Stand der Technik
Offenbarung der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung nach Patentanspruch 1 mit einem Gehäuse
zur Aufnahme eines auswechselbaren Behältnisses, wobei das Behältnis mit einer Einwegpumpe
verbunden ist.
[0002] Dosiervorrichtungen mit einem Gehäuse zur Aufnahme eines auswechselbaren Behälters,
meist eben eines Nachfüllbehälters, sind an sich natürlich seit Langem bekannt. Sie
werden zur kontrollierten, schnellen und automatischen Abgabe eines meist flüssigen
oder zumindest fliessfähigen Stoffes eingesetzt, so beispielsweise bei Seifenspendern,
antiseptischen Hautreinigern, flüssigen medizinischen Wirkstoffen und dergleichen,
sehr häufig und zunehmend jedoch auch im Lebensmittel- und Gastronomiebereich, wo
beispielsweise Getränke, Säfte, Saucen, Suppen oder halbflüssige Zusätze wie Senf,
Ketchup, Mayonnaise und dergleichen mit möglichst geringem Handling-Aufwand, jedoch
gleichwohl unter Erfüllung vorgegebener Hygienestandards, portioniert ausgegeben werden
müssen. In jüngster Zeit ist man gerade wegen der Hygieneerfordernisse dazu übergegangen,
die Nachfüllbehälter selbst, die die nachzufüllenden Substanzen in aseptisch verpackter
Form enthalten, mit bereits angeschlossenen oder zumindest leicht anschliessbaren
Einwegpumpen zu versehen. Der einmalige Gebrauch von Pumpen hat klare Vorteile, denn
es ist hinlänglich bekannt, dass fest eingebaute Pump- oder Fördermechanismen oft
nur mit grossem Aufwand gereinigt und in hygienisch einwandfreiem Zustand zu erneutem
Gebrauch zur Verfügung gestellt werden können. Deshalb sind Nachfüllbehälter mit damit
verbundenen Einwegpumpen besonders sinnvoll.
[0003] Die
US-5 836 482 zeigt eine Dosiervorrichtung für Flüssigkeiten, die für die Aufnahme von Behältern
mit damit verbundenen Einwegpumpen geeignet ist. Diese Dosiervorrichtung hat ein Gehäuse
zur Aufnahme eines auswechselbaren Behältnisses, einen elektrischen Antriebsmotor
zum Antrieb der Einwegpumpe, Steuerungsmittel zur Steuerung des Antriebsmotors und
zur Beeinflussung des Pumpvolumens, sowie eine elektrische Stromquelle zur Energieversorgung
des elektrischen Antriebsmotors und der Steuerungsmittel. Ferner hat das Gehäuse eine
Aufnahme zur formschlüssigen Halterung der Einwegpumpe. Die Aufnahme zur formschlüssigen
Halterung der Einwegpumpe ist dabei so gestaltet, dass sich die Achse des Antriebsmotors
beim Einschieben der Einwegpumpe in die formschlüssige Halterung zwangsgeführt und
drehfest mit der Achse eines Impeller-Rades der Einwegpumpe verkoppelt. Die Einwegpumpe
ist als Verdrängerpumpe (positive displacement pump) ausgeführt und hat zwei ineinandergreifende
Impeller-Räder.
[0004] Die Vorrichtung gemäss der
US-5 836 482 ist grundsätzlich für formsteife auswechselbare Behältnisse ausgebildet, sie zeigt
aber auch eine Ausführungsform mit einem flexiblen Beutel mit einer einseitig angeformten
Verstärkung bzw. Halterung oder Aufhängung, die einerseits dazu dient, eingebettete
Knopfzellen zur Energieversorgung bereitzustellen, andererseits aber auch eine Haltefunktion
ausübt, um zu verhindern, dass der volle oder auch teilentleerte flexible Beutel in
sich zusammensackt. Alle offenbarten Ausführungsvarianten der
US-5 836 482 zeigen deshalb Lösungen bei denen die Formstabilität des auswechselbaren Behältnisses
vorhanden ist oder erhalten bleibt.
[0005] Eine weitere motorisierte Dosiervorrichtung ist bekannt aus der
WO 2004/086731 A2.
[0007] Grundsätzlich ist es nämlich so, dass das Zusammensacken eines flexiblen Nachfüll-Behältnisses
während des Entleerungsvorganges nach Möglichkeit vermieden werden sollte, weil es
sich nämlich immer wieder gezeigt hat, das bei vorzeitigem Zusammensacken ein relativ
grosser Anteil des Inhaltes im flexiblen Behälter verbleibt. Die entstehenden Faltstellen
werden beim Einsacken zu unüberwindbaren Auslaufhindernissen. Die eingesetzte Pumpe
vermag den Behälter-Inhalt in solchen Fällen nicht mehr zu entleeren und die resultierende
Beutel- und Inhaltsverschwendung ist natürlich höchst unerwünscht.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, eine gattungsgemässe
Dosiervorrichtung zur Verfügung zu stellen, die einfache Schlauchbeutel aufnehmen
kann, die bei der Entleerung in sich zusammensacken. Trotzdem soll ein zufriedenstellender
Betrieb der Dosiervorrichtung während des ganzen Entleervorganges sichergestellt sein
und die Schlauchbeutel sollen entsprechend zumindest annähernd vollständig entleerbar
sein.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Die Lösung beinhaltet, dass bei einer gattungsgemässen Dosiervorrichtung das das
Gehäuse der Dosiervorrichtung zwei schwenkbar miteinander verbundene Teilschalen aufweist,
und dass an jeder Teilschale je ein elastisches Ausquetschelement befestigt ist, zwischen
denen der Schlauchbeutel klemmend gehalten ist. Der Hauptvorteil besteht natürlich
darin, dass einfach herzustellende, nicht-formstabile Behältnisse, also gängige Schlauchbeutel
mit relativ dünnen Wandstärken und ohne speziell angeformte Aufhängemittel oder andere
Mitteln zur Wahrung der Formstabilität verwendet werden können. Diese Möglichkeit,
aufhängerfreie Schlauchbeutel verwenden zu können, ist eine sehr wesentliche Vereinfachung
und sie bedeutet natürlich auch eine grosse Materialeinsparung bei der Herstellung
der Schlauchbeutel. Bei den in der Praxis vorkommenden Stückzahlen für Nachfüllbehälter
ist dies allein schon aus ökologischen Gründen höchst relevant.
[0011] Die vorliegende Erfindung eignet sich grundsätzlich sowohl für ortsfeste wie auch
für tragbare beziehungsweise mobile Ausführungsformen. So sind auch tragbare und sogar
einhändig bedienbare, gewissermassen pistolenähnliche Dosiervorrichtungen herstellbar,
die in fast beliebigen Gebrauchslagen benützbar sind.
[0012] Grundsätzlich kann im Wesentlichen davon ausgegangen werden, dass nichtformstabile
Schlauchbeutel im intakten Zustand - also vor deren Gebrauch - dennoch eine gewisse
inhärente minimale Formstabilität aufweisen. Das heisst, dass es zu Beginn des Entleerungsvorganges
noch keine oder kaum formstützende Massnahmen braucht. Im Laufe des Entleerungsvorganges
werden diese aber immer wichtiger um das erwähnte Zusammensacken des Schlauchbeutels
zu vermeiden. Diese allmählich immer wichtigere und wirksam werdende Stützfunktion
wird durch die zwei an den Teilschalen des Gehäuses angebrachten elastischen Ausquetschelement
bewirkt, zwischen denen der Schlauchbeutel klemmend gehalten ist.
[0013] Bei den Ausquetschelementen handelt es sich um sehr einfache herzustellende, im Wesentlichen
flächige, leicht auswechselbare und zuverlässig wirkende Stützelemente. Sie sind vorzugsweise
in einem mittleren und oberen beziehungsweise auslassfernen Teil des Gehäuses angeordnet,
weil bei Schlauchbeuteln gerade in diesem Bereich das Nachfliessen des Beutelinhaltes
zu auslassnahen Bereichen besonders gefördert werden muss. Die Ausquetschelemente
in der Gesamtheit mit den zugehörigen Verbindungselementen zu den Teilschalen des
Gehäuses sind deshalb vorzugsweise als nachgiebig federnde Klappen oder als elastische
Membranen ausgeführt, zwischen denen der nicht-formstabile Schlauchbeutel klemmend
gehalten ist. Die nachgiebig federnde Wirkung lässt sich bekanntlich sowohl durch
die Art der Verbindung als auch durch die geeignete Elastizität der gewählten Materialien
erzielen und dürfte dem Fachmann wohlbekannt sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
werden einfach zu montierende und zu ersetzende Führungsnut / Führungssteg-Verbindungen
sowie vorzugsweise elastische Kunststoffmaterialien verwendet.
[0014] Die Ausquetschelemente selber können zur Verstärkung der Wirkung mit geeigneten Rippen
und weiteren Ausformungen versehen sein, um den Schlauchbeutelinhalt möglichst in
allen Entleerungs- und Lagezuständen (letzteres besonders bei Handgeräten) möglichst
zuverlässig in Richtung Schlauchbeutelauslass zu drängen.
[0015] Im Folgenden werden Beispiele der erfindungsgemässen Dosiervorrichtung anhand von
Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine Frontansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Rückansicht der ersten Ausführungsform mit geöffneten Teilschalen,
- Fig. 3
- eine räumliche Ansicht der ersten Ausführungsform mit geöffneten Teilschalen und herausgenommenen
Ausquetschelementen,
- Fig. 4
- ein Sockelteil der ersten Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine teilweise, schematische Darstellung des Antriebsteils,
- Fig. 6
- eine räumliche Ansicht der Ausquetschelemente in der Arbeitsstellung,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Erfindung als Handgerät, und
- Fig. 8
- eine räumliche Ansicht einer dritten Ausführungsform der Erfindung in einer Karussell-Ständer-Anordnung.
[0016] Die Fig. 1 zeigt eine Frontansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Diese
Ausführungsform ist zum Aufstellen auf ebenen Flächen geeignet. Bei dieser Dosiervorrichtung
weist ein Gehäuse 1 zur Aufnahme eines auswechselbaren flexiblen Behälters (siehe
dazu auch Fig. 2) ein Sockelteil auf. Das Sockelteil besteht im Wesentlichen aus einem
Pumpenantriebsgehäuse 2 und einem davon senkrecht nach oben abstehenden Schaft 3.
Am Schaft 3 sind Bedienelemente 4 angeordnet, beispielsweise Drucktasten zur Ausgabe
von Portionen verschiedener Grösse (siehe dazu auch Fig. 4). Das Pumpenantriebsgehäuse
2 kann eine Gehäuseausformung 5 für den Antriebsmotor 6 aufweisen (siehe dazu auch
Fig. 5).
[0017] Die Fig. 2 zeigt eine Rückansicht der ersten Ausführungsform mit geöffneten Teilschalen.
In dieser Darstellung ist das Gehäuse 1, das zudem zwei schwenkbar miteinander verbundenen
Teilschalen 7a, 7b aufweist, offenstehend. In dieser Ausführungsform sind die Teilschalen
7a, 7b als Halbschalen ausgebildet. Sichtbar ist auch ein eingesetztes auswechselbares
flexibles Behältnis in der Art eines Schlauchbeutels 8. Der Schlauchbeutel 8 hat an
einem Auslassende 9 eine mit ihm verbundene Einwegpumpe 10. Das Pumpenantriebsgehäuse
2 hat eine Aufnahme 11 zur formschlüssigen Halterung der Einwegpumpe 10. Auf die mit
dem Einsetzen des Schlauchbeutels 8 in die Dosiervorrichtung bzw. auf das Einschieben
der Einwegpumpe 10 in die Aufnahme 11 erfolgende Verbindung der Einwegpumpe 10 mit
dem Antriebsmotor 6 wird im Zusammenhang mit den Fig. 4 und 5 noch weiter eingegangen
werden.
[0018] Weiterhin zeigt die Fig. 2 in den Teilschalen 7a, 7b noch ein darin eingesetzte Ausquetschelement
12a, 12b (siehe dazu auch die Fig. 3 und 6).
[0019] Der Schlauchbeutel 8 ist, wie eingangs bereits erwähnt, von einer nicht-formstabilen
Art, ansonsten aber frei von speziell angeformten Aufhängemittel oder andere Mitteln
zur Wahrung der Formstabilität. Er ist also von einem Typ, der (bei freier Anwendung)
im Laufe der Entleerung in sich zusammensackt, in gefüllter Form aber dennoch eine
gewisse, wie in der Fig. 2 angedeutete, inhärente minimale Formstabilität hat. Derartige
heute gängige Schlauchbeutel sind in der Regel (im Auslieferzustand) aseptisch geschlossen
und haben an ihrem Auslassende einen Ausguss, auf den ein Verschluss oder eben eine
Einwegpumpe aufschraubbar ist. Erst mit dem Auf- oder Festschrauben der Einwegpumpe
wird das Folienmaterial des Schlauchbeutels perforiert und dieser geöffnet. Um den
Schlauchbeutel in die erfindungsgemässe Dosiervorrichtung einsetzen zu können, muss
die Einwegpumpe natürlich vorgängig auf den Schlauchbeutel aufgeschraubt werden. Beim
Einsetzen in die Dosiervorrichtung ist der Schlauchbeutel also bereits geöffnet; solange
die Einwegpumpe aber noch nicht betätigt wird, tritt wegen den in der Einwegpumpe
wirkenden Adhäsionskräfte der Schlauchbeutelinhalt aber nicht aus.
[0020] Die Fig. 3 zeigt eine räumliche Ansicht der ersten Ausführungsform mit geöffneten
Teilschalen 7a, 7b und herausgenommenen Ausquetschelementen 12a, 12b. Gezeigt ist
hier eine lediglich geringfügige Variation der Teilschalen 7a, 7b. Diese müssen nämlich
nicht notwendigerweise (wie in Fig. 1 und 2) bis zum Pumpenantriebsgehäuse 2 hinunterreichen,
was zugleich den Vorteil haben kann, dass der Rest-Füllstand des Schlauchbeutels 8
klarer erkennbar ist.
[0021] Die elastischen Ausquetschelemente 12a, 12b, die hier allerdings nicht in der Einbaulage,
sondern der Übersichtlichkeit wegen separat dargestellt sind, sind im Wesentlichen
flächig ausgebildet und einschiebbar an den Teilschalen 7a, 7b befestigbar. Ferner
ist auch deutlich erkennbar, dass die elastischen Ausquetschelemente 12a, 12b in einem
oberen beziehungsweise auslassfernen Teil des Gehäuses 1 angeordnet sind
[0022] Zur Befestigung der Ausquetschelemente 12a, 12b an den Teilschalen 7a, 7b haben die
elastischen Ausquetschelemente 12a, 12b jeweils an mindestens einer Längsseite je
einen Führungssteg 13a, 13b, und die Teilschalen 7a, 7b haben jeweils mindestens je
eine dazu passende Führungsnut 14a, 14b. Die Führungsstege 13a, 13b sind jeweils in
die entsprechenden Führungsnuten 14a, 14b einschiebbar. Es sind also Lösungen möglich,
bei denen die Ausquetschelemente 12a, 12b einseitig oder beidseitig an den jeweiligen
Teilschalen 7a,7b befestigt sind.
[0023] Die Fig. 4 zeigt ein Sockelteil der ersten Ausführungsform. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
wurden die Teilschalen 7a, 7b in dieser Darstellung weggelassen. Etwas deutlicher
sind hier Steuerknöpfe 15a, 15b, 15c sichtbar, wobei beispielsweise mit dem Steuerknopf
15a die Ausgabe gestartet werden kann, mit dem Steuerknopf 15b eine um 50% verminderte
Portion und mit dem Steuerknopf 15c eine um 50% erhöhte Portion ausgegeben werden
kann. Dies sind Anfordernisse, die in der Praxis der Nahrungsmittelindustrie häufig
anzutreffen sind. Weiterhin erkennbar ist in der Fig. 4 ein beispielsweise im Sockelteil
eingebautes Anzeigefenster 16, in dem beispielsweise die Abgabemenge angezeigt werden
kann. Selbstverständlich können weitere oder andere nicht dargestellte Anzeige- und
Steuerelemente vorhanden sein.
[0024] Die Fig. 5 zeigt eine teilweise, schematische Darstellung des Antriebsteils, und
zwar in einer Weise wie sie sich präsentieren würde, wenn man in der Darstellung gemäss
Fig. 4 das Pumpenantriebsgehäuse 2 mit dem Schaft 3 wegliesse, zur Verdeutlichung
jedoch mit eingesetztem Schlauchbeutel 8. Erkennbar ist hier, dass im Pumpenantriebsgehäuse
2 nicht nur der elektrische Antriebsmotor 6, sondern auch noch Batterien 17 oder Akkus
zur Energieversorgung des Antriebsmotor und der Steuerungsmittel, sowie eine Steuerplatine
18 und ein Anzeigeelement 19 untergebracht sind. Die Steuerplatine 18 kann beispielsweise
auch einen Einstellknopf zur Einstellung der Dosiermenge aufweisen (nicht dargestellt).
Die Steuerungsmittel in ihrer Gesamtheit, zu denen die Steuerplatine 18 und das Anzeigeelement
19 natürlich zu zählen sind, sind in diesem Ausführungsbeispiel lediglich beispielhaft
dargestellt. Andere Anordnungen und Konfigurationen sind möglich und je nach Anwendungsart
der Dosiervorrichtung auch sinnvoll. Der Vorteil dieser Anordnung besteht aber darin,
dass der Pumpenantrieb und die Steuerungsmittel gewissermassen in modularer Form als
in sich geschlossene Einheit (Sockelteil mit Pumpenantriebsgehäuse 2 und Schaft 3)
bereitstellbar sind, was natürlich die Wartung des Gerätes erleichtert uns somit auch
die Kosten reduziert.
[0025] Die Fig. 6 zeigt eine räumliche Ansicht der Ausquetschelemente 12a, 12b in der Arbeitsstellung.
Auch hier wurden zur Verdeutlichung alle unwesentlichen, aus den übrigen Figuren und
der Beschreibung jedoch klar ersichtlichen Hinweise zum Einbau weggelassen. Im Einbauzustand
bzw. in Arbeitsstellung wäre somit ein Schlauchbeutel 8 zwischen den Ausquetschelemente
12a, 12b eingeklemmt.
[0026] Die Figur 6 zeigt ferner, dass die elastischen Ausquetschelemente 12a, 12b integrale
Rippen 20 aufweisen mit Ausgestaltungen, die in Arbeitsstellung eine zur Mitte des
Schlauchbeutels hin abnehmende Quetschwirkung und eine den Schlauchbeutelinhalt zur
Schlauchbeutelmitte und zum Schlauchbeutelauslass drängende Wirkung aufweisen. Dazu
sind die obersten (also auslassfernsten) Rippen 20 am dicksten und stehen demzufolge
auch am meisten in den Zwischenraum zwischen den beiden elastischen Ausquetschelementen
12a, 12b vor. Die unteren (auslassnäheren) Rippen 20 sind sukzessive dünner und stehen
auch sukzessive weniger in den Zwischenraum vor.
[0027] Die Figur 6 zeigt weiterhin, dass die elastischen Ausquetschelemente konische Ausformungen
21 aufweisen, die in Arbeitsstellung eine Konzentration des Schlauchbeutelinhalts
in der Richtung der Schlauchbeutelmitte und des Schlauchbeutelauslasses bewirken oder
erleichtern. Dazu sind die konischen Ausformungen 21 so gestaltet, dass sie bezüglich
des Zwischenraums zwischen den beiden elastischen Ausquetschelementen 12a, 12b einen
Hohlraum schaffen, in den der von den Rippen 20 verdrängte Inhaltsstoff ausweichen
kann. Die konische Form ist so gewählt, dass der eingeklemmte Schlauchbeutel 8 stets
eine möglichst optimale Form zur Erhöhung der Entleerungssicherheit zu annehmen kann.
[0028] Grundsätzlich bleibt noch zu bemerken, dass sich bezüglich Entleerungssicherheit
das oberste Drittel bis etwa die obere Hälfte des Schlauchbeutels als kritischste
Zone herausgestellt hat - abhängig natürlich auch von der effektiven Höhe und der
Form des Schlauchbeutels. Deshalb ist es auch so, dass die elastischen Ausquetschelemente
12a, 12b mit den Rippen 20 und der konische Ausformung 21 im oberen beziehungsweise
auslassfernen Teil des Gehäuses (1) angeordnet sind.
[0029] Selbstverständlich ist es möglich, dass die Rippen 20 und die Ausformungen 21 in
Details auch anders gestaltet sein können. So könnte die Detailausgestaltung beispielsweise
auch auf besondere Schlauchbeutelinhalte bzw. deren Fliessfähigkeit abgestimmt sein.
Ebenso können anstelle der gezeigten Ausquetschelemente auch andere, ähnlich wirkende
mechanische Mittel eingesetzt werden.
[0030] Die Fig. 7 zeigt noch eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemässen
Dosiervorrichtung als Handgerät. Ebenso wie die erste gezeigte Ausführungsform weist
auch das Handgerät ein Gehäuse 1 mit zwei Teilschalen 7a, 7b auf. Die Teilschalen
7a, 7b sind hier ebenfalls als Halbschalen ausgebildet. Weiterhin hat auch das Gehäuse
1 der als Handgerät ausgebildeten Dosiervorrichtung an einem auslassseitigen Ende
ein Pumpenantriebsgehäuse 2. Das Pumpenantriebsgehäuse 2 ist in der Formgebung lediglich
etwas anders gestaltet um den ergonomischen Erfordernissen des Handbetriebes Rechnung
zu tragen. Am Gehäuse 1 befindet sich jedoch ein Pistolengriff 22 mit den nötigen
(lediglich angedeuteten) Bedienelementen. Wie bereits früher erwähnt, eignet sich
das Konstruktionskonzept mit den Gehäuse-Teilschalen und den elastischen Ausquetschelementen
prinzipiell auch für Anwendungen in Schräglage oder in horizontaler Lage des Schlauchbeutels,
weshalb Dosiervorrichtungen in der Form von Handgeräten, wenngleich möglicherweise
auch in anderen Detailausgestaltungen als der in der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform,
durchaus sinnvoll und vorteilhaft sein können.
[0031] Die Fig. 8 zeigt schliesslich noch eine räumliche Ansicht einer dritten Ausführungsform
der Erfindung in einer Karussell-Ständer-Anordnung. Insbesondere im Gastro-Bereich,
beispielsweise in Schnellimbisslokalen, kann es zur schnellen und wohldosierten Zubereitung
von Speisen oder Getränken nach Massgabe von üblichen Standardgrössen äusserst sinnvoll
sein, ganze Batterien von geeigneten Dosiergeräten zur Verfügung zu haben. Karussell-Ständer-Anordnungen
sind hier besonders gut geeignet, weil die vom Bedienpersonal zurückzulegenden Wege
minimiert werden können und weil die Zugänglichkeit stets gewahrt bleibt. Die hier
gezeigte Dosiervorrichtungs-Batterie mit einer Karussell-Ständer-Anordnung wird jedoch
bloss skizzenhaft vorgestellt, weil individuelle Ausgestaltungen natürlich ebenso
verschieden sein können, wie bei den vorgängig beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso
wie die bisher gezeigten Ausführungsformen weist auch hier jedes Einzelgerät ein Gehäuse
1 mit zwei Teilschalen 7a, 7b auf. Die Teilschalen 7a, 7b sind hier jedoch nicht als
Halbschalen, sondern als Teilschalen ungleicher Grösse ausgebildet. Es dürfte dem
Fachmann keine Schwierigkeiten bereiten einzusehen, dass auch mit Teilschalen ungleicher
Grösse das bisher vorgestellte Konzept mit den elastischen Ausquetschelementen genau
so gut realisierbar ist, wenngleich auch mit unterschiedlicher Anordnung der Führungsnuten
für die Ausquetschelemente. Weiterhin hat auch hier jedes Einzelgerät an einem auslassseitigen
Ende ein Pumpenantriebsgehäuse 2.
[0032] Weil es sich bei der in der Fig. 8 gezeigten Ausführungsform natürlich eher um ein
Gerät für den effizienten gewerblichen Einsatz handelt, dürfte es natürlich sinnvoll
sein, die Stromversorgung nicht mehr auf Batteriebasis für jedes Einzelgerät vorzusehen,
sondern vielmehr eine zentralisierte Stromversorgung für alle Einzelgeräte vorzusehen.
Die zentralisierte Stromversorgung bzw. der Stromanschluss wird dann natürlich sinnvollerweise
über den Karussell-Ständer 23 erfolgen.
[0033] Selbstverständlich ist in diesem Zusammenhang noch zu bemerken, dass grundsätzlich
bei allen gezeigten Ausführungsvarianten eine leicht handhabbare Aufladeeinrichtung
für die Batterien oder ein elektrischer Stromanschluss, beispielsweise für Netzbetrieb,
vorgesehen sein kann.
1. Dosiervorrichtung, bestehend aus
- einem Gehäuse (1) zur Aufnahme eines auswechselbaren Behältnisses, wobei das Behältnis
mit einer Einwegpumpe (10) verbunden ist,
- einem elektrischen Antriebsmotor (6) zum Antrieb der Einwegpumpe (10),
- Steuerungsmitteln zur Steuerung des Antriebsmotors (6) und zur Beeinflussung des
Pumpvolumens,
- einer elektrischen Stromquelle oder einem Elektroanschluss zur Energieversorgung
des elektrischen Antriebsmotors (6) und der Steuerungsmittel,
und wobei ferner das Gehäuse (1) eine Aufnahme (11) zur formschlüssigen Halterung
der Einwegpumpe (10) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Gehäuse (1) zwei schwenkbar miteinander verbundene Teilschalen (7a,7b) aufweist,
und
- dass an jeder Teilschale (7a,7b) je ein elastisches Ausquetschelement (12a,12b)
befestigt ist, zwischen denen das auswechselbare Behältnis klemmend gehalten ist,
wobei die elastischen Ausquetschelemente (12a,12b) in einem oberen beziehungsweise
auslassfernen Teil des Gehäuses (1) angeordnet sind, und
wobei die Dosiervorrichtung zur Aufnahme auswechselbarer Behältnisse in der Art nicht-formstabiler
aufhängerfreier Schlauchbeutel (8) geeignet ist.
2. Dosiervorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiervorrichtung an einer Auslassseite des Gehäuses (1) ein Pumpenantriebsgehäuse
(2) aufweist, in oder an dem der Antriebsmotor (6) unter- oder angebracht ist.
3. Dosiervorrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiervorrichtung am Gehäuse (1) einen Pistolengriff (22) aufweist.
4. Dosiervorrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiervorrichtung zur Befestigung an einer Mehrfach-Trägereinrichtung oder an
einem Karussell-Ständer (23) ausgebildet ist.
5. Dosiervorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Ausquetschelemente (12a,12b) im wesentlichen flächig ausgebildet
sind und einschiebbar an den Teilschalen (7a,7b) befestigbar sind.
6. Dosiervorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Ausquetschelemente (12a,12b) jeweils an mindestens einer Längsseite
einen Führungssteg (13a,13b) aufweisen und dieser Führungssteg jeweils in eine entsprechende
Führungsnut (14a,14b) an einer Teilschale (7a,7b) einschiebbar ist.
7. Dosiervorrichtung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels der Führungsstege (13a,13b) in die Führungsnuten (14a,14b) eingeschobenen
elastischen Ausquetschelemente (12a,12b) als nachgiebige Klappen ausgestaltet sind
bzw. als nachgiebige Klappen wirken, wobei der nicht-formstabile Schlauchbeutel (8)
klemmend zwischen den Ausquetschelementen (12a,12b) gehalten ist.
8. Dosiervorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Ausquetschelemente (12a, 12b) integrale Rippen (20) aufweisen mit
Ausgestaltungen, die in Arbeitsstellung eine zur Mitte des Schlauchbeutels (8) hin
abnehmende Quetschwirkung und eine den Schlauchbeutelinhalt zur Schlauchbeutelmitte
und zum Schlauchbeutelauslass drängende Wirkung aufweisen.
9. Dosiervorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Ausquetschelemente (12a,12b) konische Ausformungen (21) aufweisen,
die in Arbeitsstellung eine Konzentration des Schlauchbeutelinhalts in der Richtung
der Schlauchbeutelmitte und des Schlauchbeutelauslasses bewirken oder erleichtern.
1. Metering device, consisting of
- a housing (1) for receiving a replaceable receptacle, wherein the receptacle is
connected to a disposable pump (10),
- an electric drive motor (6) for driving the disposable pump (10),
- control means for controlling the drive motor (6) and for influencing the pump volume,
- an electric power source or an electric connection for supplying energy to the electric
drive motor (6) and the control means,
and wherein the housing (1) additionally comprises a receiving means (11) for mounting
the disposable pump (10) in a positive locking manner,
characterized in that
- the housing (1) comprises two part shells (7a, 7b) which are connected together
so as to be pivotable and
- that one elastic squeezing element (12a, 12b) each is fastened on each part shell
(7a, 7b), between which elastic squeezing elements the replaceable receptacle is held
in a clamping manner,
wherein the elastic squeezing elements (12a, 12b) are arranged in a top part of the
housing (1) or in a part that is remote from the outlet, and wherein the metering
device is suitable for receiving replaceable receptacles in the manner of non-dimensionally
stable tubular bags (8) without suspending means.
2. Metering device according to Claim 1, characterized in that on an outlet side of the housing (1) the metering device comprises a pump drive housing
(2) in which or on which the drive motor (6) is housed or mounted.
3. Metering device according to Claim 1 or 2, characterized in that the metering device comprises a pistol grip (22) on the housing (1).
4. Metering device according to Claim 1 or 2, characterized in that the metering device is realized for fastening on a multiple-carrier device or on
a carousel stand (23).
5. Metering device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the elastic squeezing elements (12a, 12b) are realized in a substantially flat manner
and are fastenable on the part shells (7a, 7b) so as to be insertable.
6. Metering device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the elastic squeezing elements (12a, 12b) comprise in each case a guide web (13a,
13b) on at least one longitudinal side and said guide web is insertable in each case
into a corresponding guide groove (14a, 14b) on a part shell (7a, 7b).
7. Metering device according to Claim 6, characterized in that the elastic squeezing elements (12a, 12b) which have been inserted into the guide
grooves (14a, 14b) by means of the guide webs (13a, 13b) are developed as flexible
flaps or act as flexible flaps, wherein the non-dimensionally stable tubular bag (8)
is held in a clamping manner between the squeezing elements (12a, 12b).
8. Metering device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the elastic squeezing elements (12a, 12b) comprise integral ribs (20) with developments
which in the operating position comprise a squeezing action which decreases toward
the center of the tubular bag (8) and an action which presses the tubular bag contents
to the center of the tubular bag and to the outlet of the tubular bag.
9. Metering device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the elastic squeezing elements (12a, 12b) comprise conical moldings (21) which in
the operating position bring about or facilitate concentration of the tubular bag
contents in the direction of the center of the tubular bag and of the outlet of the
tubular bag.
1. Dispositif de dosage, constitué :
- d'un boîtier (1) pour recevoir un récipient remplaçable, le récipient étant connecté
à une pompe à usage unique (10),
- d'un moteur d'entraînement électrique (6) pour l'entraînement de la pompe à usage
unique (10),
- de moyens de commande pour commander le moteur d'entraînement (6) et pour influer
sur le volume de la pompe,
- d'une source de courant électrique ou d'un raccord électrique pour l'alimentation
en énergie du moteur d'entraînement électrique (6) et des moyens de commande,
et le boîtier (1) présentant en outre un logement (11) pour retenir par engagement
par correspondance de formes la pompe à usage unique (10),
caractérisé en ce que
- le boîtier (1) présente deux coques partielles (7a, 7b) connectées l'une à l'autre
de manière pivotante, et
- un élément d'écrasement élastique (12a, 12b) est à chaque fois fixé sur chaque coque
partielle (7a, 7b), le récipient remplaçable étant retenu par serrage entre lesdits
éléments d'écrasement, les éléments d'écrasement élastiques (12a, 12b) étant disposés
dans une partie du boîtier (1) supérieure ou éloignée de la sortie, et le dispositif
de dosage étant adapté pour recevoir des récipients remplaçables du type sachets tubulaires
(8) de forme non stable et sans système d'accrochage.
2. Dispositif de dosage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de dosage présente au niveau d'un côté de sortie du boîtier (1) un
boîtier d'entraînement de pompe (2) dans ou sur lequel est placé ou monté le moteur
d'entraînement (6).
3. Dispositif de dosage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de dosage présente au niveau du boîtier (1) une poignée de pistolet
(22).
4. Dispositif de dosage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de dosage est réalisé de manière à être fixé à un dispositif de support
multiple ou à un support de type carrousel (23).
5. Dispositif de dosage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les éléments d'écrasement élastiques (12a, 12b) sont réalisés essentiellement à plat
et sont fixés de manière à pouvoir être insérés dans les coques partielles (7a, 7b).
6. Dispositif de dosage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les éléments d'écrasement élastiques (12a, 12b) présentent à chaque fois au niveau
d'au moins un côté longitudinal une nervure de guidage (13a, 13b) et cette nervure
de guidage peut être insérée à chaque fois dans une rainure de guidage correspondante
(14a, 14b) sur une coque partielle (7a, 7b).
7. Dispositif de dosage selon la revendication 6, caractérisé en ce que les éléments d'écrasement élastiques (12a, 12b) insérés dans les rainures de guidage
(14a, 14b) au moyen des nervures de guidage (13a, 13b) sont configurés sous forme
de volets flexibles ou agissent en tant que volets flexibles, le sachet tubulaire
de forme non stable (8) étant retenu par serrage entre les éléments d'écrasement (12a,
12b).
8. Dispositif de dosage selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les éléments d'écrasement élastiques (12a, 12b) présentent des nervures intégrales
(20) avec des configurations qui présentent, dans la position de travail, un effet
d'écrasement diminuant vers le centre du sachet tubulaire (8) et un effet de déplacement
du contenu du sachet tubulaire vers le centre du sachet tubulaire et vers la sortie
du sachet tubulaire.
9. Dispositif de dosage selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les éléments d'écrasement élastiques (12a, 12b) présentent des formations coniques
(21) qui, dans la position de travail, provoquent ou facilitent une concentration
du contenu du sachet tubulaire dans la direction du centre du sachet tubulaire et
de la sortie du sachet tubulaire.