[0001] Die Erfindung betrifft ein System zum Sichern von Behältnissen zur Aufbewahrung von
Wertsachen (Safes), insbesondere Geldausgabeautomaten, vor der Gefahr einer Zerstörung
durch Einleitung eines brennbaren Gases oder Gasgemisches und einer Explosion desselben,
gemäß Anspruch 1.
[0002] Im zunehmenden Maße sind Geld-, Spiel-, Waren- und Fahrkartenautomaten verschiedensten
Angriffen ausgesetzt. Unter anderem ist es bekannt, dass in Geld-, Spiel-, Waren-
und Fahrkartenautomaten explosives Gas und/oder explosive Gasgemische eingeleitet
werden, um das Gas bzw. das Gasgemisch im Automaten bzw. im geschlossenen Behälter
zu entzünden. Aufgrund der Explosion werden die Geld-, Spiel-, Waren- und Fahrkartenautomaten
zerstört, sodass dem Täter Zugang zum Inneren des Geld-, Spiel-, Waren- und Fahrkartenautomatens
ermöglicht wird. Beispielsweise werden in diesem Zusammenhang Acetylen-Sauerstoff-Gasgemische
verwendet.
[0003] Um Sprengungen von Geld-, Spiel-, Waren- und Fahrkartenautomaten zu verhindern, stehen
bislang unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Zum einen kann der Sauerstoffgehalt
in einem Automaten, der geschützt werden soll, reduziert werden. Des Weiteren ist
es bekannt, das brennbare eingeleitete Gas chemisch zu inertisieren. Hierzu werden
Inertgase in den Fahrkarten- bzw. Geldautomaten eingeleitet. Jedoch ist in diesem
Zusammenhang die Lagerung des Inertgases innerhalb der zu schützenden Objekte aufgrund
Platzmangels oftmals sehr schwierig. Außerdem sind die Kosten für Inertgas sehr hoch
und die Wartung der Automaten, welche mit einem Inertgassystem ausgestattet sind,
sehr aufwendig.
[0004] Die bislang eingesetzten Methoden zur Verhinderung von Sprengungen beruhen darauf,
dass die Gaskonzentration bzw. die Zusammensetzung der Atmosphäre in dem Behältnis
bzw. in dem Fahrkarten- oder Geldautomat mittels eines Detektors überwacht und erfasst
wird. Das Problem bei Verwendung derartiger Detektoren für Gaskonzentration bzw. Zusammensetzung
der Atmosphäre in einem Behältnis bzw. Raum besteht u. a. darin, dass diese Detektoren
verschmutzen bzw. verschleißen können. Außerdem können derartige Detektoren manipuliert
werden. Da die Aktivierung bzw. Einleitung von Gegenmaßnahmen bei diesen bekannten
Systemen von der Detektion der Gaskonzentration bzw. Zusammensetzung der Atmosphäre
im Raum abhängig ist, stellt dies eine hohe Gefahrenquelle bzgl. des Versagens derartiger
Systeme dar.
[0005] Außerdem ist es bei der chemischen Inertisierung notwendig, innerhalb des Geld-,
Spiel-, Waren- und Fahrkartenautomatens ein Behältnis mit Inertgas zur Verfügung zu
stellen. Aufgrund der beispielsweise konstruktiv kleinen Geld- und/oder Fahrkartenautomaten
ist ein Einbau aller Komponenten dieses Systems sehr schwierig und in vielen Fällen
nur außerhalb der zu schützenden Objekte möglich. Dies stellt ein hohes Risiko hinsichtlich
Manipulation und Fremdeinwirkung durch eventuelle Täter dar.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demnach, ein konstruktiv einfaches, wirkungsvolles
System zum Sichern von Behältnissen zur Aufbewahrung von Wertsachen (Safes), insbesondere
Geldausgabeautomaten, vor der Gefahr einer Zerstörung durch Einleitung eines brennbaren
Gases oder Gasgemisches und eine Explosion desselben, zur Verfügung zu stellen. Mit
Hilfe eines derart weiterentwickelten Systems sollen die vorgenannten Nachteile des
bekannten Standes der Technik überwunden werden.
[0007] Die beschriebene Aufgabe wird durch ein System zum Sichern von Behältnissen zur Aufbewahrung
von Wertsachen (Safes), insbesondere Geldausgabeautomaten, vor der Gefahr einer Zerstörung
durch Einleitung eines brennbaren Gases oder Gasgemisches und einer Explosion desselben,
gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0008] Das erfindungsgemäße System beruht darauf, dass innerhalb des jeweiligen Behältnisses,
also innerhalb eines Behältnisses zur Aufbewahrung von Wertsachen, wie z. B. innerhalb
eines Geldausgabeautomaten und/oder innerhalb eines Fahrkartenautomaten und/oder innerhalb
eines Warenautomaten und/oder innerhalb eines Spielautomaten wenigstens ein Zündmodul
vorgesehen ist, das in regel- oder unregelmäßig zeitlichen Abständen Zündfunken erzeugt,
wodurch ein in das Behältnis eingeleitetes Gas oder Gasgemisch entsprechend regel-
oder unregelmäßig verpufft.
[0009] Mit anderen Worten wird innerhalb eines Behältnisses zur Aufbewahrung von Wertsachen
ein System mit einem Zündmodul zur Verfügung gestellt, wobei das Zündmodul Zündfunken
erzeugt, wobei die Funkenerzeugung unabhängig davon erfolgt, ob in das Behältnis ein
brennbares Gas oder ein brennbares Gasgemisch eingeleitet wird. Die Erzeugung von
Funken wird demnach auch in einem unmanipulierten Zustand vorgenommen.
[0010] Die erzeugten Funken bzw. Zündfunken zünden das eingeleitete Gas bzw. eingeleitete
Gasgemisch, noch bevor dieses ein gefährliches Gasvolumen bzw. gefährliche Gaskonzentration
innerhalb des zu sichernden Raumes erreicht und entzündet dieses, sodass selbiges
verpufft. Sobald ein brennbares Gas oder Gasgemisch in das Behältnis zur Aufbewahrung
von Wertsachen eingeleitet wird, wird das explosive Gas oder explosive Gasgemisch
demnach bereits dann verpufft, bevor dieses eine gefährliche Gaskonzentration erreicht.
Die Gefährdung Dritter sowie eine Beschädigung an Gebäuden und den Behältnissen bzw.
Räumlichkeiten selbst wird vermieden, da kein explosives Gas mehr aus den geschlossenen
Behältnissen bzw. Räumlichkeiten austreten kann.
[0011] Potenziellen Tätern wird demnach die Möglichkeit verwehrt, durch Einleiten von explosionsfähigen
Gasen, geschlossene Behältnisse bzw. Räumlichkeiten zu öffnen oder diese zu zerstören
bzw. durch Gasexplosion aufzubrechen.
[0012] Das wenigstens eine Zündmodul kann zwei im Abstand voneinander angeordnete elektrische
Kontakte aufweisen, zwischen denen nach Anlegen einer vorbestimmten elektrischen Spannung
ein Zündfunke überspringt. Aufgrund des übergesprungenen Zündfunkens kann ein eventuell
eingeleitetes brennbares Gas oder Gasgemisch entzündet und verpufft werden.
[0013] Das wenigstens eine Zündmodul ist vorzugsweise etwa zentral innerhalb des Behältnisses
angeordnet, sodass die Entzündung und Verpuffung innerhalb des Behältnisses sicher
erfolgen kann unabhängig vom Ort der Gaseinleitung.
[0014] Die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung des wenigstens einen Zündmoduls liegt vorzugsweise
im Bereich von 0,5 bis 5,0 Sekunden, insbesondere im Bereich von 1,5 bis 3,0 Sekunden.
Eine derartige Taktfolge hinsichtlich der zu erzeugenden Zündfunken garantiert ein
regelmäßiges und schnelles Entzünden von potenziell eingeleiteten bzw. gegebenenfalls
eingeleiteten Gasen bzw. Gasgemischen.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können im Innenraum des Behältnisses
wenigstens drei, insbesondere vier bis acht, Zündmodule etwa gleichmäßig über den
Innenraum des Behältnisses verteilt angeordnet sein. Aufgrund einer gleichmäßigen
Verteilung mehrerer Zündmodule innerhalb eines Behältnisses zur Aufbewahrung von Wertsachen,
wie z. B. innerhalb eines Geldausgabeautomaten und/oder innerhalb eines Fahrkartenautomaten,
können eingeleitete Gase bzw. Gasgemische unabhängig von ihrem Einleitungsort schnellstmöglich
entzündet werden. Außerdem sorgen die gleichmäßig verteilt angeordneten Zündmodule
für eine entsprechend gleichmäßig verteilte Zündung und Verpuffung des eingeleiteten
Gases bzw. Gasgemisches.
[0016] Sofern das erfindungsgemäße System mehrere Zündmodule vorsieht, können diese Zündmodule
gemeinsam, gruppenweise oder vorzugsweise jeweils autark, d. h. unabhängig voneinander
zündbar sein. Sofern mehrere Zündmodule im erfindungsgemäßen System vorgesehen sind,
werden diese Zündmodule vorzugsweise jeweils über Kreuz innerhalb des Innenraums des
Behältnisses gezündet sein, d. h. zum Beispiel von links unten nach rechts oben, und
weiter von links oben nach rechts unten oder umgekehrt.
[0017] Mit anderen Worten kann beispielsweise mittels einer Steuereinheit die nacheinander
ablaufende Zündung mehrerer Zündmodule derart gesteuert sein, dass diese in einer
bestimmten Reihenfolge nacheinander Zündfunken erzeugen. Die Reihenfolge der nacheinander
zu aktivierenden Zündmodule erfolgt vorzugsweise in Abhängigkeit der räumlichen Gegebenheiten
innerhalb des Behältnisses zur Aufbewahrung von Wertsachen.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein Drucksensor vorgesehen sein,
über den eine Verpuffung des eingeleiteten Gases bzw. Gasgemisches detektierbar ist,
wodurch ein Alarmsignal ausgelöst wird. Bei Erkennen einer Druckveränderung mittels
eines Drucksensors und gegebenenfalls über eine zugehörige oder autarke Überwachungs-
und Steuereinheit kann das Verpuffen eines eingeleiteten Gases bzw. Gasgemisches detektiert
werden. Beispielsweise mittels einer Überwachungs- und Steuereinheit kann dann ein
Signal ausgegeben werden. Bei dem Signal kann es sich sowohl um ein hörbares Alarmsignal,
als auch um einen stillen Alarm handeln. Sofern beispielsweise ein stiller Alarm abgesetzt
wird, kann die Wahrscheinlichkeit, die Täter bzw. den Täter noch am Tatort anzutreffen,
erhöht werden. Ein vom Drucksensor an die Steuereinheit weitergeleitetes Signal kann
außerdem zum Auslösen eines hörbaren Alarms genutzt werden, um beispielsweise weitere
Alarmsysteme auszulösen und/oder um den bzw. die Täter am Tatort zu überführen und/oder
um die Beute bzw. Geldscheine wertlos zu machen und/oder Bewohner bzw. Anwohner auf
den Tatvorgang aufmerksam zu machen, sodass der oder die Täter den Tatort unverrichteter
Dinge verlässt bzw. verlassen.
[0019] Bei dem Drucksensor kann es sich beispielsweise um einen Differenzialdrucksensor
handeln. Der Drucksensor kann als separates Bauteil und/oder als Bauteil einer Überwachungs-
und Steuereinheit ausgebildet sein.
[0020] Im Zusammenhang mit der Detektion einer Verpuffung des eingeleiteten Gases bzw. Gasgemisches
kann es des Weiteren vorgesehen sein, dass die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung verkürzbar
ist. Mit anderen Worten: Die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung wird nach einer Verpuffung
des eingeleiteten Gases bzw. Gasgemisches derart geändert, dass in einem gleichen
Zeitraum mehr Zündfunken als zuvor erzeugt werden, die Taktfrequenz also erhöht bzw.
gesteigert ist.
[0021] Vorzugsweise können mehrere oder einzelne Zündmodule autark ausgebildet sein, d.
h. einzelne oder mehrere Zündmodule können derart ausgebildet und in ein Behältnis
eingebaut sein, dass diese autark voneinander funktionieren bzw. arbeiten. Beispielsweise
kann jedem Zündmodul eine Notstromquelle zugeordnet sein. Vorzugsweise handelt es
sich bei der Notstromquelle um eine Batterie und/oder einen Akkumulator. Dies ermöglicht
auch bei Stromausfall bzw. bei einer Manipulation der Stromversorgung des Behältnisses,
z. B. eines Geld-, Spiel-, Waren- oder Fahrkartenautomaten eine sichere Stromversorgung
der Zündmodule bzw. des mit einer Notstromquelle ausgestatteten Zündmoduls.
[0022] Vorzugsweise umfasst jedes Zündmodul die Elektronik zur Erzeugung eines Zündfunkens.
Dies bedeutet, dass bei Ausfall eines Zündmoduls die anderen Zündmodule weiter autark
funktionieren.
[0023] Des Weiteren kann es vorgesehen sein, dass jedem Zündmodul eine Überwachungs- und
Steuereinheit zugeordnet ist, die die Funkenerzeugung des Zündmoduls überwacht und
gegebenenfalls die Energie zur Funkenerzeugung nachregelt. Hierbei kann beispielsweise
jedem Zündmodul eine separate Überwachungs- und Steuereinheit zugeordnet sein. Des
Weiteren ist es denkbar, dass lediglich eine gemeinsame Überwachungs- und Steuereinheit
jedem Zündmodul zugeordnet ist. Demnach ist es möglich, jedes Zündmodul einzeln anzusteuern
und die tatsächliche Funktion, nämlich die Funkenerzeugung eines Zündmoduls, ausgehend
von einer Überwachungs- und Steuereinheit zu überwachen und zu steuern.
[0024] Demnach ist es möglich, die zur Erzeugung eines Zündfunkens notwendige Energie im
Sinne eines Regelkreises nachzuregeln. Beispielsweise ist es denkbar, ein oder mehrere
Zündmodul(e) dahingehend zu überwachen, ob ein Zündfunke erzeugt wird. Sofern dies
nicht der Fall ist, kann die Energie bzw. die elektrische Spannung zur Zündfunkenerzeugung
erhöht werden. Die Nachregelung bzw. Erhöhung der Energie zur Zündunkenerzeugung wird
vorzugsweise bis zu einer vorher festgelegten Schwelle durchgeführt.
[0025] Eine innerhalb des erfindungsgemäßen Systems vorgesehene Überwachungs- und Steuereinheit
kann beispielsweise die Funktion aller Zündmodule überwachen. Sofern hinsichtlich
der Zündmodule oder eines einzelnen Zündmoduls eine Störmeldung festgestellt wird,
kann ein Signal zur Anforderung eines Servicemitarbeiters erzeugt werden. Des Weiteren
ist die Ausgabe einer Alarmmeldung oder die Ansteuerung weiterer Sicherheitseinrichtungen
möglich.
[0026] Das erfindungsgemäße System kann des Weiteren ein Dummymodul bzw. mehrere Dummymodule
zur Nachahmung von Zündgeräuschen eines Zündmoduls umfassen. Demnach dienen die Dummymodule
bzw. das Dummymodul dazu, die Geräusche zu erzeugen bzw. nachzuahmen, welche den Zündgeräuschen
eines Zündmoduls gleichen. Dies dient zur Manipulationssicherheit und Verwirrung eines
möglichen Täters.
[0027] Vorzugsweise sind die elektrischen Kontakte des wenigstens einen Zündmoduls austauschbar
ausgebildet. Demnach wird ermöglicht, die elektrischen Kontakte nach einem entsprechenden
Verschleiß austauschen zu können, sodass nicht das vollständige System zum Sichern
von Behältnissen zur Aufbewahrung von Wertsachen ausgetauscht werden muss.
[0028] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Systems liegen zum einen darin, dass keine aufwändige
Sensorik zur Erkennung der Gaskonzentration bzw. zur Erkennung der Zusammensetzung
der Atmosphäre im zu sichernden Raum als Auslöser von Gegenmaßnahmen benötigt wird.
Außerdem besteht ein zeitlich unbegrenzter Schutz, da kein Inertgas zur Verfügung
gestellt werden muss. Das erfindungsgemäße System ermöglicht eine sofortige Verpuffung
aller am Markt befindlichen brennbaren Gase, noch bevor sich in dem zu sichernden
Raum, ein zur Zerstörung des diesen Raum begrenzenden Behältnisses führendes Volumen
von leicht entzündlichem Gas oder Gasgemisch bildet.
[0029] Außerdem ist das erfindungsgemäße System durch einen geringen Service und Wartungsaufwand
sowie durch einen geringen Platzbedarf gekennzeichnet. Alle nötigen und optionalen
Komponenten des erfindungsgemäßen Systems, wie ein oder mehrere Zündmodule und/oder
Drucksensor und/oder Notstromquelle und/oder Überwachungs- und Steuereinheit und/oder
Dummymodul können innerhalb des zu schützenden Behältnisses angeordnet werden, sodass
diese manipulationssicher verbaut sind. Eine Fremdeinwirkung durch Täter von außen
ist in diesem Falle ausgeschlossen.
[0030] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
Kombinationen selbiger.
[0031] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben, das
anhand der Abbildungen näher erläutert wird. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- den schematischen Aufbau eines Geldausgabeautomaten mit einem erfindungsgemäßen System;
und
- Fig. 2
- den schematischen Aufbau eines Geldausgabeautomaten mit einem erfindungsgemäßen System,
das drei Zündmodule umfasst.
[0032] In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleichwirkende Teile dieselben
Bezugsziffern verwendet.
[0033] Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau eines Geldausgabeautomaten 10 der mit einem
erfindungsgemäßen System zum Sichern eines derartigen Geldausgabeautomaten 10 vor
der Gefahr einer Zerstörung durch Einleitung eines brennbaren Gases oder Gasgemisches
und einer Explosion desselben umfasst.
[0034] Der Geldausgabeautomat 10 weist ein Gehäuse 11 auf, wobei das erfindungsgemäße System
innerhalb des Gehäuses 11, also im Innenraum 18 des Geldausgabeautomatens 10 ausgebildet
ist. Zur Orientierung der Anordnung der einzelnen vom erfindungsgemäßen System umfassten
Komponenten ist der Bildschirm 12 sowie der Schlitz 13 zur Zuführung einer Magnet-
und/oder Chipkarte dargestellt. Das erfindungsgemäße System umfasst gemäß Fig. 1 ein
Zündmodul 20, das in regel- oder unregelmäßigen zeitlichen Abständen Zündfunken erzeugt,
wodurch ein in das Behältnis eingeleitetes Gas oder Gasgemisch entsprechend regel-
oder unregelmäßig verpufft wird.
[0035] Das Zündmodul 20 weist zwei im Abstand voneinander angeordnete elektrische Kontakte
21 auf, zwischen denen nach Anlegen einer vorbestimmten elektrischen Spannung ein
Zündfunke überspringt. Das dargestellte Zündmodul 20 ist etwa zentral im Innenraum
18 des Geldausgabeautomatens 10 bzw. zentral innerhalb des Gehäuses 11 angeordnet.
Dies entspricht einer bevorzugten Anordnung des Zündmoduls 20, da eine sichere Entzündung
und Verpuffung eines eingeleiteten brennbaren Gases oder Gasgemisches erfolgen kann
unabhängig vom Ort der Einleitung desselben. Die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung
des Zündmoduls 20 liegt im Bereich von 0,5 bis 5,0 Sekunden, insbesondere im Bereich
von 1,5 bis 3,0 Sekunden. Das Zündmodul 20 ist mit einer Überwachungs- und Steuereinheit
25 verbunden bzw. dieser Überwachungs- und Steuereinheit 25 zugeordnet.
[0036] Die Überwachungs- und Steuereinheit 25 versorgt das Zündmodul 20 zunächst mit Strom
sowie mit der Vorgabe hinsichtlich der Taktfolge der Zündfunkenerzeugung. Die Überwachungs-
und Steuereinheit 25 ist mittels einer Stromleitung 15 an ein Stromnetz angeschlossen.
Vorzugsweise wird die Stromleitung 15 direkt in einer Mauer bzw. einen Boden verlegt,
sodass eine Manipulation bzw. ein Durchtrennen der Stromleitung 15 von außen nicht
oder nur äußerst schwer möglich ist.
[0037] Zwischen den beiden elektrischen Kontakten 21 wird, wie bereits beschrieben, ein
Zündfunken erzeugt, und zwar vorzugsweise alle 1,5 bis 3,0 Sekunden. Sofern kein zündbares
Gas bzw. Gasgemisch in das Gehäuse eingeleitet bzw. befindlich ist, kann innerhalb
des Gehäuses 11 keine Explosion bzw. Verpuffung stattfinden. Wird in das Gehäuse ein
derartiges endzündbares Gas bzw. Gasgemisch wie z. B. ein Acetylen-Sauerstoff-Gasgemisch
eingeleitet, wird die in dem Gehäuse 11 befindliche Gasmenge bzw. Gasgemischmenge
entzündet, sodass diese verpufft. Da das eingeleitete brennbare bzw. leicht entzündliche
Gas bzw. Gasgemisch sofort, d. h. bereits nach Einleitung kleinster Mengen entzündet
wird und verpufft, besteht keine Gefahr einer Explosion im Geldausgabeautomaten 10
und einer Zerstörung desselben, da die Verpuffung schon bei relativ geringen Gas bzw.
Gasgemischmengen erfolgt. Das Verpuffen der explosiven Gase wird demnach bereits zu
einem Zeitpunkt durchgeführt, bei dem die eingeleiteten Gase noch keine gefährliche
Gaskonzentration erreichen, sodass die Gefährdung Dritter sowie eine Beschädigung
an Gebäuden und des Geldausgabeautomaten 10 selbst vermieden wird. Außerdem kann kein
explosives Gas mehr aus dem geschlossenen Geldausgabeautomaten 10 austreten.
[0038] Durch den vorzugsweise im Bereich des Bodens 14 des Gehäuses 11 angeordneten Drucksensor
30 kann eine Verpuffung des eingeleiteten Gas bzw. Gasgemisches detektiert werden.
Der Drucksensor 30 ist mit der Überwachungs- und Steuereinheit 25 verbunden, die vorzugsweise
ebenfalls im Bereich des Bodens 14 angeordnet ist. Alternativ kann der Drucksensor
30 auch innerhalb der Überwachungs- und Steuereinheit 25 verbaut sein. Sobald der
Drucksensor 30 eine Verpuffung eines eingeleiteten Gases bzw. Gasgemisches detektiert
und demnach einen Manipulations- bzw. Sprengungsversuch feststellt, kann mittels der
Überwachungs- und Steuereinheit 25 ein Alarmsignal ausgelöst werden. Dabei kann es
sich um einen stillen Alarm handeln, sodass die Täter noch am Tatort von Überwachungspersonal
bzw. der Polizei gestellt werden können. Des Weiteren ist es denkbar, dass das Alarmsignal
über einen Tongeber als hörbares Alarmsignal ausgegeben wird, sodass beispielsweise
Anwohner und/oder Passanten auf die Tat aufmerksam werden.
[0039] Vorzugsweise wird die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung hinsichtlich des Zündmoduls
20 nach Detektion in einer ersten Verpuffung verkürzt. Dies führt dazu, dass weiter
eingeleitetes Gas schneller entzündet und verpufft werden kann. Eine Zerstörung bzw.
Sprengung des Geldausgabeautomaten 10 kann demnach auch bei einer hohen Gaseinleitungsrate
sicher unterbunden werden.
[0040] Dem Zündmodul 20 ist eine Notstromquelle 35 zugeordnet. Vorzugsweise handelt es sich
bei der Notstromquelle 35 um einen Notstromakkumulator bzw. eine Notstrombatterie.
Die Betriebszeit bei voller Schutzfunktion kann bei Stromausfall bzw. bei Ausfall
des Stromnetzes dank der Notstromquelle 35 mehrere Stunden betragen.
[0041] Der Notstromakkumulator 35 ist natürlich mit dem Stromnetz verbunden und wird ständig
geladen.
[0042] Da das Zündmodul 20 der Überwachungs- und Steuereinheit 25 zugeordnet ist, kann die
Zündfunkenerzeugung des Zündmoduls 20 überwacht werden, wobei gegebenenfalls die Energie
zur Zündfunkenerzeugung nachregelbar ist. Mit anderen Worten: Von der Überwachungs-
und Steuereinheit 25 wird zunächst geprüft, ob das Zündmodul 20 einen Zündfunken erzeugt.
Sofern dies nicht der Fall ist, kann der Betrag der vorher bestimmten elektrischen
Spannung an den elektrischen Kontakten 21 erhöht werden. Die elektrische Spannung
bzw. die zur Zündfunkenerzeugung notwendige Energie wird vorzugsweise bis zu einem
gewissen Grenz- bzw. Schwellenwert angehoben, sodass keine gefährlich hohen Ströme
innerhalb des erfindungsgemäßen Systems fließen. Die elektrischen Kontakte 21 des
Zündmoduls 20 unterliegen bei dauerhafter Zündfunkenerzeugung einem Verschleiß (Abbrennen
der Kontaktspitzen). Um die elektrischen Kontakte 21 des Zündmoduls 20 auswechseln
zu können, sind diese am Zündmodul 20 austauschbar montiert.
[0043] In Fig. 2 ist ein Geldausgabeautomat 10 mit einem Gehäuse 11 dargestellt, wobei das
dort ausgebildete erfindungsgemäße System drei Zündmodule, nämlich die Zündmodule
20, 20' und 20", umfasst. Vorzugsweise ist das Zündmodul 20' mit zugehöriger Notstromquelle
35 zentral innerhalb des Gehäuses 11 angeordnet. Das zweite Zündmodul 20' sowie die
zugehörige Notstromquelle 35 ist im dargestellten Beispiel, welches einer besonders
bevorzugten Ausführungsform entspricht, im linken oberen Bereich des Gehäuses 11 angeordnet.
Das dritte Zündmodul 20" ist hingegen am Boden 14 des Gehäuses 11 angeordnet. Dies
gilt auch für die zum Zündmodul 20" zugehörige Notstromquelle 35.
[0044] Demnach umfasst das in Fig. 2 dargestellte erfindungsgemäße System drei Zündmodule,
die etwa gleichmäßig über den Innenraum 18 des Behältnisses bzw. des Gehäuses 11 verteilt
angeordnet sind. Die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung der Zündmodule 20, 20' und
20" liegt im Bereich 1,5 bis 3,0 Sekunden. Die drei dargestellten Zündmodule 20, 20'
und 20" sind besonders bevorzugt gemeinsam zündbar geschaltet bzw. ausgebildet. Hierzu
sind alle Zündmodule 20, 20' und 20" mit der Überwachungs- und Steuereinheit 25 verbunden.
Das gemeinsame bzw. gleichzeitige Zünden der drei Zündmodule 20, 20' und 20" hat den
Vorteil, dass gleichzeitig eine Zündung an unterschiedlichen Positionen des Gehäuses
11 erfolgt, sodass mit höherer Energie ein eingeleitetes Gas entzündet werden kann
und zwar unabhängig davon, an welcher Stelle das Gas in das Gehäuse 11 eingeleitet
wird.
[0045] Die Position der Überwachungs- und Steuereinheit 25 entspricht der Position, wie
sie in Fig. 1 dargestellt ist. Auch der Drucksensor 30 befindet sich im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 am Boden 14 des Gehäuses 11. Da jedem Zündmodul 20, 20' und 20" eine
gesonderte Notstromquelle 35 zugeordnet ist, können die Zündmodule 20, 20' und 20"
autark voneinander betrieben werden.
[0046] Des Weiteren umfasst jedes Zündmodul die vollständige Elektronik zur Erzeugung des
Zündfunkens, sodass dieser über die jeweils zugeordneten elektrischen Kontakte 21
erzeugt werden kann. Dies bedeutet, dass bei Ausfall eines der dargestellten Zündmodule
20, 20' und 20" die anderen Zündmodule weiter autark funktionieren. Die drei dargestellten
Zündmodule 20, 20' und 20" können folglich autark arbeiten, wobei jedes einzelne Zündmodul
20, 20' und 20" mittels Sensorik überwachbar ist, sodass über die Überwachungs- und
Steuereinheit 25 stets die volle Funktionsfähigkeit der drei Zündmodule 20, 20' und
20" festgestellt werden kann.
[0047] Vorzugsweise sind die Zündmodule 20, 20' und 20" mit einer Triggerleitung und einer
Überwachungsleitung mit der Überwachungs- und Steuereinheit 25 verbunden. Dieser Zusammenhang
gilt auch für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1. Demnach kann jedes Zündmodul 20,
20' und 20" einzeln angesteuert werden. Außerdem ist die tatsächliche Funktion, nämlich
die Zündfunkenerzeugung des jeweiligen Zündmoduls 20, 20' und 20" von der Überwachungs-
und Steuereinheit 25 überwachbar.
[0048] Durch permanente Überwachung jedes einzelnen Zündmoduls 20, 20' und 20" kann im Falle
einer Störung eine Meldung ausgegeben werden. Die Meldung wird vorzugsweise an einen
Überwachungsdienstleister weitergegeben, der beispielsweise die Stilllegung des Geldausgabeautomaten
10 und/oder die Reparatur des Geldausgabeautomaten 10 veranlassen kann.
[0049] Auch bei der Ausbildung eines erfindungsgemäßen Systems mit mehreren Zündmodulen
ist es vorgesehen, die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung nach Detektion einer ersten
Verpuffung des eingeleiteten Gases bzw. Gasgemisches zu verkürzen. Die Taktfrequenz
der Zündfunkenerzeugung wird demnach erhöht, indem die zeitlichen Abstände zwischen
den einzelnen Zündfunken verkürzt werden.
[0050] Da im dargestellten Beispiel gemäß Fig. 2 jedes Zündmodul 20, 20' und 20" der Überwachungs-
und Steuereinheit 25 zugeordnet ist, kann die Zündfunkenerzeugung jedes einzelnen
Zündmoduls 20, 20' und 20" überwacht und gegebenenfalls unabhängig von den anderen
Zündmodulen die Energie zur Zündfunkenerzeugung nachgeregelt werden. Demnach kann
jedes Zündmodul 20, 20' und 20", das mit einem eigenen Hochspannungsmodul versehen
ist, einzeln nachgeregelt werden. Auch das in Fig. 1 dargestellte einzelne Zündmodul
20 kann ein eigenes Hochspannungsmodul aufweisen.
[0051] Das System umfasst des Weiteren ein Dummymodul 40. Dieses Dummymodul 40 erzeugt Geräusche,
welche den Zündgeräuschen der Zündmodule 20, 20' und 20" nachgeahmt sind. Demnach
soll das Dummymodul 40 suggerieren, dass an der vorgesehenen Stelle ein Zündmodul
20 platziert ist. Um die Anzahl der Zündmodule aus Kostengründen relativ gering zu
halten, ist es vorgesehen, derartige Dummymodule 40 an weiteren Positionen des Gehäuses
11 anzubringen.
[0052] Es wird darauf hingewiesen, dass neben der dargestellten Ausführungsform, bei dem
jedem Zündmodul 20 eine separate Notstromquelle 35 zugeordnet ist, es theoretisch
auch denkbar ist, dass das erfindungsgemäße System auch bei der Verwendung mehrerer
Zündmodule 20 lediglich eine Notstromquelle 35 aufweist, die mit allen Zündmodulen
20, 20' und 20" verbunden ist.
[0053] Es kann festgestellt werden, dass das vorliegende erfindungsgemäße System ohne Sensoren
zur Erkennung der Gaskonzentration bzw. ohne Sensoren zur Erkennung der Zusammensetzung
der Atmosphäre im Geldausgabeautomat 10 bzw. im Gehäuse 11 angewendet werden kann.
Außerdem ist das dargestellte System einfach zu installieren und auch in bereits bestehenden
Systemen nachrüstbar.
[0054] An dieser Stelle sei auch noch darauf hingewiesen, dass alle oben im Zusammenhang
mit den Ausführungsformen gemäß Figuren 1 und 2 beschriebenen Teile für sich alleine
gesehen oder in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten
Details als erfindungswesentlich beansprucht werden.
[0055] Ergänzend zu Obigem wird noch auf folgende Ausgangsüberlegungen der Erfinder hingewiesen,
die Teil der Erfindungsbeschreibung darstellen:
In zunehmenden Maße sind Geld- und Fahrkartenautomaten Ziel verschiedenster Angriffe,
die derzeit aggressivste Methode ist der Angriff im explosivem Gas.
[0056] Dieses Vorgehen scheint einfach und lukrativ, da mit geringem Zeit- und Materialaufwand,
sowie geringem Risiko, für die Täter relativ hohe Beutessummen zu erwarten sind.
- Die Täter haben kein physisches Gegenüber
- Es sind keine Waffen erforderlich
- Der Angriff kann auch nachts erfolgen
- Nur einfaches leicht erhältliches Werkzeug erforderlich
- Relativ hohe Beutessummen vor allem bei Geldausgabeautomaten
- Geringer Zeitaufwand für die Tät
[0057] Diese Angriffe werden nicht nur von professionellen Banden sondern in zunehmendem
Maße auch von Amateurtätern (Trittbrettfahrer) ausgeführt, die nur über geringe Kenntnisse
im Umgang mit explosivem Gasen verfügen.
[0058] Um dieser Vorgehensweise entgegenzuwirken, haben die Erfinder ein System entwickelt,
das die Explosion verhindert und potentiellen Tätern künftig den Anreiz nimmt, solche
Angriffe auszuführen.
[0059] Die Erfinder behandeln hier Acetylen/Sauerstoff Gasgemisch, da dieses die höchste
Explosionsenergie aufweist und damit die gefährlichste und auch häufigste Bedrohung
darstellt.
[0060] Die Konzeption des Systems zur Verhinderung von Sprengungen mit explosiven Gasen
wurde nach folgenden Kriterien abgestimmt:
- Wie werden diese Angriffe durchgeführt?
- Welche Gase werden bei den Angriffen verwendet?
- Wie viel Gas wird benötigt?
- Wovon ist das Erreichen eines explosionsfähigen Gemisches abhängig?
- Welches Gemisch ist bei Acetylen/Sauerstoff erforderlich?
- Wie können brennbare Gase unschädlich gemacht werden?
- Initialkosten des Systems?
- Installationsaufwand des Systems?
- Wartungsaufwand des Systems?
[0061] Wie werden diese Angriffe durchgeführt?
[0062] Bei der Analyse von Angriffen auf Geld- und Fahrkartenautomaten konnten wir feststellen,
dass die Täter in den meisten Fällen folgendem Schema folgen:
- Bestimmung eines Standortes an dem die Täter zum Tatzeitpunkt ungestört sind
- Schaffung einer Zugangsöffnung für den Gasschlauch mittels Hammer, Schraubendreher
oder ähnlichem Werkzeug bzw. Nutzung von vorhandenen Öffnungen
- Abkleben von Öffnungen und Schlitzen an Geld- und Fahrkartenautomaten mit Klebeband,
um ein Austreten des Gases beim Befüllen zu verhindern bzw. zu minimieren.
- Einführen eines Gasschlauches in die Öffnung
- Befüllung mit brennbarem Gasgemisch
- Zündung des eingefüllten Gasgemisches mittels elektrischer oder pyrotechnischer Vorrichtung
[0063] Welche Gase werden bei den Angriffen verwendet?
[0064] Bei Angriff auf Geld- und Fahrkartenautomaten wird in den meisten Fällen ein Acetylen
Sauerstoff Gemisch verwendet. Dieses brennbare Gas ist deshalb so attraktiv, weil
es sehr einfach zu beschaffen ist und das Gemisch einen sehr breiten Explosionsbereich
UEG und OEG besitzt. (untere und obere Explosionsgrenze). Dies bedeutet für die Täter,
dass auch ohne genaue Kenntnisse des Mischungsverhältnisses, schnell eine optimale,
explosive Mischung erzielt wird.
[0065] Vorteile Acetylen/Sauerstoff Gasgemisch:
- Einfach zu beschaffen
- Mischungsverhältnis unkritisch
- Hohe Explosionskrafat
[0066] Es können auch andere brennbare Gase verwendet werden. Diese erfordern jedoch genaue
Kenntnisse zu Konzentration und Mischungsverhältnis, um eine ausreichende Explosionswirkung
zu erzielen.
[0067] Wovon ist das Erreichen eines explosionsfähigen Gemisches abhängig?
- Freiem Luftvolumen im geschlossenen Behältnis bzw. Raum (je nach Größe und Einbauten)
- Dichtheit der angegriffenen Objekte (Öffnungen eventuell abgeklebt etc.)
- Ausströmmenge pro Sekunde des eingeleiteten Gases (z. B. physikalische Begrenzung
bei Acetylen max. 1l/sek)
[0068] Welches Gemisch ist bei Acetylen/Sauerstoff erforderlich?
[0069] Ein Gasgemisch unterhalb der UEG ist nicht explosionsfähig und ein Gasgemisch oberhalb
der OEG ist auch nicht explosionsfähig.
[0070] Acetylen hat eine UEG von 2,3 Vol%, eine OEG von 80 Vol%, innerhalb dieses Bereiches
ist das Gasgemisch explosionsfähig.
[0071] Wie können brennbare Gase unschädlich gemacht werden?
[0072] Um eine Explosion, verursacht durch brennbare Gase, zu verhindern, stehen unterschiedliche
Methoden zur Verfügung:
- Reduktion des Sauerstoffgehaltes im Raum, der geschützt werden soll
- Chemische Inertisierung des brennbaren Gases durch Inertgas
- Verbrennung des Gasgemisches, bevor die Gasmenge für eine energiereiche Explosion
erreicht wird
[0073] Die Reduktion des Sauerstoffgehalts im Raum ist bei Behältnissen bzw. Räumlichkeiten
nicht möglich und fällt somit aus der Wahl.
[0074] Die chemische Inertisierung des brennbaren Gases ist eine Möglichkeit mit der brennbare
Gase unschädlich gemacht werden können, jedoch ist die Lagerung des Inertgases innerhalb
der zu schützenden Objekte oft schwierig (Platzproblem).
Weiter sind die Kosten für Inertgas sehr hoch und die Wartung ist aufwendig (Dichtheitsprobe,
Wägung der Behälter, usw.).
Eine Verhinderung der Explosion ist nur solange möglich, solange auch Inertgas zur
Verfügung steht. (Begrenzte Schutzzeit)
[0075] Verbrennung des Gasgemisches ist eine sehr effektive Methode, um das Gasgemisch unschädlich
zu machen, bevor die Konzentration für eine Explosion ausreicht und das geschlossene
Behältnis bzw. die Räumlichkeit zerstören kann.
[0076] Zum Stand der Technik ist hierzu bekannt:
[0077] Die bisher eingesetzten Methoden zur Verhinderung von Sprengungen sind darauf angewiesen,
dass aufgrund einer Detektion der Gaskonzentration bzw. Erfassung der Zusammensetzung
der Atmosphäre im Raum eine Gegenmaßnahme eingeleitet wird.
[0078] Nachteile bestehender Systeme:
Detektor für Gaskonzentration bzw. Zusammensetzung der Atmosphäre im Raum:
- Ausfall
- Verschmutzung
- Täuschung
- Reaktionsgeschwindigkeit
- Alterung
- Erforderliches Nachjustieren
- Wartung
- Können alle brennbaren Gase detektiert werden
[0079] Da die Aktivierung bzw. Einleitung von Gegenmaßnahmen bei diesen Systemen von der
Detektion der Gaskonzentration bzw. Zusammensetzung der Atmosphäre im Raum abhängig
ist, stellt dies eine hohe Gefahrenquelle zur Nichtfunktion solcher Systeme dar.
[0080] Eingeleitete Gegenmaßnahmen:
- Platzbedarf der Behältnisse (auch außerhalb angebracht)
- Begrenzte Mengen (Zeitraum der Unterdrückung)
- Art der Aktivierung (pyrotechnisch, mechanisch)
- Erforderlicher Wartungsaufwand (Wiegen, Dichtheit)
- Gesundheits- und Umweltverträglichkeit der Gegenmaßnahmen (Inertgase)
[0081] Um ein ausreichendes Schutzfenster (in dem eine Explosion verhindert wird) zur Verfügung
zu stellen, sind Behältnisse mit Gegenmittel notwendig. Aufgrund der heute kleinen
z. B. Geld- und Fahrkartenautomaten ist ein Einbau aller Komponenten dieser Systeme
sehr schwierig und manchmal nur außerhalb der zu schützenden Objekte möglich. Dies
stellt ein hohes Risiko für Manipulation und Fremdeinwirkung durch eventuelle Täter
dar.
[0082] Bei Systemen, die mit Verdrängung (CO2, Stickstoff, etc.) arbeiten, können Gase aus
dem z. B. Geld- und Fahrkartenautomaten nach außen (z. B. Foyer) verdrängt werden,
die eventuell zu einer Explosion außerhalb des Objektes führen können.
[0083] Die bisher eingesetzten Methoden erfordern zu aufwendige Fachkenntnis für Installation
und Service sowie viel zu hohen Installationsaufwand. Auch die Kosten für Anschaffung,
Installation und Wartung sind zu hoch.
[0084] Aufgabe der Erfindung ist es aber, ein möglichst einfaches, wirkungsvolles System
zur Verfügung zu stellen, dass unter Verwendung von möglichst wenig Sensorik und Elektronik,
Angriffe mit explosiven Gasen auf geschlossene Behltnisse bzw. Räumlichkeiten über
einen unbegrenzten Zeitraum verhindert. Egal wie lange und wie oft brennbare Gase
eingeleitet werden.
[0085] Zusätzlich erfolgt die Detektion einer Verpuffung bzw. Druckveränderung zur Absetzung
einer Alarmmeldung.
[0086] Möglichst viele, unabhängig in sich gesteuerte und über eine Steuereinheit geführte
Zündmodule, die im Behältnis bzw. Raum verteilt sind, produzieren sog. Zündfunken,
die eingeleitete Gase, noch weit bevor diese eine gefährliche Gaskonzentration erreichen
(die bei Zündung zur Zerstörung des Behältnisses bzw. der Räumlichkeit führen können),
verpuffen.
[0087] Diese Verpuffung wird über eine Sensorik erkannt und als Signal weitergeleitet.
[0088] Die Zündmodule werden im geschlossenen Behältnis bzw. Räumlichkeit gleichmäßig angeordnet,
so dass sich jeweils 2 Stk. im oberen, mittleren und unteren Bereich befinden.
[0089] Potentiellen Tätern soll keine Möglichkeit gegeben werden, durch Einleiten von explosionsfähigen
Gasen, geschlossene Behältnisse bzw. Räumlichkeiten zu öffnen oder diese zu zerstören.
[0090] Weiter soll das Signal so früh als möglich Einsatzkräfte informieren, so dass weitere
Schritte veranlasst werden können.
[0091] Durch das Verpuffen der explosiven Gase, noch bevor diese eine gefährliche Gaskonzentration
erreichen, soll die Gefährdung Dritter sowie die Beschädigung an Gebäuden und den
Behältnissen bzw. Räumlichkeiten selbst vermieden werden, da kein explosives Gas mehr
aus den geschlossenen Behältnissen bzw. Räumlichkeiten austreten kann.
[0092] Das bei Erkennen einer Druckveränderung über die Steuereinheit ausgegebene Signal
kann als stiller Alarm abgesetzt werden, um die Wahrscheinlichkeit, die Täter noch
bei ihrer Arbeit zu ertappen, zu erhöhen. Das Signal kann aber auch dazu verwendet
werden, weitere Alarmsysteme auszulösen, um die Täter zu stören, die zu erwartende
Beute wertlos zu machen, Bewohner bzw. Anrainer aufmerksam zu machen, so dass die
Täter von Ihrem Vorhaben ablassen.
[0093] Die Systemkomponenten werden komplett im Inneren der geschlossenen Behältnisse bzw.
Räumlichkeiten eingebaut, um Manipulation bzw. Fremdeinwirkung zu vermeiden.
Systemkomponenten
Zündmodule:
[0094] Die Zündmodule sind so ausgelegt, dass sie ca. die 20fache Zündenergie aufweisen,
welche im Normafall (MZE maximale Zündenergie von 0,019 mJ für Acetylen Luftgemische
ausreichend) für die Zündung eines Acetylen Luft Gemisches erforderlich ist.
[0095] Jedes einzelne Zündmodul funktioniert für sich selbst, d. h. in jedem Zündmodul ist
die Elektronik zur Erzeugung des Zündfunkens eingebaut.
[0096] Dies bedeutet, dass bei Ausfall eines Zündmodules die anderen Zündmodule weiter autark
funktionieren.
[0097] Die Zündmodule sind mit einer Triggerleitung und einer Überwachungsleitung mit dem
Steuergerät verbunden, so dass
- jedes Zündmodul einzeln angesteuert wird
- die tatsächliche Funktion (Funkenerzeugung) des Zündmodules vom Steuergerät überwacht
werden kann
[0098] Durch die permanente Überwachung jedes einzelnen Zündmoduls, kann im Falle einer
Störung eine Meldung ausgegeben bzw. das System abgeschaltet werden. (Gleichzeitiger
Ausfall von 50 % entspricht 3 Zündmodulen).
[0099] Die Zündmodule sind in einem Gehäuse vergossen und somit gegen alle Umwelteinflüsse
geschützt. Die Elektroden der Zündmodule sind zu Servicezwecken leicht austauchbar.
Steuergerät:
[0100] Das Steuergerät verfügt über die Möglichkeit zum Unscharf bzw. Scharfschalten des
Explosionsschutzes. (Ein- bzw. Ausschalten mittels z. B. Türkontakt bzw. Integration
in bestehende Schaltvorgänge ist möglich.)
Das Steuergerät
[0101]
- dient der Spannungsversorgung aller Sensoren und Komponenten
- steuert und überwacht die Zündmodule (jedes einzelne)
- jeder Aus- und Eingang zu den Zündmodulen ist hardwaremäßig einzeln ausgeführt, um
auch hier hohe Redundanz zu erreichen (hohe Systemsicherheit)
- gibt bei Bedarf eine Störmeldung aus
- gibt ein Signal z. B. Alarmmeldung, Ansteuerung weiterer Sicherheitseinrichtungen,
aus
- gibt über eine LED-Statusanzeige den Zustand des Systems aus
- ist mit einer Notstromversorgung ausgestattet
[0102] Die 6 Zündmodule arbeiten autark, wovon jeder einzelne mittels Sensorik überwacht
wird, so dass über die Steuereinheit die volle Funktionsfähigkeit der 6 Zündmodule
festgestellt werden kann. (Überwachung, ob tatsächlich Funken erzeugt werden).
[0103] Das Steuergerät meldet Ausfälle der Zündmodule über einen potentialfreien Relaiskontakt
in folgender Art und Weise:
- Ausfall von 1 Zündmodul - System meldet Fehler, bleibt aber in Betrieb
- Ausfall von 2 Zündmodulen - System meldet Fehler, bleibt aber in Betrieb
- Ausfall von 3 Zündmodulen - System meldet Fehler und schaltet ab
Drucksensor:
[0104] Das System ist mit einem Drucksensor ausgestattet, der die, bei der Verpuffung eingeleiteter
Gase entstehende Druckschwankung, detektiert.
Nach Auswertung dieser Druckschwankung wird vom Steuergerät ein Alarmsignal über einen
potentialfreien Relaiskontakt bereitgestellt.
Der Drucksensor dient ausschließlich der Alarmmeldung und beeinflusst in keinster
Weise die autarke Funktion der Zündmodule.
[0105] Das System ist mit einer Notstromversorgung ausgestattet, um auch bei Stromausfall,
Durchtrennen der Stromversorgung, eine Funktion (Verhinderung einer Explosion) über
einen gewissen Zeitraum zu gewährleisten.
Die Vorteile des Systems:
- keine problematische Sensorik zur Erkennung der Gaskonzentration bzw. Zusammensetzung
der Atmosphäre im Raum als Auslöser der Gegenmaßnahmen
- zeitlich unbegrenzter Schutz (auch bei Nachfüllen)
- sofortige Verpuffung aller am Markt befindlichen brennbaren Gase, noch bevor ein zur
Zerstörung führendes Gasgemisch entstehen kann
- kein Verdrängen des eingeleiteten Gases nach außen
- einfache Installation
- geringer Service- und Wartungsaufwand
- geringer Platzbedarf, keine zusätzlichen Gegenmittelbehälter erforderlich
- Einbau aller Komponenten im Inneren des geschlossenen Behältnisse bzw. Raumes, (keine
Manipulation oder Fremdeinwirkung durch Angreifer möglich)
- es werden keine gesundheits- bzw. umweltgefährdenden Gegenmittel eingesetzt
[0106] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und ein entsprechendes Verfahren wird also durch
folgende Merkmale im einzelnen oder in Kombination gekennzeichnet:
- dass im Inneren 6 autark funktionierende Zündmodule angebracht sind, und/oder
- dass die 6 Zündmodule ständig oder in bestimmten Intervallen, gleichzeitig oder hintereinander
Funken abgeben, und/oder
- dass die 6 Zündmodule auf eine bestimmte Art und Weise im Inneren des zu schützenden
Objektes angeordnet sind, und/oder
- dass jedes Zündmodul autark arbeitet, d. h. mit eigener Elektronik zur Erzeugung des
Zündfunkens, und/oder
- dass jedes Zündmodul über das Steuermodul hardwaremäßig über einzelne Ausgänge angesteuert
wird, und/oder
- dass jedes Zündmodul über das Steuermodul hardwaremäßig über einzelne Eingänge überwacht
wird, und/oder
- dass die Verpuffung über einen Drucksensor registriert wird, und/oder
- dass nach Verpuffung über einen Drucksensor ein Alarmsignal über einen potentialfreien
Relaiskontakt vom Steuergerät ausgegeben wird, und/oder
- dass das System über eine Notstromversorgung verfügt, und/oder
- dass die Elektroden an den Zündmodulen austauschbar sind, und/oder
- dass das eingeleitete brennbare Gas durch die Zündmodule verpufft wird, und/oder
- dass die Zündmodule in regelmäßigen Abständen einen Funken erzeugen, und/oder
- dass bei Ausfall von 50 % der Zündmodule das System abgeschaltet wird, und/oder
- dass bei Ausfall eines Zündmoduls eine Störmeldung abgegeben wird.
Bezugszeichenliste
[0107]
- 10
- Geldausgabeautomat
- 11
- Gehäuse
- 12
- Bildschirm
- 13
- Schlitz
- 14
- Boden Gehäuse
- 15
- Stromleitung
- 18
- Innenraum
- 20, 20', 20"
- Zündmodul
- 21
- elektrischer Kontakt
- 25
- Überwachungs- und Steuereinheit
- 30
- Drucksensor
- 35
- Notstromquelle
- 40
- Dummymodul
1. System zum Sichern von Behältnissen zur Aufbewahrung von Wertsachen (Safes), insbesondere
Geldausgabeautomaten (10), vor der Gefahr einer Zerstörung durch Einleitung eines
brennbaren Gases oder Gasgemisches und einer Explosion desselben,
dadurch gekennzeichnet, dass
innerhalb des jeweiligen Behältnisses (10) wenigstens ein Zündmodul (20, 20'), insbesondere
mehrere Zündmodule (20, 20'), vorgesehen ist bzw. sind, das bzw. die in zeitlichen
Abständen Zündfunken erzeugt bzw. erzeugen, wodurch ein in das Behältnis (10) eingeleitetes
Gas oder Gasgemisch entsprechend verpufft.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Zündmodul (20, 20') zwei im Abstand voneinander angeordnete elektrische
Kontakte (21) aufweist, zwischen denen nach Anlegen einer vorbestimmten elektrischen
Spannung ein Zündfunke überspringt.
3. System nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Zündmodul (20, 20') etwa zentral im Innenraum (18) des Behältnisses
(10) angeordnet ist.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung des wenigstens einen Zündmoduls (20, 20', 20")
im Bereich von 0,5 - 5,0 Sekunden, insbesondere im Bereich von 1,5 - 3,0 Sekunden,
liegt.
5. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigsten drei (20, 20', 20"), insbesondere vier bis acht, Zündmodule etwa gleichmäßig
über den Innenraum (18) des Behältnisses (10) verteilt angeordnet sind.
6. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei mehreren Zündmodulen (20, 20', 20") diese gemeinsam, gruppenweise oder jeweils
autark, d.h. unabhängig voneinander zündbar sind.
7. System nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei mehreren Zündmodulen (20, 20', 20") jedes einzelne Zündmodul (20, 20', 20") eine
Elektronik zur Erzeugung eines Zündfunken aufweist, sodass die Zündmodule (20, 20',
20") autark funktionieren.
8. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei mehreren Zündmodulen (20, 20', 20") diese jeweils über Kreuz innerhalb des Innenraums
(18) des Behältnisses (10) zündbar sind, d. h. zum Beispiel von links unten nach rechts
oben, und weiter von links oben nach rechts unten oder dergleichen.
9. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Sensorik zur Detektion einer Verpuffung und/oder Druckänderung und zur Absetzung
einer Alarmmeldung und/oder Weiterleitung eines Verpuffungs-Signals.
10. System nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Drucksensor (30) vorgesehen ist, über den eine Verpuffung des eingeleiteten Gases
bzw. Gasgemisches detektierbar ist, wodurch ein Alarmsignal ausgelöst wird.
11. System nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Taktfolge der Zündfunkenerzeugung nach Detektion einer Verpuffung des eingeleiteten
Gases bzw. Gasgemisches verkürzbar ist.
12. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jedem Zündmodul (20, 20', 20") eine Notstromquelle (35) zugeordnet ist.
13. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jedem Zündmodul (20, 20', 20") eine Überwachungs- und/oder Steuereinheit (25) zugeordnet
ist, die die Zündfunkenerzeugung des Zündmoduls (20, 20', 20") überwacht und gegebenenfalls
die Energie, insbesondere die elektrische Spannung, zur Zündfunkenerzeugung nachregelt.
14. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
gekennzeichnet durch
mindestens ein Dummymodul (40) zur Nachahmung von Zündgeräuschen eines Zündmoduls
(20).
15. System nach einem der Ansprüche 2 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrischen Kontakte (21) des wenigstens einen Zündmoduls (20, 20', 20") austauschbar
ausgebildet sind.