[0001] Die Erfindung betrifft ein heißgasbeaufschlagbares Bauteil für eine Gasturbine, mit
zumindest einer Wand,
- die eine erste Oberfläche bis zu einem Rand umfasst, wobei die erste Oberfläche zur
Begrenzung eines Heißgas-Strömungspfads der Gasturbine bestimmt ist, und
- die eine an den Rand angrenzende, quer zur ersten Oberfläche angeordnete zweite Oberfläche
umfasst,
wobei in der zweiten Oberfläche eine zur Aufnahme eines Dichtelements vorgesehene
Nut angeordnet ist, die sich unter Abstand zum Rand zumindest teilweise entlang des
Randes erstreckt, und wobei die Nut einen der Nutöffnung gegenüberliegenden Nutgrund
und zwei daran angrenzende, einander zugewandte, sich entlang des Randes erstreckende
Seitenwände umfasst.
[0002] Derartige Bauteile sind zur Bildung einer Dichtungsanordnung aus dem Stand der Technik
bekannt. Beispielsweise offenbart die
GB 2 195 403 A zwei derartige Bauteile, deren zweite Oberflächen einander spaltbildend gegenüberliegen,
wobei die dann ebenso einander gegenüberliegenden Nuten ein Dichtelement aufnehmen,
welches den Spalt gegen eine Durchströmung weitestgehend sperrt.
[0003] Es hat sich jedoch herausgestellt, dass derartige Dichtungsanordnungen stellenweise
zu Oxidationen neigen. Die Oxidationen führen zu Materialverlust, so dass die Bauteile,
welche zumeist als Turbinenschaufeln ausgestaltet sind, nicht mehr aufbereitet werden
können, so dass deren Lebensdauerende vorzeitig eintritt. Zum einen verringert dies
die Verfügbarkeit einer mit diesen Turbinenschaufeln ausgestatteten Gasturbine und
zum anderen erhöht dies die Ausschussrate an auszutauschenden Turbinenschaufeln im
Bedarfsfall.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung eines mit Heißgas beaufschlagbares
Bauteil, dessen Ränder weniger zu Verschleiß neigen. Weitere Aufgabe der Erfindung
ist die Bereitstellung einer langlebigen, vergleichsweise oxdiationsresistenten und
kostengünstigen Dichtungsanordnung umfassend zwei Bauteile, die jeweils so angeordnet
sind, dass deren zweiten Seitenoberflächen sich spaltbildend einander gegenüberliegen
und in deren einander gegenüberliegenden Nuten ein Dichtelement zur Abdichtung des
Spalts eingesetzt ist.
[0005] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird mit einem heißgasbeaufschlagbaren
Bauteil gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 und mit einer Dichtungsanordnung gemäß
den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst.
[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Erfindungsgemäß ist bei dem heißgaßbeaufschlagbaren Bauteil für eine Gasturbine,
mit zumindest einer Wand,
- die eine erste Oberfläche bis zu einem Rand umfasst, wobei die erste Oberfläche zur
Begrenzung eines Heißgas-Strömungspfads der Gasturbine bestimmt ist, und
- die eine an den Rand angrenzende, quer zur ersten Oberfläche angeordnete zweite Oberfläche
umfasst,
wobei in der zweiten Oberfläche eine zur Aufnahme eines Dichtelements vorgesehene
Nut angeordnet ist, die sich unter Abstand zum Rand zumindest teilweise entlang des
Randes erstreckt, und
wobei die Nut einen der Nutöffnung gegenüberliegenden Nutgrund und zwei daran angrenzende,
einander zugewandte, sich entlang des Randes erstreckende Seitenwände umfasst, vorgesehen,
dass zumindest eine der Seitenwände zumindest eine nutförmige Vertiefung aufweist.
[0008] Die nutförmigen Vertiefungen in einer Seitenwand bzw. in beiden Seitenwänden dienen
als Strömungspassagen für Kühlluft und sind vorzugsweise dort angesiedelt, wo die
Ränder der Bauteile höheren Verschleiß und Oxidation ausgesetzt sind. Mithin vermindert
das örtlich gezielte Ausblasen der durch die Ausmaße der Vertiefungen vorbestimmbaren
Kühlluftmenge die thermische Belastung und verbessert die Widerstandsfähigkeit des
beanspruchten Areals. Gleichzeitig wird durch die Vertiefungen in den Seitenwänden
der Nut die Menge an zu kühlendem Bauteilmaterial reduziert, warum die nutförmigen
Vertiefungen in den Seitenwänden eine technisch sinnvollere Lösung darstellen als
die Dichtelemente der
GB 2 195 403 A, die ihrerseits stellenweise Schlitze zum Durchlass von Kühlluft aufweisen. Da in
der erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung Schlitze in den Dichtelementen, die in den
Nuten eingesetzt sind, vermieden werden können, sind die Dichtelemente langlebiger
als Dichtelemente mit Schlitzen. Dadurch erreicht die erfindungsgemäße Dichtungsanordnung,
bei der zumindest eines der Bauteile, vorzugsweise beide Bauteile erfindungsgemäß
ausgestaltet und so zueinander angeordnet sind, dass deren zweiten Oberflächen sich
spaltbildend einander gegenüberliegen und in deren einander gegenüberliegenden Nuten
ein Dichtelement zur Abdichtung des Spalts eingesetzt ist, ein insgesamt längere Lebensdauer.
Vorzugsweise ist dann das Dichtelement plattenförmig ausgestaltet. Das heißt, es ist
frei von Schlitzen, Vertiefungen oder Verjüngungen, die zur gezielten Durchleitung
von Kühlluft vorgesehen sind.
[0009] Die nutförmigen Vertiefungen der Seitenwände erstrecken sich von der Nutöffnung der
das Dichtelement aufnehmenden Nut bis zum Nutgrund der das Dichtelement aufnehmenden
Nut.
[0010] Gemäß einer ersten vorteilhaften Weiterbildung weist jede Seitenwand in zumindest
einem Längsabschnitt der die Dichtelemente aufnehmenden Nut mehrere nutförmige Vertiefungen
auf. Hiermit werden sowohl kaltgasseitig als auch heißgasseitig nutförmige Vertiefungen
an den Seitenwänden der Nut bereitgestellt, durch welche das dadurch strömende Kühlmittel
punktuell zu denjenigen Positionen geleitet werden kann, die thermisch und/oder korrosiv
besonders hoch belastet sind. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung weist jede Vertiefung längst der Nut betrachtet eine erste Länge L
t und senkrecht zur Nutlängserstreckung eine erste Tiefe T
t auf. Weiter weist die nicht vertieften Seitenwände eine Länge L
h, wobei nachfolgend für die erste Seitenwand der Index 1 und für die zweiten Seitenwand
der Index 2 den Abkürzungen L
t, T
t, L
h hinzugefügt ist, wobei gilt:

und

[0011] Eine derartige Anordnung lässt sich besonders einfach herstellen, beispielsweise
durch Erodieren, wobei die Vertiefung mit den längeren Abschnitten L
t2 vorzugsweise kaltgasseitig angeordnet sind. Die engere Verzahnung mit L
t1 ist dann heißgasseitig angeordnet, was eine bessere und gleichmäßigere Kühlluftverteilung
ermöglicht.
[0012] Zweckmäßigerweise sind gemäß einer Weiterbildung einander gegenüberliegende Vertiefungen
zueinander längsversetzt. Das erfindungsgemäße Bauteil kann beispielsweise als Turbinenleitschaufel,
als Turbinenlaufschaufel oder als Ringsegment ausgestaltet sein. Weitere Anwendungsgebiete
innerhalb der Gasturbine sind jedoch auch denkbar, beispielsweise beim Übergang von
einer Brennkammer zu einem Ringkanal, in dem die Schaufeln der Turbine angeordnet
sind.
[0013] Insgesamt betrifft die Erfindung somit ein heißgasbeaufschlagbares Bauteil für eine
Gasturbine, mit zumindest einer Wand, die eine erste Oberfläche bis zu einem Rand
umfasst, wobei die erste Oberfläche zur Begrenzung eines Heißgas-Strömungspfads der
Gasturbine bestimmt ist, und die eine an den Rand angrenzende, quer zur ersten Oberfläche
angeordnete zweite Oberfläche umfasst, wobei in der zweiten Oberfläche eine zur Aufnahme
eines Dichtelements vorgesehene Nut angeordnet ist, die sich unter Abstand zum Rand
zumindest teilweise entlang des Randes erstreckt, und wobei die Nut einen der Nutöffnung
gegenüberliegenden Nutgrund und zwei daran angrenzende, einander zugewandte sich entlang
des Randes erstreckende Seitenwände umfasst. Um ein vergleichsweises langlebiges heißgasbeaufschlagtes
Bauteil für eine Gasturbine bereitzustellen, wird vorgeschlagen, dass zumindest eine
der Seitenwände zumindest eine nutförmige Vertiefung aufweist.
[0014] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
angegeben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Turbinenleitschaufel als erfindungsgemäßes Bauteil in einer perspektivischen
Darstellung und,
- Figur 2
- eine Seitenansicht einer Turbinenschaufel im Bereich der Plattform mit einer Nut zur
Aufnahme eines Dichtelements gemäß einer dritten Ausgestaltung,
- Figur 3
- den Querschnitt durch eine Dichtungsanordnung mit zwei unmittelbar benachbarten Bauteilen,
deren erfindungsgemäße Nuten einander unmittelbar gegenüberliegen und in denen ein
plattenförmiges Dichtelement angeordnet ist.
[0015] In allen Figuren sind identische Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0016] Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung als Bauteil 10 eine Turbinenleitschaufel
für eine stationäre Gasturbine. Die Turbinenleitschaufel umfasst ein fußseitiges Ende
12 sowie ein kopfseitiges Ende 14, zwischen denen sich ein aerodynamisch gekrümmtes
Schaufelblatt 16 erstreckt. Das Schaufelblatt 16 selber erstreckt sich in Spannweiterichtung
von seinem fußseitigen Ende 13 zu seinem kopfseitigen Ende 15. Quer dazu erstreckt
sich das Schaufelblatt 16 von einer Anströmkante 18 zu einer Hinterkante 20. Sowohl
am fußseitigen Ende 13 als auch am kopfseitigen Ende 15 ist eine Plattform 22 vorgesehen,
die einen dazwischen angeordneten Strömungspfad 24 für Heißgas begrenzen. Dazu weist
jede Plattform 22 eine dem Heißgas-Strömungspfad 24 zugewandte Oberfläche 26 auf.
Die Oberfläche 26, nachfolgend als erste Oberfläche 26 bezeichnet, endet seitlich
an einem Rand 28. Dieser Rand 28 kann - wie dargestellt - als Kante ausgeführt sein.
An den Rand 28 schließt sich eine zweite Oberfläche 30 an, welche quer zur ersten
Oberfläche 26 orientiert ist. Wenn der Rand 28 nicht als Kante, sondern als Radius
ausgeführt ist, gehen die erste und die zweite Oberfläche 26, 30 ineinander über.
[0017] Bei der Verwendung der gezeigten Turbinenleitschaufel innerhalb einer Gasturbine
bilden mehrere, in einem Kranz angeordnete Turbinenleitschaufeln eine Leitschaufelreihe,
wobei dann die zweiten Oberflächen 30 unmittelbar benachbarter Turbinenschaufeln jeweils
spaltbildend einander gegenüberliegen. Für derartige Anordnungen sind dann nur diejenigen
Ränder 28 der Plattformen relevant, die in Umfangsrichtung gesehen die erste Oberfläche
26 begrenzen.
[0018] Um den von zwei unmittelbar gegenüberliegenden zweiten Oberflächen 30 benachbarten
Turbinenschaufeln 10 begrenzten Spalt weitestgehend abzudichten, sind in den zweiten
Oberflächen 30 Nuten 34a, 34b vorgesehen, in denen ein plattenförmiges Dichtelement
44 (FIG 3) sitzt. Die beiden Bauteile 10 und das Dichtelement 44 bilden dann eine
Dichtungsanordnung 40, welche verhindert, dass das im Strömungspfad 24 geführte Heißgas
in andere, jenseits der Plattformen 22 liegende Bereiche 41 hinausströmen kann.
[0019] Die an dem kopfseitigen Ende 14 der Plattform 22 vorgesehene Nut wird nachfolgend
mit dem Bezugszeichen 34a bezeichnet, die fußseitig angeordnete Nut mit dem Bezugszeichen
34b. Wenn nachfolgend von der Nut 34 (ohne "a" bzw. "b") die Rede ist, so gelten die
gemachten Ausführungen selbstredend für beide Nuten.
[0020] Jede Nut 34 weist zwei Seitenwände 36 auf. Auch hier wird wieder zwischen einer ersten
Seitenwand 36a und einer zweiten Seitenwand 36b unterschieden, wobei die erste Seitenwand
36a jeweils der ersten Oberfläche 26 bzw. dem Rand 28 näher angeordnet ist als die
zweite Seitenwand 36b. Mithin kann von einer heißgasseitigen Seitenwand 36a und von
einer kaltgasseitigen Seitenwand 36b die Rede sein. Wenn nachfolgend nur von der Seitenwand
36 (ohne "a" und "b") die Rede ist, so gelten die gemachten Ausführungen selbstredend
für jede Seitenwand.
[0021] Jede Nut 34 erstreckt sich entlang des Randes 28, jedoch unter einem geringen Abstand
dazu. In jeder Seitenwand 36 sind nutförmige Vertiefungen 38 vorgesehen.
[0022] Nachfolgend wird zuerst die Geometrie der Nut 34b - also am fußseitigen Ende 12 der
Turbinenschaufel - näher erläutert. Jede Seitenwand 36 der Nut 34b weist entlang ihrer
Längserstreckung vom anströmseitigen Ende (18) zum abströmseitigen Ende (20) mehrere,
aufeinanderfolgende Vertiefungen 38 auf, deren in dieser Richtung erfassbare Länge
L
t1 gleich der Länge L
h1 entspricht, wobei besagte Länge L
h1 zwischen zwei Vertiefungen 38 erfasst wird. Somit wechseln sich Erhebungen und Vertiefungen
38 in der Seitenwand 36a sowie in der Seitenwand 36b regelmäßig ab. In Bezug auf die
beiden Seitenwände 36a, 36b sind die Vertiefungen 38 und die zwischen zwei Vertiefungen
38 verbliebenden Erhebungen versatzfrei angeordnet, sodass sowohl Vertiefungen 38
als auch Erhebungen zu Paaren logisch zusammengefasst werden können.
[0023] In der am kopfseitigen Ende 14 angeordneten Nut 34a sind in der ersten Seitenwand
36a doppelt so viele Vertiefungen 38 vorhanden wie in der zweiten Seitenwand 36b.
Damit ergibt sich für die Seitenwand 36a der Nut 34a, dass deren Länge L
t1 halb so lang ist wie die Länge L
t2 der Seitenwand 36b der Nut 34a.
[0024] Die Vertiefungen 38 an den Seitenwänden 36 der Nut 34a sind dabei derartig längs
der beiden Seitenwände 36 verteilt, dass die Stufen zwischen Vertiefungen 36 und Erhebungen
einer Seitenwand 36a (36b) gegenüber den Stufen der anderen Seitenwand 36b (36a) hälftig
versetzt sind. Der Begriff "hälftig" bezieht sich auf die Länge L
t1.
[0025] Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf eine zweite Oberfläche 30 mit einer sich entlang
des Randes 28 erstreckenden Nut 34, welche anstelle der in Figur 1 gezeigten Nuten
34a oder 34b entweder kopfseitig oder fußseitig angeordnet sein kann. Die Nut kann
selbstverständlich auch bei Ringsegmenten verwendet werden, die in Umfangsrichtung
einen Kreis bildend einen axialen Abschnitt des Strömungspfades 24 der Gasturbine
radial außerhalb von den Spitzen von Laufschaufeln begrenzen können.
[0026] In dem gemäß Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Nut 34 gibt es längere
(also länger als L
h1) Nutabschnitte 43, die frei von Vertiefungen 38 sind. Derartige Nuten 34 bieten sich
dort an, wo nur an bestimmten Positionen des Randes bzw. der ersten Oberfläche 26
erhöhte Verschleißerscheinungen auftreten.
[0027] Die Figur 3 zeigt im Querschnitt die Dichtungsanordnung 40 umfassend zwei Bauteile
10 mit jeweils einer ersten Oberfläche 26, die dafür bestimmt ist, einen Strömungspfad
24 der Gasturbine zu begrenzen, wobei die ersten Oberflächen 26 über Ränder 28 in
eine zweite Oberfläche 30 übergehen, welche zweiten Oberflächen 30 quer zu den ersten
Oberflächen 26 angeordnet sind. In jeder zweiten Oberfläche 30 sind die längs des
Randes 28 und mit Abstand dazu parallel verlaufenden Nuten 34 angeordnet, die an ihren
Seitenwänden 36 entlang der Längserstreckung der Nut 34 ein oder mehrere Vertiefungen
38 aufweisen können. Die Vertiefungen 38 erstrecken sich von einer Nutöffnung 42,
die in der zweiten Oberfläche 30 liegt, bis zu einem Nutgrund 46, welcher besagten
Nutöffnung 42 gegenüber liegt.
[0028] Die Vertiefungen 38 ermöglichen die gezielte und dosierte Strömung von Kühlluft von
einer Kaltgasseite 48, die jenseits der Plattformen 22 liegt, zu einer Heißgasseite,
die diesseits der Plattformen 22 liegt und die den Strömungspfad 24 der Gasturbine
begrenzen.
[0029] Gleichwohl es anmutet, dass das Herstellen der erfindungsgemäßen Nuten 34 aufwändiger
ist, kann festgehalten werden, dass sich diese vergleichsweise einfach mittels Erodieren
herstellen lassen.
[0030] In den Nuten 36 sind Dichtelemente 44 eingesetzt. Diese sind entlang ihrer Längserstreckung
- also parallel zum Rand 28 - eben ausgestaltet und weisen somit in dieser Richtung
über ihre gesamte Längserstreckung die gleiche Materialstärke auf. Das heißt, die
Dichtelemente 44 sind frei von Schlitzen oder Ausnehmungen, mit denen Kühlluft gezielt
von der Kaltgasseite 48 zu Heißgasseite geführt werden kann. Gleichwohl kann an einer
oder beiden Flächen des Dichtelements 44, die den Seitenwänden 36 zugewandt sind,
Dichtspitzen angeordnet sein, die prinzipiell das Auftreten einer Kühlluftströmung
in denjenigen Abschnitten der Nut 34 verhindern, die nicht vertieft sind.
1. Heißgasbeaufschlagbares Bauteil (10) für eine Gasturbine,
mit zumindest einer Wand,
- die eine erste Oberfläche (26) bis zu einem Rand (28) umfasst, wobei die erste Oberfläche
(26) zur Begrenzung eines Heißgas-Strömungspfads der Gasturbine bestimmt ist, und
- die eine an den Rand (28) angrenzende, quer zur ersten Oberfläche (26) angeordnete
zweite Oberfläche (30) umfasst, wobei in der zweiten Oberfläche (30) eine zur Aufnahme
eines Dichtelements (44) vorgesehene Nut (34) angeordnet ist, die sich unter Abstand
zum Rand (28) zumindest teilweise entlang des Randes (28) erstreckt, und
wobei die Nut (34) einen Nutgrund (46) und zwei daran angrenzende, einander zugewandte
sich entlang des Randes erstreckende Seitenwände (36) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine der Seitenwände (36) zumindest eine nutförmige Vertiefung (38) aufweist.
2. Bauteil (10) nach Anspruch 1,
bei der jede Seitenwand (36) in zumindest einem Längsabschnitt der Nut (34) mehrere
nutenförmige Vertiefungen (38) aufweist.
3. Bauteil (10) nach Anspruch 2,
bei der jede Vertiefung (38) längs der Nut (34) betrachtet eine erste Länge (L
t) und senkrecht zur Nuterstreckung eine erste Tiefe aufweist (T
t) und die nicht vertieften Seitenwände (36) eine zweite Länge (L
h) aufweisen, wobei nachfolgend für die erste Seitenwand (36a) der Index 1 und für
die zwei Seitenwand (36b) der Index 2 den Abkürzungen L
t, T
t, L
h angehangen ist, wobei gilt:

und
4. Bauteil (10) nach Anspruch 1, 2 oder 3,
bei dem einander gegenüberliegende Vertiefungen (38) zueinander längsversetzt sind.
5. Bauteil (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ausgestaltet als Turbinenschaufel oder
als Ringsegment.
6. Dichtungsanordnung (40) umfassend zwei Bauteile (10), von denen zumindest eines, vorzugsweise
beide Bauteile (10), jeweils nach einem der Ansprüche 1 bis 5 ausgestaltet, so angeordnet
sind, dass deren zweite Oberflächen (30) sich spaltbildend einander gegenüber liegen
und in deren einander gegenüberliegenden Nuten (34) ein Dichtelement (44) zur Abdichtung
des Spalts eingesetzt ist.
7. Dichtungsanordnung (40) nach Anspruch 6,
bei der das Dichtelement (40) plattenförmig ausgestaltet ist und an zumindest einer
der beiden den Seitenwänden (36) der Nut zugewandten Dichtelementflächen Dichtzähne
aufweist.