[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder mit einem Isolierteil, das eine oder
mehrere Bohrungen zur Aufnahme einer entsprechenden Anzahl an Innenleitern ausbildet.
Durch das Isolierteil sind die Innenleiter elektrisch isoliert innerhalb eines Außenleiters
des Steckverbinders gehalten.
[0002] In der
EP 1 825 575 B1 ist ein gattungsgemäßer Steckverbinder beschrieben. Das Isolierteil des Steckverbinders
weist einen sternförmigen Querschnitt auf und bildet insgesamt vier Bohrungen in quadratischer
Anordnung aus, die zur Aufnahme jeweils eines Innenleiters vorgesehen sind. Die Innenleiter
werden über jeweils einen Radialschlitz in die dazugehörige Bohrung eingebracht und
darin form- und kraftschlüssig fixiert. Das aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff
ausgebildete Isolierteil sorgt für eine dauerhafte Positionierung der Innenleiter
in einem Abstand zu einem das Isolierteil vollständig umgebenden Außenleiter, wobei
in den Radialschlitzen Luft als Dielektrikum wirkt.
[0003] Der Steckverbinder weist ein Ende auf, das zur Verbindung mit einem komplementären
Steckverbinder vorgesehen ist. Das andere Ende ist für die Verbindung mit einem Kabel
vorgesehen. Die entsprechenden kabelseitigen Enden der Innenleiter weisen zwei Laschen
auf, die zur Ausbildung einer Crimpverbindung mit den entsprechenden Innenleitern
des Kabels umgebogen werden. Dabei kann es vorkommen, dass nicht alle Einzeldrähte
der Innenleiter zwischen den Laschen verklemmt werden und sich so in die Radialschlitze
des Isolierteils erstrecken. Dies kann zu einem Kurzschluss führen, wenn diese Einzeldrähte
den Außenleiter des Steckverbinders kontaktieren.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Steckverbinder anzugeben, bei dem die beschriebene Gefahr eines Kurzschlusses durch
einen Kontakt zwischen Innenleiter und Außenleiter vermieden wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Isolierteil und einen Steckverbinder gemäß den Merkmalen
des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen davon sind Gegenstand
der jeweiligen abhängigen Ansprüche.
[0007] Ein Isolierteil für einen Steckverbinder umfasst einen Grundkörper mit (mindestens)
einer Bohrung (erfindungsgemäß nicht auf eine spanende Herstellung durch z.B. Bohren
beschränkt) zur Aufnahme (mindestens) eines Innenleiters des Steckverbinders und mit
(mindestens) einer in radialer Richtung (bezüglich einer Längsachse der Bohrung) in
die Bohrung mündenden Öffnung, über die der Innenleiter in die Bohrung einbringbar
ist, und ist erfindungsgemäß durch eine mit dem Grundkörper verbundene Abdeckung,
die in einer ersten Stellung die Öffnung freigibt und in einer zweiten Stellung die
Öffnung verdeckt, gekennzeichnet.
[0008] Durch die Abdeckung wird ein Kontakt zwischen dem Innenleiter (und insbesondere von
Einzeldrähten davon) des Steckverbinders oder eines damit verbundenen Kabels mit einem
Außenleiter des Steckverbinders sicher verhindert. Dadurch, dass die Abdeckung in
ihrer ersten Stellung die Öffnung freigibt, behindert diese ein Einbringen des Innenleiters
in das Isolierteil während der Montage nicht.
[0009] Ein entsprechender erfindungsgemäßer Steckverbinder umfasst (mindestens) ein erfindungsgemäßes
Isolierteil, (mindestens) einen Innenleiter und (mindestens) einen Außenleiter.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Isolierteils kann vorgesehen
sein, dass die Abdeckung einstückig mit dem Grundkörper verbunden ist. Ein solches
Isolierteil kann z.B. einfach und kostengünstig in Form eines Spritzgießteils aus
(elektrisch isolierendem) Kunststoff hergestellt werden.
[0011] Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass das Isolierteil derart hergestellt
wird, dass sich die Abdeckung nach der Herstellung in der ersten Stellung befindet.
Für die Bewegung der Abdeckung in die zweite Stellung kann dann eine zumindest lokale
Verformung der Abdeckung vorgesehen sein. Diese lokale Verformung kann dabei auch
unterstützt werden, indem die Abdeckung bzw. der Übergang von der Abdeckung in den
Grundkörper entlang einer vorgesehenen Verformungslinie geschwächt ausgebildet ist.
Insbesondere kann entlang dieser Verformungslinie ein Filmscharnier ausgebildet sein.
[0012] Die Bewegung der Abdeckung von der ersten in die zweite Stellung erfolgt vorzugsweise
um eine Schwenkachse (diese kann insbesondere der Verformungslinie entsprechen), die
in Richtung der Längsachse der Bohrung verläuft. Dabei wird unter "in Richtung" verstanden,
dass die Schwenkachse mit der Längsachse einen Winkel kleiner 90° und vorzugsweise
kleiner 45° einschließt. Besonders bevorzugt verläuft die Schwenkachse parallel oder
koaxial zu der Längsachse der Bohrung. Dies ermöglicht u.a., die in die Bohrung mündende
Öffnung als Längsöffnung auszubilden, die ebenfalls bevorzugt parallel zur Längsachse
der Bohrung verläuft. Die Längsöffnung ermöglicht dann, den Innenleiter bei der Montage
des Steckverbinders über seine gesamte Länge gleichzeitig von der Seite und insbesondere
über eine Parallelverschiebung in die Bohrung einzubringen.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Steckverbinders kann vorgesehen
sein, dass die Abdeckung bei der Montage des Steckverbinders, d.h. wenn das Isolierteil
in den Außenleiter eingebracht wird, selbsttätig in die zweite Position, in der diese
die Öffnung verdeckt, gebracht wird. Hierzu kann der Außenleiter eine Montageöffnung
aufweisen, durch die das Isolierteil in diesen einbringbar ist, wobei die Anordnung
der Montageöffnung und der Abdeckung derart ist, dass die Abdeckung durch das Einbringen
des Isolierteils in den Außenleiter in die zweite Stellung bewegt wird.
[0014] Dabei kann das Einbringen des Isolierteils in den Außenleiter vorzugsweise von der
Seite (bezogen auf eine Längsachse des Steckverbinders im Bereich der Abdeckung) erfolgen.
Der Außenleiter des erfindungsgemäßen Steckverbinders kann dazu beispielsweise (zumindest)
in demjenigen Bereich, in dem dieser die Abdeckung des Isolierteils aufnimmt, einen
U-förmigen Querschnitt aufweisen.
[0015] Eine solche Querschnittsform des Außenleiters kann u.a. auch vorteilhaft mit einem
Isolierteil kombiniert werden, das mindestens zwei, vorzugsweise vier parallel verlaufende
Bohrungen (für eine entsprechende Anzahl an Innenleitern) aufweist, wobei die in die
Bohrungen mündenden Öffnungen sich zu zwei Seiten des Grundkörpers erstrecken und
wobei den zwei Seiten des Grundkörpers jeweils eine Abdeckung zugeordnet ist. Dabei
können die zwei Seiten des Grundkörpers vorzugsweise spiegelsymmetrisch ausgebildet
sein, so dass sich ein Doppel-E-förmiger Querschnitt (d.h. mit einem mittigen Längssteg
und drei diesen vorzugsweise senkrecht kreuzenden Querstegen, wovon einer mittig und
zwei endseitig des Längsstegs angeordnet sind) des Grundkörpers des Isolierteils ergeben
kann. Die beiden Abdeckungen (die bei einer Doppel-E-förmigen Querschnittsform vorzugsweise
an den freien Enden eines äußeren Querstegs angeordnet sein können) können dann durch
einen Kontakt mit den äußeren Schenkeln des im Querschnitt U-förmigen Außenleiters
beim Einstecken in den Außenleiter in die jeweilige zweite Stellung bewegt werden.
[0016] Der erfindungsgemäße Steckverbinder kann ein steckseitiges Ende und ein kabelseitiges
Ende aufweisen, deren Verbindung die Längsrichtung und damit die Längsachse des Steckverbinders
definiert. Vorzugsweise kann dann vorgesehen sein, dass die Montageöffnung des Außenleiters
derart angeordnet ist, dass das Isolierteil durch eine Bewegung in Richtung der Ausrichtung
der Längsachse am steckseitigen Ende in den Außenleiter einbringbar ist. Dies ermöglicht
eine Ausgestaltung des Steckverbinders, bei der der Außenleiter im Bereich des steckseitigen
Endes vollständig geschlossen ausgebildet ist. Dies kann insbesondere vorteilhaft
sein, wenn der Außenleiter in diesem Bereich als buchsenförmiges Steckelement einer
mit einem komplementären Gegensteckverbinder (bzw. dem Außenleiter davon) ausgebildeten
Steckverbindung vorgesehen ist.
[0017] Bei einem Steckverbinder, der als Winkelsteckverbinder mit einer (vorzugsweise um
90°) abgewinkelten Längsachse ausgebildet ist, kann dann ein seitliches Einbringen
des die Abdeckung(en) aufweisenden Abschnitts des Isolierteils in den dort vorzugsweise
U-förmig ausgebildeten Außenleiter vorgesehen sein, wenn die Abdeckung(en) im Bereich
des kabelseitigen Endes vorgesehen ist/sind, wo diese aufgrund der Verbindung des/der
Innenleiter(s) mit (einem) regelmäßig aus Einzeldrähten bestehenden Innenleiter(n)
eines Kabels durch z.B. Crimpen besonders vorteilhaft ist/sind.
[0018] Bei einem geraden Steckverbinder dagegen kann die erzwungene Bewegung der Abdeckung(en)
von der ersten in die zweite Stellung dadurch erreicht werden, dass die Schwenkachse(n)
der Abdeckung(en) schräg bezüglich der Bewegungsrichtung des Isolierteils beim Einbringen
in den Außenleiter angeordnet ist/sind und/oder diese an (einer) entsprechend schräg
ausgerichteten Kante(n) oder Fläche(n) des Außenleiters abgleitet/-n.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1:
- einen erfindungsgemäßen Steckverbinder in einer ersten perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2:
- den Steckverbinder in einer zweiten perspektivischen Ansicht;
- Fig. 3:
- einen Querschnitt durch das kabelseitige Ende des Steckverbinders;
- Fig. 4:
- in einer perspektivischen Ansicht die Innenleiter und das Isolierteil des Steckverbinders
mit den Abdeckungen in ihrer zweiten Stellung;
- Fig. 5:
- in einer perspektivischen Ansicht die Innenleiter und das Isolierteil des Steckverbinders
mit den Abdeckungen in ihrer ersten Stellung; und
- Fig. 6:
- einen Querschnitt durch die kabelseitigen Enden des Isolierteils und der Innenleiter
mit den Abdeckungen in der ersten Stellung.
[0020] Der in den Zeichnungen dargestellte Steckverbinder ist als Winkelsteckverbinder ausgebildet.
Dieser umfasst ein steckseitiges Ende als Teil eines steckseitigen Abschnitts 1, das
zur Ausbildung einer Steckverbindung mit einem komplementären Gegensteckverbinder
(nicht dargestellt) ausgebildet ist. Weiterhin umfasst der Steckverbinder noch ein
kabelseitiges Ende als Teil eines kabelseitigen Abschnitts 2, das zur Anbindung eines
Kabels (nicht dargestellt) vorgesehen ist. Der steckseitige Abschnitt 1 und der kabelseitige
Abschnitt 2 stehen in einem 90°-Winkel zueinander. Dementsprechend verläuft die das
steckseitige Ende mit dem kabelseitigen Ende verbindende Längsachse des Steckverbinders
ebenfalls um 90° abgewinkelt.
[0021] Der Steckverbinder umfasst ein einstückig ausgebildetes Isolierteil. Dieses ist als
Spritzgießteil aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff ausgebildet. Ein Grundkörper
3 des Isolierteils weist einen dem Verlauf des Steckverbinders folgenden abgewinkelten
Verlauf auf und bildet eine Mehrzahl von (insgesamt vier) Bohrungen 4 aus, die sich
- mehr oder weniger geschlossen und im Bereich der Abwinkelung unterbrochen (die Bohrungen
können somit auch aus voneinander beabstandeten Teilbohrungen bestehen) - über die
gesamte Länge des Isolierteils erstrecken. Die Bohrungen 4 weisen im Querschnitt eine
quadratische Anordnung innerhalb des Grundkörpers 3 auf. Dies entspricht der üblichen
Anordnung der vier bei HSD-Steckverbindern eingesetzten Innenleiter. Ein erfindungsgemäßer
Steckverbinder kann insbesondere als HSD-Steckverbinder vorgesehen sein.
[0022] In dem kabelseitigen Abschnitt 2 des Isolierteils sind die Bohrungen 4 um mehr als
180° geschlossen ausgebildet und gehen jeweils radial in eine schlitzförmige Öffnung
5 über. Eine entsprechende Ausgestaltung der Bohrungen 4 findet sich in einem Teil
des steckseitigen Abschnitts 1 des Isolierteils. Vollständig geschlossen sind die
Bohrungen 4 lediglich im Bereich des steckseitigen Endes des Isolierteils.
[0023] Durch die seitliche Öffnung der Bohrungen 4 über die gesamte Länge (mit Ausnahme
des steckseitigen Endes des Isolierteils) kann jeweils ein Innenleiter 6 in jede der
Bohrungen 4 von der Seite her eingebracht werden. Aufgrund der kürzeren Länge der
Innenleiter 6 im Vergleich zu dem Isolierteil behindert die vollständig geschlossene
Ausgestaltung der Bohrungen 4 am steckseitigen Ende des Isolierteils dieses Einbringen
nicht.
[0024] Die Innenleiter 6 sind in den Bohrungen 4 formschlüssig gehalten, indem zwischen
diesen und Halteabschnitten 7 der Bohrungen in dem steckseitigen Abschnitt 1 des Isolierteils
eine Art Schnappverbindung ausgebildet ist. Hierzu ist die Breite der jeweiligen schlitzförmigen
Öffnung 5 beim Übergang in den Halteabschnitt 7 der einzelnen Bohrungen 4 etwas kleiner
als der Durchmesser des dazugehörigen Abschnitts des jeweiligen Innenleiters 6. Die
Innenleiter 6 selbst und/oder der Isolierteil in den Halteabschnitten werden somit
beim Einbringen der Innenleiter 6 temporär elastisch deformiert.
[0025] Die einzelnen Innenleiter 6 sind als Stanzbiegebauteile aus einem elektrisch leitenden,
metallischen Blech ausgebildet. In ihren steckseitigen Abschnitten 1 sind die Innenleiter
6 derart umgebogen, dass diese eine (nahezu) geschlossene (im Querschnitt kreisförmige)
Rohrform aufweisen. Dadurch können diese vorteilhaft als buchsenförmige Steckelemente
des Steckverbinders dienen, in die stiftförmige Steckelemente von Innenleitern eines
komplementären Gegensteckverbinders eingesteckt werden können. In der Abwinkelung
des Steckverbinders sind die Innenleiter 6 in Form einfacher Laschen ausgebildet.
Dadurch können diese gut in einen der Abwinkelung folgenden, gekrümmten Verlauf umgebogen
werden. In den kabelseitigen Abschnitten 2 bilden die Innenleiter 6 zwei hintereinander
angeordnete, (nahezu) geschlossen rohrförmige Abschnitte 8, 9 auf. Der (ausgehend
von der gekrümmt verlaufenden Lasche) erste rohrförmige Abschnitt 8 jedes Innenleiters
6 weist einen möglichst kreisförmigen Querschnitt auf und sorgt dadurch für einen
weitgehend spielfreien Sitz des Innenleiters 6 in dem entsprechenden Abschnitt der
dazugehörigen Bohrung 4 des Isolierteils. Gegebenenfalls kann auch hier die Ausbildung
einer Schnappverbindung entsprechend dem Halteabschnitt 7 des steckseitigen Abschnitts
1 des Isolierteils ausgebildet sein. Die den zweiten rohrförmigen Abschnitt 9 ausbildenden
Laschen des jeweiligen Innenleiters 6 sind dagegen stärker gekrümmt. Dadurch können
diese auf einfache Weise weiter verbogen werden, um eine Crimpverbindung mit den aus
Einzeldrähten bestehenden Innenleitern eines (nicht dargestellten) Kabels herzustellen.
[0026] Bei der Erzeugung der Crimpverbindung kann es dazu kommen, dass einige der Einzeldrähte
nicht erfasst werden und somit außerhalb der zweiten Abschnitte 9 der Innenleiter
6 des Steckverbinders angeordnet sind. Um zu vermeiden, dass es zu einem Kontakt dieser
Einzeldrähte mit einem das Isolierteil umgebenden Außenleiter 10 kommt, weist das
Isolierteil zwei klappenförmige Abdeckungen 11 auf, die mit dem Grundkörper 3 einstückig
verbunden sind und im montierten Zustand des Steckverbinders die schlitzförmigen,
in die Bohrungen 4 mündenden Öffnungen 5 in den entsprechenden Abschnitten verdecken.
[0027] Die Fig. 5 und 6 zeigen die Abdeckungen 11 in einer ersten Stellung, in der diese
die schlitzförmigen Öffnungen 5 nicht verdecken. Das Isolierteil wird mit den Abdeckungen
11 in dieser Stellung hergestellt.
[0028] Bei der Montage des Steckverbinders werden die Abdeckungen dagegen in die in den
Fig. 2 bis 4 dargestellte zweite Stellung verschwenkt, was mit einer lokalen Verformung
der Abdeckungen 11 entlang von Verformungslinien, die sich in den Übergängen der Abdeckungen
11 zu dem Grundkörper 3 parallel zu der Längsachse des Steckverbinders in diesem Bereich
erstrecken, einhergeht. Diese Verformung kann elastischer und/oder plastischer Art
sein. In der zweiten Stellung werden die schlitzförmigen Öffnungen 5 von den Abdeckungen
11 verdeckt, wodurch ein Kontakt von von den Crimpverbindungen nicht erfassten Einzeldrähten
mit dem Außenleiter 10 vermieden wird.
[0029] Zur Montage des Steckverbinders werden die Innenleiter 6 zunächst in die Bohrungen
4 des Isolierteils eingebracht und diese Einheit dann in den Außenleiter 10 eingeschoben.
Dieses Einschieben erfolgt in Richtung der Längsachse des Steckverbinders in dem steckseitigen
Abschnitt 1. Die dem steckseitigen Ende gegenüberliegende Seite des Außenleiters 10
ist dazu mit einer entsprechenden Montageöffnung 12 versehen. Aufgrund der Abwinkelung
des Steckverbinders erfolgt das Einbringen der Einheit aus Isolierteil und Innenleitern
6 im kabelseitigen Abschnitt 2 von der Seite. Dabei stoßen die sich noch in der ersten
Stellung befindlichen Abdeckungen 11 gegen die Stirnseiten der äußeren Schenkel des
in diesem Abschnitt mit einem U-förmigen Querschnitt versehenen Außenleiters 10 und
werden dadurch in die zweite Stellung gezwungen. Das Abdecken der schlitzförmigen
Öffnungen 5 in dem entsprechenden Abschnitt des Isolierteils erfolgt somit selbsttätig
durch dessen Einbringen in den Außenleiter 10. Ein zusätzlicher Montageaufwand ist
damit nicht verbunden.
[0030] In dem Abschnitt des Grundkörpers 3, in dem dieser mit den Abdeckungen 11 verbunden
ist, weist dieser einen Doppel-E-förmigen Querschnitt auf, d.h. dieser wird von einem
mittigen Längssteg und drei Querstegen ausgebildet, von denen einer den Längssteg
mittig und die beiden anderen endseitig kreuzen. Die Abdeckungen 11 sind endseitig
mit einem der äußeren Querstege verbunden. Das Verschwenken der Abdeckungen erfolgt
um nahezu 90°. Nach dem Verschwenken liegen die Abdeckungen 11 an dem mittleren und
dem anderen der äußeren Querstege an.
[0031] Nach dem Einbringen der aus dem Isolierteil und den Innenleitern 6 bestehenden Einheit
in den Außenleiter 10 wird die Montageöffnung 12 des Außenleiters noch durch einen
passenden Deckel (nicht dargestellt) verschlossen. Dieser Deckel umfasst auch die
zweite Hälfte eines rohrförmigen Anschlussstücks 13 des Außenleiters 10, das dafür
vorgesehen ist, einen Außenleiter des Kabels außenseitig zu umfassen, wodurch die
elektrische Verbindung mit dem Außenleiter des Steckverbinders hergestellt ist. Zudem
verbessert das Anschlussstück 13 die Stabilität der Verbindung zwischen Kabel und
Steckverbinder.
[0032] Im steckseitigen Abschnitt 1 ist der aus einem elektrisch leitenden Werkstoff ausgebildete
Außenleiter 10 als buchsenförmiges Steckelement ausgebildet, in das ein entsprechendes
Steckelement des komplementären Gegensteckverbinders eingesteckt werden kann. Längsschlitze
14 ermöglichen dabei eine gute radiale Elastizität.
[0033] Anstelle eines massiven, gleichzeitig eine Gehäuse des Steckverbinders ausbildenden
Außenleiters, wie dies in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel vorgesehen ist, kann
selbstverständlich auch ein in einem vorzugsweise elektrisch isolierenden Gehäuse
angeordneter Außenleiter zum Einsatz kommen.
1. Steckverbinder mit zumindest einem Innenleiter (6), einem Außenleiter (10) und einem
Isolierteil mit einem Grundkörper (3) mit einer Bohrung (4) zur Aufnahme des Innenleiters
(6) und einer in radialer Richtung in die Bohrung (4) mündenden Öffnung (5), über
die der Innenleiter (6) in die Bohrung (4) einbringbar ist, wobei eine mit dem Grundkörper
(3) verbundene Abdeckung (11), die in einer ersten Stellung die Öffnung (5) freigibt
und in einer zweiten Stellung die Öffnung (5) verdeckt und die von der ersten in die
zweite Stellung um eine in Richtung der Längsachse der Bohrung (4) verlaufende Schwenkachse
beweglich ist, wobei der Außenleiter (10) eine Montageöffnung (12) aufweist, durch
die das Isolierteil in diesen einbringbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anordnung der Montageöffnung (12) und der Abdeckung (11) derart ist, dass die
Abdeckung (11) durch das Einbringen des Isölierteils in den Außenleiter (10) in die
zweite Stellung bewegt wird.
2. Steckverbinder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (11) einstückig mit dem Grundkörper (3) verbunden ist.
3. Steckverbinder gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dieser mit der Abdeckung (11) in der ersten Stellung hergestellt ist und die Bewegung
der Abdeckung (11) in die zweiten Stellung mit einer zumindest lokalen Verformung
der Abdeckung (11) verbunden ist.
4. Steckverbinder gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens zwei, vorzugsweise vier parallel verlaufende Bohrungen (4), wobei die
in die Bohrungen (4) mündenden Öffnungen (5) sich zu zwei Seiten des Grundkörpers
(3) erstrecken und wobei den zwei Seiten des Grundkörpers (3) jeweils eine Abdeckung
(11) zugeordnet ist.
5. Steckverbinder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Seiten des Grundkörpers (3) spiegelsymmetrisch ausgebildet sind.
6. Steckverbinder gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenleiter (10) im Bereich der Abdeckung (11) einen U-förmigen Querschnitt aufweist.
7. Steckverbinder gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine ein steckseitiges Ende und ein kabelseitiges Ende verbindende Längsachse, wobei
die Montageöffnung (12) des Außenleiters (10) derart angeordnet ist, dass das Isolierteil
durch eine Bewegung in Richtung der Ausrichtung der Längsachse am steckseitigen Ende in
den Außenleiter (10) bringbar ist.
1. Insertion-type connector having at least one inner conductor (6), one outer conductor
(10) and one insulating part having a main body (3) having a bore (4) to receive the
inner conductor (6) and having an opening (5) which opens into the bore (4) in the
radial direction, via which opening (5) the inner conductor (6) can be introduced
into the bore (4), in which a cover (11) connected to the main body (3), which leaves
the opening (5) open in a first position and covers up the opening (5) in a second
position and which is movable from the first position to the second on an axis of
pivot which extends in the direction defined by the longitudinal axis of the bore
(4), the outer conductor (10) having an assembly opening (12) characterised in that the insulating part can be introduced into it, the arrangement of the assembly opening
(12) and the cover (11) being such that the cover (11) is moved to the second position
by the introduction of the insulating part into the outer conductor (10).
2. Insertion-type connector according to claim 1, characterised in that the cover (11) is connected to the main body (3) in one piece.
3. Insertion-type connector according to claim 1 or 2, characterised in that it is produced with the cover (11) in the first position, and the movement of the
cover (11) to the second position involves an at least local deformation of the cover
(11).
4. Insertion-type connector according to one of the preceding claims, characterised by at least two, and preferably four, bores (4) extending in parallel, with the openings
(5) which open into the bores (4) extending to two sides of the main body (3) and
with the two sides of the main body (3) each having a cover (11) associated with them.
5. Insertion-type connector according to claim 1, characterised in that the two sides of the main body (3) are formed to have mirror-image symmetry.
6. Insertion-type connector according to one of the preceding claims, characterised in that the outer conductor (10) is of a U-shaped cross-section in the region of the cover
(11).
7. Insertion-type connector according to one of the preceding claims, characterised by a longitudinal axis connecting an insertion end and a cable end, the assembly opening
(12) in the outer conductor (10) being so arranged that the insulating part can be
brought into the outer conductor (10) by a movement in the direction in which the
longitudinal axis is aligned at the insertion end.
1. Connecteur enfichable avec au moins un conducteur intérieur (6), un conducteur extérieur
(10), et une partie isolante avec un corps de base (3) présentant un perçage (4) pour
la réception du conducteur intérieur (6), et une ouverture (5) qui débouche en direction
radiale dans le perçage (4) et au moyen de laquelle le conducteur intérieur (6) est
susceptible d'être introduit dans le perçage (4),
dans lequel est prévu un recouvrement (11) relié au corps de base (3), qui dégage
l'ouverture (5) dans une première position et qui recouvre l'ouverture (5) dans une
seconde position, et qui est déplaçable de la première position jusque dans la seconde
position autour d'un axe de pivotement s'étendant en direction de l'axe longitudinal
du perçage (4), dans lequel le conducteur extérieur (10) comporte une ouverture de
montage (12) à travers laquelle la partie isolante est susceptible d'être introduite
dans celui-ci,
caractérisé en ce que
l'agencement de l'ouverture de montage (12) et du recouvrement (11) est tel que le
recouvrement (11) est déplacé jusque dans la seconde position par l'introduction de
la partie isolante dans le conducteur extérieur (10).
2. Connecteur enfichable selon la revendication 1, caractérisé en ce que le recouvrement (11) est relié d'un seul tenant avec le corps de base (3).
3. Connecteur enfichable selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que celui-ci est fabriqué avec le recouvrement (11) dans la première position, et le
mouvement du recouvrement (11) jusque dans la seconde position est relié à une déformation
au moins local du recouvrement (11).
4. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par au moins deux, et de préférence quatre perçages (4) s'étendant parallèlement, dans
lequel les ouvertures (5) qui débouchent dans les perçages (4) s'étendent vers les
deux côtés du corps de base (3), et dans lequel un recouvrement respectif (11) est
associé aux deux côtés du corps de base (3).
5. Connecteur enfichable selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux côtés du corps de base (3) sont réalisés symétriques par rapport à un plan.
6. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le conducteur extérieur (10) présente une section transversale en forme de U dans
la zone du recouvrement (11).
7. Connecteur enfichable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un axe longitudinal qui relie une extrémité côté enfichage et une extrémité côté
câble, dans lequel l'ouverture de montage (12) du conducteur extérieur (10) est agencée
de telle façon que la partie isolante est susceptible d'être amenée dans le conducteur
extérieur (10) par un mouvement en direction de l'orientation de l'axe longitudinal
à l'extrémité côté enfichage.