TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft einen Bausatz für einen Abfallsammelbehälter mit Teilen für
einen eimerförmigen Hauptkörper zur Aufnahme von Abfall, einem Deckel zum Verschließen
einer oberen Öffnung des Hauptkörpers und einem Lager, in dem der Deckel gegenüber
einem die obere Öffnung begrenzenden oberen Rand des Hauptkörpers beweglich lagerbar
ist. Dabei weist der Hauptkörper eine sich von seinem oberen Rand bis zu einem Boden
erstreckende, um eine Hochachse umlaufende Seitenwandung auf.
[0002] Mit "Hauptkörper" wird hier der eimerförmige Teil des Abfallsammelbehälters bezeichnet,
der den Abfall in einem Abfallbeutel oder unmittelbar aufnimmt. Der Hauptkörper ist
entsprechend nicht nur eine zylindermantelförmige Blende, die den eigentlichen eimerförmigen
Teil des Abfallsammelbehälters seitlich verkleidet und in die der eigentliche eimerförmige
Hauptkörper von oben einhängbar sein kann. Der Bausatz für den Abfallsammelbehälter
kann eine solche Blende jedoch zusätzlich aufweisen..
[0003] Insbesondere betrifft die Erfindung einen Bausatz für einen solchen Abfallsammelbehälter,
der in einen Unterschrank, wie beispielsweise einen Küchenunterschrank, montierbar
ist und der beim Öffnen einer Tür des Unterschranks einerseits aus dem Korpus des
Unterschranks hervorkommt und andererseits durch Entfernen seines Deckels von der
oberen Öffnung seines Hauptkörpers geöffnet wird. Beim Schließen der Tür soll der
Abfallsammelbehälter ebenso automatisch wieder in den Korpus des Unterschranks verbracht
und geschlossen werden.
STAND DER TECHNIK
[0004] Abfallsammelbehälter für die Montage in Unterschränken sind in zwei unterschiedlichen
Grundausführungsformen bekannt. In der einen Grundausführungsform ist der den Abfall
aufnehmende Hauptkörper zur ortsfesten Lagerung an der Tür des jeweiligen Unterschranks
vorgesehen. Das Lager, in dem der Deckel gegenüber dem Hauptkörper beweglich gelagert
ist, erlaubt ein Aufschwenken des Deckels um eine horizontal verlaufende Schwenkachse,
und der Deckel wird beim Öffnen der Tür über ein Zugelement aufgeschwenkt, das am
Korpus des Unterschranks befestigt ist.
[0005] In der anderen Grundausführungsform ist der Hauptkörper zur eigenen schwenkbaren
Lagerung um eine vertikale Schwenkachse an dem Korpus des Unterschranks vorgesehen.
Beim Öffnen der Tür des Unterschranks wird der Hauptkörper über einen an der Tür befestigten
Mitnehmer aus dem Korpus herausgeschwenkt. Dabei bleibt der Deckel in dem Unterschrank
zurück. Um Reibung zwischen dem Hauptkörper und dem Deckel beim Verschwenken des Hauptkörpers
zu vermeiden, und dennoch ein dichtes automatisches Verschließen des Hauptkörpers
mit dem Deckel in dem Unterschrank zu erreichen, kann der Deckel beim Herausschwenken
des Hauptkörpers aus dem Unterschrank angehoben bzw. beim Wiederhereinschwenken des
Hauptkörpers wieder abgesenkt werden.
[0006] Die vorliegende Erfindung betrifft grundsätzlich beide hier voranstehend beschriebenen
Grundausführungsformen von Abfallsammelbehältern. Sie
kann auch bei weiteren Abfallsammelbehältern umgesetzt werden.
[0007] Der eimerförmige Hauptkörper zur Aufnahme von Abfall bekannter Abfallsammelbehälter
ist einstückig, und er ist bis auf seine obere Öffnung geschlossen, in aller Regel
flüssigkeitsdicht und luftdicht. So wird erreicht, dass aus dem Abfallsammelbehälter
auch dann, wenn man ihn ohne Müllbeutel verwendet, keine Flüssigkeit austritt.
[0008] Die Transportabmessungen bekannter Abfallsammelbehälter werden durch die Abmessungen
ihres einstückigen eimerförmigen Hauptkörpers bestimmt. Die Transportabmessungen von
Produkten gewinnen in Zeiten des Internethandels zunehmend an Bedeutung. Geringere
Transportabmessungen führen zu geringeren Transportkosten und damit zu geringeren
Bruttopreisen bzw. höheren Margen bei gleichen Bruttopreisen und Produktkosten.
[0009] Es sind Abfallsammelbehälter mit einem einstückigen eimerförmigen Hauptkörper zur
Aufnahme von Abfall, einer Blende zum seitlichen Verkleiden des Hauptkörpers, in die
der eimerförmige Grundkörper von oben eingehängt ist, mit einem Deckel zum Verschließen
einer oberen Öffnung der Blende und damit auch des Hauptkörpers und mit einem Lager
bekannt, in dem der Deckel gegenüber einem die obere Öffnung begrenzenden oberen Rand
der Blende beweglich gelagert ist. Dabei sind ein die obere Öffnung umschließender
oberer Rand aus Kunststoff, ein ebenfalls aus Kunststoff ausgebildeter unterer Rand
und eine sich von dem oberen Rand bis zu dem unteren Rand erstreckende, zylindermantelförmige
Metallblechwandung zwar zunächst separat hergestellte, aber bereits bei der Fabrikation
des Abfallsammelbehälters dauerhaft miteinander verbundene Teile der Blende.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bausatz mit geringen Transportabmessungen
aufzuzeigen, mit dem dennoch ein Abfallsammelbehälter mit hoher Funktionalität, insbesondere
bei der Montage in einem Unterschrank, am Ort der Verwendung des Abfallsammelbehälters
aufgebaut werden kann.
LÖSUNG
[0011] Die Aufgabe der Erfindung wird durch einen Bausatz für einen Abfallsammelbehälter
mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruch 1 gelöst. Die abhängigen Patentansprüche
betreffen bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Bausatzes.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0012] Die Erfindung geht aus von einem Abfallsammelbehälter mit einem eimerförmigen Hauptkörper
zur Aufnahme von Abfall, einem Deckel zum Verschließen einer oberen Öffnung des Hauptkörpers
und einem Lager, in dem der Deckel gegenüber einem die obere Öffnung begrenzenden
oberen Rand des Hauptkörpers beweglich gelagert ist. Dabei weist der Hauptkörper eine
sich von seinem oberen Rand bis zu einem Boden erstreckende, um eine Hochachse umlaufende
Seitenwandung auf. Bei dem erfindungsgemäßen Bausatz für einen solchen Abfallsammelbehälter
sind der obere Rand, der Boden und die Seitenwandung des Hauptkörpers nicht nur getrennt
hergestellte, sondern auch für den Transport des Bausatzes noch voneinander getrennte
Teile, wobei sich das Teil für die Seitenwandung flach in einer Ebene erstreckt oder
flach zusammengelegt ist. Am Ort der Verwendung des Abfallsammelbehälters sind die
Teile für den oberen Rand, den Boden und die Seitenwandung des Grundkörpers, vorteilhafterweise
werkzeuglos, miteinander verbindbar.
[0013] So sind die Transportabmessungen des erfindungsgemäßen Bausatzes für den Abfallsammelbehälter
nicht durch die Abmessungen des eimerförmigen Hauptkörpers vorgegeben, sondern durch
die Abmessungen der einzelnen Teile des Hauptkörpers bzw. des Deckels des Abfallsammelbehälters.
Dabei sind die Abmessungen der Seitenwandung nicht ihre Abmessungen bei dem zusammengebauten
Hauptkörper. Vielmehr ist die Seitenwandung vor ihrem Zusammenbau mit dem oberen Rand
und dem Boden in einer Ebene für den Transport des Bausatzes flach in einer Ebene
ausgerichtet oder zu einem flachen Paket zusammengelegt. So findet der gesamte erfindungsgemäße
Bausatz für einen Abfallsammelbehälter in einem flachen Transportkarton Platz.
[0014] Durch das Einstecken einer oberen Abschlusskante der Seitenwandung in eine nach unten
gerichtete Nut in dem oberen Rand und einer unteren Anschlusskante der Seitenwandung
in eine nach oben gerichtete Nut in dem Boden kann ein um die Hochachse umlaufender
Anschluss der Seitenwandung an den Rand und den Boden des Hauptkörpers erfolgen. Dieser
Anschluss kann auch ganz oder zumindest im Wesentlichen dicht, zumindest flüssigkeitsdicht
ausgeführt werden. Die vorliegende Erfindung fußt aber auch auf der Erkenntnis, dass
ein den Abfall aufnehmender Hauptkörper eines Abfallsammelbehälters gar nicht dicht
zu sein braucht, weil mit höchster Wahrscheinlichkeit ein dichter Müllbeutel in dem
Hauptkörper angeordnet wird, bevor Müll hineingegeben wird.
[0015] Diese Erkenntnis kann sich so weit auswirken, dass der Boden für den eimerförmigen
Hauptkörper des erfindungsgemäßen Bausatzes keine geschlossene Bodenplatte, sondern
beispielsweise nur ein Bodengitter zur Abstützung eines Müllbeutels aufweist. Vielfach
wird aber auch ein erfindungsgemäßer Bausatz für einen Abfallsammelbehälter Teile
für einen bis auf seine obere Öffnung zumindest im Wesentlichen geschlossenen Hauptkörper
aufweisen.
[0016] Grundsätzlich kann die dauerhafte Verbindung des oberen Rands und des Bodens mit
der Seitenwandung des Hauptkörpers am Ort der Verwendung des Abfallsammelbehälters
durch Kraftschluss beim Eingriff der oberen und unteren Abschlusskante der Seitenwandung
in die entsprechenden Nuten des oberen Rands und des Bodens erreicht werden. Vorzugsweise
ist jedoch zusätzlich eine Verrastung zwischen den Teilen des Hauptkörpers vorgesehen,
so dass die dauerhafte Verbindung dieser Teile durch einen Formschluss gesichert wird.
[0017] Konkret können zwischen der oberen Abschlusskante der Seitenwandung und dem oberen
Rand sowie der unteren Abschlusskante der Seitenwandung und dem Boden in Umfangsrichtung
um die Hochachse beabstandete Rastverbindungen ausgebildet sein. Diese Rastverbindungen
können in Umfangsrichtung um die Hochachse gestreckte Ausnehmungen aus der Seitenwandung
umfassen. In diese Ausnehmungen können Rastnasen eingreifen, die am Innenumfang des
oberen Rands bzw. des Bodens ausgebildet sind und in die dortige Nut eingreifen. Die
Rastverbindungen sind so bei dem zusammengebauten Abfallsammelbehälter unsichtbar.
[0018] Die Seitenwandung des Hauptkörpers des zusammengebauten Abfallsammelbehälters kann
grundsätzlich zylindermantelförmig um die Hochachse gebogen sein. In einer bevorzugten
Ausführungsform weist sie jedoch einen mehreckigen Umfang um die Hochachse auf. Hierdurch
ergibt sich zum einen eine definierte Ausrichtung der Seitenwandung auch in Umfangsrichtung
um die Hochachse und zum anderen eine erhöhte Steifigkeit des zusammengebauten Hauptkörpers.
Hinzu kommt ein vorteilhafter optischer Eindruck dieser Ausführungsform der Erfindung.
[0019] Das Teil für die Seitenwandung des erfindungsgemäßen Bausatzes kann entsprechend
mehrere, um parallel zu der Hochachse verlaufende Sollbiegelinien gegeneinander verschwenkbare
Teilbereiche aufweisen.
[0020] Konkret kann der Umfang der Seitenwandung des Hauptkörpers des zusammengebauten Abfallsammelbehälters
regelmäßig mehreckig sein. Insbesondere kann er sechs- oder achteckig sein. Es versteht
sich, dass sich diese Umfangsform regelmäßig auch bei dem oberen Rand und dem Boden
des Hauptkörpers sowie dem Deckel des Abfallsammelbehälters widerspiegelt.
[0021] Bei dem Teil für die Seitenwandung des erfindungsgemäßen Bausatzes können entsprechend
6 oder 8 Teilbereiche mit gleichen Abmessungen vorhanden sein.
[0022] Bei dem Umfang der Seitenwandung des Hauptkörpers des zusammengebauten Abfallsammelbehälters
sind auch andere Formen möglich, wie beispielsweise Kreissegmente oder Segmente eines
Vielecks, um beispielsweise den für den Abfallsammelbehälter in einem Unterschrank
verfügbaren Raum maximal auszunutzen.
[0023] Das Teil für die Seitenwandung des Hauptkörpers des Abfallsammelbehälters ist vorzugsweise
aus einem formsteifen Kunststoffmaterial ausgebildet, das mit den Sollbiegelinien
versehen ist. Zwischen diesen Sollbiegelinien erstrecken sich die plattenartigen Teilbereiche
der Seitenwandung, die beim Zusammenbau des Abfallsammelbehälters um die Sollbiegelinien
unter Winkeln zueinander auszurichten sind, die durch den oberen Rand und den Boden
vorgegeben werden. Die Sollbiegelinien können insbesondere durch Kerben, Nuten oder
Sicken in dem Kunststoffmaterial ausgebildet sein. Wenn sie auf der Innenseite der
Seitenwandung verlaufen, sind sie bei dem aus dem erfindungsgemäßen Bausatz zusammengebauten
Abfallsammelbehälter unsichtbar.
[0024] Ein Herstellungsverfahren der Seitenwandung einschließlich der Sollbiegelinien kann
das Formspritzen oder Extrudieren des Kunststoffmaterials umfassen. Dabei können Ausnehmungen
aus der Seitenwandung für die Ausbildung von Rastverbindungen auch nachträglich, beispielsweise
durch Ausstanzen, eingebracht werden. Ein solches Ausstanzen kann bei zunächst endlos
extrudiertem Kunststoffmaterial auch beim Ablängen der einzelnen Seitenwandungen aus
dem Endlosstrang erfolgen.
[0025] Die Sollbiegelinien können aber auch erst nach dem Formspritzen oder Extrudieren
eines Ausgangskörpers ausgebildet werden, beispielsweise durch Einprägen an der Innenseite
der Seitenwandung zeitgleich mit dem Ablängen der einzelnen Seitenwandungen und/oder
dem Ausstanzen von Ausnehmungen für Rastverbindungen. Konkret kann der Ausgangskörper
ein hohles Doppelstegprofil sein, in das die Sollbiegelinien gleichzeitig mit dem
Ausstanzen von Ausnehmungen für Rastverbindungen wie die Sollbiegelinien einer Kartonage
aus Wellpappe eingeprägt wird.
[0026] Grundsätzlich kann die Seitenwandung des Hauptkörpers bei dem Abfallsammelbehälter
auch nahtlos geschlossen um die Hochachse umlaufen. Auch dann kann sie für den erfindungsgemäßen
Bausatz zum flachen Zusammenlegen in eine Transportstellung ausgebildet sein. Die
Herstellbarkeit der Seitenwandung und ihr Zusammenlegen auf geringe Transportabmessungen
werden jedoch erleichtert, wenn die Seitenwandung nicht nahtlos um die Hochachse umläuft,
sondern in Umfangsrichtung um die Hochachse mit einer vertikalen Abschlusskante beginnt
und mit einer weiteren vertikalen Abschlusskante endet.
[0027] Dabei können die Enden der Seitenwandung in Umfangsrichtung um die Hochachse überlappen,
um den Hauptkörper in Umfangsrichtung zu schließen. Vorzugsweise wird jedoch eine
Stoßfuge der Seitenwandung zwischen den vertikalen Abschlusskanten ausgebildet. Diese
Stoßfuge kann dabei durch einen im Querschnitt H-förmigen Profilabschnitt überspannt
sein, der die vertikalen Abschlusskanten der Seitenwandung in seinen Nuten aufnimmt
und so für eine Abdichtung der Seitenwandung im Bereich der Stoßfuge sorgt. Konkret
kann der Profilabschnitt aus einem elastischen Kunststoffmaterial ausgebildet sein,
beispielsweise durch Formspritzen oder Extrudieren. Entsprechend ist ein solcher Profilabschnitt
in dem erfindungsgemäßen Bausatz vorzugsweise enthalten.
[0028] Der Rand und der Boden des Hauptkörpers können aus formsteifem Kunststoffmaterial
ausgebildet, insbesondere formgespritzt sein. Dabei kann dieses Material bewusst eine
zu dem Material der Seitenwandung kontrastierende Farbe aufweisen. Insbesondere der
Boden, aber auch der Rand des Hauptkörpers kann auch seinerseits mehrteilig ausgebildet
sein, wobei diese Teile typischerweise bereits nach ihrer separaten Herstellung auf
irgendeine Weise dauerhaft oder bei Bedarf lösbar miteinander verbunden werden, d.
h. bei dem erfindungsgemäßen Bausatz in der Regel bereits miteinander verbunden sind.
[0029] Das Lager, über das der Deckel zum Verschließen der oberen Öffnung des Hauptkörpers
beweglich gegenüber dem Hauptkörper lagerbar ist, ist vorzugsweise zur schwenkbaren
Lagerung des Hauptkörpers um eine zu der Hochachse parallele Schwenkachse und zur
drehfesten Lagerung des Deckels um die Schwenkachse sowie zum Anheben des Deckels
beim Verschwenken des Hauptkörpers um die Schwenkachse ausgebildet. Dies entspricht
einem Abfallsammelbehälter in der oben beschriebenen zweiten Grundausbildungsform.
[0030] Das Lager kann konkret ein ortsfest zu montierendes oberes Lagerteil mit einem oberen
Lagerbolzen zur schwenkbaren Lagerung des Rands des Hauptkörpers und ein ortsfest
zu montierendes unteres Lagerteil mit einem unteren Lagerbolzen zur schwenkbaren Lagerung
des Bodens des Hauptkörpers aufweisen. Dabei kann das Lagerteil einen weiteren oberen
Lagerbolzen aufweisen, wobei der obere Lagerbolzen und der weitere obere Lagerbolzen
zusammen eine drehfeste Vertikalführung für den Deckel ausbilden. Der Deckel ist also
beim Anheben vertikal auf den Lagerbolzen geführt.
[0031] Wenn der Rand des Hauptkörpers zur schwenkbaren Lagerung auf dem bei dem montierten
oberen Lagerteil jeweils vorne liegenden Lagerbolzen vorgesehen ist, kann leicht eine
Rechtslinksverwendbarkeit des oberen Lagerteils realisiert werden. Es ist bevorzugt
wenn diese Rechtslinksverwendbarkeit, d. h. die Verwendbarkeit derselben Teile, egal,
ob die Lagerteile an einer rechten oder linken Seitenwand eines Unterschranks montiert
werden, für den gesamten erfindungsgemäßen Bausatz gegeben ist.
[0032] Weiterhin kann ein Türmitnehmer vorgesehen sein, der zur ortsfesten Montage an einer
Tür eines Schranks ausgebildet ist, wobei die Lagerteile zur ortsfesten Montage in
einem Korpus des Schranks vorgesehen sind. Wenn der Türmitnehmer z. B. einen nach
unten von dem Boden des Hauptkörpers abstehenden Bund in Längsrichtung dieses Bund
beweglich hintergreift, schwenkt der Türmitnehmer beim Öffnen der Tür den Hauptkörper
aus dem Korpus des Schranks heraus bzw. beim Schließen der Tür wieder hinein.
[0033] In einer weiterentwickelten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bausatzes für den
Abfallsammelbehälters ist zur verschwenkbaren Lagerung um die Schwenkachse unter dem
Hauptkörper ein weiterer Hauptkörper zur Aufnahme von Abfall vorgesehen. Dabei ist
der weitere Hauptkörper insbesondere gegenüber dem darüber liegenden Hauptkörper verschwenkbar.
Eine obere Öffnung des unten liegenden weiteren Hauptkörpers ist mit dem Boden des
oben liegenden Hauptkörpers verschließbar. Der weitere Hauptkörper weist grundsätzlich
denselben mehrteiligen Aufbau wie der Hauptkörper auf. Dadurch wird ein weiterer Aufnahmeraum
für Müll bei dem Abfallsammelbehälter bereitgestellt. Auf diese Weise kann eine Mülltrennung,
beispielsweise in Restmüll und Wertmüll, ermöglicht werden.
[0034] Der Abfallsammelbehälter des erfindungsgemäßen Bausatzes kann in seiner Höhe leicht
an den zur Verfügung stehenden Raum, beispielsweise unter einer Spüle in einem Spülschrank,
angepasst werden. Konkret kann dazu am oberen und/oder unteren Ende des Teils für
die Seitenwandung mindestens eine parallel zu der jeweiligen Abschlusskante der Seitenwandung
verlaufende Trennlinie ausgebildet sein, die ein Kürzen der Seitenwandung in Richtung
der Hochachse ermöglicht. Die Trennlinie kann eine Sollbruchlinie sein. Es kann sich
um eine Kerbe zum Führen eines Trennwerkzeugs handeln. Die Trennlinie kann sich aber
auch auf eine einfache Markierung beschränken, längs der die Seitenwandung zu kürzen
ist, damit beispielsweise Rastverbindungen zwischen der Seitenwandung und dem Rand
bzw. dem Boden des Hauptkörpers, die vorsorglich auf mehreren alternativen Höhen vorgesehen
sind, sicher in Eingriff gelangen.
[0035] Für solche Rastverbindungen mit dem Rand und/oder dem Boden des Hauptkörpers können
Ausnehmungen in der Seitenwandung auf mehreren unterschiedlichen Höhen der Seitenwandung
längs der Hochachse ausgebildet sein.
[0036] Auch die Höhenanpassbarkeit des mit dem erfindungsgemäßen Bausatz aufbaubaren Abfallsammelbehälters
ist für seinen Vertrieb im Versandhandel vorteilhaft. Es muss kein in der Höhe passendes
Modell geordert werden, sondern der Abfallsammelbehälter wird an die tatsächlichen
Platzverhältnisse angepasst. Damit entfällt auch die Lagerhaltung beim Verkäufer für
mehrere Bausätze für unterschiedlich hohe Ausführungsformen des Abfallsammelbehälters.
[0037] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibung genannten Vorteile von
Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und
können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Ohne dass hierdurch
der Gegenstand der beigefügten Patentansprüche verändert wird, gilt hinsichtlich des
Offenbarungsgehalts der ursprünglichen Anmeldungsunterlagen und des Patents Folgendes:
weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung
und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher
Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche
ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich
und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen
dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können
auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können
in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung
entfallen.
[0038] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich
ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als
die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs
"mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einem Element die Rede ist, ist
dies so zu verstehen, dass genau ein Element, zwei Elemente oder mehr Elemente vorhanden
sind. Diese Merkmale können durch andere Merkmale ergänzt werden oder die einzigen
Teile sein, aus denen der erfindungsgemäße Bausatz besteht.
[0039] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung
des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen
lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0040] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- ist eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Abfallsammelbehälters,
der unter Verwendung des erfindungsgemäßen Bausatzes ausgebildet werden kann.
- Fig. 2
- ist eine perspektivische Explosionsansicht des Abfallsammelbehälters gemäß Fig. 1.
- Fig. 3
- ist ein vertikaler Schnitt durch einen Hauptkörper des Abfallsammelbehälters gemäß
den Fig. 1 und 2 in zusammengebautem Zustand.
- Fig. 4
- ist ein vergrößertes Detail von Fig. 3, das in Fig. 3 durch einen Kreis markiert ist.
- Fig. 5
- ist eine Explosionsschnittzeichnung des Hauptkörpers gemäß Fig. 3, und
- Fig. 6
- ist ein vergrößertes Detail von Fig. 5, das in Fig. 5 durch einen Kreis markiert ist.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0041] Der in den
Fig. 1 und 2 vollständig und in den
Fig. 3 und 5 in Bezug auf seinen Hauptkörper sowie in den
Fig. 4 und 6 hinsichtlich spezieller Details des Hauptkörpers gezeigte Abfallsammelbehälter 1
weist neben dem Hauptkörper 2 einen Deckel 3, ein Lager 4 und einen Türmitnehmer 5
auf. Der Deckel 3 dient zum Verschließen einer oberen Öffnung 6 des Hauptkörpers in
der eingeschwenkten und geschlossenen Funktionsstellung des Abfallsammelbehälters
1 gemäß Fig. 1. Die obere Öffnung 6 des Hauptkörpers 2 wird von einem Rand 7 begrenzt,
der ebenso wie eine Seitenwandung 8 und ein Boden 9 ein zunächst separat hergestelltes
Teil ist und auch bei einem erfindungsgemäßen Bausatz mit geringen Transportabmessungen
zur Ausbildung des Abfallsammelbehälters 1 noch von der Seitenwandung 8 und dem Boden
9 getrennt ist. Bei dem Rand 7 handelt es sich wie bei dem Boden 9 um ein Formspritzteil
aus formstabilem Kunststoff. Die Seitenwandung 8 kann ebenfalls auf einem aus formstabilem
Kunststoff formgespritzten Ausgangskörper oder einem extrudierten Ausgangskörper basieren.
Dabei weist dieser Ausgangskörper typischerweise eine ebene Grundform auf, die er
bei dem erfindungsgemäßen Bausatz beibehält oder aus der heraus er auf noch geringere
Transportabmessungen flach zusammengelegt wird. Die Form der Seitenwandung 8 mit achteckigem
Umfang um eine zentrale Hochachse 10 wird erst bei Zusammenbau des Abfallsammelbehälters
2 ausgebildet. Dabei werden Teilbereiche der Seitenwandung um Sollbiegelinien, längs
derer die Seitenwandung an ihrer Innenseite geschwächt, d. h. mit einer Sicke oder
dgl. versehen sein kann, gegeneinander angewinkelt. In ihrer achteckigen Form wird
die Seitenwandung mit einer unteren Abschlusskante 11 in eine nach oben gerichtete
Nut 12 in dem Boden 9 und einer oberen Abschlusskante 13 in eine nach unten gerichtete
Nut 14 des Rands 7 eingesteckt und darin verrastet. Die dabei einrastenden Rastverbindungen
umfassen voneinander in Umfangsrichtung um die Hochachse 10 beabstandete, aber in
dieser Umfangsrichtung langgestreckte Ausnehmungen 15 in der Seitenwandung und komplementäre
Rastvorsprünge 16 in den Nuten 12 und 14. Ausnehmungen 18 in dem Boden 9 und Ausnehmungen
19 in dem Rand 7 gehen auf Schieber von Spritzwerkzeugen zurück, die für die Ausbildung
der Rastvorsprünge 16 benötigt werden.
[0042] In Fig. 5 ist unterhalb der oberen Abschlusskante 13 eine parallel dazu verlaufende
Trennlinie 17 angedeutet, unterhalb derer weitere Ausnehmungen 15' in der Seitenwandung
8 ausgebildet sind. Entlang dieser Trennlinie 17 kann die Seitenwandung 8 in ihrer
Höhe längs der Hochachse 10 gekürzt werden, um die Höhe des Abfallsammelbehälters
2 an einen beschränkten Raum, beispielsweise innerhalb eines Unterschranks unterhalb
einer Spüle, anzupassen.
[0043] Um die Seitenwandung 8 im Bereich einer Stoßfuge 20 zwischen vertikalen Abschlusskanten
21 und 22 zu schließen, ist ein im Querschnitt H-förmiger Profilabschnitt 23 aus elastischem
Kunststoffmaterial vorgesehen, der die Abschlusskanten 21 und 22 in seinen Nuten 24
aufnimmt. Das Lager 4 weist zwei ortsfest an einem Korpus eines Schranks zu montierende
Lagerteile 25 und 26 auf. Das Lagerteil 25 weist einen Lagerbolzen 27 auf, auf dem
ein Fortsatz 28 des Rands 7 um eine vertikale und parallel zu der Hochachse 10 verlaufende
Schwenkachse 29 verschwenkbar gelagert ist. Entsprechend weist das Lagerteil 26 einen
Lagerbolzen 30 auf, über den ein Fortsatz 31 des Bodens 9 um die Schwenkachse 29 schwenkbar
gelagert ist. An dem oberen Lagerteil 25 ist zusätzlich der Deckel 3 gelagert, aber
drehfest, indem er nicht nur auf dem Lagerbolzen 27, sondern auch auf einem weiteren
parallelen Lagerbolzen 32 in vertikaler Richtung geführt ist. Dabei wird der Deckel
3 durch eine Rastnase 33 des Lagerteils 25, die mit vertikalem Spiel einen Rastvorsprung
37 übergreift und mit einem Hebel 34 elastisch ausrückbar ist, auf den beiden Lagerbolzen
27 und 32 gehalten. Wenn der Hauptkörper 2 mit dem an der Tür des jeweiligen Schranks
befestigten Türmitnehmer 5, der einen unteren Bund 35 des Bodens 9 hintergreift, aus
dem Schrank herausgeschwenkt wird, verbleibt der Deckel 3 im Schrank und gibt so die
obere Öffnung 6 frei. Um bei der Schwenkbewegung des Hauptkörpers 2 die Reibung des
zuvor gut schließenden Deckels 3 zu minimieren, wird der auf den Lagerbolzen 27 und
32 geführte Deckel 3 von einer Steuerfläche 36 an dem Fortsatz 28 vertikal nach oben
ausgerückt.
[0044] Das Lagerteil 25 ist für einen komplette Links/Rechts-Verwendbarkeit des Abfallsammelbehälters
1 ebenso spiegelsymmetrisch zu einer vertikalen Spiegelachse ausgebildet, wie alle
weiteren Teile des Abfallsammelbehälters 1. Im zusammengebauten Zustand gemäß Fig.
1 ist diese Spiegelsymmetrie jedoch in Bezug auf den gesamten Abfallsammelbehälter
1 nicht mehr gegeben, weil der Lagerbolzen 27 in den Fortsatz 28 und den Deckel 3
eingreift, während der Lagerbolzen 32 nur zur Drehsicherung und Vertikalführung des
Deckels 3 vorgesehen ist. Ebenso greift der Türmitnehmer 5 nur auf einer Seite der
ansonsten vorhandenen Symmetrieebene, in der sich die Schwenkachse 29 und die Hochachse
10 erstrecken, an dem Hauptkörper 2 an.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0045]
- 1
- Abfallsammelbehälter
- 2
- Hauptkörper
- 3
- Deckel
- 4
- Lager
- 5
- Türmitnehmer
- 6
- Öffnung
- 7
- Rand
- 8
- Seitenwandung
- 9
- Boden
- 10
- Hochachse
- 11
- Abschlusskante
- 12
- Nut
- 13
- Abschlusskante
- 14
- Nut
- 15
- Ausnehmung
- 16
- Rastvorsprung
- 17
- Trennlinie
- 18
- Ausnehmung
- 19
- Ausnehmung
- 20
- Stoßfuge
- 21
- Abschlusskante
- 22
- Abschlusskante
- 23
- Profilabschnitt
- 24
- Nut
- 25
- Lagerteil
- 26
- Lagerteil
- 27
- Lagerbolzen
- 28
- Fortsatz
- 29
- Schwenkachse
- 30
- Lagerbolzen
- 31
- Fortsatz
- 32
- Lagerbolzen
- 33
- Rastnase
- 34
- Hebel
- 35
- Bund
- 36
- Führungsfläche
- 37
- Rastvorsprung
- 38
- Sollbiegelinie
1. Bausatz für einen Abfallsammelbehälter (1) mit
- Teilen für einen eimerförmigen Hauptkörper (2) zur Aufnahme von Abfall,
- einem Deckel (3) zum Verschließen einer oberen Öffnung (6) des Hauptkörpers (2)
und
- einem Lager (4), in dem der Deckel (3) gegenüber einem die obere Öffnung (6)
begrenzenden oberen Rand (7) des Hauptkörpers (2) beweglich lagerbar ist,
wobei der Hauptkörper (2) eine sich von seinem oberen Rand (7) bis zu einem Boden
(9) erstreckende, um eine Hochachse (10) umlaufende Seitenwandung (8) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Teile für den Hauptkörper (2) voneinander getrennte Teile für den oberen Rand
(7), den Boden (9) und die Seitenwandung (8) des Hauptkörpers umfassen, wobei sich
das Teil für die Seitenwandung (8) in einer Ebene flach erstreckt oder flach zusammengelegt
ist, und dass die Teile für den oberen Rand (7), den Boden (9) und die Seitenwandung
(8) des Hauptkörpers (2) am Ort der Verwendung des Abfallsammelbehälters miteinander
verbindbar sind.
2. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil für die Seitenwandung (8) mehrere, um parallel zu der Hochachse (10) verlaufende
Sollbiegelinien (38) gegeneinander verschwenkbare Teilbereiche aufweist.
3. Bausatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbereiche der Seitenwandung (8) gleiche Abmessungen aufweisen und/oder dass
6 oder 8 Teilbereiche vorhanden sind.
4. Bausatz nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil für die Seitenwandung (8), insbesondere auf Basis eines formgespritzten
oder extrudierten Ausgangskörpers, aus formsteifem Kunststoffmaterial ausgebildet
ist, das mit den Sollbiegelinien (38) versehen ist.
5. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile für den Hauptkörper einen im Querschnitt H-förmigen Profilabschnitt (23)
umfassen, mit dem eine vertikal verlaufende Stoßfuge (20) verschließbar ist, indem
der Profilabschnitt (23) vertikale Abschlusskanten (21, 22) der Seitenwandung (8)
in seinen Nuten (24) aufnimmt, wobei der Profilabschnitt (23) optional aus elastischem
Kunststoffmaterial formgespritzt oder extrudiert ist.
6. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (7) und der Boden (9) aus formsteifem Kunststoffmaterial ausgebildet, insbesondere
formgespritzt, sind.
7. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (4) zur schwenkbaren Lagerung des Hauptkörpers (2) um eine zu der Hochachse
(10) parallele Schwenkachse (29) und zur drehfesten Lagerung des Deckels (3) um die
Schwenkachse (29) sowie zum Anheben des Deckels (3) beim Verschwenken des Hauptkörpers
(2) um die Schwenkachse (29) ausgebildet ist.
8. Bausatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (4) ein ortsfest zu montierendes oberes Lagerteil (25) mit einem oberen
Lagerbolzen (27) zur schwenkbaren Lagerung des Rands (7) und ein ortsfest zu montierendes
unteres Lagerteil (26) mit einem unteren Lagerbolzen (30) zur schwenkbaren Lagerung
des Bodens (9) aufweist.
9. Bausatz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Lagerteil (25) einen weiteren oberen Lagerbolzen (32) aufweist, wobei der
obere Lagerbolzen (27) und der weitere obere Lagerbolzen (32) zusammen eine drehfeste
Vertikalführung für den Deckel (3) ausbilden und wobei der Rand (7) zur schwenkbaren
Lagerung auf dem bei dem montierten oberen Lagerteil (25) jeweils vorne liegenden
Lagerbolzen (27 oder 32) vorgesehen ist.
10. Bausatz nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Türmitnehmer (5) zur ortsfesten Montage an einer Schranktür eines Schranks vorgesehen
ist, wobei die Lagerteile (25, 26) zur ortsfesten Montage in einem Korpus des Schranks
vorgesehen sind, und dass der Türmitnehmer (5) zum Hintergreifen eines nach unten
von dem Boden (9) abstehenden Bunds (35) ausgebildet ist.
11. Bausatz nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Grundköper zur Aufnahme von Abfall vorgesehen ist, dessen obere Öffnung
mit dem Boden (9) des Hauptkörpers verschließbar ist und der unter dem Hauptkörper
(2) und gegenüber dem Hauptkörper (2) um die Schwenkachse (29) verschwenkbar lagerbar
ist.
12. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen und/oder unteren Ende des Teils für die Seitenwandung (8) mindestens eine
parallel zu der oberen bzw. unteren Abschlusskante (11, 13) verlaufende Trennlinie
(17) ausgebildet ist, wobei optional Ausnehmungen (15) in der Seitenwandung (8) für
Rastverbindungen mit dem Rand (7) und/oder dem Boden (9) auf mehreren unterschiedlichen
Höhen der Seitenwandung (8) längs der Hochachse (10) ausgebildet sind.
13. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile für den oberen Rand (7), den Boden (9) und die Seitenwandung (8) des Hauptkörpers
(2) unter Einstecken einer oberen Abschlusskante (13) der Seitenwandung (8) in eine
nach unten gerichtete Nut (14) in dem oberen Rand (7) und einer unteren Abschlusskanten
(11) der Seitenwandung (8) in eine nach oben gerichtete Nut (12) in dem Boden (9)
miteinander verbindbar sind.
14. Bausatz nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Abschlusskante (13) der Seitenwandung (8) in der nach unten gerichteten
Nut (14) in dem oberen Rand (7) und die untere Abschlusskante (11) der Seitenwandung
(8) in der nach oben gerichteten Nut (12) in dem Boden (9) verrastbar ist.
15. Bausatz nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der oberen Abschlusskante (13) der Seitenwandung (8) und dem oberen Rand
(7) sowie der unteren Abschlusskante (11) der Seitenwandung (8) und dem Boden (9)
in Umfangsrichtung um die Hochachse (10) beabstandete Rastverbindungen vorgesehen
sind, wobei optional die Rastverbindungen in Umfangsrichtung um die Hochachse (10)
gestreckte Ausnehmungen (15) aus der Seitenwandung (8) umfassen.