch stark modifiziert eingesetzt.
Sie zeichnen sich insbesondere durch ihre Mobilität (günstige Verladbarkeit) wie auch
durch ihre flexible Art der Bestückung im Innenraum des Containers aus. Containergebäude
lassen sich daher aus diesen Containern relativ einfach und schnell modular aufbauen.
[0005] Die beschriebenen Containergebäude werden oft auch als temporäre Gebäude für Feldeinsätze
oder an Stellen verwendet, an denen aufgrund akuten Platzbedarfs ein solches schnell
auf- und abbaubares Gebäude von Vorteil ist. Ebenso werden solche Containergebäude
als Baustellencontainer, aber auch als Schulcontainer oder für Flüchtlingsunterkünfte
oder als Studentenwohnheime verwendet werden.
[0006] Weitere Anwendungsfälle sind militärische und humanitäre Feldeinsätze, in denen Containergebäude
als mobile Feldküchen, mobile Krankenversorgungseinrichtungen (mobile Operationssäle)
oder auch als mobile Sanitäranlagen verwendet werden. Es versteht sich, dass sich
diese Liste beliebig fortsetzen lässt. Die letztgenannten Verwendungsbeispiele der
Containergebäude für militärische und humanitäre Feldeinsätze werden vorliegend unter
dem Begriff Containergebäude zur Verwendung als mobile Feldversorgungseinrichtung
zusammengefasst. Typische Anwendungsfälle dieser mobilen Feldversorgungseinrichtungen
sind militärische Übungen oder Einsätze von größeren Truppenverbänden, aber auch humanitäre
Anwendungen, bspw. im Rahmen einer Katastrophehilfe in einem Erdbebengebiet. Wenngleich
sich die vorliegende Erfindung in ihrer bevorzugten Ausführungsform auf die letztgenannten
Anwendungsfälle bezieht, ist sie nicht darauf beschränkt.
[0007] Folgende Arten von Containergebäuden sind aus dem Stand der Technik bereits bekannt:
[0008] Die
CN-201284514 Y zeigt ein aus einem oder mehreren Containern vorgefertigtes Containergebäude. Im
Kernpunkt bezieht sich diese Druckschrift auf ein am Dach der Container vorgesehenes
Drainage-System, wodurch ein geregelter Wasserabfluss erreicht werden soll.
[0009] Weiterhin ist aus der
JP 11350759 A ein Container bekannt, welcher als mobile Sanitäranlage verwendet wird. Dazu sind
im Inneren des Containers Sanitäreinrichtungen, insbesondere ein Bad mit Dusche sowie
eine WC-Einheit, vorgesehen. Aufgrund der Standardeigenschaften des Containers lässt
sich dieser auf einem Fahrzeug transportieren, so dass der Bad-WC-Container an unterschiedlichen
Orten mobil einsetzbar ist.
[0010] Eine ähnliche in Teilabschnitten vorgefertigte, sog. elementierte Raumzelle, welche
insbesondere als sanitäre Nasszelle ausgebildet ist, ist aus der
DE 299 10 671 U1 bekannt. Die darin offenbarte Nasszelle ist unter anderem dadurch gekennzeichnet,
dass die vorzugsweise mehrschichtig aufgebauten Seitenwandteile zumindest in ihrem
Kern feuchtigkeits- bzw, wasserfest ausgestaltet sind.
[0011] Bei den oben genannten, aus dem Stand der Technik bekannten Containern bzw. Containergebäuden,
bildet ein Container zumeist eine separate Raumzelle, welche von den durch die weiteren
Container definierten Raumzellen räumlich abgetrennt sind. Falls eine Mehrzahl von
Containern eingesetzt wird, sind diese meist nur äußerlich miteinander verbunden.
[0012] Ein weiteres Beispiel für derartig separat aufgebaute Container, welche zu einem
Containerblock äußerlich miteinander verbunden sind, ist aus der
EP 1 453 724 B1 bekannt. Die darin offenbarten Container bilden einen Wohnbereich, insbesondere für
Offshore-Anwendungen an Bord von Schiffen. Der Wohnbereich wird dabei aus mehreren
über- und/oder nebeneinander angeordneten Container-Kabinen zusammengesetzt. Die Container-Kabinen
sind wiederum zu einem Kabinenblock mit Wänden, Decken und Fußböden für jede Kabine
zusammengefasst, und zwar derart, dass jeder Kabinenblock über einen gemeinsamen Anschluss
für die Ver- und/oder Entsorgungsleitung verfügt. Die einzelnen Container-Kabinen
sind dazu jeweils parallel zueinander angeordnet, wobei die Längsseitenwände der einzelnen
Container jeweils bündig aneinandergrenzen, um Platz zu sparen.
[0013] Weiterhin gibt es eine Reihe von Anbietern von flexibel konfigurierbaren Containergebäuden.
Einer dieser Anbieter ist bspw. die Firma Sconox Mobilbau GmbH, D-65549 Limburg/Lahn,
auf deren Homepage http://www.sconox.com unterschiedlichste Arten von Containergebäuden
beworben werden. Auch die dort gezeigten Containergebäude werden vielfach aus mehreren,
miteinander verbundenen Einzelcontainern aufgebaut. Durch die Entnahme von Seitenwänden
einiger Container lassen sich aus mehreren nebeneinandergereihten Containern teilweise
auch große, miteinander verbundene gemeinsame Raumzellen herstellen. So lässt sich
bspw. eine große Raumzelle aus drei miteinander verbundenen Containern herstellen.
Auch in diesem Fall sind die Container meist bündig aneinandergereiht. Zur Bildung
einer ebenen Bodeninnenfläche innerhalb einer aus mehreren Containern zusammengesetzten
Raumzelle werden die Innenböden nachträglich auf die Containerböden aufgesetzt bzw.
aufmontiert.
[0014] Ein Nachteil der oben beispielhaft genannten Containergebäude besteht häufig in deren
mangelnder Platzausnutzung. Insbesondere für die hier im Fokus stehende Verwendung
als mobile Feldversorgungseinrichtung für militärische und/oder humanitäre Feldeinsätze,
sind die oben genannten Containergebäude häufig von Nachteil. Containergebäude, welche
in Feldeinsätzen bspw. als Feldküchen oder medizinische Operationssäle verwendet werden,
müssen sehr hohen Anforderungen genügen. Nicht nur die mobile Verladbarkeit, sondern
auch eine optimale Platzausnutzung und eine einfache Möglichkeit der Bestückung des
Containergebäudes mit Inneneinrichtung sind von immenser Wichtigkeit. Containergebäude
dieser Art werden häufig nämlich unter Extrembedingungen, unter anderem unter extremen
Temperaturbedingungen im freien Feld eingesetzt. Sie müssen daher nicht nur sehr robust
aufgebaut, sondern auch raumtechnisch und logistisch geschickt verwendbar sein.
[0015] Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Containergebäude
bereitzustellen, welches sich insbesondere für die Verwendung in militärischen und/oder
humanitären Feldeinsätzen eignet und aus mechanischer wie auch logistischer Sicht
optimal für derartige Einsätze ausgestaltet ist. Ein Kernaspekt sollte dabei eine
optimale Platzausnutzung des Containergebäudes sein. Weiterhin ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Errichtung eines solchen Containergebäudes
vorzustellen.
[0016] Diese Aufgabe wird gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung durch ein Containergebäude
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass in dem Bodenelement eine im Wesentlichen
parallel zur Längsrichtung verlaufende Abwasserrinne vorgesehen ist.
[0017] Ein wesentlicher Punkt der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Container,
welche gemeinsam das Containergebäude bilden, nicht direkt bzw. bündig aneinandergrenzen,
sondern voneinander beabstandet sind. Durch diese Beabstandung ergibt sich ein Zwischenraum
zwischen den beiden Containern. In diesem Zwischenraum ist ein Bodenelement angeordnet,
wobei die Ausmaße des Bodenelements derart an den Zwischenraum angepasst sind, dass
sich ein ebener, stufenloser Übergang zwischen den Innenbodenflächen der beiden Container
ergibt. Dadurch entsteht eine gemeinsame Raumzelle mit einer durchgehenden Innenbodenfläche.
[0018] Unter einer gemeinsamen Raumzelle wie vorliegend definiert, wird ein gemeinsamer
Raum im Inneren des Containergebäudes verstanden, welcher nicht durch Wände oder Türen
getrennt ist. Durch das Verbinden der beiden Container miteinander und die jeweils
vorgesehenen offenen Längsseiten jedes Containers, welche aufeinander zu weisen, entsteht
also ein großer Raum im Inneren des Containergebäudes (eine gemeinsame Raumzelle).
Durch die Beabstandung der beiden Container voneinander, sowie durch die Verbindung
der beiden Container über das in Längsrichtung verlaufende Bodenelement, kann der
Platz im Inneren des Containergebäudes optimal ausgenutzt werden. Aufgrund des als
Verbindungsstück ausgestalteten Bodenelements benötigen die Container in ihrem Inneren
nämlich keinen aufwändigen Bodenaufbau, wie dies sonst bei Containergebäuden aus dem
Stand der Technik der Fall ist.
[0019] Das in dem Zwischenraum platzierte Bodenelement garantiert nämlich eine ebene Innenbodenfläche
des entstehenden Containergebäudes. Der Wegfall eines aufwändigen Bodenaufbaus bringt
zum einen eine vergrößert Stehhöhe innerhalb des Containergebäudes. Zum anderen wird
durch die auf Abstand voneinander positionierten Container der Innenraum der Raumzelle
vergrößert. Der Flächeninhalt der Innenbodenfläche vergrößert sich nämlich um das
Produkt der Innenlängsseite des Containers und der Breite des Zwischenraums zwischen
den beiden Containern bzw. der Breite des Bodenelements. Ein weiterer Vorteil besteht
in der vereinfachten Produktion eines solchen Containergebäudes. Da kein aufwändiger
Bodenaufbau mehr notwendig ist, um eine ebene Innenbodenfläche im Inneren des Containergebäudes
zu realisieren, kann dieser sonst übliche Produktionsschritt entfallen. Dies spart
Produktionszeit sowie Produktionskosten.
[0020] Wie oben bereits erläutert, werden die beiden Container parallel zueinander derart
aufgestellt, dass die beiden offenen Längsseiten der Container aufeinander zu weisen.
Jeder der Container hat dazu zumindest eine offene Längsseite. Es versteht sich, dass
die Container auch mehr als eine offene Seite aufweisen können. Jeder Container hat
vorzugsweise eine rechteckige Grundfläche. Als "Längsseite" wird vorliegend die längere
der Grundseiten des Containers verstanden. Diese Längsseiten sind also vorzugsweise
länger ausgestaltet als die Querseiten des Containers. Unter einer "offenen Längsseite"
werden sowohl offene wie auch geöffnete Längsseiten verstanden. Zum Zusammenbau des
erfindungsgemäßen Containergebäudes lassen sich also entweder Container verwenden,
welche mit einer offenen Längsseite, also mit einer fehlenden Seitenwand produziert
werden, als auch Container, bei denen sich zumindest eine Längsseitenwand, bspw. durch
Türen, öffnen lässt. In zusammengebautem Zustand des Containergebäudes wären also
auch Letztere als offene Seitenwände zu bezeichnen. Der Begriff "offene Längsseite"
ließe sich durch den Begriff "offene Längsseitenwand" austauschen.
[0021] Erfindungsgemäß ist in dem Bodenelement eine im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung
verlaufende Abwasserrinne vorgesehen.
[0022] Vorzugsweise ist diese Abwasserrinne als Edelstahlrinne ausgestaltet, welche direkt
in das Bodenelement integriert ist. Ebenso ist es bevorzugt, dass die Abwasserrinne
als Ganzes aus dem Bodenelement herausnehmbar ist. Die Abwasserrinne lässt sich also
aus dem Bodenelement entnehmen, um diese außerhalb des Containergebäudes reinigen
zu können. Die Integration der Abwasserrinne in das Bodenelement rührt insbesondere
von dem Grundgedanken der Erfinder her, die Außenhülle des Containergebäudes konsequent
von der inneren Ausrüstung zu trennen. Eine auf diese Weise realisierte Abwasserrinne
hat sich insbesondere bei der Verwendung des Containergebäudes als Containerküche
als vorteilhaft herausgestellt. Das in der Feld- bzw. Containerküche notwendigerweise
anfallende Abwasser kann somit über die zentral in der Raumzelle angeordnete Abwasserrinne
über die gesamte Länge des Containers geschickt nach außen abgeführt werden. Die Abwasserrinne
mündet nämlich vorzugsweise seitlich aus dem Containergebäude heraus.
[0023] Extra Wasserabläufe, wodurch Abwasser vom Inneren der Raumzelle nach außen geführt
werden kann, können somit entfallen. Abwasser sowie Speisereste können direkt oder
indirekt über im Inneren der Raumzelle verlegte Rohre in die zentral gelegene Abwasserrinne
geleitet werden.
[0024] Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise zwei Stahlcontainer
für das Containergebäude verwendet. Insbesondere der Einsatz von 20-Fuß-ISO-Containern
hat sich als vorteilhaft herausgestellt. Es versteht sich jedoch, dass auch andere
Arten von Containern zum vorliegenden Zweck verwendet werden können.
[0025] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist der Zwischenraum und das Bodenelement quer
zur Längsrichtung eine Breite im Bereich von 10-100 cm, vorzugsweise im Bereich von
40-60 cm auf.
[0026] Wenn man bedenkt, dass ein 20-Fuß-ISO-Container im Inneren eine Längsausdehnung im
Bereich von 5,7-6,0 m und eine Breitenausdehnung im Bereich von 2,3-2,5 m aufweist,
so wird bei einer durch zwei Container gebildeten gemeinsamen Raumzelle der Innenraum
durch ein bspw. 40 cm breites Bodenelement um 5-10 % vergrößert. Wenngleich dies zunächst
nicht als eine allzu wesentliche Vergrößerung erscheint, so birgt eine solche Vergrößerung
in der Praxis dennoch erhebliche Vorteile. Bei einem beispielhaften Einsatz des erfindungsgemäßen
Containergebäudes als Feldküche, erweist sich ein Zwischenraum zwischen den Containern
im Bereich von 40-60 cm bereits als ausgesprochen hilfreich, da bereits der vergleichsweise
geringe Raumgewinn sehr vorteilhaft für die Bewegungsfreiheit der Köche und des Hilfspersonals
ist. Auch die zusätzliche Stehhöhe im Vergleich zu üblichen Containern, welche durch
den Wegfall eines aufwändig aufgesetzten Innenbodens entsteht, hat sich in der Praxis
als vorteilhaft herausgestellt.
[0027] Konstruktiv sind zwar unterschiedlichste Breiten des Zwischenraums bzw. des Bodenelements
denkbar. Aus Stabilitätsgründen ist der Zwischenraum zwischen den beiden Containern
gemäß der vorliegenden Erfindung jedoch vorzugsweise kleiner als 1 m. Viel wichtiger
als die Stabilität, welche grundsätzlich auch bei größeren Zwischenräumen gewährleistet
werden könnte, ist die Tatsache, dass auch die Seiten- und Deckenwände des Containergebäudes
in dem genannten Zwischenraum abgedichtet werden sollten. Da das erfindungsgemäße
Containergebäude nämlich auch für einen Feldeinsatz unter extremen Temperaturbedingungen
(bspw. bei -30 °C oder kälter) verwendbar sein sollte, ist es wünschenswert, dass
auch die Seiten- und Deckenwände im Zwischenraum abgedichtet werden. Ein zu breiter
Zwischenraum würde eine derartige Abdichtung erschweren. Des Weiteren sei noch angemerkt,
dass das erfindungsgemäße Containergebäude auch mit mehr als zwei Containern realisiert
werden kann, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Abwasserrinne mit einem Abdeckgitter abgedeckt,
dessen Oberseite bündig mit der Innenbodenfläche der Raumzelle abschließt.
[0029] Durch den bündigen Abschluss mit der Innenbodenfläche entstehen also keine Unebenheiten
am Innenboden der Raumzelle. Es ist einleuchtend, dass für den praktischen Betrieb,
bspw. einer Feldküche, eine möglichst ebene Bodenfläche wichtig ist, um etwa einen
vollbestückten Speisewagen ohne Stolperkanten durch die Küche bewegen zu können. Die
Verwendung eines Abdeckgitters zur Abdeckung der Abwasserrinne ermöglicht die direkte
Zugänglichkeit der Abwasserrinne von oben. Der Wasserablauf in die Rinne kann bspw.
mit Hilfe eines Ablaufwägelchens, d.h. einer verfahrbaren Ablaufrinne, erfolgen, die
bei Bedarf an das zu entleerende Kochgerät oder an eine zu entleerende Spüle herangefahren
wird. Dieses Ablaufwägelchen muss dann lediglich über der Abwasserrinne entleert werden,
um das Abwasser nach außen zu leiten.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung führt die Abwasserrinne aus dem Containergebäude
heraus und ist außerhalb des Containergebäudes durch Heizmittel beheizbar.
[0031] Eine derartige Heizung ist insbesondere notwendig, wenn das erfindungsgemäße Containergebäude
unter extremen Temperaturbedingungen, bspw. bei -40 °C, eingesetzt wird. Dabei sollte
nämlich gewährleistet sein, dass das abfließende Abwasser außerhalb des Containergebäudes
nicht direkt einfriert. Derartige Heizmittel können bspw. durch beheizte Rohrleitungen,
welche an die Abwasserrinne angrenzen oder parallel zu dieser verlaufen, realisiert
werden. Es versteht sich, dass auch andere Heizmittel, bspw. elektrische Heizmittel,
dafür verwendet werden können. Ebenso könnte auch die aus dem Containerinneren abgeführte
Abluft zum Beheizen des Wasserablaufs verwendet werden.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen sowohl der erste als auch der zweite Container
jeweils eine parallel zur Längsrichtung verlaufende Auflageschiene auf, auf welcher
das Bodenelement aufliegt.
[0033] Das Bodenelement lässt sich bei dem Aufbau bzw. der Errichtung des Containergebäudes
daher auf einfache Art und Weise im Bodenbereich des Zwischenraums einsetzen. Dies
kann entweder von Hand geschehen oder mit Hilfe einer Kranvorrichtung. Beim Abbau
des Containergebäudes oder auch zu Reinigungszwecken, lässt sich das Bodenelement
umgekehrt auch auf einfache Art und Weise wieder entnehmen.
[0034] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung können dazu am ersten und/oder am zweiten Container
Verrastmittel zum lösbaren Verrasten des Bodenelements vorgesehen sein.
[0035] Diese Verrastmittel sollen insbesondere ein Verrutschen oder unabsichtliches Verschieben
des Bodenelements innerhalb des Zwischenraums vermeiden. Die Verrastmittel dienen
also als mechanische Fixierung. Die Verrastmittel lassen sich durch mechanische Eingriffsmittel
realisieren, welche am Boden der Container angeordnet sind und in entsprechende Nuten
am Bodenelement eingreifen. Dies können bspw. Haken oder Bolzen sein, welche in entsprechende
am Bodenelement angeordnete Ösen eingreifen. Die durch die Verrastmittel realisierte
lösbare Verbindung garantiert wiederum ein einfaches und schnelles Abbauen des Containergebäudes.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die beiden Container jeweils zumindest
ein Türelement zum Schließen der offenen Längsseiten auf, wobei die Türelemente im
als Containergebäude zusammengebauten Zustand seitlich aufgeklappt sind und sich im
Wesentlichen parallel zur Längsrichtung erstrecken, so dass der Zwischenraum zwischen
den aufgeklappten Türelementen des ersten und des zweiten Containers seitlich in Längsrichtung
verlängert ist.
[0037] Denkbar sind sowohl klappbare als auch teleskopartig zusammenfahrbare Türelemente.
Zur Bildung der gemeinsamen Raumzelle sind die Türelemente, wie bereits beschrieben,
im zusammengebauten Zustand des Containergebäudes vorzugsweise geöffnet, so dass die
oben beschriebenen offenen (geöffneten) Seitenwände entstehen, welche aufeinander
zu weisen. Derartige Türelemente haben den Vorteil, dass die zum Transport des Containergebäudes
einzeln verladbaren Container jeweils geschlossen werden können, um zu vermeiden,
dass die in den Containern vorgesehene Inneneinrichtung während des Transports herausfällt.
[0038] Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind zur Bildung von durchgehenden
Seitenwänden der Raumzelle, welche quer zur Längsrichtung und quer zu der Innenbodenfläche
verlaufen, isolierende Wandelemente zwischen den beiden Containern in dem Zwischenraum
angeordnet.
[0039] An den seitlichen Enden des Zwischenraums wird das Containergebäude (an den Querseiten)
also ebenfalls isoliert. Zusätzlich können die beiden aufgeklappten Türelemente jeweils
mit Planen abgedeckt werden. Letztere Maßnahme dient im Wesentlichen als Wetterschutz
für die Türen. Die Isolierung an den Seitenwänden und vor allem die Abdeckung der
Türelemente mit der Plane sind insbesondere deshalb wichtig, da das erfindungsgemäße
Containergebäude häufig in Einsatzgebieten mit sehr niedrigen Temperaturen eingesetzt
wird. In diesem Fall sollte ein Zusammenfrieren der Containertüren vermieden werden.
Ebenso sollte das Containerinnere möglichst gut isoliert sein, um das Arbeiten und/oder
Leben innerhalb der entstehenden Raumzelle möglichst angenehm zu gestalten.
[0040] Wie weiter oben bereits erwähnt, wird das Containergebäude vorzugsweise als mobile
Feldversorgungseinrichtung verwendet, welche mit mobilen Einrichtungs-Elementen ausgestattet
ist, deren Anordnung sich innerhalb der Raumzelle flexibel verändern lässt.
[0041] In dem oben genannten Anwendungsfall, in welchem das erfindungsgemäße Containergebäude
als mobile Feldküche verwendet wird, sind die Küchengeräte vorzugsweise nicht fest
installiert, sondern nach Herstellen der Betriebsbereitschaft lediglich abgestellt.
Es ist also denkbar, dass sich die Küchengeräte entweder selbst, also ohne weitere
Hilfsmittel, von Hand verschieben lassen, oder dass dazu ein kleiner Hubwagen verwendet
wird. Insbesondere in Kombination mit der oben bereits vorgestellten in Längsrichtung
verlaufenden Abwasserrinne hat sich eine derartige Ausgestaltung als überaus vorteilhaft
herausgestellt. Zur Reinigung der Feldküche können dann nämlich alle Küchengeräte
in eine Raumhälfte, bspw. in einen der Container, verschoben werden. Der andere Teil
der Raumzelle kann dann sehr einfach und großflächig, bspw. mit Hilfe eines Hochdruckstrahlers,
gereinigt werden. Da die Abwasserrinne direkt in den Innenboden des Containergebäudes
integriert ist, kann das zur Reinigung verwendete Wasser sehr einfach nach außen abfließen.
Ein Abpumpen oder Aufsaugen des Reinigungswassers ist somit nicht notwendig.
[0042] Eine derartig robuste und einfach zu reinigende Feldversorgungseinrichtung erfüllt
die hohen Anforderungen, welche für militärische oder humanitäre Einsatzzwecke verlangt
werden.
[0043] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist zur
Bildung einer durchgehenden Innendeckenfläche der gemeinsamen Raumzelle in dem Zwischenraum
ein in Längsrichtung verlaufendes Deckenelement als Verbindungsstück angeordnet, welches
über Kedern in korrespondierenden Kederschienen, welche am ersten und zweiten Container
im Deckenbereich vorgesehen sind, befestigt ist.
[0044] Dieses Deckenelement weist vorzugsweise einen aufblasbaren Schlauch auf. Auf diese
Weise wird das Containergebäude auch nach oben hin abgedichtet. Als Deckenelement
wird also vorzugsweise ein Folienschlauch verwendet, welcher über zwei Kedern in entsprechende
Nuten an den beiden Containern eingezogen wird. Das Installieren bzw. Deinstallieren
des Deckenelements kann daher sehr einfach und schnell erfolgen. Durch Realisierung
des Deckenelements als aufblasbarer Folienschlauch, lässt sich das Containergebäude
nach oben hin abdichten, indem der Folienschlauch aufgepumpt wird. Durch das im Folienschlauch
vorhandene Gas (z.B. Luft) wird eine zusätzliche Wärmeisolation erreicht.
[0045] Alternativ zu einem aufblasbaren Deckenelement kann jedoch auch ein starres Deckenelement
vorgesehen sein. Beispielsweise ließen sich Isolationspanele dafür verwenden. Auf
diese Weise entsteht dann sozusagen ein festes bzw. stabiles Dach. Auch bei dieser
Variante werden vorzugsweise Kedern zur Befestigung verwendet, welche in korrespondierende
Kederschienen an den Containern eingeführt werden können. Auch hier sind jedoch andere
Arten der Befestigung denkbar.
[0046] Ferner weist das erfindungsgemäße Containergebäude gemäß einer weiteren Ausgestaltung
einen Wassertank auf, welcher auf dem ersten und/oder dem zweiten Container angeordnet
ist.
[0047] Dieser Wassertank kann entweder auf dem Dach des einen Containers oder auf dem Dach
des anderen Containers angeordnet sein. Selbstverständlich ist es auch denkbar, den
Wassertank auf dem Dach beider Container, also über dem Zwischenraum verlaufend anzuordnen.
Als Wassertanks kommen bspw. sog. 1/3 Container (Drittelcontainer) in Frage, in welchen
ein oder mehrere Wassertanks angeordnet sein können. Die Wassertanks können einerseits
Frischwasser beinhalten, das aufgrund der Anordnung oben auf dem Containergebäude
(auf dem Dach des Containergebäudes) bereits mit Druck im Inneren der Raumzelle verwendet
werden kann. Andererseits kann auch ein Schmutzwassertank auf dem Dach des Containergebäudes
positioniert werden. Dieser Schmutzwassertank kann bspw. mit der oben beschriebenen
Abwasserrinne außerhalb des Containergebäudes verbunden sein. Beide Varianten des
Wassertanks und deren Anordnung sind insbesondere deshalb vorteilhaft, da vor allem
in Kältegebieten sämtliche Wasserleitungen und Wassertanks beheizt werden müssen.
Dies macht die Leitungen sehr teuer. Kurze Leitungswege, wie bspw. vom Inneren der
Raumzelle auf das Dach des Containergebäudes, sind daher wünschenswert.
[0048] Abschließend sei auch noch erwähnt, dass die eingangs genannte technische Aufgabe
gemäß der vorliegenden Erfindung auch durch ein Verfahren zur Errichtung eines Containergebäudes
gelöst wird, siehe Anspruch 13. Die vorliegende Erfindung betrifft daher auch ein
Verfahren mit folgenden Verfahrensschritten:
- Bereitstellen eines ersten und eines zweiten Containers;
- Öffnen einer ersten Längsseitenwand des ersten Containers sowie einer zweiten Längsseitenwand
des zweiten Containers;
- Anordnen der beiden Container derart relativ zueinander, dass diese eine gemeinsamen
Raumzelle bilden, wobei die zweite geöffnete Längsseitenwand entlang einer Längsrichtung
im Wesentlichen parallel zu der ersten geöffneten Längsseitenwand ausgerichtet wird
und auf die erste geöffnete Längsseitenwand zu weist und wobei die beiden Container
derart voneinander beabstandet angeordnet werden, dass sich zwischen diesen ein in
Längsrichtung verlaufender Zwischenraum ergibt, und
- Anordnen eines in Längsrichtung verlaufenden Bodenelements in dem Zwischenraum als
Verbindungsstück zur Bildung einer durchgehenden Innenbodenfläche der gemeinsamen
Raumzelle.
[0049] Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bodenelement eine im Wesentlichen
parallel zur Längsrichtung verlaufende Abwasserrinne vorgesehen ist.
[0050] Gemäß einer Ausgestaltung dieses Verfahrens werden vor dem Anordnen der beiden Container
eine erste und eine zweite Justierplatte auf einem Untergrund parallel zueinander
angeordnet, wobei die Justierplatten jeweils ein erstes Eingriffsmittel und ein zweites
Eingriffsmittel aufweisen, welche zwischen sich einen Abstand des zu realisierenden
Zwischenraums zwischen den Containern definieren, und wobei die Container auf diese
Justierplatten derart angeordnet werden, dass die ersten Eingriffsmittel beider Justierplatten
jeweils in erste Aufnahmen im ersten Container eingreifen und die zweiten Eingriffsmittel
jeweils in zweite Aufnahmen im zweiten Container eingreifen.
[0051] Die genannten Eingriffsmittel können bspw. als vertikale Zapfen ausgebildet sein,
welche an der Oberseite der Justierplatten vorgesehen sind. Zum Aufbau des Containergebäudes
werden also vorzugsweise zunächst die zwei Justierplatten auf dem Untergrund abgelegt.
Diese Justierplatten haben den Zweck, die spätere Position der Container bereits im
Vorfeld zu justieren. Der Abstand der beiden Eingriffsmittel jeder Justierplatte gibt
bereits den Abstand des zwischen den Containern zu realisierenden Zwischenraums vor.
Beide Justierplatten sind dazu vorzugsweise identisch.
[0052] Da die Position der Container dadurch bereits vorab justiert ist, müssen die Container
beim Aufbau nur noch auf die Justierplatten aufgesetzt werden. Ein nachträgliches
Verrücken oder Verschieben zur korrekten Ausrichtung der beiden Container relativ
zueinander kann entfallen. Dies ist insbesondere aufgrund des teilweise immensen Gewichts
solcher Container von großem Vorteil. Der Aufbau des Containergebäudes kann dadurch
signifikant beschleunigt werden.
[0053] Die auf den Justierplatten vorgesehenen vertikalen Zapfen (allgemein als Eingriffsmittel
bezeichnet) sind vorzugsweise an die Verbindungsöffnungen angepasst, die die typischen
20-Fuß-Container zur Befestigung auf Containerschiffen oder Lkws besitzen. Meist sind
diese Verbindungsöffnungen in den Ecken der Container angeordnet. Beim Aufbau werden
die beiden Container also mit den offenen, aufeinander zu weisenden Seitenwänden auf
die Zapfen aufgesetzt. Anschließend lassen sich die Container, bspw. über höhenverstellbare
Zapfen, zueinander ausrichten. Die Container sind dann direkt im richtigen Abstand
und parallel zueinander angeordnet. Anschließend lässt sich das Bodenelement, wie
oben beschrieben, im Zwischenraum einsetzen. Auch die Oberseiten der beiden Container
können zusätzlich, beispielsweise mit Hilfe von Krallen, miteinander verbunden werden.
[0054] Es versteht sich, dass das erfindungsgemäße Verfahren gleiche oder ähnliche Ausgestaltungen
aufweisen kann, wie das erfindungsgemäße Containergebäude, und wie dies in den abhängigen
Ansprüchen in Bezug auf das Containergebäude beschrieben ist.
[0055] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0056] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Containergebäudes;
- Fig. 2
- eine weitere perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1, wobei das
Containergebäude ohne Deckenelemente dargestellt ist, um das Innere des Containergebäudes
zu veranschaulichen;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels;
- Fig.5
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Containergebäudes;
- Fig. 6
- eine Detailansicht eines im erfindungsgemäßen Containergebäude verwendeten Bodenelements
in einer Schnittansicht;
- Fig. 7
- eine perspektivische, schematische Ansicht des in Fig. 6 gezeigten Bodenelements;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines im erfindungsgemäßen Containergebäude verwendeten
Deckenelements sowie dessen Befestigung gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 9
- eine schematische Ansicht des in Fig. 8 gezeigten Deckenelements in aufgeblasenem
Zustand;
- Fig. 10
- eine Detailansicht eines im erfindungsgemäßen Containergebäude verwendeten Deckenelements
sowie dessen Befestigung gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht eines Ablaufwagens, welcher in dem erfindungsgemäßen
Containergebäude zum Einsatz kommen kann;
- Fig. 12
- eine Darstellung zur Veranschaulichung des Aufbaus des Containergebäudes gemäß einer
ersten Variante;
- Fig. 13
- eine Darstellung zur Veranschaulichung des Aufbaus des Containergebäudes gemäß einer
zweiten Variante;
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung eines im erfindungsgemäßen Containergebäudes verwendeten
Belüftungskanals; und
- Fig. 15
- eine perspektivische Detaildarstellung einer Seitenwand des Containergebäudes zur
Veranschaulichung von daran angeordneten Verzurrösen.
[0057] Figuren 1 bis 4 zeigen unterschiedliche Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Containergebäudes. Darin ist das Containergebäude in seiner
Gesamtheit mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet. Das Containergebäude 10 weist zwei
Container, einen ersten Container 12 und einen zweiten Container 14 auf. Bei beiden
Containern 12, 14 handelt es sich vorzugsweise um Stahlcontainer mit einem im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt. Die Container 12, 14 können bspw. die Abmaße eines 20-Fuß-ISO-Containers
haben. Gegenüber regulären 20-Fuß-ISO-Containern sind die für das erfindungsgemäße
Containergebäude 10 verwendeten Container 12, 14 vorzugsweise leicht modifiziert,
wie dies im Folgenden dargestellt ist. Es versteht sich, dass anstelle von 20-Fuß-ISO-Containern
auch 40-Fuß-ISO-Container, aber auch andere Stahlcontainer mit beliebigen Abmessungen
verwendet werden können.
[0058] Vorzugsweise haben die beiden Container 12, 14 gleiche Abmessungen. Die Container
12, 14 weisen jeweils zwei zueinander parallel verlaufende Längsseiten 16a, b bzw.
18a, b auf. Eine Längsseite 16a bzw. 18a beider Container 12, 14 ist vorzugsweise
als offene Längsseite 16a bzw. 18a ausgebildet. Die Längsseiten 16a, 18a sind jedoch
nur im zusammengebauten Zustand des Containergebäudes 10 geöffnet. Ansonsten lassen
diese sich mit Hilfe von Türelementen 24a, b bzw. 26a, b verschließen.
[0059] Quer bzw. orthogonal zu den Längsseiten 16a, b bzw. 18a, b weist jeder der beiden
Container 12, 14 jeweils zwei Querseitenwände 20a, b bzw. 22a, b auf. Nach oben hin
wird jeder Container 12, 14 durch jeweils eine Deckenwand 28 bzw. 30 begrenzt, welche
orthogonal zu den Längsseiten 16 bzw. 18 sowie orthogonal zu den Querseitenwänden
20 bzw. 22 des jeweiligen Containers 12 bzw. 14 verläuft. Parallel zu der Deckenwand
28 bzw. 30 sowie orthogonal zu den Längsseitenwänden 16a, b bzw. 18a, b und den Querseitenwänden
20a, b, bzw. 22a, b werden die beiden Container 12, 14 jeweils durch eine Bodenseitenwand
32 bzw. 34 begrenzt.
[0060] Wie aus den Figuren 1-3 ersichtlich ist, sind die beiden Container 12, 14 parallel
zueinander ausgerichtet. Die Längsseiten 16a, b bzw. 18a, b beider Container 12, 14
verlaufen parallel zu einer Längsrichtung 36. Die erste offene Längsseite 16a des
ersten Containers 12 und die zweite offene Längsseite 18a des zweiten Containers 14
weisen dabei aufeinander zu. Die Querseite 20a des ersten Containers 12 fluchtet mit
der Querseite 22a des zweiten Containers 14. Ebenso fluchten auch die Querseiten 20b
und 22b miteinander. Ein wesentlicher Punkt des erfindungsgemäßen Containergebäudes
10 besteht darin, dass die beiden Container 12, 14 nicht bündig aneinandergestellt
sind, sondern einen Abstand d voneinander haben (siehe insbesondere Fig. 3). Hierdurch
entsteht zwischen den beiden offenen Längsseiten 16a, 18a ein Zwischenraum 38. Dieser
Zwischenraum 38 verläuft im Wesentlichen entlang bzw. parallel zu der Längsrichtung
36. Aufgrund der parallelen Anordnung beider Container 12, 14 weist der Zwischenraum
38 entlang der Längsrichtung 36 vorzugsweise eine konstante Breite d auf (siehe insbesondere
Fig. 3). Die Breite d ist vorzugsweise im Bereich von 40-60 cm.
[0061] Durch die offenen aufeinander zu weisenden Längsseiten 16a, 18a entsteht im Inneren
des Containergebäudes 10 eine gemeinsame Raumzelle 39. Die beiden Container 12, 14
bilden also, anders ausgedrückt, einen gemeinsamen Innenraum 39. Zur Bildung einer
durchgehend ebenen Innenbodenfläche 40 der gemeinsamen Raumzelle 39 ist in dem Zwischenraum
38 ein in Längsrichtung 36 verlaufendes Bodenelement 42 als Verbindungsstück angeordnet
(siehe insbesondere Fig. 2). Das Bodenelement 42 ist im Bodenbereich des Zwischenraums
38 angeordnet und verbindet somit die beiden Bodenseitenwände 32, 34 der Container
12, 14 miteinander. Auf diese Weise entsteht eine ebene Innenbodenfläche 40 des Containergebäudes
10.
[0062] Die Beabstandung der beiden Container 12, 14 voneinander trägt zum einen zu einer
effektiven Vergrößerung des Innenraums 39 des Containergebäudes 10 bei. Zum anderen
erübrigt sich durch das im Bodenbereich des Zwischenraums 38 vorgesehene Bodenelement
42 ein aufwändiger Innenbodenaufbau des Containergebäudes 10. Normalerweise werden
die Innenböden von Raumzellen, welche aus mehreren Containern zusammengesetzt sind,
nämlich nachträglich eingesetzt. Dabei werden die ursprünglich vorgesehenen Innenböden
der beiden Container durch einen gemeinsamen, durchgehenden Innenboden überdeckt.
Dies dient im Wesentlichen dazu, Unebenheiten an den Schnittstellen zwischen den Containern
auszugleichen. Aufgrund des eben mit beiden Innenböden 32, 34 der Container 12, 14
abschließenden Bodenelements 42 kann ein solcher extra vorgesehener Innenbodenaufbau
jedoch entfallen. Dies bringt zusätzliche Stehhöhe ein. Andererseits lässt sich das
Containergebäude 10 wesentlich schneller zusammenbauen, da kein extra Innenboden nachträglich
eingesetzt werden muss. Dies spart zudem Produktionskosten.
[0063] Am ersten und/oder am zweiten Container 12, 14 können entlang der offenen Längsseiten
16a, 18a zudem Verrastmittel 44 vorgesehen sein (siehe insbesondere Fig. 3), mit Hilfe
derer das Bodenelement 42 in seiner Position fixiert werden kann. Diese Verrastmittel
44 lassen sich bspw. durch Bolzen realisieren, welche an den offenen Längsseiten 16a,
18a hervorstehen und in entsprechende Ösen auf der Unterseite des Bodenelements 42
eingreifen. Ein Verrutschen des Bodenelements 42 innerhalb des Zwischenraums 38 wird
dadurch wirksam verhindert.
[0064] In den Figuren 6 und 7 ist die Anordnung und Auflage des Bodenelements 42 näher dargestellt.
Diese Figuren zeigen jeweils Detailansichten des Bodenbereichs des Zwischenraums 38
zwischen den beiden Containern 12, 14. Wie daraus ersichtlich ist, weisen sowohl der
erste Container 12 als auch der zweite Container 14 jeweils eine parallel zur Längsrichtung
36 verlaufende Auflageschiene 46 bzw. 48 auf. Auf diesen Auflageschienen 46, 48 kann
das Bodenelement 42 aufliegen. Bei der Montage des Containergebäudes 10 muss das Bodenelement
42 also lediglich auf diese Auflageschienen 46 bzw. 48 aufgelegt werden. Falls wie
oben bereits erwähnt Verrastmittel 44 vorgesehen sind, können diese ebenso im Bereich
der Auflageschienen 46 bzw. 48 angeordnet sein. Das Bodenelement 42 ist somit ohne
Werkzeug entnehmbar. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn das Bodenelement 42 gereinigt
werden muss. Hierzu kann es nämlich schnell entnommen werden, um es außerhalb des
Containergebäudes 10, bspw. mit Hilfe eines Hochdruckreinigers, zu reinigen. Das Bodenelement
42 weist, wie gezeigt, vorzugsweise einen T-förmigen Querschnitt auf. Es versteht
sich jedoch, dass auch andere geometrische Formen möglich sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0065] In den Figuren 6 und 7 ist noch ein weiteres Detail ersichtlich, welches insbesondere
bei einer Verwendung des erfindungsgemäßen Containergebäudes 10 als Feldversorgungseinrichtung
für militärische oder humanitäre Einsätze von Vorteil ist. In dem Bodenelement 42
ist nämlich vorzugsweise eine Abwasserrinne 50 integriert. Diese Abwasserrinne 50
verläuft im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung 36. Wie in Fig. 2 ersichtlich,
erstreckt sich diese Abwasserrinne 50 über die gesamte Längserstreckung des Containergebäudes
10. Sie führt also aus dem Inneren des Containergebäudes 10 nach außen und verlässt
das Containergebäude 10 an den Endseiten des Zwischenraums 38, welche mit den Bezugsziffern
49a und 49b bezeichnet sind (siehe Fig. 3). Außerhalb des Containergebäudes 10 können
Heizmittel zum Beheizen der Abwasserrinne 50 vorgesehen sein (nicht dargestellt).
Derartige Heizmittel können bspw. durch beheizte Rohrleitungen realisiert werden.
Ebenso sind auch elektrische Heizmittel denkbar. Diese Heizmittel dienen im Wesentlichen
dazu, ein Einfrieren des Abwassers außerhalb des Containergebäudes 10 zu verhindern.
Dies ist insbesondere dann vonnöten, wenn das Containergebäude 10 als Feldversorgungseinrichtung
bei sehr niedrigen Umgebungstemperaturen eingesetzt wird.
[0066] Die im Bodenelement 42 integrierte Abwasserrinne 50 ist vorzugsweise aus Edelstahl
ausgebildet, um bei längeren Einsatzdauern Korrosion zu vermeiden. Nach oben hin ist
die Edelstahlrinne 50 mit einem Abdeckgitter 52 abgedeckt. Um Stolperkanten zu vermeiden
und eine möglichst ebene Innenbodenfläche 40 zu gewährleisten, schließt die Oberseite
des Abdeckgitters 52 vorzugsweise bündig mit der Oberseite des Bodenelements 42 und
damit auch bündig mit der Innenbodenfläche 40 ab.
[0067] Durch die Anordnung der Abwasserrinne 50 und deren Integration in das Bodenelement
42 wird ein weiterer Grundgedanke des neuen Containergebäudes 10 realisiert. Ein wesentlicher
Grundgedanke besteht nämlich darin, die Außenhülle und die innere Ausrüstung des Containergehäuses
konsequent voneinander zu trennen. Die Abwasserrinne 50 in der Mitte des Containergebäudes
10 erweist sich dabei als sehr vorteilhafte Realisierung, insbesondere bei der Verwendung
des Containergebäudes 10 als mobile Feldküche. Das in der Feldküche anfallende Abwasser
kann somit nämlich direkt über dem Abdeckgitter 52 ausgeschüttet werden, oder über
Schläuche bzw. Rohre direkt in die Abwasserrinne 50 geführt werden. Über die Abwasserrinne
50 gelangt das Abwasser dann nach außen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung
besteht darin, dass beim Aufbau bzw. der Errichtung des Containergebäudes 10 keine
zusätzlichen Abwasserleitungen verlegt werden müssen. Dies spart Aufbauzeit. Ansonsten
müsste die Außenhülle von zumindest einem der beiden Container 12, 14 durchbrochen
werden, um derartige Abwasserrohre von innen nach außen zu verlegen. Dies ist hier
jedoch nicht erforderlich.
[0068] Die Integration der Abwasserrinne 50 direkt in den Boden des Containergebäudes 10
vereinfacht auch dessen Innenreinigung. Zur Reinigung der Raumzelle 39 lässt sich
diese zum Beispiel mit Hilfe eines Hochdruckreinigers abspritzen. Das dabei anfallende
Wasser läuft dann automatisch über die in der Mitte der Raumzelle 39 platzierte Abwasserrinne
50 nach außen ab. Feldküchen können auf diese Weise einfach und schnell gereinigt
werden. Insbesondere bei militärisch verwendeten Feldküchen, wo aufgrund der unwegsamen
Situation häufig ernorm viel Schmutz mit in die Feldküche getragen wird, ist eine
derartige Reinigungsmöglichkeit der Feldküche von erheblichem Vorteil.
[0069] Zur einfacheren Handhabung des Abwassers kann in einer solchen Containerküche bspw.
auch ein mobil verfahrbarer Wasserbehälter 54 verwendet werden. Ein beispielhafter
in Wagenform ausgeführter Wasserbehälter 54 ist in Fig. 11 im Detail dargestellt.
Über Rollen 56 ist der Wasserbehälter 54 innerhalb des Containergebäudes 10 verfahrbar.
Bei Bedarf lässt sich der verfahrbare Wasserbehälter 54 an ein zu entleerendes Kochgerät,
bspw. an eine zu entleerende Spüle heranfahren. Über eine Bremse 58 kann er in seiner
Position fixiert werden. Um den Wasserbehälter 54 wieder zu entleeren, muss dieser
lediglich über dem Abdeckgitter 52 der Abwasserrinne 50 platziert und entleert werden.
Somit kann das gesamte Abwasser-Handling innerhalb des Containers 10 erfolgen.
[0070] Der Wasserbehälter 54 besitzt vorteilhafterweise Siebe, so dass Essensreste und dergleichen
von den Sieben aufgefangen werden können und nur das Abwasser selbst in die Ablaufrinne
50 in der Mitte des Containers 10 gelangt. Damit soll im Wesentlichen ein Verstopfen
der Abwasserrinne 50 verhindert werden. Das Sieb innerhalb des Ablaufbehälters 54
lässt sich bspw. nach oben hin abnehmen. Das Abwasser lässt sich bspw. durch eine
Öffnung auf der Unterseite des Wasserbehälters 54 über eine Ablauföffnung (nicht dargestellt)
entleeren.
[0071] Im Folgenden sollen die weiteren Merkmale des neuen Containergebäudes 10 erläutert
werden. Insbesondere bei einem Einsatz des Containergebäudes 10 in klimatisch kälteren
Gebieten sollte das Containergebäude 10 nicht nur nach unten hin (durch das Bodenelement
42) abgedichtet werden, sondern auch seitlich und an der Decke. Zur Bildung von durchgehenden
Seitenwänden der Raumzelle 39 können isolierende Wandelemente 55a, b zwischen den
beiden Containern 12, 14 in dem Zwischenraum 38 angeordnet sein (siehe insbes. Fig.
3). Vorzugsweise werden die aufgeklappten Türen 24a, 26a bzw. 24b, 26b zusätzlich
noch mit Abdeckplanen (nicht dargestellt) abgedeckt. Die seitliche Isolierung und
vor allem die Abdeckung mit der Plane sind wichtig, da das neue Containergebäude 10
unter anderem für Einsatzgebiete mit Temperaturen von bis zu -40 °C vorgesehen ist
und dementsprechend ein Vereisen des Containerinneren und auch der aufgeklappten Türelemente
24a, 26a bzw. 24b, 26b verhindert werden soll.
[0072] Auch die Decke des neuen Containergebäudes 10 wird daher vorzugsweise abgedichtet,
um eine vollständig geschlossene Raumzelle im Inneren des Containergebäudes 10 zu
schaffen. Details dieser Deckenabdeckung sind in den Figuren 8 und 9 schematisch dargestellt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird zur Bildung
einer durchgehenden Innendeckenfläche in den Zwischenraum 38 ein in Längsrichtung
36 verlaufendes Deckenelement 60 als Verbindungsstück angeordnet. Hierzu sind unterschiedlichste
Arten von Befestigungen denkbar. Eine bevorzugte Art der Befestigung ist in den Figuren
8 und 9 dargestellt. Hierbei wird das Deckenelement 60 über Kedern 62 in korrespondierenden
Kederschienen 64 befestigt, welche sowohl im Deckenbereich des ersten Containers 12
als auch im Deckenbereich des zweiten Containers 14 vorgesehen sind. Das Deckenelement
60 kann daher relativ einfach und schnell über die Kedern 62 in die Kederschienen
64 eingezogen werden und überspannt dann den Deckenbereich des Zwischenraums 38. Es
versteht sich jedoch, dass auch andere Arten der Deckenbefestigung möglich sind.
[0073] Um eine zusätzliche Abdichtung zu erreichen, lässt sich das Deckenelement 60 vorzugsweise
aufpumpen. Der aufgepumpte Zustand des Deckenelements 60 ist in Fig. 9 schematisch
dargestellt. Das Deckenelement 60 weist dazu einen aufblasbaren Schlauch auf bzw.
ist als ein solcher aufblasbarer Schlauch ausgebildet.
[0074] Fig. 10 zeigt eine weitere Variante des Deckenelements 60'. Anstelle eines aufblasbaren
Deckenelements 60 ist grundsätzlich auch eine Ausführung in Form eines "festen Dachs"
denkbar. Das in Fig. 10 dargestellte, alternative Deckenelement 60' weist ein oder
mehrere starre Deckenteile auf. Beispielsweise ließen sich dafür ein oder mehrere
Isolationspanele verwenden. Auch auf diese Weise wird eine Ausreichende Deckenabdichtung
erreicht. Die Befestigung des Deckenelements 60' an den Containern 12, 14 kann wiederum
auf unterschiedlichste Art und Weise erfolgen. Eine bevorzugte Möglichkeit besteht
wiederum in der Verwendung von Kedern und korrespondierenden Kederschienen (siehe
Fig. 8 und 9).
[0075] Ein weiterer Aspekt der neuen Containerbauweise betrifft eine sog. Adapterplatte
66, auf welcher mehrere Öffnungen 68 zum Hinein- und Herausführen von Anschlussrohren
und Anschlussleitungen angeordnet sind (siehe Fig. 1). Genauer gesagt sind auf dieser
Adapterplatte 66 - mit zwei Ausnahmen - vorzugsweise sämtlicher Öffnungen 68 zum Hinein-
und Herausführen von Anschlussrohren und Anschlussleitungen angeordnet. Die beiden
einzigen Ausnahmen sind zwei Abluftöffnungen 70, welche in der Längswand 18b des Containergebäudes
10 angeordnet sind. Diese Abluftöffnungen 70 dienen der Abfuhr von Abluft und Abgasen
aus dem Inneren des Containergebäudes 10.
[0076] Das Anbringen einer einzigen Adapterplatte 66, durch welche alle Anschlussleitungen
und Anschlussrohre in das Innere des Containergebäudes 10 gelangen können, ist eine
sehr kostengünstige Variante. Ansonsten müssten nämlich einzelne Öffnungen in die
Containerwände geschnitten werden. Dies würde die Produktion des Containergebäudes
10 relativ aufwändig und teuer machen. Stattdessen wird gemäß der vorliegenden Erfindung
jedoch nur eine große Öffnung in die Containerwand eingeschnitten, in welcher die
Adapterplatte 66 angeordnet wird. Wenngleich in dem vorliegenden Beispiel nur eine
Adapterplatte 66 angeordnet ist, so wäre es generell ebenso denkbar noch eine zweite
Adapterplatte am Containergebäude 10 anzubringen; bspw. eine Adapterplatte 66 pro
Container 12, 14. Details dieser Adapterplatte 66 sind in einer separat zu dieser
am gleichen Tag eingereichten zweiten Anmeldung offenbart.
[0077] Die Belüftung des Containergebäudes 10 erfolgt erfindungsgemäß über einen Belüftungskanal
84. Der Belüftungskanal 84 ist schematisch in Fig. 14 dargestellt. Er ist vorzugsweise
im Bereich der Deckenwand 28, 30 des Containergebäudes angeordnet. Beispielweise lässt
sich dieser mit Hilfe eines Hakens an oben beschriebenem Deckenelement 60 einhängen.
Die Außenhülle des Belüftungskanals 84 ist vorzugsweise aus Stoff. Zum Transport lässt
sich der Belüftungskanal 84 deshalb sehr einfach zusammenfalten. Wenngleich dies nicht
explizit dargestellt ist, ist der Belüftungskanal 84 erfindungsgemäß über einen Belüftungsschlauch
mit der Anschlussplatte 66 verbunden. Über diesen Belüftungsschlauch kann der Belüftungskanal
84 von außen (außerhalb des Containergebäudes 10), je nach Wunsch, mit Warm- oder
Kaltluft versorgt werden.
[0078] Alternativ kann die Luftversorgung auch über die isolierende Seitenwand 55a oder
55b erfolgen. Hierzu kann in einem der beiden oder in beiden Seitenwandelementen 55a,
b eine weiter Öffnung 69 vorgesehen sein, über die ein Belüftungsschlauch in das Gebäudeinnere
geführt wird. Diese Alternative ist beispielsweise in den Figuren 5 und 10 gezeigt.
Eine zusätzliche Öffnung 68, welche gemäß der ersten Alternative (siehe Fig. 1) in
der Anschlussplatte 66 vorgesehen ist, kann dann entfallen. Auch das Vorsehen einer
Öffnung 69 in dem Seitenwandelement 55a, b hat den Vorteil, dass nachträglich keine
zusätzlichen Öffnungen in die Seitenwände der Container 12, 14 manuell eingeschnitten
werden müssen. Die Seitenwandelemente 55a, b können nämlich bereits vorab (bei der
Produktion) mit solchen Öffnungen 69 versehen werden. Ein in die Öffnungen 69 und/oder
68 eingeführter Luftversorgungsschlauch oder Luftversorgungskanal kann dann auf der
Innenseite in den Belüftungskanal 84 münden.
[0079] Die in den Belüftungskanal 84 eingespeiste Luft tritt dann über erste und zweite
Luftaustrittsöffnungen 86, 88 in den Innenraum 39 des Containergebäudes 10 über. Der
vorzugsweise als Stoffschlauch ausgestaltete Belüftungskanal 84 weist also darin definiert
eingebrachte Löcher auf. Dies kann durch eine simple Perforation des Stoffschlauchs
realisiert sein. Erfindungsgemäß sind die Luftaustrittsöffnungen 86, 88 jedoch unterschiedlich
groß ausgestaltet. Die auf der ersten Seite 90 des Belüftungskanals 84 angeordneten
ersten Luftaustrittsöffnungen 86 sind erfindungsgemäß größer ausgestaltet als die
auf der gegenüberliegenden zweiten Seite 92 des Belüftungskanals 84 angeordneten zweiten
Luftaustrittsöffnungen 88. Die zweite Seite 92 des Belüftungskanals 84 ist vorzugsweise
auf der Seite des Containergebäudes 10 angeordnet, auf welcher sich auch die Abluftöffnungen
70 in der Containeraußenwand befinden. Somit lässt sich eine klimatisch günstige Luftzirkulation
innerhalb des Containergebäudes 10 aufbauen
[0080] Ein weiteres erfindungsgemäßes Merkmal ist in Fig. 15 im Detail dargestellt. Auf
der dem Innenraum 39 zugewandten Innenseite der Türen 24a, b bzw. 26a, b der Container
12, 14 sind vorzugsweise mehrere Schienen 94 angeordnet. Diese können beispielsweise
an die Containerstahlwand angeschweißt oder mit der Containerstahlwand verschraubt
sein. Andere Arten von Befestigungen sind ebenfalls denkbar. An den Schienen 94 sind
vorzugsweise mehrere Verzurrösen 96 vorgesehen. Während des Transports der einzelnen
Container 12, 14 lassen sich somit die im Containergebäude 10 befindlichen Einrichtungsgegenstände
mit Hilfe von Spanngurten an diesen Verzurrösen 96 verzurren. Dies garantiert einen
sicheren Transport der Einrichtungsgegenstände.
[0081] Auch das Aufstellen des erfindungsgemäßen Containergebäudes 10 ist sehr einfach gestaltet.
[0082] Gemäß einer Ausgestaltung dieses Verfahrens werden vor dem Anordnen der beiden Container
eine erste und eine zweite Justierplatte 71 auf einem Untergrund parallel zueinander
angeordnet. Eine solche Justierplatte 71 ist in Fig. 12 im Detail (in unverbautem
Zustand) dargestellt. Die verwendeten Justierplatten 71 weisen jeweils ein erstes
Eingriffsmittel 73 und ein zweites Eingriffsmittel 75 auf, welche zwischen sich einen
Abstand des zu realisierenden Zwischenraums 38 zwischen den Containern 12,14 definieren.
Die Container 12,14 lassen sich somit auf den Justierplatten 71 anordnen. Dadurch
entsteht automatisch der Zwischenraum 38 zwischen den beiden Containern 12,14. Die
ersten Eingriffsmittel 73 greifen in erste Aufnahmen 74 im ersten Container 12 ein.
Die zweiten Eingriffsmittel 75 greifen jeweils in zweite Aufnahme 78 im zweiten Container
14 ein. Vorzugsweise wird eine Justierplatte 71 an der Stirnseite des Containergebäudes
10 angeordnet und die andere Justierplatte 71 an dessen Rückseite (in Fig. 12 nicht
sichtbar, da verdeckt).
[0083] Die genannten Eingriffsmittel 73, 75 können bspw. als vertikale Zapfen ausgebildet
sein (siehe Fig. 12), welche an der Oberseite der Justierplatten 71 vorgesehen sind.
Zum Aufbau des Containergebäudes 10 werden also vorzugsweise zunächst die zwei Justierplatten
71 auf dem Untergrund abgelegt. Diese Justierplatten 71 haben den Zweck, die spätere
Position der Container 12,14 bereits im Vorfeld zu justieren. Der Abstand der beiden
Eingriffsmittel 73,75 jeder Justierplatte 71 gibt bereits den Abstand d des zwischen
den Containern 12,14 zu realisierenden Zwischenraums 38 vor. Beide Justierplatten
71 sind dazu vorzugsweise identisch.
[0084] Somit ist lediglich eine Feinjustierung der Containergebäude-Anordnung während des
Aufbaus notwendig. Eventuelle Bodenunebenheiten lassen sich durch ein Nivelliersystem
77 ausgleichen, welches in den Ecken des Containergebäudes 10 angeordnet ist (siehe
Fig. 12).
[0085] Alternativ können anstelle von gemeinsamen Justierplatten 71, auf welche beide Containergebäude
aufgesetzt werden, auch separate Justierplatten 68, 70 verwendet werden, wie dies
beispielhaft in Fig. 13 dargestellt ist. In diesem Fall werden die Justierplatten
68, 70 parallel zueinander derart angeordnet, dass diese den in Längsrichtung 36 verlaufenden
Zwischenraum 38 der Breite d zwischen sich definieren. Sobald die Justierplatten 68,
70 korrekt platziert sind, werden dann die beiden Container 12, 14 auf die Justierplatten
68, 70 aufgesetzt. Hierzu weist die erste Justierplatte 68 Eingriffsmittel 72 auf,
welche in korrespondierende Aufnahmen 74 im ersten Container 12 eingreifen. Gleichermaßen
weist auch die zweite Justierplatte 70 Eingriffsmittel 76 auf, welche in korrespondierende
Aufnahmen 78 im zweiten Container 14 eingreifen.
[0086] Die genannten Eingriffsmittel 72, 76 sind, wie gemäß der ersten Variante (siehe Fig.
12), wiederum vorzugsweise als vertikale Zapfen ausgebildet. Die auf den Justierplatten
68, 70 vorgesehenen vertikalen Zapfen 72, 76 sind vorzugsweise an die Verbindungsöffnungen
74, 78 angepasst, die die typischen 20-Fuß-Container zur Befestigung auf Containerschiffen
oder Lkws besitzen. Meist sind diese Verbindungsöffnungen 74, 78 in den Ecken der
Container 12, 14 angeordnet. Beim Aufbau werden die beiden Container 12, 14 also lediglich
auf die Zapfen 72, 76 oder, gemäß der ersten (bevorzugten) Variante auf die Zapfen
73, 75 aufgesetzt.
[0087] Da die Position der Container 12, 14 und damit auch die Breite d des Zwischenraums
38 durch die Justierplatten 71 oder 68, 70 bereits vorab justiert ist, müssen die
Container 12, 14 nicht mehr nachträglich verrückt bzw. verschoben werden. Dies ist
insbesondere aufgrund des teilweise immensen Gewichts solcher Container von großem
Vorteil. Der Aufbau des Containergebäudes 10 kann dadurch signifikant beschleunigt
werden.
[0088] Nach dem Aufsetzen der beiden Container 12, 14 muss dann lediglich noch das Bodenelement
42 als Verbindungsstück eingesetzt werden und die weiteren Ränder des Zwischenraums
38, wie oben beschrieben, seitlich und an der Decke abgedichtet werden. Auf diese
Weise kann der Aufbau des Containergebäudes 10 in nur wenigen, relative schnell und
einfach ausführbaren Arbeitsschritten erfolgen.
1. Containergebäude mit einem ersten Container (12) und einem zweiten Container (14),
welche zur Bildung einer gemeinsamen Raumzelle (39) entlang einer Längsrichtung (36)
parallel zueinander aufgestellt und miteinander verbunden sind, wobei der erste Container
(12) eine erste offene Längsseite (16a) hat und der zweite Container (14) eine zweite
offene Längsseite (18a) hat, welche parallel zueinander ausgerichtet sind und aufeinander
zu weisen, wobei die beiden Container (12, 14) derart voneinander beabstandet angeordnet
sind, dass sich zwischen diesen ein Zwischenraum (38) ergibt, und wobei zur Bildung
einer durchgehenden Innenbodenfläche (40) der gemeinsamen Raumzelle (39) in dem Zwischenraum
(38) ein in Längsrichtung (36) verlaufendes Bodenelement (42) als Verbindungsstück
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bodenelement (42) eine im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung (36) verlaufende
Abwasserrinne (50) vorgesehen ist.
2. Containergebäude nach Anspruch 1, wobei der Zwischenraum (38) und das Bodenelement
(42) quer zur Längsrichtung eine Breite (d) im Bereich von 10-100 cm, vorzugsweise
im Bereich von 40-60 cm aufweisen.
3. Containergebäude nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Abwasserrinne (50) mit einem Abdeckgitter
(52) abgedeckt ist, dessen Oberseite bündig mit der Innenbodenfläche (40) der Raumzelle
(39) abschließt.
4. Containergebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Abwasserrinne (50) aus
dem Containergebäude (10) heraus führt und außerhalb des Containergebäudes (10) durch
Heizmittel beheizbar ist.
5. Containergebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei sowohl der erste als auch
der zweite Container (12, 14) jeweils eine parallel zur Längsrichtung (36) verlaufende
Auflageschiene (46, 48) aufweisen, auf welcher das Bodenelement (42) aufliegt.
6. Containergebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei am ersten und/oder am zweiten
Container (12, 14) Verrastmittel (44) zum lösbaren Verrasten des Bodenelements (42)
vorgesehen sind.
7. Containergebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die beiden Container (12,
14) jeweils zumindest ein Türelement (24a, b; 26a, b) zum Schließen der offenen Längsseiten
(16a, 16b) aufweisen, wobei die Türelemente (24a, b; 26a, b) im als Containergebäude
(10) zusammengebauten Zustand seitlich aufgeklappt sind und sich im Wesentlichen parallel
zur Längsrichtung (36) erstrecken, so dass der Zwischenraum (38) zwischen den aufgeklappten
Türelementen (24a, b; 26a, b) des ersten und des zweiten Containers (12, 14) seitlich
in Längsrichtung (36) verlängert ist.
8. Containergebäude nach Anspruch 7, wobei zur Bildung von durchgehenden Seitenwänden
der Raumzelle (39), welche quer zur Längsrichtung (36) und quer zu der Innenbodenfläche
(40) verlaufen, isolierende Wandelemente (55a, b) zwischen den beiden Containern (12,
14) in dem Zwischenraum angeordnet sind.
9. Containergebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 8, zur Verwendung als mobile Feldversorgungseinrichtung,
welche mit mobilen Einrichtungs-Elementen ausgestattet ist, deren Anordnung sich innerhalb
der Raumzelle (39) flexibel verändern lässt.
10. Containergebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei zur Bildung einer durchgehenden
Innendeckenfläche der gemeinsamen Raumzelle (39) in dem Zwischenraum (38) ein in Längsrichtung
(36) verlaufendes Deckenelement (60) als Verbindungsstück angeordnet ist, welches
über Kedern (62) in korrespondierenden Kederschienen (64), welche am ersten und zweiten
Container (12, 14) im Deckenbereich vorgesehen sind, befestigt ist.
11. Containergebäude nach Anspruch 10, wobei das Deckenelement (60) einen aufblasbaren
Schlauch aufweist.
12. Containergebäude nach einem der Ansprüche 1 bis 11, welches ferner einen Wassertank
aufweist, welcher auf dem ersten und/oder dem zweiten Container (12, 14) angeordnet
ist.
13. Verfahren zur Errichtung eines Containergebäudes (10), mit folgenden Verfahrensschritten:
- Bereitstellen eines ersten und eines zweiten Containers (12, 14);
- Öffnen einer ersten Längsseitenwand (16a) des ersten Containers (12) sowie einer
zweiten Längsseitenwand (18a) des zweiten Containers (14);
- Anordnen der beiden Container (12, 14) derart relativ zueinander, dass diese eine
gemeinsamen Raumzelle (39) bilden, wobei die zweite geöffnete Längsseitenwand (18a)
entlang einer Längsrichtung (36) im Wesentlichen parallel zu der ersten geöffneten
Längsseitenwand (16a) ausgerichtet wird und auf die erste geöffnete Längsseitenwand
(16a) zu weist und wobei die beiden Container (12, 14) derart voneinander beabstandet
angeordnet werden, dass sich zwischen diesen ein in Längsrichtung (36) verlaufender
Zwischenraum (38) ergibt, und
- Anordnen eines in Längsrichtung (36) verlaufenden Bodenelements (42) in dem Zwischenraum
(38) als Verbindungsstück zur Bildung einer durchgehenden Innenbodenfläche (40) der
gemeinsamen Raumzelle (39, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bodenelement (42) eine im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung (36) verlaufende
Abwasserrinne (50) vorgesehen ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei vor dem Anordnen der beiden Container (12, 14) eine
erste und eine zweite Justierplatte (71) auf einem Untergrund parallel zueinander
angeordnet werden, wobei die Justierplatten (71) jeweils ein erstes Eingriffsmittel
(73) und ein zweites Eingriffsmittel (75) aufweisen, welche zwischen sich einen Abstand
des zu realisierenden Zwischenraums (38) zwischen den Containern (12, 14) definieren,
und wobei die Container (12, 14) auf diese Justierplatten (71) derart angeordnet werden,
dass die ersten Eingriffsmittel (73) beider Justierplatten (71) jeweils in erste Aufnahmen
(74) im ersten Container (12) eingreifen und die zweiten Eingriffsmittel (75) jeweils
in zweite Aufnahmen (78) im zweiten Container (14) eingreifen.
1. A container building having a first container (12) and a second container (14) which
are arranged along a longitudinal direction (36) parallel to one another and connected
together so as to form a common container module (39), wherein the first container
(12) has a first open longitudinal side (16a) and the second container (14) has a
second open longitudinal side (18a), said longitudinal sides being oriented parallel
to one another and directed toward one another, wherein the two containers (12, 14)
are arranged in a manner spaced apart from one another such that an intermediate space
(38) occurs therebetween, and wherein, in order to form a continuous internal floor
surface (40) of the common container module (39), a floor element (42) which extends
along the longitudinal direction (36) is arranged as a connecting piece in the intermediate
space (38),
characterized in that a wastewater channel (50) which extends substantially parallel to the longitudinal
direction (36) is provided in the floor element (42).
2. The container building as claimed in claim 1, wherein, transversely to the longitudinal
direction, the intermediate space (38) and the floor element (42) have a width (d)
in the range of 10-100 cm, preferably in the range of 40-60 cm.
3. The container building as claimed in claim 1 or 2, wherein the wastewater channel
(50) is covered by a grating (52), the top side of which terminates flush with the
internal floor surface (40) of the container module (39).
4. The container building as claimed in any of claims 1 to 3, wherein the wastewater
channel (50) is guided out of the container building (10) and is heatable, outside
the container building (10), by heating means.
5. The container building as claimed in one of claims 1 to 4, wherein both the first
and the second container (12, 14) each have a supporting rail (46, 48) extending parallel
to the longitudinal direction (36), the floor element (42) being supported on said
supporting rail (46, 48).
6. The container building as claimed in one of claims 1 to 5, wherein locking means (44)
for releasably locking the floor element (42) are provided on the first and/or on
the second container (12, 14).
7. The container building as claimed in one of claims 1 to 6, wherein the two containers
(12, 14) each have at least one door element (24a, b; 26a, b) for closing the open
longitudinal sides (16a, 16b), wherein the door elements (24a, b; 26a, b) are laterally
flapped open in the state assembled as a container building (10) and extend substantially
parallel to the longitudinal direction (36), such that the intermediate space (38)
is extended laterally in the longitudinal direction (36) between the flapped-open
door elements (24a, b; 26a, b) of the first and the second container (12,14).
8. The container building as claimed in claim 7, wherein insulating wall elements (55a,
b) are arranged between the two containers (12, 14) in the intermediate space in order
to form continuous side walls of the container module (39), which side walls extend
transversely to the longitudinal direction (36) and transversely to the internal floor
surface (40).
9. The container building as claimed in one of claims 1 to 8, for use as a mobile field
supply facility which is equipped with mobile furnishing elements, the arrangement
of which within the container module (39) can be changed in a flexible manner.
10. The container building as claimed in one of claims 1 to 9, wherein, in order to form
a continuous internal ceiling surface of the common container module (39), a ceiling
element (60) extending in the longitudinal direction (36) is arranged in the intermediate
space (38) as a connecting piece, wherein the ceiling element (60) is fastened via
keders (62) in corresponding keder rails (64) which are provided in a ceiling region
of the first and second containers (12, 14).
11. The container building as claimed in claim 10, wherein the ceiling element (60) comprises
an inflatable tube.
12. The container building as claimed in one of claims 1 to 11, furthermore comprising
a water tank which is arranged on the first and/or the second container (12, 14).
13. A method for erecting a container building (10), having the following method steps
of:
- providing a first and a second container (12, 14);
- opening a first longitudinal side wall (16a) of the first container (12) and a second
longitudinal side wall (18a) of the second container (14);
- arranging the two containers (12, 14) relative to one another such that they form
a common container module (39), wherein the second opened longitudinal side wall (18a)
is oriented substantially parallel to the first opened longitudinal side wall (16a)
along a longitudinal direction (36) and is directed toward the first opened longitudinal
side wall (16a), and wherein the two containers (12, 14) are arranged in a manner
spaced apart from one another such that an intermediate space (38) extending in the
longitudinal direction (36) occurs therebetween, and
- arranging a floor element (42), extending in the longitudinal direction (36), in
the intermediate space (38) as a connecting piece for forming a continuous internal
floor surface (40) of the common container module (39),
characterized in that a wastewater channel (50) which extends substantially parallel to the longitudinal
direction (36) is provided in the floor element (42)..
14. The method as claimed in claim 13, wherein, prior to the arrangement of the two containers
(12, 14), a first and a second adjusting plate (71) are arranged parallel to one another
on an underlying surface, wherein the adjusting plates (71) each have a first engagement
means (73) and a second engagement means (75) which define between one another a spacing
of the intermediate space (38) to be realized between the containers (12, 14), and
wherein the containers (12, 14) are arranged on these adjusting plates (71) such that
the first engagement means (73) of the two adjusting plates (71) each engage in first
receptacles (74) provided in the first container (12), and the second engagement means
(75) each engage in second receptacles (78) provided in the second container (14).
1. Bâtiment en conteneurs constitué par un premier conteneur (12) et par un second conteneur
(14) qui sont installés parallèlement l'un à l'autre le long d'une direction longitudinale
(36) et reliés ensemble afin de créer une cellule d'habitation commune (39), dans
lequel le premier conteneur (12) a un premier côté longitudinal ouvert (16a) et le
deuxième conteneur (14) a un deuxième côté longitudinal ouvert (18a) qui sont placés
parallèlement l'un à l'autre et orientés l'un vers l'autre, les deux conteneurs (12,
14) étant installés à une distance telle l'un par rapport à l'autre qu'on obtient
entre eux un espace intermédiaire (38), et pour la création d'une surface de plancher
intérieur traversant (40) de la cellule d'habitation commune (39), un élément de plancher
(42) s'étendant dans la direction longitudinale (36) étant disposé dans l'espace intermédiaire
(38) en tant qu'élément de liaison,
caractérisé en ce qu'une goulotte à eaux usées (50) orientée essentiellement parallèlement à la direction
longitudinale (36) est prévue dans l'élément de plancher (42).
2. Bâtiment en conteneurs selon la revendication 1, dans lequel l'espace intermédiaire
(38) et l'élément de plancher (42) ont une largeur (d) dans une fourchette comprise
entre 10 à 100 cm, de préférence dans une fourchette comprise entre 40 à 60 cm, transversalement
à la direction longitudinale.
3. Bâtiment en conteneurs selon l'une des revendications 1 ou 2, dans lequel la goulotte
à eaux usées (50) est recouverte par une grille de recouvrement (52) dont le côté
supérieur se termine en affleurement avec la surface du plancher intérieur (40) de
la cellule d'habitation (39).
4. Bâtiment en conteneurs selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel la goulotte
à eaux usées (50) débouche du bâtiment en conteneurs (10), et qui peut être chauffé
à l'extérieur du bâtiment en conteneurs (10) par un moyen de chauffage.
5. Bâtiment en conteneurs selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel aussi bien
le premier que le second conteneur (12, 14) comportent respectivement un rail d'appui
(46, 48) orienté parallèlement à la direction longitudinale (36) sur lequel repose
l'élément de plancher (42).
6. Bâtiment en conteneurs selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel des dispositifs
d'encliquetage (44) pour l'encliquetage amovible de l'élément de plancher (42) sont
prévus sur le premier et/ou le deuxième conteneur (12, 14).
7. Bâtiment en conteneurs selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel les deux
conteneurs (12, 14) comportent respectivement au moins un élément de porte (24a, b
; 26a, b) en vue de la fermeture des côtés longitudinaux ouverts (16a, 16b), les éléments
de porte (24a, b ; 26a, b) étant dépliés latéralement dans l'état assemblé en tant
que bâtiment en conteneurs (10), et s'étendant de manière essentiellement parallèle
à la direction longitudinale (36), si bien que l'espace intermédiaire (38) entre les
éléments de porte dépliés (24a, b ; 26a, b) du premier et du deuxième conteneur (12,
14) est prolongé latéralement dans la direction longitudinale (36).
8. Bâtiment en conteneurs selon la revendication 7, dans lequel, en vue de la création
de parois latérales traversantes de la cellule d'habitation (39) qui sont placées
transversalement à la direction longitudinale (36) et transversalement à la surface
du plancher intérieur (40), des éléments muraux isolants (55a, b) sont disposés dans
l'espace intermédiaire entre les deux conteneurs (12, 14).
9. Bâtiment en conteneurs selon l'une des revendications 1 à 8, conçu pour être utilisé
en tant que dispositif mobile d'approvisionnement sur le terrain, qui est équipé d'éléments
d'aménagement mobiles dont la disposition peut être modifiée de manière flexible à
l'intérieur de la cellule d'habitation (39).
10. Bâtiment en conteneurs selon l'une des revendications 1 à 9, dans lequel, pour la
création d'une surface de plafond intérieur traversante de la cellule d'habitation
commune (39), un élément de plafond (60) s'étendant dans la direction longitudinale
(36) est disposé dans l'espace intermédiaire (38) en tant qu'élément de liaison, lequel
est fixé par des bourrelets (62) dans des rails de bourrelets (64) correspondants
qui sont prévus sur le premier et le deuxième conteneur (12, 14) dans la zone du plafond.
11. Bâtiment en conteneurs selon la revendication 10, dans lequel l'élément de plafond
(60) comporte un tuyau souple pouvant être gonflé.
12. Bâtiment en conteneurs selon l'une des revendications 1 à 11, qui comporte par ailleurs
un réservoir d'eau qui est disposé sur le premier et/ou le deuxième conteneur (12,
14).
13. Procédé pour la construction d'un bâtiment en conteneurs (10), comportant les étapes
de procédé suivantes :
- Mise à disposition d'un premier et d'un deuxième conteneur (12, 14) ;
- Ouverture d'une première paroi latérale longitudinale (16a) du premier conteneur
(12), ainsi que d'une deuxième paroi latérale longitudinale (18a) du deuxième conteneur
(14) ;
- Disposition des deux conteneurs (12, 14) l'un par rapport à l'autre de telle sorte
qu'ils constituent une cellule d'habitation commune (39), la deuxième paroi latérale
longitudinale ouverte (18a) étant installée le long d'une direction longitudinale
(36) essentiellement parallèlement à la première paroi latérale longitudinale ouverte
(16a), et orientée vers la première paroi latérale longitudinale ouverte (16a), et
les deux conteneurs (12, 14) étant disposés à une distance telle l'un par rapport
à l'autre qu'on obtient entre eux un espace intermédiaire (38) s'étendant dans la
direction longitudinale (36), et
- Disposition d'un élément de plancher (42) s'étendant dans la direction longitudinale
(36) dans l'espace intermédiaire (38) en tant qu'élément de liaison pour la création
d'une surface de plancher intérieur traversante (40) de la cellule d'habitation commune
(39),
caractérisé en ce qu'une goulotte à eaux usées (50) s'étendant essentiellement parallèlement à la direction
longitudinale (36) est prévue dans l'élément de plancher (42).
14. Procédé selon la revendication 13, dans lequel, avant la disposition des deux conteneurs
(12, 14), une première et une deuxième plaque d'ajustage (71) sont disposées sur un
support parallèlement l'une à l'autre, les plaques d'ajustage (71) comportant respectivement
un premier dispositif d'engrènement (73) et un deuxième dispositif d'engrènement (75)
qui définissent entre eux une distance de l'espace intermédiaire (38) à réaliser entre
les conteneurs (12, 14), et les conteneurs (12, 14) étant disposés de telle sorte
sur ces plaques d'ajustage (71) que les premiers dispositifs d'engrènement (73) des
deux plaques d'ajustage (71) viennent respectivement en prise dans des premiers logements
(74) dans le premier conteneur (12) et les deuxièmes dispositifs d'engrènement (75)
viennent respectivement en prise dans des deuxièmes logements (78) dans le deuxième
conteneur (14).