| (19) |
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(11) |
EP 2 919 993 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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18.12.2019 Patentblatt 2019/51 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.03.2017 Patentblatt 2017/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.09.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/070057 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/075841 (22.05.2014 Gazette 2014/21) |
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| (54) |
ÜBERWACHUNGSSYSTEM FÜR DIE AUSRICHTUNG VON DRUCKWERKEN EINER REIHENDRUCKMASCHINE
MONITORING SYSTEM FOR THE ALIGNMENT OF AN INLINE PRINTING PRESS
SYSTÈME DE SURVEILLANCE POUR L'ORIENTATION DE GROUPES D'IMPRESSION D'UNE MACHINE À
IMPRIMER EN LIGNE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
13.11.2012 DE 102012110910
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.2015 Patentblatt 2015/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Windmöller & Hölscher KG |
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49525 Lengerich (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WESTHOF, Frank
49509 Recke (DE)
- VOSSEBERG, Michael
49584 Fürstenau (DE)
- BRINKMANN, Clemens
49186 Bad Iburg (DE)
- BÜCKER, Heiner
48496 Hopsten (DE)
- NEUMANN, Udo
49536 Lienen (DE)
- DIL, Bülent
33613 Bielefeld (DE)
- BIETMANN, Gundolf
48429 Rheine (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 504 486 DE-A1- 3 811 359 DE-A1-102009 046 536
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DE-A1- 3 220 093 DE-A1-102006 030 170 DE-U1-202011 050 286
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Überwachungssystem für die Ausrichtung von
Druckwerken einer Reihendruckmaschine, eine entsprechend ausgestattete Reihendruckmaschine
sowie ein Überwachungsverfahren für die Ausrichtung von Druckwerken einer Reihendruckmaschine.
[0002] Es ist grundsätzlich bekannt, dass Druckwerke in einer Reihe in Form einer Reihendruckmaschine
angeordnet sind. Dabei erfolgt die Zufuhr zu den einzelnen Druckwerken nacheinander,
so dass zwischen den einzelnen Druckwerken, welche für jeweils unterschiedliche Farben
verantwortlich sind, eine entsprechende freie Förderlänge des Druckmediums vorhanden
ist. Das Druckmedium wird dabei häufig von einem Papierwickel zur Verfügung gestellt
und dort abgerollt und ist bahnförmig ausgebildet. Um sicherzustellen, dass die einzelnen
Farben der einzelnen Druckwerke auch registergenau zueinander auf dem Druckmedium
aufgebracht werden, ist es bekannt, dass sogenannte Druckmarker verwendet werden.
Die Druckmarker sind Teil des Druckbilds bzw. werden auf das Druckmedium seitlich
bzw. am Rand des Druckbilds mit aufgedruckt. Damit kann durch entsprechende Sensorik,
insbesondere durch Sensorvorrichtungen mit Sensoreinheiten für jedes Druckwerk, die
exakte Position des Druckbilds auf dem Druckmedium bestimmt werden. Anhand dieses
Erkennens erfolgt ein Ausrichten der zugehörigen Druckwerkeinstellungen, also insbesondere
ein mechanisches Verschieben der einzelnen Druckwalzen in deren axialer Richtung.
[0003] Nachteilhaft bei bekannten Reihendruckmaschinen sowie entsprechenden Überwachungssystemen
mit Sensorvorrichtungen ist es, dass diese hinsichtlich ihrer Erkennungsbreite eingeschränkt
sind, um die notwendige hohe Geschwindigkeit hinsichtlich der Erkennung bei hohen
Druckgeschwindigkeiten zur Verfügung stellen zu können. Findet jedoch ein Medienwechsel
bzw. bei gleichem Druckmedium der Zufuhrwechsel mit einer neuen Rolle statt, so kann
es aufgrund von Chargenunterschieden zu unterschiedlichen Eigenschaften des Druckmediums
kommen. Dies sind insbesondere Änderungen der mechanischen Stabilität, vorzugsweise
bezogen auf die Zugfestigkeit bzw. das E-Modul des Druckmediums. Diese Variation kann
zu sogenanntem Bogenlauf führen. Das bedeutet, dass die beiden seitlichen Kanten des
Druckmediums unterschiedlich stark dem durch die Druckmaschine aufgebrachten Zug widerstehen
können. Damit verschiebt sich ein entsprechendes Druckmedium seitlich, also quer zur
Förderrichtung, entlang der jeweiligen Druckwerke. Diese Verschiebefehler bzw. dieser
Versatz nimmt über den Verlauf der gesamten Reihendruckmaschine, also von Druckwerk
zu Druckwerk zu. Dabei handelt es sich im Vergleich zu kleinen Versatzsituationen
im Verlauf innerhalb einer Chargen in einer Zufuhrrolle um sehr große Unterschiede
im Bereich von mehreren Millimetern. Aufgrund der relativ kleinen Erkennungsbereiche
der Sensoreinheit kann es nun passieren, dass durch den großen Versatz beim Rollenwechsel
keine Erkennung der Druckmarker mehr erfolgen kann. In einem solchen Fall stoppt die
Maschine und ein Betriebsführer dieser Reihendruckmaschine muss manuell die entsprechenden
Versatzdaten nachstellen und dementsprechend manuell die Druckwerke ausrichten. Durch
das Stoppen der Maschine entsteht jedoch zumindest der zu diesem Zeitpunkt in der
Maschine befindliche Längenabschnitt des Druckmediums als Ausschuss bzw. als sogenannte
Makulatur. Auch wenn die Maschine nicht gestoppt wird, verschieben sich die Druckbilder
der einzelnen Druckwerke zueinander in unzulässiger Weise. So kann zwar weiter gedruckt
werden, jedoch wird zumindest ein Abschnitt des Druckmediums anschließend als Ausschuss
entsorgt. Mit anderen Worten beinhaltet ein Rollenwechsel bei bekannten Überwachungssystemen
für Reihendruckmaschinen häufig bzw. fast immer einen hohen Ausschuss durch das Stoppen
der Maschine und das manuelle Neuausrichten. Auch entsteht hier ein Zeitverlust, der
durch das Stoppen, Auswechseln und Neuanfahren der Reihendruckmaschine erforderlich
wird.
[0004] Die
DE 10 2006 030 170 A1 beschreibt ferner ein gattungsgemäßes System und ein gattungsgemäßes Verfahren.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Überwachungssystem für die Ausrichtung von Druckwerken einer Reihendruckmaschine,
eine entsprechend ausgestattete Reihendruckmaschine sowie ein Überwachungsverfahren
für die Ausrichtung von Druckwerken einer Reihendruckmaschine zur Verfügung zu stellen,
welche in kostengünstiger und einfacher Weise Ausschuss reduzieren und insbesondere
einen reibungslosen Rollenwechsel in der Zufuhr des Druckmediums ermöglichen.
[0006] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Überwachungssystem mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, eine Reihendruckmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 7 sowie
ein Überwachungsverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Weitere Merkmale und
Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den
Zeichnungen.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Überwachungssystem dient der Ausrichtung von Druckwerken einer
Reihendruckmaschine, insbesondere einer Tiefdruckmaschine. Ein solches Überwachungssystem
weist eine Sensorvorrichtung mit zumindest einer Sensoreinheit für jedes Druckwerk
auf. Diese sind ausgebildet, um die Position einer Druckmarke auf dem Druckmedium
zu erkennen. Für das nachfolgende Ausrichten des Druckwerks wird diese Information
über die Position des Druckmarkers bzw. der Druckmarke verwendet. Ein erfindungsgemäßes
Überwachungssystem zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens eine im Druckverlauf
einer ersten Sensoreinheit nachgeordnete Sensoreinheit quer zur Förderrichtung des
Druckmediums bewegbar ist. Die Ergebnisse der Überwachung durch die Sensorvorrichtung
werden für die axiale Ausrichtung des jeweiligen Druckwerks eingesetzt. Mit anderen
Worten wird eine Regelstrecke zur Verfügung gestellt, welche das jeweilige Druckwerk
an den erkannten Versatz des Druckmediums anpasst. Die Anpassung, also die Koppelung
zwischen dem Ausrichten des jeweiligen Druckwerks und der Sensorvorrichtung, erfolgt
vorzugsweise in elektronischer, insbesondere in digitaler Weise.
[0008] Im Gegensatz zu bekannten Überwachungssystemen kann hier eine Einstellbarkeit hinsichtlich
des Überwachungsbereichs jeder Sensoreinheit erfolgen. Dies bezieht sich insbesondere
auf sogenannte nachgeordnete Sensoreinheiten, also gerade nicht die erste Sensoreinheit.
Diese Bewegbarkeit ist insbesondere eine translatorische Bewegbarkeit. Unter einer
Bewegbarkeit quer zur Förderrichtung ist insbesondere ein Bewegen im Wesentlichen
senkrecht zur Förderrichtung zu verstehen.
[0009] Mit einem erfindungsgemäßen Überwachungssystem kann nun eine automatische oder zumindest
halbautomatische Anpassung der nachgeordneten Sensoreinheiten auf einen hohen Versatz
eingestellt werden. Wird von der ersten Sensoreinheit beim ersten Druckwerk ein erster
Versatz festgestellt, welcher insbesondere außerhalb eines Normversatzes bei kontinuierlichem
Betrieb liegt, kann dieser Versatz für eine Neupositionierung der nachgeordneten bewegbaren
Sensoreinheiten verwendet werden. Im Falle eines Rollenwechsels, wenn also ein deutlich
erhöhter Versatz zu erwarten ist, kann ein solches Überwachungssystem in eine Sonderprogrammierung
versetzt werden, so dass automatisiert eine Bewegung quer zur Förderrichtung der nachgeordneten
Sensoreinheiten basierend auf dem erkannten Versatz der ersten Sensoreinheit erfolgt.
Damit kann die Wahrscheinlichkeit reduziert werden, dass die nachgeordneten Sensoreinheiten
die Druckmarker der voranstehenden Druckwerke nicht mehr erkennen. Vielmehr erfolgt
ein Vorabverschieben der nachgeordneten Sensoreinheiten in Richtung des Versatzes,
so dass diese sich zu dem Zeitpunkt, zu welchem sich die versetzte Druckmarke in dem
nachgeordneten Druckwerk befindet, sich die Sensoreinheit in einer dafür passenden
Überwachungsposition eingefunden hat. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit auch
im Rollenwechsel die Ausrichtung der Druckwerke durch die Informationen der einzelnen
Sensoreinheiten zur Verfügung zu stellen, deutlich erhöht im Vergleich zu statischen
Sensoreinheiten bei bekannten Überwachungssystemen. Aufgrund der Tatsache, dass auf
diese Weise ein Ausrichten der Druckwerke auch bei Rollenwechselsituationen schnell
und einfach erfolgen kann, kann insbesondere bei gleichbleibend hoher Druckgeschwindigkeit
und vor allem ohne Stopp und die Produktion von Ausschuss hinsichtlich des Druckmediums
der Rollenwechsel durchgeführt werden.
[0010] Als Druckmedium im Sinne der vorliegenden Erfindung kommen insbesondere auf einer
Rolle lagerbare Druckmedien in Frage. Dabei kann es sich z. B. um Papier oder Kunststoff,
insbesondere PE oder PET, handeln. Selbstverständlich kann das Druckmedium ein- oder
mehrlagig bzw. ein- oder mehrschichtig ausgebildet sein.
[0011] Die Sensoreinheit kann für die Erkennung der Druckmarke in unterschiedlichster Weise
ausgebildet sein. Insbesondere weist sie jedoch eine Erzeugungsmöglichkeit für einen
Lichtpunkt sowie zugehöriger Auswerteoptik auf, um eine entsprechende Positionsbestimmung
der Druckmarke auf dem Druckmedium mit ausreichend hoher Geschwindigkeit durchführen
zu können. Selbstverständlich weist die Sensoreinheit neben der tatsächlichen Sensorelektronik
auch zugehörige Steuerelektronik und Verkabelung, z. B. für die Stromversorgung oder
die Signalweiterleitung auf. Dabei kann die Signalweiterleitung selbstverständlich
auch drahtlos erfolgen, um die Bewegbarkeit der Sensoreinheit noch leichter zur Verfügung
stellen zu können.
[0012] Es kann von Vorteil sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungssystem die
wenigstens eine bewegbare Sensoreinheit mittels einer Aktorik, insbesondere mit einem
Elektromotor, translatorisch bewegbar ist. Alternativ zu einem Elektromotor ist z.
B. auch die Verwendung eines Druckluftmotors im Rahmen der vorliegenden Erfindung
denkbar. Eine Aktorik dient der automatischen bzw. halbautomatischen Bewegbarkeit
der Sensoreinheit. Z. B. kann in Form eines Spindelgetriebes eine Getriebeübersetzung
zur Verfügung gestellt werden, um eine positionsgenaue Verstellbarkeit der Sensoreinheit
über die Aktorik gewährleisten zu können. Ein Elektromotor kann dabei eine besonders
kostengünstige und einfache Ausführungsform einer solchen Aktorik darstellen. Selbstverständlich
sind auch andere Getriebevarianten für die Übertragung der Kraft auf die Sensoreinheit
zu deren translatorischer Bewegung möglich. Als Kabelführung zu der bewegbaren Sensoreinheit
können bewegbare Kabelhüllen vorgesehen sein. Um eine entsprechende Ansteuerung der
Bewegung zur Verfügung stellen zu können, kann die Sensorvorrichtung und/oder jede
Sensoreinheit eine entsprechende Kontrolleinheit aufweisen, um ein Überwachungsverfahren
ganz oder teilweise auszuführen, wie es später noch näher erläutert wird.
[0013] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungssystem
die wenigstens eine bewegbare Sensoreinheit entlang einer Führung, insbesondere entlang
einer Führungsschiene, bewegbar ist. Die Führung dient der Vorabdefinition des Bewegungswegs
der Sensoreinheit. Insbesondere handelt es sich um eine translatorische Führung bzw.
Führungsschiene. Eine Führungsschiene dient z. B. der gleitgelagerten Bewegung der
Sensoreinheit entlang dieser Führungsschiene. Die mechanische Ausbildung einer solchen
Führung kann selbstverständlich verstellbar sein, so dass vorzugsweise auch unterschiedliche
große Bewegungswege für jede Sensoreinheit realisiert werden können. Die Bewegung
der Sensoreinheit entlang einer solchen Führung kann auch als traversierende Bewegung
ausgebildet sein. Um eine Bewegung der Sensoreinheit entlang der Führung zu erzeugen,
kann neben der bereits beschriebenen Aktorik, z. B. in Form eines Elektromotors, auch
eine andere Aktorik, insbesondere eine Hebelkinematik, zum Einsatz kommen.
[0014] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann es weiter von Vorteil sein, wenn bei dem
erfindungsgemäßen Überwachungssystem die wenigstens eine bewegbare Sensoreinheit in
Abhängigkeit von einem Versatz bewegbar ausgebildet ist, welcher von der dem Druckverlauf
vorangeordneten Sensoreinheit erkannt worden ist. Dies ermöglicht eine Vorabpositionierung
der bewegbaren Sensoreinheit. Diese Vorabbewegung basiert auf einer signalkommunizierenden
Verbindung zwischen zumindest zwei voneinander separaten Sensoreinheiten, so dass
der erkannte Versatz einer vorangeordneten Sensoreinheit an die nachgeordnete bewegbare
Sensoreinheit übermittelt werden kann. Dies kann in einfacher Steuerweise oder auch
in einem geschlossenen Regelkreis geregelt erfolgen. Für die Ausführung dieser Signalkommunikation
bzw. der entsprechenden Kontrolle der Bewegung der Sensoreinheit kann die Sensoreinheit
und/oder die Sensorvorrichtung eine entsprechende Kontrolleinheit aufweisen. Es erfolgt
also eine Vorbereitung auf den zu erwartenden Mindestversatz, so dass, wie bereits
erläutert worden ist, eine Erhöhung der Wahrscheinlichkeit der Erkennung der versetzten
Druckmarke erzielt wird.
[0015] Ebenfalls vorteilhaft kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungssystem
die wenigstens eine bewegbare Sensoreinheit einen möglichen Bewegungsweg aufweist,
welcher im Bereich von ca. ± 2% bezogen auf die Breite des Druckmediums quer zur Förderrichtung
ausgebildet ist. Damit ist eine Möglichkeit eines Bewegungswegs angegeben, welcher
eine ausreichende Bewegungsfähigkeit mit Bezug auf den zu erwartenden Versatz ausgleichen
kann. Als Druckbreiten des Druckmediums kommen z. B. Werte im Bereich zwischen ca.
1000 und ca. 1500 mm in Frage. Als mögliche Bewegungswege sind insbesondere ca. ±
10 mm bis ca. ± 20 mm vorteilhaft. Zu Beginn einer neuen Rolle kann es vorteilhaft
sein, wenn die einzelnen bewegbaren Sensoreinheiten mittig bezogen auf den entsprechenden
Bewegungsweg angeordnet werden.
[0016] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungssystem
eine Kontrolleinheit für die Ausführung eines später noch erläuterten erfindungsgemäßen
Überwachungsverfahrens vorgesehen ist. Dementsprechend bringt ein erfindungsgemäßes
Überwachungssystem die gleichen Vorteile mit sich, wie sie später noch mit Bezug auf
ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren erläutert werden.
[0017] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Reihendruckmaschine mit
zumindest zwei in Reihe angeordneten Druckwerken für die Bedruckung eines Druckmediums.
Eine erfindungsgemäße Reihendruckmaschine zeichnet sich dadurch aus, dass für die
Ausrichtung der Druckwerke wenigstens eine Überwachungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung vorgesehen ist. Dementsprechend bringt eine erfindungsgemäße Reihendruckmaschine
die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes
Überwachungssystem erläutert worden sind.
[0018] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiter ein Überwachungsverfahren für die
Ausrichtung von Druckwerken einer Reihendruckmaschine, insbesondere gemäß der vorliegenden
Erfindung, aufweisend die folgenden Schritte:
- Erkennen eines Versatzes einer Druckmarke auf dem Druckmedium bei einem ersten Druckwerk,
- Bewegen einer Sensoreinheit einer Sensorvorrichtung eines zweiten Druckwerks quer
zur Förderrichtung des Druckmediums in Richtung des erkannten Versatzes,
- Erkennen eines Restversatzes der Druckmarke auf dem Druckmedium bei dem zweiten Druckwerk.
[0019] Ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren wird also insbesondere bei einer erfindungsgemäßen
Reihendruckmaschine eingesetzt, so dass die gleichen Vorteile erzielt werden können,
wie sie ausführlich mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Reihendruckmaschine sowie
mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes Überwachungssystem erläutert worden sind.
[0020] Im Sinne eines erfindungsgemäßen Überwachungsverfahrens kann eine Vorabpositionierung
der nachfolgenden Sensoreinheit des zweiten Druckwerks erfolgen. Wird bei dem ersten
Druckwerk ein Versatz erkannt, so kann auf diesen Versatz vorbereitend die zweite
Sensoreinheit des zweiten Druckwerks bereits in Richtung des erkannten Versatzes verschoben
werden. Dieses Überwachungsverfahren ist insbesondere ein Sonderverfahren, welches
bei einem Rollenwechsel des Druckmediums eingesetzt wird. Bei hohen Verzugswahrscheinlichkeiten,
z. B. beim Erzeugen eines Bogenlaufs, des Druckmediums kann auf diese Weise sichergestellt
werden, dass auch bei einem relativ großen Versatz am ersten Druckwerk die weiteren
Druckwerke auf diesen großen Versatz vorbereitet sind und die Druckmarke auch erkennen
können. Diese Vorabpositionierung erhöht die Sicherheit der Überwachung und reduziert
damit die Wahrscheinlichkeit eines Maschinenstopps. Damit können, wie bereits erläutert
worden ist, der Stopp der Maschine und der entsprechende Ausschuss bzw. die sogenannte
Makulatur deutlich reduziert werden.
[0021] Ein Vorteil ist weiter erzielbar, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren
nach dem Erkennen des Versatzes einer Druckmarke auf dem Druckmedium bei einem ersten
Druckwerk alle im Druckverlauf nachgeordneten Sensoreinheiten quer zur Förderrichtung
des Druckmediums in Richtung des erkannten Versatzes bewegt werden. Bei einer Reihendruckmaschine
mit einer Vielzahl von Druckwerken können dementsprechend auch Sensoreinheiten des
dritten, vierten und der folgenden Druckwerke bereits ab der ersten Erkennung eines
Versatzes am ersten Druckwerk entsprechend bewegt werden. Damit können auch große
Versätze mit entsprechend kleineren Stellmotoren bzw. einer leistungsschwächeren Aktorik
hinsichtlich der hohen Druckgeschwindigkeit ausreichend schnell durch die Vorabpositionierung
bewegt werden. Damit kann eine Reduktion des Kostenaufwands und des notwendigen Bauraums
der einzelnen Sensoreinheiten und der zugehörigen Aktorik erfolgen. Auch kann sichergestellt
werden, dass auch bei Rollenwechselsituationen die Reihendruckmaschine mit voller
Druckgeschwindigkeit betrieben werden kann.
[0022] Ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren lässt sich dahingehend weiterbilden,
dass die Bewegung der Sensoreinheit des zweiten Druckwerks zumindest um den Betrag
des erkannten Versatzes der Druckmarke am ersten Druckwerk erfolgt. Neben der Richtung
der Vorabbewegung der bewegbaren Sensoreinheit wird also auf diese Weise auch der
Mindestweg der Bewegung entlang des Bewegungswegs vordefiniert. Die Bewegung erfolgt
also zumindest um den erkannten Versatz. Es kann nämlich davon ausgegangen werden,
dass sich der Versatz über den Verlauf der Druckmaschine, also von Druckwerk zu Druckwerk
in der gleichen Richtung erhöht. Die Vorabpositionierung um zumindest den Betrag des
erkannten Versatzes für das folgende Druckwerk erlaubt somit die Mindestpositionierung
des zumindest zu erwartenden weiteren Versatzes bei diesem zweiten Druckwerk. Selbstverständlich
kann auch ein größerer Verfahrweg als der Betrag des erkannten Versatzes eingesetzt
werden. Diese Vergrößerung der Bewegung kann z. B. auf weiteren Informationen, z.
B. auf gespeicherten Mittelwerten über statistische Auswertverfahren erfolgen. Auch
ist die vergrößerte Verfahrwegseinstellung auf Basis einer entsprechenden Funktion
des erkannten Versatzes denkbar.
[0023] Ein weiterer Vorteil kann erzielt werden, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren
eine Sensoreinheit eines dritten Druckwerks quer zur Förderrichtung des Druckmediums
um einen Betrag bewegt wird, welcher sich aus dem erkannten Versatz und dem erkannten
Restversatz zusammensetzt. Spätestens nach dem Passieren der Druckmarke durch das
zweite Druckwerk sind sowohl der Versatz als auch der erkannte Restversatz bekannt.
Dementsprechend kann für die weiteren Verschiebebewegungen der bewegbaren Sensoreinheiten
über den Restversatz ein zu erwartender Restversatz für das eigene Druckwerk bestimmt
werden. Somit kann über den Betrag des erkannten Versatzes hinaus ein Verfahren der
bewegbaren Sensoreinheiten der folgenden Druckwerke erfolgen. Damit kann eine noch
genauere Vorabpositionierung der nachfolgenden Sensoreinheiten durchgeführt werden.
Insbesondere bei Reihendruckmaschinen mit einer Vielzahl von Druckwerken, also bei
Vielfarbdrucken mit acht bis zwölf Druckwerken, ist eine solche Verfahrensweise mit
großen Vorteilen belegt. Selbstverständlich können auch durch rechnerische Auswertung
Mittelwerte ausgebildet werden, um eine Vorabpositionierung mit höherer Genauigkeit
zu erzielen.
[0024] Es kann weiter vorteilhaft sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren
die Bewegung der Sensoreinheit des zweiten Druckwerks in Richtung des erkannten Versatzes
auch erfolgt, wenn keine Druckmarke am zweiten Druckwerk erkannt wird. Bei sehr großen
Versatzsituationen und entsprechend hoher Druckgeschwindigkeit der Reihendruckmaschine
kann es zu der Situation kommen, dass trotz der Vorabpositionierung am zweiten Druckwerk
durch die Sensoreinheit die Druckmarke nicht erkannt wird. Jedoch muss nicht zwangsläufig
hier ein kompletter Stopp der Druckmaschine erfolgen. Vielmehr kann die Weiterbewegung
der Sensoreinheit am zweiten Druckwerk durch die Information über die Richtung des
erkannten Versatzes diesen Mangel wieder ausgleichen und nach kurzer Bewegungsphase
auch die Druckmarke am zweiten Druckwerk wieder erkennen. So kann durch ein erfindungsgemäßes
Überwachungsverfahren selbst bei Verlust der Erkennungsmöglichkeit der Druckmarke
ein kompletter Stopp der Reihendruckmaschine und der entsprechende Ausschuss vermieden
werden.
[0025] Ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren lässt sich dahingehend weiterbilden,
dass es als Sonderprogramm für die Dauer eines Rollenwechsels des Druckmediums ausgeführt
wird. Als Normalprogramm können dementsprechend andere Parameter für die Positionierung
bzw. Bewegung der einzelnen Sensoreinheiten eingesetzt werden. Insbesondere die Messmotorik,
also das Ausrichten eines Lichtpunkts und die Auswertung durch die entsprechende Optik
können sich im Sonderprogramm gemäß der vorliegenden Erfindung von dem Normalprogramm
unterscheiden. Die Dauer des Rollenwechsels ist dabei zumindest die Zeitdauer, welche
notwendig ist, um komplett innerhalb der Reihendruckmaschine Druckmedium der neu eingesetzten
Rolle zu haben.
[0026] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren
nach der Beendigung des Rollenwechsels, insbesondere nach einer vorgegebenen Drucklänge,
das Sonderprogramm beendet wird. Eine vorgegebene Drucklänge kann z. B. ein bis zwei
Maschinenlängen des Druckmediums betragen. Nach Beendigung des Sonderprogramms kann
im bereits erläuterten Normalprogramm weiter gesteuert bzw. weiter geregelt werden.
Insbesondere bleiben die Sensorvorrichtungen bzw. die Sensoreinheiten bei Rückkehr
ins Normalprogramm an den Positionen stehen, an welchen sie am Ende des Sonderprogramms
des Überwachungsverfahrens positioniert worden sind bzw. positioniert waren.
[0027] Ein weiterer Vorteil wird erzielt, wenn bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren
beim Bewegen der Sensoreinheit des zweiten Druckwerks der Zeitversatz zum ersten Druckwerk,
insbesondere als Relation zwischen der Drucklauflänge zwischen den beiden Druckwerken
und der Druckgeschwindigkeit, berücksichtigt wird. Mit anderen Worten verbleibt die
jeweils nachgeordnete Sensoreinheit noch solange an ihrer bisherigen Position, bis
zum Beispiel bei einem Rollenwechsel das neue Material diese Sensoreinheit auch erreicht
hat. Das bisherige Material wird üblicherweise noch nicht den Bogenlauf aufweisen.
Somit würde ein vorzeitiges Bewegen der jeweiligen Sensoreinheit möglichweise zu dem
Verlust der Erkennungsmöglichkeit dieser Druckmarken führen. Als Relation für den
Zeitversatz wird insbesondere der Quotient aus der Drucklänge zwischen den beiden
Druckwerken und der Druckgeschwindigkeit gebildet. Dabei kann insbesondere auch die
notwendige Zeit für die Bewegung der Sensoreinheit berücksichtigt werden. Mit anderen
Worten werden die nachgeordneten Sensoreinheiten mit Zeitversatz, insbesondere zeitlich
Punktgenau um den erkannten Versatz bewegt und damit nicht nur örtlich, sondern auch
zeitlich vorpositioniert.
[0028] Die vorliegende Erfindung wird näher erläutert anhand der beigefügten Zeichnungsfiguren.
Die dabei verwendeten Begrifflichkeiten "links", "rechts", "oben" und "unten" beziehen
sich auf eine Ausrichtung der Zeichnungsfiguren mit normal lesbaren Bezugszeichen.
Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Reihendruckmaschine,
- Fig. 2a
- eine erste Situation eines erfindungsgemäßen Überwachungsverfahrens,
- Fig. 2b
- eine zweite Situation eines erfindungsgemäßen Überwachungsverfahrens nach der Situation
gemäß Fig. 2a,
- Fig. 2c
- eine weitere Situation eines erfindungsgemäßen Überwachungsverfahrens nach der Situation
gemäß Fig. 2b und
- Fig. 3
- eine Ausführungsform von Druckmarken auf einem Druckmedium in Korrelation zu einer
Sensoreinheit.
[0029] In Fig. 1 ist schematisch eine Reihendruckmaschine 100 gezeigt. Hier sind drei Druckwerke
110a, 110b und 110c dargestellt. Über eine Vielzahl von Umlenkwalzen und Druckwalzen
erfolgt die Führung und die Förderung des Druckmediums 200 entlang der Förderrichtung
F.
[0030] Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, ist diese Ausführungsform der Reihendruckmaschine
100 mit einem erfindungsgemäßen Überwachungssystem 10 ausgestaltet. Dieses weist eine
Kontrolleinheit 40 auf, welche in signalkommunizierender Weise mit jeweils einer Sensoreinheit
22a, 22b und 22c einer Sensorvorrichtung 20 verbunden ist.
[0031] Die Sensoreinheiten 22a, 22b und 22c sind jeweils einem Druckwerk 100a, 100b und
100c zugeordnet. Die einzelnen Sensoreinheiten 22a, 22b und 22c sind im Wesentlichen
identisch ausgebildet und weisen eine Führung 24 zur translatorischen Bewegung quer
zur Förderrichtung F auf. Um die voranstehend beschriebene Bewegung der einzelnen
Sensoreinheiten 22a, 22b und 22c erzeugen zu können, ist jeweils eine Aktorik 30 in
Form eines Elektromotors zur Verfügung gestellt.
[0032] Die Fig. 2a bis 2c zeigen eine Möglichkeit der Durchführung eines erfindungsgemäßen
Überwachungsverfahrens. Sie werden schematisch insbesondere auf die Ausführungsform
einer Reihendruckmaschine 100 gemäß Fig. 1 bezogen. So ist allen drei Fig. 2a bis
2c eine Situation mit drei Sensoreinheiten 22a, 22b und 22c zu entnehmen, welche mit
zugehörigen Druckwerken 100a, 100b und 100c korrelieren (nicht dargestellt). Ebenfalls
ist zu erkennen, dass auf einem nicht näher dargestellten Druckmedium 200 eine Druckmarke
210 aufgebracht ist.
[0033] Das Verfahren beginnt zum Zeitpunkt eines Rollenwechsels des Druckmediums 200. Aufgrund
des Rollenwechsels und entsprechender Änderung durch Chargenunterschiede des E-Moduls
des Druckmediums 200 wird an dem ersten Druckwerk 110a von der Sensoreinheit 22a ein
Versatz V festgestellt. Zum Zeitpunkt der Feststellung dieses Versatzes V verfahren
sofort und automatisch die beiden weiteren Sensoreinheiten 22b und 22c in Richtung
dieses Versatzes V und bei einer Ausführungsform dieses Überwachungsverfahrens sogar
genau um den Betrag des Versatzes V. Das Ergebnis zeigt Fig. 2b, so dass die nachgeordneten
Sensoreinheiten 22b und 22c bereits um den Versatz V vorpositioniert worden sind.
Sobald die um den Versatz V versetzte Druckmarke 210 nun auch das zweite Druckwerk
110b erreicht hat, kann durch die Vorpositionierung der Sensoreinheit 22b nun auch
direkt ein Erkennen des Restversatzes R der Druckmarke 210 durchgeführt werden. Auf
Basis dieses Restversatzes R erfolgt nun wiederum eine Bewegung der dritten Sensoreinheit
22c um diesen Restversatz R. Dies kann für weitere Druckwerke in identischer Weise
durchgeführt werden, so dass durch die Vorabpositionierung der Verlust der Erkennensmöglichkeit
der Druckmarke 210 nahezu ausgeschlossen werden kann.
[0034] Fig. 3 zeigt eine Möglichkeit, wie auf dem Druckmedium 200 unterschiedliche Druckmarken
210 angeordnet werden können. Diese weisen in Richtung der Förderrichtung F zu Beginn,
also an ihrem oberen Ende, eine gerade Kante und an ihrem unteren Ende eine schräge
Kante auf. Auf diese Weise kann neben einer Positionierung und Ausrichtung der einzelnen
Druckwerke 110a, 110b und 110c in Förderrichtung F auch eine Ausrichtung quer zur
Förderrichtung F erfolgen. Über die Relation zwischen einem Lichtpunkt der Sensoreinheit
22a und der schrägen Kante der Druckmarke 210 kann dieser seitliche Versatz V, welcher
bezogen auf das jeweilige Druckwerk der axiale Versatz ist, erkannt werden. Dieses
Bestimmungsergebnis wird als Eingangsgröße für die geregelte Ausrichtung des jeweiligen
Druckwerks 110a, 110b und 110c eingesetzt. Für jedes einzelne Druckwerk 110a, 110b
und 110c kann dabei eine eigene Druckmarke 210 auf dem Druckmedium aufgebracht werden.
Ebenfalls gut zu erkennen in Fig. 3 ist die Bewegungsfreiheit entlang eines Bewegungswegs
S für diese Sensoreinheit 22a. Hier ist eine Führung 24 in Rahmenbauweise vorgesehen,
so dass eine noch genauere Vorpositionierung entlang des Bewegungswegs S möglich ist.
[0035] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10
- Überwachungssystem
- 20
- Sensorvorrichtung
- 22a
- Sensoreinheit
- 22b
- Sensoreinheit
- 22c
- Sensoreinheit
- 24
- Führung
- 30
- Aktorik
- 40
- Kontrolleinheit
- 100
- Reihendruckmaschine
- 110a
- Druckwerk
- 110b
- Druckwerk
- 110c
- Druckwerk
- 200
- Druckmedium
- 210
- Druckmarke
- F
- Förderrichtung
- R
- Restversatz
- S
- Bewegungsweg
- V
- Versatz
1. Überwachungssystem (10) für die Ausrichtung von Druckwerken (110a, 110b, 100c) einer
Reihendruckmaschine (100), aufweisend eine Sensorvorrichtung (20) mit zumindest einer
Sensoreinheit (22a, 22b, 22c) für jedes Druckwerk (110a, 110b, 100c), um die Position
einer Druckmarke (210) auf einem Druckmedium (200) zu erkennen, wobei
wenigstens eine im Druckverlauf einer ersten Sensoreinheit (22a) nachgeordnete Sensoreinheit
(22b, 22c) quer zur Förderrichtung (F) des Druckmediums (200) bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine nachgeordnete bewegbare Sensoreinheit (22b, 22c) eines nachgeordneten
Druckwerks (110b, 110c) in Abhängigkeit von einem Versatz (V) bewegbar ausgebildet
ist, welcher von der im Druckverlauf vorangeordneten Sensoreinheit (22a) eines vorangeordneten
Druckwerks (110a) erkannt worden ist.
2. Überwachungssystem (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine bewegbare Sensoreinheit (22b, 22c) mittels einer Aktorik (30),
insbesondere mit einem Elektromotor, translatorisch bewegbar ist.
3. Überwachungssystem (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine bewegbare Sensoreinheit (22b, 22c) entlang einer Führung (24),
insbesondere entlang einer Führungsschiene, bewegbar ist.
4. Überwachungssystem (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine bewegbare Sensoreinheit (22a, 22b) einen möglichen Bewegungsweg
(S) aufweist, welcher im Bereich von ca. +- 2% bezogen auf die Breite des Druckmediums
(200) quer zur Förderrichtung (F) ausgebildet ist.
5. Überwachungssystem (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Kontrolleinheit (40) für die Ausführung eines Überwachungsverfahrens, insbesondere
mit den Merkmalen eines der Ansprüche 7 bis 13, ausgebildet ist.
6. Reihendruckmaschine (100) mit zumindest zwei in Reihe angeordneten Druckwerken (110a,
110b, 110c) für die Bedruckung eines Druckmediums (200),
dadurch gekennzeichnet,
dass für die Ausrichtung der Druckwerke (110a, 110b, 110c) wenigstens eine Überwachungsvorrichtung
(10) mit den Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 5 vorgesehen ist.
7. Überwachungsverfahren für die Ausrichtung von Druckwerken (110a, 110b, 110c) einer
Reihendruckmaschine (100), insbesondere mit den Merkmalen des Anspruchs 6, aufweisend
die folgenden Schritte:
- Erkennen eines Versatzes (V) einer Druckmarke (210) auf dem Druckmedium (200) bei
einem ersten Druckwerk (110a),
- Bewegen einer Sensoreinheit (22b) einer Sensorvorrichtung (20) eines zweiten Druckwerks
(110b) quer zur Förderrichtung (F) des Druckmediums (200) um den erkannten Versatzes
(V),
- Erkennen eines Restversatzes (R) der Druckmarke (210) auf dem Druckmedium (200)
bei dem zweiten Druckwerk (110b).
8. Überwachungsverfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Erkennen eines Versatzes (V) einer Druckmarke (210) auf dem Druckmedium
(200) bei einem ersten Druckwerk (110a) alle im Druckverlauf nachgeordneten Sensoreinheiten
(22b, 22c) quer zur Förderrichtung (F) des Druckmediums (200) in Richtung des erkannten
Versatzes (V) bewegt werden.
9. Überwachungsverfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegung der Sensoreinheit (22b) des zweiten Druckwerks (110b) zumindest um den
Betrag des erkannten Versatzes (V) der Druckmarke (210) am ersten Druckwerk (110a)
erfolgt.
10. Überwachungsverfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Sensoreinheit (22c) eines dritten Druckwerks (110c) quer zur Förderrichtung
(F) des Druckmediums (200) um einen Betrag bewegt wird, welcher sich aus dem erkannten
Versatz (V) und dem erkannten Restversatz (R) zusammensetzt.
11. Überwachungsverfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegung der Sensoreinheit (22b) des zweiten Druckwerks (110b) in Richtung des
erkannten Versatzes (V) auch erfolgt, wenn keine Druckmarke (210) am zweiten Druckwerk
(110b) erkannt wird.
12. Überwachungsverfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass es als Sonderprogramm für die Dauer eines Rollenwechsels des Druckmediums (200) ausgeführt
wird.
13. Überwachungsverfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach Beendigung des Rollenwechsels, insbesondere nach einer vorgegebenen Drucklänge,
das Sonderprogramm beendet wird.
14. Überwachungsverfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Bewegen der Sensoreinheit (22a) des zweiten Druckwerks (110b) der Zeitversatz
zum ersten Druckwerk (110a), insbesondere als Relation zwischen der Drucklauflänge
zwischen den beiden Druckwerken (110a, 110b) und der Druckgeschwindigkeit, berücksichtigt
wird.
1. A monitoring system (10) for the alignment of printing units (110a, 110b, 100c) of
a series printing press (100), having a sensor device (20) with at least one sensor
unit (22a, 22b, 22c) for each printing unit (110a, 110b, 100c), in order to detect
the position of a printing mark (210) on a print medium (200), wherein
at least one sensor unit (22b, 22c) arranged downstream in the printing course of
a first sensor unit (22a) can be moved transversely to the conveying direction (F)
of the print medium (200),
characterized in
that the at least one movable sensor unit (22b, 22c) arranged downstream of a printing
unit (110b, 110c) arranged downstream is designed so as to be movable depending on
an offset (V), which has been detected by the sensor unit (22a) arranged upstream
in the printing course of a printing unit (110a) arranged upstream.
2. The monitoring system (10) according to Claim 1,
characterized in
that the at least one movable sensor unit (22b, 22c) is translationally movable by means
of an actuator system (30), in particular with an electrical motor.
3. The monitoring system (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in
that the at least one movable sensor unit (22b, 22c) can be moved along a guide (24),
in particular along a guide rail.
4. The monitoring system (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in
that the at least one movable sensor unit (22a, 22b) has a possible movement path (S),
which is formed in the range of approx. +- 2% relative to the width of the print medium
(200) transversely to the conveying direction (F).
5. The monitoring system (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in
that a control unit (40) is formed for carrying out a monitoring method, in particular
with the features of any one of Claims 7 to 13.
6. A series printing press (100) with at least two printing units (110a, 110b, 110c)
arranged in series for printing a print medium (200),
characterized in
that for the alignment of the printing units (110a, 110b, 110c) at least one monitoring
device (10) is provided with the features of any one of Claims 1 to 5.
7. A monitoring method for the alignment of printing units (110a, 110b, 110c) of a series
printing machine (100), in particular with the features of Claim 6, having the following
steps:
- Detection of an offset (V) of a printing mark (210) on the print medium (200) at
a first printing unit (110a),
- movement of a sensor unit (22b) of a sensor device (20) of a second printing unit
(110b) transversely to the conveying direction (F) of the print medium (200) by the
detected offset (V),
- detection of a residual offset (R) of the printing mark (210) on the print medium
(200) at the second printing unit (110b).
8. The monitoring method according to Claim 7,
characterized in
that after the detection of an offset (V) of the printing mark (210) on the print medium
(200) at a first printing unit (110a) all sensor units (22b, 22c) arranged downstream
in the printing course are moved transversely to the conveying direction (F) of the
print medium (200) in the direction of the detected offset (V).
9. The monitoring method according to any one of Claims 7 or 8,
characterized in
that the movement of the sensor unit (22b) of the second printing unit (110b) takes place
at least by the amount of the detected offset (V) of the printing mark (210) at the
first printing unit (110a).
10. The monitoring method according to any one of Claims 7 to 9,
characterized in
that a sensor unit (22c) of a third printing unit (110c) is moved transversely to the
conveying direction (F) of the print medium (200) by an amount, which consists of
the detected offset (V) and the detected residual offset (R).
11. The monitoring method according to any one of Claims 7 to 10,
characterized in
that the movement of the sensor unit (22b) of the second printing unit (110b) also takes
place in the direction of the detected offset (V), if no printing mark (210) is detected
at the second printing unit (110b).
12. The monitoring method according to any one of Claims 7 to 11 ,
characterized in
that it is carried out as a special program for the duration of a roll change of the print
medium (200).
13. The monitoring method according to Claim 12,
characterized in
that after completing the roll change, in particular after a predetermined printing length,
the special program is ended.
14. The monitoring method according to any one of Claims 7 to 13,
characterized in
that when the sensor unit (22a) of the second printing unit (110b) is moved the time offset
to the first printing unit (110a), in particular as a relation between the print run
length between the two printing units (110a, 110b) and the printing speed, is taken
into account.
1. Système de surveillance (10) pour l'orientation d'unités d'impression (110a, 110b,
100c) d'une presse à imprimer en série (100), comprenant un dispositif de capteur
(20) avec au moins une unité de capteur (22a, 22b, 22c) pour chaque unité d'impression
(110a, 110b 100c) afin de détecter la position d'une marque d'impression (210) sur
un support d'impression (200),
au moins une unité de capteur (22b, 22c), disposée en aval d'une première unité de
capteur (22a) dans la direction de l'impression, étant mobile transversalement à la
direction de convoyage (F) du support d'impression (200),
caractérisé en ce que
l'au moins une unité de capteur mobile (22b, 22c), disposée en aval, d'une unité d'impression
110b, 100c) disposée en aval, est conçue de manière mobile en fonction d'un décalage
(V) qui a été détecté par l'unité de capteur (22a), disposée en amont dans la direction
de l'impression, d'une unité d'impression (110a) disposée en amont.
2. Système de surveillance (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'au moins une unité de capteur mobile (22b, 22c) peut être déplacée en translation
au moyen d'un actionneur (30), plus particulièrement d'un moteur électrique.
3. Système de surveillance (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'au moins une unité de capteur mobile (22b, 22c) peut être déplacée le long d'un
guidage (24), plus particulièrement le long d'un rail de guidage.
4. Système de surveillance (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'au moins une unité de capteur mobile (22a, 22b) présente un trajet de déplacement
possible (S) qui est conçu transversalement à la direction de convoyage (F) de l'ordre
d'environ +- 2 % par rapport à la largeur du support d'impression (200) .
5. Système de surveillance (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
une unité de contrôle (40) est conçu pour l'exécution d'un procédé de surveillance,
plus particulièrement avec les caractéristiques d'une des revendications 7 à 13.
6. Presse à imprimer en série (100) avec au moins deux unités d'impression (110a, 110b,
110c) disposées en série pour l'impression d'un support d'impression (200),
caractérisé en ce que
pour l'orientation des unités d'impression (110a, 100b, 110c), est prévu au moins
un dispositif de surveillance (10) avec les caractéristiques d'une des revendications
1 à 5.
7. Procédé de surveillance pour l'orientation d'unités d'impression (110a, 110b, 110c)
d'une presse à imprimer en série (100), plus particulièrement avec les caractéristiques
de la revendication 6, comprenant les étapes suivantes :
- détection d'un décalage (V) d'une marque d'impression (210) sur le support d'impression
(200) dans une première unité d'impression (110a),
- déplacement d'une unité de capteur (22b) d'un dispositif de capteur (20) d'une deuxième
unité d'impression (110b) transversalement à la direction de convoyage (F) du support
d'impression (200) du décalage (V) détecté,
- détection d'un décalage résiduel (R) de la marque d'impression (210) sur le support
d'impression (200) dans la deuxième unité d'impression (110b).
8. Procédé de surveillance selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
après la détection d'un décalage (V) d'une marque d'impression (210) sur le support
d'impression (200) dans la première unité d'impression (110a), toutes les unités de
capteurs (22b, 22c) disposées en aval dans la direction d'impression sont déplacées
transversalement à la direction de convoyage (F) du support d'impression (200) en
direction du décalage (V) détecté.
9. Procédé de surveillance selon l'une des revendications 7 ou 8,
caractérisé en ce que
le déplacement de l'unité de capteur (22b) de la deuxième unité d'impression (110b)
au moins de la valeur du décalage (V) détecté de la marque d'impression (210) a lieu
au niveau de la première unité d'impression (110a).
10. Procédé de surveillance selon l'une des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce que
une unité de capteur (22c) d'une troisième unité d'impression (110c) est déplacée
transversalement à la direction de convoyage (F) du support d'impression (200) d'une
valeur qui est constituée du décalage (V) détecté et du décalage résiduel (R) détecté.
11. Procédé de surveillance selon l'une des revendications 7 à 10,
caractérisé en ce que
le déplacement de l'unité de capteur (22b) de la deuxième unité d'impression (110b)
en direction du décalage (V) détecté a également lieu lorsque aucune marque d'impression
(210) n'est détectée au niveau de la deuxième unité d'impression (110b).
12. Procédé de surveillance selon l'une des revendications 7 à 11,
caractérisé en ce que
il est exécuté en tant que programme spécial pendant la durée d'un changement de rouleau
du support d'impression (200).
13. Procédé de surveillance selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
après la fin du changement de rouleau, plus particulièrement après une longueur d'impression
prédéterminée, le programme spécial est terminé.
14. Procédé de surveillance selon l'une des revendications 7 à 13,
caractérisé en ce que
lors du déplacement de l'unité de capteur (22a) de la deuxième unité d'impression
(110b), le décalage temporel par rapport à la première unité d'impression (110a) est
pris en compte, plus particulièrement en tant que relation entre la longueur d'impression
entre les deux unités d'impression (110a, 110b) et la vitesse d'impression.
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