[0001] Die Erfindung betrifft einen Ansauggeräuschdämpfer für eine Fluidleitung und ein
Heizgerät mit dem Ansauggeräuschdämpfer.
[0002] Es ist bekannt, in Kraftfahrzeugen Standheizungen zu verwenden. Zur Vermeidung von
Lärmbelästigung durch die im Fahrzeug vorhandenen Aggregate der Standheizung ist es
insbesondere bekannt, im Ansaugbereich eines Fluids, wie beispielsweise Luft, Schalldämpfereinrichtungen
anzuordnen, denn der Ansaugbereich stellt bekanntermaßen eine erhebliche Lärmquelle
dar. Im Nahfeld der Ansaugmündung des Heizgerätes kommt es beim Betrieb des Heizgerätes
und der zur Verbrennung notwendigen Ansaugung von Verbrennungsluft zu Ansauggeräuschen
in verschiedenen Frequenzbereichen.
[0003] Im Nahfeld der Ansaugmündung entstehen Geräusche mit vorwiegend niedrigfrequenten
Frequenzanteilen, die insbesondere durch das Verbrennungsgeräusch des Heizgerätes
hervorgerufen werden. Ferner entstehen Geräusche mit vorwiegend höherfrequenten Frequenzanteilen,
die insbesondere durch ein das Fluid ansaugende Gebläse des Heizgerätes, die mit einem
Turbinengeräusch vergleichbar sind, hervorgerufen werden.
[0004] Die Druckschrift
DE 10 2010 049 578 A1 offenbart eine Schalldämpferanordnung mit einer Fluidleitung, durch die ein Fluid,
insbesondere Luft, geführt wird. Die Fluidleitung weist in Strömungsrichtung gesehen
einen Fluidablass und eine Fluidzuführung auf. Das Fluid, insbesondere die Luft, strömt
somit von der Fluidzuführung zu dem Fluidablass. Eine Schallausbreitung aus einem
am Fluidablass angeschlossenen Aggregat, wie beispielsweise einem Heizgerät, erfolgt
entsprechend in der Gegenrichtung, die als Schallemissionsrichtung definiert ist.
Die Fluidleitung ist von einer Resonatoranordnung umgeben, welche drei hintereinander
geschaltete und konzentrisch zueinander angeordnete Resonatorröhren aufweist. Die
erste Resonatorröhre der Resonatoranordnung ist über eine Anschlussöffnung in einer
Wand mit der Fluidleitung schallübertragend verbunden. Über die Anschlussöffnung findet
lediglich ein geringer Fluidaustausch statt, da die Resonatoranordnung keinen Abfluss
aufweist. Die Schalldämpferanordnung weist ferner Absorptionseinrichtungen auf, die
für verschiedene Frequenzen ausgelegt werden können.
[0005] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Geräuschentwicklung der bekannten
Schalldämpferanordnungen noch weiter zu reduzieren. Ferner soll die Schalldämpferanordnung
kompakt ausgebildet und preiswert und einfach herstellbar sein. Zudem soll die Schalldämpferanordnung
nur ein geringes Gewicht aufweisen und mit geringem Materialaufwand herstellbar sein.
[0006] Ausgangspunkt der Erfindung ist eine Schalldämpfer-Baugruppe umfassend ein Einschubteil,
welches in einem Zusammenbauzustand der Schalldämpfer-Baugruppe in ein Gehäuseteil
geschoben ist, wobei das Gehäuseteil einen Fluidkanal aufweist, in welchem ein Fluid
in axialer Richtung der Schalldämpfer-Baugruppe von einer Einströmöffnung zu einer
Ausströmöffnung strömt, und der gleichzeitig als Resonatorröhre für sich in dem Fluidkanal
ausbreitende Schallwellen fungiert.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Gehäuseteil und das Einschubteil vor dem
Zusammenbauzustand jeweils eine offene Resonatorkammer für je einen von dem Fluidkanal
abzweigenden Abzweigresonator aufweist, die im Zusammenbauzustand geschlossen sind
und schallübertragend mit dem als Resonatorröhre fungierenden Fluidkanal in Wirkverbindung
stehen.
[0008] Gemäß der Aufgabe der Erfindung wird durch eine solche Schalldämpfer-Baugruppe die
Geräuschentwicklung wesentlich reduziert, wobei durch einfachen Zusammenbau zwei Resonatorkammern
als Abzweigresonatoren und eine Resonatorröhre ausgebildet sind, die jeweils für die
entsprechende Dämpfung von Schallwellen sorgen. Die Schalldämpfer-Baugruppe ist dadurch
sehr kompakt ausgebildet, wobei die Resonatorröhre und eine der Resonatorkammern im
Gehäuseteil angelegt sind, während die andere Resonatorkammer im Einschubteil angelegt
ist, wobei in vorteilhafter Weise nur durch den Zusammenbau die beiden Resonatorkammern
ausgebildet werden.
[0009] In vorteilhafter Weise greifen die beiden Bauteile, das Gehäuseteil und das Einschubteil,
derart ineinander, dass zwei relativ einfach und preiswert herstellbare Komponenten
der Schalldämpfer-Baugruppe herstellbar sind. Diese Komponenten weisen zudem ein geringes
Gewicht auf, da nur ein geringer Materialaufwand notwendig ist. Die beiden Komponenten,
das Einschubteil und das Gehäuseteil sind derartig ausgebildet, dass sie in vorteilhafter
Weise nach dem Zusammenbau in entsprechender Wirkverbindung stehen.
[0010] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine auf einem Mittelpunkt
in axialer Richtung liegende Längsachse einer zweiten Gehäuseteilöffnung, die einen
Zuführkanal des Fluidkanals bildet, bezüglich einem Mittelpunkt der in axialer Richtung
liegenden Längsachse der Resonatorkammern der Abzweigresonatoren exzentrisch angeordnet
ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass innerhalb der zylindrischen Schalldämpfer-Baugruppe
der Zuführkanal nicht im Zentrum der Schalldämpfer-Baugruppe liegt, mit andren Worten,
der Zuführkanal ist gegenüber den Schalldämpfern aus dem Stand der Technik außermittig
angeordnet. Die exzentrische Anordnung des Zuführkanals hat den Vorteil, dass für
die Resonatorkammern oberhalb der Längsachse des Zuführkanals ein größerer Bauraum
zur Verfügung steht, so dass innerhalb der Resonatorkammern beider Abzweigresonatoren
ein größeres Volumen zur Verfügung steht, welches zur Ausbildung von mehreren Teilkammern
zur Verfügung steht. Die vorteilhaften Wirkungen dieser Teilkammern sind in der Beschreibung
näher erläutert.
[0011] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich die Schalldämpfer-Baugruppe
dadurch aus, dass der Fluidkanal ein erstes Kanalsegment als Einströmkanal mit der
Einströmöffnung für das Fluid und koaxial dazu ein zweites Kanalsegment als Zuführkanal
mit der Ausströmöffnung für das Fluid umfasst, so dass die Einströmöffnung und die
Ausströmöffnung auf einer Seite der Schalldämpfer-Baugruppe angeordnet sind, da der
Fluidkanal innerhalb des Gehäuseteiles auf der dem Einschubteil gegenüberliegenden
Seite umgelenkt ist.
[0012] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass der Fluidkanal insgesamt länger ausgebildet
ist, da zwei Kanalsegmente im Wesentlichen über die gesamte Länge der Schalldämpfer-Baugruppe
verlaufend ausgebildet sind. Durch die Umlenkung kommt es zudem zu einer Verstärkung
der Schalldämpfung innerhalb des Fluidkanals und ein Teil des Fluidkanals, nämlich
der Einströmkanal, kann in vorteilhafter Weise zum Auffangen von Kondensat genutzt
werden.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass das Gehäuseteil
vor dem Zusammenbauzustand eine offene Resonatorkammer aufweist, die ein sich in axialer
Richtung erstreckendes Gehäuseteilschild umfasst, welches in der Resonatorkammer bereits
zwei Teilkammern bildet.
[0014] Der Vorteil wird insbesondere im Zusammenhang mit dem Einschubteil deutlich, welches
ein Einschubschild aufweist, das im Zusammenbauzustand in die als Abzweigresonator
ausgebildete Resonatorkammer koaxial zu dem sich in axialer Richtung erstreckenden
Gehäuseteilschild eingeschoben ist. In vorteilhafter Weise sind so im Zusammenbauzustand
in der Resonatorkammer drei Teilkammern ausgebildet, die mit dem Fluidkanal über eine
Verbindungsöffnung und ihrerseits über Anschlussöffnungen nach dem Wirkprinzip der
Reflexion schallreduzierend in Verbindung stehen.
[0015] Weiterhin ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung das Einschubteil, welches
die als Abzweigresonator ausgebildete Resonatorkammer aufweist, in axialer Richtung
gesehen aus zwei hintereinander liegenden Scheiben ausgebildet. Die beiden hintereinanderliegenden
Scheiben sind an ihren Innendurchmessern an einer zylindrischen Wandung angeordnet,
wobei die Wandlung eine sich in axialer Richtung der Schalldämpfer-Baugruppe erstreckende
Stutzenöffnung des Einschubteiles bildet. In der Wandung sind Verbindungsöffnungen
zu zwei Teilkammern ausgebildet, die über die Verbindungsöffnungen mit dem Fluidkanal
und ihrerseits nach dem Wirkprinzip der Reflexion schallreduzierend in Verbindung
stehen. In vorteilhafter Weise ist somit das Einschubteil bereits als Komponente so
ausgebildet, dass durch einfachen Einschub in das Gehäuseteil eine geschlossene Resonatorkammer
entsteht, die für eine Schalldämpfung des sich in die Schalldämpfer-Baugruppe ausbreitenden
Schalls sorgt.
[0016] In vorteilhafter Weise entfalten in Schallemissionsrichtung zuerst der zweite Abzweigresonator,
anschließend der erste Abzweigresonator und schließlich die Resonatorröhre ihre dämpfende
Wirkung, wobei die Schallwellen radial in die Abzweigresonatoren übertragen werden.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand der zugehörigen
Zeichnungen erläutert. Die Figuren 1 bis 11 zeigen einen Serientyp 100 der Schalldämpfer-Baugruppe.
Die Figuren 12 bis 14 zeigen einen Prototyp der Schalldämpfer-Baugruppe P100.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Gehäuseteils einer Schalldämpfer-Baugruppe;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht eines Einschubteils der Schalldämpfer-Baugruppe;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht eines Abschlusselementes einer Schalldämpfer-Baugruppe;
- Figur 4
- eine Ansicht in das Innere der Gehäuseteils gemäß Figur 1;
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht der Schalldämpfer-Baugruppe in ihrem Zusammenbauzustand
und in ihrer bevorzugten Einbausituation;
- Figur 6
- einen Schnitt in einer vertikalen Ebene durch ein in Einbausituation seitlich angeordnetes
Befestigungselement gemäß Figur 5, wobei die Schalldämpfer-Baugruppe gegenüber Figur
5 um 90° nach unten verdreht dargestellt ist;
- Figur 7
- einen Schnitt durch die Schalldämpfer-Baugruppe gemäß Figur 5 in einer vertikalen
Ebene, durch die Mitte der Schalldämpfer-Baugruppe;
- Figur 8
- ein erstes Absorptionselement;
- Figur 9
- eine Ansicht in das Innere des Gehäuseteils ausgehend von einem in einer vertikalen
Ebene verlaufenden Schnitt quer zur axialen Erstreckung der Schalldämpfer-Baugruppe
im Zusammenbauzustand, wobei der Schnitt im Bereich eines zweiten segmentartigen Ausschnittes
des ersten Absorptionselementes gemäß Figur 8 gelegt ist;
- Figur 10
- eine Ansicht in das Innere des Einschubteiles im Bereich von zwei Scheiben des Einschubteiles,
mittels eines in einer vertikalen Ebene verlaufenden Schnitts gemäß Figur 6, quer
zur axialen Erstreckung der Schalldämpfer-Baugruppe im Zusammenbauzustand;
- Figur 11
- ein zweites Absorptionselement;
- Figur 12
- eine Schalldämpfer-Baugruppe im Zusammenbauzustand als Prototyp (ohne Abschlusselement)
in einer perspektivischen Außenansicht analog zu Figur 5;
- Figur 13
- einen in einer vertikalen Ebene verlaufenden Schnitt oberhalb des ersten Absorptionselementes
durch den Prototypen, quer zur axialen Erstreckung der als Prototyp ausgebildeten
Schalldämpfer-Baugruppe gemäß Figur 12, jedoch bei einer um circa 90° nach unten gedrehten
Schalldämpfer-Baugruppe; und
- Figur 14
- eine Ansicht in das Innere des Gehäuseteils ausgehend von einem, in einer vertikalen
Ebene verlaufenden Schnitt, quer zur axialen Erstreckung der als Prototyp ausgebildeten
Schalldämpfer-Baugruppe im Zusammenbauzustand (ohne Abschlusselement) gemäß Figur
12 und 13, wobei der Schnitt im Bereich des zweiten segmentartigen Ausschnittes des
ersten Absorptionselementes gelegt ist.
[0019] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Gehäuseteil 10 einer Schalldämpfer-Baugruppe
100, insbesondere einer Baugruppe eines Ansauggeräuschdämpfers für ein Heizgerät,
insbesondere für eine Standheizung. Der Ansauggeräuschdämpfer beziehungsweise die
Schalldämpfer-Baugruppe wird nachfolgend verkürzt als Schalldämpfer 100 bezeichnet.
[0020] Im Nachfolgenden wird erläutert, dass der erfindungsgemäße Schalldämpfer 100 neben
der vorteilhaften Ausbildung und Anordnung der Bauteile 10, 20, 30, S1, S2 der SchalldämpferBaugruppe
100 eine breitbandige Dämpfung von Schallwellen L erzielt, wobei der Schalldämpfer
100 in bestimmen Bereichen das Funktionsprinzip der Absorption oder der Reflexion
sowie die Kombination von Absorption und Reflexion nutzt.
[0021] Im Vordergrund der Figur 1 ist eine Unterseite des Schalldämpfers 100 sichtbar. Im
Ausführungsbeispiel ist in der späteren Einbausituation an der Seite (in Figur 1 oben
dargestellt) des Schalldämpfers 100 ein Befestigungselement 10E angeordnet. Das Befestigungselement
10E ist in vorteilhafter Weise einstückig mit dem Körper des Gehäuseteiles 10 verbunden.
Das Gehäuseteil 10 und damit der gesamte Schalldämpfer 100 ist über das Befestigungselement
10E mit einer Karosserie oder dergleichen verbindbar. Es versteht sich, dass das Befestigungselement
10E auch an einer anderen Stelle des Gehäuseteiles 10 des Schalldämpfers 100 anordbar
ist.
[0022] Das Gehäuseteil 10 weist einen Fluidkanal auf, der ein erstes Kanalsegment 10A, insbesondere
einen Einströmkanal und ein vom ersten Kanalsegment 10A abgewinkeltes zweites Kanalsegment
10B sowie einen Zuführkanal umfasst. In Figur 1 ist innerhalb des Zuführkanals 10B
ein sich in axialer Richtung erstreckender Vorsprung 10B-12 sichtbar. In diesen Kanälen
10A, 10B strömt Fluid, insbesondere Verbrennungsluft zu dem an den Schalldämpfer 100
angeschlossenen Heizgerät.
[0023] Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Einschubteil 20 des Schalldämpfers
100. Die genaue Anordnung des Einschubteiles 20 innerhalb des Gehäuseteiles 10 wird
noch näher erläutert.
[0024] Das Einschubteil 20 umfasst einen mit einer Stutzenöffnung 20A-1 versehenen Stutzen
20A, der einteilig mit einer ersten Scheibe 20B-1 verbunden ist. Die erste Scheibe
20B-1 liegt in axialer Richtung bezüglich der Stutzenöffnung 20A-1 des Stutzens 20A
gesehen parallel zu einer zu der ersten Scheibe 20B-1 beabstandeten zweiten Scheibe
20B-2. Über den Stutzen 20A ist der Schalldämpfer 100 mit dem Heizgerät verbunden.
Der Stutzen 20A stellt im Prinzip auf der Seite des Einschubteiles 29 eine Verlängerung
des zweiten Kanalsegmentes 10B des Fluidkanals dar.
[0025] Ein in der Einbausituation auf der Unterseite des Einschubteiles 20 angeordneter
Steg 20G trennt zwei Teilkammern 20E-1 und 20E-2 einer kleinen Resonatorkammer 20E
(eines zweiten Abzweigresonators R2) mit geringem Volumen voneinander und sorgt gleichzeitig
für Stabilität.
[0026] Das geringere Volumen der kleinen Resonatorkammer 20E bezieht sich auf das größere
Volumen einer großen Resonatorkammer 10C (eines ersten Abzweigresonators R1), wobei
auf die Abzweigresonatoren R1, R2 noch näher eingegangen wird.
[0027] An der zweiten Scheibe 20B-2 ist ein Einschubschild 20F angeordnet, welches sich
im Zusammenbauzustand innerhalb des Schalldämpfers 100 in axialer Richtung erstreckt,
wobei auf die Funktion des Einschubschildes 20F nachfolgend noch näher eingegangen
wird.
[0028] Zwischen den Scheiben 20B-1 und 20B-2 ist am Innendurchmesser der Scheiben 20B-1
und 20B-2 eine zylindrische Wandung 20C vorgesehen, wobei in der Wandung 20C in radialer
Richtung der sich axial erstreckenden Stutzenöffnung 20A-1 Verbindungsöffnungen 20D-1
und 20D-2 angeordnet sind, auf die ebenfalls später noch genauer eingegangen wird.
In Figur 2 ist nur eine der Verbindungsöffnungen 20D-1 sichtbar.
[0029] Die Verbindungsöffnungen 20D-1, 20D-2 ermöglichen den Zugang zu den kleinen, das
geringere Volumen aufweisenden Teilkammern 20E-1 und 20E-2 der kleinen Resonatorkammer
20E, wie in der Beschreibung zu der Figur 10 noch näher erläutert wird.
[0030] Figur 3 zeigt in einer weiteren perspektivischen Darstellung den Deckel 30 als Abschlusselement,
welcher im Zusammenbauzustand des Schalldämpfers 100 gemäß Figur 5 das Gehäuseteil
10 einendseitig verschließt, ohne dabei die Verbindungsöffnung S11 gemäß Figur 7 zu
schließen.
[0031] Anderenends wird das Gehäuseteil 10 gemäß Figur 5 im Zusammenbauzustand durch das
Einschubteil 20 gemäß Figur 2 verschlossen, wobei die erste Scheibe 20B-1 des Einschubteiles
20 bündig mit dem Rand des Gehäuseteiles 10 abschließt, wie in Figur 5 in einer leicht
perspektivischen Seitenansicht des Schalldämpfers 100 dargestellt ist.
[0032] Figur 4 zeigt zur weiteren Erläuterung des Aufbaus des Gehäuseteils 10 in noch einer
weiteren perspektivischen Ansicht einen Blick in das Innere des Gehäuseteils 10.
[0033] Die in Figur 4 dargestellte Lage des Gehäuseteils 10 entspricht der späteren Einbausituation
des Schalldämpfers 100. Es wird deutlich, dass der Zuführkanal 10B unten und das Befestigungselement
10E seitlich angeordnet sind. Es wird ferner deutlich, dass die große Resonatorkammer
10C in der Einbausituation des Schalldämpfers 100 oben angeordnet ist.
[0034] Die Blickrichtung des Betrachters in das Innere des Gehäuseteils 10 ist gemäß Figur
4 von dem Stutzen 20A ausgehend in Richtung Deckel 30 gerichtet, wobei der Deckel
30 in Figur 4 noch nicht montiert ist. Das Gehäuseteil 10 umfasst den spaltartig ausgebildeten
beidseitig offenen Einströmkanal 10A, der im Zusammenbauzustand einendseitig eine
Gehäuseteilöffnung 10A-1 aufweist und eine Einströmöffnung 10A-11 bildet, und anderenends
im Zusammenbauzustand unter Bildung einer Verbindungsöffnung S11, wie noch erläutert
wird, von dem Deckel 30 verschlossen ist.
[0035] Das Gehäuseteil 10 umfasst ferner den kreisrunden Zuführkanal 10B, der ebenfalls
zunächst beidseitig offen ist, und im Zusammenbauzustand auf der einen Seite mittels
des Deckels 30 (siehe Figur 7) verschlossen ist und auf der anderen dem Stutzen 20A
zugewandten Seite offen ist, da dort das Einschubteil 20 in das Gehäuseteil 10 eingeschoben
ist, wobei die offene Stutzenöffnung 20A-1 die Ausströmöffnung 10B-11 für das Fluid
bildet.
[0036] Zudem weist das Gehäuseteil 10 eine dritte im Wesentlichen kreisrunde Resonatorkammeröffnung
10C-1 auf, die den Zugang zu der großen Resonatorkammer 10C bildet.
[0037] Die große Resonatorkammer 10C bildet einen zweiten Abzweigresonator R2 aus mehreren
Teilkammern 10C-I, 10C-II, 10C-III, wie in Figur 9 verdeutlicht wird.
[0038] Es wird in Figur 4 ferner deutlich, dass die große Resonatorkammer 10C bodenseitig
geschlossen ist. Der Boden 10C-4 liegt im Zusammenbauzustand, wie Figur 5 insbesondere
verdeutlicht, auf der Seite des Deckels 30.
[0039] Es ist ferner in Figur 4 in Zusammenschau mit den Figuren 1 und 6 sichtbar, dass
das Gehäuseteil 10 umfangsseitig eine Aufweitung 10C-2 aufweist, die sich in axialer
Richtung erstreckt und deren Länge dem Abstand der beiden Scheiben 20B-1, 20B-2 des
Einschubteiles 20 entspricht. Dadurch bildet sich in dem Gehäuseteil 10 ein Absatz
10C-21, der dafür sorgt, dass das Einschubteil 20 im Zusammenbauzustand innerhalb
des Gehäuseteiles 10 in axialer Richtung gesehen eine definierte Position einnimmt,
wie insbesondere in den Figuren 6 und 7 zu sehen ist.
[0040] Ferner ist gemäß Figur 4 die sichtbare Stirnfläche 10B-13 des Zuführkanals 10B ebenfalls
analog zu der Aufweitung 10C-2 gegenüber der stutzenseitigen Stirnfläche 10-1 des
Gehäuseteils 10 im oberen Bereich zurückgesetzt, während er im unteren Bereich in
axialer Richtung weitergeführt ist und die eine bündige Stirnfläche 10A-12 zu der
Stirnfläche 10-1 des Gehäuseteils 10 bildet.
[0041] Der untere Teil des Zuführkanals 10B mit der Stirnfläche 10A-12 und der Absatz 10C-21
mit der Stirnfläche 10B-13 des Zuführkanals 10B sind im Zusammenbauzustand vertikal
gesehen bündig ausgebildet, wie Figur 6 verdeutlicht.
[0042] Innerhalb der großen Resonatorkammer 10C ist, wie Figur 4 weiter zeigt, ein Gehäuseteilschild
10D angeordnet, welches sich im Zusammenbauzustand des Schalldämpfers 100 ebenfalls
in axialer Richtung erstreckt. Es ist erkennbar, dass die in Figur 4 sichtbare Stirnfläche
10D-1 des Gehäuseteilschildes 10D um einen Betrag gegenüber der Stirnfläche 10B-13
des Zuführkanals 10B in axialer Richtung zurückgesetzt ist, worauf noch näher eingegangen
wird. Dabei ist das Gehäuseteilschild 10D bis zu dem Boden 10C-4 der großen Resonatorkammer
10C geführt und bildet dadurch bereits zwei Teilkammern, eine dritte Teilkammer 10C-III
und eine Teilkammer 10C-II/10C-I, die erst im Zusammenbauzustand durch das Einschubschild
20F in zwei weitere Einzelkammern 10C-II und 10C-I unterteilt wird.
[0043] Zudem ist in Figur 4 sichtbar, dass der Mittelpunkt M1 der in axialer Richtung liegenden
Mittelachse der kreisrunden zweiten Gehäuseteilöffnung 10B-1, die den Zuführkanal
10B bildet, bezüglich des Mittelpunktes M2 der in axialer Richtung liegenden Mittelachse
der Resonatorkammeröffnung 10C-1 der Resonatorkammer 10C exzentrisch angeordnet ist.
[0044] Dadurch ist innerhalb der kreisrunden zylindrischen Ausgestaltung der Resonatorkammeröffnung
10C-1 des Schalldämpfers 100 eine Anordnung des Einströmkanals 10A im unteren Bereich
möglich, wobei gleichzeitig für die große Resonatorkammer 10C (Figur 4) und auch die
kleine Resonatorkammer 20E (Figur 10) oberhalb der zweiten Gehäuseteilöffnung 10B-1
herum beziehungsweise um den sich an die zweite Gehäuseteilöffnung 10B-1 anschließenden
Stutzen 20A herum ein großer Bauraum für die Abzweigresonatoren R1, R2 zur Verfügung
steht. Der jeweilige Bauraum wird in vorteilhafter Weise zur Dämpfung niederfrequenter
Schallwellen L in der großen Resonatorkammer 10C (erster Abzweigresonator R1) und
hochfrequenter Schallwellen L in der kleinen Resonatorkammer 20E (zweiter Abzweigresonator
R2) genutzt.
[0045] Figur 5 zeigt den Schalldämpfer 100 in einer perspektivischen Ansicht schräg von
oben im Zusammenbauzustand. Der Pfeil P1 zeigt die Strömungsrichtung des Fluids in
Einströmrichtung, wobei der Einströmkanal 10A eine Einströmöffnung 10A-11 bildet.
Der Pfeil P2 zeigt die Strömungsrichtung des Fluids in Ausströmungsrichtung, wobei
der Stutzen 20A die Ausströmöffnung 10B-11 bildet. Wie bereits definiert, ist die
Schallemissionsrichtung entgegengesetzt zur Strömungsrichtung des Fluids. Das nicht
näher dargestellte Heizgerät ist an dem Stutzen 20A angeschlossen.
[0046] Die Ausbreitung der Schallwellen L wird in den Figuren 7 und 10 mit gestrichelten
Linien L dargestellt.
[0047] Die Figur 6 zeigt einen vertikal in einer Ebene verlaufenden Schnitt durch den Schalldämpfer
100 durch das Befestigungselement 10E, welches in Figur 6 unten angeordnet ist. Gegenüber
Figur 5 ist der Schalldämpfer 100 somit um 90° nach unten verdreht dargestellt, so
dass der Betrachter bezüglich der Einbausituation von oben auf den Schalldämpfer 100
blickt.
[0048] Die Figur 7 zeigt einen in einer vertikalen Ebene verlaufenden Schnitt durch den
Schalldämpfer 100 genau durch die Mitte des Schalldämpfers 100. Der Schalldämpfer
100 in Figur 7 hat die gleiche Lage wie Figur 5, wobei der Betrachter jetzt von der
Seite auf den Schalldämpfer 100 blickt.
[0049] Die nachfolgende Beschreibung erfolgt in einer Zusammenschau der Figuren 6 und 7.
[0050] Es ist insbesondere in Figur 6 sichtbar, dass der Zuführkanal 10B mit seinem stirnseitigen
zurückgesetzten freien Ende der Gehäuseteilöffnung mit der Stirnfläche 10B-13 gegenüber
der zweiten Scheibe 20B-2 einen Abstand bildet, worauf noch eingegangen wird.
[0051] Es ist insbesondere in Figur 7 ferner sichtbar, dass das Einschubschild 20F stirnseitig
mit seinem freien Ende gegenüber dem Boden 10C-4 der großen Resonatorkammer 10C ebenfalls
einen Abstand bildet (Figur 7), worauf noch eingegangen wird..
[0052] Der Zuführkanal 10B und der Einströmkanal 10A bilden eine weitere Resonatorkammer
in der Art eines abgewinkelten Resonatorrohres R.
[0053] Das abgewinkelte Resonatorrohr R nutzt im Bereich des geraden Zuführkanals 10B vorwiegend
das Funktionsprinzip der Absorption von Schallwellen L, da er mit einem Absorberelement
S1 versehen ist.
[0054] Da der Zuführkanal 10B mit dem abgewinkelten Einströmkanal 10A in Wirkverbindung
steht, wird in Richtung der Ausbreitung der Schallwellen L gesehen, in vorteilhafter
Weise auch das Funktionsprinzip der Reflexion genutzt.
[0055] Die Schallwellen L breiten sich bis zur Abwinkelung zwischen dem Zuführkanal 10B
und dem Einströmkanal 10A aus und erreichen die U-förmige Verbindungsöffnung S11 zwischen
Zuführkanal 10B und Einströmkanal 10A und werden an der Innenwandung eines Deckels
30 stark reflektiert und breiten sich danach weiter in den Einströmkanal 10B aus,
in dem sie an den Wandungen des Einströmkanals 10A, 10B reflektiert werden, wodurch
in vorteilhafter Weise eine Dämpfung der Schallwellen L erreicht wird.
[0056] Das Resonatorrohr R dämpft im Ausführungsbeispiel Schallfrequenzen im Schallwellenbereich
innerhalb eines hochfrequenten Frequenzbandes um circa 5 kHz herum, der vom Volumen
des Resonatorrohres R, seinem Querschnitt und seiner Länge sowie den im Resonatorrohr
R1 angeordneten Einbauten, wie beispielsweise dem angeordneten ersten Absorberelement
S1 und dem Absorbermaterial abhängt.
[0057] Als Absorbermaterial für das erste Absorberelement S1 im Resonatorrohr R wird ein
offenzelliger Polyurethanschaum auf Polyesterbasis [PU-Schaum auf Polyesterbasis]
verwendet. Der offenzellige PU-Schaum bildet zellenartige Poren, die durch Reflexion
der Schallwellen L in den Poren für eine Dämpfung der Schallwellen L im hochfrequenten
Frequenzbereich um circa 5 kHz herum sorgen. Es wurde herausgefunden, dass für die
Dämpfung im Resonatorrohr R ein Polyurethanschaum auf Polyesterbasis mit einer Rohdichte
von circa 57 kg/m
3 (+/- 5 kg/m
3) nach ISO 845 besonders geeignet ist.
[0058] In vorteilhafter Weise erhöht sich durch die gewählte Ausgestaltung die Länge des
Resonatorrohres R gegenüber herkömmlichen Schalldämpfern, da das Resonatorrohr R aus
dem Einströmkanal 10A und dem abgewinkelten Zuführkanal 10B ausgebildet ist, wodurch
die Geräuschentwicklung gegenüber den herkömmlichen Schalldämpfern reduziert wird.
Erstes Absorptionselement S1:
[0059] Ferner ist in den Figuren 6 und 7 dargestellt, wie das erste Absorptionselement S1
innerhalb des Zuführkanals 10B, hier zylindrisch ausgebildet, angeordnet ist, das
in Figur 8 als Einzelheit dargestellt ist.
[0060] Das Absorptionselement S1 erstreckt sich in seiner längsten Ausdehnung von dem Deckel
30 bis zu der ersten Scheibe 20B-2 des Einschubteiles 20 und ist dadurch einfach in
axialer Richtung innerhalb des Schalldämpfers 100 positionierbar.
[0061] Das Absorptionselement S1 ist in vorteilhafter Weise vor dem Einbau eine in einer
Ebene liegende Matte vorgebbarer Dicke von circa 5 -10 mm, insbesondere 6 mm, welche
für den Einbau zu dem zylindrischen Element zusammengerollt wird, so dass die sich
in axialer Richtung erstreckenden Stirnflächen aneinander liegen. Es bildet sich eine
Kontaktzone S13 (Figuren 6), die an dem sich in axialer Richtung erstreckenden Vorsprung
10B-12 (Figuren 1 und 6) positioniert wird, so dass das Absorptionselement S1 eindeutig
in dem Zuführkanal 10B positioniert ist und gleichzeitig gegen Verdrehen gesichert
ist. Diese Lösung ist in Figur 9 ebenfalls erkennbar.
[0062] Das Absorptionselement S1 gemäß Figur 8 weist jeweils endseitig einen segmentartigen
Ausschnitt S11, S12 auf, wobei in Strömungsrichtung des Fluids gesehen, der erste
segmentartige Ausschnitt S11 die fluid- und schallübertragende Verbindungsöffnung
S11 zwischen dem Einströmkanal 10A und dem Zuführkanal 10B bildet, wie in Figur 7
gut sichtbar ist.
[0063] Der zweite segmentartige Ausschnitt S12 bildet eine in radialer Richtung abgehende
schallübertragende Verbindungsöffnung S12 zwischen dem Einströmkanal 10A und der großen
Resonatorkammer 10C. Über diese Verbindungsöffnung S12 findet nahezu kein Fluidaustausch
statt, das heißt, das Fluid strömt nicht in die große Resonatorkammer 10C ein.
Zweites Absorptionselement S2:
[0064] In den verschiedenen Schnitten der Figuren 6 und 7 ist ein weiteres Absorptionselement
S2 sichtbar, das zwischen den Scheiben 20B-1 und 20B-2 angeordnet ist. Die genaue
Anordnung ist in den Figuren 10 und 11 dargestellt und wird bei der Beschreibung der
Figuren noch näher erläutert.
[0065] Figur 9 zeigt zunächst zur weiteren Erläuterung einen in einer vertikalen Ebene verlaufenden
Schnitt quer zur axialen Erstreckung des Schalldämpfers 100, wobei der Schnitt im
Bereich des zweiten segmentartigen Ausschnittes S12 des ersten Absorptionselementes
S1 analog zu Figur 4 gelegt ist.
[0066] Figur 9 und Figur 4 unterscheiden sich dahingehend, dass in Figur 9 im Gegensatz
zu Figur 4 das Einschubteil 20 bereits in das Gehäuseteil 10 eingeschoben ist und
das erste Absorptionselement S1 bereits eingelegt ist.
[0067] Im Schnitt der Figur 9 ist dadurch die Schnittfläche des Einschubschildes 20F im
Bereich des segmentartigen Ausschnittes S12 und die Schnittfläche des Absorptionselementes
S1 sichtbar.
[0068] Das Einschubschild 20F wird mit seiner sich in axialer Richtung erstreckenden außen
liegenden Stirnkante in eine Nut 10C-3 eingeschoben, die auch in Figur 7 zumindest
teilweise sichtbar ist.
[0069] Durch die Nut 10C-3 ist das Einschubteil 20 in vorteilhafter Weise eindeutig innerhalb
der großen Resonatorkammer 10C positioniert und dichtet gleichzeitig gegenüber der
Wandung der Resonatorkammer 10C ab.
[0070] Zudem ist das Einschubteil 20 innerhalb der Resonatorkammer 10C gegen Verdrehen gesichert.
Durch den in Figur 9 dargestellten Schnitt wird deutlich, dass sich durch das Einschubschild
20F des Einschubteiles 20 innerhalb der Resonatorkammer 10C drei Teilkammern 10C-I;
10C-II und 10C-III ausbilden. Es hat sich durch Versuche herausgestellt, dass es vorteilhaft
ist, dass die Querschnitte der Kammern 10C-I; I0C-II und I0C-III im Wesentlichen gleich
groß ausgebildet werden, um eine effiziente Schalldämpfung zu bewirken.
[0071] Gemäß der bisherigen Beschreibung strömt das Fluid in Figur 9 in Richtung des Betrachters,
während sich der Schall beziehungsweise die Schallwelle in den Zuführkanal 10B, das
heißt in die Blattebene hinein und radial über den segmentartigen Ausschnitt S12 in
die große Resonatorkammer 10C ausbreitet. Die Resonatorkammer 10C mit den drei großen
Kammern 10C-I; 10C-II und 10C-III bildet eine Resonatorröhre R aus drei nebeneinander
liegenden großen Kammern 10C-I; 10C-II und 10C-III, die durch zwei Anschlussöffnungen
A1, A2 miteinander verbunden sind.
[0072] Die erste Anschlussöffnung A1 (Figur 7) wird durch den Zwischenraum zwischen dem
Boden 10C-4 der großen Resonatorkammer 10C und dem freien Ende des Einschubschildes
20F gebildet.
[0073] Die zweite Anschlussöffnung A2 wird zwischen der Stirnfläche 10D-1 des Gehäuseteilschildes
10D innerhalb der Resonatorkammer 10C und der der Resonatorkammer 10C zugewandten
Wandung der zweiten Scheibe 20B-2 des Einschubschildes 20F gebildet. Es hat sich herausgestellt,
dass es von Vorteil ist, wenn die Querschnitte der Anschlussöffnungen A1, A2 wie im
dargestellten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen gleich groß ausgebildet sind, um
eine effiziente Schalldämpfung zu bewirken.
[0074] Zudem wurde durch Versuche gefunden, dass es vorteilhaft ist, wenn die Querschnitte
der Anschlussöffnungen A1, A2 im Wesentlichen den Querschnitten der Kammern 10C-I;
10C-II und 10C-III entsprechen, um eine hochwirksame Schallableitung innerhalb der
miteinander verbundenen Kammern 10C-I; 10C-II und 10C-III zu erreichen.
[0075] Die Schallwelle breitet sich gemäß einer Zusammenschau der Figuren 7 und 9 von der
Stutzenöffnung 20A-1 des Stutzens 20A aus der segmentartigen Öffnung S12 des ersten
Absorptionselementes in radialer Richtung abzweigend durch die Verbindungsöffnung
S12 in die erste Kammer 10C-I der Resonatorröhre R wieder in axialer Richtung abzweigend
aus und durchläuft die erste Kammer 10C-I (Figur 9 in die Blattebene hinein), wonach
sie durch die erste Anschlussöffnung A1 umgelenkt und am Boden 10C-4 reflektierend
in die zweite Kammer 10C-II eintritt (Figur 9 aus der Blattebene heraus) und noch
einmal umgelenkt über die zweite Anschlussöffnung A2 in die dritte Kammer 10C-III
(Figur 9 in die Blattebene hinein) eintritt. Es versteht sich, dass die Schallwellen
L auch von den Wandungen der Kammern 10C-I; 10C-II und 10C-III reflektiert und gedämpft
werden.
[0076] Es wurde dafür gesorgt, dass durch die beschriebene Resonatorkammer 10C mit den drei
Teilkammern 10C-I; 10C-II und 10C-III Schallwellen L in einem niedrigfrequenten Frequenzband
im Bereich von circa 200 Hz bis 500 Hz gedämpft werden. In der Resonatorkammer 10C
werden somit nahe der Ansaugmündung des Heizgerätes entstehende niedrigfrequente Ansauggeräusche,
wie sie insbesondere durch ein wummerndes Verbrennungsgeräusch bekannt sind, wirksam
gedämpft.
[0077] Dabei wurde die optimale Gesamtlänge der Resonatorröhre R durch spezielle Versuche
anhand eines Prototypen ermittelt. Zudem wurde die Öffnungsgröße der Verbindungsöffnung
S12 des segmentartigen Ausschnittes des ersten Absorptionselements S1 ebenfalls durch
spezielle Versuche mittels des Prototypen ermittelt, wie noch erläutert wird.
[0078] Figur 10 zeigt zur weiteren Erläuterung des Schalldämpfers 100 einen in einer vertikalen
Ebene verlaufenden Schnitt quer zur axialen Erstreckung des Schalldämpfers 100, wobei
der Schnitt im Bereich zwischen den beiden Scheiben 20B-1 und 20B-2 des Einschubteiles
20 liegt.
[0079] In dieser Darstellung gemäß Figur 10 sind die Verbindungsöffnungen 20D-1 und 20D-2
zu den Teilkammern 20E-1 und 20E-2 der kleinen Resonatorkammer 20E sichtbar.
[0080] Diese Teilkammern 20E-1 und 20E-2 der Resonatorkammer 20E bilden einen von dem Zuführkanal
10B radial abzweigenden zweiten Abzweigresonator R2. Der zweite Abzweigresonator R2
ist derart ausgestaltet, dass er das Funktionsprinzip der Kombination aus Absorption
und Reflexion nutzt.
[0081] Die beiden Teilkammern 20E-1 und 20E-2 der kleinen Resonatorkammer 20E sind durch
einen oberen vertikalen Trennsteg 20H voneinander getrennt angeordnet. Zwischen den
beiden Scheiben 20B-1 und 20B-2 bildet sich somit ein weiterer Resonatorraum in der
Art einer kleinen Resonatorkammer 20E mit geringerem Volumen aus.
[0082] Der obere vertikale Trennsteg 20H ist dabei ausgehend von dem Mittelpunkt M1 des
Zuführkanals 10B in Figur 10 in vertikaler Richtung nur so lang ausgebildet, dass
er die Innenwandung der Aufweitung 10C-2 der Resonatorkammeröffnung 10C-1 nicht erreicht,
so dass die beiden Teilkammern 20E-1 und 20E-2 im oberen Bereich noch miteinander
verbunden sind.
[0083] Dadurch kann auf dem Trennsteg 20H über einen Schlitz S23 gemäß Figur 11 in den oberen
Bereich der Teilkammern 20E-1 und 20E-2 das zweite Absorptionselement S2 zwischen
den beiden Scheiben 20B-1 und 20B-2 einfach positioniert werden, wobei der Trennsteg
20H in den Schlitz S23 eingreift.
[0084] Das zweite Absorptionselement S2 bildet dabei zwei mit der Innenkontur der Teilkammern
20E1 und 20E-2 korrespondierende flügelartige Elemente S21 und S22 aus, so dass die
Elemente S21 und S22 in den beiden Teilkammern 20E-1 und 20E-2 passgenau angeordnet
werden können. Das zweite Absorptionselement S2 weist in axialer Richtung gesehen
eine Dicke von circa 5 -10 mm, insbesondere 5 mm auf.
[0085] Die kleine Resonatorkammer 20E bildet somit in Ausbreitungsrichtung der Schallwellen
L gesehen zunächst einen Resonatorraum ohne Absorptionselement S2 und anschließend
einen Resonatorraum mit dem Absorptionselement S2, wobei die kleine Resonatorkammer
20E aus den zwei miteinander verbundenen Teilkammern 20E-1 und 20E-2 ausgebildet ist.
[0086] Durch die beschriebene Ausbildung und die absorbierenden Einbauten in der kleinen
Resonatorkammer 20E wird dafür gesorgt, dass durch die beiden Kammern 20E-1 und 20E-2
zunächst durch Reflexion und anschließend durch das Absorberelement S2 durch Absorption
das Funktionsprinzip aus der Kombination von Reflexion und Absorption genutzt wird.
[0087] Wie bereits erläutert, ist die kleine Resonatorkammer 20E durch die exzentrische
Ausbildung des Schalldämpfers 100 gegenüber anderen Schalldämpfern aus dem Stand der
Technik relativ groß ausgebildet, so dass die dämpfende Wirkung gegenüber herkömmlichen
Schalldämpfern noch zusätzlich verbessert ist. Der Mittelpunkt M1 der in axialer Richtung
liegenden Mittelachse der zweiten Gehäuseteilöffnung 10B-1, die den Zuführkanal 10B
bildet, liegt gemäß Figur 10 bezüglich des Mittelpunktes M2 der in axialer Richtung
liegenden Mittelachse der kleinen Resonatorkammer 20E exzentrisch.
[0088] Die Schallwellen L breiten sich in der kleine Resonatorkammer 20E gemäß Figur 10
über die Verbindungsöffnungen 20D-1 und 20D-2 jeweils in radialer Richtung aus, wobei
gefunden wurde, dass die segmentartigen Verbindungsöffnungen 20D-1, 20D-2 in vorteilhafter
Weise in einem Winkelbereich zwischen 60° bis 150° liegen und insbesondere jeweils
circa 120° betragen, um eine effiziente Dämpfung der Schallwellen L zu bewirken.
[0089] Die als Abzweigresonator R2 ausgebildete kleine Resonatorkammer 20E dämpft im Ausführungsbeispiel
ebenfalls Schallfrequenzen im Schallwellenbereich innerhalb eines hochfrequenten Frequenzbandes
um circa 5 kHz herum, der vom Volumen der kleinen Resonatorkammer 20E, seinem Kammerquerschnitt,
den Querschnitten der Verbindungsöffnungen 20D-1, 20D-2 sowie den im Abzweigresonator
R2 angeordneten Einbauten, wie beispielsweise dem angeordneten zweiten Absorberelement
S2 und dem Absorbermaterial abhängt.
[0090] Als Absorbermaterial für das zweite Absorberelement S2 in der Resonatorkammer 20E
wird ebenfalls ein offenzelliger Polyurethanschaum auf Polyesterbasis [PU-Schaum auf
Polyesterbasis] verwendet. Der offenzellige PU-Schaum des zweiten Absorberelementes
S2 bildet ebenfalls zellenartige Poren, die durch Reflexion der Schallwellen L in
den Poren für eine Dämpfung der Schallwellen L im hochfrequenten Frequenzbereich um
circa 5 kHz herum sorgen. Es wurde herausgefunden, dass für die Dämpfung in der Resonatorkammer
20E ein Polyurethanschaum auf Polyesterbasis mit einer Rohdichte von circa 120 kg/m
3 (+/- 12 kg/m
3) nach ISO 845 besonders geeignet ist.
[0091] Es wird deutlich, dass sowohl im Resonatorrohr R als auch im zweiten Abzweigresonator
R2 Schallwellen L im hochfrequenten Frequenzbereich um circa 5 kHz herum gedämpft
werden, jedoch unterschiedliche Schäume verwendet werden. Es wurde erfindungsgemäß
herausgefunden, dass die weiteren unterschiedlichen Randbedingungen wie jeweils unterschiedliches
Volumen, jeweils unterschiedliche Querschnitte der Resonatorräume und jeweils unterschiedliche
Querschnitte der Verbindungsöffnungen unterschiedliche Schäume bedingen, um die gewünschten
hochfrequenten Frequenzbereiche um circa 5 kHz herum in der beschriebenen Weise aufeinander
abzustimmen.
[0092] Es werden, wie erwähnt, sowohl im Resonatorrohr R als auch im zweiten Abzweigresonator
R2 Schallwellen L im höherfrequenten Bereich um circa 5 kHz herum gedämpft. Dadurch
werden in der kleinen Resonatorkammer 20E nahe und durch den zweiten Abzweigresonator
R2 entfernt von der stutzenseitigen Ansaugmündung des Heizgerätes entstehende höherfrequente
Ansauggeräusche, wie sie insbesondere durch ein turbinenartiges Geräusch eines Ansauggebläses
des Heizgerätes bekannt sind, wirksam gedämpft.
[0093] Die Figuren 12 bis 14 zeigen jeweils mit gleichen Bezugszeichen den erwähnten Prototypen
P100 des bisher dargestellten Schalldämpfers 100. Der Prototyp P100 unterscheidet
sich von dem Serientyp 100 zum einen darin, dass in der dritten Kammer 10C-III ein
in axialer Richtung verschiebbarer Volumenregler 10V angeordnet ist, der aus den Gehäuseteil
10 herausgezogen ist, so dass er in axialer Richtung beidseitig verschiebbar ist.
Mithilfe des Volumenreglers 10V wurde die optimale Gesamtlänge der großen Resonatorkammer
10C ermittelt, um eine hoch effiziente Dämpfung der Schallwellen L zu bewirken.
[0094] In Figur 12 ist anhand des Pfeiles P4 dargestellt, wie der Volumenregler 10V in entsprechenden
Versuchen innerhalb der dritten Kammer 10C-III hin- und herbewegt wird, um bei vorgegebenen
Querschnitten der Kammern 10C-I, 10C-II und 10C-III und bei vorgegebenen Querschnitten
der Überström- beziehungsweise Anschlussöffnungen A1, A2 die optimale Länge der großen
aus den Teilkammern 10C-I, 10C-II und 10C-III gebildeten Resonatorkammer 10C mit der
effizientesten Dämpfung der Schallwellen L zu ermitteln.
[0095] Analog dazu wurde als weiterer Unterschied zwischen dem Prototyp P100 und dem Serientyp
100 das erste Absorptionselement S1 ebenfalls aus dem Gehäuseteil 10 herausgezogen,
so dass durch Drehung gemäß dem Pfeil P3 in Figur 14 die Möglichkeit besteht, die
segmentartige Öffnung S12 des ersten Absorptionselementes S1 gegenüber der ersten
Kammer 10C-I der großen Resonatorkammer 10C zu verdrehen.
[0096] Durch entsprechende Versuche konnte somit der notwendige offene Querschnitt der segmentartigen
Ausschnitte S11 und S12 des ersten Absorptionselementes S1 ermittelt werden, bei dem
eine hocheffiziente Dämpfung der in die große Resonatorkammer 10C eintretenden und
zwischen dem Zuführkanal 10B und dem Einstromkanal 10A durch die Verbindungsöffnung
umgelenkten und reflektierten Schallwellen L bewirkbar ist. Dadurch wurden die Öffnungswinkel
der segmentartigen Ausschnitte S11 und S12 und auch die in axialer Richtung notwendige
Breite der Ausschnitte S11, S12 ermittelt.
[0097] Es ist somit erfindungsgemäß angedacht, dass je nach den auftretenden Frequenzen,
die zu den ungewünschten Ansauggeräuschen führen, innerhalb des Ansauggeräuschdämpfers
100 eine Regelstrecke realisiert wird, die in Abhängigkeit der erfassten Schallfrequenzen
über den in axialer Richtung verschiebbaren Volumenregler 10V oder über das drehbare
erste Absorptionselement S1 eine Anpassung der zu dämpfenden Frequenzen innerhalb
entsprechender Frequenzbänder und damit eine noch weiter optimierte Schalldämpfung
erfolgt.
[0098] Durch den Volumenregler 10V ist die Länge der Resonatorkammer 20E und durch das erste
Absorptionselement S1 ist die Größe der Verbindungsöffnung S12 zu der großen Resonatorkammer
10C veränderbar und innerhalb der angedachten Regelstrecke regulierbar. Volumenregler
10V und drehbares erstes Absorptionselement S1 sind bei einer solchen Ausgestaltung
keine Prototypenbauteile mehr, sondern stellen dann Serienbauteile dar.
[0099] Die beschriebene erfindungsgemäße Lösung hat ferner den Vorteil, dass der Korpus
des Schalldämpfers lediglich aus drei einfachen Bauteilen, dem Gehäuseteil 10, dem
Einschubteil 20 und dem Deckel 30 gebildet wird. Durch das beschriebene Einschieben
des Einschubteiles 20 in das Gehäuseteil 10 und Aufsetzen des Deckels 30 ist durch
einfache Montage der Korpus des Schalldämpfers 100 vom Werker fehlerfrei montierbar.
Die Positionierung des Gehäuseteiles gegenüber dem Einschubteil 20 erfolgt über die
bereits erläuterte Nut 10C-3 an der Innenwandung der großen Resonatorkammer 10C. Der
Deckel 30 weist ebenfalls entsprechende Vorkehrungen zur fehlerfreien Montage auf.
[0100] Die Komplementierung mit den Absorptionselementen S1 und S2 ist ebenfalls einfach
ausgestaltet, wobei die Absorptionselemente S1 und S2 vom Werker vor dem Zusammenbau
des Korpus einfach und sicher positionierbar in den Zuführkanal 10B beziehungsweise
in die kleine Resonatorkammer 20E eingesetzt werden können.
[0101] Mit den Absorptionselementen S1 und S2 steht somit ein nur fünfteiliger Ansaugschalldämpfer
zur Verfügung, der durch Zusammenbau eine große Resonatorkammer 10C mit drei Teilkammern
10C-I, 10C-II, 10C-III (Abzweigresonator R1) und eine kleine Resonatorkammer 20E mit
zwei Teilkammern 20E-1 und 20E-2 (Abzweigresonator R2 ausbildet.
[0102] Die abgewinkelte Resonatorröhre R ist bereits im Gehäuseteil 10 angelegt.
[0103] Der Materialbedarf ist gering und der erforderliche Raum für die Reduzierung der
Ansauggeräusche in den Resonatorkammern 10C, 20E ist gegenüber herkömmlichen Schalldämpfern
besonders groß, da die erläuterte exzentrische Bauweise gewählt worden ist.
[0104] Eine komplizierte Verschachtelung der Resonatorräume, die aus dem Stand der Technik
bekannt ist, wird durch die erfindungsgemäße Lösung überwunden, wodurch die Bauteile
als Einzelkomponenten einfach herstellbar sind und einen geringeren Materialbedarf
erfordern, wodurch zudem ein geringes Gewicht bewirkt wird und geringere Kosten entstehen.
[0105] Es wurde in Versuchen festgestellt, dass der von außen registrierbare Geräuschpegel
gegenüber den herkömmlichen Schalldämpfern um bis zu 15 dB reduziert wird.
[0106] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch das erste Absorptionselement S1 in
dem Zuführkanal 10B ebenfalls eine effiziente Reduzierung der Geräuschwirkung von
Ansauggeräuschen erzielt wird, da sich herausgestellt hat, dass durch die Umlenkung
des Einströmkanals 10A in den Zuführkanal 10B ebenfalls eine reduzierende und dämpfende
Wirkung der Schallgeräusche bewirkt wird.
[0107] Zudem wirkt der Einströmkanal 10A, der in der Einbausituation des Schalldämpfers
100 auf der Unterseite angeordnet ist, als Auffangraum für eventuell innerhalb des
Schalldämpfers 100 auftretendes Kondensat.
[0108] Es ist vorgesehen, den Schalldämpfer 100 in der Einbausituation gegenüber einer gedachten
Horizontalen geneigt anzuordnen, so dass anfallendes Kondensat während des Betriebes
des Heizgerätes und des Schalldämpfers 100 und auch außerhalb des Betriebes durch
die entsprechende Neigung über die Einströmöffnung 10A-11 des Fluids austritt.
Bezugszeichenliste
[0109]
- 100
- Schalldämpfer-Baugruppe (Serientyp)
- P100
- Schalldämpfer-Baugruppe (Prototyp)
- 10
- Gehäuseteil
- 10-1
- Stirnfläche
- 10A
- erstes Kanalsegment/Einströmkanal/Fluidkanal
- 10A-1
- Gehäuseteilöffnung
- 10A-11
- Einströmöffnung
- 10A-12
- Stirnfläche
- 10B
- zweites Kanalsegment/Zuführkanal/Fluidkanal
- 10B-1
- Gehäuseteilöffnung
- 10B-11
- Ausströmöffnung
- 10B-12
- Vorsprung
- 10B-13
- Stirnfläche
- M1
- Mittelpunkt des zweiten Kanalsegments 10B
- 10C
- große Resonatorkammer
- 10C-1
- Resonatorkammeröffnung
- 10C-2
- Aufweitung
- 10C-21
- Absatz
- 10C-3
- Nut
- 10C-4
- Boden
- 10C-I
- erste Teilkammer
- 10C-II
- zweite Teilkammer
- 10C-III
- dritte Teilkammer
- M2
- Mittelpunkt der großen Resonatorkammeröffnung 10C
- 10D
- Gehäuseteilschild
- 10D-1
- Stirnfläche
- 10E
- Befestigungselement
- 10V
- Volumenregler
- 20
- Einschubteil
- 20A-1
- Stutzenöffnung
- 20A
- Stutzen
- 20B-1
- erste Scheibe
- 20B-2
- zweite Scheibe
- 20C
- Wandung
- 20D-1
- Verbindungsöffnung als segmentartiger Ausschnitt in 20C
- 20D-2
- Verbindungsöffnung als segmentartiger Ausschnitt in 20C
- 20E-1
- Teilkammer
- 20E-2
- Teilkammer
- 20E
- kleine Resonatorkammer
- 20G
- Steg
- 20H
- Trennsteg
- 20F
- Einschubschild
- 30
- Deckel
- A1
- erste Anschlussöffnung
- A2
- zweite Anschlussöffnung
- P1
- Strömungsrichtung des Fluids in Einströmrichtung
- P2
- Strömungsrichtung des Fluids in Ausströmrichtung
- P3
- Drehrichtung von Absorptionselement s S1
- P4
- Verschiebebewegung des Volumenreglers 10V
- R
- Resonatorröhre
- R1
- Abzweigresonator
- R2
- Abzweigresonator
- S1
- erstes Absorptionselement
- S2
- zweites Absorptionselement
- S11
- Verbindungsöffnung als segmentartiger Ausschnitt von S1
- S12
- Verbindungsöffnung segmentartiger Ausschnitt S1
- S13
- Kontaktzone
- S21
- flügelartiges Element
- S22
- flügelartiges Element
- S23
- Schlitz
- L
- Schallwellen
1. Schalldämpfer-Baugruppe (100) umfassend ein Einschubteil (20), welches in einem Zusammenbauzustand
der Schalldämpfer-Baugruppe (100) in ein Gehäuseteil (10) geschoben ist, wobei das
Gehäuseteil (10) einen Fluidkanal (10A, 10B) aufweist, in welchem ein Fluid in axialer
Richtung der Schalldämpfer-Baugruppe (100) von einer Einströmöffnung (10A-11) zu einer
Ausströmöffnung (10B-11) strömt, und der gleichzeitig als Resonatorröhre (R) für sich
in dem Fluidkanal (10A, 10B) ausbreitende Schallwellen (L) fungiert, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (10) und das Einschubteil (20) vor dem Zusammenbauzustand jeweils
eine offene Resonatorkammer (10C, 20E) für je einen von dem Fluidkanal (10, 10B) abzweigenden
Abzweigresonator (R1, R2) aufweisen, die im Zusammenbauzustand geschlossen sind und
schallübertragend mit dem als Resonatorröhre (R) fungierenden Fluidkanal (10A, 10B)
in Wirkverbindung stehen.
2. Schalldämpfer-Baugruppe (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf einem Mittelpunkt (M1) in axialer Richtung liegende Längsachse einer zweiten
Gehäuseteilöffnung (10B-1), die einen Zuführkanal (10B) des Fluidkanals bildet, bezüglich
eines Mittelpunkts (M2) der in axialer Richtung liegenden Längsachse der Resonatorkammern
(10C, 20E) der Abzweigresonatoren (R1, R2) exzentrisch angeordnet ist.
3. Schalldämpfer-Baugruppe (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidkanal (10A, 10B) ein erstes Kanalsegment (10A) als Einströmkanal mit der
Eintrittsöffnung (10A-11) für das Fluid, und das koaxial zu dem ersten Kanalsegment
(10A) liegende zweite Kanalsegment (10B) als Zuführkanal mit der Ausströmöffnung (10B-11)
für das Fluid umfasst, so dass die Einströmöffnung (10A-11) und die Ausströmöffnung
(10B11) auf einer Seite der Schalldämpfer-Baugruppe (100) angeordnet sind, da der
Fluidkanal (10, 10B) innerhalb des Gehäuseteiles (10) auf einer dem Einschubteil (20)
gegenüberliegenden Seite umgelenkt ist.
4. Schalldämpfer-Baugruppe (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (10) vor dem Zusammenbauzustand eine offene Resonatorkammer (10C)
aufweist, die ein sich in axialer Richtung erstreckendes Gehäuseteilschild (10D) umfasst,
welches in der Resonatorkammer (10C) zwei Teilkammern bildet.
5. Schalldämpfer-Baugruppe (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschubteil (20) ein Einschubschild (20F) aufweist, welches im Zusammenbauzustand
in die als Abzweigresonator (R1) ausgebildete Resonatorkammer (10C) koaxial zu dem
sich in axialer Richtung erstreckenden Gehäuseteilschild (10D) eingeschoben ist, so
dass im Zusammenbauzustand in der Resonatorkammer (10C) drei Teilkammern (10C-I, 10C-II;
10C-III) ausgebildet sind, die mit dem Fluidkanal (10B) über eine schallübertragende
Verbindungsöffnung (S12) und ihrerseits überAnschlussöffnungen (A1, A2) nach dem Wirkprinzip
der Reflexion schallreduzierend in Verbindung stehen.
6. Schalldämpfer-Baugruppe (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschubteil (20) die als Abzweigresonator (R2) ausgebildete Resonatorkammer
(20E) aufweist, die in axialer Richtung gesehen aus zwei hintereinander liegenden
Scheiben (20B-1, 20B-2) ausgebildet ist, die an ihrem Innendurchmesser an einer zylindrischen
Wandung (20C) angeordnet sind, wobei die Wandung (20C) eine sich in axialer Richtung
der Schalldämpfer-Baugruppe (100) erstreckende Stutzenöffnung (20A-1) des Einschubteiles
(20) bildet, wobei in der Wandung (20C) schallübertragende Verbindungsöffnungen (20D-1,
20D-2) zu zwei Teilkammern (20E-1, 20E-2) ausgebildet sind, die über die Verbindungsöffnungen
(20D-1, 20D-2) mit dem Fluidkanal (10B) und ihrerseits nach dem Wirkprinzip der Reflexion
schallreduzierend in Verbindung stehen.
7. Schalldämpfer-Baugruppe (100) nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuführkanal (10B) des Fluidkanals (10A, 10B) ein erstes Absorptionselement (S1)
angeordnet ist, welches aus einem ersten Absorptionsmaterial, insbesondere einem Polyurethanschaum
auf Polyesterbasis mit einer Rohdichte von circa 57 kg/m3 (+/- 5 kg/m3) ausgebildet ist, so dass der als Resonatorröhre (R) ausgebildete Fluidkanal (10A,
10B) nach dem Wirkprinzip der Absorption und der Reflexion eine schallreduzierende
Wirkung erzielt.
8. Schalldämpfer-Baugruppe (100) nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Resonatorkammer (20E) des Einschubteiles (20) die Resonatorkammer (20E) nur
als teilweise ausfüllendes zweites Absorptionselement (S2) angeordnet ist, welches
aus einem zweiten Absorptionsmaterial, insbesondere einem Polyurethanschaum auf Polyesterbasis
mit einer Rohdichte von circa 120 kg/m3 (+/- 12 kg/m3) ausgebildet ist, so dass die als Abzweigresonator (R2) ausgebildete Resonatorkammer
(20E) nach dem Wirkprinzip der Absorption und der Reflexion eine schallreduzierende
Wirkung erzielt.
9. Schalldämpfer-Baugruppe (100) nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Resonatorröhre (R) und der zweite Abzweigresonator (R2) hochfrequente Schallwellen
(L) innerhalb eines hochfrequenten Frequenzbandes dämpft, während im ersten Abzweigresonator
(R1) niederfrequente Schallwellen (L) innerhalb eines niederfrequenten Frequenzbandes
gedämpft werden.