[0001] Die Erfindung betrifft ein Wäschetrocknungsgestell nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein Wäschetrocknungsgestell ist aus der
EP 0609476 A1 oder der
DE 20 2004 007 581 U1 bekannt. Dieser als Wäscheständer ausgebildeter Wäschetrocknungsgestell weist ein
Traggestell auf, das ein mittleres Trocknungsfeld sowie zwei bügelartige Standfüße
umfasst. Im Trocknungsfeld sind zwischen zwei gegenüberliegenden Tragleisten Haltemittel
in Form von Wäscheleinen angeordnet, an denen Wäschestücke jeweils über Wäscheklammern
befestigt werden können.
[0003] Aus der
EP 2025799 A1 ist ein so genannter Turmtrockner bekannt, bei dem das Traggestell drei übereinander
angeordnete Trocknungsfelder mit parallel zueinander angeordneten Haltemitteln in
Form von Wäscheleinen aufweist. Die
EP 1834028 A1 wiederum zeigt ein Beispiel einer Wäschespinne, bei der Wäscheleinen zwischen Tragarmen
verlaufen, die mit einem Ende an einem längs eines Mastes verschiebbaren zentralen
Gleitgelenk angelenkt sind und durch Hochschieben des Gleitgelenks unter Spannung
der Wäscheleinen aufgespreizt werden.
[0004] Die
EP 2275597 A1 schließlich beschreibt einen Wäschetrocknungsgestell, der als Wandtrockner ausgebildet
ist, wobei hier aus einem wandseitigen Gehäuse Wäscheleinen mit dem zugehörigen Traggestell
herausgezogen werden können.
[0005] Alle diese bekannten Wäschetrocknungsgestelle weisen Haltemittel in Form von Leinen
oder Stangen auf, an denen die Wäschestücke befestigt werden. Diese können dabei über
Klammern gehalten sein oder auch nur über die Wäscheleinen oder -Stangen gelegt werden.
Der Nachteil der bekannten Wäschetrocknungsgestell besteht darin, dass die vergleichsweise
dünne Wäscheleine oder -stange beim Trocknen einen Eindruck im Wäschestück hinterlässt,
was insbesondere bei Wäschestücken, die sehr empfindlich sind, unangenehm ist, da
diese oft nicht gebügelt werden können. Aber selbst bei Wäschestücken, die problemlos
bügelfähig sind, ist dies lästig, da oft nur wegen des mittleren eingeprägten Abdrucks
der Wäscheleine oder -stange das Bügeleisen aufgeheizt werden muss.
[0006] Aus der
DE 100 16 506 A1 ist eine Wäschetrocknungsvorrichtung bekannt, bei der ein breiter Stützkörper auf
zwei Wäscheleinen oder -stäbe aufgelegt wird. Der Stützkörper weist eine breite Oberfläche
mit gerundeten Seitenrändern auf, so dass Kleidungsstück ohne abrupten Druckübergang
aufgelegt und getrocknet werden können.
[0007] Obwohl dieser Stützkörper die schonende Trocknung ohne Eindrücken von Leinen ermöglicht,
ist er nicht optimal zu handhaben, da zur Nutzung der Leinen ohne Stützkörper dieser
entnommen werden muss, so dass zum einen ein separat zu bevorratendes Bauteil vorliegt,
dass insbesondere bei Leinentrocknern vor dem Zusammenfalten des Trockengestells entnommen
werden muss. Zum anderen besteht bei Leinentrocknern die Gefahr der Instabilität,
da der Stützkörper auf zwei wenig gespannten Leinen aufliegen muss und so zum Taumeln
neigt. Dies ließe sich zwar durch eine höhere Spannkraft, mit der er auf den Leinen
gehalten ist, verbessern, dann wird jedoch eine höhere Rastkraft zu überwinden sein,
um den Stützkörper von den Wäscheleinen zu entnehmen, was wiederum zu einer ungünstigen
Handhabung und einer Belastung der Wäscheleinen führt.
[0008] Aus der
DE 299 12 353 U1 ist eine hohlzylindrische Auflage für Wäscheleinen oder -stangen bekannt, die eine
längs der Aufnahme verlaufende Einfädelnut zum Einlegen der Wäscheleine bzw. -stange
aufweist, wobei dieser Aufnahmekörper auf nur einer Wäscheleine aufliegt. Dieser ist
zwar leichter entnehmbar, hat aber auch den Nachteil, dass er abgenommen werden muss,
wenn die Wäscheleine ohne Aufnahme genutzt werden soll.
[0009] Da aber die Notwendigkeit knickfrei trocknen zu können üblicherweise nur bei einigen
wenigen, empfindlichen Textilien auftritt, ist es erwünscht, durch die breite Auflage
zwar einerseits diese empfindlichen Textilien trocknen zu können, andererseits aber
in den übrigen Fällen einen möglichst großen Abstand zwischen den Wäscheleinen zu
behalten und andererseits die Wäscheleinen zum klammernden Aufhängen nutzen zu können,
ohne dass Anbauteile abgenommen werden müssen.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Wäschetrocknungsgestell zu schaffen, mit
dem Wäschestücke getrocknet werden können, ohne dass das Haltemittel einen ein geprägten
Abdruck hinterlässt, der bei leichter Bedienung möglichst vielfältig einsetzbar ist
und möglichst viele Wäschestücke aufnehmen kann.
[0011] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch ein Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch
1 gelöst.
[0012] Das Wäschetrocknungsgestell weist ein dreh- oder schwenkbar von einer bezüglich einer
breiten Auflagefläche inaktiven Stellung in eine aktive Stellung bewegliches Stützprofil
auf, über das Wäschestücke in beiden Stellungen zu beiden Seiten herunterhängend auflegbar
sind. Das Stützprofil weist mit seiner breiten Oberseite in der aktiven Stellung einen
abgeflachten Auflageabschnitt auf, der eine Breite von zumindest 15 mm und abgerundete
Ränder mit einem Radius von zumindest 5 mm an seiner Oberseite besitzt.
[0013] Bevorzugt ist das Stützprofil an zumindest einer der Tragleisten und/oder einem der
Haltemittel drehbar oder schwenkbar gelagert ist und von einer inaktiven Stellung,
in der es mit der Schmalseite nach oben orientiert ist und in eine aktive Stellung,
in der es mit der Breitseite nach oben orientiert ist, beweglich. In der inaktiven
Stellung zeigt die Schmalseite nach oben, so dass das Stützprofil fast wie eine normale
Wäschestange genutzt werden kann. In der aktiven Stellung wiederum liegt die breite
Seite oben, so dass knickfrei ein empfindliches Wäschestück getrocknet werden kann.
[0014] Weiterhin kann das Stützprofil um einen Winkel von mehr als 30° und weniger als 90°,
insbesondere 45° dreh- oder schwenkbar sein. Es können schließlich Anschläge vorgesehen
sein, die die Beweglichkeit des Stützprofils auf den genannten Winkel begrenzen. Auch
kann es sinnvoll sein, statt des 45°-Winkels einen leicht abweichenden Winkel zu wählen,
beispielsweise 50°, 55° oder 40°, so dass das Stützprofil in der inaktiven Stellung
leicht schräg steht, so dass an der Schmalseite befestigte Wäschestücke nicht an der
nun die Seitenwand des herunterhängenden Stützprofils bildenden Breitseite anliegen,
sondern zum besseren Trocknen frei an einer Seite des Stützprofils herunterhängen
können.
[0015] Die Anschläge können ferner so ausgebildet sein, dass sie nicht nur die Beweglichkeit
des Stützprofils begrenzen, sondern gleichzeitig auch das Stützprofil in der aktiven
und/oder der inaktiven Stellung festzulegen vermögen. Insbesondere in der inaktiven
Stellung, in der ja Wäschestücke - wie im vorherigen Absatz beschrieben - an einer
Seite herunterhängen und so ein Drehmoment auf das Stützprofil aufbringen können,
kann der Anschlag mit der Befestigungsmöglichkeit sinnvoll sein. Alternativ kann auch
ohne Festlegen gearbeitet werden, wenn das durch das Gewicht der Wäschestücke aufgebrachte
Drehmoment das Stützprofil nicht in aktive Stellung zurückdrängt, sondern in die entgegengesetzte
Richtung gegen den Anschlag drückt.
[0016] Die Anschläge können von Rastmitteln gebildet sein, wobei beispielsweise ein Rastzapfen
an dem Stützprofil angeordnet ist oder ein Teil des Stützprofils als Rastmittel ausgebildet
ist, und dieser Rastzapfen bzw. das Rastmittel federn in eine Aufnahme an einem feststehenden
Teil des Wäschetrocknungsgestells, insbesondere an einer Tragleiste, eingreift.
[0017] Erfindungsgemäß wird nun ein Wäschetrocknungsgestell geschaffen, der anstelle eines
dünnen, leinen- oder stangenartigen Haltemittels wenigstens ein Haltemittel umfasst,
das als Stützprofil ausgebildet ist und den abgeflachten Auflageabschnitt aufweist.
Dies bedeutet, dass zwischen den gegenüberliegenden Tragleisten das stützprofilartige
Haltemittel verläuft. Wesentliches Merkmal dieses Haltemittels ist nun nicht nur dessen
erhöhte Breite, sondern auch sein gerundeter Randbereich, der dafür Sorge trägt, dass
sich keine scharfe Kante des Profils in das Wäschestück eindrücken kann. In Kombination
mit der Breite des Profils ist so eine flächige Auflage ohne scharfkantige Berührung
sichergestellt.
[0018] Um zu vermeiden, dass sich eine Linie als Drucklinie im Wäschestück einprägt, ist
das Stützprofil wenigstens 15 mm breit. Selbstverständlich kann jede größere Breite
verwendet werden, da dies zunächst für das Wäschestück nicht schädlich ist. Lediglich
die Effektivität des Wäschetrocknungsgestells wird hierdurch beeinträchtigt, da jedes
einzelne Wäschestück einen größeren Raum einnimmt. Die abgerundeten Ränder weisen
bevorzugt einen Radius von zumindest 5 mm auf.
[0019] Das von dem das Stützprofil gebildete Haltemittel kann an der Oberseite gewölbt sein.
Alternativ kann das Profil auch vollständig zylindrisch ohne gesonderten Randbereich
ausgebildet sein.
[0020] Üblicherweise wird der Benutzer nur einige wenige Wäschestücke trocknen wollen, bei
denen der Vorteil der breiten Auflage wesentlich ist. Ferner kann es sein, dass er
mit dem Wäschetrocknungsgestell auch Wäschestücke trocknen möchte, die keine Notwendigkeit
einer flächigen Auflage haben. Um das Wäschetrocknungsgestell dennoch möglichst effektiv
nutzen zu können, ist daher die Breite Oberseite des Stützprofils aktivierbar ausgebildet.
Dies kann über zwei unterschiedliche Arten erfolgen: Zum einen kann das Stützprofil
eine geringe Höhe aufweisen, also im Vergleich zu seiner Breite flach ausgebildet
sein. Hier kann zum Beispiel die Höhe die einfache, zweifache oder mehrfache Dicke
einer Wäscheleine oder Stange sein, wobei das Stützprofil drehbar mit den Tragleisten
des Wäschetrocknungsgestells verbunden ist. Anschläge oder Rastverbindungen können
es in zwei definierten Positionen halten. So kann das Stützprofil dann etwa um 90°
verdreht werden, so dass entweder die Schmalseite oder die breite Seite oben liegt.
[0021] Liegt eine schmale Seite des flachen Stützprofils oben, kann der Benutzer über Wäscheklammern
dieses Stützprofil wie eine herkömmliche Wäscheleine nutzen. Damit das angehängte
Wäschestück nicht an der breiten Seite des Profils anliegt kann das Profil in diesem
Zustand so ausgerichtet sein, dass die breite Seite leicht abgewinkelt ist, so dass
das Wäschestück von ihrer oberen Kante frei nach unten herabhängen kann.
[0022] Alternativ kann das Profil auch an einer bereits vorhandenen Wäscheleine oder -stange
anhängen. Hier kann zum Beispiel das Profil an einer seiner Längsseiten eine Durchführung
oder sonstige Halterung für eine Wäscheleine aufweisen, wobei das Profil bevorzugt
dann so breit ist, dass es von dieser ersten Wäscheleine zu einer benachbarten Wäscheleine
reicht. In diesem Fall kann der Benutzer entweder das Profil von der einen Wäscheleine
herunterhängen lassen, um auf diese Wäscheleine zum Aufhängen von kleineren Wäschestücken,
zum Beispiel Socken, zu nutzen. Benötigt er dagegen die breite Auflagefläche, kann
er das Profil umklappen und mit dem freien Rand auf die benachbarte Wäscheleine auflegen.
Hierzu kann der freie Rand zusätzliche Haltemittel aufweisen, über die das Profil
auch an der benachbarten Wäscheleine befestigt werden kann bzw. über die es diese
Wäscheleine beim Umklappen einfangen kann.
[0023] Bei einer weiteren Bevorzugten Ausgestaltung des Wäschetrocknungsgestells ist das
Stützprofil an seiner Unterseite mit nebeneinander angeordneten Federklemmen ausgestattet,
so dass zum Beispiel Socken an diesen Klemmen aufgehängt werden können. Dies geschieht
am besten in der inaktiven Stellung, so dass die Socken an der hochkant stehenden
Seite des Stützprofils befestigt werden können. Anschließend kann dann das Stützprofil
in die aktive Stellung gedreht oder verschwenkt werden, so dass die hochkant stehende
Seite dann zur Unterseite wird und die Wäschestücke hiervon frei herunterhängen. Dann
kann die obere Breitseite als zusätzliche Auflage für das empfindliche Wäschestück
genutzt werden. Auf diese Weise kann das Stützprofil doppelt genutzt und die Kapazität
des Wäschetrocknungsgestells erhöht werden. Alternativ zu den Federklemmen können
natürlich auch leinen- oder stangenartige Aufhängemittel unterhalb des Stützprofils
verlaufen.
[0024] Das Stützprofil kann jede beliebige Querschnittsform aufweisen, zum Beispiel einen
sichelförmigen Querschnitt. Auch kann an der Unterseite eine Lippe von dem Stützprofil
hervorspringen, an der Wäscheklammern als Reservoir befestigt werden können, was natürlich
voraussetzt, dass die das Stützprofil eine Breite aufweist, die die Länge handelsüblicher
Wäscheklammern übersteigt.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Mit der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele wird die Erfindung
anhand der Zeichnungen erläutert.
[0026] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine erste Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgestells,
- Fig. 2
- die drehbare Lagerung des Stützprofils des in Figur 1 dargestellten Wäschetrocknungsgestells
in einer schematischen Detailansicht,
- Fig. 3
- das in Figur 1 dargestellte Wäschetrocknungsgestell mit vollständig quer gelegten
Profilabschnitten,
- Fig. 4
- eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgestells,
- Fig. 5
- die Lagerung der Stützprofile in eine Detailansicht,
- Fig. 6
- eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgestells mit aufgesetzten
Stützprofilen,
- Fig. 7
- eine vierte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgestells mit drehbar
gelagerte Stützprofil,
- Fig. 8
- die in Figur 7 dargestellte Ausgestaltung mit ausgeklappter und ausgezogener Stützprofil,
- Fig. 9
- eine Ausgestaltung eines Stützprofils in einer Seitenansicht im Schnitt,
- Fig. 10
- eine weitere Ausgestaltung eine Stützprofils in einer Seitenansicht und
- Fig. 11
- eine dritte Ausgestaltung eines Stützprofils in einer Seitenansicht im Schnitt.
[0027] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Wäschetrocknungsgestell dargestellt. Das Wäschetrocknungsgestell
weist ein Traggestell 1 auf, das hier von vorderen und hinteren Standbügeln gebildet
ist, die im oberen Bereich mit einem zentralen Trocknungsfeld verbunden sind. In dem
zentralen Trocknungsfeld sind parallel zueinander angeordnete, langgezogene Haltemittel
in Form von Wäscheleinen oder -stangen angeordnet.
[0028] Erfindungsgemäß sind nun wenigstens einige der Haltemittel zumindest abschnittsweise
mit von einem Stützprofil 3 gebildet. Die Anzahl und Länge der Stützprofile 3 wird
sich letztlich an der Größe des Wäschetrocknungsgestells und den Anforderungen des
Benutzers orientieren. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind alle Haltemittel
als Stützprofil 3 ausgebildet.
[0029] Die Stützprofile 3 sind vorne und hinten an Tragleisten 5 des Traggestells 1 drehbar
gelagert. Dies führt dazu, dass die Stützprofile 3, wie im linken Bereich des Trocknungsfeldes
dargestellt, so angeordnet sein können, dass die Stützprofile 3 so orientiert sind,
dass ihre Breitseite oben liegt. Im rechten Bereich sind die Stützprofile 3 um 90°
verdreht, so dass hier ihre Schmalseiten oben liegen. Dies führt dazu, dass die drei
rechten Stützprofile 3 vom Raumbedarf in Querrichtung her wie eine herkömmliche Wäscheleine
verwendet werden können. Die links daneben angeordneten Stützprofile 3 dagegen weisen
nun eine Orientierung auf, in der sie mit nach oben ausgerichteter Breitseite angeordnet
sind, so dass hier empfindliche Wäschestücke 2, wie zum Beispiel Pullover, knickfrei
aufgelegt werden können.
[0030] Bei einer alternativen Ausgestaltung des Wäschetrocknungsgestells können die Stützprofile
3 auch so breit ausgebildet sein, dass sie sich beinahe spaltfrei aneinander anschließen,
wenn ihre Breitseiten nach oben ausgerichtet sind. In diesem Fall kann dann das Wäschestück
2 über eine größere Breite aufgelegt werden. Zusätzlich kann ein solcher Wäschetrocknungsgestell
auch genutzt werden, um beispielsweise als Tisch zu dienen, auf dem Wäschestücke 2
gefaltet werden können.
[0031] Figur 2 zeigt eine denkbare Ausgestaltung der drehbaren Anlenkung der Stützprofile
3 an den Tragleisten 5. Hier ist das Stützprofil 3 zu einer seiner Seiten mit einer
Rastmöglichkeitfür das benachbarte Haltemittel versehen. Hier ist also das Stützprofil
3 m eine an einem Rand angeordnete Drehachse drehbar und kann mit dem gegenüberliegenden
Rand am benachbarten Haltemittel eingerastet werden.
[0032] An einer Seite, hier der rechten Seite (vergleiche rechter Abschnitt der Figur 2)
ist das Stützprofil 3 fest mit dem Grundkörper des Haltemittels verbunden, wobei diese
Verbindung so ausgebildet ist, dass das Stützprofil 3 nicht herunterfallen kann, dennoch
aber um eine Drehachse um den Grundkörper drehbar ist. Am gegenüberliegenden Ende
weist das Stützprofil 3 eine zusätzliche Auflagemöglichkeit auf, die auch als Rastverbindung
ausgebildet sein kann. Sie dient zur Auflage auf einem benachbarten Haltemittel. Dies
bedeutet, dass das dargestellte Stützprofil 3 dann, wenn seine Breitseite nach oben
orientiert ist, auf einem Haltemittel aufliegt und an dem anderen fest gelagert ist.
[0033] Figur 3 zeigt das Wäschetrocknungsgestell aus Figur 1, wobei hier auch die drei Stützprofile
3 umgedreht sind, so dass alle Stützprofile 3 mit ihren Breitseiten nach oben orientiert
sind.
[0034] Figur 4 zeigt eine ähnliche Ausgestaltung eines Wäschetrocknungsgestells, das hier
zwei seitliche Trocknungsflügel aufweist. Vorne und hinten ist das zentrale Trocknungsfeld
mit klappbaren Schwenkflügeln versehen, die wiederum Haltemittel tragen, die quer
zu den Haltemitteln des zentralen Trocknungsfeldes verlaufen. Die Stützprofile 3 sind
hier auf stangenartige Grundkörper aufgesetzt, wobei Figur 4 veranschaulicht, dass
die als Stützprofile 3 ausgebildeten Profilabschnitte auch im Bereich der seitlichen
Flügel Verwendung finden können. In Figur 5 ist das Aufliegen der Stützprofile 3 auf
den seitlichen Tragleisten 5 nochmals im Detail gezeigt.
[0035] In Figur 6 ist schließlich eine Ausgestaltung gezeigt, bei der runde Stützprofile
3 auf stabförmigen Haltemitteln aufliegen. Auch hier erstrecken sich die Stützprofile
3 von einer quer verlaufenden Tragleiste 5 zur gegenüberliegenden Tragleiste 5 des
zentralen Trocknungsfeldes.
[0036] In den Figuren 7 und 8 ist schließlich eine Ausgestaltung der Erfindung dargestellt,
die besonders flexibel ist. Hier ist der flache Profilabschnitt des Stützprofils 3
von einer gelenkig an einer Tragleiste 5 gelagerten Teleskopstange 8 gebildet. Diese
Teleskopstange 4 kann von einer inaktiven Stellung A in eine aktive Stellung B geschwenkt
werden. In der inaktiven Stellung A liegt die Teleskopstange 4 beispielsweise parallel
auf der unteren Tragleiste 5.
[0037] Zur Benutzung des Stützprofils 3 wird dann die Teleskopstange 4 in die aktive Stellung
B um die Drehachse D2 geschwenkt, so dass sie zum Beispiel parallel zum rechten Haltemittel
angeordnet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die genannte Teleskopstange
4 verwendet. Diese Teleskopfunktion ist natürlich nicht notwendigerweise vorzusehen,
alternativ kann auch eine reine Schwenkstange ohne Längenveränderbarkeit Verwendung
finden. Diese Stange kann genauso lang sein wie das Trocknungsfeld breit ist, aber
auch dies ist nicht unbedingt notwendig.
[0038] Die Teleskopstange 4 kann Verwendung finden, um das Stützprofil 3 mit der abgeflachten
Oberfläche über die gesamte Länge des Trocknungsfeldes und gegebenenfalls, wie in
Figur 8 dargestellt, auch darüber hinaus, bereitzustellen. Alternativ kann die Teleskopfunktion
aber auch nur Verwendung finden, um eine zusätzliche Funktion des Wäschetrocknungsgestells
zu realisieren. In diesem Fall wird das Ende der Teleskopstange 4 genutzt, um beispielsweise
über Bügel Hemden am Wäschetrocknungsgestell aufhängen zu können.
[0039] Die in den Figuren 7 und 8 dargestellte Teleskopstange 4 kann auch als selbständiges
Bauteil ausgebildet sein, dass an die Rohre des Traggestells, insbesondere an die
quer verlaufenden Tragleisten 5 angeklemmt oder sonstige Weise befestigt sein kann.
In diesem Fall lassen sich auch bereits existierende Wäschetrocknungsgestell mit der
Funktion der Teleskopstange 4 und gleichzeitig der flachen Auflagefläche der Stützprofile
3 nachrüsten.
[0040] Figur 9 zeigt eine mögliche Ausgestaltung eines Stützprofils 3 in einer Seitenansicht
im Schnitt. Hier ist rechts eine Durchführung für eine Wäscheleine oder -stange vorgesehen,
über die das Stützprofil 3 schwenkbar an der Wäscheleine oder -stange gelagert ist.
[0041] Figur 10 zeigt ein Stützprofil 3 ähnlich dem in Figur 9 dargestellten, nur dass hier
ein zentraler, im Bereich des mathematischen Flächenschwerpunktes des Profilquerschnitts
angeordneter Lagerzapfen 8 vorgesehen ist, über den das Stützprofil 3 in hohlzylindrischen
Aufnahmelagern an den Tragleisten 5 gelagert werden kann.
[0042] Figur 11 zeigt eine dritte Ausgestaltung des Stützprofils 3. Hier ist an der Unterseite
ein schmaler Halterand vorgesehen, der parallel zur Unterseite verläuft und sich längs
eines Abschnittes oder gesamten Stützprofils 3 erstreckt. Dieser Rand dient dazu,
Wäscheklammern 6 zu halten, so dass besonders praktisch unterhalb des Stützprofils
3 ein Reservoir an Wäscheklammern zur Verfügung steht. Ferner weist das Stützprofil
3 eine untere Halteleine auf, an der weitere Kleinteile befestigt werden können. Im
oberen Bereich sind Perforationen 7 vorgesehen, die das aufliegende Wäschestück besser
belüften, so dass der Trocknungsvorgang optimiert ist.
Bezugszeichenliste:
[0043]
- 1
- Traggestell
- 2
- Wäschestück
- 3
- Stützprofil
- 4
- Teleskopstange
- 5
- Tragleiste des Traggestells
- 6
- Wäscheklammer
- 7
- Perforation
- 8
- Lagerzapfen
- A
- Inaktive Stellung des Stützprofils
- B
- Aktive Stellung des Stützprofils
- D1
- Drehachse parallel zum Haltemittel
- D2
- Drehachse vertikal zum Haltemittel/Traggestell
1. Wäschetrocknungsgestell mit einem Traggestell (1), das zwei gegenüberliegende Tragleisten
(5) aufweist, zwischen denen mehrere, langgezogene Haltemittel verlaufen, an denen
Wäschestücke (2) zum Trocknen aufgehängt werden können, wobei zumindest im Bereich
eines der Haltemittel ein Stützprofil (3) mit zwei gegenüberliegenden Schmalseiten
und einer im Vergleich zur Höhe der Schmalseiten wenigstens dreimal breiteren, einen
abgeflachten Auflageabschnitt bildenden Oberseite vorgesehen ist, über die Wäschestücke
(2) zu beiden Seiten herunterhängend auflegbar sind und wobei der abgeflachte Auflageabschnitt
eine Breite von zumindest 15 mm und in die Schmalseiten übergehende, abgerundete Ränder
mit einem Radius von zumindest 5 mm an seiner Oberseite aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stützprofil (3) an zumindest einer der Tragleisten (5) und/oder einem der Haltemittel
drehbar oder schwenkbar gelagert ist und von einer inaktiven Stellung (A), in der
es mit der Schmalseite nach oben orientiert ist und in eine aktive Stellung (B), in
der es mit der Breitseite nach oben orientiert ist, beweglich ist.
2. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) um einen Winkel von mehr als 30° und weniger als 90°, insbesondere
45° dreh- oder schwenkbar ist und Anschläge vorgesehen sind, die die Beweglichkeit
des Stützprofils (3) auf den Winkel begrenzen.
3. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) in der aktiven und/oder der inaktiven Stellung insbesondere über
die von Rastmitteln gebildeten Anschläge, an die die Stützprofile (3) gegen Überwindung
einer Rastkraft einrastend anschlagen, lösbar festlegbar ist.
4. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Haltemittel von dem zwischen den Tragleisten (5) angeordneten
Stützprofil (3) gebildet ist, das von einer ersten Tragleiste (5) zur gegenüberliegenden
Tragleiste (5) verlaufend mit beiden Enden an den Tragleisten (5) oder mit einem seiner
Ränder an dem Haltemittel um eine zu seiner Längsachse parallele Achse drehbar gelagert
ist, wobei die Dicke des Stützprofils (3) weniger als 10mm, bevorzugt weniger als
5mm beträgt.
5. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest zwei zu einander parallele Haltemittel aufweist, wobei eines der Haltemittel
als um eine Drehachse (D1) drehbares Stützprofil (3) ausgebildet ist, wobei das Stützprofil
(3) eine Breite aufweist, die zumindest gleich dem Abstand der Drehachse (D1) zum
benachbarten Haltemittel ist, so dass das Stützprofil (3) von der Drehachse (D1) mit
seiner Schmalseite nach oben orientiert herunterhängend oder alternativ um die Drehachse
(D1) geschwenkt mit seiner Breitseite nach oben orientiert auf dem benachbarten Haltemittel
aufliegend verwendbar ist.
6. Wäschetrocknungsgestell mit einem Traggestell (1), das zwei gegenüberliegende Tragleisten
(5) aufweist, zwischen denen mehrere, langgezogene Haltemittelverlaufen, an denen
Wäschestücke (2) zum Trocknen aufgehängt werden können, wobei zumindest im Bereich
eines der Haltemittel ein Stützprofil (3) mit zwei gegenüberliegenden Schmalseiten
und einer im Vergleich zur Höhe der Schmalseiten wenigstens dreimal breiteren, einen
abgeflachten Auflageabschnitt bildenden Oberseite vorgesehen ist, über die Wäschestücke
(2) zu beiden Seiten herunterhängend auflegbar sind und wobei der abgeflachte Auflageabschnitt
eine Breite von zumindest 15 mm und in die Schmalseiten übergehende, abgerundete Ränder
mit einem Radius von zumindest 5 mm an seiner Oberseite aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stützprofil (3) an einer ersten Tragleiste (5) in der von den Tragleisten (5)
und den Haltemitteln aufgespannten Ebene um eine vertikale Drehachse (D2) drehbar
gelagert ist, wobei es von einer inaktiven Stellung (A), in der es parallel zur ersten
Tragleiste (5) verläuft, in eine aktive Stellung (B), in der es parallel zu den Haltemitteln
in Richtung der zweiten Tragleiste (5) verläuft, drehbar ist.
7. Wäschetrocknungsgestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) als abgeflachte Teleskopstange (4) ausgebildet ist, wobei sich
seine Länge von der Länge der Tragleiste (5) auch den Abstand der beiden Tragleisten
(5) zueinander durch Ausziehen vergrößern lässt.
8. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Stützprofils (3) um die Längsachse gewölbt ist, wobei die Wölbung
kontinuierlich ohne Knick in den gerundeten Rand übergeht.
9. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung des Stützprofils (3) an der Tragleiste (5) über Feststellmittel blockierbar
ist.
10. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) zumindest abschnittsweise rutschhemmend mit einer rauen Oberfläche
ausgebildet sind.
11. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) zumindest abschnittsweise Einsenkungen oder Durchgangsöffnungen
im Sinne einer Perforation aufweist.
12. Wäschetrocknungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) an seiner Unterseite nebeneinander angeordnete Federklemmen aufweist,
an denen Kleinteile zum Trocknen befestigbar sind.
13. Wäschetrocknungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) an seiner Unterseite eine längs des Stützprofils (3) verlaufenden,
leinen- oder stangenartiges Aufhängmittel für Wäschestücke (2) aufweist, dass in der
aktiven Stellung (B) des Stützprofils (3) an dessen Unterseite angeordnetist.
14. Wäschetrocknungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Stützprofils (3) ein schmaler Halterand vorgesehen ist, der
parallel zur Unterseite verläuft und sich längs eines Abschnittes oder gesamten Stützprofils
(3) zum Anklemmen eines Reservoirs von Wäscheklammern (6) erstreckt.
15. Wäschetrocknungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (3) im Bereich der Mitte seines Querschnitts drehbar an den Tragleisten
(5) oder längs seines parallel zu den Haltemitteln verlaufenden Randes an den Tragleisten
(5) und/oder den Haltemitteln gelagertist.