[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
das auf einer transparenten Schicht, z.B. einer Folie angeordnet ist, wobei das Sicherheitselement
eine erste periodische, optische Struktur auf der ersten Seite der transparenten Schicht
und eine zweite periodische, optische Struktur auf der der ersten Seite der transparenten
Schicht gegenüber liegenden zweiten Seite aufweist. Die Erfindung betrifft ferner
ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem solchen Sicherheitselement.
[0002] Es ist bereits bekannt, Wert- und/oder Sicherheitsdokumente wie Banknoten, Chipkarten,
Personalausweise, Pässe, Tickets, Schecks und dgl. mit einer transparenten Schicht,
z.B. einer Folie zu versehen. Eine derartige transparente Folie kann beispielsweise
eine Schutzschicht oder ein Durchsichts-Element als Sicherheitselement beinhalten.
[0003] Sicherheitselemente, welche hochwertige Kopierschutzelemente darstellen, benötigen
entweder aufwändige Herstellungs- oder Produktionsverfahren, wie beispielsweise das
Hologramm, spezielle und oft teure Sonderpigmente oder weitere produktionstechnische
Hilfsmittel zur Herstellung und Darstellung von variablen Informationen oder Effekten.
Insbesondere sind Kopierschutzelemente bekannt, die bei Betrachtung aus unterschiedlichen
Blickwinkeln einen sogenannten Kippeffekt aufweisen. Bei der digitalen Reproduktion,
d.h. beim Kopieren, erzeugen diese Elemente Interferenz-Effekte, die auch als Moire-Muster
bezeichnet werden. Auf Grund der höheren Auflösung von digitalen Scannern werden jedoch
immer bessere Reproduktionsergebnisse erzielt. Damit wird die Fälschungssicherheit
solcher Sicherheitselemente eingeschränkt. Ferner sind derartige Elemente aufwändig
und kostenintensiv in der Herstellung, da eine Oberflächenstruktur und ein Aufdruck
bzw. eine Laserbeschriftung benötigt wird.
[0004] Die Druckschriften
WO 97/47478 A1 und
EP 0 967 091 A1 beschreiben Sicherheitselemente, die bei im Durchlicht eine Farb- bzw. Helligkeitsvariation
eines Bildes zeigen.
[0005] Aus der Druckschrift
EP 1 780 681 B1 ist ein Sicherheitselement für den Kopierschutz bekannt, bei dem auf ein im Wesentlichen
transparentes Substrat auf einer ersten Seite eine Halbtonlinienstruktur mit einer
ersten Frequenz aufgebracht ist und auf der zweiten Seite eine Markiersubstanz. Die
Markiersubstanz weist zwei verschiedene Bereiche auf, wobei der erste Bereich eine
zweite Halbtonlinienstruktur mit einer zweiten Frequenz und der zweite Bereich eine
dritte Halbtonlinienstruktur mit einer dritten Frequenz beinhaltet. Die Halbtonlinienstrukturen
bilden eine (teilweise) Beschichtung des Substrats. Durch Übereinanderlegen der Strukturen
der verschiedenen Halbtonlinienstrukturen, die unterschiedliche Frequenzen aufweisen,
entsteht beim Hindurchschauen ein Moire-Muster. Die Lösung nach dem Stand der Technik
ist vergleichsweise kompliziert und beinhaltet nur wenige Möglichkeiten hinsichtlich
der bildlichen Gestaltung. Die Verifikation des Sicherheitselements ist daher schwierig
durchführbar.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demnach darin, ein Sicherheitselement
zu schaffen, welches ein Kopierschutzelement kostengünstig und einfach herstellbar
macht, das zudem eine höhere Fälschungssicherheit aufweist. Hinsichtlich des Wert-
und/oder Sicherheitsdokuments besteht die Aufgabe darin, dieses einfach und kostengünstig
mit einem derartigen Sicherheitselement ausstatten zu können.
[0007] Die obige Aufgabe wird gelöst durch ein Sicherheitselement mit den Merkmalen des
Anspruchs 1.
[0008] Insbesondere weist das Sicherheitselement eine erste periodische, optische Struktur,
z.B. ein Linienraster oder ein Punktraster, welche eine erste Beschichtung auf der
ersten Seite der transparenten Schicht ausbildet, und eine zweite periodische, optische
Struktur, z.B. ein Linienraster oder ein Punktraster, welche eine zweite Beschichtung
auf der der ersten Seite der transparenten Schicht gegenüber liegenden zweiten Seite
ausbildet, wobei erste optische Struktur und die zweite optische Struktur derart überlappend
angeordnet sind, dass sie für einen äußeren Betrachter unter einem bestimmten, vorgegebenen
Blickwinkel zur Oberfläche der mit den Beschichtungen versehenen transparenten Schicht
oder Beleuchtungswinkel des zur Verifizierung verwendeten Leuchtmittels, insbesondere
eine UV-Lampe, einen Farbwechseleffekt zeigen, wobei die erste Beschichtung eine erste
Farbe und die zweite Beschichtung mindestens eine zweite Farbe, welche von der ersten
Farbe verschiedenen ist, aufweist.
[0009] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement stellt somit in vorteilhafter Weise einen
Farbwechseleffekt zur Verfügung, der kostengünstig und einfach lediglich durch Einsatz
von Drucktechnik realisierbar ist. Eine Oberflächenstrukturierung ist nicht notwendig.
Die erfindungsgemäße Lösung nutzt die Entwicklung der Technik dahingehend aus, dass
es heute möglich ist, einen hoch passergenauen Druck auf unterschiedlichen Seiten
einer Schicht, beispielsweise unterschiedlichen Folienseiten, mittels einer geeigneten
Wendeeinrichtung zu verwirklichen. Durch den beidseitigen Druck der optischen Strukturen
mit unterschiedlichen, für den Betrachter sichtbaren, geeigneten Farben (erste Farbe,
zweite Farbe) erfolgt durch Verkippen des Sicherheitselements eine zunehmende Überlagerung
der Farben bzw. eine zunehmende Trennung der Farben, die auf beiden Seiten der transparenten
Schicht angeordnet sind. Hierdurch wird ein betrachtungswinkel- oder beleuchtungswinkelabhängiger,
einstellbarer Farbtonwechsel (Farbwechseleffekt) erzielt. Das erfindungsgemäße Sicherheitselement
zeichnet sich aufgrund der hohen Anforderungen hinsichtlich der Passergenauigkeit
der Strukturen durch eine hohe Fälschungssicherheit aus und ist insbesondere zur Erhöhung
der Fälschungssicherheit für ID1/ID3-Kunststoffkarten mit mehrschichtigem Aufbau geeignet.
Als Kopierschutzelement weist das erfindungsgemäße Sicherheitselement insbesondere
dann eine hohe Fälschungssicherheit auf, wenn die Farbe der ersten Beschichtung und
die Farbe der zweiten Beschichtung schwer zu separieren sind. Ferner wird durch die
räumliche Trennung der Farben der ersten Beschichtung und der zweiten Beschichtung
ein sichtbarer Farbwechsel erreicht, der durch den Aufbau des Sicherheitselements
einen 3D-Effekt (Kippeffekt) aufweist. Beim Kopieren oder Scannen verschwindet dieser
Kippeffekt, da die Ebenen der ersten und der zweiten Beschichtung zusammengelegt werden.
[0010] Mit dem Begriff Farbe wird im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung die individuelle
visuelle Wahrnehmung (Körperfarbe) des Sicherheitselements bezeichnet, welche durch
Reflexion, Absorption und/oder Emission von elektromagnetischer Strahlung an und/oder
in dem Sicherheitselement hervorgerufen und von einem Betrachter beim Anschauen des
Sicherheitselements aus einem bestimmten Winkel wahrgenommen wird. Die Farbe und entsprechend
der Farbwechsel der optischen Strukturen kann z.B. im RGB-, CMYK- oder HSV-Farbraum
oder im CIELAB-Farbraum für Körperfarben oder im CIE xy-Farbraum für selbstleuchtende
Farben angegeben werden.
[0011] Die für den Betrachter sichtbare Farbe ergibt sich aus einer Kombination von additiver
und/oder subtraktiver Farbmischung der Farbe der ersten Beschichtung und der Farbe
der zweiten Beschichtung, wenn die dem Betrachter zugewandte Beschichtung transparent
ist. Dabei ergibt sich eine additive Farbmischung insbesondere für elektromagnetische
Strahlung eines bestimmten Wellenlängenbereichs, das von der ersten Beschichtung und/oder
der zweiten Beschichtung emittiert wird und spielt auch für die unter dem jeweiligen
Betrachtungswinkel nebeneinander liegenden Strukturelemente der ersten optischen Struktur
und der zweiten optischen Struktur eine Rolle. Die subtraktive Farbmischung tritt
bei allen klassischen Farben (Absorptionsfarben) auf und ist insbesondere von Bedeutung
für die Strukturelemente mit jeweils einer Absorptionsfarbe, die unter dem jeweiligen
Betrachtungswinkel übereinander liegen.
[0012] Erfindungsgemäß ist die dem Betrachter zugewandte Beschichtung im Wesentlichen nicht
transparent, insbesondere nicht für UV-Licht und/oder sichtbares Licht. In dem Fall
der Intransparenz gegenüber sichtbarem Licht kann zumindest unter einem bestimmten,
vorgegebenen Blickwinkel ein Farbwechseleffekt dadurch entstehen, dass die optische
Struktur der von dem Betrachter abgewandten Beschichtung zumindest teilweise unter
der optischen Struktur der dem Betrachter zugewandten Beschichtung gewissermaßen verschwindet
und daher nicht an der additiven und/oder subtraktiven Farbmischung teilnimmt. Der
sich dem äußeren Betrachter bietende Farbeindruck wird daher im Wesentlichen oder
vollständig von der optischen Struktur der dem Betrachter zugewandten Beschichtung
bestimmt. Alternativ, wenn die dem Betrachter zugewandte Beschichtung nicht transparent
gegenüber UV-Licht ist, kann durch eine seitliche Beleuchtung mittels einer UV-Lichtquelle
die von dem Betrachter abgewandte Beschichtung angeregt werden, dass diese luminesziert,
welche Lumineszenz dann von dem Betrachter wahrgenommen wird.
[0013] Hinsichtlich der Transparenz der zwischen der ersten optischen Struktur und der zweiten
optischen Struktur angeordneten transparenten Schicht ist es erforderlich, dass die
Schicht vor allem für mindestens einen Teilbereich des sichtbaren Wellenlängenbereichs
(380 nm bis 780 nm) oder den UV-Wellenlängenbereich transparent ist. Falls für die
erste optische Struktur und/oder die zweite optische Struktur ein färbendes Mittel
(z.B. ein Pigment) verwendet wird, welches in einem außerhalb des sichtbaren Wellenlängenbereichs
angeordneten Wellenlängenbereich angeregt wird, so ist es erforderlich, dass die transparente
Schicht zusätzlich für diesen Anregungs-Wellenlängenbereich, der vorzugsweise im IR-Wellenlängenbereich
oder im UV-Wellenlängenbereich liegt, zusätzlich transparent ist.
[0014] In einem Ausführungsbeispiel kann die transparente Schicht aus zwei oder mehr Folien
oder anderen Schichten zusammengesetzt sein. In diesem Fall müssen die Folien oder
anderen Schichten, die die erste optische Struktur und die zweite optische Struktur
tragen, ggf. hoch passergenau bei der Herstellung des Sicherheitselements zusammengesetzt
werden.
[0015] Vorsorglich sei auch auf den Unterschied zu den im Stand der Technik offenbarten
Halbtonlinienstrukturen hingewiesen. Bei dem bekannten Sicherheitselement liegen lediglich
Unterschiede in der Struktur der übereinander liegenden Elemente vor, welche das Moire-Muster
aufgrund der Frequenzunterschiede erzeugen. Ein Farbwechseleffekt wird hierbei nicht
beobachtet. Über das Verhalten des Sicherheitselements in Bezug auf die Körperfarbe
lässt sich der Druckschrift
EP 1 780 681 B1 nichts entnehmen.
[0016] Besonders eindeutig wird der erzielte Farbwechseleffekt für den Betrachter, wenn
die erste optische Struktur und die zweite optische Struktur derart zueinander angeordnet
sind, dass unter einem bestimmten, vorgegebenen Blickwinkelbereich oder Beleuchtungswinkelbereich
die Elemente der ersten optischen Struktur, z.B. die Linien der ersten optischen Struktur,
die Elemente der zweiten optischen Struktur, z.B. die Linien der zweiten optischen
Struktur vollständig überdecken. Dies bedeutet, dass der Betrachter in diesem Blickwinkelbereich,
wenn die dem Betrachter zugewandte Beschichtung transparent ist, eine subtraktive
und/oder additive Farbmischung der Farben der beiden Strukturen oder, wenn dem Betrachter
näher liegende Struktur das zur Betrachtung verwendete Licht vollständig oder nahezu
vollständig absorbiert, lediglich schwarze Elemente der ersten optischen Struktur
wahrnimmt, während die zweite Struktur nicht mehr oder nur noch teilweise sichtbar
ist. Mit einem Verkippen des Sicherheitselements um einen bestimmten, vorgegebenen
Winkel aus diesem Blickwinkelbereich heraus, der von der Dicke des Substrats und der
Hinterschneidung der Elemente der zweiten optischen Struktur gegenüber den Elementen
der ersten optischen Struktur abhängt und eingestellt werden kann, wird dann für den
Betrachter die unten liegende zweite optische Struktur ohne Beeinflussung durch die
erste optische Struktur sichtbar, so dass ein Farbwechsel erfolgt. Der Betrachter
nimmt bei diesem Kippwinkel daher die Farbe der zweiten optischen Struktur wahr.
[0017] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird insbesondere von einem Sicherheitselement gelöst,
das auf einer im sichtbaren und UV Wellenlängenbereich transparenten Schicht, z.B.
einer Folie, angeordnet ist, wobei das Sicherheitselement eine erste periodische,
optische Struktur in Form eines Linienrasters oder eines Punktrasters, welche eine
erste Beschichtung auf der ersten Seite der transparenten Schicht ausbildet, und eine
zweite periodische, optische Struktur in Form eines Linienrasters oder eines Punktrasters
aufweist, welche eine zweite Beschichtung auf der der ersten Seite der transparenten
Schicht gegenüber liegenden zweite Seite ausbildet, wobei die erste optische Struktur
und die zweite optische Struktur derart überlappend angeordnet sind, dass sie für
einen äußeren Betrachter unter einem bestimmten, vorgegebenen Blickwinkel und unter
UV-Bestrahlung einen Farbwechseleffekt zeigen, wobei die erste Beschichtung eine erste
Farbe, welche nicht transparent für UV-Licht ist und Pigmente beinhaltet, die eine
sichtbare bunte oder unbunte Körperfarbe haben, und die zweite Beschichtung mindestens
eine zweite Farbe aufweist, welche von der ersten Farbe verschiedenen ist und lumineszierende
Pigmente beinhaltet, wobei die erste optische Struktur und die zweite optische Struktur
derart zueinander angeordnet sind, dass die Elemente der ersten optischen Struktur
unter einem bestimmten, vorgegebenen Blickwinkelbereich oder Beleuchtungswinkelbereich
die Elemente der zweiten optischen Struktur vollständig überdecken.
[0018] Von Vorteil ist, wenn die Dicke der transparenten Schicht in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
im Bereich von 50 µm bis 800 µm, vorzugsweise im Bereich von 70 µm bis 250 µm, besonders
bevorzugt im Bereich von 100 µm bis 150 µm liegt. Da das für den Farbwechseleffekt
notwendige Verkippen des Sicherheitselements von der Foliendicke und dem Abstand der
Strukturelemente, z.B. der Linien oder der Punkte, der ersten optischen Struktur und/oder
der zweiten optischen Struktur abhängt, eignet sich diese Schichtdicke besonders gut
für den gewünschten Farbwechseleffekt zusammen mit den üblichen Linienabständen eines
Linienrasters oder Punktrasters.
[0019] Besonders deutlich ist der Farbwechseleffekt zudem für die Betrachter erkennbar,
wenn die erste optische Struktur und die zweite optische Struktur jeweils als Linienraster
ausgeführt sind und wenn diese Linienraster mindestens abschnittsweise parallel zueinander
verlaufen.
[0020] Hinsichtlich der Erkennbarkeit des Farbwechseleffekts ist ferner von Vorteil, wenn
der Abstand zwischen zwei benachbarten Strukturelementen, z.B. zwischen zwei Linien
oder zwei Punkten, der ersten optischen Struktur und/oder der zweiten optischen Struktur
das 0,1-fache bis 100-fache der Dicke der transparenten Schicht, vorzugsweise das
0,5-fache bis 10-fache der Dicke der transparenten Schicht, besonders bevorzugt das
0,5-fache bis 3-fache der Dicke der transparenten Schicht beträgt.
[0021] Aus gleichem Grund vorteilhaft ist es, wenn die Breite der Strukturelemente, z.B.
die Breite der Linien oder der Punkte, der ersten optischen Struktur und/oder zweiten
optischen Struktur das 0,1-fache bis 100-fache der Dicke der transparenten Schicht,
vorzugsweise das 0,5-fache bis 10-fache der Dicke der transparenten Schicht, beträgt.
Z.B. kann die Breite der Strukturelemente bei einer 100 µm dicken Folie als transparente
Schicht ca. 100 µm bis 200 µm betragen.
[0022] Es ist ferner von Vorteil, wenn der Farbabstand der ersten und/oder der mindestens
eine zweite Farbe zwischen dem Zustand vor und nach dem Farbwechsel einen vorbestimmten,
ausreichenden Wert, vorzugsweise einen Wert von ΔE>10, aufweisen. Am besten eignen
sich Komplementärfarben. Wenn die Farben zu ähnlich sind, kann ein Farbwechsel (dE
> 10) nicht erkannt werden. In diesem Zusammenhang kann in einem weiteren Ausführungsbeispiel
die erste Farbe und die mindestens eine zweite Farbe als metamere Farben ausgebildet
sein, also vor und/oder nach dem Verkippen den gleichen Farbeindruck erzielen. Die
Verschiedenheit der Farben kann erst durch Anordnung eines Filters zwischen Sicherheitselement
und Betrachter erkannt werden, wobei der Filter einen vorgegebenen Wellenlängenbereich
des Lichts absorbiert und damit den Farbwechseleffekt sichtbar macht.
[0023] Hinsichtlich der Erkennbarkeit des Sicherheitsmerkmals bzw. einer sicheren Verifizierung
ist von Vorteil, wenn die erste optische Struktur und/oder die zweite optische Struktur
in ihrer Gesamtheit eine bildliche und/oder textliche und/oder numerische Information
beinhalten. Insbesondere bevorzugt ist, wenn die Information eine Personalisierung
darstellt. Als Personalisierung wird eine bildliche und/oder textliche und/oder numerische
Information bezeichnet, die einzigartig oder individuell ist, z.B. für den Inhaber
des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments, das das Sicherheitselement aufweist, bzw.
für das Wert- und/oder Sicherheitsdokument selbst. Eine solche Personalisierung kann
beispielsweise eine Seriennummer z.B. einer Banknote, das Bild oder persönliche Daten
und dgl. des Dokumenteninhabers, z.B. des Passinhabers, oder eine Ticketnummer darstellen.
[0024] Besonders bevorzugt sind die erste optische Struktur und/oder die zweite optische
Struktur mittels eines Druckverfahrens, z.B. mittels Flach-, Hoch-, Tief-, Durch-
und/oder Digitaldruck, vorzugsweise mittels Stichtiefdruck, mittels eines Offset-Druckverfahrens
oder mittels eines Inkjet-Druckverfahrens, aufgebracht.
[0025] Diese Druckverfahren sind sehr kostengünstige Alternativen zur Herstellung eines
erfindungsgemäßen Sicherheitsmerkmals. Insbesondere das Verfahren des Inkjet-Druckens
ist für die Aufbringung einer Personalisierung von Vorteil, die sich für jedes Sicherheitselement
ändert. In diesem Zusammenhang ist es z.B. vorteilhaft, wenn eine der ersten optischen
Struktur oder der zweiten optischen Struktur beispielsweise als feststehendes Linienraster
ausgeführt wird. Die jeweils andere optische Struktur wird dann derart berechnet und
entsprechend z.B. ebenfalls als Linienraster gedruckt, dass von den mindestens zwei
Informationen, welche bei verschiedenen Kippwinkeln dargestellt werden, eine Information
eine Personalisierung beinhaltet, beispielsweise das Bild des Dokumenteninhabers.
[0026] Besonders bevorzugt weist die erste Beschichtung zusätzlich lumineszierende Pigmente
auf, welche vorzugsweise elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge emittieren,
welche von der Wellenlänge der lumineszierenden Pigmente der zweiten Beschichtung
verschieden ist. Hierdurch kann eine besonders hohe Fälschungssicherheit erreicht
werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden mit dem Begriff Lumineszenz die
Phänomene Fluoreszenz und Phosphoreszenz zusammengefasst.
[0027] Als lumineszierende Pigmente, insbesondere fluoreszierende Pigmente, werden beispielsweise
mit Seltenerdmetallen dotierte Wirtsgitter, beispielsweise mit Ytterbium, Praseodym,
Neodym, Europium, Terbium, Cer, Dysprosium, Holmium, Thulium, Samarium dotierte Granate,
Perovskite, Oxide, Sulfide, Oxysulfide, Phosphate, Silikate, Fluoride, Nitride oder
Selenide eingesetzt, ggf. mit Spuren von Schwermetallen wie z.B. Silber, Kupfer, Mangan.
Ferner können organische lumineszierende Materialien verwendet werden, z.B. Rhodamine,
Perylene-Farbstoffe, Isoindolinone, Quinophthalone, Oxazinone, Cumarine, Perinon-Farbstoffe.
Die Herstellung von derartigen lumineszierenden Materialien ist dem Fachmann bekannt
und z.B. beschrieben in der Druckschrift
WO 81/03508 A1.
[0029] Die obige Aufgabe wird auch durch ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem
oben angegebenen Sicherheitselement gelöst. Die Vorteile der Erfindung, die analog
auch für das jeweilige Wert- und/oder Sicherheitsdokument gelten, sind bereits oben
dargestellt.
[0030] Besonders einfach lässt sich das Sicherheitselement realisieren, wenn dieses in einem
Fenster des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments angeordnet ist.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme
auf die Figuren erläutert. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch
unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbezügen.
Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- ein Sicherheitselement in einer Ansicht von der Seite,
- Fig. 2
- ein weiteres Sicherheitselement in einer Ansicht von der Seite,
- Fig. 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements in einer
Ansicht von der Seite,
- Fig. 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements in einer
Ansicht von der Seite,
- Fig. 5
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements in einer
Ansicht von der Seite,
- Fig. 6
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements in einer
Ansicht von der Seite,
- Fig. 7
- ein fünftes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements in einer
Ansicht von der Seite,
- Fig. 8
- ein sechstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements in einer
Ansicht von oben,
- Fig. 9
- ein erfindungsgemäßes Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit dem Sicherheitselement
gemäß Fig. 8 in einer perspektivischen Ansicht von der Seite,
- Fig. 10
- einen Ausschnitt des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments gemäß Fig. 9 unter einem
ersten Blickwinkel,
- Fig. 11
- einen Ausschnitt des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments gemäß Fig. 9 unter einem
zweiten Blickwinkel und
- Fig. 12
- das CIE-Normfarbsystem mit einer Darstellung der verwendeten Farben des Farbwechseleffekts
für die anhand der vorangegangenen Figuren erläuterten Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer
Sicherheitselemente.
[0032] Fig. 1 zeigt eine für sichtbares Licht transparente Folie 1 mit einem ersten Linienraster
10 als erste optische Struktur auf der Oberseite und einem zweiten Linienraster 20
als zweite optische Struktur auf der Unterseite der Folie 1. Die Folie 1 besteht beispielsweise
aus PC, PET, PETG, PVC, PE, PA und hat eine Dicke d im Bereich von 50 µm bis 300 µm.
Besteht die Folie 1 aus PC, weist diese vorzugsweise eine Dicke im Bereich von 100
µm bis 150 µm auf.
[0033] Das erste Linienraster 10 und das zweite Linienraster 20 werden in Fig. 1 bis 7 vereinfacht
durch jeweils eine einzige Linie oder zwei oder drei Linien dargestellt, die jeweils
senkrecht zur Verlaufsrichtung von der Seite gezeigt werden. Hier und bei den nachfolgenden
Ausführungsbeispielen weist die betreffende optische Struktur jeweils ein Linienraster,
d.h. eine Vielzahl von parallelen Linien, auf. Die gezeigten Ausführungsbeispiele
können alternativ auch als Punktraster verwirklicht werden. In weiteren Ausführungsbeispielen
können als periodische, optische Strukturen Raster aus Quadraten, Dreiecken, Sechsecken,
Rechtecken und/oder aus dergleichen geometrischen Formen verwendet werden.
[0034] In dem in Fig. 1 gezeigten Sicherheitselement sind die Linien des ersten Linienrasters
10 und des zweiten Linienrasters 20 so angeordnet, dass sie bei senkrechter Betrachtung
gerade nicht übereinander liegen. Dies bedeutet, dass der Freiraum zwischen benachbarten
Linien des ersten Linienrasters 10 mindestens genauso groß oder größer ist als die
Breite der Linien des zweiten Linienrasters 20. Durch diese Anordnung werden die Linien
des ersten Linienrasters 10 und des zweiten Linienrasters 20 bei einer Betrachtung
aus einer Richtung senkrecht zur Oberfläche der Folie 1 (vgl. Blicklinien 4, 5) jeweils
in ihrer eigenen, separaten Farbe wahrgenommen. Die Linien des ersten Linienrasters
10 erscheinen dem Betrachter beispielsweise als Linien roter Farbe und die Linien
des zweiten Linienrasters 20 durch die Folie 1 hindurch als Linien gelber Farbe. Der
Betrachter sieht somit aus einer Richtung senkrecht zur Oberfläche der Folie 1 eine
Struktur, welche nebeneinander liegende rote und gelbe Linien enthält.
[0035] Sobald das Sicherheitselement jedoch gegenüber dem Betrachter verkippt wird, so passiert
der Lichtstrahl 1 in einem vom Kippwinkel abhängigen Bereich die Linien des ersten
Linienrasters 10 und gelangt dann zu den Linien des zweiten Linienrasters 20 (siehe
Blicklinie 8). Daher beeinflussen sich in diesem Bereich die Farben der übereinander
liegenden optischen Strukturen, so dass nach den Gesetzen der subtraktiven Farbmischung
der Betrachter unter einem Winkel Bereiche sieht, die eine orange Farbe aufweisen.
Dieser Farbtonwechsel von rot oder gelb zu orange stellt den oben erläuterten Farbwechseleffekt
dar.
[0036] Das in Fig. 2 gezeigte Sicherheitselement entspricht dem in Fig. 1 skizzierten Sicherheitselement
mit dem Unterschied, dass auch bei Betrachtung von senkrecht oben, d.h. senkrecht
zur Oberfläche der Folie 1, die Linienraster 10 und 20 teilweise übereinander angeordnet
sind, so dass der Betrachter auch aus der senkrechten Blickrichtung Bereiche erkennt,
die eine orange Farbe aufweisen (siehe Blicklinie 7).
[0037] Die Linienraster 10, 20 der in Fig. 1 und 2 dargestellten Sicherheitselemente wurden
jeweils auf die Folie 1 von beiden Seiten aufgedruckt, z.B. mittels Offset- oder Inkjet-Druck.
Die Farbigkeit der Linien der Linienraster ergibt sich jeweils durch entsprechende
Pigmente, welche in der jeweiligen Druckfarbe enthalten sind. Die Farben der Linien
der Sicherheitselemente gemäß Fig. 1 und 2 werden durch Beleuchtung mit sichtbarem
Licht erzeugt.
[0038] In den Figuren 3 und 4 werden zu den Figuren 1 und 2 sehr ähnliche Sicherheitselemente
dargestellt. Hierbei ist das erste Ausführungsbeispiel von Fig. 3 analog zu dem Sicherheitselement
gemäß Fig. 1 und das zweite Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 analog zu dem Sicherheitselement
gemäß Fig. 2. Bei den für das erste Linienraster 10' und das zweite Linienraster 20'
verwendete Druckfarben handelt es sich im Gegensatz zu den für die Linienraster 10,
20 verwendeten Druckfarben der Figuren 1 und 2 um Pigmente, die bei Bestrahlung mit
Licht aus dem UV-Wellenlängenbereich mittels einer UV-Lampe 12 elektromagnetische
Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich emittieren.
[0039] Die in dem ersten Linienraster 10' in Fig. 3 verwendeten Pigmente emittieren beispielsweise
Licht aus dem sichtbaren roten Wellenlängenbereich und die in dem zweiten Linienraster
20' verwendeten Pigmente Licht aus dem sichtbaren grünen Wellenlängenbereich. Entsprechend
erkennt der Betrachter aus einer Richtung senkrecht zur Oberfläche der Folie 1 des
ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements rote und grüne,
versetzt zueinander angeordnete Linien (vgl. Blicklinien 4, 5). Sobald der Betrachter
nun das Sicherheitselement zu der senkrechten Richtung kippt, so liegen Teile der
Linienraster 10' und 20' übereinander und der Betrachter nimmt nun in bestimmten Bereichen
dunkelbraune Linien wahr (vgl. Blicklinie 8).
[0040] Analog zu Fig. 2 liegen die in Fig. 4 dargestellten Linienraster 10', 20' teilweise
übereinander. Dadurch sind auch bereits bei der Betrachtung von senkrecht oben (siehe
Blicklinie 7) bereits Bereiche vorhanden, welche auf Grund der rot emittierenden ersten
optischen Struktur und der grün emittierenden zweiten optischen Struktur braun erscheinen.
[0041] In den Figuren 5 bis 7 beinhalten die dritten bis fünften Ausführungsbeispiele Linienraster,
die vollständig oder teilweise direkt übereinander angeordnet sind. Das obere, dem
Betrachter zugewandte, erste Linienraster 30, 30' absorbiert jeweils das von der UV-Lampe
12 eingestrahlte UV-Licht vollständig und emittiert keine elektromagnetische Strahlung
im sichtbaren Wellenlängenbereich, so dass der Betrachter entsprechend schwarze Linien
sieht. Dabei ist die UV-Lampe 12 anders als in der Darstellung vorzugsweise hinter
dem Betrachterauge angeordnet. Dies gilt auch für die Figuren 3 und 4.
[0042] Ein direkt unter dem ersten Linienraster 30 liegendes zweites Linienraster 40 ist
bei dem dritten und vierten Ausführungsbeispiel derart angeordnet, dass die Linien
des zweiten Linienrasters 40 bzw. 40' vollständig durch die Linien des ersten Linienrasters
30 verdeckt werden in einem Zustand, in dem der Betrachter senkrecht auf die Oberfläche
des Substrats 1 blickt (siehe jeweils Blicklinie 14). Daher sieht der Betrachter unter
diesem Winkel und in einem kleinen Bereich um diesen Winkel herum nur schwarze Linien.
[0043] Unter einem bestimmten, vorgegebenen Winkel α zur Normalen, der sich aus der Dicke
d der Folie 1' und der Länge der "Hinterschneidung" z des zweiten Linienrasters 40
bzw. 40' gegenüber dem ersten Linienraster 30 gemäß

ergibt, kann der Betrachter seitlich an den Linien des ersten Linienrasters 30 vorbei
sehen (siehe Blicklinien 18, 19) und nimmt so das darunter liegende Linienraster 40
wahr, das beispielsweise unter UV-Bestrahlung Licht im roten Wellenlängenbereich emittiert.
Der Betrachter nimmt also mit zunehmender Verkippung mit einem Winkel >α einen zunehmenden
Anteil an roter Farbe wahr, d.h. der Farbumschlag findet bei diesem Ausführungsbeispiel
bei dem Winkel α statt. Z.B. kann die Dicke der Folie 1 d = 100 µm und die Hinterschneidung
z = 100 µm betragen, so dass sich einen Winkel von α = 45° ergibt. In ersten alternativen
Ausführungsbeispiel betragen d = 100 µm, z = 30 µm und somit α = 16,7° sowie in einem
zweiten alternativen Ausführungsbeispiel d = 100 µm, z = 58 µm und somit α = 30,1°.
[0044] Abhängig von den gewählten Materialien der Folie 1' muss bei der Berechnung des Winkels
(Grenzwinkel), bei dem der Farbwechseleffekt auftritt, zusätzlich das Brechungsgesetz
von Snellius berücksichtigt werden, das besagt, dass ein Lichtstrahl in gegenüber
Luft optisch dichteren Medien (mit einem Brechungsindex n > 1) gemäß der Formel

zum Lot hingebrochen wird, wobei n1 der Brechungsindex für Luft, n2 der Brechungsindex
des Materials der Folie (n2 = 1,58 im Fall von PC als Material der Folie 1'), α1 der
Winkel der Blicklinie zum Lot in Luft und α2 der Winkel der Blicklinie zum Lot im
Material der Folie bedeuten.
[0045] Die oben zu dem dritten Ausführungsbeispiel genannten Parameter können auch bei dem
in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel analog vorgesehen werden, wobei das zweite
Linienraster 40' bei diesem Ausführungsbeispiel ein zusammengesetztes Linienraster
aus nebeneinander liegenden Linien mit Pigmenten darstellt, die unter UV-Bestrahlung
Licht mit unterschiedlicher Farbe emittieren. In Fig. 6 sind die Linien des zweiten
Linienrasters 40' beispielhaft zusammengesetzt aus einer ersten Linie 41, welche Licht
aus dem roten Wellenlängenbereich emittiert, und einer zweiten Linie 42, welche Licht
aus dem grünen Wellenlängenbereich emittiert. Aufgrund der zusammengesetzten Gestaltung
des zweiten Linienrasters 40' werden bei diesem Ausführungsbeispiel zwei Farbwechseleffekte
beobachtet. Schaut der Betrachter von einer ersten, schrägen Richtung auf das Sicherheitselement
(siehe Blicklinie 18), so sieht er an dem ersten Linienraster 30 vorbei auf die zweiten
Linien 42 des zweiten Linienrasters 40' und sieht eine grüne Farbe. Kippt der Betrachter
das Sicherheitselement in die entgegengesetzte Richtung ausgehend von der senkrechten
Betrachtungsrichtung, so erkennt der Betrachter bei Verkippen um einen bestimmten,
vorgegebenen Winkel die ersten Linien 41 des zweiten Linienrasters 40', die Licht
aus dem roten Wellenlängenbereich emittieren.
[0046] Das in Fig. 7 gezeigte Ausführungsbeispiel kann als eine Kombination der in Fig.
3 und Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiele betrachtet werden. Erste Linien 41'
des zweiten Linienrasters 40" sind bei der Betrachtung von senkrechter Richtung (siehe
Blicklinie 15) in dem Zwischenraum zwischen zwei Linien des ersten Linienrasters 30'
angeordnet und daher auch bei der Betrachtung von senkrecht oben erkennbar (siehe
Blickrichtung 17'). Der Betrachter sieht daher aus der senkrechten Richtung unter
UV-Bestrahlung schwarze und rote Linien. Die zweiten Linien 42' des zweiten Linienrasters
40" sind analog zu dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel unterhalb der Linien
des ersten Linienrasters 30' angeordnet und werden daher erst beim Verkippen des Sicherheitselements
zur Senkrechten um einen bestimmten, vorgegebenen Winkel sichtbar (siehe Blicklinien
18 und 19). Nach dem Verkippen um den notwendigen Winkel (vgl. Formel (1) oben) sieht
der Betrachter demnach unter UV-Bestrahlung ein Linienraster 42' mit Linien, die im
grünen Wellenlängenbereich emittieren und ein Linienraster 41' mit Linien, welche
im roten Wellenlängenbereich emittieren, sowie die schwarzen Linien des ersten Linienrasters
30'.
[0047] Die Folien 1' der Ausführungsbeispiele 1 bis 5 müssen auch für den UV-Wellenlängenbereich
transparent sein, um eine Anregung der Pigmente der Linien des zweiten Linienrasters
20', 40, 40', 40" zu ermöglichen. Hierfür sind insbesondere die folgenden Folienmaterialien
PC, PET, PETG, PVC, PE und PA, bevorzugt PC geeignet.
[0048] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann anstelle der Position des Betrachters
(vgl. Blicklinien 14, 15, 18 und 19) der Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 5 bis 7 auf
analoge Weise die Position der Lichtquelle (UV-Lampe 12) verändert werden, während
die Position des Betrachters unverändert bleibt. In diesem Fall besteht das erste
Linienraster 30, 30' aus einer Farbschicht, welche UV-absorbierend und transparent
für sichtbares Licht ist. Es wird mit dem unter UV-Bestrahlung emittierenden zweiten
Linienraster 40, 40' und 40" für den Betrachter der gleiche Effekt erreicht wie bei
der in den Fig. 5 bis 7 dargestellten Variante.
[0049] Die Ausführungsbeispiele gemäß den Figuren 3 bis 7 werden ebenfalls mittels beidseitigem
Offset-Druck oder Inkjet-Druck auf die Folie 1' hergestellt. Die Druckfarben enthalten
Pigmente, welche bei Bestrahlung im UV-Wellenlängenbereich Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich
emittieren.
[0050] Fig. 8 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements
in Form eines Adlers, das sich analog zu dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel
aus zwei Linienrastern 30, 40' zusammensetzt, wobei das Sicherheitselement auf einem
Wert- und/oder Sicherheitsdokument in Form einer Ausweiskarte 50 (siehe Fig. 9) angeordnet
ist. Auf der in den Figuren 8 bis 11 dem Betrachter zugewandten Seite 51 der Ausweiskarte
50 ist das erste Linienraster 30, das aus einer Vielzahl von schwarzen Linien zusammengesetzt
ist, vorgesehen. Auf der dem Betrachter abgewandten Seite 52 der Ausweiskarte 50 ist
das zweite Linienraster 40' angeordnet, welches aus einer Vielzahl von ersten (z.B.
roten, hier gepunktet dargestellten) Linien 41 und zweiten (z.B. grünen, hier gestrichelt
dargestellten) Linien 42 besteht, wobei jeweils eine erste Linie 41 neben einer zweiten
Linie 42 liegt.
[0051] Bei der in Fig. 8 dargestellten Betrachtung durch eine Person von senkrecht oben
(vgl. Blicklinie 14 in Fig. 6) wird lediglich ein grauer Adler wahrgenommen, der aus
dem ersten Linienraster 30 mit schwarzen Linien und weißen Zwischenräumen gebildet
wird.
[0052] Nach einer Verkippung der Ausweiskarte 50 um einen Winkel von beispielsweise mindestens
45° im Uhrzeigersinn (siehe Fig. 10 und Blicklinie 19 in Fig. 6) nimmt der Betrachter
z.B. einen dunkelroten Adler wahr, da neben den schwarzen Linien des ersten Linienrasters
30 nun auch die ersten (z.B. roten) Linien 41 des zweiten Linienrasters 40' sichtbar
werden. Somit ist für den Betrachter im Laufe der Verkippung der Ausweiskarte 50 ein
Farbwechseleffekt von schwarz nach rot aufgetreten.
[0053] Analog führt eine Verkippung der Ausweiskarte 50 um einen Winkel von beispielsweise
mindestens 45° entgegen dem Uhrzeigersinn (siehe Fig. 11 und Blicklinie 18 in Fig.
6) zu einem zweiten Farbwechseleffekt von schwarz nach grün, da bei einem bestimmten,
vorgegebenen Winkel die zweiten (z.B. grünen) Linien 42 neben den schwarzen Linien
des ersten Linienrasters 30 sichtbar werden.
[0054] Die für die oben erläuterten Ausführungsbeispiele geeigneten Farben sind in Fig.
12 anhand des an sich bekannten CIE-Farbsystems dargestellt.
[0055] Der erste Punkt "Rot" stellt die Farbe des ersten Linienrasters 10, 10' der Beispiele
gemäß Fig. 1 bis 4, die Farbe für die Linien des zweiten Linienrasters 40 des dritten
Ausführungsbeispiels (Fig. 5) sowie die Farbe für die ersten Linien 41, 41' des zweiten
Linienrasters 40', 40" des vierten bis sechsten Ausführungsbeispiels (Fig. 6 bis 11)
für ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement dar. Die Farbe "Rot" hat etwa folgende
Anteile an den Grundfarben rot, grün, blau: x = 0,66 (rot), y = 0,3 (grün), z = 0,04
(blau).
[0056] Der zweite Punkt "Grün" stellt die Farbe des zweiten Linienrasters 20' des ersten
und zweiten Ausführungsbeispiels (Fig. 3 bis 4) sowie die Farbe für die zweiten Linien
42, 42' des zweiten Linienrasters 40', 40" des vierten bis sechsten Ausführungsbeispiels
(Fig. 6 bis 11) für ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement dar. Die Farbe "Grün"
hat etwa folgende Anteile an den Grundfarben rot, grün, blau: x = 0,15 (rot), y =
0,64 (grün), z = 0,21 (blau).
[0057] In einem weiteren Ausführungsbeispiel können die erste Beschichtung und/oder die
zweite Beschichtung zusätzlich mit Pigmenten versehen sein, welche elektromagnetische
Strahlung im für das menschliche Auge nicht sichtbaren Wellenlängenbereich emittieren,
reflektieren oder absorbieren. Diese Pigmente beinhalten ein zusätzliches Sicherheitselement,
das vorzugsweise maschinenlesbar ist.
[0058] Die oben dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen ein einfach und kostengünstig
herzustellendes Sicherheitselement, das insbesondere auch aufgrund seiner Dreidimensionalität
eine hohe Fälschungssicherheit gegenüber Kopieren bietet.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 1, 1'
- Folie
- 4, 5, 7, 8
- Blicklinien
- 10, 30, 30'
- erstes Linienraster
- 12
- UV-Lampe
- 14, 15, 18, 19
- Blicklinien
- 20, 40, 40', 40"
- zweites Linienraster
- 41, 41'
- erste Linien des zweiten Linienrasters 40' bzw. 40"
- 42, 42'
- zweite Linien des zweiten Linienrasters 40' bzw. 40"
- 50
- Ausweiskarte
- 51
- die dem Betrachter zugewandte Seite der Ausweiskarte 50
- 52
- die vom Betrachter abgewandte Seite der Ausweiskarte 50
- d
- Dicke der Folie 1, 1'
- z
- Hinterschneidung von dem zweiten Linienraster zum ersten Linienraster
- α
- Winkel zur Normalen auf der Oberfläche der Folie 1'
1. Sicherheitselement für ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument, das auf einer im sichtbaren
und UV Wellenlängenbereich transparenten Schicht, z.B. einer Folie (1, 1'), angeordnet
ist, wobei das Sicherheitselement eine erste periodische, optische Struktur in Form
eines Linienrasters (30, 30') oder eines Punktrasters, welche eine erste Beschichtung
auf der ersten Seite der transparenten Schicht ausbildet, und eine zweite periodische,
optische Struktur in Form eines Linienrasters (40, 40', 40") oder eines Punktrasters
aufweist, welche eine zweite Beschichtung auf der der ersten Seite der transparenten
Schicht gegenüber liegenden zweite Seite ausbildet, wobei die erste optische Struktur
und die zweite optische Struktur derart überlappend angeordnet sind, dass sie für
einen äußeren Betrachter unter einem bestimmten, vorgegebenen Blickwinkel (α) und
unter UV-Bestrahlung einen Farbwechseleffekt zeigen, wobei die erste Beschichtung
eine erste Farbe, welche nicht transparent für UV-Licht ist und Pigmente beinhaltet,
die eine sichtbare bunte oder unbunte Körperfarbe haben, und die zweite Beschichtung
mindestens eine zweite Farbe aufweist, welche von der ersten Farbe verschieden ist
und lumineszierende Pigmente beinhaltet, wobei die erste optische Struktur und die
zweite optische Struktur derart zueinander angeordnet sind, dass die Elemente der
ersten optischen Struktur unter einem bestimmten, vorgegebenen Blickwinkelbereich
oder Beleuchtungswinkelbereich die Elemente der zweiten optischen Struktur vollständig
überdecken.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (d) der transparenten Schicht im Bereich von 50 µm bis 800 µm, vorzugsweise
im Bereich von 70 µm bis 250 µm, besonders bevorzugt im Bereich von 100 µm bis 150
µm liegt.
3. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Linienraster (30, 30') der ersten optischen Struktur zumindest abschnittsweise
parallel zu dem Linienraster (40, 40', 40") der zweiten optischen Struktur verläuft.
4. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen zwei benachbarten Elementen der ersten optischen Struktur und/oder
der zweiten optischen Struktur das 0,1-fache bis 100-fache der Dicke der transparenten
Schicht, vorzugsweise das 0,5-fache bis 10-fache der Dicke der transparenten Schicht,
besonders bevorzugt das 0,5-fache bis 3-fache der Dicke der transparenten Schicht
beträgt.
5. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Elemente der ersten optischen Struktur und/oder der zweiten optischen
Struktur das 0,1-fache bis 100-fache der Dicke der transparenten Schicht, vorzugsweise
das 0,5-fache bis 10-fache der Dicke der transparenten Schicht, beträgt.
6. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste optische Struktur und/oder die zweite optische Struktur in ihrer Gesamtheit
eine bildliche und/oder textliche und/oder numerische Information beinhalten.
7. Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste optische Struktur und/oder die zweite optische Struktur mittels eines Druckverfahrens,
z.B. Flach-, Hoch-, Tief-, Durch- und/oder Digitaldruck, vorzugsweise mittels Stichtiefdruck,
mittels eines Offset-Druckverfahrens oder mittels eines Inkjet-Druckverfahrens, aufgebracht
sind.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Beschichtung zusätzlich lumineszierende Pigmente aufweist, welche vorzugsweise
elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge emittieren, welche von der Wellenlänge
der lumineszierenden Pigmente der zweiten Beschichtung verschieden ist.
9. Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem Sicherheitselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
10. Wert- und/oder Sicherheitsdokument nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement in einem Fenster des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments angeordnet
ist.
1. A security element for a value and/or security document which is arranged on a layer
which is transparent in the visible and UV wavelength spectrum, e.g. a film (1, 1'),
wherein the security element has a first periodic, optical structure in the form of
a line matrix (30, 30') or a dot matrix, which forms a first coating on the first
side of the transparent layer, and a second periodic, optical structure in the form
of a line matrix (40, 40', 40") or a dot matrix, which forms a second coating on the
second side lying opposite the first side of the transparent layer, wherein the first
optical structure and the second optical structure are arranged overlapping one another
in such a manner that they exhibit a colour change effect for an outside observer
at a given, predefined viewing angle (a) and under UV radiation, wherein the first
coating is a first colour which is not transparent to UV light and contains pigments
which have a visible chromatic or achromatic body colour and the second coating has
at least a second colour which is different from the first colour and contains luminescent
pigments, wherein the first optical structure and the second optical structure are
arranged in such a manner to one another that the elements of the first optical structure
completely overlap the elements of the second optical structure below a given, predefined
viewing angle range or illumination angle range.
2. The security element according to claim 1, characterized in that the thickness (d) of the transparent layer is in the region of 50 µm to 800 µm, preferably
in the region of 70 µm to 250 µm, particularly preferably in the region of 100 µm
to 150 µm.
3. The security element according to one of the preceding claims, characterized in that the line matrix (30, 30') of the first optical structure runs parallel to the line
matrix (40, 40', 40") of the second optical structure, at least in sections.
4. The security element according to one of the preceding claims, characterized in that the distance between two adjacent elements of the first optical structure and/or
the second optical structure is 0.1 times to 100 times the thickness of the transparent
layer, preferably 0.5 times to 10 times the thickness of the transparent layer, particularly
preferably 0.5 to 3 times the thickness of the transparent layer.
5. The security element according to one of the preceding claims, characterized in that the width of the elements of the first optical structure and/or of the second optical
structure is 0.1 times to 100 times the thickness of the transparent layer, preferably
0.5 to 10 times the thickness of the transparent layer.
6. The security element according to one of the preceding claims, characterized in that the first optical structure and/or the second optical structure in their entirety
contain information in pictorial and/or text and/or numerical form.
7. The security element according to one of the preceding claims, characterized in that the first optical structure and/or the second optical structure are applied by means
of a printing process, e.g. flat printing, letterpress printing, gravure printing,
screen printing and/or digital printing, preferably by means of intaglio printing,
by means of an offset printing process or by means of an inkjet printing process.
8. The security element according to claim 1, characterized in that the first coating also exhibits luminescent pigments which preferably emit electromagnetic
radiation with a wavelength which differs from the wavelength of the luminescent pigments
of the second coating.
9. A value and/or security document with a security element according to one of the preceding
claims.
10. The value and/or security document according to claim 9, characterized in that the security element is arranged in a window of the value and/or security document.
1. Elément de sécurité pour un document de valeur et/ou de sécurité qui est disposé sur
une couche transparente dans une gamme de longueurs d'ondes visible et UV, par ex.
une feuille (1,1'), l'élément de sécurité comportant une première structure périodique,
optique sous la forme d'une trame de lignes (30,30') ou d'une trame de points, laquelle
constitue un premier revêtement sur le premier côté de la couche transparente et comporte
une deuxième structure périodique, optique sous la forme d'une trame de lignes (40,40',40")
ou d'une trame de points, laquelle constitue un deuxième revêtement sur le deuxième
côté opposé au premier côté de la couche transparente, la première structure optique
et la deuxième structure optique étant disposées se chevauchant de telle manière qu'elles
présentent pour un observateur extérieur sous un certain angle de visée (α) prédéfini
et un rayonnement UV, un effet à changement de couleur, le premier revêtement contenant
une première couleur non transparente à la lumière UV et des pigments qui ont une
couleur corporelle visible multicolore ou achromatique et le deuxième revêtement comportant
au moins une deuxième couleur qui est différente de la première couleur et contenant
des pigments luminescents, la première structure optique et la deuxième structure
optique étant disposées l'une par rapport à l'autre de telle manière que les éléments
de la première structure optique recouvrent complètement les éléments de la deuxième
structure optique sous une certaine zone d'angle de visée ou d'angle d'éclairage prédéfinie.
2. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'épaisseur (d) de la couche transparente se situe dans une gamme de 50 µm à 800
µm, de préférence dans une gamme de 70 µm à 250 µm, de façon particulièrement préférée
dans une gamme de 100 µm à 150 µm.
3. Elément de sécurité selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la trame de lignes (30,30') de la première structure optique passe au moins par section
parallèlement à la trame de lignes (40,40',40") de la deuxième structure optique.
4. Elément de sécurité selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'intervalle entre deux éléments voisins de la première structure optique et/ou de
la deuxième structure optique est de 0,1 fois à 100 fois l'épaisseur de la couche
transparente, de préférence 0,5 fois à 10 fois l'épaisseur de la couche transparente,
de façon particulièrement préférée 0,5 fois à 3 fois l'épaisseur de la couche transparente.
5. Elément de sécurité selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la largeur des éléments de la première structure optique et/ou de la deuxième structure
optique est de 0,1 fois à 100 fois l'épaisseur de la couche transparente, de préférence
0,5 fois à 10 fois l'épaisseur de la couche transparente.
6. Elément de sécurité selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première structure optique et/ou la deuxième structure optique contiennent dans
leur totalité une information en image et/ou en texte et/ou numérique.
7. Elément de sécurité selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première structure optique et/ou la deuxième structure optique sont appliquées
au moyen d'un procédé d'impression, par ex. : impression à plat, typographique, par
photogravure, sérigraphique et/ou numérique, de préférence au moyen d'impression en
taille-douce, au moyen d'un procédé d'impression offset ou au moyen d'un procédé d'impression
par jet d'encre.
8. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier revêtement comporte en plus des pigments luminescents qui émettent de
préférence un rayonnement électromagnétique avec une longueur d'ondes qui est différente
de la longueur d'ondes des pigments luminescents du deuxième revêtement.
9. Document de valeur et/ou de sécurité avec un élément de sécurité selon l'une quelconque
des revendications précédentes.
10. Document de valeur et/ou de sécurité selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est disposé dans une fenêtre du document de valeur et/ou de
sécurité.