[0001] Die Erfindung betrifft einen modularen Rollladenkasten nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus der
DE 202 00 627 U1 ist ein Mauerkasten mit einer inneren Kastendämmung bekannt, die aus quaderartig
geschnittenen Blöcken modulartig zusammengesetzt ist. Dabei werden zur Stabilisierung
der Kastendämmung Winkelbleche vorgesehen, die mit den Wärmedämmelementen zu verschrauben
sind.
[0003] Aus der
DE 20 2012 100 033 U1 ist ein Rollladenkasten bekannt, der aus einem U-förmigen Hauptkörper besteht, auf
dessen einem Schenkel ein Verschlusselement aufgeschoben werden kann. Durch ineinandergreifende
Elemente ist eine derartiger Rollladenkasten in der Länge nach Bedarf verlängerbar;
die Tiefe des Rollladenkastens ist durch den Grundkörper des Gehäuses jedoch fest
vorgegeben, so dass je nach Mauerbreite Gehäuse unterschiedlicher Tiefe bereit gehalten
werden müssen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rollladenkasten anzugeben, der in
einfacher Weise an unterschiedliche Mauerbreiten anzupassen und so für eine Vielzahl
von Einsatzfällen nutzbar ist.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß nach den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Das Dachelement ist als Verriegelungselement ausgebildet und liegt auf einem Längsrand
der - beiden - Abschlussplatten auf. Dabei greift das Verriegelungselement in den
Längsrand der Abschlussplatten ein, wodurch der Abstand der Abschlussplatten senkrecht
zu ihrer Plattenebene durch das Verriegelungselement formschlüssig gesichert ist.
[0007] Durch die Länge des Verriegelungselementes kann somit ein beliebiger Abstand der
Abschlussplatten eingestellt werden, wodurch in einfacher Weise eine Anpassung an
verschiedene Mauerdicken möglich ist.
[0008] Durch die modulare Bauweise wird ferner die Möglichkeit geschaffen, die einzelnen
Module aus unterschiedlichen Werkstoffen zu fertigen, z. B. aus unterschiedlich stark
dämmendem Wärmedämmmaterial, Schallschutzmaterial oder dgl. So kann jedes Modul aus
einem Werkstoff bestehen, welcher den örtlichen Gegebenheiten am Einbauort des Moduls
angepasst ist. So kann die äußere Abschlussplatte aus einem stark wärmedämmenden Werkstoff
bestehen, welcher den äußeren Wetterbedingungen und Temperaturen angepasst ist, z.
B. unter Berücksichtigung des möglichen Temperaturgefälles zwischen Außentemperatur
der Umgebung und Innentemperatur des Rollladenkastens. Hingegen kann die innere Abschlussplatte,
die den umbauten Raum vom Rollladenkasten trennt, aus einem Werkstoff geringerer Wärmedämmung
bestehen, da dort die auftretende Temperaturdifferenz deutlich kleiner ist als an
der äußeren Abschlussplatte. Entsprechend kann auch das Material des Verriegelungselementes
z. B. in Abhängigkeit der umgebenden Materialien gewählt werden. Insbesondere für
den Schallschutz ist die Möglichkeit der freien Wahl der Werkstoffe vorteilhaft.
[0009] Vorteilhaft wird das Verriegelungselement von zumindest einem Träger gestützt, der
sich zwischen einem Boden des Gehäuses und dem Verriegelungselement selbst erstreckt
und zumindest teilweise den inneren Aufnahmeraum für den Behang begrenzt. Der Träger
kann so einerseits die Funktion einer Abschlussplatte erfüllen und andererseits den
inneren Aufnahmeraum eng begrenzen, wodurch die Wickelrolle eines Behangs eng vom
Gehäuse umgeben ist und somit der Rollladenkasten nur wenig freie Hohlräume aufweist.
Der aus Modulen aus Dämmmaterial aufgebaute Rollladenkasten weist eine hohe Wärmedämmung
auf.
[0010] Auch der Träger und das Verriegelungselement greifen derart formschlüssig ineinander,
dass die Lage des Trägers im Gehäuse senkrecht zu der durch die Abschlussplatte gebildeten
Ebene formschlüssig gesichert ist.
[0011] Der innere Aufnahmeraum ist zumindest teilzylindrisch ausgebildet. Der Träger weist
eine dem Aufnahmeraum zugewandt liegende, gekrümmte Wandfläche auf, die zugleich eine
gekrümmte Teilmantelfläche des teilzylindrischen Aufnahmeraums bildet. Dadurch wird
eine enge Lage des Trägers zur Wickelrolle eines Behangs erzielt.
[0012] Ein Träger kann so ausgebildet sein, dass er zugleich die Außenplatte und/oder die
Innenplatte des Gehäuses bildet.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verriegelungselement durch zwei Träger
abgestützt, die mit ihren gekrümmten Wandflächen einander zugewandt liegen und den
teilzylindrischen Aufnahmeraum für die Wickelrolle des Behangs bilden. Bevorzugt sind
die Träger Gleichteile, was die Anzahl der notwendigen Module zur Bildung eines Rollladenkastens
reduziert.
[0014] Zwischen einem inneren Träger und der inneren Abschlussplatte können ergänzend ein
oder mehrere wärmedämmende Ergänzungselemente angeordnet sein, wodurch die Tiefe des
den Rollladenkasten bildenden Gehäuses in einfacher Weise der Dicke der Wand angepasst
werden kann. Das Ergänzungselement ist plattenförmig ausgebildet und erstreckt sich
parallel zur äußeren Abschlussplatte über die Länge des Rollladenkastens.
[0015] Im Fußbereich des inneren Trägers, der sich ebenfalls plattenartig in Längsrichtung
des Gehäuses erstrecken kann, ist ein Dämmkeil gehalten. Der Dämmkeil weist eine dem
Aufnahmeraum zugewandt liegende gekrümmte Innenfläche auf, die den inneren Aufnahmeraum
begrenzt. Der Dämmkeil ist vorzugsweise auf einem Boden des Aufnahmeraums fixiert,
der zweckmäßig durch eine Inspektionsklappe gebildet ist.
[0016] Zwischen dem Dämmkeil und dem Führungsspalt ist ergänzend ein wärmedämmender Klappenabschnitt
montiert, der als Bodendämmung, vorzugsweise auf der Innenfläche einer Inspektionsklappe
gehalten ist.
[0017] Das das Gehäuse des Rollladenkastens mechanisch versteifende Verriegelungselement
weist eine Zahnung auf, die in eine Gegenzahnung der das Gehäuse bildenden Module
eingreift. Die Zahnung ist dabei so vorgesehen, dass sie sich in Längsrichtung des
Gehäuses und somit des Rollladenkastens erstreckt, wobei zwischen Zähne bildenden
Längsrippen Zahnlücken ausgebildet sind. Die Breite der Längsrippen und die Breite
der Zahnlücken sind vorzugsweise gleich.
[0018] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung
und der Zeichnung, in der nachfolgend im Einzelnen beschriebene Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt sind. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen Rollladenkasten mit erfindungsgemäß modular aufgebautem
Gehäuse,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch einen Rollladenkasten mit größerer Tiefe als in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch einen Rollladenkasten mit größerer Tiefe als in Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch einen Rollladenkasten mit einer maximalen Tiefe,
- Fig. 5
- einen Schnitt durch einen Rollladenkasten gemäß Fig. 1 mit erweitertem Aufnahmeraum
zur Montage eines Insektenschutzrollos,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch ein als Träger ausgebildetes erstes Modul zum Gehäuse des Rollladenkastens,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch ein als Verriegelungselement ausgebildetes zweites Modul zum Gehäuse
des Rollladenkastens,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch ein als Klappenabschnitt ausgebildetes drittes Modul zum Gehäuse
des Rollladenkastens,
- Fig. 9
- einen Schnitt durch ein als Dämmkeil ausgebildetes viertes Modul zum Gehäuse des Rollladenkastens,
- Fig. 10
- einen Schnitt durch ein als Abschlussplatte ausgebildetes fünftes Modul zum Gehäuse
des Rollladenkastens,
- Fig. 11
- einen Schnitt durch ein als Ergänzungselement ausgebildetes sechstes Modul zum Gehäuse
des Rollladenkastens,
- Fig. 12
- einen Schnitt durch ein als Dämmblock ausgebildetes siebtes Modul zum Gehäuse des
Rollladenkastens,
- Fig. 13
- im Schnitt ein als Deckabschnitt ausgebildetes achtes Modul zum Gehäuse des Rollladenkastens.
[0019] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein modular aufgebautes Gehäuse 2 eines Rollladenkastens
1 gezeigt, das zur Aufnahme eines Behangs wie einem Rollladen, einem Insektenschutzrollo
oder dgl. dient. Der Rollladenkasten 1 besteht aus einem aus einzelnen Modulen zusammengesetzten
Gehäuse 2, das einen inneren Aufnahmeraum 3 mit einem Boden 4 begrenzt. In dem Boden
4, der vorzugsweise als Inspektionsklappe vorgesehen ist, ist ein Führungsspalt 5
ausgebildet, durch den der Behang aus dem Rollladenkasten 1 austritt. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 4 ist der Behang schematisch als Wickelrolle
6 dargestellt.
[0020] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist auf der rechten Seite eine erste, äußere Abschlussplatte
51 gezeigt, die ein fünftes Modul 50 des modularen Gehäuses 2 bildet. Die Abschlussplatte
51 erstreckt sich von dem Boden 4 bis zu einem oberen Dachelement 22 des Rollladenkastens
1, wobei das Dachelement 22 als Verriegelungselement 21 ausgebildet ist und ein zweites
Modul 20 des modular aufgebauten Gehäuses 2 bildet. Das Verriegelungselement 21 ist
nach Art einer Verriegelungsplatte ausgebildet, die sich in Längsrichtung des Rollladenkastens
1 ebenso erstrecken kann wie über die vorzugsweise gesamte Tiefe bzw. Breite B des
Rollladenkastens 1. Wie auch Fig. 7 zeigt, weist das Verriegelungselement 21 auf seinen
beiden im Wesentlichen ebenen Plattenseiten 23 eine Zahnung 101 auf. Die Zahnung 101
wird durch Längsrippen 25, 26 gebildet, die sich in Längsrichtung des Verriegelungselementes
21, also in die Zeichenebene hinein erstrecken. Zwischen je zwei Längsrippen 25 bzw.
26 ist eine Zahnlücke 27 bzw. 28 ausgebildet, wobei einer Zahnlücke 27 auf der einen
Plattenseite 23 eine Längsrippe 26 auf der anderen Plattenseite 23 gegenüberliegt;
entsprechend liegt der Zahnlücke 28 auf der einen Plattenseite 23 eine Zahnrippe 25
auf der anderen Plattenseite 23 gegenüber. Die Breite V des Verriegelungselementes
bzw. der Verriegelungsplatte wird der Breite B des gewünschten Gehäuses 2 entsprechend
gewählt.
[0021] Auf der der Abschlussplatte 51 gegenüberliegenden Seite des Rollladenkastens 1 bzw.
des Gehäuses 2 ist eine weitere äußere Abschlussplatte 19 vorgesehen, die im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 Teil eines Trägers 11 ist, der ein erstes Modul 10 des modularen Gehäuses
2 bildet. Der Träger 11 mit der integral angeformten Abschlussplatte 19 erstreckt
sich aus dem Bereich des Führungsspaltes 5 von der Höhe des Bodens 4 bis zum Dachelement
22. Der Träger 11 weist eine dem Aufnahmeraum 3 zugewandt liegende gekrümmte Wandfläche
12 auf, die teilkreisförmig ausgebildet ist.
[0022] Der innere Aufnahmeraum 3 zur Aufnahme des Behangs ist zumindest teilzylindrisch
ausgebildet; in dem in Fig. 1 gezeigten Schnitt ist der Aufnahmeraum 3 teilkreisförmig
dargestellt. Die gekrümmte Wandfläche 12 des Trägers 11 liegt derart, dass die gekrümmte
Wandfläche 12 eine gekrümmte Teilmantelfläche 3a des teilzylindrischen Aufnahmeraums
3 bildet. Die gekrümmte Wandfläche 12 erstreckt sich dabei über einen Winkelabschnitt
7 von etwa 50° bis 80°, insbesondere 70°.
[0023] Zwischen der Abschlussplatte 51 und dem Aufnahmeraum 3 ist ein innerer Träger 13
angeordnet, der - wie der Träger 11 - eine gekrümmte Wandfläche 14 aufweist, die eine
gekrümmte Teilmantelfläche 3a des teilzylindrischen Aufnahmeraums 3 bildet. Die gekrümmte
Wandfläche 14 erstreckt sich über einen Winkelabschnitt von etwa 60° bis 80°, insbesondere
70°.
[0024] Auch der innere Träger 13 erstreckt sich vom Boden 4 des Rollladenkastens 1 bis zum
Dachelement 22 des Gehäuses 2, wobei der Träger 13 im Wesentlichen parallel zur Abschlussplatte
51 liegt. Bevorzugt liegt der Träger 13 an der Abschlussplatte 51 an.
[0025] Die Abschlussplatte 19 bzw. der Träger 11 und die Abschlussplatte 51 liegen mit einem
Abstand A zueinander, der durch die Ebene 8 der Abschlussplatte 19 und durch die Ebene
9 der Abschlussplatte 51 bestimmt ist. Die Ebenen 8 und 9 können die Mittelebenen
der Abschlussplatten 19, 52 sein. Um die Abschlussplatte 51, den inneren Träger 13
wie auch die Abschlussplatte 19 des äußeren Trägers 11 mechanisch zu fixieren, wird
das als Verriegelungselement 21 ausgebildete Dachelement 22 auf die Köpfe 15, 16 der
Träger 11, 13 bzw. den Längsrand 91 der Abschlussplatte 19 und den Längsrand 52 der
Abschlussplatte 51 aufgesetzt. Dabei greift das Verriegelungselement 21 in den Längsrand
91 bzw. 52 der Abschlussplatten 19, 51 und/oder in den Kopf 15 bzw. 16 der Träger
11, 13 ein, wodurch der Abstand A der Abschlussplatten 19 und 51 senkrecht zu ihren
Ebenen 8, 9 durch das Verriegelungselement 21 formschlüssig gesichert ist.
[0026] Die Abschlussplatte 51 zeigt, wie Fig. 10 zeigt, an ihrem oberen Längsrand 52 eine
Verzahnung 100, die durch längs des Längsrandes 52 verlaufende Längsrippen 53 gebildet
ist. Zwischen den Längsrippen 53 ist je eine Zahnlücke 54 ausgebildet, in die eine
zugewandte Längsrippe 25 oder 26 der Zahnung 101 des Verriegelungselementes 21 eingreift,
wodurch die Abschlussplatte 51 lotrecht zu ihrer Ebene 9 in Richtung des Doppelpfeils
55 formschlüssig gesichert ist.
[0027] In gleicher Weise weist der Träger 11 gemäß Fig. 6 einen Kopf 15 auf, dessen äußere
Stützfläche 17 in Längsrichtung des Trägers 11 verlaufende Längsrippen 18 aufweist,
zwischen denen jeweils Zahnlücken 18a ausgebildet sind. Auf diese Weise ist auf der
Stützfläche 17 des Trägers 11 eine Verzahnung 100 ausgebildet.
[0028] In die Verzahnungen 100 der Abschlussplatte 51, des inneren Trägers 13 und des die
Abschlussplatte 19 bildenden Trägers 11 greift die Gegenzahnung 101 des Verriegelungselementes
21 ein. Die Längsrippen 25 bzw. 26 liegen dabei in den Zahnlücken 18a bzw. 54, wodurch
lotrecht zu den Ebenen 8 und 9 eine formschlüssige Verrastung des Verriegelungselementes
21 mit den Trägern 11 und 13 sowie der Abschlussplatte 51 erzielt ist. Trotz des modularen
Aufbaus des Gehäuses 2 wird nach Auflegen des Verriegelungselementes 21, das vorzugsweise
als Verriegelungsplatte ausgebildet ist, ein mechanisch belastbarer Rollladenkasten
1 geschaffen, der in einfacher Weise vor Ort einer jeweiligen Mauerdicke angepasst
werden kann.
[0029] Um weitgehend alle Hohlräume des Rollladenkastens 1 mit Dämmmaterial zu füllen, ist
vorgesehen, im Fußbereich 44 des inneren Trägers 13 einen als viertes Modul 40 ausgebildeten
Dämmkeil 41 anzuordnen, der sich über einen Winkelabschnitt von etwa 40° bis 80°,
insbesondere 70° erstreckt und eine teilkreisförmig gekrümmte Innenfläche 42 aufweist,
die - ähnlich wie die gekrümmten Wandflächen 12 und 14 der Träger 11 und 13 - den
inneren Aufnahmeraum 3 begrenzen, insbesondere eine Teilmantelfläche des teilzylindrischen
Aufnahmeraums 3 bilden.
[0030] Der Dämmkeil 41 erstreckt sich bis zu einem Deckelabschnitt 31, der ein drittes Modul
30 des modularen Gehäuses 2 bildet. Der Deckelabschnitt 31 schließt an den Dämmkeil
41 an und ergänzt das Gehäuse 2 bis an den Führungsspalt 5. Bis auf den Führungsspalt
5 besteht das gesamte Gehäuse 2 des Rollladenkastens 1 vollständig aus zusammengesetzten
Modulen aus Dämmmaterial, so dass der Rollladenkasten 1 eine gute Wärmedämmung aufweist.
[0031] Der Dämmkeil 41 weist an seinem dem Träger 13 zugewandten Ende eine Höhe H auf, die
der Höhe H
1 einer Stufe 43 vom Boden 4 entspricht, welche am Träger 13 ausgebildet ist. Der Dämmkeil
41 wird daher an seinem dem Fußbereich 44 zugewandten Ende 45 unter die Stufe 43 des
Trägers geklemmt, so dass der Dämmkeil 41 in Hochrichtung des Trägers 13 formschlüssig
zwischen der Stufe 43 des Trägers 13 und dem Boden 4 geklemmt gehalten ist.
[0032] Die in Fig. 1 gezeigten Träger 11 und 13 sind Gleichteile, d. h., die Träger 11 und
13 sind identisch ausgebildet. Somit kann das Trägermodul, also das erste Modul 10
sowohl als innerer Träger 13 als auch als äußerer Träger 11 eingesetzt werden. Dies
senkt die notwendigen Bauteile des modularen Gehäuses 2 des Rollladenkastens 1.
[0033] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 entspricht im Grundaufbau dem nach Fig. 1, weshalb
für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet sind.
[0034] Zwischen der inneren Abschlussplatte 51 der Breite B
1 und dem inneren Träger 13 ist als sechstes Modul 60 ein Ergänzungselement 61 angeordnet.
Das Ergänzungselement 61 hat eine Breite B
2, die im Ausführungsbeispiel größer ausgeführt ist als die Breite B
1 der Abschlussplatte 51. Wie die Abschlussplatte 51 hat das plattenförmig ausgebildete
Ergänzungselement 61 im Bereich seines oberen Längsrandes 62 eine Verzahnung 100,
in die die Gegenzahnung 101 des Verriegelungselementes 21 eingreift. Auf diese Weise
ist auch das plattenförmige Ergänzungselement 61 lotrecht zur Ebene 9 der Abschlussplatte
51 formschlüssig gesichert und damit lagefixiert. Die Ergänzungsplatte 61 erstreckt
sich - wie die Abschlussplatte 51 - vom Boden 4 bis zum Verriegelungselement 21, ist
also zwischen dem Boden 4 und dem Verriegelungselement 21 geklemmt gehalten.
[0035] Wie Fig. 11 zeigt, sind am oberen Längsrand 62 in Längsrichtung des plattenförmigen
Ergänzungselementes 61 sich erstreckende Längsrippen 63 ausgebildet, zwischen denen
jeweils eine Zahnlücke 64 vorgesehen ist.
[0036] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 entspricht im Grundaufbau den Ausführungsbeispielen
nach den Figuren 1 und 2, weshalb für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet
sind.
[0037] Zwischen dem inneren Träger 13 und der Abschlussplatte 51 sind im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 drei Ergänzungselemente 61 der Breite B
2 angeordnet. Alle Ergänzungselemente 61 sind über eine Verzahnung 100 formschlüssig
mit dem Verriegelungselement 21 verbunden. Die Breite B des Gehäuses 2 wird von Fig.
1 bis Fig. 3 jeweils größer; damit wird deutlich, dass durch das modular zusammengesetzte
Gehäuse 2 Rollladenkästen 1 beliebiger Tiefe für Mauern beliebiger Dicke bereitgestellt
werden können.
[0038] In Fig. 4 ist anhand eines weiteren Ausführungsbeispiels dargestellt, dass anstelle
von mehreren plattenförmigen Ergänzungselementen 61 auch ein massiver Dämmblock 71
als Modul 70 vorgesehen sein kann, der zwischen dem inneren Träger 13 und der äußeren
Abschlussplatte 51 angeordnet ist. Der in Fig. 12 dargestellte Dämmblock 71 hat eine
Gesamtbreite B
3, die einem Mehrfachen der Breite B
2 der Ergänzungselemente 61 entspricht. Die dem Verriegelungselement 21 zugewandte
Flachseite 72 weist eine Verzahnung 100 auf, die aus in Längsrichtung des Dämmblocks
71 verlaufenden Längsrippen 73 gebildet ist, zwischen denen Zahnlücken 74 vorgesehen
sind. Auch wenn der Dämmblock 71 eine Breite B
3 aufweist, die fast der Hälfte des Gehäuses 2 des Rollladenkastens 1 selbst entspricht,
ist die Ausbildung derart gewählt, dass auch der Dämmblock 71 über die Verzahnung
100 in die Zahnung 101 des Verriegelungselementes 21 eingreift. Die Länge V des Verriegelungselementes
21 wird der Breite der Dämmung angepasst; im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 entspricht
die Breite V des Verriegelungselementes 21 identisch der Tiefe bzw. der Breite B des
Gehäuses 2.
[0039] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist der Aufnahmeraum 3 derart ausgebildet, dass
anstelle eines Trägers 11 eine äußere Abschlussplatte 19 angeordnet ist, die dem Modul
10 entspricht; der Kopf 15 des Trägers 11 entfällt. Dadurch wird im Aufnahmeraum 3
Bauraum 3b für ein Insektenschutzrollo 90 oder dgl. geschaffen, welches ebenfalls
durch den Führungsspalt 5 ausziehbar ist, um eine Fensteröffnung, Türöffnung oder
dgl. abzudecken. Zwischen der vorderen Abschlussplatte 19 und dem inneren Träger 13
wird ein Deckabschnitt 81 eingesetzt, der ein achtes Modul 80 des modular aufgebauten
Gehäuses 2 bildet. Der Deckabschnitt 81 stützt sich zwischen dem Kopf 16 des inneren
Trägers 13 und der vorderen Abschlussplatte 19 im Bereich deren oberen Längsrands
52 ab. Auf seiner dem Verriegelungselement 21 zugewandten Seite ist eine Verzahnung
100 aus Längsrippen 73 und Zahnlücken 74 gebildet, in die die Gegenzahnung 101 des
Verriegelungselementes 21 eingreift.
[0040] Die Verzahnungen 100 bzw. 101 sind derart gestaltet, dass die Breite der Längsrippen
jeweils der Breite der Zahnlücken entspricht. Zum Zusammensetzen der einzelnen Module
10, 20, 50, 60, 70, 80 und zu deren formschlüssigen Eingriff ineinander über die Verzahnungen
100 und 101 muss keine besondere Orientierung der Module 10, 20, 50, 60, 70, 80 relativ
zueinander beachtet werden. Lediglich die Zahnungen 100 und 101 müssen einander zugewandt
liegen, damit sie zur mechanischen Fixierung der Module 10, 20, 50, 60, 70, 80 untereinander
ineinandergreifen können.
[0041] Die Module des Gehäuses 2 des Rollladenkastens 1 sind aus einem wärmedämmenden Material
gebildet, insbesondere aus einem geschäumten Kunststoff.
1. Modularer Rollladenkasten (1) zur Aufnahme eines Behangs wie einem Rollladen, einem
Insektenschutzrollo oder dgl., mit einem aus einzelnen Modulen (10, 20, 30, 40, 50,
60, 70, 80) zusammengesetzten Gehäuse (2), wobei das Gehäuse (2) einen inneren Aufnahmeraum
(3) mit einem Boden (4) aufweist, und in dem Boden (4) ein Führungsspalt (5) zum Durchtritt
des Behangs ausgebildet ist, und die Module (10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) eine
erste äußere Abschlussplatte (19), eine zweite äußere Abschlussplatte (51), ein mit
den Abschlussplatten (19, 51) verbundenes Dachelement (22) sowie eine auf einem Boden
(4) angeordnete Bodendämmung umfassen, und die Abschlussplatten (19, 51) mit einem
Abstand (A) zueinander liegen, der durch das Dachelement (22) überbrückt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dachelement (22) als Verriegelungselement (21) ausgebildet ist, dass das Verriegelungselement
(21) auf einem Längsrand (52) einer Abschlussplatte (19, 51) aufliegt, dass das Verriegelungselement
(21) in den Längsrand (52) der Abschlussplatte (19, 51) eingreift und der Abstand
(A) der Abschlussplatten (19, 51) senkrecht zu ihrer Ebene (8, 9) durch das Verriegelungselement
(21) formschlüssig gesichert ist.
2. Rollladenkasten nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (21) von zumindest einem Träger (11, 13) gestützt ist, der
sich zwischen dem Boden (4) und dem Verriegelungselement (21) erstreckt und zumindest
teilweise den inneren Aufnahmeraum (3) begrenzt.
3. Rollladenkasten nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11, 13) und das Verriegelungselement (21) formschlüssig ineinandergreifen,
derart, dass die Lage des Trägers (11, 13) im Mauerkasten (1) senkrecht zu der durch
die Abschlussplatte (19, 51) gebildeten Ebene (8, 9) formschlüssig gesichert ist.
4. Rollladenkasten nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der innere Aufnahmeraum (3) zumindest teilzylindrisch ausgebildet ist und eine gekrümmte
Wandfläche (12, 14) des Trägers (11, 13) eine gekrümmte Teilmantelfläche des zylindrischen
Aufnahmeraums (3) bildet.
5. Rollladenkasten nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11, 13) die äußere Abschlussplatte (51) und/oder die innere Abschlussplatte
(19) bildet.
6. Rollladenkasten nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (21) durch zwei Träger (11, 13) abgestützt ist, die mit
ihren gekrümmten Wandflächen (12, 14) einander zugewandt liegen und den teilzylindrischen
Aufnahmeraum (3) begrenzen.
7. Rollladenkasten nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (11, 13) Gleichteile sind.
8. Rollladenkasten nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem inneren Träger (13) und der inneren Abschlussplatte (51) zumindest
ein wärmedämmendes Ergänzungselement (61) angeordnet ist.
9. Rollladenkasten nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ergänzungselement (61) plattenförmig ausgebildet ist und sich parallel zur inneren
Abschlussplatte (51) erstreckt.
10. Rollladenkasten nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass im Fußbereich (44) des inneren Trägers (13) ein Dämmkeil (41) gehalten ist.
11. Rollladenkasten nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Dämmkeil (41) eine dem Aufnahmeraum (3) zugewandt liegende, gekrümmte Innenfläche
(42) aufweist, die den inneren Aufnahmeraum (3) begrenzt.
12. Rollladenkasten nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Dämmkeil (41) auf dem Boden (4) des Aufnahmeraums (3) festliegt.
13. Rollladenkasten nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dämmkeil (41) und dem Führungsspalt (5) ein wärmedämmender Deckelabschnitt
(31) montiert ist, der als Bodendämmung auf der Innenfläche einer Inspektionsklappe
gehalten ist.
14. Rollladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (21) eine Zahnung (101) aufweist, die in eine Gegenzahnung
(100) zumindest einiger der das Gehäuse (2) bildenden Module (10, 20, 50, 60, 70,
80) eingreift, wobei sich die Zahnung (101) und die Gegenzahnung (100) in Längsrichtung
des Mauerkastens (1) erstrecken.
15. Rollladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Module (10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80) aus einem wärmedämmenden, insbesondere
geschäumten Material bestehen.