[0001] Die Erfindung betrifft eine Mediendurchführungseinrichtung einer Trocknungstrommel
der Tabak verarbeitenden Industrie zur Trocknung von Tabakgut, wobei die Mediendurchführungseinrichtung
ein rotierbares Bauteil umfasst und in dem rotierbaren Bauteil zumindest ein Zufuhr-
und/oder Abfuhrkanal vorgesehen ist, wobei das rotierbare Bauteil mit der Trocknungstrommel
drehfest gekoppelt ist, und der zumindest eine Zufuhr- und/oder Abfuhrkanal entlang
einer Längsaxialrichtung des rotierbaren Bauteils verläuft und mit einem Versorgungsmedium
beaufschlagbar ist.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung eine Trocknungstrommel der Tabak verarbeitenden Industrie
mit einer Mediendurchführungseinrichtung und die Verwendung einer Mediendurchführungseinrichtung
in einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie.
[0003] In der Tabak verarbeitenden Industrie wird der geerntete Tabak auf eine relativ geringe
Restfeuchte getrocknet und zum Versand in Ballen oder Pakete gepresst. Vor der Weiterverarbeitung
zu Rauchprodukten wird der Tabak aufbereitet. Die Tabakballen werden geschnitten oder
portioniert und anschließend in einer Behandlungs- oder Prozesstrommel unter Einwirkung
von Wärme und Feuchtigkeit schonend mechanisch gelöst. Anschließend weist das gelöste
Tabakgut jedoch eine für die Weiterverarbeitung zu hohe Feuchtigkeit auf. Aus diesem
Grund wird es einer Trocknungseinheit, beispielsweise einem Trommeltrockner, zugeführt.
Trommeltrockner sind unter der Bezeichnung "KMK" beispielsweise aus
DE-A-10 2006 058 058 der Hauni Maschinenbau AG, Hamburg, bekannt.
[0004] Neben der Wärmebehandlung ist es gegebenenfalls wünschenswert, das Tabakgut mit einem
Prozessmedium, beispielsweise mit Wasser, zu behandeln. Zu diesem Zweck werden Mediendurchführungseinrichtungen
in Form von Drehdurchführungen verwendet, die es erlauben, ein Prozessmedium in die
rotierende Trocknungstrommel einzubringen.
[0005] Bekannte Mediendurchführungseinrichtungen weisen an ihrer der Trocknungstrommel abgewandten
Eingangsseite eine erste Drehdurchführung auf, durch welche das Prozessmedium in eine
gemeinsam mit der Trocknungstrommel rotierende Verbindungsleitung verbracht wird.
An einem trommelseitigen Ende der Verbindungsleitung befindet sich eine mitdrehende
Düse im Innenraum der Trocknungstrommel. Eine solche Mediendurchführungseinrichtung,
welche außerdem gegenüber weiteren zum Betrieb einer Trocknungstrommel notwendigen
Prozessfluiden, insbesondere einer Heißdampfversorgung, abgedichtet sein muss, ist
technisch aufwändig zu realisieren.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Mediendurchführungseinrichtung
einer Trocknungstrommel der Tabak verarbeitenden Industrie, eine Trocknungstrommel
sowie eine Verwendung einer Mediendurchführungseinrichtung anzugeben, wobei der konstruktive
Aufwand verringert sein soll.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Mediendurchführungseinrichtung einer Trocknungstrommel
der Tabak verarbeitenden Industrie zur Trocknung von Tabakgut, wobei die Mediendurchführungseinrichtung
ein rotierbares Bauteil umfasst und in dem rotierbaren Bauteil zumindest ein Zufuhr-
und/oder Abfuhrkanal vorgesehen ist, wobei das rotierbare Bauteil mit der Trocknungstrommel
drehfest gekoppelt ist, und der zumindest eine Zufuhr- und/oder Abfuhrkanal entlang
einer Längsaxialrichtung des rotierbaren Bauteils verläuft und mit einem Versorgungsmedium
beaufschlagbar ist, wobei die Mediendurchführungseinrichtung dadurch fortgebildet
ist, dass sie eine stationäre Medienleitung umfasst und in dem rotierbaren Bauteil
ein Zugangskanal vorgesehen ist, wobei der Zugangskanal in Längsaxialrichtung in einem
zentralen Bereich des rotierbaren Bauteils verläuft, wobei der zentrale Bereich von
einem an eine Mantelfläche des rotierbaren Bauteils angrenzenden Außenbereich umschlossen
ist, und wobei in dem Außenbereich des rotierbaren Bauteils der zumindest eine Zufuhr-
und/oder Abfuhrkanal verläuft, wobei die, insbesondere mit einem Prozessmedium zur
Behandlung des Tabakguts beaufschlagbare, stationäre Medienleitung in dem Zugangskanal
angeordnet und gegenüber dem rotierbaren Bauteil drehbar gelagert ist.
[0008] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass durch Verwendung einer stationären
Medienleitung vorteilhaft auf den Einsatz von Drehdurchführungen zwischen den rotierenden
Teilen der Mediendurchführungseinrichtung und den statischen Teilen der Mediendurchführungseinrichtung
verzichtet werden kann. Die Anordnung der Zufuhr- und/oder Abfuhrkanäle in einem Außenbereich
des rotierenden Bauteils und die Anordnung des Zugangskanals in einem zentralen Bereich
des rotierenden Bauteils erlaubt eine vollständige Medientrennung, ohne dass aufwändige
Maßnahmen zur Abdichtung erforderlich sind.
[0009] Das in den Zufuhr- und/oder Abfuhrkanälen geführte Versorgungsmedium und das in der
stationären Medienleitung geführte Prozessmedium werden auf vollständig voneinander
getrennten Wegen geführt. Durch die Anordnung der Medienleitung im zentralen Bereich
ist es möglich, eine stationäre Medienleitung vorzusehen.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine Rotationsachse des rotierbaren
Bauteils und eine Mittenlängsachse des Zugangskanals kollinear sind. Insbesondere
ist ferner vorgesehen, dass eine Rotationsachse des rotierbaren Bauteils und eine
Mittenlängsachse der stationären Medienleitung kollinear sind.
[0011] Der Zugangskanal und/oder die stationäre Medienleitung sind insbesondere im Querschnitt
betrachtet kreisrund ausgeführt. Im Querschnitt betrachtet verläuft eine Mittenlängsachse
bei einem kreisrunden Kanal durch den Mittelpunkt des den Kanal bildenden Kreises.
Die Mittenlängsachse des Zugangskanals und/oder der stationären Medienleitung fällt
also mit der kollinearen Rotationsachse des rotierbaren Bauteils zusammen.
[0012] Eine Kollinearität zwischen der Rotationsachse des rotierenden Bauteils, der Mittenlängsachse
des Zugangskanals und/oder der Mittenlängsachse der stationären Medienleitung, erlaubt
eine ungehinderte Rotation des rotierbaren Bauteils, da die stationäre Medienleitung
sich zentral durch dieses Bauteil erstreckt und seine Rotation nicht behindert.
[0013] Ferner ist die Mediendurchführungseinrichtung für die Trocknungstrommel insbesondere
dadurch fortgebildet, dass der Zugangskanal eine eingangsseitige Stirnseite und eine
in Längsaxialrichtung gegenüberliegende, mit der Trocknungstrommel verbindbare oder
verbundene, trommelseitige Stirnseite des rotierbaren Bauteils verbindet, wobei die
stationäre Medienleitung, ausgehend von der eingangsseitigen Stirnseite innerhalb
des Zugangskanals bis zu der trommelseitigen Stirnseite verläuft und in einen Innenraum
der Trocknungstrommel ausmündet.
[0014] Mit anderen Worten erstreckt sich der Zugangskanal entlang der vollständigen Länge
in der Längsaxialrichtung durch das rotierbare Bauteil hindurch. Die stationäre Medienleitung
ist insbesondere geringfügig länger als der Zugangskanal, wird also wenigstens abschnittsweise
von diesem aufgenommen.
[0015] Ferner ist insbesondere vorgesehen, dass der zumindest eine Zufuhr- und/oder Abfuhrkanal
ausschließlich auf einer Mantelfläche des rotierbaren Bauteils ausmündet. Mit anderen
Worten befinden sich die Zugangsöffnungen zu dem Zufuhr- oder Abfuhrkanal nicht an
den Stirnseiten des rotierbaren Bauteils, sondern lediglich auf dessen Mantelfläche.
Dies betrifft sowohl die Eingangsöffnung(en) als auch Ausgangsöffnung(en) der Zufuhr-
und Abfuhrkanäle. Bei den Zugangsöffnungen handelt es sich insbesondere um Zugangsbohrungen.
Die Zugangsöffnungen verlaufen insbesondere in einer radialen Richtung innerhalb des
rotierbaren Bauteils. Ausgehend von dem Außenbereich, in dem die Zufuhr- und Abfuhrkanäle
angeordnet sind, verlaufen die Zugangsöffnungen also insbesondere senkrecht zu einer
Rotationsachse des rotierbaren Bauteils.
[0016] Die Stirnseite des rotierenden Bauteils ist funktionell ausschließlich dem Zugangskanal
vorbehalten. Ein Zufuhr- und/oder Abfuhrkanal mündet nicht an der Stirnseite aus.
Die entsprechenden Ausmündungen sind lediglich auf der Mantelfläche des rotierenden
Bauteils vorgesehen, so dass eine Zu- und/oder Abfuhr der Versorgungsmedien ebenfalls
ausschließlich von der Mantelfläche her und in einer radialen Richtung erfolgt.
[0017] Die Zufuhr- und/oder Abfuhrkanäle und die darin transportierten Versorgungsmedien
sind von der stationären Medienleitung sowohl funktionell als auch räumlich vollständig
getrennt. Es sind insbesondere keine Verbindungen oder Kreuzungspunkte sowohl zwischen
den einzelnen Zufuhr- und/oder Abfuhrkanälen und insbesondere zwischen diesen und
der stationären Medienleitung vorgesehen. Vorteilhaft entfällt daher die Notwendigkeit,
Maßnahmen zur Abdichtung der einzelnen Kanäle gegeneinander zu treffen.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine Mehrzahl von
Zufuhr- und/oder Abfuhrkanälen vorgesehen ist, die entlang eines Umfangs des rotierbaren
Bauteils in dem Außenbereich angeordnet sind. Insbesondere sind die Zufuhr- und/oder
Abfuhrkanäle in Umfangsrichtung gleichverteilt, weisen also in Umfangsrichtung zumindest
näherungsweise einen gleichen Abstand zueinander auf. Sie sind insbesondere - im Querschnitt
des rotierbaren Bauteils betrachtet - auf einer Kreisbahn angeordnet, deren Radius
zumindest um den Radius des größten Kanals geringer ist als der Radius des rotierbaren
Bauteils. Insbesondere sind die Zufuhrkanäle auf einer Kreisbahn mit einem ersten
Radius und die Abfuhrkanäle auf einer Kreisbahn mit einem zweiten Radius angeordnet,
wobei der erste und der zweite Radius um weniger als einen Radius eines der Kanäle
voneinander abweichen. Mit anderen Worten sind also die Zu- und Abfuhrkanäle gegeneinander
versetzt entlang dem Umgang angeordnet.
[0019] Die Anordnung der Zufuhr- und/oder Abfuhrkanäle entlang dem Umfang des rotierbaren
Bauteils erlaubt es, unter minimalem Platzverbrauch eine Vielzahl von Zufuhr- und/oder
Abfuhrkanälen in das rotierbare Bauteil zu integrieren. In jedem Fall bleibt der zentrale
Bereich dem Zugangskanal vorbehalten.
[0020] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Trocknungstrommel der Tabak verarbeitenden
Industrie mit einer Mediendurchführungseinrichtung nach einer oder mehreren der genannten
Ausführungsformen, wobei die stationäre Medienleitung in einen Prozessraum der Trocknungstrommel
ausmündet und mit einem Prozessmedium zur Behandlung des Tabakguts beaufschlagbar
ist.
[0021] Gleiche oder ähnliche Vorteile, wie sie bereits im Hinblick auf die Mediendurchführungseinrichtung
erwähnt wurden, treffen auch auf die Trocknungstrommel zu und sollen daher nicht wiederholt
werden.
[0022] Die erfindungsgemäße Trocknungstrommel ist insbesondere dadurch fortgebildet, dass
eine an einer trommelseitigen Stirnseite zwischen dem Zugangskanal und der stationären
Medienleitung vorhandene, insbesondere ringförmige, Öffnung gegenüber einem Innenraum
der Trocknungstrommel mit einer Schutzvorrichtung abgeschirmt ist, wobei die Schutzvorrichtung
insbesondere eine nicht flüssigkeitsdichte Barriere für Staub und/oder Partikel ist.
[0023] Eine Schutzvorrichtung, bei welcher es sich um eine nicht flüssigkeitsdichte Barriere
handelt, ist mit geringem konstruktivem Aufwand und außerdem preisgünstig realisierbar.
Im einfachsten Fall genügt ein über der Öffnung angeordnetes Schutzblech bzw. eine
Blende. Eine solche Maßnahme ist vollkommen ausreichend, um die Mechanik der Mediendurchführungseinrichtung
vor der im Innenraum der Trocknungstrommel herrschenden Atmosphäre zu schützen, die
eine Vielzahl von Partikel- und Staubteilchen aufweist.
[0024] Ferner ist die Trocknungstrommel dadurch fortgebildet, dass eine mit der stationären
Medienleitung kommunizierende Düse an einem trommelseitigen Ende der stationären Medienleitung
zur Beaufschlagung von in der Trocknungstrommel vorhandenem Tabakgut mit dem Prozessmedium
vorgesehen ist.
[0025] Insbesondere ist die stationäre Medienleitung dazu vorgesehen, dass diese mit Frischwasser
beaufschlagt wird, so dass das in der Trocknungstrommel vorhandene Tabakgut beispielsweise
abgekühlt wird.
[0026] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Verwendung der Mediendurchführungseinrichtung
nach einem oder mehreren der genannten Ausführungsformen in einer Maschine, insbesondere
einer Trocknungstrommel, der Tabak verarbeitenden Industrie zur Bereitstellung eines
Prozessmediums zur Behandlung des Tabakguts.
[0027] Auch auf die Verwendung treffen gleiche oder ähnliche Vorteile zu, wie sie bereits
im Hinblick auf die Mediendurchführungseinrichtung erwähnt wurden.
[0028] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0029] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Trocknungstrommel der Tabak verarbeitenden Industrie in einem Längsschnitt,
- Fig. 2
- einen schematischen Längsschnitt durch eine Mediendurchführungseinrichtung, welche
an der in Fig. 1 gezeigten Trocknungstrommel angeordnet ist, entsprechend dem in Fig.
1 mit II bezeichneten Ausschnitt,
- Fig. 3
- eine schematische Querschnittsansicht in der in Fig. 2 mit III-III bezeichneten Ebene
und
- Fig. 4
- eine stationäre Medienleitung einer Mediendurchführungseinrichtung in schematischer
Seitenansicht.
[0030] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0031] Fig. 1 zeigt in schematischer Längsschnittansicht eine Trocknungstrommel 2 der Tabak
verarbeitenden Industrie zum Trocknen von Tabakgut. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist eine Trocknungstrommel 2 gezeigt, die beispielhaft vier Trocknungszonen aufweist,
nämlich eine erste Trocknungszone 4a, eine zweite Trocknungszone 4b, eine dritte Trocknungszone
4c und eine vierte Trocknungszone 4d. Die Trocknungstrommel 2 ist ferner mit einer
Mediendurchführungseinrichtung 6 versehen, die zum Anschluss der Trocknungstrommel
2 an eine nicht dargestellte Medienversorgungseinrichtung dient. Die Medienversorgungseinrichtung
stellt insbesondere Heißdampf als Versorgungsmedium, insbesondere zum Heizen der Trocknungstrommel,
und ein Prozessmedium, beispielweise Frischwasser zur Verfügung. Weitere Prozessmedien
sind beispielsweise Luft, insbesondere Frischluft, ein Wasser/LuftGemisch etc. Der
als Versorgungsmedium vorgesehene Heißdampf dient dazu, die Trocknungszonen 4a bis
4d der Trocknungstrommel 2 zu erwärmen. Das Prozessmedium ist dazu vorgesehen, einem
Innenraum 8 der Trocknungstrommel 2 zugeführt zu werden.
[0032] Zum Anschluss an eine Medienversorgungseinrichtung ist die Mediendurchführungseinrichtung
6 mit entsprechenden Anschlussflanschen versehen. Die in Fig. 1 auf der Oberseite
der Mediendurchführungseinrichtung 6 gezeigten Eingangsflansche 10 (aus Gründen der
Übersichtlichkeit ist lediglich ein Eingangsflansch mit einem Bezugszeichen versehen)
dienen der Zufuhr eines Prozessmediums. Die beispielhaft an der Unterseite der Mediendurchführungseinrichtung
6 gezeigten Ausgangsflansche 12 dienen der Abfuhr des Prozessmediums, beispielweise
von erkaltetem Wärmemedium, insbesondere Kondensat. Wiederum ist aus Gründen der Übersichtlichkeit
nur ein Ausgangsflansch 12 mit einem Bezugszeichen versehen.
[0033] Die Zufuhr des Versorgungsmediums erfolgt radial, also in einer Richtung senkrecht
zu einer Längserstreckungsrichtung L der Mediendurchführungseinrichtung 6. An einem
eingangsseitigen Ende 20 ist ein Anschluss zur Zufuhr des Prozessmediums zu der Mediendurchführungseinrichtung
6 vorgesehen.
[0034] Gemäß dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Mediendurchführungseinrichtung
modular aufgebaut. Ein erstes Modul 14a dient der Versorgung der ersten Trocknungszone
4a, ein zweites Modul 14b dient der Versorgung der zweiten Trocknungszone 4b, ein
drittes Modul 14c dient der Versorgung der dritten Trocknungszone 4c und ein viertes
Modul 14d dient der Versorgung der vierten Trocknungszone 4d. Zu diesem Zweck wird
am Eingangsflansch 10 des entsprechenden Moduls 14a bis 14d ein für die zugeordnete
Trocknungszone 4a bis 4d vorgesehenes Versorgungsmedium, insbesondere Heißdampf, zugeführt.
Die Mediendurchführungseinrichtung 6 ist dazu eingerichtet, dass das dem entsprechenden
Modul 14a bis 14d zugeführte Prozessmedium über eine der Versorgungsleitungen 16a
bis 16d der entsprechenden Trocknungszone 4a bis 4d zugeführt wird. Erkaltetes bzw.
kondensiertes Prozessmedium wird über die zugehörigen Abfuhrleitungen 18a bis 18d
aus den Trocknungszonen 4a bis 4d abgeführt und an den Ausgangsflanschen 12 der einzelnen
Module 14a bis 14d der Mediendurchführungseinrichtung 6 zurück an eine Medienversorgungseinrichtung
geführt.
[0035] Die einzelnen Trocknungszonen 4a bis 4d der Trocknungstrommel 2 sind separat ansteuerbar,
sie können beispielsweise mit Heißdampf unterschiedlicher Temperatur oder unterschiedlichen
Drucks versorgt werden, so dass insbesondere verschiedene Temperaturzonen innerhalb
der Trocknungstrommel 2 realisierbar sind.
[0036] Beispielsweise wird ein erstes Wärmemedium mit einer ersten Temperatur und einem
ersten Druck, dem ersten Modul 14a an seinem Eingangsflansch 10 zugeführt, von der
Mediendurchführungseinrichtung 6 in die erste Versorgungsleitung 16a weitergeleitet
und der ersten Trocknungszone 4a zugeführt. Erstes erkaltetes Wärmemedium, insbesondere
Kondensat, wird über die erste Abfuhrleitung 18a zurück zu der Mediendurchführungseinrichtung
6 transportiert und am Ausgangsflansch 12 des ersten Moduls 14a der Trocknungstrommel
wieder entzogen. Die weiteren Trocknungszonen 4b, 4c, 4d werden in analoger Art und
Weise von den weiteren Modulen 14b, 14c, 14d über die entsprechenden Versorgungsleitungen
16b, 16c, 16d und die zugehörigen Abfuhrleitungen 18b, 18c, 18d versorgt.
[0037] Zur Beaufschlagung von in dem Innenraum 8 vorhandenem Tabakgut umfasst die Mediendurchführungseinrichtung
6 ferner eine stationäre Medienleitung, die am eingangsseitigen Ende 20 der Mediendurchführungseinrichtung
6 ausmündet und zum Anschluss an eine Medienversorgungseinrichtung, insbesondere eine
Frischwasserversorgung, vorgesehen ist.
[0038] An einem trommelseitigen Ende 22 der Mediendurchführungseinrichtung ragt die stationäre
Medienleitung 40 in den Innenraum 8 der Trocknungstrommel 2 hinein. Sie ist endseitig
insbesondere mit einer Düse versehen, so dass das in den Innenraum transportierte
Medium zur Beaufschlagung des in dem Innenraum 8 vorhandenen Tabakguts verteilbar
bzw. zerstäubbar ist.
[0039] Fig. 2 zeigt die Mediendurchführungseinrichtung 6 in einem schematischen Längsschnitt
entsprechend dem in Fig. 1 mit II bezeichneten Ausschnitt.
[0040] Die Mediendurchführungseinrichtung 6 umfasst ein rotierbares Bauteil 24, welches
im Innenraum eines äußeren stationären Bauteils 26 aufgenommen ist. Das rotierende
Bauteil 24 umfasst zumindest einen Zufuhrkanal und einen Abfuhrkanal.
[0041] In der in Fig. 2 dargestellten Schnittansicht sind beispielhaft der erste Zufuhrkanal
28a und der dritte Zufuhrkanal 28c sichtbar. Die Zufuhrkanäle 28a und 28c dienen der
Zufuhr des Versorgungsmediums zu der ersten bzw. dritten Trocknungszone 4a bzw. 4c.
Abweichend von der Darstellung in Fig. 1 sind die Versorgungsleitungen 16a bis 16d
in anderer Reihenfolge dargestellt. Sie verbinden den Eingangsflansch 10 des ersten
Moduls 18a bzw. des dritten Moduls 14c mit der ersten bzw. dritten Versorgungsleitung
16a bzw. 16c. Zu diesem Zweck befinden sich Zugangsbohrungen 30 in dem rotierenden
Bauteil 24. Sie verbinden eingangsseitig eine äußere Kammer 32 und ausgangseitig eine
weitere Verbindungskammer 34 mit dem Zufuhrkanal 28a bzw. 28c. Ausgehend von der weiteren
Verbindungskammer 34 gelangt das Prozessmedium in die Versorgungsleitung 16a bzw.
16c. Die Verbindungskammer 32 und die weitere Verbindungskammer 34 verlaufen entlang
des Umfangs des rotierbaren Bauteils 24, so dass die Verbindungskammern 32, 34 und
die Zugangsbohrungen 30 unabhängig von der Drehposition des rotierbaren Bauteils 24
miteinander kommunizieren.
[0042] Das rotierbare Bauteil 24 ist drehfest mit der Trocknungstrommel 2 gekoppelt. Zu
diesem Zweck ist eine trommelseitige Stirnseite 36 des rotierbaren Bauteils 24 mit
einer stirnseitigen Wand 38 der Trocknungstrommel 2 verbunden. Die Zufuhr- und/oder
Abfuhrkanäle 28a bis 28d, 29a bis 29d verlaufen in dem rotierbaren Bauteil 24 in einer
Längsaxialrichtung L des rotierenden Bauteils 24.
[0043] Fig. 3 zeigt eine schematische Querschnittsansicht in der in Fig. 2 mit III-III bezeichneten
Ebene. In dieser Schnittansicht sind alle vier Zufuhrkanäle 28a bis 28d und Abfuhrkanäle
29a bis 29d sichtbar.
[0044] Die Mediendurchführungseinrichtung 6 umfasst ferner eine stationäre Medienleitung
40. Diese erstreckt sich in einem in dem rotierenden Bauteil 24 vorhandenen Zugangskanal
42. Der Zugangskanal 42 erstreckt sich in Längsaxialrichtung L in einem zentralen
Bereich 41 des rotierenden Bauteils 24. Dieser zentrale Bereich 41 ist von einem Außenbereich
43 umschlossen, welcher sich vollständig entlang des Umfangs des rotierenden Bauteils
24 erstreckt und an eine Mantelfläche 46 des rotierenden Bauteils 24 angrenzt. In
dem Außenbereich 43 des rotierenden Bauteils 24 sind die Zufuhr- und/oder Abfuhrkanäle
28a bis 28d, 29a bis 29d vorgesehen.
[0045] Die stationäre Medienleitung 40 ist mit einem Prozessmedium beaufschlagbar, welches
insbesondere zur Behandlung des in der Trocknungstrommel 2 vorhandenen Tabakguts vorgesehen
ist. Zu diesem Zweck ist an einem eingangsseitigen Ende 55 der stationären Medienleitung
40 ein Anschluss 50 vorgesehen.
[0046] Fig. 4 zeigt in schematischer Seitenansicht die stationäre Medienleitung 40, welche
in Längserstreckungsrichtung L unterbrochen dargestellt ist.
[0047] Die in dem Zugangskanal 42 angeordnete stationäre Medienleitung 40 ist gegenüber
dem drehbaren Bauteil 24 drehbar gelagert. Zu diesem Zweck sind beispielsweise lediglich
aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellte Lager, z.B. Kugel- oder Gleitlager,
vorhanden.
[0048] Zur Beaufschlagung des Tabakguts mit einem durch die stationäre Medienleitung 40
der Trocknungstrommel 2 zugeführten Prozessmediums befindet sich an einem in einem
Innenraum 8 der Trocknungstrommel 2 ausmündenden trommelseitigen Ende 53 der stationären
Medienleitung 40 eine Düse 52.
[0049] Die stationäre Medienleitung 40 und der Zugangskanal 42 sind insbesondere derart
in dem rotierenden Bauteil 24 angeordnet, dass eine Rotationsachse A, welche abschnittsweise
mit einer gestrichelten Linie angedeutet ist, des rotierenden Bauteils 24 und eine
Mittenlängsachse des Zugangskanals 42 kollinear sind. Ferner ist insbesondere eine
Mittenlängsachse der stationären Medienleitung 40 kollinear zu der Rotationsachse
A des rotierenden Bauteils 24.
[0050] Sowohl die stationäre Medienleitung 40, der Zugangskanal 42 und das rotierbare Bauteil
24 sind im Querschnitt betrachtet kreisrund.
[0051] Durch die zentrale Anordnung des Zugangskanals 42 bzw. der stationären Medienleitung
40 ist eine ungehinderte Rotation des rotierbaren Bauteils 24 möglich, wobei die im
Zentrum befindliche Medienleitung 40 stationär durch das rotierende Bauteil 24 hindurchführbar
ist.
[0052] Der Zugangskanal 42 erstreckt sich in der Längsaxialrichtung L entlang der vollständigen
Länge des rotierbaren Bauteils 24. Er mündet an einer eingangsseitigen Stirnseite
48 und an einer trommelseitigen Stirnseite 36 aus dem rotierbaren Bauteil 24 aus und
verbindet so diese beiden Stirnseiten 36, 48. Auch die stationäre Medienleitung 40
erstreckt sich ausgehend von der eingangsseitigen Stirnseite 48 vollständig in Längserstreckungsrichtung
L durch das rotierbare Bauteil 24 und mündet an der trommelseitigen Stirnseite 36
in den Innenraum 8 der Trocknungstrommel 2 aus.
[0053] Eine an der trommelseitigen Stirnseite 36, genauer an der stirnseitigen Wand 38 der
Trocknungstrommel 2, zwischen dem Zugangskanal 48 und der stationären Medienleitung
40 ist eine ringförmige Öffnung 54 vorhanden. Dieser Spalt ist gegenüber dem Innenraum
8 der Trocknungstrommel 2 mit einer Schutzvorrichtung 56 abgeschirmt bzw. abgedeckt.
Die Schutzvorrichtung 56, bei welcher es sich beispielsweise um ein Schutzblech oder
eine Blende handelt, bildet eine Barriere für in den Innenraum 8 der Trocknungstrommel
2 vorhandene Staubteilchen oder Partikel. Sie stellt jedoch insbesondere keine flüssigkeitsdichte
Barriere dar. Sie verhindert das Eindringen von Staubteilchen oder Partikeln in den
Zwischenraum zwischen der Medienleitung 40 und dem Zugangskanal 42 und stellt so die
Funktionssicherheit der Mediendurchführungseinrichtung 6 sicher.
[0054] Fig. 4 zeigt die stationäre Medienleitung 40 in separater Ansicht. An einem der Trocknungstrommel
2 abgewandten eingangsseitigen Ende 53 befindet sich der Anschluss 50, welcher dazu
dient, die stationäre Medienleitung 40 mit einem Prozessmedium, beispielsweise Wasser,
zu beaufschlagen. An einem trommelseitigen Ende 53 befindet sich die Düse 52, welche
dem Austritt des Prozessmediums dient. Daran anschließend befindet sich die Schutzvorrichtung
56, beispielsweise eine Ringblende, welche der Abdeckung der ringförmigen Öffnung
54 (vgl. Fig. 2) dient.
[0055] Eine Anschlussplatte 58 dient der Befestigung der stationären Medienleitung 40 an
dem rotierenden Bauteil 24. Zwischen der Anschlussplatte 58 und der stationären Medienleitung
40 ist insbesondere ein Lager vorgesehen, so dass die stationäre Medienleitung 40
gegenüber dem rotierenden Bauteil 24 drehbar lagerbar ist.
[0056] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit "insbesondere" oder "vorzugsweise"
gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 2
- Trocknungstrommel
- 4a, 4b, 4c, 4d
- Trocknungszonen
- 6
- Mediendurchführungseinrichtung
- 8
- Innenraum
- 10
- Eingangsflansch
- 12
- Ausgangsflansch
- 14a, 14b, 14c, 14d
- Module
- 16a, 16b, 16c, 16d
- Versorgungsleitung
- 18a, 18b, 18c, 18d
- Abfuhrleitung
- 20
- eingangsseitiges Ende
- 22
- trommelseitiges Ende
- 24
- rotierbares Bauteil
- 26
- äußeres Bauteil
- 28a, 28b, 28c, 28d
- Zufuhrkanal
- 29a, 29b, 29c, 29d
- Abfuhrkanal
- 30
- Zugangsbohrung
- 32
- Verbindungskammer
- 34
- weitere Verbindungskammer
- 36
- trommelseitige Stirnseite
- 38
- stirnseitige Wand
- 40
- stationäre Medienleitung
- 41
- zentraler Bereich
- 42
- Zugangskanal
- 43
- Außenbereich
- 46
- Mantelfläche
- 48
- eingangsseitige Stirnseite
- 50
- Anschluss
- 52
- Düse
- 53
- trommelseitiges Ende
- 54
- ringförmige Öffnung
- 55
- eingangsseitiges Ende
- 56
- Schutzvorrichtung
- 58
- Anschlussplatte
- L
- Längsaxialrichtung
- A
- Rotationsachse
1. Mediendurchführungseinrichtung (6) einer Trocknungstrommel (2) der Tabak verarbeitenden
Industrie zur Trocknung von Tabakgut, wobei die Mediendurchführungseinrichtung (6)
ein rotierbares Bauteil (24) umfasst und in dem rotierbaren Bauteil (24) zumindest
ein Zufuhr- und/oder Abfuhrkanal (28a bis 28d, 29a bis 29d) vorgesehen ist, wobei
das rotierbare Bauteil (24) mit der Trocknungstrommel (2) drehfest gekoppelt ist,
und der zumindest eine Zufuhr- und/oder Abfuhrkanal (28a bis 28d, 29a bis 29d) entlang
einer Längsaxialrichtung (L) des rotierbaren Bauteils (24) verläuft und mit einem
Versorgungsmedium beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mediendurchführungseinrichtung (6) eine stationäre Medienleitung (40) umfasst
und in dem rotierbaren Bauteil (24) ein Zugangskanal (42) vorgesehen ist, wobei der
Zugangskanal (42) in Längsaxialrichtung (L) in einem zentralen Bereich (41) des rotierbaren
Bauteils (24) verläuft, wobei der zentrale Bereich (41) von einem an eine Mantelfläche
(46) des rotierbaren Bauteils (24) angrenzenden Außenbereich (43) umschlossen ist,
und wobei in dem Außenbereich (43) des rotierbaren Bauteils (24) der zumindest eine
Zufuhr- und/oder Abfuhrkanal (28a bis 28d, 29a bis 29d) verläuft, wobei die, insbesondere
mit einem Prozessmedium zur Behandlung des Tabakguts beaufschlagbare, stationäre Medienleitung
(40) in dem Zugangskanal (42) angeordnet und gegenüber dem rotierbaren Bauteil (24)
drehbar gelagert ist.
2. Mediendurchführungseinrichtung (6) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rotationsachse (A) des rotierbaren Bauteils (24) und eine Mittenlängsachse des
Zugangskanals (42) kollinear sind.
3. Mediendurchführungseinrichtung (6) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rotationsachse (A) des rotierbaren Bauteils (24) und eine Mittenlängsachse der
stationären Medienleitung (40) kollinear sind.
4. Mediendurchführungseinrichtung (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugangskanal (42) eine eingangsseitige Stirnseite (48) und eine in Längsaxialrichtung
(L) gegenüberliegende, mit der Trocknungstrommel (2) verbindbare oder verbundene,
trommelseitige Stirnseite (36) des rotierbaren Bauteils (24) verbindet, wobei die
stationäre Medienleitung (40), ausgehend von der eingangsseitigen Stirnseite (48)
innerhalb des Zugangskanals (42) bis zu der trommelseitigen Stirnseite (36) verläuft
und in einen Innenraum (8) der Trocknungstrommel (2) ausmündet.
5. Mediendurchführungseinrichtung (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Zufuhr- und/oder Abfuhrkanal (28a bis 28d, 29a bis 29d) ausschließlich
an einer Mantelfläche (46) des rotierbaren Bauteils (24) ausmündet.
6. Mediendurchführungseinrichtung (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Zufuhr- und/oder Abfuhrkanälen (28a bis 28d, 29a bis 29d) vorgesehen
ist, die entlang eines Umfangs des rotierbaren Bauteils (24) in dem Außenbereich (43)
angeordnet sind.
7. Trocknungstrommel (2) der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Mediendurchführungseinrichtung
(6) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die stationäre Medienleitung (40) in einen
Innenraum (8) der Trocknungstrommel (2) ausmündet und mit einem Prozessmedium zur
Behandlung des Tabakguts beaufschlagbar ist.
8. Trocknungstrommel (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine an einer trommelseitigen Stirnseite (36) zwischen dem Zugangskanal (42) und
der stationären Medienleitung (40) vorhandene, insbesondere ringförmige, Öffnung (54)
gegenüber einem Innenraum (8) der Trocknungstrommel (2) mit einer Schutzvorrichtung
(56) abgeschirmt ist, wobei die Schutzvorrichtung (56) insbesondere eine nicht flüssigkeitsdichte
Barriere für Staub und/oder Partikel ist.
9. Trocknungstrommel (2) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der stationären Medienleitung (40) kommunizierende Düse (52) an einem trommelseitigen
Ende (53) der stationären Medienleitung (40) zur Beaufschlagung von in der Trocknungstrommel
(2) vorhandenem Tabakgut mit dem Prozessmedium vorgesehen ist.
10. Verwendung einer Mediendurchführungseinrichtung (6) nach einem der Ansprüche 1 bis
6 in einer Maschine, insbesondere einer Trocknungstrommel (2), der Tabak verarbeitenden
Industrie zur Bereitstellung eines Prozessmediums zur Behandlung des Tabakguts.