[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schrankenanlage für die wechselweise Absperrung
und Freigabe der Durchfahrt oder des Durchgangs zweier sich kreuzender Straßen oder
Transportwege, von denen eine oder einer mindestens doppelt so breit ist wie die oder
der andere.
[0002] Ein immer wiederkehrendes Problem bei Schrankenanlagen verschiedenster Art besteht
darin, dass der für die Bewegung des Schrankenbaumes zur Verfügung stehende Raum sehr
begrenzt sein kann.
[0003] Für den Einsatz von Schrankenanlagen an Ein - oder Durchfahrten, die in ihrer Höhe,
besonders verglichen mit ihrer Breite, begrenzt sind, wurden bereits verschiedene
Vorschläge gemacht.
[0004] Durch die
DE 37 19 912 A1 ist ein Schrankenbaum bekannt, der in vertikaler Ebene um 90° verschwenkbar ist und
aus zwei Abschnitten besteht, die an ihren einen, einander benachbarten Enden gelenkig
miteinander verbunden sind. In der den Durchfahrtsweg sperrenden Stellung ragt der
ganze Schrankenbaum horizontal in diesen Durchfahrtsweg hinein und seine beiden Abschnitte
befinden sich in einer zueinander fluchtenden Stellung. Beim vertikalen Verschwenken
des Schrankenbaums um 90° aus seiner den Durchfahrtsweg sperrenden Stellung in seine
die Durchfahrt freigebende Stellung wird der vordere, das freie Ende des Schrankenbaums
aufweisende Abschnitt in Bezug auf den hinteren, durch eine Antriebsvorrichtung antreibbaren
Abschnitt mit Hilfe eines längs des antreibbaren Abschnitts angeordneten Kettentriebs
in vertikaler Ebene um 90° abgewinkelt, während er bei der Rückkehr des Schrankenbaums
in die die Durchfahrt sperrende Stellung wieder die mit dem antreibbaren Abschnitt
fluchtende Stellung einnimmt.
[0005] Nach der
EP 0937 820 B1 ist der vordere Abschnitt eines solchen zweigeteilten Schrankenbaums mit Hilfe eines
im hohlen, antreibbaren Abschnitt angeordneten Seilzugs bei der vertikalen Bewegung
des Schrankenbaums in die Freigabestellung ebenfalls in vertikaler Ebene um 90° abwinkelbar.
[0006] Solche Schrankenbäume werden vor allem für die Absperrung und Freigabe von Durchfahrten
mit geringer Höhe, beispielsweise bei Einfahrten in Tiefgaragen, eingesetzt. Besonders
bei Durchfahrten mit im Verhältnis zur geringen Höhe deutlich größerer Breite lässt
sich der Durchfahrtsweg mit einem solchen Schrankenbaum in seiner Breite noch ausreichend
absperren und freigeben. Allerdings ragt in Freigabestellung der vordere um 90° abgewinkelte
Abschnitt immer noch, wenn auch erhöht, in die Durchfahrt hinein, wodurch die nutzbare
Höhe der an sich schon niedrigen Durch- oder Einfahrt weiter reduziert wird, so dass
Fahrzeuge ab einer bestimmten Höhe oder Fahrzeuge mit Aufbauten nicht passieren oder
einfahren können.
[0007] Durch die
DE 211 965 ist eine aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Abschnitten bestehender Schrankenbaum
bekannt, bei dem in Sperrstellung des Schrankenbaums der vordere, das freie Ende des
Schrankenbaums aufweisende Abschnitt in Bezug auf den antreibbaren Abschnitt in horizontaler
Ebene rein passiv abgewinkelt wird, wenn ein Fahrzeug bei geschlossener Schranke auf
den vorderen Abschnitt auffährt. Damit sollen Unfälle insbesondere an Eisenbahnübergängen
verhindert werden. Ein nach der Schließung beider Schrankenbäume eines Bahnübergangs
sich noch zwischen den beiden Schrankenbäumen befindendes Fahrzeug, kann so diesen
Bereich noch verlassen.
[0008] Es wurde bereits vorgeschlagen, bei im Verhältnis zu ihrer Höhe breiten Durch- oder
Einfahrten einen Schrankenbaum einzusetzen, mit dem die Durch- oder Einfahrt in ihrer
gesamten Breite gesperrt werden kann und der zur Freigabe der Durch- oder Einfahrt
in seiner ganzen Länge um 90° aber in horizontaler Ebene verschwenkbar ist. Der für
diese horizontale Bewegung zur Verfügung stehende Raum ist aber in den meisten Fällen
ebenfalls begrenzt und häufig nicht ausreichend.
[0009] Durch die
DE 2 300 944 ist ein in vertikaler Ebene verschwenkbarer Schrankenbaum bekannt, der aus zwei Teilen
besteht, die an ihren einen Enden gelenkig, d.h. abknickkbar, miteinander verbunden
sind. Das eine, hintere Teilstück ist an einem Schrankenpfosten angelenkt, das andere,
vordere Teilstück weist das freie Ende des Schrankenbaums auf. Eine Stützstange ist
mit seinem einen Ende am Schrankenpfosten angelenkt und mit seinem anderen Ende mit
dem vorderen Teilstück des Schrankenbaums gelenkig verbunden; der Anlenkpunkt der
Stützstange am vorderen Teilstück des Schrankenbaums ist beabstandet zur gelenkigen
Verbindung zwischen vorderem und hinterem Teilstück des Schrankenbaums. Bei geschlossener
Schranke fluchten die beiden Teilstücke des Schrankenbaums miteinander in horizontaler
Richtung und der Schrankenbaum wird als Ganzes von der Stützstange in dieser Stellung
gestützt. Beim Öffnen der Schranke schwenkt das hintere Teilstück des Schrankenbaums
in seinem Anlenkpunkt am Schrankenpfosten um annähernd 90° in vertikaler Ebene nach
oben, während das vordere Teilstück im Gelenk der beiden Teilstücke abwärts schwenkt,
wobei die Stützstange in der Bewegung mitgenommen wird. Bei geöffneter Schranke weist
also das hintere Teilstück des Schrankenbaums vom Schrankenpfosten aus nach oben während
das vordere Teilstück nach unten abgeknickt erscheint. Dadurch kann die Schranke im
Verhältnis zum Absperrbereich niedriger gebaut werden.
[0010] Es wurden auch Schrankenanlagen eingesetzt, bei denen das Problem des für die Bewegung
eines Schrankenbaumes nur begrenzt zur Verfügung stehenden Raums durch zwei, sich
an der Durchfahrt oder am Durchgang gegenüber stehende Schrankenbäume gelöst wurde,
von denen jeder die Durchfahrt oder den Durchgang in seiner halben Breite absperren
und freigeben kann.
[0011] Ein wichtiger Einsatzbereich von Schrankenanlagen ist der an sich kreuzenden Wegen
oder Straßen, wie z.B. Produktionsstraßen im Fahrzeugbau oder Gepäckförderstraßen
an Flughäfen. An Produktionsstraßen werden die in einer Richtung bewegten Montagebänder
in regelmäßigen Abständen immer wieder durch kreuzende Zulieferstraßen unterbrochen,
auf denen die Montageteile für den nächsten Montagevorgang herangebracht werden. Auch
bei Gepäckförderanlagen an Flughäfen werden die Förderstraßen in Abständen durch kreuzende
Zubringerstraßen unterbrochen, auf denen weitere Gepäckstücke herangebracht werden.
Dies sind nur zwei Beispiele für einen solchen Einsatzbereich.
[0012] Solche sich kreuzende Wege oder Straßen müssen dann wechselweise in der einen und
der anderen Richtung gesperrt und wieder freigegeben werden. Es versteht sich, dass
auch hier, z.B. in Montagehallen, der für die Bewegung von Schrankenbäumen zur Verfügung
stehende Raum sehr begrenzt ist. Es sind inzwischen Anlagen bekannt, bei denen an
den Wegkreuzungen vier, einander gegenüberstehende Schrankenbäume installiert sind,
die sich abwechselnd gegeneinander um 90 °, bevorzugt in horizontaler Ebene, verschwenken
lassen, wobei jeder einzelne Schrankenbaum die Wegbreite jeweils zu einem Teil, vorzugsweise
zur Hälfte, absperren kann.
[0013] Dies hat sich bewährt in den Fällen, in denen die beiden sich kreuzenden Straßen
oder Wege die gleiche Breite aufweisen. Auch wenn eine der beiden Straßen die bis
zu doppelte Breite der anderen aufweist, können die Straßen immer noch in beiden Richtungen
mit herkömmlichen Schrankenbäumen komplett gesperrt werden, wenn die Länge eines Schrankenbaums
maximal gleich der Breite der schmaleren Straße ist; es muss dann in Kauf genommen
werden, dass beim Sperren der schmaleren Straße an den Schrankenbäumen eine Überlappung
auftritt. Ist eine der beiden Straßen aber mehr als doppelt so breit wie die sie kreuzende
Straße, so kann die breitere Straße nicht mehr komplett abgesperrt werden.
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, unter Verwendung geeigneter Schrankenbäume
eine Schrankenanlage zu schaffen, die an sich kreuzenden Straßen oder Wegen von deutlich
unterschiedlicher Breite, die abwechselnd in der einen und anderen Richtung gesperrt
oder freigegeben werden müssen, vorteilhaft so eingesetzt werden kann, dass die Straßen
oder Wege in beiden Richtungen komplett gesperrt und freigegeben werden können, wobei
zu beachten ist, dass der für die Bewegung eines oder mehrerer Schrankenbäume nutzbare
Raum auch hier meistens sehr begrenzt ist.
[0015] Dies wird erfindungsgemäß mit einem Schrankenbaum gemäß Anspruch 1 erreicht.
[0016] Nach der Erfindung ist an den vier Ecken der sich kreuzenden Straßen jeweils eine
Schrankenanlage mit je einem horizontal aus der Durchfahrt der einen Straße in die
Durchfahrt der anderen Straße verschwenkbaren Schrankenbaum installiert; dabei weisen
zwei der sich diagonal gegenüberstehenden Schrankenanlagen jeweils einen aus einer
gestreckten Stellung in seiner Länge faltbaren Schrankenbaum auf und die beiden anderen,
sich diagonal gegenüberstehenden Schrankenanlagen weisen jeweils einen herkömmlichen,
in seiner ganzen Länge starren Schrankenbaum aufweisen. Die Durchfahrt der der breiteren
Straße kann so mit einem faltbaren Schrankenbaum in seiner gestreckten Stellung zusammen
mit einem in seiner ganzen Länge starren Schrankenbaum abgesperrt werden. Die Durchfahrt
der schmaleren Straße kann mit einem in seiner Länge gefalteten Schrankenbaum zusammen
mit einem in seiner ganzen Länge starren Schrankenbaum gesperrt werden. Durch die
Verwendung der faltbaren Schrankenbäume reduziert sich der für ihre Bewegung zur wechselweisen
Absperrung zweier sich kreuzender Straßen benötigte Raum deutlich.
[0017] Vorzugsweise bestehen die in ihrer Länge faltbaren Schrankenbäume jeweils aus zwei
Abschnitten, nämlich aus einem vorderen, das freie Ende des Schrankenbaums aufweisenden
Abschnitt und einem hinteren, mit einer Antriebsvorrichtung verbundenen, antreibbaren
Abschnitt. Diese Abschnitte jedes dieser Schrankenbäume können vorteilhaft an ihren
aneinander stoßenden Enden durch ein Viergelenk (Gelenk mit vier Freiheitsgraden)
miteinander verbunden sein, und der vordere, das freie Ende des jeweiligen Schrankenbaums
aufweisende Abschnitt ist dann im Viergelenk aus einer mit dem antreibbaren Abschnitt
fluchtenden, gestreckten Stellung in eine auf den antreibbaren Abschnitt zurückgefaltete
Stellung und wieder zurück verschwenkbar.
[0018] Die Längen der Schrankenbäume und der ihrer Abschnitte können vorteilhaft so gewählt
werden, dass die in ihrer Länge faltbaren Schrankenbäume in ihrer gestreckten Stellung,
d.h. mit zueinander fluchtenden vorderen und antreibbaren Abschnitten, die Durchfahrt
der breiteren Straße um mehr als die Hälfte abdecken und die in ihrer ganzen Länge
starren Schrankenbäume den verbleibenden Teil der Durchfahrt der breiteren Straße
abdecken. Es lassen sich so die Straßen in beiden Richtungen komplett absperren und
freigeben. Bei der Sperrung der schmaleren Straße ergibt sich eine Überlappung der
Schrankenbäume, die nicht störend ist. Es ist ein Vorteil, dass dabei keine Teile
der Schrankenbäume in die freigegebene Durchfahrt hineinragen.
[0019] Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist das Viergelenk jedes faltbaren Schrankenbaums
einen Anschluss für den vorderen, das freie Ende des Schrankenbaums aufweisenden Abschnitt
des Schrankenbaums und einen Anschluss für den hinteren, antreibbaren Abschnitt des
Schrankenbaums auf und der Anschluss des vorderen Abschnitts ist in Bezug auf den
Anschluss des antreibbaren Abschnitts um eine zentrale Achse des Viergelenks verschwenkbar,
bis er parallel zum Anschluss des antreibbaren Abschnitts steht. Außerdem weist das
Viergelenk zwei Hebel auf, die an ihren einen Enden um eine gemeinsame Achse verschwenkbar
miteinander verbunden sind; der eine Hebel ist mit seinem zweiten Ende um eine Achse
verschwenkbar mit dem Anschluss des antreibbaren Abschnitts und der andere Hebel ist
mit seinem zweiten Ende um eine Achse verschwenkbar mit dem Anschluss des vorderen
Abschnitts des Schrankenbaums verbunden. Der mit dem Anschluss des antreibbaren Abschnitts
gelenkig verbundene Hebel weist einen Angriffspunkt für eine parallel zum antreibbaren
Abschnitt angeordnete und gemeinsam mit diesem verschwenkbare Führungsstange auf.
Mit einem solchen Gelenk lässt sich der vordere Abschnitt um praktisch 180°, also
in eine parallele Stellung auf den antreibbaren Abschnitt zurückfalten.
[0020] Wenn die Länge des vorderen, das freie Ende des Schrankenbaums aufweisenden Abschnitts
gleich der Länge des antreibbaren Abschnitts ist, kann die Länge des gefalteten Schrankenbaums
um die Hälfte kürzer sein als die Gesamtlänge des Schrankenbaums in seiner gestreckten
Stellung; er ist dann entsprechend raumsparend bei seiner Bewegung.
[0021] Der vordere, das freie Ende des Schrankenbaums aufweisende Abschnitt kann aber auch
kürzer sein als der antreibbare Abschnitt, wenn z.B. die örtlichen Gegebenheiten dies
vorteilhaft erscheinen lassen.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der anhängenden Zeichnungen genauer beschrieben;
es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Schrankenanlage mit einem zweiteiligen, faltbaren
Schrankenbaum in seiner einen Weg sperrenden Stellung, der bei einer erfindungsgemäßen
Schrankenanlage vorteilhaft einsetzbar ist,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung einer Schrankenanlage nach Fig. 1 mit dem Schrankenbaum
in seiner einen Weg freigebenden Stellung,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung einer Schrankenanlage nach Fig. 1 und 2 mit dem Schrankenbaum
in einer Zwischenstellung,
- Fig. 4
- die Draufsicht auf die Schrankenanlage gemäß Fig. 1,
- Fig. 5
- die Draufsicht auf die Schrankenanlage gemäß Fig. 2,
- Fig. 6
- die Draufsicht auf die Schrankenanlage gemäß Fig.3,
- Fig. 7
- die perspektivische Ansicht eines die beiden Abschnitte des zweiteiligen Schrankenbaums
nach Fig. 1 bis Fig. 6 verbindenden Gelenks,
- Fig. 8
- die Draufsicht auf ein zum Teil geöffnetes Gelenk gemäß Fig. 7 in der Stellung, die
es einnimmt, wenn beide Abschnitte des Schrankenbaums miteinander fluchten,
- Fig. 9
- die Draufsicht auf das Gelenk gemäß Fig. 8 in der Stellung, die es einnimmt, wenn
die Abschnitte des Schrankenbaums, während ihrer Bewegung in einem Winkel von 90°
zueinander stehen,
- Fig. 10
- die Draufsicht auf das Gelenk gemäß Fig. 8 in der Stellung , die es einnimmt, wenn
der eine (vordere) Abschnitt des Schrankenbaums ganz auf den anderen (hinteren) Abschnitt
zurückgefaltet ist und
- Fig. 11, Fig. 12 und Fig. 13
- schematisch den Einsatz von Schrankenbäumen an zwei sich kreuzenden Straßen deutlich
unterschiedlicher Breite, deren Durchfahrt abwechselnd zu sperren und freizugeben
ist.
[0023] Fig. 1 zeigt eine Schrankenanlage mit einem Schrankenbaum 1 in seiner einen Weg sperrenden
Stellung. Der Schrankenbaum 1 besteht aus einem vorderen, das freie Ende des Schrankenbaums
1 aufweisenden Abschnitt 1a und einem hinteren Abschnitt 1 b, der an seinem einen
Ende mit dem zweiten Ende des Abschnitts 1a durch ein so genanntes Viergelenk 2 (ein
Gelenk mit vier Freiheitsgraden) verbunden ist. An seinem vom Gelenk 2 abgewandten
Ende 3 ist der hintere Abschnitt 1 b mit einer im einzelnen nicht dargestellten Antriebsvorrichtung
verbunden, die in einem Schrankengehäuse 4 untergebracht sein kann und mit der der
Schrankenbaum 1 in an sich bekannter Weise um 90° in seine den Weg freigebende Stellung
und wieder zurück verschwenkbar ist; in der dargestellten Ausführungsform ist der
Schrankenbaum 1 vorteilhaft in horizontaler Ebene um 90° verschwenkbar. Entlang des
hinteren, an-treibbaren Abschnitts 1 b des Schrankenbaums 1 erstreckt sich eine Führungsstange
5, die mit ihrem einen Ende 5a am Schrankengehäuse 4 gemeinsam mit dem antreibbaren
Abschnitt 1b um 90° in horizontaler Ebene verschwenkbar gelagert ist und deren anderes
Ende 5b an einem Arm des Viergelenks 2 angreift, siehe dazu auch Fig. 3. Das mit der
Antriebsvorrichtung verbundene, antreibbare Ende 3 des antreib-baren Abschnitts 1
b ist durch die Antriebsvorrichtung nicht nur horizontal um 90° verschwenkbar, sondern
am Schrankengehäuse 4 in Längsrichtung des Abschnitts 1 b auch um eine bestimmtes
Maß verschiebbar (vergl. die Stellung des Endes 3 in Fig. 1 und Fig. 2).
[0024] Um den Schrankenbaum 1 aus seiner den Weg sperrenden Stellung gemäß Fig. 1 in seine
den Weg freigebende Stellung gemäß Fig. 2 zu bewegen, wird er an seinem antreibbaren
Ende 3 durch die Antriebsvorrichtung um 90° horizontal verschwenkt. In dieser Bewegung
wird der Führungsstab 5 mitgenommen, er schwenkt an seinem mit dem Schrankengehäuse
4 verbundenen Ende 5a um 90° mit, wobei sein anderes Ende 5b derart an einem Hebel
des Viergelenks 2 angreift, dass das antreibbare Ende 3 des antreibbaren Abschnitts
1b des Schrankenbaums 1 am Schrankengehäuse 4 in Längsrichtung auf das Viergelenk
2 zu verschoben wird; damit wird das Viergelenk 2 (siehe unten) derart bewegt, dass
der vordere Abschnitt 1a des Schrankenbaums 1 auf den antreibbaren Abschnitt 1 b im
Idealfall um 180° zurückgefaltet wird und beide Abschnitte 1 a und 1 b zueinander
eine parallele oder nahezu parallele Stellung einnehmen. Der Begriff "parallel" oder
die Angabe "180°" sind dabei nicht streng geometrisch zu verstehen, es können sich
praktische oder fertigungstechnische Abweichungen ergeben. Fig. 3 zeigt eine Zwischenstellung,
die der Schrankenbaum 1 während dieser Bewegung einnimmt. Es wird damit erreicht,
dass der Platzbedarf für die Bewegung des Schrankenbaums 1 als Ganzes und für dessen
den Weg freigebende Stellung deutlich reduziert wird; wenn die beiden Abschnitte 1a
und 1b die gleiche Länge aufweisen, kann die Länge des gefalteten Schrankenbaums 1
gemäß Fig. 2 in etwa gleich oder nahezu gleich der Hälfte der Gesamtlänge des gestreckten
Schrankenbaums 1 gemäß Fig. 1 sein. Es ist grundsätzlich auch möglich, den vorderen,
das freie Ende des Schrankenbaums 1 aufweisenden Abschnitt 1 a kürzer zu gestalten
als den antreibbaren Abschnitt 1 b. Die Länge des gefalteten Schrankenbaums 1 wird
dann gleich einem größeren Bruchteil der Gesamtlänge des gestreckten Schrankenbaums
1 sein.
[0025] Zur Verdeutlichung sind in den Figuren 4 bis 6 die Stellungen, die der Schrankenbaum
1 bei seiner Bewegung aus der den Weg sperrenden Stellung gemäß Fig.1 und Fig. 4 über
die Zwischenstellung gemäß Fig. 3 und Fig. 6 in seine den Weg freigebende Stellung
gemäß Fig. 2 und Fig. 5 einnimmt, auch in Draufsicht wiedergegeben. Es ist dabei auch
deutlich die Lageveränderung des antreibbaren Endes 3 des antreibbaren Abschitts 1b
und des Endes 5a des Führungsstabs 5 am Schrankengehäuse 4 zu erkennen.
[0026] Fig. 7 zeigt eine perspektivische Darstellung des bei der Erfindung eingesetzten
Viergelenks 2. Zu sehen sind die Anschlüsse 6a und 6b für die Abschnitte 1 a und 1
b des Schrankenbaums 1. Das eigentliche Gelenk 2 befindet sich zwischen einer oberen
und einer unteren Schutzplatte 7 und ist in dieser Darstellung von der oberen Schutzplatte
7 weitgehend abgedeckt. Die Schutzplatten 7 sind Teile der Anschlüsse 6a und 6b bzw.
sind mit diesen fest verbunden. Fig. 8 zeigt eine Draufsicht auf das Viergelenk 2
bei entfernter, oberer Schutzplatte 7 und bei miteinander fluchtenden Abschnitten
1 a und 1 b des Schrankenbaums 1. Der Anschluss 6a für den vorderen Abschnitt 1a des
Schrankenbaums 1 ist in Bezug auf den Anschluss 6b für den hinteren, antreibbaren
Abschnitt 1b um eine zentrale Drehachse 8 des Viergelenks 2 verdrehbar gelagert. Ein
etwa halbkreisförmig gebogener Hebel 9 ist mit seinem einen Ende beabstandet zur zentralen
Drehachse 8 mit dem Anschluss 6b des antreibbaren Abschnitts 1b um eine Achse 10 verdrehbar
verbunden. Mit dem Anschluss 6a für den vorderen Abschnitt 1 a ist ein zweiter gekrümmter
Hebel 11 an seinem einen Ende beabstandet zur zentralen Drehachse 8 um eine Achse
12 verdrehbar verbunden. Die beiden anderen Enden der Hebel 9 und 11 sind miteinander
um eine gemeinsame Achse 13 verdrehbar verbunden. Am mit dem Anschluss 6b verdrehbar
verbundenen Hebel 9 greift an einem Angriffspunkt 14 die Führungsstange 5 an, die
hier durch einen Pfeil 5 symbolisch dargestellt ist.
[0027] Wenn in der gestreckten Sperrstellung des Schrankenbaums 1 (s. auch Fig. 1 und Fig.
4), also bei zueinander fluchtenden Abschnitten 1a und 1b, der Schrankenbaum 1 durch
die an seinem antreibbaren Abschnitt 1b angreifende Antriebsvorrichtung im hier beschriebenen
Beispiel in Richtung des Pfeiles P (s. Fig. 4) horizontal verschwenkt wird, so wird
die Führungsstange 5 in dieser Bewegung mitgenommen, sie übt dabei über den Angriffspunkt
14 einen Zug auf den mit dem Anschluss 6b gelenkig verbundenen Hebel 9 aus; der Hebel
9 dreht sich um seine Achse 10 am Anschluss 6b und nimmt den mit ihm an der gemeinsamen
Achse 13 gelenkig verbundenen Hebel 11 mit, der an seinem anderen Ende mit dem Anschluss
6a gelenkig verbunden ist, so dass dieser der Bewegung folgt, indem er sich um die
gemeinsame Achse 13 der beiden Anschlüsse 6a und 6b dreht. Fig. 9 zeigt die Stellungen
der einzelnen Teile des Viergelenks 2 in einer Zwischenstellung der Anschlüsse 1a
und 1b und somit des vorderen Abschnitts 1 a und des hinteren, antreibbaren Abschnitts
1 b des Schrankenbaums 1 nach einer Drehung am Viergelenk 2 um 90°, was einer Verschwenkung
des Schrankenbaums 1 bzw. seines antreibbaren Abschnitts 1 b um etwa 45° in Richtung
des Pfeiles P entspricht (s. Fig. 6). Der Schrankenbaum 1 bzw. sein antreibbarer Abschnitt
1 b wird weiter in Richtung des Pfeiles P angetrieben, und die Führungsstange 5 übt
weiter ihren Zug über den Angriffspunkt 14 am Hebel 9 aus, dieser dreht sich weiter
um seine Achse 10 am Anschluss 6b und nimmt den Hebel 11 bei seiner Bewegung mit.
Der Hebel 11 überträgt die Bewegung auf den mit ihm gelenkig verbundenen Anschluss
6a und dieser folgt der Bewegung, indem er sich unter Mitnahme des vorderen Abschnitts
1a des Schrankenbaums 1 weiter um die zentrale Drehachse 8 in Richtung des Pfeiles
Q dreht (s. Fig. 6), bis er in Endstellung schließlich gemäß Fig. 10 parallel zum
Anschluss 6b steht, demzufolge der vordere Abschnitt 1a um 180° oder annähernd 180°
auf den antreibbaren Abschnitt 1b zurückgefaltet ist, so dass beide Abschitte 1 a
und 1 b gemäß Fig. 5 parallel zueinander stehen, was einer Verschwenkung des Schrankenbaums
1 bzw. seines antreibbaren Abschnitts 1 b am Schrankengehäuse um 90° entspricht (s.
Fig. 2 und Fig. 5); danach ist der Weg oder die zuvor abgesperrte Durchfahrt frei
gegeben.
[0028] Es versteht sich, dass bei eine Rückbewegung des Schrankenbaums 1 in seine gestreckte
Sperrstellung gemäß Fig. 1 und Fig. 3 die Bewegungen am Viergelenk 2 in entgegengesetzter
Richtung ablaufen.
[0029] Die Figuren 11 bis 13 zeigen den erfindungsgemäßen Einsatz des Schrankenbaums an
zwei sich kreuzenden Wegen oder Straßen, z.B. einer Produktionsstraße und einer Zulieferstraße,
wobei die eine Straße 16, z.B. die Zulieferstraße 16, deutlich breiter, nämlich mehr
als doppelt so breit ist wie die kreuzende Straße 15, z.B. die Produktionsstraße 15.
Beide Straßen 15 und 16 müssen abwechselnd abgesperrt und freigegeben werden, um einerseits
die Produktion ablaufen lassen und andererseits an bestimmten Stellen benötigte Montageteile
zuliefern zu können. Weil an solchen Produktionsstätten die Raumhöhe in der Regel
recht niedrig ist, sind vertikal schwenkende Schrankenbäume für solche Anwendungsbereiche
meist ungeeignet. Dieses Problem kann umgangen werden, indem eben horizontal schwenkende
Schrankenbäume eingesetzt werden. Die beiden Straßen müssen ihren Zwecken angepasst
sein und haben deshalb oft eine unterschiedliche Breite. Wenn die breitere Straße
maximal doppelt so breit ist wie die schmalere Straße können beide in beiden Richtungen
komplett gesperrt werden, wenn an den vier Ecken der Kreuzung jeweils eine herkömmliche
Schranke mit starrem, horizontal schwenkendem Schrankenbaum installiert wird und die
Schrankenbäume zur Sperrung oder Freigabe einer Straße gegeneinander um 90° verschwenkt
werden. Bei Sperrung der schmaleren Straße können sich die Schrankenbäume teilweise
überlappen.
[0030] Bei dem in Fig. 11, Fig. 12 und Fig. 13 dargestellten Beispiel ist die eine Straße
16 aber mehr als doppelt so breit wie die schmale Straße 15. Da ein starrer, herkömmlicher
Schrankenbaum keinesfalls länger sein darf als die schmalere Straße 15 breit ist,
kann in einem solchen Fall die breitere Straße 16 mit herkömmlichen, starren Schrankenbäumen
nicht mehr komplett gesperrt werden, es bliebe an ihr dann immer eine mehr oder weniger
breite Lücke zwischen den freien Enden der Schrankenbäume. Diesem Problem kann mit
Hilfe von Schrankenbäumen 1, wie sie oben beschrieben wurden, abgeholfen werden.
[0031] Fig. 11 zeigt zwei sich kreuzende Straßen 15 und 16 unterschiedlicher Breite, von
denen die breitere 16 mehr als doppelt so breit ist wie die schmale 15. An jeder der
vier Ecken der Kreuzung ist eine Schrankenanlage 17 mit einem horizontal um 90° verschwenkbaren
Schrankenbaum installiert. Die einen zwei sich diagonal gegenüberstehenden Schrankenanlagen
17 weisen jeweils einen herkömmlichen, in sich starren Schrankenbaum 18 auf; die Länge
der beiden Schrankenbäume 18 ist bevorzugt geringer als die Breite der schmalen Straße
15, aber höchstens gleich der Breite der schmalen Straße15. Die anderen zwei sich
diagonal gegenüberstehenden Schrankenanlagen 17 weisen jeweils einen Schrankenbaum
1 auf, der, wie oben beschrieben, bevorzugt bis auf seine halbe Länge faltbar ist.
Fig. 11 zeigt die Anlage in dem Zustand, in dem die breitere Straße 16 in beiden Richtungen
komplett gesperrt ist und die schmale Straße 15 in beiden Richtungen frei gegeben
ist. Die beiden faltbaren Schrankenbäume 1 befinden sich in ihrem gestreckten Zustand,
in dem ihre beiden Abschnitte 1 a und 1 b miteinander fluchten, sie decken so die
Breite der Straße 16 zum größeren Teil, z.B. zu 2/3 der Breite, ab, während die beiden
herkömmlichen, in ihrer Länge starren Schrankenbäume 18 der jeweils direkt gegenüber
liegenden Schrankenanlagen 17 den kleineren Teil, im Beispiel 1/3 der Breite, der
breiteren Straße 16 abdecken. Soll nun die breitere Straße 16 freigegeben und die
schmale Straße 15 gesperrt werden, so werden alle vier Schrankenbäume 1 und 18 um
90° horizontal in Richtung auf die schmale Straße 15 verschwenkt, wobei der Abschnitte
1a der beiden faltbaren Schrankenbäume 1, wie oben beschrieben, im Viergelenk 2 auf
den jeweiligen antreibbaren Abschnitt 1 b zurückgefaltet wird, bis die Abschnitte
1a parallel oder nahezu parallel zu den antreibbaren Abschnitten 1 b der Schrankenbäume
1 liegen. Die Schrankenbäume 1 und 18 nehmen danach die Stellungen gemäß Fig. 12 ein,
in denen die breitere Straße 16 freigegeben und die schmalere Straße 15 gesperrt ist.
Die Überlappung der Schrankenbäume 1 und 18 in dieser Stellung stört nicht. Um erneut
die breitere Straße 16 zu sperren und die schmale Straße 15 frei zu geben, werden
die Schrankenbäume 1 und 18 in entgegengesetzter Richtung um 90° verschwenkt, wobei
sich die faltbaren Schrankenbäume 1 wieder auffalten und ihre gestreckte Stellung
gemäß Fig. 11 einnehmen.
[0032] Fig. 13 zeigt die Schrankenanlage gemäß Fig. 11 und 12 in einer Zwischenstellung
der Schrankenbäume 1 und 18 nach einer Verschwenkung um ca. 45° in der einen oder
der anderen Richtung.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 1
- Schrankenbaum
- 1a
- vorderer Abschnitt des Schrankenbaums
- 1b
- hinterer, antreibbarer Abschnitt des Schrankenbaums
- 2
- Gelenk, Viergelenk
- 3
- antreibbares Ende des Abschnitts 1 b
- 4
- Schrankengehäuse
- 5
- Führungsstange
- 5a
- Ende der Führungsstange am Schrankengehäuse
- 5b
- Ende der Führungsstange am Gelenk
- 6a
- Anschluss Abschnitt 1 a am Gelenk
- 6b
- Anschluss Abschnitt 1 b am Gelenk
- 7
- Schutzplatten
- 8
- zentrale Drehachse
- 9
- Hebel am Anschluss 6b
- 10
- Achse
- 11
- Hebel am Anschluss 6a
- 12
- Achse
- 13
- gemeinsame Achse
- 14
- Angriffspunkt
- 15
- schmale Straße
- 16
- breite Straße
- 17
- Schrankenanlagen
- 18
- herkömmlicher Schrankenbaum
1. Schrankenanlage für die wechselweise Absperrung und Freigabe der Durchfahrt oder des
Durchgangs zweier sich kreuzender Straßen oder Transportwege, von denen eine oder
einer mindestens doppelt so breit ist wie die oder der andere, dadurch gekennzeichnet, dass an den vier Ecken der sich kreuzenden Straßen (15, 16) jeweils eine Schrankenanlage
(17) mit je einem horizontal aus der Durchfahrt der einen Straße (15) in die Durchfahrt
der anderen Straße (16) verschwenkbaren Schrankenbaum (1, 18) installiert ist, dass
zwei der sich diagonal gegenüberstehenden Schrankenanlagen (17) jeweils einen aus
einer gestreckten Stellung in seiner Länge faltbaren Schrankenbaum (1) aufweisen und
die beiden anderen, sich diagonal gegenüberstehenden Schrankenanlagen (17) jeweils
einen herkömmlichen, in seiner ganzen Länge starren Schrankenbaum (18) aufweisen.
2. Schrankenanlage für die wechselweise Absperrung und Freigabe der Durchfahrt oder des
Durchgangs zweier sich kreuzender Straßen oder Transportwege, von denen eine oder
einer mehr als doppelt so breit ist wie die oder der andere, dadurch gekennzeichnet, dass an den vier Ecken der sich kreuzenden Straßen (15,16) jeweils eine Schrankenanlage
(17) mit je einem horizontal aus der Durchfahrt der einen Straße (15) in die Durchfahrt
der anderen Straße (16) verschwenkbaren Schrankenbaum (1) installiert ist und dass
diese vier Schrankenanlagen (17) jeweils einen aus einer gestreckten Stellung in seiner
Länge faltbaren Schrankenbaum (1) aufweisen.
3. Schrankenanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in ihrer Länge faltbaren Schrankenbäume (1) jeweils aus zwei Abschnitten (1a)
und (1b), nämlich aus einem vorderen, das freie Ende des Schrankenbaums (1) aufweisenden
Abschnitt (1a) und einem hinteren, mit einer Antriebsvorrichtung verbundenen, antreibbaren
Abschnitt (1b) bestehen, dass die Abschnitte (1a und 1b) jedes dieser Schrankenbäume
(1) an ihren aneinander stoßenden Enden durch ein Viergelenk (viergliedriges Koppelgelenk
mit einem Freiheitsgrad) (2) miteinander verbunden sind und dass der vordere, das
freie Ende des jeweiligen Schrankenbaums (1) aufweisende Abschnitt (1a) im Viergelenk
(2) aus einer mit dem antreibbaren Abschnitt (1b) fluchtenden, gestreckten Stellung
in eine auf den antreibbaren Abschnitt (1b) zurückgefaltete Stellung und wieder zurück
verschwenkbar ist.
4. Schrankenanlage nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in ihrer Länge faltbaren Schrankenbäume (1) in ihrer gestreckten Stellung, d.h.
mit zueinander fluchtenden Abschnitten (1a) und (1b), die Durchfahrt der breiteren
Straße (16) um mehr als die Hälfte abdecken und die in ihrer ganzen Länge starren
Schrankenbäume (18) den verbleibenden Teil der Durchfahrt der breiteren Straße (16)
abdecken.
5. Schrankenanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in ihrer Länge faltbaren Schrankenbäume (1) in ihrer gestreckten Stellung, d.h.
mit zueinander fluchtenden Abschnitten (1a) und (1b), die Durchfahrt der breiteren
Straße (15) zur Hälfte abdecken.
6. Schrankenanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in ihrer Länge faltbaren Schrankenbäume (1) zweier sich diagonal gegenüber stehender
Schrankenanlagen (17) in ihrer gestreckten Stellung, d.h. mit zueinander fluchtenden
Abschnitten (1a) und (1b), die Durchfahrt der breiteren Straße (16) um mehr als die
Hälfte abdecken und die in ihrer Länge faltbaren Schrankenbäume (1) der beiden anderen
sich diagonal gegenüberstehenden Schrankenanlagen (17) den verbleibenden Teil der
Durchfahrt der breiteren Straße (15) abdecken.
7. Schrankenanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Viergelenk (2) jedes faltbaren Schrankenbaums (1) einen Anschluss (6a) für den
vorderen, das freie Ende des Schrankenbaums (1) aufweisenden Abschnitt (1a) des Schrankenbaums
(1) und einen Anschluss (6b) für den hinteren, antreibbaren Abschnitt (1b) des Schrankenbaums
(1) aufweist und der Anschluss (6a) des vorderen Abschnitts (1a) in Bezug auf den
Anschluss (6b) des antreibbaren Abschnitts (1b) um eine zentrale Achse (8) des Viergelenks
(2) verschwenkbar ist, bis er parallel zum Anschluss (6b) des antreibbaren Abschnitts
(1b) steht, dass das Vergelenk (2) zwei Hebel (9 und 11) aufweist, die an ihren einen
Enden um eine gemeinsame Achse (13) verschwenkbar miteinander verbunden sind, dass
der eine Hebel (9) mit seinem zweiten Ende um eine Achse (10) verschwenkbar mit dem
Anschluss (6b) des antreibbaren Abschnitts (1b) und der andere Hebel (11) mit seinem
zweiten Ende um eine Achse (12) verschwenkbar mit dem Anschluss (6a) des vorderen
Abschnitts (1a) des Schrankenbaums (1) verbunden ist und dass der mit dem Anschluss
(6b) des antreibbaren Abschnitts (1b) gelenkig verbundene Hebel (9) einen Angriffspunkt
(14) für eine parallel zum antreibbaren Abschnitt (1b) angeordnete und gemeinsam mit
diesem verschwenkbare Führungsstange (5) aufweist.
8. Schrankenanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des vorderen, das freie Ende des Schrankenbaums (1) aufweisenden Abschnitts
(1 a) gleich der Länge des antreibbaren Abschnitts (1 b) ist.
9. Schrankenanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere, das freie Ende des Schrankenbaums (1) aufweisende Abschnitt (1a) kürzer
ist als der antreibbare Abschnitt (1b).