[0001] Die Erfindung betrifft eine Unterdeckplatte für den Einsatz als Unterbau bei Dachkonstruktionen.
Derartige Platten werden im Allgemeinen auf die Sparrenkonstruktion gelegt und dort
befestigt bevor die eigentliche Eindeckung aufgelegt wird. Neben der eigentlichen
Aufgabe, eine begehbare und zumindest während der Bauphase wasserdichte Dachhaut darzustellen,
werden derartigen Platten auch geräusch- und wärmedämmende Eigenschaften zugeordnet.
[0002] Gattungsgemäße Dämmplatten sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt.
[0003] DE 4322745 beschreibt eine Dachdämmplatte mit einer auf den Sparren eines Daches anbringbaren
dampfdurchlässigen Dämmstoffplatte, die mit einer wasserdichten, dampfdurchlässigen
Folie zur Gewährleistung der Wasserdichtheit bspw bei Schlagregen versehen ist und
aus verpressten Polyesterfasern besteht. Durch die wasserdichte, dampfdurchlässige
Folie birgt diese Lösung allerdings Gefahren wie zum Beispiel der Delamination der
Lagen oder auch von Lochbildung in der Folie während der Verlegephase. Bei Verarbeitung
derartiger Platten muss besonders behutsam vorgegangen werden, um Beschädigungen an
den Dachdämmplatten zu vermeiden.
[0004] In
DE 29723930 wird ein Dämmelement mit einer begehbaren Deckplatte offenbart, unter der eine durchgehende
Isolierplatte befestigt ist, in die Längs- und Quer-Belüftungskanäle eingeformt sind.
[0005] Dabei besteht die Isolierplatte beispielsweise aus PU-Schaum, Stein- und Mineralwolle
oder Holzfasermaterial, während für die Deckplatte Holzwerkstoffplatten, Gips- und
Gipsfaserplatten eingesetzt werden.
[0006] Nachteilig ist jedoch, dass hier stets zwei plattenförmige Flächengebilde zusammengefügt
werden müssen. Darüber hinaus bedeutet das Einbringen von Belüftungskanälen in die
Isolierplatte zusätzlichen Arbeitsaufwand bei der Produktion, wodurch solch geartete
Dämmelemente entsprechend hochpreisig sind.
[0007] Des Weiteren gibt es Unterdeckplatten aus verpressten, chemisch verfestigten Holzfaserstoffen
deren Nachteil neben dem hohen Gewicht einer Platte auch die geringe Resistenz gegen
Dauerfeuchte ist. Bei länger einwirkender Feuchte neigen derartige Platten zum Aufquellen
bis hin zur Schimmelbildung an den Feuchtstellen.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die genannten Nachteile des Standes
der Technik mit den im Anspruch 1 und in den Unteransprüchen genannten Merkmalen zu
vermeiden.
[0009] Die erfindungsgemäße Unterdeckplatte ist in der Lage, neben der Grundforderung nach
Begehbarkeit und dauerhafter Wasserdichtheit auch die Geräuschdämmung und die Wärmedämmung
trotz geringer Dicke der Platte im Dachraum signifikant zu erhöhen.
[0010] Erreicht wird dies, indem diese Unterdeckplatte aus einem kardierten, kreuzgelegten
Vliesstoff aus synthetischen Stapelfasern besteht, der mechanisch verfestigt und verdichtet,
sowie thermisch verfestigt ist.
[0011] Zur Gewährleistung der Schlagregensicherheit ist zumindest eine Seite der Unterdeckplatte
mit hydrophoben Eigenschaften versehen. Des Weiteren können sowohl die Oberseite als
auch die Unterseite oder, in bevorzugten Ausführungen, die komplette Unterdeckplatte,
d.h. auch über die Dicke, hydrophobe Eigenschaften besitzen.
[0012] Zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes, der durch die Heizung von Gebäuden entsteht,
werden Wärmedämmmaßnahmen beim Bau neuer Gebäude und bei Altbausanierungen durchgeführt.
Bei Altbausanierungen sind durch die Sparrenhöhe oft Grenzen für die Höhe der Dämmschicht
zwischen den Sparren gesetzt. Auch bei Neubauten sind häufig der Sparrenhöhe durch
den finanziellen Rahmen des Bauherrn Grenzen gesetzt. Für den Bauherrn sind sowohl
das äußere Erscheinungsbild, als auch die Kostenfrage ein wesentlicher Gesichtspunkt,
der zu beachten ist. Die Gesetzgebung hat hier enge Grenzen gesetzt, die eingehalten
werden müssen um eine dauerhafte Dämmung unter ökonomischem Gesichtspunkten zu erzielen.
[0013] Ausgehend von dieser Basis liegt der Erfindung die Idee zugrunde, wesentliche Eigenschaften
eines Dachunterbaus wie:
- Wasserdichtheit
- Begehbarkeit
- Wärmedämmung
- Geräuschisolierung
- Gewichtseinsparung
- Resistenz gegen Mikroben
[0014] in einem Bauteil zu vereinigen.
[0015] Eine erfindungsgemäß ausgeführte Unterdeckplatte ermöglicht es, einen Teil der Wärmedämmung
in den Außenbereich des Dachaufbaus zu verlegen, sodass gerade bei der Altbausanierung
im Innenbereich nicht mit großen Dicken gearbeitet werden muss.
[0016] Die erfindungsgemäße Unterdeckplatte umfasst ein mechanisch gebildetes Vlies aus
einer Mischung von thermoplastischen und/oder duroplastischen Stapelfasern mit Schmelzfasern,
welches zunächst mechanisch verfestigt und verdichtet wird. Eine daran anschließende
thermische Behandlung aktiviert die Schmelzfasern, sodass sich nach Abkühlung des
Materials die erfindungsgemäße eigensteife Unterdeckplatte ergibt. Die verwendeten
Rohstoffe sollen des Weiteren eine dauerhafte Schimmelresistenz gewähren ohne dass
dies auf einer chemischen Behandlung beruht.
[0017] Die dabei zugrunde liegenden Herstellverfahren können dem Buch "
Vliesstoffe", Fuchs / Albrecht (Hrsg), erschienen im Viley VCH, 2012 entnommen werden. Erfindungsgemäß ist eine oder beide Seiten der Unterdeckplatte hydrophob.
Dies wird erfindungsgemäß durch die Verwendung mindestens einer hydrophobe Fasertype
erreicht. In der Fasermischung kommen dann noch Schmelzfasern zum Einsatz. Zudem werden
weitere Fasern mit großen Faserdurchmessern verwendet.
[0018] Der Begriff Schmelzfaser wird in der vorliegenden Schrift synonym für Fasern verwendet,
die zur thermischen Verfestigung von Vliesstoffen verwendbar sind. Üblicherweise enthalten
derartige Fasern thermoplastische Bereiche, die einen geringeren Schmelzpunkt als
die restlichen, den Vliesstoff bildenden Fasern haben. Diese Fasern können vollständig
aus einem niedrigschmelzenden Polymer bestehen, es können aber auch sogenannte bikomponente
Fasern des Seite / Seite oder des Kern / Mantel Types sein. Als Polymere sind alle
gängigen Varianten aus Polyestern, Polyamiden oder Polyolefinen geeignet. Auch schmelzbare
Anteile mit höheren kristallinen Anteilen können zum Einsatz kommen. Der Anteil an
Schmelzfasern liegt erfindungsgemäß bei mindestens 40 Gewichtprozent. Die Fasern weisen
eine handelsübliche Kräuselung auf. Der Faserdurchmesser der zum Einsatz kommenden
Schmelzfasern liegt zwischen 10 und 60µm.
[0019] Zur Gewährleistung der Wasserdichtheit weist ein Teil der zum Einsatz kommenden Fasern
hydrophobe Eigenschaften auf. Die hydrophoben Fasern haben dabei einen, im Vergleich
zu den anderen Fasern in der Fasermischung geringeren Faserdurchmesser. Die zum Einsatz
kommenden Faserdurchmesser liegen dabei bei maximal 20µm, bevorzugt kleiner 18µm.
Im Folgenden werden diese Fasern als Feinfasern bezeichnet. Derartige Fasern können
aus thermoplastischen Polymeren bestehen, es sind aber auch duroplastische Polymere
vorstellbar. Die Feinfasern weisen eine Kräuselung auf, die entweder zweidimensionaler
aber auch dreidimensionaler Natur sein kann. Durch die Kräuselung haben die Fasern
eine mehr oder weniger stark ausgebildete Rückstellkraft gegenüber mechanischen Belastungen.
Je stärker die Kräuselung, ausgedrückt über Anzahl Kräuselbögen / cm ausgeführt ist,
umso größer ist die Rückstellkraft. Erfindungsgemäß geeignet sind Feinfasern, die
eine Anzahl von mindestens 4 Kräuselbögen pro cm haben, bevorzugt werden Fasern die
größer 6 Bögen/cm aufweisen.
[0020] Diese Rückstellkraft kann weiterhin durch das die Fasern bildende Polymer beeinflusst
werden. Geeignet sind Polyolefine, Polyamide, Polyacryle und Polyester. Bevorzugt
werden aufgrund der guten Rückstelleigenschaften Fasern aus linearen Makromolekülen,
deren Kette zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus dem Ester eines Diols mit Terephthalsäure
besteht. Sie werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Polyester-Feinfasern
bezeichnet.
[0021] Die hydrophoben Eigenschaften dieser Feinfasern basieren dabei entweder auf den Fasereigenschaften
selbst, beispielsweise bei Verwendung von Polyolefinen wie Polypropylen oder aber
durch sogenannte Avivierungen die den Feinfasern bereits vor der Verarbeitung einen
hydrophoben Charakter verleihen oder durch Avivage-Systeme, welche erst während der
thermischen Behandlung ihre hydrophoben Eigenschaften durch Vernetzungsreaktionen
ausbilden.
[0022] Die Polymere, aus welchen die Feinfasern gebildet werden, müssen so gewählt werden,
dass diese einen Schmelzpunkt haben, der höher liegt als die Schmelztemperatur der
Schmelzfasern bzw höher als die für die vorstehend erwähnte Vernetzungsreaktion notwendige
Temperatur.
[0023] Der Anteil von hydrophoben Feinfasern liegt erfindungsgemäß bei mindestens 30 Gewichtprozent.
[0024] Es werden auch Fasern mit größerem Faserdurchmesser eingesetzt. Diese Fasern weisen
dann einen Durchmesser von mindestens 30µm auf. Bevorzugt werden Faserdurchmesser
von größer 40µm. Derartige Fasern verleihen der erfindungsgemäßen Unterdeckplatte
eine erhöhte Stabilität speziell bei Druckbelastungen bspw beim Begehen der Platte.
Derartige Fasern werden als Grobfasern bezeichnet. Der Anteil dieser Grobfasern liegt,
sollten sie verwendet werden, bei maximal 30 Gewichtprozent. Die Grobfasern weisen
handelsübliche Kräuselungen auf. Als Polymere zur Herstellung der Grobfasern sind
Polyolefine, Polyamide, Polyacryle und Polyester geeignet.
[0025] Besonders bevorzugt werden Polyester-Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette
zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus dem Ester eines Diols mit Terephthalsäure besteht.
Sie werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Polyester-Grobfasern bezeichnet.
[0026] Sind die zum Einsatz kommenden Fasertypen alle auf Basis des gleichen Polymers, so
ist, zumindest bei thermoplastischen Polymeren, die Wiederverwertung bei Renovierung
/ Neuaufbau eines Daches gewährleistet. Erfindungsgemäße und mit bevorzugten Rohstoffen
hergestellte Unterdeckplatten können problemlos dem Recycling zu geführt werden.
[0027] Im Unterschied zum Stand der Technik wird mit Polymeren gearbeitet, die sich nicht
mikrobiell verstoffwechseln lassen. Somit ist sichergestellt, dass auch bei dauerhafter
Feuchte in der Umgebung eine erfindungsgemäße Unterdeckplatte keinen Nährboden für
das Wachstum von Schimmel oder Bakterien bietet. Diese Eigenschaft erweist sich speziell
bei Neubauten als vorteilhaft, die noch in der Phase des Abtrocknens von Mauerwerk
oder Putz in den Innenräumen sind. Innerhalb dieser Trockenphase diffundiert ein Großteil
der im Gebäude vorhandenen Feuchte über den Dachbereich nach außen. Je nach Temperaturverhältnissen
kann es dabei zur Bildung von Kondenswasser an den Unterdeckpatten kommen. Eine erfindungsgemäß
ausgeführte Unterdeckplatte verhält sich dabei inert, da die Feuchtigkeit weder zum
Quellen noch zu anderen negativen Effekten (Schimmelbildung) führt.
[0028] Von entscheidender Bedeutung für die vorliegende Erfindung ist der Schritt des mechanischen
Verfestigens und Verdichtens in Verbindung mit dem Einsatz von hydrophoben Feinfasern
mit den oben genannten Faserdurchmessern.
[0029] Bei der mechanischen Verfestigung wird neben der teilweisen Umorientierung der Stapelfasern
von der horizontalen in die vertikale Dimension auch die Dichte des Materials, ausgedrückt
als Raumgewicht, kurz RG mit der Einheit kg/m
3, erhöht.
[0030] Durch die erfindungsgemäße Verwendung von hydrophoben Feinfasern ist eine hohe Anzahl
von Einzelfasern pro Raumeinheit vorhanden. Durch die Verdichtung während der mechanischen
Verfestigung werden die Abstände zwischen den einzelnen Fasern derart verringert,
dass sich speziell im Bereich der Außenflächen eine porenarme, fast geschlossene Oberfläche
aus Fasern ergibt. Diese Oberfläche ist für tropfenförmig auftreffendes Wasser, bspw
Regen praktisch dicht, aber für Wasserdampf trotzdem durchlässig. Zur Anwendung kommen
konventionelle mechanische Vernadelungstechniken, bevorzugt werden Nadelmaschinen
die einen Verfahrensablauf gemäß der
EP1644565 ermöglichen. Durch diese bevorzugte Vernadelungstechnik erhält das so entstandene
Vlies eine hohe Innenverfestigung, welche dadurch in der erfindungsgemäßen Unterdeckplatte
die Durchtrittsicherheit durch hohe Scherfestigkeit gewährleistet..
[0031] Die Flächengewicht des Faserflors, welcher der mechanischen Verfestigung zugeführt
wird, liegt erfindungsgemäß bei größer 1000g/m
2, bevorzugt bei größer 2000 g/m
2. Durch den Schritt der mechanischen Verfestigung wird der Faserflor hin zu einem
flexiblen Vlies verfestigt und so verdichtet, dass sich nach Abschluss der thermischen
Verfestigungsstufe für die fertige Unterdeckplatte erfindungsgemäß Raumgewichte von
kleiner 200kg/m
3, bevorzugt kleiner 160 kg/m
3 und besonders bevorzugt von kleiner 130kg/m
3 ergeben.
[0032] Erfindungsgemäß schließt an diese mechanische Verfestigung eine thermische Verfestigungsstufe
an. Diese kann beispielsweise aus einer Wärmebehandlung mittels Durchströmen mit Heißluft
bestehen. Dafür kommen beispielsweise übliche Bandtrockner zum Einsatz. Die Heißluft
bringt die schmelzbaren Anteile der Schmelzfasern zum Schmelzen, die Schmelze wandert
an Kreuzungspunkte von nicht geschmolzenen Fasern und lagert sich dort bevorzugt ab.
Am Ende der thermischen Verfestigungsstufe wird die noch schmelzwarme Matte einer
Kühlbehandlung, bspw mittels Durchströmen mit kalter Luft, unterzogen, sodass die
geschmolzenen Bereiche abkühlen und der Vliesstoff zur erfindungsgemäßen eigensteifen
Unterdeckplatte verfestigt wird.
[0033] Je nach Ausführung der Feinfasern kann die thermische Verfestigungsstufe auch eine
Vernetzungsreaktion von Avivagebestandteilen auf der Faseroberfläche zur Folge haben.
Wird die Faseroberfläche während der Herstellung der Feinfasern beispielsweise mit
Ausgangstoffen für eine hydrophobe Beschichtung aus Fluorcarbon versehen, so kann
im Rahmen der thermischen Verfestigungsstufe auch die Vernetzungsreaktion aktiviert
werden. In der Folge weist eine so hergestellte, erfindungsgemäß ausgeführte Unterdeckplatte
eine dem Stand der Technik überlegene Wasserdichtheit bei mechanischer Beständigkeit
gegenüber Beanspruchung der Sicht-Oberfläche auf.
[0034] Das Raumgewicht kann während der thermischen Verfestigung noch weiter erhöht werden.
Beispielsweise kann sich an die Heizstufe im Trockner ein Kalibrierband oder eine
Kalibrierwalze anschließen, welche das schmelzwarme Vlies weiter komprimiert und dieser
Zustand durch die anschließende Abkühlung fixiert wird. So werden die Fasern im Bereich
der Oberflächen weiter aneinander gedrückt, eine weitere Verbesserung der Schlagregendichtheit
ist die Folge.
[0035] So hergestellte, erfindungsgemäß ausgeführte Unterdeckplatten weisen Raumgewichte
von kleiner 200kg/m
3, bevorzugt kleiner 160 kg/m
3 und besonders bevorzugt von kleiner 130kg/m
3 auf. Die Dicken liegen in einem Bereich von 10 bis 60mm, wobei eine Dicke im Bereich
15 bis 30mm bevorzugt wird.
[0036] Kennzeichnend für die vorliegende Erfindung ist eine Oberfläche welche aus stark
verdichteten, hydrophoben Feinfasern besteht und zumindest auf einer Seite der Unterdeckplatte
ausgebildet ist. Die wasserabweisenden Eigenschaften dieser Oberfläche bleiben - im
Unterschied zum Stand der Technik - auch nach punktuellen Belastungen oder Überlastung
wie beispielsweise dem Einschlagen eines Nagels zur Befestigung der Unterdeckplatte
an der Unterkonstruktion oder beim Begehen entstehen, erhalten.
[0037] Herkömmliche Materialien wie im Stand der Technik beschrieben, benötigen zur Erzielung
einer Wasserdichtheit eine abdichtente Lage. Diese wird, da auch die Forderung nach
Wasserdampfdurchlässigkeit besteht, im Allgemeinen aus einer, wasserdichten, aber
wasserdampfdurchlässigen Folie gebildet. Nachteilig ist, dass diese Folie aufgrund
ihrer Porosität nur sehr geringe mechanische Festigkeiten aufweisen. Partielle Überdehnung
oder Lochbildung wird nicht ausgeglichen.
[0038] Wird nun eine derartige, dem Stand der Technik entsprechende Folienlage an der Unterkonstruktion
mittels Nageln oder Klammern befestigt, entsteht um die Eindringstelle herum ein Loch,
welches sich bei Dehnung bspw beim Begehen weiter vergrößern kann. Lochbildung kann
aber auch durch partielles Überdehnen geschehen, z.B.ein Stein der im Schuhprofil
eines Dachdeckers steckt. Dabei drückt sich der Stein in die Oberfläche und perforiert
die Folie, das Dach weist Fehlstellen auf. Ebenso ist dies bei chemisch verfestigten
Holzfaserplatten. Sobald hier eine partielle Überlastung stattfindet, ist eine derartige
Unterdeckplatte in ihrer Integrität gestört und anfällig gegenüber auftreffendem Wasser.
[0039] Anders ist dies bei einer erfindungsgemäß ausgeführten Unterdeckplatte. Die hydrophoben
Feinfasern sind durch die Verdichtung stark aneinander gepresst. Dringt nun ein Nagel
in die Unterdeckplatte ein, so werden die Feinfasern vom Nagel zur Seite gedrängt,
d.h weiter verdichtet. Durch die den Feinfasern innewohnende Rückstellkraft wird nun
sowohl die Eindringstelle als auch die Kontaktfläche des Nagels zu den Feinfasern
über die Dicke der Unterdeckplatte durch die hydrophoben Feinfasern abgedichtet. Dies
beugt speziell auch einem Wasserdurchtritt im Sparrenbereich vor. Tropfenförmiges
Wasser kann weder auf der Lauffläche noch im Bereich der Nagelstellen eindringen.
Dem Stand der Technik entsprechende Materialien benötigen gerade um die Nagelstellen
herum auf den Sparren noch Abdichthilfen.
[0040] Ebenso ist es beim vorbeschriebenen Beispiel mit einem Stein im Schuhprofil. Die
Unterdeckplatte wird durch die Belastung kurzzeitig komprimiert jedoch nicht perforiert.
Nach Wegfall der Belastung nehmen die Feinfasern wieder ihre ursprüngliche Position
ein sodass auch hier kein Eindringen von Wasser an der Belastungsstelle möglich ist.
[0041] Die erfindungsgemäße Unterdeckplatte gemäß dem Ausführungsbeispiel 1 besteht aus
folgender Fasermischung:
Schmelzfaser:
Anteil 50% Gewichtsprozent, bikomponente Schmelzfaser mit Kern / Mantel-Struktur aus
Co-Polyester/ Polyester, wobei der Mantel einen Schmelzpunkt von ca 110°C und der
Kern einen Schmelzpunkt von ca 250°C aufweist. Der Faserdurchmesser beträgt ca 20,1µm,
die Faserlänge 51 mm
Grobfaser:
Anteil 20% Gewichtsprozent einer Polyester-Grobfaser mit einem Schmelzpunkt von ca
250°C Der Faserdurchmesser beträgt ca 50,8µm, die Faserlänge 76mm.
Feinfaser:
Anteil 30% Gewichtsprozent einer Polyester-Feinfaser mit einem einen Schmelzpunkt
von ca 250°C Der Faserdurchmesser beträgt ca 12,5µm, die Faserlänge 38mm. Die Fasern
weisen eine Kräuselung von im Mittel 7 Bögen/cm auf. Das Avivage-System besteht aus
einer nicht vernetzten Auflage auf FluorCarbon Basis, die erst nach thermischer Behandlung
die hydrophoben Eigenschaften ausbildet.
[0042] Die vorgenannten Fasertypen werden homogen gemischt und einer Krempelanlage zugeführt.
Über einen Kreuzleger wird ein unverfestigter Faserflor mit einem Flächengewicht von
ca 2400g/m
2 erzeugt.
[0043] Dieser Faserflor wird einer Nadelmaschine zugeführt, wie sie in
EP1644565 beschrieben ist. Der Faserflor wird mit einer Geschwindigkeit durch die Nadelanlage
gefahren, sodass sich eine Anzahl von 140 Einstichen pro cm
2 Vliesoberfläche ergibt. Es wird mit sogenannten 1-Barb-Nadeln gearbeitet.
[0044] Der so hergestellte Faserflor wird einem Bandtrockner zugeführt, der die im Faserflor
enthaltenen schmelzbaren Mantelanteile der Schmelzfasern schmilzt. Die Trocknertemperatur
liegt dabei bei ca 175°C.
[0045] Abschließend wird der erhitzte Faserflor abgekühlt, sodass sich die erfindungsgemäße,
eigensteife Platte mit einer Dicke von 24,5mm bei einem Flächengewicht von 2309g/m
2, entsprechend einem Raumgewicht von 94kg/m
3 ergibt.
[0046] Die so erzeugte Platte weist sowohl an beiden Oberflächen als auch über die gesamte
Dicke der Platte hydrophobe Eigenschaften auf. Dadurch sind auch die Schnittkanten
der Platte wasserabweisend.
[0047] In weiteren Ausgestaltungen der Erfindung kann die Unterdeckplatte zumindest auf
einer Seite eine Oberflächenbehandlung mittels Druck und/oder Hitze derart behandelt
werden, dass die Plattenoberfläche geglättet wird. Glätten bedeutet im Falle der vorliegenden
Erfindung eine Veränderung der Faseroberflächen, sodass diese im Bereich der Plattenoberfläche
keinen runden Querschnitt sondern einen einseitig abgeplatteten Querschnitt aufweisen.
[0048] Erreicht wird dies durch die Beaufschlagung der zu glättenden Oberfläche mit Druck
und ggf Wärmeunterstützung. Geeignet dazu sind beispielsweise Bandpressen, bei welchen
die Oberflächen der Unterdeckplatten unter Druck- und Hitzeeinwirkung aufgrund der
glatten Bandstruktur geglättet werden. Auch eine Behandlung mit Kalander bringt ähnlich
Effekte.
[0049] Eine derartige Glättbehandlung hat eine verbesserte Geschlossenheit der so behandelten
Oberfläche der Unterdeckplatte zur Folge, sodass die Schlagregendichte gesteigert
wird.
[0050] Das Ausführungsbeispiel 2 zeigt eine erfindungsgemäß ausgeführte, beidseitig geglättete
Unterdeckplatte, welche zunächst gemäß Ausführungsbeispiel 1 hergestellt wurde. Anschließend
wurde die Unterdeckplatte einer Glättbehandlung mittels einer Flachbett-Kaschieranlage
bei einer Temperatur von 180°C und einem Bandabstand von 21 mm unterzogen. Die Presse
hatte auf Ober- und Unterband einen glatten Teflonbelag. Die Geschwindigkeit lag bei
2,1 m/min.
[0051] Das Verhalten von erfindungsgemäß ausgeführten Materialien im Vergleich zum Stand
der Technik kann der Tabelle 1 entnommen werden.
[0052] Als Testmethoden kamen folgende Verfahrensweisen zum Einsatz:
Flächengewicht: gemäß EDANA WSP 130.1. mit einer Mustergröße von 25*25cm. Das Messergebnis wird
in g/m
2 angegeben.
[0053] Dicke: gemäß EDANA WSP 120.6., Messgerät gemäß Absatz 4.1 und Prüfverfahren gemäß Absatz
7.2 Option B. Das Messergebnis wird in mm angegeben
[0054] Luftdurchlässigkeit: gemäß EDANA WSP 70.1, ermittelt bei einem Differenzdruck von 100Pa. Das Ergebnis
wird in l/m
2/s angegeben.
[0055] Wasseraufnahme: zunächst wird das Trockengewicht T1 in g eines Prüflings der Größe 100*100mm ermittelt.
Danach wird der Prüfling in ein Wasserbad, welches mit lonentauscher- Wasser mit einer
Leitfähigkeit kleiner 0,5 µS/cm gefüllt ist, innerhalb von 5 Sekunden soweit eingetaucht,
dass sich über dem Prüfling eine Wasserhöhe von 150mm ergibt. Nach 60 Sekunden Tauchbehandlung
wird der Prüfling innerhalb von 5 Sekunden aus dem Wasserbad entnommen. Nach weiteren
60 Sekunden Abtropfzeit wird das Nassgewicht N1, ebenfalls in g ermittelt.
[0056] Die Wasseraufnahme wird nach der Gleichung

ermittelt und in % angegeben.
[0057] Durchtrittfestigkeit: Der Testaufbau ist wie in Figur 1 gezeigt. Der Test simuliert eine Belastung wie
sie beispielsweise beim Begehen eines Daches durch den Dachdecker entsteht. Zur Ermittlung
der Durchtrittfestigkeit wird ein Prüfling 3 der Größe 50*300mm hergestellt. Der Prüfling
3 wird auf zwei parallel verlaufende, im Abstand von 230mm zu einander angebrachte
Stützlager 1 gelegt, sodass sich eine dachähnliche Konstruktion ergibt, in welcher
die beiden Stützlager 1 die Dachsparren und der darauf liegende Prüfling 3 die Unterdeckplatte
darstellen. Eine 55 mm breite Druckfinne 2 wird dann in der Mitte des Abstands der
beiden Stützlager 1, bei 115mm, so auf den Prüfling 3 gesetzt, dass die Kontaktlinie
der Druckfinne 2 parallel zu den Auflagelinien des Prüflings 3 auf den Stützlagern
1 verläuft und die Druckfinne 2 auf jeder Seite des Prüflings 3 2,5mm heraussteht.
Die Druckfinne 2 drückt nach Prüfungsstart auf den Prüfling 3 und verformt diesen
mit einer Geschwindigkeit von 100mm/min bis ein Weg von 30% des Stützlager-Abstandes
zurückgelegt wurde. Abschließend wird die Finne 2 mit gleicher Geschwindigkeit in
entgegengesetzter Richtung herausgefahren, der Prüfling 3 entlastet. Der Test ist
bestanden, wenn der Prüfling nicht bricht, d.h. eine Person nicht durch die entstandene
Fehlstelle brechen kann.
[0058] Bleibende Verformung: Der Testablauf entspricht dem unter der Beschreibung Durchtrittfestigkeit. Er ist
nur möglich mit Materialien die nicht brechen. Sobald der Durchtritttest beendet wurde,
wird nach 60 Sekunden, in welcher der Prüfling vollkommen entlastet ist, die Differenz
4 in mm als Höhenunterschied der Position der Oberfläche des Prüflings 3 vor Prüfung
zur Position der Oberfläche des Prüflings 3a nach Prüfung, ermittelt.
[0059] Die "bleibende Verformung" wird als Prozentwert der Differenz 4 bezogen auf den Stützlagerabstand
nach der folgenden Formel berechnet:

[0060] Angestrebt werden Werte von weniger als 8 % bleibender Verformung, bevorzugt werden
Werte angestrebt, die kleiner 5% liegen.
[0061] Betrachtet man die Tabelle 1 so zeigt sich, dass bei der Ermittlung der Durchtrittfestigkeit
das erfindungsgemäß ausgeführte Material bei Druckbelastung, bspw beim Begehen einer
Platte nicht reißt oder bricht. Es findet lediglich eine Verformung statt, die nach
Wegfall der Belastung sofort wieder verschwindet. Eine dem Stand der Technik entsprechende
Unterdeckplatte aus verpressten Holzfasern, in Tabelle 1 als Vergleichsbeispiel aufgeführt,
bricht bereits bei einer Verformung um 3% des Stützlagerabstands, im vorliegenden
Fall also bereits bei einer Verformung von nur 6,9mm. Erfindungsgemäß ausgeführte
Platten können problemlos um das 10-fache, bis zu 30% verformt werden, ohne zu brechen.
[0062] Genauso ist es beim Parameter der bleibenden Verformung. Wie erwähnt, bricht eine
Platte nach dem Stand der Technik bereits bei geringer Verformung. Das erfindungsgemäß
ausgeführte Material geht nach einer Belastung von 30% nahezu sofort wieder zurück
auf die ursprüngliche Position zurück. Sie weist daher keine bleibende Verformung
auf, der Messwert liegt bei 0mm. Diese Eigenschaft ist gerade bei Platten notwendig,
die nicht überdeckend sondern mittels Nut und Feder verlegt sind. Eine bleibende Verformung
würde dazu führen, dass Nut und Feder nicht mehr ineinander greifen, es zu einer Fehlstelle
in der Deckung käme.
[0063] Des Weiteren minimiert diese Eigenschaft das Risiko der Kantenbeschädigung beim Transport
/ Handling von Platten auf einer Baustelle. Sollte die Kante einer erfindungsgemäß
ausgeführten Unterdeckplatte einer mechanischen Belastung ausgesetzt werden, so weicht
diese der Belastung aus, stellt sich aber nach Wegfall der Belastung wieder in die
Ausgangsposition zurück. Bei einer dem Stand der Technik entsprechenden Platte wäre
die Kante irreparabel beschädigt.
[0064] Des Weiteren erkennt man den enormen Gewichtsvorteil gegenüber dem Stand der Technik.
Eine handelsübliche Holzfaserplatte hat bei gleicher Dicke das 2,1 -fache des Gewichts
einer erfindungsgemäß ausgeführten Unterdeckplatte. Entsprechend einfacher ist das
Handling auf einer Baustelle bei der Eindeckung eines Daches.
[0065] Eine dem Stand der Technik entsprechende Unterdeckplatte hat nach der vorstehenden
Prüfmethode nahezu keine Luftdurchlässigkeit. Betrachtet man die Luftdurchlässigkeit
einer erfindungsgemäß ausgeführten Unterdeckplatte, so kann man Luftdurchlässigkeit
erkennen, diese liegt bei den Ausführungsbeispielen im Bereich von 120l/m
2/s. Je nach Einsatzzweck kann die Luftdurchlässigkeit variieren. Dies wirkt sich auf
das Klima der Dachkonstruktion äußerst positiv aus. Es kann nicht zu Feuchtestau kommen,
da Feuchtigkeit leicht durch eine erfindungsgemäß ausgeführte Unterdeckplatte diffundieren
kann. Ebenso kann sich, sollte aufgrund widriger Wetterumstände Wasser in die Matrix
der Unterdeckplatte eingedrungen sein, diese Feuchtigkeit leicht wieder abgegeben
werden, die Unterdeckplatte trocknet leicht ab.
[0066] Die erfindungsgemäß ausgeführten Unterdeckplatten weisen Wärmeleitfähigkeiten kleiner
0,04 W/mK, in bevorzugten Ausführungen kleiner 0,035 W/mK auf. Hartfaserplatten aus
dem Ausführungsbeispiel liegen hier um 0,05W/mK deutlich höher. Aufgrund dieser Eigenschaften
kann eine erfindungsgemäß ausgeführte Unterdeckplatte auch für die Berechnung des
U-Wertes mit einbezogen werden. Aufgrund der Tatsache, dass bereits ein Teil des Außenaufbaus
des Daches wärmedämmende Funktion übernimmt. kann die Dicke einer Zwischensparrendämmung
erheblich reduziert werden, was vor allem bei Altbausanierungen durch die unterschiedlichen
Sparrenhöhen zur Kostenreduzierung führt.
[0067] Die Wasseraufnahme einer erfindungsgemäß ausgeführten Platte ist, jeweils im Vergleich
zum Stand der Technik, bei einem geringeren Raumgewicht, sowie erhöhter bzw überhaupt
vorhandener Luftdurchlässigkeit auf vergleichbarem Niveau. Insbesondere erkennt man
den Einfluss der Oberflächenglättung auf diesen Parameter. Eine beidseitige Wärmebehandlung
reduziert die Wasseraufnahme um 2,4% auf 4.5%.
[0068] In weiteren Ausführungsformen können die seitlichen Kanten von verlegebereit zugeschnittenen
Unterdeckplatten entweder glatt ausgeführt werden, sie können aber auch so ausgeführt
sein, dass die Ränder eine Nut und Feder-Struktur besitzen oder mit einer Fase versehen
sind.
[0069] Erfindungsgemäß kann die Nut - und Feder-Struktur dadurch erreicht werden, dass mehrere
zugeschnittene Unterdeckplatten versetzt übereinander gestapelt werden und sich die
Nut- und Federstruktur ergibt. Auch eine mechanische Fräsbehandlung zum Erzeugen der
Nuten / Federn ist machbar.
Durch diese Ausführung ist bei der Verlegung auf Stoß die Schlagregendichtheit auch
an den Übergangsstellen zwischen zwei Platten gewährleistet. Auch wird dadurch die
Beigesteifheit weiter erhöht.
[0070] Vorstellbar ist auch die Verwendung einer hydrophilen Beschichtung oder Platte auf
der dem Bauwerk zugewandten Seite der Unterdeckplatte. Durch die hydrophilen Eigenschaften
wird so einer Tropfenbildung von Schwitzwasser vorgebeugt und dadurch ein intelligentes,
kondensattolerantes Feuchtemanagement aufgebaut.
[0071] Überraschend wurde festgestellt, dass erfindungsgemäß hergestellte Unterdeckplatten
neben Wärmeisolation auch einen Beitrag zur Schallisolation leisten. Die Schallabsorption
wird durch poröse, offenzellige Strukturen begünstigt. Die Schallenergie wird durch
Reibung in Wärmeenergie umgewandelt. Dabei ist die Existenz von offenen und tiefen
Poren wichtig. Ein erfindungsgemäß ausgeführtes Material weist ebensolche Porenstrukturen
auf. Diese Strukturen wirken sich auf den sogenannten spezifischen Strömungswiderstand
aus, welcher sich nach der Formel berechnet:

[0072] So wurde die gemäß dem Ausführungsbeispiel hergestellte Platte auf ihre Schallisolation
hin untersucht. Die Luftdurchlässigkeit wurde dabei gemäß der vorstehend beschriebenen
Methode ermittelt. Für die erfindungsgemäß ausgeführten Platten ergaben sich Werte
von 770 Pa* s/m für das Ausführungsbeispiel 1 und von 810Pa*s/m für das Ausführungsbeispiel
2. Angestrebt werden Werte zwischen 700 und 3000 Pa*s/m. Werte größer 3000Pa*s/m sind
zu vermeiden, da dann eine Schallreflektion stattfindet.
[0073] So hergestellte Unterdeckplatten weisen weiterhin Entflammbarkeits-Eigenschaften
auf, die den üblichen Marktanforderungen wie beispielsweise DIN 4102, B2 entsprechen.
Sollten höhere Anforderungen gestellt werden, so können diese durch Einsatz von schwerentflammbar
ausgerüsteten Fasern wie beispielsweise Trevira CS oder durch chemische Ausrüstungen
erreicht werden.
[0074] Die Einsatzbereiche derartiger Unterdeckplatten sind nicht nur auf den Dachbereich
beschränkt. Sie können auch im Bereich von Außenwänden als wärmedämmendes Konstruktionsmaterial
eingesetzt werden.
Tabelle 1
| Prüfungen |
Einheit |
Ausführungsbeispiel 1 No 31BA010501 |
Ausführungsbeispiel 2 No 88BD010502 |
Vergleichsbeispiel Holzfaserplatte Gutex Multiplex Top 22 |
| Flächengewicht |
g/m2 |
2309 |
2295 |
4957 |
| Dicke mit Schublehre |
mm |
24,5 |
21,6 |
22,3 |
| Raumgewicht |
kg/m3 |
94 |
106 |
222 |
| Durchtrittfestigkeit bei 30% Verformung |
N |
15 |
17 |
gebrochen |
| Bleibende Verformung |
mm |
0 |
0 |
gebrochen |
| Luftdurchlässigkeit bei 100 Pa |
l/m/s |
130 |
124 |
2 |
| Wasseraufnahme |
% |
6,9 |
4,5 |
5,6 |
| Wärmeleitfähigkeitskoeffizient |
WLG-Klasse |
WLG040 |
WLG040 |
WLG050 |