[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungshandhabe für ein Schloss einer Tür. Die Tür
weist einen ortsfesten Türrahmen mit einem darin bewegbar gelagerten Türflügel, vorzugsweise
als Anschlagdrehflügel ausgebildet, auf. Bei der Tür handelt es sich vorzugsweise
um eine Tür in einem Flucht- und Rettungsweg und bei der Betätigungshandhabe dementsprechend
um eine Panikbetätigungshandhabe.
[0002] Die Betätigungshandhabe weist eine Betätigungsstange auf, die als sogenannte Griffstange
ausgebildet ist und in einer aus zwei Lagereinrichtungen bestehenden Lagereinrichtung
schwenkbar gelagert ist. Die Betätigungsstange weist an ihrem ersten Ende einen ersten
Hebelarm und an ihrem zweiten Ende einen zweiten Hebelarm auf. Die erste Lagereinrichtung
ist dem ersten Hebelarm zugeordnet und die zweite Lagereinrichtung ist dem zweiten
Hebelarm zugeordnet, indem in der ersten Lagereinrichtung der erste Hebelarm mit seinem
freien Ende schwenkbar gelagert ist und in der zweiten Lagereinrichtung der zweite
Hebelarm mit seinem freien Ende schwenkbar gelagert ist. Die Lagereinrichtungen sind
in ihrer montierten Position an der Tür so angeordnet, dass ihre Lagerachsen unter
Ausbildung einer gemeinsamen horizontalen Lagerachse miteinander fluchten und die
Betätigungsstange horizontal angeordnet um diese horizontale Achse schwenkbar ist.
[0003] Die DIN 11 25 beschreibt Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für
Türen in Flucht- und Rettungswegen. Sie unterscheidet die Typ A Stangenbetätigung
mit sog. Griffstangen, die um eine horizontale Achse am Türflügel schwenkbar gelagert
sind, und die Typ B Stangenbetätigung mit einer Druckstange, die ebenfalls horizontal
am Türflügel montiert ist, jedoch in Richtung senkrecht zur Türflügelebene verschiebbar
gelagert ist. Im vorliegenden Falle der Erfindung geht es um eine Betätigungshandhabe
mit einer sogenannten Griffstange, die um ihre horizontale Achse schwenkbar am Türflügel
gelagert ist, also um eine Typ A Stangenbetätigung.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine solche Betätigungshandhabe mit einer
am Türflügel um eine horizontale Achse schwenkbaren Betätigungsstange so weiterzuentwickeln,
dass sie einfach herstellbar und montagefreundlich ist, eine hohe Stabilität und Festigkeit
im Gebrauch aufweist und optisch vorteilhaft ist.
[0005] Die Lösung gemäß Patentanspruch 1 sieht eine Betätigungshandhabe vor, die eine Betätigungsstange,
eine erste Lagereinrichtung und eine zweite Lagereinrichtung aufweist. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass die Lagereinrichtungen so ausgebildet sind, dass sie jeweils
eine Lagerwelle aufweisen, die mit einem Mitnehmer drehfest gekoppelt ist, über den
eine Anschlussnuss des Schlosses betätigbar ist. Die Lösung sieht gemäß dem Patentanspruch
1 vor,
- dass das erste Schalenteil jeweils an seinem einen Ende einen ersten Abschnitt einer
Lageraufnahme der Lagerwelle der dem Hebelarm zugeordneten Lagereinrichtung aufweist
und an seinem anderen Ende eine umschließende Halterungsaufnahme des dem Hebelarm
zugeordneten Endes der Betätigungsstange aufweist, und
- dass das zweite Schalenteil jeweils an seinem einen Ende einen zweiten Abschnitt der
genannten Lageraufnahme der Lagerwelle der dem Hebelarm zugeordneten Lagereinrichtung
aufweist.
[0006] Dies bedeutet, dass bei dieser Lösung das erste Schalenteil an seinem einen Ende
eine Teilaufnahme für die Lagerwelle und an seinem anderen Ende eine umschließende
Halterungsaufnahme für die Betätigungsstange aufweist. Das zweite Schalenteil weist
ebenfalls an seinem einen Ende eine Teilaufnahme für die Lagerwelle auf. Damit ist
die Lageraufnahme der Lagerwelle durch zwei Teilaufnahmen, die in dem ersten Schalenteil
und in dem zweiten Schalenteil jeweils ausgebildet sind, gebildet. Wenn die beiden
Schalenteile in dem zusammengesetzten Körper zusammengefügt sind, bilden sie jeweils
eine zusammengesetzte Lageraufnahme für die Lagerwelle, die den Anschlussbereich der
Lagerwelle umfangseitig vollständig umschließt. Die Halterungsaufnahme des dem Hebelarm
zugeordneten Endes der Betätigungsstange ist nur durch das erste Schalenteil ausgebildet.
[0007] Die Hebelarme der als Griffstange ausgebildeten Betätigungsstange sind also im Schalenaufbau
ausgebildet. Die in den Hebelarmen ausgebildete Lageraufnahme für die Lagerwelle der
Lagereinrichtung ist jeweils durch einen Teilabschnitt des ersten Schalenteils und
durch einen Teilabschnitt des zweiten Schalenteils gebildet also durch Teilaufnahme,
die eine zusammengesetzte Aufnahme ergeben. Die in den Hebelarmen ebenfalls ausgebildete
Halterungsaufnahme für die Betätigungsstange wird durch nur ein Schalenteil gebildet,
indem die Halterungsaufnahme in diesem Schalenteil als eine umschließende Aufnahme
ausgebildet ist, die das Anschlussende der Betätigungsstange aufnimmt und umschließt.
Jeder Hebelarm besteht aus mindestens zwei Schalenteilen, nämlich einem ersten Schalenteil
und einem zweiten Schalenteil. Bei bevorzugten Ausführungen sind ausschließlich diese
zwei Schalenteile zur Ausbildung des Hebelarms vorgesehen. Es sind aber auch Ausführungen
möglich, bei denen die Hebelarme aus mehreren Schalenteilen zusammengesetzt sind,
insbesondere auch Ausführungen, bei denen ein oder mehrere Zwischenkörper im Inneren
des Hebelarms angeordnet sind und die Schalenteile jeweils außen, und zwar den oder
die Zwischenkörper umgebend angeordnet sind. Bei allen Ausführungen sind die Hebelarme
jeweils als zusammengesetzter Körper ausgebildet, und zwar unter Verwendung der mindestens
zwei Schalenteile. Der Begriff Schalenteil bedeutet, dass die als Schalenteil bezeichneten
Teile jeweils an ihrer einen Seite einen Abschnitt der Außenseite des Hebelarms bilden,
das heißt sie weisen auf mindestens einer Seite eine Fläche auf, die zumindest einen
Abschnitt der Außenfläche des Schalenteils bildet. Die Schalenteile sind in der Regel
flache Teile. Die Schalenteile können an ihrer Außenseite im weitesten Sinne konvex
und an ihrer Innenseite im weitesten Sinne konkav ausgebildet sein. Dies ist aber
nicht zwingend so. Wesentlich bei den sogenannten Schalenteilen ist lediglich, dass
sie an einer Seite eine Außenfläche aufweisen, die einen Abschnitt der Außenfläche
des zusammengesetzten Körpers bilden.
[0008] Im Folgenden werden Ausgestaltungen erörtert, die optional vorgesehen sein können,
und zwar vorzugsweise bei allen vier Lösungswegen.
[0009] Es kann insoweit vorgesehen sein, dass das erste Schalenteil und das zweite Schalenteil
unter Ausbildung des zusammengesetzten Körpers lösbar miteinander verbindbar sind.
Zum lösbaren Verbinden kann eine Schraubverbindungseinrichtung und/oder eine Rastverbindungseinrichtung
vorgesehen sein.
[0010] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das erste Schalenteil und
das zweite Schalenteil in dem zusammengesetzten Körper unmittelbar einander aufliegend
angeordnet sind.
[0011] Bei besonders bevorzugten Ausführungen besteht der zusammengesetzte Körper, der den
Hebelarm bildet, ausschließlich aus dem ersten Schalenteil und dem zweiten Schalenteil.
Es sind aber auch Ausführungen vorgesehen, bei denen ein weiteres Schalenteil oder
mehrere weitere Schalenteile oder auch ein oder mehrere Zwischenkörper zwischen den
Schalenteilen vorgesehen sind. Der Zwischenkörper kann jeweils als einteiliger Körper
oder aber auch als mehrteiliger Körper ausgebildet sein.
[0012] Besonders vorteilhaft sind Ausführungen, bei denen das erste Schalenteil und das
zweite Schalenteil mit Abschnitten ihrer Außenseite die gesamte Außenseite, das heißt
die gesamte Außenfläche des zusammengesetzten Körpers bildet.
[0013] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass bei dem den ersten Hebelarm
und den zweiten Hebelarm bildenden zusammengesetzten Körper das erste Schalenteil
und das zweite Schalenteil zumindest abschnittsweise unter Ausbildung einer Fuge randseitig
aneinander angrenzen,
wobei die Fuge als Längsfuge ausgebildet ist, die sich in Richtung der Längserstreckung
des Hebelarms erstreckt. In bevorzugter Weiterbildung kann bei diesen Ausführungen
vorgesehen sein, dass der erste Hebelarm und der zweite Hebelarm jeweils an einander
zugewandten Seiten die Längsfuge aufweisen.
[0014] Bei bevorzugten Ausführungen kann eines der Schalenteile auch gleichzeitig mehrere
Seiten in Art einer Blende abdecken. Es kann hierbei vorgesehen sein, dass der Querschnitt
des ersten Schenkels und/oder des zweiten Schenkels quer zur Längserstreckung des
Schalenteils abgewinkelt ausgebildet ist, wobei einer der Schenkel so ausgebildet
ist, dass er eine Seite des Hebelarms an der von dem anderen Hebelarm abgewandten
Seite überdeckt oder zumindest weitgehend überdeckt. Die Abwinkelung kann im Querschnitt
als rechter Winkel ausgebildet sein. Sie kann aber auch mehr als zwei abgewinkelte
Schenkel aufweisen, zum Beispiel im Querschnitt U-förmig ausgebildet sein.
[0015] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Lagereinrichtung einen
Lagerkörper, vorzugsweise als Lagergehäuse ausgebildet, aufweist. In dem Lagerkörper
kann die Lagerwelle drehbar gelagert sein.
[0016] An einem Ende der Lagerwelle kann bei einer Ausführungsform, die keinen Teil der
Erfindung darstellt, der den Hebelarm bildende zusammengesetzte Körper angeschlossen
sein, indem die Lagerwelle drehfest in die Lagerausnehmung axial eingereift. Die Lagerausnehmung
kann durch das eine Schalenteil oder durch mehrere Schalenteile zusammengesetzt ausgebildet
sein.
[0017] Bei der Betätigungshandhabe handelt es sich also um eine Handhabe mit horizontaler
Griffstange, bei der der Anschluss der Hebelarmenden an die jeweils zugeordnete Lagereinrichtung
an der dort drehbar gelagerten Lagerwelle axial an der Lagerwelle ausgebildet sein
kann. Das heißt die Griffstange kann vorzugsweise nach dem sogenannten Axialkonzept
angeschlossen sein. Es sind aber auch Ausführungen der Griffstange möglich, die an
der Lagerwelle radial anschließen, das heißt nach dem sogenannten Radialkonzept angeschlossen
sind.
[0018] Das Schloss kann als Einsteckschloss oder aber auch als aufliegendes Schloss ausgebildet
sein. So sind Ausführungen möglich, bei denen die Lagereinrichtung so ausgebildet
ist, dass sie mit einem im Flügel innenliegenden Einsteckschloss kuppelbar ist. Die
Lagereinrichtung kann hierfür über einen mit der Lagerwelle drehfest gekuppelten Mitnehmer
die Nuss des Schlosses betätigen, gegebenenfalls über ein zwischengeschaltetes Anschlusselement,
zum Beispiel ein in die Schlossnuss drehfest eingesteckter Anschlusszapfen. In entsprechender
Weise kann die Lagereinrichtung mit einem aufliegenden Schloss kuppelbar sein.
[0019] Die Figuren zeigen:
- Figur 1a
- eine Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispiels, welches keinen Teil der Erfindung
darstellt, jedoch das Verständnis der Erfindung erleichtert, sowie Schnittansichten
entlang Schnittlinie A-A einer Betätigungsstangeneinrichtung, wobei die Schlossmechanik
im Flügel nicht dargestellt ist;
- Figur 1b:
- eine Ansicht der linken Seite der Betätigungsstangeneinrichtung in Figur 1a, in Explosionsdarstellung
sowie eine teilweise geschnittene Seitenansicht und eine teilweise geschnittene Draufsicht,
ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 1c:
- eine Ansicht der rechten Seite der Betätigungsstangeneinrichtung in Figur 1a, in Explosionsdarstellung
sowie eine teilweise geschnittene Seitenansicht und eine teilweise geschnittene Draufsicht,
ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 1d
- eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 1a;
- Figur 1sm
- eine schematische Darstellung des in Fig. 1a bis 1d dargestellten Ausführungsbeispiels;
- Figur 1er
- eine Fig. 1sm entsprechende Darstellung, jedoch ein abgewandeltes erfindungsgemäßes
Ausführungsbeispiel zeigend;
- Figur 2a
- ein perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Betätigungsstangeneinrichtung,
welches keinen Teil der Erfindung darstellt, jedoch das Verständnis der Erfindung
erleichtert, wobei die linke Seite der Betätigungsstangeneinrichtung mit der Lagereinrichtung
mit Adapterplatte jedoch ohne Abdeckkappe dargestellt ist, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 2b
- eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels in Figur 2a; jedoch in Draufsicht
von oben her;
- Figur 2c
- eine perspektivische Gesamtansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 2a;
- Figur 3a
- eine Figur 2a entsprechende perspektivische Darstellung desselben Ausführungsbeispiels,
jedoch mit aufgesetzter Aufdeckkappe, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 3b
- eine Figur 3a entsprechende perspektivische Darstellung, jedoch mit der Abdeckkappe
transparent dargestellt, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 4
- eine perspektivische Draufsicht einer Adapterplatte wie sie in dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 3a und 3b eingesetzt ist, in Einzeldarstellung;
- Figur 5
- eine Stirnansicht eines Türflügels, an dessen Innenseite eine Betätigungsstange und
an dessen Außenseite ein Türknauf montiert ist.
[0020] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich jeweils
um einen Betätigungsstangenbeschlag für eine Tür, vorzugsweise für eine Tür in Flucht-
und Rettungswegen. Die Ausführungsbeispiele, die in den Figuren dargestellt sind,
sind im Aufbau sehr ähnlich. Die gleichen bzw. funktionsgleichen Bauteile sind in
den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der Betätigungsstangenbeschlag
ist in der folgenden Beschreibung auch als Betätigungsstangenhandhabe oder Betätigungsstangeneinrichtung
bezeichnet.
[0021] Die Betätigungsstangenhandhabe der Ausführungsbeispiele der Figuren ist gemäß der
Nomenklatur der DIN EN 1125 als "Griffstange" ausgebildet. Gemäß der Norm handelt
es sich um eine Typ A Stangenbetätigung. Die Typ A Betätigungsstange - die sogenannte
Griffstange - weist eine horizontale Schwenkachse auf, um die die Betätigungsstange
bei ihrer Betätigung von Hand schwenkbar ist.
[0022] Wie bei dem Ausführungsbeispiel in Figur 1a gezeigt, welches keinen Teil der Erfindung
darstellt, jedoch das Verständnis der Erfindung erleichtert, ist die Betätigungsstange
1 über eine linksseitige Lagereinrichtung 2 und eine rechtsseitige Lagereinrichtung
2 auf dem Türflügel TF gelagert. Die Betätigungsstange 1 weist an ihren Enden jeweils
einen Hebelarm 1h auf, sodass sie die Formgestalt eines U-Bügels aufweist. Die freien
Enden der Hebelarme 1h sind in den Lagereinrichtungen 2, 2 um eine Schwenkachse XA
schwenkbar gelagert. Der Beschlag, d. h. die Betätigungsstangeneinrichtung ist auf
dem Türflügel so montiert, dass die Betätigungsstange 1 und dementsprechend die Schwenkachse
XA parallel zur Türflügelebene und zwar horizontal ausgerichtet sind. Durch Schwenken
der Betätigungsstange 1 um diese horizontale Achse XA durch Herunterdrücken von Hand
wird die im Türflügel angeordnete Schlossmechanik, an die die Betätigungsstangeneinrichtung
angeschlossen ist, in Auf-Richtung betätigt. Die Schlossmechanik ist in dem Türflügel
unmittelbar unterhalb von einer der Lagereinrichtungen 2 angeordnet und über eine
in der Lagereinrichtung 2 angeordnete Anschlusseinrichtung 3 angeschlossen. Die Einwirkung
der Betätigungsstangeneinrichtung einschließlich der Anschlusseinrichtung 3 auf die
Schlossmechanik wird im Einzelnen noch beschrieben.
[0023] Die Betätigungsstange 1 weist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen an ihren
beiden Enden jeweils drehfest den Hebelarm 1h, 1h auf. Das freie Ende jedes Hebelarms
1h ist drehfest mit einer abtriebsseitigen Lagerwelle 2a verbunden. Die Lagerwellen
2a sind jeweils parallel zur Betätigungsstange 1 ausgerichtet. Sie stehen von dem
betreffenden freien Hebelarmende auf der von der Betätigungsstange 1 abgewandeten
Seite nach außen ab. Die Lagerwelle 2a lagert jeweils in der ihr zugeordneten Lagereinrichtung
2 und zwar die linke Lagerwelle 2a in der linken Lagereinrichtung 2 und die rechte
Lagerwelle 2a in der rechten Lagereinrichtung 2.
[0024] Der Anschluss der Betätigungsstange 1 an den Lagereinrichtungen 2, 2 ist in den dargestellten
Ausführungsbeispielen ein sogenannter Axialkonzeptanschluss. Das heißt, zum Anschluss
der Hebelarmenden an der Lagerwelle 2a der zugeordneten Lagereinrichtung 2 greift
ein axialer Anschlussstutzen der Lagerwelle 2a in eine Ausnehmung am freien Ende des
Hebelarms 1h ein. Abgewandelte Ausführungen, bei denen der Anschluss der Hebelarme
1h jeweils radial an der Lagerwelle 2a erfolgt, sind möglich mit im übrigen gleicher
Ausgestaltung.
[0025] Wie am besten in den Figuren 1b und 1c sowie in den Figuren 2a und 2b gezeigten Ausführungsbeispielen
zu erkennen ist, welche keinen Teil der Erfindung darstellen, jedoch das Verständnis
der Erfindung erleichtern, ist die Lagereinrichtung 2 jeweils aus einem Lagerkörper
2k gebildet. Der Lagerkörper 2k ist im Querschnitt U-förmig. Er weist eine Lagerplatte
2p auf, von der senkrecht nach oben U-Schenkel 2u abstehen. Die U-Schenkel 2u weisen
miteinander verfluchtende Lageraufnahmen auf. Die Lageraufnahmen sind von der jeweils
zugeordneten Lagerwelle 2a derartig durchgriffen, dass die Lagerwelle jeweils mit
ihren Enden in den zugeordneten Lageraufnahmen in den U-Schenkeln 2u drehbar um die
Achse XA gelagert sind. Wie die Figuren 1b und 1c erkennbar machen, ist das eine Ende
der Lagerwelle 2a unmittelbar in der Lagerausnehmung eingesteckt und drehbar gelagert,
das andere Ende der Lagerwelle trägt eine auf der Lagerwelle 2a drehbar gelagerte
Lagerbuchse 2b, die drehfest in der zugeordneten Lageraufnahme eingesteckt ist.
[0026] Auf der Lagerwelle 2a ist jeweils eine Schenkelfeder 2s gelagert, die sich, wie Figur
2b zeigt, mit ihrem einen Ende an einem Anschlagbolzen im U-Schenkel 2u abstützt und
mit Ihren anderen Ende einen mit der Lagerwelle 2a festen Hebelmitnehmer 2m abstützt.
Die drehfeste Verbindung der Lagerwelle 2a mit dem Hebelarm 1h der Befestigungsstange
1 erfolgt über einen Sechskant, wie aus den Figuren 1b und 1c am besten zu erkennen
ist. Der Sechskant greift in die Lageraufnahme des Hebelarms 1h doppelt ein.
[0027] Zur Übertragung der Schwenkbewegung der Lagerwelle 2a auf die in den Figuren nicht
dargestellte Schlossmechanik ist, wie in der Figur 1b rechte Darstellung und in der
Figur 1c mittlere Darstellung zu erkennen ist, einen Kupplungsbolzen 3k mit einem
drehfest verbundenen Mitnehmer 3m vorgesehen. Der Kupplungsbolzen 3k greift in eine
in den Figuren nicht dargestellte Schlossnuss, die Teil der im Türflügel montierten
Schlossmechanik ist. Die Schlossnuss stellt eine Drehaufnahme der Schlossmechanik
dar. Sie ist so angeordnet, dass der Kupplungsbolzen 3k axial fluchtend einsetzbar
ist. Zur drehfesten Kupplung weist der Kupplungsbolzen einen Vierkant auf. Die Schlossnuss
treibt die Schlossmechanik an, indem der Kupplungsbolzen 3k durch Betätigung der Betätigungsstange
1 gedreht wird. Zwischen der Lagerwellen 2a und dem Kupplungsbolzen 3k ist ein Getriebe
angeordnet, das bei Drehung der Lagerwellen 2a eine Drehung des Kupplungsbolzens 3k
bewirkt. Das Getriebe ist dadurch ausgebildet, dass der auf der Lagerwelle 2a drehfeste
Hebelmitnehmer 2m und der auf dem Kupplungsbolzen 3k drehfeste Mitnehmer 3m zusammenwirken,
d.h. der Hebelmitnehmer 2m betätigt den Mitnehmer 3m, während die Betätigungsstange
1 durch Betätigung von Hand nach unten geschwenkt wird. Dabei wird die Schenkelfeder
2s gespannt. Sie dient dazu nach der Betätigung der Druckstange, diese unter Wirkung
der Feder 2s wieder zurückzustellen.
[0028] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Schloss vorzugsweise als Steckschloss
ausgebildet im Türflügel verdeckt montiert. Der Schlossriegel wirkt mit einem im ortsfesten
Türrahmen oder in einem angrenzenden Standflügel ausgebildetem Schließblech zusammen.
Bei abgewandelten Ausführungsbeispielen kann das Schloss auch als auf dem Türflügel
aufliegend montiertes Schloss ausgebildet sein. Der durch die Betätigungsstange gesteuerte
Riegel kann mit einem auf dem ortsfesten Türrahmen aufliegend montiertem Schließblech
zusammenwirken. Das Schloss kann vorzugsweise in der Betätigungsstangeneinrichtung,
z.B. in einem Lagergehäuse integriert sein.
[0029] Figur 5 zeigt einen Türflügel 17 an dessen Innenseite eine Betätigungsstangenhandhabe
1 und an dessen Außenseite ein Türknauf oder Türdrücker 10 montiert ist. Bei der Betätigungsstangenhandhabe
1 handelt es sich um eine Griffstange, d.h. Typ A Betätigungsstange, und zwar um eine
Ausführung entsprechend den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 4. Es handelt
sich um eine Griffstange, bei der der linke und rechte Hebelarm 1h, 1h der Betätigungsstange
jeweils an der horizontalen Lagerwelle der zugeordneten Lagereinrichtung 2 axial angeschlossen
ist, d.h. eine Ausführung des sogenannten Axialkonzeptes.
[0030] Die Schwenkachse XA, der also eine sogenannte Griffstange bildende Betätigungsstange
1 ist, in der Darstellung in Figur 5 eingezeichnet. Sie verläuft senkrecht zur Zeichnungsebene.
Der Knauf oder Türdrücker 10, der an der Außenseite des Türflügels TF montiert ist,
ist ebenfalls lediglich schematisch dargestellt. Wesentlich ist, dass die Achse X
des Türknaufs oder Drückers 10 in derselben Höhe über dem Boden angeordnet ist, in
der die Schwenkachse XA der Griffstange verläuft und auch die Achse XN der Nuss des
im Türflügel TF eingebauten Einsteckschlosses angeordnet ist. Vorteilhafterweise ist
bei diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Befestigung der Griffstange 1
im Lochbild der Rosette des an der Außenseite des Türflügels montierten Türdrückers
oder Türknaufs 10 erfolgt.
[0031] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Lagereinrichtung
2 der Betätigungsstangeneinrichtung über eine Adapterplatte 5, welche keinen Teil
der Erfindung darstellt, auf dem Türflügel montiert. Die Adapterplatte 5 ist zwischen
der Lagerplatte 3p des Lagerkörpers 3k und der Oberseite des Türflügels TF angeordnet,
wie dies aus den Figuren 2b und 3b am besten zu erkennen ist. In der Figur 4 ist die
Adapterplatte 5 als Einzelteil dargestellt.
[0032] Die Adapterplatte 5 weist eine zentrale Durchgriffsöffnung für den Kupplungszapfen
3k auf. Die Durchgriffsöffnung ist vorangehend als Anschlussöffnung bezeichnet. In
der Montageposition ist diese Durchgriffsöffnung der Adapterplatte 5 fluchtend mit
der Durchgriffsöffnung der Lagerplatte 2p angeordnet und zwar derart, dass die zentralen
Mittelachsen der Durchgriffsöffnungen miteinander fluchten.
[0033] Wesentlich ist, dass die Adapterplatte 5 Befestigungslöcher 5f aufweist, die zur
Befestigung am Türflügel TF vorgesehen sind. Die Befestigungslöcher 5f sind als Senklöcher
ausgebildet, sodass die Befestigungsschrauben mit ihrem Schraubenkopf plan eingreifen
können. In der Darstellung in Figur 2a und Figur 3a sind in den Befestigungslöchern
5f keine Befestigungsschrauben eingesetzt dargestellt. Die Befestigungslöcher 5f in
der Adapterplatte 5 sind in einem ersten Bohrbild ausgebildet, das identisch ist mit
dem Bohrbild der Befestigungslöcher im Türflügel TF. Das Bohrbild der Befestigungslöcher
im Türflügel TF ist bei Normtüren genormt. Die Adapterplatte 5 ist mit dem Bohrbild
ihrer Befestigungslöcher 5f auf das betreffende Bohrbild des Türflügels abgestellt.
[0034] Die Lagerplatte 2p weist hingegen Befestigungslöcher 2f auf, die in einem zweiten
Bohrbild angeordnet sind. Diese Befestigungslöcher fluchten in der Montageposition
mit Gewindezapfen 5g, die von der Adapterplatte 5 nach oben abstehen.
[0035] Das zweite Bohrbild, das also die Befestigungslöcher 2f in der Lagerplatte 2p bilden
ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen das Bohrbild von sogenannten Langrosetten.
Das erste Bohrbild, das im Türflügel TF ausgebildet ist, ist bei den dargestellten
Ausführungsbeispielen das Bohrbild von sogenannten Rundrosetten. Die Befestigungslöcher
dieses ersten Bohrbilds sind in einer horizontalen Linie nebeneinander angeordnet.
Im Unterschied hierzu sind die Löcher des zweiten Bohrbilds in einer vertikalen Linie
untereinander angeordnet. Der Lochabstand der Löcher des zweiten Bohrbilds ist größer
als der Lochabstand der Löcher des ersten Bohrbilds. Wie in den Figuren für die dargestellten
Ausführungsbeispiele dargestellt, schneidet die vertikale Verbindungslinie der Löcher
des zweiten Bohrbilds die horizontale Verbindungslinie der Löcher des ersten Bohrbilds
in der Anordnung eines Kreuzes, wobei der Kreuzungspunkt im Zentrum der aufeinanderliegenden
Adapterplatte 5 und Lagerplatte 2p liegt und zwar im Zentrum der den Kupplungsbolzen
2k aufnehmenden Aufnahmeöffnungen.
[0036] Wie in den Figuren 2a, 2b, 3b und 4 zu erkennen ist, sind in dem dargestellten Fall
die Befestigungslöcher 5f in gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen der Adapterplatte
5 angeordnet und zwar in Bereichen, die von der in der Montageposition aufliegenden
Lagerplatte 2p der Lagereinrichtung 2 nicht überdeckt sind. Die Befestigungslöcher
5f und darin eingesetzte Befestigungsschrauben sind somit in der Montageposition von
außen zugänglich. Die Figuren 2a und 3b zeigen die Befestigungslöcher 5f ohne eingesetzte
Befestigungsschrauben.
[0037] Die Befestigungslöcher 2f in der Lagerplatte 2p der Lagereinrichtung 2 sind ebenfalls
in der Montageposition zugängig. Sie sind im Bereich der beiden Enden der Lagerplatte
2p zwischen den beiden U-Schenkeln 2u des Lagerkörpers 2k angeordnet. Die Figuren
2a und 3b zeigen, wie in der Montageposition die Gewindezapfen 5g der Adapterplatte
5 durch die Befestigungslöcher 2f der Lagerplatte hindurch greifen und jeweils über
eine auf das freie Ende der Gewindezapfen 5g aufgeschraubten Mutter die Schraubverbindung
hergestellt ist.
[0038] In den Figuren 3a und 3b ist eine Abdeckhaube 6 auf die Lagereinrichtung 2 aufgesetzt.
Die Abdeckhaube 6 deckt dabei die gesamte Lagereinrichtung 2 und die darunterliegende
Adapterplatte 5 ab. Die Abdeckhaube 6 hat hierfür eine spezielle Formgestaltung und
zwar derart, dass sie hut- oder kappenförmig ausgebildet ist mit einem oberen Kopfabschnitt,
der die Lagereinrichtung 2 überdeckt und einem unteren Erweiterungsabschnitt, der
die Adapterplatte 5 abdeckt, und zwar einschließlich der die Lagerplatte 2p überstehenden
Seitenbereiche der Adapterplatte 6.
[0039] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen weist die Betätigungsstangenhandhabe
einen besonderen konstruktiven Aufbau auf, der durch einen Schalenaufbau der Hebelarme
1h gekennzeichnet ist. Die Hebelarme 1h sind bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
aus zwei Schalenteilen 1h1, 1h2 zusammengesetzt. In dem Schalenteil 1h1 ist eine Lagerausnehmung
ha ausgebildet zur drehfesten Aufnahme der Lagerwelle 2a. Die Lagerausnehmung ha ist
als geschlossene Ausnehmung ausgebildet, die als Steckaufnahme das Anschlussende der
Lagerwelle 2a drehfest aufnimmt. Geschlossene Ausnehmung bedeutet, dass der Rand der
Ausnehmung ha den Umfang des Anschlussendes der Lagerwelle 2a umgibt, dass heißt umschließt.
Im dargestellten Fall ist diese Lageraufnahme ha als im Querschnitt komplementär mit
dem Querschnitt des Anschlussendes der Lagerwelle 2a, im dargestellten konkreten Fall
jeweils als Querschnitt mit Sechskantkontur.
[0040] Das andere Schalenteil hat 1h2 liegt in der Montageposition auf dem Schalenteil 1h1
in Art einer Abdeckung auf unter Ausbildung eines den Hebelarm 1h bildenden zusammengesetzten
Körpers.
[0041] Bei einem Ausführungsbeispiel, welches keinen Teil der Erfindung darstellt, jedoch
das Verständnis der Erfindung erleichtert, bilden an dem von der Lageraufnahme ha
abgewandten Ende die aufeinanderliegenden Schalenteile 1h1, 1h2 eine Halterungsausnehmung
hb zur Aufnahme der Betätigungsstange 1. Hierfür ist in den beiden Schalenteilen 1h1,
1h2 in dem betreffenden Endabschnitt eine Hälfte hb1, hb2 der Halterungsausnehmung
hb ausgebildet.
[0042] Die Halterungsausnehmung hb weist, wie aus den Figuren 1b und 1c erkennbar ist, einen
länglichen Querschnitt auf. Die Betätigungsstange 1 weist einen hierzu komplementären
Querschnitt auf, sodass sie in ihrer montierten Stellung in der Aufnahme hb drehfest
gehaltert ist. Die Montage erfolgt vorzugsweise so, dass die Betätigungsstange 1 mit
ihrem Ende in die Halterungshälfte des Schalenteils 1h1 eingelegt wird und sodann
das Schalenteil 1h2 auf das Schalenteil 1h1 aufgesetzt wird und über die Schraubverbindung
die beiden Schalenteile 1h1 und 1h2 zusammengespannt werden. In den Explosionsdarstellungen
der Figuren 1b und 1c ist für jeden Hebelarm 1h hierfür eine Schraube vorgesehen.
Zur Herstellung der Schraubverbindung wird die Schraube mit ihrem Schraubenschaft
in ein Durchgangsloch im Schalenteil 1h1 auf Anschlag eingesteckt und das Schraubenende
in einem im Schalenteil 1h2 ausgebildeten Gewindeloch eingeschraubt.
[0043] Das Schalenteil 1h2 ist in dem in den Figuren dargestellten Fall jeweils in Art einer
Abdeckung ausgebildet. Das Schalenteil weist quer zu seiner Längserstreckung einen
Querschnitt auf, der winkelig ist, bestehend aus zwei rechtwinkelig zueinander angeordneten
Schenkeln. In der Montageposition liegt der obere Schenkel auf der Oberseite des Schalenteils
1h1 auf. Der seitliche Schenkel deckt die Seite des Hebelarms 1h ab, und zwar die
Außenseite, die von der Betätigungsstange abgewandt ist. Dieser Schenkel überdeckt
dabei auch die äußere Stirnseite der Halterungsaufnahme, in der das Ende der Betätigungsstange
1 eingesteckt ist. Damit erhält der Hebelarm 1h auf seiner Außenseite, die von der
Betätigungsstange 1 abgewandt ist, eine geschlossene Abdeckung, die gebildet ist durch
das Schalenteil 1h2. Das Schalenteil 1h2, das so die äußere Seitenfläche des jeweiligen
Hebelarms 1h abdeckt, erstreckt sich auf der Oberseite des Hebelarms 1h von dem unteren
Ende bis über ein Teil des oberen Endes des Schalenteils 1h1, welches die Lagerausnehmung
aufweist. Somit wird der Hebelarm 1h bei Draufsicht von oben weitgehend oder nahezu
vollständig durch das Schalenteil 1h2 abgedeckt.
[0044] Die beiden Hebelarme 1h weisen auf den einander zugewandten Innenseiten jeweils eine
Längsfuge auf, die durch die in diesem Bereich einander angrenzenden Längsränder der
Schalenteile 1h1 und 1h2 gebildet wird.
[0045] Der Schalenaufbau des in den Figuren 1a bis 1d dargestellten Ausführungsbeispiels,
welches keinen Teil der Erfindung darstellt, jedoch das Verständnis der Erfindung
erleichtert, ist in Figur 1sm noch mal sehr schematisch dargestellt. Es ist erkennbar,
dass das erste Schalenteil 1h1 die Lagerausnehmung ha aufweist, die als umschließende
Lageraufnahme für das Anschlussende der Lagerwelle 2a ausgebildet ist und das erste
Schalenteil 1h1 und das zweite Schalenteil 1h2 jeweils einen ersten Abschnitt bzw.
einen zweiten Abschnitt jeweils als Teilaufnahme für das Anschlussende der Betätigungsstange
1 aufweisen. Diese beiden Teilaufnahmen bilden eine gemeinsame zusammengesetzte Halterungsaufnahme
hb, die das Anschlussende der Betätigungsstange 1 umschließt.
[0046] Die Figur 1er zeigt eine Abwandlung gemäß der vorliegenden Erfindung gegenüber der
Ausführung in Figur 1sm. Die Abwandlung besteht darin, dass das erste Schalenteil
1h1 eine umschließende Halterungsaufnahme hb für das Anschlussende der Betätigungsstange
1 aufweist. Das erste Schalenteil 1h1 und das zweite Schalenteil 1h2 weisen jeweils
eine Teilaufnahme für das Anschlussende der Lagerwelle 2a auf. Die beiden Teilaufnahmen
bilden eine zusammengesetzte Aufnehmung ha, die das Anschlussende der Lagerwelle 2a
umschließt.
[0047] Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele der Betätigungsstangenhandhabe
mit Griffstange sind unter Verwendung der Adapterplatte 5, welche keinen Teil der
Erfindung darstellt, am Türflügel TF montierbar. Das Lochbild der Adapterplatte 5
erlaubt es, die Lagereinrichtung 2 der Betätigungsstangenhandhabe in dem Lochbild
des Türflügels TF zu montieren. Das Lochbild des Türflügels ist in dem dargestellten
Fall als Lochbild einer Rundrosette ausgebildet, d.h. zwei Löcher in einer horizontalen
Lochreihe. Das Lochbild der Adapterplatte 5 entspricht diesem Lochbild. Die in der
Lagereinrichtung 2 der Betätigungsstangenhandhabe integrierte Lagerplatte 2p weist
ein eigenes Lochbild auf, das in dem dargestellten Fall das Lochbild einer Vertikalrosette
ist, d.h. zwei Löcher in einer vertikalen Lochreihe. Die Betätigungsstangenhandhabe
mit der Lagereinrichtung 2 mit integrierter Lagerplatte 2p mit Lochbild der Vertikalrosette
kann als Standardausführung der Betätigungsstangenhandhabe ausgebildet sein. Der Monteur
setzt dann jeweils vor Ort zur Montage der Lagereinrichtung 2 am Türflügel TF die
Adapterplatte 5 ein, die ein dem Lochbild des Türflügels entsprechendes Lochbild aufweist.
Vorteilhaft ist es, wenn eine Reihe unterschiedlicher Adapterplatten mit jeweils unterschiedlichem
Lochbild zur Verfügung steht. Es muss dann jeweils die Adapterplatte, die das zu dem
Lochbild des Türflügels passende Lochbild aufweist, ausgewählt werden.
[0048] Alternativ ist es auch möglich, dass die Auswahl der Adapterplatte 5 und ihr Anbringen
an der Lagereinrichtung 2 bereits im Rahmen der Fertigung erfolgt, um unterschiedliche
Ausführungen der Betätigungsstangenhandhabe mit einer Lagereinrichtung 2 mit jeweils
spezifischem Lochbild zu fertigen. Hierfür kann ein Fertigungsbausatz vorgesehen sein,
bei dem die Lagereinrichtung 2 und die Adapterplatte 5 jeweils separate Komponenten
darstellen. Die Komponente Lagereinrichtung 2 kann als einheitliche Standardkomponente
ausgebildet sein, die nur in einer Ausführung vorliegt, während die Komponente Adapterplatte
5in unterschiedlichen Ausführungen in dem Fertigungsbausatz enthalten sein kann. Die
unterschiedlichen Ausführungen der Adapterplatte 5 unterscheiden sich dann jeweils
im Lochbild. Für die Fertigung der Betätigungsstangenhandhabe mit bestimmtem Lochbild
wird die Komponente Lagereinrichtung 2 und die passende Ausführung der Komponente
Adapterplatte kombiniert, indem im Rahmen der Fertigung die betreffende Adapterplatte
in oder an der Lagereinrichtung 2 so angebracht wird, dass das Lochbild der Adapterplatte
zugänglich ist, um die Lagereinrichtung 2 über die Befestigungsschrauben am Türflügel
zu montieren.
[0049] Es ist auch möglich, einen Fertigungsbausatz so auszubilden, dass die Komponente
Lagereinrichtung 2 keine Lagerplatte 2p mit eigenem Lochbild aufweist, sondern die
Lagereinrichtung 2 anstelle der Lagerplatte 2p mit Lochbild nur einen bodenseitigen
Auflegerbereich aufweist, auf dem die Adapterplatte 5 im Rahmen der Fertigung anbringbar
ist. Die Adapterplatte 5 ist in diesem Fall als eine Komponente in unterschiedlichen
Ausführungen ausgebildet, wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich darin unterscheiden,
dass sie unterschiedliches Lochbild aufweisen. Durch das Aufbringen einer entsprechenden
Ausführung der Adapterplatte 5 auf die als einheitliche Komponente zur Verfügung stehende
Lagereinrichtung 2 können dann je nach Ausführung der Adapterplatte 5 unterschiedliche
Ausführungen der Lagereinrichtung 2 im Rahmen der Fertigung ausgebildet werden. Die
Adapterplatte 5 könnte in oder auf dem Auflegerbereich der Lagereinrichtung 2 zum
Beispiel durch Schweißen oder andere Fügeverbindung angebracht werden. Der bodenseitige
Auflegerbereich der Lagereinrichtung 2 kann für eine solche Verbindung bereits vorbereitet
ausgeführt sein, z.B. als bodenseitiger Rahmen oder Bodenplatte mit entsprechender
Ausnehmung in dem Bereich, in welchem die Adapterplatte 5 die Löcher des Befestigungslochbilds
aufweist.
[0050] Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele sind wie erläutert Typ A Betätigungsstangen,
dass heißt sogenannte Griffstangen, die zur Betätigung um eine horizontale Drehachse
schwenkbar sind. Es sind jedoch auch abgewandelte Ausführungsbeispiele möglich, bei
denen die Betätigungsstangen als Typ B Betätigungsstangen (siehe DIN EN 1125) ausgeführt
sind, dass heißt sogenannte Druckstangen, die zur Betätigung senkrecht zur Flügelebene
in Art einer linearen Schiebebewegung bewegbar sind. Die Montage dieser abgewandelten
Ausführungsbeispiele mit Typ B Betätigungsstange kann hinsichtlich der Montage in
Löchern bestimmten Lochbilds gegebenenfalls auch mit Adapterplatte, vergleichbar wie
in den Figuren dargestellt, erfolgen.
[0051] Die Lagereinrichtungen der Typ B Betätigungsstangenhandhabe können ein entsprechendes
Bohrlochbild wie die Lagereinrichtungen 2 der Typ A Betätigungsstangenhandhabe, die
in den Figuren dargestellt sind, aufweisen. Sie können separate Lagerplatten mit einem
Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweisen. Die Lagerplatten können aber auch
als durchgehende Bodenplatte in der Lagereinrichtung 2 integriert sein mit einem linken
und einem rechten Endabschnitt der Bodenplatte, in dem die Befestigungslöcher in dem
betreffenden Lochbild ausgebildet sind. In entsprechender Weise können auf dieser
Lagerplatte eine oder mehrere Adapterplatten in dem Endabschnitt oder eine durchgehende
gemeinsame Adapterplatte angebracht sein oder die Lagerplatte bzw. Lagerplatten können
durch entsprechende Adapterplatten ersetzt oder durch Aufbringen der Adapterplatten
ergänzt werden, um über die Adapterplatten das Lochbild bzw. die Lochbilder zu erhalten,
über die die Lagereinrichtung 2 auf dem Flügel mittels der Befestigungsschrauben befestigbar
ist.
Bezugszeichenliste
[0052]
- TF
- Türflügel
- XA
- Schwenkachse
- XN
- Achse der Schlossnuss 4n
- X
- Achse des Türdrückers 10
- 1
- Betätigungsstange, Griffstange
- 1h
- Hebelarm
- 1h1
- Schalenteil
- 1h2
- Schalenteil
- ha
- Lageraufnahme
- hb
- Halterungsaufnahme
- 2b
- Lagerbuchse
- 2a
- Lagerwelle
- 2m
- Hebelmitnehmer
- 2s
- Schenkelfeder
- 2
- Lagereinrichtung
- 2k
- Lagerkörper
- 2u
- U-Schenkel
- 2p
- Lagerplatte
- 2f
- Befestigungslöcher (zweites Bohrbild)
- 3
- Anschlusseinrichtung
- 3k
- Kupplungsbolzen
- 3m
- Mitnehmer
- 4n
- Schlossnuss
- 5
- Adapterlagerplatte
- 5f
- Befestigungslöcher (erstes Bohrbild)
- 5g
- Gewinde
- 6
- Abdeckkappe
- 6k
- Klemmschraube
1. Betätigungshandhabe für ein Schloss einer Tür mit einem ortsfesten Türrahmen und einem
darin bewegbar gelagerten Türflügel,
wobei die Betätigungshandhabe eine Betätigungsstange (1), eine erste Lagereinrichtung
(2) und eine zweite Lagereinrichtung (2) aufweist, und
die Lagereinrichtungen (2; 2) so ausgebildet sind, dass sie jeweils eine Lagerwelle
(2a) aufweisen, die mit einem Mitnehmer drehfest gekoppelt ist, über den eine Anschlussnuss
des Schlosses betätigbar ist,
wobei vorgesehen ist,
a) dass die Betätigungstange (1) an ihrem ersten Ende einen ersten Hebelarm (1h) und
an ihrem zweiten Ende einen zweiten Hebelarm (1h) aufweist,
b) dass die erste Lagereinrichtung (2) dem ersten Hebelarm (1h) zugeordnet ist und
die zweite Lagereinrichtung (2) dem zweiten Hebelarm (1h) zugeordnet ist, indem in
der ersten Lagereinrichtung (2) der erste Hebelarm (1h) mit seinem freien Ende schwenkbar
gelagert ist und in der zweiten Lagereinrichtung (2) der zweite Hebelarm (1h) mit
seinem freien Ende schwenkbar gelagert ist und die Lagereinrichtungen (2, 2) auf der
Tür so montierbar sind, dass ihre Lagerwellen (2a) unter Ausbildung einer gemeinsamen
horizontalen Achse (XA) miteinander fluchten und die Betätigungsstange um diese horizontale
Achse (XA) schwenkbar ist,
c) dass der erste Hebelarm (1h) und der zweite Hebelarm (1h) jeweils als ein aus mindestens
zwei Schalenteilen, nämlich mindestens aus einem ersten Schalenteil (1h1) und einem
zweiten Schalenteil (1h2) zusammengesetzter Körper (1h) ausgebildet ist,
d) dass das erste Schalenteil (1h1) jeweils an seinem einen Ende einen ersten Abschnitt
einer Lageraufnahme (ha) der Lagerwelle (2a) der dem Hebelarm (1h) zugeordneten Lagereinrichtung
(2) aufweist und an seinem anderen Ende eine umschließende Halterungsaufnahme (hb)
des dem Hebelarm (1h) zugeordneten Endes der Betätigungsstange (1) aufweist,
e) dass das zweite Schalenteil (1h2) jeweils an seinem einen Ende einen zweiten Abschnitt
der genannten Lageraufnahme (ha) der Lagerwelle (2a) der dem Hebelarm (1h) zugeordneten
Lagereinrichtung (2) aufweist.
2. Betätigungshandhabe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Schalenteil (1h1) und das zweite Schalenteil (1h2) unter Ausbildung des
zusammengesetzten Körpers (1h) lösbar miteinander verbunden sind.
3. Betätigungshandhabe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum lösbaren Verbinden eine Schraubenverbindungseinrichtung oder eine Rastverbindungseinrichtung
vorgesehen ist.
4. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Schalenteil (1h1) und das zweite Schalenteil (1h2) in dem zusammengesetzten
Körper (1h) unmittelbar aufeinander aufliegend angeordnet sind.
5. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der den ersten Hebelarm (1h) bildende zusammengesetzte Körper (1h) und der den zweiten
Hebelarm (1h) bildende zusammengesetzte Körper (1h) aus dem ersten Schalenteil (1h1),
einem ein- oder mehrteiligen Zwischenkörper und dem zweiten Schalenteil (1h2) gebildet
ist.
6. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der den ersten Hebelarm (1h) bildende zusammengesetzte Körper (1h) oder der den zweiten
Hebelarm (1h) bildende zusammengesetzte Körper (1h) aus dem ersten Schalenteil (1h1),
einem ein- oder mehrteiligen Zwischenkörper und dem zweiten Schalenteil (1h2) gebildet
ist.
7. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Schalenteil (1h1) und das zweite Schalenteil (1h2) die gesamte Außenfläche
des zusammengesetzten Körpers (1h) bilden.
8. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei dem den ersten Hebelarm (1h) bildenden zusammengesetzten Körper (1h) und bei
dem den zweiten Hebelarm (1h) bildenden zusammengesetzten Körper (1h) das erste Schalenteil
(1h1) und das zweite Schalenteil (1h2) zumindest abschnittsweise unter Ausbildung
einer Fuge randseitig aneinander grenzen,
wobei die Fuge als Längsfuge ausgebildet ist, die sich in Richtung der Längserstreckung
des Hebelarms erstreckt.
9. Betätigungshandhabe nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Hebelarm (1h) und der zweite Hebelarm (1h) jeweils an einander zugewandten
Seiten die Längsfuge aufweisen.
10. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt des ersten Schalenteils (1h1) oder des zweiten Schalenteils (1h2)
quer zur Längserstreckung des Schalenteils abgewinkelt ausgebildet ist,
wobei einer der Schenkel so ausgebildet ist, dass er eine Seite des Hebelarms (1h),
die von dem anderen Hebelarm (1h) abgewandt ist vollständig oder zumindest weitgehend
vollständig überdeckt.
11. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt des ersten Schalenteils (1h1) und des zweiten Schalenteils (1h2)
quer zur Längserstreckung des Schalenteils abgewinkelt ausgebildet ist,
wobei einer der Schenkel so ausgebildet ist, dass er eine Seite des Hebelarms (1h),
die von dem anderen Hebelarm (1h) abgewandt ist vollständig oder zumindest weitgehend
vollständig überdeckt.
12. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagereinrichtung (2) einen Lagerkörper (2k) aufweist, in dem die Lagerwelle (2a)
drehbar gelagert ist,
wobei an einem Ende der Lagerwelle (2a) der den Hebelarm (1h) bildende zusammengesetzte
Körper (1h) angeschlossen ist, indem die Lagerwelle (2a) drehfest in die Lagerausnehmung
(ha) in dem Schalenteil (1h1) axial eingreift.
13. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagereinrichtung (2) so ausgebildet ist, dass sie mit dem Schloss kuppelbar ist,
das als ein im Flügel innen liegendes Schloss, insbesondere Einsteckschloss, ausgebildet
ist.
14. Betätigungshandhabe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagereinrichtung (2) so ausgebildet ist, dass sie mit dem Schloss kuppelbar ist,
das als aufliegendes Schloss ausgebildet ist.
1. Actuation handle for a lock of a door having a stationary door frame and a door leaf
mounted moveably therein,
wherein the actuation handle has an actuation bar (1), a first bearing means (2) and
a second bearing means (2), and
the bearing means (2; 2) are formed in such a way that they each have a bearing shaft
(2a) which is coupled to a driver in a rotationally fixed manner, via which a connection
nut of the lock can be actuated,
wherein it is provided that
a) the actuation bar (1) has a first lever arm (1h) on its first end and a second
lever arm (1h) on its second end,
b) the first bearing means (2) is allocated to the first lever arm (1h), and the second
bearing means (2) is allocated to the second lever arm (1h) by the first lever arm
(1h) being pivotably mounted in the first bearing means (2) with its free end and
the second lever arm (1h) being pivotably mounted in the second bearing means (2)
with its free end and the bearing means (2, 2) being able to be mounted on the door
in such a way that their bearing shafts (2a) are flush with each other when forming
a common horizontal axis (XA) and the actuation bar can be pivoted around this horizontal
axis (XA),
c) the first lever arm (1h) and the second lever arm (1h) are each formed as a body
(1h) composed of at least two shell parts, namely at least of a first shell part (1h1)
and a second shell part (1h2),
d) on its one end, the first shell part (1h1) respectively has a first section of
a bearing receptacle (ha) of the bearing shaft (2a) of the bearing means (2) allocated
to the lever arm (1h) and, on its other end, has an enclosing bracket receptacle (hb)
of the end of the actuation bar (1), said end being allocated to the lever arm (1h),
e) on its one end, the second shell part (1h2) respectively has a second section of
said bearing receptacle (ha) of the bearing shaft (2a) of the bearing means (2) allocated
to the lever arm (1h).
2. Actuation handle according to claim 1,
characterised in that
the first shell part (1h1) and the second shell part (1h2) are releasably connected
to each other when forming the composite body (1h).
3. Actuation handle according to claim 2,
characterised in that
a screw connection means or a latch connection means is provided for the releasable
connection.
4. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first shell part (1h1) and the second shell part (1h2) are arranged to rest directly
one on top of the other in the composite body (1h).
5. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the composite body (1h) forming the first lever arm (1h) and the composite body (1h)
forming the second lever arm (1h) are formed from the first shell part (1h1), a single-
or multi-part intermediary body and the second shell part (1h2).
6. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the composite body (1h) forming the first lever arm (1h) or the composite body (1h)
forming the second lever arm (1h) is formed from the first shell part (1h1), a single-
or multi-part intermediary body and the second shell part (1h2).
7. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first shell part (1h1) and the second shell part (1h2) form the entire outer surface
of the composite body (1h).
8. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that,
with the composite body (1h) forming the first lever arm (1h) and with the composite
body (1h) forming the second lever arm (1h), the first shell part (1h1) and the second
shell part (1h2) at least sectionally border each other on the edge side when forming
a joint,
wherein the joint is formed as a longitudinal joint, which extends in the direction
of the longitudinal extension of the lever arm.
9. Actuation handle according to claim 8,
characterised in that
the first lever arm (1h) and the second lever arm (1h) each have the longitudinal
joint on sides facing towards each other.
10. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the cross-section of the first shell part (1h1) or the second shell part (1h2) is
formed to be angled transversely in relation to the longitudinal extension of the
shell part, wherein one of the limbs is formed in such a way that it completely or
at least substantially completely covers a side of the lever arm (1h) which is facing
away from the other lever arm (1h).
11. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the cross-section of the first shell part (1h1) and the second shell part (1h2) is
formed to be angled transversely in relation to the longitudinal extension of the
shell part, wherein one of the limbs is formed in such a way that it completely or
at least substantially completely covers a side of the lever arm (1h) which is facing
away from the other lever arm (1h).
12. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bearing means (2) has a bearing body (2k) in which the bearing shaft (2a) is rotatably
mounted,
wherein the composite body (1h) forming the lever arm (1h) is attached on an end of
the bearing shaft (2a), by the bearing shaft (2a) axially engaging into the bearing
receptacle (ha) in the shell part (1h1) in a rotationally fixed manner.
13. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bearing means (2) is formed in such a way that it can be coupled to the lock that
is formed as a lock lying inside in the leaf, in particular a mortise lock.
14. Actuation handle according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bearing means (2) is formed in such a way that it can be coupled to the lock that
is formed as an overlying lock.
1. Poignée d'actionnement pour une serrure d'une porte avec un cadre de porte stationnaire
et un battant de porte qui y est logé de manière mobile,
dans laquelle la poignée d'actionnement comprend une barre d'actionnement (1), un
premier dispositif de palier (2) et un deuxième dispositif de palier (2) et
les dispositifs de paliers (2 ; 2) étant conçus de façon à ce qu'ils comprennent chacun
un arbre de palier (2a), qui est couplé de manière fixe en rotation avec un taquet,
par l'intermédiaire duquel un fouillot de la serrure peut être actionné,
dans laquelle il est prévu
a) la barre d'actionnement (1) comprend, au niveau de sa première extrémité, un premier
bras de levier (1h) et, au niveau de sa deuxième extrémité, un deuxième bras de levier
(1h),
b) le premier dispositif de palier (2) correspond au premier bras de levier (1h) et
le deuxième dispositif de palier (2) correspond au deuxième bras de levier (1h), grâce
au fait que, dans le premier dispositif de palier (2), le premier bras de levier (1h)
est logé de manière pivotante avec son extrémité libre et, dans le deuxième dispositif
de palier (2), le deuxième bras de levier (1h) est logé de manière pivotante avec
son extrémité libre et les dispositifs de paliers (2, 2) peuvent être montés sur la
porte de façon à ce que ses arbres de paliers (2a) s'alignent entre eux en formant
un axe horizontal commun (XA) et la barre d'actionnement peut pivoter autour de cet
axe horizontal (XA),
c) le premier bras de levier (1h) et le deuxième bras de levier (1h) sont conçus chacun
comme un corps constitué d'au moins deux parties de coque, à savoir d'au moins un
corps assemblé (1h) constitué d'une première partie de coque (1h1) et d'une deuxième
partie de coque (1h2),
d) la première partie de coque (1h1) comprend, au niveau d'une de ses extrémités,
une première portion d'un logement de palier (ha) de l'arbre de palier (2a) du dispositif
de palier (2) correspondant au bras de levier (1h) et comprend, au niveau de son autre
extrémité, un logement de maintien englobant (hb) de l'extrémité, correspond au bras
de levier (1h), de la barre d'actionnement (1),
e) la deuxième partie de coque (1h2) comprend, au niveau d'une de ses extrémités,
une deuxième portion du logement de palier (ha) mentionné de l'arbre de palier (2a)
du dispositif de palier (2) correspond au bras de levier (1h).
2. Poignée d'actionnement selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la première partie de coque (1h1) et la deuxième partie de coque (1h2) sont reliées
de manière amovible entre elles en formant le corps assemblé (1h).
3. Poignée d'actionnement selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
pour la liaison amovible un dispositif de liaison vissée ou un dispositif de liaison
par encliquetage est prévu.
4. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la première partie de coque (1h1) et la deuxième partie de coque (1h2) sont disposées
dans le corps assemblé (1h) en s'appuyant directement l'une sur l'autre.
5. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le corps assemblé (1h) formant le premier bras de levier (1h) et le corps assemblé
(1h) formant le deuxième bras de levier (1h) est constitué de la première partie de
coque (1h1), d'un corps intermédiaire en une ou plusieurs parties et de la deuxième
partie de coque (1h2).
6. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le corps assemblé (1h) formant le premier bras de levier (1h) ou le corps assemblé
(1h) formant le deuxième bras de levier (1h) est constitué de la première partie de
coque (1h1), d'un corps intermédiaire en une ou plusieurs parties et de la deuxième
partie de coque (1h2).
7. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la première partie de coque (1h1) et la deuxième partie de coque (1h2) constituent
toute la surface externe du corps assemblé (1h).
8. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
sur le corps assemblé (1h) formant le premier bras de levier (1h) et sur le corps
assemblé (1h) formant le deuxième bras de levier (1h), la première partie de coque
(1h1) et la deuxième partie de coque (1h2) sont adjacentes au niveau de leurs bords
au moins à certains endroits en formant une jonction,
dans laquelle la jonction est conçue comme une jonction longitudinale qui s'étend
dans la direction de l'extension longitudinale du bras de levier.
9. Poignée d'actionnement selon la revendication 8,
caractérisée en ce que
le premier bras de levier (1h) et le deuxième bras de levier (1h) comprennent chacun
la jonction longitudinale au niveau de côtés orientés l'un vers l'autre.
10. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la section transversale de la première partie de coque (1h1) ou de la deuxième partie
de coque (1h2) est conçue de façon à être pliée transversalement par rapport à l'extension
longitudinale de la partie de coque,
dans laquelle une des branches est conçue de façon à ce qu'elle recouvre entièrement
ou au moins globalement entièrement un côté du bras de levier (1h) opposé à l'autre
bras de levier (1h).
11. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la section transversale de la première partie de coque (1h1) et de la deuxième partie
de coque (1h2) est conçue de façon à être pliée transversalement par rapport à l'extension
longitudinale de la partie de coque,
dans laquelle une des branches est conçue de façon à ce qu'elle recouvre entièrement
ou au moins globalement entièrement un côté du bras de levier (1h) opposé à l'autre
bras de levier (1h).
12. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de palier (2) comprend un corps de palier (2k) dans lequel l'arbre de
palier (2a) est logé de manière rotative,
dans laquelle, à une extrémité de l'arbre de palier (2a), est raccordé le corps assemblé
(1h) formant le bras de levier (1h), grâce au fait que l'arbre de palier (2a) s'emboîte
axialement de manière immobilisée en rotation dans l'évidement de palier (ha) dans
la partie de coque (1h1).
13. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de palier (2) est conçu de façon à ce qu'il puisse être couplé avec
la serrure qui est conçue comme une serrure se trouvant dans le battant, plus particulièrement
une serrure encastrée.
14. Poignée d'actionnement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de palier (2) est conçu de façon à ce qu'il puisse être couplé avec
la serrure qui est conçue comme une serrure en applique.