| (19) |
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(11) |
EP 2 911 889 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.12.2016 Patentblatt 2016/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.10.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/072087 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/064114 (01.05.2014 Gazette 2014/18) |
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| (54) |
HEISSPRÄGEVORRICHTUNG
HOT STAMPING MACHINE
DISPOSITIF D'ESTAMPAGE À CHAUD
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
24.10.2012 DE 102012110149
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.09.2015 Patentblatt 2015/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG |
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90763 Fürth (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- TRIEPEL, Michael
90766 Fürth (DE)
- BIEBER, Ralph
90556 Cadolzburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Louis Pöhlau Lohrentz |
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Patentanwälte
Postfach 30 55 90014 Nürnberg 90014 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 433 575 DE-A1- 4 309 400
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WO-A1-00/16980 DE-C1- 19 602 153
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Heißprägevorrichtung nach dem Oberbegriff des Gegenstands
des Anspruchs 1.
[0002] Heißprägevorrichtungen werden eingesetzt, um eine auf einer Trägerschicht einer Heißprägefolie
angeordnete Übertragungsschicht unter Einwirkung von Temperatur und Druck auf ein
Substrat zu übertragen. Dazu ist eine beheizte Prägewalze vorgesehen, die mit einer
Gegendruckwalze zusammenwirkt. Die Trägerschicht wird stromabwärts hinter einem zwischen
der Prägewalze und der Gegendruckwalze ausgebildetem Prägespalt mittels einer Ablöseeinrichtung
von der auf das Substrat übertragenen Übertragungsschicht abgezogen. Bei Verwendung
einer profilierten Prägewalze werden nur Bereiche, insbesondere entsprechend der Form
der Profilierung auf der Prägewalze, der Übertragungsschicht auf das Substrat übertragen,
so dass die abgezogene Trägerschicht auch Reste der Übertragungsschicht, insbesondere
entsprechend der Negativform der Profilierung auf der Prägewalze aufweist. Aus der
DE 10159661 C1 ist eine Heißprägevorrichtung der beschriebenen Art bekannt.
[0003] In dem Abstandsraum zwischen dem Prägespalt und der Ablöseeinrichtung ist zumindest
in der Nähe des Prägespalts die Übertragungsschicht noch relativ leicht von dem Substrat
ablösbar, weil der Verbund aus Substrat und Heißprägefolie noch eine relativ hohe
Temperatur aufweist und keine Anpresskraft mehr wirkt. Löst sich die Trägerfolie zu
früh, kommt es zu Unsauberkeiten in der Prägung, vor allem bei feinen und feinsten
Strukturen.
[0004] In zunehmendem Maße werden strukturierte Übertragungsschichten mit feinsten Strukturen
eingesetzt, die beispielsweise aus einem in einem Druckverfahren auf die Trägerschicht
aufgebrachten Toner ausgebildet sein können, wie in der
EP 0191592 B1 beschrieben.
[0005] In der
EP 0 433 575 A1 ist eine Heißprägevorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 offenbart, wobei
die Mantelfläche der Gegendruckzylinder als Auflage für das beprägte Substrat dient.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Heißprägevorrichtung anzugeben, die
Unsauberkeiten in der Prägung vermeidet.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Es
wird eine Heißprägevorrichtung mit einer Prägevorrichtung zur Übertragung einer auf
einer Trägerschicht einer Heißprägefolie angeordneten Übertragungsschicht auf ein
flexibles Substrat vorgeschlagen, umfassend eine beheizbare Prägewalze und eine Gegendruckwalze,
zwischen denen ein Prägespalt ausgebildet ist, sowie eine stromabwärts angeordnete
Ablösevorrichtung zur Ablösung der Trägerschicht von der auf das Substrat übertragenen
Übertragungsschicht, wobei vorgesehen ist, dass zwischen dem Prägespalt und der Ablösevorrichtung
unter dem Substrat ein ebenes Auflageelement für das beprägte Substrat unmittelbar
an den Prägespalt anschließend oder von dem Prägespalt um < 1 mm beabstandet oder
den Prägespalt übergreifend angeordnet ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Heißprägevorrichtung weist ein ebenes Auflageelement auf, das
dem beschichteten Substrat in dem für die Qualität der Prägung entscheidenden Abschnitt
zwischen dem Prägespalt und der Ablösevorrichtung eine Auflagefläche bereitstellt,
auf der das beschichtete Substrat vollflächig aufliegt. Die Heißprägevorrichtung kann
eine Fertigungsstation in einer Fertigungsanlage nach dem Rolle-zu-Rolle-Prinzip sein.
Das Substrat kann nach dem Rolle-zu-Rolle-Prinzip verarbeitet, d.h. von einer Rolle
endlos abgewickelt, dann verarbeitet und anschließend wieder aufgewickelt werden.
Das Substrat kann auch bogenweise verarbeitet werden, wobei die einzelnen Bögen von
einem Stapel zugeführt werden und nach der Verarbeitung wieder auf einem Stapel gesammelt
werden. Die Heißprägefolie wird üblicherweise nach dem Rolle-zu-Rolle-Prinzip verarbeitet,
d.h. von einer Rolle endlos abgewickelt, dann verarbeitet und anschließend wieder
aufgewickelt.
[0009] Es kann vorgesehen sein, dass das Auflageelement aus einem Material ausgebildet ist,
das einen Härtegrad im Bereich von 60° Shore A bis 95° Shore A, vorzugsweise im Bereich
von 80° Shore A bis 95° Shore A und/oder einen Härtegrad im Bereich von 450 HV 10
(HV = Vickershärte) bis 520 HV 10, vorzugsweise im Bereich von 465 HV 10 bis 500 HV
10 aufweist. Durch diesen Härtebereich kann das Auflageelement besonders vorteilhaft
als mechanisches Gegenlager für das Substrat und die darauf aufliegende Heißprägefolie
dienen und ein vorzeitiges Ablösen der Übertragungsschicht und/oder der Trägerschicht
von dem Substrat verhindern, insbesondere bei besonders fein aufgelösten Strukturen
der applizierten Übertragungsschicht..
[0010] Weiter kann vorgesehen sein, dass das Auflageelement ein biegesteifes Element ist,
dessen maximale Durchbiegung bei betriebsmäßiger Belastung kleiner als 10 µm ist bzw.
im Bereich von ca. 1 µm bis 10 µm liegt. Durch eine derartig geringe Durchbiegung
kann das Auflageelement besonders vorteilhaft als mechanisches Gegenlager für das
Substrat und die darauf aufliegende Heißprägefolie dienen und ein vorzeitiges Ablösen
der Übertragungsschicht und/oder der Trägerschicht von dem Substrat verhindern.
[0011] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Auflageelement aus
Edelstahl ausgebildet ist. Ein Auflageelement aus Edelstahl kann insbesondere die
vorgenannten Eigenschaften bzgl. harter Oberfläche und geringer Durchbiegung erbringen
und ist als mechanisches Gegenlager für das Substrat und die darauf aufliegende Heißprägefolie
besonders geeignet. Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft eines Auflageelements aus
Edelstahl ist, dass durch die hohe Wärmeleitfähigkeit von Edelstahl mittels des Bandes
überschüssige Wärme in vorteilhafter Weise aus dem Prägespalt transportierbar ist.
Insbesondere bei lange unterbrechungsfrei laufenden Prägevorgängen hat es sich gezeigt,
dass insbesondere die Gegendruckwalze trotz zusätzlicher Kühlmaßnahmen immer heißer
wird und sich dadurch die Prägebedingungen im Prägespalt schleichend ungünstig verändern.
Ein Auflageelement aus Edelstahl kann nun zusätzlich Wärmeenergie aus dem Prägespalt
herausführen, wodurch die Prägebedingungen im Prägespalt besser einstellbar und kontrollierbar
sein können.
[0012] Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Auflageelement aus Kupfer, Aluminium, aus
anderen Stahl- oder Edelstahllegierungen, Titan, Papier, Folie oder faserverstärktem
Material ausgebildet ist.
[0013] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Auflageelement als
eine Auflageplatte ausgebildet ist. Da bei einer Auflageplatte eine Relativbewegung
zwischen der Oberfläche der Auflageplatte und der Unterseite des beschichteten Substrats
eintritt, ist die Oberfläche vorzugsweise poliert, das heißt für minimale Reibung
ausgelegt, wobei die Abweichungen der Auflagefläche von einer idealen Ebene vernachlässigbar
sind.
[0014] Der dem Prägespalt zugewandte Endabschnitt der Auflageplatte kann vorzugsweise schneidenförmig
ausgebildet sein. Durch die schneidenförmige Ausbildung kann der geforderte Abstand
< 1 mm zwischen der Auflageplatte und dem Prägespalt eingestellt werden.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Auflageelement
als ein umlaufendes Band ausgebildet ist. In diesem Fall kann eine Relativbewegung
zwischen der Oberfläche der Auflageplatte und der Unterseite des beschichteten Substrats
vermieden sein, wenn das Band auf der Gegendruckwalze gelagert ist. Auch bei dieser
Ausbildung hat es sich bewährt, wenn die Oberfläche poliert ist, das heißt die Abweichungen
der Auflagefläche von einer idealen Ebene vernachlässigbar sind.
[0016] Es kann vorgesehen sein, dass das Band als ein nahtloses Band ausgebildet ist. Ein
nahtloses Band ohne Stoßstellen bietet über seine gesamte Oberfläche die gleichen
Bedingungen hinsichtlich der Eigenschaft als mechanisches Gegenlager für das Substrat
und die darauf aufliegende Heißprägefolie. Entsprechend diesen dadurch in vorteilhafter
Weise konstanten mechanischen Eigenschaften können die restlichen Prägeparameter entsprechend
genau und konstant eingestellt werden.
[0017] Weiter kann vorgesehen sein, dass das nahtlose Band eine Dicke im Bereich von 0,2
mm bis 0,5 mm aufweist, bevorzugt im Bereich von 0,3 mm bis 0,35 mm aufweist. Ein
Band in dieser Dicke bzw. Stärke kann insbesondere die vorgenannten Eigenschaften
bzgl. harter Oberfläche und geringer Durchbiegung erbringen und ist als mechanisches
Gegenlager für das Substrat und die darauf aufliegende Heißprägefolie besonders geeignet.
[0018] In einer weiteren Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Band als ein Gliederband
aus plattenförmigen Gliedern ausgebildet ist, wobei benachbarte Glieder durch ein
Drehgelenk so miteinander verbunden sind, dass sie im gestreckten Zustand eine spaltfreie,
insbesondere weitgehend homogene Auflagefläche bilden. Das Gliederband kann randseitige
Transportausnehmungen aufweisen und die Umlenkwalze kann korrespondierende Zahnkränze
aufweisen, die in die Transportausnehmungen eingreifen.
[0019] Die Prägewalze kann eine Beschichtung aus einem Elastomer mit einer Dicke im Bereich
von 3 bis 10mm aufweisen, bevorzugt im Bereich von 5 mm bis 10 mm aufweisen. Bei Ausbildung
eines Prägedrucks wird die Oberfläche der Beschichtung so verformt, dass anstelle
eines linienförmigen Prägespalts ein flächenförmiger Prägespalt ausgebildet wird.
Der Prägespalt kann beispielsweise eine Breite von 5 mm bis 20 mm aufweisen. Es hat
sich bewährt, einen Prägespalt mit einer Breite von 5 mm von 10 mm einzustellen. Der
zugehörige Prägedruck kann beispielsweise im Bereich von 1 bar bis 6 bar sein. Es
hat sich bewährt, den Prägedruck im Bereich von 3 bar bis 6 bar zu wählen.
[0020] Das Elastomer kann vorzugsweise Silikonkautschuk sein.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass die Beschichtung einen Härtegrad im Bereich von 60°
Shore A bis 95° Shore A aufweist, bevorzugt im Bereich von 70° Shore A bis 90° Shore
A aufweist.
[0022] In einer weiteren Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Auflageelement als die
Stirnfläche einer Sonotrode einer Ultraschalllagereinrichtung ausgebildet ist. Die
Ultraschalllagereinrichtung umfasst die Sonotrode und einen Ultraschallwandler. Zwischen
der Sonotrode und der Unterseite des beprägten Substrats wird durch die Einwirkung
des Ultraschalls ein Luftfilm ausgebildet, auf dem das beprägte Substrat gleitet.
In dem dadurch aufgebauten Lagerspalt wird ein Druck zwischen der Stirnfläche der
Sonotrode und der Unterseite des beprägten Substrats aufgebaut, der ebenso wie die
Dicke des Luftfilms feinfühlig einstellbar ist. Es ist auch möglich, die Stirnfläche
der Sonotrode mit Ansaugöffnungen auszubilden, die über Kanäle mit einer Vakuumpumpe
verbunden sind, um das Substrat gegen den Druck im Lagerspalt anzusaugen und so mit
dem sich einstellenden Gleichgewichtsdruck den Lagerspalt noch exakter einstellbar
zu machen.
[0023] Zur Beheizung der Prägewalze kann eine außerhalb der Prägewalze angeordnete Heizeinrichtung
vorgesehen sein. Vorzugsweise kann eine Infrarotstrahlungsheizeinrichtung mit Temperaturregler
vorgesehen sein. Die Prägetemperatur kann im Bereich von 100 °C bis 250 °C sein, bevorzugt
im Bereich von 130 °C bis 190 °C.
[0024] Es kann auch eine innerhalb der Prägewalze angeordnete Heizeinrichtung vorgesehen
sein. Eine solche Heizeinrichtung innerhalb der Prägewalze kann zum Beispiel ein elektrisches
Heizelement, insbesondere eine Heizwendel oder Heizspirale sein. Ebenso kann innerhalb
der Prägewalze ein temperierter Ölkreislauf angeordnet sein, der die Prägewalze auf
eine gewünschte Temperatur aufheizt.
[0025] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Heißprägevorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Heißprägevorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 3
- ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Heißprägevorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 4
- ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Heißprägevorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 5
- ein fünftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Heißprägevorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 6
- eine alternative Heißprägevorrichtung in schematischer Darstellung.
[0026] Fig. 1 zeigt eine Heißprägevorrichtung 1 mit einer Prägevorrichtung 2 und einer Ablösevorrichtung
3. Die Prägevorrichtung 2 umfasst eine Prägewalze 11, eine Gegendruckwalze 12 und
eine Heizeinrichtung 13.
[0027] Die Prägewalze 11 weist an ihrem Außenumfang eine Beschichtung 11 b aus einem Elastomer
mit einer Dicke im Bereich von 3 bis 10 mm auf, bevorzugt im Bereich von 5 bis 10
mm. Bei dem Elastomer handelt es sich vorzugsweise um Silikonkautschuk. In dem in
Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Silikonkautschuk eine Härte von
80° Shore A auf. Die Gegendruckwalze 12 ist aus Stahl gefertigt.
[0028] Die Heizeinrichtung 13 ist über der Prägewalze 11 angeordnet und in dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel als eine mittels eines Temperaturreglers geregelte
Infrarotstrahlungsheizung ausgebildet.
[0029] Stromaufwärts vor der Prägevorrichtung 2 werden ein zu beprägendes Substrat 14 und
eine Heißprägefolie 15 zugeführt, die in einem zwischen der Prägewalze 11 und der
Gegendruckwalze 12 ausgebildeten Prägespalt 16 unter Ausbildung eines Prägedrucks
miteinander verbunden werden.
[0030] Die Heißprägefolie 15 weist eine auf einer Trägerschicht 15t angeordnete Übertragungsschicht
15u auf. Die Trägerschicht 15t kann z.B. aus PET oder aus Polypropylen, Polystyrol,
PVC, PMMA, ABS, Polyamid sein. Die Heißprägefolie 15 ist so angeordnet, dass die Übertragungsschicht
15u der Oberseite des zu beprägenden Substrats 14 zugewandt ist. Die Übertragungsschicht
15u kann mit einer hitzeaktivierbaren Kleberschicht beschichtet sein oder selbstklebend
(Kaltkleber) ausgebildet sein. Zwischen der Übertragungsschicht 15u und der Trägerschicht
15t kann eine Trennschicht angeordnet sein, die das Ablösen der Übertragungsschicht
15u von der Trägerschicht 15t erleichtert.
[0031] Die Übertragungsschicht der Heißprägefolie weist im Allgemeinen mehrere Schichten
auf, insbesondere eine Ablöseschicht (beispielsweise aus Wachs oder wachshaltigen
Verbindungen), eine Schutzlackschicht, eine hitzeaktivierbare Kleberschicht. Zusätzlich
können eine oder mehrere, flächig partiell oder vollflächig aufgebrachte, Dekorationsschichten
und/oder Funktionsschichten enthalten sein. Dekorationsschichten sind zum Beispiel
farbige (opak oder transparent oder transluzent) Lackschichten, Metallschichten oder
Reliefstrukturen (haptisch oder optisch refraktiv oder optisch diffraktiv wirkend).
Funktionsschichten sind beispielsweise elektrisch leitende Schichten (Metall, ITO
(ITO = Indium Tin Oxide)), elektrisch halbleitende Schichten (zum Beispiel Halbleiterpolymere)
oder elektrisch nichtleitende Schichten (elektrisch isolierende Lackschichten) oder
optisch mattierende oder anti-reflektierend wirkende Schichten (beispielsweise mit
mikroskopischen Mattstrukturen) oder die Haftwirkung und/oder die Oberflächenspannung
modifizierende Strukturen (Lotus-Effekt-Strukturen oder ähnliche). Zwischen den einzelnen
Schichten können zusätzliche Hilfsschichten, insbesondere Haftvermittlerschichten
vorhanden sein. Die einzelnen Schichten der Übertragungslage sind etwa zwischen 1
nm und 50 µm dick.
[0032] Das zu beprägende Substrat 14 ist ein flexibles Substrat, beispielsweise Papier mit
einem Flächengewicht von 30 g/m
2 bis 350 g/m
2, bevorzugt 80 g/m
2 bis 350 g/m
2, Karton, Kunststoff oder ein Hybridmaterial oder ein Laminat.
[0033] Durch das Übertragen der Übertragungsschicht 15u auf das Substrat 14 wird ein beprägtes
Substrat 17 ausgebildet, das noch mit der Trägerschicht 15t verbunden ist.
[0034] Die Breite des Prägespalts 16 ist im Wesentlichen durch den Prägedruck und durch
die unter dem Prägedruck eintretende lokale Verformung der Beschichtung 11 b der Prägewalze
11 bestimmt. Der Prägespalt 16 weist eine Breite von 5 bis 20 mm auf, bevorzugt eine
Breite von 5 von 10 mm auf. In dem Prägespalt 16 wird ein Prägedruck von 1 bar bis
6 bar erzeugt, bevorzugt ein Prägedruck von 3 bar bis 6 bar erzeugt. Die Prägetemperatur
kann im Bereich von 100 °C bis 250 °C sein, bevorzugt im Bereich von 130 °C bis 190
°C. Die Übertragungsschicht 15u wird in einer Geschwindigkeit von bis zu 75 m/min
auf das Substrat 14 übertragen. Die einzustellenden Werte für Druck, Temperatur und
Geschwindigkeit sind abhängig von zahlreichen Parametern, wie den Materialeigenschaften
der eingesetzten Heißprägefolie, dem Prägedekor und den Materialeigenschaften des
Substrats. Wegen der vielfältigen Abhängigkeiten ist eine mathematische Modellierung
so aufwendig, dass die o. g. Werte ausgehend von einer Grundeinstellung der Heißprägevorrichtung
1 vorzugsweise durch Versuche bestimmt werden.
[0035] Die Trägerschicht 15t wird in der stromabwärts hinter der Prägevorrichtung 2 angeordneten
Ablösevorrichtung 3 von dem beprägten Substrat 17 abgelöst. Die Ablösevorrichtung
3 kann beispielsweise als ein Balken mit Ablösekante ausgebildet sein, der über dem
mit der Trägerschicht 15t verbundenen beprägten Substrat 17 angeordnet ist. Die Trägerschicht
15t wird über die Ablösekante gezogen und einer nicht dargestellten Aufwickelrolle
zugeführt.
[0036] Zwischen dem Prägespalt 16 und der Ablösevorrichtung 3 ist unter dem beprägten Substrat
17 eine biegesteife ebene Auflageplatte 18 mit einem Abstand vom Prägespalt von <
1 mm so angeordnet, dass das aus dem Prägespalt 16 austretende beprägte Substrat 17
vollflächig auf der Auflageplatte 18 aufliegt. Der dem Prägespalt 16 zugewandte Endabschnitt
der Auflageplatte 18 ist schneidenförmig ausgebildet, so dass zwischen der dem Prägespalt
16 zugewandten Stirnkante der Auflageplatte 18 und dem Prägespalt 16 ein Abstand von
< 1 mm einstellbar ist. Die Auflageplatte 18 ist vorzugsweise aus Edelstahl, als eine
Schichtholzplatte, oder eine Kunststoffplatte mit entsprechender Oberflächenbehandlung
(- beschichtung) ausgebildet. Die dem beschichteten Substrat 17 zugewandte Oberseite
der Auflageplatte 18 ist vorzugsweise mit polierter Oberfläche ausgebildet, das heißt
mit einer mittleren Rautiefe < 0,1 µm.
[0037] In den in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispielen sind Transportvorrichtungen
sowie Vorrats- und Aufwickelrollen für das Substrat 14, 17 und die Heißprägefolie
15 bzw. die Trägerschicht 15t nicht dargestellt. Es kann vorgesehen sein, dass die
Heißprägevorrichtung 1 eine Fertigungsstation in einer Fertigungsanlage nach dem Rolle-zu-Rolle-Prinzip
ist.
[0038] Fig. 2 zeigt eine Heißprägevorrichtung 1, die wie die in Fig. 1 beschriebene Heißprägevorrichtung
ausgebildet ist, mit dem Unterschied, dass als biegesteifes ebenes Auflageelement
zwischen dem Prägespalt 16 und der Ablösevorrichtung 3 ein nahtloses Band 19 vorgesehen
ist. Das nahtlose Band 19 bildet eine den Prägespalt 16 übergreifende biegesteife
Lagereinrichtung. Das nahtlose Band 19 ist auf der Gegendruckwalze 12 und einer Umlenkwalze
20 geführt, wobei der Lagerabstand der Gegendruckwalze 12 und einer Umlenkwalze 20
so eingestellt ist, dass das Band 19 mit einer solchen Zugkraft belastet ist, dass
es eine biegesteife ebene Auflagefläche für das beschichtete Substrat 17 bildet.
[0039] In einer bevorzugten Ausführung ist das Band 19 aus Edelstahl ausgebildet. Es kann
auch ein anderes Material als Edelstahl vorgesehen sein, beispielsweise Silikon, beschichteter
Gummi, Papier, Folie oder faserverstärktes Material. Wesentlich ist, dass das Bandmaterial
bei einem Edelstahlband einen Härtegrad im Bereich von 450 HV 10 bis 520 HV 10, vorzugsweise
im Bereich von 465 HV 10 bis 500 HV 10 (HV = Vickershärte), und bei Silikon bzw. beschichtetem
Gummi einen Härtegrad im Bereich von 60° Shore A bis 95° Shore A, vorzugsweise im
Bereich von 80° Shore A bis 95° Shore A aufweist.
[0040] Das vorgenannte Edelstahlband ist mit einer Dicke im Bereich von 0,2 mm bis 0,5 mm
ausgebildet, bevorzugt im Bereich von 0,3 mm bis 0,35 mm.
[0041] Als vorteilhaft hat sich bei dem aus Edelstahl ausgebildeten Band 19 gezeigt, dass
es eine Überhitzung im Prägespalt 16 verhindert, weil es wegen seiner guten Wärmeleitung
überschüssige Wärme aus dem Prägespalt abführt.
[0042] In einem Fallbeispiel sind beispielsweise folgende Prägeparameter eingestellt worden:
| Temperatur an der Oberfläche der Prägewalze 11: |
150 - 155 °C |
| Temperaturregeleinstellung: |
160 °C |
| Prägedruck: |
4 bar |
| Vorschubgeschwindigkeit: |
15 m/min |
| Material der Heißprägefolie: |
KURZ Digital Metal DT- H Silver |
| Toner: |
HP Indigo Electrolnk black |
| Material des Substrats: |
Digital Silver Bilderdruck Material 200 g/m2 |
| Bogengröße: |
500 x 320 mm |
[0043] Fig. 3 zeigt eine Heißprägevorrichtung 1, die wie die in Fig. 2 beschriebene Heißprägevorrichtung
ausgebildet ist, mit dem Unterschied, dass anstelle des nahtlosen Bandes 19 ein Gliederband
21 aus plattenförmigen Gliedern 21g vorgesehen ist, wobei benachbarte Glieder 21g
durch ein Drehgelenk so miteinander verbunden sind, dass sie im gestreckten Zustand
eine spaltfreie ebene Auflagefläche bilden.
[0044] Das Gliederband 21 kann randseitige Transportausnehmungen aufweisen und die Umlenkwalze
20 kann korrespondierende Zahnkränze aufweisen, die in die Transportausnehmungen eingreifen.
[0045] Fig. 4 zeigt eine Heißprägevorrichtung 1, die wie die in Fig. 2 beschriebene Heißprägevorrichtung
ausgebildet ist, mit dem Unterschied, dass eine weitere Umlenkwalze 20 vorgesehen
ist, und dass die Gegendruckwalze 12 nur noch die Funktion erfüllt, den Gegendruck
für das Prägen aufzubringen. In dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel weist
die Gegendruckwalze 12 folglich einen geringeren Durchmesser als die beiden Umlenkwalzen
20 auf.
[0046] Fig. 5 zeigt eine Heißprägevorrichtung 1, die wie die in Fig. 1 beschriebene Heißprägevorrichtung
ausgebildet ist, mit dem Unterschied, dass als biegesteifes ebenes Auflageelement
zwischen dem Prägespalt 16 und der Ablösevorrichtung 3 eine Ultraschalllagereinrichtung
22 vorgesehen ist. Die Ultraschalllagereinrichtung umfasst eine Sonotrode 22s und
einen Ultraschallwandler 22w. Zwischen der Sonotrode 22s und der Unterseite des beprägten
Substrats 17 wird durch die Einwirkung des Ultraschalls ein Luftfilm konstanter Dicke
ausgebildet, auf dem das beprägte Substrat 17 aufliegt und gleitet. In dem dadurch
aufgebauten Lagerspalt wird ein Druck zwischen der Stirnfläche der Sonotrode 22s und
der Unterseite des beprägten Substrats 17 aufgebaut, der ebenso wie die Dicke des
Lagerspalts feinfühlig einstellbar ist. Es ist auch möglich, die Stirnfläche der Sonotrode
22s mit Ansaugöffnungen auszubilden, die über Kanäle mit einer Vakuumpumpe verbunden
sind, um das Substrat 17 gegen den Lagerspaltdruck anzusaugen und so mit dem sich
einstellenden Gleichgewichtsdruck den Lagerspalt noch exakter einstellbar zu machen.
[0047] Fig. 6 zeigt eine alternative, nicht zur Erfindung gehörende, Heißprägevorrichtung
1, die wie die in Fig. 5 beschriebene Heißprägevorrichtung ausgebildet ist, mit dem
Unterschied, dass anstelle der Gegendruckwalze eine zweite Ultraschalllagereinrichtung
23 vorgesehen ist, die eine Sonotrode 23s und einen Ultraschallwandler 23w umfasst.
Es kann auch nur eine Ultraschalllagereinrichtung vorgesehen sein, deren Sonotrode
eine Breite aufweist, die der Summe der Breiten der Sonotroden 22s und 23s gleich
ist.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Heißprägevorrichtung
- 2
- Prägevorrichtung
- 3
- Ablösevorrichtung
- 11
- Prägewalze
- 11b
- Beschichtung
- 12
- Gegendruckwalze
- 13
- Heizeinrichtung
- 14
- zu beprägendes Substrat
- 15
- Heißprägefolie
- 15t
- Trägerschicht
- 15u
- Übertragungsschicht
- 16
- Prägespalt
- 17
- beprägtes Substrat
- 18
- Auflageplatte
- 19
- nahtloses Band
- 20
- Umlenkwalze
- 21
- Gliederband
- 21g
- plattenförmiges Glied
- 22
- Ultraschalllagereinrichtung
- 22s
- Sonotrode
- 22w
- Ultraschallwandler
- 23
- zweite Ultraschalllagereinrichtung
- 23s
- Sonotrode
- 23w
- Ultraschallwandler
1. Heißprägevorrichtung (1) mit einer Prägevorrichtung (2) zur Übertragung einer auf
einer Trägerschicht (15t) einer Heißprägefolie (15) angeordneten Übertragungsschicht
(15u) auf ein flexibles Substrat (14), umfassend eine beheizbare Prägewalze (11) und
eine Gegendruckwalze (12), zwischen denen ein Prägespalt (16) ausgebildet ist, sowie
eine stromabwärts angeordnete Ablösevorrichtung (3) zur Ablösung der Trägerschicht
(15t) von der auf das Substrat (14) übertragenen Übertragungsschicht (15u),
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Prägespalt (16) und der Ablösevorrichtung (3) unter dem beprägten Substrat
(17) ein ebenes Auflageelement (18, 19, 21, 22s) für das beprägte Substrat (17) unmittelbar
an den Prägespalt (16) anschließend oder von dem Prägespalt (16) um < 1 mm beabstandet
oder den Prägespalt (16) übergreifend angeordnet ist.
2. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement (18, 19, 21, 22s) aus einem Material ausgebildet ist, das einen
Härtegrad im Bereich von 60° bis 95° Shore A, vorzugsweise im Bereich von 80° bis
95° Shore A und/oder einen Härtegrad im Bereich von 450 HV 10 bis 520 HV 10,
vorzugsweise im Bereich von 465 HV 10 bis 500 HV 10 aufweist.
3. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement (18, 19, 21, 22s) ein biegesteifes Element ist, dessen maximale
Durchbiegung bei betriebsmäßiger Belastung kleiner als 10 µm ist.
4. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement (18, 19, 21, 22s) aus Edelstahl ausgebildet ist.
5. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement (18, 19, 21) aus Silikon, beschichtetem Gummi, Papier, Folie oder
faserverstärktem Material ausgebildet ist.
6. Heißprägevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement als eine Auflageplatte (18) ausgebildet ist.
7. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der dem Prägespalt (16) zugewandte Endabschnitt der Auflageplatte (18) schneidenförmig
ausgebildet ist.
8. Heißprägevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement als ein umlaufendes Band (19, 21) ausgebildet ist.
9. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Band als ein nahtloses Band (19) ausgebildet ist.
10. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass nahtlose Band (19) eine Dicke im Bereich von 0,2 mm bis 0,5 mm aufweist, bevorzugt
im Bereich von 0,3 mm bis 0,35 mm aufweist.
11. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Band als ein Gliederband (21) aus plattenförmigen Gliedern (21g) ausgebildet
ist, wobei benachbarte Glieder (21g) durch ein Drehgelenk so miteinander verbunden
sind, dass sie im gestreckten Zustand eine spaltfreie Auflagefläche bilden.
12. Heißprägevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Prägewalze (11) eine Beschichtung (11 b) aus einem Elastomer mit einer Dicke
im Bereich von 3 mm bis 10mm aufweist, bevorzugt im Bereich von 5 mm bis 10mm aufweist.
13. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Elastomer Silikonkautschuk ist.
14. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschichtung (11b) einen Härtegrad im Bereich von 60° bis 95° Shore A aufweist,
bevorzugt im Bereich von 70° bis 90° Shore A aufweist.
15. Heißprägevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageelement als die Stirnfläche einer Sonotrode (22s) einer Ultraschalllagereinrichtung
(22) ausgebildet ist.
1. Hot stamping device (1) having a stamping device (2) for transferring a transfer layer
(15u) arranged on a carrier layer (15t) of a hot stamping film (15) to a flexible
substrate (14), comprising a heatable stamping roller (11) and a counter-pressure
roller (12), between which a stamping gap (16) is formed, as well as a detachment
device (3) arranged downstream for the detachment of the carrier layer (15t) from
the transfer layer (15u) transferred to the substrate (14),
characterised in that
a flat support element (18, 19, 21, 22s) for the stamped substrate (17) is arranged
between the stamping gap (16) and the detachment device (3) beneath the stamped substrate
(17), directly adjoining the stamping gap (16) or at a distance of < 1mm from the
stamping gap (16) or overlapping the stamping gap (16).
2. Hot stamping device according to claim 1,
characterised in that
the support element (18, 19, 21, 22s) is formed from a material which has a degree
of hardness ranging from 60° to 95° Shore A, preferably ranging from 80° to 95° Shore
A, and/or a degree of hardness ranging from 450 HV 10 to 520 HV 10, preferably ranging
from 465 HV 10 to 500 HV 10.
3. Hot stamping device according to claim 1 or 2,
characterised in that
the support element (18, 19, 21, 22s) is a rigid element whose maximum sag under operational
stress is less than 10µm.
4. Hot stamping device according to claim 2 or 3,
characterised in that
the support element (18, 19, 21, 22s) is formed from stainless steel.
5. Hot stamping device according to claim 2 or 3,
characterised in that
the support element (18, 19, 21) is formed from silicon, coated rubber, paper, foil
or fibre-reinforced material.
6. Hot stamping device according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
the support element is formed as a support plate (18).
7. Hot stamping device according to claim 6,
characterised in that
the end section of the support plate (18) facing towards the stamping gap (16) is
formed to be blade-like.
8. Hot stamping device according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
the support element is formed as a circulating belt (19, 21).
9. Hot stamping device according to claim 8,
characterised in that
the belt is formed as a seamless belt (19).
10. Hot stamping device according to claim 9,
characterised in that
the seamless belt (19) has a thickness ranging from 0.2mm to 0.5mm, preferably ranging
from 0.3mm to 0.35mm.
11. Hot stamping device according to claim 8,
characterised in that
the belt is formed as a link belt (21) made from plate-shaped links (21g), wherein
adjacent links (21 g) are connected to each other by a swivel joint in such a way
that they form a gap-free support surface in the stretched state.
12. Hot stamping device according to one of claims 1 to 11,
characterised in that
the stamping roller (11) has a coating (11b) made from an elastomer having a thickness
ranging from 3mm to 10mm, preferably ranging from 5mm to 10mm.
13. Hot stamping device according to claim 12,
characterised in that
the elastomer is silicone rubber.
14. Hot stamping device according to claim 12 or 13,
characterised in that
the coating (11b) has a degree of hardness ranging from 60° to 95° Shore A, preferably
ranging from 70° to 90° Shore A.
15. Hot stamping device according to claim 1,
characterised in that
the support element is formed as the front face of a sonotrode (22s) of an ultrasound
air bearing device (22).
1. Dispositif d'estampage à chaud (1) comprenant un dispositif d'estampage (2) servant
à transférer sur un substrat (14) une couche de transfert (15u) disposée sur une couche
support (15t) d'une feuille d'estampage à chaud (15), comprenant un rouleau d'estampage
(11) qui peut être chauffé et un rouleau de contre-pression (12) entre lesquels est
formée une fente d'estampage (16), ainsi qu'un dispositif séparateur (3) placé en
aval, servant à séparer la couche support (15t) de la couche de transfert (15u) transférée
sur le substrat (14),
caractérisé en ce
qu'entre la fente d'estampage (16) et le dispositif séparateur (3), un élément d'appui
plan (18, 19, 21, 22s) pour le substrat estampé (17) est disposé sous le substrat
estampé (17), en étant immédiatement adjacent à la fente d'estampage (16), ou en étant
espacé de < 1 mm de la fente d'estampage (16), ou en venant se plaquer au-dessus de
la fente d'estampage (16).
2. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui (18, 19, 21, 22s) est fait d'un matériau qui présente un degré de
dureté dans la plage de 60° à 95° Shore A, de préférence dans la plage de 80° à 95°
Shore A et/ou un degré de dureté dans la plage de 450 HV 10 à 520 HV 10, de préférence
dans la plage de 465 HV 10 à 500 HV 10.
3. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui (18, 19, 21, 22s) est un élément résistant à la flexion dont le
fléchissement maximal, dans le cas d'une sollicitation adaptée au fonctionnement,
est inférieur à 10 µm.
4. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui (18, 19, 21, 22s) est fait d'acier d'inoxydable.
5. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui (18, 19, 21) est fait de silicone, de caoutchouc revêtu, de papier,
de film ou d'un matériau renforcé par des fibres.
6. Dispositif d'estampage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui est réalisé sous la forme d'une plaque d'appui (18).
7. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la partie d'extrémité de la plaque d'appui (18) tournée vers la fente d'estampage
(16) est en forme de lame.
8. Dispositif d'estampage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui est réalisé sous la forme d'une bande périphérique (19, 21).
9. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
la bande est réalisée sous la forme d'une bande sans soudure (19).
10. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
la bande sans soudure (19) présente une épaisseur dans la plage de 0,2 mm à 0,5 mm,
de préférence dans la plage de 0,3 mm à 0,35 mm.
11. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
la bande est réalisée sous la forme d'une bande à maillons (21) faite de maillons
(21g) en forme de plaque, les maillons (21g) voisins étant reliés ensemble par une
articulation tournante de sorte qu'une fois étirés, ils forment une surface d'appui
ne laissant pas de fente.
12. Dispositif d'estampage à chaud selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
le rouleau d'estampage (11) présente un revêtement (11b) fait d'un élastomère d'une
épaisseur dans la plage de 3 mm à 10 mm, de préférence dans la plage de 5 mm à 10
mm.
13. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
l'élastomère est du caoutchouc de silicone.
14. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 12 ou 13,
caractérisé en ce que
le revêtement (11b) présente un degré de dureté dans la plage de 60° à 95° Shore A,
de préférence dans la plage de 70° à 90° Shore A.
15. Dispositif d'estampage à chaud selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui est réalisé sous la forme de la face frontale d'une sonotrode (22s)
d'un dispositif formant coussinet à ultrasons (22).
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