[0001] Die Erfindung betrifft einen Federkraftklemmanschluss mit:
- einer Stromschiene,
- einer Klemmfeder, die einen Anlageabschnitt hat, der sich an der Stromschiene abstützt,
einen Federbogen hat, der sich an den Anlageabschnitt anschließt, einen Betätigungsabschnitt
hat, der sich an den Federbogen anschließt und gegenüber von dem Anlageabschnitt liegt,
und einen Klemmabschnitt hat, der sich an den Betätigungsabschnitt anschließt und
sich von dem Betätigungsabschnitt in Richtung Stromschiene erstreckt,
wobei der Klemmabschnitt eine Leiterdurchführungsöffnung hat und die Stromschiene
durch die Leiterdurchführungsöffnung hindurchgeführt ist und eine Klemmstelle für
einen anzuschließenden Leiter zwischen der Stromschiene und einem die Leiterdurchführungsöffnung
begrenzenden Quersteg vorhanden ist,
- und mit einem Betätigungselement, das beweglich zur Beaufschlagung des Betätigungsabschnitts
so gelagert ist, dass der Quersteg, welcher die Leiterdurchführungsöffnung begrenzt
und eine Klemmstelle bildet, bei Bewegung des Betätigungselementes z. B. durch Verschwenken
oder Linearbewegung in eine Offenstellung von der Stromschiene wegbewegbar ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein elektrisches Gerät mit einem Isolierstoffgehäuse
und mit mindestens einem solchen Federkraftklemmanschluss in dem Isolierstoffgehäuse.
[0003] Federkraftanschlussklemmen sind in vielfältiger Form z. B. aus Leiteranschlussklemmen,
Dosenklemmen, Reihenklemmen oder eingebaut in elektrische Geräte, wie z. B. Automatisierungsgeräte
für die Industriesteuerung oder Gebäudeautomatisierung bekannt.
[0004] EP 1 213 791 B1 offenbart einen elektrischen Verbinder mit einer Käfigzugfeder mit einem selbsttragenden
Betätigungshebel. Dieser Betätigungshebel ist an einem umgebogenen Stromschienenabschnitt
drehbar gelagert.
[0005] DE 10 2008 060 282 A1 zeigt eine werkzeuglos betätigbare Federklemme für einen elektrischen Leiter, bei
der ein Betätigungshebel in eine Einbuchtung des Anlageschenkels einer Käfigzugfeder
eingehängt und mit mindestens einem Seitenschenkel an der Käfigzugfeder seitlich vorbeigeführt
ist.
[0006] DE 10 2008 052 626 A1 beschreibt eine Anschlussklemme mit einem eine Klemmfeder beidseits umgreifenden
Bügel, an dem ein Betätigungshebel angelenkt ist.
[0007] Aus
EP 2 001 086 B1 ist eine schraubenlose Anschlussklemme mit einer Käfigzugfeder bekannt, bei der hinter
dem Federbogen der Käfigzugfeder ein Betätigungshebel in einen Lagerbogen einer Stromschiene
eingehängt ist. Der Betätigungshebel umgreift die Stromschiene beidseits und liegt
auf dem Betätigungsabschnitt der Käfigzugfeder auf.
[0008] US 2007/0207662 A zeigt einen mehrpoligen Leiteranschlussverbinder mit Federanschlusskontakten. Diese
können mit verschiebbar in dem Isolierstoffgehäuse gelagerten Betätigungsdrückern
zum Anklemmen und Entnehmen eines elektrischen Leiters geöffnet werden.
[0009] US 2012/0077391 A1 offenbart einen Federkraftklemmanschluss mit einer auf einem Stromschienenstück gelagerten
Käfigzugfeder. Eine Betätigungsschraube ist durch eine Öffnung im Betätigungsschenkel
hindurchgeführt und erstreckt sich von dort zur Außenseite des umgebenden Isolierstoffgehäuses.
[0010] DE 10 2008 060 283 A1 zeigt eine Anschlussklemmvorrichtung mit einem Stromschienenstück, auf dem zwei Käfigzugfedern
aufgelagert sind, die über einen gemeinsamen Federbogen miteinander verbunden sind.
Ein Betätigungshebel ist zwischen den Betätigungsschenkeln der beiden Käfigzugfedern
hindurchgeführt und zwischen dem Stromschienenstück und dem Anlageschenkel der Käfigzugfedern
schwenkbar gelagert.
[0011] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen verbesserten Federkraftklemmanschluss
mit einer selbsttragenden und kompakten Betätigungsanordnung zu schaffen.
[0012] Die Aufgabe wird mit dem Federkraftklemmanschluss mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie durch das elektrische Gerät mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst.
[0013] Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0014] Für einen Federkraftklemmanschluss mit einer Käfigzugfeder wird vorgeschlagen, dass
sich ein relativ zur Stromschiene und dem sich an der Stromschiene abstützenden Anlageabschnitt
lagefixierter Lagerarm aus der Richtung der Stromschiene durch einen Schlitz im Klemmabschnitt
und/oder im Betätigungsabschnitt hierdurch hindurch erstreckt und zur beweglichen
Lagerung des Betätigungselementes mit dem Betätigungselement zusammenwirkt, wobei
der sich durch den Schlitz erstreckende Abschnitt des Lagerarms in einem Bereich zwischen
den Seitenkanten der Klemmfeder angeordnet ist und das Betätigungselement schwenkbar
oder linear verschiebbar an dem Lagerarm gelagert ist.
[0015] Es wird somit vorgeschlagen, einen Lagerarm nicht wie bislang üblich seitlich an
der Klemmfeder vorbei zu führen, sondern den Lagerarm durch einen Schlitz im Klemmabschnitt
und/oder im Betätigungsabschnitt der Käfigzugfeder hindurchzuführen. Dabei grenzt
das Betätigungselement an den Lagerarm an und liegt bei ihrer Betätigung zum Ausüben
einer Betätigungskraft auf dem Betätigungsabschnitt der Klemmfeder auf. Damit wird
eine sehr kompakte und selbsttragende Betätigungsanordnung realisiert, die einen geschlossenen
Kraftfluss beim Verschwenken des Betätigungselementes aufweist. Die Hebelbetätigungskräfte
wirken im statischen Zustand dabei nicht auf das Gehäuse und die Betätigung durch
das Betätigungselement ist weitestgehend unabhängig von dem Isolierstoffgehäuse der
Anschlussklemme. Die Teilung der Anschlussklemme bleibt dabei unberührt, so dass die
vorgeschlagene Lösung eine auch unter Berücksichtigung der erforderlichen Luft- und
Kriechstrecken schmalbauende Anschlussklemme ermöglicht.
[0016] Die Breite des Federkraftklemmanschlusses in Teilungsrichtung, d. h. quer zur Erstreckungsrichtung
der Stromschiene und des Klemmabschnitts der Klemmfeder wird jedenfalls durch das
Betätigungselement nicht vergrößert.
[0017] Die Käfigzugfeder mit daran angeordnetem und hindurchgeführten Lagerarm sowie mit
dem Betätigungselement lässt sich auch als eine Baugruppe separat handhaben und in
ein Gerät einbauen, das bereits eine Stromschiene zur Verfügung stellt.
[0018] Das Vorsehen eines Schlitzes in dem Klemmabschnitt und/oder im Betätigungsabschnitt
zur Durchführung des Lagerarms hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Spannungsverteilung
in der Käfigzugfeder. Diese wird maßgeblich durch den Federbogen festgelegt, der unbeeinträchtigt
bleibt.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Lagerarm in Richtung der Breite der Klemmfeder
mittig angeordnet ist, d. h. dass der Lagerarm quer zur Erstreckungsrichtung der Stromschiene
und quer zur Erstreckungsrichtung des Klemmabschnitts und des Anlageabschnitts der
Käfigzugfeder mittig geführt ist. Der Lagerarm befindet sich somit von den gegenüberliegenden
Seitenkanten der Käfigzugfeder gesehen im Zentrum und ist dort vorzugsweise im Bereich
des Klemmabschnitts angeordnet. Wesentlich ist jedoch, dass der Lagerarm nicht seitlich
an der Klemmfeder vorbeigeführt ist, sondern mindestens teilweise in dem von der Klemmfeder
umschlossenen Raum angeordnet ist.
[0020] Eine vorteilhafte, selbsttragende Variante mit linear verschiebbarem Betätigungselement
wird erreicht, wenn der Lagerarm an der Stromschiene fixiert ist und das Betätigungselement
relativ zur Stromschiene linear beweglich an dem Lagerarm angeordnet ist.
[0021] Der Lagerarm ist in einer bevorzugten Ausführungsform als Verlängerung des Anlageabschnitts
integral mit der Klemmfeder geformt. Hierzu ist aus dem Anlageabschnitt ein Federblechabschnitt
herausgeschnitten oder herausgestanzt und in Richtung des Betätigungsabschnitts vom
Anlageabschnitt und der darin angeordneten Stromschiene in Richtung Betätigungsabschnitt
weg umgebogen.
[0022] Das Betätigungselement kann dann schwenkbar an dem freien Ende des Lagerarms gelagert
sein. Hierzu ist vorteilhaft, wenn der Lagerarm an seinem von der Stromschiene entfernten
Ende ein Schwenklager hat und das Betätigungselement schwenkbar in oder an dem Schwenklager
gelagert ist.
[0023] In einer alternativen Ausführungsform kann es aber auch linear beweglich an dem herausgestellten
Lagerarm gelagert werden. Hierzu kann ggf. ein weiterer aus der Klemmfeder herausgebogenen
Materiallappen zur weiteren Führung genutzt werden
[0024] Denkbar ist aber auch, dass ein separater Lagerarm zwischen Anlageabschnitt der Klemmfeder
und der Stromschiene angeordnet ist. Dieser Lagerarm kann beispielsweise aus einem
Kunststoffmaterial geformt sein.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Lagerarm an seinem von der Stromschiene entfernten
Ende ein Schwenklager hat und das Betätigungselement schwenkbar in diesem Schwenklager
gelagert ist. Der Lagerarm und das Betätigungselement können dabei zwei separate Teile
z. B. aus Kunststoffmaterial sein. Denkbar ist aber auch, dass der Lagerarm und das
Betätigungselement als integrales Kunststoffteil mit Filmscharnier geformt sind.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 -
- Perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Federkraftklemmelementes
mit Stromschiene, Käfigzugfeder und einem an einem integral mit der Stromschiene ausgeformten
Lagerarm schwenkbar gelagerten Betätigungselement;
- Figur 2 -
- Seitenansicht des Federkraftklemmanschlusses aus Figur 1;
- Figur 3 -
- Draufsicht auf den Federkraftklemmanschluss aus Figur 1 und 2;
- Figur 4 -
- Seiten-Schnittansicht im Schnitt B-B des Federkraftklemmanschlusses auf den Figuren
1 bis 3
- Figur 5 -
- Seitenansicht einer Klemmfeder der für die erste Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses
gemäß Figuren 1 bis 4;
- Figur 6 -
- Perspektivische Ansicht der Käfigzugfeder aus Figur 5
- Figur 7 -
- Perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Federkraftklemmanschlusses
mit separatem zwischen Anlageabschnitt und Stromschienen angeordneten Lagerarm und
daran angelenkten Betätigungselement in Vorderseitenansicht;
- Figur 8 -
- Perspektivische Ansicht des Federkraftklemmanschlusses aus Figur 7 in Rückseitenansicht;
- Figur 9 -
- Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses nach Figuren
7 und 8;
- Figur 10 -
- Draufsicht auf den Federkraftklemmanschluss aus Figuren 7 bis 9;
- Figur 11 -
- Seiten-Schnittansicht der zweiten Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses im
Schnitt F-F;
- Figur 12 -
- Perspektivische Ansicht der zweiten Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses
mit hochgestelltem Betätigungselement in der Offenstellung;
- Figur 13 -
- Perspektivische Rückseitenansicht des geöffneten Federkraftklemmanschlusses aus Figur
12;
- Figur 14 -
- Seitenansicht des geöffneten Federkraftklemmanschlusses aus Figuren 12 und 13;
- Figur 15 -
- Perspektivische Ansicht der Käfigzugfeder für die zweite Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses
gemäß Figuren 7 bis 14;
- Figur 16 -
- Perspektivische Rückseitenansicht des Federkraftklemmanschlusses aus Figur 15;
- Figur 17 -
- Perspektivische Ansicht auf die Käfigzugfeder aus Figuren 15 und 16 von oben;
- Figur 18 -
- Draufsicht auf die Käfigzugfeder aus Figuren 15 bis 17;
- Figur 19 -
- Seitenansicht der Käfigzugfeder aus Figuren 15 bis 18;
- Figur 20 -
- Perspektivische Ansicht eines elektrischen Gerätes mit Isolierstoffgehäuse und darin
eingebauten Federkraftklemmanschlüssen der zweiten Ausführungsform;
- Figur 21 -
- Draufsicht auf das elektrische Gerät aus Figur 20;
- Figur 22 -
- Seiten-Schnittansicht durch das elektrische Gerät gemäß Figuren 20 und 21 im Schnitt
F-F;
- Figur 23 -
- Perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform eines Federkraftklemmanschlusses
mit linear beweglichem Betätigungselement von der Rückseite;
- Figur 24 -
- Perspektivische Ansicht der dritten Ausführungsform eines Federkraftklemmanschlusses
in Ansicht von vorne;
- Figur 25 -
- Draufsicht auf zwei nebeneinander angeordnete Käfigzugfedern im geöffneten und geschlossenen
Zustand der dritten Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses aus Figuren 23
und 24;
- Figur 26 -
- Seitenansicht der dritten Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses im Schnitt
F-F der geöffneten Käfigzugfeder;
- Figur 27 -
- Seiten-Schnittansicht der dritten Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses im
Schnitt G-G der geschlossenen Käfigzugfeder.
[0027] Figur 1 lässt eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Federkraftklemmelementes
1 erkennen. Das Federkraftklemmelement 1 hat eine Stromschiene 2, deren freies Ende
unter Ausbildung einer nach unten gewölbten Klemmkante 3 in an sich bekannter Weise
nach oben weggebogen ist. Die Stromschiene 2 ist im Bereich des freien Endes schmaler
gestaltet. Dort ist eine Klemmfeder 4 in die Stromschiene 2 eingehängt. Die Klemmfeder
4 ist als an sich bekannte Käfigzugfeder ausgebildet. Eine Käfigzugfeder ist ein schlaufenförmiges
Gebilde aus einem federelastischen Material. Die Klemmfeder 4 hat einen Anlageabschnitt
5, der sich an der Stromschiene 2 abstützt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
liegt der Anlageabschnitt mindestens teilweise auf der Stromschiene 2 an. An den Anlageabschnitt
5 schließt sich ein Federbogen 6 an. Der Federbogen 6 geht in einen Betätigungsabschnitt
7 über, der dem Anlageabschnitt 5 gegenüberliegt. Deutlich wird, dass Anlageabschnitt
5 und Betätigungsabschnitt 7 zusammen mit dem Federbogen 6 im Querschnitt V-förmig
sind. Von dem Betätigungsabschnitt 7 ist ein Klemmabschnitt 8 abgebogen, der sich
vom Betätigungsabschnitt 7 nach unten in Richtung Anlageabschnitt 5 und Stromschiene
2 erstreckt.
[0028] Der Klemmabschnitt 8 hat im zentralen Bereich eine Leiterdurchführungsöffnung 9,
die am unteren freien Ende des Klemmabschnitts 8 durch einen Quersteg 10 begrenzt
ist. Ein unterhalb der Stromschiene 2 eingeführter Leiter wird dann bei von der Stromschiene
2 nach unten verlagertem Quersteg 10 durch die Leiterdurchführungsöffnung 9 geführt
und von dem Quersteg 10 an der Stromschiene 2 angeklemmt. Der Leiter wird vorzugsweise
an der herausgestellten Klemmkante 3 der Stromschiene 2 angeklemmt.
[0029] Der Klemmabschnitt 8 hat durch die ausgeformte Leiterdurchführungsöffnung 9 zwei
seitliche Randstege 11, die im unteren Bereich durch den Quersteg 10 miteinander verbunden
sind.
[0030] Der durch die Leiterdurchführungsöffnung 9 im Klemmabschnitt 8 geschaffene Freiraum
wird für einen Lagerarm 12 genutzt, der sich aus Richtung der Stromschiene 2 durch
den im dargestellten Ausführungsbeispiel mit Hilfe der Leiterdurchführungsöffnung
9 gebildeten Schlitz im Klemmabschnitt 8 hindurch erstreckt und vorzugsweise oberhalb
des Übergangs von dem Betätigungsabschnitt 7 zum Klemmabschnitt 8 endet. Deutlich
wird, dass ein separates Betätigungselement 13 in Form eines Hebelarms schwenkbar
an dem Lagerarm 12 gelagert ist. Hierzu ist das freie Ende des Lagerarms 12 umgebogen
und eine nicht sichtbare Lagerachse ist in das umgebogene Ende 14 des Lagerarms 12
eingehängt.
[0031] Das Betätigungselement 13 hat zwei voneinander beabstandete Betätigungsfinger 15,
zwischen denen der Lagerarm 12 aufgenommen ist. Die Betätigungsfinger 15 gehen in
ein nach vorne ragendes Kopfteil 16 über, das die Betätigungsfinger 15 miteinander
verbindet. Kopfteil 16 und Betätigungsfinger 15 sind integral aus einem Kunststoffmaterial
zusammen mit der nicht sichtbaren Lagerachse geformt.
[0032] Die Betätigungsfinger 15 haben in Richtung der Klemmfeder 4 angrenzend an den Betätigungsabschnitt
7 eine an den Betätigungsabschnitt 7 angepasste Kurvenform derart, dass die freien
Enden der Betätigungsfinger 15 bei Hochschwenken des Kopfteils 16 nach unten in Richtung
Stromschiene 2 und Anlageabschnitt 5 wandern und dabei den Betätigungsabschnitt 7
in Richtung Anlageabschnitt 5 drücken. Dabei wandert der Quersteg 10 des Klemmabschnitts
8 zur Öffnung der durch den Quersteg 10 und die Stromschiene 2 gebildeten Klemmstelle
von der Stromschiene 2 weg nach unten.
[0033] Figur 2 lässt den Federkraftklemmanschluss 1 aus Figur 1 in der Seitenansicht erkennen.
Deutlich wird, dass der Lagerarm 12 integral mit der Klemmfeder 4 geformt ist. Er
ist aus dem Blechteil des Anlageabschnitts 5 freigestanzt oder freigeschnitten und
im Bereich des freien Endes des Anlageabschnitts 5 aus diesem heraus nach oben entgegengesetzt
zur Erstreckungsrichtung des Klemmabschnitts 8 abgebogen.
[0034] Deutlich wird, dass der Lagerarm 12 nicht seitlich an der Klemmfeder 4 vorbeigeführt
ist, sondern im Bereich zwischen den Seitenkanten der Klemmfeder 4 angeordnet ist.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Lagerarm 12 zwischen den Randstegen
11 des Klemmabschnitts 8 durch die Leiterdurchführungsöffnung 9 des Klemmabschnitts
8 hindurchgeführt.
[0035] Figur 3 lässt eine Draufsicht auf den Federkraftklemmanschluss aus Figuren 1 und
2 erkennen. Deutlich wird, dass das Betätigungselement 13 ein Kopfteil 16 mit sich
integral daran anschließenden Betätigungsfingern 15 hat. Die Betätigungsfinger 15
sind so weit voneinander beabstandet, dass sie den Lagerarm 12 mit dem umgebogenen
freien Ende 14 zwischen sich aufnehmen, um das Betätigungselement 13 schwenkbar an
dem Lagerarm 12 zu lagern.
[0036] Dies wird aus der Seiten-Schnittansicht im Schnitt B-B der Figur 4 noch deutlicher.
Hier ist erkennbar, dass sich quer zu dem Lagerarm 12 eine Lagerachse 17 in Breitenrichtung
(d. h. in Blickrichtung) des Federkraftklemmanschlusses 1 erstreckt. Erkennbar ist,
dass die Lagerachse 17 zylinderförmig ist und das um mehr als 180 Grad umgebogene
freie Ende 14 des Lagerarms 12 auf die Lagerachse 17 aufgeschnappt ist. Damit ist
das Betätigungselement 13 schwenkbar an dem Lagerarm 12 gelagert. Durch die Biegung
des freien Endes 14 um mehr als 180 Grad wird die Lagerachse 17 von dem freien Ende
14 fest umschlossen und kann nicht nach unten einfach ausweichen.
[0037] Deutlich wird weiterhin, dass das Kopfteil 16 eine sich in der dargestellten Ruheposition
in Leitereinsteckrichtung, d.h. in der dargestellten Seiten-Schnittansicht, von rechts
nach links erstreckende Betätigungsöffnung 18 hat. Die Betätigungsöffnung 18 ist zur
Aufnahme des freien Endes eines Betätigungswerkzeuges, wie beispielsweise eines Schraubendrehers,
vorgesehen, mit dem der Hebelarm zum Verschwenken des Betätigungselementes 13 nach
oben verlängert und die Betätigung erleichtert wird. Die Betätigungsöffnung 18 ist
daher in dem dargestellten Ausführungsbeispiel sich zum Boden hin konisch verjüngend
ausgebildet.
[0038] Figur 5 lässt eine Seitenansicht der Klemmfeder 4 erkennen, wie sie in dem vorher
beschriebenen Ausführungsbeispiel des Federkraftklemmanschlusses 1 eingesetzt wird.
Im Unterschied zu den an sich bekannten Käfigzugfedern ist aus dem Anlageabschnitt
5 im zentralen Bereich angrenzend an das freie Ende des Anlageabschnitts 5 ein Lagerarm
12 herausgebogen. Der Lagerarm 12 erstreckt sich vom Anlageabschnitt 5 entgegengesetzt
zur Ersteckungsrichtung des Klemmabschnitts 8 und endet oberhalb des Übergangs zwischen
Betätigungsabschnitt 7 und Klemmabschnitts 8 in einem umgebogenen freien Ende 14.
An dem Lagerarm 12 mit dem umgebogenen freien Ende 14 wird dann ein geeignet ausgebildetes
Betätigungselement gelagert. Auf diese Weise wird ein selbsttragender hebelbetätigter
Federkraftklemmanschluss mit Käfigzugfeder realisiert, der sehr kompakt, materialsparend
und einfach aufgebaut ist.
[0039] Figur 6 lässt eine perspektivische Ansicht der Klemmfeder 4 aus Figur 5 erkennen.
Hieraus wird deutlicher sichtbar, dass der Klemmabschnitt 8 unter Belassung von Randstegen
11 eine Leiterdurchführungsöffnung 9 hat, die sich bis zu einem Bogen im Übergang
zum Betätigungsabschnitt 7 erstreckt. Im Kopfteil des Bogens 19 im Übergang zwischen
Klemmabschnitt 8 und Betätigungsabschnitt 7 ist eine gegenüber der Leiterdurchführungsöffnung
9 schmalere Ausnehmung 20 vorgesehen, in die der Lagerarm 12 beim Herunterdrücken
des Betätigungsabschnitts 7 in Richtung Anlageabschnitt 5 eintauchen kann.
[0040] Das freie Ende des Anlageabschnitts 5 endet in schmaleren vorstehenden Nasen 21,
an denen die Randstege 11 des Klemmabschnitts 8 vorbeigeführt werden.
[0041] Figur 7 lässt eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Federkraftklemmanschlusses
1 erkennen. Dieser besteht wiederum aus einer Klemmfeder 4 in Form einer Käfigzugfeder,
einer Stromschiene 2 und einem Betätigungselement 13. Bei dieser Ausführungsform ist
der Lagerarm 22 nicht wie bei der ersten Ausführungsform integral mit der Klemmfeder
4 geformt, sondern als separates Teil ausgebildet. Der Lagerarm 22 ist vorzugsweise
ein Kunststoffteil. Er hat einen zwischen Stromschiene 2 und Anlageabschnitt 5 der
Klemmfeder platzierten Sockel 23. Von dem Sockel 23 erstreckt sich ein lotrecht auf
dem Sockel 23 stehender Armabschnitt 24 senkrecht nach oben. Der Armabschnitt 24 ist
in dem durch die Randstege 11 des Klemmabschnitts 8 gebildeten Freiraum und damit
im Wesentlichen in dem von der Käfigzugfeder aufgespannten Raum angeordnet. An dem
freien Ende des Armabschnitts 24, der dem Sockel 23 gegenüberliegt, ist das Betätigungselement
13 schwenkbar gelagert. Hierzu ist eine Lagerachse 17 durch eine Lageröffnung 25 in
den Betätigungsfingern 15 des Betätigungselements 13 hindurchgeführt, die in einer
entsprechenden nicht sichtbaren Lageröffnung des Rahmenabschnitts 24 aufgenommen ist.
Auf diese Weise wird das Betätigungselement 13 schwenkbar an dem Armabschnitt 24 des
Lagerarms 22 gehalten.
[0042] Figur 8 lässt die zweite Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses 1 aus Figur
7 in der perspektivischen Rückseitenansicht erkennen. Es wird deutlich, dass das Betätigungselement
13 wie bei der ersten Ausführungsform im Abstand zueinander angeordnete Betätigungsfinger
15 hat, die mit ihrer gekurvten Unterseite auf dem Betätigungsabschnitt 7 der Klemmfeder
4 aufliegen.
[0043] Es ist auch deutlich erkennbar, dass der Lagerarm 22 mit seinem Sockel 23 durch die
Leiterdurchführungsöffnung 9 des Klemmabschnitts 8 der Klemmfeder 4 hindurchgeschoben
ist, um zwischen der Stromschiene 2 und dem Anlageabschnitt 5 platziert zu werden.
Der Anlageabschnitt 5 stützt sich damit indirekt an der Stromschiene 2 ab und liegt
direkt auf dem Sockel 23 des Lagerarms 22 auf.
[0044] Figur 9 lässt eine Seitenansicht des Federkraftklemmanschlusses 1 aus Figuren 7 und
8 erkennen. Dabei ist erkennbar, dass der Sockel 23 an seinem rechten freien Ende,
an dem sich der Armabschnitt 24 des Lagerarms 22 anschließt eine nach unten weisende
Vorwölbung 25 hat, die in die zur Bildung einer Klemmkante 3 geschaffene Wölbung am
freien Ende der Stromschiene 2 eintaucht. Auf diese Weise wird der Lagerarm 22 an
der Stromschiene 2 lagefixiert.
[0045] Figur 10 lässt eine Draufsicht auf den Federkraftklemmanschluss 1 aus Figuren 7 bis
9 erkennen. Im Unterschied zur ersten Ausführungsform ist das Betätigungselement 13
auf der Oberseite vollständig geschlossen, so dass die Betätigungsfinger 15 nicht
nur durch das Kopfteil 16, sondern auch an der Oberseite miteinander verbunden sind.
[0046] Figur 11 lässt eine Seiten-Schnittansicht des Federkraftklemmanschlusses 1 der zweiten
Ausführungsform gemäß Figuren 7 bis 10 erkennen. Hieraus wird deutlich, dass das Kopfteil
16 des Betätigungselementes 13 an der vorderen Stirnseite eine zum Boden hin konisch
zulaufende Vertiefung 18 zur Aufnahme eines Betätigungselementes hat. Insoweit kann
auf die Ausführungen zur ersten Ausführungsform verwiesen werden.
[0047] Erkennbar ist auch, dass der Armabschnitt 24 des Lagerarms 22 am oberen freien Ende,
der dem Sockel 23 gegenüberliegt, eine Lageröffnung 26 hat, durch die die Lagerachse
17 hindurch gesteckt ist.
[0048] Figur 12 lässt eine perspektivische Ansicht der zweiten Ausführungsform eines Federkraftklemmanschlusses
1 von der Vorderseite in der Offenstellung erkennen. Hierbei ist das Betätigungselement
13 im Unterschied zur vorher dargestellten Ruhestellung um etwa 90 Grad mit dem Kopfteil
16 nach oben verschwenkt. Die Betätigungsfinger 15 wandern hierbei mit ihren freien
Enden relativ zu der Lagerachse 17 und dem Kopfteil 16 nach unten in Richtung Stromschiene
2, so dass der Betätigungsabschnitt 7 zum Anlageschenkel 5 und der Stromschiene 2
hin heruntergedrückt wird. Hierdurch wird die Klemmstelle geöffnet. Die Klemmstelle
wird durch die Quersteg 10, welche die Leiterdurchführungsöffnung 9 nach unten hin
begrenzt, und die Klemmkante 3 an der Stromschiene 2 gebildet. Ein elektrischer Leiter
kann nun in Blickrichtung von vorne, d. h. von rechts nach links durch die Leiterdurchführungsöffnung
9 des Klemmabschnitts 8 der Klemmfeder 4 hindurch gesteckt werden, um nach Verschwenken
des Betätigungselementes 13 in die vorher dargestellte Ruhestellung zwischen Quersteg
10 und Klemmkante 3 durch die Federkraft der Klemmfeder 4 elektrisch leitend an die
Stromschiene 2 angeklemmt zu werden.
[0049] Deutlich wird, dass der separate Lagerarm 22 in den Schlitz im Klemmabschnitt und
teilweise auch im Betätigungsabschnitt der Klemmfeder 4 aufgenommen ist und sich durch
den Schlitz, der durch die Leiterdurchführungsöffnung 9 und die Ausnehmung 20 gebildet
wird, in der Klemmfeder 4 hindurch erstreckt.
[0050] Dies wird aus der perspektivischen Rückseitenansicht der Figur 13 noch deutlicher.
Hier ist erkennbar, dass der Armabschnitt 24 von dem Sockel 23 zusätzlich durch eine
Ausnehmung 28 im Anlageabschnitt 5 hindurchgeführt ist. Diese Ausnehmungen in der
Klemmfeder 4 sind in Breitenrichtung gesehen zwischen den Seitenkanten der Klemmfeder
4 und vorzugsweise zentral bzw. mittig angeordnet. Der Lagerarm 22 ist somit auf halber
Breite der Stromschiene 2 und der Klemmfeder 4 angeordnet.
[0051] Figur 14 lässt eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des Federkraftklemmanschlusses
1 in der Offenstellung erkennen. In dieser dargestellten Offenstellung ist das Betätigungselement
13 vorzugsweise setbst arretiert. Dies wird dadurch erreicht, dass der Betätigungsabschnitt
7 der Klemmfeder 4 nunmehr eine Kraft auf das Betätigungselement 13 ausübt, das in
dieser Offenstellungsposition in etwa zur Lagerachse 17 hin gerichtet ist. Damit wird
ein Kippmoment vermieden, das ein Zurückschwenken des Betätigungselementes 13 in die
Ruhestellung bewirken würde.
[0052] Die Kurvenform der Betätigungsfinger 15 ist somit dahingehend an die Kinematik des
Betätigungselementes 13 und der Klemmfeder 4 so angepasst, dass in jeder Winkelstellung
des Betätigungselementes 13 eine bestmögliche Kraft- und Momentverteilung sichergestellt
wird.
[0053] Figur 15 lässt eine perspektivische Ansicht der Klemmfeder 4 der zweiten Ausführungsform
des Federkraftklemmanschlusses 1 in der Einbaulage erkennen. Im Vergleich zur Klemmfeder
4 für die erste Ausführungsform ist die Ausnehmung 20 länger ausgebildet und erstreckt
sich weiter in den Betätigungsabschnitt 7 hinein. Dies ist dadurch verursacht, dass
der Armabschnitt 24 des Lagerarms 22 eine größere, dreieckförmige Fläche aufspannt,
als der Lagerarm 12 der ersten Ausführungsform, der als flaches Blechelement ausgeführt
ist.
[0054] Weiterhin ist erkennbar, dass in dem Anlageabschnitt 5 eine Ausnehmung 28 vorgesehen
ist, durch die der Armabschnitt 24 des Lagerarms 22 hindurchgeführt wird.
[0055] Dies wird anhand der perspektivischen Darstellung in Figuren 16 und 17 deutlicher,
welche die Klemmfeder 4 in der perspektivischen Rückseitenansicht und perspektivischen
Ansicht schräg von oben zeigen. Die Ausnehmung 20 bildet zusammen mit der Leiereinführungsöffnung
9 einen ersten Schlitz und die Ausnehmung 28 einen zweiten Schlitz, durch die sich
der Lagerarm 22 von der Unterseite des Anlageabschnitts 5 nach oben in Richtung des
Übergangs zwischen Betätigungsabschnitt 7 und Klemmabschnitt 8 hindurch erstrecken
kann. Diese Ausnehmungen 20, 28 und die Leiterdurchführungsöffnung 9 sind durch die
Seitenkanten der Klemmfeder 4 und insbesondere durch die Randstege 11 des Betätigungsabschnitts
8 beidseits begrenzt bzw. befinden sich innerhalb des durch die Randstege 11 und die
Seitenkanten der Klemmfeder 4 gebildeten Raums.
[0056] Figur 18 lässt eine Draufsicht auf die Klemmfeder 4 aus Figuren 15 bis 17 erkennen.
Hieraus wird deutlich, dass die Ausnehmung 20, die Leiterdurchführungsöffnung 9 und
die Ausnehmung 28 im Anlageschenkel 5 mittig in Breitenrichtung gesehen (in der Darstellung
von unten nach oben) angeordnet sind.
[0057] Figur 19 lässt eine Seiten-Schnittansicht im Schnitt F-F der Klemmfeder 4 aus Figur
18 erkennen. An den schraffierten Abschnitten ist erkennbar, dass dort im Schnitt
F-F Federblechmaterial für den Quersteg 10, den Betätigungsabschnitt 7, den Federbogen
6 und den Anlageabschnitt 5 vorhanden ist. Deutlich wird zudem, dass in dem zentralen
Schnitt F-F im Übergang zwischen Betätigungsabschnitt 7 und Klemmabschnitt 8 ein Schlitz
durch die Ausnehmung 20 und die Leiterdurchführungsöffnung 9 geschaffen wird, der
erst am freien Ende des Klemmabschnitts 8 durch den Quersteg 10 begrenzt wird. Der
Anlageabschnitt 5 hat ebenfalls einen bis zum freien Ende hin laufenden Schlitz, der
durch die Ausnehmung 28 gebildet wird.
[0058] Figur 20 lässt eine perspektivische Ansicht eines elektrischen Gerätes erkennen,
bei dem zwei Federkraftklemmanschlüsse der eingangs genannten Art in ein Isolierstoffgehäuse
29 eingebaut sind. In der dargestellten Ausführungsform wurde die zweite Ausführungsform
des Federkraftklemmanschlusses 1 eingesetzt. Gleichermaßen kann jedoch auch der Federkraftklemmanschluss
des ersten Ausführungsbeispiels genutzt werden.
[0059] Die Federkraftklemmanschlüsse 1 sind selbsttragend ausgeführt und können mitsamt
Betätigungselement 13, Stromschiene 2 und Klemmfeder 4 sowie Lagerarm 22 vormontiert
in das Isolierstoffgehäuse eingebaut werden. An der vorderen Stirnseitenwand 30 des
Isolierstoffgehäuses 29 sind Leitereinführungsöffnungen 31 vorhanden, die in den Raum
direkt unterhalb der Stromschiene 2 münden, um einen elektrischen Leiter von der Klemmfeder
4 an der Stromschiene 2 anzuklemmen.
[0060] Das Kopfteil 16 der Betätigungselemente 13 ragt jeweils aus dem Gehäuse durch eine
entsprechende Aussparung heraus und ist vorzugsweise an der Oberseite bündig mit der
Oberseite 32 des Isolierstoffgehäuses in der Ruhestellung (rechter Federkraftklemmanschluss)
ausgerichtet. Damit wird eine geschlossene blockartige Anschlussklemme geschaffen.
[0061] Dies wird anhand der Draufsicht auf das elektrische Gerät der Figur 20 in der Figur
21 deutlicher.
[0062] Figur 22 lässt eine Seiten-Schnittansicht im Schnitt F-F durch den sich in der Offenstellung
befindlichen Federkraftklemmanschluss 1 erkennen. Hierbei ist erkennbar, dass der
Federkraftklemmanschluss 1 mitsamt Stromschiene 2, Klemmfeder 4, Lagerarm 22 und Betätigungselement
13 insgesamt in dem Isolierstoffgehäuse 29 fixiert ist. Erkennbar ist, dass die Leitereinführungsöffnungen
31 an der Stirnseitenwand 30 des Isolierstoffgehäuses 29 in dem Klemmraum 32 unterhalb
der Stromschiene 2 einmünden. Das Isolierstoffgehäuse 29 ist mehrteilig ausgeführt
und mittels einer Rastvorrichtung 33 miteinander verrastbar. Beispielsweise hat die
Rastvorrichtung 33 an einem Teil eine Rastnase, die in eine Rastöffnung des anderen
Teils verrastet, um die beiden Gehäuseteile nach Einbau des Federkraftklemmanschlusses
1 fest miteinander zu verbinden.
[0063] Figur 23 lässt eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform eines Federkraftklemmanschlusses
1 erkennen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Federkraftklemmanschlüsse
1 in Offenstellung und Ruhestellung nebeneinander angeordnet. Der vordere Federkraftklemmanschluss
1 befindet sich in der Offenstellung, bei der die Klemmstelle geöffnet ist, während
der hintere Federkraftklemmanschluss in der Ruheposition mit geschlossener Klemmstelle
ist. Im Unterschied zu den vorher beschriebenen Ausführungsformen erfolgt die Betätigung
nicht durch Verschwenken eines Betätigungselementes 13 (Betätigungshebels), sondern
durch Linearverschiebung eines als Betätigungsdrücker ausgeführten Betätigungselementes
13.
[0064] Wiederum erstreckt sich ein Lagerarm 22 durch Schlitze in der Klemmfeder 4 hindurch.
Insoweit ist die Klemmfeder 4 mit der Klemmfeder für die vorher beschriebene zweite
Ausführungsform vergleichbar. Auf die diesbezüglichen Ausführungen und die Figuren
15 bis 19 wird verwiesen.
[0065] Der Lagerarm 22 ist ebenfalls mit einem Sockel 23 zwischen Anlageabschnitt 5 der
Klemmfeder 4 und der Stromschiene 2 gelagert. Der Sockel 23 hat wiederum eine Vorwölbung
25, die in eine entsprechende Mulde zur Ausbildung einer Klemmkante 3 an der Stromschiene
2 eintaucht, um den Lagerarm 22 hinsichtlich seiner Lage auf der Stromschiene 2 zu
fixieren.
[0066] Das Betätigungselement 13 ist als separates Teil vom Lagerarm 22 gefertigt und linear
verschiebbar auf dem Armabschnitt 24 des Lagerarms 22 gelagert. Das Betätigungselement
13 hat wiederum zwei voneinander beabstandete Betätigungsfinger 15, zwischen denen
der Armabschnitt 24 aufgenommen ist. Die rückseitigen Stirnflächen der Betätigungsfinger
15 sind geneigt angeordnet und können gegebenenfalls auch einer bestimmten Kurvenform
folgen. Sie liegen auf dem Betätigungsabschnitt 7 im Übergang zum Klemmabschnitt 8
auf der Klemmfeder 4 auf. Bei Linearverschiebung des Betätigungselementes 13, d. h.
in der Ansicht von Figur 23 von rechts nach links, wird die Klemmfeder von der hinteren
dargestellten Ruheposition in die vorne dargestellte Offenposition überführt, indem
der Betätigungsabschnitt 7 in Richtung Klemmabschnitt 5 heruntergedrückt wird.
[0067] Dies wird nochmals aus Figur 24 deutlicher, die zeigt, dass das rechte Betätigungselement
13 in der Ruheposition nach vorne geschoben ist. Das linke, sich in der Offenstellung
befindliche Betätigungselement 13 ist hingegen nach hinten in Richtung Federbogen
6 der Klemmfeder 4 gedrückt.
[0068] Um ein Verkippen oder Herausfallen des Betätigungselementes 13 nach oben zu verhindern
hat der Lagerarm 22 an seinem oberen freien Ende eine parallel zur Stromschiene 2
bzw. den Sockel 23 ausgerichtete Deckelplatte 35. Auf diese Weise wird wiederum ein
selbsttragender Federkraftklemmanschluss 1 geschaffen, der vormontiert in ein Isolierstoffgehäuse
eingebaut werden kann. Die Stromschiene 2 kann dabei Teil des vormontierten Federkraftklemmanschlusses
1 sein. Denkbar ist aber auch, dass sich die Stromschiene 2 in dem elektrischen Gerät
befindet, in das der Federkraftklemmanschluss ohne vormontierte Stromschiene 2 eingebaut
wird. Beim Einbau wird der Federkraftklemmanschluss 1 dann auf die zugehörige Stromschiene
2 aufgeschoben.
[0069] Figur 25 lässt eine Draufsicht auf die dritte Ausführungsform der Federkraftklemmanschlüsse
1 der Figuren 23 und 24 erkennen. Deutlich wird, dass der obere (hintere) Federkraftklemmanschluss
in der Ruhestellung mit geschlossener Klemmstelle ist, da das Betätigungselement 13
entgegen der Leitereinsteckrichtung (von rechts nach links) nach vorne aus der Deckelplatte
35 herausragt. Bei dem unteren (vorderen) Federkraftklemmanschluss 1 ist das Betätigungselement
(nicht mehr sichtbar) unter die Deckelplatte 35 linear verschoben, so dass eine Betätigungskraft
auf die Klemmfeder 4 ausgeübt und die Klemmstelle geöffnet ist.
[0070] Figur 26 lässt den sich in Offenstellung befindlichen unteren (vorderen) Federkraftklemmanschluss
im Schnitt F-F mit dem dahinterliegenden hinteren geschlossenen Federkraftklemmanschluss
in der Seiten-Schnittansicht erkennen. Hieraus wird deutlich, dass die Klemmfeder
4 durch Linearverschiebung des Betätigungselementes 13 mit einer Betätigungskraft
beaufschlagt werden kann, so dass der Betätigungsabschnitt 7 nach unten in Richtung
Anlageabschnitt 5, Sockel 23 und Stromschiene 2 heruntergedrückt wird.
[0071] Figur 27 lässt eine Seiten-Schnittansicht im Schnitt G-G des sich in Ruhestellung
befindlichen Federkraftklemmanschlusses 1 erkennen.
[0072] Im Vergleich zur Figur 27 wird deutlich, dass das Betätigungselement 13 linear verschiebbar
an dem Armabschnitt 24 des Lagerarms 22 aufgenommen und an der Oberseite durch die
Deckelplatte 35 begrenzt ist. An dem Armabschnitt 24 ist unterhalb des Betätigungselementes
13 eine weitere Führungsplatte 36 angeordnet, die zur Führung des linear verschiebbaren
Betätigungselementes 13 an der Unterseite dient.
1. Federkraftklemmanschluss (1) mit:
- einer Stromschiene (2),
- einer Klemmfeder (4), die einen Anlageabschnitt (5) hat, der sich an der Stromschiene
(2) abstützt, einen Federbogen (6) hat, der sich an den Anlageabschnitt (5) anschließt,
einen Betätigungsabschnitt (7) hat, der sich an den Federbogen (6) anschließt und
gegenüber von dem Anlageabschnitt (5) liegt, und einen Klemmabschnitt (8) hat, der
sich an den Betätigungsabschnitt (7) anschließt und sich von dem Betätigungsabschnitt
(7) in Richtung Stromschiene (2) erstreckt,
- wobei der Klemmabschnitt (8) eine Leiterdurchführungsöffnung (9) hat, und wobei
die Stromschiene (2) durch die Leiterdurchführungsöffnung (9) hindurchgeführt ist
und eine Klemmstelle für einen anzuschließenden Leiter zwischen der Stromschiene (2)
und einem die Leiterdurchführungsöffnung (9) begrenzenden Quersteg (10) vorhanden
ist,
- und mit einem Betätigungselement (13), das beweglich zur Beaufschlagung des Betätigungsabschnitts
(7) so gelagert ist, dass der Quersteg (10), welcher die Leiterdurchführungsöffnung
(9) begrenzt und eine Klemmstelle bildet, bei Bewegung des Betätigungselementes (13)
in eine Offenstellung von der Stromschiene (2) wegbewegbar ist,
- mit einem relativ zur Stromschiene (2) und dem sich an der Stromschiene (2) abstützenden
Ablageabschnitt (5) lagefixierter Lagerarm (12, 22), der sich aus Richtung der Stromschiene
(2) erstreckt,
- wobei das Betätigungselement (13) schwenkbar oder linear verschiebbar an dem Lagerarm
(12, 22) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der lagefixierte Lagerarm (12, 22) durch einen Schlitz (9, 20) im Klemmabschnitt
(8) und/oder im Betätigungsabschnitt (7) hindurch erstreckt, und dass der sich durch
den Schlitz (9, 20) erstreckende Abschnitt des Lagerarms (12, 22) in einem Bereich
zwischen den Seitenkanten der Klemmfeder (4) angeordnet ist.
2. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerarm (12, 22) in Richtung der Breite der Klemmfeder (4) mittig angeordnet
ist.
3. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerarm (12) integral mit der Klemmfeder (4) als Verlängerung des Anlageabschnitts
(5) geformt und in Richtung Betätigungsabschnitt (7) umgebogen ist.
4. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerarm (22) zwischen Anlageabschnitt (5) der Klemmfeder (4) und der Stromschiene
(2) gelagert ist.
5. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerarm (12, 22) an seinem von der Stromschiene (2) entfernten Ende ein Schwenklager
hat, und dass das Betätigungselement (13) schwenkbar in dem Schwenklager gelagert
ist.
6. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerarm (22) an der Stromschiene (2) fixiert ist und das Betätigungselement
(13) relativ zur Stromschiene linear beweglich an dem Lagerarm (22) angeordnet ist.
7. Elektrisches Gerät mit einem Isolierstoffgehäuse (29) und mit mindestens einem Federkraftklemmanschluss
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche in dem Isolierstoffgehäuse (29).
1. A spring force terminal connection (1) comprising:
- a busbar (2),
- a clamping spring (4), which has a resting section (5) which is supported on the
busbar (2), a spring bend (6), which adjoins the resting section (5), an actuating
section (7), which adjoins the spring bend (6) and is opposite the resting section
(5), and a clamping section (8), which adjoins the actuating section (7) and extends
from the actuating section (7) in the direction of the busbar (2),
- wherein the clamping section (8) has a conductor leadthrough opening (9), and wherein
the busbar (2) is passed through the conductor leadthrough opening (9), and a clamping
point for a conductor to be connected is provided between the busbar (2) and a transverse
web (10) limiting the conductor leadthrough opening (9),
- and comprising an actuating element (13), which is mounted movably for acting on
the actuating section (7) in such a way that the transverse web (10), which limits
the conductor leadthrough opening (9) and forms a clamping point, is movable away
from the busbar (2) in the case of a movement of the actuating element (13) into an
open position,
- with a bearing arm (12, 22), which is fixed in position relative to the busbar (2)
and the resting section (5) supported on the busbar (2), extending out of the direction
of the busbar (2),
- wherein the actuating element (13) is mounted displaceably pivotably or linearly
on the bearing arm (12, 22),
characterized in that the bearing arm (12, 22) extends through a slot (9, 20) in the clamping section (8)
and/or in the actuating section (7), and
in that that section of the bearing arm (12, 22) which extends through the slot (9, 20) is
arranged in a region between the side edges of the clamping spring (4).
2. The spring force terminal connection (1) as claimed in claim 1, characterized in that the bearing arm (12, 22) is arranged centrally in the direction of the width of the
clamping spring (4).
3. The spring force terminal connection (1) as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the bearing arm (12) is formed integrally with the clamping spring (4) as an extension
of the resting section (5) and is bent back in the direction of the actuating section
(7).
4. The spring force terminal connection (1) as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the bearing arm (22) is mounted between the resting section (5) of the clamping spring
(4) and the busbar (2).
5. The spring force terminal connection (1) as claimed in one of the preceding claims,
characterized in that the bearing arm (12, 22) has a pivot bearing at its end remote from the busbar (2),
and in that the actuating element (13) is mounted pivotably in the pivot bearing.
6. The spring force terminal connection (1) as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the bearing arm (22) is fixed on the busbar (2), and the actuating element (13) is
arranged linearly movably relative to the busbar on the bearing arm (22).
7. An electrical device comprising an insulating housing (29) and comprising at least
one spring force terminal connection (1) as claimed in one of the preceding claims
in the insulating housing (29).
1. Connexion par borne à ressort (1) avec :
- un rail conducteur (2) ;
- un ressort de serrage (4) ayant une section d'appui (5) appuyant contre le rail
conducteur (2), ayant un arc de ressort (6) rattaché au niveau de la section d'appui
(5), ayant une section d'actionnement (7) rattachée au niveau de l'arc de ressort
(6) et reposant en vis-à-vis de la section d'appui (5) et ayant une section de serrage
(8) rattachée au niveau de la section d'actionnement (7) et s'étendant de la section
d'actionnement (7) en direction du rail conducteur (2) ;
- la section de serrage (8) ayant une ouverture de passage de conducteur (9) et le
rail conducteur (2) étant introduit au travers de l'ouverture de passage de conducteur
(9) et un point de serrage étant présent pour un conducteur à rattacher entre le rail
conducteur (2) et un étai transversal (10) délimitant l'ouverture de passage de conducteur
(9) ;
- et avec un élément d'actionnement (13) disposé de telle sorte de façon mobile pour
solliciter la section d'actionnement (7) que l'étai transversal (10) délimitant l'ouverture
de passage de conducteur (9) et formant un point de serrage peut être écarté en déplaçant
l'élément d'actionnement (13) dans une position ouverte du rail conducteur (2) ;
- avec un bras de support (12, 22) fixe sur place par rapport au rail conducteur (2)
et à la section d'appui (5) s'appuyant contre le rail conducteur (2), ledit bras s'étendant
depuis la direction du rail conducteur (2) ;
- l'élément d'actionnement (13) étant disposé de façon à pouvoir pivoter ou à pouvoir
coulisser de façon linéaire au niveau du bras de support (12, 22) ; caractérisée en ce que le bras de support (12, 22) fixe sur place s'étend à travers une fente (9, 20) dans
la section de serrage (8) et/ou dans la section d'actionnement (7) et que la section,
s'étendant à travers la fente (9, 20), du bras de support (12, 22) est disposée dans
une région située entre les arêtes latérales du ressort de serrage (4).
2. Connexion par borne à ressort (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bras de support (12, 22) est disposé de façon centrale dans la direction de la
largeur du ressort de serrage (4).
3. Connexion par borne à ressort (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le bras de support (12) est intégralement formé avec le ressort de serrage (4) servant
de prolongement de la section d'appui (5) et est incurvé en direction de la section
d'actionnement (7).
4. Connexion par borne à ressort (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le bras de support (22) est disposé entre la section d'appui (5) du ressort de serrage
(4) et le rail conducteur (2).
5. Connexion par borne à ressort (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le bras de support (12, 22) a au niveau de son extrémité écartée du rail conducteur
(2) un palier pivotant et que l'élément d'actionnement (13) est disposé de façon à
pouvoir pivoter dans le palier pivotant.
6. Connexion par borne à ressort (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le bras de support (22) est fixé au rail conducteur (2) et que l'élément d'actionnement
(13) est disposé de façon mobile dans le plan linéaire au niveau du bras de support
(22) par rapport au rail conducteur.
7. Appareil électrique avec un carter en matière isolante (29) et avec au moins une connexion
par borne à ressort (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes prévue
dans le carter en matière isolante (29). P