[0001] Die Erfindung betrifft ein Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul für ein Schienenfahrzeug,
umfassend zumindest einen Türflügel, einen in Schieberichtung des Türflügels längs
ausgerichteten Träger, welcher insbesondere quer zu seiner Längserstreckung in horizontaler
Richtung verschiebbar gelagert ist, und eine Linearführung mit einer Profilschiene
und wenigstens einem Führungswagen/Führungsschlitten. Die Profilschiene ist auf dem
Träger befestigt oder von diesem in Form eines Profilbereichs umfasst. Der wenigstens
eine Führungswagen/Führungsschlitten ist auf der Profilschiene gelagert, und der Türflügel
ist mit Hilfe des zumindest einen Führungswagens/Führungsschlittens verschiebbar gelagert.
[0002] Schiebetürmodule/Schwenkschiebetürmodule der genannten Art sind grundsätzlich bekannt.
Dabei sind zumeist ein Türflügel oder zwei Türflügel verschiebbar gelagert, welche
zum Öffnen im Falle eines Schwenkschiebetürmoduls mit Hilfe einer Ausstellmechanik
zuerst ausgestellt und dann verschoben werden oder im Falle eines Schiebetürmoduls
nur verschoben werden. Zugunsten eines leichtgängigen Betriebs sind die Türflügel
in aller Regel mit Hilfe von Linearwälzführungen gelagert. Diese Linearwälzführungen
sind hauptsächlich aus dem Bau von Werkzeugmaschinen bekannt, bei dem die exakte Führung
von Maschinenteilen unerlässlich ist. Diese sind daher möglichst spielfrei ausgelegt
und verlangen nach einer vergleichsweise starren Unterkonstruktion, um ein Verspannen
der Linearwälzführungen zu vermeiden und eine lange Lebensdauer sicherzustellen. Die
nach dem Stand der Technik eingesetzten Konstruktionen sind daher ebenfalls vergleichsweise
starr ausgelegt, wodurch Stöße, die auf das Schienenfahrzeug einwirken, praktisch
ungemildert auf das Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul übertragen werden. Dadurch
wird wiederum die Lebensdauer der Linearführung verringert. Zudem sind die bekannten
Lösungen vergleichsweise schwer und wirken sich somit negativ auf das Gesamtgewicht
des Schienenfahrzeugs aus. Insbesondere im urbanen Verkehr, bei dem die Schienenfahrzeuge
in kurzen Abständen beschleunigt und wieder abgebremst werden, verschlechtert eine
solche Tragkonstruktion die Energieeffizienz des Schienenfahrzeugs.
[0003] Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein verbessertes Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
anzugeben. Insbesondere sollen die oben beschriebenen Nachteile vermieden oder deren
Auswirkungen wenigsten gemildert werden.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul der
eingangs genannten Art gelöst, bei dem die maximale statische Durchbiegung des Trägers
bezogen auf dessen Lagerpunkte bei (leicht) geöffnetem Türflügel im Bereich einer
lichten Türweite LW von 800 mm bis 2300 mm zumindest

[0005] Millimeter pro Kilogramm Türflügelgewicht beträgt. Die maximale statische Durchbiegung
wird dabei bei stillstehendem Schienenfahrzeug gemessen und tritt an einer bestimmten
Position des Trägers bei einer bestimmten Position des Türflügels oder der Türflügel
auf. In aller Regel tritt die stärkste Durchbiegung des Trägers bei einer doppelflügeligen
Schiebetür in der Mitte des Trägers bei leicht (einen Spalt weit) geöffneten Türflügeln
und bei einer einflügeligen Schiebetür in der Mitte des Trägers bei halb geöffneter
Schiebetür auf und kann exakt beispielsweise in einer Computersimulation oder einem
Versuch ermittelt werden.
[0006] Die "lichte Türweite" bezeichnet die Breite des Durchgangs bei vollständig geöffneter
Schiebetür und wird, je nachdem wie weit die der oder die Türflügel geöffnet wird/werden,
zwischen dem Türrahmen, dem Türrahmen und einem Türflügel oder zwischen den beiden
Türflügeln gemessen.
[0007] Die Durchbiegung ist bezogen auf das Gewicht des Türflügels respektive der Türflügel
angegeben. Um die absolute Durchbiegung zu erhalten, ist der angegebene Wert jeweils
mit dem Gesamtgewicht der Türflügel zu multiplizieren. Beträgt das Gewicht eines Türflügels
beispielsweise 32,5 kg und handelt es sich um eine doppelflügelige Schiebetür mit
einer lichten Weite von 1600 mm, so ergibt sich eine maximale absolute statische Durchbiegung
des Trägers von zumindest

[0008] Weiterhin ist es günstig, wenn die maximale statische Durchbiegung des Trägers bezogen
auf dessen Lagerpunkte bei geöffnetem Türflügel im Bereich einer lichten Türweite
LW von 800 mm bis 2300 mm zumindest

oder

[0009] Millimeter pro Kilogramm Türflügelgewicht beträgt.
[0010] Günstig ist es zudem, wenn die maximale statische Durchbiegung des Trägers zwischen
den äußersten Berührpunkten der den Türflügel tragenden Führungswägen/Führungsschlitten
mit der Profilschiene (das heißt auf der Gesamt-Führungslänge) bei geöffnetem Türflügel
zusätzlich oder alternativ zumindest 0,0075 mm, insbesondere aber auch 0,015 mm, 0,030
mm oder sogar 0,075 mm pro kg Türflügelgewicht beträgt. Handelt es sich bei der Linearführung
um eine Linearwälzführung, so kann die maximale statische Durchbiegung des Trägers
auch auf die Berührpunkte der äußersten, den Türflügel tragenden Wälzkörper mit der
Profilschiene bezogen sein. Auch hier kann die absolute Durchbiegung durch Multiplikation
des angegebenen Werts mit dem Gesamtgewicht der Türflügel erhalten werden.
[0011] Gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Schiebetürmodulen/Schwenkschiebetürmodulen
weist das vorgestellte Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul eine vergleichsweise
starke Verformung auf. Der Träger des Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmoduls ist
also gezielt "weich" gestaltet, sodass dieser im Wesentlichen wie eine Blattfeder
wirkt und auf diese Weise die Übertragung von auf das Schienenfahrzeug wirkenden Stößen
auf das Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul gemildert wird. Dadurch dass auf die
Linearführung Stöße kaum mehr einwirken, weist dies eine erhöhte Lebensdauer auf.
Durch das reduzierte Gewicht des Trägers werden nicht nur die Energieeffizienz des
Schienenfahrzeugs verbessert, sondern es wird auch die Resonanzfrequenz des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls
in Richtung höherer Frequenzen verschoben, wodurch Schwingungen mit nennenswerter
Amplitude nicht oder in nur geringem Maße angeregt werden können.
[0012] Die vorgestellte Lösung kann sowohl bei einer Linearwälzführung, bei der ein Führungswagen
mit Hilfe von Wälzkörpern auf einer Profilschiene gelagert ist, als auch bei einer
Lineargleitführung, bei der ein Führungsschlitten auf der Profilschiene gleitet, eingesetzt
werden. Linearwälzführungen bieten eine gute Leichtgängigkeit bei nur geringem oder
keinem Lagerspiel, allerdings sind sie aufgrund der hohen Flächenpressungen zwischen
Wälzkörper und Profilschiene sehr anfällig gegen Überbelastung, insbesondere Stöße.
Durch die weiche Gestaltung des Trägers werden solche Stöße aber sehr gut gedämpft,
wodurch der Vorteil der Erfindung bei Verwendung von Linearwälzführungen besonders
hervortritt.
[0013] Linearwälzführungen können zum Beispiel mit Kugeln oder Rollen als Wälzkörper ausgeführt
werden. Die Wälzkörper bilden in einem Kontaktbereich das Bindeglied zwischen Profilschiene
und Führungswagen. Die momentan nicht in Kontakt mit der Profilschiene stehenden Wälzkörper
werden über einen Rückführbereich (z.B. Rückführkanal) vom Ende des Kontaktbereichs
zu dessen Beginn oder umgekehrt geleitet. Die Wälzkörper wandern also in einer geschlossenen
Bahn. In aller Regel ist diese Bahn im Wesentlichen in einer Ebene, der "Umlaufebene"
angeordnet. Dabei kann eine ovalförmige Bahn vorgesehen sein, oder es sind hintereinander
mehrere ovalförmige oder kreisförmige Bahnen vorgesehen, die in derselben Ebene angeordnet
sind und in ihrer Gesamtheit einen Kontaktbereich bilden. Darüber hinaus können mehrere
Bahnen auch in unterschiedlichen aber zueinander parallelen Ebenen liegen. Schließlich
können die Bahnen auch einander kreuzen. Beispielsweise kann eine Umlaufbahn die Umlaufebene
im Umkehrbereich verlassen, um eine Kreuzung mit einer anderen Umlaufbahn zu ermöglichen.
Gegebenenfalls können die Wälzkörper auch in einem Wälzkörperkäfig angeordnet sein.
[0014] An dieser Stelle wird angemerkt, dass sich die Merkmale der Erfindung im Besonderen
für den Einsatz bei einer Schwenkschiebetüre beziehungsweise bei einem Schwenkschiebemodul
eignen. Nichtsdestotrotz kann die Erfindung auch für eine Schiebetür beziehungsweise
ein Schiebetürmodul eingesetzt werden, bei der oder dem ein Schwenkmechanismus fehlt.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung in Zusammenschau mit den Figuren.
[0016] Vorteilhaft ist es, wenn das Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul mehrere (z.B.
zwei) gesonderte, insbesondere in Schieberichtung des Türflügels von einander beabstandete,
nur einem Türflügel zugeordnete Führungswägen/Führungsschlitten aufweist. Insbesondere
sind die genannten Führungswägen/Führungsschlitten auf nur einer Profilschiene gelagert.
Im Prinzip können einem Türflügel aber auch mehrere Führungswägen/Führungsschlitten,
welche auf unterschiedlichen Profilschienen gelagert sind, zugeordnet sein. Auf diese
Weise kann das durch die Gewichtskraft des Türflügels verursachte Drehmoment wegen
der beabstandeten Führungswägen/Führungsschlitten gut in den Träger übertragen werden,
andererseits ist die Linearführung aufgrund der relativ kurzen Führungslänge der einzelnen
Führungswägen/Führungsschlitten aber auch wenig anfällig gegen Verspannungen.
[0017] Vorteilhaft ist es in obigem Zusammenhang insbesondere, wenn die Führungslängen der
Führungswägen/Führungsschlitten in Summe maximal halb so lang sind wie die Gesamt-Führungslänge,
also der Abstand zwischen den äußersten Berührpunkten der den Türflügel tragenden
Führungswägen/Führungsschlitten mit der Profilschiene. Dadurch bleibt die Lagerung
der Führungswägen/Führungsschlitten auch bei vergleichsweise starker Durchbiegung
des Trägers respektive der Profilschiene leichtgängig. Im Falle einer Linearwälzführung
können die Führungslänge und die Gesamt-Führungslänge wiederum auf die äußersten,
den Türflügel tragenden Wälzkörper bezogen sein.
[0018] Günstig ist es, wenn die Führungswägen/Führungsschlitten starr mit einem Querträger
respektive gelenkig mit dem Türflügel miteinander verbunden sind. Dadurch ergibt sich
eine einfache und robuste Konstruktion des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls.
[0019] Günstig ist es, wenn die Führungswägen/Führungsschlitten gelenkig mit einem Querträger
respektive gelenkig mit dem Türflügel miteinander verbunden sind. Auf diese Weise
kann eine Durchbiegung des Trägers noch besser ausgeglichen werden, da die Führungswägen/Führungsschlitten
einer lokalen Ausrichtung des Trägers respektive der Führungsschiene besser folgen
können und das Risiko einer Verspannung der Linearführung damit reduziert wird.
[0020] Günstig ist es, wenn der Träger bezogen auf seine Längserstreckung im Wesentlichen
an seinen Endpunkten gelagert ist. Auf diese Weise kann eine vergleichsweise gute
Dämpfungswirkung von auf das Schienenfahrzeug einwirkenden Stößen erzielt werden.
Darüber hinaus ergibt sich bei dieser Anordnung in aller Regel eine vorteilhafte Einbausituation.
[0021] Besonders günstig ist es aber auch, wenn der Träger bezogen auf seine Längserstreckung
im Wesentlichen an den Besselschen Punkten gelagert ist. Dadurch kann das Gewicht
des Trägers bei gleicher Dämpfungswirkung reduziert werden. Die Bessel-Punkte sind
vorteilhafte Positionen der Auflager eines belasteten Trägers und liegen etwa bei
22% der Länge des Trägers. Deren konkrete Position hängt jedoch von der Auslegung
des Trägers und der darauf montierten Komponenten sowie von der Gewichtsverteilung
ab.
[0022] Besonders günstig ist es auch, wenn einer der Lagerpunkte des Träger als Fixlager
und der andere Lagerpunkt oder die anderen Lagerpunkte als Loslager ausgebildet ist/sind.
Auf diese Weise kann eine zum Beispiel temperaturbedingte Längenänderung des Trägers
beziehungsweise ein Änderung der Distanz zwischen den Endpunkten des Trägers bei Durchbiegung
desselben ausgeglichen werden.
[0023] Vorteilhaft ist es, wenn der Träger im Querschnitt beidseits der Profilschiene höher
ist als im Bereich der Profilschiene. Insbesondere weist der Träger im Querschnitt
auf seiner Ober- und Unterseite seitlich von der Profilschiene dazu eine Erhöhung
auf. Im Speziellen kann der Träger auch einen im Wesentlichen H-förmigen oder X-förmigen
oder T-förmigen Querschnitt aufweisen. Dadurch kann einerseits die vertikale, andererseits
auch die horizontale Biegesteifigkeit des Trägers bei gleichem Gewicht erhöht oder
sein Gewicht bei gleicher Biegesteifigkeit verringert werden. Der Träger kann somit
insgesamt relativ dünnwandig gestaltet werden, wodurch das Gesamtgewicht des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls
weiter reduziert und damit die Fahrleistungen des Schienenfahrzeugs verbessert werden.
Neben der Verbesserung des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls im Hinblick auf
vertikale Kräfte wird auch eine Erhöhung der Biegesteifigkeit in horizontaler Richtung
beziehungsweise eine Erhöhung der Torsionssteifigkeit um die Längsachse des Trägers
bewirkt.
[0024] Günstig ist es auch, wenn der Träger im Bereich der neutralen Biegefaser einen Hohlraum
aufweist, das heißt die neutrale Faser im genannten Hohlraum angeordnet ist. Dadurch
weist der Träger ein relativ geringes Gewicht bei guter Stabilität auf.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Führungssystem zwei Linearführungen umfasst,
wobei eine erste Profilschiene auf der Oberseite des Trägers und eine zweite Profilschiene
auf der Unterseite des Trägers montiert sind. Auf diese Weise kann ein einziger Träger
zum Halten einer doppelflügeligen Schwenkschiebetür eingesetzt werden. Ein Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
umfasst dementsprechend eine der unteren Linearführung befestigte erste Schwenkschiebetür
und eine an der oberen Linearführung befestigte zweite Schwenkschiebetür. Die Bauhöhe
des Führungssystems ist bei dieser Anordnung besonders gering. Insbesondere ist es
auch von Vorteil, wenn der Träger in Bezug auf seine Horizontalachse symmetrisch aufgebaut
ist, da dann keine besondere Montagerichtung zu beachten ist.
[0026] Vorteilhaft ist es, wenn die Profilschiene einen im Wesentlichen C-förmigen beziehungsweise
U-förmigen Querschnitt aufweist und der Führungswagen/Führungsschlitten zwischen den
gegenüberliegenden Endschenkeln des C-förmigen beziehungsweise U-förmigen Querschnitts
gelagert ist. Eine solche Linearwälzführung ist kaum anfällig im Hinblick auf Verspannungen,
wodurch diese bei Einsatz in dem vorgestellten Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
eine vergleichsweise hohe Lebensdauer aufweist.
[0027] Besonders vorteilhaft ist es weiterhin in obigem Zusammenhang, wenn die Wälzkörper
zwischen einem Endschenkel der Profilschiene und dem Führungswagen/Führungsschlitten
einreihig angeordnet sind. Dadurch ist die Linearführung besonders tolerant gegenüber
Verformungen des Führungssystems und damit besonders gut für den Einsatz bei Schienenfahrzeugen
geeignet. Aus den genannten Gründen ist die Linearführung zudem sehr langlebig.
[0028] Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Antrieb für den Türflügel derart dimensioniert
ist, dass die Durchbiegung des Trägers beim Schließen des Türflügels verringert wird.
Ein wegen der
[0029] Durchbiegung des Trägers nach außen hängender Türflügel wird beim Schließen gegen
den Türrahmen oder eine andere Schiebetür gefahren und bei weiterer Einwirkung des
ausreichend stark dimensionieren Antriebs aufgerichtet. Durch den Berührpunkt des
Türflügels mit dem Türrahmen oder einem anderen Türflügel und die auf ihn wirkende
Antriebskraft wirkt ja ein Drehmoment auf diesen. Dadurch wird aber auch der Träger
in dessen Mitte nach oben gedrückt, sodass die Durchbiegung verringert wird. Durch
diese Verspannung wird nicht nur die Durchbiegung des Trägers verringert, sondern
auch das Schwingungsverhalten des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls verändert,
das heißt in Richtung höherer Resonanzfrequenzen verschoben. Man kann also sagen,
dass das Schwingungsverhalten des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls über den
Antrieb für die Türflügel gesteuert werden kann. Als Antrieb kommen alle Arten von
Rotationsmotoren oder Linearmotoren in Frage, beispielsweise elektrische, pneumatische
und hydraulische Antriebe. Konkret kann die Tragkonstruktion für einen Türflügel beispielsweise
mit Hilfe einer Spindel oder eines Seilzugs entlang des Trägers bewegt werden.
[0030] Günstig ist es schließlich auch, wenn der Türflügel um eine in Längsrichtung des
Trägers verlaufende Achse drehbar gelagert ist. Dadurch können einerseits Toleranzen
ausgeglichen werden, andererseits kann ein solches Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
auch gut in Schienenfahrzeuge eingebaut werden, deren Seitenwände geneigt sind. Die
Drehung kann beispielsweise dadurch ermöglicht werden. dass der Türflügel mit Hilfe
eines drehbar gelagerten Bolzens am Querträger befestigt wird. Vorstellbar ist aber
auch, dass der Türflügel mit dem Querträger fix verbunden ist, dieser jedoch drehbar
zur Profilschiene gelagert ist.
[0031] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- ein beispielhaftes und stark vereinfachtes und mit übertriebener Verformung dargestelltes
Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul eines Schienenfahrzeugs;
- Fig. 2
- den Träger und die Führungswägen des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls isoliert
dargestellt;
- Fig. 3
- einen Träger des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls mit nur einem Führungswagen
für einen Türflügel;
- Fig. 4
- wie Fig. 1, nur mit geschlossenen Türflügeln und dadurch verringerter Verformung des
Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls;
- Fig. 5
- ein Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul, bei dem ein zwei Führungswägen verbindender
Querträger gelenkig mit diesen verbunden ist;
- Fig. 6
- ein beispielhaftes und schematisch dargestelltes Führungssystem für ein Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
in Schrägansicht;
- Fig. 7
- das Führungssystem aus Fig. 1 im Querschnitt;
- Fig. 8
- das Führungssystem aus Fig. 1 im Längsschnitt;
- Fig. 9
- wie Fig. 8, nur mit einem elastischen Element zwischen Konsole und Gegenhalter;
- Fig. 10
- ein Gelenk mit allgemein zylindrischen Wälzflächen mit aufeinander quer stehenden
Achsen;
- Fig. 11
- ein Gelenk mit mehrdimensional gewölbten Wälzflächen und
- Fig. 12
- ein Führungssystem mit vertikal angeordnetem Führungswagen.
[0032] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiterhin
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0033] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0034] Fig. 1 zeigt Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 für ein Schienenfahrzeug in
stark vereinfachter Darstellung. Das Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 umfasst
zwei Türflügel 2 und einen in Schieberichtung der Türflügel 2 längs ausgerichteten
Träger 3, welcher im Falle eines Schwenkschiebetürmoduls quer zu seiner Längserstreckung
in horizontaler Richtung verschiebbar oder im Falle eines Schiebetürmoduls fix gelagert
ist. Darüber hinaus umfasst das Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 eine Linearführung,
welche in diesem Beispiel konkret als Linearwälzführung ausgeführt ist. Die Linearwälzführung
umfasst eine Profilschiene und zwei Führungswägen 4, wobei die Profilschiene auf dem
Träger 3 befestigt oder von diesem in Form eines Profilbereichs umfasst ist. In der
Fig. 1 ist die Profilschiene der besseren Übersicht halber nicht explizit dargestellt
(für Details siehe jedoch die Figuren 6 und 7). Für die folgenden Betrachtungen kann
sie daher als vom Träger 3 umfasst aufgefasst werden.
[0035] Im gezeigten Beispiel ist je ein Türflügel 2 je zwei Führungswägen 4 zugeordnet.
Dazu sind diese über einen Querträger 5 starr miteinander verbunden. Der Türflügel
2 ist über eine Konsole 6 am Querträger 6 befestigt. In dem in Fig. 1 dargestellten
Beispiel ist eine erste Profilschiene auf der Oberseite des Trägers 3 befestigt, welche
dem rechten Türflügel 2 zugeordnet ist. Eine zweite, auf der Unterseite des Trägers
3 montierte Profilschiene ist dem linken Türflügel 2 zugeordnet.
[0036] Der Träger 3 ist in dem konkreten Beispiel bezogen auf seine Längserstreckung im
Wesentlichen an seinen Endpunkten gelagert. Dabei ist der linke Lagerpunkt des Träger
3 als Fixlager 7 und der rechte Lagerpunkt als Loslager 8 ausgebildet. Mit den beiden
Lagern 7 und 8 ist der Träger 3 in einem Schienenfahrzeug (nicht dargestellt) gelagert.
[0037] Wie in der Fig. 1 (übertrieben) dargestellt ist, biegt sich der Träger 3 aufgrund
des Gewichts des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls 1 nach unten, wodurch die
beiden Türflügel 2 nach außen kippen. Die maximale statische Durchbiegung y1 des Trägers
3 bei geöffnetem Türflügel 2 bezogen auf dessen Lagerpunkte 7, 8 beträgt im Bereich
einer lichten Türweite LW von 800 mm bis 2300 mm zumindest

[0038] Millimeter pro Kilogramm Türflügelgewicht. Da der Träger 3 an seinen Enden an den
Lagern 7 und 8 gelagert ist, tritt die maximale statische Durchbiegung y1 in der Mitte
des Trägers 3 auf, im Speziellen wenn die Tür einen Spalt breit geöffnet ist. Je nach
Lagerung des Trägers 3 kann die maximale statische Durchbiegung y1 aber auch an einer
anderen Stelle des Trägers 3 auftreten. Die absolute Durchbiegung kann durch Einsetzen
der lichten Weite in die Formel und durch Multiplikation des angegebenen Werts mit
dem Gesamtgewicht der Türflügel erhalten werden.
[0039] Zusätzlich oder alternativ dazu kann die maximale Durchbiegung y2 des Trägers 3 zwischen
den Berührpunkten der äußersten, einen Türflügel 2 tragenden Wälzkörper mit der Profilschiene
bei geöffneter Schiebetür zumindest 0,0075 mm, insbesondere zumindest 0,015 mm, 0,030
mm oder 0,075 mm pro kg Türflügelgewicht betragen. Die absolute Durchbiegung kann
jeweils durch Multiplikation des angegebenen Werts mit dem Gesamtgewicht der Türflügel
erhalten werden.
[0040] Fig. 2 zeigt dazu eine weiter vereinfachte Darstellung. Dabei sind nur die Führungswägen
4 des rechten Türflügels 2 auf dem Träger 3, respektive der Profilschiene dargestellt.
Die Führungswägen 4 sind auf der Profilschiene mittels umlaufender Wälzkörper 9 gelagert.
Durch den Türflügel 2 wird das Moment M in die Tragestruktur eingeprägt, wodurch die
linke untere Kugel der linken Linearführung 4 und die rechte obere Kugel der rechten
Linearführung 4 vergleichsweise stark belastet werden. Diese beiden Kugeln 9 sind
jeweils schwarz dargestellt und bilden mit der Profilschiene die äußersten Berührpunkte
10 und 11. Durch diese beiden Punkte 10 und 11 ist die Gesamtführungslänge g definiert,
auf der die Durchbiegung y2 gemessen wird. Die beiden Linearführungen 4 weisen jeweils
die Führungslänge f auf. Aus der Fig. 2 geht auch hervor, dass die Führungslängen
f der Führungswägen 4 in Summe (also hier 2f) kleiner sind wie der Abstand der genannten
Berührpunkte 10 und 11, das heißt kleiner als die Gesamtführungslänge g. Auf diese
Weise wird einem Verspannen der Linearführung vorgebeugt. Zu beachten ist an der Fig.
2, dass die Durchbiegung y2 rein zufällig der halben Höhe des Trägers 3 entspricht.
Dies ist natürlich keine zwingende Bedingung und die Durchbiegung y2 kann auch kleiner
oder größer sein als die halbe Höhe des Trägers 3.
[0041] In der Realität treten an dem Träger 3 nicht nur Durchbiegungen in vertikaler sondern
auch in horizontaler Richtung auf. Dies deswegen, weil auf die Türflügel 2 Druckschwankungen
wirken und so den Träger 3 auch in horizontaler Richtung verbiegen können. Es kommt
somit auch zu einem Biegemoment normal auf das in Fig. 2 dargestellte Moment M und
somit zu einer Überlagerung von Momenten. Die angegebenen Werte für die Durchbiegung
beziehen sich jedoch auf ein stillstehendes Fahrzeug ohne den Einfluss von Druckschwankungen,
sodass das dafür relevante Moment M (nur) durch die Gewichtskraft verursacht wird.
[0042] Gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Schiebetürmodulen/Schwenkschiebetürmodulen
weist das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
1 eine vergleichsweise starke statische Durchbiegung auf. Der Träger 3 ist also gezielt
"weich" gestaltet, sodass dieser im Wesentlichen wie eine Blattfeder wirkt und auf
diese Weise die Übertragung von auf das Schienenfahrzeug wirkenden Stößen auf das
Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 gemildert wird. Durch das reduzierte Gewicht
des Trägers 3 wird auch die Resonanzfrequenz des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls
1 in Richtung höherer Frequenzen verschoben, wodurch Schwingungen mit nennenswerter
Amplitude nicht oder in nur geringem Maße angeregt werden können.
[0043] Um das Gewicht des Trägers 3 bei gleicher Durchbiegung y1, y2 weiter zu reduzieren
kann auch vorgesehen sein, dass die Lagerpunkte etwas nach innen versetzt werden.
In der Fig. 2 sind dazu die um die Länge x nach innen versetzten alternativen Lagerpunkte
12 und 13 dargestellt. Vorzugsweise werden die Lagerpunkte 12 und 13 an den Besselschen
Punkten angeordnet, für die x≈0,22 beträgt. Vorteilhaft ist bei dieser Anordnung nicht
nur das reduzierte Gewicht, sondern auch die reduzierte freie Schwinglänge des Trägers
3, da an den Lagerpunkten 7, 8, 12 und 13 zwangsläufig Schwingungsknoten vorhanden
sind. Die Resonanzschwingung des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls wird damit
noch weiter in Richtung höherer Frequenzen (und ggf. auch kleinerer Amplituden) verschoben.
[0044] In der Fig. 2 laufen die beiden Führungswägen 4 nur auf einer Profilschiene. Denkbar
wäre auch, dass diese auf zwei voneinander bebstandeten Profilschienen geführt sind.
Dennoch kann auch bei einer solchen Anordnung die Gesamtführungslänge g vorgesehen
sein, das heißt die beiden Führungswägen 4 können in Schieberichtung voneinander beabstandet
sein. Liegen die Profilschienen hintereinander, so kann die Fig. 2 direkt als Projektion
einer solchen Anordnung in die Blattebene beziehungsweise Vorderansicht aufgefasst
werden (der hintere Führungswagen 4 wäre dann aber durch die vorne liegende Profilschiene
als verdeckt darzustellen).
[0045] Fig. 3 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel, bei dem anstelle von zwei Führungswägen
nur ein vergleichsweise langer Führungswagen 4 vorgesehen ist. In aller Regel lässt
eine solche Anordnung geringere Durchbiegungen zu als eine Anordnung nach den Figuren
1 und 2. Allerdings lässt sich ein Verspannen der Linearführung vermeiden, wenn tolerante
Führungssysteme eingesetzt werden. Beispielsweise sind einreihige Führungssysteme
(d.h. mit einer Kugelreihe) mit C- beziehungsweise U-förmiger Schiene (siehe auch
die Figuren 5 und 7) in aller Regel vergleichsweise resistent gegenüber Verspannungen
und können daher gut für ein Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 eingesetzt werden.
[0046] In einer weiteren Variante können auch mehrere (insbesondere zwei) Führungswägen
4 vorgesehen sein, die einander berühren. Die Gesamtlänge der Anordnung entspricht
dann der Summe der Längen der einzelnen Führungswägen 4. Gegenüber der in Fig. 3 dargestellten
Anordnung bietet eine solche Unterteilung in einzelne Führungswägen 4 aber den Vorteil,
dass diese gegeneinander verkippen und so einer Durchbiegung des Trägers 3 besser
folgen können. Dennoch bleibt diese Anordnungen in den Außenabmessungen kompakt.
[0047] In einer vorteilhaften Variante des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls 1 ist
ein Antrieb für die Türflügel 2 derart dimensioniert, dass die Durchbiegung y1, y2
des Trägers 3 beim Schließen der Türflügel 2 verringert wird. Fig. 4 zeigt die Anordnung
aus Fig. 1 bei geschlossenen Türen. Die nach außen hängenden Türflügel 2 werden dabei
über den genannten Antrieb (nicht dargestellt) auf einander zubewegt bis einander
im unteren Bereich berühren. Ist der Antrieb ausreichend stark dimensioniert, so führt
eine weitere Bewegung zu einem Aufrichten der Türflügel 2, da auf diese wegen der
im Bereich des Trägers 3 wirkenden Antriebskraft und ihres Berührpunkts im unteren
Bereich ein Drehmoment auf sie wirkt. Dadurch wird aber auch der Träger 3 in der Mitte
nach oben gedrückt, sodass die Durchbiegung y1, y2 verringert wird. Schließlich wird
damit auch das Schwingungsverhalten des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls 1
verbessert, das heißt in Richtung höherer Resonanzfrequenzen verschoben. Dabei spielt
auch die Tatsache eine Rolle, dass die Türflügel 2 aufgrund der Hebelwirkung mit einer
hohen Kraft aneinander gedrückt werden und im Hinblick auf das Schwingungsverhalten
als ein einziger Türflügel 2 mit doppelter Masse und dementsprechend niedriger Resonanzfrequenz
wirken. Bei einer einflügeligen Schiebetür wird der Türflügel 1 an die mehr oder minder
starre Waggonwand gedrückt, wodurch Schwingungen ebenfalls nur in einem reduzierten
Maße angeregt werden können.
[0048] Man kann also sagen, dass das Schwingungsverhalten des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls
1 über den Antrieb gesteuert werden kann. Als Antrieb kommen alle Arten von Rotationsmotoren
oder Linearmotoren in Frage, beispielsweise elektrische, pneumatische und hydraulische
Antriebe. Konkret kann die Tragkonstruktion 4, 5, 6 für einen Türflügel 2 beispielsweise
mit Hilfe einer Spindel, eines Seilzugs oder eines Zahnstangenantriebs entlang des
Trägers 3 bewegt werden.
[0049] Fig. 5 zeigt nun eine weitere beispielhafte Ausführungsvariante eines Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls
1, bei der die Führungswägen 4 gelenkig mit dem Querträger 5 respektive mit dem Türflügel
2 miteinander verbunden sind. Symbolhaft sind in der Fig. 5 dazu Drehlager 14 an beiden
Führungswägen 4 dargestellt. Außerdem zeigt die Fig. 5, dass nicht zwingend ein Fixlager
und ein Loslager für die Lagerung des Trägers 3 vorgesehen sein müssen. Stattdessen
können auch zwei Fixlager an den Lagerpunkten 7 und 8 vorgesehen sein. Schließlich
zeigt die Fig.5 auch, dass ein Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 nicht notgedrungen
zweiflügelig ausgeführt sein muss, sondern auch nur einen Türflügel 2 umfassen kann.
[0050] Die Figuren 6 und 7 zeigen nun ein beispielhaftes Führungssystem für ein Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
in etwas detaillierterer Darstellung in Schrägansicht (Fig. 6) sowie im Schrägschnitt
(Fig. 7). Das Führungssystem umfasst den Träger 3 sowie die Linearwälzführungen mit
zwei Profilschienen 15, welche auf dem Träger 3 befestigt (beispielsweise mit dieser
verschraubt) oder von diesem in Form eines Profilbereichs umfasst ist. Die Profilschiene
15 weist in diesem Beispiel einen im Wesentlichen C-förmigen beziehungsweise U-förmigen
Querschnitt auf, wobei ein Führungswagen 4 zwischen den gegenüberliegenden Endschenkeln
des C-förmigen beziehungsweise U-förmigen Querschnitts gelagert ist. Selbstverständlich
ist der Einsatz dieser speziellen Führungsschiene 15 nicht zwingend, und es können
auch andere Arten von Linearwälzführungen eingesetzt werden.
[0051] Weiterhin umfasst das Führungssystem einen Querträger 6 mit einer damit fix verbundenen
Konsole 6, an der eine Montageplatte 16 für einen Türflügel 2 mit Hilfe eines Bolzens
17 drehbar gelagert ist. Die Profilschiene 15 erstreckt sich in der Fig. 6 nicht über
die gesamte Länge des Trägers 3. Selbstverständlich kann dies aber der Fall sein.
Der Träger 3 ist quer zu seiner Längserstreckung in horizontaler Richtung verschiebbar
gelagert was in der Fig. 6 durch die seitlich angeordneten Doppelpfeile symbolisiert
ist.
[0052] Dabei wird der Träger 3 quer zur Schieberichtung des Türflügel ausgestellt, sodass
die Türflügel verfahren werden können. Insbesondere bei einer solchen Bauweise ist
auf geringes Gewicht der gesamten Anordnung zu achten, da dieses das Führungssystem
des Trägers 3 (nicht dargestellt) vergleichsweise stark belastet. Der Träger 3 kann
aber auch fix mit dem Schienenfahrzeug verbunden sein.
[0053] In der Fig. 6 ist gut zu sehen, dass in diesem Beispiel zwei Linearführungen vorgesehen
sind, wobei eine erste Profilschiene 15 auf der Oberseite des Trägers 3 und eine zweite
Profilschiene 15 auf der Unterseite des Trägers 3 montiert ist. Auf diese Weise kann
ein einziger Träger 3 zum Halten einer doppelflügeligen Schwenkschiebetür eingesetzt
werden. Insbesondere ist es auch von Vorteil, wenn der Träger 3 in Bezug auf die Horizontalebene
symmetrisch aufgebaut ist, da dann keine besondere Montagerichtung zu beachten ist.
[0054] Gut zu sehen ist in Fig. 6 auch, dass die Querträger 5 und Konsolen 6 der unteren
und oberen Linearführung in diesem Beispiel im Wesentlichen identisch gestaltet und
um 180° um eine horizontale und normal zur Profilschiene 15 ausgerichtete Achse verdreht
sind. Dadurch wird die Anzahl unterschiedlicher Bauteile des Führungssystems reduziert
und damit die Herstellung sowie Lagerhaltung vereinfacht.
[0055] Wie insbesondere aus der Fig. 7 gut ersichtlich ist, überragen die Profilschienen
15 den Träger 3 in diesem Beispiel im Montagebereich der Profilschienen 15 in vertikaler
Richtung. Aus der Fig. 7 ist weiterhin ersichtlich, dass bei dieser Ausführungsform
eine gedachte Verbindungslinie zweier Wälzkörper 9, welche die Profilschiene 15 berühren
und in Bezug auf eine zur Montagefläche normal ausgerichtete Schwerachse 18 des Profilquerschnitts
einander gegenüber liegen, im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist. Weiterhin
ist eine Umlaufebene der Wälzkörper 9 im Wesentlichen horizontal ausgerichtet. Zudem
ist aus der Fig. 7 auch ersichtlich, dass eine Umlaufbahn 19 der Wälzkörper 9 im Führungswagen
4 angeordnet ist. Damit kann die Bautiefe des Führungssystems gering gehalten werden.
Schließlich zeigt die Fig. 7 auch, dass die Wälzkörper 9 zwischen einem Endschenkel
der Profilschiene 15 und dem Führungswagen 4 einreihig angeordnet sind. Dadurch ist
die Linearführung besonders tolerant gegenüber Verformungen des Führungssystems respektive
Trägers 3 und damit besonders langlebig.
[0056] Aus der Fig. 7 ist weiterhin ersichtlich, dass der Träger 3 in dem dargestellten
Beispiel im Querschnitt beidseits der Profilschienen 15 höher ist als im Bereich der
Profilschiene 15. Der Träger 3 weist im Querschnitt dazu auf seiner Ober- und Unterseite
seitlich von den Profilschienen 15 eine Erhöhung auf. Der Träger 3 weist in diesem
Beispiel somit einen im Wesentlichen H-förmigen beziehungsweise X-förmigen oder T-förmigen
Querschnitt auf. Dadurch kann einerseits die vertikale andererseits auch die horizontale
Biegesteifigkeit des Trägers 3 deutlich erhöht werden. Der Träger 3 kann auch hohl
ausgeführt sein. Insbesondere kann der Hohlraum in der neutralen Faser des Trägers
3 angeordnet sein.
[0057] Die Figuren 8 und 9 zeigen nun zwei detaillierte Ausführungsvarianten für ein Drehlager
14 (vergleiche auch Fig. 5).
[0058] Die Fig. 8 zeigt einen Schnitt BB, aus dem ersichtlich wird, dass der Querträger
5 im Bereich des Führungswagens 4 einen konvexen Abschnitt aufweist, welcher auf der
ebenen Oberfläche des Führungswagens 4 aufliegt, wodurch ein Drehgelenk beziehungsweise
Drehlager 14 mit zwei aufeinander abrollende Wälzflächen gebildet wird. Dadurch dass
der Führungswagen 4 in der Regel aus hochfestem und gehärtetem Stahl besteht, kann
die Oberseite eines käuflich erwerbbaren Führungswagens ohne weitere Maßnahmen als
Wälzfläche fungieren.
[0059] Konkret weist die auf dem Querträger 5 angeordnete Wälzfläche eine zylindrische Form
auf, wobei die Projizierenden normal auf die Blattebene stehen. Der Querträger 5 und
damit ein daran befestigter Türflügel 2 können somit um eine im Wesentlichen horizontal
und quer zur Schieberichtung ausgerichtete Drehachse gegenüber der Profilschiene 15
gedreht werden, wodurch vertikale Durchbiegungen der Profilschiene 15 ausgeglichen
werden können.
[0060] In diesem Beispiel werden die beiden Wälzflächen durch eine Gewichtskraft des Türflügels
2 aneinander gepresst. Zusätzlich sind die zwei aufeinander abrollende Wälzflächen
mit Hilfe eines optionalen Gegenhalters 20 gegen Abheben gesichert sind. Der Gegenhalter
20 wird mit Hilfe von Paßstiften 21 gegenüber dem Querträger 5 lagefixiert und mit
Hilfe der Schrauben 22 mit dieser verschraubt. Um dennoch eine Drehung des Querträgers
5 gegenüber der Profilschiene 15 zu ermöglichen kann wie in Fig. 8 dargestellt auch
der Gegenhalter 20 konvex geformt sein und/oder ein geringes Spiel zugelassen werden.
In letzterem Fall ist ein Abheben der oberen Wälzflächen daher prinzipiell möglich,
allerdings wird die "Fallhöhe" (also das Spiel) so gering gewählt, dass eine Beschädigung
der Wälzflächen beim Aufschlagen des Querträgers 5 auf den Führungswagen 4 vermieden
werden kann.
[0061] Fig. 9 zeigt eine Variante des Führungssystems, das der in Fig.8 dargestellten Variante
sehr ähnlich ist. Im Unterschied dazu presst der optionale Gegenhalter 20 die Wälzflächen
mit Hilfe einer Federkraft und/oder durch elastische Verformung aneinander. Konkret
wird der Querträger 5 mit dem Gegenhalter 20 dazu über zwei Gummipuffer 23 verschraubt,
welche ein Abwälzen der Wälzflächen unter mäßigem Kraftaufwand erlauben, ein Abheben
der Wälzflächen aber verhindern oder zumindest erschweren. In dem in Fig. 9 dargestellten
Beispiel weist der Gegenhalter 20 keinen konvexen Bereich auf, denkbar ist aber natürlich
auch, dass er so wie in Fig. 8 dargestellt geformt ist, wodurch ein Abwälzen der Wälzflächen
erleichtert wird.
[0062] Prinzipiell ist es für die in der Fig. 9 dargestellten Anordnung ausreichend, wenn
sich der Querträger 5 gegenüber dem Gegenhalter 20 translatorisch bewegen kann. In
einer Variante der in der Fig. 9 dargestellten Anordnung kann die Passung des Paßstifts
20 aber auch relativ lose gewählt werden oder der Paßstift in einer Gummihülse gelagert
sein, sodass ein Verkippen des Querträgers 5 und des Gegenhalters 20 gegeneinander
möglich sind. Bei entsprechend loser Passung kann der Gegenhalter 20 dabei sogar auch
dann auf dem Führungswagen 4 plan aufliegen bleiben, wenn der Querträger 5 gegenüber
dem Führungswagen 4 gekippt beziehungsweise verdreht wird.
[0063] Obwohl die in den Fig. 8 und 9 dargestellten Gelenke eine Drehung des Querträgers
5 gegenüber der Profilschiene 15 um eine im Wesentlichen horizontal und quer zur Schieberichtung
ausgerichtete Drehachse erlauben, können die dargestellten Gelenke durch entsprechende
Anordnung auch für eine Drehung um eine vertikale Drehachse oder um eine um eine im
Wesentlichen parallel zur Schieberichtung ausgerichtete Drehachse vorgesehen werden.
[0064] Fig. 10 zeigt stark vereinfacht ein Drehgelenk 14, dass eine Drehung um zwei Drehachsen
ermöglicht. Dazu weisen der Querträger 5 und der optionale Gegenhalter 20 allgemein
zylindrische Wälzflächen mit aufeinander quer stehenden Achsen auf. Der Führungswagen
4 weist dagegen wieder ebene Wälzflächen auf. Ein solches Drehgelenk 14 kann die Verformungen
einer Profilschiene 15 respektive des Trägers 3 somit besonders gut ausgleichen. Wegen
der linienförmigen Berührung der Wälzflächen können zudem vergleichsweise hohe Kräfte
übertragen werden.
[0065] Fig. 11 zeigt stark vereinfacht ein Drehgelenk 14, dass eine Drehung um beliebige
Drehachsen ermöglicht. Dazu weisen der Querträger 5 und der optionale Gegenhalter
20 mehrdimensional gewölbte Wälzflächen, insbesondere kugelförmige Wälzflächen, auf.
Ein solches Drehgelenk 14 kann die Verformungen einer Profilschiene 15 ebenfalls besonders
gut ausgleichen. Wegen der mehrdimensionalen Wölbung können die Wälzflächen bei Drehung
um eine beliebige Achse aufeinander abrollen, wodurch ein Gegeneinandergleiten vermieden
und der Verschleiß der Wälzflächen damit verringert wird.
[0066] Durch das Vorsehen eines Drehgelenks 14 oder mehrere Drehgelenke 14 wird eine Verformung
der Profilschiene 15 ermöglicht ohne die Lagerung zwischen Führungswagen 4 und Profilschiene
15 zu verspannen. Gegenüber bekannten Schiebetürmodulen/Schwenkschiebetürmodulen kann
ein Träger 3, auf dem die Profilschiene 15 befestigt ist, daher vergleichsweise fragil
gestaltet werden, da der Türflügel 2 trotz einer Verformung der Profilschiene 15 stets
leichtgängig bleibt und Schäden in der Lagerung zwischen Führungswagen 4 und Profilschiene
15 vermieden werden. Darüber hinaus ist bei entsprechender Ausführung des Drehgelenks
14 das Vorsehen des Bolzens 17 entbehrlich, das heißt die Drehung des Türflügels 2
um eine in Längsrichtung des Trägers 3 verlaufende Achse kann - zumindest in einem
gewissen Winkelbereich - auch vom Drehgelenk 14 übernommen werden. In der Fig. 10
kann dazu auch eine (weitere) Wälzfläche vorgesehen werden, welche eine Drehung um
die genannte Längsachse erlaubt.
[0067] Die in den Figuren 8 bis 11 konkret dargestellten gelenkigen Lagerungen des Querträgers
5 können insbesondere dann erfolgen, wenn die Profilschiene 15 nur an deren Enden
gelagert ist, sodass der Querträger 5 den Führungswagen 4 gemeinsam mit dem Gegenhalter
20 allseitig umfassen kann (siehe insbesondere Fig. 10 und 11). Soll die Profilschiene
15 wie zum Beispiel in der Fig. 6 dargestellt auf deren gesamter Länge mit dem Träger
3 verbunden werden, so kann beispielsweise der Gegenhalter 20 entfallen oder der Führungswagen
4 einen entsprechenden Fortsatz aufweisen, welcher wiederum vom Querträger 5 gemeinsam
mit dem Gegenhalter 20 allseitig umfasst werden kann. Bei den in den Figuren 8 und
9 dargestellten Anordnungen kann der genannte Fortsatz insbesondere seitlich am Führungswagen
4 angeordnet sein, bei den in den Figuren 10 und 11 dargestellten Anordnungen insbesondere
in Längsrichtung verlaufen.
[0068] Generell können vertikale Durchbiegungen der Profilschiene 15 durch Zulassen einer
Drehung der Konsole 6 gegenüber der Profilschiene 15 um eine im Wesentlichen horizontal
und quer zur Schieberichtung ausgerichtete Drehachse ausgeglichen werden, horizontale
Durchbiegungen durch Zulassen einer Drehung um eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete
Drehachse und ein Verwinden der Profilschiene 15 durch Zulassen einer Drehung um eine
im Wesentlichen parallel zur Schieberichtung ausgerichtete Drehachse.
[0069] Generell können Drehungen um mehrere Achsen durch seriell hintereinander geschaltete
Einzeldrehgelenke (vergleiche Fig. 5 und 7) und/oder durch Drehgelenke realisiert
werden, die Drehungen um mehrere Achsen zulassen (vergleiche Fig. 10 und 11). Die
Drehgelenke können weiterhin wahlfrei durch aufeinander abwälzenden Wälzflächen und/oder
gegeneinander gleitende Flächen (z.B. Bolzen/Gleitbuchse) realisiert sein. Weiterhin
ist die Positionierung der Gelenke, wie sie in den obigen Beispielen angegeben wurde,
zwar vorteilhaft aber keineswegs zwingend. Prinzipiell kann ein Drehgelenk 14 im Führungswagen
4, zwischen Querträger 5 und Führungswagen 4, in der Konsole 6, zwischen Konsole 6
und Türflügel 2 und/oder im Türflügel 2 selbst vorgesehen sein. Bei letzterem Fall
kann zum Beispiel eine Montagefläche der Türflügel 2, an welcher die Konsole 6 befestigt
wird, gelenkig um den eigentliche Türflügel 2 gelagert sein.
[0070] Weiterhin wird auch darauf hingewiesen, dass die Anwendung von Ausgleichsgelenken
14 natürlich nicht an eine Linearwälzführung gebunden ist, wenngleich dort ein Verspannen
der Lagerung besonders rasch eine schädigende Folge haben kann. Die Erfindung ist
natürlich gleichermaßen auch auf Lineargleitführungen aller Art anwendbar. Im Hinblick
auf Fig. 2 ist anzumerken, dass die maximale Durchbiegung y2 des Trägers 3 auch auf
die äußersten Punkte der einen Türflügel 2 tragenden Führungswägen/Führungsschlitten
4 beziehen kann. Die Führungslänge f, beziehungsweise die Gesamtführungslänge g wird
dann außen an den Führungswägen/Führungsschlitten 4 gemessen und nicht an den Wälzkörpern
9.
[0071] Schließlich wird auch angemerkt, dass die Anwendung von Ausgleichsgelenken 14 natürlich
auch nicht an die spezielle Anordnung der Profilschienen 15 gebunden ist. Vielmehr
können die Berührflächen der Profilschienen 15 zum Träger 3 auch vertikal ausgerichtet
sein. Fig. 12 zeigt dazu ein Beispiel eines Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls
1, bei dem zwei Türflügel 2 über Konsolen 6 an den Führungswägen/Führungsschlitten
4 zweier übereinander angeordneter Linearführungen befestigt sind. Die oben genannte
Lehre ist sinngemäß auch auf eine solche Anordnung anwendbar.
[0072] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten eines erfindungsgemäßen
Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass
die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben
bzw. desselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der
einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0073] Beispielsweise können die Führungswägen/Führungsschlitten 4 bei dem in Fig. 5 dargestellten
Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 auch starr mit dem Querträger 5 verbunden
sein. Desgleichen können die Führungswägen/Führungsschlitten 4 bei dem in Fig. 1 dargestellten
Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 auch gelenkig mit dem Querträger 5 verbunden
sein. Das in Fig. 1 dargestellte Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1 kann zudem
zwei Fixlager aufweisen, wohingegen das in Fig. 5 dargestellte Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
1 auch ein Fixlager und ein Loslager aufweisen kann. Selbstverständlich können die
dargestellten Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodule 1 einen Führungswagen/Führungsschlitten
4 je Türblatt 2 oder auch zwei und mehr Führungswägen/Führungsschlitten 4 je Türblatt
2 aufweisen.
[0074] Insbesondere wird festgehalten, dass ein Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul 1
in der Realität auch mehr oder weniger Bestandteile als dargestellt umfassen kann.
[0075] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Schiebetürmoduls/Schwenkschiebetürmoduls 1 dieses beziehungsweise
dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
[0076] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
Bezugszeichenaufstellung
[0077]
- 1
- Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul
- 2
- Türflügel
- 3
- Träger
- 4
- Führungswagen/Führungsschlitten
- 5
- Querträger
- 6
- Konsole
- 7
- Lagerpunkt Träger
- 8
- Lagerpunkt Träger
- 9
- Wälzkörper
- 10
- Berührpunkt Wälzkörper/Profilschiene
- 11
- Berührpunkt Wälzkörper/Profilschiene
- 12
- Lagerpunkt Träger
- 13
- Lagerpunkt Träger
- 14
- Drehlager
- 15
- Profilschiene
- 16
- Montageplatte
- 17
- Bolzen
- 18
- Schwerachse
- 19
- Umlaufbahn Wälzkörper
- 20
- Gegenhalter
- 21
- Paßstift
- 22
- Schraube
- 23
- Gummipuffer
- f
- Führungslänge
- g
- Gesamtführungslänge
- M
- Drehmoment
- x
- Einrückung
- y1
- maximale Durchbiegung des Trägers (absolut)
- y2
- Durchbiegung des Trägers zwischen Führungswägen/Führungsschlitten
1. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) für ein Schienenfahrzeug umfassend:
- zumindest einen Türflügel (2),
- einen in Schieberichtung des Türflügels (2) längs ausgerichteten Träger (3), welcher
insbesondere quer zu seiner Längserstreckung in horizontaler Richtung verschiebbar
gelagert ist, und
- eine Linearführung mit einer Profilschiene (15) und wenigstens einem Führungswagen/Führungsschlitten
(4), wobei die Profilschiene (15) auf dem Träger (3) befestigt oder von diesem in
Form eines Profilbereichs umfasst ist, wobei der wenigstens eine Führungswagen/Führungsschlitten
(4) auf der Profilschiene (15) gelagert ist und wobei der Türflügel (2) mit Hilfe
des zumindest einen Führungswagen/Führungsschlittens (4) verschiebbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die maximale statische Durchbiegung (y1) des Trägers (3) bezogen auf dessen Lagerpunkte
(7, 8, 12, 13) bei geöffnetem Türflügel (2) im Bereich einer lichten Türweite LW von
800 mm bis 2300 mm zumindest

Millimeter pro Kilogramm Türflügelgewicht beträgt.
2. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführung als Linearwälzführung ausgeführt ist, wobei der wenigstens eine
Führungswagen (4) auf der Profilschiene (15) mittels umlaufender Wälzkörper (9) gelagert
ist.
3. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale statische Durchbiegung (y2) des Trägers (3) zwischen den äußersten Berührpunkten
(10, 11) der den Türflügel (2) tragenden Führungswagen/Führungsschlitten (4) mit der
Profilschiene (15) bei geöffnetem Türflügel (2) zumindest 0,5 mm beträgt.
4. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch mehrere gesonderte, insbesondere in Schieberichtung des Türflügels (2) voneinander
beabstandete, nur einem Türflügel (2) zugeordnete Führungswägen/Führungsschlitten
(4).
5. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungslängen (f) der Führungswägen/Führungsschlitten (4) in Summe maximal halb
so lang sind wie der Abstand (g) der genannten Berührpunkte (10, 11).
6. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungswägen/Führungsschlitten (4) starr oder gelenkig mit einem Querträger
(5) respektive gelenkig mit dem Türflügel (2) miteinander verbunden sind.
7. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) bezogen auf seine Längserstreckung im Wesentlichen an seinen Endpunkten
gelagert ist.
8. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) bezogen auf seine Längserstreckung im Wesentlichen an den Besselschen
Punkten gelagert ist.
9. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass einer der Lagerpunkte (7, 12) des Träger (3) als Fixlager und der andere Lagerpunkt
(8, 13) oder die anderen Lagerpunkte (8, 13) als Loslager ausgebildet ist/sind.
10. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) im Querschnitt beidseits der Profilschiene (15) höher ist als im Bereich
der Profilschiene (15).
11. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) im Querschnitt auf seiner Ober- und Unterseite seitlich von der Profilschiene
(15) eine Erhöhung aufweist.
12. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) einen im Wesentlichen H-förmigen oder X-förmigen oder T-förmigen Querschnitt
aufweist.
13. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) im Bereich der neutralen Biegefaser einen Hohlraum aufweist.
14. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
gekennzeichnet durch zwei Linearführungen, wobei eine erste Profilschiene (15) auf der Oberseite des Trägers
(3) und eine zweite Profilschiene (15) auf der Unterseite des Trägers (3) montiert
ist.
15. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (15) einen im Wesentlichen C-förmigen beziehungsweise U-förmigen
Querschnitt aufweist und der Führungswagen/Führungsschlitten (4) zwischen den gegenüberliegenden
Endschenkeln des C-förmigen beziehungsweise U-förmigen Querschnitts gelagert ist.
16. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (9) zwischen einem Endschenkel der Profilschiene (15) und dem Führungswagen
(4) einreihig angeordnet sind.
17. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb für den Türflügel (2) derart dimensioniert ist, dass die Durchbiegung
des Trägers (3) beim Schließen des Türflügels (2) verringert wird.
18. Schiebetürmodul/Schwenkschiebetürmodul (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass der Türflügel (2) um eine in Längsrichtung des Trägers (3) verlaufende Achse drehbar
gelagert ist.