[0001] Die Erfindung betrifft eine Warmformlinie mit einer Heizstation und einer Umformstation
zur Herstellung von warmumgeformten und pressgehärteten Blechprodukten aus Metallplatinen
sowie ein Verfahren zur Herstellung von warmumgeformten Blechprodukten.
[0002] Das Presshärten ist ein Verfahren zur Herstellung höchstfester komplexer Fahrzeugkomponenten
mit großer Fertigungsgenauigkeit. Es verbindet das Tiefziehen mit einer Wärmebehandlung
mit dem Ziel der Festigkeitssteigerung in einem Prozess. Dieses Fertigungsverfahren
erfordert einen relativ hohen Aufwand, da es zusätzlich zu der Formgebung ein Erwärmen
und ein anschließendes definiertes Abkühlen der umgeformten Blechprodukte beinhaltet.
Die einzelnen Teilprozesse üben einen signifikanten Einfluss auf die Bauteileigenschaften
aus.
[0003] Durch die
DE 24 52 486 A1 zählt ein Verfahren zur Herstellung von gehärteten Blechprofilen aus einer Metallplatine
in ein Presshärteverfahren zum Stand der Technik. Hierbei wird eine aus einem härtbaren
Stahl bestehende Platine auf eine Härtetemperatur oberhalb der Austenitisierungstemperatur
Ac3 erhitzt und dann in einem Pressenwerkzeug warmumgeformt und anschließend gehärtet,
während das Blechprofil im Pressenwerkzeug eingespannt verbleibt. Da das Blechprofil
bei der im Zuge des Härtevorgangs vorgenommenen Kühlung im Pressenwerkzeug eingespannt
ist, erhält man ein Produkt mit hoher und guter Maßhaltigkeit.
[0004] Die Erwärmung der Metallplatinen in der Serienfertigung erfolgt derzeit zum weitüberwiegenden
Teil in Durchgangsöfen, insbesondere Rollenherdöfen, durch Konvektion und Wärmestrahlung.
Auch Kammeröfen kommen zum Einsatz.
[0005] Die Ofenerwärmung ist ein etabliertes Erwärmungsverfahren, die unabhängig von der
Geometrie ein homogenes Erwärmen ermöglicht. Die Ofenanlagen werden in der Regel elektrisch
oder mit Gas beheizt. Die zur Warmumformung notwendigen Temperaturen liegen bei Stahlblechen
zwischen 780 °C bis ca. 1.000 °C. Um generell die hohen Warmformtemperaturen in den
Metallplatinen zu erreichen, muss die Verweildauer in der Ofenanlage entsprechend
ausgelegt sein. Dies ist anlagentechnisch aufwendig und macht einen relativ hohen
Platzbedarf notwendig.
[0006] Wesentlich schneller ist die induktive Erwärmung. Sie kann sowohl flächig als auch
lokal angewendet werden. Allerdings ist die Homogenität von der Induktorgeometrie
abhängig und deutlich inhomogener als bei der Ofenerwärmung. Der Wirkungsgrad der
induktiven Erwärmung basiert vor allem auf dem Abstand des Induktors zum Bauteil.
Je größer er ist, desto geringer ist der Wirkungsgrad. Allerdings ist bei geringem
Abstand der Energieverlust durch die Wärmeübertragung zum Induktor deutlich höher.
[0007] Eine Warmformlinie mit einer induktiv beheizten Erwärmungsvorrichtung zählt beispielsweise
durch die
DE 10 2012 110 650 B3 zum Stand der Technik.
[0008] Auch Systeme zur konduktiven Erwärmung sind bekannt. In der Technologie der direkten
Widerstandserwärmung stellt die Metallplatine oder der zu erwärmende Bereich selbst
einen Teil des Stromkreises dar. Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum konduktiven
Erwärmen von Metallblechen ist in der
DE 10 2006 037 637 A1 beschrieben. Dort wird das Metallblech durch ein Greifer-Erwärmungssystem, über welches
die Energieeinleitung erfolgt, erwärmt, in ein Pressenwerkzeug bestehend aus einem
Unterwerkzeug und einem Oberwerkzeug eingelegt und umgeformt.
[0009] Aus der
DE 102 12 819 B4 gehen Verfahren zur Herstellung von metallischen Bauteilen mittels elektrischen Widerstandserwärmens
mit anschließendem Härten durch schnelles Abkühlen hervor, wobei während des Widerstandserwärmens
gezielt Bereiche gekühlt oder elektrisch und/oder thermisch überbrückt werden, um
in diesen Bereichen unter der Austenitisierungstemperatur zu bleiben, so dass in den
Blechprodukten ungehärtete Bereiche verbleiben.
[0010] Durch die
DE 10 2012 110 649 B3 zählt eine Warmformlinie zur Herstellung eines warmumgeformten und pressgehärteten
Stahlblechprodukts, insbesondere eines Kraftfahrzeugbauteils zum Stand der Technik.
Die Warmformlinie weist eine Temperierstation auf, wobei in der Temperierstation lokal
voneinander verschiedene Bereiche auf unterschiedliche Temperaturen temperierbar sind.
Die Temperierung erfolgt durch konduktive Anlage, wobei hierzu Temperierplatten verwendet
werden, die austauschbar sind.
[0011] Eine Heizvorrichtung mit einer unteren Heizeinheit und einer oberen Heizeinheit zur
Erwärmung einer metallenen Platine geht des Weiteren aus der
EP 2 216 417 A2 hervor. Jede Heizeinheit weist eine mit der Platine in Kontakt tretende beheizbare
Heizplatte auf. Die Heizplatte der unteren und/oder der oberen Heizeinheit weist eine
Vielzahl von Heizsegmenten auf, die in einem vorbestimmten Raster relativ zueinander
angeordnet sind und die in der von einer Kontaktfläche zwischen den Heizsegmenten
und der Platine definierten Ebene relativ zueinander verschiebbar sind. Die Heizsegmente
besitzen jeweils ein integriertes Heizelement in Form einer Widerstandsheizung.
[0012] Die
EP 2 182 081 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur thermischen Behandlung eines beschichteten
Stahlblechkörpers. Auch hier erfolgt die Erwärmung über Flächenelemente in Form von
Kontaktplatten.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Entwicklung einer anlagentechnisch verbesserten
Warmformlinie mit einem rational gestalteten konduktiven Erwärmungssystem, welches
eine effiziente Erwärmung von Metallplatinen für das Warmumformen innerhalb der Warmformlinie
ermöglicht.
[0014] Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in einer Warmformlinie gemäß
den Merkmalen von Anspruch 1.
[0015] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Warmformlinie
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis 17.
[0016] Ein Verfahren zur Herstellung von warmumgeformten und pressgehärteten Blechprodukten
in einer erfindungsgemäßen Warmformlinie ist Gegenstand der Ansprüche 18 bis 21.
[0017] Die erfindungsgemäße Warmformlinie zur Herstellung von warmumgeformten und pressgehärteten
Blechprodukten aus Metallplatinen umfasst eine Heizstation und eine Umformstation.
Die Heizstation weist ein Unterwerkzeug und ein Oberwerkzeug auf, zwischen denen eine
Metallplatine zum Erwärmen aufgenommen wird. Die Erwärmung bzw. Aufheizung einer Metallplatine
in der Heizstation erfolgt konduktiv durch mittelbare bzw. indirekte Widerstandserwärmung.
Die Wärme wird außerhalb der Metallplatine erzeugt und gelangt über dessen Oberfläche
in die Metallplatine selber. Hierzu weist das Unterwerkzeug und/oder das Oberwerkzeug
eine elektrische Widerstandsheizung auf mit zumindest einem Flächenheizelement. Die
Wärmeübertragung vom Flächenheizelement auf die Metallplatine erfolgt durch Wärmeleitung
in Folge des zumindest mittelbaren Kontaktes zwischen dem Flächenheizelement und der
aufzuheizenden Metallplatine.
[0018] Erfindungsgemäß ist das Flächenheizelement eine Heizplatte mit einem Plattenkörper
aus einem elektrisch leitfähigen Material, wobei der Plattenkörper als Heizleiter
ausgebildet ist. Der Plattenkörper selbst bildet unmittelbar den Heizleiter. Der Heizleiter
definiert einen Strompfad im Plattenkörper. Im Heizleiter wird elektrische Energie
in Wärme umgewandelt.
[0019] Zur Erwärmung einer Metallplatine wird diese zwischen Oberwerkzeug und Unterwerkzeug
aufgenommen. Hierzu ist zwischen Unterwerkzeug und Oberwerkzeug ein entsprechender
Aufnahmeraum vorgesehen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Heizplatte indirekt
bzw. mittelbar mit der Metallplatine in Kontakt gelangt. Die Heizfläche einer Heizplatte
ist mit einer elektrischen Isolierung bzw. einer Isolierschicht versehen.
[0020] Der Heizleiter ist bevorzugt so konfiguriert, dass von ihm die zweckentsprechende
Menge an Wärme für das Erwärmen der Metallplatine freigesetzt wird, die durch Wärmeübertragung
den Metallplatinen zugeführt wird. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
ist in dem Plattenkörper durch zumindest einen Schlitz, welcher sich über die Dicke
des Plattenkörpers erstreckt, ein Heizleiter ausgebildet. Bei einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung ist der Heizleiter durch zumindest einen horizontalen Schlitz im Plattenkörper
ausgebildet. Bevorzugt erstreckt sich der Horizontalschlitz nahezu über die gesamte
Länge bzw. Breite des Plattenkörpers. Die elektrische Leitung bzw. der Strompfad erfolgt
über den Bereich des Plattenkörpers, der nicht durch den Schlitz getrennt ist.
[0021] Die Konfiguration des Heizleiters erfolgt durch die Schlitzführung im Plattenkörper.
Insbesondere ist der Heizleiter mehrfach gewunden. Beispielsweise kann der Heizleiter
mäanderförmig oder spiralförmig verlaufen. Der Heizleiter besitzt eine Länge, die
länger ist als der kürzeste Abstand zwischen den elektrischen Kontakten des Heizleiters.
Es können auch mehr als ein Heizleiter in zweckentsprechender Schaltungsanordnung
in einer Heizplatte angeordnet bzw. ausgebildet sein.
[0022] Bei einem anderen Aspekt der Erfindung umfasst der Plattenkörper zumindest zwei Plattenkörperlagen.
Die Plattenkörperlagen sind nach Art einer Sandwichkonstruktion übereinander angeordnet.
Hierbei sind die Plattenkörperlagen durch eine elektrische Isolierung gegeneinander
elektrisch isoliert. Über einen Kontaktabschnitt sind die Plattenkörperlagen miteinander
elektrisch verbunden, so dass ein den Strompfad definierender Heizleiter ausgebildet
ist. Der Kontaktabschnitt kann ein separates Kontaktbauteil sein. Vorzugsweise ist
der Kontaktabschnitt unmittelbarer Bestandteil der Plattenkörperlagen. Im Bereich
des Kontaktabschnittes sind die Plattenkörperlagen nicht gegeneinander elektrisch
isoliert, so dass der Stromfluss von einer Plattenkörperlage über den Kontaktabschnitt
in die nächste Plattenkörperlage erfolgt.
[0023] Der Plattenkörper besteht aus einem elektrisch leitfähigen Material. Der Werkstoff
hat einen hohen spezifischen Widerstand sowie eine hohe Warmfestigkeit. Ein Aspekt
der Erfindung sieht vor, dass der Plattenkörper aus einem metallischen Heizleiterwerkstoff
besteht. Alternativ kann der Plattenkörper auch aus einem keramischen Heizleiterwerkstoff
bestehen.
[0024] Ein im Rahmen der Erfindung als besonders vorteilhafter Heizleiterwerkstoff ist der
nichtrostende austenitische Stahl mit der Werkstoffnummer 1.4841 (EN Werkstoff Kurzname
X15CrNiSi25-21), der in der Norm-DIN EN 10095 normiert ist. Dieser Stahl ist hitzebeständig
und zeichnet sich durch seine guten Festigkeitseigenschaften auch bei hohen Temperaturen
aus. Der Anwendungsbereich liegt bevorzugt zwischen 900 °C bis 1.120 °C.
[0025] Zu den metallischen Heizleiterwerkstoffen gehören ferner Chrom-Nickel-Legierungen
(CrNi). Diese sind etwa bis 1.200 °C verwendbar. Weiterhin können ferritische Chrom-Eisen-Aluminium-Legierungen
(CrFeAl) für Temperaturen bis 1400 °C Verwendung finden.
[0026] Zu den keramischen Heizleiterwerkstoffen gehört Siliziumkarbid (SiC). Dieses wird
üblicherweise bis zu Temperaturen von 1.600 °C verwendet. Ferner stehen Molybdändisilizid
(MoSi2) für Anwendungen bis 1.850 °C zur Verfügung.
[0027] Im Rahmen der Erfindung wird ferner ein keramischer Heizleiterwerkstoff in Form von
Silizium infiltriertem Siliziumkarbid (SiSiC) als vorteilhaft angesehen. Hierbei handelt
es sich um Siliziumkarbid mit im Kristall eingelagertem metallischem Silizium. Dieser
Heizleiterwerkstoff ist für Einsatztemperaturen bis über 1.300 °C verwendbar. Ferner
weist er eine sehr hohe Druckfestigkeit von ca. 2000 MPa auch bei hohen Temperaturen
auf. Zudem zeichnet sich der Heizleiterwerkstoff durch seine gute Korrosionsbeständigkeit
und Verschleißfestigkeit aus. Ferner sind die hohe Wärmekapazität und die geringe
Wärmeausdehnung vorteilhaft.
[0028] Besonders zweckmäßig ist die Heizplatte in einer Einfassung aufgenommen. Die Einfassung
umgibt bzw. schließt die äußeren Seitenränder der Heizplatte ein. Die Einfassung dient
sowohl zur thermischen und elektrischen Isolierung als auch zur mechanischen Stabilisierung.
Die Einfassung kann beispielsweise aus einem keramischen Werkstoff bestehen.
[0029] Sowohl die Seitenränder als auch die Rückseite der Heizplatte sind vorteilhafterweise
mit einer Wärmeisolierung versehen. Zudem kann die Einfassung und/oder eine Wärmeisolierung
auch zum Ausgleich von Toleranzen in der Dicke oder der Einlegeposition einer Metallplatine
dienen.
[0030] Bei einer für die Praxis vorteilhaften Ausgestaltung der Heizstation ist im Unterwerkzeug
und/oder im Oberwerkzeug eine Lastverteilplatte angeordnet. Hierzu können das Unterwerkzeug
und/oder das Oberwerkzeug unter Eingliederung der Lastverteilplatte in das Werkzeuggestell
der Heizstation eingegliedert sein. Die Lastverteilplatte kann insbesondere durch
Federelemente an einem Pressentisch festgelegt sein.
[0031] Erfindungsgemäß ist die Heizplatte an ihrer die Metallplatine kontaktierenden Heizfläche
mit einer elektrischen Isolierung versehen. Dieser Aspekt sieht vor, einen unmittelbaren
Kontakt zwischen der Heizplatte und der Metallplatine durch Zwischenschaltung einer
elektrischen Isolierung zu vermeiden. Die elektrische Isolierung kann durch eine Beschichtung
der Heizfläche der Heizplatte oder eine separate Isolationsschicht bzw. -platte realisiert
sein. Hierdurch kann auch während der Zuhaltezeit bzw. -phase und damit während der
Erwärmung einer Metallplatine der elektrische Stromfluss beibehalten werden. Dies
ist vorteilhafter, da ständig wechselnde Schaltzyklen der Elektrik vermieden werden.
Vorteilhafterweise weist die Widerstandsheizung eine Anzahl von wahlweise ansteuerbaren,
beispielsweise zu- und/oder abschaltbaren, Flächenheizelementen auf. Hierdurch ist
es möglich, Bereiche der Metallplatine unterschiedlich zu erwärmen oder auch Bereiche
der Metallplatine nicht zu erwärmen. Die Flächenheizelemente können über eine regelbare
Spannungs- bzw. Stromversorgung auch unterschiedlich aufgeheizt werden, um eine partiell
unterschiedliche Erwärmung einer Metallplatine zu ermöglichen. Wahlweise sind einzelne
Flächenheizelemente oder auch in Gruppen zusammengeschaltete Segmente von Flächenheizelementen
ansteuerbar. Das Ansteuern schließt auch ein wahlweises Zu- und/oder Abschalten von
Heizflächenelementen ein. Auch mehrere verschiedene Bauteile bzw. Metallplatinen sind
in derselben Heizstation aufheizbar durch eine bedarfsgerechte Schaltung der Flächenheizelemente.
Dies kann einzeln oder in Gruppen erfolgen.
[0032] Ein anderer Aspekt der Erfindung sieht vor, dass der Querschnitt des Heizleiters
über seine Länge variiert. Insbesondere variiert der Heizleiter in seiner Breite.
Durch eine entsprechende Querschnittsauslegung des Heizleiters ist ebenfalls eine
Temperatur- bzw. Heizsteuerung möglich. Da sich der Widerstand im Heizleiter proportional
zu seinem Querschnitt ändert, kann über die Variation des Querschnitts die gewünschte
Wärmemenge und die Temperatur im Verlauf bzw. über die Länge des Heizleiters bzw.
in Abschnitten des Heizleiters eingestellt werden.
[0033] Die erfindungsgemäße Warmformlinie ist nicht nur zum Aufheizen von ebenen Metallplatinen
geeignet. Auch Metallplatinen mit variierender Dicke bzw. Querschnittsverlauf, beispielsweise
sogenannte Tailored Blanks können in der Heizstation auf Umformtemperatur gebracht
und anschließend warmumgeformt und pressgehärtet werden. Hierzu sieht ein Aspekt der
Erfindung vor, dass zwischen dem Unterwerkzeug und dem Oberwerkzeug ein Aufnahmeraum
für die Metallplatine vorgesehen ist und der Aufnahmeraum eine an die Oberflächenkontur
der Metallplatine angepasste Geometrie besitzt.
[0034] Der Aufnahmeraum zwischen dem Unterwerkzeug und dem Oberwerkzeug kann auch durch
bzw. in dem Plattenkörper selbst gebildet sein. Abhängig von der Platinendicke sind
unterschiedliche Heiztemperaturen einstellbar.
[0035] Dickentoleranzen der aufzuheizenden Metallplatinen sind ausgleichbar. Ein Toleranzausgleich
kann beispielsweise durch eine federnde Lagerung der Wärmeisolierung von Unterwerkzeug
und/oder Oberwerkzeug realisiert werden.
[0036] Auch eine federnde Lagerung des Plattenkörpers ist denkbar. Weiterhin ist ein Toleranzausgleich
über eine elastische Verformbarkeit der Wärmeisolierung selbst möglich.
[0037] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Warmformlinie sieht weiterhin
vor, dass der Heizstation zumindest eine weitere Heizvorrichtung vor- oder nachgeschaltet
sein kann. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine zusätzliche Heizvorrichtung
der Heizstation vorgeschaltet ist. Diese Auslegung der Warmformlinie sieht eine zweistufige
Erwärmung einer Metallplatine vor, bei der die Metallplatine zunächst in einer ersten
Stufe auf eine bestimmte Temperatur vorgeheizt wird. Danach wird die vorgeheizte Metallplatine
in die Heizstation überführt und dort auf Umformtemperatur erwärmt bzw. aufgeheizt.
[0038] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Warmformlinie
ist die Heizstation und die Umformstation innerhalb einer Synchronantriebseinheit
angeordnet. Zwischen Heizstation und Umformstation sind geeignete Transfersysteme
integriert. Die Bewegung des Unterwerkzeugs und des Oberwerkzeugs der Heizstation
sowie des Unterwerkzeugs und des Oberwerkzeugs der Umformstation erfolgt synchron
bevorzugt innerhalb einer gemeinsamen Synchronantriebseinheit mit dem gleichen Takt.
[0039] Wie erwähnt sind innerhalb der Synchronantriebseinheit zwischen Heizstation und Umformstation
geeignete Platinen-Transfersysteme vorgesehen. Es versteht sich, dass auch für die
Zufuhr der Metallplatine innerhalb der Warmformlinie zur Heizstation Transfereinrichtungen
bzw. -systeme vorgesehen sind. Gleiches gilt für die Entnahme der warmumgeformten
Blechprodukte aus der Umformstation und/oder einer gegebenenfalls nachgeschalteten
zusätzlichen Kühlstation.
[0040] Generell kann das Umformen und Presshärten in einem Werkzeug durchgeführt werden.
Möglich ist auch eine zweistufige Kühlung bzw. ein zweistufiger Härtevorgang. Hierzu
wird die aufgeheizte Metallplatine in der Umformstation umgeformt und in der insbesondere
aktiv gekühlten Umformstation bereits abgekühlt. Das Einstellen der Endtemperatur
und/oder das Halten des umgeformten Blechproduktes kann in einer zweiten Kühlstufe
realisiert werden. Hierzu ist der Umformstation eine separate Kühlstation nachgeschaltet.
[0041] Die Bewegung und die Taktsteuerung kann weiterhin dadurch verbessert werden, dass
die Heizstation und/oder die Umformstation und/oder die Kühlstation der Warmformlinie
in einem Maschinengestell gelagert sind. Hierbei sind zwingend eine Station oder alle
Stationen federelastisch innerhalb des Maschinengestells gelagert. Die nachgiebige
Lagerung der Stationen bzw. von beweglichen Werkzeugen der Stationen verlängert die
Zuhaltezeit bzw. Aufheizzeit bei der Aufheizung der Metallplatine und/oder die Umform-
und Abkühlzeit in der Umformstufe und/oder in der Kühlstufe. Insbesondere ergibt sich
daraus eine relativ zur Taktzeit verlängerte Kontaktzeit zwischen Oberwerkzeug und
Unterwerkzeug.
[0042] Die erfindungsgemäße Warmformlinie zeichnet sich durch ein rationell gestaltetes
konduktives Erwärmungssystem aus, welches eine effiziente Erwärmung von Metallplatinen
für das Warmumformen, und Presshärten innerhalb der Warmformlinie ermöglicht.
[0043] Ein Verfahren zur Herstellung von warmumgeformten und pressgehärteten Blechprodukten
in einer erfindungsgemäßen Warmformlinie sieht vor, dass eine Heizplatte der Heizstation
zumindest partiell auf eine Plattentemperatur zwischen 1.050 °C und 1.350 °C erwärmt
wird. Die Heizplatte hat eine Übertemperatur gegenüber der Zieltemperatur, auf die
eine Metallplatine erwärmt werden soll. in der Heizstation erfolgt dann eine zumindest
partielle Erwärmung der Metallplatine von deren Ausgangstemperatur auf die Zieltemperatur
durch Kontakt der Metallplatine mit der Heizplatte. Die Zieltemperatur liegt bevorzugt
zwischen 850 °C und 970 °C. Die Erwärmung der Metallplatine wird in einer Zeit von
10 Sekunden oder weniger durchgeführt. Insbesondere erfolgt die Erwärmung In einer
Zeit zwischen 3 und 6 Sekunden.
[0044] Ein Aspekt der Erfindung sieht vor, dass die Übertemperatur der Heizplatten zwischen
20 % und 30 % oberhalb der Zieltemperatur der Metallplatinen liegt, auf welche die
Metallplatinen in der Heizstation erwärmt werden sollen.
[0045] Bei einer verfahrensmäßig vorteilhaften Ausgestaltung erfolgt der Transfer der erwärmten
Metallplatine aus der Heizstation in die Umformstation in einer Zeit von maximal 3
Sekunden. Wärmeverluste können infolge der geringen Transferzeit minimiert werden.
[0046] Auch der Transfer der umgeformten Metallplatine bzw. des Blechproduktes aus der Umformstation
in die Kühlstation wird in einer Zeit von maximal 3 Sekunden durchgeführt. Hierdurch
können wiederum Wärmeverluste vermieden und auch ein Verzug des umgeformten Blechproduktes
verhindert oder minimiert werden.
[0047] Die erfindungsgemäße Warmformlinie und das Verfahren ist für die Herstellung von
warmumgeformten und pressgehärteten Blechprodukten aus Metallplatinen. Das umgeformte
Blechprodukt wird zumindest partiell pressgehärtet während es im Umformwerkzeug eingespannt
ist. Hierbei wird das Blechprodukt in der Umformstation In einer Zeit von kleiner
oder gleich (≤) 10 Sekunden, insbesondere in einer Zelt zwischen 3 und 6 Sekunden
zumindest partiell auf eine Temperatur von kleiner oder gleich (≤) 250 °C abgekühlt.
Der Umformstation kann eine Kühlstation nachgeschaltetsein. Das Abkühlen und Härten
kann dann alleine in der Kühlstation durchgeführt werden. Möglich ist es auch, das
warmumgeformte Blechprodukt sowohl in der Umformstation als auch in einer nachgeschalteten
Kühlstation zu kühlen. In einer nachgeschalteten Kühlstation erfolgt dann eine weitere
Kühlung oder ein Halten des Blechproduktes auf der Abkühltemperatur. Die Kühlung kann
beispielsweise in einem Tauchbecken erfolgen. Alternativ kann auch ein Kühlen in einem
Presshärtewerkzeug oder einer Kontaktkühlstation erfolgen. Diese ist insbesondere
aus Leichtmetall mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit ausgeführt und weist Kühlkanäle
zur Duchleitung eines Kühlmediums auf.
[0048] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine grundlegende Ausführungsform einer Heizplatte in einer Draufsicht sowie in einem
Längsschnitt und in einem Querschnitt;
- Figur 2
- eine Heizplatte mit äußerer Einfassung in einer Draufsicht sowie in einem Längsschnitt
und einem Querschnitt;
- Figuren 3 bis 7
- unterschiedliche Ausführungsformen von Heizstationen, jeweils mit einer Ansicht von
oben auf die Heizplattenanordnung sowie einer Querschnittsansicht auf die Heizstation;
- Figur 8
- einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Warmformlinie;
- Figur 9
- einen weiteren Ausschnitt aus einer anderen Ausführungsform einer Warmformlinie;
- Figur 10
- eine Heizstation, eine Umformstation und eine Kühlstation innerhalb einer Synchronantriebseinheit
mit der Darstellung von drei verschiedenen Betriebspositionen;
- Figur 11
- eine weitere Ausführungsform einer Heizplatte in einer Draufsicht sowie in zwei Seitenansichten;
- Figur 12
- eine weitere Ausführungsform einer Heizplatte mit der Darstellung eines Heizleiterverlaufs;
- Figuren 13 bis 16
- jeweils Varianten einer Heizstation mit der Darstellung einer Heizplatte bzw. von
Heizplatten in einer Draufsicht sowie in einer Seitenansicht auf die Heizstation;
- Figur 17
- technisch vereinfacht eine Heizplattenanordnung in einer Heizstation, wobei jeweils
eine Heizplatte des Unterwerkzeugs und eine Heizplatte des Oberwerkzeugs dargestellt
ist und
- Figur 18
- eine weitere Ausführungsform einer Heizplatte in einer schematisierten Seitenansicht.
[0049] Eine Warmformlinie zur Herstellung von warmumgeformten und pressgehärteten Blechprodukten
aus Metallplatinen umfasst eine Heizstation 1 zur Erwärmung der Metallplatinen und
eine Umformstation 2 zur formgebenden Bearbeitung der Metallplatinen im erwärmten
Zustand. Die Heizstation ist in den Figuren mit 1 und die Umformstation mit 2 gekennzeichnet.
Eine Umformstation 2 ist dargestellt in den Figuren 8, 9 und 10.
[0050] Der grundsätzliche Aufbau einer Heizstation 1 ist anhand der Darstellung von Figur
3 beschrieben. In den Figuren 4 bis 9 sowie 15 bis 18 tragen einander entsprechende
Bauteile bzw. Bauteilkomponenten die gleichen Bezugszeichen.
[0051] Die Heizstation 1 weist ein Unterwerkzeug 3 und ein Oberwerkzeug 4 auf. Zwischen
Unterwerkzeug 3 und Oberwerkzeug 4 ist ein Aufnahmeraum 5 vorgesehen, zwischen denen
eine Metallplatine 6 zum Erwärmen aufgenommen wird. Das Unterwerkzeug 3 und das Oberwerkzeug
4 sind durch Antriebsmittel öffenbar und schließbar. Hierbei werden das Unterwerkzeug
3 und das Oberwerkzeug 4 relativ aufeinander zubewegt oder voneinander wegbewegt.
Beim Erwärmen einer Metallplatine 6 gelangen das Unterwerkzeug 3 und das Oberwerkzeug
4 in unmittelbaren oder mittelbaren Kontakt mit der Oberfläche der Metallplatine 6.
[0052] Das Unterwerkzeug 3 und/oder das Oberwerkzeug 4 weisen eine elektrische Widerstandsheizung
7 mit zumindest einem Flächenheizelement auf. Das Flächenheizelement ist eine Heizplatte
8. Die Heizplatte 8 besitzt einen Plattenkörper 9 aus einem elektrisch leitfähigen
Material. In dem Plattenkörper 9 ist durch zumindest einen Schlitz 10 ein Heizleiter
11 ausgebildet bzw. der Plattenkörper 9 bildet selbst materialeinheitlich den Heizleiter
11. Der Heizleiter 11 definiert den Strompfad zwischen den elektrischen Kontakten
12, 13 der Heizplatte 8. Der positive Kontakt 12 (Pluspol) ist in den Figuren durch
das Zeichen "+" und der negative Kontakt 13 (Minuspol) ist durch das Zeichen "-" gekennzeichnet.
Der Schlitz 10 erstreckt sich über die gesamte Dicke d des Plattenkörpers 9. Die Breite
eines Schlitzes 10 ist ausreichend bemessen, so dass eine Isolierung zwischen den
parallel zueinander verlaufenden Heizleiterabschnitten sichergestellt ist und kein
Stromüberschlag erfolgt. Grundsätzlich kann der Schlitz 10 auch durch einen elektrischen
Isolatorwerkstoff gefüllt sein.
[0053] Wie insbesondere in den Figuren 1 und 2 sowie 11 und 12 zu erkennen, ist der Heizleiter
11 mehrfach gewunden. Bei der Ausgestaltung der Heizplatte 8 gemäß den Figuren 1 und
2 verläuft der Heizleiter 11 mäanderförmig. Der Heizleiter 11 ist hierbei durch eine
Vielzahl von einzelnen mit Abstand parallel nebeneinander angeordneten Schlitzen 10
im Plattenkörper 9 realisiert. Die einzelnen Schlitze 10 sind jeweils abwechselnd
von gegenüberliegenden Seitenrändern in den Plattenkörper 9 geführt. Die einzelnen
Schlitze 10 enden dann jeweils ein Stück vor dem gegenüberliegenden Seitenrand.
[0054] Der Plattenkörper 9 der Heizplatte 8 kann aus einem metallischen Heizleiterwerkstoff,
insbesondere einem nichtrostenden hitzebeständigen austenitischen Chrom-Nickel-Stahl
1.4841 bestehen. Des Weiteren kann der Plattenkörper 9 aus einem keramischen Heizleiterwerkstoff
bestehen, insbesondere aus Siliziumkarbid (SiC) oder aus Silizium infiltriertem Siliziumkarbid
(SiSiC).
[0055] Die Länge des Heizleiters 11 ist jeweils größer bzw. länger als der kürzeste Abstand
k1, k2 zwischen den elektrischen Kontakten 12, 13 des Heizleiters 11.
[0056] Bei der Ausgestaltung einer Heizplatte 8, wie in den Figuren 11 und 12 dargestellt,
verläuft der Heizleiter 11 spiralförmig.
[0057] Wie in der Aufsicht der Figur 11a dargestellt ist, verläuft der Schlitz 10 spiralförmig,
wodurch der spiralförmige Heizleiter 11 ausgebildet wird. Durch einen konstanten Abstand
des Schlitzes 10 besitzt der Heizleiter 11 eine konstante Breite b11.
[0058] Weiterhin ist der Figur 11a zu entnehmen, dass die gemittelte Länge LS des Heizleiters
11 länger als der kürzeste Abstand k2 zwischen den elektrischen Kontakten 12, 13 ist.
[0059] Die Figuren 11b und 11c zeigen weiterhin zwei Seitenansichten des Plattenkörpers
9 gemäß der Figur 11a.
[0060] Der Figur 11c ist zu entnehmen, dass sich der Schlitz 10 über die gesamte Dicke d
des Plattenkörpers 9 erstreckt.
[0061] Eine weitere Ausgestaltungsvariante wird durch die Figur 12 gezeigt, bei der mehrere
spiralförmig verlaufende Heizplatten 8 nebeneinander angeordnet sind, wobei der Heizleiter
11 einer jeden Heizplatte 8 jeweils durch einen Schlitz 10 ausgebildet wird.
[0062] Weiterhin wird durch die Figur 12 dargestellt, dass jeweils zwei Heizleiter 11 über
einen elektrischen Kontakt 13 sowie zwei elektrische Kontakte 12 mit Spannung bzw.
Strom versorgt werden. Weiterhin ist ersichtlich, dass die Länge LS eines jeden Heizleiters
11 jeweils größer bzw. länger ist als der kürzeste Abstand k2 zwischen den elektrischen
Kontakten 12, 13.
[0063] Die Figur 2 zeigt die Heizplatte 8 mit einer ihre Seitenränder 14, 15 einschließenden
Einfassung 16. Die Einfassung 16 dient zur mechanischen Stabilisierung und/oder der
thermischen Isolierung der Heizplatte 8.
[0064] Die in der Figur 3 dargestellte Heizstation 1 weist ein Unterwerkzeug 3 und ein Oberwerkzeug
4 auf. Im Oberwerkzeug 4 sind in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel insgesamt
fünf Heizplatten 8 angeordnet. Die zu erwärmende Metallplatine 6 ist in der Figur
3a) in gestrichelter Linienführung dargestellt. Die Metallplatine 6 dient zur Fertigung
einer warmumgeformten und pressgehärteten B-Säule für ein Kraftfahrzeug.
[0065] Sowohl im Unterwerkzeug 3 als auch im Oberwerkzeug 4 ist eine thermische Isolierung
in Form einer unteren Isolierplatte 17 und einer oberen Isolierplatte 18 vorgesehen.
[0066] Ferner ist sowohl im Unterwerkzeug 3 als auch im Oberwerkzeug 4 eine Lastverteilplatte
19, 20 vorgesehen. Die obere Isolierplatte 18 bildet eine Wärmeisolierung für die
Rückseite 21 sowie der Seitenränder 14, 15 von der bzw. den Heizplatten 8. Wie in
der Figur 3b) zu erkennen, liegt die zu erwärmende Metallplatine 6 für den Erwärmungsvorgang
auf der unteren Isolierplatte 17 des Unterwerkzeugs 3 auf. Die zur Metallplatine 6
gerichtete Heizfläche 22 der Heizplatten 8 ist durch eine elektrische Isolierung in
Form einer Isolierschicht 23 von der Metallplatine 6 getrennt. Die elektrische Isolierschicht
23 kann als Beschichtung der Heizflächen 22 der Heizplatte 8 ausgeführt sein. Weiterhin
kann die elektrische Isolierschicht 23 als eine Isolierlage aus einem elektrischen
Isolierwerkstoff ausgeführt sein.
[0067] Die Anordnung der Heizplatten 8 ist auf die Außenkontur bzw. -fläche einer aufzuheizenden
Metallplatine 6 abgestimmt. Die Metallplatinen 6 können vollständig auf eine vorbestimmbare
Temperatur, beispielsweise die Härtetemperatur des jeweiligen Metallwerkstoffes, insbesondere
die Austenitisierungstemperatur Ac3, aufgeheizt werden. Möglich ist es auch, die Metallplatinen
6 partiell unterschiedlich aufzuheizen, so dass die Metallplatine 6 Bereiche bzw.
Abschnitte mit voneinander verschiedenen Temperaturen aufweist. Hierzu sind die Heizplatten
8 bzw. die Heizflächenelemente wahlweise ansteuerbar, beispielsweise ein- und ausschaltbar
oder aber auch unterschiedlich aufheizbar.
[0068] Die Heizstation 1, wie in der Figur 4 dargestellt, weist sowohl im Unterwerkzeug
3 als auch im Oberwerkzeug 4 eine elektrische Widerstandsheizung 7 mit Flächenheizelementen
in Form von Heizplatten 8 auf. Um einen direkten Kontakt der aufzuheizenden Metallplatine
6 mit den Heizplatten 8 zu vermeiden sind sowohl die Heizfläche bzw. die Heizflächen
22 der oberen Heizplatten 8 als auch die Heizflächen 22 der unteren Heizplatten 8
mit einer durchschlagsicheren Isolierschicht 23 versehen. Die untere Isolierplatte
17 nimmt die Heizplatten 8 auf und bildet eine thermische Isolierung der Rückseiten
21 und der Seitenränder 14, 15 der Heizplatten 8. Die Heizstation 1 in der Ausführungsform
gemäß Figur 4 ist aufgrund ihrer Ausgestaltung mit einer doppelten Widerstandsheizung
7 insbesondere für die Erwärmung von dickeren Metallplatinen 6 geeignet.
[0069] Bei der Heizstation 1, wie in Figur 5 dargestellt, sind drei Metallplatinen 6 in
Querrichtung parallel zueinander angeordnet. Die hier dargestellten Metallplatinen
6 dienen zur Fertigung von Türaufprallträgern.
[0070] Die Figuren 6 und 7 zeigen Heizstationen 1 mit jeweils acht Heizplatten 8 bzw. 8'.
Die Anordnung und Aufheizung der Heizplatten 8, 8' ist so gewählt, dass Abschnitte
der Metallplatinen 6 unterschiedlich temperiert werden. So können randseitige Bereiche
und/oder mittlere Bereiche der Metallplatinen 6 auf unterschiedliche Umformtemperaturen
gebracht werden. Hierzu sind die Heizflächenelemente bzw. die Heizplatten 8, 8' regelbar
und ansteuerbar. Wahlweise können auch Heizplatten 8, 8' zu- oder abgeschaltet werden.
So kann beispielsweise bei der Ausführungsform gemäß Figur 6 über die mittleren bzw.
zentralen Heizplatten 8' eine größere Temperatur eingestellt sein, als in den äußeren
Heizplatten 8. Hierdurch wird die Metallplatine 6 in Längsrichtung in einem Mittelabschnitt
24 stärker erwärmt als in Platinenrandabschnitten 24' sowie in den unteren und oberen
Flügelabschnitten 24".
[0071] Demgegenüber werden in der Ausführungsvariante nach Figur 7 zwei Metallplatinen 6
erwärmt, die zur Fertigung von A-Säulen dienen. Hier werden Randabschnitte 24" durch
die zentralen Heizplatten 8' weniger stark aufgeheizt.
[0072] Bei der Heizstation 1, wie in der Figur 13 dargestellt, variiert der Querschnitt
des Heizleiters 11 über seine Länge. Dies wird über den Abstand a1, a2, a3 zwischen
den einzelnen Schlitzen 10 im Plattenkörper 9 realisiert. Infolge der Veränderung
des Querschnitts des Heizleiters 11 wird dieser unterschiedlich stark erwärmt. Der
elektrische Widerstand ändert sich umgekehrt proportional mit dem Querschnitt des
Heizleiters 11. Demzufolge haben Heizleiterabschnitte mit größerem Querschnitt einen
geringeren elektrischen Widerstand als Heizleiterabschnitte mit einem kleineren Querschnitt.
Der Heizleiter 11 wird folglich in Heizleiterabschnitten mit größerem Querschnitt
weniger stark erwärmt als in Heizleiterabschnitten mit geringerem Querschnitt, dementsprechend
sind in der Heizplatte 8 Zonen bzw. Bereiche ausgebildet, die unterschiedlich stark
aufgeheizt werden. Die unterschiedlichen Zonen bzw. Bereiche sind in der Figur 13b)
mit >Ac3, <Ac1 und >Ac1 gekennzeichnet. Im Bereich >Ac3 wird eine Metallplatine 6
auf eine Temperatur oberhalb der Austenitisierungstemperatur Ac3 erwärmt. Hierzu weist
die Heizplatte 8 in dieser Zone eine höhere Temperatur (Übertemperatur) gegenüber
der Zieltemperatur der Metallplatine 6 auf. Die Übertemperatur beträgt vorzugsweise
>1.050 °C, insbesondere jedoch maximal 1.350 °C. Im Bereich <Ac1 wird eine Temperatur
unterhalb der Austenitisierungstemperatur Ac1 und im Bereich bzw. Zone >Ac1 eine Temperatur
oberhalb der Austenitisierungstemperatur Ac1 erreicht. Die Heizplatte 8 weist in der
Zone <Ac1 eine Temperatur von beispielsweise <800 °C auf, wohingegen sie in der Zone
>Ac1 eine Temperatur von >800 °C besitzt, jedoch bevorzugt maximal 950 °C.
[0073] Auch die Heizstation 1 gemäß der Darstellung von Figur 14 umfasst ein Unterwerkzeug
3 und ein Oberwerkzeug 4, wobei im Oberwerkzeug 4 Flächenheizelemente in Form von
Heizplatten 8 vorgesehen sind. Insofern wird auch hier auf die vorherige Beschreibung
verwiesen. Die Querschnittsdarstellung von Figur 14c), die den Schnitt B-B durch die
Figur 14a) zeigt, macht deutlich, dass die Dicke eines Heizleiters 11 variiert. Randabschnitte
32 des Heizleiters 11 sind dicker als der Mittelabschnitt 33 des Heizleiters 11. Da
der Widerstand des Heizleiters 11 im Mittelabschnitt mit kleinerem Querschnitt größer
ist als in den Randabschnitten 32 mit größerem Querschnitt wird der Heizleiter 11
in den Randabschnitten 32 weniger stark erwärmt. Entsprechend werden Randbereiche
34 der Metallplatinen 6 durch diese Heizleiterkonfiguration weniger stark erwärmt.
Demzufolge tritt an den aus den Metallplatinen 6 warmgeformten und pressgehärteten
Bauteilen in den Randbereichen 34 keine vollständige Härtung ein.
[0074] Die Figur 15a) und b) zeigt die Ausführungsform einer Heizstation 1 zur Erwärmung
von Metallplatinen 6, die einen unterschiedlichen Querschnitts- bzw. Dickenverlauf
besitzen. Der Aufnahmeraum ist auf die Oberflächenkontur der Metallplatine 6 abgestimmt
und weist eine der Metallplatine 6 entsprechende Geometrie auf. Dies ist durch die
Formgebung der im Oberwerkzeug 4 angeordneten Heizplatten 8 bzw. deren Plattenkörper
9 realisiert. Die in ihrer Geometrie variierenden Abschnitte der Metallplatine 6 sind
in der Figur 15b) durch s1 bis s5 gekennzeichnet. Analog variiert die Geometrie des
Aufnahmeraumes 5 und der Heizplatten 8. Auch bei dieser Ausführungsform variiert die
Dicke bzw. der Querschnitt des Heizleiters 11. Aufgrund des geringeren Querschnitts
des Heizleiters 11 im Abschnitt s3 wird der Heizleiter 11 im Abschnitt s3 heißer,
beispielsweise wird im Abschnitt s3 eine Temperatur von >1.000°C eingestellt. Demgegenüber
ist der Querschnitt des Heizleiters 11 im Abschnitt s1 oder s5 größer, mit der Folge,
dass dort geringere Heiztemperaturen anstehen, beispielsweise <950°C.
[0075] Bei der in der Figur 16 dargestellten Ausführungsform einer Heizstation 1 variiert
sowohl der Querschnittsverlauf der im Unterwerkzeug 3 angeordneten Heizplatten 8 als
auch der Querschnittsverlauf der im Oberwerkzeug 4 integrierten Heizplatten 8. Der
Aufnahmeraum zwischen dem Unterwerkzeug 3 und dem Oberwerkzeug 4 ist der Oberflächenkontur
der hier dargestellten Metallplatine 6 mit breitseitigen Dickengradienten angepasst
und weist eine entsprechende Geometrie auf. Der kürzeste Abstand k3 zwischen den elektrischen
Kontakten 12, 13 des Heizleiters 11 erstreckt sich diagonal über die Heizplatte 8.
Der Heizleiter 11 ist mehrfach mäanderförmig gewunden und weist eine um ein mehrfaches
größere Länge auf als der kürzeste Abstand k3.
[0076] Die Figur 8 zeigt einen Ausschnitt aus einer Warmformlinie. Dargestellt ist eine
Heizstation 1 und eine Umformstation 2. Die Heizstation 1 und die Umformstation 2
sind innerhalb einer Synchronantriebseinheit 26 angeordnet. Bei der Synchronantriebseinheit
26 handelt es sich um eine Presse, insbesondere um eine Exzenterpresse. Im Takt der
Synchronantriebseinheit 26 werden das Unterwerkzeug 3 bzw. das Oberwerkzeug 4 der
Heizstation 1 und die Umformwerkzeuge der Umformstation 2 relativ zueinander bewegt.
[0077] Außerhalb der Synchronantriebseinheit 26 ist eine der Heizstation 1 vorgeschaltete
Heizvorrichtung 27 vorgesehen. Hier erfolgt eine homogene Vorerwärmung der Metallplatinen
bevor diese in die Heizstation 1 überführt werden.
[0078] Die Metallplatine 6 wird dann in der Heizstation 1 auf Umformtemperatur erwärmt und
anschließend durch ein hier nicht dargestelltes Platinen-Transfersystem in die Umformstation
2 überführt. In der Heizstation 1 kann die Metallplatine 6 homogen, also insgesamt
auf eine gleiche Umformtemperatur, erwärmt werden. Möglich ist, wie zuvor beschrieben,
auch eine partiell unterschiedliche Erwärmung einer Metallplatine 6. In der Umformstation
2 wird die Metallplatine 6 warmumgeformt. Bereits in der Umformstation 2 kann die
umgeformte Metallplatine 6 wenigstens partiell gekühlt und gehärtet werden. In der
Synchronantriebseinheit 26 ist weiterhin eine der Umformstation 2 nachgeschaltete
Kühlstation 28 integriert. Das in der Umformstation 2 aus der Metallplatine 6 umgeformte
noch heiße Blechprodukt wird mittels eines hier ebenfalls nicht dargestellten Transfersystems
in die Kühlstation 28 überführt und hier entweder durch weitere Abkühlung weiter gehärtet.
Die Kühlstation 28 öffnet und schließt sich im Takt, bevorzugt synchron mit der Heizstation
1 und der Umformstation 2.
[0079] Eine Variante einer Warmformlinie, bei der zwei Heizstationen 1a und 1b, eine Umformstation
2 sowie eine Kühlstation 28 innerhalb einer Synchronantriebseinheit 26 angeordnet
sind, zeigt die Darstellung der Figur 9. In der Heizstation 1a erfolgt eine insbesondere
homogene Erwärmung einer Metallplatine auf eine bestimmte Vorwärmtemperatur. Die Metallplatine
wird dann in die Heizstation 1b überführt und dort partiell in bestimmten Bereichen
weiter aufgeheizt oder auch durch Anlage mit nichtbeheizten Heizplatten 8 partiell
gekühlt. Anschließend wird die temperierte, das heißt, in der Temperatur eingestellte
Metallplatine in die Umformstation 2 überführt und zum Blechprodukt umgeformt. Bereits
in der Umformstation 2 können auch Beschnittoperationen, beispielsweise Lochvorgänge
am Blechprodukt vorgenommen werden. Transfersysteme überführen das Blechprodukt dann
in die Kühlstation 28. Hier werden gegebenenfalls weitere Loch- oder Beschnittoperationen
vorgenommen und das Blechprodukt pressgehärtet.
[0080] Die Figur 10 zeigt technisch schematisiert die Darstellung einer Heizstation 1, einer
Umformstation 2 und einer Kühlstation 28, die gemeinsam in einer Synchronantriebseinheit
26 angeordnet sind. Bei der Antriebsbewegung der Synchronantriebseinheit 26 werden
die Oberwerkzeuge und Unterwerkzeuge von Heizstation 1, Umformstation 2 und Kühlstation
28 relativ zueinander bewegt. Die Heizstation 1 und die Umformstation 2 sowie die
Kühlstation 28 sind in einem hier nur schematisiert dargestellten Maschinengestell
29 der Synchronantriebseinheit 26 auf Federelementen 30 elastisch gelagert. Die Figur
10a) zeigt die Synchronantriebseinheit 26 in geöffneter Stellung. Entsprechend sind
auch die Heizstation 1, die Umformstation 2 und die Kühlstation 28 geöffnet.
[0081] Man erkennt eine Metallplatine 6 in der Heizstation 1. In der Umformstation 2 ist
die Metallplatine 6 zum Blechprodukt 31 umgeformt. In der Kühlstation 28 wird das
heiße Blechprodukt 31 von einer Temperatur oberhalb einer Austenitisierungstemperatur
abgekühlt und pressgehärtet. Die Figur 10b) zeigt eine Betriebssituation, bei der
die Synchronantriebseinheit 26 geschlossen ist und die jeweiligen Unterwerkzeuge und
Oberwerkzeuge mit der Metallplatine 6 bzw. dem Blechprodukt 31 zur Anlage gelangen.
Bei der weiteren Schließbewegung wird das Maschinengestell 29 der Synchronantriebseinheit
26 mit der Heizstation 1, der Umformstation 2 und der Kühlstation 28 gegen die Kraft
der Federelemente 30 abwärts bewegt. Dies ist in der Figur 10c) dargestellt. Die Bewegung
beim Schließen und Öffnen von Heizstation 1, Umformstation 2 und Kühlstation 28 ist
durch die Federelemente 30 elastisch abgestützt.
[0082] In der Figur 17 ist schematisch eine elektrische Widerstandsheizung einer Heizstation
dargestellt. Die Widerstandsheizung weist sowohl im hier nicht näher dargestellten
Unterwerkzeug als auch im Oberwerkzeug ein Flächenheizelement in Form einer Heizplatte
35 auf. Eine Heizplatte 35 besitzt einen Plattenkörper 36 aus einem elektrisch leitfähigen
Material. Der Plattenkörper 36 ist durch einen horizontalen Schlitz 37 auf dem überwiegenden
Teil seiner Länge getrennt. Durch den horizontalen Schlitz 37 ist der Plattenkörper
36 als Heizleiter 38 ausgebildet, der einen Strompfad definiert. Der Strompfad ist
durch die Pfeile P angedeutet. Man erkennt, dass der Schlitz 37 den Plattenkörper
36 nicht vollständig trennt, so dass am Ende 39 des Plattenkörpers 36 dieser nicht
unterbrochen ist. Der Schlitz 37 kann mit einem elektrischen Isoliermaterial gefüllt
sein.
[0083] Zum Aufheizen einer Metallplatine wird diese in der Heizstation 1 zwischen den Heizplatten
aufgenommen. Hierbei gelangt die Platine in direkten Kontakt mit den Heizplatten 35.
Die Heizplatten 35 sind parallel miteinander geschaltet und besitzen gleich große
Widerstände. Während des Kontaktes ist weiterer Stromfluss möglich zur Erwärmung der
Heizplatten 35 und damit der Metallplatine. Da die sich gegenüberliegenden Bereiche
der Heizplatte 35, welche im geschlossenen Zustand durch die Metallplatine miteinander
verbunden sind, an jeder Stelle dasselbe elektrische Potential (Spannungsniveau) aufweisen,
kommt es zu keinem Kurzschluss.
[0084] Eine alternative Ausführungsform einer Heizplatte 40 ist in der Figur 18 dargestellt.
Der Plattenkörper 41 der Heizplatte 40 weist zwei übereinander angeordnete Plattenkörperlagen
42, 43 auf. Zwischen den Plattenkörperlagen 42, 43 ist eine elektrische Isolierung
44 vorgesehen. Die elektrische Isolierung 44 erstreckt sich über den wesentlichen
Teil der Länge L des Plattenkörpers 41, so dass diese bereichsweise gegeneinander
elektrisch isoliert sind. Am Ende 45 des Plattenkörpers 41 ist ein Kontaktabschnitt
46 ausgebildet. Im Kontaktabschnitt 46 kontaktieren die Plattenkörperlagen 42, 43
einander und sind elektrisch leitend miteinander verbunden. Auf diese Weise ist ein
U-förmig konfigurierter Heizleiter 47 im Plattenkörper 41 ausgebildet. Auch hier ist
der Strompfad durch die Pfeile P kenntlich gemacht. Sowohl in der Figur 17 als auch
in der Figur 18 ist der kürzeste Abstand zwischen den elektrischen Kontakten mit k4
gekennzeichnet. Der Heizleiter 38 ebenso wie der Heizleiter 47 besitzen eine Länge,
die länger ist als der kürzeste Abstand k4 zwischen den elektrischen Kontakten "+"
und "-".
[0085] Bei einem Verfahren zur Herstellung von warmumgeformten und pressgehärteten Blechprodukten
aus Metallplatinen in einer erfindungsgemäßen Warmformlinie werden die Metallplatinen
in einer Heizstation 1 auf Umformtemperatur erwärmt, anschließend aus der Heizstation
1 entnommen und innerhalb einer Zeit T1 von weniger als 3 Sekunden in die Umformstation
2 transferiert. Im Umformwerkzeug 2 erfolgt dann die Umformung zum Blechprodukt. In
der Umformstation 2 selber oder einer nachgeschalteten Kühlstation 28 wird das heiße
Blechprodukt abgekühlt mit einer Abkühlgeschwindigkeit, die oberhalb der kritischen
Abkühlgeschwindigkeit des Metallwerkstoffes liegt und auf diese Weise gehärtet. Die
Abkühlung erfolgt in einer Zeit T
K von kleiner oder gleich (≤) 10 Sekunden, insbesondere in einer Zeit zwischen 3 und
6 Sekunden. Hierbei wird das Blechprodukt auf eine Temperatur T
E von kleiner oder gleich (≤) 250 °C abgekühlt.
[0086] Der Transfer der erwämten Metallplatine aus der Heizstation 1 in eine nachgeschaltete
Kühlstation 28 erfolgt in einer Zeit t
T2 von maximal 3 Sekunden.
[0087] Ein vorteilhafter Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass eine Heizplatte
8 der Heizstation 1 zumindest partiell auf eine Plattentemperatur T
P zwischen 1.050 °C und 1.350 °C erwärmt wird. Eine Metallplatine wird dann in der
Heizstation 1 zumindest partiell erwärmt und zwar von einer Ausgangstemperatur T1
auf eine Zieltemperatur T2, indem die Metallplatine mit der Heizplatte 8 von Ober-
und/oder Unterwerkzeug in Kontakt gelangt. Die Zieltemperatur T2 liegt zwischen 850
°C und 900 °C. Die Erwärmung der Metallplatine auf die Zieltemperatur T2 erfolgt in
einer Zeit t
E von kleiner oder gleich (≤) 10 Sekunden, insbesondere in einer Zeit zwischen 4 und
6 Sekunden.
Bezugszeichen:
[0088]
- 1 -
- Heizstation
- 1a -
- Heizstation
- 1b -
- Heizstation
- 2 -
- Umformstation
- 3 -
- Unterwerkzeug
- 4 -
- Oberwerkzeug
- 5 -
- Aufnahmeraum
- 6 -
- Metallplatine
- 7 -
- Widerstandsheizung
- 8 -
- Heizplatte
- 8' -
- Heizplatte
- 9 -
- Plattenkörper
- 10 -
- Schlitz
- 11 -
- Heizleiter
- 12 -
- Kontakt
- 13 -
- Kontakt
- 14 -
- Seitenrand von 8
- 15 -
- Seitenrand von 8
- 16 -
- Einfassung
- 17 -
- untere Isolierplatte
- 18 -
- obere Isolierplatte
- 19 -
- Lastverteilerplatte
- 20 -
- Lastverteilerplatte
- 21 -
- Rückseite
- 22 -
- Heizfläche von 8
- 23 -
- Isolierschicht
- 24 -
- Mittelabschnitt
- 24' -
- Platinenabschnitt
- 24" -
- Flügelabschnitt
- 25 -
- Temperierplatte
- 26 -
- Synchronantriebseinheit
- 27 -
- Heizvorrichtung
- 28 -
- Kühlstation
- 29 -
- Maschinengestell
- 30 -
- Federelement
- 31 -
- Blechprodukt
- 32 -
- Randabschnitt
- 33 -
- Mittelabschnitt
- 34 -
- Randbereich
- 35 -
- Heizplatte
- 36 -
- Plattenkörper
- 37 -
- Schlitz
- 38 -
- Heizleiter
- 39 -
- Ende zu 36
- 40 -
- Heizplatte
- 41 -
- Plattenkörper
- 42 -
- Plattenkörperlagen
- 43 -
- Plattenkörperlagen
- 44 -
- Isolierung
- 45 -
- Ende zu 41
- 46 -
- Kontaktabschnitt
- 47-
- Heizleiter
- d -
- Dicke von 9
- a1 -
- Abstand
- a2 -
- Abstand
- a3 -
- Abstand
- k1 -
- Abstand
- k2 -
- Abstand
- k3 -
- Abstand
- k4 -
- Abstand
- s1 -
- Abschnitt
- s2 -
- Abschnitt
- s3 -
- Abschnitt
- s4 -
- Abschnitt
- s5 -
- Abschnitt
- B -
- Breite
- P -
- Pfeil
- L -
- Länge
- LS -
- Länge
1. Warmformlinie mit einer Heizstation (1) und einer Umformstation (2) zur Herstellung
von warmumgeformten und pressgehärteten Blechprodukten (31) aus Metallplatinen (6),
wobei die Heizstation (1) ein Unterwerkzeug (3) und ein Oberwerkzeug (4) aufweist
zwischen denen eine Metallplatine (6) zum Erwärmen aufnehmbar ist und das Unterwerkzeug
(3) und/oder das Oberwerkzeug (4) eine elektrische Widerstandsheizung (7) mit zumindest
einem Flächenheizelement aufweist und das Flächenheizelement eine Heizplatte (8, 8',
35, 40) ist, und die Heizplatte (8, 8', 35, 40) als Plattenkörper (9, 36, 41) aus
einem elektrisch leitfähigen Material ausgebildet ist und der Plattenkörper (9, 36,
41) als Heizleiter (11, 38, 47) ausgebildet ist dadurch gekennzeichnet, dass die Heizplatte (8) an ihrer die Metallplatine (6) kontaktierenden Heizfläche (22)
mit einer elektrischen Isolierschicht (23) versehen ist.
2. Warmformlinie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizleiter (11) eine Länge besitzt, die länger ist als der kürzeste Abstand (k1,
k2, k3, k4) zwischen den elektrischen Kontakten (12, 13) des Heizleiters (11).
3. Warmformlinie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizleiter (11, 38, 47) mehrfach gewunden, insbesondere mäanderförmig oder spiralförmig,
verläuft.
4. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizleiter (11) in dem Plattenkörper (9) durch zumindest einen Schlitz (10) ausgebildet
ist, welcher sich über die Dicke (d) des Plattenkörpers (9) erstreckt.
5. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizleiter (38) im Plattenkörper (36) durch einen horizontalen Schlitz (37) ausgebildet
ist.
6. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Plattenkörper (41) zumindest zwei übereinander angeordnete Plattenkörperlagen
(42, 43) umfasst, wobei die Plattenkörperlagen (42, 43) zumindest bereichsweise gegeneinander
elektrisch isoliert sind und über einen Kontaktabschnitt elektrisch leitend miteinander
verbunden sind.
7. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Plattenkörper (9, 36, 41) aus einem metallischen Heizleiterwerkstoff besteht.
8. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Plattenkörper (9, 36, 41) aus einem keramischen Heizleiterwerkstoff besteht.
9. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizplatte (8) in einer ihre Seitenränder (14, 15) umgebenden Einfassung (16)
aufgenommen ist.
10. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstandsheizung (7) eine Anzahl von wahlweise ansteuerbaren Flächenheizelementen
aufweist.
11. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Heizleiters (11) über seine Länge variiert.
12. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Unterwerkzeug (3) und dem Oberwerkzeug (4) ein Aufnahmeraum (5) für
die Metallplatine (6) vorgesehen ist und der Aufnahmeraum (5) eine an die Oberflächenkontur
der Metallplatine (6) angepasste Geometrie besitzt.
13. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizstation (1) zumindest eine weitere Heizvorrichtung (27) vor- oder nachgeschaltet
ist.
14. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizstation (1) und die Umformstation (2) innerhalb einer Synchronantriebseinheit
(26) angeordnet sind.
15. Warmformlinie nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Synchronantriebseinheit (26) zwischen Heizstation (1) und Umformstation
(2) ein Platinen-Transfersystem vorgesehen ist.
16. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Umformstation (2) eine separate Kühlstation (28) nachgeschaltet ist.
17. Warmformlinie nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizstation (1) und/oder die Umformstation (2) und/oder die Kühlstation (28)
in einem Maschinengestell (29) federelastisch gelagert sind.
18. Verfahren zur Herstellung von warmumgeformten und pressgehärteten Blechprodukten in
einer Warmformlinie nach einer der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine Heizplatte der Heizstation (1) zumindest partiell auf eine Plattentemperatur
Tp zwischen 1.050 °C und 1.350 °C erwärmt wird und in der Heizstation (1) die zumindest
partielle Erwärmung einer Metallplatine (6) von einer Ausgangstemperatur T1 auf eine
Zieltemperatur T2 durch Kontakt der Metallplatine (6) mit der Heizplatte durchgeführt
wird, wobei die Zieltemperatur T2 zwischen 850 °C und 970 °C liegt und die Erwärmung
in einer Zeit t von kleiner oder gleich (≤) 10 Sekunden, insbesondere in einer Zeit
zwischen 3 und 6 Sekunden erfolgt.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Transfer der erwärmten Metallplatine aus der Heizstation (1) in die Umformstation
(2) in einer Zeit tT1 von maximal 3 Sekunden durchgeführt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, wobei der Umformstation eine Kühlstation nachgeschaltet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Transfer der umgeformten Metallplatine aus der Umformstation (2) in eine Kühlstation
(28) in einer Zeit tT2 von maximal 3 Sekunden durchgeführt wird.
21. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 20, wobei das umgeformte Blechprodukt
zumindest partiell
pressgehärtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechprodukt in der Umformstation (2) und/oder einer nachgeschalteten Kühlstation
(28) in einer Zeit tK von kleiner oder gleich (≤) 10 Sekunden, insbesondere in einer Zeit zwischen 3 und
6 Sekunden, zumindest partiell auf eine Temperatur TE von kleiner oder gleich (≤) 250 °C abgekühlt wird.
1. Hot forming line having a heating station (1) and a forming station (2) for producing
hot formed and press-hardened sheet metal products (31) made of metal blanks (6),
wherein the heating station (1) has a bottom tool (3) and a top tool (4) between which
a metal blank (6) can be received for heating and the bottom tool (3) and/or the top
tool (4) has an electric resistance heater (7) having at least one surface-heating
element and the surface-heating element is a heating plate (8, 8', 35, 40) and the
heating plate (8, 8', 35, 40) is in the form of a plate body (9, 36, 41) made of an
electrically conductive material and the plate body (9, 36, 41) is formed as a thermal
conductor (11, 38, 47) characterised in that the heating plate (8) is furnished with an electrical insulating layer (23) on its
heating surface (22) contacting the metal blank (6).
2. Hot forming line according to claim 1, characterised in that the thermal conductor (11) has a length which is longer than the shortest distance
(k1, k2, k3, k4) between the electrical contacts (12, 13) of the thermal conductor
(11).
3. Hot forming line according to claim 1 or 2, characterised in that the thermal conductor (11, 38, 47) extends with multiple windings, in particular
meander-shaped or spiral shaped.
4. Hot forming line according to any of claims 1 to 3, characterised in that the thermal conductor (11) in the plate body (9) is formed by at least one slit (10)
which extends throughout the thickness (d) of the plate body (9).
5. Hot forming line according to any of claims 1 to 3, characterised in that the thermal conductor (38) in the plate body (36) is formed by a horizonal slit (37).
6. Hot forming line according to any of claims 1 to 3, characterised in that the plate body (41) comprises at least two plate body layers (42, 43) arranged on
one another, wherein the plate body layers (42, 43) are at least in some areas electrically
insulated from one another and are connected via a contact section in an electrically
conductive manner with one another.
7. Hot forming line according to any of claims 1 to 6, characterised in that the plate body (9, 36, 41) is made of a metallic thermally conductive material.
8. Hot forming line according to any of claims 1 to 6, characterised in that the plate body (9, 36, 41) is made of a ceramic thermally conductive material.
9. Hot forming line according to any of claims 1 to 8, characterised in that the heating plate (8) is accommodated in a frame (16) surrounding its lateral edges
(14, 15).
10. Hot forming line according to any of claims 1 to 9, characterised in that the resistance heater (7) has a number of selectively controllable surface-heating
elements.
11. Hot forming line according to any of claims 1 to 10, characterised in that the cross-section of the thermal conductor (11) varies over its length.
12. Hot forming line according to any of claims 1 to 11, characterised in that between the bottom tool (3) and the top tool (4) is provided a receiving space (5)
for the metal blank (6) and the receiving space (5) has a geometry which is adapted
to the surface contour of the metal blank (6).
13. Hot forming line according to any of claims 1 to 12, characterised in that at least one further heating device (27) is connected upstream or downstream of the
heating station (1).
14. Hot forming line according to any of claims 1 to 13, characterised in that the heating station (1) and the forming station (2) are disposed within a synchronous
drive unit (26).
15. Hot forming line according to claim 14, characterised in that within the synchronous drive unit (26) between heating station (1) and forming station
(2) is provided a blank transfer system.
16. Hot forming line according to any of claims 1 to 15, characterised in that a separate cooling station (28) is connected downstream of the forming station (2).
17. Hot forming line according to any of claims 1 to 16, characterised in that the heating station (1) and/or the forming station (2) and/or the cooling station
(28) are resiliently supported in a machine mounting (29).
18. Method for the preparation of hot formed and press-hardened sheet metal products in
a hot forming line according to any of claims 1 to 17, characterised in that a heating plate of the heating station (1) is heated at least partially to a plate
temperature TP between 1,050 °C and 1,350 °C and in the heating station (1) the at least partial
heating of a metal blank (6) from a starting temperature T1 to a target temperature
T2 is carried out by contact of the metal blank (6) with the heating plate, wherein
the target temperature T2 is between 850 °C and 970 °C and the heating takes place
during a time t of less than or equal to (≤) 10 seconds, in particular in a time of
between 3 and 6 seconds.
19. Method according to claim 18, characterised in that the transfer of the heated metal blank out of the heating station (1) into the forming
station (2) is carried out in a time tT1 of maximum 3 seconds.
20. Method according to claim 18 or 19, wherein a cooling station is connected downstream
of the forming station, characterised in that the transfer of the formed metal blank out of the forming station (2) into a cooling
station (28) is carried out in a time tT2 of maximum 3 seconds.
21. Method according to at least one of claims 18 to 20, wherein the formed metal sheet
product is at least partially press-hardened, characterised in that the sheet metal product is cooled in the forming station (2) and/or a cooling station
(28) connected downstream therefrom in a time tK of less than or equal to (≤) 10 seconds, in particular in a time of between 3 and
6 seconds, at least partially to a temperature TE of less than or equal to (≤) 250 °C.
1. Ligne de formage à chaud avec un poste de chauffage (1) et un poste de formage (2)
en vue de la fabrication de produits de tôle (31) formés à chaud et trempés sous presse
à partir de flans métalliques (6), dans laquelle le poste de chauffage (1) comporte
un outil inférieur (3) et un outil supérieur (4) entre lesquels un flan métallique
(6) peut être logé pour être chauffé et l'outil inférieur (3) et/ou l'outil supérieur
(4) comportent un chauffage par résistance électrique (7) avec au moins un élément
chauffant de surface et l'élément chauffant de surface est une plaque chauffante (8,
8', 35, 40) et la plaque chauffante (8, 8', 35, 40) est réalisée comme corps de plaque
(9, 36, 41) à partir d'un matériau électriquement conducteur et le corps de plaque
(9, 36, 41) est réalisé comme conducteur chauffant (11, 38, 47), caractérisée en ce que la plaque chauffante (8) est munie d'une couche isolante électrique (23) au niveau
de sa surface chauffante (22) en contact avec le flan métallique (6).
2. Ligne de formage à chaud selon la revendication 1, caractérisée en ce que le conducteur chauffant (11) a une longueur qui est plus longue que la plus courte
distance (k1, k2, k3, k4) entre les contacts électriques (12, 13) du conducteur chauffant
(11).
3. Ligne de formage à chaud selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le conducteur chauffant (11, 38, 47) s'étend en tournant de multiples fois, en particulier
en forme de méandres ou en forme de spirales.
4. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le conducteur chauffant (11) est réalisé dans le corps de plaque (9) par au moins
une fente (10) qui s'étend sur l'épaisseur (d) du corps de plaque (9).
5. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le conducteur chauffant (38) est réalisé dans le corps de plaque (36) par une fente
horizontale (37).
6. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le corps de plaque (41) comprend au moins deux couches de corps de plaque (42, 43)
agencées l'une au-dessus de l'autre, lesquelles couches de corps de plaque (42, 43)
sont isolées électriquement l'une de l'autre au moins par endroits et sont reliées
électriquement l'une à l'autre par l'intermédiaire d'une partie de contact.
7. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le corps de plaque (9, 36, 41) est constitué d'un matériau métallique de conducteur
chauffant.
8. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le corps de plaque (9, 36, 41) est constitué d'un matériau céramique de conducteur
chauffant.
9. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la plaque chauffante (8) est logée dans un cadre (16) entourant ses bords latéraux
(14, 15).
10. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le chauffage par résistance (7) comporte un certain nombre d'éléments chauffants
de surface commandables sélectivement.
11. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la section transversale du conducteur chauffant (11) varie sur sa longueur.
12. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'un espace de logement (5) destiné au flan métallique (6) est prévu entre l'outil inférieur
(3) et l'outil supérieur (4) et l'espace de logement (5) a une géométrie adaptée au
contour de surface du flan métallique (6).
13. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisée en ce qu'au moins un autre dispositif de chauffage (27) est placé en amont ou en aval du poste
de chauffage (1).
14. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que le poste de chauffage (1) et le poste de formage (2) sont agencés à l'intérieur d'une
unité d'entraînement synchrone (26).
15. Ligne de formage à chaud selon la revendication 14, caractérisée en ce qu'un système de transfert de flans est prévu à l'intérieur de l'unité d'entraînement
synchrone (26) entre le poste de chauffage (1) et le poste de formage (2).
16. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisée en ce qu'un poste de refroidissement (28) séparé est placé en aval du poste de formage (2).
17. Ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que le poste de chauffage (1) et/ou le poste de formage (2) et/ou le poste de refroidissement
(28) sont montés dans un bâti de machine (29) avec un système de suspension élastique.
18. Procédé de fabrication de produits de tôle formés à chaud et trempés sous presse dans
une ligne de formage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'une plaque chauffante du poste de chauffage (1) est chauffée au moins partiellement
à une température de plaque TP entre 1050 °C et 1 350 °C et, dans le poste de chauffage (1), le chauffage au moins
partiel d'un flan métallique (6) d'une température de départ T1 à une température
d'arrivée T2 est effectué par contact du flan métallique (6) avec la plaque chauffante,
laquelle température d'arrivée T2 est comprise entre 850 °C et 970°C, et le chauffage
s'effectue en un temps t inférieur ou égal à (≤) 10 secondes, en particulier en un
temps compris entre 3 et 6 secondes.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que le transfert du flan métallique chauffé hors du poste de chauffage (1) jusque dans
le poste de formage (2) est effectué en un temps tT1 de 3 secondes au maximum.
20. Procédé selon la revendication 18 ou 19, dans lequel un poste de refroidissement est
placé en aval du poste de formage, caractérisé en ce que le transfert du flan métallique formé hors du poste de formage (2) jusque dans un
poste de refroidissement (28) est effectué en un temps tT2 de 3 secondes au maximum.
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications 18 à 20, dans lequel le produit
de tôle formé est au moins partiellement trempé sous presse, caractérisé en ce que le produit de tôle est refroidi dans le poste de formage (2) et/ou dans un poste
de refroidissement (28) placé en aval en un temps tK inférieur ou égal à (≤) 10 secondes, en particulier en un temps compris entre 3 et
6 secondes, au moins partiellement à une température TE inférieure ou égale à (≤) 250 °C.