[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrochemischen Herstellung von 2.2.4-Trimethyladipinsäure
und 2.4.4-Trimethyladipinsäure durch ringspaltende elektrochemische Oxidation eines
Gemisches von cis- und trans-3.3.5-Trimethylcyclohexanol.
[0002] Die Herstellung von 2.2.4-Trimethyladipinsäure und 2.4.4-Trimethyladipinsäure (TMAS)
aus einem Gemisch von cis- und trans-3.3.5-Trimethylcyclohexanol (TMCol) erfolgt nach
heutigem Stand der Technik durch ringspaltende Oxidation mittels Salpetersäure.
[0003] Nachteile dieses Verfahrens durch den Einsatz von Salpetersäure sind u.a. Korrosion,
Sicherheitsprobleme und Bildung nitroser Komponenten.
[0007] In
B.V. Lyalin, V.A. Petrosyan, Electrosynthesis of adipic acid by undivided cell elektrolysis,
Russian Chemical Bulletin, International Edition, Vol. 53 No. 3 pp. 688-692, March,
2004 ist die ringspaltende elektrochemische Oxidation von Cyclohexanol zu Adipinsäure
an Nickelhydroxid-Elektroden ebenfalls behandelt. In der Veröffentlichung ist eine
maximale Ausbeute an Adipinsäure von 46,7 % bei gleichzeitiger Stromausbeute von 11,5
% angegeben. Nebenprodukte bei der Umsetzung sind Bernsteinsäure und Glutarsäure,
die mit einer Ausbeute von 6,3 % bzw. 11,5 % gebildet werden. Diese Komponenten entstehen
durch oxidative Abspaltung von CH
2-Gruppen aus dem C6-Grundkörper von Cyclohexanol.
[0008] Gemäß oben aufgeführten Veröffentlichungen wird die Adipinsäure als Dinatrium-Salz
gebildet. Eine Umwandlung in die H-Säureform gelingt durch einfache Ansäuerung beispielsweise
mit Salzsäure.
[0009] Die Löslichkeit von Cyclohexanol in Wasser beträgt 40 g/l bei 20 °C. Die Löslichkeit
des 3-fach methyl-substituierten Cyclohexanols, TMCol, in Wasser beträgt nur 1,8 g/l
bei 20 °C.
[0010] Überraschend wurde festgestellt, dass sich TMCol trotz der geringen Löslichkeit in
Wasser unter alkalischen Bedingungen durch ringspaltende elektrochemische Oxidation
zu 2.2.4-Trimethyladipinsäure und 2.4.4-Trimethyladipinsäure (TMAS) umsetzen lässt.
Zwischenprodukt hierbei ist 3.3.5-Trimethylcyclohexanon (TMCon).
[0011] Vorteile dieses Verfahrens gegenüber dem oben geschriebenen Verfahren durch die Vermeidung
des Einsatzes von Salpetersäure sind: Vermeidung von Korrosivität, keine Bildung von
nitrosen Gasen.
[0012] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur elektrochemischen Herstellung von
2.2.4-Trimethyladipinsäure und 2.4.4-Trimethyladipinsäure durch ringspaltende elektrochemische
Oxidation eines Gemisches von cis- und trans-3.3.5-Trimethylcyclohexanol in wässriger
alkalischer Lösung.
[0013] Die elektrochemische Umsetzung von TMCol zu TMAS erfolgt in einer Elektrolysezelle.
Das Verfahren ist im Prinzip nicht auf eine bestimmte Bauart der Elektrolysezelle
beschränkt. Die Umsetzung findet in wässriger alkalischer Lösung statt. Als Laugen
eignen sich im Prinzip alle bekannten anorganischen Basen. Bevorzugt werden Alkalimetallhydroxide,
wie LiOH, NaOH, KOH, und lösliche Erdalkalimetallhydroxide. Besonders bevorzugt wird
erfindungsgemäß Natronlauge oder Kalilauge eingesetzt.
[0014] Als Anodenmaterial kommen im Prinzip Übergangsmetalle in Betracht. Bevorzugt wird
Nickel eingesetzt.
[0015] Als Kathodenmaterial kommen im Prinzip Übergangsmetalle in Betracht. Bevorzugt wird
Edelstahl eingesetzt.
[0016] Als Anode sind bevorzugt Elektrodentypen mit großer spezifischer Oberfläche geeignet.
Besonders bevorzugt sind Netze, Pelletschüttungen, Schäume.
[0017] Die Elektrolyse kann diskontinuierlich oder kontinuierlich erfolgen.
[0018] Die Elektrolyse kann in einer Batch-Elektrolysezelle sowie in einer kontinuierlich
durchströmbaren Elektrolysezelle durchgeführt werden.
[0019] Bevorzugt wird die Elektrolyse in einer kontinuierlich durchströmbaren Elektrolysezelle
betrieben.
[0020] Die Elektrolyse wird bevorzugt bei erhöhter Temperatur betrieben. Bevorzugt ist eine
Temperatur von 60 bis 100 °C. Besonders bevorzugt ist eine Temperatur von 70 bis 90
°C.
[0021] Nachfolgend erfolgt die Beschreibung von bevorzugten Varianten des Verfahrens.
Variante 1
[0022] Die elektrochemische Umsetzung von TMCol zu TMAS kann in der in Abbildung 1 gezeigten
Elektrolyse-Batchapparatur erfolgen. Als Kathode fungiert ein Edelstahlstempel, als
Anode ein zylindrisches Nickelnetz. Die eingefüllte Lösung wird durch einen Magnetrührstab
gerührt, durch einen Thermostat beheizt. Eine Pumpe ermöglicht eine zusätzliche externe
Zirkulation der Lösung, um die Durchmischung weiter zu intensivieren.
Variante 2
[0023] Die elektrochemische Umsetzung von TMCol zu TMAS kann alternativ in der in Abbildung
2 gezeigten Elektrolyseapparatur erfolgen. Diese umfasst eine Elektrolysezelle, eine
temperierbare Vorlage, eine Pumpe sowie einen Kühler.
[0024] Bei der Elektrolysezelle handelt es sich um eine kontinuierlich durchströmbare Elektrolysezelle
mit Edelstahlkathode und Nickelanode.
[0025] Als Pumpen für die in Abbildung 2 gezeigte Elektrolyseapparatur können unterschiedliche
Pumpentypen verwendet werden. Besonders geeignet sind Pumpen, die zusätzlich zur Förderwirkung
eine Dispergierung des organischen Substrats in der alkalischen, wässrigen Lösung
erzielen, z. B. Peripheralpumpen.
Variante 3
[0026] Als kontinuierlich durchströmbare Elektroysezelle kann im Speziellen eine Swiss-Roll-Zelle
(siehe "
Peter. M. Robertson, F. Schwager, A new cell for electrochemical processes, Journal
of Electroanalytical Chemistry Vol. 65 pp. 883-900, 1975", "
Peter Seiler, Peter M. Robertson, Die anodische Oxidation von Diaceton-L-sorbose im
technischen Maßstab, Chimia Vol. 36 No. 7/8 pp. 305-312, 1982") verwendet werden. Die Swiss-Roll-Zelle ist in Abbildung 3 dargestellt. Bei diesem
Elektrolysezellentyp sind ein Nickel- sowie ein Edelstahlnetz, getrennt durch ein
Polypropylengewebe, übereinanderliegend um einen zentralen Nickelstab gewickelt. Der
Nickelstab hat dabei nur Kontakt zum Nickelnetz. Das Zellgehäuse besteht aus Edelstahl,
das nur Kontakt zum Edelstahlnetz hat.
Variante 4a
[0027] Es wurde gefunden, dass eine Elektrolysezelle aus einem Edelstahlgehäuse, einem zentralen
Nickelstab sowie eingefüllten Nickelpellets ebenfalls verwendet werden kann. Der Zelltyp
ist in Abbildung 4 dargestellt. Die Nickelpellets haben dabei elektrischen Kontakt
zum zentralen Nickelstab. Die Nickelpellets sind durch ein Polypropylengewebe, das
sich auf der Innenseite des Edelstahlgehäuses befindet, vom Edelstahlgehäuse elektrisch
isoliert.
Variante 4b
[0028] Weiterhin wurde gefunden, dass der in Abbildung 4 gezeigte Zelltyp anstatt mit Nickelpellets
mit einem flachlagigen Nickelschaum sowie einem Edelstahlnetz ausgerüstet werden kann.
Diese werden, getrennt durch ein Polypropylengewebe, übereinanderliegend um den zentralen
Nickelstab gewickelt. Der Nickelstab hat dabei nur Kontakt zum Nickelschaum. Das Zellgehäuse
besteht aus Edelstahl, das nur Kontakt zum Edelstahlnetz hat.
[0029] Vor der TMAS-Elektrosynthese wird die Ni-Anodenfläche konditioniert, um eine dünne
Mehrschicht-Nickeloxidhydroxid-Deckschicht auf der Ni-Anodenoberfläche elektrochemisch
abzuscheiden.
[0030] Dies kann beispielhaft wie nachfolgend beschrieben durchgeführt werden:
[0031] Es werden 280 ml einer Konditionierlösung mit 0,1 mol/l NiSO
4x6H
2O, 0,1 mol/l NaOAcx3H
2O, 0,005 mol/l NaOH in destillertem Wasser in die Elektrolyse eingefüllt. Im Falle
der Elektrolyseapparatur in Abbildung 2 wird zusätzlich umgepumpt. Durch automatisches
Umschalten der Elektrodenpolarisation wird das Nickelnetz alternativ als Anode oder
Kathode für kurze Zeit (10 s) gepolt, bis sich eine schwarze Oberflächenschicht gebildet
hat (Stromstärke 150 mA, Ladungsmenge 100 C). Die Konditionierlösung wird anschließend
aus der gesamten Apparatur entleert. Anschließend wird die gesamte Apparatur intensiv
mit destilliertem Wasser gespült. Die frisch aktivierte Elektrolysezelle wird anschließend
sofort zur Elektrolyse eingesetzt.
[0032] Zur Elektrosynthese vom TMAS wird die Elektrolysezelle mit Wasser sowie darin gelöstem
Natriumhydroxid und TMCol befüllt. Anschließend wird die umgepumpte Lösung temperiert.
Die Elektrolyse wird durchgeführt, indem mehrere Stunden galvanostatisch Strom durch
die Zelle geleitet wird.
[0033] Nach Beendigung der Elektrolyse wird die Lösung aus der Elektrolyseapparatur vollständig
entleert, anschließend wird die Elektrolyseapparatur mit VE-Wasser ausgespült. Zwischen
den Versuchen bleibt die Elektrolyseapparatur trocken stehen. Die vereinigte Lösung
aus der Elektrolyseapparatur wird aufgearbeitet, um TMCol, TMCon, TMAS, ggf. Nebenprodukte
nach Beendigung der Elektrolyse zu isolieren.
Beispiele
Ausführungsbeispiel 1
[0034] Die Elektrolyse wurde in der in Abbildung 1 gezeigten Elektrolysebatchapparatur mit
einem gewickelten 100 mesh Nickelnetz aus 0,1 mm Nickeldraht mit einer Fläche von
10 cm * 25 cm sowie einem innenbefindlichen, runden Edelstahlstempel mit einem Durchmesser
von 7 cm wie oben beschrieben durchgeführt.
[0035] In die Elektrolysezelle wurden 260 ml Wasser, 11,2 g Natriumhydroxid sowie 5,73 g
TMCol gefüllt.
[0036] Die Elektrolyse wurde durchgeführt, indem 6 Stunden 2 A durch die Zelle geleitet
wurden. Die Temperatur betrug 80 °C.
[0037] Nach Aufarbeitung wurden 2,45 g TMCol, 2,34 g TMCon sowie 1,06 g TMAS isoliert. Die
Ausbeute von TMAS bezogen auf das eingesetzte TMCol betrug 14 %.
Ausführungsbeispiel 2
[0038] Die Elektrolyse wurde in der in Abbildung 2 gezeigten Elektrolyseapparatur unter
Einsatz einer in Abbildung 3 gezeigten Swiss-Roll-Elektrolysezelle mit einem gewickelten
100 mesh Nickelnetz aus 0,1 mm Nickeldraht mit einer Fläche von 6,5 cm * 24,5 cm,
einem Polypropylengewebe sowie mit einem gewickelten 100 mesh Edelstahlnetz aus 0,114
mm Edelstahldraht mit einer Fläche von 6,5 cm * 26,5 cm wie oben beschrieben durchgeführt.
[0039] In die Elektrolyseapparatur wurden 260 ml Wasser, 11,2 g Natriumhydroxid sowie 5,93
g TMCol gefüllt. Es kam eine Peripheralpumpe zum Einsatz.
[0040] Die Elektrolyse wurde durchgeführt, indem 24 Stunden 2 A durch die Zelle geleitet
wurden. Die Temperatur betrug 80 °C.
[0041] Nach Aufarbeitung wurden 0,05 g TMCol, 0,03 g TMCon sowie 2,70 g TMAS isoliert. Die
Ausbeute von TMAS bezogen auf das eingesetzte TMCol betrug 34 %.
Ausführungsbeispiel 3
[0042] Die Elektrolyse wurde in der in Abbildung 2 gezeigten Elektrolyseapparatur unter
Einsatz einer in den Abbildungen 4a und 4b gezeigten Elektrolysezelle mit Nickelpellets
(Schüttvolumen 60 cm
3) wie oben beschrieben durchgeführt.
[0043] In die Elektrolysezelle wurden 264 ml Wasser, 11,2 g Natriumhydroxid sowie 5,93 g
TMCol gefüllt. Es kam eine Peripheralpumpe zum Einsatz.
[0044] Die Elektrolyse wurde durchgeführt, indem 24 Stunden 2 A durch die Zelle geleitet
werden. Die Temperatur betrug 80 °C.
[0045] Nach Aufarbeitung wurden 0,06 g TMCol, 0,04 g TMCon sowie 2,52 g TMAS isoliert. Die
Ausbeute von TMAS bezogen auf das eingesetzte TMCol betrug 32 %.
Ausführungsbeispiel 4
[0046] Die Elektrolyse wurde in der in Abbildung 2 gezeigten Elektrolyseapparatur unter
Einsatz einer in Abbildung 3a gezeigten Elektrolysezelle mit einem gewickelten, flachlagigen
Nickelschaum mit einer Fläche von 6,5 cm * 19 cm, einem Polypropylengewebe sowie mit
einem gewickelten 100 mesh Edelstahlnetz aus 0,114 mm Edelstahldraht wie oben beschrieben
durchgeführt.
[0047] In die Elektrolysezelle wurden 264 ml Wasser, 11,2 g Natriumhydroxid sowie 5,93 g
TMCol gefüllt. Es kam eine Peripheralpumpe zum Einsatz.
[0048] Die Elektrolyse wurde durchgeführt, indem 17 Stunden 2 A durch die Zelle geleitet
werden. Die Temperatur betrug 80 °C.
[0049] Nach Aufarbeitung wurden 0,09 g TMCol, 0,14 g TMCon sowie 2,06 g TMAS isoliert. Die
Ausbeute von TMAS bezogen auf das eingesetzte TMCol betrug 26 %.
Beispiel Aufarbeitung
[0050] Zweck der nachfolgend beschriebenen Aufarbeitung der Elektrolyselösung ist es, TMCol,
TMCon, TMAS, ggf. Nebenprodukte nach Beendigung der Elektrolyse zu isolieren und anschließend
Umsatz, Ausbeute sowie Selektivität zu bestimmen.
[0051] Zur aus der Elektrolyseapparatur gegossenen, wässrigen Lösung werden 50 g Natriumchlorid
gegeben.
[0052] Man extrahiert die alkalische, wässrige Phase zur Entfernung von noch vorhandenem
TMCol und TMCon mit Methyl-tert-Butyl-Ether (p. a.) durch mehrfach wiederholtes (min.
4-faches) Ausschütteln im Scheidetrichter.
[0053] Die Etherphase wird mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Hierzu gibt man
zu der Etherphase so viel Magnesiumsulfat, bis neu zugesetztes Magnesiumsulfat in
der Flüssigkeit feinkörnig bleibt und nicht mehr verklumpt. Das Magnesiumsulfat wird
anschließend abfiltriert.
[0054] Der Ether wird abrotiert. Zuerst wird bei Normaldruck einrotiert. Gegen Ende des
Abdestillierens steigt der Siedepunkt der Lösung stark an. Man legt deshalb ein leichtes
Vakuum an und vergrößert den Unterdruck in dem Maße, wie die Lösung an MTBE verarmt,
um stets eine ausreichende Destillationsgeschwindigkeit zu erzielen (bis 300 mbar
bei 90 °C). Die Destillation bei 300 mbar und 90 °C wird fortgesetzt bis die Kopftemperatur
im Rotationsverdampfer auf konstant bleibende Raumtemperatur gefallen ist.
[0055] Es bleibt nicht abreagiertes TMCol sowie TMCon in einer Restmenge an MTBE zurück.
Diese werden gaschromatografisch auf Reinheit und Menge hin untersucht.
[0056] Die Isolierung des TMAS erfolgt über Perforation. Für den Perforator ist ein größeres
Flüssigkeitsvolumen notwendig. Entsprechend wird mit Wasser verdünnt.
[0057] Anschließend säuert man die alkalische, wässrige Phase mit konz. Salzsäure bis zu
einem pH-Wert von 1 an.
[0058] Die angesäuerte, wässrige Phase wird mit MTBE (p. a.) 48 h perforiert.
[0059] Die Etherphase wird anschließend mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Hierzu
gibt man zu der Etherphase so viel Magnesiumsulfat, bis neu zugesetztes Magnesiumsulfat
in der Flüssigkeit feinkörnig bleibt und nicht mehr verklumpt. Das Magnesiumsulfat
wird anschließend abfiltriert.
[0060] Das MTBE wird abrotiert. Zuerst wird bei Normaldruck einrotiert. Gegen Ende des Abdestillierens
steigt der Siedepunkt der Lösung stark an. Man legt deshalb ein leichtes Vakuum an
und vergrößert den Unterdruck in dem Maße, wie die Lösung an MTBE verarmt, um stets
eine ausreichende Destillationsgeschwindigkeit zu erzielen (bis 300 mbar bei 90 °C,
allerdings nicht ausreichend, um MTBE quantitativ zu entfernen). Die Destillation
bei 300 mbar und 90 °C wird fortgesetzt bis die Kopftemperatur im Rotationsverdampfer
auf konstante bleibende Raumtemperatur gefallen ist.
[0061] TMAS und Nebenprodukte bleiben nach dem Abdestillieren in einer Restmenge an MTBE
zurück und werden nach Veresterung mit Diazomethan gaschromatografisch quantitativ
bestimmt.
1. Verfahren zur elektrochemischen Herstellung von 2.2.4-Trimethyladipinsäure und 2.4.4-Trimethyladipinsäure
durch ringspaltende elektrochemische Oxidation eines Gemisches von cis- und trans-3.3.5-Trimethylcyclohexanol
in wässriger alkalischer Lösung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Natronlauge oder Kalilauge eingesetzt wird.
3. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolyse in einer Batch-Elektrolysezelle oder in einer kontinuierlich durchströmbaren
Elektrolysezelle durchgeführt wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolyse in einer kontinuierlich durchströmbaren Elektrolysezelle durchgeführt
wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als Anodenmaterial Nickel eingesetzt wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als Kathodenmaterial Edelstahl eingesetzt wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als Anode Elektrodentypen mit großer spezifischer Oberfläche, bevorzugt Netze, Pelletschüttungen,
Schäume, eingesetzt werden.
8. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als Anode Elektrodentypen ausgewählt ais Ni-Netze, Ni-Pelletschüttungen, Ni-Schäume,
eingesetzt werden.
9. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Ni-Anodenfläche konditioniert wird, um eine dünne Mehrschicht-Nickeloxidhydroxid-Deckschicht
auf der Ni-Anodenoberfläche elektrochemisch abzuscheiden.
10. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolyse bei erhöhter Temperatur betrieben wird.
11. Verfahren nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolyse bei Temperaturen von 60 bis 100 °C, bevorzugt von 70 bis 90 °C, durchgeführt
wird.