[0001] Die Erfindung betrifft einen Chopper für einen Teilchenstrahl.
Stand der Technik
[0002] Bei der Nutzung von Teilchenstrahlen, etwa für Forschungszwecke, kommt es vielfach
darauf an, den Strahl in räumlich und zeitlich begrenzte Pulse zu modulieren. Hierzu
werden Chopper mit einem Steuerelement verwendet, die Bereiche mit unterschiedlicher
Durchlässigkeit für den Teilchenstrahl aufweisen. Indem das Steuerelement durch den
Teilchenstrahl bewegt wird, trifft der Teilchenstrahl abwechselnd auf Bereiche höherer
und niedrigerer Durchlässigkeit und wird auf diese Weise moduliert.
[0003] Aus der
DE 10 2004 002 326 A1 sind als Räder ausgebildete Chopper bekannt, die durch den Teilchenstrahl rotiert
werden. Dabei gibt die Umfangsgeschwindigkeit am Rand des Chopperrades die Frequenz
vor, mit der der Teilchenstrahl moduliert werden kann.
[0004] Aus der
DE 10 2007 046 739 A1 ist eine Verfeinerung dieser Chopper bekannt, bei der ein kleines Steuerelement periodisch
um ein ortsfestes Führungselement umläuft, das die Bahn des Steuerelements vorgibt.
Dadurch muss zum Modulieren des Teilchenstrahls deutlich weniger Masse bewegt werden,
was hohe mechanische Beanspruchung des Materials durch Fliehkräfte sowie unerwünschte
Eigenschwingungen vermeidet.
[0005] Nachteilig wird für das Chopperrad bzw. für das Führungselement viel Platz benötigt.
Gerade an wissenschaftlichen Großgeräten, die Teilchenstrahlen produzieren, ist dieser
Platz jedoch knapp bemessen, um möglichst viele Nutzer zum Zuge kommen zu lassen.
Gleichzeitig besteht insbesondere an Spallationsquellen oder Forschungsreaktoren,
die Neutronen ausgehend von ihrem Entstehungsort zunächst analog einer Punktquelle
in alle Richtungen emittieren, ein großes Interesse, den Strahl möglichst nah an diesem
Entstehungsort zu modulieren, um während einer vorgegebenen Pulsdauer eine möglichst
große Anzahl Neutronen nutzen zu können. Je näher sich aber der Chopper am Entstehungsort
der Neutronen befindet, desto weniger Platz steht zur Verfügung.
[0006] Weiterhin können bei den bisherigen Choppern die Pulsdauer und Repetitionsrate nicht
unabhängig voneinander variiert werden, da beide Größen an die Umlauffrequenz des
Steuerelements gekoppelt sind.
[0007] Die Schrift
US 5 365 561 A offenbart einen Chopper für einen Rötgenstrahl umfassend mindestens ein biegsames
Steuerelement, das in mindestens zwei Bereiche A und B unterteilt ist, wobei der Bereich
B eine geringere Transparenz für den Teilchenstrahl hat, als der Bereich A.
[0008] Die
WO 2011/115923 A1 offenbart einen Chopper in Form eines Zylinders, in dem die durchlässigen Schlitze
helical angeordnet sind.
Aufgabe und Lösung
[0009] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Chopper zur Verfügung zu stellen, der
in unmittelbarer Nähe des Strahlengangs des zu modulierenden Teilchenstrahls weniger
Platz beansprucht als Chopper nach dem bisherigen Stand der Technik. Es ist eine weitere
Aufgabe der Erfindung, die Pulsdauer und die Repetitionsrate voneinander zu entkoppeln,
damit beide Größen für die jeweilige Anwendung optimal gewählt werden können.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Chopper gemäß Hauptanspruch
sowie durch ein Verfahren gemäß Nebenanspruch. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den darauf rückbezogenen Unteransprüchen.
Gegenstand der Erfindung
[0011] Im Rahmen der Erfindung wurde ein Chopper für einen Teilchenstrahl entwickelt. Dieser
Chopper umfasst mindestens ein biegsames Steuerelement, das in mindestens zwei Bereiche
A und B unterteilt ist, wobei der Bereich B eine geringere, insbesondere keine, Transparenz
für den Teilchenstrahl hat als der Bereich A, sowie mindestens eine Antriebsquelle
zur derartigen Förderung des Steuerelements durch den Teilchenstrahl, dass dieser
zeitlich abwechselnd auf die Bereiche A und B trifft.
[0012] Erfindungsgemäß ist das Steuerelement bandförmig ausgebildet und liegt kraftschlüssig
am Außenumfang mindestens eines durch die Antriebsquelle in Rotation versetzbaren
Elements an.
[0013] Es wurde erkannt, dass durch die Ausbildung des Steuerelements als bandförmiges Element
der Chopper wesentlich platzsparender ausgestaltet werden kann als rad- oder ringförmige
Chopper nach dem bisherigen Stand der Technik. Insbesondere kann die im Vergleich
zum Steuerelement voluminöse Antriebsquelle räumlich vom Strahlengang getrennt angeordnet
werden, indem das Band selbst die Kraft der Antriebsquelle überträgt. Beispielsweise
kann das Band durch eine oder mehrere Rollen umgelenkt werden und die Antriebsquelle
weit entfernt vom Strahlengang an einem Ort platziert werden, an dem der Platz nicht
mehr knapp ist. Dabei kann das Band auch durch eine schmale Öffnung in einer Wand
in einen anderen Raum geführt sein, indem sich die Antriebsquelle befindet. Die Geschwindigkeit,
mit der das Steuerelement durch den Teilchenstrahl gefördert wird, kann dann gesteigert
werden, indem der Umfang des in Rotation versetzbaren Elements vergrößert wird.
[0014] Die Platzersparnis bringt es mit sich, dass der Anwender eine zusätzliche Freiheit
dahingehend erlangt, in welcher Richtung das Steuerelement durch den Teilchenstrahl
gefördert wird. Hat etwa der Teilchenstrahl keinen quadratischen, sondern einen rechteckigen
Querschnitt, so kann bei gleicher linearer Fördergeschwindigkeit die minimal erzielbare
Pulsdauer verkürzt werden, indem das Steuerelement entlang der kurzen Seite des rechteckigen
Querschnitts durch den Teilchenstrahl gefördert wird. Hierfür ist besonders vorteilhaft,
wenn das Steuerelement auch in sich biegsam (tordierbar) ist, weil es dann auch entlang
eines abgeknickten Verlaufs gefördert werden kann.
[0015] Indem die Antriebsquelle nicht mehr zwangsläufig nah an dem Ort angeordnet sein muss,
an dem der Teilchenstrahl auf den Chopper auftrifft, ist sie vorteilhaft vor potentiellen
Strahlenschäden geschützt, was die Dauerhaltbarkeit des Choppers verbessert. Wird
ein Neutronenstrahl als Teilchenstrahl mit dem Chopper moduliert, so werden viele
Materialien, die im Bereich B zum Abfangen des Neutronenstrahls dienen können, durch
die auftreffenden Neutronen aktiviert und senden ihrerseits eine starke Gammastrahlung
aus. Diese greift organische Moleküle an, indem chemische Bindungen aufgebrochen und
die Bildung freier Radikale angeregt wird. Die Isolierung der Wicklungen in Elektromotoren,
die vielfach als Antriebsquelle dienen, enthält organische Moleküle und wird somit
auf die Dauer durch die Gammastrahlung angegriffen, so dass der Motor schließlich
durch Kurzschluss versagt.
[0016] Es wurde weiterhin erkannt, dass das Steuerelement im Vergleich zu massiven Chopperrädern
nur eine sehr geringe Masse hat und dass durch das kraftschlüssige Anliegen an dem
durch die Antriebsquelle in Rotation versetzbaren Element eine Änderung oder gar Umkehr
der Rotationsgeschwindigkeit dieses Elements sofort auf das Steuerelement durchgreift,
ohne dass hierzu ein großes Trägheitsmoment überwunden werden muss. Daher kann die
Fördergeschwindigkeit, mit der das Steuerelement durch den Teilchenstrahl bewegt wird,
variiert werden. Insbesondere kann die Antriebsquelle in der Konfiguration des Steuerelements,
in der mindestens ein Teilbereich des Teilchenstrahls ausschließlich durch Bereiche
A des Steuerelements hindurchtritt, mit einer anderen Fördergeschwindigkeit betrieben
werden als in der Konfiguration des Steuerelements, in der der Teilchenstrahl vollständig
auf einen Bereich B trifft. Die erstere Fördergeschwindigkeit ist dann für die Pulsdauer
maßgeblich, innerhalb derer der Chopper durchlässiger für den Teilchenstrahl ist.
Die letztere Fördergeschwindigkeit ist für die Repetitionsrate, also die Dauer zwischen
den Pulsen, maßgeblich. Beide Geschwindigkeiten können unabhängig voneinander gewählt
werden entsprechend dem Bedarf, der sich aus der konkreten Anwendung ergibt. Nach
dem bisherigen Stand der Technik konnte zwar die Umlauffrequenz des Steuerelements
variiert werden, es war jedoch nicht möglich, die Umlaufgeschwindigkeit während eines
einzelnen Umlaufs zu ändern. Für jede der beiden Geschwindigkeiten kann der erfindungsgemäße
Chopper mindestens die Leistung der bisherigen Radchopper erreichen, wegen der geringeren
bewegten Masse tendenziell eher eine bessere Leistung.
[0017] Mit dem erfindungsgemäßen Chopper kann weiterhin flexibler auf eine Änderung des
Strahlquerschnitts, insbesondere der Strahlhöhe, reagiert werden als mit herkömmlichen
Radchoppern. Ändert sich beispielsweise die Strahlhöhe senkrecht zur Förderrichtung
des Steuerelements, so ist lediglich das Steuerelement zu verbreitern, um den Strahl
in der gleichen Weise wie zuvor zu modulieren. Bei einem Radchopper wären in der gleichen
Situation mit Rücksicht auf die vom radialen Abstand zur Drehachse abhängige Umfangsgeschwindigkeit
die Bereiche A und B dergestalt neu zu designen, dass der Strahl über seine gesamte
Querschnittsfläche für die gleiche Zeit geschlossen bzw. geöffnet wird.
[0018] Erfindungsgemäß ist das Steuerelement in Förderrichtung dehnbar. Dadurch kann es
ständig auf mechanischer Spannung gehalten werden, was den Kraftschluss zum in Rotation
versetzbaren Element verbessert. Insbesondere muss das Steuerelement nicht extern
an das in Rotation versetzbare Element angedrückt werden. Dadurch kann beispielsweise
an der nicht kraftschlüssig anliegenden Außenseite des Steuerelements in Teilbereichen
eine Beschichtung aufgebracht sein, die die Bereiche B mit geringerer Durchlässigkeit
für den Teilchenstrahl bildet. Sowohl eine Andrückmechanik als auch die Beschichtung
selbst verschleißen schnell, wenn die Beschichtung immer wieder zwischen der Andrückmechanik
und dem in Rotation versetzbaren Element gewalzt wird.
[0019] Weiterhin werden mit einem dehnbaren Steuerelement extreme mechanische Beanspruchungen
des Steuerelements bei einer Änderung oder gar Umkehr der Fördergeschwindigkeit der
Antriebsquelle vermieden. Das dehnbare Steuerelement besitzt außerdem Dämpfungseigenschaften,
so dass von der Antriebsquelle ausgehende Schwingungen sich größtenteils nicht mehr
bis zu dem Ort fortpflanzen können, an dem der Strahl moduliert wird. Radchopper dagegen
sind starre Systeme und anfällig für Schwingungen.
[0020] Alternativ oder auch in Kombination hierzu ist in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung im Kraftschluss zwischen der Antriebsquelle und dem Steuerelement ein
Dämpfungselement angeordnet, beispielsweise eine Torsionsfeder. Das Dämpfungselement
dissipiert die Energie der von der Antriebsquelle ausgehenden Schwingungen.
[0021] Das Drehmoment, mit dem die Antriebsquelle über das in Rotation versetzbare Element
das Steuerelement fördert, und die Massenbelegung des Steuerelements sollten so aufeinander
abgestimmt sein, dass der Lauf der Antriebsquelle nicht beeinträchtigt wird. Vorteilhaft
weist das Steuerelement eine mittlere Massenbelegung von weniger als 50 g pro Meter
Länge auf. Je leichter das Material ist, desto geringer sind die Kräfte, die für den
Antrieb und für jede Richtungsänderung einer schnellen Bewegung erforderlich sind.
Ist das Band beispielsweise geschlossen, gibt es entlang seiner Länge zwangsläufig
Umkehrpunkte, an denen auch eine Bewegung mit gleichförmiger Geschwindigkeit zu einer
beschleunigten Bewegung wird.
[0022] Dadurch werden sowohl das Steuerelement selbst als auch die Mechanik für seine Umlenkung
am Umkehrpunkt mit Kräften beansprucht.
[0023] Erfindungsgemäss wird ein Kohlefaserband oder ein Band aus einem Faserverbundmaterial
verwendet, insbesondere ist es mit einer Dicke zwischen 0,025 mm und 0,5 mm, bevorzugt
mit einer Dicke von 0,1 mm oder weniger, als Steuerelement geeignet. Diese Materialien
sind sowohl leicht als auch in Förderrichtung dehnbar. Sie sind für einen Neutronenstrahl
als Teilchenstrahl sehr gut durchlässig, bilden also den Bereich A. Bereiche B werden
auf dem Band gebildet, indem ein neutronenabsorbierendes Material entweder als Schicht
ein- oder beidseitig auf das Band aufgebracht oder in das Band integriert wird. Als
neutronenabsorbierende Materialien sind beispielsweise
10B oder Gd geeignet, die, beispielsweise eingebettet in ein Polymer, mit einer Schichtdicke
zwischen 0,1 und 0,5 mm auf das Band aufgebracht werden können. In einem Beispiel,
das nicht Gegenstand der beanspruchten Erfindung ist, kann das Steuerelement aber
auch ein metallisches Band mit Öffnungen sein, durch die Teilchen hindurchtreten können.
Die Öffnungen bilden dann die Bereiche A, während das metallische Band selbst den
undurchlässigen Bereich B bildet. Typischerweise besteht das Steuerelement im Wesentlichen
(zu 95 %) aus Bereichen B, die für Neutronen undurchlässig sind, und hat nur einige
wenige Neutronenfenster (Bereiche A), die für Neutronen durchlässig sind. Vorteilhaft
ist der Bereich A für den Teilchenstrahl zu mindestens 75 %, bevorzugt zu mindestens
90 %, ganz besonders bevorzugt zu mindestens 95 % und idealerweise vollständig durchlässig.
Vorteilhaft ist der Bereich B für den Teilchenstrahl zu höchstens 10 %, bevorzugt
zu höchstens 1 %, ganz besonders bevorzugt zu höchstens 0,1 % durchlässig und idealerweise
vollständig undurchlässig.
[0024] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Steuerelement
ein geschlossenes Band. Dann kann die Antriebsquelle gleichförmig betrieben und der
Teilchenstrahl dennoch periodisch moduliert werden. Insbesondere ist es nicht erforderlich,
immer wieder unter hohen Beschleunigungskräften die Bewegung zu stoppen und umzukehren.
Dabei kann das Steuerelement auf einem Weg (in einer Lage) durch den Strahlengang
geführt sein und auf dem Rückweg um den Strahlengang herum geführt sein. In einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch das Steuerelement mindestens
in zwei Lagen durch den Strahlengang des Teilchenstrahls geführt und weist jeweils
mindestens zwei Bereiche A und zwei Bereiche B auf. Diese Bereiche sind zueinander
dergestalt angeordnet, dass zumindest ein Teil des Teilchenstrahls in mindestens einer
von der Antriebsquelle anfahrbaren Konfiguration des Steuerelements in beiden Lagen
durch je einen Bereich A hindurchtritt. Dann ist es nicht erforderlich, das Steuerelement
auf dem Rückweg um den Strahlengang herum zu führen. Vielmehr können beide Wege in
einer Ebene verlaufen, so dass das Band nicht in sich verdreht werden muss. Vorteilhaft
tritt in dieser Konfiguration der gesamte Teilchenstrahl in beiden Lagen durch je
einen Bereich A hindurch.
[0025] Vorteilhaft ist der Abstand der beiden Lagen in der Strahlrichtung veränderbar. Dies
lässt sich beispielsweise erreichen, indem beide Lagen über separate Rollenpaare geführt
werden. Indem die Rollen des zweiten Paars, über das die zweite Lage geführt wird,
näher zusammen und gleichzeitig in Strahlrichtung von der ersten Lage weg geführt
werden, lässt sich bei gleich gebliebener Länge des Steuerelements der Abstand beider
Lagen vergrößern. Dies kann genutzt werden, um über die Flugzeit nur Teilchen mit
einer Geschwindigkeit innerhalb eines bestimmten Bereichs passieren zu lassen (Geschwindigkeitsfilter).
[0026] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung trifft der Teilchenstrahl
in mindestens einer von der Antriebsquelle anfahrbaren Konfiguration des Steuerelements
in dem Umfang, in dem er in der ersten Lage durch einen Bereich A hindurchtritt, in
der zweiten Lage auf einen Bereich B. Beide Lagen tragen dann dazu bei, dass sich
in der Summe nur für die kürzestmögliche Zeit ein durchlässiges Fenster für den Teilchenstrahl
bildet. Idealerweise wird in dieser Konfiguration eine Hälfte des Strahlquerschnitts
durch einen Bereich B in der ersten Lage blockiert. Die zweite Hälfte des Strahlquerschnitts,
die in der ersten Lage durch einen Bereich A hindurchtritt, wird in der zweiten Lage
durch einen Bereich B blockiert. Dann lässt sich die Pulsdauer halbieren. Dieser Effekt
lässt sich nicht nur mit zwei Lagen ein und desselben geschlossenen Bandes erzielen,
sondern auch mit zwei nicht zusammenhängenden Bändern, die lediglich in ihrer Bewegung
synchronisiert sind.
[0027] Nach dem zuvor Gesagten bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfahren zum Betreiben
eines erfindungsgemäßen Choppers. Dabei wird die Antriebsquelle in der Konfiguration
des Steuerelements, in der mindestens ein Teilbereich des Teilchenstrahls ausschließlich
durch Bereiche A des Steuerelements hindurchtritt, mit einer anderen Fördergeschwindigkeit
betrieben als in der Konfiguration des Steuerelements, in der der Teilchenstrahl vollständig
auf einen Bereich B trifft. Dies hat die Wirkung, dass die Pulsdauer und die Repetitionsrate
unabhängig voneinander eingestellt werden können.
Spezieller Beschreibungsteil
[0028] Nachfolgend wird der Gegenstand der Erfindung anhand von Figuren erläutert, ohne
dass der Gegenstand der Erfindung hierdurch beschränkt wird. Es ist gezeigt:
Figur 1: Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Choppers.
Figur 2: Erzeugung eines Neutronenpulses mit dem in Figur 1 gezeigten Chopper.
Figur 3: Modulation der Vorschubgeschwindigkeit des Steuerelements.
[0029] Figur 1a zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Choppers, bei dem
die Antriebsquelle und das durch sie in Rotation versetzbare Element der Übersichtlichkeit
halber nicht eingezeichnet sind, in perspektivischer Schemazeichnung. Das Steuerelement
1 ist ein geschlossenes, 0,1 mm dickes Band aus Kohlefaser, das in den Bereichen B1,
B2 mit
10B als neutronenabsorbierendem Material beschichtet ist. In den Bereichen A1, A2 ist
es unbeschichtet; diese Bereiche dienen als Neutronenfenster. Das Band verläuft in
einer Ebene und wird somit in zwei Lagen durch den Strahlengang 2 des Neutronenstrahls
geführt. Dabei bewegen sich die beiden Lagen in unterschiedlichen Richtungen, die
durch Pfeile angedeutet sind. Die Bereiche A1, A2 sind dergestalt zueinander angeordnet,
dass es eine Position des Bandes gibt, in der in der ersten Lage ein Bereich A1 und
gleichzeitig in der zweiten Lage ein Bereich A2 in der Linie des Strahlengangs stehen.
In dieser Position ist der Chopper für den Neutronenstrahl 2 durchlässig. Werden dagegen
alle Neutronen entweder durch einen Bereich B1 der ersten Lage oder durch einen Bereich
B2 der zweiten Lage des Bandes absorbiert, ist der Chopper für den Neutronenstrahl
insgesamt undurchlässig (geschlossen). Die Bezeichnung, in welcher Lage sich ein Bereich
befindet (A1 bzw. A2 oder B1 bzw. B2), bezieht sich auf den in Figur 1a dargestellten
Momentanzustand. Selbstverständlich wandern die Bereiche von einer Lage zur anderen,
wenn das Band umläuft.
[0030] Figur 1b zeigt dieses Ausführungsbeispiel in einer weiteren Schemazeichnung in Aufsicht.
Das Steuerelement 1 ist zwischen zwei Rollen 3 und 4 gespannt, an deren Außenumfang
es jeweils kraftschlüssig anliegt. Dabei kann die Rolle 3 durch die Antriebsquelle
in Rotation versetzt werden, was dazu führt, dass das Band umläuft. Die Antriebsquelle
ist ein Gleichstrommotor, der die Rolle 3 in beiden Drehrichtungen antreiben kann.
Das Band (Steuerelement) wird durch weitere nicht angetriebene Rollen 5 so geführt,
dass die beiden Lagen, in denen es durch den Neutronenstrahl 2 geführt wird, parallel
zueinander verlaufen und dicht beieinander liegen. Werden die Neutronen in evakuierten
Neutronenleitern geführt, ist somit für den Einbau des Choppers nur ein minimaler
Spalt zwischen zwei Neutronenleitern notwendig, den die Neutronen an Luft durchqueren
müssen. Zudem ist die Pulsbreite um so schärfer definiert, je näher die beiden Lagen
aneinander liegen.
[0031] In der in Figur 1b gezeigten Momentaufnahme befinden sich in der ersten Lage des
Bandes zwei für Neutronen undurchlässige Bereiche B1 und ein für Neutronen durchlässiger
Bereich A1. In der zweiten Lage des Bandes befinden sich ebenfalls zwei für Neutronen
undurchlässige Bereiche B2 und ein für Neutronen durchlässiger Bereich A2. Die Bereiche
A1 und A2 liegen in Richtung des Neutronenstrahls 2 hintereinander, so dass der Neutronenstrahl
jeweils durchgelassen wird und den Chopper insgesamt ungeschmälert passieren kann.
Somit zeigt Figur 1b den offenen Zustand des Choppers.
[0032] Figur 1c zeigt eine weitere Momentaufnahme. Im Vergleich zu Figur 1b hat sich die
Rolle 3 im Uhrzeigersinn gedreht. Dementsprechend ist der Bereich A1 nach rechts gewandert,
während gleichzeitig der Bereich A2 nach links gewandert ist. Gleichzeitig fällt der
Neutronenstrahl 2 noch immer mit der gleichen Strahlbreite w an der gleichen Stelle
auf das Band 1 ein. Er trifft dort nun bereits in der ersten Lage auf einen undurchlässigen
Bereich B1 und wird absorbiert, so dass er die zweite Lage gar nicht mehr erreicht
und erst recht den Chopper als Ganzes nicht passieren kann. Somit zeigt Figur 1c den
geschlossenen Zustand des Choppers.
[0033] Figur 2 zeigt schematisch die Erzeugung eines Neutronenpulses mit dem in Figur 1
skizzierten Chopper. Die erste Lage des Bandes hat Bereiche A1, die für den Neutronenstrahl
durchlässig sind, und Bereiche B1, die für den Neutronenstrahl undurchlässig sind.
Die zweite Lage des Bandes hat Bereiche A2, die für den Neutronenstrahl durchlässig
sind, und Bereiche B2, die für den Neutronenstrahl undurchlässig sind. Im überwiegenden
Anteil der Zeit trifft der Strahl zur Gänze auf einen undurchlässigen Bereich B1 in
der ersten Lage des Bandes und wird somit abgeschattet (Figur 2a). Die beiden Lagen
des Bandes bewegen sich gegenläufig zueinander in den Richtungen, die durch Pfeile
angedeutet sind.
[0034] An dem Punkt, an dem der Chopper insgesamt gerade noch undurchlässig ist, wird genau
eine Hälfte des Strahls durch den Bereich B1 in der ersten Lage abgeschattet. Die
andere Hälfte des Strahls dringt zunächst noch bis zur zweiten Lage vor. Dort wird
diese Hälfte durch den Bereich B2 abgeschattet, so dass insgesamt keine Neu-tronen
den Chopper passieren (Figur 2b).
[0035] Jede weitere Bewegung des Bandes in dergleichen Richtung hat nun zur Folge, dass
der Strahl nicht mehr vollständig abgeschattet wird, sondern zwischen den Bereichen
B1 und B2 ein Spalt entsteht. Der Teil des Neutronenstrahls, der in der ersten Lage
durch einen Bereich A1 durchgelassen wurde, wird in der zweiten Lage nicht vollständig
durch einen Bereich B2 abgeschattet, sondern trifft auch dort auf einen durchlässigen
Bereich A2 (Figur 2c). Der Teil des Neutronenstrahls, der in keiner der beiden Lagen
des Bandes abgeschattet wurde, wird vom Chopper insgesamt durchgelassen.
[0036] Nach einer Zeit w/(2*v), worin w die Strahlbreite und v die lineare Geschwindigkeit
des Bandes ist, tritt der Neutronenstrahl vollständig zunächst durch den durchlässigen
Bereich A1 in der ersten Lage und anschließend durch den durchlässigen Bereich A2
in der zweiten Lage hindurch. Er wird somit vom Chopper insgesamt ungeschmälert durchgelassen.
In diesem Moment erreicht der Neutronenpuls seine maximale Intensität (Figur 2d).
[0037] Die weitere Bewegung des Bandes führt nun dazu, dass in der ersten Lage des Bandes
erneut ein Bereich B1 in die rechte Hälfte des Neutronenstrahls hineintritt, während
gleichzeitig in der zweiten Lage des Bandes ein Bereich B2 in die linke Hälfte des
Neutronenstrahls hineintritt. Nach einer weiteren Zeit w/(2*v) tritt die linke Hälfte
des Neutronenstrahls in der ersten Lage des Bandes durch den Bereich A1 hindurch,
trifft jedoch in der zweiten Lage auf den Bereich B2. Die rechte Hälfte des Neutronenstrahls
trifft bereits in der ersten Lage auf den Bereich B1 und wird dort absorbiert. Insgesamt
lässt der Chopper keine Neutronen mehr durch. Der Neutronenpuls ist zu Ende (Figur
2e).
[0038] Der Intensitätsverlauf während des Pulses ist in Figur 2f über der Zeit aufgetragen.
Wenn als Pulsdauer die Zeit gewertet wird, in der überhaupt Neutronen den Chopper
passieren, so ist die Pulsdauer τ=w/v. Wird als Pulsdauer dagegen die Zeit gewertet,
während der der Puls mindestens die Hälfte seiner Maximalintensität hat (full width
half maximum), so ist die Pulsdauer τ
FWHM=w/(2*v).
[0039] Mit diesem Ausführungsbeispiel lässt sich eine Pulsdauer von etwa 3 ms bei einer
Repetitionsrate von 14 Hz realisieren. Die Zeitspanne T zwischen zwei Pulsen ergibt
sich zu T=I/v, worin I die Länge ist, um die das Band von einem Pulsbeginn gemäß Figur
2b bis zum nächsten derartigen Pulsbeginn weiterzubewegen ist. Diese Länge hängt von
der Verteilung der Bereiche A und B auf dem Band ab. T lässt sich im laufenden Betrieb
variieren, indem die Antriebsquelle im geschlossenen Zustand des Choppers mit einer
anderen Geschwindigkeit betrieben wird als während eines Pulses. Typischerweise sind
möglichst kurze Pulse gewünscht, so dass das Band während eines Pulses sehr viel schneller
läuft als zwischen den Pulsen. Bei Radchoppern oder auch Fermi-Choppern lassen sich
Pulsdauer und Repetitionszeit T nicht in diesem Maße unabhängig voneinander einstellen.
[0040] Figur 3 zeigt einen möglichen Verlauf der linearen Geschwindigkeit v des Bandes über
der Zeit t. Der Vorschub des Bandes wird zwischen zwei verschiedenen Arbeitsgeschwindigkeiten
v
1 und v
2 alterniert. Zwischen zwei Pulsen bewegt sich das Band mit der Geschwindigkeit v
1. Das Band wird so rechtzeitig vor Beginn eines Pulses mit der maximal möglichen Rate
beschleunigt, dass es für die Dauer τ des Pulses mit der deutlich höheren Geschwindigkeit
v
2 läuft. Dabei ist τ entweder über die Halbwertsbreite (FWHM) definiert oder über die
Zeitspanne, während der überhaupt eine von Null verschiedene Zahl Neutronen den Chopper
passiert. Nach Ablauf des Pulses wird das Band mit der maximal möglichen Verzögerung
abgebremst, bis es wieder mit der Geschwindigkeit v
1 läuft.
[0041] Das Kohlefaserband kann nicht nur mit
10B oder Gd als Neutronenabsorber beschichtet, sondern auch mit diesen Materialien in
Verbindung mit einem Bindemittel getränkt sein. Der Neutronenabsorber (Bereich B)
ist dann bei Verbiegungen des Bandes, wie etwa beim Passieren von Rollen, weniger
anfällig für Beschädigungen als eine Beschichtung, die auf die Dauer abblättern kann.
Sollte das Band reißen oder seine Beschichtung verlieren, so ist es vorteilhaft deutlich
einfacher auszutauschen als ein voluminöser und schwerer Radchopper, so dass weniger
von der kostbaren Messzeit für die Reparatur in Anspruch genommen wird.
1. Chopper für einen Neutronenstrahl, umfassend mindestens ein Steuerelement, das in
mindestens zwei Bereiche A und B unterteilt ist, wobei der Bereich B eine geringere
Transparenz für den Neutronenstrahl hat als der Bereich A, sowie mindestens eine Antriebsquelle
zur derartigen Förderung des Steuerelements durch den Neutronenstrahl, dass dieser
zeitlich abwechselnd auf die Bereiche A und B trifft, wobei das Steuerelement
• entweder aus Kohlefaser oder aus einem Faserverbundmaterial als Grundwerkstoff besteht,
das den Bereich A bildet, wobei zur Bildung von Bereichen B ein neutronenabsorbierendes
Material entweder als Schicht auf den Grundwerkstoff aufgebracht oder in diesen integriert
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steuerelement als biegsames bandförmiges Element ausgebildet ist und kraftschlüssig
am Außenumfang mindestens eines durch die Antriebsquelle in Rotation versetzbaren
Elements anliegt und dass es in Förderrichtung dehnbar ist.
2. Chopper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement ein Kohlefaserband oder ein Band aus einem Faserverbundmaterial
mit einer Dicke zwischen 0,025 mm und 0,5 mm, bevorzugt mit einer Dicke von 0,1 mm
oder weniger, ist.
3. Chopper nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das neutronenabsorbierende Material 10B oder Gd ist, das mit einer Schichtdicke zwischen 0,1 und 0,5 mm auf das Band aufgebracht
ist.
4. Chopper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Kraftschluss zwischen der Antriebsquelle und dem Steuerelement ein Dämpfungselement
angeordnet ist.
5. Chopper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement eine mittlere Massenbelegung von weniger als 50 g pro Meter Länge
aufweist.
6. Chopper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement ein geschlossenes Band ist.
7. Chopper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement mindestens in zwei Lagen durch den Strahlengang des Teilchenstrahls
geführt ist und jeweils mindestens zwei Bereiche A und zwei Bereiche B aufweist, wobei
diese Bereiche zueinander dergestalt angeordnet sind, dass zumindest ein Teil des
Teilchenstrahls in mindestens einer von der Antriebsquelle anfahrbaren Konfiguration
des Steuerelements in beiden Lagen durch je einen Bereich A hindurchtritt.
8. Chopper nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden Lagen in der Strahlrichtung veränderbar ist.
9. Chopper nach einem der Ansprüche 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilchenstrahl in mindestens einer von der Antriebsquelle anfahrbaren Konfiguration
des Steuerelements in dem Umfang, in dem er in der ersten Lage durch einen Bereich
A hindurchtritt, in der zweiten Lage auf einen Bereich B trifft.
10. Verfahren zum Betreiben eines Choppers nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsquelle im Zustand des Steuerelements, in dem mindestens ein Teilbereich
des Neutronenstrahls ausschließlich durch Bereiche A des Steuerelements hindurchtritt,
mit einer anderen Fördergeschwindigkeit betrieben wird als im Zustand des Steuerelements,
in dem der Neutronenstrahl vollständig auf einen Bereich B trifft.
1. A chopper for a neutron beam, comprising at least one control element which is divided
into at least two regions A and B, wherein the region B has a lower transparency for
the neutron beam than the region A, and at least one drive source for such conveying
of the control element by the neutron beam, that it impinges on the regions A and
B in a temporally alternating manner, wherein the control element
• consists either of a carbon fibre or of a fibre composite material as a base material
which forms the region A, wherein a neutron-absorbing material is either applied as
a layer onto the base material or is integrated therein for the formation of regions
B,
characterized in that
the control element is designed as a pliable band-shaped element and abuts, in a force-fit
manner, on the outer circumference of at least one element which can be set in rotation
by the drive source and that it can be expanded in the conveying direction.
2. A chopper according to claim 1, characterized in that the control element is a carbon fibre band or a band of a fibre composite material
with a thickness between 0.025 mm and 0.5 mm, preferably with a thickness of 0.1 mm
or less.
3. A chopper according to any one of claims 1 to 2, characterized in that the neutron-absorbing material is 10B or Gd which is applied with a layer thickness between 0.1 and 0.5 mm onto the band.
4. A chopper according to any one claims 1 to 3, characterized in that a damping element is arranged in the frictional connection between the drive source
and the control element.
5. A chopper according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the control element has an average mass occupancy of less than 50 g per meter length.
6. A chopper according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the control element is a closed band.
7. A chopper according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the control element is guided through the beam path of the particle beam at least
in two layers and has in each case at least two regions A and two regions B, wherein
these regions are arranged with respect to one another in such a way that at least
a part of the particle beam passes in each case through one region A in both layers,
in at least one configuration of the control element which can be launched by the
drive source.
8. A chopper according to claim 7, characterized in that the distance between the two layers in the beam direction is changeable.
9. A chopper according to any one of claims 7 to 8, characterized in that the particle beam impinges on a region B in the second layer in at least one configuration
of the control element, which can be launched by the drive source, in the circumference
in which it passes through a region A in the first layer.
10. A method for operating a chopper according to any one of claims 1 to 9, characterized in that, in the state of the control element, in which at least one partial region of the
neutron beam passes exclusively through regions A of the control element, the drive
source is operated at a different conveying speed than in the state of the control
element, in which the neutron beam impinges completely on a region B.
1. Hacheur d'un faisceau de neutrons, comprenant au moins un élément de commande subdivisé
en au moins deux parties A et B, la partie B ayant une transparence au faisceau de
neutrons plus petite que la partie A, ainsi qu'au moins une source d'entraînement,
pour l'entraînement de l'élément de commande dans le faisceau de neutrons de manière
à ce que celui-ci frappe en alternance dans le temps les parties A et B, l'élément
de commande
• étant comme matériau de base, qui forme la partie A, en fibre de carbone ou en un
matériau fibreux composite, dans lequel, pour la formation de parties B, un matériau
absorbant les neutrons est soit déposé comme couche sur le matériau de base, soit
y est intégré,
caractérisé en ce que
l'élément de commande est constitué sous la forme d'un élément souple en forme de
bande et s'applique à coopération de force au pourtour extérieur d'au moins un élément
pouvant être mis en rotation par la source d'entraînement, et
en ce qu'il est extensible dans la direction de transport.
2. Hacheur suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de commande est une bande en fibre de carbone ou une bande en un matériau
fibreux composite d'une épaisseur comprise entre 0,025 mm et 0,5 mm, de préférence
d'une épaisseur inférieure ou égale à 1,1 mm.
3. Hacheur suivant l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le matériau absorbant les neutrons est 10B ou Gd, qui est déposé sur la bande en une épaisseur de couche comprise entre 0,1
et 0,5 mmm.
4. Hacheur suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un élément d'amortissement est disposé dans la coopération de force entre la source
d'entraînement et l'élément de commande.
5. Hacheur suivant l'une des revendications précédentes caractérisé, en ce que l'élément de commande a une pondération moyenne de masse de moins de 50g par mètre
de longueur.
6. Hacheur suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de commande est une bande sans fin.
7. Hacheur suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de commande passe en au moins deux couches dans le trajet du faisceau de
particules et a respectivement au moins deux parties A et deux parties B, ces parties
étant disposées les unes par rapport aux autres de manière à ce qu'au moins une partie
du faisceau de particules, dans au moins une configuration, pouvant être mise en mouvement
par la source d'entraînement, de l'élément de commande, traverse une partie A dans
les deux couches.
8. Hacheur suivant la revendication 7 caractérisé en ce que la distance entre les deux couches dans la direction du faisceau peut être modifiée.
9. Hacheur suivant l'une des revendications 7 à 8, caractérisé en ce que le faisceau de particules dans au moins une configuration, pouvant être mise en mouvement
par la source d'entraînement, de l'élément de commande frappe, dans la mesure où il
traverse la première couche dans une partie A, dans la deuxième couche une partie
B.
10. Procédé pour faire fonctionner un hacheur suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que la source d'entraînement ,dans l'état de l'élément de commande, dans lequel au moins
une région partielle du faisceau de neutrons traverse exclusivement des parties A
de l'élément de commande, fonctionne à une vitesse de transport autre que dans l'état
de l'élément de commande, où le faisceau de neutrons frappe complètement une partie
B.