(19)
(11) EP 2 913 432 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.09.2015  Patentblatt  2015/36

(21) Anmeldenummer: 15156926.6

(22) Anmeldetag:  27.02.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D06F 57/06(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 27.02.2014 DE 102014102612

(71) Anmelder: Leifheit AG
56377 Nassau (DE)

(72) Erfinder:
  • Fischer, Klaus-Jügen
    56379 Holzappel (DE)
  • Pakusa, Norbert
    56377 Schweighausen (DE)

(74) Vertreter: Bungartz Christophersen Partnerschaft mbB Patentanwälte 
Im Mediapark 6A
50670 Köln
50670 Köln (DE)

   


(54) Wäschetrocknungsgestell


(57) Die Erfindung betrifft ein Wäschetrocknungsgestell mit einem Traggestell (1), das zwei gegenüberliegende Tragleisten (5) aufweist, zwischen denen mehrere, langgezogene Haltemittel verlaufen, an denen Wäschestücke (2) zum Trocknen aufgehängt werden können, wobei zumindestim Bereich eines der Haltemittel ein Stützprofil (3) mit einem abgeflachten Auflageabschnitt vorgesehen ist, über den Wäschestücke (2) zu beiden Seiten herunterhängend auflegbar sind und der abgeflachte Auflageabschnitt eine Breite von zumindest 15 mm und abgerundete Ränder mit einem Radius von zumindest 5 mm an seiner 0berseite aufweist.
Die bekannten Wäschetrocknungsgestelle haben den Nachteil, dass das Stützprofil als separates Bauteil ausgebildet ist. Dies verbessert die Erfindung dadurch, dass das Stützprofil (3) an zumindest einer der Tragleisten (5) drehbar oder schwenkbar gelagert ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Wäschetrocknungsgestell nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Ein Wäschetrocknungsgestell ist aus der EP 0609476 A1 oder der DE 20 2004 007 581 U1 bekannt. Dieser als Wäscheständer ausgebildeter Wäschetrocknungsgestell weist ein Traggestell auf, das ein mittleres Trocknungsfeld sowie zwei bügelartige Standfüße umfasst. Im Trocknungsfeld sind zwischen zwei gegenüberliegenden Tragleisten Haltemittel in Form von Wäscheleinen angeordnet, an denen Wäschestücke jeweils über Wäscheklammern befestigt werden können.

[0003] Aus der EP 2025799 A1 ist ein so genannter Turmtrockner bekannt, bei dem das Traggestell drei übereinander angeordnete Trocknungsfelder mit parallel zueinander angeordneten Haltemitteln in Form von Wäscheleinen aufweist. Die EP 1834028 A1 wiederum zeigt ein Beispiel einer Wäschespinne, bei der Wäscheleinen zwischen Tragarmen verlaufen, die mit einem Ende an einem längs eines Mastes verschiebbaren zentralen Gleitgelenk angelenkt sind und durch Hochschieben des Gleitgelenks unter Spannung der Wäscheleinen aufgespreizt werden.

[0004] Die EP 2275597 A1 schließlich beschreibt einen Wäschetrocknungsgestell, der als Wandtrockner ausgebildet ist, wobei hier aus einem wandseitigen Gehäuse Wäscheleinen mit dem zugehörigen Traggestell herausgezogen werden können.

[0005] Alle diese bekannten Wäschetrocknungsgestelle weisen Haltemittel in Form von Leinen oder Stangen auf, an denen die Wäschestücke befestigt werden. Diese können dabei über Klammern gehalten sein oder auch nur über die Wäscheleinen oder -Stangen gelegt werden. Der Nachteil der bekannten Wäschetrocknungsgestell besteht darin, dass die vergleichsweise dünne Wäscheleine oder -stange beim Trocknen einen Eindruck im Wäschestück hinterlässt, was insbesondere bei Wäschestücken, die sehr empfindlich sind, unangenehm ist, da diese oft nicht gebügelt werden können. Aber selbst bei Wäschestücken, die problemlos bügelfähig sind, ist dies lästig, da oft nur wegen des mittleren eingeprägten Abdrucks der Wäscheleine oder -stange das Bügeleisen aufgeheizt werden muss.

[0006] Aus der DE 100 16 506 A1 ist eine Wäschetrocknungsvorrichtung bekannt, bei der ein breiter Stützkörper auf zwei Wäscheleinen oder -stäbe aufgelegt wird. Der Stützkörper weist eine breite Oberfläche mit gerundeten Seitenrändern auf, so dass Kleidungsstück ohne abrupten Druckübergang aufgelegt und getrocknet werden können.

[0007] Obwohl dieser Stützkörper die schonende Trocknung ohne Eindrücken von Leinen ermöglicht, ist er nicht optimal zu handhaben, da zur Nutzung der Leinen ohne Stützkörper dieser entnommen werden muss, so dass zum einen ein separat zu bevorratendes Bauteil vorliegt, dass insbesondere bei Leinentrocknern vor dem Zusammenfalten des Trockengestells entnommen werden muss. Zum anderen besteht bei Leinentrocknern die Gefahr der Instabilität, da der Stützkörper auf zwei wenig gespannten Leinen aufliegen muss und so zum Taumeln neigt. Dies ließe sich zwar durch eine höhere Spannkraft, mit der er auf den Leinen gehalten ist, verbessern, dann wird jedoch eine höhere Rastkraft zu überwinden sein, um den Stützkörper von den Wäscheleinen zu entnehmen, was wiederum zu einer ungünstigen Handhabung und einer Belastung der Wäscheleinen führt.

[0008] Aus der DE 299 12 353 U1 ist eine hohlzylindrische Auflage für Wäscheleinen oder -stangen bekannt, die eine längs der Aufnahme verlaufende Einfädelnut zum Einlegen der Wäscheleine bzw. -stange aufweist, wobei dieser Aufnahmekörper auf nur einer Wäscheleine aufliegt. Dieser ist zwar leichter entnehmbar, hat aber auch den Nachteil, dass er abgenommen werden muss, wenn die Wäscheleine ohne Aufnahme genutzt werden soll.

[0009] Da aber die Notwendigkeit knickfrei trocknen zu können üblicherweise nur bei einigen wenigen, empfindlichen Textilien auftritt, ist es erwünscht, durch die breite Auflage zwar einerseits diese empfindlichen Textilien trocknen zu können, andererseits aber in den übrigen Fällen einen möglichst großen Abstand zwischen den Wäscheleinen zu behalten und andererseits die Wäscheleinen zum klammernden Aufhängen nutzen zu können, ohne dass Anbauteile abgenommen werden müssen.

[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Wäschetrocknungsgestell zu schaffen, mit dem Wäschestücke getrocknet werden können, ohne dass das Haltemittel einen ein geprägten Abdruck hinterlässt, der bei leichter Bedienung möglichst vielfältig einsetzbar ist und möglichst viele Wäschestücke aufnehmen kann.

[0011] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch ein Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 1 gelöst.

[0012] Das Wäschetrocknungsgestell weist ein dreh- oder schwenkbar von einer bezüglich einer breiten Auflagefläche inaktiven Stellung in eine aktive Stellung bewegliches Stützprofil auf, über das Wäschestücke in beiden Stellungen zu beiden Seiten herunterhängend auflegbar sind. Das Stützprofil weist mit seiner breiten Oberseite in der aktiven Stellung einen abgeflachten Auflageabschnitt auf, der eine Breite von zumindest 15 mm und abgerundete Ränder mit einem Radius von zumindest 5 mm an seiner Oberseite besitzt.

[0013] Bevorzugt ist das Stützprofil an zumindest einer der Tragleisten und/oder einem der Haltemittel drehbar oder schwenkbar gelagert ist und von einer inaktiven Stellung, in der es mit der Schmalseite nach oben orientiert ist und in eine aktive Stellung, in der es mit der Breitseite nach oben orientiert ist, beweglich. In der inaktiven Stellung zeigt die Schmalseite nach oben, so dass das Stützprofil fast wie eine normale Wäschestange genutzt werden kann. In der aktiven Stellung wiederum liegt die breite Seite oben, so dass knickfrei ein empfindliches Wäschestück getrocknet werden kann.

[0014] Weiterhin kann das Stützprofil um einen Winkel von mehr als 30° und weniger als 90°, insbesondere 45° dreh- oder schwenkbar sein. Es können schließlich Anschläge vorgesehen sein, die die Beweglichkeit des Stützprofils auf den genannten Winkel begrenzen. Auch kann es sinnvoll sein, statt des 45°-Winkels einen leicht abweichenden Winkel zu wählen, beispielsweise 50°, 55° oder 40°, so dass das Stützprofil in der inaktiven Stellung leicht schräg steht, so dass an der Schmalseite befestigte Wäschestücke nicht an der nun die Seitenwand des herunterhängenden Stützprofils bildenden Breitseite anliegen, sondern zum besseren Trocknen frei an einer Seite des Stützprofils herunterhängen können.

[0015] Die Anschläge können ferner so ausgebildet sein, dass sie nicht nur die Beweglichkeit des Stützprofils begrenzen, sondern gleichzeitig auch das Stützprofil in der aktiven und/oder der inaktiven Stellung festzulegen vermögen. Insbesondere in der inaktiven Stellung, in der ja Wäschestücke - wie im vorherigen Absatz beschrieben - an einer Seite herunterhängen und so ein Drehmoment auf das Stützprofil aufbringen können, kann der Anschlag mit der Befestigungsmöglichkeit sinnvoll sein. Alternativ kann auch ohne Festlegen gearbeitet werden, wenn das durch das Gewicht der Wäschestücke aufgebrachte Drehmoment das Stützprofil nicht in aktive Stellung zurückdrängt, sondern in die entgegengesetzte Richtung gegen den Anschlag drückt.

[0016] Die Anschläge können von Rastmitteln gebildet sein, wobei beispielsweise ein Rastzapfen an dem Stützprofil angeordnet ist oder ein Teil des Stützprofils als Rastmittel ausgebildet ist, und dieser Rastzapfen bzw. das Rastmittel federn in eine Aufnahme an einem feststehenden Teil des Wäschetrocknungsgestells, insbesondere an einer Tragleiste, eingreift.

[0017] Erfindungsgemäß wird nun ein Wäschetrocknungsgestell geschaffen, der anstelle eines dünnen, leinen- oder stangenartigen Haltemittels wenigstens ein Haltemittel umfasst, das als Stützprofil ausgebildet ist und den abgeflachten Auflageabschnitt aufweist. Dies bedeutet, dass zwischen den gegenüberliegenden Tragleisten das stützprofilartige Haltemittel verläuft. Wesentliches Merkmal dieses Haltemittels ist nun nicht nur dessen erhöhte Breite, sondern auch sein gerundeter Randbereich, der dafür Sorge trägt, dass sich keine scharfe Kante des Profils in das Wäschestück eindrücken kann. In Kombination mit der Breite des Profils ist so eine flächige Auflage ohne scharfkantige Berührung sichergestellt.

[0018] Um zu vermeiden, dass sich eine Linie als Drucklinie im Wäschestück einprägt, ist das Stützprofil wenigstens 15 mm breit. Selbstverständlich kann jede größere Breite verwendet werden, da dies zunächst für das Wäschestück nicht schädlich ist. Lediglich die Effektivität des Wäschetrocknungsgestells wird hierdurch beeinträchtigt, da jedes einzelne Wäschestück einen größeren Raum einnimmt. Die abgerundeten Ränder weisen bevorzugt einen Radius von zumindest 5 mm auf.

[0019] Das von dem das Stützprofil gebildete Haltemittel kann an der Oberseite gewölbt sein. Alternativ kann das Profil auch vollständig zylindrisch ohne gesonderten Randbereich ausgebildet sein.

[0020] Üblicherweise wird der Benutzer nur einige wenige Wäschestücke trocknen wollen, bei denen der Vorteil der breiten Auflage wesentlich ist. Ferner kann es sein, dass er mit dem Wäschetrocknungsgestell auch Wäschestücke trocknen möchte, die keine Notwendigkeit einer flächigen Auflage haben. Um das Wäschetrocknungsgestell dennoch möglichst effektiv nutzen zu können, ist daher die Breite Oberseite des Stützprofils aktivierbar ausgebildet. Dies kann über zwei unterschiedliche Arten erfolgen: Zum einen kann das Stützprofil eine geringe Höhe aufweisen, also im Vergleich zu seiner Breite flach ausgebildet sein. Hier kann zum Beispiel die Höhe die einfache, zweifache oder mehrfache Dicke einer Wäscheleine oder Stange sein, wobei das Stützprofil drehbar mit den Tragleisten des Wäschetrocknungsgestells verbunden ist. Anschläge oder Rastverbindungen können es in zwei definierten Positionen halten. So kann das Stützprofil dann etwa um 90° verdreht werden, so dass entweder die Schmalseite oder die breite Seite oben liegt.

[0021] Liegt eine schmale Seite des flachen Stützprofils oben, kann der Benutzer über Wäscheklammern dieses Stützprofil wie eine herkömmliche Wäscheleine nutzen. Damit das angehängte Wäschestück nicht an der breiten Seite des Profils anliegt kann das Profil in diesem Zustand so ausgerichtet sein, dass die breite Seite leicht abgewinkelt ist, so dass das Wäschestück von ihrer oberen Kante frei nach unten herabhängen kann.

[0022] Alternativ kann das Profil auch an einer bereits vorhandenen Wäscheleine oder -stange anhängen. Hier kann zum Beispiel das Profil an einer seiner Längsseiten eine Durchführung oder sonstige Halterung für eine Wäscheleine aufweisen, wobei das Profil bevorzugt dann so breit ist, dass es von dieser ersten Wäscheleine zu einer benachbarten Wäscheleine reicht. In diesem Fall kann der Benutzer entweder das Profil von der einen Wäscheleine herunterhängen lassen, um auf diese Wäscheleine zum Aufhängen von kleineren Wäschestücken, zum Beispiel Socken, zu nutzen. Benötigt er dagegen die breite Auflagefläche, kann er das Profil umklappen und mit dem freien Rand auf die benachbarte Wäscheleine auflegen. Hierzu kann der freie Rand zusätzliche Haltemittel aufweisen, über die das Profil auch an der benachbarten Wäscheleine befestigt werden kann bzw. über die es diese Wäscheleine beim Umklappen einfangen kann.

[0023] Bei einer weiteren Bevorzugten Ausgestaltung des Wäschetrocknungsgestells ist das Stützprofil an seiner Unterseite mit nebeneinander angeordneten Federklemmen ausgestattet, so dass zum Beispiel Socken an diesen Klemmen aufgehängt werden können. Dies geschieht am besten in der inaktiven Stellung, so dass die Socken an der hochkant stehenden Seite des Stützprofils befestigt werden können. Anschließend kann dann das Stützprofil in die aktive Stellung gedreht oder verschwenkt werden, so dass die hochkant stehende Seite dann zur Unterseite wird und die Wäschestücke hiervon frei herunterhängen. Dann kann die obere Breitseite als zusätzliche Auflage für das empfindliche Wäschestück genutzt werden. Auf diese Weise kann das Stützprofil doppelt genutzt und die Kapazität des Wäschetrocknungsgestells erhöht werden. Alternativ zu den Federklemmen können natürlich auch leinen- oder stangenartige Aufhängemittel unterhalb des Stützprofils verlaufen.

[0024] Das Stützprofil kann jede beliebige Querschnittsform aufweisen, zum Beispiel einen sichelförmigen Querschnitt. Auch kann an der Unterseite eine Lippe von dem Stützprofil hervorspringen, an der Wäscheklammern als Reservoir befestigt werden können, was natürlich voraussetzt, dass die das Stützprofil eine Breite aufweist, die die Länge handelsüblicher Wäscheklammern übersteigt.

[0025] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Mit der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele wird die Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert.

[0026] In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1
eine erste Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgestells,
Fig. 2
die drehbare Lagerung des Stützprofils des in Figur 1 dargestellten Wäschetrocknungsgestells in einer schematischen Detailansicht,
Fig. 3
das in Figur 1 dargestellte Wäschetrocknungsgestell mit vollständig quer gelegten Profilabschnitten,
Fig. 4
eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgestells,
Fig. 5
die Lagerung der Stützprofile in eine Detailansicht,
Fig. 6
eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgestells mit aufgesetzten Stützprofilen,
Fig. 7
eine vierte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgestells mit drehbar gelagerte Stützprofil,
Fig. 8
die in Figur 7 dargestellte Ausgestaltung mit ausgeklappter und ausgezogener Stützprofil,
Fig. 9
eine Ausgestaltung eines Stützprofils in einer Seitenansicht im Schnitt,
Fig. 10
eine weitere Ausgestaltung eine Stützprofils in einer Seitenansicht und
Fig. 11
eine dritte Ausgestaltung eines Stützprofils in einer Seitenansicht im Schnitt.


[0027] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Wäschetrocknungsgestell dargestellt. Das Wäschetrocknungsgestell weist ein Traggestell 1 auf, das hier von vorderen und hinteren Standbügeln gebildet ist, die im oberen Bereich mit einem zentralen Trocknungsfeld verbunden sind. In dem zentralen Trocknungsfeld sind parallel zueinander angeordnete, langgezogene Haltemittel in Form von Wäscheleinen oder -stangen angeordnet.

[0028] Erfindungsgemäß sind nun wenigstens einige der Haltemittel zumindest abschnittsweise mit von einem Stützprofil 3 gebildet. Die Anzahl und Länge der Stützprofile 3 wird sich letztlich an der Größe des Wäschetrocknungsgestells und den Anforderungen des Benutzers orientieren. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind alle Haltemittel als Stützprofil 3 ausgebildet.

[0029] Die Stützprofile 3 sind vorne und hinten an Tragleisten 5 des Traggestells 1 drehbar gelagert. Dies führt dazu, dass die Stützprofile 3, wie im linken Bereich des Trocknungsfeldes dargestellt, so angeordnet sein können, dass die Stützprofile 3 so orientiert sind, dass ihre Breitseite oben liegt. Im rechten Bereich sind die Stützprofile 3 um 90° verdreht, so dass hier ihre Schmalseiten oben liegen. Dies führt dazu, dass die drei rechten Stützprofile 3 vom Raumbedarf in Querrichtung her wie eine herkömmliche Wäscheleine verwendet werden können. Die links daneben angeordneten Stützprofile 3 dagegen weisen nun eine Orientierung auf, in der sie mit nach oben ausgerichteter Breitseite angeordnet sind, so dass hier empfindliche Wäschestücke 2, wie zum Beispiel Pullover, knickfrei aufgelegt werden können.

[0030] Bei einer alternativen Ausgestaltung des Wäschetrocknungsgestells können die Stützprofile 3 auch so breit ausgebildet sein, dass sie sich beinahe spaltfrei aneinander anschließen, wenn ihre Breitseiten nach oben ausgerichtet sind. In diesem Fall kann dann das Wäschestück 2 über eine größere Breite aufgelegt werden. Zusätzlich kann ein solcher Wäschetrocknungsgestell auch genutzt werden, um beispielsweise als Tisch zu dienen, auf dem Wäschestücke 2 gefaltet werden können.

[0031] Figur 2 zeigt eine denkbare Ausgestaltung der drehbaren Anlenkung der Stützprofile 3 an den Tragleisten 5. Hier ist das Stützprofil 3 zu einer seiner Seiten mit einer Rastmöglichkeitfür das benachbarte Haltemittel versehen. Hier ist also das Stützprofil 3 m eine an einem Rand angeordnete Drehachse drehbar und kann mit dem gegenüberliegenden Rand am benachbarten Haltemittel eingerastet werden.

[0032] An einer Seite, hier der rechten Seite (vergleiche rechter Abschnitt der Figur 2) ist das Stützprofil 3 fest mit dem Grundkörper des Haltemittels verbunden, wobei diese Verbindung so ausgebildet ist, dass das Stützprofil 3 nicht herunterfallen kann, dennoch aber um eine Drehachse um den Grundkörper drehbar ist. Am gegenüberliegenden Ende weist das Stützprofil 3 eine zusätzliche Auflagemöglichkeit auf, die auch als Rastverbindung ausgebildet sein kann. Sie dient zur Auflage auf einem benachbarten Haltemittel. Dies bedeutet, dass das dargestellte Stützprofil 3 dann, wenn seine Breitseite nach oben orientiert ist, auf einem Haltemittel aufliegt und an dem anderen fest gelagert ist.

[0033] Figur 3 zeigt das Wäschetrocknungsgestell aus Figur 1, wobei hier auch die drei Stützprofile 3 umgedreht sind, so dass alle Stützprofile 3 mit ihren Breitseiten nach oben orientiert sind.

[0034] Figur 4 zeigt eine ähnliche Ausgestaltung eines Wäschetrocknungsgestells, das hier zwei seitliche Trocknungsflügel aufweist. Vorne und hinten ist das zentrale Trocknungsfeld mit klappbaren Schwenkflügeln versehen, die wiederum Haltemittel tragen, die quer zu den Haltemitteln des zentralen Trocknungsfeldes verlaufen. Die Stützprofile 3 sind hier auf stangenartige Grundkörper aufgesetzt, wobei Figur 4 veranschaulicht, dass die als Stützprofile 3 ausgebildeten Profilabschnitte auch im Bereich der seitlichen Flügel Verwendung finden können. In Figur 5 ist das Aufliegen der Stützprofile 3 auf den seitlichen Tragleisten 5 nochmals im Detail gezeigt.

[0035] In Figur 6 ist schließlich eine Ausgestaltung gezeigt, bei der runde Stützprofile 3 auf stabförmigen Haltemitteln aufliegen. Auch hier erstrecken sich die Stützprofile 3 von einer quer verlaufenden Tragleiste 5 zur gegenüberliegenden Tragleiste 5 des zentralen Trocknungsfeldes.

[0036] In den Figuren 7 und 8 ist schließlich eine Ausgestaltung der Erfindung dargestellt, die besonders flexibel ist. Hier ist der flache Profilabschnitt des Stützprofils 3 von einer gelenkig an einer Tragleiste 5 gelagerten Teleskopstange 8 gebildet. Diese Teleskopstange 4 kann von einer inaktiven Stellung A in eine aktive Stellung B geschwenkt werden. In der inaktiven Stellung A liegt die Teleskopstange 4 beispielsweise parallel auf der unteren Tragleiste 5.

[0037] Zur Benutzung des Stützprofils 3 wird dann die Teleskopstange 4 in die aktive Stellung B um die Drehachse D2 geschwenkt, so dass sie zum Beispiel parallel zum rechten Haltemittel angeordnet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die genannte Teleskopstange 4 verwendet. Diese Teleskopfunktion ist natürlich nicht notwendigerweise vorzusehen, alternativ kann auch eine reine Schwenkstange ohne Längenveränderbarkeit Verwendung finden. Diese Stange kann genauso lang sein wie das Trocknungsfeld breit ist, aber auch dies ist nicht unbedingt notwendig.

[0038] Die Teleskopstange 4 kann Verwendung finden, um das Stützprofil 3 mit der abgeflachten Oberfläche über die gesamte Länge des Trocknungsfeldes und gegebenenfalls, wie in Figur 8 dargestellt, auch darüber hinaus, bereitzustellen. Alternativ kann die Teleskopfunktion aber auch nur Verwendung finden, um eine zusätzliche Funktion des Wäschetrocknungsgestells zu realisieren. In diesem Fall wird das Ende der Teleskopstange 4 genutzt, um beispielsweise über Bügel Hemden am Wäschetrocknungsgestell aufhängen zu können.

[0039] Die in den Figuren 7 und 8 dargestellte Teleskopstange 4 kann auch als selbständiges Bauteil ausgebildet sein, dass an die Rohre des Traggestells, insbesondere an die quer verlaufenden Tragleisten 5 angeklemmt oder sonstige Weise befestigt sein kann. In diesem Fall lassen sich auch bereits existierende Wäschetrocknungsgestell mit der Funktion der Teleskopstange 4 und gleichzeitig der flachen Auflagefläche der Stützprofile 3 nachrüsten.

[0040] Figur 9 zeigt eine mögliche Ausgestaltung eines Stützprofils 3 in einer Seitenansicht im Schnitt. Hier ist rechts eine Durchführung für eine Wäscheleine oder -stange vorgesehen, über die das Stützprofil 3 schwenkbar an der Wäscheleine oder -stange gelagert ist.

[0041] Figur 10 zeigt ein Stützprofil 3 ähnlich dem in Figur 9 dargestellten, nur dass hier ein zentraler, im Bereich des mathematischen Flächenschwerpunktes des Profilquerschnitts angeordneter Lagerzapfen 8 vorgesehen ist, über den das Stützprofil 3 in hohlzylindrischen Aufnahmelagern an den Tragleisten 5 gelagert werden kann.

[0042] Figur 11 zeigt eine dritte Ausgestaltung des Stützprofils 3. Hier ist an der Unterseite ein schmaler Halterand vorgesehen, der parallel zur Unterseite verläuft und sich längs eines Abschnittes oder gesamten Stützprofils 3 erstreckt. Dieser Rand dient dazu, Wäscheklammern 6 zu halten, so dass besonders praktisch unterhalb des Stützprofils 3 ein Reservoir an Wäscheklammern zur Verfügung steht. Ferner weist das Stützprofil 3 eine untere Halteleine auf, an der weitere Kleinteile befestigt werden können. Im oberen Bereich sind Perforationen 7 vorgesehen, die das aufliegende Wäschestück besser belüften, so dass der Trocknungsvorgang optimiert ist.

Bezugszeichenliste:



[0043] 
1
Traggestell
2
Wäschestück
3
Stützprofil
4
Teleskopstange
5
Tragleiste des Traggestells
6
Wäscheklammer
7
Perforation
8
Lagerzapfen
A
Inaktive Stellung des Stützprofils
B
Aktive Stellung des Stützprofils
D1
Drehachse parallel zum Haltemittel
D2
Drehachse vertikal zum Haltemittel/Traggestell



Ansprüche

1. Wäschetrocknungsgestell mit einem Traggestell (1), das zwei gegenüberliegende Tragleisten (5) aufweist, zwischen denen mehrere, langgezogene Haltemittel verlaufen, an denen Wäschestücke (2) zum Trocknen aufgehängt werden können, wobei zumindest im Bereich eines der Haltemittel ein Stützprofil (3) mit zwei gegenüberliegenden Schmalseiten und einer im Vergleich zur Höhe der Schmalseiten wenigstens dreimal breiteren, einen abgeflachten Auflageabschnitt bildenden Oberseite vorgesehen ist, über die Wäschestücke (2) zu beiden Seiten herunterhängend auflegbar sind und wobei der abgeflachte Auflageabschnitt eine Breite von zumindest 15 mm und in die Schmalseiten übergehende, abgerundete Ränder mit einem Radius von zumindest 5 mm an seiner Oberseite aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stützprofil (3) an zumindest einer der Tragleisten (5) und/oder einem der Haltemittel drehbar oder schwenkbar gelagert ist und von einer inaktiven Stellung (A), in der es mit der Schmalseite nach oben orientiert ist und in eine aktive Stellung (B), in der es mit der Breitseite nach oben orientiert ist, beweglich ist.
 
2. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) um einen Winkel von mehr als 30° und weniger als 90°, insbesondere 45° dreh- oder schwenkbar ist und Anschläge vorgesehen sind, die die Beweglichkeit des Stützprofils (3) auf den Winkel begrenzen.
 
3. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) in der aktiven und/oder der inaktiven Stellung insbesondere über die von Rastmitteln gebildeten Anschläge, an die die Stützprofile (3) gegen Überwindung einer Rastkraft einrastend anschlagen, lösbar festlegbar ist.
 
4. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Haltemittel von dem zwischen den Tragleisten (5) angeordneten Stützprofil (3) gebildet ist, das von einer ersten Tragleiste (5) zur gegenüberliegenden Tragleiste (5) verlaufend mit beiden Enden an den Tragleisten (5) oder mit einem seiner Ränder an dem Haltemittel um eine zu seiner Längsachse parallele Achse drehbar gelagert ist, wobei die Dicke des Stützprofils (3) weniger als 10mm, bevorzugt weniger als 5mm beträgt.
 
5. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest zwei zu einander parallele Haltemittel aufweist, wobei eines der Haltemittel als um eine Drehachse (D1) drehbares Stützprofil (3) ausgebildet ist, wobei das Stützprofil (3) eine Breite aufweist, die zumindest gleich dem Abstand der Drehachse (D1) zum benachbarten Haltemittel ist, so dass das Stützprofil (3) von der Drehachse (D1) mit seiner Schmalseite nach oben orientiert herunterhängend oder alternativ um die Drehachse (D1) geschwenkt mit seiner Breitseite nach oben orientiert auf dem benachbarten Haltemittel aufliegend verwendbar ist.
 
6. Wäschetrocknungsgestell mit einem Traggestell (1), das zwei gegenüberliegende Tragleisten (5) aufweist, zwischen denen mehrere, langgezogene Haltemittelverlaufen, an denen Wäschestücke (2) zum Trocknen aufgehängt werden können, wobei zumindest im Bereich eines der Haltemittel ein Stützprofil (3) mit zwei gegenüberliegenden Schmalseiten und einer im Vergleich zur Höhe der Schmalseiten wenigstens dreimal breiteren, einen abgeflachten Auflageabschnitt bildenden Oberseite vorgesehen ist, über die Wäschestücke (2) zu beiden Seiten herunterhängend auflegbar sind und wobei der abgeflachte Auflageabschnitt eine Breite von zumindest 15 mm und in die Schmalseiten übergehende, abgerundete Ränder mit einem Radius von zumindest 5 mm an seiner Oberseite aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stützprofil (3) an einer ersten Tragleiste (5) in der von den Tragleisten (5) und den Haltemitteln aufgespannten Ebene um eine vertikale Drehachse (D2) drehbar gelagert ist, wobei es von einer inaktiven Stellung (A), in der es parallel zur ersten Tragleiste (5) verläuft, in eine aktive Stellung (B), in der es parallel zu den Haltemitteln in Richtung der zweiten Tragleiste (5) verläuft, drehbar ist.
 
7. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) als abgeflachte Teleskopstange (4) ausgebildet ist, wobei sich seine Länge von der Länge der Tragleiste (5) auch den Abstand der beiden Tragleisten (5) zueinander durch Ausziehen vergrößern lässt.
 
8. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Stützprofils (3) um die Längsachse gewölbt ist, wobei die Wölbung kontinuierlich ohne Knick in den gerundeten Rand übergeht.
 
9. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung des Stützprofils (3) an der Tragleiste (5) über Feststellmittel blockierbar ist.
 
10. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) zumindest abschnittsweise rutschhemmend mit einer rauen Oberfläche ausgebildet sind.
 
11. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) zumindest abschnittsweise Einsenkungen oder Durchgangsöffnungen im Sinne einer Perforation aufweist.
 
12. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) an seiner Unterseite nebeneinander angeordnete Federklemmen aufweist, an denen Kleinteile zum Trocknen befestigbar sind.
 
13. Wäschetrocknungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) an seiner Unterseite eine längs des Stützprofils (3) verlaufenden, leinen- oder stangenartiges Aufhängmittel für Wäschestücke (2) aufweist, dass in der aktiven Stellung (B) des Stützprofils (3) an dessen Unterseite angeordnetist.
 
14. Wäschetrocknungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Stützprofils (3) ein schmaler Halterand vorgesehen ist, der parallel zur Unterseite verläuft und sich längs eines Abschnittes oder gesamten Stützprofils (3) zum Anklemmen eines Reservoirs von Wäscheklammern (6) erstreckt.
 
15. Wäschetrocknungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) im Bereich der Mitte seines Querschnitts drehbar an den Tragleisten (5) oder längs seines parallel zu den Haltemitteln verlaufenden Randes an den Tragleisten (5) und/oder den Haltemitteln gelagertist.
 




Zeichnung














Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente