[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zum Abgleichen eines einen Wärmeträger
führenden, insbesondere wasser- oder dampfführenden Systems zum Kühlen oder Heizen.
Die Erfindung betrifft ferner eine Anordnung mit einem derartigen System zum Kühlen
oder Heizen. Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Abgleichen eines
vorgenannten Systems oder einer vorgenannten Anordnung.
[0002] Aus der Druckschrift mit der Veröffentlichungsnummer
EP 1 163 478 B1 ist ein wasserführendes System zum Heizen mit mehreren Leitungen bekannt. In dem
System wird das Wasser zwischen einem Wärmeerzeuger und einem Wärmeverbraucher unter
Überwindung von Rohrnetzwiderständen zirkulierend umgewälzt. Die Verbraucher stellen
in dem hydraulischen System variable oder feste Widerstände dar. In dem System ist
eine Einrichtung zur Beeinflussung der Wärmetransportleistung, insbesondere über eine
Veränderung einer Vorlauftemperatur angeordnet. In den Leitungen des hydraulischen
Systems sind Drosselarmaturen mit elektronischen Volumenstrommesseinheiten eingebaut.
Mit den Volumenstrommesseinheiten können Volumenströme durch die Drosselarmaturen
erfasst und als Ist-Wert in eine Steuer- und Regelvorrichtung gegeben werden. Von
einer Auswerteeinheit erhält die Steuer- und Regelvorrichtung eine Führungsgröße als
SollVolumenstrom und ermittelt durch einen Vergleich des Ist-Volumenstroms mit dem
Soll-Volumenstrom eine Stellgröße, die zu einer Stelleinrichtung geleitet wird. Mittels
der Stelleinrichtung wird die Drosselstellung einer oder mehrerer Drosselarmaturen
verändert. Die elektronischen Volumenstrommesseinheiten, die Steuer- und Regelungsvorrichtung
und die Stelleinrichtungen sind fest in dem hydraulischen System angeordnet.
[0003] Mit einer aus der Druckschrift
EP 1 163 478 B1 bekannten Anordnung kann ein hydraulisches System während des Betriebs laufend überwacht
und hydraulisch abgeglichen werden. So kann erreicht werden, dass die über das hydraulische
System und insbesondere die verschiedenen Leitungen des hydraulischen Systems zu verteilenden
Wärmemengen einerseits ausreichend sind, um die notwendige thermische Energie über
die Leitungen in einem Gebäude zu verteilen, und andererseits die Energie möglichst
effizient und ohne Energieverluste verteilt wird, so dass die Erzeugung der thermischen
Energie stets so sparsam wie möglich erfolgen kann.
[0004] Ein hydraulischer Abgleich des Systems während des laufenden Betriebs ist für eine
effiziente Verteilung der thermischen Energie sinnvoll. Sie ist allerdings mit dem
in der genannten Druckschrift vorgeschlagenen System sehr aufwändig.
[0005] Die Messung des Volumenstroms mit einer elektronischen Volumenstrommesseinheit kann
mit verschiedenen Messprinzipien erfolgen. Eine Methode zur Messung des Volumenstroms
ist die Differenzdruckmethode. Andere Messprinzipien beruhen auf Ultraschallmessungen.
[0006] Die meisten Volumenstrommessmethoden sind problembehaftet. So ist die Differenzdruckmethode
beispielsweise anfällig für Störungen, zum Beispiel wie Luft- oder Schmutzpartikel
in dem hydraulischen System. Dadurch kann ein sehr großer Messfehler entstehen. Der
Nachteil der auf Ultraschallmessungen beruhenden Messprinzipien liegt in den hohen
Kosten und der für die Bedienung benötigten Vorkenntnisse.
[0007] Wegen der Probleme beim Abgleichen von hydraulischen Systemen aufgrund der Volumenstrommessungen
haben viele Kunden, Installateure, Haustechnikplaner oder Berater Abstand von dem
Abgleich der Heizkreisläufe bei der Inbetriebnahme von Systemen der eingangs genannten
Art genommen. In den meisten Fällen ist der zum Teil sogar gesetzlich vorgeschriebene
Abgleich der Heizkreisläufe nicht oder nur unzureichend durchgeführt worden.
[0008] Die sich verschärfenden gesetzlichen Vorschriften und die ansteigenden Energiekosten
zwingen hier jedoch zu einem Umdenken. Die effiziente Energienutzung durch ein abgeglichenes
Heizsystem rücken wieder in den Mittelpunkt der Überlegungen.
[0009] Ein weiterer Nachteil des aus der Druckschrift mit der Veröffentlichungsnummer
EP 1 163 478 B1 bekannten Systems ist, dass der Einbau von Volumenstrommesseinheiten, Steuer- und
Regelungsvorrichtungen und Stelleinrichtungen in kleineren hydraulischen Systemen
keinen Effizienzvorteil bietet, solange dass hydraulische System bei Inbetriebnahme
einmalig abgeglichen worden ist. Die für die Komponenten aufzuwendenden Kosten stehen
in keinem Verhältnis zu dem Effizienzgewinn und zu den eingesparten Energiekosten.
[0010] Vor dem Hintergrund der Nachteile oder Probleme des Systems aus der Druckschrift
mit der Veröffentlichungsnummer
EP 1 163 478 B1 wurde das in dem Dokument
EP 2 157 376 A2 offenbarte System und Verfahren entwickelt.
[0011] Das Dokument
EP 2 157 376 offenbart eine technische Lehre, nach der ein Wärmezähler für einen laufenden hydraulischen
Abgleich genutzt wird. Außerdem wird eine Anordnung vorgeschlagen, mit der ein einmaliger
hydraulischer Abgleich bei der Inbetriebnahme des Systems vorgenommen werden kann.
[0012] Ein hydraulischer Abgleich bringt gegenüber einem nicht abgeglichenem System eine
höhere Effizienz. Energie kann in hydraulisch abgeglichenen Systemen effizienter eingesetzt
und Wärme effizienter verteilt werden.
[0013] Diese gute Effizienz hydraulisch abgeglichener Systeme gilt streng genommen nur für
den Fall eines Wärmebedarfs, für den die über die Drosselarmaturen eingestellten Volumenströme
berechnet wurden. Dabei handelt es sich meistens um den Fall der sogenannten Norm-Heizlast.
[0014] Der Abgleich für den Fall der Norm-Heizlast nach DIN 4701 oder EN 12831 soll eine
effektive Wärmeverteilung in einem Gebäude bei einer Außentemperatur von -10°C gewährleisten.
Bei höheren Temperaturen, die zumeist während einer Heizperiode vorliegen, können
sich aber Situationen ergeben, in denen die Wärmeverteilung weniger effektiv ist.
Aber selbst bei einer Außentemperatur von -10°C oder sogar geringeren Temperaturen
kann die Wärmeverteilung wenig effektiv sein, da der Fall der Norm-Heizlast davon
ausgeht, dass alle Räume eines Gebäudes auf eine normgemäß festgelegte Raumtemperatur
geheizt werden, was aber häufig nicht oder nicht immer der Fall ist. Außerdem beruht
die Ermittlung der Heizlast und demzufolge die Ermittlung der zu erzielenden Volumenströme
im Fall der Normheizlast auf Annahmen, die verschiedene tatsächliche Gegebenheiten
nicht berücksichtigen. Hierzu gehören u.a. innere und solare Gewinne (Energieeinträge
durch Sonne, Mensch, Geräte), ausgleichende Speicherwirkung von Bauteilen und Nutzungseinflüsse,
z.B. Gleichzeitigkeit von Normauslegungstemperatur (i.d.R. nachts) und Absenkbetrieb,
mittlere statistische Abwesenheit einiger Bewohner in großen Wohneinheiten und nur
teilweise normgerechte Beheizung und Lüftung aller Räume. Diese verschiedenen tatsächlichen
Gegebenheiten können selbst bei einem ständigem hydraulischen Abgleich während des
laufenden Betriebs nicht oder nur unzureichend berücksichtigt werden.
[0015] Hier setzt die vorliegende Erfindung an.
[0016] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß zunächst dadurch gelöst, dass das System wenigstens
eine Steuer- oder Regeleinrichtung aufweist, welche mit der Messeinrichtung zur Erfassung
der Temperatur in der Vorlauf-Leitung und der Messeinrichtung zur Erfassung der Temperatur
in der Rücklauf-Leitung verbunden ist und mit welcher ein Signal zum Einstellen eines
Strömungswiderstands ermittelbar ist, welches an die Drosselarmatur übermittelbar
ist.
[0017] Mit einem erfindungsgemäßen System ist man in der Lage, mit der Steuer- oder Regeleinrichtung
durch Einstellen des Strömungswiderstands mittels der Drosselarmatur die Temperatur
in der Rücklauf-Leitung zu regeln. Ebenso kann mit der Steuer- oder Regeleinrichtung
durch Einstellen des Strömungswiderstands mittels der Drosselarmatur die Differenz
zwischen der Temperatur in der Vorlauf-Leitung und der Temperatur in der Rücklauf-Leitung
geregelt werden. Nach der der Erfindung zugrunde liegenden Überlegung ist ein Abgleich
des Systems dann erreicht, wenn die Temperatur in der Rücklauf-Leitung des Systems
bzw. die Temperaturen in den Rücklauf-Leitungen des Systems eingeregelt sind, zum
Beispiel auf den gleichen Sollwert. Nach der Vorstellung der Erfindung kann ein Abgleich
ferner dann erreicht sein, wenn die Differenz zwischen der Temperatur in der Vorlauf-Leitung
und der Temperatur in der Rücklauf-Leitung eingeregelt ist. Das Einregeln durch Einstellen
der wenigstens einen Drosselarmatur kann ein oder mehrfach oder ständig, d.h. während
des laufenden Betriebs des Systems erfolgen.
[0018] Anders als bei den bekannten Systemen wird für den Abgleich also nicht der Volumenstrom
betrachtet sondern die Temperatur in der Rücklauf-Leitung bzw. die Temperaturdifferenz
zwischen den Temperaturen in der Vorlauf-Leitung und der Rücklauf-Leitung.
[0019] Durch die Betrachtung der Temperatur in der Rücklauf-Leitung oder der Temperaturdifferenz
kann dagegen, insbesondere wenn die Größen während des Betriebs laufend betrachtet
werden, eine bedarfsgerechtere Verteilung der Wärme erreicht werden. So lassen sich
insbesondere die Auswirkungen der bisher beim Abgleich nicht berücksichtigen Gegebenheiten,
insbesondere bei einem Abgleich während des laufenden Betriebs, einfacher berücksichtigen,
da sich die meisten dieser Gegebenheiten unmittelbar auf die Temperatur in der Rücklauf-Leitung
auswirken.
[0020] Ein weitere Vorteil ist, dass bei einem Abgleich des Systems aufgrund der Temperatur
oder der Temperaturdifferenz auf eine nach wie vor fehleranfällige Messung von Volumenströmen
verzichtet werden kann. Stattdessen kann die technisch einfachere Temperaturmessung
genutzt werden. Erfindungsgemäße Systeme können daher zuverlässiger funktionieren
als die bekannten Systeme. Ein erfindungsgemäßes System kann aber eine Messeinrichtung
zur Messung des Volumenstroms aufweisen, z.B. um einen Energieverbrauch erfassen zu
können.
[0021] Ein erfindungsgemäßes System kann eine Einrichtung zur Erstellung eines Bedarfsprofils
aufweisen, mit welcher ein zeitlicher Verlauf eines Bedarfs an Wärme in dem System
ermittelbar ist. Die Einrichtung zur Erstellung des Bedarfsprofils eines erfindungsgemäßen
Systems kann mit der Messeinrichtung zur Erfassung der Temperatur in der Vorlauf-Leitung,
der Messeinrichtung zur Erfassung der Temperatur in der Rücklauf-Leitung, wenigstens
einer Messeinrichtung zur Erfassung eines Volumenstroms in der Vorlauf-Leitung und/oder
der Rücklauf-Leitung und/oder wenigstens einer Pumpe zum Pumpen des Wärmeträgers verbunden
sein. Eine Einrichtung zur Erstellung des Bedarfsprofils eines erfindungsgemäßen Systems
kann zur Übermittlung eines ermittelten Bedarfsprofils mit der Steuer- oder Regeleinrichtung
verbunden sein, Teil der Steuer- oder Regeleinrichtung sein oder Teil einer weiteren
Steuer- oder Regeleinrichtung sein. Die Steuer- oder Regeleinrichtung oder die weitere
Steuer- oder Regeleinrichtung eines erfindungsgemäßen Systems kann eine Leistung der
Pumpe in Abhängigkeit des Bedarfsprofils steuern. Damit wird die Effizienz des System
zusätzlich erhöht, insbesondere die Effizienz der Pumpe.
[0022] Ferner ist es möglich, dass eine Steuer- oder Regeleinrichtung eines erfindungsgemäßen
Systems eine oder mehrere Absperrarmaturen steuert, welche die Vorlauf-Leitung und/oder
die Rücklauf-Leitung von der Wärmequelle trennen, wenn ein vorgegebener Wert der Temperatur
in der Rücklauf-Leitung oder aber ein vorgegebener Wert der Temperaturdifferenz zwischen
der Temperatur in der Vorlauf-Leitung und der Temperatur in der Rücklauf-Leitung erreicht
ist. Steigt beispielsweise die Temperatur in der Rücklauf-Leitung auf einen vorgegebenen
Wert an oder sinkt die Differenz der Temperaturen auf einen vorgegebenen Wert ab,
ist das ein Zeichen für eine Erfüllung des Wärmebedarfs oder sogar für einen fehlenden
Wärmebedarf. Die dazu vorgesehene Absperrarmatur kann ein Betätigungsmittel aufweisen,
welches ein Schließelement der Absperrarmatur betätigt. Das Betätigungsmittel kann
über eine Kommunikationsleitung mit der Steuer- oder Regeleinrichtung verbunden sein.
[0023] Ein Wärmezähler kann die Messeinrichtung zur Erfassung der Temperatur in der Vorlauf-Leitung,
die Messeinrichtung zur Erfassung der Temperatur in der Rücklauf-Leitung und/oder
eine Messeinrichtung zur Erfassung eines Volumenstroms in der Vorlauf-Leitung und/oder
der Rücklauf-Leitung umfassen.
[0024] Ein Wärmezähler, der auch als Wärmemengenzähler bezeichnet wird, ist eine Messeinrichtung
zur Bestimmung der Wärmemenge, die einer oder mehreren Verbrauchstellen zum Beispiel
über einen Heizkreislauf zugeführt oder über einen Kühlkreislauf entzogen wird. Der
Wärmezähler erfasst dazu Volumenstrom des Wärmeträgers und die Temperatur im Vorlauf
und Rücklauf und errechnet daraus die an die Verbrauchsstelle gelieferte bzw. die
an der Verbrauchsstelle dem System entzogene Wärmemenge. Wärmezähler werden zur Erfassung
von Liefermengen und Kosten vor allem bei Hausanschlüssen der Nah- oder Fernwärmeversorgung,
der Versorgung von Gebäudeteilen oder Heizungsanlagenteilen (z. B. Heizung und Brauchwassererwärmung)
oder einzelnen Wohnungen eingesetzt. Sie sind dazu beispielsweise in Übergabestationen
der Nah- oder Fernwärmeversorgung oder Wohnungsanschlusskästen untergebracht.
[0025] Da die Wärmezähler insbesondere zur Erfassung der Liefermengen und somit in der Regel
auch zur Erfassung von Kosten vorgesehen sind, werden in Wärmezählern meistens genau
arbeitende Messmittel zur Erfassung des Volumenstroms oder Temperaturen eingesetzt.
Oftmals sind die Wärmezähler geeignet und eingerichtet, über eine Datenabfrage ausgelesen
zu werden, und weisen dazu geeignete Schnittstellen, zum Beispiel eine M-Busschnittstelle
auf.
[0026] Gemäß der Erfindung können die Messeinrichtungen zur Erfassung der Temperaturen der
Wärmezähler für den Abgleich genutzt werden. Dazu können sie mit Schnittstellen ausgestattet
sein, die ein laufendes Auslesen des Volumenstroms gestatten. Eine Schnittstelle,
die genutzt werden kann, ist ein M-Bus, wie er zum Beispiel in der Norm EN13757 definiert
ist. Auch Funkschnittstellen können verwendet werden.
[0027] Die Drosselarmaturen in einem erfindungsgemäßen System können Strangregulierventile
sein. Diese können Teil einer Übergabestation oder eines Wohnungsanschlusskastens
sein.
[0028] Ein erfindungsgemäßes System kann wenigstens ein zum Betätigen der Schließelemente
der Drosselarmaturen geeignetes und eingerichtetes Betätigungsmittel, z.B. einen Stellmotor
oder Stellantrieb aufweisen. Auch diese können Teil einer Übergabestation oder eines
Wohnungsanschlusskastens sein.
[0029] Ein erfindungsgemäßes System kann einem Gebäude oder Gebäudeteil zugeführtem Strang
entsprechen oder zugeordnet sein. Ein erfindungsgemäßes System kann aber auch mehrere
Stränge umfassen, die einem Gebäude oder Gebäudeteil zugeführtem Strang entsprechen
oder zugeordnet sind.
[0030] Zum Übertragen der von dem Steuerungs- und/oder Regelmittel erzeugten Stellsignale
an die Betätigungsmittel und zum Übertragen der ermittelten Temperaturen von den Messeinrichtungen
an die Steuerungs- und/oder Regelmittel kann das System geeignete und eingerichtete
Kommunikationsmittel, insbesondere Leitungen aufweisen. Auch eine drahtlose Übertragung,
zum Beispiel über Funk, ist möglich.
[0031] Ein weiterer erfindungsgemäßer Ansatz zum Lösen der Aufgabe besteht darin, die Betätigungsmittel,
die Messmittel, Steuerungs- und/oder Regelmittel und/oder Kommunikationsmittel zum
Abgleichen des Systems nur für die Zeit einer Inbetriebnahme mit dem System zu verbinden
und nach der Durchführung des Abgleichs von dem System zu entfernen. Lediglich die
Drosselarmaturen können in dem System verbleiben. Dann ist ein laufender Abgleich
während des Betriebs des Systems nicht möglich. Im Regelfall dürfte jedoch ein einmaliger
Abgleich bei der ersten Inbetriebnahme des Systems ausreichend sein, zumindest um
den gesetzlichen Vorschriften zu genügen. Eine Wiederholung eines Abgleichs ist nicht
ausgeschlossen. Ein Vorteil dieser Erfindung liegt darin, dass die Messeinrichtungen,
die Steuerungs- und/oder Regelmittel, die Kommunikationsmittel und Betätigungsmittel
für den Abgleich von weiteren Systemen genutzt werden können, soweit sie nicht Teil
des abgeglichenen Systems sind, wie dies bei den in den Wärmezähler integrierten Messeinrichtungen
der Fall sein kann.
[0032] Ebenso ist es möglich, dass das System für einen ständigen Abgleich, d.h. eine Regelung
der Temperatur in der Rücklauf-Leitung oder einer Temperaturdifferenz der Temperaturen
zwischen Vorlauf-Leitung und Rücklauf-Leitung, während des Betriebs des Systems eingerichtet
ist und die dazu notwendigen Einrichtungen Bestandteile eines dafür geeigneten erfindungsgemäßen
Systems sind. Die dazu notwendige Kommunikation zwischen verschiedenen Komponenten
eines erfindungsgemäßen Systems kann in Echtzeit erfolgen. Bei einem solchem System
können neben der Temperatur im Rücklauf bzw. der Temperaturdifferenz auch weitere
Größen bei der Einstellung des Systems berücksichtigt werden. Bei diesen Größen kann
es sich um eine oder mehrere aktuelle Raumtemperaturen, Leistungen einer oder mehrerer
Pumpen, die Uhrzeit, eine Kesseltemperatur, eine Wärmespeichertemperatur und anderes
handeln.
[0033] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Abbildungen. Darin zeigt
- Fig. 1
- in vereinfachter, schematischer Darstellung einen Aufbau eines erfindungsgemäßen Systems
und
- Fig. 2
- einen Wärmezähler des Systems aus Fig. 1 in vereinfachter, schematischer Darstellung.
[0034] Das in der Fig. 1 nur teilweise dargestellte erfindungsgemäße System S kann in einem
Gebäude mit mehreren Wohn- oder Büroeinheiten vorgesehen sein. Jede Wohn- oder Büroeinheit
kann eine Heizung und eine Warm- und Kaltwasserversorgung aufweisen. Die Einrichtungen
nur einer Wohn- oder Büroeinheit sind dargestellt.
[0035] In den Figuren sind Flüssigkeiten führende Leitungen mit durchgezogenen Linien dargestellt.
Kommunikationsleitungen, zum Beispiel M-Busleitungen, sind mit gestrichelten Linien
dargestellt.
[0036] Das System weist eine zentrale Wärmequelle Z auf. Dabei kann es sich um einen Wärmeerzeuger,
zum Beispiel einen Kessel, oder einen Wärmetauscher, zum Beispiel eine Fern- oder
Nahwärmestation (Cold-Boiler) handeln. In der zentralen Wärmequelle wird Wärme auf
einen Wärmeträger übertragen, der in einem Kreislauf des erfindungsgemäßen Systems
zirkuliert. Von dieser zentralen Wärmequelle führt eine zentrale Vorlaufleitung WVL
zu den einzelnen Wohneinheiten. Diese sind über Vorlauf-Leitungen WVL1 an die zentrale
Vorlauf-Leitung WVL angeschlossen. Die Vorlauf-Leitungen WVL1 führen über Wärmezähler
M zu ersten Wärmetauschern E1. Von diesen ersten Wärmetauschern E1 der Wohn- oder
Büroeinheiten führen Rücklauf-Leitungen WRL1 zu einer zentralen Rücklauf-Leitung WRL,
die den in den ersten Wärmetauschern E1 abgekühlten Wärmeträger zurück zur zentralen
Wärmequelle Z führen. In den Vorlauf-Leitungen WVL1 von der zentralen Vorlauf-Leitung
WVL zum ersten Wärmetauscher E1 ist eine Absperrarmatur A vorgesehen, mit welcher
die Wärmeversorgung der Wohn- oder Büroeinheit von der zentralen Vorlauf-Leitung WVL
getrennt werden kann. In den Rücklauf-Leitungen WRL1 von dem ersten Wärmetauscher
E1 zur zentralen Rücklauf-Leitung WRL ist eine Drosselarmatur D vorgesehen, mit welcher
der Volumenstrom durch den ersten Wärmetauscher E1 eingestellt werden kann. In der
Rücklauf-Leitung WRL1 könnte zusätzlich eine Absperrarmatur vorgesehen sein. Die Drosselarmatur
könnte ebenso in der Vorlauf-Leitung WVL1 angeordnet sein. Die Drosselarmatur D weist
ein Betätigungsmittel auf, mit welchem ein Schließelement der Drosselarmatur motorisch
und ferngesteuert eingestellt werden kann. Die Drosselaramatur D hat eine Schnittstelle
zum Empfang von Signalen zum Einstellen des Schließelementes und damit zum Einstellen
des Volumenstroms durch den ersten Wärmtauscher E1.
[0037] Zwischen der Absperrarmatur A und der Drosselarmatur D einerseits und dem ersten
Wärmtauscher E1 andererseits ist der Wärmezähler M angeordnet, der in Fig. 2 näher
dargestellt ist. Der Wärmezähler umfasst eine Messeinrichtung Mv zur Messung des Volumenstroms
durch den ersten Wärmetauscher, eine Messeinrichtung Mtv zur Messung der Temperatur
in der Vorlauf-Leitung WVL1 zum ersten Wärmetauscher und eine Messeinrichtung Mtr
zur Messung der Temperatur in der Rücklauf-Leitung WRL1. Messsignale der Messeinrichtungen
werden an eine Berechnungseinrichtung B übertragen, welche aus den Messwerten die
vom ersten Wärmtauscher E1 übertragene Wärmemenge berechnet. Die Messsignale der Messeinrichtungen
Mv, Mtv, Mtr, insbesondere das Signal für die Temperatur in der Rücklauf-Leitung WRL1
vom ersten Wärmetauscher E1 zur zentralen Rücklauf-Leitung WRL werden über eine Kommunikationsleitung
auch an eine Steuer- oder Regeleinrichtung C übertragen, die mit der Drosselarmatur
D und einer Umwälzpumpe P in der zentralen Vorlauf-Leitung WVL verbunden ist, um diese
einzustellen.
[0038] Die Steuer- oder Regeleinrichtung C ist mit Drosselarmaturen D und Wärmezählern M
aller Wohn- oder Büroeinrichtungen in dem Gebäude verbunden.
[0039] In den ersten Wärmetauschern E1 wird die Wärme aus der zentralen Wärmequelle Z auf
Heizkreise der Wohn- oder Büroeinheit übertragen. Der Heizkreis weist eine Pumpe P1
auf, welche einen Wärmträger in dem Heizkreis umwälzt. Die Heizkreise weisen eine
Heizkreisvorlauf-Leitung HVL und eine Heizkreisrücklauf-Leitung HRL auf, die über
Absperrarmaturen A zu Heizkörpern führen (nicht dargestellt), mit welchen Wärme des
Wärmeträgers im Heizkreis auf Raumluft in den Wohn- oder Büroeinheiten übertragen
wird.
[0040] Teil des Heizkreises ist ein zweiter Wärmtauscher E2, in welchem Wärme aus dem Heizkreis
auf einen Kreislauf zur Erwärmung von Trinkwasser zur Versorgung der Wohn- oder Büroeinheit
übertragen wird. Dazu wird in den zweiten Wärmetauschern E2 Wärmeträgern Wärme zugeführt.
Zur Umwälzung dieser Wärmeträger sind Umwälzpumpen P2 vorgesehen. Über in Wärmespeichern
Sp vorgesehene Wärmetauscher wird die Wärme auf über einen Hausanschluss HA für Trinkwasser
zugeführtes Trinkwasser übertragen. Das in den Wärmespeichern Sp erwärmte Trinkwasser
wird Zapfstellen in den Wohn- oder Büroeinheiten über Warmwasserleitungen WW zugeführt.
Über Kaltwasserleitungen KW werden diese Zapfstellen auch mit kaltem Trinkwasser aus
dem Hausanschluss HA versorgt.
[0041] Die Steuer- oder Regeleinrichtung C des erfindungsgemäßen Systems erhält Messwerte
der Messeinrichtungen Mtr für die Temperatur in den Rücklauf-Leitungen. Diese Temperaturen
sind Regelgrößen. Sie werden von der Steuer- oder Regeleinrichtung C geregelt. Dazu
wirkt die Steuer- oder Regeleinrichtung C auf die Drosselarmaturen D ein. Aufgrund
von Signalen, die von Reglern in der Steuer- oder Regeleinrichtung C erzeugt werden,
werden die Betätigungsmittel B der Drosselarmaturen D angesteuert, um mittels der
Schließelemente in den Drosselarmaturen D die Volumenströme durch die ersten Wärmetauscher
E1 zu vergrößern oder zu verkleinern. Bei gleichbleibender Leistung eines der ersten
Wärmetauscher E1, d.h. bei gleichbleibender Wärme, die von diesem ersten Wärmetauscher
übertragen wird, steigt die Temperatur in der Rücklauf-Leitung WRL1, wenn der Volumenstrom
durch diesen ersten Wärmetauscher E1 vergrößert wird. Wird dagegen bei gleichbleibender
Leistung des ersten Wärmetauschers E1 durch die Drosselarmatur D der Volumenstrom
durch den ersten Wärmetauscher verkleinert, sinkt die Temperatur in der Rücklauf-Leitung
WRL1.
[0042] Grundsätzlich sind gleiche Temperaturen in den Rücklauf-Leitungen ein Zeichen für
eine effektive Wärmeverteilung im System. Die Steuer- oder Regeleinrichtung C ist
daher vorteilhaft so eingerichtet, dass durch das Einstellen der Drosselarmaturen
D die Temperaturen in allen Rücklauf-Leitungen WRL1 möglichst gleich sind.
[0043] Vorzugsweise kann die Regel- oder Steuereinrichtung nicht nur die Drosselarmaturen
beeinflussen. Es ist möglich, dass die Steuer- oder Regeleinrichtung C auch die Umwälzpumpe
P in der zentralen Vorlauf-Leitung WVL beeinflusst. Das kann auf die Art und Weise
geschehen, dass die Steuer- oder Regeleinrichtung C aus den von den Wärmezählern M
übermittelten Daten Bedarfsprofile ermittelt, die den durchschnittlichen Wärmebedarf
der Wohn- oder Büroeinheiten während eines bestimmten Zeitraums, z.B. eines Tages
oder einer Woche wiedergeben. Sind diese Bedarfprofile bekannt, kann durch Summenbildung
des Bedarfs aller Wohn- oder Büroeinheiten die Leistung der Pumpe P ermittelt werden,
welche notwendig ist, um die benötigte Wärme von der zentralen Wärmequelle zu den
ersten Wärmetauschern E1 zu übertragen. Durch die Einstellung der Drosselarmaturen
D zur Regelung der Temperatur in den Rücklauf-Leitungen WRL kann dann sichergestellt
werden, dass die von der Pumpe P geförderte Wärme so auf die Wohn- oder Büroeinheiten
verteilt wird, wie es bedarfsgerecht erforderlich ist.
[0044] Damit ist eine sehr effektive Verteilung und Nutzung der erzeugten Wärme möglich.
1. System (S) zum Kühlen oder Heizen mit einem flüssigen oder gasförmigen Wärmeträger
in wenigstens einem Kreislauf für eine Zirkulation des Wärmeträgers, wobei das System
(S)
- wenigstens eine Vorlauf-Leitung (WVL1) zum Transport des Wärmeträgers von wenigstens
einer Wärmequelle (Z) oder Wärmesenke zu einer oder mehreren Verbrauchsstellen,
- wenigstens eine Rücklauf-Leitung (WRL1) zum Transport des Wärmeträgers von der oder
den Verbrauchsstellen zu der wenigstens einen Wärmequelle (Z) oder Wärmesenke,
- wenigstens eine zum Einstellen eines Strömungswiderstands geeignete und eingerichtete
Drosselarmatur (D) und
- wenigstens eine Messeinrichtung (Mvr) zur Erfassung der Temperatur in der Vorlauf-Leitung
(WVL1) und/oder eine Messeinrichtung (Mtr) zur Erfassung der Temperatur in der Rücklauf-Leitung
(WRL1) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das System (S) wenigstens eine Steuer- oder Regeleinrichtung (C) aufweist, welche
mit der Messeinrichtung (Mvr) zur Erfassung der Temperatur in der Vorlauf-Leitung
(WVL1) und/oder der Messeinrichtung (Mtr) zur Erfassung der Temperatur in der Rücklauf-Leitung
(WRL1) verbunden ist und mit welcher ein Signal zum Einstellen eines Strömungswiderstands
ermittelbar ist, welches an die Drosselarmatur (D) übermittelbar ist.
2. System (S) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mit der Steuer- oder Regeleinrichtung (C) durch Einstellen des Strömungswiderstands
mittels der Drosselarmatur (D) die Temperatur in der Rücklauf-Leitung (WRL1) regelbar
ist.
3. System (S) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Steuer- oder Regeleinrichtung (C) durch Einstellen des Strömungswiderstands
mittels der Drosselarmatur (D) die Differenz zwischen der Temperatur in der Vorlauf-Leitung
(WVL1) und der Temperatur in der Rücklauf-Leitung (WRL1) regelbar ist.
4. System (S) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das System (S) eine Einrichtung zur Erstellung eines Bedarfsprofils aufweist, mit
welcher ein zeitlicher Verlauf eines Bedarfs an Wärme in dem System (S) ermittelbar
ist.
5. System (S) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erstellung des Bedarfsprofils mit der Messeinrichtung (Mtv) zur
Erfassung der Temperatur in der Vorlauf-Leitung (WVL1), der Messeinrichtung (Mtr)
zur Erfassung der Temperatur in der Rücklauf-Leitung (WRL1), wenigstens einer Messeinrichtung
(Mv) zur Erfassung eines Volumenstroms in der Vorlauf-Leitung (WVL1) und/oder der
Rücklauf-Leitung (WRL1) und/oder wenigstens einer Pumpe (P) zum Pumpen des Wärmeträgers
verbunden ist.
6. System (S) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erstellung des Bedarfsprofils zur Übermittlung eines ermittelten
Bedarfsprofils mit der Steuer- oder Regeleinrichtung (C) verbunden ist, Teil der Steuer-
oder Regeleinrichtung (C) ist oder Teil einer weiteren Steuer- oder Regeleinrichtung
ist.
7. System (S) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regeleinrichtung (C) oder die weitere Steuer- oder Regeleinrichtung
eine Leistung der Pumpe (P) in Abhängigkeit des Bedarfsprofils steuert.
8. System (S) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wärmezähler (M) die Messeinrichtung (Mtv) zur Erfassung der Temperatur in der
Vorlauf-Leitung (WVL1), die Messeinrichtung (Mtr) zur Erfassung der Temperatur in
der Rücklauf-Leitung (WRL1) und/oder Messeinrichtung (Mv) zur Erfassung eines Volumenstroms
in der Vorlauf-Leitung (WVL1) und/oder der Rücklauf-Leitung (WRL1) umfasst.
9. System (S) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmezähler (M) zur Berechnung der transportierten Wärmemenge aus dem gemessenen
Volumenstrom und der Temperaturdifferenz zwischen dem Vorlauf und dem Rücklauf geeignet
und eingerichtet ist.
10. System (S) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselarmatur (D) wenigstens ein zum Betätigen eines Schließelementes geeignetes
und eingerichtetes Betätigungsmittel (B) aufweist.
11. System (S) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass für einen laufenden Abgleich während des Betriebs des Systems (S) zum Kühlen oder
Heizen geeignet und eingerichtet ist.
12. Anordnung zum Abgleichen eines einen Wärmeträger führenden Systems (S), insbesondere
zum Kühlen oder Heizen, mit mehreren Kreisläufen aufweisend:
- das den Wärmeträger führende System (S) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
- das zum Betätigen des Schließelementes der Drosselarmaturen (D) geeignete und eingerichtete
Betätigungsmittel (B),
- das zum Übertragen der von dem Steuerungs- und/oder Regelmittel (C) erzeugten Stellsignale
an die Betätigungsmittel (B) und zum Übertragen der Messwerte von den Messeinrichtungen
(Mv, Mtv, Mtr) an die Steuerungs- und/oder Regelmittel (C) geeignete und eingerichtete
Kommunikationsmittel,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungsmittel (B), die Messeinrichtungen (Mv, Mtv, Mtr), das Steuerungs- und/oder
Regelmittel (C) und/oder Kommunikationsmittel zum Zwecke des Abgleichens des Systems
(S) an Teilen des Systems (S) montierbar und nach erfolgtem Abgleich demontierbar
sind.
13. Verfahren zum Abgleichen eines Systems (S) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder
eine Anordnung nach Anspruch 12 umfassend folgende Schritte:
a). Eingabe einer Solltemperatur in der Rücklauf-Leitung (W RL1) oder einer Solltemperaturdifferenz
zwischen der Temperatur in der Rücklauf-Leitung (WRL1) und der Temperatur in der Vorlauf-Leitung
(VLR1) durch einen Benutzer oder Berechnung dieser Sollwerte durch eine Berechnungseinrichtung,
b). Ausstattung des Systems (S) mit dem Betätigungsmittel (B), den Messeinrichtungen
(Mv, Mtv, Mtr), dem Steuerungs-und/oder Regelmittel (C) und/oder den Kommunikationsmitteln,
c). Ermitteln der Temperaturen in der Vorlauf- und/oder Rücklauf-Leitung (WVL1, WRL1)
des abzugleichenden Systems (S),
d). Übertragung der Messwerte für die ermittelten Temperaturen an das Steuerungs-
und/oder Regelungsmittel (C) durch die Kommunikationsmittel,
e). Vergleich der Messwerte der ermittelten Temperatur in der Rücklauf-Leitung (WRL1)
mit der Soll-Temperatur in der Rücklauf-Leitung (WRL1) oder Vergleich einer aus den
Messwerten bestimmten Differenz zwischen den Temperaturen in der Vorlauf- und der
Rücklauf-Leitung (WVL1, WRL1)
f). Ermittlung der Signale zum Einstellen der Drosselarmatur (D) durch das Steuerungs-
und/oder Regelungsmittel (C) aus dem Ergebnis des Vergleichs,
g). Übertragung der Signale an die Betätigungsmittel (B) durch die Kommunikationsmittel,
h). Einstellen der Drosselarmatur (D) durch die Betätigungsmittel (B),
i). Wiederholen der Schritte c bis g bis die ermittelte Temperatur in dem Rücklauf
der Solltemperatur in dem Rücklauf entspricht oder die Differenz zwischen den Temperaturen
in der Vorlauf- und der Rücklauf-Leitung der Solldifferenz zwischen den Temperaturen
in der Vorlauf- und der Rücklauf-Leitung entspricht.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren nach dem Einstellen der Drosselarmatur (D) folgenden Schritt umfasst:
j). Lösen der Betätigungsmittel (B), Messeinrichtungen (Mv, Mtv, Mtr), dem Steuerungs-
und/oder Regelmittel (C) und/oder der Kommunikationsmittel von dem System (S) bei
Verbleib der eingestellten Drosselarmaturen (D) in dem System (S).