[0001] Die Erfindung betrifft ein Kältegerät mit einem Kältemittelkreislauf, der einen Verdichter
und zumindest einen ersten Verdampfer und einen zweiten Verdampfer aufweist, wobei
der Kältemittelkreislauf einen Hauptzweig und zumindest einen ersten Parallelzweig
und einen zweiten Parallelzweig aufweist, wobei der Verdichter im Hauptzweig, der
erste Verdampfer im ersten Parallelzweig und der zweite Verdampfer im zweiten Parallelzweig
angeordnet sind, und wobei zwischen einem Auslass des Verdichters und einem Einlass
des ersten Verdampfers und einem Einlass des zweiten Verdampfers ein Umlenkventil
mit einem Eingang und zumindest einem ersten Ausgang und einem zweiten Ausgang angeordnet
ist, wobei der Eingang mit dem Kältemittelkreislauf, der erste Ausgang mit dem ersten
Parallelzweig und der zweite Ausgang mit dem zweiten Parallelzweig kältemittelführend
verbunden ist.
[0002] Kältegeräte, insbesondere als Haushaltsgeräte ausgebildete Kältegeräte, sind bekannt
und werden zur Haushaltsführung in Haushalten oder im Gastronomiebereich eingesetzt,
um verderbliche Lebensmittel und/oder Getränke bei bestimmten Temperaturen zu lagern.
[0003] Aus der
DE 10 2006 015 989 A1 ist ein Kältegerät mit einem Kältemittelkreislauf bekannt, der neben einem Verdichter
zwei Verdampfer aufweist, die beide im Kältemittelkreislauf parallel zueinander angeordnet
sind. Der Kältemittelkreislauf weist ferner ein 3/2-Wegeventil auf, das mit einem
Auslass des Verdichters und mit je einem Einlass der beiden Verdampfer verbunden ist.
Jedem der beiden Verdampfer ist je ein Kältefach zugeordnet. Bei Kältegeräten mit
mehr als einem Verdampfer spielt die Verteilung des Kältemittels im Kältekreislauf
eine große Rolle, um die beiden Verdampfer optimal zu füllen. Die Verdampfer sind
jeweils mit einem optimalen Füllgrad zu betreiben, um eine hohe Verdampfungstemperatur
zu erreichen. Gleichzeitig ist ein Überlaufen von flüssigem Kältemittel zu vermeiden,
da die daher eingehende Saugrohrabkühlung einen Verlust an Kühlleistung nach sich
zieht. Bei derartig parallel geschalteten Verdampfern, wie z.B. bei einem Twin-Nofrost-System,
ist sicherzustellen, dass beim Betrieb des wärmeren Kältefaches der beiden Kältefächer
verdampftes Kältemittel nicht im kälteren Verdampfer kondensiert. Hierzu sieht die
DE 10 2006 015 989 A1 vor, bei einem Kältemittelbedarf in einem ersten Kältefach in einem Vorbereitungsschritt
zunächst den Verdampfer des zweiten Kältefachs mit Kältemittel zu beaufschlagen. Anschließend
wird der Kältemittelkreislauf zum Verdampfer des zweiten Kältefachs verschlossen und
nur noch der Verdampfer des ersten Kältefachs mit Kältemittel beaufschlagt. Eine alternative
Lösung hierzu ist ein Rückschlagventil, das zwischen dem Verdichter und einem der
beiden Verdampfer angeordnet ist. So kann durch Absaugen von Kältemittel aus dem kälteren
der beiden Verdampfer der dem wärmeren Kältefach zugeordnete Verdampfer mit einem
verbesserten Füllgrad betrieben werden. Jedoch erfordert das Absaugen Energie und
erhöht somit den Energiebedarf des Kältegeräts.
[0004] Die Offenlegungsschrift
DE 34 31 452 A1 zeigt ein als Wärmepumpe genutztes Kühl- oder Gefriergerät. Die Offenlegungschrift
DE 3 431 452 A1 offenbart ein Kältegerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0005] Die Offenlegungsschrift
EP 1 707 900 A1 zeigt ein Kältegerät umfassend einen Kältemittelkreislauf.
[0006] Es ist daher die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe, ein Kältegerät mit reduziertem
Energiebedarf bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand mit den Merkmalen nach dem unabhängigen Anspruch
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der
Beschreibung sowie der Zeichnungen.
[0008] Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass durch vollständiges Abtrennen
von einem der beiden Verdampfer der jeweils nicht abgetrennte Verdampfer mit einem
optimalen Füllgrad betrieben werden kann.
[0009] Gemäß einem ersten Aspekt wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch ein Kältegerät
gelöst, bei dem zwischen einem Verdichtereingang des Verdichters und einem Verdampferausgang
des ersten Verdampfers und einem Verdampferausgang des zweiten Verdampfers ein zweites
Umlenkventil mit zumindest einem ersten Eingang, einem zweiten Eingang und einem Ausgang
angeordnet ist, wobei der erste Eingang mit dem ersten Parallelzweig, der zweiten
Eingang mit dem zweiten Parallelzweig und der Ausgang mit dem Kältemittelkreislauf
kältemittelführend verbunden ist. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass
jeweils einer der beiden Verdampfer mit einem optimalen Füllgrad betrieben werden
kann. Somit ist kein Absaugen von Kältemittel aus dem jeweils anderen Verdampfer mehr
erforderlich. Daher muss keine Energie für das Absaugen von Kältemitteln aufgewendet
werden, so dass der Energiebedarf des Kältegeräts reduziert ist. Mit dem ersten Umlenkventil
kann Kältemittel wahlweise in den ersten oder zweiten Parallelzweig geleitet werden,
und mit dem zweiten Umlenkventil kann wahlweise der erste oder zweite Parallelzweig
mit dem Kältemittkreislauf verbunden werden. Sowohl das erste Umlenkventil als auch
das zweite Umlenkventil können 3/2-Wegeventile sein. 3/2-Wegeventile weisen zwei Ventilsitze
auf, wobei wechselseitig immer einer der beiden Ventilsitze geöffnet oder geschlossen
bleibt. Somit ist im Fall des ersten Umlenkventils in einer ersten Schaltstellung
des ersten Umlenkventils der erste Ausgang geöffnet und der zweite Ausgang geschlossen,
oder in einer zweiten Schaltstellung des ersten Umlenkventils ist der erste Ausgang
geschlossen und der zweite Ausgang geöffnet. Im Fall des zweiten Umlenkventils ist
in einer ersten Schaltstellung des zweiten Umlenkventils der erste Eingang geöffnet
und der zweite Eingang geschlossen, oder in einer zweiten Schaltstellung des zweiten
Umlenkventils ist der erste Eingang geschlossen und der zweite Eingang geöffnet.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist zwischen dem ersten Umlenkventil und dem
Verdampfereingang des ersten Verdampfers eine erste Drossel angeordnet, und zwischen
dem zweiten Umlenkventil und dem Verdampfereingang des zweiten Verdampfers ist eine
zweite Drossel angeordnet. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass jedem
Verdampfer eine an den Verdampfer angepasste Drossel vorgeschaltet ist. So wird ein
energieeffizienter Betrieb der beiden Verdampfer möglich.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist in dem Kältemittelkreislauf zwischen dem
Verdichter und dem ersten Verdampfer und dem zweiten Verdampfer ein Saugrohr-Drosselrohr-Wärmetauscher
angeordnet, der wärmeübertragend mit der ersten Drossel und/oder mit der zweiten Drossel
verbunden ist. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass die Restkälte des
aus dem Verdampfer ausströmenden Kältemittels genutzt wird, da dem Kältemittel in
der ersten Drossel und/oder die zweiten Drossel Wärme entzogen wird.
[0012] In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform weist das erste Umlenkventil eine erste
Schaltstellung auf, in der der erste Ausgang des ersten Umlenkventils für Kältemittel
durchlässig mit dem Verdampfereingang des ersten Verdampfers verbunden ist, und der
zweite Ausgang des ersten Umlenkventils ist für Kältemittel undurchlässig gesperrt.
Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass ein flexibler Betrieb des Kältegeräts
mit einer Anpassung an verschiedene Randbedingungen, wie z.B. unterschiedliche Umgebungstemperaturen,
möglich ist.
[0013] In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform weist das erste Umlenkventil eine zweite
Schaltstellung auf, in der der zweite Ausgang des ersten Umlenkventils durchlässig
mit dem Verdampfereingang des zweiten Verdampfers verbunden ist, und der erste Ausgang
des ersten Umlenkventils ist für Kältemittel undurchlässig gesperrt. Dadurch wird
der technische Vorteil erreicht, dass ein flexibler Betrieb des Kältegeräts mit einer
Anpassung an verschiedene Randbedingungen, wie z.B. unterschiedliche Umgebungstemperaturen,
möglich ist.
[0014] In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform weist das zweite Umlenkventil eine erste
Schaltstellung auf, in der der erste Eingang des zweiten Umlenkventils für Kältemittel
durchlässig mit dem Verdampferausgang des ersten Verdampfers verbunden ist, und der
zweite Eingang des zweiten Umlenkventils ist für Kältemittel undurchlässig gesperrt.
Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass ein flexibler Betrieb des Kältegeräts
mit einer Anpassung an verschiedene Randbedingungen, wie z.B. unterschiedliche Umgebungstemperaturen,
möglich ist.
[0015] In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform weist das zweite Umlenkventil eine zweite
Schaltstellung auf, in der der zweite Eingang des zweiten Umlenkventils durchlässig
mit dem Verdampferausgang des zweiten Verdampfers verbunden ist, und der erste Eingang
des zweiten Umlenkventils ist für Kältemittel undurchlässig gesperrt. Dadurch wird
der technische Vorteil erreicht, dass ein flexibler Betrieb des Kältegeräts mit einer
Anpassung an verschiedene Randbedingungen, wie z.B. unterschiedliche Umgebungstemperaturen,
möglich ist durch eine Kältemittelumschichtung von einem Kältefach in das andere.
[0016] In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform wird das Kältegerät in einem Normalbetrieb
betrieben, in dem sich zumindest zeitweise das erste Umlenkventil in der ersten Schaltstellung
und das zweite Umlenkventil zeitgleich in der ersten Schaltstellung befinden. Dadurch
wird der technische Vorteil erreicht, dass der erste Verdampfer in den Kältemittelkreislauf
eingeschleift und der zweite Verdampfer vollständig vom Kältekreislauf getrennt werden
kann. So ist eine ungewollte Verlagerung von Kältemittel aus dem zweiten Verdampfer
in den ersten Verdampfer ausgeschlossen. Daher ist ein Betrieb mit optimalen Füllgrad
möglich.
[0017] In einer erfindungegemäßen Ausführungsform wird das Kältegerät in einem weiteren
Normalbetrieb betrieben, in dem sich zumindest zeitweise das erste Umlenkventil in
der zweiten Schaltstellung und das zweite Umlenkventil zeitgleich in der zweiten Schaltstellung
befinden. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass der zweite Verdampfer
in den Kältemittelkreislauf eingeschleift und der erste Verdampfer vollständig vom
Kältekreislauf getrennt werden kann. Somit ist ein Betrieb beider Verdampfer mit jeweils
optimalen Füllgrad möglich.
[0018] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Kältegerät in einem Übertragungsbetrieb
betreibbar, in dem sich zumindest zeitweise das erste Umlenkventil in der ersten Schaltstellung
und das das zweite Umlenkventil in der zweiten Schaltstellung zeitgleich befinden.
Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass Kältemittel von einem ersten Verdampfer
in den zweiten Verdampfer verlagert werden kann. So kann der Füllgrad durch einen
Betrieb im Übertragungsbetrieb angepasst werden.
[0019] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Kältegerät in einem Übertragungsbetrieb
betreibbar, in dem sich zumindest zeitweise das erste Umlenkventil in der zweiten
Schaltstellung und das das zweite Umlenkventil in der ersten Schaltstellung zeitgleich
befinden. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass Kältemittel auch von
dem zweiten Verdampfer in den ersten Verdampfer verlagert werden kann. So kann der
Füllgrad beider Verdampfer durch einen Betrieb im Übertragungsbetrieb angepasst werden.
[0020] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Kältemittelkreislauf einen Verflüssiger
auf, wobei zwischen dem Verflüssiger und dem ersten Umlenkventil ein Stoppventil vorgesehen
ist. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass eine ungewollte Kältemittelverlagerung
vom Verflüssiger zum Verdampfer während Stillstandzeiten des Verdichters unterbunden
werden können.
[0021] In einer vorteilhaften Ausführungsform unterbindet in einem Übertragungsbetrieb bei
angetriebenem Verdichter ein Stoppventil zumindest zeitweise eine Kältemittelströmung
im Kältemittelkreislauf. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht, dass durch
die Saugwirkung des Verdichters Kältemittel aus dem ersten Verdampfer und/oder dem
zweiten Verdampfer angesaugt werden kann.
[0022] In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform weist das Kältegerät eine Steuerung auf,
die zumindest mit dem ersten Umlenkventil und dem zweiten Umlenkventil zum Ansteuern
des ersten Umlenkventil und zweiten Umlenkventils verbunden ist. Dadurch wird der
technische Vorteil erreicht, dass durch eine gezielte Ansteuerung ein flexibler Betrieb
des Kältegeräts mit einer Anpassung an verschiedene Randbedingungen, wie z.B. unterschiedliche
Umgebungstemperaturen, möglich ist.
[0023] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Steuerung zumindest messsignaleübertragend
mit einem Temperatursensor verbunden. Dadurch wird der technische Vorteil erreicht,
dass die Steuerung z.B. bei Überschreiten eines vorgegebenen Schwellwerts für die
erfasste Temperatur von dem Normalbetrieb in den Übertragungsbetrieb wechselt und
so selbsttätig eine Anpassung des Füllgrads vornimmt, sodass auch bei extremen Temperaturen,
wie z.B. in den Tropen ein Betrieb mit einem optimalen Füllgrad möglich ist.
[0024] Weitere Ausführungsbeispiele werden Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Kältegeräts, und
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Kältemittelkreislaufes des Kältegeräts
der Fig. 1.
[0025] Fig. 1 zeigt einen Kühlschrank als Ausführungsbeispiel für ein Kältegerät 100. Das
Kältegerät 100 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Kühl-Gefrier-Kombination
ausgebildet und weist ferner im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Twin-Nofrost-System
auf.
[0026] Das Kältegerät 100 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein erstes, oberes Kältefach
102 auf, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Gefrierfach ausgebildet ist.
Daneben weist das Kältegerät 100 im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein zweites,
unteres Kältefach 104 auf, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Kühlfach ausgebildet
ist.
[0027] Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Kältemittelkreislaufs 200 eines derartigen
Kältegeräts 100.
[0028] Der Kältemittelkreislauf 200 weist einen Verdichter 202, einen Verflüssiger 204,
ein Stoppventil 206, ein erstes Umlenkventil 208, eine erste Drossel 210, eine zweite
Drossel 212, einen ersten Verdampfer 214, einen zweiten Verdampfer 216, ein zweites
Umlenkventil 218 und einen Saugrohr-Drosselrohr-Wärmetauscher 220 auf.
[0029] Der Verdichter 202 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein mechanisch angetriebenes
Bauteil, das Kältemitteldampf von einem der beiden Verdampfer 214, 216 absaugt und
gegen einen höheren Druck zum Verflüssiger 204 fördert.
[0030] Der Verflüssiger 204 ist als Wärmetauscher ausgebildet, in dem nach der Kompression
das verdampfte Kältemittel durch Wärmeabgabe an ein äußeres Kühlmedium, d.h. die Umgebungsluft,
verflüssigt wird.
[0031] Der erste Verdampfer 214 und der zweite Verdampfer 216 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Wärmetauscher ausgebildet, in dem nach einer Expansion das flüssige Kältemittel
durch Wärmeaufnahme von dem zu kühlenden Medium, d.h. Luft im Inneren des Kühlschranks,
verdampft wird. Ferner sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind der erste Verdampfer
214 und/oder der zweite Verdampfer 216 als statischer Verdampfer ausgebildet. Somit
sind keine Ventilatoren zur Zwangsbestromung des ersten Verdampfers 214 und/oder des
zweiten Verdampfers 216 nötig.
[0032] Dabei ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der erste Verdampfer 214 dem ersten
Kältefach 102 und der zweite Verdampfer 216 dem zweiten Kältefach 104 zugeordnet.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sowohl der erste Verdampfer 214 als auch
der zweite Verdampfer 216 als Lamellenverdampfer ausgebildet.
[0033] Dem ersten Verdampfer 214 ist die erste Drossel 210 und dem zweiten Verdampfer 216
ist die zweite Drossel 212 zugeordnet. Die Drosseln 210, 212 sind Vorrichtungen zur
Verminderung des Druckes durch Querschnittsverminderung.
[0034] Die erste Drossel 210 und der erste Verdampfer 214 sind in Reihe geschaltet, und
die zweite Drossel 212 und der zweite Verdampfer 216 sind in Reihe geschaltet, wobei
diese beiden Reihenschaltungen im vorliegenden Ausführungsbeispiel parallel geschaltet
sind. D.h. der Kältekreislauf 200 teilt sich in zwei Parallelzweige 274, 276, wobei
im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Verdichter 202, der Verflüssiger 204, das
Stoppventil 206 und der Saugrohr-Drosselrohr-Wärmetauscher 220 in einem Hauptzweig
278 des Kältekreislaufs 200 angeordnet sind.
[0035] Das Kältemittel ist ein Fluid, das für die Wärmeübertragung in dem kälteerzeugenden
System verwendet wird, das bei niedrigen Temperaturen und niedrigem Druck des Fluides
Wärme aufnimmt und bei höherer Temperatur und höherem Druck des Fluides Wärme abgibt,
wobei üblicherweise Zustandsänderungen des Fluides inbegriffen sind.
[0036] Außerdem umfasst der Kältemittelkreislauf 200 im vorliegenden Ausführungsbeispiel
das Stoppventil 206, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein ansteuerbares Magnetventil
ist, mit dem eine Kältemittelströmung im Kältemittelkreislauf 200 unterbrochen werden
kann.
[0037] Ferner umfasst der Kältemittelkreislauf 200 im vorliegenden Ausführungsbeispiel den
Saugrohr-Drosselrohr-Wärmetauscher 220, so dass auch die Restkälte des aus dem Verdampfer
ausströmenden Kältemittels genutzt wird.
[0038] Das erste Umlenkventil 208 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Eingang
222 sowie einen ersten Ausgang 224 und einen zweiten Ausgang 226 auf. Das zweite Umlenkventil
218 weist einen ersten Eingang 228 und einen zweiten Eingang 230 sowie einen Ausgang
232 auf. Mit dem ersten Umlenkventil 208 kann Kältemittel wahlweise in den ersten
Parallelzweig 274 oder in den zweiten Parallelzweig 276 geleitet werden, und mit dem
zweiten Umlenkventil 218 kann wahlweise der erste Parallelzweig 274 oder der zweite
Parallelzweig 276 mit dem Verdichter 202 verbunden werden.
[0039] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sowohl das erste Umlenkventil 208 als auch
das zweite Umlenkventil 218 als 3/2-Wegeventil ausgebildet. 3/2-Wegeventile weisen
zwei Ventilsitze auf, wobei wechselseitig immer einer der beiden Ventilsitze geöffnet
oder geschlossen bleibt. Somit ist im Fall in einer ersten Schaltstellung des ersten
Umlenkventils 208 der erste Ausgang 224 geöffnet und der zweite Ausgang 226 geschlossen,
oder in einer zweiten Schaltstellung des ersten Umlenkventils 208 ist der erste Ausgang
224 geschlossen und der zweite Ausgang 226 geöffnet. Im Fall des zweiten Umlenkventils
218 ist in einer ersten Schaltstellung des zweiten Umlenkventils 218 der erste Eingang
228 geöffnet und der zweite Eingang 230 geschlossen, oder in einer zweiten Schaltstellung
des zweiten Umlenkventils 218 ist der erste Eingang 228 geschlossen und der zweite
Eingang 230 geöffnet.
[0040] Der Verdichter 202 weist einen Verdichterausgang 234 auf, der mit einem Verflüssigereingang
236 des Verflüssigers 204 kältemittelführend verbunden ist.
[0041] Ein Verflüssigerausgang 238 des Verflüssigers 204 ist mit einem Eingangsanschluss
240 des Stoppventils 206 kältemittelführend verbunden.
[0042] Ein Ausgangsanschluss 242 des Stoppventils 206 ist mit dem Eingang 222 des ersten
Umlenkventils 208 kältemittelführend verbunden.
[0043] Der erste Ausgang 224 des ersten Umlenkventils 208 ist mit einem Drosseleingang 244
der ersten Drossel 210 verbunden.
[0044] Ein Drosselausgang 246 der ersten Drossel 210 ist mit einem Verdampfereingang 248
des ersten Verdampfers 214 kältemittelführend verbunden.
[0045] Ein Verdampferausgang 250 des ersten Verdampfers 214 ist mit dem ersten Eingang 230
des zweiten Umlenkventils 218 kältemittelführend verbunden.
[0046] Der zweite Ausgang 226 des ersten Umlenkventils 208 ist mit einem Drosseleingang
252 der zweiten Drossel 212 kältemittelführend verbunden.
[0047] Ein Drosselausgang 254 der zweiten Drossel 212 ist mit einem Verdampfereingang 256
des zweiten Verdampfers 216 kältemittelführend verbunden.
[0048] Ein Verdampferausgang 258 des zweiten Verdampfers 214 ist mit dem zweiten Eingang
228 des zweiten Umlenkventils 218 kältemittelführend verbunden.
[0049] Der Ausgang 232 des zweiten Umlenkventils 218 ist mit einem Wärmetauschereingang
260 des Saugrohr-Drosselrohr-Wärmetauschers 220 kältemittelführend verbunden.
[0050] Ein Wärmetauscherausgang 262 des Saugrohr-Drosselrohr-Wärmetauschers 220 ist über
ein Saugrohr 266 mit einem Verdichtereingang 264 des Verdichters 202 kältemittelführend
verbunden.
[0051] Das erste Umlenkventil 208 und das zweite Umlenkventil 218 sind über Steuerleitungen
270 steuerungssignaleübertragend mit einer Steuerung 268 verbunden. Ferner sind das
Stoppventil 206 über eine Steuerleitungen 280 und der Verdichter 202 über eine Steuerleitungen
282 steuerungssignaleübertragend mit einer Steuerung 268 verbunden.
[0052] Im Normalbetrieb steuert die Steuerung 268 das erste Umlenkventil 208 und das zweite
Umlenkventil 218 in die erste Schaltstellung. Zugleich steuert die Steuerung 268 das
zweite Umlenkventil 218 in die erste Schaltstellung. Somit strömt in der ersten Phase
des Normalbetriebszyklus Kältemittel durch die erste Drossel 210 und den ersten Verdampfer
214 und kühlt somit das dem ersten Verdampfer 214 zugeordnete Kältefach 102. Hingegen
sind in der ersten Phase des Normalbetriebszyklus die zweite Drossel 212 und der zweite
Verdampfer 216 vom Kältemittelkreislauf 200 abgetrennt.
[0053] In einer zweiten Phase des Normalbetriebszyklus steuert die Steuerung 268 das erste
Umlenkventil 208 in die zweite Schaltstellung. Zugleich steuert die Steuerung 268
das zweite Umlenkventil 218 in die zweite Schaltstellung. Somit strömt in der zweiten
Phase des Normalbetriebszyklus Kältemittel durch die zweite Drossel 212 und den zweiten
Verdampfer 216 und kühlt somit das dem zweiten Verdampfer 216 zugeordnete Kältefach
104. Hingegen sind in der zweiten Phase des Normalbetriebszyklus die erste Drossel
210 und der erste Verdampfer 214 vom Kältemittelkreislauf 200 abgetrennt.
[0054] Abweichend von der im vorliegenden Ausführungsbeispiel kann der Normalbetriebszyklus
mit der oben beschriebenen zweiten Phase beginnen gefolgt von der ersten Phase.
[0055] Durch das wechselseitige Abtrennen jeweils einer Drossel 210, 212 und eines Verdampfers
214, 216 können sowohl der erste Verdampfer 214 als auch der zweite Verdampfer 216
jeweils mit einer optimalen Füllmenge an Kältemittel betrieben werden, d.h. mit einem
optimalen Füllgrad. Daher muss kein Kältemittel aus dem jeweils anderen Verdampfer
214, 216 abgesaugt werden, sodass hierfür keine Energie aufgewendet werden muss. Somit
wird der Energieverbrauch des Kältegeräts 100 reduziert.
[0056] Ferner kann im vorliegenden Ausführungsbeispiel die Steuerung 268 das erste Umlenkventil
208 und das zweite Umlenkventil 218 in einem Übertragungsbetrieb betreiben.
[0057] In dem Übertragungsbetrieb wird z.B. Kältemittel von dem zweiten Verdampfer 216 abgesaugt,
um ausreichend Kältemittel für den Betrieb des ersten Verdampfers 214 zur Verfügung
zu haben. Hierzu steuert die Steuerung 268 das erste Umlenkventil 208 in seine erste
Schaltstellung. Ferner steuert die Steuerung 268 das zweite Umlenkventil 218 in seine
zweite Schaltstellung,. Nun wird Kältemittel aus dem zweiten Verdampfer 216 angesaugt
und anschließend zum Normalbetrieb gewechselt.
[0058] Ferner kann im vorliegenden Ausführungsbeispiel auch Kältemittel aus dem ersten Verdampfer
214 angesaugt werden. Hierzu steuert die Steuerung 268 das erste Umlenkventil 208
in seine zweite Schaltstellung,. Ferner steuert die Steuerung 268 das zweite Umlenkventil
218 in seine erste Schaltstellung. Nun wird Kältemittel aus dem ersten Verdampfer
214 angesaugt und anschließend zum Normalbetrieb gewechselt.
[0059] Aufgrund unterschiedlicher Füllgrade des Verflüssigers 204 bei Betrieb des ersten
Verdampfers 214 und des zweiten Verdampfers 216 ergibt sich bei jedem Wechseln von
der ersten Phase zur zweiten Phase des Normalbetriebs eine Veränderung der effektiven
Kältemittelfüllmenge. Durch einen Wechsel von dem Normalbetrieb in den Übertragungsbetrieb,
z.B. innerhalb vorgegebener Intervalle, wird erreicht, dass eine Verlagerung von Kältemittel
im Normalbetrieb, verursacht durch unterschiedliche Betriebstemperaturen des ersten
Verdampfers 214 und des zweiten Verdampfers 216, wieder rückgängig gemacht werden
kann, so dass ein Betrieb des ersten Verdampfer 214 als auch des zweiten Verdampfer
216 mit dem jeweils optimalen Füllgrad gewährleistet ist. Alternativ oder zusätzlich
kann in dem Übertragungsbetrieb bei betriebenen Verdichter 202 das Stoppventil 206
in seinen Sperrzustand gebracht werden, so dass eine ungewollte Kältemittelströmung
im Kältemittelkreislauf 200 unterbunden ist. Durch die Saugwirkung des Verdichters
202 kann dann aus dem ersten Verdampfer 214 und/oder zweiten Verdampfer 216 Kältemittel
abgesaugt werden.
[0060] Ferner ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel die Steuerung 268 mit einem Temperatursensor
272 verbunden. Wenn der mit dem Temperatursensor 272 erfasste Temperaturwert, z.B.
die Umgebungstemperatur des Kältegeräts, einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet,
wird von der Steuerung 268 zum Übertragungsbetrieb gewechselt, um eine Anpassung der
Kältemittelmenge an die herrschenden Randbedingungen vorzunehmen. So kann z.B. bei
tropischen Randbedingungen (hohe Kälteleitung wegen hoher Umgebungstemperaturen bei
hoher Luftfeuchtigkeit) ein Kondensieren von Feuchtigkeit an dem Saugrohr 266 verhindert
werden.
[0061] Ferner kann der Kältemittelkreislauf 200 dazu dienen, neben dem ersten, als Gefrierfach,
ausgebildeten Kältefach 102 und dem zweiten, als Kühlfach ausgebildeten Kältefach
104, ein drittes Kältefach zu kühlen, z.B. ein Frischefach, oder noch weitere Kältefächer,
wie ein viertes oder fünftes Kältefach etc.. Jedem der Kältefächer ist dann ein Verdampfer
zugeordnet, der in einem Parallelzweig des Kältemittelskreislaufs 200 angeordnet ist.
Somit ist die Anzahl der Verdampfer gleich der Anzahl der Parallelzweige des Kältemittelkreislaufs
200. Entsprechend weist dann das erste Umlenkventil 208 eine der Anzahl der Parallelzweige
entsprechende Anzahl von Ausgängen auf und das zweite Umlenkventil 218 weist eine
entsprechende Anzahl von Eingängen auf. Ferner weisen dann das erste Umlenkventil
208 und das zweite Umlenkventil 218 dann eine der Anzahl der Parallelzweige entsprechende
Anzahl von Schaltstellungen auf.
Bezugszeichen liste
[0062]
- 100
- Kältegerät
- 102
- erstes Kältefach
- 104
- zweites Kältefach
- 200
- Kältemittelkreislauf
- 202
- Verdichter
- 204
- Verflüssiger
- 206
- Stoppventil
- 208
- erstes Umlenkventil
- 210
- erste Drossel
- 212
- zweite Drossel
- 214
- erster Verdampfer
- 216
- zweiter Verdampfer
- 218
- zweites Umlenkventil
- 220
- Saugrohr-Drosselrohr-Wärmetauscher
- 222
- Eingang des ersten Umlenkventils
- 224
- erster Ausgang des ersten Umlenkventils
- 226
- zweiter Ausgang des ersten Umlenkventils
- 228
- erster Eingang des zweiten Umlenkventils
- 230
- zweiter Eingang des zweiten Umlenkventils
- 232
- Ausgang des zweiten Umlenkventils
- 234
- Verdichterausgang
- 236
- Verflüssigereingang
- 238
- Verflüssigerausgang
- 240
- Eingangsanschluss
- 242
- Ausgangsanschluss
- 244
- Drosseleingang der ersten Drossel
- 246
- Drosselausgang der ersten Drossel
- 248
- Verdampfereingang des ersten Verdampfers
- 250
- Verdampferausgang des ersten Verdampfers
- 252
- Drosseleingang der zweiten Drossel
- 254
- Drosselausgang der zweiten Drossel
- 256
- Verdampfereingang des zweiten Verdampfers
- 258
- Verdampferausgang des zweiten Verdampfers
- 260
- Wärmetauschereingang
- 262
- Wärmetauscherausgang
- 264
- Verdichtereingang
- 266
- Saugrohr
- 268
- Steuerung
- 270
- Steuerleitung
- 272
- Temperatursensor
- 274
- erster Parallelzweig
- 276
- zweiter Parallelzweig
- 278
- Hauptzweig
- 280
- Steuerleitungen
- 282
- Steuerleitungen
1. Kältegerät (100) mit einem Kältemittelkreislauf (200), der einen Verdichter (202)
und zumindest einen ersten Verdampfer (214) und einen zweiten Verdampfer (216) aufweist,
wobei der Kältemittelkreislauf (200) einen Hauptzweig (278) und zumindest einen ersten
Parallelzweig (274) und einen zweiten Parallelzweig (276) aufweist, wobei der Verdichter
(202) im Hauptzweig (278), der erste Verdampfer (214) im ersten Parallelzweig (274)
und der zweite Verdampfer (216) im zweiten Parallelzweig (276) angeordnet sind, und
wobei zwischen einem Verdichterausgang (234) des Verdichters (202) und einem Verdampfereingang
(248) des ersten Verdampfers (214) und einem Verdampfereingang (256) des zweiten Verdampfers
(216) ein Umlenkventil (208) mit einem Eingang (222) und zumindest einem ersten Ausgang
(224) und einem zweiten Ausgang (226) angeordnet ist, wobei der Eingang (222) mit
dem Hauptzweig (278), der erste Ausgang (224) mit dem ersten Parallelzweig (274) und
der zweite Ausgang (226) mit dem zweiten Parallelzweig (276) kältemittelführend verbunden
ist, wobei zwischen einem Verdichtereingang (264) des Verdichters (202) und einem
Verdampferausgang (250) des ersten Verdampfers (214) und einem Verdampferausgang (258)
des zweiten Verdampfers (216) ein zweites Umlenkventil (218) mit zumindest einem ersten
Eingang (228) und einem zweiten Eingang (230) und einem Ausgang (232) angeordnet ist,
wobei der erste Eingang (230) mit dem ersten Parallelzweig (274), der zweiten Eingang
(230) mit dem zweiten Parallelzweig (276) und der Ausgang (232) mit dem Kältemittelkreislauf
(200) kältemittelführend verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältegerät (100) eine Steuerung (268) aufweist, die zumindest mit dem ersten
Umlenkventil (208) und dem zweiten Umlenkventil (218) zum Ansteuern des ersten Umlenkventils
(208) und des zweiten Umlenkventils (218) verbunden ist, und die Steuerung (268) so
konfiguriert ist, dass
das Kältegerät (100) in einem Normalbetrieb betrieben wird, in dem sich zumindest
zeitweise das erste Umlenkventil (208) in einer ersten Schaltstellung und das zweite
Umlenkventil (218) zeitgleich in einer ersten Schaltstellung befinden, wobei in der
ersten Schaltstellung des ersten Umlenkventils (208) der erste Ausgang (224) des ersten
Umlenkventils (208) für Kältemittel durchlässig mit dem Verdampfereingang (248) des
ersten Verdampfers (214) verbunden und der zweite Ausgang (226) des ersten Umlenkventils
(208) für Kältemittel undurchlässig gesperrt ist, und wobei in der ersten Schaltstellung
des zweiten Umlenkventils (218) der erster Eingang (228) des zweiten Umlenkventils
(218) für Kältemittel durchlässig mit dem Verdampferausgang (250) des ersten Verdampfers
(214) verbunden ist, und der zweiter Eingang (230) des zweiten Umlenkventils (218)
für Kältemittel undurchlässig gesperrt ist,
und das Kältegerät (100) in einem weiteren Normalbetrieb betrieben wird, in dem sich
zumindest zeitweise das erste Umlenkventil (208) in einer zweiten Schaltstellung und
das zweite Umlenkventil (218) zeitgleich in einer zweiten Schaltstellung befinden,
wobei in der zweiten Schaltstellung des ersten Umlenkventils (208) der zweite Ausgang
(226) des ersten Umlenkventils (208) durchlässig mit einem dem Verdampfereingang (256)
des zweiten Verdampfers (216) verbunden ist, und der erste Ausgang (224) des ersten
Umlenkventils (208) für Kältemittel undurchlässig gesperrt ist, und wobei in der zweiten
Schaltstellung des zweiten Umlenkventils (218) der zweite Eingang (230) des zweiten
Umlenkventils (218) durchlässig mit einem dem Verdampferausgang (258) des zweiten
Verdampfers (216) verbunden ist, und der erste Eingang (228) des zweiten Umlenkventils
(218) für Kältemittel undurchlässig gesperrt ist.
2. Kältegerät (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Umlenkventil (208) und dem Verdampfereingang (248) des ersten
Verdampfers (214) eine erste Drossel (210) angeordnet ist, und zwischen dem zweiten
Umlenkventil (218) und dem Verdampfereingang (256) des zweiten Verdampfers (216) eine
zweite Drossel (212) angeordnet ist.
3. Kältegerät (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kältemittelkreislauf (200) zwischen dem Verdichter (202) und dem ersten Verdampfer
(214) und dem zweiten Verdampfer (216) ein Saugrohr-Drosselrohr-Wärmetaucher (220)
angeordnet ist, der wärmeübertragend mit der ersten Drossel (210) und/oder mit der
zweiten Drossel (212) verbunden ist.
4. Kältegerät (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältegerät (100) in einem Übertragungsbetrieb betreibbar ist, in dem sich zumindest
zeitweise das erste Umlenkventil (208) in einer ersten Schaltstellung und das zweite
Umlenkventil (218) zeitgleich in einer zweiten Schaltstellung befinden, wobei in der
ersten Schaltstellung des ersten Umlenkventils (208) der erster Ausgang (224) des
ersten Umlenkventils (208) für Kältemittel durchlässig mit dem Verdampfereingang (248)
des ersten Verdampfers (214) verbunden und der zweiter Ausgang (226) des ersten Umlenkventils
(208) für Kältemittel undurchlässig gesperrt ist, und wobei in der zweiten Schaltstellung
des zweiten Umlenkventils (218) der zweite Eingang (230) des zweiten Umlenkventils
(218) durchlässig mit einem dem Verdampferausgang (258) des zweiten Verdampfers (216)
verbunden ist, und der erste Eingang (228) des zweiten Umlenkventils (218) für Kältemittel
undurchlässig gesperrt ist.
5. Kältegerät (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältegerät (100) in einem Übertragungsbetrieb betreibbar ist, in dem sich zumindest
zeitweise das erste Umlenkventil (208) in einer zweiten Schaltstellung und das zweite
Umlenkventil (218) zeitgleich in einer ersten Schaltstellung befinden, wobei in der
zweiten Schaltstellung des ersten Umlenkventils (208) der zweite Ausgang (226) des
ersten Umlenkventils (208) durchlässig mit einem dem Verdampfereingang (256) des zweiten
Verdampfers (216) verbunden ist, und der erste Ausgang (224) des ersten Umlenkventils
(208) für Kältemittel undurchlässig gesperrt ist, und wobei in der ersten Schaltstellung
des zweiten Umlenkventils (218) der erster Eingang (228) des zweiten Umlenkventils
(218) für Kältemittel durchlässig mit dem Verdampferausgang (250) des ersten Verdampfers
(214) verbunden ist, und der zweiter Eingang (230) des zweiten Umlenkventils (218)
für Kältemittel undurchlässig gesperrt ist.
6. Kältegerät (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kältemittelkreislauf (200) einen Verflüssiger (204) aufweist, wobei zwischen
dem Verflüssiger (204) und dem ersten Umlenkventil (218) ein Stoppventil (206) vorgesehen
ist.
7. Kältegerät (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Übertragungsbetrieb bei angetriebenem Verdichter (202) ein Stoppventil (206)
zumindest zeitweise eine Kältemittelströmung im Kältemittelkreislauf (200) unterbindet.
8. Kältegerät (100) nach einem der verstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältegerät (100) eine Steuerung (268) aufweist, die zumindest messignaleübertragend
mit einem Temperatursensor (272) verbunden ist.
1. Refrigerator (100) with a refrigerant circuit (200) which has a compressor (202) and
at least a first evaporator (214) and a second evaporator (216), wherein the refrigerant
circuit (200) has a main branch (278) and at least a first parallel branch (274) and
a second parallel branch (276), wherein the compressor (202), the first evaporator
(214) and the second evaporator (216) are arranged in the main branch (278), in the
first parallel branch (274) and in the second parallel branch (276) in each case,
and wherein a diverter valve (208) with an input (222) and at least a first output
(224) and a second output (226) is arranged between a compressor output (234) of the
compressor (202) and an evaporator input (248) of the first evaporator (214) and an
evaporator input (256) of the second evaporator (216), wherein the input (222), the
first output (224) and the second output (226) are connected to the main branch (278),
to the first parallel branch (274) and to the second parallel branch (276) so as to
conduct refrigerant in each case, wherein a second diverter valve (218) with at least
a first input (228) and a second input (230) and an output (232) is arranged between
a compressor input (264) of the compressor (202) and an evaporator output (250) of
the first evaporator (214) and an evaporator output (258) of the second evaporator
(216), wherein the first input (230), the second input (230) and the output (232)
are connected to the first parallel branch (274), to the second parallel branch (276)
and to the refrigerant circuit (200) so as to conduct refrigerant in each case, characterised in that the refrigerator (100) has a controller (268) which is connected at least to the
first diverter valve (208) and to the second diverter valve (218) in order to actuate
the first diverter valve (208) and the second diverter valve (218) and the controller
(268) is configured such that the refrigerator (100) is operated in a normal mode,
in which the first diverter valve (208) is at least temporarily in a first switch
position and the second diverter valve (218) is at the same time in a first switch
position, wherein in the first switch position of the first diverter valve (208),
the first output (224) of the first diverter valve (208) is connected, in a manner
permitting the flow of refrigerant, to the evaporator input (248) of the first evaporator
(214) and the second output (226) of the first diverter valve (208) is blocked in
a manner preventing the flow of refrigerant, and wherein in the first switch position
of the second diverter valve (218), the first input (228) of the second diverter valve
(218) is connected, in a manner permitting the flow of refrigerant, to the evaporator
output (250) of the first evaporator (214), and the second input (230) of the second
diverter valve (218) is blocked in a manner preventing the flow of refrigerant, and
the refrigerator (100) is operated in a further normal mode in which the first diverter
valve (208) is at least temporarily in a second switch position and the second diverter
valve (218) is at the same time in a second switch position, wherein in the second
switch position of the first diverter valve (208), the second output (226) of the
first diverter valve (208) is connected, in a manner permitting the flow of refrigerant,
to an evaporator input (256) of the second evaporator (216), and the first output
(224) of the first diverter valve (208) is blocked in a manner preventing the flow
of refrigerant, and wherein in the second switch position of the second diverter valve
(218), the second input (230) of the second diverter valve (218) is connected, in
a manner permitting the flow of refrigerant, to an evaporator output (258) of the
second evaporator (216) and the first input (228) of the second diverter valve (218)
is blocked in a manner preventing the flow of refrigerant.
2. Refrigerator (100) according to claim 1, characterised in that a first throttle (210) is arranged between the first diverter valve (208) and the
evaporator input (248) of the first evaporator (214) and a second throttle (212) is
arranged between the second diverter valve (218) and the evaporator input (256) of
the second evaporator (216).
3. Refrigerator (100) according to claim 2, characterised in that a capillary tube-suction line heat exchanger (220) is arranged in the refrigerant
circuit (200) between the compressor (202) and the first evaporator (214) and the
second evaporator (216) and is connected in a heat-transmitting manner to the first
throttle (210) and/or to the second throttle (212).
4. Refrigerator (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the refrigerator (100) can be operated in a transmission mode in which the first
diverter valve (208) is at least temporarily in a first switch position and the second
diverter valve (218) is at the same time in a second switch position, wherein in the
first switch position of the first diverter valve (208), the first output (224) of
the first diverter valve (208) is connected, in a manner permitting the flow of refrigerant,
to the evaporator input (248) of the first evaporator (214) and the second output
(226) of the first diverter valve (208) is blocked in a manner preventing the flow
of refrigerant, and wherein in the second switch position of the second diverter valve
(218), the second input (230) of the second diverter valve is connected, in a manner
permitting the flow of refrigerant, to an evaporator output (258) of the second evaporator
(216), and the first input (228) of the second diverter valve (218) is blocked in
a manner preventing the flow of refrigerant.
5. Refrigerator (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the refrigerator (100) can be operated in a transmission mode, in which the first
diverter valve (208) is at least temporarily in a second switch position and the second
diverter valve (218) is at the same time in a first switch position, wherein in the
second switch position of the first diverter valve (208), the second output (226)
of the first diverter valve (208) is connected, in a manner permitting the flow of
refrigerant, to an evaporator input (256) of the second evaporator (216) and the first
output (224) of the first diverter valve (208) is blocked in a manner preventing the
flow of refrigerant, and wherein in the first switch position of the second diverter
valve (218), the first input (228) of the second diverter valve (218) is connected,
in a manner permitting the flow of refrigerant, to the evaporator output (250) of
the first evaporator (214) and the second input (230) of the second diverter valve
(218) is blocked in a manner preventing the flow of refrigerant.
6. Refrigerator (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the refrigerant circuit (200) has a condenser (204), wherein a stop valve (206) is
provided between the condenser (204) and the first diverter valve (218).
7. Refrigerator (100) according to one of the preceding claims, characterised in that in a transmission mode with a powered compressor (202) a stop valve (206) at least
temporarily prevents a flow of refrigerant in the refrigerant circuit (200).
8. Refrigerator (100) according to one of the preceding claims, characterised in that the refrigerator (100) has a controller (268) which is connected to a temperature
sensor (272) at least for the transmission of measuring signals.
1. Appareil frigorifique (100) comprenant un circuit de liquide frigorigène (200) qui
présente un compresseur (202) et au moins un premier évaporateur (214) et un deuxième
évaporateur (216), le circuit de liquide frigorigène (200) présentant une branche
principale (278) et au moins une première branche parallèle (274) et une deuxième
branche parallèle (276), le compresseur (202) étant disposé dans la branche principale
(278), le premier évaporateur (214) étant disposé dans la première branche parallèle
(274) et le deuxième évaporateur (216) étant disposé dans la deuxième branche parallèle
(276), et une vanne de déviation (208) munie d'une entrée (222) et au moins d'une
première sortie (224) et d'une deuxième sortie (226) étant disposée entre une sortie
de compresseur (234) du compresseur (202) et une entrée d'évaporateur (248) du premier
évaporateur (214) et une entrée d'évaporateur (256) du deuxième évaporateur (216),
l'entrée (222) étant reliée à la branche principale (278), la première sortie (224)
étant reliée à la première branche parallèle (274) et la deuxième sortie (226) étant
reliée à la deuxième branche parallèle (276), toutes de manière à conduire le liquide
frigorigène, une deuxième vanne de déviation (218) munie d'au moins une première entrée
(228) et d'une deuxième entrée (230) et d'une sortie (232) étant disposée entre une
entrée de compresseur (264) du compresseur (202) et une sortie d'évaporateur (250)
du premier évaporateur (214) et une sortie d'évaporateur (258) du deuxième évaporateur
(216), la première entrée (230) étant reliée à la première branche parallèle (274),
la deuxième entrée (230) étant reliée à la deuxième branche parallèle (276) et la
sortie (232) étant reliée au circuit de liquide frigorigène (200), toutes de manière
à conduire le liquide frigorigène, caractérisé en ce que l'appareil frigorifique (100) présente une commande (268) qui est reliée au moins
à la première vanne de déviation (208) et à la deuxième vanne de déviation (218) pour
commander la première vanne de déviation (208) et la deuxième vanne de déviation (218),
et en ce que la commande (268) est configurée de manière à ce que l'appareil frigorifique (100)
fonctionne dans un mode de fonctionnement normal, dans lequel la première vanne de
déviation (208) se trouve au moins temporairement dans une première position de commutation
et dans lequel la deuxième vanne de déviation (218) se trouve simultanément dans une
première position de commutation, la première sortie (224) de la première vanne de
déviation (208), dans la première position de commutation de la première vanne de
déviation (208), étant reliée à l'entrée d'évaporateur (248) du premier évaporateur
(214) de manière à laisser passer le liquide frigorigène, et la deuxième sortie (226)
de la première vanne de déviation (208) étant bloquée de manière à ne pas laisser
passer le liquide frigorigène, et la première entrée (228) de la deuxième vanne de
déviation (218), dans la première position de commutation de la deuxième vanne de
déviation (218), étant reliée à la sortie d'évaporateur (250) du premier évaporateur
(214) de manière à laisser passer le liquide frigorigène, et la deuxième entrée (230)
de la deuxième vanne de déviation (218) étant bloquée de manière à ne pas laisser
passer le liquide frigorigène,
et en ce que l'appareil frigorifique (100) fonctionne dans un autre mode de fonctionnement normal,
dans lequel la première vanne de déviation (208) se trouve au moins temporairement
dans une deuxième position de commutation et dans lequel la deuxième vanne de déviation
(218) se trouve simultanément dans une deuxième position de commutation, la deuxième
sortie (226) de la première vanne de déviation (208), dans la deuxième position de
commutation de la première vanne de déviation (208), étant reliée à l'entrée d'évaporateur
(256) du deuxième évaporateur (216) de manière à être traversée, et la première sortie
(224) de la première vanne de déviation (208) étant bloquée de manière à ne pas être
traversée par le liquide frigorigène, et la deuxième entrée (230) de la deuxième vanne
de déviation (218), dans la deuxième position de commutation de la deuxième vanne
de déviation (218), étant reliée à la sortie d'évaporateur (258) du deuxième évaporateur
(216) de manière à être traversée, et la première entrée (228) de la deuxième vanne
de déviation (218) étant bloquée de manière à ne pas être traversée par le liquide
frigorigène.
2. Appareil frigorifique (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un premier restricteur (210) est disposé entre la première vanne de déviation (208)
et l'entrée d'évaporateur (248) du premier évaporateur (214), et en ce qu'un deuxième restricteur (212) est disposé entre la deuxième vanne de déviation (218)
et l'entrée d'évaporateur (256) du deuxième évaporateur (216).
3. Appareil frigorifique (100) selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un échangeur de chaleur (220) à tube aspirateur- tube restricteur est disposé dans
le circuit de liquide frigorigène (200) entre le compresseur (202) et le premier évaporateur
(214) et le deuxième évaporateur (216), lequel échangeur de chaleur est relié au premier
restricteur (210) et/ou au deuxième restricteur (212) de manière à transmettre la
chaleur.
4. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appareil frigorifique (100) peut fonctionner dans un mode de fonctionnement par
transmission, dans lequel la première vanne de déviation (208) se trouve au moins
temporairement dans une première position de commutation et dans lequel la deuxième
vanne de déviation (218) se trouve simultanément dans une deuxième position de commutation,
la première sortie (224) de la première vanne de déviation (208), dans la première
position de commutation de la première vanne de déviation (208), étant reliée à l'entrée
d'évaporateur (248) du premier évaporateur (214) de manière à laisser passer le liquide
frigorigène, et la deuxième sortie (226) de la première vanne de déviation (208) étant
bloquée de manière à ne pas laisser passer le liquide frigorigène, et la deuxième
entrée (230) de la deuxième vanne de déviation (218), dans la deuxième position de
commutation de la deuxième vanne de déviation (218), étant reliée à la sortie d'évaporateur
(258) du deuxième évaporateur (216) de manière à être traversée, et la première entrée
(228) de la deuxième vanne de déviation (218) étant bloquée de manière à ne pas être
traversée par le liquide frigorigène.
5. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appareil frigorifique (100) peut fonctionner dans un mode de fonctionnement par
transmission, dans lequel la première vanne de déviation (208) se trouve au moins
temporairement dans une deuxième position de commutation et dans lequel la deuxième
vanne de déviation (218) se trouve simultanément dans une première position de commutation,
la deuxième sortie (226) de la première vanne de déviation (208), dans la deuxième
position de commutation de la première vanne de déviation (208), étant reliée à l'entrée
d'évaporateur (256) du deuxième évaporateur (216) de manière à être traversée, et
la première sortie (224) de la première vanne de déviation (208) étant bloquée de
manière à ne pas être traversée par le liquide frigorigène, et la première entrée
(228) de la deuxième vanne de déviation (218), dans la première position de commutation
de la deuxième vanne de déviation (218), étant reliée à la sortie d'évaporateur (250)
du premier évaporateur (214) de manière à laisser passer le liquide frigorigène, et
la deuxième entrée (230) de la deuxième vanne de déviation (218) étant bloquée de
manière à ne pas être traversée par le liquide frigorigène.
6. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le circuit de liquide frigorigène (200) présente un condenseur (204), une vanne d'arrêt
(206) étant ménagée entre le condenseur (204) et la première vanne de déviation (218).
7. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que dans un mode de fonctionnement par transmission, lorsque le compresseur (202) est
entraîné, une vanne d'arrêt (206) interrompt au moins temporairement un flux du liquide
frigorigène dans le circuit de liquide frigorigène (200).
8. Appareil frigorifique (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appareil frigorifique (100) présente une commande (268) qui est reliée à un capteur
de température (272) au moins en transmettant des signaux de mesure.