[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit
einem bahnförmigen Substrat und mindestens einer wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht,
ausgebildet auf mindestens einer der beiden Seiten des bahnförmigen Substrats, wobei
diese wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht erfindungsgemäß eine neuartige Farbakzeptor-Kombination
enthält.
[0002] Wärmeempfindliche und auf die externe Zufuhr von Wärme farbbildend reagierende Aufzeichnungsmaterialien
sind seit vielen Jahren bekannt und erfreuen sich einer im Grundsatz ungebrochenen
Beliebtheit, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass ihre Verwendung für
den Ticket und/oder Kaufbeleg ausgebenden Geschäftsmann mit großen Vorteilen verbunden
ist. Weil die farbbildenden Komponenten, das sind Farbstoffvorläufer und mit ihnen
bei Zuführung von Wärme reagierende Farbakzeptoren - auch (Farb-)Entwickler genannt,
bei einem derartigen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsverfahren in dem Aufzeichnungsmaterial
selbst stecken, können die Toner- und Farbkartuschen-freien Thermodrucker, die in
ihrer Funktion von niemandem mehr regelmäßig kontrolliert werden müssen, in großer
Zahl aufgestellt werden. So hat sich diese innovative Technologie insbesondere im
öffentlichen Personenverkehr und im Einzelhandel weitgehend flächendeckend durchgesetzt.
[0003] In der zurückliegenden näheren Vergangenheit sind jedoch vermehrt Bedenken gegen
die Umweltverträglichkeit bestimmter Farbakzeptoren aufgekommen, die zwar einerseits
keineswegs naturwissenschaftlich begründet sind, andererseits jedoch von der Industrie
und insbesondere vom Handel nicht außer Acht gelassen werden können. So sind insbesondere
- Bisphenol-A, das ist 2,2 bis (4-hydroxyphenyl)-Propan, und
- Bisphenol-S, das ist 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon, enthaltende wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien
in der Kritik, was in erster Linie zu einem verstärkten Einsatz von
- Pergafast® 201, das ist N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxyphenyl)-harnstoff,
der Firma BASF Corporation, und
- D8, das ist 4-[(4-(1-methylethoxy)phenyl)sulfonyl]phenol,
führte. In Berücksichtigung dieser in kürzester Zeit völlig veränderten Marktlage
erkannten die Erfinder die Notwendigkeit nach weiteren wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien,
bei denen einerseits der Farbakzeptor innerhalb der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
möglichst vollständig biologisch abbaubar und die Umwelt nicht belastend ist und die
andererseits wirtschaftlich zumindest noch vertretbar hergestellt werden können, denn
schließlich müssen auch die besten Produkte für den Auftraggeber und/oder für den
Endverbraucher bezahlbar bleiben.
[0004] Als nächstkommender Stand der Technik gilt aus Sicht der Erfinder die
EP 2 574 645 A1, welche wie der vorliegende Vorschlag auch ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial
mit einem Substrat und einer darauf ausgebildeten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
mit einem Farbstoffvorläufer und einem Farbakzeptor vorschlägt, wobei letzterer ein
Molekül aus einer n-wertigen Säure und aus n-fach um diese Säure gruppierte Oligomere
der Polymilchsäure enthält oder durch dieses Molekül gebildet ist. Der Offenbarung
dieser Schrift ist gleichsam zu entnehmen, dass ein wie oben beschriebener Farbakzeptor
gegebenenfalls zu kombinieren ist mit anderen Farbakzeptoren, die dann ausgesucht
sind, aus der Liste, umfassend:
- Bisphenol-A, das ist 2,2 bis (4-hydroxyphenyl)-Propan,
- Bisphenol-S, das ist 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon,
- Pergafast® 201, das ist N-(p-toluensulphonyl)-N'-3-(p-toluensulphonyl-Oxyphenyl)-harnstoff,
der Firma BASF Corporation,
- D8, das ist 4-[(4-(1-methylethoxy)phenyl)sulfonyl]phenol,
jedoch wird eine solche Kombinationsmöglichkeit mit Bezug auf Bisphenol-A und Bisphenol-S
in der Praxis weniger eine Rolle spielen, weil ja das Marktinteresse nach wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterialien gerade in eine Richtung zielt, bei denen die Farbakzeptoren
in einem besonderen Maße umweltfreundlich sind. Der ansonsten sehr aussagekräftigen
Schrift ist keinerlei Anregung hinsichtlich der Kombination von Farbakzeptoren auf
der Basis von Oligomeren der Polymilchsäure mit weiteren Farbakzeptoren jenseits der
oben aufgelisteten Komponenten zu entnehmen.
[0005] Aus der
US 2005 282,704 A1 ist der Hinweis auf die mögliche Verwendung von Copolymeren der Polymilchsäure als
Energieabsorber in wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien zu entnehmen. Die
deutsche Offenlegungsschrift DE 22 53 772 A1 schlägt schließlich einen Aufzeichnungsbogen mit einer Farbentwicklerschicht vor,
die neben einem sauren Polymer ein Metallsalz oder eine organische Carbonsäure, beispielsweise
eine aliphatische Carbonsäure, hier unter anderem genannt die 2-Hydroxy-2,4-dimethylpentansäure,
enthält.
[0006] Die
US 2004 / 258,857 A1 schlägt schließlich ein nicht reaktives Aufzeichnungsmaterial vor, dessen elastisches
Substrat Polymilchsäure enthält. Aus der
US 2005 / 112,302 A1 wiederum ist ein Tintenstrahlaufzeichnungselement bekannt, dessen eine Tinten-durchlässige
Beschichtung ein Polymilchsäure basierendes Material enthält.
[0007] Die Lösung der vorstehend genannten Aufgabe geschieht unter Berücksichtigung und
Würdigung des zuvor wiedergegebenen Standes der Technik mittels eines diesseits vorgeschlagenen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials, umfassend
∘ ein bahnförmiges Substrat, aufweisend eine Vorderseite und eine ihr gegenüberliegende
Rückseite
∘ mindestens eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht auf mindestens einer der
beiden Seiten des bahnförmigen Substrats,
dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht als Farbakzeptor
eine Kombination enthält, mindestens bestehend
- aus einer, zwei, drei oder mehr als drei Farbakzeptor(-Verbindungen) der Formel (1)

mit R ist eine Alkylgruppe,
- und aus mindestens einem Sekundär-Farbakzeptor, enthaltend Oligomere der Milchsäure
entsprechend Formel (3)

[0008] Bevorzugt ist das R in Formel (1) eine Alkylgruppe umfassend 1 bis 25 Kohlenstoffatome,
ganz besonders bevorzugt 10 bis 20 Kohlenstoffatome. Bekannt und im Sinne der vorliegenden
Erfindung auch ganz besonders bevorzugt ist eine solche Farbakzeptor-Verbindung unter
dem Namen Gallussäurestearylester oder auch Stearylgallat. Verbindungen der Formel
(1) sind Substanzen, die aufgebaut sind aus in der Natur vorkommenden Stoffen und
die insbesondere als Antioxidanzien in Lebensmitteln eingesetzt werden, wozu beispielsweise
Ethylgallat (E 313), Propylgallat (E 310), Octylgallat (E 311) und Dodecylgallat (E
312) zur Verwendung unter anderem in Backwaren, Margarine, Marzipan, Nougat, Trockensuppen
und Chips zählen.
[0009] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung geschiebt die Lösung
der zugrundeliegenden Aufgabe mittels eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials,
umfassend
∘ ein bahnförmiges Substrat, aufweisend eine Vorderseite und eine ihr gegenüberliegende
Rückseite
∘ mindestens eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht auf mindestens einer der
beiden Seiten des bahnförmigen Substrats,
dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht als Farbakzeptor
eine Kombination enthält, mindestens bestehend
- aus einer, zwei, drei oder mehr als drei Farbakzeptor(-Verbindungen) der Formel (1)

mit R ist eine Alkylgruppe,
- und aus mindestens einem Sekundär-Farbakzeptor, enthaltend ein Molekül oder gebildet
aus einem Molekül aus
einer n-wertigen Säure und aus n-fach um diese Säure gruppierte Oligomere der Milchsäure
entsprechend Formel (3).

[0010] Zum weiteren Verständnis der vorliegenden Erfindung sei zunächst ausgeführt, dass
Milchsäure darstellbar ist entsprechend Formel (2)

[0011] Polymilchsäure zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein vollständig biologisch abbaubarer
Kunststoff als spezifische Ausführungsform des Polyesters ist, was insbesondere gilt,
wenn es sich bei der Polymilchsäure um eine Verbindung aus rechtsdrehenden Milchsäuren
(L+Milchsäure) handelt, was im Sinne der vorliegenden Erfindung als ganz besonders
bevorzugt gilt. Da Polymilchsäure jeweils eine nicht nutzbare Hydroxylgruppe und auch
nur eine mit den Farbvorstoffvorläufern als reaktiv anzusehende Carboxylgruppe an
den beiden Enden der langen Polymermoleküle enthält, stellt es eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung dar, wenn Oligomere der Milchsäure als Sekundär-Farbakzeptor oder als
Teil des Sekundär-Farbakzeptors eingesetzt werden. Dabei sind die Oligomere der Milchsäure
darstellbar entsprechend Formel (3):

[0012] Nach intensiven dieser Erfindung zugrundeliegenden Untersuchungen erkannten die Erfinder
nun, dass es besonders vorteilhaft ist, die Anzahl der nutzbaren Carboxylgruppen zu
erhöhen, indem die Oligomere der Milchsäure n-fach um eine n-wertige Säure gruppiert
werden, was - wie vorstehend ausgeführt - als ganz besonders bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung anzusehen ist.
[0013] Als Beispiele für die innerhalb dieser ganz besonders bevorzugten Ausführungsform
bevorzugten zweiwertigen Säuren gelten Säuren, ausgesucht aus der Liste, umfassend:
Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, korksäure,
Azelainsäure, Sebacinsäure, Undecandisäure, Dodecandisäure, Tridecandisäure, Tetradecandisäure,
Hexadecandisäure.
[0014] Darstellbar ist ein solches Molekül dann entsprechend Formel (4):

[0015] Weitere Beispiele für eine zweiwertige Säure sind solche Säuren, ausgesucht aus der
Liste, umfassend:
Maleinsäure, Fumarsäure, Apfelsäure, Weinsäure, Glutaminsäure, Asparaginsäure, Phthalsäure,
Isophthalsäure, Terepthalsäure.
[0016] Ganz besonders bevorzugtes Beispiel für eine im Sinne der vorliegenden Erfindung
sehr gut zu nutzende zweiwertige Säure ist die Oxalsäure, was zu einem Molekül als
Sekundär-Farbakzeptor aus einem zentralen Oxalsäuremolekül und zwei Oligomeren der
Milchsäure führt. Ein solches Molekül gilt als ganz besonders bevorzugtes Beispiel
für einen erfindungsgemäßen Sekundär-Farbakzeptor, welcher in der Lage ist, zusammen
mit einer Farbakzeptor-Verbindung entsprechend der Formel (1), insbesondere und ganz
besonders bevorzugt zusammen mit einem Gallussäurestearylester und mit einem Farbstoffvorläufer
unter Ausbildung einer visuell erkennbaren Farbe zu reagieren. Neben einer Farbakzeptor-Verbindung
entsprechend der Formel (1) und einem Sekundär-Farbakzeptor aus einem zentralen Oxalsäuremolekül
und zwei Oligomeren der Milchsäure sind als weiterer Bestandteil der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsschicht im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch zusätzliche, dann beispielsweise
klassische Farbakzeptoren, wie sie auch in Absatz [0003] erwähnt werden, möglich.
[0017] Im Sinne der vorliegenden Erfindung gilt es ferner als ganz besonders bevorzugt,
die Oligomere der Milchsäure dreifach um eine dreiwertige Säure zu gruppieren, wozu
sich insbesondere die Zitronensäure anbietet, was zu einem Molekül als Sekundär-Farbakzeptor
aus einem zentralen Zitronensäuremolekül und drei Oligomeren der Milchsäure führt.
Ein solches Molekül gilt als ganz besonders bevorzugtes Beispiel für einen erfindungsgemäßen
Sekundär-Farbakzeptor, welcher in der Lage ist, zusammen mit einer Farbakzeptor-Verbindung
entsprechend der Formel (1), insbesondere und ganz besonders bevorzugt zusammen mit
einem Gallussäurestearylester und mit einem Farbstoffvorläufer unter Ausbildung einer
visuell erkennbaren Farbe zu reagieren. Neben einer Farbakzeptor-Verbindung entsprechend
der Formel (1) und einem Sekundär-Farbakzeptor aus einem zentralen Zitronensäuremolekül
und drei Oligomeren der Milchsäure sind als weiterer Bestandteil der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsschicht im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch zusätzliche, dann beispielsweise
klassische Farbakzeptoren, wie sie auch in Absatz [0003] erwähnt werden, möglich.
[0018] Darstellbar ist ein Molekül aus einem zentralen Zitronensäuremolekül und drei Oligomeren
der Milchsäure entsprechend Formel (5):

[0019] Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist auch eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
vorstellbar, die als Farbakzeptor eine Kombination enthält aus einer zwei, drei oder
mehr als drei Farbakzeptor(-Verbindungen) der Formel (1)

mit R ist eine Alkylgruppe,
- und aus einem ersten Sekundär-Farbakzeptor, enthaltend ein Molekül oder gebildet aus
einem Molekül aus
einer n-wertigen Säure und aus n-fach um diese Säure gruppierte Oligomere der Milchsäure
- und aus mindestens einem zweiten Sekundär-Farbakzeptor, enthaltend ein Molekül oder
gebildet aus einem Molekül aus
einer m-wertigen Säure und aus m-fach um diese Säure gruppierte Oligomere der Milchsäure
mit der Bedingung m ≠ n. In einem solchen bevorzugten Fall können rheologische Faktoren
der Beschichtungsmasse zur Ausbildung der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
und deren Empfindlichkeit gegenüber der farbauslösenden Wärme gezielt eingestellt
werden. Eine solche Ausführungsform der Erfindung mit mindestens zwei, stofflich verschiedenen
Sekundär-Farbakzeptoren gilt gleichsam als eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung. Auch hier ist es vorstellbar, dass neben einer Farbakzeptor-Verbindung
entsprechend der Formel (1) und den beiden Sekundär-Farbakzeptoren gemäß obiger Ausführungen
als weiterer Bestandteil der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht im Rahmen der
vorliegenden Erfindung noch zusätzliche, dann beispielsweise klassische Farbakzeptoren,
wie sie auch in Absatz [0003] erwähnt werden, eingesetzt werden.
[0020] Die hier vorgeschlagene Kombination aus einer, zwei, drei oder mehr als drei Farbakzeptor(-Verbindungen)
der Formel (1) und aus Sekundär-Farbakzeptoren auf der Basis von Oligomeren der Milchsäure
entsprechend Formel (3) in allen hier vorstehend erläuterten und insbesondere in allen
bevorzugt dargestellten Ausführungsformen ermöglicht ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial,
bei dem einerseits die Jesamtheit der Farbakzeptorkomponente innerhalb der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsschicht weitestgehend vollständig biologisch abbaubar und die Umwelt
nicht belastend ist und das andererseits wirtschaftlich auch vertretbar hergestellt
werden kann. Während die Farbakzeptor-Verbindungen entsprechend der Formel (1) eine
vollständig überzeugende dynamische Druckdichte des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials
gewährleistet, dabei jedoch den Nachteil einer erkennbaren und in vielen Fällen nicht
akzeptablen Vergilbung des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials mit sich bringt,
verhindern die Sekundär-Farbakzeptoren auf der Basis von Oligomeren der Milchsäure
entsprechend Formel (3) diese Vergilbung überraschend weitestgehend, so dass ein vorschlaggemäßes
wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial komplett sowohl hinsichtlich seiner Wärmeempfindlichkeit
wie auch hinsichtlich seiner Farbort-Stabilität zu überzeugen weiß. In zahlreichen
dieser Schrift zugrunde liegenden Untersuchungsreichen stellte es sich heraus, dass
ein auf Gew.-% (atro) bezogenes Verhältnis von
Farbakzeptor-Verbindungen entsprechend der Formel (1) zu Sekundär-Farbakzeptoren,
enthaltend Oligomere der Milchsäure entsprechend Formel (3) zunächst durchaus in einem
bevorzugten Bereich von 10 : 1 bis 1 : 1,25, besser in einem Bereich von 3,25 : 1
bis 1 : 1,25 einzustellen ist. Optimal zur Erzielung der besten Ergebnisse insbesondere
hinsichtlich der dynamischen Druckdichte und einer Farbort-Stabilität ohne übermäßige
Vergilbung des vorgeschlagenen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials auch und
insbesondere in feuchter Umgebung gilt ein ganz besonders bevorzugter Bereich von
3,25 : 1 bis 1 : 1 und noch besser in einem Bereich von 2,5: 1 bis 1,25 : 1.
[0021] Das hier vorgeschlagene wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial weist als mögliche
Farbstoffvorläufer in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bevorzugt mindestens
eine Substanz aus, die ausgesucht ist aus der Liste, umfassend: 3-diethylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-dibutylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-propyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-isoamyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-cyclohexyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-tolyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran und 3-(N-ethyl-N-tetrahydrofuryl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran.
Ganz besonders bevorzugt ist dabei 3-dibutylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran - auch
bekannt als ODB-2.
[0022] Zur Gewährleistung einer überzeugenden dynamischen Druckdichte weist die wärmeempfindliche
Aufzeichnungsschicht eine Menge an Farbstoffvorläufer auf Fluoranbasis, insbesondere
an 3-dibutylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran auf, die in einem Bereich von 0,25 g/m
2 bis 0,7 g/m
2 liegt. Gleichzeitig gilt es als ganz besonders bevorzugt, wenn unabhängig davon und
noch besser gleichzeitig dazu ein auf Gew.-% (atro) bezogenes Verhältnis von
Farbstoffvorläufer auf Fluoranbasis zu den Farbakzeptor-Verbindungen entsprechend
der Formel (1)
in einem Bereich von 1 : 1,5 bis 1 : 2,5
und noch besser in einem Bereich von 1 : 1,55 bis 1 : 2
eingestellt ist.
[0023] Allein schon aus Umweltgesichtsgründen aber auch technologisch durch die vorliegende
Erfindung ermöglicht, kann das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial
auf Sensibilisatoren vollständig verzichten, was im Sinne der vorliegenden Erfindung
als bevorzugt und folgerichtig angesehen wird. Sollen trotzdem Sensibilisatoren, welche
zur Erhöhung der thermischen Ansprechempfindlichkeit enthalten sein können, eingesetzt
werden, bieten sich in einem solchen Fall insbesondere Sensibilisatoren an wie beispielsweise:
2-(2H-benzotriazol-2-yl)-p-cresol, Benzyl-p-benzyloxy-benzoat, Methylolstearamid,
Stearinsäureamid, p-Benzylbiphenyl, 1,2-Di(phenoxy)-ethan, 1,2-Di(m-methylphenoxy)ethan,
m-Terphenyl, Dibenzyloxalat, Benzylnaphthylether, Dimethylterephtalat und Diphenylsulfon.
[0024] Geeignete Bindemittel) zur Einbindung in die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
sind beispielsweise wasserlösliche Bindemittel wie Stärke, Hydroxyethylzellulose,
Methylzellulose, Carboxymethylzellulose, Gelatine, Kasein, Polyvinylalkohole, modifizierte
Polyvinylalkohole, Ethylen-Vinylalkohol-Coplymere, Natriumpolyacrylate, Acrylamid-Acrylat-Copolymere,
Acrylamid-Acrylat-Methacrylat-Terpolymere sowie Alkalisalze von Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer
oder Ethylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, wobei die Bindemittel allein oder in Kombination
untereinander eingesetzt werden können; auch wasserunlösliche Latexbinder wie Styrol-Butadiene-Copolymere,
Acrylnitril-Butadien-Copolymere und Methyl-Acrylat-Butadien-Copolymere bieten sich
als Bindemittel zur Einbindung in die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht an. Im
Sinne der vorliegenden Erfindung gelten Polyvinylalkohol, Ethylen-Vinylalkohol-Copolymere
oder Polyvinylalkohol in Verbindung mit Ethylen-Vinylalkohol-Coplymeren als besonders
bevorzugte Bindemittel, die zusammen, bezogen auf das Gesamtgewicht der Aufzeichnungsschicht,
in einem Bereich von 10 bis 20 Gew.-% in die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
eingebunden sind.
[0025] Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften an einem Thermokopf und zur Vermeidung einer
übermäßigen Abnutzung des Thermokopfes kann die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
weiterhin Gleit- und Trennmittel enthalten wie Metallsalze höherer Fettsäuren, zum
Beispiel Zinkstearat, Kalziumstearat sowie Wachse, wie zum Beispiel Paraffin, oxidiertes
Paraffin, Polyethylen, Polyethylenoxid, Stearamide und Kastorwachs.
[0026] Weitere Bestandteile der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht sind gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform neben
- der Farbakzeptorkombination,
- mindestens einem Farbstoffvorläufer,
- einem Bindemittel
ein oder mehrere Pigmente, bevorzugt anorganische Pigmente und ganz besonders bevorzugt
ein oder mehrere Pigmente, ausgesucht aus der Liste, umfassend Kaolin und Aluminium(hydr)oxid,
wobei hier insbesondere Kaolin als besonders geeignet angesehen wird. Weniger geeignet,
jedoch nicht ausgeschlossen im Rahmen der vorliegenden Erfindung, sind
- in erster Linie Kalziumkarbonat, das die Wirkung des Sekundär-Farbakzeptors zur Farbort-Stabilisierung
schwächt, und
- auch Silizium(di)oxid, das mitunter Ablagerungen an den Thermo-Druckköpfen begründen
kann, ansonsten aber durchaus gute Restergebnisse generierte. Mit entsprechenden Maßnahmen
kann deshalb auch Silizium(di)oxid zum Kreis der besser geeigneten Pigmente aufrücken.
[0027] Hinsichtlich der Menge an Pigment in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
gilt ein auf das Gesamtgewicht der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bezogener
Bereich von 8 bis 18 Gew.-% (atro) als besonders geeignet, der nach unten eingeengt
wird durch die zunehmende Gefahr möglicher ThermoDruckkopf-Ablagerungen und nach oben
durch eine zunehmende Reduzierung der Empfindlichkeit gegenüber der Druckbild bewirkenden
Wärme der Thermo-Druckköpfe.
[0028] Als Beschichtungsvorrichtung zum Auftrag der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
bieten sich insbesondere Rollrakelstreichwerk, Messerstreichwerk, Vorhangbeschichter
oder Luftbürste an. Die flächenbezogene Masse der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
liegt dabei bevorzugt zwischen 2 und 6 g/m
2 und noch besser zwischen 2,2 und 4,8 g/m
2.
[0029] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform weist das erfindungsgemäße wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterial eine pigmenthaltige Zwischenschicht auf, welche zwischen Substrat
und wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht angeordnet ist.
[0030] Als Pigmente der Zwischenschicht bieten sich sowohl organische Hohlraum-Pigmente
wie auch anorganische Pigmente an, letztere bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe, umfassend
natürliches wie kalziniertes Kaolin, Siliziumoxid und hier besonders Bentonit, Kalziumkarbonat
sowie Aluminiumhydroxid und hier besonders Böhmit. Eine solche Zwischenschicht kann
zum einen einen positiven Beitrag zur Egalisierung der zu beschichtenden Oberfläche
leisten, womit sich die Menge an notwendigerweise aufzubringender Streichfarbe für
die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht reduziert. Aus diesem Grund bieten sich
zum Auftrag der pigmenthaltigen Zwischenschicht egalisierende Streichwerke an, wie
beispielsweise Walzenstreichwerke, Streichmesser- und (Roll-)Rakelstreichwerke. Zum
anderen können die Pigmente dieser Zwischenschicht die durch Hitzeeinwirkung verflüssigten
Wachsbestandteile der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bei der Schriftbildausbildung
aufnehmen und begünstigen so eine sichere und schnelle Funktionsweise der wärmeinduzierten
Aufzeichnung. Die flächenbezogene Masse der pigmenthaltigen Zwischenschicht liegt
bevorzugt zwischen 5 und 20 g/m
2 und noch besser zwischen 7 und 11 g/m
2.
[0031] Auch wenn nicht auf Papier als Substrat beschränkt, ist Papier und hier speziell
ein nicht oberflächenbehandeltes Streichrohpapier das Substrat, das sich am Markt
auch mit Blick auf die gute Umweltverträglichkeit wegen der guten Recyclingfähigkeit
durchgesetzt hat und das im Sinne der Erfindung bevorzugt ist. Unter einem nicht oberflächenbehandelten
Streichrohpapier ist ein nicht in einer Leimpresse oder in einer Beschichtungsvorrichtung
behandeltes Streichrohpapier zu verstehen. Für die Erfindung sind inrgleichen Maße
Folien beispielsweise aus Polypropylen, Polyolefin und mit Polyolefin beschichtete
Papiere als Substrat möglich, ohne dass eine solche Ausführung ausschließenden Charakter
aufweist.
[0032] Die in der Beschreibung und in den Ansprüchen gemachten Angaben zur flächenbezogenen
Masse, zu Gew.-% (Gewichts-%) und zu Gew.-Teilen (GewichtsTeilen) beziehen sich jeweils
auf das "atro"-Gewicht, d.h. absolut trockene Gewichtsteile. In den Ausführungen zu
den organischen Pigmenten der pigmenthaltigen Zwischenschicht sind die diesbezüglichen
Zahlenangaben berechnet aus dem "lutro"-Gewicht, d.h. lufttrockene Gewichtsteile,
abzüglich des Gewichtsanteils von Wasser um und im Inneren der Pigmente in ihrer Lieferform.
[0033] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden erfindungsgemäßen Beispiele und der Vergleichsbeispiele
weiter verdeutlicht:
[0034] Zur Ausbildung einer Papierbahn als bahnförmiges Substrat sowohl für erfindungsgemäße
wie für vergleichende wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien wird in einer Mischbütte
eine Papierpulpe aus Eukalyptuszellstoff und anderen Zellstofffasern mit Füllstoffen
und Wasser angesetzt. Weitere hinzu zugebende Bestandteile der Pulpe sind Harzleim
zur Masseleimung mit einer Menge von 0,6 Gew.-% (atro), bezogen auf Gesamtgewicht
der Pulpe, sowie weitere übliche Zuschlagstoffe, wie beispielsweise Pigmente und/oder
optische Aufheller. Nach Fertigstellung der Pulpe wird diese anschließend einer Langsieb-Papiermaschine
zugeführt, wo sie zu einer Papierbahn mit einer flächenbezogenen Masse von 69 g/m
2 verarbeitet wird.
[0035] Nach einer leichten Kalandrierung wird die Papierbahn einem in die Papiermaschine
integriertem Rollrakelstreichwerk zugeführt, wo auf sie frontseitig eine pigmentierte
Zwischenschicht mit einer flächenbezogenen Masse von 9 g/m
2 aufgetragen wird. Dabei weist die dazu benutzte Beschichtungszusammensetzung zur
Ausbildung der Zwischenschicht
∘ eine Pigmentmischung aus Hohlkörperpigment und kalziniertem Kaolin,
∘ Styrol-Butadien-Latex als Bindemittel,
∘ Stärke als Cobinder
und weitere Hilfsmittel auf.
[0036] Die Papierbahn wird noch innerhalb der Papiermaschine mittels Heizstrahler und im
Kontakt mit heißen Walzen getrocknet, hier in einem Mehrwalzenglättwerk geglättet
und anschließend als Halbfertigpapiertambour aufgerollt.
[0037] Der derart hergestellte Halbfertigpapiertambour wird einer Streichmaschine zugeführt,
wo die kontinuierlich wieder abgerollte Papierbahn einer Rollrakel-Streicheinrichtung
zugeführt wird, wo das Aufbringen von vorbereiteten Beschichtungszusammensetzungen
jeweils zur Ausbildung von wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschichten jeweils mit einer
flächenbezogenen Masse von 4,2 g/m
2 auf die zuvor aufgebrachte und bereits getrocknete pigmentierte Zwischenschicht geschieht.
Als Komponenten für die zur Ausbildung der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
benutzte Beschichtungszusammensetzung werden benutzt:

[0038] Die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht wird anschließend mittels Heißluft-Schwebetrockner
und im Kontakt mit heißen Walzen getrocknet und in einem Mehrwalzenglättwerk geglättet.
Schließlich erfolgt die Aufrollung der nunmehr fertiggestellten erfindungsgemäßen
und vergleichenden wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien.
[0039] Zur Begutachtung der derart fertiggestellten erfindungsgemäßen und vergleichenden
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien werden jeweils Proben als kleinere Papierstreifen
genommen und zur weiteren Prüfung bereitgelegt.
[0040] Zur messtechnischen Erfassung der dynamischen Druckdichte in ODU ( = Optical Density
Units, gemäß DIN 16536-1, Ausgabe Mai 1997) wird jeweils ein schwarz/weiß kariert-gestalteter
Thermoprobeausdruck mit einem Gerät der Type Atlantek 400 der Firma Printrex (USA)
erstellt, wobei ein Thermokopf mit Auflösung von 300 dpi und einer Energie pro Flächeneinheit
von 11,7 mJ/mm
2 zum Einsatz kommt. Die Druckdichte selbst der schwarz gefärbten Flächen werden mit
dem Densitometer Gretag MacBeth TYPE D19C NB/U gemessen (Fa Gretag MacBeth, 8105 Regensdorf,
Schweiz), wobei für jeden Messwert die dynamischen Druckdichten an drei Stellen gemessen
und aus den drei Einzelwerten das arithmetische Mittel gebildet wird. Die so gewonnen
Werte sind der vorletzten Reihe der Tabelle 1 zu entnehmen; sie zeigen eine noch gute
dynamische Druckdichte bei den erfindungsgemäßen Beispielen 1 bis 3 und einen unübersehbaren,
jedoch noch nicht restlos geklärten zusätzlichen Effekt der Pigmente: während bei
der Verwendung von Kalziumkarbonat die dynamische Druckdichte auf ein durchaus noch
akzeptables Maß einbricht, ist bei der Verwendung von Kaolin die dynamische Druckdichte
sehr gut. Bei Entfall des Gallussäurestearylesters als Vertreter der Farbakzeptor(-Verbindungen)
gemäß Formel (1) in Vergleichsbeispiel 2 sinkt die dynamische Druckdichte inakzeptabel
ein, bei Entfall des Sekundär-Farbakzeptors in Vergleichsbeispiel 1 steigt die dynamische
Druckdichte deutlich an.
[0041] Bei der Betrachtung der Farborte der bereits hinsichtlich der dynamischen Druckdichte
untersuchten Thermoprobeausdrucke kommt als Messgerät das Elrepho 3000 (Lichtart D-65/10)
zum Einsatz, die Thermoprobeausdrucke wurden zweimal bemessen, einmal vor und einmal
nach einer sieben-tägigen Lagerung bei 40°C und 95% Luftfeuchtigkeit. Von Interesse
ist dabei die Veränderungen des Farborts, der bei Betrachtung der Einzelwerte des
L*a*b*-Farbraums (It. Definition in der DIN EN ISO 11664-4) insofern gut zu erkennen
ist, weil der L*-Wert eher die Helligkeit eines Messortes, der a*-Wert seine rot/grün-Orientierung
und der b*-Wert seine blau/gelb-Orientierung wiederspiegelt. Die Differenzwerte hinsichtlich
der b*-Komponenten der L*a*b*-Werte sind der letzten Reihe der Tabelle 1 zu entnehmen.
Sie zeigen eine inakzeptable Vergilbung bei den Thermoprobeausdrucken des Vergleichsbeispiels
1, hier fehlt der Effekt des Sekundär-Farbakzeptors, das Vergleichsbeispiel 2 weist
praktisch keine Vergilbung auf, hier fehlt der Gallussäurestearylester als Vertreter
der Farbakzeptor(-Verbindungen) gemäß Formel (1). Bei den erfindungsgemäßen Beispielen
sieht man den negativen Einfluss von Kalziumkarbonat - die Proben vergilben noch recht
intensiv, Aluminiumhydroxid ist als Pigment schon sehr gut geeignet, Kaolin in diesem
Zusammenhang hervorragend.
[0042] Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Beispiele die Erwartungen vollends bestätigen
und die Vorteile eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials wie diesseits beansprucht
belegen.
1. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial umfassend
∘ ein bahnförmiges Substrat, aufweisend eine Vorderseite und eine ihr gegenüberliegende
Rückseite
∘ mindestens eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht auf mindestens einer der
beiden Seiten des bahnförmigen Substrats,
dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht als Farbakzeptor eine Kombination enthält,
mindestens
- aus einer, zwei, drei oder mehr als drei Farbakzeptor(-Verbindungen) der Formel
(1)

mit R ist eine Alkylgruppe,
- und aus mindestens einem Sekundär-Farbakzeptor, enthaltend Oligomere der Milchsäure
entsprechend Formel (3)

2. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das R in Formel (1) eine Alkylgruppe ist, umfassend 1 bis 25 Kohlenstoffatome.
3. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht als Farbakzeptor eine Kombination enthält,
mindestens
- aus einer, zwei, drei oder mehr als drei Farbakzeptor(-Verbindungen) der Formel
(1)

mit R ist eine Alkylgruppe,
- und aus mindestens einem Sekundär-Farbakzeptor, enthaltend ein Molekül oder gebildet
aus einem Molekül aus
einer n-wertigen Säure und aus n-fach um diese Säure gruppierte Oligomere der Milchsaure
entsprechend Formel (3).

4. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht als Farbakzeptor eine Kombination enthält,
mindestens
- aus Gallussäurestearylester
- und aus einem Molekül als Sekundär-Farbakzeptor aus einem zentralen Oxalsäuremolekül
und zwei Oligomeren der Milchsäure.
5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht als Farbakzeptor eine Kombination enthält,
mindestens
- aus Gallussäurestearylester
- und aus einem Molekül als Sekundär-Farbakzeptor aus einem zentralen Zitronensäuremolekül
und drei Oligomeren der Milchsäure.
6. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das auf Gew.-% (atro) bezogenes Verhältnis von
Farbakzeptor-Verbindungen entsprechend der Formel (1) zu Sekundär-Farbakzeptoren,
enthaltend Oligomere der Milchsäure entsprechend Formel (3) in einem Bereich von 3,25
: 1 bis 1 : 1
liegt.
7. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht als Farbstoffvorläufer mindestens eine
Substanz aufweist, die ausgesucht ist aus der Liste, umfassend: 3-diethylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-dibutylamino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-propyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran;
3-(N-ethy)-N-isoamyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-cyclohexyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-tolyl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran und 3-(N-ethyl-N-tetrahydrofuryl)amino-6-methyl-7-Anilinofluoran.
8. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das auf Gew.-% (atro) bezogenes Verhältnis von
Farbstoffvorläufer auf Fluoranbasis zu den Farbakzeptor-Verbindungen entsprechend
der Formel (1)
in einem Bereich von 1 : 1,5 bis 1 : 2,5
liegt.
9. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht als Bindemittel eine Substanz enthält,
ausgesucht aus die Liste, umfassend: Polyvinylalkohol, Ethylen-Vinylalkohol-Coplymer
oder eine Kombination aus Polyvinylalkohol und Ethylen-Vinylalkohol-Coplymer.
10. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Patentansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht neben
- der Farbakzeptorkombination,
- mindestens einem Farbstoffvorläufer,
- einem Bindemittel
zusätzlich ein Pigment enthält.
11. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Pigment in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht ein Pigment ist, ausgesucht
aus der Liste, umfassend Kaolin und Aluminium(hydr)oxid.
12. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die auf das Gesamtgewicht der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht bezogene Menge
an Pigment in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht in einem Bereich von 8 bis
18 Gew.-% (atro)
13. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Patentansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial ferner eine pigmenthaltige Zwischenschicht
aufweist, welche zwischen Substrat und wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht angeordnet
ist.
1. A heat-sensitive recording material comprising
∘ a web-shaped substrate having a front side and an opposite reverse side,
∘ at least one heat-sensitive recording layer on either or both of the sides of the
web-shaped substrate,
characterized in that the heat-sensitive recording layer contains a color acceptor comprising a combination
at least
- of one, two, three or more than three color acceptor (compounds) of formula (1)

where R is alkyl,
- and of at least one secondary color acceptor comprising lactic acid oligomers conforming
to formula (3)


2. The heat-sensitive recording material as claimed in claim 1, characterized in that alkyl R in formula (1) comprises 1 to 25 carbon atoms.
3. The heat-sensitive recording material as claimed in either of claims 1 and 2,
characterized in that the heat-sensitive recording layer contains a color acceptor comprising a combination
at least
- of one, two, three or more than three color acceptor (compounds) of formula (1)

where R is alkyl,
- and of at least one secondary color acceptor comprising a molecule or formed from
a molecule from
an n-basic acid and from lactic acid oligomers grouped n-fold around said acid and
conforming to formula (3)


4. The heat-sensitive recording material as claimed in any of claims 1 to 3,
characterized in that the heat-sensitive recording layer contains a color acceptor comprising a combination
at least
- of stearyl gallate
- and of a molecule as secondary color acceptor from a central oxalic acid molecule
and two oligomers of lactic acid.
5. The heat-sensitive recording material as claimed in any of claims 1 to 3,
characterized in that the heat-sensitive recording layer contains a color acceptor comprising a combination
at least
- of stearyl gallate
- and of a molecule as secondary color acceptor from a central citric acid molecule
and three oligomers of lactic acid.
6. The heat-sensitive recording material as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that the wt% (bonedry) ratio of color acceptor compounds conforming to formula (1) to
secondary color acceptors comprising lactic acid oligomers conforming to formula (3)
is in a range extending from 3.25:1 to 1:1.
7. The heat-sensitive recording material as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that the heat-sensitive recording layer includes a dye precursor comprising at least one
substance selected from the list comprising: 3-diethylamino-6-methyl-7-anilinofluoran,
3-dibutylamino-6-methyl-7-anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-propyl)amino-6-methyl-7-anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-isoamyl)amino-6-methyl-7-anilinofluoran, 3-(N-methyl-N-cyclohexyl)amino-6-methyl-7-anilinofluoran,
3-(N-ethyl-N-tolyl)amino-6-methyl-7-anilinofluoran and 3-(N-ethyl-N-tetrahydrofuryl)amino-6-methyl-7-anilinofluoran.
8. The heat-sensitive recording material as claimed in claim 7, characterized in that the wt% (bonedry) ratio of
fluoran-based dye precursor to the color acceptor compounds conforming to formula
(1) is
in a range extending from 1:1.5 to 1:2.5.
9. The heat-sensitive recording material as claimed in any of claims 1 to 8, characterized in that the heat-sensitive recording layer contains a binder comprising a substance selected
from the list comprising: polyvinyl alcohol, ethylene-vinyl alcohol copolymer or a
combination of polyvinyl alcohol and ethylene-vinyl alcohol copolymer.
10. The heat-sensitive recording material as claimed in any of claims 1 to 9,
characterized in that the heat-sensitive recording layer in addition to
- the color acceptor combination,
- at least one dye precursor,
- a binder
further comprises a pigment.
11. The heat-sensitive recording material as claimed in claim 10, characterized in that the pigment in the heat-sensitive recording layer is a pigment selected from the
list comprising kaolin and aluminum (hydr)oxide.
12. The heat-sensitive recording material as claimed in either of claims 10 and 11, characterized in that the amount of pigment in the heat-sensitive recording layer is in a range extending
from 8 to 18 wt% (bonedry), based on the overall weight of the heat-sensitive recording
layer.
13. The heat-sensitive recording material as claimed in any of claims 1 to 12, characterized in that the heat-sensitive recording material further includes a pigment-containing interlayer
disposed between the substrate and the heat-sensitive recording layer.
1. Matériau d'enregistrement thermosensible, comprenant :
- un substrat en feuille continue, comprenant un recto et un verso qui lui est opposé,
- au moins une couche d'enregistrement thermosensible sur au moins l'une des deux
faces du substrat en feuille continue,
caractérisé en ce que la couche d'enregistrement thermosensible contient en tant qu'accepteur de couleur
une combinaison constituée d'au moins
- un, deux, trois ou plus que trois (composés) accepteurs de couleur de formule (1)

dans laquelle R est un groupe alkyle,
- et d'au moins un accepteur de couleur secondaire, contenant des oligomères de l'acide
lactique, correspondant à la formule (3)

2. Matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 1, caractérisé en ce que R, dans la formule (1), est un groupe alkyle comprenant 1 à 25 atomes de carbone.
3. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que la couche d'enregistrement thermosensible contient en tant qu'accepteur de couleur
une combinaison constituée d'au moins
- un, deux, trois ou plus que trois (composés) accepteurs de couleur de formule (1)

dans laquelle R est un groupe alkyle,
- et d'au moins un accepteur de couleur secondaire, contenant une molécule ou formé
d'une molécule constituée d'un acide n-valent et d'oligomères, regroupés n-fois autour
de cet acide, de l'acide lactique, correspondant à la formule (3).

4. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la couche d'enregistrement thermosensible contient en tant qu'accepteur de couleur
une combinaison constituée d'au moins
- l'ester stéarylique de l'acide gallique,
- et une molécule, en tant qu'accepteur de couleur secondaire, constituée d'une molécule
d'acide oxalique centrale et de deux oligomères de l'acide lactique.
5. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la couche d'enregistrement thermosensible contient en tant qu'accepteur de couleur
une combinaison constituée d'au moins
- l'ester stéarylique de l'acide gallique,
- et une molécule en tant qu'accepteur de couleur secondaire, constituée d'une molécule
d'acide citrique centrale et de trois oligomères de l'acide lactique.
6. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le rapport, en % en poids (sec absolu), des composés accepteurs de couleur correspondant
à la formule (1) aux accepteurs de couleur secondaires contenant des oligomères de
l'acide lactique correspondant à la formule (3), est compris dans la plage de 3,25:1
à 1:1.
7. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la couche d'enregistrement thermosensible comprend, en tant que précurseur de colorant,
au moins une substance qui est choisie dans la liste comprenant le 3-diéthylamino-6-méthyl-7-anilinofluoranne,
le 3-dibutylamino-6-méthyl-7-anilinofluoranne, le 3-(N-méthyl-N-propyl)amino-6-méthyl-7-anilinofluoranne,
le 3-(N-éthyl-N-isoamyl)amino-6-méthyl-7-anilinofluoranne, le 3-(N-méthyl-N-cyclohexyl)amino-6-méthyl-7-anilinofluoranne,
le 3-(N-éthyl-N-tolyl)amino-6-méthyl-7-anilinofluoranne et le 3-(N-éthyl-N-tétrahydrofuryl)amino-6-méthyl-7-anilinofluoranne.
8. Matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 7, caractérisé en ce que le rapport, en % en poids (sec absolu) du précurseur de colorant à base de fluoranne
aux composés accepteurs de couleur correspondant à la formule (1), est compris dans
la plage de 1:1,5 à 1:2,5.
9. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la couche d'enregistrement thermosensible contient en tant que liant une substance
choisie dans la liste comprenant le poly(alcool vinylique), un copolymère éthylène-alcool
vinylique ou une combinaison de poly(alcool vinylique) et d'un copolymère éthylène-alcool
vinylique.
10. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que la couche d'enregistrement thermosensible contient, outre
- la combinaison d'accepteurs de couleur,
- au moins un précurseur de colorant,
- un liant,
en plus un pigment.
11. Matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 10, caractérisé en ce que le pigment, dans la couche d'enregistrement thermosensible, est un pigment choisi
dans la liste comprenant le kaolin et l'(hydr)oxyde d'aluminium.
12. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 10 et 11,
caractérisé en ce que la quantité du pigment dans la couche d'enregistrement thermosensible, rapportée
au poids total de la couche d'enregistrement thermosensible, est comprise dans la
plage de 8 à 18 % en poids (sec absolu).
13. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le matériau d'enregistrement thermosensible comprend en outre une couche intermédiaire
contenant un pigment, qui est disposée entre le substrat et la couche d'enregistrement
thermosensible.