[0001] Die Erfindung betrifft eine flüssige Textilweichmacherzusammensetzung mit Trialkanolamin-basiertem
Esterquat.
[0002] Weichspüler werden der Wäsche im letzten Spülgang der Maschinenwäsche zugesetzt,
um den bei trocknender Wäsche auftretenden Effekt der "Trockenstarre" zu unterbinden.
Die Trockenstarre hat ihre Ursache in der Ausbildung von Wasserstoffbrückenbindungen
zwischen den Cellulosefasern. Die kationischen, weichmachenden Verbindungen des Weichspülers
dringen in die Faser ein bzw. legen sich auf die Faseroberfläche, verbinden sich mit
den negativen Ladungen und schwächen so die Wechselwirkungen. Durch die so verminderte
Steifheit des Wäschestücks vermindert sich der Kraftaufwand beim Bügeln und der Tragekomfort
wird erhöht.
[0003] Flüssige Weichspüler werden in zwei Typen unterteilt: "normale" Weichspüler mit einem
Gehalt von 1 bis 5 Gew.-% an weichmachenden Verbindungen und "konzentrierte" Weichspüler
mit einem Gehalt von 5 bis 80 Gew.-% an weichmachenden Verbindungen.
[0004] Die Akzeptanz eines Weichspüler-Produkts durch die Anwender wird neben der eigentlichen
Leistung auch stark von der Viskosität des Produkts bestimmt, wobei mittlere bis hohe
Viskositäten von den Anwendern bevorzugt werden. Für normale Weichspüler werden Viskositäten
im Bereich von 10 bis 400 mPas und für konzentrierte Weichspüler im Bereich von 100
bis 600 mPas (jeweils bestimmt mit einem Brookfield-Viskosimeter RV DV II + P; Spindel
2 bei 20 rpm und 20 °C) angestrebt.
[0005] Insbesondere bei normalen Weichspülern ist nach der Herstellung die Viskosität oft
zu niedrig und es werden den Produkten Verdicker zur Erhöhung der Viskosität zugesetzt.
Aus der
WO 2004/050812 A1 ist beispielsweise die Verwendung von Homo- und/oder Copolymeren als Verdicker in
Weichspülern bekannt.
[0006] Die eingesetzten Verdicker zeigen oftmals selber keinerlei Weichmachleistung und
erhöhen die Herstellungskosten der Weichspüler. Auch sind nicht alle Verdicker mit
den in den Weichspülern eingesetzten Inhaltsstoffen kompatibel.
[0007] Eine Aufgabe dieser Erfindung war daher, die Bereitstellung einer flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung
mit ausreichend hoher Viskosität, die keine oder nur geringe Mengen an Verdicker enthält.
[0008] Diese Aufgabe wird überraschenderweise gelöst durch eine flüssige Textilweichmacherzusammensetzung,
enthaltend 0,5 bis 40 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Textilweichmacherzusammensetzung,
einer weichmachenden Mischung aus Trialkanolamin-basiertem Esterquat und Trialkanolamin-basierten
Ester, wobei die flüssige Textilweichmacherzusammensetzung frei von Methanol ist,
wobei das Verhältnis Trialkanolamin-basierter Esterquat zu Trialkonol-basiertem Ester
zwischen 2:1 und 4:1 beträgt. Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass flüssige
Textilweichmacherzusammensetzungen, die eine Mischung aus einem Trialkanolamin-basierten
Esterquat und einem Trialkanolamin-basierten Ester aufweisen und die ferner frei von
Methanol sind, höhere Viskositäten aufweisen als flüssige Textilweichmacherzusammensetzungen,
die keinen Trialkanol-basierten Ester und geringe Mengen (≥ 50 ppm) Methanol enthalten.
Zusätzlich weisen Textilien, die mit einer solchen flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung
behandelt wurden, einen erhöhten/verbesserten Weichgriff auf.
[0009] Eine besonders starke Viskositätserhöhung kann bei flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen
erhalten werden, bei denen die Menge an textilweichmachender Mischung 3 bis 18 Gew.-%,
bezogen auf die gesamte flüssige Textilweichmacherzusammensetzung, beträgt.
[0010] Die Erfindung betrifft auch die Verwendung einer Methanol-freien, weichmachenden
Mischung aus Trialkanolamin-basiertem Esterquat und Trialkanolamin-basiertem Ester
zur Erhöhung der Viskosität einer flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung, wobei
das Verhältnis Trialkanolamin-basierter Esterquat zu Trialkonol-basiertem Ester zwischen
2:1 und 4:1 beträgt. Ebenso betrifft die Erfindung die Verwendung einer Methanol-freien,
weichmachenden Mischung aus Trialkanolamin-basiertem Esterquat und Trialkanolamin-basiertem
Ester in einer flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung zur Erhöhung der Weichheit
von mit der flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung behandelten textilen Flächengebilden,
wobei das Verhältnis Trialkanolamin-basierter Esterquat zu Trialkonol-basiertem Ester
zwischen 2:1 und 4:1 beträgt. Im Folgenden werden erfindungsgemäße flüssige Textilweichmacherzusammensetzungen,
unter anderem anhand von Beispielen, eingehend beschrieben.
[0011] Erfindungsgemäße flüssige Textilweichmacherzusammensetzungen enthalten eine weichmachende
Mischung, welche zwingend einen Trialkanolamin-basierten Esterquat und einen Trialkanolamin-basierten
Ester umfasst.
[0012] Unter der Bezeichnung "Trialkanolamin-basierte Esterquats" werden quaternierte Fettsäuretrialkanolaminaminestersalze
verstanden. Die Herstellung der Trialkanolamin-basierten Esterquats erfolgt meist
in zwei Stufen: 1) Veresterung von Trialkanolamin mit Fettsäuren zum Trialkanolamin-basierten
Ester und 2) Quaternisierung der erhaltenen Ester mit Dimethylsulfat oder Chlormethan.
[0013] Zur Herstellung der Esterquats werden Fettsäuren RCOOH eingesetzt, bei denen RCO
für einen aliphatischen, gesättigten und/oder ungesättigten Acylrest mit 6 bis 22
Kohlenstoffatomen steht. Typische Beispiele sind Capronsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure,
Caprinsäure, Laurinsäure, Isotridecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmoleinsäure,
Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure,
Linolensäure, Elaeostearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure
sowie deren technische Mischungen. Vorzugsweise werden Fettsäuren mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen
wie beispielsweise partiell gehärtete Palm- und/oder Talgfettsäuren eingesetzt, die
eine lodzahl im Bereich von 0,5 bis 50 aufweisen. Insbesondere bevorzugt wird Talgfettsäure
als Fettsäure eingesetzt.
[0014] Die Veresterung erfolgt in Gegenwart von hypophosphoriger Säure oder deren Salzen
und gegebenenfalls Reduktionsmittel wie etwa Natriumborhydrid. Das Trialkanolamin
und die Fettsäuren werden im Molverhältnis 1 : 1,1 bis 1 : 2,4 eingesetzt, vorzugsweise
liegt das Verhältnis im Bereich 1 : 1,4 bis 1 : 1,9. Die Reaktion wird bei Temperaturen
im Bereich von 120 bis 180 °C durchgeführt.
[0015] Geeignete Trialkanolamine umfassen beispielsweise Triethanolamin, Diethanolpropanolamin
und Tripropanolamin, wobei Triethanolamin bevorzugt ist. Entsprechend ist es insbesondere
bevorzugt, dass der Trialkanolamin-basierte Ester ein Triethanolamin-basierter Ester
ist.
[0016] Zur Alkylierung des Trialkanolamin-basierten Ester wird der Ester vorgelegt und mit
dem Alkylierungsmittel bei erhöhten Temperaturen (40 bis 95 °C) gerührt. Die Reaktion
kann in alkoholischer Lösung, beispielsweise in Isopropylalkohol oder Ethanol, durchgeführt
werden. Vorzugsweise führt man die Alkylierung mit Dimethylsulfat durch. Ein insbesondere
bevorzugt durch die Alkylierung erhaltener Trialkanolamin-basierter Esterquat ist
ein Triethanolamin-basierter Esterquat.
[0017] Es hat sich gezeigt, dass Trialkanolamin-basierte Esterquats, bei denen das Quaternisierungsmittel
äquimolar oder im leichten Unterschuss zum Trialkanolamin-basierten Ester eingesetzt
wird, im Rohstoff eine erhöhte Menge an Methanol enthalten können. Das Methanol kann
im Rohstoff als auch in fertigen Formulierungen, insbesondere Weichspülern, nachgewiesen
werden. In dem Rohstoff kann der Gehalt an Methanol 0,1 bis 3 Gew.-% betragen. In
fertigen Formulierungen sind je nach eingesetzter Rohstoffmenge 50 bis 300 ppm Methanol
enthalten.
[0018] Es hat sich überraschend gezeigt, dass bei Einsatz des Quaternisierungsmittels im
deutlichen Unterschuss zum Trialkanolamin-basiertem Ester und zwar maximal im Verhältnis
zu 0,8, eine Mischung aus Trialkanolamin-basiertem Esterquat und Trialkanolamin-basierten
Ester erhalten wird, die frei von Methanol ist und bei Einsatz in flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen
auch zu einer höheren Viskosität und zu einem erhöhtem Weichgriff führen der Zusammensetzung.
Deshalb ist in der nach der Alkylierung erhaltenen weichmachenden Mischung das Verhältnis
Trialkanolamin-basierter Esterquat zu Trialkanolamin-basiertem Ester zwischen 2 :
1 und 4:1. Diese Verfahrensführung hat den Vorteil, dass die erhaltene Mischung direkt,
ohne weitere Aufbereitung in den flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen eingesetzt
werden kann und bei der Alkylierung entstehendes Methanol nicht nachträglich entfernt
werden muss.
[0019] Es ist insbesondere bevorzugt, dass der Trialkanolamin-basierte Esterquat eine Verbindung
der folgenden Formel ist:

wobei R
4 für einen aliphatischen Alk(en)ylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen mit 0, 1, 2
oder 3
[0020] Doppelbindungen und/oder gegebenenfalls mit Substituenten steht; R
5 steht für OH oder O(CO)R
7, R
6 steht unabhängig von R
5 für OH oder O(CO)R
8, wobei R
7 und R
8 unabhängig voneinander jeweils für einen aliphatischen Alk(en)ylrest mit 11 bis 21
Kohlenstoffatomen mit 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindungen steht. m, n und p können jeweils
unabhängig voneinander den Wert 1, 2 oder 3 haben und X
- kann entweder ein Halogenid-, Methosulfat-, Methophosphat- oder Phosphation sowie
Mischungen aus diesen Anionen sein. Bevorzugt leiten sich R
4, R
7 und R
8 von Talgfettsäure ab und X
- ist ein Methosulfation.
[0021] Weisen die Trialkanolamin-basierten Ester und Trialkanolamin-basierte Esterquats
ungesättigte Alkylketten auf, sind die Acylgruppen bevorzugt, deren korrespondierenden
Fettsäuren eine Jodzahl zwischen 1 und 100, bevorzugt zwischen 5 und 80, mehr bevorzugt
zwischen 10 und 60 und insbesondere zwischen 15 und 45 aufweisen und die ein cis/trans-Isomerenverhältnis
(in Gew.-%) von größer als 30 : 70, vorzugsweise größer als 50 : 50 und insbesondere
gleich oder größer als 60 : 40 haben.
[0022] Bevorzugt einsetzbare Trialkanolamin-basierte Ester sind das N-(2-Hydroxyethyl)-N,N-di(talgacyloxyethyl)amin,
N-(2-Hydroxyethyl)-N,N-di(palmacyloxyethyl)amin oder das N-(2-Hydroxyethyl)-N,N-di(stearoyloxyethyl)amin.
[0023] Bevorzugt einsetzbare Trialkanolamin-basierte Esterquats sind entsprechend Methyl-N-(2-hydroxyethyl)-N,N-di(talgacyloxyethyl)ammoniummethosulfat,
Methyl-N-(2-hydroxyethyl)-N,N-di(palmacyloxyethyl)ammoniummethosulfat oder Methyl-
N-(2-hydroxyethyl)-N,N-di(stearoyloxyethyl)ammoniummethosulfat.
[0024] Es ist ferner bevorzugt, dass der Trialkanolamin-basierte Esterquat ein Gemisch aus
Monoester-Verbindung, Diester-Verbindung und Triester-Verbindung ist. Eine Mischung
aus Mono-, Diester- und Triesterverbindungen weist die besten Eigenschaft bezüglich
Weichheitsleistung und Abfang anionischer Rückstände, wie beispielsweise anionischen
Tensiden, die aus dem Waschvorgang unerwünscht in der Waschtrommel verblieben sind.
[0025] Die flüssige Textilweichmacherzusammensetzung enthält die weichmachende Mischung
aus Trialkanolamin-basiertem Esterquat und Trialkanolamin-basiertem Ester in einer
Menge von 0,5 bis 40 Gew.-%, mehr bevorzugt in einer Menge von 1 bis 30 Gew.-% und
noch mehr bevorzugt in einer Menge von 2 bis 25 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte
flüssige Textilweichmacherzusammensetzung. Ganz besonders bevorzugt beträgt die Menge
an weichmachender Mischung 3 bis 18 Gew.-%, bezogen auf die gesamte flüssige Textilweichmacherzusammensetzung.
[0026] Entsprechend enthalten besonders bevorzugte flüssige Textilweichmacherzusammensetzungen
2,4 bis 14,4 Gew.-% Trialkanolamin-basierten Esterquat und 0,6 bis 3,6 Gew.-% Trialkanolamin-basierten
Ester, bezogen auf die gesamte flüssige Textilweichmacherzusammensetzung.
[0027] Es ist bevorzugt, dass die flüssige Textilweichmacherzusammensetzung einen pH-Wert
kleiner 4, vorzugsweise kleiner 3, aufweist. Je nach pH-Wert der flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung
liegt der Trialkanolamin-basierten Ester zumindest teilweise protoniert vor. Die beste
Weichheitsleistung wird mit einer weichmachenden Mischung erzielt, bei der der Trialkanolamin-basierten
Ester vollständig protoniert in der flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung vorliegt.
Es ist bevorzugt, dass die flüssige Textilweichmacherzusammensetzung ein Weichspüler
mit einem pH-Wert kleiner 3 ist.
[0028] Neben dem Trialkanolamin-basierten Esterquat und dem Trialkanolamin-basierten Ester
können die flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen weitere Inhaltsstoffe enthalten,
die die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften der flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung
weiter verbessern. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthalten bevorzugte Textilweichmacherzusammensetzungen
zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der weiteren Textil-weichmachenden
Verbindungen, Enzyme, Elektrolyte, nichtwässrigen Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Parfüme,
Parfümträger, Parfüm-Mikrokapseln, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Soil-Release-Polymeren,
optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel,
Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien,
Konservierungsmittel, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel,
Phobier- und Imprägniermittel sowie UV-Absorber. Besonders bevorzugt enthalten die
Weichspüler der vorliegenden Erfindung weitere Textil-weichmachende Verbindungen,
Elektrolyte, nichtwässrige Lösungsmittel, Konservierungsmittel, pH-Stellmittel, Parfüm,
Parfüm-Mikrokapseln und/oder Farbstoffe als weitere Inhaltsstoffe. Die flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen
enthalten Wasser als Hauptlösungsmittel.
[0029] Ein bevorzugter weiterer Inhaltsstoff ist eine weitere Textil-weichmachende Verbindung,
welche insbesondere ein Polysiloxan ist. Die Verwendung von Polysiloxanen als weitere
Textil-weichmachende Verbindung ist vorteilhaft, da diese nicht nur einen weichmachenden
Effekt zeigen, sondern auch den Parfümeindruck auf der Wäsche verstärken. Ein bevorzugt
einsetzbares Polysiloxan weist zumindest folgende Struktureinheit auf

mit
R
1= unabhängig von einander C
1-C
30-Alkyl, vorzugsweise C
1-C
4-Alkyl, insbesondere Methyl oder Ethyl, n = 1 bis 5000, vorzugsweise 10 bis 2500,
insbesondere 100 bis 1500.
[0030] Es kann bevorzugt sein, dass das Polysiloxan zusätzlich auch folgende Struktureinheit
aufweist:

mit
R1= C1-C30-Alkyl, vorzugsweise C1-C4-Alkyl, insbesondere Methyl oder Ethyl,
Y = ggf. substituiertes, lineares oder verzweigtes C1-C20-Alkylen, vorzugsweise -(CH2)m- mit m= 1 bis 16, vorzugsweise 1 bis 8, insbesondere 2 bis 4, im speziellen 3,
R2, R3 = unabhängig voneinander H oder gegebenenfalls substituiertes, lineares oder verzweigtes
C1-C30-Alkyl, vorzugsweise mit Aminogruppen substituiertes C1-C30-Alkyl, besonders bevorzugt -(CH2)b-NH2 mit b = 1 bis 10, äußerst bevorzugt b = 2,
x = 1 bis 5000, vorzugsweise 10 bis 2500, insbesondere 100 bis 1500.
[0031] Weist das Polysiloxan nur die Struktureinheit a) mit R
1 = Methyl auf, handelt es sich um ein Polydimethylsiloxan. Polydimethylpolysiloxane
sind als effiziente Textil-pflegende Verbindungen bekannt.
[0032] Geeignete Polydimethysiloxane umfassen DC-200 (ex Dow Corning), Baysilone® M 50,
Baysilone® M 100, Baysilone® M 350, Baysilone® M 500, Baysilone® M 1000, Baysilone®
M 1500, Baysilone® M 2000 oder Baysilone® M 5000 (alle ex GE Bayer Silicones).
[0033] Es kann allerdings auch bevorzugt sein, dass das Polysiloxan die Struktureinheiten
a) und b) enthält. Ein besonders bevorzugtes Polysiloxan weist die folgende Struktur
auf:
(CH
3)
3Si-[O-Si(CH
3)
2]
n-[O-Si(CH
3){(CH
2)
3-NH-(CH
2)
2-NH
2}]
xOSi(CH
3)
3
wobei die Summe n + x eine Zahl zwischen 2 und 10.000 ist.
[0034] Geeignete Polysiloxane mit den Struktureinheiten a) und b) sind beispielsweise kommerziell
unter den Markennamen DC2-8663, DC2-8035, DC2-8203, DC05-7022 oder DC2-8566 (alle
ex Dow Corning) erhältlich. Ebenfalls geeignet sind beispielsweise die im Handel erhältlichen
Produkte Dow Corning® 7224, Dow Corning® 929 Cationic Emulsion oder Formasil 410 (GE
Silicones).
[0035] Bei erfindungsgemäßen flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen mit Parfüm-Mikrokapseln
konnte im Vergleich zu Methanol-haltigen, flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen
mit Parfüm-Mikrokapseln ein verlängerter Parfümeindruck auf der Wäsche beobachtet
werden.
[0036] Die flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen können zum Konditionieren von textilen
Flächengebilden eingesetzt werden.
[0037] Die Herstellung der flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen erfolgt nach dem
Fachmann geläufigen Techniken zur Herstellung von Weichspülern. Dies kann beispielsweise
durch Aufmischen der Rohstoffe, gegebenenfalls unter Einsatz von hochscherenden Mischapparaturen,
geschehen. Es empfiehlt sich ein Aufschmelzen des Trialkanolamin-basierten Esterquats
und des Trialkanolamin-basierten Esters gefolgt von einem Dispergieren der Schmelze
in einem Lösungsmittel, vorzugsweise Wasser. Die weiteren Inhaltsstoffe können durch
einfaches Zumischen in die flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen integriert
werden.
[0038] In Tabelle 1 sind vier erfindungsgemäße Textilweichmacherzusammensetzungen E1 bis
E4 sowie vier nicht erfindungsgemäße Textilweichmacherzusammensetzungen V1 bis V4
gezeigt (Angaben in Gew.-% Aktivstoff).
Tabelle 1:
| |
E1 |
E2 |
E3 |
E4 |
V1 |
V2 |
V3 |
V4 |
| Esterquat* |
5,76 |
5,76 |
5,76 |
7,28 |
7,2 |
7,2 |
7,2 |
9,08 |
| Ester** |
1,44 |
1,44 |
1,44 |
1,8 |
-- |
-- |
-- |
-- |
| 2-Propanol |
0,8 |
0,8 |
0,8 |
-- |
0,8 |
0,8 |
0,8 |
-- |
| Ethanol |
-- |
-- |
-- |
1 |
-- |
-- |
-- |
1 |
| Polysiloxan*** |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
| pH-Stellmittel |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
| MgCl2 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
| Glycerin |
-- |
-- |
18 |
-- |
-- |
-- |
18 |
-- |
| Farbstoff |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| freies Parfüm**** |
0,8 |
0,9 |
0,43 |
0,8 |
0,8 |
0,9 |
0,43 |
0,8 |
| Parfüm-Mikrokapseln |
0,3 |
0,3 |
-- |
-- |
0,3 |
0,3 |
-- |
-- |
| Methanol***** |
0 |
0 |
0 |
0 |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Wasser |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
| Viskosität [mPas]# |
170 |
110 |
110 |
80 |
125 |
75 |
45 |
60 |
* N-Methyl-N-(2-hydroxyethyl)-N,N-(ditalgacyloxyethyl)ammonium-methosulfat
** N-(2-Hydroxyethyl)-N,N-di(talgacyloxyethyl)amin
*** Formasil 410 von GE Silicones
**** Da das Parfüm auch Einfluss auf die Viskosität nimmt, wurde in allen Weichspülern
ein identisches Parfüm eingesetzt.
***** die Menge an Methanol in den nicht erfindungsgemäßen Textilweichmacherzusammensetzungen
V1 bis V4 betrug > 50 ppm
# Die Viskosität der flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen wurde mittels eines
Brookfield-Viskosimeter RV DV II + P; Spindel 2 bei 20 rpm und 20 °C bestimmt |
[0039] Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Methanol-freien, flüssigen Textilweichmacherzusammensetzungen
höhere anfängliche Viskositätswerte aufweisen als die Textilweichmacherzusammensetzungen
mit Methanol.
[0040] Die Zusammensetzungen E1 bis E4 waren über mehrere Wochen lagerstabil und zeigten
keinerlei unerwünschte Veränderungen und nur geringe Viskositätsänderungen bzw. -schwankungen
während der Lagerung. Zur Bestimmung der Lagerstabilität wurden die Zusammensetzungen
in elektronisch gesteuerten Wärmekammern bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen
gelagert. Die Lagerzeit betrug 4 Wochen. Nach 2 und 4 Wochen erfolgte eine visuelle
und olfaktorische Abmusterung der Textilweichmacherzusammensetzungen sowie die Bestimmung
der Viskosität.
[0041] Zum Vergleich der Duftintensität der Methanol-freien flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung
E4 mit der Methanol-haltigen flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung V4, wurde
Frotteegewebe zunächst im Hauptwaschgang mit einem festen Waschmittel und anschließend
im Spülgang mit jeweils 26 ml der zu prüfenden Textilweichmacherzusammensetzung in
einer Waschmaschine (Miele Novotronic W 985) behandelt. Nach hängender Trocknung wurde
die Weichheit der Gewebe bestimmt:
| Zusammensetzung |
Weichheitswert |
| E4 |
4 |
| V4 |
3,4 |
Bewertung: 0 = hart bis 7 = weich
Anzahl der bewertenden Personen: 7
1. Flüssige Textilweichmacherzusammensetzung, enthaltend 0,5 bis 40 Gew.-%, bezogen auf
die gesamte Textilweichmacherzusammensetzung, einer weichmachenden Mischung aus Trialkanolamin-basiertem
Esterquat und Trialkanolamin-basierten Ester, wobei die flüssige Textilweichmacherzusammensetzung
frei von Methanol ist, wobei das Verhältnis Trialkanolamin-basierter Esterquat zu
Trialkanolamin-basiertem Ester zwischen 2 : 1 und 4 : 1 beträgt.
2. Flüssige Textilweichmacherzusammensetzung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an der weichmachenden Mischung 3 bis 16 Gew.-%, bezogen auf die gesamte
Textilweichmacherzusammensetzung, beträgt.
3. Flüssige Textilweichmacherzusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trialkanolamin-basierte Esterquat ein Gemisch aus Monoester-Verbindung, Diester-Verbindung
und Triester-Verbindung ist.
4. Flüssige Textilweichmacherzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Trialkanolamin-basierten Ester zumindest teilweise protoniert ist.
5. Flüssige Textilweichmacherzusammensetzung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Trialkanolamin-basierten Ester vollständig protoniert ist.
6. Flüssige Textilweichmacherzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Trialkanolamin-basierte Esterquat ein Triethanolamin-basierter Esterquat ist.
7. Flüssige Textilweichmacherzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Trialkanolamin-basierte Ester ein Triethanolamin-basierter Ester ist.
8. Flüssige Textilweichmacherzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssige Textilweichmacherzusammensetzung einen pH-Wert kleiner 4 aufweist.
9. Verwendung einer Methanol-freien, weichmachenden Mischung aus Trialkanolamin-basiertem
Esterquat und Trialkanolamin-basiertem Ester zur Erhöhung der Viskosität einer flüssigen
Textilweichmacherzusammensetzung, wobei das Verhältnis Trialkanolamin-basierter Esterquat
zu Trialkanolamin-basiertem Ester zwischen 2 : 1 und 4 : 1 beträgt.
10. Verwendung einer Methanol-freien, weichmachenden Mischung aus Trialkanolamin-basiertem
Esterquat und Trialkanolamin-basiertem Ester in einer flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung
zur Erhöhung der Weichheit von mit der flüssigen Textilweichmacherzusammensetzung
behandelten textilen Flächengebilden, wobei das Verhältnis Trialkanolamin-basierter
Esterquat zu Trialkanolamin-basiertem Ester zwischen 2 : 1 und 4 : 1 beträgt.
1. A liquid fabric softener composition, containing from 0.5 to 40 wt.%, based on the
total fabric softener composition, of a softening mixture of a trialkanolamine-based
esterquat and a trialkanolamine-based ester, wherein the liquid fabric softener composition
is free from methanol, wherein the ratio of trialkanolamine-based esterquat to trialkanolamine-based
ester is between 2:1 and 4:1.
2. The liquid fabric softener composition according to claim 1, characterized in that the quantity of the softening mixture is from 3 to 16 wt.%, based on the total fabric
softener composition.
3. The liquid fabric softener composition according to one of claims 1 or 2, characterized in that the trialkanolamine-based esterquat is a mixture of a monoester compound, diester
compound and triester compound.
4. The liquid fabric softener composition according to one of claims 1 to 3, characterized in that the trialkanolamine-based ester is at least partially protonated.
5. The liquid fabric softener composition according to claim 4, characterized in that the trialkanolamine-based ester is completely protonated.
6. The liquid fabric softener composition according to one of claims 1 to 5, characterized in that the trialkanolamine-based esterquat is a triethanolamine-based esterquat.
7. The liquid fabric softener composition according to one of claims 1 to 6, characterized in that the trialkanolamine-based ester is a triethanolamine-based ester.
8. The liquid fabric softener composition according to one of claims 1 to 5, characterized in that the liquid fabric softener composition has a pH value of less than 4.
9. The use of a methanol-free softening mixture of a trialkanolamine-based esterquat
and a trialkanolamine-based ester for increasing the viscosity of a liquid fabric
softener composition, wherein the ratio of trialkanolamine-based esterquat to trialkanolamine-based
ester is between 2:1 and 4:1.
10. The use of a methanol-free softening mixture of a trialkanolamine-based esterquat
and a trialkanolamine-based ester in a liquid fabric softener composition for increasing
the softness of textile fabrics treated with the liquid fabric softener composition,
wherein the ratio of trialkanolamine-based esterquat to trialkanolamine-based ester
is between 2:1 and 4:1.
1. Composition d'assouplissant textile liquide, contenant 0,5 à 40 % en poids par rapport
à la composition d'assouplissant textile totale, d'un mélange assouplissant constitué
d'un ester quaternaire à base de trialcanolamine et d'un ester à base de trialcanolamine,
la composition d'assouplissant textile liquide étant dépourvue de méthanol, le rapport
entre l'ester quaternaire à base de trialcanolamine et l'ester à base de trialcanolamine
étant compris entre 2:1 et 4:1.
2. Composition d'assouplissant textile liquide selon la revendication 1, caractérisée en ce que la proportion de mélange assouplissant représente 3 à 16% en poids par rapport à
la composition d'assouplissant textile totale.
3. Composition d'assouplissant textile liquide selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que l'ester quaternaire à base de trialcanolamine est un mélange d'un composé monoester,
d'un composé diester et d'un composé triester.
4. Composition d'assouplissant textile liquide selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'ester à base de trialcanolamine est protoné au moins en partie.
5. Composition d'assouplissant textile liquide selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'ester à base de trialcanolamine est entièrement protoné.
6. Composition d'assouplissant textile liquide selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'ester quaternaire à base de trialcanolamine est un ester quaternaire à base de
triéthanolamine.
7. Composition d'assouplissant textile liquide selon une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'ester à base de trialcanolamine est un ester à base de triéthanolamine.
8. Composition d'assouplissant textile liquide selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la composition d'assouplissant textile liquide possède une valeur de pH inférieure
à 4.
9. Utilisation d'un mélange adoucissant dépourvu de méthanol constitué d'un ester quaternaire
à base de trialcanolamine et d'un ester à base de trialcanolamine afin d'augmenter
la viscosité d'une composition d'assouplissant textile liquide, le rapport entre l'ester
quaternaire à base de trialcanolamine et l'ester à base de trialcanolamine étant compris
entre 2:1 et 4:1.
10. Utilisation d'un mélange adoucissant dépourvu de méthanol constitué d'un ester quaternaire
à base de trialcanolamine et d'un ester à base de trialcanolamine dans une composition
d'assouplissant textile liquide afin d'augmenter la douceur de structures textiles
plates traitées avec la composition d'assouplissant textile liquide, le rapport entre
l'ester quaternaire à base de trialcanolamine et l'ester à base de trialcanolamine
étant compris entre 2:1 et 4:1.