[0001] Die Erfindung betrifft eine Zylinderkopfeinrichtung für eine Verbrennungskraftmaschine
gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 sowie eine Verbrennungskraftmaschine mit
einer solchen Zylinderkopfeinrichtung.
[0002] Derartige Zylinderkopfeinrichtungen für Verbrennungskraftmaschinen sind aus dem allgemeinen
Stand der Technik hinlänglich bekannt. Die Zylinderkopfeinrichtung umfasst einen Zylinderkopf,
welcher wenigstens einen auf einer Einlassseite des Zylinderkopfes angeordneten, ersten
Aufnahmebereich für wenigstens eine am Zylinderkopf zu lagernder, erste Nockenwelle
aufweist. Der Zylinderkopf weist ferner wenigstens einen auf einer der Einlassseite
abgewandten Auslassseite des Zylinderkopfes angeordneten, zweiten Aufnahmebereich
für wenigstens eine am Zylinderkopf zu lagernde, zweite Nockenwelle auf. Die Nockenwellen
dienen dabei zum Betätigen von Gaswechselventilen, welche das Ein- und Ausströmen
von Gas in und aus korrespondierenden Brennräumen, insbesondere Zylindern, der Verbrennungskraftmaschine
steuern.
[0003] Die Zylinder sind beispielsweise durch ein Kurbelgehäuse der als Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine
ausgebildeten Verbrennungskraftmaschine gebildet, wobei der Zylinderkopf mit dem Kurbelgehäuse
verbindbar bzw. verbunden ist.
[0004] Eine solche Zylinderkopfeinrichtung ist beispielsweise der
DE 10 2009 020 100 A1 als bekannt zu entnehmen. Ihr Zylinderkopf weist eine Dichtfläche auf, über die der
Zylinderkopf mit einer Zylinderkopfhaube verbindbar ist. Ferner weist der Zylinderkopf
jeweilige Dichtflanschflächen auf, über welche ein Abgasmodul und ein Ansaugmodul
mit dem Zylinderkopf verbindbar sind. Dabei ist vorgesehen, dass die Dichtfläche in
die jeweilige Dichtflanschfläche integriert ist.
Es hat sich gezeigt, dass bei herkömmlichen Zylinderkopfeinrichtungen die Versorgung
von wenigstens einem Element mit Schmiermittel nur sehr aufwändig realisierbar ist.
Zum Führen des Schmiermittels, insbesondere Schmieröls, zum entsprechenden, mit dem
Schmiermittel zu versorgenden Element können aufwändige Leitungsführungen sowie eine
Vielzahl von Leitungselementen vorgesehen sein, woraus ein hoher Bauraumbedarf, ein
hohes Gewicht sowie hohe Kosten der Zylinderkopfeinrichtung resultieren.
[0005] Bei einem solchen, mit Schmiermittel zu versorgenden Element kann es sich beispielsweise
um eine Lagerstelle handeln, an der eine der Nockenwellen gelagert ist. Ebenso kann
es sich bei dem Element um eine Phasenverstelleinrichtung handeln, mittels welcher
eine Phasenverstellung wenigstens einer der Nockenwellen relativ zu einer Kurbelwelle
der Verbrennungskraftmaschine durchführbar ist.
[0006] Eine solche Phasenverstelleinrichtung ist beispielsweise aus der
DE 10 2008 031 976 A1 bekannt. Die Phasenverstelleinrichtung kann als hydraulisch betätigbare Phasenverstelleinrichtung
ausgebildet sein, welche mit dem Schmiermittel als Hydraulikflüssigkeit versorgbar
und dadurch betätigbar ist. Die Versorgung einer solchen Phasenverstelleinrichtung
mit Schmiermittel hat sich als besonders aufwändig erwiesen. Auch die
DE 697 07 213 T2 offenbart eine solche Phasenverstelleinrichtung, welche nur sehr aufwändig mit Schmiermittel
als Hydraulikflüssigkeit zu versorgen ist.
[0007] Weiterhin ist aus der DE 10 2011 109 676 A1 ein Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine mit einer im Zylinderkopf angebrachten Aktuatoreinheit
bekannt. Der Zylinderkopf weist Einlasskanäle und Auslasskanäle auf. Die Einlasskanäle
münden an einer Einlassflanschfläche und die Auslasskanäle münden an einer Auslassflanschfläche.
Die Auslasssowie Einlassflanschtläche sind so zu einander geneigt, dass ihre Schnittgerade
oberhalb des Zylinderkopfes liegt und der Zylinderkopf somit einen im Wesentlichen
dreiecksför migen Querschnift aufweist. Die zumindest einen Aktuator umfassende Aktuatoreinheit
ist in einem ölraum des Zylinderkopfes vorgesehen. Der Aktuator steuert und/
oder regelt die Betätigungseinheit für die Gaswechselventile.
[0008] Bei einem mit Schmiermittel zu versorgenden Element der Zylinderkopfeinrichtung kann
es sich auch um wenigstens ein Ventilspielausgleichselement handeln, mittels welchem
ein Ventilspiel zumindest eines der Gaswechselventile ausgleichbar ist. Auch die Versorgung
eines solchen Ventilspielausgleichselements mit dem Schmiermittel als Hydraulikflüssigkeit
zum Betätigen des Ventilspielausgleichselements ist herkömmlicherweise sehr aufwändig.
[0009] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zylinderkopfeinrichtung für
eine Verbrennungskraftmaschine sowie eine Verbrennungskraftmaschine mit einer solchen
Zylinderkopfeinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchen eine besonders
einfache Versorgung wenigstens eines Elements der Zylinderkopfeinrichtung mit Schmiermittel
realisierbar ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch eine Zylinderkopfeinrichtung für eine Verbrennungskraftmaschine
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch eine Verbrennungskraftmaschine
mit einer solchen Zylinderkopfeinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen und nichttrivialen Weiterbildungen
der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen angegeben.
[0011] Um eine Zylinderkopfeinrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen
Art zu schaffen, bei welcher wenigstens ein Element auf besonders einfache Weise mit
Schmiermittel, insbesondere Schmieröl, versorgbar ist, ist erfindungsgemäß wenigstens
eine zumindest bereichsweise zwischen den Aufnahmebereichen angeordnete Zwischenwandung
des Zylinderkopfes vorgesehen, mittels welcher die Aufnahmebereiche zumindest bereichsweise
voneinander getrennt sind, wobei in der Zwischenwandung zumindest ein Leitungselement
verläuft, über welches wenigstens ein Element der Zylinderkopfeinrichtung mit Schmiermittel
versorgbar ist.
[0012] Über das in der Zwischenwandung verlaufende Leitungselement kann das Schmiermittel
mit einer nur sehr geringen Leitungslänge, mit einer nur sehr geringen Teileanzahl
und somit besonders kosten- und gewichtsgünstig zum mit dem Schmiermittel zu versorgenden
Element geführt werden. Insbesondere ist es möglich, auf besonders einfache Weise
Schmiermittel von diesem Leitungselement abzuzweigen und beispielsweise zu einem auf
Seiten des ersten Aufnahmeraums angeordneten, ersten, mit Schmiermittel zu versorgenden
Element der Zylinderkopfeinrichtung sowie zu wenigstens einem auf Seiten des zweiten
Aufnahmebereichs angeordneten, zweiten und mit Schmiermittel zu versorgenden Element
der Zylinderkopfeinrichtung zu führen.
[0013] Das Leitungselement in der Zwischenwandung kann somit einen zentralen Verteilungskanal
darstellen, über welchen das wenigstens eine Element auf einfache Weise mit Schmiermittel
zu versorgen ist. Ferner ist es möglich, das Leitungselement selbst auf besonders
einfache Weise mit Schmiermittel, insbesondere Schmieröl, zu versorgen. Dazu ist das
Leitungselement beispielsweise mit einem Schmiermittelkreislauf der Verbrennungskraftmaschine
gekoppelt, so dass das Schmiermittel in das Leitungselement auf einfache Weise einströmen
kann.
[0014] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens ein separat
von dem Zylinderkopf ausgebildetes Übergabeelement mit zumindest einem mit dem Leitungselement
fluidisch verbundenen Kanal vorgesehen, über welchen das Schmiermittel dem Element
zuführbar ist. Mittels des Übergabeelements kann somit auf kosten- und bauraumgünstige
Weise Schmiermittel aus dem Leitungselement abgezweigt und zu dem Element geführt,
d.h. an das Element übergeben werden. Hierdurch ist auch eine besonders bedarfsgerechte
Versorgung des Elements bzw. von mehreren, mit Schmiermittel zu versorgenden Elementen
der Zylinderkopfeinrichtung möglich, da das Schmiermittel aus dem Leitungselement
an zumindest im Wesentlichen beliebigen Stellen des Leitungselements uns somit bedarfsgerecht
abzweigbar und dem Element zuführbar ist. Dadurch ist es auch möglich, das Element
mit einer nur sehr geringen Leitungslänge mit dem Schmiermittel zu versorgen. Dadurch
können der Herstellungsaufwand sowie die Kosten der Zylinderkopfeinrichtung gering
gehalten werden.
[0015] Das Leitungselement in der Zwischenwandung ist beispielsweise durch wenigstens eine
Bohrung und/oder bei einem Gießen des Zylinderkopfes mittels wenigstens eines Kernelements
hergestellt. Das Leitungselement kann jedoch auch auf andere Weise hergestellt werden.
[0016] Als besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn das Übergabeelement eine der
Nockenwellen, welche am Zylinderkopf gelagert ist, zumindest bereichsweise umgibt,
wobei der Kanal des Übergabeelements fluidisch mit wenigstens einem in der Nockenwelle
verlaufenden, zweiten Kanal fluidisch verbunden ist, und wobei über den zweiten Kanal
das Schmiermittel dem Element zuführbar ist. Hierdurch ist eine besonders bauraumgünstige
Führung des Schmiermittels realisierbar. Ferner kann das Schmiermittel auf besonders
einfache Weise in radialer Richtung der Nockenwelle dieser bzw. ihrem zweiten Kanal
zugeführt werden. Eine solche radiale Zuführung des Schmiermittels hält den axialen
Bauraumbedarf der Zylinderkopfeinrichtung gering, da eine aufwändige, axiale Zuführung
des Schmiermittels vermieden werden kann.
[0017] Darüber hinaus kann durch diese Zuführung des Schmiermittels zur Nockenwelle und
in ihren zweiten Kanal die Notwendigkeit eines Gleitlagers der Nockenwelle, um der
Nockenwelle das Schmiermittel über das Gleitlager in radialer Richtung zuzuführen,
vermieden werden. In der Folge ist es möglich, die Nockenwelle mittels einer Wälzlagerung
am Zylinderkopf und dadurch besonders reibungsarm zu lagern. Dadurch kann die Reibleistung
der Zylinderkopfeinrichtung und somit der Verbrennungskraftmaschine gering gehalten
werden, so dass die Verbrennungskraftmaschine mit einem nur geringen Kraftstoffverbrauch
und somit mit geringen CO
2-Emissionen betreibbar ist.
[0018] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das mit dem Schmiermittel
zu versorgende Element als eine mittels des Schmiermittels und somit hydraulisch betätigbare
Phasenverstelleinrichtung ausgebildet, mittels welcher zum Einstellen von Steuerzeiten
von Gaswechselventilen eine Phasenverstellung wenigstens einer der Nockenwellen bewirkbar
ist. Herkömmlicherweise ist die Versorgung einer solchen Phasenverstelleinrichtung
mit Schmiermittel besonders aufwändig, komplex und kostenintensiv. Bei der erfindungsgemäßen
Zylinderkopfeinrichtung kann nun die Versorgung der Phasenverstelleinrichtung besonders
einfach und bauraumgünstig erfolgen.
[0019] Dabei ist es möglich, über das in der Zwischenwandung verlaufende Leitungselement
der Phasenverstelleinrichtung das Schmiermittel von innen, d.h. von einem Bereich
in Querrichtung der Zylinderkopfeinrichtung zwischen den Aufnahmebereichen und nicht
von außen zuzuführen, so dass Leitungslängen zum Führen des Schmiermittels besonders
gering gehalten werden können. Dadurch ist ein besonders geringer Herstellungs- und
Montageaufwand der Zylinderkopfeinrichtung realisierbar.
[0020] Um Leitungslängen zum Führen des Schmiermittels zur Phasenverstelleinrichtung besonders
gering zu halten, ist es bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen,
dass die Phasenverstelleinrichtung über den zweiten Kanal der Nockenwelle mit dem
Schmiermittel versorgbar ist, mittels welchem die Phasenverstelleinrichtung betätigbar
ist.
[0021] In weiterer, besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das mit dem
Schmiermittel zu versorgende Element als mittels des Schmiermittels und somit hydraulisch
betätigbares Ventilspielausgleichselement zum Ausgleichen eines Ventilspiels wenigstens
eines Gaswechselventils ausgebildet. Herkömmlicherweise ist auch die Versorgung eines
solchen Ventilspielausgleichselements nur sehr aufwändig mit hohen Leitungslängen
realisierbar. Diese Problematik kann bei der erfindungsgemäßen Zylinderkopfeinrichtung
aufgrund der Versorgung des Ventilspielausgleichselements über das in der Zwischenwandung
verlaufende Leitungselement vermieden werden.
[0022] Als besonders vorteilhaft hat sich bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
gezeigt, bei welcher das Leitungselement zumindest in einem Teilbereich als Steigleitung
ausgebildet ist, welche einen ersten Leitungsbereich und einen sich an den ersten
Leitungsbereich anschließenden und fluidisch mit dem ersten Leitungsbereich verbundenen,
zweiten Leitungsbereich aufweist. Der erste Leitungsbereich erstreckt sich dabei bezogen
auf eine Strömungsrichtung des Schmiermittels durch die Steigleitung (Leitungselement)
in Hochrichtung der Zylinderkopfeinrichtung von unten nach oben. Ferner mündet der
erste Leitungsbereich in den zweiten Leitungsbereich. Der zweite Leitungsbereich erstreckt
sich bezogen auf die Strömungsrichtung des Schmiermittels in Hochrichtung des Zylinderkopfes
von oben nach unten. Durch diese Ausgestaltung des Leitungselements als Steigleitung
ist eine besonders vorteilhafte Entlüftung des die Steigleitung durchströmenden Schmiermittels
möglich. Das die Steigleitung durchströmende Schmiermittel strömt zunächst im ersten
Leitungsbereich nach oben, strömt dann in den zweiten Leitungsbereich über und im
zweiten Leitungsbereich wieder nach unten. Beim Überströmen vom ersten in den zweiten
Leitungsbereich kann sich im Schmiermittel etwaig befindende Luft in einem oberen
Bereich der Steigleitung sammeln, aus dem Schmiermittel entweichen und beispielsweise
abgeführt werden.
[0023] In weiterer, vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung zweigt von dem zweiten Leitungsbereich
wenigstens ein dritter Leitungsbereich des Leitungselements ab, über welches dem Ventilspielausgleichselement
das Schmiermittel zuführbar ist. Da dem dritten Leitungsbereich das Schmiermittel
über den zweiten Leitungsbereich zugeführt wird, kann der zweite Leitungsbereich insbesondere
bei einer Deaktivierung der Verbrennungskraftmaschine als Sammelvolumen wirken, in
dem sich ein Schmiermittelvorhaltevolumen sammelt. Aus dem als Sammelvolumen wirkenden,
zweiten Leitungsbereich kann dann beim Deaktivieren der Verbrennungskraftmaschine
Schmiermittel in den dritten Leitungsbereich und weiter zum Ventilspielausgleichselement
nachfließen, so dass das Ventilspielausgleichselement nicht von Schmiermittel leerlaufen
kann.
[0024] Ein besonders großes Sammelvolumen für Schmiermittel ist durch den zweiten Leitungsbereich
bereitgestellt, wenn der dritte Leitungsbereich in einem Endbereich des zweiten Leitungsbereichs
angeordnet ist. Somit kann der in Hochrichtung der Zylinderkopfeinrichtung und der
Verbrennungskraftmaschine oberhalb des dritten Leitungsbereichs angeordnete Teil des
zweiten Leitungsbereichs als das Sammelvolumen verwendet werden. Hierbei ist es besonders
vorteilhaft, wenn der zweite Leitungsbereich in den dritten Leitungsbereich mündet.
Dadurch kann ein besonders großes Schmiermittelvorhaltevolumen realisiert werden.
[0025] Zur Erfindung gehört auch eine Verbrennungskraftmaschine für einen Kraftwagen, insbesondere
einen Personenkraftwagen, mit einer erfindungsgemäßen Zylinderkopfeinrichtung. Infolge
der Versorgbarkeit des wenigstens einen Elements der Zylinderkopfeinrichtung mit Schmiermittel
über das in der Zwischenwandung verlaufende Leitungselement kann die Anzahl an Versorgungsleitungen
in der Zylinderkopfeinrichtung und/oder in einem Steuergehäusedeckel der Verbrennungskraftmaschine
besonders gering gehalten werden. Dadurch sind ein besonders geringer Bauraumbedarf,
ein besonders geringes Gewicht sowie geringe Kosten der Verbrennungskraftmaschine
realisierbar. Ferner können Schmiermittelübergabestellen zum Steuergehäusedeckel sowie
Schmiermittelversorgungsbohrungen und Schmiermittelübergabeeinrichtungen entfallen,
was dem geringen Bauraumbedarf sowie den geringen Kosten zugutekommt.
[0026] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die
vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie
die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine
gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen
Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
[0027] Die Zeichnung zeigt in:
- Fig. 1
- ausschnittsweise eine schematische Schnittansicht eines Zylinderkopfes einer Zylinderkopfeinrichtung
für eine Verbrennungskraftmaschine, mit zwei gegenüberliegenden Aufnahmebereichen
für eine jeweilige Nockenwelle, wobei die Aufnahmebereiche durch eine Zwischenwandung
voneinander getrennt sind, und wobei in der Zwischenwandung ein Leitungselement verläuft,
über welches mehrere Elemente der Zylinderkopfeinrichtung mit Schmiermittel versorgbar
sind;
- Fig. 2
- ausschnittsweise eine schematische Längsschnittansicht des Zylinderkopfes;
- Fig. 3
- ausschnittsweise eine weitere schematische Schnittansicht des Zylinderkopfes;
- Fig. 4
- ausschnittsweise eine schematische Längsschnittansicht der Zylinderkopfeinrichtung;
und
- Fig. 5
- ausschnittsweise eine weitere schematische Schnittansicht der Zylinderkopfeinrichtung.
[0028] Fig. 1 zeigt einen Zylinderkopf 10 einer im Ganzen mit 12 bezeichneten Zylinderkopfeinrichtung
für eine als Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine ausgebildete Verbrennungskraftmaschine
eines Kraftwagens, insbesondere eines Personenkraftwagens.
[0029] Die Verbrennungskraftmaschine umfasst ein in Fig. 1 nicht erkennbares Zylinderkurbelgehäuse
mit einer Mehrzahl von Brennräumen in Form von Zylindern, in welchem bei einem gefeuerten
Betrieb der Verbrennungskraftmaschine Verbrennungsvorgänge ablaufen. Dabei ist der
Zylinderkopf 10 mit dem Zylinderkurbelgehäuse verbindbar bzw. verbunden.
[0030] Der Zylinderkopf 10 weist eine Einlassseite 14 auf, welche auch als Saugseite oder
Ansaugseite bezeichnet wird. Auf der Einlassseite 14 sind Einlasskanäle des Zylinderkopfes
10 vorgesehen, über welche ein Gas, beispielsweise Luft oder ein Luft-Kraftstoff-Gemisch,
in die Zylinder einströmen kann. Dazu sind die Einlasskanäle fluidisch mit den Zylindern
verbunden.
[0031] Auf der Einlassseite 14 ist auch ein erster Aufnahmebereich 16 für eine erste Nockenwelle
in Form einer Einlassnockenwelle 18 vorgesehen. Die Einlassnockenwelle 18 ist dabei
im ersten Aufnahmebereich 16 angeordnet und über im ersten Aufnahmebereich 16 vorgesehene
und in Fig. 1 nicht erkennbare Lagerstellen am Zylinderkopf 10 um eine Drehachse relativ
zum Zylinderkopf drehbar gelagert. Die Drehachse verläuft dabei in durch einen Richtungspfeil
20 angedeuteter Längsrichtung der Zylinderkopfeinrichtung 12, wobei die Längsrichtung
der Zylinderkopfeinrichtung 12 mit der Längsrichtung des Kurbelgehäuses sowie der
gesamten Verbrennungskraftmaschine korrespondiert. Mit einem Richtungspfeil 22 ist
auch eine Hochrichtung der Zylinderkopfeinrichtung 12 und der Verbrennungskraftmaschine
insgesamt angedeutet. Ferner deutet ein Richtungspfeil 24 die Querrichtung der Zylinderkopfeinrichtung
12 und der Verbrennungskraftmaschine an.
[0032] Der Zylinderkopf 10 weist auch eine der Einlassseite 14 abgewandte Auslassseite 26
auf, welche üblicherweise auch als Abgasseite bezeichnet wird und der Einlassseite
14 gegenüberliegt. Auf der Auslassseite 26 sind jeweilige Auslasskanäle des Zylinderkopfes
10 vorgesehen, welche fluidisch mit den Zylindern verbunden sind und über welche beim
gefeuerten Betrieb entstehendes Abgas aus den Zylindern ausströmen kann. Auf der Auslassseite
26 ist ferner ein zweiter Aufnahmebereich 28 für eine zweite Nockenwelle in Form einer
Auslassnockenwelle 30 vorgesehen. Dabei ist die Auslassnockenwelle 30 im zweiten Aufnahmebereich
28 angeordnet und an im zweiten Aufnahmebereich 28 vorgesehenen, in Fig. 1 nicht erkennbaren
Lagerstellen am Zylinderkopf 10 um eine Drehachse relativ zum Zylinderkopf 10 drehbar
gelagert. Auch diese Drehachse verläuft in Längsrichtung des Zylinderkopfes 10.
[0033] Die Einlassnockenwelle 18 dient zum Betätigen von Gaswechselventilen in Form von
Einlassventilen, welche das Einströmen des Gases über die Einlasskanäle in die Zylinder
steuern. Dementsprechend dient die Auslassnockenwelle 30 zum Steuern von Gaswechselventilen
in Form von Auslassventilen, welche das Ausströmen des Abgases aus den Zylindern steuern.
Die Einlassnockenwelle 18 und die Auslassnockenwelle 30, welche im Folgenden zusammenfassend
als Nockenwellen bezeichnet werden, werden über einen Antrieb, beispielsweise über
einen Riemen- oder Kettentrieb, von einer Kurbelwelle der Verbrennungskraftmaschine
angetrieben.
[0034] In Querrichtung des Zylinderkopfes 10 ist zumindest bereichsweise zwischen den Aufnahmebereichen
16, 28 eine Zwischenwandung in Form eines Mittensteges 32 des Zylinderkopfes 10 angeordnet,
welcher - bezogen auf die Querrichtung des Zylinderkopfes 10 - zumindest im Wesentlichen
in der Mitte des Zylinderkopfes 10 angeordnet ist. Durch den Mittensteg 32 sind die
Aufnahmebereiche 16, 28 bezogen auf die Längsrichtung zumindest bereichsweise, insbesondere
fluidisch, voneinander getrennt.
[0035] Wie aus Fig. 1 erkennbar ist, verläuft dabei in dem Mittensteg 32 (Zwischenwandung)
zumindest ein Leitungselement 34, welches mit einem mit einem Schmiermittel, insbesondere
Schmieröl, durchströmbaren Schmiermittelkreislauf der Verbrennungskraftmaschine gekoppelt
ist. Dadurch kann das Leitungselement 34 von dem Schmiermittel durchströmt werden.
Über das Leitungselement 34 ist dabei eine Mehrzahl von Elementen der Zylinderkopfeinrichtung
12 mit Schmiermittel versorgbar.
[0036] Wie aus Fig. 2 und 3 erkennbar ist, ist das Leitungselement 34 zumindest in einem
Teilbereich als Steigleitung 36 ausgebildet und weist einen ersten Leitungsbereich
38 sowie sich an den ersten Leitungsbereich 38 anschließenden und fluidisch mit dem
ersten Leitungsbereich 38 verbundenen, zweiten Leitungsbereich 40 auf. Dabei mündet
der erste Leitungsbereich 38 in den zweiten Leitungsbereich 40. Mit anderen Worten
schließt sich der zweite Leitungsbereich 40 unmittelbar an den ersten Leitungsbereich
38 an.
[0037] Der erste Leitungsbereich 38 verläuft dabei bezogen auf eine Strömungsrichtung des
Schmiermittels durch die Steigleitung 36 in Hochrichtung (Richtungspfeil 32) des Zylinderkopfes
10 von unten nach oben, so dass dadurch das Schmiermittel mittels des ersten Leitungsbereichs
36 von unten nach oben geführt wird.
[0038] Dementsprechend erstreckt sich der zweite Leitungsbereich 40 bezogen auf die Strömungsrichtung
des Schmiermittels durch die Steigleitung 36 in Hochrichtung des Zylinderkopfes 10
von oben nach unten, so dass das Schmiermittel mittels des zweiten Leitungsbereichs
40 von oben nach unten geführt wird.
[0039] Wie aus Fig. 2 erkennbar ist, verläuft dabei der erste Leitungsbereich 38 schräg
zur Hochrichtung und schließt mit dieser einen spitzen Winkel ein, während der zweite
Leitungsbereich 40 zumindest im Wesentlichen in Hochrichtung verläuft. Durch diese
Ausgestaltung der Steigleitung 36 mit den Leitungsbereichen 38, 40 ist eine Art umgedrehter
Siphon-Effekt realisierbar, wodurch das Schmiermittel von sich etwaig in dem Schmiermittel
befindender Luft entlüftet werden kann.
[0040] Das Schmiermittel strömt in einem in Hochrichtung oberen, insbesondere obersten,
Bereich 42 vom ersten Leitungsbereich 38 zum zweiten Leitungsbereich 40 über, so dass
die sich etwaig im Schmiermittel befindende Luft im Bereich 42 nach oben strömt und
aus dem Schmiermittel ausströmen kann.
[0041] Aus Fig. 3 ist erkennbar, dass dem im Mittensteg 32 verlaufenden Leitungselement
34 das Schmiermittel über eine weitere Steigleitung 45 zugeführt wird, welche das
Schmiermittel in Hochrichtung von unten nach oben zum Leitungselement 34 führt.
[0042] Aus Fig. 2 bis 4 sind auch Übergabeelemente 44, 46 der Zylinderkopfeinrichtung 12
erkennbar. Die Übergabeelemente 44, 46 sind dabei separat vom Zylinderkopf 10 ausgebildet
und weisen - wie insbesondere aus Fig. 2 und 4 erkennbar ist - einen jeweiligen, ersten
Kanal 48 auf, welcher fluidisch mit dem Leitungselement 34 verbunden ist. Dadurch
kann das Schmiermittel aus dem Leitungselement 34 in den ersten Kanal 48 überströmen.
Um einen unerwünschten Austritt des Schmiermittels zwischen dem Zylinderkopf 10 und
den Übergabeelementen 44, 46 hindurch zu vermeiden, sind die Übergabeelemente 44,
46 mittels eines jeweiligen Dichtungselements 50 gegen den Zylinderkopf 10 abgedichtet.
[0043] Die Übergabeelemente 44, 46 umgeben die jeweiligen Nockenwellen außenumfangsseitig
in Umfangsrichtung vollständig. Mit anderen Worten weisen die Übergabeelemente 44,
46 eine jeweilige Durchgangsöffnung auf, welche von der jeweiligen Nockenwelle durchdrungen
ist. Wie aus Fig. 4 erkennbar ist, weisen dabei die Nockenwellen einen jeweiligen,
zweiten Kanal 52 auf, welcher über jeweilige Durchgangsöffnungen 54 der entsprechenden
Nockenwelle fluidisch mit dem ersten Kanal 48 der Übergabeelemente 44, 46 verbunden
ist. Dadurch kann das Schmiermittel vom ersten Kanal 48 über die Durchgangsöffnungen
54 in den zweiten Kanal 52 über- und den zweiten Kanal 52 durchströmen.
[0044] In Fig. 4 ist als eines der mit dem Schmiermittel versorgbaren Elemente eine Phasenverstelleinrichtung
56 erkennbar, wobei die Phasenverstelleinrichtung 56 mittels des Schmiermittels betätigbar
ist. Mittels der Phasenverstelleinrichtung sind dabei Steuerzeiten der der entsprechenden
Nockenwelle zugeordneten Gaswechselventile einstellbar, in dem eine Phasenverstellung
der entsprechenden Nockenwelle relativ zur Kurbelwelle durchführbar ist.
[0045] Das den zweiten Kanal 52 durchströmende Schmiermittel kann der Phasenverstelleinrichtung
56 über weitere Durchgangsöffnungen 58 der entsprechenden Nockenwelle (Einlassnockenwelle
18 und/oder Auslassnockenwelle 30) zugeführt werden und dadurch betätigt werden. Die
Phasenverstelleinrichtung 56 ist somit über das Leitungselement 34 von innerhalb der
Aufnahmebereiche 16, 28, d.h. in Querrichtung von einem Bereich zwischen den Aufnahmebereichen
16, 28 und somit besonders einfach, bauraum- und kostengünstig mit dem Schmiermittel
versorgbar. Ferner kann das Schmiermittel der Phasenverstelleinrichtung 56 mit einer
nur sehr geringen Leitungslänge zugeführt werden.
[0046] Darüber hinaus kann der Phasenverstelleinrichtung 56 das Schmiermittel in radialer
Richtung der Nockenwelle und nicht etwa in axialer Richtung zugeführt werden. Dies
hält den axialen Bauraumbedarf der Zylinderkopfeinrichtung 12 besonders gering. Des
Weiteren ist zur Realisierung dieser radialen Zuführung des Schmiermittels zur Phasenverstelleinrichtung
56 sowie zur radialen Zuführung des Schmiermittels zur entsprechenden Nockenwelle
ein Gleitlager zum Lagern der entsprechenden Nockenwelle am Zylinderkopf 10 nicht
vonnöten. Mit anderen Worten kann die radiale Zuführung des Schmiermittels zur Nockenwelle
sowie zur Phasenverstelleinrichtung 56 in radialer Richtung auch ohne Gleitlager realisiert
werden. Dadurch ist es möglich, die Nockenwellen mittels einer Wälzlagerung besonders
reibungsarm am Zylinderkopf 10 zu lagern.
[0047] In Fig. 4 ist dabei ein Wälzlager 60 der Wälzlagerung erkennbar, welches vorliegend
als Kugellager ausgebildet ist und über welche die entsprechende Nockenwelle (Einlassnockenwelle
18 und/oder Auslassnockenwelle 30) wälzgelagert ist.
[0048] Gemäß Fig. 4 ist lediglich eine der Nockenwellen mit der Phasenverstelleinrichtung
56 versehen, so dass das Leitungselement 34 in Richtung der anderen Nockenwelle mittels
eines Stopfens 62 fluidisch verschlossen ist. Dadurch kann vermieden werden, dass
das Schmiermittel in Richtung der anderen Nockenwelle aus dem Leitungselement 34 austritt.
[0049] Als weitere, mit dem Schmiermittel versorgbare Elemente der Zylinderkopfeinrichtung
12 sind in Fig. 2 und 5 nur ausschnittsweise erkennbare, jeweilige Ventilspielausgleichselemente
64 vorgesehen, mittels welchen ein jeweiliges, etwaiges Ventilspiel der jeweiligen
Gaswechselventile ausgleichbar ist. Diese Ventilspielausgleichselemente 64 sind mittels
des Schmiermittels und somit hydraulisch betätigbar. Über das Leitungselement 34 kann
auch den Ventilspielausgleichselementen 64 das Schmiermittel auf besonders einfache
Weise zugeführt werden. Wie in Zusammenschau von Fig. 2 und 5 erkennbar ist, zweigt
von dem zweiten Leitungsbereich 40 ein dritter Leitungsbereich 66 des Leitungselements
ab, wobei sich der dritte Leitungsbereich 66 zumindest im Wesentlichen in Querrichtung
erstreckt.
[0050] Vom dritten Leitungsbereich 66 zweigen wiederum jeweilige Leitungen 68, 70 ab, welche
sich zumindest im Wesentlichen in Längsrichtung erstrecken. Über die Leitung 68 wird
das Schmiermittel zu den Ventilspielausgleichselementen 64 auf der Auslassseite 26
geleitet, während über die Leitung 70 das Schmiermittel zu den Ventilspielausgleichselementen
64 auf der Einlassseite 14 geleitet werden. Die Leitungen 68, 70 können somit über
nur einen Kanal in Form des dritten Leitungsbereichs 66, welcher beispielsweise als
Drosselbohrung ausgebildet ist, an die Schmiermittelversorgung angebunden werden und
somit auf besonders einfache Weise mit einer nur sehr geringen Leitungslänge mit Schmiermittel
versorgt werden. Da der dritte Leitungsbereich 66 beispielsweise durch eine Bohrung
gebildet ist, ist diese zu einer Seite hin mit einem Stopfen 72 fluidisch versperrt,
so dass ein unerwünschter Schmiermittelaustritt vermieden werden kann.
[0051] Wie aus Fig. 2 erkennbar ist, ist der dritte Leitungsbereich 66 in einem Endbereich
74 des zweiten Leitungsbereichs 40 angeordnet. Vorliegend mündet der zweite Leitungsbereich
40 in den dritten Leitungsbereich 66, wobei der dritte Leitungsbereich 66 in Hochrichtung
an einer tiefsten Stelle des zweiten Leitungsbereichs 40 angeordnet ist.
[0052] Dadurch kann ein in Hochrichtung oberhalb des dritten Leitungsbereichs 66 angeordneter
Teil 76 des zweiten Leitungsbereichs 40 als Sammelvolumen für das Schmiermittel genutzt
werden. Wird die aktivierte Verbrennungskraftmaschine deaktiviert, so dass das Schmiermittel
nicht mehr gefördert wird, so kann aus dem Sammelvolumen Schmiermittel zu den Leitungen
68, 70 und über diese zu den Ventilspielausgleichselementen 64 nachlaufen, so dass
ein Leerlaufen der Ventilspielausgleichselemente 64 von Schmiermittel vermieden werden
kann.
[0053] Bei einem mit Schmiermittel zu versorgenden Element der Zylinderkopfeinrichtung 12
kann es sich auch um wenigstens eine Schmierstelle handeln, welche mit dem Schmiermittel
beispielsweise zu schmieren ist. Insbesondere kann es sich dabei um wenigstens eine
Lagerstelle handeln, an welcher die Einlassnockenwelle 18 oder die Auslassnockenwelle
30 am Zylinderkopf 10 gelagert ist. Auch eine solche Schmierstelle bzw. Lagerstelle
ist über das in dem Mittensteg 32 verlaufende Leitungselement 34 auf besonders einfache
Weise mit dem Schmiermittel, insbesondere Schmieröl versorgbar.
[0054] Wie aus Fig. 1 erkennbar ist, weist der Zylinderkopf 10 eine erste Dichtflanschfläche
78 auf, welche auf der Einlassseite 14 angeordnet ist und über welche der Zylinderkopf
10 mit einem Ansaugelement in Form eines Ansaugmoduls verbindbar ist. Das Ansaugmodul
ist in seinem mit dem Zylinderkopf 10 verbundenen Zustand fluidisch mit den Einlasskanälen
verbunden, so dass über das Ansaugmodul in die Einlasskanäle von der Verbrennungskraftmaschine
angesaugte Luft in die jeweiligen Zylinder einströmen kann.
[0055] Der Zylinderkopf 10 weist ferner wenigstens eine zweite Dichtflanschfläche 80 auf,
welche auf der Auslassseite 26 angeordnet ist und über welche der Zylinderkopf 10
mit einem Abgaselement in Form eines Abgasmoduls, beispielsweise in Form eines Abgaskrümmers,
verbindbar ist. Das Abgaselement ist in seinem mit dem Zylinderkopf 10 verbundenen
Zustand mit den Auslasskanälen fluidisch verbunden, so dass das Abgas aus dem Zylinder
und über die Auslasskanäle in das Abgaselement einströmen und mittels des Abgaselements
von der Verbrennungskraftmaschine weggeführt werden kann.
[0056] In die jeweilige Dichtflanschfläche 78, 80 ist nun eine Dichtfläche zum Verbinden
des Zylinderkopfes 10 mit einem Zylinderkopfhaubenelement integriert. Dies bedeutet,
dass das Zylinderkopfhaubenelement beispielsweise in Form einer Zylinderkopfhaube
in das Ansaugelement und/oder in das Abgaselement integriert werden kann. Mit anderen
Worten können dadurch das Abgaselement und/oder das Ansaugelement die Funktion der
Zylinderkopfhaube übernehmen. Somit kann eine separate Zylinderkopfhaube entfallen.
[0057] Wie aus Fig. 1 erkennbar ist, erstrecken sich die Dichtflanschflächen 78, 80 schräg
zur Hochrichtung des Zylinderkopfes 10 und verlaufen in Hochrichtung von unten nach
oben aufeinander zu. Durch diese Ausgestaltung der Dichtflanschflächen 78, 80 ist
eine besonders einfache Montage des Ansaugelements und des Abgaselements geschaffen.
Zudem weist der Zylinderkopf 10 dadurch in seiner Vorderansicht zumindest im Wesentlichen
die Form des griechischen Großbuchstabens Delta (Δ) auf, weswegen der Zylinderkopf
10 auch als Delta-Zylinderkopf bezeichnet wird.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 10
- Zylinderkopf
- 12
- Zylinderkopfeinrichtung
- 14
- Einlassseite
- 16
- erster Aufnahmebereich
- 18
- Einlassnockenwelle
- 20
- Richtungspfeil
- 22
- Richtungspfeil
- 24
- Richtungspfeil
- 26
- Auslassseite
- 28
- zweiter Aufnahmebereich
- 30
- Auslassnockenwelle
- 32
- Mittensteg
- 34
- Leitungselement
- 36
- Steigleitung
- 38
- erster Leitungsbereich
- 40
- zweiter Leitungsbereich
- 42
- Bereich
- 44
- Übergabeelement
- 45
- weitere Steigleitung
- 46
- Übergabeelement
- 48
- erster Kanal
- 50
- Dichtungselement
- 52
- zweiter Kanal
- 54
- Durchgangsöffnung
- 56
- Phasenverstelleinrichtung
- 58
- Durchgangsöffnung
- 60
- Wälzlagerelement
- 62
- Stopfen
- 64
- Ventilspielausgleichselement
- 66
- dritter Leitungsbereich
- 68
- Leitung
- 70
- Leitung
- 72
- Stopfen
- 74
- Ende
- 76
- Teil
- 78
- Dichtflanschfläche
- 80
- Dichtflanschfläche
1. Zylinderkopfeinrichtung (12) für eine Verbrennungskraftmaschine, mit einem Zylinderkopf
(10) mit wenigstens einem auf einer Einlassseite (14) des Zylinderkopfes (10) angeordneten,
ersten Aufnahmebereich (16) für wenigstens eine am Zylinderkopf (10) zu lagernde,
erste Nockenwelle (18), und mit wenigstens einem auf einer der Einlassseite (14) abgewandten
Auslassseite (26) des Zylinderkopfes (10) angeordneten, zweiten Aufnahmebereich (28)
für wenigstens eine am Zylinderkopf (10) zu lagernde, zweite Nockenwelle (30), wobei
die Aufnahmebereiche (16, 28) mittels wenigstens einer zumindest bereichsweise zwischen
den Aufnahmebereichen (16, 28) angeordneten Zwischenwandung (32) des Zylinderkopfes
(10) zumindest bereichsweise voneinander getrennt sind, und in der Zwischenwandung
(32) zumindest ein Leitungselement (34) verläuft, über welche wenigstens ein Element
(56, 64) der Zylinderkopfeinrichtung (12) mit Schmiermittel versorgbar ist
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein separat von dem Zylinderkopf (10) ausgebildetes Übergabeelement (44,
46) mit zumindest einem mit dem Leitungselement (34) fluidisch verbundenen Kanal (48)
vorgesehen ist, über welchen das Schmiermittel dem Element (56, 64) zuführbar ist.
2. Zylinderkopfeinrichtung (12) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Übergabeelement (44, 46) eine der Nockenwellen (18, 30), welche am Zylinderkopf
(10) gelagert ist, zumindest bereichsweise umgibt, wobei der Kanal (48) des Übergabeelements
(44, 46) fluidisch mit wenigstens einem in der Nockenwelle (18, 30) verlaufenden,
zweiten Kanal (52) fluidisch verbunden ist, über welchen das Schmiermittel dem Element
(56, 64) zuführbar ist.
3. Zylinderkopfeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das mit dem Schmiermittel zu versorgende Element (56, 64) als eine mittels des Schmiermittels
betätigbare Phasenverstelleinrichtung (56) ausgebildet ist, mittels welcher zum Einstellen
von Steuerzeiten von Gaswechselventilen eine Phasenverstellung wenigstens einer der
Nockenwellen (18, 30) bewirkbar ist.
4. Zylinderkopfeinrichtung (12) nach den Ansprüchen 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Phasenverstelleinrichtung (56) über den zweiten Kanal (52) der Nockenwelle (18,
30) mit dem Schmiermittel versorgbar ist, mittels welchem die Phasenverstelleinrichtung
(56) betätigbar ist.
5. Zylinderkopfeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das mit dem Schmiermittel zu versorgende Element (56, 64) als hydraulisch betätigbares
Ventilspielausgleichselement (64) zum Ausgleichen eines Ventilspiels wenigstens eines
Gaswechselventils ausgebildet ist.
6. Zylinderkopfeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Leitungselement (34) zumindest in einem Teilbereich als Steigleitung (36) ausgebildet
ist, welche einen ersten Leitungsbereich (38), welcher sich bezogen auf eine Strömungsrichtung
des Schmiermittels durch die Steigleitung (36) in Hochrichtung (22) der Zylinderkopfeinrichtung
(12) von unten nach oben erstreckt, und einen sich an den ersten Leitungsbereich (38)
anschließenden und fluidisch mit dem ersten Leitungsbereich (38) verbundenen, zweiten
Leitungsbereich (40) aufweist, in welchen der erste Leitungsbereich (38) mündet und
welcher sich bezogen auf die Strömungsrichtung des Schmiermittels in Hochrichtung
(22) der Zylinderkopfeinrichtung (12) von oben nach unten erstreckt.
7. Zylinderkopfeinrichtung (12) nach den Ansprüchen 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
von dem zweiten Leitungsbereich (38) wenigstens ein dritter Leitungsbereich (66) des
Leitungselements (34) abzweigt, über welchen dem Ventilspielausgleichselement (64)
das Schmiermittel zuführbar ist.
8. Zylinderkopfeinrichtung (12) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte Leitungsbereich (66) in einem Endbereich (74) des zweiten Leitungsbereichs
(40) angeordnet ist.
9. Verbrennungskraftmaschine für einen Kraftwagen, mit einer Zylinderkopfeinrichtung
(12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Cylinder head device (12) for an internal combustion engine, having a cylinder head
(10) with at least one first receiving area (16) arranged on an inlet side (14) of
the cylinder head (10) for at least one first camshaft (18) to be mounted on the cylinder
head (10), and at least one second receiving area (28) arranged on an outlet side
(26) of the cylinder head (10), facing away from the inlet side (14), for at least
one second camshaft (30) to be mounted on the cylinder head (10), wherein the receiving
areas (16, 28) are separated from each other, at least in areas, by means of at least
one intermediate wall (32) of the cylinder head (10) arranged, at least in areas,
between the receiving areas (16, 28), wherein at least one line element (34) extends
in the intermediate wall (32), via which at least one element (56, 64) of the cylinder
head device (12) can be supplied with lubricant,
characterised in that
at least one transfer element (44, 46) formed separately from the cylinder head (10)
is provided with at least one duct (48) fluidically connected to the line element
(34), via which the lubricant can be fed to the element (56, 64).
2. Cylinder head device (12) according to claim 1,
characterised in that
the transfer element (44, 46) surrounds, at least in some areas, one of the camshafts
(18, 30), which is mounted on the cylinder head (10), wherein the duct (48) of the
transfer element (44, 46) is fluidically connected to at least one second duct (52)
extending in the camshaft (18, 30), via which the lubricant can be fed to the element
(56, 64).
3. Cylinder head device (12) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the element (56, 64) to be supplied with the lubricant is designed as a phase shifter
(56) that can be actuated by means of the lubricant, by means of which a phase shift
of at least one of the camshafts (18, 30) can be brought about to set the timing of
charge-cycle valves.
4. Cylinder head device (12) according to claims 2 and 3,
characterised in that
the phase shifter (56) can be supplied via the second duct (52) of the camshaft (18,
30) with the lubricant, by means of which the phase shifter (56) can be actuated.
5. Cylinder head device (12) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the element (56, 64) to be supplied with the lubricant is designed as a hydraulically
actuated valve clearance compensation element (64) to compensate a valve clearance
of at least one charge-cycle valve.
6. Cylinder head device (12) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the line element (34) is formed, at least in one sub-area, as an ascending line (36),
which has a first line portion (38), which extends from the bottom upwards with respect
to a flow direction of the lubricant through the ascending line (36) in the vertical
direction (22) of the cylinder head device (12), and a second line portion (40) attached
to the first line portion (38) and fluidically connected to the first line portion
(38), into which the first line portion (38) opens out, and which extends from the
top downwards with respect to the flow direction of the lubricant in the vertical
direction (22) of the cylinder head device (12).
7. Cylinder head device (12) according to claims 5 and 6,
characterised in that
at least one third line portion (66) of the line element (34) branches off from the
second line portion (38), via which the lubricant can be fed to the valve clearance
compensation element (64).
8. Cylinder head device (12) according to claim 7,
characterised in that
the third line portion (66) is arranged in an end region (74) of the second line portion
(40).
9. Internal combustion engine for a motor car, having a cylinder head device (12) according
to one of the preceding claims.
1. Dispositif de culasse (12) pour un moteur à combustion interne, comprenant une culasse
(10) ayant au moins une première zone de réception (16) aménagée sur un côté d'entrée
(14) de la culasse (16) pour au moins un premier arbre à came (18) à monter sur la
culasse (10), et ayant au moins une seconde zone de réception (28) aménagée sur un
côté de sortie (26) faisant face au côté d'entrée (14), de la culasse (10) pour au
moins un second arbre à cames (30) à monter sur la culasse (10), les zones de réception
(16, 28) étant séparées l'une de l'autre au moins en partie, au moyen d'au moins une
paroi intermédiaire (32) de la culasse (10) aménagée au moins en partie entre les
zones de réception (16, 28), et dans la paroi intermédiaire (32) s'étend au moins
un élément de conduite (34) qui permet d'alimenter au moins un élément (56, 64) du
dispositif de culasse (12) en lubrifiant, caractérisé en ce qu'au moins un élément de transfert (44, 46) conçu séparément de la culasse (10) est
doté d'au moins un canal (48) en communication fluidique avec l'élément de conduite
(34), ledit canal permet d'amener le lubrifiant à l'élément (56, 64).
2. Dispositif de culasse (12) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de transfert (44, 46) entoure au moins à certains endroits l'un des arbres
à cames (18, 30) qui est monté sur la culasse (10), le canal (48) de l'élément de
transfert (44, 46) étant en communication fluidique avec au moins un second canal
(52) s'étendant dans l'arbre à came (18, 30), ledit second canal permettant d'amener
le lubrifiant à l'élément (56, 64).
3. Dispositif de culasse (112) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément (56, 64) à alimenter en lubrifiant est conçu en tant que dispositif de
décalage de phases (56) pouvant être actionné au moyen du lubrifiant, ledit dispositif
de décalage de phases pouvant effectuer un décalage de phases d'au moins d'un des
arbres à cames (18, 30) pour régler des temps de commande des soupapes d'inversion
de couple.
4. Dispositif de culasse (12) selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce que le dispositif de décalage de phases (56) peut être alimenté par le second canal (52)
de l'arbre à cames (18, 30) en lubrifiant, au moyen duquel le dispositif de déphasage
de phases (56) peut être actionné.
5. Dispositif de culasse (112) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément (56, 64) à alimenter en lubrifiant est conçu en tant qu'élément (64) de
compensation du jeu de soupape à commande hydraulique destiné à compenser un jeu d'au
moins une soupape d'inversion de couple.
6. Dispositif de culasse (112) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de conduite (34) est conçu au moins à un certain endroit en tant que conduite
ascendante (36), qui présente une première zone de conduite (38) laquelle par rapport
à une direction d'écoulement du lubrifiant s'étend de bas en haut par la conduite
ascendante (36) dans le sens ascendant (22) du dispositif de culasse (12) et une deuxième
zone de conduite (40) en communication fluidique avec la première zone de conduite
(38) et se raccordant à la première zone de conduite (38), dans lesquelles débouche
la première zone de conduite (38) et qui s'étend de haut en bas par rapport à la direction
d'écoulement du lubrifiant dans le sens ascendant (22) du dispositif de culasse (12).
7. Dispositif de culasse (12) selon les revendications 5 et 6, caractérisé en ce qu'à partir de la deuxième zone de conduite (38) au moins une troisième zone de conduite
(66) de l'élément de conduite (34), qui permet d'alimenter en lubrifiant l'élément
(64) de compensation de jeu de soupape, dévie.
8. Dispositif de culasse (12) selon la revendication 7, caractérisé en ce que la troisième zone de conduite (66) est aménagée dans une zone d'extrémité (74) de
la deuxième zone de conduite (40).
9. Moteur à combustion interne destiné à un véhicule automobile, comprenant un dispositif
de culasse (12) selon l'une quelconque des revendications précédentes.